1977/2025
Städtebaulicher Masterplan Innenstadt - Niederschrift 36. Sitzung am 25.11.2024
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VI/61/615 Vorlagen-Nummer 23.06.2025 1977/2025 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtentwicklungsausschuss 26.06.2025 Verkehrsausschuss 24.06.2025 Ausschuss Kunst und Kultur 24.06.2025 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 26.06.2025 Mobilitätsausschuss 02.12.2025 Städtebaulicher Masterplan Innenstadt - Niederschrift 36. Sitzung am 25.11.2024 Die Lenkungsgruppe Städtebaulicher Masterplan Innenstadt hat am Montag, den 25.11.2024 in ihrer 36. Sitzung zum Thema „Lupenräume – Qualifizierung Ebertplatz und Verstetigung Via Culturalis“ getagt. Als Anlage 1 ist hierzu die Niederschrift dieser Mitteilung zur Kenntnis- nahme beigefügt. Gez. Greitemann
ANLAGE 1 Niederschrift Sitzung Lenkungsgruppe Städtebaulicher Masterplan-36
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36. Sitzung der Lenkungsgruppe Städtebaulicher Masterplan Innenstadt Köln Ergebnisprotokoll Thema: Lupenräume – Qualifizierung Ebertplatz und Verstetigung Via Culturalis Montag, 25.11.24, 10:00 – 14:00 Uhr Karl Rahner Akademie, Jabachstraße 8, 50676 Köln Vorsitz: Markus Greitemann, Beigeordneter für Planen und Bauen Moderation: Eva Herr, Leiterin Stadtplanungsamt TOP Thema Begrüßung Markus Greitemann, Beigeordneter Dezernat VI für Planen und Bauen Herr Greitemann begrüßt die Teilnehmenden der Sitzung, insbesondere die anwesenden Vertreter*Innen des Verkehrsausschusses und der Bezirksver- tretungen. Arbeitsfokus der Sitzung: Die langfristige Umgestaltung des Ebertplatzes und hierbei die nächsten Schritte im Planungsprozess. In 2025 steht der Variantenentscheid als Zielergebnis der Vorqualifizierung an. Auf der dann beschlossenen Variante werden die konkreten nächsten Planungsschritte aufgesetzt. Ziel ist die gemeinsame Diskussion, welche Kri- terien bei der Entscheidung über eine der drei Ausbauvarianten besonders wichtig sind. Zielstellung und Ablauf der Sitzung Eva Herr, Leiterin Stadtplanungsamt Frau Herr erläutert den inhaltlichen Fokus der Sitzung. Einordnung: Sitzung im Kontext der Fortschreibung des Masterplans unter dem Motto „Von der Vision zum Werkzeug“. Arbeitsschwerpunkt ist der Ebertplatz hinsichtlich seiner langfristigen Umge- staltung und ganz konkret die nächsten Schritte der Qualifizierung, so dass im kommenden Jahr die Entscheidung für eine machbare Ausbauvariante gefällt und weiterverfolgt werden kann. TOP 1 INPUT H err Geyer stellt den Planungsauftrag bzgl. der Vorqualifizierung vor. Im Anschluss präsentiert Frau Prof. Klußmann den aktuellen Arbeitsstand. ANLAGE 1 Seite 2 von 8 Zudem vertritt Herr Geyer den erkrankten Herrn Babiasz von Amt 68 und stellt die aktuell vier, sich in der Makroskopie befindlichen Verkehrsvarian- ten vor. Langfristige Umgestaltung Ebertplatz Einordnung und Politischer Auftrag Johannes Geyer, Stadtplanungsamt Herr Geyer erläutert, dass der Bedarfsfeststellungsbeschluss einen Auftrag für eine komprimierte Vorqualifizierung unter Einbindung der Ergebnisse aus der temporären Nutzung vorsieht. Neben der Klärung der städtebauli- chen Grundidee und zukünftigen Nutzungen auf dem Platz soll ein Raum- programm inkl. Betreiber- und Finanzierungskonzept entwickelt werden. Hinzu kommt ein Modul zur Einbindung der Öffentlichkeit über ein geeigne- tes Verfahren. Der Auftrag wurde unter Beteiligung eines eigens gegründeten Begleitgre- miums an eine Bürokooperation aus startklar a+b und raumwerk architekten vergeben. Hinzu kommen als Verkehrssachverständige Rudolf Keller Ingenieure und als Betongutachter das Büro Pirlet & Partner. Sachstand Vorqualifizierung Prof. Ragnhild Klußmann, raumwerk.architekten Kerstin Asher, startklar a+b Frau Klußmann und Frau Asher sind vom beauftragten Bürogemeinschaft startklar/ Raumwerk und stellen den aktuellen Arbeitsstand vor. Folgende Abhängigkeiten treten hierbei zutage: Die Platzfläche ist ‚Deckel‘ eines hochkomplexen Ingenieurbauwerks, der Bauwerkszustand aktuell ‚in Ordnung‘, es ist eine Entwidmung der westli- chen Passage als Verkehrsbauwerk in Diskussion Eine Verlegung der verbauten technischen Infrastruktur ist aufwändig und kostenintensiv Bei Erhalt eines gemeinwohlorientiert genutzten ‚Gebäudes‘ muss Verant- wortung für Umbau und Betrieb organisiert und entschieden werden, es sind zudem Finanzen und Governance zu klären. Die Auswertung und räumliche Zuordnung aller im Rahmen der Zwischen- nutzung erfolgten Beteiligungsformate ergibt, dass Unsicherheitsgefühl und Probleme sich in den überdachten Bereichen kumulieren. Die Barrierefrei- heit ist eine weitere Herausforderung bei Umbau Eine Umgestaltung sowie ein Bestandserhalt des Platzes hängen zudem maßgeblich von Neu-und Umorganisation der Verkehre ab ANLAGE 1 Seite 3 von 8 Verkehrsvarianten Johannes Geyer (in Vertretung für Phillip Babiasz), Amt für nachhaltige Mo- bilitätsentwicklung In Vertretung für 68 werden die aktuell entwickelten Verkehrsvarianten vor- gestellt, welche in der Gruppenarbeitsphase inhaltlich diskutiert werden sol- len. 16 Varianten wurden entwickelt und integriert bewertet, 4 aufgrund fachli- cher Bewertung priorisiert und fokussiert, aktuell befinden sich die Fachpla- nerinnen in einer vertieften verkehrstechnischen Prüfung & Bewertung. Die Betrachtung erfolgt hinsichtlich der Leistungsfähigkeit von MIV & ÖPNV, Barrierefreiheit, Freiraumqualität, Entsiegelungspotentialen und Umfang auszulösender Bestandsumbauten. Es entsteht ein Raumgewinn auf dem Platz durch eine Verlängerung der Buslinien 127 & 140 bis zum Breslauer Platz, diese ist allerdings abhängig von einer dortigen Platzentwicklung. Viele Potentiale existieren bei den Varianten ‚Süd‘ und ‚Ost‘, umsetzbar sind diese allerdings sehr viel besser bei einer Einbahnregelung Neusser Str. Vorstellung der Arbeitsweise Katrin Witzel, Stadtplanungsamt Die einzelnen Themenbereiche werden im Anschluss in vier Arbeitsgruppen inhaltlich anhand von Leitfragen diskutiert, die Ergebnisse im Plenum prä- sentiert. TOP 2 Arbeit in 4 Kleingruppen 1. Verkehrsvarianten & zukunftsweisende Mobilität Moderation: Konrad Rothfuchs Leitfragen: Welche räumlichen Potentiale beinhalten die aktuellen Verkehrsvarianten? Wie lassen sich Mobilitäts- und Freiraumqualität in Bezug zueinander set- zen? Wie kann die Thematik in die Bewertungsmatrix für den Variantenentscheid einfließen? 2. Gemeinwohlentwicklung & Betreibermodell Moderation: Markus Nollert Leitfragen: ANLAGE 1 Seite 4 von 8 Welche Rolle spielt der Platz/ die Passage in Zukunft als Kunstort und wie kann der Ort weiterhin als Nukleus für Gemeinwohlaktivitäten etabliert wer- den? Wie lassen sich diese Themen städtebaulich und im Dauerbetrieb (um)set- zen? Wie kann die Thematik in die Bewertungsmatrix für den Variantenentscheid einfließen? 3. Stadtraumqualitäten & Multicodierung: Moderation: Irene Lohaus Leitfragen: Wie fügt sich der Platz in die städtebauliche Umgebung ein und wie ge- schieht eine qualitätsvolle Implementierung als nördlicher Auftakt im Ge- samtgefüge der Ringe? Was für ein Platz soll der Ebertplatz in Zukunft sein und wie muss er archi- tektonisch gestaltet sein, um den unterschiedlichen Nutzungsbedarfen ge- recht zu werden? Wie kann die Thematik in die Bewertungsmatrix für den Variantenentscheid einfließen? 4. Planungsprozess & Umsetzungsstrategie Moderation: Johannes Geyer Leitfragen: Wie können fachliche und politische Entscheidungsprozesse in der Vorqua- lifizierung strategisch und zeitlich zielführend gestaltet werden? Welche Rahmenbedingungen sind notwendig, um innerhalb des avisierten Zeitrahmens zu einer ausschreibungsfähigen Planungsaufgabe zu gelan- gen? Welche Planungsschritte werden durch die jeweiligen Varianten ausgelöst und wie stellen sich hierbei weitere Beteiligungsprozesse dar? TOP 4 Ergebnispräsentation Fachexpert*in der Lenkungsgruppe Städtebaulicher Masterplan Innenstadt Gruppe1: Verkehrsvarianten & zukunftsweisende Mobilität Anregungen der Gruppe für die Matrix und den Prozess: alle vier Varianten sind abbildbar und nehmen alle Wegebeziehungen auf ANLAGE 1 Seite 5 von 8 -die Diskussion hat allerdings gezeigt, dass die Varianten ‚Süd‘ und ‚Ost‘ die größten Potentiale beinhalten, da sie neue Platzräume generieren. -die Variante ‚Nord‘ wurde ausgeschlossen, da sie verkehrlich und stadt- räumlich viele proble mbehaftet ist (Spuranzahl, Entwicklungspotentiale der ‚Sonnenseite‘ der Erdgeschosszone im Norden). -Ringvariante umspült weiterhin die Platzfläche, dies wird negativ bewertet -die Gruppe tendiert hinsichtlich der Herausnahme aller motorisierten Ver- kehre und der hierdurch entstehenden Raumgewinne im nördlichen Bereich zur Variante ‚Süd‘ -Differenzierung zwischen Variante Süd und Ost sollte anhand städt ebauli- cher Bewertungskriterien in einer integrierten Betrachtung erfolgen, nicht al- lein aus verkehrlicher Leistungsfähigkeit -Bündelung der Buslinien nur in Süd und Ost möglich -Nordseite ist die ‚Schokoladenseite‘ des Platzes, die Erdgeschosszone sollte entwickelt werden -Nachteile für den Radverkehr in der Nordvariante/ Radverkehrsspuren prü- fen Gruppe2: Gemeinwohlentwicklung & Betreibermodell Anregungen der Gruppe für die Matrix und den Prozess: -dritte Orte im Quartier mitbetrachten, welche Bedarfe sind aus den Quartie- ren wirklich existent? Der Bedarf ist über Feuerwache etc. gedeckt. Gesamt- städtische Bedarfe fokussieren! -Nutzungen in programmfreier Zeit betrachten -Schärfung, was wir im Planungsauftrag ‚bestellen‘ -welche Nutzungen brauchen wir, welche Flächen brauchen wir hierfür? -dauerhafte Unterstützung der freien Kunstszene ist seitens Dez. VII nicht abbildbar (Information von Herrn BG Charles über Herrn BG Greitemann) -Betrachtung weiterer Nutzung in der Westpassage -Abwägung des Erhalts der Passage, wenn Nutzungen wegfallen -Betriebliche Potentiale von Privaten abschätzen ANLAGE 1 Seite 6 von 8 -Sicherheit als wichtige Bedingung, ganztägig, Sicherheitsgefühl stärker den Nutzungen zuordnen -Begleitfunktionen für Eintrittssituation in die KVB im den Ostpassagen -Funktion Verkehr begleiten mit attraktiven Funktionen wie soz.Kontrollfunk- tion, Gastro o.ä. -Schärfung: Welche Nutzungen werden mit welchen Raumbedarfen gesetzt? Wie werden diese dauerhaft betrieben? -Nutzungsverdichtung 24/7 berücksichtigen -Vielfalt der Zielgruppen und Nutzer*innen noch stärker beachten Gruppe3: Stadtraumqualitäten & Multicodierung Anregungen der Gruppe für die Matrix und den Prozess: -Umbauvariante immer im Kontext mit der Verkehrsvariante betrachten! -Platzbedarfe für Nutzungen klären! -städtebaulichen Verbindung zum Rhein betrachten und betonen -Platz bis zu den Fassaden denken, Erdgeschosszonen funktional stärken und qualifizieren -Alleecharakter vom Rhein zu den Ringen stärken -Stadtplatz, kein Quartiersplatz -Robustheit betrachten -Begrünungs- & Entsiegelungspotentiale maximieren -Barrierefreie Verbindung der Gesamtachse vom Rhein bis in Quartiere qua- lifizieren -Mobilitätshub als wichtige städtebauliche Setzung -Barrierefreiheit um Komfort ergänzen -neben Umbauaufwand auch Komplexität berücksichtigen Gestaltung sowohl als auch gestaltungspotenziale der einzelnen Varianten- beachten ANLAGE 1 Seite 7 von 8 -Neben Erschließungsmöglichkeiten auch die Verbreiterung der Platzränder bewerten Statt Erhalt Passage / Denkmalschutz den Umgang mit dem baulichen Erbe thematisieren -Neben den Kosten auch die Organisation der Maßnahme bewerten -neben betrieblichen Aspekten auch den Lebenszyklus beachten -Förderung und Zuschussmöglichkeiten ermitteln Gruppe 4: Planungsprozess & Umsetzungsstrategie Anmerkungen der Gruppe für den Prozess: -Zweistufiger Entscheidungsprozess Verkehr & Erhaltsvariante, falls zeitlich möglich, -Bewertungsmatrix auf technische Rahmenbedingungen fokussieren, klar und kürzer („Kiss – keep it simple an stupid“) -Verkehr: Herausarbeitung von klarer, sc hlüssiger, fachlicher Vorzugsvari- ante -Vorschlag: zwei verschieden intensive Bestandsvarianten, hierbei techni- sche Parameter in Entscheidungsvorlage stark machen. -Separate Betrachtung von ‚weichen‘ Faktoren ggü. Finanzen und Bauzeit in der Matrix -Was kostet Zwischennutzung im Bestand oder ebenerdig die Stadt und wie können Dritte eine Rolle übernehmen? -Werkstattverfahren ggf. besser geeignet als Wettbewerb -Beschleunigungspotentiale suchen -Platz auf die Ursprungsnutzung fokussieren -Platz sollte auch ohne besondere Nutzung/ Platzprogramme funktionieren -‚Stresstest‘ im Begleitgremium -pragmatische Lösung ANLAGE 1 Seite 8 von 8 Diskussion im Plenum Moderation: Eva Herr Zusammenfassung Als Ergebnis ist festzuhalten, dass durch das Gremium die Freigabe erfolgt, dass der Beschluss erfolgen kann. Der Beschluss sollte mehrstufig gestaltet werden. Das Ziel ist, die Entschei- dungsfindung so einfach und nachvollziehbar wie möglich zu gestalten. Hierbei sollen klare, fachlich herausgearbeit ete Vorzugsvarianten im Fokus stehen. Die entwickelte Bewertungsmatrix ist ein geeignetes Instrument zur Entschei- dungsfindung und soll um die in den Arbeitsgruppen herausgearbeiteten Hin- weise erweitert werden. Zudem sollen finanziellen Bedarfe und Risiken, organisatorischen Planungs- randbedingungen und zeitliche Auswirkungen der verschiedenen Planungs- varianten für den Entscheidungsprozess noch klarer dargestellt und in harte und weiche Faktoren (technisch, stadträumlich, Bau- und Betriebskosten) dif- ferenziert werden Die Inhalte der heutigen Sitzung werden in Folge in die avisierten Be- schlussvorlagen eingearbeitet und in die politische Beratung gegeben. Ausblick Die für den 07.07.2025 geplante 37. Sitzung entfällt und wird zu einem spä- teren Zeitpunkt nach der Neukonstituierung des Stadtrates nachgeholt. Die Terminbekanntgabe erfolgt entsprechend. Herr Greitemann dankt allen Anwesenden und schließt die 36. Sitzung der Lenkungsgruppe Masterplan. Köln, den 13.06.2025 gez. AL Eva Herr ANLAGE 1
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: vertagt
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1977/2025
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 18.11.2025
- Erstellt
- 16.06.2025 11:32