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0703/2022

Kölner Kulturticket für Studierende und Azubis, hier: Umfrage und Evaluationen sowie weiteres Vorgehen

Mitteilung Ausschuss 04.03.2022

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 08.03.2022, TOP 8.8

Anlage_3_Studierendenbefragung_an_Hochschulen

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Ansehen

Anlage_2_Best_Practice-Beispiele_in_NRW

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Anlage_1_Ticketmodelle

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Ansehen

Mitteilung Ausschuss

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Ansehen

Anlage_3_Studierendenbefragung_an_Hochschulen

4804 Zeichen

Anlage 3: Auswertung Studierendenbefragung 2021 
Ausgehend von einer gemeinsamen Initiative des Museumsdienstes Köln und verschiedener 
AStA-Verbände Kölner Hochschulen mit dem Ziel, die Museen für junges Publikum 
attraktiver zu machen und Kulturnutzung im Allgemeinen zu erhöhen, wurde im Sommer 
2020 an vier Kölner Hochschulen (Universität zu Köln, TH Köln, Deutsche Sporthochschule 
und Rheinische Fachhochschule Köln) eine Stichprobenerhebung durchgeführt. Sie stand in 
Zusammenhang mit den Überlegungen, wie und zu welchen Konditionen ein Kulturticket für 
die Zielgruppe eingeführt werden könnte. 
Ergebnisse 
Befragt wurden 1816 Studierende, zumeist zwischen 19 und 26 Jahren und zu 62,5% 
weiblich (männlich: 36%, divers 1,5%).  
 
 
Die meisten der Befragten studierten altersgemäß in den unteren Semestern, wobei die 
Gruppe der Semester 2 bis 5, also jene in einem Bachelorstudium, ca. 49% ausmachen. 
Eine weitere signifikante Gruppe befindet sich im 6. Semester, also zu in den frühen 
Abschnitten eines Masterstudiums.  
 
0
50
100
150
200
250
300
350
400
450
500
18
und
jünger
19-20 21-22 23-24 25-26 27-28 29-30 31-32 33-34 35-36 37
und
älter
k.A.
Alter der Befragten*
7%
9%
9%
23%
8%
17%
4%
8%
2%
3%2%
8%
Semesterzahl*
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 und mehr

Die Wahrnehmung der Museen unterscheidet sich von Haus zu Haus sehr stark. Während 
die drei vom Standardpublikum stark besuchten Einrichtungen WRM, ML und NS DOK bei 
der Zielgruppe der Studierenden im Fokus stehen, unterscheidet sich das bei den anderen 
Museen deutlich. 
 
Ist die Diskrepanz bei den Werten zum RGM noch aus der (Teil)Schließung des Hauses im 
Jahr 2019 zu erklären, so sind die Werte bei den Häuern RJM, MAKK und MOK höher als 
die im Referenzjahr 2019 zu bilanzierenden Durchschnittsbesuche (Referenzjahr = Situation 
vor der Coronakrise).   
 
Insgesamt haben knapp drei Viertel aller Befragten schon einmal eines der Kölner Museen 
besucht, 26% nicht. Diese Zahl würde außerhalb der pandemiebedingten Restriktionen 
(monatelange Schließung der Museen in 2020 und 2021) und der gleichzeitig geltenden 
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
WRM ML RGM RJM MAKK MOK MSch KSM NS DOK MiQuA keines
Von Studierenden besuchte Museen (Mehrfachnennung mgl.)*
22%
27%
5%
9%
10%
2%
4%
9%
11% 1%
Gesamtverteilung der Besuche 2019**
WRM ML RGM RJM MAKK MOK MSch KSM NS DOK MiQuA u.a.

Aussage, dass 48% der Befragten 22 Jahre oder jünger sind, möglicherweise steigen: Viele 
Studierende hatten keine Möglichkeit zu einem Museumsbesuch. 
Eine für den Besuchsverlauf und die zukünftige Programmarbeit wichtige Frage ist die nach 
der Relevanz von Führungen. Auf die Frage, ob für sie die Teilnahme an Führungen wichtig 
sei, antworten knapp 40% positiv. Dies liegt über der Gesamtstatistik. An städtischen 
Veranstaltungen in den Museen nehmen im Jahresdurchschnitt ca. 15-16% aller Gäste teil**. 
 
 
Bewertung 
Die Stichprobe zeigt, dass Studierende aus zumindest vier der Kölner Hochschulen die 
Museen der Stadt Köln in hohem Maße wahrnehmen. Es kann nicht verwundern, dass die 
großen Kunstmuseen mit ihren Sonderausstellungen stärker wahrgenommen werden als 
kleinere Häusern, doch liegt jedes der Kölner Museen bei der Zielgruppe über der 
durchschnittlichen Gesamtverteilung von Besuchen. Eine spezifische Präferenz in den 
unterschiedlichen Hochschulen für einzelnen Museen ist aus der Stichprobe nicht abzuleiten.   
Dies spricht für eine generalisierende Regelung des Zugangs i. S. einer Semesterkarte / 
eines länger gültigen Tickets für die Studierenden am Hochschulstandort, die neben den 
fachspezifischen freien Eintrittsregelungen für einzelne Studiengänge (Kunstgeschichte, 
Archäologie etc.) bestehen sollte. Weiterhin gibt es eine generelle Ermäßigung für 
Studierende auf den normalen Eintrittspreis. Er sollte für alle gelten, die nicht im Besitz einer 
Semesterkarte sind. Die Preissensibilität wurde nicht erhoben, spielt aber zukünftig für die 
finanzielle Ausgestaltung eine entscheidende Rolle.  
Die offensichtliche Relevanz von Führungen und anderen Veranstaltungen für die Zielgruppe 
lässt erkennen, dass neben medialen und digitalen Vermittlungszugängen wie 
Ausstellungsbeschriftungen, Multimediaguides und anderen Web-Applikationen auch das 
Segment Führungen/ Veranstaltungen zu bespielen und auszubauen ist.  
 
* Quelle: Studierendenbefragung 2021, erstellt von den ASten der Universität zu Köln, der TH Köln, der 
Deutschen Sporthochschule und der Rheinischen Fachhochschule Köln in Kooperation mit Museumsdienst Köln)  
 
** Quelle: Jahresstatistik der Museen der Stadt Köln, 2019, erstellt von Referat für Museumsangelegenheiten der 
Stadt Köln) bzw. Jahresstatistik des Museumsdienstes Köln, 2019 
11%
50%
33%
6% 0%
Teilnahme an Führungen*
unwichtig eher unwichtig eher wichtig wichtig k.A.

Anlage_2_Best_Practice-Beispiele_in_NRW

6808 Zeichen

Anlage 2: Hochschulorte in NRW und vorhandene Kulturtickets für Studierende 
Ein mit dem Kölner Vorhaben vergleichbares Ticket existiert nur in den Hochschulstandorten Bonn und Münster. Für Düsseldorf und Kleve 
bestehen Überlegungen, ein Kulturticket für Studierende einzuführen. Die meisten Hochschulorte haben jedoch kein semesterbezogenes 
Kulturticketing, wenngleich an einigen Hochschulen über eine Einführung nachgedacht wird.   
Ort 
 
Hochschule Format Kosten Leistung Beleg 
Aachen RWTH Aachen  nicht vorhanden    
 FH Aachen nicht vorhanden    
 KatHo Aachen nicht vorhanden    
      
Alfter Alanus Hochschule nicht vorhanden    
Bad Münstereifel Fachhochschule für 
Rechtspflege in NRW 
nicht vorhanden    
Bielefeld FH Diakonie Bielefeld nicht vorhanden  
 
   
 Uni Bielefeld nicht vorhanden    
 FH Bielefeld Verweis auf ISIC 15,00 pro Jahr ISIC – International Student Identity Card 
Vergünstigungen unterschiedlicher Art 
(darunter Museumsbesuche) weltweit 
http://fh-asta.de/internationaler-studierendenausweis.html  
https://www.isic.de/de/karten/isic/ 
Bochum RUB Bochum Flatrate 1,00 pro Semester Freier Eintritt in  
1 Einrichtung  
Schauspielhaus 
https://studium.ruhr-uni-bochum.de/de/mobilitaet-und-
verguenstigungen  
 EBZ Bochum  nicht vorhanden    
 Ev. HS Rheinland  Flatrate 1,00 pro Semester Wie RUB Bochum  
 HS Bochum nicht vorhanden    
 HfG Bochum Flatrate 1,00 pro Semester Wie RUB Bochum  
 TH Agricola Bochum Ausgelaufen    
Bonn FWU Bonn Flatrate + Rabatte 3,00 pro Semester Vergünstigter oder freier Eintritt in  
10 Einrichtungen  
Brotfabrik Bühne Bonn, Contra-Kreis-Theater, 
Euro Theater Central, Haus der Springmaus, 
Junge Theater Bonn, Pantheon, Theater im 
Ballsaal, Theater Bonn, Theater Marabu, 
Veranstaltungen AStA und Theatergemeinde 
Bonn 
 
freier Eintritt 
in 5 Einrichtungen  
https://kulturticket-bonn.de/start

LVR Landesmuseum, Beethoven-Haus, Dt. 
Museum, Universitätsmuseum, Ägyptisches 
Museum 
 HS f Finanzwirtschaft 
& Mngmt. Bonn 
Interessiert    
Brühl Hochschule des 
Bundes für öffentliche 
Verwaltung Brühl 
 
nicht vorhanden    
 FH Rhein/Erft nicht vorhanden    
Detmold HS f Musik Detmold nicht vorhanden    
Dortmund ISM Dortmund nicht vorhanden    
 FH Dortmund     
 TU Dortmund 
 
Flatrate 
 
1,50 pro Semester Freier Eintritt in 
1 Einrichtung 
Theater Dortmund 
https://asta-dortmund.de/2019/05/10/theaterflatrate/ 
 
Düsseldorf FH Düsseldorf Kulturliste; 
Art:Card; 
Kulturticket in 
Planung 
Kulturliste: 0,00 €  
 
Art:Card: 40,00 €   
 
Kulturticket: offen 
Kulturliste: Vergünstigter Eintritt in 
unterschiedliche kulturelle Einrichtungen 
 
Art:Card: Flatrate für  
28 Einrichtungen 
Akademie-Galerie – Die Neue Sammlung 
Aquazoo – Löbbecke Museum, Clemens-Sels-
Museum, Filmmuseum Düsseldorf, Goethe-
Museum, Anton-und-Katharina-Kippenberg-
Stiftung, Heinrich-Heine-Institut, Hetjens 
Museum (Deutsches Keramikmuseum), KIT – 
Kunst im Tunnel, Kunsthalle Düsseldorf,  
Kunstpalast und Glasmuseum Hentrich,  
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, 
Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, 
Langen Foundation, Mahn- und Gedenkstätte 
Museum Insel Hombroich, NRW-Forum 
Düsseldorf, SchifffahrtMuseum im 
Schlossturm, Skulpturenhalle in Neuss, 
Stadtmuseum Stiftung Ernst Schneider, 
Schloss Jägerhof, Stiftung Neanderthal 
Museum, Stiftung Schloss Dyck, Stiftung 
Schloss und Park Benrath, Theatermuseum 
Düsseldorf 
 
Kulturticket: günstigere Variante zu Art:Card 
geplant 
Kulturliste: https://www.kulturliste-duesseldorf.de/ 
 
Art:Card: https://www.duesseldorf.de/kulturamt/kultur-
duesseldorf/artcard.html 
 
Kulturticket: https://asta.hhu.de/projekte/artcard/

HHU Düsseldorf 
 
Kulturticket geplant    
 IST Düsseldorf wie FH D’dorf    
 Kunstakademie 
Düsseldorf 
wie FH D’dorf    
Duisburg Uni Duisburg-Essen Rabatte Kulturticket für 
14,30 (pro 
Semester) 
Eintritt für 1,00€ 
Mehrere Kulturstätten in Duisburg und 
Essen 
https://asta-due.de/service/kulturticket/  
Essen Folkwang UdK Essen 
 
Wie Uni Duisburg-
Essen 
 
 
 
 
 
Kulturticket für 
14,30 (pro 
Semester) 
Eintritt für 1,00€ 
Mehrere Kulturstätten in Duisburg und 
Essen 
https://www.folkwang-
uni.de/home/hochschule/organisation/gremien/asta/ 
 FAdBK Essen nicht vorhanden    
Gelsenkirchen Hochschule für Polizei 
und öffentliche 
Verwaltung Nordrhein-
Westfalen 
Gelsenkirchen 
 
nicht vorhanden    
 Westf. Hochschule Kooperation Kooperation Freier Eintritt 
 1 Einrichtung  
Stadttheater Bocholt 
https://www.asta-wh.de/stadttheater-bocholt/ 
Hagen FernUniversität Hagen nicht vorhanden    
Hamm Hochschule Hamm-
Lippstadt 
nicht vorhanden  
 
- 
 
 
 
 
 
- 
 SRH HS Hamm nicht vorhanden    
Iserlohn FH Südwestfalen nicht vorhanden    
Kleve Hochschule Rhein-
Waal 
Einführung geplant    
Köln CBS Köln 
FH des Mittelstandes 
Köln  
HfMT Köln 
HSD Köln 
ISoB Köln  
KatHo Köln 
KHKT Köln 
KHM Köln  
RFH Köln

Univ. zu Köln  
TH Köln (+ 
Gummersbach, 
Leverkusen, Erftstadt) 
Krefeld Hochschule 
Niederrhein 
Theaterflatrate Keine Freier Eintritt: 
2 Einrichtungen 
Theater Krefeld und Mönchengladbach 
https://www.asta.hn/services/kultur  
Lemgo TH Ostwestfallen-
Lippe 
Theaterflatrate 
 
Keine Freier Eintritt: 
1 Einrichtung 
Landestheater Detmold 
https://www.asta-detmold.de/index.php/theaterflatrate/  
Mülheim Hochschule Ruhr-
West 
Kooperation 
Anmeldung beim 
Asta, stellen Tickets 
aus 
5,00 pro Ticket 5,00 pro Ticket: 
1 Einrichtung 
Theater Mülheim an der Ruhr 
 
Münster WWU Münster Basis-Flatrate +  
Erm. Tickets + 
Kontingente 
0,00 € (Teil des 
Semestertickets) 
15 Einrichtungen 
Freier Eintritt:  
Kunstverein, Literaturverein, Stadtmuseum, 
Museum für Lackkunst, Franz-Hintze-
Akademie 
Kostenlose Restplätze und 
Freikartenkontingente: 
Theater im Pumpenhaus, Wolfgang Borchert-
Theater, Theater Münster im VVK, Einklang – 
Philharmonie für Alle e.V.; Sportvereine 
Rabatte:  
Filmwerkstatt, Jazz Club 
https://www.asta.ms/kultursemesterticket 
 FH Münster nicht vorhanden  Rabatte in versch. Einrichtungen https://www.astafh.de/freizeit-leben-in-muenster-und-
steinfurt/#c191 
 KatHo Münster Geplant    
 PTH Münster k. A.    
 Kunstakademie 
Münster 
k. A.    
Nordkirchen FH für Finanzen nicht vorhanden    
Paderborn FHdW Paderborn  nicht vorhanden    
 THF Paderborn nicht vorhanden    
 Univ. Paderborn nicht vorhanden    
St. Augustin HS Bonn-Rhein-Sieg     
Siegen Universität Siegen nicht vorhanden    
Witten Univ. Witten-Herdecke nicht vorhanden    
Wuppertal Berg. Univ. Wuppertal 
 
Flatrate 
 
keine Freier Eintritt:  
2 Einrichtungen (Schauspiel, Oper) 
10 Tage vorher können 2 „Kulturkarten“ 
reserviert werden 
https://www.wuppertaler-buehnen.de/en/wuppertaler-
buehnen/tickets/buehne-frei-fuer-studierende/

KiHo Wuppertal Wie Berg. 
Universität 
keine   
 HfM Wuppertal Wie Berg. 
Universität 
keine

Anlage_1_Ticketmodelle

6595 Zeichen

Anlage 1: Analyse von Ticket- und Preismodellen 
Der Analyse zugrunde liegt eine Betrachtung des Hochschulumfeldes NRW und der dort 
vorhandenen Ticketmodelle (Anlage 2) sowie die Wahrnehmung von Kultureinrichtungen, 
insbesondere Museen, durch Studierende von vier Kölner Hochschulen (Anlage 3).Eine 
Betrachtung von Hochschulen außerhalb NRWs unterbleibt, denn dort gelten abweichende 
Rahmenbedingungen in der Hochschulgesetzgebung und der studentischen 
Selbstverwaltung. 
Möglichkeiten 
In NRW verbreitet sind folgende Modelle: 
- Flatrate:  
o Beschreibung: ein einheitlicher Pauschalpreis pro Semester (NRW: 1,00 bis 
14,30 €) ermöglicht eine unbegrenzte Zahl von Eintritten in 
Kultureinrichtungen  
o Anwendung: Flatrate-Modelle kommen zumeist bei Einrichtungen zum 
Tragen, in denen keine Zugangsbeschränkungen infolge von 
Aufführungszeiten oder Platzbegrenzung bestehen (also z. B. in Museen oder 
Ausstellungsorten im Vergleich zu Theatern, Konzerthäusern o.ä.; 
Ausnahmen: Theater Bochum; Theater Dortmund)  
o Einschätzung: Das weitverbreitete und bei der Zielgruppe aus dem Bereich 
von Streaming-Diensten und Telekommunikationsdienstleistungen bekannte 
System dürfte auf hohe Akzeptanz stoßen. 
- Rabatte: 
o Beschreibung: eine begrenzte Anzahl von Tickets pro Aufführung wird von der 
Kulturinstitution für ein geringes Entgelt zur Verfügung gestellt (Bsp.: Theater 
Mülheim 
o Anwendung: Die Rabattierung von Tickets ist bereits jetzt ein probates 
Verfahren bei Restplatzkontingenten oder aber in Form einer generellen 
Bereitstellung von Ticketkontingenten zu stark reduzierten Preisen. Es kommt 
insbesondere bei Einrichtungen der darstellenden Künste zum Einsatz    
o Einschätzung: Rabattierungsmodelle dieser Art mit begrenztem Zugang sind 
aus der Kultur, aber auch aus Handel und E-Commerce bekannt und 
akzeptiert. 
- Freier Eintritt:  
o Beschreibung: generell kostenfreie Inanspruchnahme von Leistungen 
o Anwendung: Die kostenfreie Nutzung von Kultureinrichtungen ist an einigen 
Theatern zu finden (z.T. kontingentierte Tickets; Bsp.e: Theater Bocholt, 
Detmold, Krefeld, Mönchengladbach, Wuppertal) 
o Einschätzung: interessant für Standorte mit geringer Auslastung 
- Kombimodell: 
o Flatrate (für Einrichtungen ohne Zugangsbeschränkungen) + stark rabattierte 
Kontingente  
o Anwendung: in Orten mit größerem Kulturangebot (als studentisches 
Kulturticket in Bonn und Münster; als Jahreskarte für Studierende in 
Düsseldorf) 
In bestehenden Kulturticketformaten kommen im Untersuchungsgebiet die folgenden 
Modelle, die die im Ticketing ebenfalls zu finden oder aber denkbar sind, nicht zur 
Anwendung:

- Freemium (kostenfreier Basistarif mit beschränkten Leistungen und weiteren 
kostenpflichtigen Services) 
- Abonnements / Subskription (automatisch sich verlängernde Zeit-/Dauertickets, die 
individuell erworben wurden) 
- 10+1  
Benennung von Practice-Beispielen 
Von den 54 analysierten Hochschulen in NRW haben 14 ein Kulturticket oder eine Regelung 
für Studierende, die mehr bietet als die für die Zielgruppen üblichen Rabattierungen. Wieder 
abgeschafft wurden das Kulturticket in Bochum (TH Agricola), da die Kosten die Erlöse 
übertroffen haben und zudem die Nachfrage jeweils sehr gering war. 
Unter den übrigen Modellen ist das Kulturticket Münster am ehesten auf Köln übertragbar 
(Ausnahme: Integration von Sportveranstaltungen). Die Kombination aus Flatrate (für 
Museen, Literaturverein, Kunstverein und Akademie) und stark rabattierten 
Ticketkontingenten (Theater, Filmwerkstatt, Jazz Club, Sporteinrichtungen) deckt eine Reihe 
unterschiedlicher Institutionen und damit Sparten ab und lässt sich gut mit der Struktur der 
Kölner Kulturszene vergleichen.  Das Bonner Kulturticket arbeitet nach ähnlichen Prinzipien 
und nutzt zudem eine App für den Vertrieb (https://kulturticket-bonn.de/start). Die Relevanz 
einer solchen App für Köln ist zu prüfen. 
An Standorten in Düsseldorf (HHU) und Kleve (Hochschule Rhein-Waal) wird ebenfalls die 
Einführung eines Kulturtickets diskutiert. In Düsseldorf soll die bereits existierende Art:card 
student durch ein günstigeres Kulturticket ersetzt werden. 
Preisgestaltung 
Studierende sind keine per se sozial schwache Zielgruppe, wohl aber eine preissensible. Da 
die Einführung eines Kulturtickets auf dem Solidarprinzip beruht, also Nutzer*innen und 
Nicht-Nutzer*innen gleichermaßen bezahlen, aber unterschiedlich stark profitieren, muss der 
Preis niedrig sein. In den Vorgesprächen sprachen sich die Vertreter*innen der Kölner AStA-
Verbände für einen Basispreis von unter 5,00 € pro Semester als Basistarif aus.   
Eine vollkommen kostenfreie Variante sollte aus Sicht der Verwaltung nicht in Betracht 
kommen. Freie Eintritte gelten in den Museen der Stadt Köln für Kinder bis 6 Jahre, Kinder 
und Jugendliche aus Köln bis 18 Jahre, Schülerinnen und Schülern im Klassenverband und 
Köln-Pass-Inhaber*innen. Diese Zielgruppen sollten gegenüber Studierenden auch weiterhin 
Vorteile genießen. Zudem sollte die Möglichkeit der Erweiterung auf nicht-städtische 
Kultureinrichtungen bestehen, was bei einer kostenfreien Variante schwierig würde. 
Die Ausweitung eines Kölner Kulturtickets auf die Zielgruppe der Auszubildenden der 
verschiedenen Branchen (Produktion: ca. 2.300; Handel: ca. 4.300; Dienstleistungsbranche: 
ca. 13.200) ist kaum zu organisieren. Denn anders als bei den Hochschulen (AStA-
Verbände) besteht keine Dachorganisation, über die die Verwaltung oder das Inkasso 
möglich wäre. Auszubildende haben jedoch Schüler*innen-Status und verfügen auch über 
einen entsprechenden Ausweis. Da viele Auszubildende über 18 Jahre alt sind, greift für sie 
die Regelung des freien Eintritts in die Museen nicht. Die Verwaltung schlägt daher vor, in 
einer Neufassung der Benutzungsordnung für die Museen den Passus „im Klassenverband“ 
zu streichen. 
Umsetzung 
Die Verwaltung schlägt ein iteratives Vorgehen vor: 
Das Kulturticket sollte gelten für

- Studierende mit gültiger Immatrikulationsbescheinigung 
- Studierende in Austauschprogrammen 
Es sollte nicht gelten für  
- Gasthörer*innen  
- Teilnehmende an einem berufsbegleitenden Weiterbildungsstudium 
- Frühstudierende 
Vom Kulturticket ausgenommen sind Premieren, Gastspiele, Sonderveranstaltungen und 
Events wie die Kölner Museumsnacht. 
Der Vertrag sollte mindestens drei Jahr gelten. Für Absolvent*innen sollte ein nahtloser 
Einstieg in andere Subskriptionsmodelle ermöglicht werden. Aus den auf Basis des 
Solidarprinzips erhobenen Beiträge sollten zielgruppenrelevante Angebote konzipiert und 
ausgestaltet werden.

Mitteilung Ausschuss

8473 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/4522 
 
Vorlagen-Nummer 04.03.2022 
 0703/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 08.03.2022 
 
Kölner Kulturticket für Studierende und Azubis, hier: Umfrage und Evaluationen sowie weite-
res Vorgehen 
Der Ausschuss Kunst und Kultur hat in seiner Sitzung am 26.10.2021 die Verwaltung gebeten, 
 
1. alle Ergebnisse der in der Mitteilung beschriebenen Evaluationen und Umfragen zeitnah darzu-
stellen. Dies betrifft 
 die „Umfrage mit den AStAs sowie Kooperationsanfragen an weitere mögliche Partner (IHK, 
Handwerkskammer Köln etc.)“ und 
 die „Ist-Situation im Benchmark mit anderen Kommunen und den Bedarf unterschiedlicher 
Zielgruppen“. 
2. dabei inhaltlich aufzuzeigen, wo es Defizite und somit Handlungsbedarf bezgl. der Entgeltbefrei-
ungen / Ermäßigungen für Studierende und Azubis in städtischen Kultureinrichtungen gibt. 
3. entsprechend eine Vorlage zur weiteren Umsetzung zu erstellen und der Politik vorzulegen, 
und zwar 
 in Bezugnahme auf den Antrag der Fraktion der SPD 
und mit dem 
 Prüfauftrag eines Kulturtickets. 
 
Die Verwaltung berichtet im Folgenden zu den ersten Ergebnissen des vorstehenden Auftrags. 
 
Ausgangssituation 
Politik, Verwaltung und Vertreter*innen von Studierenden verschiedener Kölner Hochschulen (AStA-
Verbände der Universität zu Köln, der Deutschen Sporthochschule, der Rheinische Fachhochschule, 
der Hochschule für Musik und Tanz und der Technischen Hochschule Köln) haben gleichermaßen 
den Wunsch, ein Kundenprogramm einzuführen, das es Studierenden ermöglicht, Kultureinrichtungen 
der Stadt Köln zu stark reduzierten Preisen zu besuchen, und es den Institutionen ermöglicht, den 
Studierenden gezielte Informationen zukommen zu lassen, ihre Bedürfnisse genauer kennenzulernen 
und ein für sie ausgerichtetes Programm anbieten zu können.  
Lösungsansätze in Kooperation mit den AStA-Verbänden 
Dies würde auf Grundlage einer vertraglichen Regelung geschehen, die zwischen Stadt Köln und der 
jeweiligen Hochschule geschlossen würde.  
In mehreren Gesprächen zwischen Kulturverwaltung und AStA-Verbänden wurden verschiedene 
Möglichkeiten und Modelle eruiert. Ziel war es, eine gemeinsame Grundlage für die Studierenden 
aller beteiligten Hochschule zu schaffen. Die fünf genannten AStA-Vereinigungen vertreten in Summe 
über 90.000 Studierende (UzK 53.000; SpoHo: 6.000; THK: 27.000; RFH: 6.500; HfMT: 1.500). Flan-
kiert wurden die Gespräche von einer Studierendenbefragung an den genannten Hochschulen, die 
die Kulturnutzung von Studierenden zum Thema hatte. Folgende Themen wurden erörtert:

2 
 
- Ticketmodelle (Anlage 1) 
- Best Practice-Beispiele in NRW (Anlage 2) 
- Preisgestaltung 
- Verfahren 
- Geltungsbeginn, -umfang und -dauer 
- Vertragsgestaltung 
- Übertragungsmöglichkeiten 
Ferner wurden die Gespräche von einer Studierendenbefragung an Hochschulen begleitet, die u.a. 
die Museumsnutzung von Studierenden zum Thema hatte (Anlage 3). Für die Bühnen und das Gür-
zenich-Orchester kann weiterhin auf umfassende Publikumsforschung, die beispielsweise für das 
Projekt „Einführung eines Kundenbindungssystems“ durchgeführt wurde, zurückgegriffen werden, um 
sich ein Bild der Wünsche von jungem Publikum zu machen.  
In die nachstehenden Überlegungen wurden weiterhin einbezogen 
- bestehende Rabattierungssysteme in Kölner Kultureinrichtungen 
- weitere Ermäßigungen in Kölner Kultureinrichtungen 
- Planungen zur zukünftigen Ausgestaltung des Ticketings für die Museen der Stadt Köln 
Erste Ergebnisse 
Als Ergebnis der Gespräche, der Befragungen sowie der Betrachtung von vorhandenen Ticketmodel-
len in anderen NRW-Städten lässt sich Folgendes zusammenfassen: 
- Eine Einbindung der Museen der Stadt Köln ist vergleichsweise einfach möglich. Daher sollte 
dies in einem ersten Schritt erfolgen (Semesterticket für die Museen).  
- Eine weitere Preisreduktion der derzeit schon niedrigen Eintrittspreise für die Zielgruppe „Stu-
dierende“ allein wird kein ausreichender Anreiz sein, um mehr junge Menschen für einen Be-
such der Kultureinrichtungen, insbesondere zu bestimmten Veranstaltungsterminen, zu be-
geistern. Vielmehr scheint es notwendig, in einen engen Dialog mit der Zielgruppe zu kommen 
und ein auf sie zugeschnittenes (Rahmen-)Programm anzubieten.  
- Ebenso sollte ein System eingeführt werden, welches die gesamte Bandbreite der Kölner Kul-
tur, also auch der Freien Szene abbilden kann. Hier ist ein reines Rabattsystem kein erfolg-
versprechender Ansatz und auch nicht zentral auf den Weg zu bringen.  
- Keines der untersuchten Ticketmodelle anderer NRW Städte zeigt aus Sicht der Verwaltung 
eine überzeugende Lösung, die unverändert übernommen werden könnte. 
Gemeinschaftlich favorisiertes Modell für den Standort Köln 
Es wird im Einklang mit den Vertretungen der Studierenden der genannten Hochschulen eine vertrag-
liche Regelung vorbereitet, die auf dem Solidarprinzip beruht, also die Gesamtheit von Studierenden 
der jeweiligen Hochschule umfasst. Über die Geltung des Vertrages entscheiden die politischen Gre-
mien einerseits und die jeweiligen Studierendenparlamente andererseits. Die Inkraftsetzung kann 
nach Auskunft der Studierendenvertretungen erst zum Sommersemester 2023 erfolgen. Zugleich ist 
eine entsprechende Regelung haushaltswirksam und muss daher Bestandteil der Benutzungsord-
nung der Museen der Stadt Köln sowie der Ordnungen weiterer Kultureinrichtungen sein und daher 
städtischerseits in diesem Jahr zur Abstimmung kommen  
Die derzeitigen Absprachen sehen vor, dass für einen fixen Semesterbeitrag (zur Diskussion steht ein 
Betrag unter 5 Euro) jede/r Studierende einer der vertraglich angeschlossenen Hochschulen unter-
schiedliche Preis-Vorteile genießt. Von Anfang an hätten alle Studierenden damit freien Zugang in die 
städtischen Museen. Zudem könnten eigens Zugänge zu Sonderveranstaltungen, wie Führungen, 
Workshops etc., geschaffen werden. 
Das Angebot dieser Vorteile soll perspektivisch und in enger Abstimmung mit den Studierenden und 
den Kultureinrichtungen ausgebaut werden. Hierfür sollte eine einmalige Online-Registrierung einge-
führt werden. Damit hätten die Kultureinrichtungen die Möglichkeit, den Studierenden gezielte Infor-
mationen zukommen zu lassen und ihnen beispielsweise Kartenkontingente für ausgewählte Veran-
staltungen anzubieten. 
Berücksichtigung von Auszubildenden 
Auszubildende können aufgrund der fehlenden zentralen Erfassung nicht in ein solches Vertragswerk 
eingebunden werden. Sie haben jedoch den Status von Schüler*innen und könnten diesen daher in

3 
 
den Preissystemen gleichgestellt werden. Alternative: Auszubildende beteiligen sich individuell mit 
einem Jahresbeitrag und erhalten so dieselben Rabattierungen und Zugang zu Veranstaltungen und 
Informationen wie Studierende. 
Nächste Schritte und Ausblick 
Um die Vorteile für beide Seiten zu definieren und nachhaltig im Sinne eines Audience Development 
implementieren zu können, beabsichtigt die Verwaltung, zunächst parallel die folgenden Schritte zu 
unternehmen 
1. Abstimmung und Ausarbeitung eines Vertragswerkes zwischen Kulturverwaltung und den ge-
nannten Verbänden 
2. Erstellung einer Beschlussvorlage zur Einführung eines Kulturtickets. 
Im Anschluss werden die Vereinbarungen wie folgt umgesetzt, indem 
3. eine Beschlussvorlage zur Anpassung der Benutzungsordnung der Museen und entsprechen-
den Finanzierungsregelungen zur Abstimmung vorgelegt wird 
4. eine Regelung den Studierendenparlamenten der fünf Hochschulen UzK, SpoHo, TH Köln, 
RFH und HfMT zur Abstimmung vorgelegt wird mit dem Ziel einer Umsetzung ab dem Som-
mersemester 2023 
5. eine Einbindung in bestehende Ticketsysteme erfolgt  
6. Kommunikationsmaßnahmen aufgebaut werden, mittels derer die Kulturangebote für Studie-
rende insgesamt an die Zielgruppe vermittelt werden. 
Ergänzend wird 
7. die mögliche Ausweitung des Vertrages auf weitere Hochschulen am Standort Köln geprüft 
und bei Machbarkeit umgesetzt im Rahmen der dann bestehenden Regelungen 
Im Rahmen der Digitalstrategien der Kultureinrichtungen werden  
8. die Möglichkeiten einer eigenen App oder einer Kooperation mit bestehenden zielgruppenrele-
vanten Informationsplattformen geprüft, die sich nahtlos in die bestehenden Systeme integrie-
ren lassen müssen. 
Es wird eine Evaluierung der Maßnahme durchgeführt. 
Die Kulturverwaltung wird dem Ausschuss regelmäßig berichten. 
 
Gez. Charles

Beratungsverlauf (1)

08.03.2022 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.8 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0703/2022
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
04.03.2022
Erstellt
27.02.2022 15:28