SV-2008/0047
Antrag der CDU-Fraktion vom 20.10.2008 betr. Konversionsflächen
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SV-2008/0047
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Vorlage-Nr. SV-2008/0047
Antrag der CDU-Fraktion vom 20.10.2008 betr. Konversionsflächen
CDU-Stadtverordnetenfraktion • Steubenplatz 12 • 64293 Darmstadt
20.10.2008
Antrag
Nutzung der in Darmstadt freiwerdenden militärischen Konversionsflächen für Wohnen und
Gewerbe – städtebaulicher Wettbewerb
Die Nutzung des freiwerdenden amerikanischen Kasernengeländes (Konversionsareale) bietet für
eine zukünftige Stadtentwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Jahrhundertchance, die wohl
vorbereitet, aber auch zügig, im Einklang mit den Erwartungen der Bürgerschaft vorangetrieben
werden muss.
Seit der Beantwortung der Großen Anfrage der CDU-Fraktion vom Oktober 2007 sind keine
grundsätzlichen Fragen geklärt worden. Die in der MV 2008/0313 zusammengetragenen
Stellungnahmen der städtischen Ämter müssen jetzt vom Magistrat priorisiert und mit einer
eindeutigen Zielsetzung versehen werden. Die MV 2008/0314 (IWU-Gutachten -
Wohnungswirtschaftliche Entwicklungsperspektiven der Konversionsareale in Darmstadt) zeigt die
vielfältigen Problemkreise auf – Erwerb, Nutzung usw., wie sie in anderen Städten bewältigt worden
sind, sie ist um die Möglichkeiten gewerblicher Nutzung zu erweitern und entsprechend zu
berücksichtigen.
Die Stadtverordnetenversammlung möge deshalb beschließen, der Magistrat möge
1. – schnellstmöglich ein Konzept vorlegen, das die unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten der in
Frage stehenden Konversionsflächen (Cambrai-Fritsch-Kaserne, Jefferson-Siedlung, Lincoln-
Siedlung, Barbara-Siedlung, Kelley Barracks und Nathan Hale Depot) z. B. für den geförderten
Wohnungsbau, den freifinanzierten Geschosswohnungsbau, familienorientierten kostengünstigen
Wohnungsbau, Immobilien des hochwertigen Segments und für die gewerbliche Nutzung aufzeigt.
2. – ein Konzept erstellen, das die zeitliche in inhaltliche Verfügbarkeit der Flächen aufzeigt unter
Berücksichtigung der möglichen Einflussbereiche (z. B. Denkmalschutz, Altlastenbeseitigung,
Weiternutzung vorhandener Infrastruktur wie z. B. Sportanlagen usw.).
3. – ein Organisations- und Finanzierungsmodell entwickeln, das eine zeitnahe und marktgerechte
Verwertung der Flächen ermöglichen wird, da die Stadt aufgrund der finanziellen Situation
voraussichtlich nicht selbst als Investor tätig werden kann. Hierbei sollen die Erfahrungen
Berücksichtigung finden, die in anderen Städten, z. B. Mainz, Tübingen, Augsburg, Kassel usw.
entstanden sind (s. IWU-Gutachten), z. B. eine direkte Verwertung der Grundstücke an bauwillige
Familien.
in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Steubenplatz 12
64293 Darmstadt
Tel. 0 61 51 / 17 12 18
Fax 0 61 51 / 17 12 19
Internet: www.cdu-darmstadt.de
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4. – eine Projektpriorisierung vorzunehmen mit dem Ziel, vorhandene und ad hoc nutzbare
Wohnbebauung schnellstmöglich dem Darmstädter Immobilienmarkt zuzuführen, auch unter dem
Gesichtspunkt der Werterhaltung.
5. – umgehend eine effektive bürgerschaftliche Beteiligung zu organisieren, um die Einbindung der
neuen Stadtquartiere in das vorhandene Stadt-/Stadtteilgefüge zu unterstützen.
6. – die konkrete Bearbeitung der einzelnen Teilbereiche mit Cambrai-Fritsch-Kaserne und Jefferson-
Siedlung zu beginnen und dieses durch seine Lage hierfür prädestinierte Gebiet für „hochwertigen“
Wohnungsbau vorzusehen. Zur Sicherung der städtebaulichen Qualität ist für diesen Bereich ein
offener städtebaulicher Wettbewerb auszuloben. Ziel ist ein „hochwertiges Wohngebiet“ mit
Einfamilienhausstrukturen, mit Mindestgrößen für Grundstücke und Mindestquerschnitten für
Wohnwege. Oberstes Gebot ist eine gestalterisch hochwertige und möglichst effiziente und
wirtschaftliche Erschließung. Zur Aufgabenstellung gehören:
- Entwicklung eines „Masterplans“ zur abgestuften Erschließung des Gesamtgebiets,
mit einer gewissen Flexibilität der Entwicklung der einzelnen Teilbereiche.
- Aussagen zu grundsätzlichen Nutzungsstrukturen, Baustrukturen und
Geschossigkeiten/Höhen und Verdichtungen, Gewährleistung der Qualität der
Nebenanlagen.
- Ein städtebauliches Konzept mit Aussagen über Freiflächengestaltung und
Differenzierung von Grünflächen, privates Grün soll gegenüber öffentlichem Grün
nicht
zurücktreten.
- Aussagen zum Verkehrskonzept mit ÖPNV-Anbindung, Individualverkehr,
Unterbringung des ruhenden Verkehrs, Fußgänger- und Radwegebeziehungen.
- Reaktion auf die jeweiligen Ränder des Planungsgebiets (Bessungen/Eberstadt) in
Bebauungsstruktur und verkehrlicher Anbindung.
- Möglichkeit von Dachausrichtungen zur Nutzung von Solarenergie,
Prüfung weiterer regenerativer Energieformen als Nutzungsmöglichkeit.
- Besondere Berücksichtigung der Erfahrungen des Vermessungsamts (MV
2008/0313) mit Grundstückseigentümern und Bauinteressenten im Gebiet
E – 44/Wolfhartweg.
- Möglichkeiten einer Platzsituation auf dem Cambrai-Fritsch-Gelände mit zentralen
Funktionen, die evtl. durch nach Vorgaben des Denkmalschutzes dort zu erhaltende
Gebäude entsteht.
- Aussagen zur schulischen und sozialen Infrastruktur nach den Vorgaben der Stadt.
7. – entsprechende Konzepte auch für die anderen freiwerdenden Flächen zu entwickeln.
Weitere Begründung erfolgt mündlich.
Ludwig Achenbach
Helmut Schmidt
Ctirad Kotoucek
Jens Bistritschan
Walburga Jung Rafael Reißer
Stadtverordnete Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (2)
Orte (1)
- Steubenplatz 12
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2008/0047
- Typ
- Antrag
- Datum
- 21.10.2008
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00