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2010/0038

Bund-Länder-Programm 'Soziale Stadt' - Kranichstein Beauftragung Rahmenplanung öffentlicher Raum

Magistratsvorlage 09.02.2010

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2010/0038

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Kranichstein
Bericht 2003 / 2004
Darmstadt
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt e.V. 1
FREISCHLAD + HOLZ
PLANUNG UND ARCHITEKTUR
SPREESTRASSE 3A                        64283 DARMSTADT
STADTTEILWERKSTATT
DIAKON. WERK / CARITASVERBAND
GRUNDSTRASSE  21                        64289 DARMSTADTSoziale Stadt Darmstadt Kranichstein
PLANUNGSWERKSTATT
LEITBILD
ÖFFENTLICHER RAUM
2. WERKSTATTTERMIN
STADTPLANUNGSAMT
BESSUNGER STR. 125                       64295 DARMSTADT
SOZIALDEZERNAT
LUISENPLATZ 5A                      64293 DARMSTADT

'Soziale Stadt' Darmstadt Kranichstein 
Planungswerkstatt 'Leitbild öffentlicher Raum' 
Protokoll der 2. Planungswerkstatt

Darmstadt  'Soziale Stadt' Darmstadt Kranichstein 
 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
Impressum 
Auftraggeberin 
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Stadtplanungsamt 
Bessunger Straße 125 
64295 Darmstadt 
Volker Sahr 
Tel. 06151 – 133641 / Fax 06151 – 133649 
Stefanie Michels 
Tel. 06151 – 132590 / Fax 06151 – 132088 
in Zusammenwirken mit: 
Sozialdezernat 
Luisenplatz 5a 
64283 Darmstadt 
Markus Emanuel 
Tel. 06151 – 132168 / Fax 06151 – 132309 
 
Vorbereitung, Durchführung, Moderation, Dokumentation 
Freischlad + Holz Architekten BDA 
Spreestraße 3a 
64295 Darmstadt 
Tel. 06151 – 33131 / Fax 06151 – 33132 
Brigitte Holz 
Mitarbeit: 
Eva Koch 
Ursula Richter 
Alexander Schmidt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Darmstadt, den 31.08.2009 
 
Freischlad + Holz im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt 2

Darmstadt  'Soziale Stadt' Darmstadt Kranichstein 
 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
Inhalt 
 
1. Begrüßung der Teilnehmer/innen ................................................................................4 
2. Einführung und Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse................................4 
3. Vorstellung der Teilnehmer/innen................................................................................5 
4. Präsentation / Diskussion der Konzepte......................................................................6 
4.1 Latz + Partner, Peter Latz .................................................................................................6 
4.2 Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Till Rehwaldt............................................................12 
4.3 Thomanek Duquesnoy Boemans, Karl Thomanek..........................................................18 
5. Resümee der Ergebnisse der 2. Planungswerkstatt im Plenum..............................26 
6. Entscheidung des Auswahlgremiums........................................................................28 
6.1 Latz + Partner..................................................................................................................28 
6.2 Rehwaldt Landschaftsarchitekten ..................................................................................29 
6.3 Thomanek Duquesnoy Boemans....................................................................................29 
7. Empfehlung zum weiteren Vorgehen.........................................................................29 
 
 
Freischlad + Holz im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt 3

Darmstadt  'Soziale Stadt' Darmstadt Kranichstein 
 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
1. Begrüßung der Teilnehmer/innen  
Das A uswahlgremium tritt am 1 8.08.2009 um  13.00 Uh r z usammen. Stad trat Dieter We nzel 
begrüßt die Anwesenden. Er bedankt sich fü r die sehr gu te Vorbereitung der Planungswerk-
statt durch das Büro Freischlad + Holz und für die sehr engagierte Bearbeitung der gestellten 
Aufgabe durch die b eauftragten Büros. Darüber hinaus dankt er Herrn Prof. Dr. Werner Durth 
und Herrn Prof. Dr. Jörg Dettmar, dass sie am Werkstattverfahren als Gutachter teilnehmen. Er 
zeigt sich gespannt auf die Ergebnisse des heutigen Tages. 
Nach der Einführung übergibt er das Wort an Brigitte Holz, die das Verfahren moderierend be-
gleitet. 
2. Einführung und Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse 
Brigitte Holz geht einleitend anhand einer Powerpoint-Präsentation auf die Zielsetzung und die 
bisherigen Ergebnisse des Werkstattverfahrens ein. 
Intention der Planungswerkstatt ist, die Potenziale des Stadtteils über eine stadtlandschaftliche 
Aufwertung in Beziehung zu setzen, das äußere Erscheinungsbild Kranichsteins imagewirksam 
für Bewohner/innen wie für Be sucher/innen weiter zu verbessern und die Aufenthaltsqualität 
sozial integrierend auszubauen. 
Auf der Leitbildebene ist ein Gesamtkonzept zur landschaftlichen Vernetzung des Stadtteils und 
seiner Quartiere, zur einprägsamen Aufwertung des öffentlichen Raums zwischen der Kleingar-
tenanlage und der Bahntrasse im Westen, der Parkstraße im Norden und im Osten sowie der 
Kranichsteiner Straße und dem Martin-Luther-King-Ring im Süden zu skizzieren. 
Als Vertie fungsbereiche werden die Stadtteilachse Ba rtningstraße, die Quar tiersmitte - Ba rt-
ningstraße, Brentanoanlage, Einkaufszentrum am Se e und die p artielle Neugestaltung der Kra-
nichsteiner Straße bearbeitet. 
Im 1. Werkstatt-Te rmin wurden durch die drei eingeladenen Büros Ide en eines Leitbildes für 
den öffentlichen Raum im Sinne ei ner grundsätzlichen gestalterischen Konzeption präsentiert 
und zur Diskussion gestellt.  
Das Konzept von Latz + Partner setzte übergeordnet darauf, Teilräume (u.a. die Schaffung einer 
zentralen Parkachse von Süd nach Nord) herauszuarbeiten und zu stärken, Stati onen an K no-
tenpunkten und Stadtteileingängen zu entwickeln und vorhandene Verknüpfungen zu betonen. 
Rehwaldt Landschaftsarchitekten entwickelten ein  Konzept zur Stärkung des  städtebaulichen 
und landschaftlichen Gefüges über besondere Kontaktstellen als Synapsen zwischen den städ-
tebaulich unterschiedlichen Quartieren.  
Das Büro Th omanek Duq uesnoy Boe mans se tzte vier S chwerpunkte. Behandel t wurd e die  
Gestaltung der drei Ortseingänge, die Mitte von Kranichstein als Platz zwischen den markanten 
Hochhausscheiben an d er Bartningstraße, die Gestaltung des zentralen Park- und Seenbands 
der Ruthsenbachaue sowie die Einrichtung eines Inline-Parcours. 
Zum heutigen 2. Werkstatt-Termin ist die Ausarbeitung des Leitbildes unter He rausarbeitung 
entwicklungsrelevanter T hemen un d di e Erarb eitung von Bilde rn für di e Ve rtiefungsbereiche 
erfolgt.  
Die Konzepte sind mit den textlichen Erläuterungen der Büros sowie den Hinweisen der Werk-
stattteilnehmer/innen zu r weite ren Bearbeitung in der Do kumentation 'Plan ungswerkstatt - 
Leitbild Öffentlicher Raum - 1. Werkstatttermin' zusammengefasst. 
 
Freischlad + Holz im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt 4

Darmstadt  'Soziale Stadt' Darmstadt Kranichstein 
 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
3. Vorstellung der Teilnehmer/innen  
Die Anwesenden werden durch Frau Holz vorgestellt. 
Stimmberechtigte Teilnehmer/innen:  
Prof. Dr. Jörg Dettmar 
Prof. Dr. Werner Durth 
Stadtrat Dieter Wenzel  
Stadtrat Jochen Partsch (entschuldigt) 
Stadtrat Klaus Feuchtinger (im Auswahlgremium anwesend) 
Dr. Harald Kissel, Stadtplanungsamt 
Volker Sahr, Stadtplanungsamt (entschuldigt) 
Stefanie Michels, Stadtplanungsamt 
Markus Emanuel, Sozialdezernat 
Heribert Varelmann, Jugendamt, Leiter SVR 
Doris Fath, Grünflächen- und Umweltamt 
Ingrid Pilz, Grünflächen- und Umweltamt 
Maria Wolf, Straßenverkehrs- und Tiefbauamt 
 
Nicht stimmberechtigte Teilnehmer/innen: 
Michael Back, GWH (entschuldigt) 
Jens Vitt, WVVG (entschuldigt) 
Sabine Vonderschmitt, Sparkasse Darmstadt (entschuldigt) 
Laura Kolb, Grundstraße GbR (entschuldigt) 
Herr Ebbinghaus, Herr Röder, Eigentümergemeinschaft Bartningstraße 8 - 20 
Frau Estol, Migrationsdienst Caritasverband (entschuldigt) 
Frau Mayer, Internationale Gärten  
Herr Oblaski, Mieterbeirat GWH  
Frau Neumeyer-Seekatz, AG Senioren 
Herr Sucrow, AG Soziale Stadt  
Herr Umberti, Gewerbeverein 
Frau Zimmerer, Erich Kästner-Schule IGS 
Frau Michel-Sturm, Erich Kästner-Schule GS 
Herr Braun, Bewohner 
Herr Hageböck, Bewohner 
Frau Krämer, Bewohnerin  
Frau Lehn, Bewohnerin 
Frau Rohrmann, Bewohnerin 
Herr Weckbach, Bewohner (entschuldigt) 
Brigitte Holz, Freischlad + Holz (Moderation) 
Eva Koch, Freischlad + Holz 
Alexander Schmidt, Freischlad + Holz 
Jeanette Dorff, Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg  
 
Freischlad + Holz im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt 5

Darmstadt  'Soziale Stadt' Darmstadt Kranichstein 
 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
4. Präsentation / Diskussion der Konzepte 
Die Planungsbüros p räsentieren ih re Konzepte im Folgenden anhand von Po wer-Point-Vorträ-
gen von ca. 30 Minuten. Nach jeder Präsentation werden, moderiert durch Frau Holz, Rückfra-
gen beantwortet und Anmerkungen zu den Konzepten gemacht.  
Zur Dokumentation der Konzepte sind die vorliegenden textlichen Eigendarstellungen der Büros 
sowie ihre Abgabeplakate wiedergegeben.  
Die wichtigsten Aspekte der Diskussion sind stichwortartig festgehalten. 
4.1 Latz + Partner, Peter Latz 
Das Konzept wird durch Peter Latz vorgestellt. Die schriftlich übergebenen Erläuterungen stel-
len sich wie folgt dar: 
Verknüpfung der einzelnen Quartiere 
Kranichsteins wohl größtes Potential liegt neben seiner architektonischen Beispielhaftigkeit im 
herausragenden Zu sammenspiel von Stad t und Landschaft und d em modellh aften Charakter 
seiner b aulichen Stru kturen. Die u nterschiedlichen Quartiere soll en in ih rer Ei genart ge stärkt 
werden, ind em interne kleinere Mi tten au sgebildet werden. Z ugleich soll i hre V erknüpfung 
verbessert werden. Dies geschieht über die Entwicklung von wichtigen Knotenpunkten. 
Entwicklung der vier Hauptorientierungsachsen 
Die zentral in Nord-Süd-Richtung verlaufende Bartningstraße verknüpft Quartiere unterschiedli-
cher Bauzeit und baulicher Maßstäbe miteinander. Im Süden, zwischen F asaneriezentrum und 
Einkaufszentrum am See, wird si e von hohen Raum bildenden Baukörpern geprägt, während 
sie sich nach Norden hi n im Raum ve rliert. Durch die Schaffung der Bartningachse mit ei ner 
großzügigen Promenade und angelagerten linearen Strukturen werden die Fasanerie im Süden, 
das neue Gemeindezentrum am K notenpunkt mit der Siemensstraße, die Mitte am See und 
der Erich-Kästner-Platz im Norden miteinander verbunden. So entsteht ein neues Zentrum Kra-
nichsteins, das der baulichen Struktur gerecht wird und ihr die nötige Urbanität verleiht. Entlang 
der Straßen bahnlinie we rden Knotenpunkte en twickelt, die  auf die In dividualität d er jew eils 
angrenzenden Quartiere eingehen und die quartiersbezogene Funktionen und Aktivitäten auf-
nehmen können.  
Die Kranichsteiner Straße als Hauptverbindung mit Darmstadt u nd dem Umland im S üden ist 
wichtigster I mageträger nach Au ßen. Du rch ih re momentane Barrierewirkung tre nnt si e die  
südlich gelegenen Quartiere vom Rest Kranichsteins und erschwert die Erlebbarkeit des Stadt-
teils al s Gan zes. Ihr Q uerschnitt wi rd reduziert, Rad- und Fu ßwegeverbindungen we rden er-
gänzt. Durch locker angeordnete Säuleneichen wird ein kontinuierliches Raumerlebnis geschaf-
fen ohne Sichtbezüge zu verstellen. Somit wird die Straße Teil des Quartiers. An den Stadtein-
gängen werden Blickbezüge geöffnet und durch Gruppen aus Säulenpappeln klare Markierun-
gen geschaffen.  
Die Ru thsenbachaue ist das g rüne R ückgrat d es Stadtteils, zu gleich i st sie ab er trennendes 
Element zwischen Nord u nd Süd. Ihre Teilräume stellen sich se hr unterschiedlich dar und er-
schweren du rch teils seh r di chten Be wuchs die räumliche Erfahrbarkeit u nd Ori entierung. 
Durch gezielte Eingriffe werden Sichtbezüge wieder hergestellt. Um die räumliche Erfahrbarkeit 
zu verbe ssern, we rden d urchgängige Wegeverbindungen geschaffen, die  du rch ih re un ter-
schiedlichen Niveaus neue Wahrnehmungsebenen bilden.  
Vom Aussich tspunkt im O sten Krani chsteins bi etet sich dem Be sucher die Möglichkeit, den 
gesamten Raum zu überblicken und so die Einzigartigkeit der Kombination von Stadt und Land-
schaft zu verstehen. Die Brücken als Knotenpunkte werden so inszeniert, dass die unterschied-
lichen Teilräume sichtbar werden. Am zentralen Knotenpunkt mit der Bartningachse entsteht 
eine g rüne Mitte, ind em sich die P romenade in F orm ein er Se etribüne bi s an s W asser des 
Brentanosees erstre ckt u nd das W asser al s ze ntrales Eleme nt Kranichsteins in den urbanen  
Raum einbezieht. 
 
Freischlad + Holz im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt 6

Darmstadt  'Soziale Stadt' Darmstadt Kranichstein 
 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
Die Bartningachse 
Die B artningachse verkn üpft z entrale Knotenpunkte un terschiedlichen Ch arakters und unter-
schiedlicher Funktionen miteinander, ist aber selbst auch Erl ebnisraum, indem sie di e Funktio-
nen eines städtischen Freiraums mit denen eines klassischen Parks verknüpft. In ihrer Mi tte 
verläuft eine leicht erhöhte, mit Pl atanen bestandene Promenade, die zum  Flanieren und zum 
Verweilen einlädt. Parallel dazu verläuft das so genannte Aktivitätsband, in dem Freizeitaktivitä-
ten wie Sport und Kinderspiel neben Sitzen im Café stattfinden. Der öffentliche Raum wird zum 
Aktionsraum, der die Menschen zusammenbringt und das Leben auf die Straße holt.  
Als drittes Band bilden Gärten, die von den Mietern genutzt und individuell gestaltet werden 
können, den Übergang zwischen P rivatheit und öffentlichem Leben und be reichern die Achse  
durch Formenreichtum und Individualität im Kleinen. 
Neben der Schaffung einer durchgängigen grünen, aber auch urbanen Achse ist die Schaffung 
eines 'Gemei ndezentrums' als Treffpu nkt we sentliches Mittel, um Krani chstein als Ganz em 
eine neue Identität zu verleihen. Das 'Gemeindezentrum' kann zentrale Funktionen aufnehmen, 
als Veranstaltungsort für öffentliche und private Veranstaltungen. Es liegt am Knotenpunkt zwi-
schen dem neuen Entwicklungsband der Straßenbahn und der Verbindung zwischen Fasanerie 
und Mitte am See u nd bildet einen wichtigen Trittstein e ntlang der B artningachse. De r Platz 
öffnet sich nach Westen und stellt die Verknüpfung der Bartningachse mit den östlich gelege-
nen Quartieren dar. 
 
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 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
 
 
Plan 1, Latz + Partner 
 
 
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Plan 2, Latz + Partner 
 
 
 
 
 
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Plan 3, Latz + Partner 
 
 
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 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
4.1.1 Frage n / Diskussion 
Frau Fath fragt wie  der Umbau der Kranichsteiner Straße von einer Landstraße in ei ne Stadt-
straße vorstellbar ist. 
Herr La tz er läutert, d ass es da rum geh t, d ie an grenzenden Geb äude vi suell einzubeziehen. 
'Man mu ss von d er 'L andstraßenabgrenzungsbepflanzung' weg kommen u nd die Straße auf 
zwei Spuren zurückbauen. So können die zwei Teile des Stadtteils besser zusammen gebracht 
werden.' 
Herr Braun fragt nach der Funktion des im Plan als 'Spiegelei' dargestellten Baukörpers. 
Herr L atz un d Frau S trasinsky erläutern, dass die F orm als sym bolhafter Pla tzhalter für ei ne 
individuell ausgebildete Straßenbahnhaltestelle zu sehen i st. Es wird ei n großes Dach vo rge-
schlagen. 
Frau Krämer fragt nach der Funktion der Jägertorstraße und der Parkstraße.  
Frau Strasinsky antwortet, dass diese ihre Funktion als Straßen 'in der zweiten Reihe' behalten 
und mit einfachen Plätzen gestaltet werden. Frau Holz weist darauf hin, dass eine Ausbaupla-
nung der Wissenschaftsstadt Darmstadt vorliegt.  
Frau Meyer stellt fest, dass ei ne überdachte Fläche bei de r Straße nbahnhaltestelle ni cht nur 
zum Schutz, sondern auch für andere Nutzungen und Funktionen geeignet sein kann. Sie stellt 
weiter die Frage, wie die Anbindung des Bereichs an das EK Z erfolgen soll und wie der innere 
Bereich nach außen gekehrt wi rd. Aus den Plänen liest sie, dass das EKZ als einzelne Baukör-
per gestaltet ist. Sie bewertet dies positiv. 
Herr Latz erläutert die n eue Promenade oberhalb des EKZ. Durch eine Gestal tung soll p rovo-
ziert werden, dass sich das EKZ nach außen kehrt. Eine Abnahme des Daches ist nicht vorge-
sehen.  
Herr Sucrow fragt nach, ob vorgesehen ist, in der Bartningstraße neue Bäume zu pflanzen. Des 
weiteren stellt er die Frage wie bei der 'Rambla' Bartningstraße die Verbindung zur westlichen 
Straßenseite gestaltet wird und ob Barrierefreiheit gewährleistet ist. 
Herr Latz erläutert, dass die Bestandsbäume integriert werden und dass der geplante Höhenun-
terschied von 40 cm durch Rampen ausgeglichen wird. 
Herr Wenzel fragt nach der Ausgestaltung der Aussichtsplattform und dem Grund für das Ver-
setzen der Fontäne.  
Herr Latz antwortet, d ass die Fontäne höher und nach rechts versetzt werden sollte, so d ass 
sie besser sichtbar ist. Frau Strasinsky erläutert, dass die Aussichtsplattform als Hügel / Er d-
skulptur mit mäandrierenden Wegen zum Gipfel zu sehen ist. 
Herr Varelmann fragt, ob es gedacht ist die Bartni ngstraße in de r bisherigen Form zu erh alten 
und eine 'Rambla' neben der Straße zu gestalten. 
Herr Latz bestätigt dies. Die Straßenbahn und die Straße verbleiben in der heutigen Ausgestal-
tung. Die parallel geführte 'Rambla' nimmt Funktionen wie Aufenthalt und Bewegung auf. Der 
schon bestehende Streifen soll breite r und durchgängiger gemacht werden, die Akti vitätszone 
wird verdichtet. 
 
 
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 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
4.2 Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Till Rehwaldt 
Das Konzept wird durch Till Rehwal dt vorgestell t. Die sc hriftlich übergeben en Erl äuterungen 
stellen sich wie folgt dar: 
Situation 
Der S tadtteil Krani chstein steh t beispielhaft für die  städteb auliche E ntwicklung d er zwei ten 
Hälfte des 20sten Jahrhunderts. Unterschiedlichste architektonische Haltungen der einz elnen 
Jahrzehnte stehen hier in musealer Nachbarschaft. Die Vielzahl von modellhaften Bauprojekten 
zeigt eine hohe Innovation und Experimentierfreudigkeit des Stadtteils. Diesen Stadtindividuen 
fehlt es jedoch an ausreichender Verknüpfung untereinander. Eingebettet in das Messeler Hü-
gelland, die Fasanerie un d die Ruthsenbachaue be sitzt Kr anichstein ei n at traktives Um feld. 
Insbesondere die Aue ch arakterisiert als querendes und zur Zeit eher trennendes grünes Band 
das Qu artier. Die E rschließung des Stad tteils e rfolgt h auptsächlich ü ber die  Kranichstei ner 
Straße und die Bartningstraße. Diese stellt das 'Rückgrat' des Verkehrs dar. Die Straßenbahnli-
nie führt hier entlang und fußläufig werden wichtige öffentliche und kommerzielle Einrichtun-
gen erschlossen. 
Leitidee 
Wasserlandschaft - Ruthsenbachaue 
Dieser Grünraum ist eine noch schlummernde Perle und die be sondere Qualität von Krani ch-
stein. Ein Stadtteil am W asser ist in Darmstadt nur hier zu finden. Ausgehend von dieser Ein-
maligkeit des Auenraumes soll die s ei n Anziehungspunkt fü r al le Darmstädter werden. Die 
besonderen Nutzungsmöglichkeiten des Wassers (Bootsverleih, Angeln, Bad en, Wasserspiel-
platz - Mühlenspiele) und die kul turellen Angebote (Schloss, Hofgut, Zeughaus) sollen attrakti-
ver werden. Ein Wegesystem für unterschiedliche Nutzergruppen, wie Skater und Radfahrer, 
aber auch Pfade am W asser für Fußgänger werden angeboten. Die Strahlkraft einer mannigfal-
tigen und interessanten Wasserlandschaft, die durch viele Nutzer aufgesucht wird, wertet Kra-
nichstein auf. In Teilen entspricht der jetzige Eindruck eher einem unwirtlichen Dickicht insbe-
sondere entlang der Wege. Dieser Auenraum sollte als Parkanlage mit offenen Wiesenflächen 
und intensiven Blickbeziehungen in d as Viertel hinei n entwickelt werden. Die Flächen des Na-
turschutzes werden dabei in besonderer Weise berücksichtigt. 
Plätze als Synapsen – Vernetzung im öffentlichen Raum 
Zur Stärkung des städtebau- und grünräumlichen Gefüges werden die besonderen Kontaktstel-
len der Einzelräume als Synapsen entwickelt. Diese neuen Orte stärken und verbinden die Iden-
titäten von Krani chstein. Sie dienen der Orie ntierung und als Treffpunkt für die Bewohner des 
Stadtteils. Hi er wird kom muniziert, Inform ationen werden ausg etauscht. Ein e eigen e Gru nd-
ausstattung, die auf di e besondere Nutzung der Plätze eingeht, charakterisiert und bestimmt 
den Raum. Die Mo dellhaftigkeit und die hohe Innovation der einzelnen Quartiere spiegeln sich 
in der Gestaltung der Synapsen wieder. Drei Typen werden hierbei unterschieden: 
Auenorte – in die Landschaft 
Die Eingänge zur Ruthsenbachaue erhalten eine definierte Gestaltung. Die universell nutzbaren 
hölzernen Plattformen ermöglichen Ausblicke, laden zum Rasten, Sonnen etc. ein. Von diesen 
Orten werden wichtige Blickbeziehungen in die Aue und d en Stadtteil hinein entwickelt. Bei-
spielhaft hierfür steht der Ausblick Wendelstadtanlage. Die Achse weist zur Zeit in Richtung der 
neuen Mitte und endet im Dickicht. 
Brückenplätze – zwischen den Quartieren 
An den Ko ntaktstellen d er einzel nen Quartiere werden Orte d er Kommuni kation g eschaffen. 
Angebote für einen kurzen Plausch, Tratsch oder Klatsch werden platziert. 
 
 
 
Freischlad + Holz im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt 12

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 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
Quartiersplätze - die inneren Werte 
Die ei nzelnen Qu artiersplätze be nötigen ein e eig ene indi viduelle Betrach tung. Stell vertretend 
hierfür steht der Entwurf zu den Quartiersplätzen an der Hammelstrift. Die derzeitig stark ve r-
siegelten Flächen werden mit ei ner Bepflanzung unter Berücksichtigung der jetzigen Funktio-
nen aufgewertet. Für die Bewohner entstehen nutzbare grüne Adressen. 
Netzwerk - Verbindungen 
Um den öffentlichen Rau m in Kranich stein zu  stärken, werden insb esondere für die Straßen 
gestalterische Leitlinien formuliert. Sie stellen die Verbindungen zwischen den Orten her und 
bedürfen daher ei ner b esonderen Betrachtung. Bei spielhaft we rden folg ende Empfehlungen 
gegeben. Auf der K ranichsteiner Straße soll di e Barrierewirkung durch zusätzliche Querungen 
gemindert werden. Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens wird vorgeschlagen, die Un-
terführungen zurückzubauen und stattdessen durch Übergänge zu ersetzen. Um die Eing änge 
in den Stadtteil zu definieren, soll ten die straßen begleitenden Baumreihe n erg änzt werden. 
Weitere Straßen besitzen eine besondere Querschnittsgestaltung, deren weitere Anwendung 
eine wünschenswerte Kontinuität im S tadtteil zur Folge hätte. Ein Gestaltungshandbuch, wel-
ches Leitlinien bei Um- oder Neugestaltungen des öffentlichen Straßenraumes aufstellt, könnte 
Qualitätsstandards sichern. 
Teilräume 
Neue Mitte – Ruthsenplatz: Die Kreuzung Bartningstraße / Gruberstraße wird als urbane Mitte 
des Viertels weiterentwickelt. Dieser Platz, der auch als S ynapse das unterschiedliche Umfeld 
zusammenführt, ist ebenfalls Schaufenster in die Ruthsenbachaue. Wichtige Blickbeziehungen 
in die angrenzenden Quartiere dienen der Orientierung und lassen den Platz in die Viertel hinein 
wirken. Gastronomische und weitere kommerzielle Angebote sollen diese Mitte stärken. Prä-
gendes Element des Platzes ist das Wasser der Ruthsenbachaue. 'Muskelbetriebene' Pumpen 
und Spritzer beleben den Platz. Das Wasser, das aus der Aue gefördert wird, unterstreicht die 
Bedeutung d er b esonderen Lage von Kranichstein. Um die trennende Wi rkung de r S traßen-
bahngleisanlage zu mindern, wird die Führung der Schienen auf der Platzfläche vorgeschlagen. 
Bartningpromenade: Der Transferraum Bartningstraße wird zum Aufenthaltsort. Die Teilräume 
werden überarbeitet, insbesondere die Parkplatzanlage auf der westlichen Seite soll durch eine 
Neuordnung und Aufwertung durch Baumreihen angemessener in das Stadtbild integriert wer-
den. Au f de r östlichen  S eite wird ein  lan ger straß enbegleitender Ru thsengarten mit u nter-
schiedlichen wohnungsnahen Angeboten entwickelt. Neben einer Fußgängerpromenade wird 
ein 'Schnellweg' für Skater und Radfahrer angeboten. 
Nutzfelder: Die offenen ungenutzten Flächen könnten bis zu einer evtl. Bebauung unterschied-
lich bespielt werden. Vorstellbar ist eine temporäre Ansaat mit Lupinen oder unter Koordination 
eines Betreibers, ein Schn ittblumenfeld 'zum Selberpflücken'. Diese Felder könnten unter Be-
gleitung durch Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil bewirtschaftet werden. 
Die besondere Ausstattung 
Mobilon: Dem Kommunikationsbedürfnis der Bewohner von Kranichstein wird durch ein vielfäl-
tig nutzbares Sitzmöbel 'Mobil on' entsprochen. Der kurze Plausch od er die S tadtteilkonferenz, 
das Sonnenbad oder das Familienpicknick – alles ist möglich. Das Umräumen des Möbels dient 
der Interaktion und der Anpassung an die sich ändernden Nutzerwünsche. 
Kinetoide: Die Beleuchtung der Synapsenplätze könnte angepasst an di e heutigen Energiean-
forderungen erfolgen, d.h. neben ei ner Grun dausleuchtung kön nen per 'Eig enenergie' (z.B. 
kurbeln) Leuchten hinzugeschaltet und somit Orte individuell ausgeleuchtet werden. Die Ener-
giegewinnung kann eb enso de r Ladu ng de s Hand yakkus ode r des Ele ktrofahrrades di enen. 
Neben einer energieeffizienten Beleuchtung der Orte ist auch eine 'muskelgestützte' Bewässe-
rung der Vegetation durch Wasser des Ruthsenbaches denkbar. 
 
Freischlad + Holz im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt 13

Darmstadt  'Soziale Stadt' Darmstadt Kranichstein 
 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
 
 
Plan 1, Rehwaldt Landschaftsarchitekten 
 
 
 
 
 
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Plan 2, Rehwaldt Landschaftsarchitekten 
 
 
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 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
 
 
Plan 3, Rehwaldt Landschaftsarchitekten 
 
 
 
Freischlad + Holz im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt 16

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 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
4.2.1 Frage n / Diskussion 
Herr Sucrow merkt an, dass die Möblierung mit Kurbeln vandalismussicher sein sollte. Die Bra-
che beim VDEW-Gebäude wird momentan als Hundeauslaufplatz genutzt. Bei der Nutzung des 
Areals sollten Hundetoiletten an anderer Stelle eingerichtet werden. Beim Umbau der Straßen-
bahnschienen (Anhebe n des Niveaus), könne n Pro bleme ein treten, d a die Straßenbahn mit 
gebundenen Mitteln des Landes Hessen gebaut wurde. Des wei teren stellt er die Frage, wie 
bei der Umgestaltung der Bartningstraße Versorgungswege (u.a. Müllfahrzeuge) und Eingänge 
zu den Tiefgaragen integrierbar sind. 
Herr Reh waldt e rläutert, dass die Ve rsorgungswege mit an deren Weg en ko mbiniert we rden 
können, da sie temporär genutzt werden.  
Frau Holz we ist übergreifend darauf hi n, dass es im jetzigen Planungsstand nicht darum gi ng, 
diese Details auszuarbeiten. 
Frau Krämer hält fest, dass mit der Gestaltung der Bartningstraße als Achse mit Alleecharakter 
die Ge fahr verbunden ist, ande re A chsen u nterzubewerten. Sie bekräfti gt di e No twendigkeit 
den g roßen Grünzug de r Ruth senbachaue z u stärk en un d zur V erbesserung der E rlebbarkeit 
auszulichten. 'Die 'grünen Wälle' sind abzubauen'. 
Herr Rehwaldt ergänzt, dass die Differenzierung zwischen Sträuchern und Bäumen von hoher 
Bedeutung ist. Sträucher werden nach gewisser Zeit blickstörend und sind eine Barriere, wäh-
rend Bäume aufgeastet werden können. Daher sollte der Bewuchs nur mit sensibel ausgewähl-
ten Baumarten ergänzt werden. 
Frau Meyer fragt nach, ob  das Konzept auch Veränderungen am EKZ vo rsieht. Die Perspektive 
vermittelt diesen Eindruck. 
Herr Rehwaldt antwortet, dass angemessene Veränderungen den Pächtern überlassen werden. 
Die deutliche Umrahmung und Gestaltung des Platzes hat einen Bezug zum EKZ und bietet die 
Möglichkeit, gastronomische Angebote zu eröffnen. 
Frau Meyer fragt wie bzw. ob der Pl atz am EKZ 'ein e Einheit' werden soll. Desweiteren bitte 
sie um die Erklärung der Kante nach Norden. 
Herr Rehwaldt geht darauf ein, dass di e Ausbildung einer durchgehenden Platzfläche aufgrund 
der Straßenbahn schwierig ist. Di e Kante des Platzes zur Landschaft ist bewusst gesetzt und 
als schöner Abschluss in Sitzhöhe zu verstehen. 
 
 
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Darmstadt  'Soziale Stadt' Darmstadt Kranichstein 
 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
4.3 Thomanek Duquesnoy Boemans, Karl Thomanek 
Das Konzept wird du rch Karl Thomanek vorgestellt. Die sch riftlich übergebenen Erläuterungen 
stellen sich wie folgt dar: 
Das in  de r 1 . Planu ngswerkstatt vorgestellte Leitbild zum ö ffentlichen R aum in Krani chstein 
wird beibehalten und unter Berücksichtigung der allgemeinen und speziellen Anregungen aus 
dem kooperativen Verfahren weiterentwickelt. 'Sensibilität und Stärke’ kennzeichnen die plane-
rische Herangehensweise, sensibel ist die Größe und Auswahl der geplanten Maßnahmen und 
ihre Relation zu dem land schaftlichen, offenen Städtebau der 60er Jahre, stark ist d er Gestus 
der einzelnen Entwurfsbereiche. Nicht die Übe rformung, sond ern die al s heutiger Eingriff e r-
kennbare Intervention bewahrt die historischen Schichten der einzelnen in Kranichstein sichtba-
ren Phasen der städtebaulichen Entwicklung. Die Maßnahmen selbst müssen neue stadträum-
liche Qualitäten mit kl aren Konturen beinhalten, die Akzente setzen und dem Stadtteil Ge sicht 
verleihen. An gemessenheit de r Planun g in städt ebaulicher, ge stalterischer, sozialer, ökol ogi-
scher un d ö konomischer Sicht i st das an gestrebte Ziel j eden E ingriffs. Daraus ergeben sich 
folgende grundsätzlichen Überlegungen: 
1. Eine flächendeckende Bearbeitung de s ö ffentlichen Raum s in  Kranichstein i st nicht Teil 
des Konzepts. Es werden partielle Interventionen vorgeschlagen, die innerhalb des beste-
henden Konzeptes präg nante Orte  un ter stadträumlichen, ge stalterischen u nd sozial en 
Aspekten schaffen und den Stadtteil für die Zukunft ertüchtigen. Die Ko nturierung dieser 
Orte führt zu Identifikation, Orientierung und Interaktion mit und im Stadtteil. Innerhalb der 
Gesamtstadt erhält Kranichstein städtebaulichen Charakter, Unverwechselbarkeit und Ak-
zeptanz. 
2. Der Aspekt der Austauschbarkeit und Anonymität der Neubausiedlungen der 60er Jahre in 
der Bundesrepublik (siehe Beispiel Hansaviertel) ist zugunsten einer Identifizierbarkeit Kra-
nichsteins mit der Stadt Darmstadt zu klären. In diesem Kontext ist die Frage, was aus der 
städtebaulichen Geschichte Darmstadts als identitätsstiftend in das stadträumliche Gefüge 
Kranichsteins zur Sch affung klar ko nturierter Räume und Plätze ü bertragen werden kann 
von großer Bedeutung. 
3. Die Gestaltung der neuen Bereiche bedient sich einfacher geometrischer Formen (Quad-
rat, Rechteck, Dreieck, Kreis) die in Grö ße und Proportion unmittelbar erfasst werden und 
Maßstäblichkeit im S tadtteil etablieren. Sie resulti eren aus dem regelmäßigen Grundriss 
des historischen Zen trums von  Darmstadt und  der unmittelbar angrenze nden Fasane rie. 
Die vielfach verschachtelte und übe rlagerte Orthogonalität des Kranichsteiner Städtebaus 
bzw. seiner Kubaturen wird durch die Neugestaltung der Mitte mit klarer Konfiguration be-
ruhigt. Wohltuend wirkt in diesem Kontext die pure, quadratische Form des Café Chillmo. 
Diese Vorgabe wird im Entwurf aufgenommen. 
4. Die Internationalität des Stadtteils wird als Chance begriffen, da sich dieser Aspekt zukünf-
tig verstärken wird. Die von Beginn an ablesbare städtebauliche Modellhaftigkeit Kranich-
steins findet auf der gesellschaftlichen Ebene in einer engagierten, modellhaften Sozialar-
beit i nsbesondere fü r Jugendliche einen neu en Au sdruck. De r Dive rsität d er Bewohner-
schaft und ihrer unterschiedlichen Kommunikationsweisen muss in der räumlichen Gestal-
tung Rechnung getragen werden. Die Gegebenheiten Kranichsteins – begrenzte Einwoh-
nerzahl, geringe kommerzielle und kulturelle Optionen – erfordern keine Streuung, sondern 
eine Bü ndelung von ge stalterischen Maßnahmen und  Inte raktionsräumen, um u rbane 
Qualität zu erzeugen. 
Diese Überlegungen schlagen sich in vier Bearbeitungsbereichen nieder. 
Eingänge und Kranichsteiner Straße 
Die Gestaltung von geometrischen Plätzen mit einem regelmäßigen Raster aus Leuchtstelen an 
den Ortseingängen von Kranichstein verdeutlicht das Prinzip der gestalterischen Interventionen 
aus dem Geist der Darmstädter Baugeschichte und kennzeichnet Kranichstein als Darmstadt 
 
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Darmstadt  'Soziale Stadt' Darmstadt Kranichstein 
 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
zugehörig und das Schloss als wichtigste kulturelle Einrichtung des Stadtteils. Die Plätze - punk-
tuelle Auftakte zum Ortsteil - sind als Trittsteine zum Schloss von Darmstadt kommend zu ver-
stehen. 
Die Red uzierung d er K ranichsteiner Straße, wie i n der 1. W erkstatt angedacht, ist de nkbar, 
erscheint aber innerhalb des Maßnahmenkatalogs als zu au fwendig und kostspielig. Der Ent-
wurf schlägt für die Straße vor, die Gehwege wie in einem städtischen Straßenprofil unmittel-
bar an die Fahrbahn zu legen und den Mittelstreifen von unübersichtlichem Gehölz zu befreien. 
Dadurch entsteh t eine h ohe Üb ersichtlichkeit fü r die Autofahre r. Entsch eidender al s die d ie 
Straße begleitenden Ost-West-Gehwege erscheinen die d rei Querungsmöglichkeiten in No rd-
Süd-Richtung zu den Versorg ungseinrichtungen und den Sch ulen des Stad tteils. Die Que run-
gen sind auffällig im Straßenprofil markiert. Die Unterführung am Meißnerweg wird zugunsten 
eines Überganges aufgehoben. 
Im Norden an der Bahntrasse wi rd der völlig vernachlässigte Bahnsteig Kranichstein durch ei-
nen wechselnden Rh ythmus von L euchtstelen und B aumgruppen von geleiteten Pl atanen 
(Mathildenhöhe), unte r de nen Stellpl ätze ang eordnet si nd, zu e inem Ortsentreé u nd ein em  
-auftakt für Reisende aufgewertet. 
Die 'Neue Mitte' und Bartningstraße 
Aus stadträumlichen Gründen wird die 'Neue Mitte’ von Kranichstein nicht am Einkaufszentrum 
am See, sondern zwischen den Hochhausscheiben an der Bartningstraße verortet. Hier besteht 
die Chance, einen städtischen Raum mit typisch en Aufen thaltsqualitäten zu  entwi ckeln. Das 
Einkaufszentrum im Süden und das Zentrum Fasanerie im Norden spannen sich als Endpunkte 
eines breiten, städtischen Gehweges längs der westlichen Hochhausscheibe auf und eröffnen 
den dortigen Erdgeschosszonen neue Entwicklungsmöglichkeiten (Arztpraxen, Physiotherapeu-
tische Ein richtungen, Kanzleien, V ersicherungsbüros etc.). Sämtliche vorh andene Stellplätze 
sind als Parkbuchten q uer zur Ba rtningstraße angeordnet und eröffnen zahlreiche Querungen. 
In die  Bre ntanoanlage verlängert sich der Gehweg i n p arkverträglicher Weise bis zum C afé 
Chillmo. Nördlich des Einkaufszentrums wird der Bereich bis zum Auenwald durch eine Prome-
nade mit Au ßengastronomie arrondiert, so d ass zum zentralen Park ein städtischer Abschluss 
formuliert wi rd. Ö stlich d er B artningstraße p arallel zur S traßenbahntrasse fü hrt ein  von einer 
Baumreihe begleiteter Gehweg direkt von Süden nach Norden zum Einkaufzentrum. Der dichte 
Baumbewuchs in di esem Teil wird ausgelichtet, n eue, krei sförmige, komm unikative Spi elflä-
chen werden an Stelle der alten angelegt. 
Die 'Neue Mitte' erstreckt sich als einheitliche Platzfläche von Ost nach West zwischen den 
Hochhausscheiben. Die Verkehre begegnen sich wie auf d em Luisenplatz im Zentrum Darm-
stadts auf einer Ebene. Der Platz erhält durch ein hoch aufgeständertes Dach im N orden und 
eine Leuchtenreihe im Süden klare Konturen. Die verschiedene Wichtung der nördlichen und 
südlichen Platzkanten verleiht dem Platz einen klaren Gestus ohne durch Axialität und Symmet-
rie das ursp rüngliche Ko nzept zu ko nterkarieren. Die bisl ang ausschließli ch in No rd-Süd-
Richtung gedachte Bewegung auf der Bartningstraße erhält durch die Anlage des Platzes eine 
allseitige Begehbarkeit. Unterschiedliche Nutzungsschwerpunkte für Jugendliche (Skaterbahn) 
sowie Pflanzflächen mit Sitzbereichen, Fontänen, Cafékiosk und Marktfläche für Erwach sene 
strukturieren die 'Neue Mitte'. 
In Fortsetz ung de r Bartnin gstraße nach No rden wi rd der aus dem ursprüngli chen S tädtebau 
resultierende und al s Platz un kenntliche Berei ch j enseits de r Seen vor d en dortige n F or-
schungseinrichtungen in seiner Form durch Baumreihen aufgewertet. 
Das zentrale Parkband – Orte an den Seen 
Wie in de r 1. Planungswerkstatt vorgestellt, wird das gleichförmige Parkband in drei di fferen-
zierte Bereiche unterteilt, in denen das Wasser das bestimmende Thema ist. Neben dem offe-
nen 'Parksee', der von allen Seiten einsehbar sein soll und dessen Uferbereiche gelichtet wer-
den mü ssen, existie rt di e tiefe r lieg ende, undu rchdringliche Ruthse nbachaue, die über einen 
Brückensteg eine Ve rbindung zwi schen den b eiden Kästner-Schulen sch afft. Als dri ttes w ird 
 
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 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
der 'Waldsee' an de r Erich-Kästner-Grundschule in seiner geheimnisvollen Abgeschlossenheit 
gestärkt. Am 'Parksee' erhäl t der W asserbalkon des Café Ch illmo ein Gegenüber am Gem ein-
dezentrum als Wassergarten, der i n der Fläche dem Café Chillm o entspricht und die Ausrich-
tung de s C afés übernimmt. Ein W asserspielplatz im westlichen Uferb ereich grei ft ebe nfalls 
diese Ausrichtung auf, so dass die drei Elemente als Takte am Ufer des 'Parksees' diesem ein 
spezielles landschaftsräum liches u nd in haltliches Ge wicht verlei hen, eine o ffene Raum figur 
bilden und angemessen in der L andschaft reagieren. Die Bepfl anzung wird auch hi er so weit 
zurückgenommen, dass die Gebäude der beiden Kirchengemeinden vom Café Chillmo wahrge-
nommen werden.  
Die Wendelstadtanlage wird durch den Steg über der Aue und einen Weg durch die Siedlung 
direkt mit dem Waldgebiet der Fasanerie verbunden. Nach Osten wird das Thema durch den 
mit Seerosen bewachsenen 'Waldsee' abgeschlossen. Er ist erlebbar von hölzernen Terrassen, 
die von ei nem Rundw eg durch die  di cht bewachsenen Ufer e rreicht w erden. Die  Wei te des 
Sees e röffnet s ich üb er die  Po ints de vues er st vom W asser. Kr anichstein erhält Was serflä-
chen, die vo n Extro- bi s Introvertie rtheit ei n b reites Nutz ungs- u nd W ahrnehmungsspektrum 
anbieten. 
Inline-Parcours und Brachfläche 
Drei Inline-Parcours von unterschiedlicher Länge führen durch verschiedene Quartiere von Kra-
nichstein. Sie verbinden die für Jugendliche wichtigen Orte de r Siedlung wie d ie Schule, das 
Gemeindezentrum, das S chlepperprüffeld u nd di e Kickbo xsporthalle. Von Darm stadt kön nen 
diese Parcours über die Fahrradwege oder gezielt mit der Straßenbahn erreicht werden. Ge-
meinsam ist allen drei Strecken, dass sie du rch die 'Neue Mitte' führen und entscheidend zu 
ihrer Belebung beitragen werden. Wo verschiedene Verkehre (Fußgänger, Fahrradfahrer, Ska-
ter) sich die Trasse teilen müssen, wi rd sie in verschiedenfarbigen Asphaltbändern angelegt, 
die verschlungene Tücher assoziieren.  
Die Brachfläche westlich der Hochhausscheibe an der Bartningstraße wird unaufwendig, aber 
charakteristisch m arkiert. Die G estaltung grei ft di e Ausri chtung der Grun dstücksgrenzen au f 
und le gt eine orth ogonale Ordnu ng über die Fl äche. Einzel segmente we rden mit S chilfgras 
bepflanzt, schaffe n sanfte Bewegu ng auf de r Fläche, währen d der üb erwiegende Teil des 
Brachlandes als g roße Drachen wiese genu tzt we rden kann. Ein  alljäh rliches Drache nfestival 
trägt dem Namen Kranichsteins Rechnung und bietet die Möglichkeit zu ei nem gesamtstädti-
schen Ereignis zu werden. 
 
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Plan 1, Thomanek Duquesnoy Boemans 
 
 
 
 
 
 
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Plan 2, Thomanek Duquesnoy Boemans 
 
 
 
 
 
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Plan 3, Thomanek Duquesnoy Boemans 
 
 
 
 
 
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Plan 4, Thomanek Duquesnoy Boemans 
 
 
 
 
 
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4.3.1 Frage n / Diskussion 
Frau Lehn fragt wie die Unterführung am Erich-Käster-See abgeschlossen sein wird. Des weite-
ren fragt sie nach dem Hintergrund der Markierung im Plan an der Straßenbahnhaltestelle im 
K6. 
Herr Thomanek antwortet, dass sich d ort ein e Markierung d es Skater-Parcours b efindet. Zu r 
Unterführung am Eri ch-Käster-See erläutert er, dass diese mit ei ner Glaswand abgeschlossen 
wird und von der Schule genutzt werden kann. Abends wird diese beleuchtet und gibt so dem 
momentanen 'Angstraum' eine andere Bedeutung. Auf einem Steg geht man daran vorbei. 
Herr Braun fragt nach der Gestaltung des Platzes vor dem Institutszentrum.  
Herr Thomanek erläutert, dass dieser Platz und seine Dimension durch die Gestaltung stadt-
räumlich kenntlich gemacht werden soll. 
Herr Braun hinterfragt die Aussage in der 1. Planungswerkstatt, dass Elemente aus der Innen-
stadt von Darmstadt nach Kranichstein übertragen werden sollten. 
Herr Thomanek erläutert, dass es darum ging, den Räumen einen Anfang und ein Ende zu ge-
ben, Maßstäblichkeit zu entwickeln, die mit einem Blick zu erfassen ist. 
Herr B raun bewertet d en 'Brentanoplatz' zwis chen den Ho chhäusern an de r Bartnin gstraße 
grundsätzlich p ositiv. Die ü ber die Per spektive ve rmittelte Ge staltabsicht sieht er a llerdings 
kritisch. 
Herr Thomanek geht darauf ein, dass der Platz eine Angebotsfläche darstellt. Er soll Möglichkei-
ten für Aktivitäten bieten und Attraktivität entwickeln. Daher wurde auf eine 'überzogene' Möb-
lierung verzichtet 
Frau Meyer fragt wo sich in der Darstellung der Bartningstraße die parkenden Fahrzeuge befin-
den. 
Herr Thomanek erläutert, dass die Stellplätze als Längsstellplätze an der Straße und außerhalb 
des Platzes angeordnet sind. 
Frau Meyer bewertet positiv, dass der Bartningstraße ein anderes Aussehen und an dere Nut-
zungsmöglichkeiten g egeben werden. ' Die vi elen internationalen Feste in Kranich stein b rau-
chen Raum u nd ein Platz muss die Gelegenheit dafür bieten.' Es dräng t sich für sie allerdings 
die Frage auf, ob der Platz  an der B artningstraße der richtige Ort dafür ist, da er komplett neu 
einzuführen ist und Probleme mit den  Anwohner/innen zu e rwarten sind. Die Brentanowiese 
gestaltet sich ggf. konfliktfreier. Frau Meyer betont die Bedeutung der Spielplätze an der west-
lichen Seite der Bartningstraße und bittet darum, diese grundsätzlich zu erhalten. 
Herr Thomanek antwortet, dass diese lediglich reaktiviert werden und nicht wegfallen. 
Frau Krämer erläutert, dass der Wohnstandort Kranichstein nicht mit dem Luisenplatz und sei-
ner Lebendigkeit zu vergle ichen ist. Es stellt sich die Frage, wie d ie Situation in 40 Jah ren ist. 
Ernst Mey hat bei seiner Planung die vielen heute in Kranichstein lebenden Nationen und Gene-
rationen no ch nicht bed enken kön nen. Es muss auch be trachtet werden, wie dem Ruhebe-
dürfnis der Anwohner/innen nachgekommen werden kann. 
Herr Thomanek stellt fest, dass alle drei Büros mehr Aktivität im Stadtteil verfolgen. Der Durch-
gangszone B artningstraße muss meh r Gestaltung u nd Gel tung mitgegeben werd en. Es wird 
ein Angebot gemacht; was dann dort passiert, entscheiden diejenigen, die d ort aktiv we rden, 
diejenigen, die im Stadtteil leben. 
Frau Holz erinnert an die Aufgabenstellung des Verfahrens, bei der es u.a. um die Entwicklung 
der im S tadtteil fehlenden Mitte g eht. Dass diese in den Z eiten der Entstehung Kranichsteins 
nicht geschaffen wurde, ist u.a. darauf zurückzuführen, dass die Planung Ernst Mays nicht voll-
ständig umgesetzt wurde. 
Herr Ebbinghaus sieht den Platz in de r Bartningstraße als zwei Plätze, da es zwar die Möglich-
keit der Querung der Straße gibt, diese aber weiterhin den Platz teilen wird. 
 
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Herr Thomanek erläutert, dass es die Möglichkeit für Fußgänger gibt, die S traße gleichberech-
tigt zu queren.  
Herr Sucrow fragt nach den Gründen für die Führung des westlichen Gehweges unmittelbar 
vor den Hochhäusern. Er kritisiert, dass die Menschen zu nah an die Häuser gebracht werden. 
Weiter vermutet er, dass sich viele Gruppen in Kranichstein nicht auf dem geplanten Platz auf-
halten könnten, sondern eher dort wo sie nicht gesehen werden. Der Platz könnte aus seiner 
Sicht zum B olzplatz verkommen. De s weite ren so llte die Lärmbelästigung für die A nwoh-
ner/innen berücksichtigt werden. Er ste llt die Einrichtung von Geschäften in den Erdgeschos-
sen in Frage. 
Herr Varelmann konstatiert, dass der Platz an der Bartningstraße bereits jetzt die Gem üter er-
hitzt und Interessenskonflikte verdeutlicht. Aus seiner Sicht entspricht der Platz in vi elen As-
pekten de n Bedarfen im Stadtteil. Au s seine r Sicht sollte  hie rzu ein 'Au shandlungsprozess' 
stattfinden. Aus seiner Sicht bringt das Konzept die gewünschte Belebung. 
Herr Oblaski fügt hinzu, dass man an Kranichstein als Schlafstadt gewöhnt ist. 'Mut zur Verän-
derung und zu neuen Wegen ist nötig.' 
5. Resümee der Ergebnisse der 2. Planungswerkstatt im Plenum 
Frau Holz bedankt sich bei den Bü ros für die animierend vorgetragenen Konzepte, bei den an-
wesenden Akteuren für ihre intensive Diskussion.  
Sie hält fest, dass die Bearbeitung des Leitbildes, wie beabsichtigt, vielfältige Entwicklungspo-
tenziale für den Stadtteil sichtbar gemacht hat. Ziel ist, diese insbesondere zur Image aufwer-
tung der Hochhaussiedlung und für den gesamten Stadtteil zur Herausarbeitung der Alleinstel-
lungsmerkmale (u.a. Stadtteil am Wasser in der Ruthsenbachaue) zu nutzen. Von Bedeutung ist 
auch, dass der Stadtteil aufgefordert wurde, seine Internationalität als Kapital zu sehen.  
Kommentare 
Frau Holz bittet insbesondere die Anwesenden aus der Verwaltung und die Gutachter um einen 
abschließenden Kommentar. 
Frau Pilz stellt fest, d ass sich im  Vergleich zur 1. Pl anungswerkstatt vieles relativiert hat. Sie 
betont positiv, dass die Konzepte nicht über den Stadtteil 'geworfen' werden, sondern dass sie 
sich ihm  seh r sensibel annähern. Di es be trifft u.a. den Umb au der Kranichsteiner Straße zur 
Stadtstraße und die Stärkung der Bartningstraße als Boulevard. Sie sieht bei der 'Neuen Mitte' 
von T homanek Duqu esnoy Boemans allerdings d as Pro blem, d ass Nutz ungen vo n an deren 
Orten abgezogen werden könnten. Ggf. sollte der Platz in einer reduzierten Größe umge setzt 
werden.  
Frau Lehn stellt die Frag e, ob das ge forderte teilweise Auslichten der Ruthsenbachaue im Wi-
derspruch zum dortigen Landschaftsschutzgebiet steht. 
Frau Pilz antwort et, dass der  Bewuchs  am Br entanosee ber eits v or einiger Zeit  ausgelichtet 
wurde, wei tere Maßnahmen sind zu prüfen. Am Eri ch-Kästner-See sind verm utlich nicht alle 
vorgeschlagenen Wegeverbindungen zu verwirklichen. Auch hier sind im Rahmen der weiteren 
Planung Prüfungen erforderlich. 
Herr Emanuel erläutert, dass es von h oher Bedeutung ist, Bege gnung zu ermöglichen und für 
den gesamten Stadtteil A nerkennung zu erreichen. In diesem Kontext sollte auch der sozi ale 
Charakter der Planungen bedacht werden.  
Herr Varelmann plädiert für die Umsetzung von Visionen und erinnert daran, dass auch die Inte-
ressen zukünftiger Generationen zu bedenken sind. 
Herr Prof. Dettmar dankt den Büros und fasst ihre Arbeitsansätze kurz zusammen. Das Konzept 
von Latz + Partner ist strategisch angelegt und als Interpretation der Mey'schen Planung in der 
heutigen Zeit zu sehen. Dabei nimmt die Trasse der Straßenbahn und die Verknüpfung mit der 
Ruthsenbachaue hohe Bedeutung ein. Rehwaldt Landschaftsarchitekten zeigen ein eher dezen-
 
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 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
trales Konze pt bei de r gl eichzeitigen Sehnsucht n ach eine r Mi tte auf. Di e unterschiedli chen 
Qualitäten der jetzt schon existierenden Knotenpunkte zwischen den Quartieren werden hier 
besonders betont. 
Das Konzept von T homanek Duquesnoy Boemans knüpft an den  besonderen Identitäten des 
Stadtteils an und legt den Fokus auf das neue Element des zentralen Platzes mit den Hochhäu-
sern als Platzkanten.  
Herr Prof. Durth betont die strategische Ausrichtung aller drei Konzepte. Latz + Partner setzen 
auf 'Stärken stärken'. Rehwald t Land schaftsarchitekten haben ei n Netzw erk an Orten aufg e-
zeigt. Thomanek Duquesnoy Boemans suchen nach der 'Grammatik' von O rten, um im Stadt-
teil ü ber d as in Bezie hung setze n von öffen tlichem Raum u nd Bebauung ei nen Maßstab zu  
schaffen. In diesem Kontext sollte nicht nur der Platz diskutiert werden. Alle Büros haben das 
jeweilige spe zielle Repe rtoire in Ve rbindung zu ein em strategi schen Konze pt gesetz t. In den 
nächsten Schritten ist das Strategische, das K onzeptionelle und das Repertoire zusammen zu 
bringen. 
Herr Wenzel betont, dass viele Aspekte der sehr sorgfältig vorgetragenen Analysen und Kon-
zepte für d en Stadtteil sprechen, in de m sich in  den letzten Jah ren bereits sehr viel Positives 
getan hat. Das Verfahren 'Leitbild öffentlicher Raum' ist ein wei terer Baustein zur zukunftswei-
senden Entwicklung. Dabei sieht er die Lag e des Stadtteils am Wasser als das bestimmende 
Thema. Groß e Chan cen li egen i n de r Aufwertung der Ru thsenbachaue und im Bau ein es 
'Marktplatzes', der sicherlich im Detail noch zu diskutieren ist. Er betont, dass alle drei Konzep-
te ein intensives Befassen mit dem Stadtteil zeigen. 
Herr Varelmann bedankt sich beim Bü ro Freischlad + Holz so wie der Ve rwaltung für die sehr 
gute Vorbereitung der Planungswerkstatt und die gelungene Auswahl der Büros. Er konstatiert, 
dass das Ve rfahren ein en äuße rst wi chtigen Beitrag zur w eiteren En twicklung Krani chsteins 
geleistet hat.  
Frau Holz verabschiedet die anwesenden Vertreter/innen der eingeladenen Planungsbüros und 
bedankt sich, dass sie äu ßerst engagiert einen 'kritisch-liebevollen' Blick auf den Stadtteil ge-
worfen haben.  
Blitzlicht 
Auf Anregung von Herrn Emanuel tauscht sich das Plenum nach der Verabschiedung der Büros 
vor dem Zusammentreten des Auswahlgremiums nochmals aus. 
Frau Meyer wünscht sich Dinge, die nicht nach 30 Jahren wieder 'fertig' aussehen. Sie betont 
die Chancen Kranichsteins, die in der Wasserlage liegen. Vorstellbar aus ihrer Sicht ist, dass die 
besten Anregungen aus dem jeweiligen Konzept verfolgt werden. Sie betont di e Notwenigkeit 
der Gestaltung der Bartningstraße unter Einbeziehung der Hochhäuser.  
Herr Umberti macht der Planungswerkstatt und den beteiligten Akteuren Komplimente. Beson-
ders wichtig für den Gewerbeverein ist die Beh ebung des Imageproblems des Stadtteils, des-
sen Qualitäten bedeutend besser sind als sein Ruf. Das Problem der fehle nden Mitte wurde 
erkannt. Sowohl die Konzepte von Latz + Partner als auch von Thomanek Duquesnoy Boemans 
sagen ihm zu, da über die Schaffung von mittig gelegenen Plätzen das EKZ mit dem Fasanerie-
zentrum verbunden wird. 
Frau Michel-Sturm legt den Fokus auf die Si cht der Kinder. Sie begrüßt alle Konzepte, die die 
Ruthsenbachaue besser zugänglich und erlebbar machen. 
Herr Sucrow befürwortet den Vorschlag von Latz + Partner kombiniert mit Elementen des Vor-
schlags von Rehwaldt Landschaftsarchitekten. 
Herr O blaski stellt fest, dass K ranichstein in der  E ntwicklung und  im  A ufbau i st. A us sei ner 
Sicht leistet hierzu das Konzept von Thomanek Duquesnoy Boemans den stärksten Beitrag. 
 
Freischlad + Holz im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt 27

Darmstadt  'Soziale Stadt' Darmstadt Kranichstein 
 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
Frau Lehn plädiert für sensible kleinteilige Lösungen, wie von Rehwaldt Landschaftsarchitekten 
skizziert. Aus ihrer Sicht sind für alle Fußwege und Ruheplätze wichtig. Sie schlägt vor das aus-
gewählte Konzept mit den Bewohner/innen weiter zu entwickeln. 
Frau Neume yer-Seekatz hält es für schwi erig sich für ei n Kon zept zu entscheiden, d a viele  
Ideen anregend waren.  
Herr Ebbinghaus b efürwortet d as Ko nzept von Latz + Partne r. Das Konzept vo n T homanek 
Duquesnoy Boemans hält er im Bereich des Platzes für nicht umsetzbar. 
Herr Braun befürwortet d en Platz bei m EKZ im Übergang zum Chillmo im Konzept von Latz +  
Partner. Klei nteilige En twicklungsansätze sin d fü r i hn mit de n Überlegungen vo n Rehw aldt 
Landschaftsarchitekten verbunden.  
Frau Zimmerer be tont die Bedeutung der Attraktivität Kranichsteins für junge Menschen. Die 
Landschaft kann bei der weiteren Imagebildung eine entscheidende Rolle spielen. Für die wei-
tere Entwicklung kann sie sich eine Mischung der Konzepte von Latz + Partner und Rehwaldt 
Landschaftsarchitekten vorstellen. 
Frau Rohrmann befürwortet das Konzept von Latz + Partner, da es die Mitte öffnet.  
Frau Dorff stellt die F rage wie urb an die Landschaft sein m uss. In Kranichstein dominiert z ur 
Zeit die L andschaft. Die K onzepte aller Büro s geben Hin weise z ur Urbanisierung. Po sitiv am 
Konzept von Rehwaldt Landschaftsarchitekten ist das Infragestellen der Mitte, das Se tzen auf 
Vernetzung. 
6. Entscheidung des Auswahlgremiums 
Zum Vorsitzenden des Auswahlgremiums wird Herr Prof. Werner Durth gewählt. 
Herr Prof. Durth stellt einleitend fest, dass keines der Konzepte auf Nichtgefallen gestoßen ist 
und d ass di e inte ressenabhängige Pol arisierung der Konz epte b eim ab schließenden Blitzl icht 
sehr verständlich ist. Nun gilt es aus seiner Sicht zu entscheiden, von welchem Konzept mittel- 
und langfristig die größte strategische Kraft ausgeht, welches der Konzepte dem Stadtteil die 
vermisste Identität verleiht. 
Die Mitglieder des Auswahlgremiums diskutieren im folgenden vor den Plänen nochmals aus-
führlich über Stärken und Schw ächen der Konzepte. Die ab schließende Bewertung stellt si ch 
wie folgt dar: 
6.1 Latz + Partner 
Der Entwurf von Latz + Partner wird grundsätzlich als klarer konzentrierter Beitrag zur weiteren 
Entwicklung gesehen, da er konsequent an den Stärken des Stadtteils, seinem Bezug zur Fasa-
nerie, seiner Lage am Wasser und an der Präsenz der Straßenbahn anknüpft. Bestehende Akti-
vitäten und Orte werden geschickt vernetzt.  
Problematisch wird allerdings gesehen, dass die zur Stärkung des öffentlichen Raums gewähl-
ten Elemente insgesamt sehr großstädtisch bzw. städtisch sind. Dies gilt insbesondere für den 
Vorschlag ein e gro ße S traßenbahnhaltestellenüberdachung im Be reich de s EK Z zu etabli eren 
und eine 'Rambla' über die gesamte Länge der Bartningstraße zu führen. Bezweifelt wird, dass 
hierzu die nötigen begleitenden Aktivitäten in den Erdgeschosszonen etabliert werden können. 
Gleichzeitig erscheint das vorgeschlagene Aktivitätenband übermöbliert. 
Der vorgeschlagenen Quartiersplatz an der Einmündung der Siemensstraße in die Gruberstraße 
wird als ni cht s tark genug an gesehen. Kons tatiert wird, d ass di e Lü cke an dieser S telle gut 
erkannt, aber nicht geschickt genutzt wurde, da kein Bedarf besteht ein neues bauliches 'Ge-
meindezentrum' zu entwi ckeln. Problematisch wird auch die Verlängerung der Bartningstraße 
in die Fasanerie gesehen. 
Für äuße rst au fwendig w ird au ch d er vorgeschlagene Aussichtshügel sowie die in Ho chlage 
geführte Passage über dem nicht gefluteten Regenrückhaltebecken gesehen. 
 
Freischlad + Holz im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt 28

Darmstadt  'Soziale Stadt' Darmstadt Kranichstein 
 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
6.2 Rehwaldt Landschaftsarchitekten 
Positiv am Konzept des Büros Rehwaldt Landschaftsarchitekten wird insbesondere der Ansatz 
bewertet, di e Vielfälti gkeit Kranichstei ns üb er kleinteilige In terventionen z u b etonen und die 
unterschiedlichen Q uartiere b esser als heu te i n Be ziehung zu  setze n. Beson ders g ewürdigt 
wird auch d er An satz, d em Sta dtteil über dif ferenziert gestaltete Eleme nte im öffe ntlichen 
Raum, mit vi elfach ö kologischem Bezu g, Mod ellcharakter z u ge ben, ihn zu  ei nem Unikat zu 
machen. Gleichzeitig wird für Teile der vorgeschlagenen Plätze und Orte angezweifelt, dass sie 
auf Dauer angemessen zu unterhalten und zu pflegen sind. Dies gilt insbesondere auch für den 
neu geschaffenen Platz, der seine A ttraktivität weniger aus der räumlichen Konfiguration, son-
dern aus dem Einsatz von Wasser als Gestaltungselement ableitet. 
Insgesamt wird bedauert, dass dem Konzept eine durchgängige Stärke fehlt, dass zuwenig auf 
strategische deutlich sichtbare Interventionen gesetzt wurde. In einem längerfristigen Prozess 
kann damit die Gefahr der Beliebigkeit und eingeschränkten sektoralen und räumlichen Wirkung 
verbunden sein.  
6.3 Thomanek Duquesnoy Boemans 
Das Konzept des Büros Thomanek Duquesnoy Boemans überzeugt insbesondere durch seine 
klare strategische Ausrichtung auf in Zusammenhang stehende Interventionen. Hervorgehoben 
auf die  he utige P roblematik der fehle nden Stad tteilmitte im  Ko ntext de s Hochhausquartiers 
reagiert der überraschenderweise in Mi tte der Bartningstraße vorgeschlagene Platz, der durch 
die vorhandenen Hochhausscheiben eine deutliche Fassung erhält und in seiner zentralen Lage 
zwischen dem Zentrum am See und der Fasaneriepassage kraftvoll vermittelt. Im Rahmen der 
weiteren Planung ist allerdings sowohl die vermutlich nicht mögliche Einbeziehbarkeit der west-
lichen Grundstücke der Eigentümergemeinschaft zu berücksichtigen. Problematisch erscheint 
auch die in der Perspektive vermittelte Gestaltabsicht. Die 'eigene Marke' scheint dabei verlo-
ren gegangen zu sein. Als weiterer 'Konfliktpunkt' wird die vorgeschlagene Promenade entlang 
der westlichen Hochhäuser gesehen; sie sollte bei einer Überarbeitung des Konzepts anderwei-
tig verortet werden. Verkehrlich ist die Umgestaltung der Bartningstraße gut gelöst und durch-
dacht. 
Den Vorschlägen zur Aufwertung der Seenkette und der Ruthensenbachaue, mit denen nicht 
nur eine Betonung der Wasserlage Kranichsteins, sondern auch ein in Bezie hung setzen und 
Stärken wichtiger öffentlicher Einrichtungen verbunden ist, wird eine hohe gestalterische und 
funktionale Qualität b eigemessen. Die dami t verbu ndenen P rojekte we rden für sehr g ut u m-
setzbar gehalten. Auch die Gestaltung der Stadtteileingänge ist genau abgeleitet und imageför-
dernd. 
In der Bewertung des Gesamtkonzeptes, das mit de m verbindenden Element der Skaterwege 
auch eine starke sozi ale Komponente aufweist, wird ein hohe s Feingefühl für die stadtplaneri-
sche Grammatik des Stadtteils attestiert. 
7. Empfehlung zum weiteren Vorgehen  
Nach der ab schließenden Disku ssion der z usammenfassenden Bewertun gen empfi ehlt das 
Auswahlgremium der  Wiss ensschaftsstadt Darmstadt einsti mmig, das Konzept de s Büros 
Thomanek Duquesnoy Boemans als Leitbild der weiteren Gestaltung des öffentlichen Raumes 
zugrunde zulegen und das Büro neben der Umsetzung von Einzelprojekten mit der Beratung 
der Gesamtentwicklung des öffentlichen Raums zu betrauen.    
Im Rahmen der weiteren Ausarbeitung des Konzeptes ist die Überprüfung kritischer Aspekte 
des Konzeptes wie de r Größe un d Gestaltung des zentralen Platzes ebenso zu leisten wie die 
Integration positiver Überlegungen aus anderen Konzepten. Hierbei handelt es sich z.B. um den 
Vorschlag des Büros Latz + Partner zur Gestal tung des Posthofes und Vo rschläge des Büros 
Rehwaldt zur Gestaltung von Quartiersübergängen. Für das weitere Verfahren sind strategische 
 
Freischlad + Holz im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt 29

Darmstadt  'Soziale Stadt' Darmstadt Kranichstein 
 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
Bündnispartner zu suchen mit dem Ziel, das 'Leitbild öffentlicher Raum' in Bauabschnitten suk-
zessive mit hoher Nachhaltigkeit umzusetzen. 
Herr Wenzel bedankt sich als Auftraggeber des Verfahrens bei den Mitgliedern des Auswahl-
gremium für die konstruktive Behandlung der Arbeiten und die äußerst gute Zusammenarbeit. 
Festgehalten wird abschließend, dass die Arbeiten im Stadtteil ausgestellt und vorgestellt wer-
den. 
Die Sitzung wird um 18.00 Uhr geschlossen. 
 
Freischlad + Holz im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt 30

Darmstadt  'Soziale Stadt' Darmstadt Kranichstein 
 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
 
Eindrücke  
 
Auswahlgremium 
 
   
 
 
 
   
 
 
 
 
 
 
Freischlad + Holz im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt 31

Darmstadt  'Soziale Stadt' Darmstadt Kranichstein 
 Planungswerkstatt Kranichstein – Leitbild öffentlicher Raum 2. Werkstatttermin 
 
 
 
Freischlad + Holz im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt 32
 
Präsentation  
 
Latz + Partner,  
Peter Latz  
 
   
 
Rehwaldt Land-
schaftsarchitekten, 
Till Rehwaldt 
 
   
 
Thomanek Duques-
noy Boemans,  
Karl Thomanek

2010/0038

7701 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
15.03.2010 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat VI Dezernat II 
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Stadtplanungsamt in 
Zusammenarbeit mit dem 
Grünflächenamt 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
 
Vorlage-Nr. 2010/0038 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" - Kranichstein 
Beauftragung Rahmenplanung öffentlicher Raum 
 
Vorlage vom:  9. 2.2010 
 
Beschlussvorschlag: 
Der Magistrat nimmt die Ergebnisse der Planungswerkstatt „Leitbild öffentlicher Raum“ Kranichstein zur 
Kenntnis. 
Der Magistrat stimmt der Beauftragung des Büros Thomanek Duquesnoy Boemans zur Erarbeitung 
eines Rahmenplans in Umsetzung des Leitbildes „Öffentlicher Raum“ im zentralen Bereich von 
Darmstadt-Kranichstein zu. Die Rahmenplanung wird auf der Grundlage der Ergebnisse der 
Planungswerkstatt „Leitbild öffentlicher Raum“ erarbeitet. 
 
Die Finanzierung der Beauftragung mit Gesamtkosten in Höhe von rd. 40.000,- Euro erfolgt aus Mitteln 
des Förderprogramms „Soziale Stadt“. 
Die Mittel stehen bei der Kostenstelle 061-030-1300 Inv.-Nr. 08061-4406 „Planungen und 
Untersuchungen“ zur Verfügung. 
 
Das Grünflächenamt wird beauftragt, die weitere Planung und Ausführung des Rahmenplans zum 
öffentlichen Raum in Abstimmung mit allen Bete iligten zu begleiten.

2 
... 
 
Anlagen: Dokumentation 2. Planungswerkstatt Kranichstein 
Angebot Büro Thomanek 08.02.10doc 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

3 
... 
 
 
Berichtsseite zur Magistratsvorlage vom 09.02.2010  
 
 
Anlass 
Im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Die 
Soziale Stadt“, in das Kranichstein im Jahr 2000 aufgenommen wurde, wird eine kontinuierliche 
städtebauliche Stabilisierung des Stadtteils verfolgt. 
 
Im besonderen Fokus der „Sozialen Stadt“ stehen und standen, neben der weiteren Verbesserung 
der Infrastruktur, Aufwertungsmaßnahmen im öffentlichen Raum, im Wohnumfeld sowie im Umfeld 
wichtiger Einrichtungen. 
 
Die im Jahr 2009 durchgeführte Planungswerkstatt „Leitbild öffentlicher Raum“ als Mehrfach-
Beauftragung von Landschaftsplanungsbüros basierte auf „Vorläufer-Werkstätten“ zur 
Stadtteilentwicklung, die im Kontext der „Sozialen Stadt“ mit Bewohnern und Bewohnerinnen sowie 
lokalen Akteuren im Jahr 2007 und 2008 durchgeführt wurden. Als wesentliche Handlungsfelder im 
öffentlichen Raum wurden damals festgehalten: eine optimierte Verflechtung des Stadtteils mit 
seiner Umgebung, die Aufwertung der Stadtteileingänge, die Vernetzung der Quartiere des 
Stadtteils, die Umgestaltung der Bartningstraße als wichtige Quartiersachse, die Schaffung einer 
Quartiersmitte, die teilweise Umgestaltung der Kranichsteiner Straße und die Schaffung eines 
Rundweges „Grüne Mitte“. 
 
Verfahren und Aufgabe Planungswerkstatt „Leitbild öffentlicher Raum“  
Das Verfahren umfasste zwei Werkstatt-Termine im Juli und August 2009. Die drei beauftragten 
Büros Latz + Partner, Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Thomanek Duquesnoy Boemans waren 
aufgefordert, überzeugende realisierungsfähige Konzepte zu entwickeln, die die Potenziale des 
Stadtteils über eine stadtlandschaftliche Aufwertung in Beziehung setzen, das äußere 
Erscheinungsbild Kranichsteins imagewirksam für Bewohner/innen wie für Besucher/innen weiter 
verbessern und die Aufenthaltsqualität im Stadtteil sozial integrierend erhöhen. 
 
Auf der Leitbildebene war ein Gesamtkonzept zur landschaftlichen Vernetzung des Stadtteils und 
seiner Quartiere, zur einprägsamen Aufwertung des öffentlichen Raums zwischen der 
Kleingartenanlage und der Bahntrasse im Westen, der Parkstraße im Norden und im Osten sowie 
der Kranichsteiner Straße und dem Martin-Luther-King-Ring im Süden zu entwickeln. 
 
Als wesentliches Ziel war neben der Erhöhung der Aufenthaltsqualität und Orientierbarkeit das 
Schaffen von stadtlandschaftlichen Alleinstellungsmerkmalen in Reflexion und Betonung der 
Entwicklungsgeschichte des Stadtteils formuliert. Dabei waren die charakteristischen Freiräume und 
Plätze der einzelnen Quartiere sowie neu gestaltete Orte, wie die Brentanoanlage und das 
Schlepperprüffeld einzubeziehen. Im Rahmen einer Vertiefung waren Konzepte für die 
Stadtteilachse Bartningstraße, die Quartiersmitte (Bartningstraße, Brentanoanlage, Einkaufszentrum 
am See) und für die Kranichsteiner Straße zu erarbeiten.

4 
... 
 
Empfehlung des Auswahlgremiums  
Durch ein Auswahlgremium, dem der Dezernent Dieter Wenzel, Vertreter/innen der Verwaltung, des 
Stadtteils sowie externe Gutachter (Prof. Dr. Jörg Dettmar, Prof. Dr. Werner Durth) angehörten, 
wurde der Wissenschaftsstadt Darmstadt einstimmig empfohlen, das Konzept des Büros Thomanek 
Duquesnoy Boemans als Leitbild der weiteren Gestaltung des öffentlichen Raumes zugrunde zu 
legen und das Büro neben der Umsetzung von Einzelprojekten mit der Beratung der 
Gesamtentwicklung des öffentlichen Raums zu betrauen. 
 
Das Konzept des Büros Thomanek Duquesnoy Boemans überzeugt insbesondere durch seine klare 
strategische Ausrichtung auf in Zusammenhang stehende Interventionen. Auf die Problematik der 
fehlenden Stadtteilmitte reagiert ein in Mitte der Bartningstraße vorgeschlagener Platz, der durch 
die vorhandenen Hochhausscheiben eine deutliche Fassung erhält und in seiner zentralen Lage 
zwischen dem Zentrum am See und der Fasaneriepassage vermittelt. Überzeugend sind auch die 
Vorschläge zur Aufwertung der Seenkette und der Ruthensenbachaue, über die nicht nur eine 
Betonung der Wasserlage Kranichsteins, sondern auch ein In-Beziehung-Setzen und Stärken 
wichtiger öffentlicher Einrichtungen erreicht werden kann. Imagefördernd ist auch die 
vorgeschlagene Gestaltung der Stadtteileingänge. In der Bewertung des Gesamtkonzeptes, das mit 
dem verbindenden Element eines Skaterweges auch eine starke soziale Komponente aufweist, wird 
ein hohes Feingefühl für die stadtplanerische Grammatik des Stadtteils attestiert. 
 
Beauftragung der Rahmenplanung  
Durch das Büro Thomanek Duquesnoy Boemans soll auf Basis des Leitbildes eine Rahmenplanung 
für den zentralen Bereich des öffentlichen Raums im Stadtteil Darmstadt-Kranichstein erarbeitet 
werden, die die gestalterische Grundaussage der Planungswerkstatt weiterentwickelt. 
 
Das Bearbeitungsgebiet wird von der Jägertorstraße im Westen, der Kranichsteiner Straße im 
Süden und dem nordöstlichen Abschluss der Seenkette begrenzt. Integriert sind der westliche und 
östliche Stadtteileingang an der Kranichsteiner Straße. Die Schwerpunkte der Rahmenplanung 
umfassen folgende Bereiche: 
- den zentralen Platz an der Bartningstraße sowie das Umfeld des Einkaufszentrums am See 
- den Rundweg und wesentliche Aufenthaltsbereiche an der Seenkette 
- die Stadtteileingänge an der Kranichsteiner Straße 
Für die drei Bereiche werden gesonderte Kostenschätzungen erstellt. Beratend soll an einem 
Pflegekonzept mitgewirkt werden, das im Auftrag des Grünflächenamtes durch ein ortsansässiges 
Planungsbüro entwickelt wird. 
 
Die Dokumentation der Planungswerkstatt sowie das Angebot des Büros Thomanek Duquesnoy 
Boemans liegen als Anlage bei.

5 
... 
 
 
 
Dezernat II   Dezernat V    Dezernat VI 
 
 
 
 
Wolfgang Glenz  Jochen Partsch   Dipl.-Ing. Dieter Wenzel 
Bürgermeister   Stadtrat    Stadtrat 
 
 
Darmstadt, 09.02.2010 
61.1 sa-sm   Tel. 3641

Beratungsverlauf (5)

TOP 4
TOP 5
TOP 144
TOP 17
TOP 5

Orte (13)

  • Bessunger Straße 125
  • Spreestraße 3a
  • Parkstraße
  • Kranichsteiner Straße
  • Bartningstraße 8
  • Siemensstraße
  • Gruberstraße
  • Jägertorstraße
  • Luisenplatz 5a
  • Martin-Luther-King-Ring
  • Meißnerweg
  • Wendelstadtanlage
  • Hammelstrift

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2010/0038
Typ
Magistratsvorlage
Datum
09.02.2010
Erstellt
29.09.2026 00:00