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SV-2008/0047

Antrag der CDU-Fraktion vom 20.10.2008 betr. Konversionsflächen

Antrag 21.10.2008

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SV-2008/0047

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SV-2008/0047

5551 Zeichen

Vorlage-Nr. SV-2008/0047 
 
 
Antrag der CDU-Fraktion vom 20.10.2008 betr. Konversionsflächen 
 
   
 
    
 
CDU-Stadtverordnetenfraktion  •  Steubenplatz 12  •  64293 Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
20.10.2008 
Antrag                                                                             
 
Nutzung der in Darmstadt freiwerdenden militärischen Konversionsflächen für Wohnen und 
Gewerbe – städtebaulicher Wettbewerb  
 
Die Nutzung des freiwerdenden amerikanischen Kasernengeländes (Konversionsareale) bietet für 
eine zukünftige Stadtentwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Jahrhundertchance, die wohl 
vorbereitet, aber auch zügig, im Einklang mit den Erwartungen der Bürgerschaft vorangetrieben 
werden muss.  
 
Seit der Beantwortung der Großen Anfrage der CDU-Fraktion vom Oktober 2007 sind keine 
grundsätzlichen Fragen geklärt worden. Die in der MV 2008/0313 zusammengetragenen 
Stellungnahmen der städtischen Ämter müssen jetzt vom Magistrat priorisiert und mit einer 
eindeutigen Zielsetzung versehen werden. Die MV 2008/0314 (IWU-Gutachten - 
Wohnungswirtschaftliche Entwicklungsperspektiven der Konversionsareale in Darmstadt) zeigt die 
vielfältigen Problemkreise auf – Erwerb, Nutzung usw., wie sie in anderen Städten bewältigt worden 
sind, sie ist um die Möglichkeiten gewerblicher Nutzung zu erweitern und entsprechend zu 
berücksichtigen. 
 
Die Stadtverordnetenversammlung möge deshalb beschließen, der Magistrat möge 
 
1. – schnellstmöglich ein Konzept vorlegen, das die unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten der in 
Frage stehenden Konversionsflächen (Cambrai-Fritsch-Kaserne, Jefferson-Siedlung, Lincoln-
Siedlung, Barbara-Siedlung, Kelley Barracks und Nathan Hale Depot) z. B. für den geförderten 
Wohnungsbau, den freifinanzierten Geschosswohnungsbau, familienorientierten kostengünstigen 
Wohnungsbau, Immobilien des hochwertigen Segments und für die gewerbliche Nutzung aufzeigt.    
 
2. – ein Konzept erstellen, das die zeitliche in inhaltliche Verfügbarkeit der Flächen aufzeigt unter 
Berücksichtigung der möglichen Einflussbereiche (z. B. Denkmalschutz, Altlastenbeseitigung, 
Weiternutzung vorhandener Infrastruktur wie z. B. Sportanlagen usw.).  
 
3. – ein Organisations- und Finanzierungsmodell entwickeln, das eine zeitnahe und marktgerechte 
Verwertung der Flächen ermöglichen wird, da die Stadt aufgrund der finanziellen Situation 
voraussichtlich nicht selbst als Investor tätig werden kann. Hierbei sollen die Erfahrungen 
Berücksichtigung finden, die in anderen Städten, z. B. Mainz, Tübingen, Augsburg, Kassel usw. 
entstanden sind (s. IWU-Gutachten), z. B. eine direkte Verwertung der Grundstücke an bauwillige 
Familien.  
 
in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 
Steubenplatz 12 
64293 Darmstadt 
Tel. 0 61 51 / 17 12 18 
Fax 0 61 51 / 17 12 19 
Internet: www.cdu-darmstadt.de

2 
4. – eine Projektpriorisierung vorzunehmen mit dem Ziel, vorhandene und ad hoc nutzbare 
Wohnbebauung schnellstmöglich dem Darmstädter Immobilienmarkt zuzuführen, auch unter dem 
Gesichtspunkt der Werterhaltung.  
 
5. – umgehend eine effektive bürgerschaftliche Beteiligung zu organisieren, um die Einbindung der 
neuen Stadtquartiere in das vorhandene Stadt-/Stadtteilgefüge zu unterstützen.  
 
6. – die konkrete Bearbeitung der einzelnen Teilbereiche mit Cambrai-Fritsch-Kaserne und Jefferson-
Siedlung zu beginnen und dieses durch seine Lage hierfür prädestinierte Gebiet für „hochwertigen“ 
Wohnungsbau vorzusehen. Zur Sicherung der städtebaulichen Qualität ist für diesen Bereich ein 
offener städtebaulicher Wettbewerb auszuloben. Ziel ist ein „hochwertiges Wohngebiet“ mit 
Einfamilienhausstrukturen, mit Mindestgrößen für Grundstücke und Mindestquerschnitten für 
Wohnwege. Oberstes Gebot ist eine gestalterisch hochwertige und möglichst effiziente und 
wirtschaftliche Erschließung. Zur Aufgabenstellung gehören: 
- Entwicklung eines „Masterplans“ zur abgestuften Erschließung des Gesamtgebiets,  
  mit einer gewissen Flexibilität der Entwicklung der einzelnen Teilbereiche.   
- Aussagen zu grundsätzlichen Nutzungsstrukturen, Baustrukturen und  
  Geschossigkeiten/Höhen und Verdichtungen, Gewährleistung der Qualität der  
  Nebenanlagen.  
- Ein städtebauliches Konzept mit Aussagen über Freiflächengestaltung und  
  Differenzierung von Grünflächen, privates Grün soll gegenüber öffentlichem Grün  
  nicht
 zurücktreten.  
- Aussagen zum Verkehrskonzept mit ÖPNV-Anbindung, Individualverkehr,  
  Unterbringung des ruhenden Verkehrs, Fußgänger- und Radwegebeziehungen.  
- Reaktion auf die jeweiligen Ränder des Planungsgebiets (Bessungen/Eberstadt) in  
  Bebauungsstruktur und verkehrlicher Anbindung.   
- Möglichkeit von Dachausrichtungen zur Nutzung von Solarenergie,    
  Prüfung weiterer regenerativer Energieformen als Nutzungsmöglichkeit.   
- Besondere Berücksichtigung der Erfahrungen des Vermessungsamts (MV  
  2008/0313) mit Grundstückseigentümern und Bauinteressenten im Gebiet  
  E – 44/Wolfhartweg.   
- Möglichkeiten einer Platzsituation auf dem Cambrai-Fritsch-Gelände mit zentralen  
  Funktionen, die evtl. durch nach Vorgaben des Denkmalschutzes dort zu erhaltende  
  Gebäude entsteht.  
- Aussagen zur schulischen und sozialen Infrastruktur nach den Vorgaben der Stadt.  
 
7. – entsprechende Konzepte auch für die anderen freiwerdenden Flächen zu entwickeln.  
 
 
 
Weitere Begründung erfolgt mündlich. 
 
 
 
 
 
 
Ludwig Achenbach 
Helmut Schmidt 
Ctirad Kotoucek 
Jens Bistritschan 
Walburga Jung       Rafael Reißer 
 
Stadtverordnete      Fraktionsvorsitzender

Beratungsverlauf (2)

TOP 20.5
TOP 13.1

Orte (1)

  • Steubenplatz 12

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Details

Vorlagen-Nr.
SV-2008/0047
Typ
Antrag
Datum
21.10.2008
Erstellt
29.09.2026 00:00