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V/0624/2005

Sondierungsreise in den Kosovo / Bericht der Arbeiterwohlfahrt Bremerhaven - Heimatgarten

Vorlage 09.08.2005

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Nächste Beratung: Kommission zur Unterbringung von Aussiedlern, Asylbewerbern u. ausländischen Flüchtlingen, Sitzung am 08.09.2005, TOP 5

Anlage Bericht

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Anlage Bericht

265797 Zeichen

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
2 
I n h a l t 
  
                   Seite  
1. Heimatgarten  -  Profil und Selbstverständnis    4 
 
2. Einordnung und Hintergründe der Informationsfahrt   5 
 
3. Zusammenfassende Einschätzungen       10 
 
4. Erste Schlussfolgerungen       14 
 
5. Vorschläge und Maßnahmen      16 
 
 
6. Berichte         21 
 
6.1. Informationsgespräche       21 
6.1.1. UNHCR  (07.06.2005 / Pristina) 
6.1.2. UNMIK  (07.06.2005 / Pristina) 
6.1.3. Deutsches Haus (Auswärtiges Amt / 07.06.2005 / Pristina) 
Bilddokumentation 
6.2. Vor-Ort-Erkundungen       32 
6.2.1. Kamenica (06.06.2005) 
o Gesprächsergebnisse 
o Kurzbericht des Büros für Rückkehrer vom Juni 2005 
6.2.2. Lipjan (08.06.2005) 
o Gesprächsergebnisse 
o Kriterien für Sozialhilfeleistungen 
 
 
6.2.3. Janjevo (08.06.2005) 
o Gesprächsergebnisse 
o Aktuelle Erklärung zur Lage der Roma in Janjevo von Juni 2006  
 (Ismail Gradina, Roma-Präsident Janjevo/Lipjan) 
o Situationsskizze „Janjevo“ aus dem Bericht der „Gesellschaft  
  für bedrohte Völker“ von November 2004  
o Situationsbericht der KFOR-Erkundungsfahrt für die AWO 
  nach Janjevo vom 14. Dezember 2004

S i t u a t i o n s b e r i c h t 
 
Aktuelle Bedingungen für Maßnahmen  
der freiwilligen Rückkehr und humanitären Reintegration  
von Flüchtlingen aus der Roma-Bevölkerung 
in den Kosovo 
 
 
 
Herr Berisa,  Roma aus Münster,  trifft nach 13 Jahren in Deutschland im Flüchtlingscamp  
Plementina einen früheren Nachbarn aus Subotic (Obilic)  
 
 
 
Einschätzungen, Ergebnisse und Schlussfolgerungen 
einer Informationsfahrt in den Kosovo 
vom 04. Juni 2005 bis zum 10. Juni 2005 
 
 
 
 
AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
Juli 2005

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
3 
6.3. Zusatzberichte        58 
6.3.1. Obilic und Plemetin (07.06.2005) 
6.3.2. Gebiet Pec (06.06.2005) 
  
 
6.4. Dokumentation        60 
6.4.1. Bilddokumentation 
6.4.2. Einordnung: Roma, Aschkali, Ägypter im Kosovo 
6.4.3. Ethnienkarte Kosovo 
6.4.4. UNHCR –  Lagebericht von August 2004 
6.4.5. Gebietskarte und Municipal Profile der OSCE zu Kamenica (Feb. 2005) 
6.4.6. Gebietskarte und Municipal Profile der OSCE zu Lipjan (Feb. 2005) 
 
 
            
 
 
Durchführung der Informationsfahrt:  
AWO-Bremerhaven/Heimatgarten  
unter Beteiligung der Sozialverwaltung der Stadt Münster  
und in Begleitung von zwei Roma-Vertretern aus Münster 
Verantwortlich für Programm und Durchführung:  Fritz Schatschneider  
 
 
Die Informationsfahrt und die vorliegende Reisedokumentation wurde von der Stadt 
Münster und dem Innenministerium des Landes Nordhrein-Westfalen finanziell gefördert 
und unterstützt. 
 
 
 
 
Herausgeber:   AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
Inhalt: Gisbert Brenneke (Bielefeld) 
Mitwirkung/Redaktion:  Fritz Schatschneider (Bremerhaven/Bielefeld 
Bielefeld/Bremerhaven, im Juli 2005

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
4 
 
1. Heimatgarten –   Profil und Selbstverständnis  
 
Die AWO Bremerhaven ist seit vielen Jahren mit Maßnahmen im Spektrum der 
freiwilligen Rückkehr und Reintegration von Flüchtlingen aus europäischen und 
internationalen Krisenregionen aktiv. Das von der AWO im Zusammenhang mit den 
humanitären Hilfsaktionen für Südosteuropa in den 1990-er Jahren entstandene Projekt 
„Heimatgarten“  hat in den letzten Jahren mehr als 600 Flüchtlinge auf freiwilliger Basis 
bei der individuellen Rückkehr begleitet und sie beim Aufbau einer gesicherten sozialen 
und wirtschaftliche Existenz  mit in erster Linie individuellen Hilfeleistungen unterstützt  
In der Praxis gelten zwei unumstößliche Prinzipien: erstens das Prinzip der Freiwilligkeit 
jeder Rückkehr und zweitens der humanitäre Charakter mit dem Ziel einer nachhaltig 
wirkenden Reintegration in den Herkunftsregionen.   
Das nach Deutschland vertriebene Flüchtlinge die Entscheidung treffen, freiwillig in ihre 
Heimatregionen zurückkehren zu wollen, mag für viele zunächst einmal unverständlich 
sein. In der öffentlichen Debatte hierzulande gilt Deutschland doch als „Zielland“ für 
weltweite Migrationsbewegungen aus den internationalen Armuts-, Konflikt- und 
Kriegsregionen. Viele wollen hier hin und wer hier ist, will nicht mehr zurück –  so die 
weitverbreitete Meinung in der deutschen Öffentlichkeit. Meldungen über illegale 
Einwanderung, die Diskussionen um abgelehnte Asylanträge und über Aufsehen 
erzeugende Zwangsabschiebungen –  aber auch die jüngere Debatte um die 
sogenannte „Visum-Affäre“ scheinen diese Sichtweisen zu bestätigen. 
Von dieser Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet gibt es den Rückkehrwunsch und 
darauf aufbauende Rückkehraktivitäten von Flüchtlingen, die sich unfreiwillig in 
Deutschland aufhalten. Rückkehrwillige Flüchtlinge individuell zu beraten, mit ihnen 
gemeinsam alle Vorbereitungen für eine Rückkehr in Sicherheit, Würde und mit Zukunft 
zu treffen, helfende Begleitung und materielle Unterstützung anzubieten –  dies ist heute 
eine Aufgabe, die von der AWO-Bremerhaven und „Heimatgarten“ - aber auch von den 
Kirchen, von anderen Wohlfahrtsverbänden, von regionalen Initiativen und Freiwilligen-
Einrichtungen und zunehmend mehr auch von einzelnen Kommunen und öffentlichen 
Fachstellen geleistet wird. 
Um diese Aufgaben verantwortungsvoll leisten zu können, ist es notwendig, die 
jeweilige Lage in den Flucht- und Vertreibungsregionen stets neu und aktuell zu 
überprüfen und die entsprechenden Schlussfolgerungen zu treffen.  
Denn: Information, Aufklärung und verantwortungsvolle Beratung ist ein ganz 
wesentlicher Bestandteil unserer humanitären Konzeption und Praxis. Dafür benötigen 
wir selbst umfassende und authentische Informationen, um Menschen in Notlagen 
wirksam helfen zu können.

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
5 
 
2. Einordnung und Hintergründe der Kosovo-Informationsfahrt 
Anlass und Zielsetzung der Informationsfahrt  
Ausgangspunkt der Informationsfahrt in den Kosovo vom 04.06. –  10.06.2005 war eine 
Anfrage der Stadt Münster an AWO Bremerhaven/Heimgarten zur Zusammenarbeit bei 
der freiwilligen Rückkehr und humanitären Reintegration von Kosovo-Flüchtlingen. In 
Münster leben derzeit ca. 1.300 Roma, die seit den 1990er Jahren aus ihren 
Heimatregionen im Kosovo nach Deutschland geflüchtet sind. 
 
Für einen Teil dieser Flüchtlinge wird eine freiwillige Bereitschaft zur Rückkehr 
angenommen. Um hier konkret beratend und unterstützend tätig werden zu können, 
waren von der Stadt Münster aktuelle und authentische Informationen zu den 
Rückkehrmöglichkeiten speziell für Roma erwünscht und angefragt. Die Vor-Ort-
Recherchen sollten sich auf die Gebiete Lipjan/Janjevo und Kamenica konzentrieren.  
Mit diesen Maßgaben haben AWO Bremerhaven/Heimatgarten eine aktivitätenklärende 
Informationsfahrt mit Beteiligung der Stadt Münster (Sozialdezernat) und in Begleitung 
von 2 Roma als Augenzeugen und Vertreter der Zielgruppe durchgeführt. 
Die Informationsfahrt hatte im wesentlichen drei Zielsetzungen.  
1. Gemäß den Vorab-Informationen zu den Herkunftsorten der in Münster lebenden 
Roma sollten zwei potentielle Rückkehrregionen (Raum Lipjan und Kamenica) 
besucht werden, um authentische Einsichten und Einschätzungen der örtlichen 
Verhältnisse zu bekommen. Im Vordergrund hier: Gegenwartsbedingungen für 
interethnisches Zusammenleben zwischen den Bevölkerungsgruppen und hier 
insbesondere Einblicke in die Alltagsverhältnisse der dort lebenden Roma. 
2. Ergänzung der Vor-Ort-Informationen durch Hintergrundgespräche mit den im 
Kosovo tätigen internationalen Verwaltungs- und Hilfsorganisationen (UNMIK / 
UNHCR)  sowie mit der deutschen Vertretung (Deutsches Haus/Auswärtiges Amt).  
3. Gesamtklärung der grundlegenden Rahmenbedingungen und von örtlichen 
Ansatzpunkten für eine zukunftsschaffende Strategie der freiwilligen Rückkehr und 
humanitären Reintegration von Roma-Flüchtlingen an ihre Herkunftsorte. 
 
Der Bericht dokumentiert die situativen Eindrücke und Begegnungen dieser Reise. Er 
gibt ausschnitthafte Einblicke in die aktuell vorgefundenen Verhältnisse.  
In den Bericht eingebunden sind  
o eine bilanzierende Einschätzung der Alltagssituation und Rückkehrbedingungen für 
Roma in den aufgesuchten Gebieten 
o Mitschriften und Ergänzungsmaterialien aus den Vor-Ort-Gesprächen mit 
Kommunen, Minderheiten-Vertretern und internationalen Organisationen  
o eine nach den Stationen der Informationsfahrt gegliederte Fotodokumentation  
o sowie ergänzende Statusberichte und Materialien von UNHCR und OSCE zur 
aktuellen Lagebewertung. 
Die Reichweite der hier dokumentierten Informationen ist begrenzt: einmal wegen der 
regionalen Einschränkung auf die zwei aufgesuchten Gebiete, zum anderen wegen der,

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
6 
durch die Kürze des Aufenthalts, nur begrenzt möglich gewordenen Gespräche und 
Recherchen. Dennoch ist es auf Grundlage der hier zusammengestellten Informationen 
und Fakten möglich, die konkreten Rahmen- und Rückkehrbedingungen für die 
freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen und notwendige Indikatoren für aktive 
Integrationshilfen besser einschätzen zu können.  
 
Beteiligte 
Die Informationsfahrt wurde von der AWO-Bremerhaven / Heimatgarten, unterstützt vom 
AWO-Büro in Prizren und Abstimmung mit der Stadt Münster geplant, vorbereitet und 
durchgeführt. 
Beteiligte waren:
 
AWO-Bremerhaven  Fritz Schatschneider (Bremerhaven/Bielefeld) 
und Heimatgarten  Gisbert Brenneke (Bielefeld) 
 Stipe Miljkovic (Bremerhaven) 
  Armin Zeric  (Bremerhaven/Fahrer) 
 Fatmir Rexhaj  (AWO-Prizren) 
 
AWO-International Wolfgang Witt (Berlin) 
 
Stadt Münster Susanne Jostameling (Sozialderzernat) 
Fadil Mehmeti (Nationenvertreter / Roma) 
Iijemija Berisa (Roma-Vertreter aus Münster) 
 
 
Die Gruppe (von links nach rechts):  
Armin Zeric, Wolfgang Witt, Stipe Miljkovic, Fritz Schatschneider,  Iijemija Berisa,  Lothar Schäfer, 
Gisbert Brenneke, Fadil Mehmeti, Susanne Jostameling

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
7 
 
Zielorte und Regionen 
 
Legende 
         Erkundungsregionen 
         Ad-Hoc-Recherchen 
         Hintergrundgespräche 
         AWO-Büro

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
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Programm und Ablauf 
Das zwischen AWO und Stadt Münster abgestimmte Aufenthaltsprogramm mit den Vor-
Ort-Erkundungen und den verschiedenen Gesprächspartnern wurde nach Ankunft im 
Kosovo um weitere Stationen ergänzt.  
 
Bezogen auf die zunächst ausgewählten  Gebietsschwerpunkte Lipjan/Janjevo und 
Kamenica wurden seitens der Münsteraner Vertreter der ausdrückliche Wunsch 
geäußert, vorrangig auch das Gebiet rund um Pec aufzusuchen, da eine bedeutende 
Zahl der in Münster lebenden Roma von dort vertrieben worden sind. Um diesem 
Interesse zu entsprechen, wurde die Gruppe geteilt, so dass parallel zum Besuch in 
Kamenica zusätzlich die Region Pec erkundet werden konnte. 
 
Auf Wunsch des mitreisenden Roma-Vertreters, Herrn Berisha, wurde am Dienstag ein 
Ad-Hoc-Aufenthalt in Subotic/Obilic durchgeführt. Herr Berisha ist aus Subotic gebürtig 
und hat dort viele Jahre gelebt. Die Roma-Siedlung ist vollständig zerstört; einige der 
von dort vertriebenen Roma-Familien leben im Vertriebenencamp Plemetina. Zur 
Vergewisserung über die jetzigen Lebens- und Aufenthaltsbedingungen wurde ein 
Roma-Camp von der Gruppe aufgesucht. 
 
Gestützt auf die mehrjährigen Kontakte und Arbeitsbeziehungen der AWO-Bremerhaven 
wurden in Prizren ergänzende Gespräche mit Frau Verena Blickwede, Leiterin der HPD 
(Housing an Property Directorate) in Prizren und Herrn Lutz Henning von der Kosovo 
Trust Agency (KTA) zuständig für die Privatisierung ehemals staatlicher 
Wirtschaftsbetriebe geführt. Die KTA ist eine Abteilung der Euroäpischen Agentur für 
Wiederaufbau und zuständig für die Umsetzung der Privatisierung. Frau Blickwede war 
bis 2005 fünf Jahre für das UNHCR in Pristina tätig. 
Reiseablauf 
Samstag 
04.06.2005  
Sonntag 
05.06.2005 
ab 6:00 Uhr 
 
 
an 18:30 Uhr 
20:30 –  21:00 Uhr 
Abreise Bremerhaven/Münster/Bielefeld 
Übernachtung in Zagreb/Kroatien  
Ankunft in Prizren 
Besprechung in der Gruppe 
Montag 
06.06.2005 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
9:00 Uhr 
 
 
12:00 –  14:00 Uhr 
 
 
 
14:00 –  16:30 Uhr 
 
 
 
 
Gruppe 1 
Abfahrt von Prizren 
nach Kamenica (ca. 130 km) 
Gespräch in Kamenica mit 
Herrn Shaip Surdulli, Bürger-
meister; Frau Teuta Selimi, Büro 
für Rückkehrer; 
Vor-Ort-Erkundung (1) 
Roma-Wohngebiet in Kamenica 
Roma-Familien im Dorf 
Berivojce 
Abschlussgespräch m 
Gruppe 2 
Abfahrt von Prizren nach 
Pec (ca. 80 km)  
Vor-Ort-Erkundung (1a) 
Serbisches (Flüchtlings-
Aufnahme-) Kloster in 
Decane 
Besuche und ad-hoc-
Gespräche mit Roma, 
Aschkali und „Ägypter“ in 
der Roma-Siedlung von 
Pec

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
9 
 
 
16:30 –  17:30 Uhr it Frau Selimi, Herrn Idriz 
Kurteshi und Herrn Shaban 
Rexhepi (beide Roma-Büro der 
Gemeinde) 
Roma-Siedlung im Dorf 
Ljesawe  
 
Dienstag 
07.06.2005 
8:00 Uhr 
 
10:00 –  11:30 Uhr 
 
 
12:00 –  13:30 Uhr 
 
 
15:00 –  16:00 Uhr 
 
 
18:00 –  19:30 Uhr 
Abfahrt von Prizren nach Obilic/Subotic –  Pristina  
(Prizren -  Pristina ca. 75 km) 
Vor-Ort-Erkundung (2) 
Zerstörte Roma-Siedlung in Subotic 
Flüchtlingscamp in  Plementin 
UNHCR Headquarter Pristina 
Gespräch mit Frau Anne-Marie Messiaen 
Protection Officer / Head of Field Unit 
„Deutsches Haus“ (Verbindungsbüro AA) Pristina 
Gespräch mit Herrn Bernd Finke, stellv. Leiter des Referats 
Westlicher Balkan 
UNMIK Headquarter Pristina 
Gespräch mit Herrn Kilian Kleinschmidt, Abteilungsdirektor 
und Herrn Gianfranco Deremo 
beide: UNMIK-Office of Returns & Communities –  ORC) 
 
Mittwoch 
08.06.2005 
 
 
8.00 –  8.45 Uhr 
9:00 Uhr 
11:00 –  13:00 Uhr 
 
 
 
13:15 –  13:30 Uhr 
13:30 –  15:30 Uhr 
 
 
 
15:30 –  17:00 Uhr 
 
 
20:00 –  22.00 Uhr 
21:00 –  22.30 Uhr 
Gespräch mit Frau Verena Blickwede (UNMIK-HPD) 
Abfahrt von Prizren nach Lipjan –  Janjevo  (ca. 70 km) 
Gespräch in Lipjan  
mit Herrn Xhevat Olluri, Bürgermeister 
Herrn Xavier Blais, UNMIK-Ademinstrator 
Herr Sadik Avdiu, Minderheitenbüro 
Weiterfahrt nach Janjevo 
Gespräch Gemeindehaus Janjevo 
mit Herrn Halim Bikliqi, Bürgermeister 
Herrn Ismail Gradina, Roma-Präsident Janjevo/Lipjan 
Frau Oliga Gucic (Kroatische Minderheit 
Vor-Ort-Erkundung (3) 
Ortserkundung und 
Roma-Wohngebiet in Janjevo 
Abschlussbesprechung / Erstes Fazit 
Frau Verena Blickwede (Housing and Property Directorate) 
und Herrn Lutz Henning (beide UNMIK, Prizren) 
Donnerstag 
09.06.2005 
 
Freitag 
10.06.2005 
ab 9:00 Uhr 
 
 
 
an 18:00 Uhr 
Abreise Prizren 
Übernachtung in Zagreb/Kroatien 
 
 
Ankunft Münster / Bremerhaven

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
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3. Zusammenfassende Einschätzungen   
 
Seit den 1990er Jahren sind von den einst 150.000 im Kosovo ansässigen Roma und 
Aschkali rund 34.500 Männer, Frauen und Kinder als Flüchtlinge und Vertriebene nach 
Deutschland gelangt.  Nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (gfbv) waren 
dies 24.351 Roma, 8.197 Aschkali und 1.138 „Ägypter“. Allein im Raum Münster haben 
aktuell 1.300 Roma aus dem Kosovo Zuflucht gefunden. Es wird davon ausgegangen, 
dass ein Teil der dortigen Roma in ihre Herkunftsorte im Kosovo zurückkehren würde, 
wenn individuelle Sicherheit und existenzsichernde Aufenthaltsbedingungen gegeben 
sind. 
 
Der Beschluss der deutschen Innenministerkonferenz vom 24.Juni 2005, wonach die 
Abschiebung von in Deutschland lebenden Flüchtlingen und damit auch die Rückkehr 
von Minderheiten wie den Roma in den Kosovo wegen der dort verbesserten Standards 
zukünftig vermehrt möglich sein soll, hat die seit Jahren geführte politische Kontroverse 
um die tatsächliche Sicherheitslage von Roma und anderen Minderheiten aktuell neu 
angeheizt.  Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisationen kritisieren insbesondere, 
dass auch Zwangsabschiebungen von in Deutschland lebenden Flüchtlingen durch 
diesen Rahmenbeschluss politisch sanktioniert sind. Um so vehementer  fordern sie ein 
grundsätzliches Bleiberecht für Roma in Deutschland, weil sie die elementaren Schutz- 
und Sicherheitsinteressen im Kosovo nicht gewährleistet sehen. 
 
Die AWO-Bremerhaven und Heimatgarten haben bereits seit mehreren Jahren 
individuelle Maßnahmen der freiwilligen Rückkehr und humanitären Integration von 
Flüchtlingen in den Kosovo mit nachhaltigem Erfolg durchgeführt. Die im Juni 2005 
durchgeführte Informationsfahrt in potentielle  Rückkehrregionen im Kosovo war 
notwendig, um erweiterte Möglichkeiten und aktuelle Ansatzpunkte zu klären, mit denen 
das Konzept der freiwilligen und humanitär begleiteten Rückkehr für Roma an ihre 
Herkunftsorte im Kosovo überprüft und gemäß den dortigen Veränderungen 
weiterentwickelt werden kann.  
 
In der Bilanz dieser Reise können die wesentlichen Einschätzungen, Beobachtungen 
und Informationen wie folgt zusammengefasst werden: 
 
1. Es gibt keine absolute und allgemeingültig bestehende Sicherheit für Roma 
und andere Minderheiten 
Auch in 2005 gibt es keine absolute und uneingeschränkte Sicherheit im Kosovo. Die 
Lage von Minderheiten hat sich allenfalls beruhigt, wobei individuelle Risiken und 
kollektive Gefährdung durch jederzeit mögliche neue Gewaltausbrüche latent weiter 
fortbestehen. Dieser Gefährdungsgrad ist von Ort zu Ort unterschiedlich ausgeprägt. 
Generell gilt, dass in den Vertreibungsgebieten, in denen Roma-Siedlungen zerstört 
worden sind und gewaltsame Übergriffe auf Roma stattgefunden haben, umfassende 
Sicherheit und Bewegungsfreiheit derzeit nicht gegeben sind.  Soziale Aggressionen 
und ethnische Diskriminierung im Umgang mit Minderheiten sind dort weiterhin 
anzutreffen. Wesentliche Verbesserungsmaßnahmen für Roma sind noch nicht 
ausreichend erkennbar. Dies gilt beispielsweise für die Regionen Obilc und Pec.

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
11 
2. Multiethnische Kommunen bieten eine relative Sicherheit  
Roma in Lipjan/Janjevo und Kamenica sehen sich im  nachbarschaftlichen Wohnumfeld 
und im örtlichen Nahraum als prinzipiell sicher und geschützt. Diese Einschätzung 
betrifft allerdings lediglich den Faktor der Abwesenheit von direkter Gewalt, agressiver 
Bedrohung und ethnisch begründete Anfeindung. Hauptproblem hier ist die weiterhin 
fehlende individuelle Freizügigkeit und räumliche Bewegungsfreiheit für Roma. Dieser 
Umstand verstärkt die strukturelle Benachteiligung von Roma, in dem diese von 
wirtschaftlichen Betätigungsfeldern und außerörtlichen Arbeitsgelegenheiten infolge 
dieser räumlichen Isolierung weitgehend abgeschnitten sind. Die fehlende regionale 
Mobilität erschwert zudem den offenen Zugang zu den gesellschaftlichen Systemen –  
sei es im Bereich von Schule und Bildung, beim Arbeitsmarkt oder in der sozialen und 
gesundheitlichen Versorgung. 
 
 
3. Der wirtschaftliche Verfall hat die materielle Not und soziale Verelendung der 
Roma zusätzlich verschärft 
Die Arbeitslosigkeit im Kosovo liegt offiziell bei über 60 Prozent; die verdeckte 
Arbeitslosigkeit hinzugerechnet kann von 80 Prozent ausgegangen werden. 60 % der 
Familien sind ohne Arbeitseinkommen; Landwirtschaftliche Produktionen sichern 
oftmals nur den persönlichen Lebensunterhalt; es fehlen Arbeitsplätze und es fehlt an 
Krediten, um marktfähige Produktionen im gewerblichen Sektor neu aufbauen zu 
können; die stillgelegte und technisch verfallene Industrieproduktion wird an vielen 
Orten kaum wieder aufzubauen sein. Die wirtschaftliche Erneuerung und die 
Neuschaffung von Arbeitsmöglichkeiten ist noch wenig vorangekommen, konzentriert 
sich eher auf die städtischen Zentren und wird noch lange Zeit ein Hauptproblem in der 
Entwicklung sein. 
Die Lebens- und Alltagsbedingungen von Roma sind –  in Abhängigkeit zu den 
jeweiligen Aufenthaltsorten –  als durchaus unterschiedlich einzuschätzen. Zu 
unterscheiden ist hier insbesondere zwischen Roma, die in ihren weitgehend intakt 
gebliebenden und von Krieg, Gewalt und Zerstörung nicht oder wenig betroffenen 
Siedlungen wohnen und den Roma-Angehörigen die nunmehr seit Jahren unter 
menschenunwürdigen Alltagsverhältnissen in den Elendsquartieren und Barackenlagern 
der Flüchtlingscamps leben müssen. 
Die Roma im Kosovo (und übertragbar auf andere Balkanregionen) leben in  einer seit 
Generationen bestehenden sozialen Ausgrenzung. Aktuell befinden sich Kosovo-Roma 
in einer doppelten Zwangslage: Zum einen besteht das Problem aktueller 
Diskriminierung und Benachteiligung als Minderheit –  zum anderen setzt sich die 
strukturelle Benachteiligung mit der  „traditionellen“ Abdrängung der Roma in die 
untersten sozialen Schichten unter verschlechterten gesamtwirtschaftlichen und 
politischen Bedingungen fort.  Der ökonomische und soziale Verelendungsprozess hat 
sich für die Mehrheit der im Kosovo lebenden Roma vor allem als Folge der Krieges 
massiv weiter verschärft.  Ausgehend von den regional und sozial ungleich verteilten 
Standards gilt für die Mehrheit der Roma: Sie sind ärmer, sie wohnen schlechter und sie 
leben isolierter; sie finden weniger Zugänge zu Arbeit und Einkommen und es mangelt 
an Kleidung, Haushaltswaren und anderen Bedarfsgütern des täglichen Lebens.

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
12 
4. Fortschritte bei den Standards –  aber kein Durchbruch 
In der Sicherheits- und Gefährdungsanalyse für Minderheiten im Kosovo gehen die 
europäischen Staaten von aktuellen Fortschritten aus, nach denen sie die Rückkehr von 
Flüchtlingen für möglich und vertretbar ansehen. Sowohl UNMIK als auch UNHCR 
warnen demgegenüber vor einer ungeregelten Massenrückkehr von Auslands-
Flüchtlingen aus Deutschland und Europa in den Kosovo, weil damit die längst noch 
nicht gelösten Inlandsprobleme in allen Bereichen verstärkt und das Zusammenleben 
auch in den „Fortschrittsregionen“ negativ belastet würde.  
Nach ihrer Ansicht, können die gesellschaftlichen Systeme und die weiträumig 
fehlenden wirtschaftlichen und sozialen Strukturen keine zahlenmäßig erdrückende 
Rückkehr von außen verkraften. Dies umso weniger, als es bis heute nicht geschafft 
worden ist, die Situation der im Land lebenden Vertriebenen und Binnenflüchtlinge 
befriedigend zu lösen. Die erst jetzt in Gang gekommenen, schrittweisen Aktionen 
mehrerer Kommunen, z.B. das seit Jahren bestehende Flüchtlingscamp in Plementina 
aufzulösen und die Rückkehr der dort lebenden Roma und Aschkali an ihre 
Herkunftsorte zu organisieren, belegen diese Schwierigkeiten. Die Kommunen im 
Kosovo brauchen zeitliche Entwicklungsräume, um die Folgen von ethnischen 
Vertreibungen rückgängig zu machen und akzeptierte Formen für das interethnische 
Zusammenleben mit Minderheiten zu schaffen. Sie brauchen politische und 
wirtschaftliche Unterstützung, um die konfliktfreie und nachhaltige Reintegration von 
Minderheiten und Binnenflüchtlingen aus eigener Kraft zu bewerkstelligen.  Jede 
Massenrückkehr von Auslands-Flüchtlingen würde diesen sensiblen 
Erneuerungsprozess überfordern, weil Instrumente und Integrationskraft nicht 
ausreichend gegeben sind. 
 
5. Freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen als verantwortungsvoller Prozess  
Nach den übereinstimmenden Berichten der internationalen Kosovo-Administration und 
der vor Ort tätigen UN-Hilfsorganisation gelten die Gebiete Lipjan und Kamenica als 
„Sichere Regionen“, in denen sich das interethnische Zusammenleben mit den 
Minderheiten stärker als in anderen Städten und Gemeinden normalisiert hat. Die 
tatsächliche Sicherheitslage für Roma wie auch individuelle Bewegungsfreiheiten haben 
sich danach in beiden Kommunen weiter verbessert. 
Beide Städte -  Kamenica und Lipjan/Janjevo -  sind prinzipiell bereit, freiwillig 
rückkehrende Flüchtlinge aufzunehmen und Integrationshlfen zu leisten. Beide 
Kommunen verfügen über eine politische und verwaltungsmäßige Struktur zur 
Unterstützung von Rückkehrern. Die politischen Rahmenbedingungen sind in jeweiligen 
„Strategien für Rückkehrer“ festgelegt. Darin sind wesentliche Voraussetzungen –  u.a. 
die Bereitstellung von Wohnraum, die Klärung von Eigentums- und Besitzfragen, 
Möglichkeiten der sozialen Unterstützung zur Flankierung des Eingliederungsprozesses 
–  seitens der Kommunen beschrieben. Auf der Verwaltungsebene sind Minderheiten- 
und Rückkehrerbüros mit den Funktionen einer Anlauf- und Hilfsstelle für Rückkehrer 
eingerichtet worden, die mit den örtlichen UNMIK-Repräsentanten zusammenarbeiten. 
Wenngleich diese Maßnahmen und Instrumente in ihrer Wirkung und Reichweite nicht 
überschätzt werden dürfen, so besitzen diese doch Kernfunktionen für das örtlich 
benötigte Rückkehrmanagement im Verantwortungsbereich der Kommunen.

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
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6. Jede Rückkehr- und Integrationsmaßnahme für Flüchtlinge ist politisch und 
sozial sensibel 
Integrationsförderliche  Rückkehraktivitäten setzen voraus, dass diese in der Gemeinde 
(Politik, Bürgermeister, Minderheiten-Büros, NGO’s, Verwaltung), im Stadtbezirk bzw. 
am Wohnort bis hin zu den unmittelbaren (alten und neuen) Nachbarn vorbereitend 
geplant und abgestimmt sind. Die Einbettung in nachbarschaftliche Strukturen bietet 
immer auch einen gewissen Schutz bzw. vermeidet Aggressionen gegen Rückkehrer 
von außerhalb. Ebenso wichtig wie die Herstellung einer geschützten und sicheren 
Aufnahmesituation ist die Erhöhung von Toleranz- und Nicht-Aggressionsfähigkeit des 
Umfeldes. 
 
Maßnahmen der freiwilligen Rückkehr und humanitären Integration von Flüchtlingen 
müssen mit den Bedingungen vor Ort verzahnt sein. Maßnahmen sind dann effektiv und 
von nachhaltiger Wirkung, wenn die Rückkehr mit aktivierenden Impulsen für 
humanitäre und strukturelle Verbesserungen im Umfeld verbunden sind. Die finanzielle 
und materielle Privilegierung nur
 von Rückkehrern würde angesichts der weit 
verbreiteten Armut die Gefahr von sozialen Spannungen und neuer ethnischer 
Diskriminierung heraufsetzen. Denn: Wenn die Gesamtlage für alle 
Bevölkerungsgruppen schlecht ist, können alle Einzelmaßnahmen nur
 für Rückkehrer 
soziale Konflikte anheizen. Privilegierung Einzelner könnte insoweit neue Instabilität 
erzeugen. 
 
7. Rückkehraktivitäten ja –  aber vorbereitet, begleitet und vernetzt 
Sowohl UNMIK als auch UNHCR plädieren im Ergebnis für einen in jedem Fall 
behutsamen, begleiteten und vernetzten Prozess in der freiwilligen Rückkehr von 
Flüchtlingen aus Deutschland. 
So hält das UNHCR die freiwillige Rückkehr nur dann für möglich, wenn die konkreten 
Rückkehrverhältnisse umfassend vor Ort geprüft und der Reintegrationsprozess 
individuell vorbereitet und längerfristig begleitet werden kann. Insbesondere muss für 
die ausreichende Flankierung mit persönlichen Hilfen und sozial stützenden Aktivitäten 
gesorgt sein. (Frau Messiaen vom UNHCR in Pristina am 07.06.2005) 
UNMIK unterstützt Projekte zur freiwilligen Rückkehr von Flüchtlingen mit der 
Erwartung, dass diese mit einem Stabilitäts- und Entwicklungsfortschritt für den Kosovo 
verbunden sind.  UNMIK empfiehlt daher, Rückkehrprojekte und integrations-
unterstützende Hilfen mit den Strukturen und Bedarfen vor Ort so zu verklammern, dass 
eine echte win-win-Situation für alle entsteht.  Isolierte Einzelprojekte nützen dem 
Wiederaufbau eher wenig –  beeinträchtigen aber das fragile Gleichgewicht zwischen 
den Nationalitätengruppen. Es muss alles vermieden werden, was neues 
Konfliktpotenzial und damit die Gefahr lokaler Unruhen  befördern könnte. Von zentraler 
Bedeutung ist es, die vorhandene Balance zu erhalten.  
Die Rückkehr von Flüchtlingen aus Deutschland sollte derzeit nur in einem Maße 
stattfinden, wie dies die vorhanden schwachen Aufnahmekapazitäten konfliktfrei 
verkraften können. Umso wichtiger ist es, diese Kapazitäten jetzt zu stärken und weiter 
zu entwickeln. Hierfür wird mehr Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft 
gebraucht –  und vernetzte Projektinitiativen der im Kosovo engagierten 
Hilfsorganisationen. (Herr Kleinschmidt für UNMIK am 07.06.2005)

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
14 
 
4. Erste Schlussfolgerungen   
 
AWO-Bremerhaven und Heimatgarten werden das Konzept der freiwilligen Rückkehr 
und humanitären Reintegration von Flüchtlingen im Kosovo nach  dieser 
Informationsfahrt in einem entscheidenden Punkt weiterentwickeln: 
Die humanitären Hilfen für Rückkehrer (Wohnung/medizinische Versorgung/Beihilfen 
zum Lebensunterhalt) wollen wir stärker als bislang möglich mit Netzwerkprojekten in 
den Bereichen Wirtschafts- und Strukturförderung, Arbeitsbeschaffung, Sozial- und 
Gemeinwesenarbeiten, Verbesserung der arbeits- und wohnnahen Infrastruktur 
verklammern. Mit unseren Maßnahmen, wollen wir vermehrt Solidarprojekte auf den 
Weg bringen, mit denen ein Gesamtnutzen erreicht wird. 
 
Für die politische Stabilität, den sozialen und internethnischen Zusammenhalt aber auch 
für die wirtschaftliche Prosperität des Kosovo ist es von außerordentlicher Bedeutung, 
dass mittel- und langfristige Voraussetzungen und Strukturen entstehen, die 
normalisierte, gewaltfreie und nachbarschaftliche Beziehungen zwischen den Ethnien 
als tragfähige Kompromisse zwischen Mehrheit und Minderheit(en) ermöglichen. 
 
Die freiwillige, verantwortungsvoll begleitete Rückkehr und die humanitäre Integration 
von Flüchtlingen ist insoweit immer auch Teil einer regionalpolitischen Entwicklungs- 
und Stabilitätsstrategie durch konkrete Verbesserungen vor Ort und im Lebensumfeld 
der dort wohnenden Menschen.  
 
In diesem Prozess gilt es vor allem auch die politischen und gesellschaftlichen Kräfte zu 
stärken, die für das friedliche Zusammenleben der sozialen und ethnischen 
Bevölkerungsgruppen eintreten und damit Interesse an Fortschritten zur Stabilisierung 
der Verhältnisse beweisen.  Insoweit ist neben dem Aspekt der Freiwilligkeit jeder 
individuellen Rückkehrentscheidung immer auch der örtliche Zusammenhang und die 
dort mögliche Unterstützung zu berücksichtigen. 
 
Maßnahmen der freiwilligen Rückkehr von Angehörigen aus Minderheiten –  wie die von 
Roma-Familien –  müssen eingebettet sein in Verbesserungen für das soziale Umfeld. 
Dabei stehen natürlich politisch durchzusetzende Entscheidungen zum Schutz vor 
Gewalt, Sicherheit und neuer Diskriminierung obenan. Im Kern wird es aber zunehmend 
darum gehen müssen, die gesellschaftliche, soziale, kulturelle und ökonomische 
Gleichstellung und Integration dieser Minderheiten besser zu leisten. Hier können 
verantwortungsvoll vorbereitet und durchgeführte Anti-Diskriminierungs- und 
Integrations-Projekte für Roma mit Querschnittsbezügen zu den anderen 
Bevölkerungsgruppen regionale Brücken aufbauen.  
  
Neben der humanitären Hilfeleistung wollen wir örtliche und regionale Integrations-
Netzwerke aufbauen und unterstützen. 
 
Die Zielmarken für zukünftige Aktivitäten im Bereich der humanitären Flüchtlingshilfe für 
Kosovo-Flüchtlinge liegen damit auf mehreren, miteinander verknüpften Ebenen.

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
15 
Ø In erster Linie geht es um die humanitäre Aufgabe der verantwortungsvollen 
Rückkehrbegleitung und Reintegration von in Deutschland lebenden Flüchtlingen in 
den Kosovo. Diese freiwillige Rückkehr wird vor Ort zuverlässig vorbereitet und mit 
Aktivierungsmaßnahmen zur Selbst- und Gemeinschaftshilfe begleitet und 
längerfristig unterstützt. Für dieses Aufgabenspekktrum sind die individuellen 
Finanzhilfen (REAG / GARB) allein nicht ausreichend. 
Ø Es geht um die Verbesserung und Neuschaffung von Wirtschafts- und 
Arbeitsgelegenheiten im privaten und sozialen Sektor - sowohl für Rückkehrer 
als auch für die ortsansässige Bevölkerung 
Ø Damit verbunden geht es um die politische Verpflichtung der aufnehmenden 
Städte und Gemeinden, Flucht und Vertreibung rückgängig zu machen und die 
Reintegration von Flüchtlingen nicht nur zu akzeptieren, sondern darüber 
hinausgehend, materielle, soziale und administrative Hilfen im Rahmen der 
jeweiligen Möglichkeiten zu mobilisieren. Die Fähigkeit, freiwillig rückkehrende 
Flüchtlinge in die Vor-Ort-Gemeinschaften zu integrieren, ist ein wichtiger Maßstab 
für die Funktionsfähigkeit der gemeinschaftlichen Systeme im Zuständigkeits- und 
Regelungsbereich von Städten, Gemeinden und Landkreisen. 
Ø Und schließlich muss die begleitete Rückkehr von Flüchtlingen und deren 
Reintegration mit wirksamen Impulsen für Stabilität, Sicherheit, Daseins-
vorsorge und Zukunftsgestaltung verknüpft sein. Ziel und Ergebnis dieser 
Maßnahmen ist eine win-win-Situation –  und damit ein Nutzen für alle Beteiligten. 
 
Solcherart Nutzen kann beispielsweise dann entstehen, 
§ wenn die handwerklich gefertigen Produkte eines Rückkehrers von Geschäftsleuten 
in der Stadt/der Region vermarktet werden; 
§ wenn dieser Handwerker Jugendlichen eine Berufsausbildung (training on the job) 
anbieten kann; 
§ wenn die Sanierung zerstörten Wohnraums oder die Renovierung leerstehender 
Häuser in Form von Selbsthilfeprojekten, getragen von rückgekehrten Flüchtlingen 
und anderen, bereits vor Ort lebenden Wohnungssuchenden gemeinschaftlich 
organisiert und durchgeführt werden; 
§ wenn Verbesserungsmaßnahmen bei den medizinischen, ambulanten, sozialen, 
jugend- und altenpflegerischen Versorgungsstrukturen einem Dorf oder Stadtteil 
einen erfahrbaren Gesamtnutzen bringen; 
§ wenn einkommens- und arbeitsschaffende Maßnahmen zur Belebung der 
Wirtschaftstätigkeit beitragen und daraus im Einzelfall Allein- und Kleinstbetriebe 
entstehen; 
§ wenn in Deutschland erworbene Qualifikationen (Berufsfachliche Qualifikationen, 
Arbeitsfertigkeiten, Sprachkenntnisse u.a.m.) von rückgekehrten Flüchtlingen neue 
wirtschaftliche Aktivitäten stimulieren und Folgeeffekte schaffen.  
 
Diese beispielhafte Aufzählung von möglichen Ansatzpunkten mit 
Verbreiterungseffekten verdeutlicht: Jede Rückkehr- und Reintegrationsmaßnahme –  ob 
individuell oder kleingruppig durchgeführt –  verklammert humanitäre Starthilfen mit 
einem „Aktivierungsinstrument“  zur Mobilisierung von Selbsthilfe, Eigen- und 
Gemeinschaftsinitiativen.

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
16 
 
5. Vorschläge und Maßnahmen 
 
Die freiwillige Rückkehr und humanitäre Reintegration von Kosovo-
Flüchtlingen aus Deutschland braucht Strukturen und Rahmenbedingungen 
für den Erfolg dieser Maßnahmen. 
 
Grundvoraussetzung ist eine verantwortungsvolle Information, Beratung und 
Rückkehrvorbereitung von Flüchtlingen an ihren derzeitigen Aufenthaltsorten in 
Deutschland. Im Spektrum der Heimatgarten-Aktivitäten für Flüchtlinge aus dem 
Kosovo bestehen in mehreren Bundesländern inzwischen sehr gute Kontakte zu 
Kommunen und sozialen Facheinrichtungen. Ausgehend von der weiteren 
Zusammenarbeit mit der Stadt Münster bei der Information und Beratung von 
rückkehrwilligen Roma, wollen wir den Beratungs- und Hilfeansatz auf andere 
Kommunen und dort lebende Kosovo-Flüchtlinge ausweiten.  
 
Die Information und Beratung dieser Flüchtlinge muss bei positiver Entscheidung für 
die Rückkehr mit aktivierenden Maßnahmen für den Aufenthalt im Kosovo gezielt 
und abgestimmt auf die dortigen Möglichkeiten vorbereitet werden. 
Aus unserer Sicht notwendige Vorbereitungsmaßnahmen sind u.a.: 
o Die Klärung wirtschaftlicher und existenzschaffender Perspektiven 
(z.B. Kurse für Existenz- und Gründerberatung / Finanz- und Kreditwirtschaft / 
Buchführung und Wirtschaftlichkeitsrechnung etc.) 
o Berufliche Qualifizierung und Weiterbildung 
(z.B. EDV-Anwendungen / Handwerkliche Fertigkeiten / Modulausbildungen, 
Arbeitspraxis und training on the job in fachlichen Berufsfeldern) 
o Vorbereitende Sprachkurse in serbokroatisch / albanisch –  gerade auch für in 
Deutschland geborere/aufgewachsene Rückkehrer (Jugendliche) 
o Informationskurse zu den Rückkehrregionen, zu den Integrations- und 
Startbedingungen, zu Alltagssituationen,zur Perspektivenklärung)  
 
Ziel dieser und vergleichbarer Vorbereitungsmaßnahmen muss sein, dem 
Rückkehrer individuell verwertbare, an eigenen Wünschen und Perspektiven 
ausgerichtete und insoweit an die Verhältnisse in der konkreten Rückkehrregion 
optimal angepasste Startvoraussetzungen zu vermitteln.  
 
Damit dauerhafte Integrationswege möglich werden, müssen Aufnahmestrukturen 
vor Ort vorbereitet sein. Hierzu wollen wir eine „Integrationsstrategie“ mit 
vernetzten Projekten und Einzelmaßnahmen einleiten und schrittweise umsetzen. 
 
Aus dem nachfolgend genannten Spektrum von verzahnten Unterstützungsmaßnahmen 
wollen wir konkrete Erstmaßnahmen in den Gebieten Kamenica und Lipjan/Janjevo 
kurzfristig einleiten.

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
17 
Entscheidend für deren schrittweise Realisierung ist, 
(a) die Abgleichung mit den Perspektiven und Möglichkeiten rückkehrbereiter 
Flüchtlinge 
(b) die exakte Weiterplanung und Abstimmung mit den beteiligten Kommunen und 
(c) die finanzielle Basisförderung für realisierungstaugliche Maßnahmen durch 
nationale und europäische Zuwendungsgeber bzw. Förderprogramme 
 
Dies vorausgeschickt konzentrieren sich unsere Vorschläge auf folgende Bereiche: 
 
o Humanitäre Hilfen für Rückkehrer („private opportunities“) 
§ Übergangs-Wohnhaus („Haus des Vertrauens“) für Rückkehrer 
(in Kamenica und Lipjan) 
§ Arbeits- und existenzschaffende Maßnahmen (Kamenica, Lipjan, Janjevo) 
zeitlich befristete 1-Euro-Jobs / geförderte Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft 
(Investitionszuschüsse für Arbeitsplatzausrüstungen /Betriebe, die Arbeitsplätze 
für Rückkehrer schaffen, erhalten eine befristete Lohnkostenzuschüsse),  
§ Zuschüsse für soziale Erwerbsprojekte - für Gemeinwesen-Projekte 
§ Gesundheitliche Betreuung und medizinische Versorgung  
§ Administrative Unterstützung (Behörden, Dokumente, Urkunden) 
 
o Verbesserung der Wohn- und Siedlungsstruktur 
Selbsthilfe- und Gemeinschaftsaktivitäten in den Feldern: 
§ Gemeinschaftseinrichtung für Rückkeher  
(„Haus des Vertrauens“; s.o. Lipjan und Kamenica)  
§ Schaffung und Verbesserung menschenwürdiger Wohnbedingungen  
(angemessener Wohnraum, hygienische Bedingungen, Wohnumfeld, 
Zuwegungen), 
§ Erhaltungsmaßnahmen für vorhandene Wohnsubstanz 
(Bauliche und haustechnische Sanierung/Renovierung)  
§ Herrichtung freistehender Häuser und Wohnungen 
§ Modernisierung von Schulgebäuden und Gemeinschaftseinrichtungen 
(z.B. Gemeindehaus und Jugendzentrum in Janjevo) 
§ Maßnahmen zur Dorf- und Siedlungserneuerung (öffentliche Flächen und 
Anlagen, Gewässerschutz, Wegebau –  Kamenica, Lipjan, Janjevo) 
§ Wiederherstellung und/oder Modernisierung der versorgungstechnischen 
Infrastruktur –  Wasser, Abwasser, Elektrizität (Fremdaufträge an Kommunen / 
an Wirtschafts- und Versorgungsunternehmen –  insbesondere auch Janjevo) 
 
o Erneuerung der sozialen Infrastruktur 
§ Aufbau örtlicher Sozialstationen (ggf. Kooperation mit NGO’s und Fachdiensten) 
(Büro für Rückkehrer / Beratungsstelle / „charity shop“ für Kleidung, Kleingeräte, 
Mobiliar, Haushaltswaren -  Stützpunkte in Kamenica und Lipjan)

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
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§ Mobile Ambulanz zur medizinischen und sozialen Betreuung im ländlichen 
Gebiet (ggf. joint-venture mit Krakenhaus od. Gesundheitsdienst  -  insb. auch 
Landkreise Kamenica und Lipjan) 
§ Mobiler Pflegedienst für behinderte und alte Menschen  
(insbes. Landkreise, wie zuvor) 
§ Ausstattung und Inventar für Kindergärten, Schulen, öffentlichen und 
Gemeinschaftseinrichtungen (Kamenica, Lipjan, Janjevo) 
§ Mittelfristig: Umnutzung der Übergangswohnungen für Rückkehrer (siehe „Haus 
des Vertrauens“)  zu einer Altentages- und -Pflegeeinrichtung 
 
o  Aufbau von Wirtschafts- und Arbeitsgelegenheiten 
 (gilt prinzipiell für alle Rückkehrorte) 
§ Schaffung subventionierter Arbeitsplätze in Privatwirtschaft (befristete 
Arbeitsplatz- und Lohnkostenzuschüsse für Betriebe und Handwerker) 
§ Öffentliche, soziale und gemeinnützige Arbeit  
(1-Euro-Jobs mit zeitlicher Befristung / im Rotationsmodell)  
§ Mikrokredite und Zuschüsse für Existenzgründungen 
(handwerkliche und klein-/kleinstgewerbliche Gründungen) 
§ Trainingswerkstatt für Jugendliche zur Vermittlung von Qualifikationen und 
Arbeitsfertigkeiten in handwerklichen Berufen (Metall-, Bau- und 
Baunebenberufe; hierfür könnte die stillgelegte Metallfabrik in Janjevo teilweise 
umgenutzt werden) 
§ Ausbildungskurse in Kranken-, Pflege- und Sozialberufen (Kamenica und Lipjan) 
(ggf. gemeinsame Fachschule mit öffentlichen Schulen und NGO’s vor Ort) 
§ Soziale Erwerbsbetriebe „Bau“ und „Landwirtschaft“  
Baubereich (Baustoffe, Installationsmaterial, Baugerätschften) 
Landwirtschaftssektor (Gemüse- und Gartenbau zur Selbst- und 
Fremdvermarktung, Gewächshaus und Gartenwirtschaft) 
(Förderungsart: degressiv verlaufende jährliche Betriebskostenzuschüssen) 
 
o „Cultural Mainstreaming“ -Aktivitäten 
§ „Haus des Vertrauens“ (s.o. - in Lipjan und Kamenica) 
(als Kultur- und Begegnungshaus, Jugend- und Gemeindezentrum, 
Veranstaltungsforum, ggf. mit Querschnittseinrichtungen wie „Betreutes 
Wohnen“ für Waisen und/oder sozial schwierige Jugendliche und/oder für 
alleinstehende Alte) 
§ Internethnische Netzwerk-Organisation für Kultur- und Kunstschaffende - 
„Kultur-Cooperative“  (Ausstellungen, Lesungen, Theater, Folklore, 
Kunstgewerbe / in Verbindung mit „Haus des Vertrauens“ in Kamenica und 
Lipjan) 
§ Durchführung von transnationalen Jugendbegegnungen, Ausbildungs- und 
Praktikumsaufenthalten (Kamenica, Lipjan, Janjevo) 
Die vorstehenden Integrations- und Netzwerkprojekte können fortlaufend für andere 
Gebietsregionen angepasst und nach dort übertragen werden. Dabei können dann auch 
interregional kooperierende Partnerschaften und Netzwerke entstehen.

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
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S o f o r t p r o j e k t e 
 
Um  qualifizierte Maßnahmen für freiwillige Rückkehrer in den Kosovo  durchführen zu 
können, will die AWO-Bremerhaven/Heimatgarten zeitnah folgende Startprojekte 
verwirklichen: 
 
1. Qualifizierung und Verstetigung der institutionellen AWO-Strukturen vor Ort 
Mit dieser Zielsetzung wollen wir das provisorisch angelegte AWO-Büro in Prizren 
fachlich, personell und räumlich verbessern und eine kontinuierliche 
Betreuungspraxis für Rückkehrer implementieren. 
Eingehängt in das örtlich aufzubauende Rückkehr- und Integrationsmanagement 
für die Gebiete Kamenica und Lipjan und den dort durchzuführenden 
Einzelmaßnahmen wollen wir an diesen Orten gebietsregionale AWO-Stützpunkte 
aufbauen. Diese wollen wir räumlich und fachlich mit den dort vorgesehenen 
sozialen Diensten und Integrationsvorhaben verknüpfen. 
 
2. „Haus des Vertrauens“ in Kamenica und Lipjan als das Schlüsselprojekt für 
individuelle Rückkehr- und Integrationsaktivitäten 
Diese Einrichtung ist multifunktional ausgerichtet –  sie dient als 
Übergangswohnung für Rückkehrer, sie ist Begegnungs- und Kulturraum, sie 
fördert internethnisches Zusammenleben, sie bietet soziale Dienstleistungen und 
schafft Wohnmöglichkeiten für Bedürftige. 
Insbesondere ist das „Haus des Vertrauens“ eine notwendige Basisstation, damit 
Rückkehrer in stützenden Strukturen die Verwirklichung ihrer Vorhaben und 
Perspektiven (vor allem auch in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Erwerbstätigkeit) 
gestalten können.  
 
3. Baustofflager und Werkstatt  für die Sanierung, Modernisierung und 
haustechnische Instandsetzung von privatem Wohnraum 
Die Sicherstellung befriedigender, sicherer und privater Wohnmöglichkeiten ist ein 
Vorranginteresse von Rückkehrern in ihre alte/neue Heimat. In diesem 
Aufgabenfeld finden sich zugleich sinnvolle Betätigungsfelder mit Anreizen für 
Eigeninitiativen. Um hier helfend zu unterstützen, müssen Baumaterialien,  
Gebäudeinstallationstechnik und einfache Baugeräte ausreichend zur Verfügung 
stehen.  Vorgeschlagen wird die Errichtung eines zentralen Baustoff-Sammelagers, 
aus dem Materialien ausgegeben und kleinere Arbeiten in einer angegliederten 
Werkstatt selbst ausgeführt werden können. 
 Um die Effektivität, Mobilität und Wirksamkeit zu steigern, ist zudem an die 
Ausrüstung von zwei rollenden Werkstätten für den Bereich Sanitär/Elektro und 
Bausanierung/Innenausbau gedacht, damit ausgehend von der stationären 
Werkstatt auch in die Fläche hinein Fachleistungen zu erbringen.

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
20 
4. Aufbau eines beruflichen Trainingszentrums für junge Rückkehrer und Orts-
Jugendliche (aus allen Ethnien, ggf. auch mit quotierten Zugängen) 
Ziel dieser Maßnahme ist die Vermittlung von Qualifikationen und 
Arbeitsfertigkeiten mit verschiedenen Fachausrichtungen 
an örtlichen Stützpunkten für: 
§ handwerkliche Berufe  
 (Metall-, Bau- und Baunebenberufe - hierfür könnte die stillgelegte Metallfabrik 
 in Janjevo teilweise umgenutzt werden), 
§ kaufmännische und Verwaltungstätigkeiten  
 (ggf. Verbund-Qualifikationen mit Verwaltungen und Betrieben) 
§ kranken- und altenpflegerische Aufgaben  
 (ggf. mit örtlichen Facheinrichtungen) 
§ Medien, Kommunikation und Sprache 
 
 
5. Schaffung von privaten, sozialen und öffentlichen Arbeitsgelegenheiten für 
Rückkehrer und ortsansässig Arbeitslosen aus allen Bevölkerungsgruppen 
Förderung zusätzlicher Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft mit Lohnkosten- und 
Arbeitsplatzzuschüssen 
1-Euro-Jobs für soziale Erwerbsarbeit und kommunale Arbeitsgelegenheiten 
Mikrokredite und Darlehen für Existenzgründungen 
 
 
 
AWO-Bremerhaven / Heimatgarten werden in den nächsten Wochen an der 
Feinabstimmung dieser Planungen weiterarbeiten und für die notwendige 
Unterstützung und finanzielle Förderung dieser Aktivitäten werben.

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
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6. Berichte 
 
6.1. Informationsgespräche 
 
 
Dienstag, 07.06.2005  Pristina 
12.00 –  13.15 Uhr  UNHCR –  Headquarter 
    United Nations High Commissioner For Refugees 
Teilnehmer/innen: Fritz Schatschneider / Gisbert Brenneke / Stipe 
Miljkovic / Armin Zeric (AWO-Bremerhaven/ 
Heimatgarten) / Fatmir Rexhaj (AWO-Prizren) 
Wolfgang Witt (AWO-International) 
Susanne Jostameling / Fadil Mehmeti / Iijemija Berisa 
(Stadt Münster / Roma-Vertreter aus Münster) 
Gesprächspartnerin:  Anne-Marie Messiaen 
Protection Officer 
Head of Field Unit   
            
 
Gegenstand des Gesprächs: Aktuelle Einschätzung der Schutzfaktoren und 
Sicherheitslage für freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen (Minderheiten Roma und 
andere) in den Kosovo. 
 
Im 6. Nachkriegsjahr 2005 wird die allgemeine politische Situation auch in Fragen 
individueller Sicherheit aller hier lebenden Bevölkerungsgruppen als relativ verbessert 
eingeschätzt. Dennoch: für Minderheiten (wie Roma) existiert auch heute noch keine 
absolute und uneingeschränkte Sicherheit.  
Die für das UNHCR grundlegenden Rahmenbedingungen für rückkehrende Flüchtlinge 
sind insbesondere: 
o Gewährleistung der persönlichen Schutzinteressen und individueller Sicherheit 
o Minimierung von Diskriminierung und von Gewaltrisiken im Zusammenleben mit  
der albanischen Bevölkerungsmehrheit 
o Sicherstellung der zumindest örtlich/regional gegebenen, individuellen Freizügigkeit 
und Bewegungsfreiheit 
 
Diese individuellen Sicherheitsfaktoren sind hauptsächliche Kriterien für 
Rückkehrmöglichkeiten in der Lagebewertung des UNHCR. Auf die ökonomisch und 
sozial desolaten Verhältnisse als eine latente Ursache für ethnisch begründete 
Diskrimierung und Gewalt kann das UNHCR keinen Einfluss nehmen. Insoweit verfolgt 
das UNHCR im Kosovo einen in erster Linie humanitären Auftrag.

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
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Basiseinschätzungen zur Situation von Minderheiten 
 
Für die Ashkali-Minderheit gilt lt. UNHCR u.a., dass diese 
o In eigenen Territorien wohnhaft und beheimatet waren, 
o weil albanisch sprechend, besser integriert waren (als bspw. Roma) 
o sich nach der Rückkehr wesentlich freier bewegen können 
o eine insgesamt bessere Grundversorgung im Alltagsleben erhalten. 
 
Für die im Kosovo lebenden Roma triftt das UNHCR die Einschätzung, dass diese 
o Kaum oder gar nicht in die albanische Mehrheitsgesellschaft integriert sind 
o Wegen ihrer serbo-kroatischen Sprache weitaus umfassender diskriminiert sind 
o Überwiegend außerhalb und am Rande der städtischen/dörflichen 
Siedlungszentren leben 
o In sehr viel geringerer Zahl in den Kosovo zurückkommen. 
 
Im zentralen Punkt der persönlichen Sicherheit und Bewegungsfreiheit hat das UNHCR 
die Einschätzung, dass sich die Aufenthaltssituation für Roma an einzelnen Orten zwar 
verbessert hat –  wirkliche Sicherheit und garantierter Schutz insgesamt immer noch 
nicht gegeben ist. Flüchtlinge, die zurückgekehrt sind, leiden unter Angst vor neuen 
gewaltsamen Übergriffen.  Vom Ziel einer ungehinderten, angstfreien und echten 
Bewegungsfreiheit für Roma (und andere Minderheiten) ist der Kosovo noch weit 
entfernt. Das UNHCR selbst kann diese notwendige, jederzeitige Sicherheit nicht 
gewährleisten. Jede Rückkehrmaßnahme von Roma in den Kosovo muss diese fragile 
Sicherheitslage im Einzelfall mit berücksichtigen. 
 
In Anbetracht dieser Gesamtlage hält das UNHCR die freiwillige Rückkehr nur dann für 
möglich, wenn die konkreten Rückkehrverhältnisse umfassend vor Ort geprüft und der 
Re-Integrationsprozess individuell vorbereitet und längerfristig begleitet werden kann. 
Insbesondere muss für die ausreichende Flankierung mit persönlichen Hilfen und sozial 
stützenden Aktivitäten gesorgt sein. 
 
Das UNHCR kann im Zusammenwirken mit verschiedenen internationalen NGO’s (u.a. 
aus Dänemark, aus den USA) finanzielle und materielle Starthilfen für längstens 3 
Monate bereitstellen. Längerfristige Hilfen und kontinuierliche Begleitung von bis zu 2 
Jahren –  wie von AWO-BV/Heimatgarten praktiziert –  können vom UNHCR nicht 
umgesetzt werden.  Diese werden jedoch als absolut notwendig und hochwirksam 
unterstützt. 
 
Zu den Aufgaben des UNHCR im Kosovo 
 
Derzeitige Hauptaufgaben sind u.a. 
o Die Rückkehrbegleitung von Flüchtlingen in Zusammenarbeit mit internationalen 
NGO’s 
o Die Vernetzung von Hilfsorganisationen und Unterstützergruppen  
o Institutionelle Unterstützungen, z.B. bei der Wiederbeschaffung von Dokumenten 
oder bei der Vermittlung von Sozialleistungen

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
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o Unterstützung von Modellprojekten, z.B. das Projekt KWI (Kosovo-Women-
Initiative) 
o Organisierung von Schutzprojekten (protection projects) für Minderheiten 
o Förderung von Maßnahmen zur Gewaltprävention / Aufklärungs- und Trainings-
maßnahmen gegen sexuelle Gewalt 
o Unterstützung beim Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen, z.B. Fortbildungen für 
Verwaltungspersonal, für Polizei 
o Ausbildung von Schutzbeauftragten 
o Erstellung der Minderheiten-Berichte für das UNHCR („Lage- und 
Fortschrittsberichte“) 
 
Zivilgesellschaftliche Strukturen 
 
Auf Nachfrage bestätigt die UNHCR-Vertreterin, dass in jüngster Zeit keine 
alarmierenden Konflikte und Zusammenstöße zwischen Roma und der Albaner-
Mehrheit stattgefunden haben. Abgesehen von ganz wenigen (bekannten!) Einzelfällen 
wird die Gesamtlage derzeit als ruhig eingeschätzt. 
Die Zusammenarbeit des UNHCR mit den in allen Kommunen eingerichteten 
Minderheiten- und Rückkehrerbüros wird insgesamt als eher unbefriedigend 
eingeschätzt. Beklagt wird die unzureichende Unterstützung aus den Kommunen für das 
UNHCR. Die Minderheitenbüros besitzen danach wenig Einfluss auf die 
Entscheidungen in den Kommunen. Die albanischen Mehrheiten in Politik und 
Verwaltungen zeigen zudem wenig Interesse, Informationen an das UNHCR zu geben. 
Folglich kann das UNHCR auch wenig zu praktischen Fortschritten, zu konkreten 
Erfolgen und Rückschlägen in den Entwicklungen vor Ort berichten. 
Für das Gebiet Pristina kann die UNHCR-Vertreterin  (weil hier regional zuständig) 
berichten, dass die Kommune nur wenig Interesse hat, Rückkehrer/innen zu 
unterstützen. UNHCR empfiehlt, unmittelbare Kontakte zu den jeweiligen Städten und 
Gemeinden zu knüpfen und alle Klärungen und Absprachen direkt vor Ort zu treffen. 
 
Situation von Roma am Beispiel Obilic (bei Pristina) 
 
Angesprochen auf die Vertreibung von Roma-Familien aus Obilic und dem derzeitigen 
Aufenthalt unter menschenunwürdigen, verelendeten Bedingungen in außerhalb 
gelegenen „Camps“ ist das UNHCR um Lösung und Verbesserung bemüht. Ziel ist es, 
das Camp zu schließen und für  akzeptable Wohnbedingungen zu sorgen. Es ist 
angestrebt, die etwa 140 Familien (displaced persons) an ihre früheren Wohnorte 
zurückzubringen. Für die im Krieg zerstörte Roma-Siedlung mitten im Dorfgebiet von 
Obilic gibt es keine aktuell verfolgten Lösungen. 
 
 
 
(Pristina, 07.Juni 2005)

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
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Dienstag, 07.06.2005  P r i s t i n a 
18.00 –  19.30 Uhr  UNMIK –  Headquarter 
    (United Nations Interim Administration Mission in Kosovo) 
Teilnehmer/innen: Fritz Schatschneider / Gisbert Brenneke (AWO-
Bremerhaven/ Heimatgarten) / Fatmir Rexhaj (AWO-
Prizren) 
Wolfgang Witt (AWO-International) 
    Susanne Jostameling (Stadt Münster) 
Fadil Mehmeti (Stadt Münster / Roma) 
Gesprächspartner/innen: Kilian Kleinschmidt, Abteilungsdirektor 
    Gianfranco Deremo 
    (beide: UNMIK-Office of Returns & Communities –  ORC) 
 
            
 
Aktuelle Einschätzung der Situation und der  Rückkehrmöglichkeiten für 
Flüchtlinge in den Kosovo 
 
Nach UNMIK-Einschätzugen leisten die EU-Mitgliedstaaten viel zu wenig konkrete 
Hilfen für Kosovo-Rückehrer/innen. Es gibt nur sehr wenig Projekte, die freiwillige 
Rückkehr organisieren und verantwortungsvoll unterstützen. Insoweit begrüßt Herr 
Kleinschmidt die vorgestellte Initiative der AWO-BV/Heimatgarten. In diesem 
Zusammenhang warnt Herr Kleinschmidt vor einer Politik der unvorbereiteten, schnellen 
Abschiebung von Flüchtlingen in den Kosovo. Es gibt derzeit keinerlei Möglichkeiten, 
binnen einer Woche an frühere Aufenthaltsorte im Kosovo zurückzukehren. Es fehlen 
derzeit immer noch die wichtigsten Voraussetzungen –  wie ausreichender Wohnraum, 
eine funktionierende Infrastruktur und die für Integration erforderlichen 
gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Systeme. Es reiche nicht aus –  „nur“ 
Einmalhilfen z.B. 15.000 € für den Hausbau –  weiterzugeben.  Finanzielle Start- und 
Aufbauhilfen müssen den vorhandenen Strukturen und Verhältnissen angepasst sein. 
So sei es außerordentlich wichtig, integrierte Aktionen zu unterstützen. Beispiel 
Wohnraumversorgung: statt prioritär den Neubau von Häusern anzuregen sollten 
existierender Wohnraum –  wie die Nutzung der oft leerstehenden 2. Etagen in 
halbfertigen Häusern –  besser genutzt werden. Dazu ist es erforderlich, private und 
öffentliche Mietprogramme zu installieren. 
 
Bezogen auf die aktuelle Situation von Rückkehrern/innen im Kosovo bestehen aus 
UNMIK-Sicht zwei große Problemfelder: 
o Zum einen die Angst vor Aggressionen im Alltag und vor neuer Gewalt –  gerade bei 
den Minderheiten 
o Zum Anderen die desolate Gesamtsituation mit fehlenden Wirtschaftsaktivitäten 
und nicht ausreichenden Arbeitsmöglichkeiten.

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
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Die Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen und Systeme ist zentral davon geprägt, 
dass diese beiden Faktorbereiche nachhaltig verbessert werden können. 
UNMIK unterstützt Projekte zur freiwilligen Rückkehr von Flüchtlingen –  kritisiert 
allerdings die, im internationalen Maßstab praktizierte Übergewichtung von Initiativen 
und Hilfsmaßnahmen „nur für Minderheiten“.  Der Focus der internationalen  Hilfen 
richtet sich demnach in vielen Gemeinden auf die vorrangige, oftmals auch isolierte, 
Verbesserung der Alltags- und Einkommenssituationen für ethnische Minderheiten in 
gemischten Siedlungsgemeinschaften. Dies verstärkt Vorbehalte in der Bevölkerung 
(„Wenn ich zur Mehrheit gehöre und nicht zu einer Minderheit zähle –  dann bekomme 
ich eben manchmal keine Kuh“). Solcherart „Bevorzugung“ fördert „Sozialneid“, verstärkt 
latente Vorbehalte und erschwert das Ziel eines „friedlichen Zusammenlebens 
verschiedener Ethnien“. 
 
Nach UNMIK-Einschätzung der Gesamtsituation ist der Kosovo heute noch nicht in der 
Lage, die Massenrückkehr von Flüchtlingen ökonomisch, sozial und politisch zu 
verkraften. Die hierfür notwendigen Voraussetzungen, Systeme und 
Integrationsstrukturen sind noch nicht ausreichend vorhanden. Aus diesem Grund warnt 
UNMIK vor Zwangsabschiebungen der Aufnahmeländer von Flüchtlingen zum jetzigen 
Zeitpunkt. UNMIK wird diese Grundposition gegenüber den Innenministern der EU-
Länder, die Ende Juni 2005 in Pristina zusammen kommen, ausdrücklich bekräftigen.  
UNMIK vertritt die Auffassung, dass die erforderlichen Systeme in der Wirtschaft, beim 
Arbeitsmarkt, in der Bildung, im Sozial- und Gemeinwesen erst ausreichend entwickelt 
sein müssen, um nachfolgend die Rückkehr und Reintegration für größere Zahlen von 
Flüchtlingen zu ermöglichen.  
 
Deshalb sei es wichtig, jetzt die notwendigen Signale auszusenden:  
o an die politisch Verantwortlichen im und für den Kosovo, diese Integrationssysteme 
zu schaffen und  
o an die im Ausland lebenden Flüchtlinge, sich vorzubereiten und an persönlichen 
Rückkehrperspektiven zu arbeiten. 
 
 
Konzepte und Strategien für den Kosovo 
 
Die soziale, wirtschaftlich und multiethnisch verträgliche Entwicklung im Kosovo kann für 
UNMIK nur mit den Städten und Gemeinden gemeinsam organisiert und aufgebaut 
werden. Statt der Vorrangförderung von „Leuchtturmprojekten“ für Minderheiten setzt 
UNMIK auf „opportunities“ in den Gemeinden, zum Beispiel durch Schaffung von 
kleineren Gewerbeprojekten, durch Unterstützung von Kleininvestments in die lokale 
Infrastruktur, durch Maßnahmen zur Stärkung der Wirtschafts- und Beschäftigungskraft 
in den Gemeinden –  durch Einbeziehung lokaler Geschäftsleute, die Aufbaukapital 
beisteuern können.  Insoweit sind breit angelegte und in den Kommunen verankerte 
Strukturprojekte anzuregen, die einen Gesamtnutzen für alle Bevölkerungsteile –  
Mehrheit wie Minderheiten –  erbringen. Solcherart win-win-Situationen sind erforderlich, 
um friedliche Aufbauleistungen in Gang zu bringen.

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
26 
UNMIK setzt deshalb auf grundlegende Aktivierungsstrategien mit Einbindung und 
Beteiligung der Kommunen.  
 
Als Elemente dieser Strategien werden genannt: 
o Besseres Informationsmanagement für Städte und Gemeinden 
o Entwicklung eines Handlungskonzepts gemeinsam mit IOM als Hilfestellung für die 
allenorts eingerichteten (UNMIK-) Return Offices, um Strukturbildung und Projekte 
vor Ort anzustoßen 
o Konzepte und Hilfen zur Lösung zentraler Probleme –  zum Beispiel im Bereich der 
Wohnungswirtschaft; hier bspw. durch Schaffung von Wohnheimen, Förderung von 
Wohngemeinschaften, Erschließung von neuem Bauland, Erbpachtmodelle, 
öffentlich nutzbare Vermietungsformen für leerstehende Wohnungen; möglich seien 
„public-private-partnership-projekte durch privat finanzierten und öffentlich 
genutzten Wohnraum. Von den Gemeinden vermietetet Wohnraum führe 
mittelfristig zu Mieteinnahmen, mit denen die Finanz- und damit Gestaltungskraft 
der Gemeinden verstärkt wird.  
Der von UNMIK erwartete Zusatznutzen: Wo Geld für Investitionen und 
Strukturaufbau in die Kommunen fließt –  haben alle was davon (als Handwerker, 
als Unternehmen, als Geschäftsleute, als Wohnungssuchende ...) 
 
 
Chancen und Bewertung der freiwilligen Rückkehr von (Roma-) Flüchtlingen 
 
UNMIK verfügt über detaillierte Informationen zur Situation in den Städten und 
Teilregionen –  u.a. über zwei Reports für die von AWO angedachten Rückkehrregionen 
Kamenica und Lipjan/Janjewo. Für konkrete Einzelmaßnahmen empfiehlt UNMIK 
unbedingt, diese in den Details mit den lokalen UNMIK-Repräsentanten in den 
Gemeinden abzustimmen (municipal community officer und municipal return officer). 
Außerordentlich ratsam sei es, offizielle Informationen der politischen Vertreter und 
Gremien vor Ort immer auch zu prüfen. 
UNMIK empfiehlt, Rückkehrprojekte und integrationsunterstützende Hilfen mit den 
Strukturen und Bedarfen vor Ort so zu verklammern, dass eine echte win-win-Situation 
für alle entsteht.  Isolierte Einzelprojekte nützen dem Wiederaufbau eher wenig –  
beeinträchtigen aber das fragile Gleichgewicht zwischen gemischten 
Bevölkerungsgruppen. Es muss alles vermieden werden, was neues Konfliktpotenzial 
und damit die Gefahr lokaler Unruhen  befördern könnte. 
Von zentraler Bedeutung ist es, die vorhandene Balance zu erhalten. Wenn z.B. in 
Verbindung mit der Rückkehr von 45 Familien 1,5 Mio. € zur Verfügung ständen, dann 
sollte der Großteil der Mittel für Investitionen in die örtliche Infrastruktur und „balance-
Maßnahmen“ eingesetzt werden und nur ein wesentlich geringerer Teil für direkte, 
einkommensschaffende Hilfen. 
 
Fazit / Verbleib 
 
UNMIK ist bereit, an der begleitenden Durchführung von Maßnahmen zur freiwilligen 
Rückkehr von Flüchtlingen und zur humanitären Integration mitzuwirken. Die 
Empfehlung geht dahin, dass –  bezogen auf die weiterhin sensible Lage im Kosovo –

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
27 
verantwortungsvoll mit Rückkehrerinnen/Rückkehrern umgegangen wird. 
Wünschenswert ist es, nachhaltig wirkende Initiativen zur Neuschaffung der 
integrationsförderlichen sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Systeme auf 
den Weg gebracht werden. Die Rückkehr von Flüchtlingen sollte derzeit nur in einem 
Maße stattfinden, wie dies die vorhanden schwachen Aufnahmekapazitäten konfliktfrei 
verkraften können. Umso wichtiger ist es, diese Kapazitäten jetzt zu stärken und weiter 
zu entwickeln. Hierfür wird mehr Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft 
gebraucht –  und konkrete Unterstützungsprojekte. 
 
Verbunden mit diesen Ausrichtungen begrüßt UNMIK die AWO Bremerhaven-
Projektinitiative. Herr Kleinschmidt weist darauf hin, dass die AWO-Delegation die erste 
deutsche Gruppe ist, die in Fragen der Flüchtlingshilfe unmittelbaren Kontakt mit UNMIK 
aufgenommen hat. Der jetzt begonnene Gesprächskontakt soll aufrecht erhalten 
werden. Die UNMIK-Vertreter werden bei der Zusammenkunft mit den europäischen 
Länder-Innenministern Ende Juni 2005 ausdrücklich auf die AWO-Initiative als ein für 
den Kosovo passendes Projekt hinweisen. 
 
 
 
(Pristina, 07.06.2005)

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28 
Dienstag, 07.06.2005  Pristina 
15.00 –  15.45 Uhr  „Deutsches Haus“  
(Verbindungsbüro der BR Deutschland im Kosovo) 
Teilnehmer/innen: Fritz Schatschneider / Gisbert Brenneke (AWO-
Bremerhaven/ Heimatgarten) 
Wolfgang Witt (AWO-International) 
    Susanne Jostameling (Stadt Münster) 
Fadil Mehmeti (Stadt Münster / Roma) 
Gesprächspartner:  Bernd Finke, Auswärtiges Amt 
Stellvertretender Leiter des Referats Westlicher Balkan 
     
            
 
Zur Situationseinschätzung durch das Auswärtige Amt 
Herr Finke bekräftigt die Grundsatzposition von AA und BMI zur Asyl- und 
Flüchtlingsproblematik und hier insbesondere auch den Grundsatz: keine 
Zwangsabschiebung von Flüchtlingen aus ethnischen Minderheitengruppen in 
ungeklärte Krisenregionen. 
 
Bezogen auf die aktuelle Situation im Kosovo vertritt das deutsche Verbindungsbüro 
u.a. folgende zentrale Einschätzungen: 
Persönliche Sicherheit 
Es gibt keine eindeutige, zweifelsfreie und regional gültige Sicherheitslage für 
Gesamtkosovo. Die individuelle Sicherheit von Rückkehrern/innen muss jeweils von 
Kommune zu Kommune und damit ortsspezifisch bewertet werden. Insgesamt teilt das 
Deutsche Haus die Einschätzung des UN, dass mehr tatsächliche Sicherheit für 
Minderheiten gegeben ist, als die Wahrnehmung dieser Sicherheit durch die Betroffenen 
selbst („Gefühlte Unsicherheit“!) Ethnisch begründete Übergriffe auf Roma und ande re 
Gruppen seien äußerst selten. Das Deutsche Haus will nicht einschätzen, ob mehr 
Konfliktpotenzial entsteht, wenn Flüchtlinge aus ethnischen Minderheiten in den Kosovo 
zurückkehren. Bislang sei ein solch „kritischer Punkt“ nicht zu erkennen, da zu wenige 
Rückkehrer/innen von Roma und anderen im Kosovo angekommen sind. 
 
Wirtschaftliche und soziale Lage 
Der wirtschaftlich desolate Zustand mit fehlenden Arbeitsplätzen, nicht ausreichenden 
Beschäftigungsmöglichkeiten (Arbeitslosigkeit über 70 Prozent) und fehlender 
Wirtschaftstätigkeit  und die daraus resultierende soziale und politische Destabilisierung 
sei das Hauptproblem Nr. 1 –  weitaus wichtiger als die aktuelle Schutz- und 
Sicherheitslage.  Die Reorganisation der wirtschaftlichen und sozialen Systeme im 
Kosovo müsse das vorrangige Aktionsfeld der internationalen Politik sein. Insoweit teilt 
das Deutsche Haus die entsprechenden Einschätzungen der UNMIK und der UNMIK-
Vertreter in den Städten und Gemeinden.

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Freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen 
Das Deutsche Haus unterstützt das Modell eines multi-ethnischen Kosovo. Für dieses 
Konzept ist die freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen aus den Minderheitengruppen eine 
wichtige Voraussetzung. Der AWO-Ansatz, freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen 
längerfristig zu begleiten und mit konkreten Unterstützungs-„Projekten“ eine nachhaltig 
wirkende Integration zu leisten, wird ausdrücklich unterstützt. Übereinstimmung besteht 
darin, dass befriedigende lebensräumliche Rahmenbedingungen vor Ort geschaffen 
bzw. unterstützt werden müssen, damit erfolgreiche Integration geschafft wird. 
Insoweit wird den Konkretansätzen für eine freiwillige, begleitete Rückkehr und 
humanitäre Integration von Roma und anderen Rückkehrwilligen Vorrang gegenüber 
etwaigen Zwangsabschiebungen eingeräumt. 
Für die Beteiligten besteht ein zeitlich und politisch enger Gestaltungskorridor mit den 
Eckpfeilern „Freiwillige und verantwortungsvolle Flüchtlingsrückkehr“ mit gestaltbarer 
Integrationspraxis vor Ort und „Zwangsabschiebungen ohne Gestaltungsumfeld“.  
 
Interventionen 
Re-Integrationshilfen in humanitären und damit auch existenzsichernden / 
existenzschaffenden Feldern können vom AA aus Mitteln des Stabilitätspaktes 
unterstützt werden. Hier stehen in 2005 ca. 40 Mio. € für Interventionen im westlichen 
Balkan zur Verfügung. Dieser Mittelansatz kann ggf. mit Drittmitteln aus dem BMZ / dem 
BWA aufgestockt werden. Für das AA ist der Kosovo Förderschwerpunkt bei der 
Verwendung dieser Mittel. Entsprechend werden den Kosovo-Hilfs- und 
Aufbaumaßnahmen Priorität eingeräumt. 
Vor diesem Hintergrund wird das AA Rückkehr- und Re-Integrationsmaßahmen 
finanziell unterstützen, wenn Rückkehrbereitschaften von in Deutschland lebenden 
Roma und anderen Flüchtlingen gegeben sind. Angeregt werden konkrete Vorhaben, 
mit denen eine bessere „Magnetwirkung“ zur freiwilligen Rückkehr von Flüchtlingen 
erreicht werden kann. 
 
Ergebnisse 
Das Deutsche Haus/AA sichert Unterstützung für das von AWO-Bremerhaven / 
Heimatgarten skizzierte humanitäre „Stützpunktprojekt“ in ausgewählten Stadtgebieten 
und Gemeinden (zur Zeit Kamenica und das Gebiet Lipjane/Janjewo) zu. Die finanzielle 
Förderung für „Integrationsprojekte“ mit individuellen und infrastrukturellen Elementen 
kann aus Mitteln des Stabilitätspaktes erfolgen. Ein entsprechender Förderantrag sollte 
dann bis Spätsommer gestellt werden. Das Deutsche Haus würde diesen Antrag 
befürworten und unterstützen. 
 
 
(Pristina, 07.06.2005)

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Informationsgespräche in Pristina und Prizren 
 
 
 
 
UNHCR Pristina am 07.06.2005 
Im Gespräch mit Frau Anne-Marie Messiaen (rechts) vom UNHCR: Fadil  Mehmeti  
und Susanne Jostameling (beide aus Münster ) 
 
 
 
“Deutsches Haus” (Verbindungsbüro des Auswärtigen Amtes im Kosovo) in  Pristina am 07.06.2005 
Von rechts nach links: Herr Bernd Finke vom Auswärtigen Amt, Fritz Schatschneider  
(Heimatgarten) und Fadil Mehmeti (Nationenvertreter Stadt Münster)  
UNHCR 
Deutsches 
Haus

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UNMIK –  Headquarter in  Pristina am 07.06.2005 
Informationsgespräch mit Herrn Kilian Kleinschmidt (3. von links)  
und Herrn Gianfranco Deremo (im Hintergrund, 2. von rechts) 
 
 
 
 
Prizren am 08.06.2005 
Gemeinsames Auswertungsgespräch mit Verena Blickwede (HPD / UNMIK, 3. v. links) und 
Herrn  Lutz Henning (Büro für Privatisierung, KTA / UNMIK, 4.v. links)  
 
UNMIK 
PRIZREN

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32 
 
6.2. Vor-Ort-Erkundungen 
 
Montag, 06.06.2005  Kamenica     
12.00 –  14.00 Uhr  Rathaus (Gespräch) 
14.00 –  16.30 Uhr  Wohnsiedlung Roma 
16.30 –  17.30 Uhr  Abschlussgespräch (Frau Selimi) 
Teilnehmer/innen: Fritz Schatschneider / Gisbert Brenneke / Stipe 
Miljkovic / Armin Zeric (AWO-Bremerhaven/ 
Heimatgarten) /  Fatmir Rexhaj (AWO-Prizren) 
Wolfgang Witt (AWO-International) 
Susanne Jostameling / Fadil Mehmeti / Iijemija Berisa 
(Stadt Münster / Roma-Vertreter aus Münster) 
Lothar Schäfer / Heinz Lehmann (Schweizer Stiftung 
„Humanita EU im Kosovo“)  
 
Gesprächspartner/innen: Herr Shaip Surdulli (Bürgermeister)  
Frau Teuta Selimi (Vertreterin für Rückkehrer) 
Herr Idriz Kurteshi / Herr Shaban Rexhepi  
(Roma-Büro Kamenica) 
 
 
Siehe auch Gebietskarte und OSCE-Profilbericht im Dokumentationsteil des Berichts 
            
 
 
Überblicks-Informationen 
 
Kamenica ist bislang nur sehr wenig von deutschen Organisationen besucht worden. 
Der Versuch einer Partnerschaft mit der Stadt Bünde (Nordrhein-Westfalen) ist 
gescheitert. Deutsche Projekte und konkrete Rückkehraktivitäten (resettlements) gibt es 
keine. Dafür einige Schweizer Unterstützungen –  z.B. Ingangsetzung des Elektro- und 
Wasserwerks, bei landwirtschaftlichen Projekten, beim Aufbau einer Elektro-
Fachschule. In Verbindung mit der KFOR-Zuständigkeit der Amerikaner sei auch von 
dort viel Unterstützung (durch USAID)gekommen –  wie die Renovierung des 
Justizgebäudes, die Modernisierung von 3 Schulen (Heizung), Erneuerungsmaßnahem 
am Stromnetz, Aufbau von 2 kleineren Ambulanzen.   Deutsche NGO’s waren und sind 
in der Region Kamenica bislang nicht tätig geworden.  Umso mehr begrüßt der 
Bürgermeister den AWO-Kontakt und die ihm im Überblick vorgestellten AWO-
Aktivitäten im Kosovo aus den letzten Jahren.

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Situation in  Kamenica 
 
Kamenica wird als ruhige Gemeinde vorgestellt, in der es seit Jahren keinerlei 
beunruhigende Probleme im interethnischen Zusammenleben der Bevölkerung gibt. Die 
Stadt verfolgt eine aktive Strategie zur Aufnahme und Integration von Rückkehrern, die 
im Rückkehrer-Büro gebündelt sind (zu den Aktivitäten siehe auch den beiliegenden 
Kurzbericht von Frau Selimi im Dokumentationsteil zu diesem Gespräch). 
 
Unter anderem will die Gemeinde in Maßnahmen zur Verbesserung der Wohn-
Infrastruktur und zum Häuserbau investieren. Geschätztes Kostenvolumen: rd. 1,1 Mio. 
Euro. Bei einem Jahresbudget von rd. 4 Mio. Euro sieht sich die Stadt nicht in der Lage, 
diesen Aufwand aus eigener Kraft zu erbringen. Daher ist man um internationale Hilfen, 
insbesondere durch NGO’s bemüht, bislang allerdings ohne einen Erfolg. Aktuell 
konzentriert sich die Stadt auf  Aktionen in zwei Ortschaften: Lahovica und Hogost. 
 
In Oraovica leben Albaner und Serben zusammen. Zuletzt sind vier albanische Familien 
in den Ort zurückgekehrt. 22 serbische Familien, die derzeit noch in Serbien leben, 
haben einen Rückkehrantrag beim Rückkehrministerium gestellt. Problem hier: fehlende 
Infrastruktur, zerstörte Häuser und eine noch nicht wieder vollständig intakte 
Landwirtschaft. Insgesamt sind bislang rund 600 Serben in das Stadtgebiet 
zurückgekehrt. 
 
Hogosht ist ein Ort, in dem vor dem Krieg sehr viele Roma relativ konzentriert gelebt 
haben. Freiwillig erfolgte Rückkehr von Roma-Familien in diesen Ort ist nicht bekannt. 
Zur Zeit kommen in erster Linie Albaner zurück, die in der Schweiz und auch in 
Deutschland gelebt haben.  Nach Auffassung des Bürgermeisters, sehen viele 
Flüchtlinge und Vertriebene ihre Lebensperspektiven immer noch eher im Westen, 
zudem dann, wenn die Familien sich ebenfalls in westeuropäischen Ländern aufhalten. 
Kamenica hat zur Zeit noch keinerlei Anmeldungen für freiwillige Rückkehr aus diesem 
Bereich vorliegen –  wartet allerdings auf solche! 
 
Wirtschaftliche und soziale Situation 
 
Es gibt erst wenig produzierende Betriebe –  so eine Molkerei, eine Brauerei und eine 
Ziegelei –  die neu gegründet wurden, in denen jedoch jeweils nur ca. 20 Personen 
beschäftigt werden. Es gibt viele Ein-Mann- und Kleinstbetriebe aber keine privaten 
Industrien. Die früheren Industriekombinate (u.a. eine Fliesen- und eine 
Magnesiumfabrik) sind stillgelegt. Die Privatisierung und Wiederingangsetzung dieser 
Produktionen scheitert an fehlenden Konzepten und Investoren. Von rd. 55.000 
Einwohnern haben nur 4.300 eine Beschäftigung –  davon die Mehrzahl in Schulen, 
Verwaltung, Polizei und im Gesundheitsweisen. Ca. 70 % sind ohne Arbeit und 
Erwerbseinkommen.  
 
Informationen zu Roma 
 
Im Gebiet Kamenica leben etwa 500 Roma. Die Arbeitslosigkeit ist überproportinal hoch. 
Als Mitgründe werden fehlende Qualifikationen und geringer Bildungsstand angeführt.

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Die Beschäftigungsquote ist gering: 3 Roma arbeiten in der Gemeindeverwaltung, 2-3 
weitere bei der Polizei und 3 sind bei privaten Rundfunksendern angestellt. 
Die Rückkehrbeauftragte, Frau Selimi, berichtet, dass bei ihr keinerlei Informationen 
über aus Kamenica stammende und in Deutschland lebende Roma vorliegen. Nach 
ihrem Kenntnisstand leben Kamenica-Roma vor allem in Finnland. Allerdings wird auch 
darauf hingewiesen, dass es zur Zeit keine sichere Einwohner- und 
Registrierungsstatisitk gibt, so dass die Kommune kaum feststellen kann, ob und von wo 
individuelle Rückkehr von Flüchtlingen stattgefunden hat. 
 
Erwartungen der Kommune 
 
Die aktive Mobilisierung von Rückkehraktivitäten in das Gebiet Kamenica hat für die 
Kommune nicht die höchste Priorität. Die Stadt will Rückkehrer fördern und stützen, 
aber keine „Rückkehrwerbung“ betreiben. Eindeutige Priorität haben danach 
Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaftstätigkeit und zur Absenkung der bestehenden 
Arbeitslosigkeit in der vorhandenen Wohnbevölkerung.  Gewünscht werden 
Unterstützung bei der Herstellung der regionalen Infrastruktur –  ausdrücklich genannt. 
Beim Straßen- und Wegebau, bei der Modernisierung von Schulgebäuden, bei der 
Kanalisation, bei der Telekommunikation und Elektroversorgung. 
 
           
 
 
 
Vor-Ort-Besuche in Roma-Siedlungen 
 
Gemeinsam mit der Rückkehrer-Beauftragen, Frau Selimi, und in Begleitung von zwei 
jungen Roma (Idriz Kurteshi und Shaban Rexhepi) die beide im Roma-Büro der Stadt 
Kamenica beschäftigt sind, konnte nach dem Bürgermeister-Gespräch eine Roma-
Siedlung in Kamenica und Roma-Familien im Dorf Berivojce besucht und gesprochen 
werden. 
 
Die Siedlung in Kamenica befindet sich in einem ethnisch gemischten Wohngebiet. 
Nach dem äußeren Erscheinungsbild unterscheiden sich die von Roma bewohnten 
Häuser wenig von den umliegenden Gebäuden.  In den Innenbereichen werden 
allerdings die beengten und ärmlichen Wohnverhältnisse erkennbar. Es herrscht 
Raumnot –  auch wegen der vielköpfigen Bewohnerzahl, die Räume sind wenig möbliert 
und insgesamt eher ärmlich eingerichtet, die haustechnischen Einrichtungen sind 
veraltet und kaum mehr vollständig funktionsfähig. Mehrere Generationen teilen sich die 
ineinander verschachtelten, kleinräumigen Wohnstellen. Insoweit veranschaulichen die 
Wohn- und Lebensverhältnisse die materiellen Not der dort lebenden Bewohner. 
 
In diesem Zusammenhang ist auch festzustellen, dass die miserablen Wohnverhältnisse 
der Roma in diesem Stadtgebiet nicht kriegsbedingt sind. Insoweit handelt es sich um 
ein Wohngebiet, das nicht von baulichen Kriegszerstörungen betroffen ist. Insoweit ist 
dieser Roma-Siedlung auch in keinster Weise mit den Elendsquartieren der 
kriegsvertriebenen Roma und Aschkali wie in Plementina (bei Obiliq) vergleichbar.

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Die Wohn-Missstände am Besuchsort Kamenica bezeichnen somit eher eine Situation, 
wie sie bereits vor dem Kosovo-Krieg bestanden hat. Selbst bei Annahme eines 
weiteren, armutsbedingten Substanzverfalls in den letzten Jahren wird deutlich, dass 
Roma auch in der Vergangenheit sozial ausgegrenzt, in Armut und an den 
gesellschaftlichen Rändern in den städtischen und dörflichen Gemeinschaften gelebt 
haben.  
Für die Lebens- und Alltagssituation von Roma im Kosovo (und übertragbar auf andere 
Balkanregionen) damals wie heute gilt eine doppelte Konfliktlage: Zum einen das 
Problem aktueller Diskriminierung und Benachteiligung als Minderheit –  zum anderen 
die strukturelle Benachteiligung mit der  „traditionellen“ Abdrängung der Roma in die 
untersten sozialen Schichten. Der ökonomische und soziale Verelendungsprozess hat 
sich für die Mehrheit der im Kosovo lebenden Roma allerdings als Folge der Krieges 
massiv weiter verschärft.  
 
Die von uns befragten Roma haben versichert, dass sie sich örtlich frei bewegen 
können und Schutz und Sicherheit gewährleistet sehen. Sowohl von Nachbarn als auch 
im weiteren Bewegungsumfeld würden sie weder diskriminiert noch angefeindet. 
Insoweit scheint ziviles Zusammenleben an diesem Ort tatsächlich zu funktionieren. 
Die Roma bestätigten ebenfalls, dass fehlende Erwerbs- und Arbeitsmöglichkeiten und 
damit nicht vorhandene Einkommen ihr Hauptproblem im Alltag darstellen. Die 
Sozialhilfe in Höhe von etwa 30 Euro für Familien mit mindestens 1 Kind unter 5 Jahren 
sei für die Existenzsicherung der großen Familien in keinster Weise ausreichend. Die 
seit Jahren bestehende Erwerbs- und Einkommenslosigkeit sei zudem mitverantwortlich 
für die erkennbare Verelendung. 
 
 
 
(Kamenica, 06.06.2005) 
       
 
 
 
Anlage  
 
Kurzbericht des Büros für Rückkehrer in Kamenica S. 36-38

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 Mittwoch, 08.06.2005  Lipjan      
11.00 –  13.00 Uhr  Rathaus 
Teilnehmer/innen: Fritz Schatschneider / Gisbert Brenneke / Stipe 
Miljkovic / Armin Zeric (AWO-Bremerhaven/ 
Heimatgarten) / Fatmir Rexhaj (AWO-Prizren) 
Wolfgang Witt (AWO-International) 
Susanne Jostameling / Fadil Mehmeti / Iijemija Berisa 
(Stadt Münster / Roma-Vertreter aus Münster) 
Lothar Schäfer  (Schweizer Stiftung „Humanita EU im 
Kosovo“) 
 
Gesprächspartner/innen: Herr Xhevat Olluri (Bürgermeister)  
    Herr Xavier Blais (UNMIK-Adminstrator in Lipjan)  
    Herr Sadik Avdiu (Minderheitenbüro) 
    
 
 
Siehe auch Gebietskarte und OSCE-Profilbericht im Dokumentationsteil des Berichts 
 
           
 
 
Überblicks-Informationen 
 
Lipjan ist eine multi-ethnische Stadt mit zur Zeit ca. 80.000 Einwohnern –  davon etwa 
9.500 Serben, 2.000 Roma, Aschkali und „Ägypter“ und 310 Kroaten.  
In den letzten 15 Jahren hat sich die Bevölkerungszahl der Stadt erheblich verringert. 
Schon vor 1999 haben sehr viele Bewohner aus Mangel an 
Beschäftigungsmöglichkeiten und wegen der politischen und militärischen Konflikte in 
Ex-Jugoslawien die Stadt verlassen; vor allem sehr viele Kroaten, die in das 
unabhängige Kroatien weggesiedelt sind.  
 
Die Bevölkerungsbewegungen in der Stadt Lipjan sind ein Spiegelbild der kriegerischen 
Konflikte im vormaligen Jugoslawien. Während des Krieges zwischen Serbien und 
Kroatien haben sehr viele Kroaten wegen der Bedrohung durch Serben die Stadt 
verlassen; im Kosovo-Krieg 1999 haben 60 Prozent der albanischen Bevölkerung die 
Stadt verlassen, von denen die meisten inzwischen zurückgekehrt sind; nach dem Krieg 
waren es dann Serben, Roma und Aschkali, die aus Lipjan fortgegangen sind. Für diese 
letztgenannten Minderheiten habe die Stadt jetzt einen Rückkehrprozess eingeleitet. So 
sei eine „Arbeitsgruppe für Rückkehrer“ eingerichtet, die gemeinsam mit 
Hilfsorganisationen eine kommunale Rückkehr-Strategie entwickelt. 
 
Ein Kernpunkt in dieser Strategie ist: es sollen Rückkehrer neu beheimatet werden, die 
kein Eigentum an Grundstücken und Häusern vorweisen können. So wird aktuell nach 
einer Lösung für 18 Familien aus dem Roma-Flüchtlingscamp Plemetin (bei Oblilic)

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gesucht, die keine eigenen Grundstücke haben und hatten und die früher auf 
städtischen Grundstücken in „illegal“ errichteten Behausungen gelebt haben. Für diese 
Familien will die Gemeinde jetzt sichere Grundstücke zur Verfügung stellen –  allerdings 
können keine finanziellen Mittel für die Bebauung gegeben werden. Hier ist 
internationale Hilfe erforderlich. 
Die Umsetzung der kommunalen Rückkehrstrategie braucht die Unterstützung durch 
internationale Hilfsorganisationen.  Mit entsprechenden Hilfen –  genannt wird GOAL –  
sind in den letzten Jahren mehrfach Roma und Aschkali in die Gemeinde zurückgekehrt. 
Eine andere Organisation –  SIDA –  hilft serbischen Rückkehrern. Für diese wurden in 
2003/04 15 Häuser neu errichtet –  weitere 60 Häuserneubauten sollen in diesem Jahr 
folgen. 
 
Diese Beispiele sollen dokumentieren, dass die Stadt Lipjan an aktiven 
Rückkehrmaßnahmen von Binnenvertriebenen und von im Ausland lebenden 
Flüchtlingen beteiligt ist. Wie im gesamten Kosovo hat die Stadt mit sozialen Problemen 
und Notlagen in der Bevölkerung zu tun. Wirtschaft und private wie öffentliche 
Infrastrukturen liegen auf einem extrem niedrigen Niveau. Schon 10 Jahre vor dem 
Krieg sei im Kosovo nicht mehr investiert worden. Der wirtschaftliche Verfall schaffe 
enorme Barrieren für die zusätzliche Versorgung rückkehrender Flüchtlinge –  zusätzlich 
zur Ortsbevölkerung. Sowohl die industriellen als auch die kleingewerblich-
handwerklichen Strukturen sind erodiert und kaum neu entwickelt. Materielle Armut, 
soziale Verelendung und massenhafte Arbeitslosigkeit bestimmen den Alltag der 
Menschen. 
Die Sicherung von Arbeitsmöglichkeiten und Einkommen sind heute die im Alltag 
vorherrschenden Hauptprobleme;  das Zusammenleben innerhalb der Bevölkerung ist 
konfliktfreier geworden; individuelle Freizügigkeit und die persönliche Sicherheit sind 
immer besser gewährleistet. 
 
 
Ergänzungen durch den UNMIK-Repräsentanten in Lipjan (Herrn Blais) 
 
Zur wirtschaftlichen Situation 
 
Die Arbeitslosigkeit liegt offiziell bei über 60 Prozent; die verdeckte Arbeitslosigkeit 
hinzugerechnet kann von 80 Prozent ausgegangen werden. 60 % der Familien sind 
ohne Arbeitseinkommen; Landwirtschaftliche Produktionen sichern oftmals nur den 
persönlichen Lebensunterhalt; es fehlen Kredite, um marktfähige Produktionen im 
gewerblichen Sektor aufbauen zu können; die zerfallene Industrieproduktion wird kaum 
wieder aufzubauen sein. Ein Ziel ist die Stärkung der landwirtschaftlichen Struktur und 
entsprechende Produktionsverbünde; so existiert bereits eine leistungsfähige 
Milchwirtschaft und eine Hühner-/Eier-Farm; eine neue Ziegelei ist im Bau. 
 
Zur Schulsituation 
 
Alle Ethnien in Lipjan besuchen heute gemeinsame Schulen. Die SchülerInnen sind 
nicht getrennt –  aber es wird zweizügig unterrichtet nach dem Muster: albanische Kinder 
z.B. im Erdgeschoss und Kroaten und Roma im 1. Obergeschoss der Schule.

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Schon in 2000 hat UNMIK versucht, eine multiethnische Schule zu schaffen, ist aber 
damals an der Frage der Schulpläne gescheitert (albanische Schulpläne oder –  wie 
seinerzeit von Belgrad verlangt –  serbische Pläne). 
Gemeinde und Verwaltung in Lipjan verfolgen aktuell das Ziel einer 
Gemeinschaftsschule für alle Bevölkerungsgruppe als „Standardschule“. Roma -Kinder 
können dann zwischen der Unterrichtung nach serbischen oder albanischen Curricula 
wählen. 
 
Ziviles Zusammenleben von Mehrheit und Minderheiten 
 
Laut UNMIK ist die Stadt Lipjan sehr multiethnisch geprägt. Probelme im 
Zusammenleben aller Ethnien bestünden keine. Sicherheit und Bewegungsfreiheit seien 
gegeben. UNMIK sieht die Stadt Lipjan insgesamt auf einem guten Weg bei der 
Stabilisierung des zivilen Zusammenlebens und unterstützt die kommunale 
Rückkehrstrategie zur Wiedereingliederung von vertriebenen Minderheiten –  so auch für 
Roma und Aschkali.  
UNMIK begrüßt die Entscheidung der Kommune, Grundstücke bereitzustellen, damit 
Aschkali- und Roma-Familien aus den „Elendscamps“ in Plemetin nach Lipjan 
zurückkehren können. Wenn Romas und Aschkalis rückkehren wollen prüft die 
Kommune vorab etwaig bestehende Eigentumsverhältnisse und hilft NGO’s bei den 
Feststellungen, ob Eigentumsansprüche gegeben sind. Oftmals liegen bei Flüchtlingen 
und Vertriebenen keine Dokumente für den Eigentumsnachweis vor. Die Kommune 
kann dann zur Bestätigung ein „Ersatzdokument“ fertigen, das bestätigt, das die 
betreffende Person am angegebenen Ort gelebt hat. In diesen Fällen werden dann auch 
„Zeugnisse“ von Nachbarn bei der Entscheidung über Eigentumsansprüche verwertet.  
 
 
Ergänzungen des Bürgermeisters zur Situation von Roma und Aschkali 
 
Sicherheit und ungehinderte Bewegung sind heute gewährleistet. Die Gemeinde ist in 
der Lage, allen Rückkehrern bei der Sicherung und Inanspruchnahme ihrer humanitären 
Grundrechte zu helfen. Das Hauptproblem ist: die Kommune hat keine Möglichkeit, 
Arbeit zu beschaffen und auch das System sozialer Unterstützung ist im Kosovo 
verbesserungsbedürftig. Zwar gibt es inzwischen Sozialhilfe-Kriterien, die festlegen, 
welche Personengruppen Anspruch auf Unterstützung haben. Dennoch habe das 
derzeitige System noch Lücken und Defizite bei der Festlegung der 
Anspruchsberechtigungen, sodass ganze Familien von Sozialhilfe-Leistungen 
ausgeschlossen sind. (Anm.: der Basiskatalog für Unterstützungsberechtigte ist in der 
Anlage zu dieser Protokollmitschrift beigefügt.) 
 
Den Hauptunterschied zur Situation der Roma und Aschkali heute und von vor 1999 
sieht die Bürgermeister wie folgt: 
Im „alten System“ hatten Roma und Aschkali Möglichkeiten zu arbeiten und damit die 
wirtschaftliche Existenz für ihre Familien selbst zu sichern, gleichwohl der allgemeine 
Lebensstandard für diese Bevölkerungsgruppen auch damals sehr gering und die 
Lebensverhältnisse im Alltag sehr schlecht waren. Agrareigentum war kaum vorhanden 
und die Eigentumsverhältnisse bei Grund und Häusern häufig unklar. Roma-Familien

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
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hätten vor dem Krieg oftmals keine Häuser oder eigene Wohnungen besessen. Im Dorf 
Gradina (!) lebten heute noch viele Roma in Einfachstbehausungen unter 
menschenunwürdigen Bedingungen. Für diese Familien sei die Gemeinde jetzt um die 
Verbesserung der Wohnverhältnisse bemüht. 
 
Bei allen wünschenswerten Maßnahmen gelte die Einschränkung:  
die Stadt Lipjan sei nur bedingt in der Lage, materiellen und sozialen Aufbau aus 
eigener Kraft zu leisten. Die Stadt kann helfen bei der Rückkehrberatung, bei der 
Klärung von Eigentums- und Besitzfragen, bei der sozialen Grundsicherung gemäß den 
bestehenden Regelungen und Systemen oder bei der Bereitstellung von 
modernisierungsfähigem Wohnraum und von bebaubaren Grundstücken. In diesen 
Hilfen sieht die Stadt eine schrittweise Verbesserung der Rückkehrvoraussetzungen für 
Flüchtlinge.  
Die Rückkehr von Flüchtlingen stößt aus kommunaler Sicht nicht auf kulturelle und 
ethnische Hemmnisse, sondern ist in erster Linie eine soziale und ökonomische Größe, 
die gegebene Defizite verstärkt und zu einer „Kommunalisierung“ von 
Strukturproblemen im Kosovo führt, ohne das wirksame Lösungsmöglichkeiten zur 
Bewältigung dieser Probleme in Sicht sind. Von daher sei es ebenso vordringlich, die 
Handlungs- und Leistungsfähigkeit der Kommunen mittelfristig zu stärken. 
 
Angesprochen auf mögliche Zwangsabschiebungen von Flüchtlingen aus 
Deutschland/Europa in den Kosovo warnt der Bürgermeister vor einer unkontrollierten 
und ungeregelten Massenrückkehr von Flüchtlingen, weil diese alle Gemeinden 
zusätzlich überfordern werde. Stattdessen plädiert er für einen allmählichen Prozess der 
freiwilligen und mit den Kommunen abgestimmten Rückkehr von Flüchtlingen im 
Rahmen der zur Zeit begrenzten Ressourcen und mit Rücksichtnahme auf die 
eingeschränkte Leistungsfähigkeit der Vor-Ort-Systeme. 
 
Die Rückkehr von Flüchtlingen aus Deutschland sollte daher 
a) freiwillig, mit Steuerung in die Herkunftsregionen und in verkraftbaren Zahlen 
erfolgen und 
b) einen Beitrag leisten, um das Klima für friedliches und zukunftsschaffendes 
Zusammenleben in multi-ethnischen Bevölkerungsgemeinschaften zu verbessern 
und nachhaltig zu sichern. 
 
Der Bürgermeister verweist hierzu auf ein von GOAL durchgeführtes Projekt als Form 
einer „best-practice-Hilfe“: in diesem Fall wurde in einem Dorf eine 
Gemeinschaftsinitiative der Bewohner zur Modernisierung und Wohnbarmachung von 
teilzerstörten Häusern durchgeführt, die dem gesamten Ort genutzt habe. 
Zivilgesellschaftliche Strukturen und friedliches Zusammenleben können entscheidend 
verstärkt werden, wenn ein gemeinschaftlicher Nutzen gegeben ist und das 
„Gemeinschaftsverständnis“ akti v und mit erkennbaren Verbesserungen für alle 
gefördert wird. Entsprechende Maßnahmen sind in vielen Bereichen sinnvoll –  sei es 
beim Häuserbau, bei technischen Maßnahmen für Versorgung und Infrastruktur, bei 
Stromanschlüssen, Wasserversorgung und beim Wegebau.

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Der Bürgermeister befürwortet und unterstützt den ihm vorgestellten AWO-
Projektansatz, ein „Übergangshaus“ für freiwillig rückkehrende Flüchtlinge aus 
Deutschland aufzubauen. Dies Haus kann nach den Vorschlägen der AWO die aktuelle 
Funktion einer Basisstation für die erste Phase des Aufenthalts einnehmen. Das 
Akutproblem fehlender bzw. noch mangelhafter Wohnunterkünfte für Rückkehrer sowie 
eine materielle Grundversorgung könnte für eine Übergangsphase sichergestellt 
werden. Externe und dauerhafte Wohnlösungen können vorbereitet und unter Mithilfe 
der Rückkehrer gemeinschaftlich realisiert werden. Eine weitere Aktionslinie in diesem 
Konzept sind AWO-begleitete Unterstützungen für den Neuaufbau wirtschaftlicher 
Erwerbs- und Arbeitsmöglichkeiten. Mittel- und langfristig bestünde die Möglichkeit, 
dieses „Übergangshaus“ als Altersheim –  offen für alle Ethnien –  umzunutzen und 
dieses an die Stadt Lipjan zu übergeben.  
Der Bürgermeister bestätigt, dass Lipjan derzeit über kein Altersheim verfügt. 
Perspektivisch wird aus Sicht der Kommune eine solche Einrichtung benötigt, da von 
einem Anstieg der alleinstehenden, sozial und familiär nicht eingebundenen und 
unversorgten Alten in der Bevölkerung ausgegangen wird. Insoweit kann mit diesem 
Projekt Gegenwartshilfe und Zukunftsvorsorge im humanitären Sektor problemadäquat 
kombiniert werden. 
 
 
 
(Lipjan, 08.06.2005) 
 
       
 
 
  
Anlage 
 
Übersicht zum Sozial(hilfe)system im Kosovo

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Anlage  Überblicks-Information zum Sozial(hilfe)system im Kosovo

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Mittwoch, 08.06.2005  Janjevo     
13:30 -  15:30 Uhr  Gemeindehaus 
Teilnehmer/innen: Fritz Schatschneider / Gisbert Brenneke / Stipe 
Miljkovic / Armin Zeric (AWO-Bremerhaven/ 
Heimatgarten) / Fatmir Rexhaj (AWO-Prizren) 
Wolfgang Witt (AWO-International) 
Susanne Jostameling / Fadil Mehmeti / Iijemija Berisa 
(Stadt Münster / Roma-Vertreter aus Münster) 
 
Gesprächspartner/innen: Herr Halim Bikliqi (Bürgermeister)  
    Herr Ismail Gradina (Roma-Vertreter) 
    Frau Oliga Gucic (Vertreterin kroatische Bevölkerung)
     
 
Siehe auch Gebietskarte und OSCE-Profilbericht zu Lipjan im Dokumentationsteil des 
Berichts 
 
            
 
Zur Einordnung 
 
Die Gemeinde Janjevo ist Teil der Stand Lipjan. Der Vor-Ort-Besuch in Janjevo hatte 
zwei Bezugspunkte: 
Zum Einen war mitgeteilt worden, dass eine größere Gruppe der etwa 1.300,  in 
Münster lebenden Roma vor 1999 in dieser Gemeinde beheimatet war. 1 Entsprechend 
war der Wunsch geäußert worden, diesen Ort aufzusuchen, um die Alltagsverhältnisse 
und Rückkehrmöglichkeiten aktuell besser einschätzen zu können. 
Zum Anderen ist Janjevo einer der wenigen Orte im Kosovo, in dem ethnisch 
begründete Verfeindungen und dementsprechend Gewalttätigkeiten gegenüber den 
jeweiligen Minderheiten während und nach dem Kosovo-Krieg nicht stattgefunden 
haben. Insoweit galt und gilt Janjevo als ein international beachtetes Beispiel für 
friedliches Zusammenleben in einer multi-ethnischen Gemeinschaft.   
 
Die während des Konsovo-Konflikts entstandenen Status-Berichte von UNHCR und 
OSZE zur Situation von Minderheiten heben Janjevo stets als positives Beispiel für das 
Miteinander der Ortsbevölkerung heraus (vgl. auch die Auszüge zu Janjevo in der 
Anlage). Auch der in 2004 (im Umfeld der Märzunruhen) entstandene kritische Bericht 
der Gesellschaft für bedrohte Völker zur Lage der Roma und Aschkali im Kosovo hebt 
das Zusammenleben in Janjevo als untypisch konflikt- und gewaltfrei hervor. In dem 
Bericht wird ausgeführt: „Es gibt zwar noch immer wenige Enklaven wie 
Rahovec/Orahovac, Bostane, Kamenica, oder Janjevo, wo Albaner, Serben, Kroaten, 
                                                                
 1 Der an dem Gespräch teilnehmende Roma -Vertreter, Herr Ismail Gradina, ist ein Bruder der in 
Münster lebenden Frau Gradina, die nach ursprünglicher Planung an der Delegationsreise teilnehmen 
sollte.

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Roma und Aschkali friedfertig und in guter nachbarschaftlicher Beziehung 
zusammenleben, doch in großen Teilen des Kosovo beherrscht der Kampf ums 
Überleben den Alltag der Minderheiten.“ 2 
 
Alle Vorinformationen weisen darauf hin, dass friedliche Formen des Zusammenlebens 
in Janjevo bewahrt und bis heute aufrecht erhalten wurden. Damit scheinen ganz 
grundsätzliche Maßgaben für die freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen in Janjevo 
offenbar gegeben: individuelle Sicherheit, persönliche Bewegungsfreiheit im örtlichen 
Nahraum und damit der ungehinderte Zugang und die Teilhabe an den sozialen, 
gesellschaftlichen und öffentlichen Systemen. 
Insoweit war es das Anliegen der AWO-Delegation, authentische Informationen und 
Einblicke in die örtlichen Strukturen und Alltagsverhältnisse zu erhalten und konkrete 
Einschätzungen zu den Ansatzpunkten und Gestaltungsperspektiven für Maßnahmen 
der freiwilligen Rückkehr von Flüchtlingen zu bekommen. 
 
 
Allgemeine Informationen und Einschätzungen 
 
Der Bürgermeister bekräftigt, das Janjevo ein multi-etnischer Ost ist, wo sich das 
Zusammenleben der Bevölkerungsteile in einer Balance befindet. Der Ort ist stolz 
darauf, das dieser Zusammenhalt auch während des Kosovo-Kriegs bestanden hat. Die 
personelle Zusammensetzung der Gesprächspartner soll diese „Botschaft“ 
unterstreichen. Alle Ethnien sind in die politischen Gemeindestrukturen eingebunden 
und arbeiten dort zusammen. Janjevo ist für den Bürgermeister ein Beispiel für 
Koexistenz und Zusammenarbeit in Gesamt-Kosovo. 
 
Die Krieg hat das Zusammenleben im Ort nicht verändert. Dennoch hatte er 
Auswirkungen auf die Entwicklung der Gemeinde. 
1. Bei der letzten Volkszählung von 1990 hatte Janjevo rd. 7.000 Einwohner; heute sind 
es noch ca. 3.200 Bewohner/innen. Im Ort leben Kroaten, Albaner, Türken, Roma und 
Bosniaken. Die Zahl der Roma ist von rund 500 vor dem Krieg auf heute rd. 220 
zurückgegangen.  
2..Janjevo war vor 1999 zu 70 Prozent von Kroaten bewohnt. Diese Einwohnerstruktur 
hat sich nachgehend verändert. Viele kroatische Familien sind schon vor 1999 wegen 
der Konflikte mit Serben nach Kroatien verzogen. Dadurch ist der kroatische 
Bevölkerungsteil auf zur Zeit rd. 300 Personen gesunken. 
3. Für das Zusammenleben in Janjevo bestehen keine Probleme und Konflikte. Das die 
Gesamtbevölkerung betreffende Hauptproblem ist die desolate wirtschaftliche Lage als 
Folge des ökonomischen Zerfalls im Kosovo –  bezogen auf Janjevo nochmals verstärkt 
durch die regionale Randlage im Landkreis Lipjan mit nur einer einzigen 
Verbindungsstraße nach Lipjan, die durch zwei vorgelagerte serbische Dörfer führt. 
4. Janjevo ist seit 1999 mehrfach von internationalen Organisationen besucht worden, 
die „sehr viel versprochen, aber nichts gehalten haben“. Immerhin konnte ein Teil des 
                                                                
 2 Paul Polansky, Kosovo: Rome und Aschkali ohne Zukunft?, Ergebnis  einer Recherche vom 1. 
Januar bis 31. Oktober 2004, S. 9

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örtlichen Straßen- und Wegenetzes mit amerikanischer Hilfe (USAID) neu angelegt 
werden. Einige Straßenteile befinden sich allerdings immer noch in einem unbefestigten, 
schlechten Zustand, weil die finanziellen Mittel für die Komplett-Erneuerung nicht 
ausgereicht haben. Weder von Seiten der Stadt Lipjan/des Landkreises noch aus 
Pristina wurde Unterstützung für Janjevo geleistet. 
5. Das traditionell ansässige Gewerbe mit handwerklichen Produktionen ist nach 1999 
komplett zusammengebrochen. Gleiches gilt für industrielle Produktion. Zentraler 
Arbeitgeber war eine Metallfabrik (Maschinenbauteile) mit zuletzt 800 Beschäftigten, die 
heute geschlossen hat. Eine Halle des Komplexes ist derzeit an eine private Firma aus 
Pristina vermietet, die dort im Auftrag der KFOR eingesammelte Waffen und 
Kriegsmaterial einschmilzt und zivile Produkte wie u.a. Gullydeckel fertigt. 
Restbeschäftigung der Fabrik heute: 40 Personen. Daneben ist eine modernisierte 
Korn- und Getreidemühle wieder in Betrieb.  
Mit der de-facto-Stilllegung der Metallfabrik ist dem Ort die wichtigste wirtschaftliche 
Existenzgrundlage verloren gegangen. Serben, Albaner, Kroaten und Türken, die dort 
beschäftigt waren, sind heute arbeitslos. Landwirtschaft ist nur begrenzt möglich und 
sichert in erster Linie den Eigenbedarf in der Bevölkerung. 
6. Nach 1999 wurde Janjevo infrastrukturell, regionalpolitisch und ökonomisch 
vernachlässigt. Es sind keine Entwicklungsmöglichkeiten erkennbar, die für einen 
wirtschaftlichen und sozialen Aufschwung sorgen könnten. 
 
Dementsprechend steht die Gemeinde heute vor folgenden Hauptproblemen: 
Dem Ort und seinen Bewohnern/innen fehlen die ökonomischen Existenzgrundlagen 
und Entwicklungsmöglichkeiten. Es kommen auch keine Impulse aus Stadt und 
Landkreis Lipjan für eine Wiederbelebung bzw. für den Neuaufbau der fehlenden 
wirtschaftlichen Strukturen.  
 
Der Bürgermeister sieht hierin auch das entscheidende Hindernis für die Rückkehr von 
Flüchtlingen in ihren Heimatort. Damit verbunden die Warnung vor einer ungesteuerten 
und unvorbereiteten Flüchtlingsrückkehr nach Janjevo. So habe er jetzt in der Zeitung 
gelesen, dass 50.000 Flüchtlinge in den Kosovo zurückgebracht werden sollen. Er sei 
über diese Meldung schockiert gewesen. Denn: wenn 50.000 Arbeitsplätze vorhanden 
wären, sei die Rückkehr in dieser großen Zahl kein Problem. Da dem aber nicht so ist, 
kann die Ökonomie im Kosovo eine solche Massenrückkehr nicht verkraften. Gerade die 
Europäer müssten wissen, dass wirtschaftliche Krisen, ökonomische Ängste und 
materielle Armut Auslöser für soziale Ausgrenzung und Diskriminierung von 
Minderheiten sind und zur Destabilisierung beitragen können. 
 
 
Öffentliche Infrastruktur 
 
Wirtschaftliche Stabilisierung ist dann möglich, wenn zuvor die infrastrukturellen 
Probleme gelöst werden. Ein zentrales Problem in Janjevo ist die Versorgung mit 
Trinkwasser. Für den Bürgermeister ein folgenschweres Beispiel, wie die vitalen 
Interessen von Stadt und Landkreis Lipjan vernachlässigt werden. So hat die Schweizer 
Regierung bereits vor 5 Jahren rd. 400.000 SFR in den Aufbau eines

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Wasserleitungsnetzes in Janjevo investiert. Gleichzeitig wurde ein neuer Brunnen 
gebohrt, aus dem Janjevo versorgt werden sollte. Aber bis heute fließt kein Trinkwasser 
durch das neue Netz. Das für Janjevo bestimmte Trinkwasser wurde in ein 
Neubaugebiet bei Pristina umgeleitet –  und Janjevo blieb ohne Anschluss. Die 
Gemeinde wurde weder informiert noch war sie in die Entscheidung einbezogen. Seit 5 
Jahren verspricht die Stadt Lipjan diesen Zustand zu ändern und die netzgeleitete 
Trinkwasserversorgung in Janjevo sicherzustellen; dies ist es jetzt erfolgt. Dennoch: 
viele Privathaushalte müssen sich aus dezentralen Wasserstellen immer noch selbst 
versorgen. Nur die Schule (mit 500 Schülerinnen und Schülern) wird über einen 
eigenen, netzunabhängigen Brunnen versorgt. Ebenso verfügt die Metallfabrik über drei 
eigene Brunnen, die allerdings keine Trinkwasserqualität besitzen.  
 
 
Wohnungs- und Eigentumsverhältnisse 
 
In Janjevo gibt es geklärte und gesicherte Eigentumsverhältnisse für alle Ethnien. Wer 
vor 1999 Besitz hatte, hat Anspruch auf dieses Eigentum. Illegale Siedlungen und 
eigentumsrechtlich ungeklärte Bauten auf öffentlichen/privaten Grundstücken („De-
Facto-Eigentum“) sind nicht gegeben. Janjevo verfügt über erhebliche Leerstände durch 
ungenutzte Häuser, die immer noch überwiegend kroatische Besitzer haben, die 
Janjevo seit den 1990er Jahren verlassen haben. Die früheren Besitzer schauen 
vereinzelt noch mal vorbei –  allerdings wird keiner von ihnen nach Janjevo dauerhaft 
zurückkehren. Während aus anderen Städten und Gemeinden bekannt ist, dass Albaner 
den Grundbesitz von vertriebenen Minderheiten illegal besetzt haben, haben solche 
Aneignungen in Janjevo nicht stattgefunden. 
 
 
Schulsituation 
 
Alle Ethnien des Dorfes besuchen gemeinsam eine Schule. Unterrichtet wird in den 
jeweiligen Sprachen, d.h. Albaner sind in einer albanisch sprechenden Klasse –  Roma 
und Kroaten in serbokroatisch sprechenden Klassen. Alle Ethnien sind im Lehrkörper 
der Schule vertreten. Der Schulbesuch der Kinder erfolgt ohne Störungen und 
regelmäßig. 
 
 
Zusatzinformationen zur Situation der Roma in Janjevo 3 
 
Vor dem Krieg lebten etwa 500 Roma in Janjevo, die sich dort seit dem 17. Jahrhundert 
angesiedelt haben. Die Roma waren im Ort integriert, verfügten über gesicherte Arbeits- 
und Einkommensmöglichkeiten und haben insoweit ein normales Leben in der 
Gemeinschaft geführt. Die Roma in Jajevo haben häufig in haus- und 
landwirtschaftlichen Diensten für ortsansässige Kroaten gearbeitet, ein Teil war in der 
örtlichen Metallfabrik und einer nahegelegenen Grube (Bergwerk) für Zinkabbau 
                                                                
 3 Eingebracht von Herrn Ismail Gradina, Roma -Sprecher für Janjevo und den Landkreis Lipjan; Herr 
Gradina war vor dem Krieg vier Jahre Bürgermeister von Lipjan und in den 1970 -er Jahren für 13 
Jahre in Fankreich und Belgien; vgl. auch schriftliche Stellungnahme in der Anlage.

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beschäftigt. Die Mehrheit der Roma waren als Kleinproduzenten, Händler und 
Marktreisende in den umliegenden Städten und Regionen tätig. Obwohl Roma und 
andere Bevölkerungsgruppen in Janjevo immer menschlich miteinander umgegangen 
sind, sind viele Roma infolge des Kosovo-Krieges nach Frankreich, Italien und 
Deutschland gegangen. Ein Grund hierfür war die Angst vor Gewalt und 
lebensbedrohenden Übergriffen –  nicht durch die Ortsbewohner –  aber durch die 
befürchteten Übergriffe von außerhalb, insbesondere von Seiten der albanischen UCK. 
Bis auf zwei Granateneinschläge im Roma-Wohngebiet ist der Ort allerdings nach 
Einrücken der UCK ohne Gewalttätigkeiten gegenüber der nichtalbanischen 
Bevölkerung geblieben. 
 
Von den derzeit noch in Janjevo lebenden 220 Roma hat nur eine Frau eine sichere 
Beschäftigung –  als Lehrerin an der örtlichen Schule. Für alle anderen –  und hier 
insbesondere auch für die Jüngeren –  fehlt jegliche Arbeit. Von 1999 bis 2002 hat 
Janjevo von internationalen Hilfsgütern gelebt. Seit 2002 sind diese Hilfen eingestellt. 
Ergebnis ist größer werdende Armut und wachsendes Elend im Alltag. 
 
Die Roma in Janjevo befinden sich aus Sicht des Roma-Sprechers in einem zweifachen 
Dilemma: 
o Zum Einen besteht die Angst, den schützenden Raum von Janjevo zu verlassen 
und eine Beschäftigung außerhalb zu suchen und anzunehmen. Vor allem die 
traditionell ausgeübte Markt- und Händlertätigkeit setzt die sichere und 
unbehinderte Freizügigkeit bei Reisen und Aufenthalten im Kosovo voraus.  
o Zum Anderen besteht im Kosovo eine arbeitsmarktliche Diskriminierung. So werde 
zwar vermehrt privatisiert und es entstünden auch neue Arbeitsmöglichkeiten. Die 
Roma seien von diesen Entwicklungen allerdings insoweit ausgeschlossen, als 
viele Albaner keinen Roma einstellen würden.  
 
Als Folge der „geschützten Insellage“ und der zusammengebrochenen wirtschaftlichen 
Erwerbsmöglichkeiten in Janjevo habe sich das Alltagsleben der Roma nicht verbessert. 
Im Gegenteil: gegebene Missstände haben sich weiter verschärft. Dies betrifft vor allem 
die Wohnsituation von Roma - verfallene Häuser, nur fußläufig erreichbare 
Wohngegend in bergiger Lage, mit schlechten, engen Zuwegungen und fehlender 
Wasser- und Abwasserversorgung. 
 
 
Sicherheit und Bewegungsfreiheit 
 
Janjevo liegt räumlich gesehen in einer regionalen Randlage am Ende der Landstraße 
von Lipjan. Um Janjevo zu erreichen, müssen zwei serbische Dörfer durchquert werden. 
Während des Kosovo-Krieges wurden von seiten der Serben Straßenbarrikaden 
errichtet, die Janjevo von der Außenwelt abgeschnitten haben. Das Verhältnis zu den 
Serben wird als gut eingeschätzt. Beide Dörfer können von der Janjevo-Bevölkerung 
tags wie nachts ungehindert durchquert bzw. aufgesucht werden.  Roma und Kroaten 
erhalten in diesen räumlich vorgelagerten serbischen Orten ärztliche Hilfe. Die dortigen 
Ambulanzen verlangen allerdings die Bezahlung von Medikamenten, während die 
Kosten der medizinischen Versorgung der Serben komplett von Belgrad bezahlt wird.

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50 
 
Der Aufenthalt in Lipjan hat sich für Angehörige der regionalen Minderheiten –  so auch 
für Roma –  in den letzten 6 Monaten verbessert. Nach den gewalttätigen Übergriffen im 
März 2004 –  die sich auch in Lipjan in erster Linie gegen dort lebende Serben gerichtet 
haben –  können sich diese heute wieder ungehindert in der Stadt bewegen. „Die 
Kosovaren scheinen zu begreifen, dass man zusammenleben muss“ –  so das vorsichtig 
optimistische Fazit des Roma-Präsidenten Herrn Gradina. 
 
 
 
(Janjevo, 08.06.2005) 
 
      
 
 
 
Anlagen zu Janjevo  
 
1. Schriftliche Stellungnahme des Roma-Präsidenten (Herr Gradina) für Janjevo und 
den Landkreis Lipjan –  übergeben anlässlich des Gesprächs am 08.06.2005 
(Original und Übersetzung) 
 
2. Situationsskizze „Janjevo“ aus dem Bericht der Gesellschaft für bedrohte Völker“ 
von November 2004 
 
3. Situationsbericht der KFOR-Erkundungsfahrt für die AWO nach Janjevo vom 14. 
Dezember 2004

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
51 
Anlage 1 Schriftliche Stellungnahme des Roma-Präsidenten, Herrn Gradina)  
Original

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
52 
Anlage 1 Schriftliche Stellungnahme des Roma-Präsidenten, Herrn Gradina)  
Original

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
53 
Anlage 1 Schriftliche Stellungnahme des Roma-Präsidenten, Herrn Gradina)  
Deutsche Übersetzung

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
54 
 
Anlage 1 Schriftliche Stellungnahme des Roma-Präsidenten, Herrn Gradina)  
Deutsche Übersetzung

Informationsfahrt Kosovo  04. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten 
55 
Anlage 2 Situationsskizze „Janjevo“ aus dem Bericht der „Gesellschaft für 
bedrohte Völker“ von November 2004  
 
 
 
 
Lage der Roma und Kroaten in Janjevo 
(Bericht 16.-31.08.2004) 
 
In Janjevo leben noch Albaner, Kroaten und Roma. Albaner in dem Ort 
distanzieren sich von den Verbrechen ihrer Mitmenschen während der 
Ausschreitungen am 17. und 18. März 2004. Während der 
Ausschreitungen wurde in Janjevo nur eine Fensterscheibe in einem 
Roma-Haus eingeschlagen. Es wird davon ausgegangen, dass es 
jemand absichtlich getan hat, um den Albanern außerhalb des Ortes zu 
signalisieren, dass sich die Albaner in Janjevo auch an den Übergriffen 
auf die Minderheitenangehörigen beteiligt und somit ihren „Beitrag“ 
geleistet haben. Wäre nichts passiert, hätten die 
Minderheitenangehörigen Probleme bekommen, darüber sind sich die 
albanischen Nachbarn einig. Sollte es zu Übergriffen kommen, wollen 
die interviewten Albaner in Janjevo ihre Roma und Kroaten in Schutz 
nehmen. Die verbliebenen Kroaten in Janjevo sind jedoch entschlossen, 
Janjevo zu verlassen, sobald der Kosovo unabhängig wird. Dass 
Kroaten in Janjevo kein Albanisch sprechen, könnte dort das 
Haupthindernis für ein weiteres Zusammenleben sein. 
 
(gvbv-Bericht, Paul Polansky, KOSOVO: Roma und Aschkali ohne Zukunft,  S. 34)

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Anlage 3 Situationsbericht der KFOR-Erkundungsfahrt für die AWO nach Janjevo 
vom 14. Dezember 2004 
  
Abschrift 
 
EINSATZBERICHT 
Erkundungs- und Verbindungstrupp 1 
 
Meldender: Name:  Beckenbauer 
  Dgrad:  Oberstleutnant 
  Datum:  14.12.2004 
 
Einsatzort: Ortsname (serbisch / albanisch): JANJEVO / JANJEVE  
  Koordinate: DM EN 204 135 Sektor: 
 
Auftrag: Erkundungsauftrag JANJEVO für AWO-Unterstützung 
  durch Chef CIMIC Coy vom 09.12.2004 
 
Gesprächspartner: OTL Beckenbauer Erk./VerbTrp 1 
   Dorfältester (alb) Halim Bikligi 
 
Sachverhalt 
1. Bei der Anfahrt von LIPLIJAN nach JANJEVO sind mir folgende beschreibenswerte 
Punkte aufgefallen: Vor der Ortschaft LIPLIJAN sind drei Ortschaften gelegen, 
die in der Masse bzw. ganz serbisch bewohnt sind. Die Ortschaften sind bis auf 
die Flussläufe sehr sauber, in den Gärten sind viele Obstbäume zu finden, fast 
überall werden um die 8 bis 15 Hühner gehalten, es finden sich vereinzelt 
Bienenstöcke und Schweinepferche mit 1 bis 2 Jungtieren. Kleine Feldparzellen 
zwischen und hinter den Häusern ergänzen das Bild. Eine auf den ersten Blick 
solide Schule und eine kleine orthodoxe Kirche sind im ersten Dorf zu finden. 
Insgesamt ein „idyllisch“ dörflicher Eindruck. Auf dem gesamten Weg bis nach 
JANJEVO befinden sich Geschwindigkeitshemmer im Abstand von etwa 500 m 
auf der Straße. Schulkinder winkten uns zu. Beim „Anhalten und Wegeerfragen“ 
wurde uns bereitwillig, freundlich und detailliert Auskunft gegeben. 
Bei der Ortsdurchfahrt von JANJEVO setzte sich dieses Bild im wesentlichen fort, 
allerdings ohne die entsprechende Kleintierhaltung. 
 
2. In JANJEVO wurden wir auf Fragen nach dem Bürgermeister, auf den Dorfältesten, 
Herrn Halim Bikligi, verwiesen. Sein Sohn, der einen kleinen Imbiss im Dorf 
führt, fuhr uns voraus zum Hause seines Vaters. Die Begrüßung verlief herzlich, 
wir wurden ins Haus gebeten, Gastfreundschaft in vollem Umfang gewährt. 
 
3. Folgende wesentlichen Informationen wurden uns bereitwillig gegeben: 
 Im Dorf leben Albaner, Bosniaken, Roma, Serben und Kroaten friedlich zusammen. 
Mit besonderem Stolz berichtete uns Herr Bikligi, dass auch während des Krieges 
diese örtliche Gemeinschaft zusammengehalten hat. Noch in den 90er Jahren waren 
über 70% der Bevölkerung kroatisch. Doch während des Bosnienkrieges wurden 
durch die serbischen Dörfer im Vorfeld die Kroaten mehr und mehr bedroht. Sehr 
viele von ihnen verließen JANJEVO. Heute leben noch etwa 300 Kroaten im Dorf.

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Insgesamt sind von ca. 7.000 Einwohnern in den 90er Jahren noch 3.200 im Dorf 
verblieben. Das Dorf war geprägt durch rege handwerkliche Tätigkeit. Viele 
Goldschmiedehandwerker waren angesiedelt. Die Betriebe hatten meist zwei bis drei 
Mitarbeiter. Zudem hatte das Dorf zwei mittelständische Betriebe. Eine private 
Getreidemühle, die auch heute noch produziert, allerdings nur noch für den 
dörflichen Bereich. In LIPLIJAN sind mittlerweile drei weitere Mühlen vorhanden. Des 
weiteren  gibt es eine Fabrik, die vor allem in der Spritzgusstechnik und der 
Metallschmelze über 800 Mitarbeiter beschäftigte. Heute sind es noch 40 Angestellte 
und Mitarbeiter. In dieser Fabrik wurden auch Kopfteile für Automotoren gefertigt. 
Nach dem Krieg wurden in der Metallschmelze, beauftragt durch KFOR, Waffen 
eingeschmolzen und daraus Kanaldeckel / Gullydeckel gefertigt. Zwei deutsche 
Firmen und eine italienische Firma haben sich ohne Ergebnis diese Fabrik 
angesehen. Der Privatisierung steht vor allem, so Herr Blidigi, die KTA im Wege. 
Zwei kroatische Geschäftsleute haben einen Plastik und PVC verarbeitenden Betrieb 
errichtet und beschäftigen aus dieser Region etwa 50 Mitarbeiter. Die Arbeitslosigkeit 
im Dorf liegt dennoch um die 80 %. Roma sind hier ebenso wie alle anderen Ethnien 
zuhause! Die Schule wird gemeinsam von Albanern, Roma und Kroaten betrieben. 
4. Schwierigkeiten bestanden und bestehen vor allem bei der Stromversorgung. Die 
Wasserversorgung hat sich verbessert. Zunächst wurde das Dorf von der 
Wasserversorgung aus LIPIJAN „ausgegrenzt“. Jetzt wird über Pumpen das Dorf von 
LIPIJAN aus wieder mit Wasser versorgt. 600.000 Franken wurden für die Bohrung 
eines weiteren Brunnens und die Zuleitung ausgegeben. Das Projekt verzögerte 
sich, weil die Serben sich gegen die Installation von Wasserzählern sperrten. Jetzt 
sind überall Zähler installiert und die Versorgung klappt reibungslos. 
5. Der Lebenstandrad, so Herr Bildigi, ist im kosovoweiten Vergleich aus seiner Sicht 
als mittelmäßig zu bewerten. Vor allem die mehrfache Blockade der Straße durch die 
drei serbischen Dörfer erschwerte die Neuansiedlung von Handwerk und Industrie. 
KFOR hat hier sehr erfolgreich eingegriffen. Dennoch ist die Industrieansiedlung jetzt 
meist außerhalb von JANJEVO zu finden und die kleinen Handwerksbetriebe bleiben 
aus. KFOR hat zwar einigen Kroaten kleinere Maschinen zur Verfügung gestellt, das 
reiche aber bei weitem nicht aus. 
6. Bewertung: 
Die Aussage von Herrn Bikligi bezüglich des Zusammenhalts aller Ethnien in der 
dörflichen Gemeinschaft möchte man dem ersten Eindruck zufolge als wahr 
hinnehmen. Zunächst steht dieser Aussage aber nichts entgegen. Das Dorf macht 
von der baulichen Substanz und der Pflege einen sehr guten Eindruck. Dies spiegelt 
sich auch bei seinen Bewohnern hinsichtlich der Bekleidung und dem äußeren 
Erscheinungsbild wieder.Die Zuordnung des Lebensstandards im mittleren Bereich 
dürfte zutreffend sein. Tiefste Armut wurde im ersten Eindruck nicht vorgefunden. Für 
genauere Aussagen ist ggf. ein weiterer Erkundungsauftrag anzusetzen. 
Beckenbauer 
Oberstleutnant

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58 
 
6.3. Ad –  hoc –  Erkundungen     
 
6.3.1.  Obilic und Plemetin     
 
Dienstag, 07.06.2005        
10.00 –  11.30 Uhr  Zwischenaufenthalt in Obilic und Plemetin  
(bei Pristina) 
Teilnehmer/innen: Fritz Schatschneider / Gisbert Brenneke / Stipe 
Miljkovic / Armin Zeric (AWO-Bremerhaven/ 
Heimatgarten) / Fatmir Rexhaj (AWO-Prizren) 
Wolfgang Witt (AWO-International) 
Susanne Jostameling / Fadil Mehmeti / Iijemija Berisa 
(Stadt Münster / Roma-Vertreter aus Münster) 
            
 
Zum Hintergrund 
Der Ort Subotic (Gemeinde Obilic) bei Pristina wurde auf Wunsch des mitreisenden 
Roma-Vertreters, Herrn Berisha, als Zwischenstopp auf der Fahrt zu den Gesprächen in 
Pristina aufgesucht. Herr Berisha ist in Subotic geboren und in der dortigen Roma-
Siedlung aufgewachsen.  
 
Die ehedem baulich und sozial intakte Roma-Siedlung und damit auch das Wohnhaus 
der Familie Berisha wurde von Albanern bis auf die Grundmauern zerstört und die 
komplette Roma-Bevölkerung (500 Familien) aus dem Ort vertrieben. Auslöser für 
Zerstörung und Vertreibung soll die von den Albanern angenommene Zusammenarbeit 
der Roma mit den ebenfalls aus Subotic vertriebenen Serben gewesen sein. Diese 
„Kollaboration“ mit den Serben  war im übrigen ein häufiger „Grund“ für gewalttätige 
Exzesse und Übergriffe auf serbokroatisch sprechende Roma durch die albanisch 
sprechende Mehrheit. 
 
Einige der aus Subotic gewaltsam vertriebenen Roma-Familien leben heute immer noch 
in mehreren Elendsquartieren (so genannten „Camps“) unter menschenunwürdigen 
Wohnverhältnissen außerhalb von Subotic und in Plementin. 
Herr Berisha traf im Roma-Camp von Subotic Verwandte und Freunde, die dort seit 
Jahren leben. Auch im 6. Jahr des Kosovo-Konflikts ist es offenbar nicht gelungen, für 
menschenwürdige Unterbringung und Versorgung mit den notwenigsten Bedarfsgütern  
zu sorgen. Es gibt keinerlei Aktivitäten, um den Wiederaufbau der zerstörten Siedlung 
und damit die Rückkehr der Vertriebenen in ihr altes Wohngebiet zu organisieren. 
 
Die Gemeinde Subotic begreift sich als ein von Albanern bewohnter Ort und ist nicht 
gewillt, andere Bewohner und Minderheiten rückkehren zu lassen. Diese Haltung trifft im 
Übrigen für sehr viele Kosovo-Gemeinden zu, in denen die dort lebende 
Bevölkerungsmehrheit keinerlei Interesse daran hat, stattgefundene Vertreibungen in 
der Gegenwart rückgängig zu machen und die den Zuzug von anderen Ethnien durch 
„Absprachen“ verhindern und ablehnen.

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6.3.2.  Pec und Decane 
 
Montag, 06.06.2005        
9.00–  17.00 Uhr  Erkundungsfahrt in die Region Pec 
Teilnehmer/innen: Stipe Miljkovic (AWO-Bremerhaven/ Heimatgarten)  
Susanne Jostameling (Stadt Münster) 
Fadil Mehmeti  (Nationenvertreter /Stadt Münster) 
 
            
 
 
Zum Hintergrund 
In Abänderung des vereinbarten Programms wurden am Montag zwei Gebietsregionen 
aufgesucht.   Seitens der Münsteraner Vertreter war der ausdrückliche Wunsch 
geäußert worden, zusätzlich auch das Gebiet rund um Pec aufzusuchen, da eine 
gewisse Anzahl der in Münster lebenden Roma von dort vertrieben worden sei.  
Wegen der Kurzfristigkeit konnte dieser Besuch nicht entsprechend mit 
Gesprächspartnern vorbereitet werden, sodass eine Selbsterkundung der dortigen 
Verhältnisse erfolgt ist. 
 
Erster Zielpunkt der Fahrt war das serbische Kloster in Decane, in dem Roma-
Flüchtlinge während der Bombardements durch die Nato und gegen Übergriffe und 
Gewaltaktionen seitens der Albaner sicheren Schutz gefunden haben. Herr Mehmeti 
gibt an, dass sich aus dem Gebiet Decane ca. 30 Personen (Roma und Sinti) zur Zeit in 
NRW und in anderen Bundesländern aufhalten. 
 
Es folgte der Besuchsaufenthalt in einer von Roma, Aschkali und Ägyptern bewohnten 
Siedlung in Pec. Dort leben zur Zeit ca. 800 Familien in festen Häusern. Für den 
laufenden Lebensunterhalt bekommen sie etwa 40,00 € Unterstützung („Sozialhilfe“) je 
Monat. Dieser Betrag ist das einzige Einkommen für die vielköpfigen Familien. Manche 
Familien zählen 10 und mehr Personen. Die Leute leben arm und es herrscht ein 
unglaubliches Elend. 
 
Der nächste Aufenthalt war Ljesawe, ein Roma-Dorf ca. 16 km in östlicher Richtung. 
Dort wurden alle Häuser von Roma, Aschkali und Ägyptern komplett bis auf die 
Grundmauern zerstört. Wiederaufbaumaßnahmen finden nicht statt. In den 
verbliebenen, wohnbaren Häusern leben heute Albaner. Aus diesem Ort leben derzeit 
noch 16 Familien in Münster.  Die gesamte Orts- und Infrastruktur ist nicht mehr 
vorhanden: es fehlen Häuser, Straßen, Strom und Wasser. Undenkbar, dass diese 
Familien auf absehbare Zeit dorthin zurückkehren könnten.

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6.4. Dokumentation         
6.4.1. Bilddokumentation 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kamenica 
06.06.2005  
Gespräch im Rathaus mit 
Herrn Shaip Surdulli 
(Bürger-meister) und 
Frau Teuta Selimi (Büro 
für Rückkehrer 
Herr Berisa (Mitte) und 
zwei Mitarbeiter aus dem 
Roma -Büro in Kamenica

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Wohnsiedlung für  
Roma in Kamenica  
06.06.2005  
Wohnen auf engem Raum  
Enge innen liegende Gassen

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Krasse Unterschiede 
 –  in unmittelbarer Nachbarschaft 
 
 
 
Wohnsiedlung für  
Roma in Kamenica  
06.06.2005

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Aus Deutsch land abgeschoben: von Düsseldorf nach Kamenica  
06.06.2005

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Gegensätze in der Nachbarschaft  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Roma-Haus im  
Dorf Berivojce  
(bei Kamenica) 
06.06.2005  
Neues Wohnhaus –  
Roma-Wohngebiet
In Kamenica  
06.06.2005  
Innenhof

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Subotic (Obilic) 
07.06.2005  
Zerstörte Roma -Siedlung 
im Ortskern. Hier 
wohnten mal 200 
Familien  
Plemetin  
07.06.2005  
 
Barackenlager für 
vertriebene Roma und 
Aschkali

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Lipjan 
08.06.2005  
Im Gespräch mit dem 
Bürgermeister –  Herm 
Xhevat Olluri (Bildmitte) 
Plemetin  
07.06.2005  
 
Begegnungen

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Janjevo 
08.06.2005  
Die Gastgeber:  
Herr Halim Bikliqi 
(Bürgermeister, 3. v. links)  
Herr Ismail Gradina (Roma-
Präsident, 2. v. links) 
Frau Oliga Gucic (Vertreterin 
der kroatischen  Minderheit, 
4.v. links) 
„Youth Center“ in Janjevo  
Head of (AWO-)Mission  
Fritz Schatschneider (rechts)

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Janjevo 
08.06.2005  
Blick über den Ort 
Alte Wege ... 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und neue Straßen –  gebaut 
mit amerikanischer Hilfe

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Janjevo 
08.06.2005  
Modernisierte Korn - und 
Getreidemühle  
Stillgelegte Metallfabrik –  
einst der größte Arbeitgeber 
im Ort

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Pec 
06.06.2005  
Zerstörte Roma -Siedlung  
Gespräche mit Alten  
und Jungen

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6.4.2. Einordnung: Roma, Aschkali, Ägypter im Kosovo 
Allgemeines 
Die Roma1 des Kosovo umfassen sehr unterschiedliche sprachliche und religiöse 
Gruppen. Während die Roma sonst in Europa überwiegend nomadisch leben, sind sie 
im Kosovo meist sesshaft. Verglichen mit den übrigen Balkanländern hatten die Roma 
des Kosovo den besten Lebensstandard, wohnten vorwiegend in festen Siedlungen und 
waren relativ gut in die Gemeinschaft integriert.  
 
Im wesentlichen lassen sich vier Gruppen unterscheiden:  
 
„Ethnische Roma " 
Sie identifizieren sich selbst als Roma und gebrauchen Romani (Romanes) als 
Muttersprache; sie sprechen aber auch albanisch und/oder serbisch, zum Teil türkisch. 
Je nach Siedlungsgebiet sind sie muslimischen, zu einem kleineren Teil katholischen 
oder orthodoxen Glaubens. Die kulturellen Traditionen werden gepflegt.  
 
Ashkali 
Etwa die Hälfte der Roma rechnet sich dieser Gruppe zu. Sie identifizieren sich selbst 
als Albaner, sprechen nur die albanische Sprache, tragen albanische Namen und sind 
Muslime. Ihre Kinder gingen auf albanische Schulen und bei Volkszählungen haben sie 
sich regelmäßig als „Albaner" bezeichnet. Von diesen werden sie aber als „Albaner 
zweiter Klasse"5 betrachtet. 
 
Ägypter (evgjite) 
Diese distanzieren sich von den Roma und den Ashkali. Im  Gegensatz zu den Roma 
wollen sie nicht aus Indien, sondern aus Ägypten stammen. Sie sprechen nur Albanisch 
und wollen aber weder Albaner noch Roma sein. Nur etwa 5000 –  10.000 Personen im 
Kosovo sollen sich selbst als Ägypter bezeichnet haben.  
 
Cergari Roma 
Es handelt sich um eine kleine Gruppe orthodoxen Glaubens. Ihre Angehörigen 
sprechen serbokroatisch, aber auch Romanes und leben nomadisch, normalerweise in 
serbisch-bewohnten Gebieten. Sie schlossen sich früher eng an die serbische 
Verwaltung an. 
Für alle Gruppen gilt: Den Mitgliedern ist die ethnische Zuordnung sehr wichtig; die 
albanische Seite hingegen differenziert grundsätzlich nicht.  
 
Aktuelle Entwicklung  
Nach Schätzungen waren vor dem Krieg 120.000 bis 150.000 Menschen, ca. 8 Prozent 
der Bevölkerung im Kosovo Roma und Ashkali.10 Laut Volkszählung von 1991 sollen es 
nur 2,5 Prozent gewesen sein. Damals wurden u.a. aber die vielen Roma und Ashkali 
nicht berücksichtigt, die sich als Albaner deklarierten. Es wird angenommen, dass nun 
mehr als die Hälfte der ursprünglichen Roma -Bevölkerung das Kosovo verlassen hat.  
Seit dem Abzug der serbischen Polizei- und Militärkräfte im Juni 1999 kommt es zu 
Massenflucht und Vertreibung der Roma und Ashkali, begleitet von einzelnen 
Verbrechen wie Folterungen, Entfüh rungen bis hin zu willkürlichen Tötungen. Die 
Kosovo-Albaner werfen den Roma die Loyalität zum früheren serbischen „Apartheid -
Staat" vor. Sie werden beschuldigt, bei den ethnischen Säuberungen und Vertreibungen

Informationsfahrt Kosovo  04.06. –  10.06.2005  AWO-Bremerhaven / Heimatgarten  
Handlager und Nutznießer gewesen zu sein. In den Augen der Kosovo -Albaner sind die 
Serben Feinde, die Roma jedoch Verräter, was weitaus schlimmer sei.  
 
Lage der verbliebenen Roma  
Während sich in einigen Ortschaften die albanische Bevölkerung hinter bedrohte Roma 
und Ashkali gestellt und eine Vertreib ung verhindert hat, kommt es in anderen Regionen 
immer wieder zu gewaltsamen Übergriffen. Viele flohen in Lager für „displaced 
persons". Die Roma/Ashkali-Gemeinschaften, die in ihren Städten und Dörfern blieben, 
haben fast überall Angst, ihre Wohngebiete z u verlassen. Seit Mitte September 1999 hat 
die UN-Verwaltung deshalb sog. „Civil Affairs Minority Officers" eingerichtet, mit 
Standorten in ausgewählten Gemeinden. Die „Officers" arbeiten eng mit der UNMIK; der 
KFOR, dem UNHCR und der OSZE zusammen, um die Sicherheit in den Regionen zu 
verbessern und um den Minderheiten den Zugang zum öffentlichen Leben zu 
ermöglichen. 
Etwa 60.000 Roma wichen nach Serbien aus. Ihre allgemeinen Lebensbedingungen 
sind unterschiedlich, zumeist relativ schwierig. In Montenegro lebt der größte Teil der 
geschätzt 8.000 –  10.000 Roma in Zeltlagern und in Baracken im Umkreis der Städte 
Podgorica, Niksic und Konik. Die allgemeine Lage wird von internationalen 
Organisationen als ungenügend bezeichnet.  
 
Quelle: Der Einzelentscheider -Brief, 7. Jahrgang, Januar 2000

Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen 
Vertretung in Deutschland 
 
 
 
 
Wallstrasse 9 – 13  Tel:  +49 30 202 202 0 
10179 Berlin  Fax: +49 30 202 202 20 
   Email: gfrbe@unhcr.ch 
 
 
 
 
UNHCR-Position zur fortdauernden internationalen Schutzbedürftigkeit  
von Personen aus dem Kosovo 
August 2004 
 
 
Einleitung 
 
1. Bei diesem Text handelt es sich um ei ne Aktualisierung der UNHCR- Position 
zur fortdauernden internationalen Schutzbedür ftigkeit von Personen aus dem Koso vo 
entsprechend der Darst ellung in d em vorausgegangenen Positionspapier von Januar 
2003 sowie in dem kürzlich veröffentlichten Posit ionspapier vom 30. März 2004, das 
angesichts der erneuten inter-ethnischen Konfrontationen herausgegeb en wurde. Der 
Schwerpunkt dieses Papiers lie gt auf der fortdauernden Notwe ndigkeit de s 
internationalen Schutzes von Minderheitengruppen aus dem Kosovo.  Obwohl di e 
überwiegende Mehrheit der Kosovo-Albaner ohne individue lle Schutzprobleme in den 
Kosovo zurückkehren konnte, gibt  es einige ausgewählte Gruppen von Kosovo-
Albanern, die Schutzanliegen habe n können,  wie sie in d iesem Papier beschr ieben 
werden. UNHCR wird seine Position entsprechend der weiteren Entwicklung der 
Situation vor Ort aktualisieren. 
 
2. Fünf Jahre nach dem Eingreifen de r NATO ist die Lage im Kosovo we iterhin 
komplex, und die Sicherheit der  Minderheitengemeinschaften gibt  nach wie vor 
Anlass zu großer Besorgnis. Im Jahr 2003 wuchs in einigen T eilen der kosovarischen 
Gesellschaft das Verständnis für die Notwendigkeit eines multi-ethnischen Kosovo als 
Grundlage für Gespräche über den zukünftigen  Status des Kosovo, insbesondere i n 
Hinblick auf das Ziel der Unabhängigkeit. Diese Entwicklung schien anfänglich einigen 
der Minderheitengemeinschaften zugute zu  kommen, füh rte sie  doch zu größe rer 
Bewegungsfreiheit, zu  einem verbesse rten Zuga ng zu grundlegenden 
Dienstleistungen und zu einer Lockerung der von den Sic herheitsbehörden, d.h. der 
KFOR, de r UN-Zivil polizei un d des Kosovo Poli ce Service , ergriffenen 
Sicherheitsvorkehrungen. Angehörige von Minderheitengemeinschaften blieb en 
jedoch weit erhin regelmäßig Ziel inter-ethnischer Übergriffe und Gewalt, die von 
Beleidigungen, Steinwürfen und systematischem Diebstahl bis zu  körperlich er 
Gewaltanwendung, Granatenangriff en und Töt ungen reich ten. Außerdem kam es in  
der zweiten Jahreshälfte 2003 im Vergleich zu 2002 zu einer Zunahme  
schwerwiegender Verbrechen gege n die serbische Minderheit. In eine m Umfeld, in 
dem inter-ethnische  Verbrechen nicht systematisch verfo lgt und selten aufgeklä rt 
werden, entsteht der verbreitete Eindruck, d ass Straflo sigkeit herr scht und d er 
Rechtsstaat ineffizient ist. Dieser E indruck wird  noch dadu rch verstärkt, dass viele  
weniger schwerwiegende inter-ethnische Strafta ten nicht an gezeigt werden, weil die  
Opfer Verge ltungsmaßnahmen vonseiten der Täter oder d er Mehrheit sgemeinschaft 
befürchten, zu der der Betroffene vielleicht e ine Beziehu ng brüchige r Tolerierun g 
aufgebaut hat. Jede m schwerwiegenden Sicherheit svorfall, de r sich  ge gen 
Minderheitenangehörige richtete, folgte eine Welle von Wohnraumveräußerungen und 
Abwanderung aus dem Kosovo. 
 
The UN Refugee Agency   L'Agence des Nations Unies pour les réfugiés

3. Eine weitere und äu ßerst schwerwiegende Bestätigu ng der br üchigen 
Sicherheitssituation für  die Minderheitengemeinschaften stellte der Ausbruch von  
Massendemonstrationen im März 2004 dar, die zu inte r-ethnischer Gewalt un d 
bürgerkriegsähnlichen Unruhen in einem seit 1999 nicht erlebten Ausmaß führten. Die 
Gewalt breitete sich rasch auf alle Teile des Kosovo aus und führte zu V ertreibungen, 
von denen Angehörige aller Minderheiten betroffen waren. Auffallend war dabei, dass 
Ziel systematischer Gewalt hauptsächlich  Angehörige solche r 
Minderheitengemeinschaften waren, die währe nd der vergangenen fü nf Jahre n icht 
vertrieben worden waren, obwohl auch Rückkehrer ge zielt angegr iffen wurden. 
Vorwiegendes Ziel dieser inter-ethnischen  Gewalt waren die Kosovo-Serben; 
gleichzeitig wurden jedoch auch  Angehörige d er Roma, Ashkali und Ägypter Opf er 
schwerer Übergriffe. Dies traf insb esondere auf die Stadt Vushtrri/Vucitrn zu, wo das 
gesamte Wohnviertel der Ashkali systematisch angegriffen wurde und Häuser zerstört 
und geplün dert wurden. Einige alb anische Ge meinschaften und Familien in e iner 
Minderheitensituation in den Kommunen im Norden des Kosovo waren ebenfalls 
Opfer von Angriffen und Gewalttaten. Gegenüber Bosniaken und Gorani kam es n icht 
zu gezielten Angriffen; einige von ihnen f ühlten sich jedoch in e inem Maße bedroht, 
das sie veranlasste,  ihr Wohngebiet vorsichtshalber zu verlassen, oder sich von d er 
Polizei an sicherere Orte eskortieren zu lassen.  
 
4. Die Sicherheitskräfte u nd die polit ische Führu ng waren außerstande, die  
Gewalt in einem früh en Stadium einzudämmen und a m Ende  d es dreitägig en 
Gewaltexzesses waren nach ersten Informationen 19 Tote und mehr als 950 Verletzte 
zu beklagen, wobei die Opfer – sowohl Tote a ls auch Verletzte – unte rschiedlichen 
Volksgruppen angehört en.1 Etwa 730 Häuser von Angehörigen von Minderheiten  
sowie 36 Kirchen, Klöster, religiö se Stätten und öffentliche Gebäude, in d enen 
Dienstleistungen für Minderheitena ngehörige erbracht wurden, wurde n beschädigt  
oder zerstö rt.2 Bis zum 23. März waren infolge der Unruhen insge samt mehr als 
4.100 Serben, Roma, Ashkali,  Ägypter und Alba ner aus Minderheitengemeinschaften 
Opfer von Vertreibung geworden. 
 
5. Diese Entwicklungen be legen unzweifelhaft, da ss die Bewohner des Kosovo, 
die nicht zur albanischen Volksg ruppe gehören, weiterhin Bedrohungen ihr er 
Sicherheit a usgesetzt sind, die ihr Leben und ihre Grundfreiheiten gef ährden. Die 
Situation von Mitglieder n der Minderheitengemeinschaften  und das Ausmaß der 
Gefahr, mit der sie konfrontiert sein können, hängen von einer Reihe von Faktoren ab, 
die nachfol gend aufgezeigt und detaillierter in dem Update vo m Juni 2004  
beschrieben werden.3 Kosovo-Serben und Roma  sind besonders gefährdet, was ihre 
Sicherheit betrifft,  aber Ashkali und  Ägypter sind eb enfalls we iterhin 
schwerwiegenden Bedrohungen ihrer Sicherheit ausgesetzt. 
 
6. UNHCR h ält daher  die Position aufrecht, dass Angehörigen der 
Gemeinschaften der Serben, Roma, Ashkali und Ägypte r weiterhin internationaler 
Schutz in Asylländern gewährt werden sollte. Die Rückkehr von Angehörigen dieser 
                                                           
1 United Nations, Security Council, “Report of the Secretary-General on the United Nations Interim 
Administration Mission in Kosovo”, Dokument S/2004/348, 30. April 2004, Paragraph 3 
2 ibid. Ein späterer Bericht berichtigt diese ursprünglichen Zahlen auf 20 Tote und insgesamt 935 
beschädigte oder zerstörte Häuser, Wohnungen und öffentliche Gebäude. Nach diesem Bericht war die 
erste Aufstellung unvollständig. Siehe auch United Nations, Security Council, „Report of the Secretary-
General on the United Nations Interim Administration Mission in Kosovo”, S/2004/613, 30. Juli 2004, 
Paragraphen 24 und 7  
 2
3 Detailliertere Hintergrundinformationen zur aktuellen Situation ethnischer Minderheiten im Kosovo 
enthält der Bericht „Update on the  Kosovo Roma, Ashkaelia, Egyptian, Serb, Bosniak,  Gorani and 
Albanian Communities in a Minority Situation“, UNHCR, June 2004. Der Bericht kann auf der Internet-
Seite von UNHCR unter der folgenden Adresse abgerufen werden: www.unhcr.ch  
The UN Refugee Agency   L'Agence des Nations Unies pour les réfugiés

Minderheiten sollte auf einer strikt freiwilligen Basis erfolgen und auf einer umfassend 
informierten, individuelle n Entscheid ung beruhen. Sie sollte n nicht zur Rückkehr i n 
den Kosovo gezwungen oder gedrängt werden. Dies gilt auch für Kosovo-Albaner, die 
aus Gebieten stammen,  in denen sie nun eine Minderheit darstellen. D arüber hinaus 
gibt es bestimmte Gruppen, die unabhängig davon, ob sie der Mehrheitsgemeinschaft 
oder de n Minderheitengemeinschaften  angehö ren, sch werwiegenden 
Sicherheitsrisiken einschließlich der Gefährdun g des Lebens oder der Gesundheit  
ausgesetzt werden könnten, wenn sie zum jetzigen Zeitpunkt zurückkehren würd en. 
Dazu zählen auch Mitglieder der Gemeinschaften der Kosovo-Bosniaken und Gorani. 
 
 
I. Ethnische Minderheiten 
 
A. Kosovo-Serben 
 
7. In den vergangenen zwölf Monaten ka m es zu einer Z unahme 
schwerwiegender ethnisch motivierter Gewalttaten gegen die Kosovo-Serben. Diese  
Verbrechen reichten von Beschuss mit Feuerwaffen über Granatenangriffe und d en 
Einsatz von Sprengkörpern bis zu  Brandstiftung und körperlicher Gewalttätigkeit. 
Während der gewaltsamen inter-ethnischen Unr uhen im Mä rz 2004 wurden Kosovo -
Serben angegriffen, von aufgebrachten Menschenmengen in ihren Häusern überfallen 
und daraus vertrieben, während die Häuser oder Wohnungen in Brand gesetzt 
wurden. Viele mussten von der KF OR e vakuiert werden, zum Teil aus brennenden 
Häusern. Der Brandstif tung folgte n verbreitet Plünderungen, die dr ei Tage la ng 
unvermindert anhielten.  Acht der 19 Todesopfer4 waren Kosovo-Serben, ebenfalls  
mehrere hundert der Verletzten, un d bei der überwiegenden Mehrzahl der zerstörten 
oder besch ädigten Häuser handelte es sich um Eigentu m von  Ang ehörigen der 
serbischen Volksgruppe. Mehr als 3.400 Personen oder 82 Prozent der infolge d er 
März-Unruhen Vertriebenen waren Kosovo-Serben, die vorübergehend Zuflucht  in  
KFOR-Feldlagern, öffentlichen Gebäuden und Privatunterkünften suchten. 
 
8. Die nach d er Vertreibung noch t agelang an haltenden Plünderungen und  
Versuche, Häuser, Kirchen, Klöster, religiösen Stätten und öffentlichen Einrichtungen 
der serbischen Bevö lkerung zu  zerstören, signalisier en nachdrücklich ein e 
Verweigerung des Rückkehrrechts,  auch und insbesonder e gegenüber denjenigen, 
die sich n ie zuvor gezwungen sahen, den Kosovo zu verlassen. Dies hat die 
serbischen Gemeinschaften insgesamt nachteilig betroffen, die freiwillige Rückkehr in 
den Kosovo zum Stillst and gebracht oder verzögert und e inen Teil der  verbliebenen 
Bevölkerung zur Abwan derung bewogen. Es muss darauf hingewiesen  werden, dass 
zum Zeitpunkt der Erstellung die ses Bericht s in vielen Gebieten die mutwillige  
Zerstörung und Plünderung beschädigter Häuser anhält, was Anlass zu großer So rge 
gibt. Es führt dazu, dass die Kosovo-Serben in einem Zustand ständiger Angst leben. 
Dies wird dadurch verschärft, dass gewaltsame Angriffe gegen einzelne Kosovo-
Serben andauern. In dem schwerwiegendsten Vorfall dieser Art seit de n Unruhen i m 
März wurde am 6. Juni 2004  ein 16-jähriger Ko sovo-Serbe aus e inem 
vorbeifahrenden Auto erschossen. 
 
9. Im Verlauf der Jahre wurde die Truppenstär ke der KFOR schrittweise und 
insgesamt erheblich v erringert. F este Sicher heitsposten am Eingang zu oder  in 
Minderheitengebieten wurden zugunsten de r Schaffung von „Ge bietssicherheit“ 
reduziert, was jedoch dazu führte, dass Minderheiteng emeinschaften Angriffen  
                                                           
 3
4 Ein späterer Bericht berichtigt diese ursprünglichen Zahlen auf 20 Tote; siehe auch United Nations, 
Security Council, “Report of the Secretary-General on the United Nations Interim Administration 
Mission in Kosovo“, S/2004/613, 30 July 2004, para. 24. 
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ungeschützter ausgeset zt waren. Gleichze itig h at die UN-Zivilpolizei Verantwortung  
an den Kosovo Police Service abgegeben. Diese Strategie der graduellen Lockeru ng 
der Sicherheitsmaßnahmen wu rde nach jedem sicherheitsbezogene n Zwischenfall 
während des letzten Ja hres zeitweise ausgeset zt. Infolge der Unruhen im März 2004 
wurden die Sicherheitsmaßnahme n an vielen  Orten jedo ch wieder verstärkt. Die 
Zufahrten zu vielen mono-ethnischen serbischen Dörfern werden rund um die Uhr von 
KFOR-Soldaten bewacht, und es werden zum Teil gründliche Kontrollen durchgeführt, 
bevor die Zufahrt ge stattet wird . Für besonders isoliert gelege ne serbische  
Gemeinschaften wurden im gesamten Kosovo die speziellen 
Beförderungsmaßnahmen mit Gelei tschutz wie der eingeführt; die Nachfrage nach 
diesen Eskorten üb ersteigt je doch bei weitem die Möglichke iten der 
Sicherheitsorgane, sei es nun KFOR oder UN-Zivilpolizei.5 Während die Verstärkung  
der KFOR-Präsenz im Kosovo unmittelbar nach den Unruhen die betroffen en 
Gemeinschaften in einem gewissen Maß beruhigte, schwindet dieses Vertrauen in ein 
sicheres U mfeld jetzt wieder rasch mit de m frühen, stufenweisen  Abzug dieser 
Truppen und der damit einhergehenden abermaligen Lockerung de r nach dem 
Gewaltausbruch im März eingeführten Sicherheitsmaßnahmen. 
 
10. Die eingeschränkte Bewegungsfreiheit hat gra vierende Konsequenzen für die  
Serben, deren Zugang zu grundleg enden Dienstleistun gen einschließ lich Schulen , 
Gesundheitsdiensten, Ämtern und Gerichten stark eingeschränkt ist. G leiches gilt für 
die Ausübung ihrer wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen  Rechte. Ihre 
wirtschaftliche Überlebensfähigke it wird d urch anhaltende Verstöße geg en 
Eigentumsrechte, et wa die illega le Besetzu ng von Wohnei gentum, 
Geschäftsgrundstücken und Agrarland sowie die Zerstörung von Eigentum, zusätzlich 
behindert. 
 
11. All diese Faktoren h aben sich  deutlich un d äußerst nachteilig a uf die 
Möglichkeit einer dauerhaften freiwilligen Rü ckkehr von Personen, einschließl ich der 
Opfer der le tzten Gewaltausbrüche, ausgewirkt. Unabhängig davon, ob  eine Perso n 
oder ihre F amilie unmittelbare körp erliche Sch äden erlitte n hat, trage n die ständige 
Einschüchterung, der Eindruck,  dass die  Schuldige n straflos bleiben, das 
wahrgenommene Versagen der Sicherheitsorgane bzw. ihrer begrenzten 
Möglichkeiten sowie die allgemein instabile Sicherheitslage zu einem Klima bei, in der 
die Befürchtung nicht nur der Serben, sondern auch anderer Minderheiten, bedroht zu 
sein, weiterhin wohlbegründet ist. 
 
B. Kosovo-Roma, Ashkali und Ägypter 
 
12. Bis März 2004 verbesserten sich die Sicherh eit, die Bewegungsfreih eit un d 
der Zugang zu grundlegenden  Dienstleist ungen für Angehörige dieser drei 
Gemeinschaften imme r weiter. Dabei muss jedoch betont werden, dass diese  
Entwicklung nicht einh eitlich verlief und es zwischen den dr ei Volksgruppen, von Ort  
zu Ort und bis zu eine m gewissen Grad abhä ngig von der Sprachenkompetenz der 
jeweiligen Gemeinschaften, auch weiterhin  erheblich e Unterschiede gibt.  Im 
Allgemeinen leben die Serbisch sprechenden Roma entweder mit den Kosovo-Serben 
zusammen oder wer den als ih nen näher  stehend wahrgenommen, und ihre 
Sicherheitslage ist  in v ielen Fällen  folglich äh nlich der  d er Serben. Die Albanisch  
sprechenden Ashkali und Ägypter scheinen da gegen eher geduldet zu werden u nd 
vergleichsweise größer e Bewegungsfreiheit u nd eine sta bilere Siche rheitslage zu 
genießen. 
 
                                                           
 4
5 United Nations, Security Council, Report of the Secretary-General on the United Nations Interim 
Administration Mission in Kosovo, S/2004/613, 30 July 2004, para. 31.  
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13. Die Schutzbedürftigkeit aller drei Minderheiten wird auch durch den Umstand  
belegt, dass es se lbst a n Orten, in die unter B eteiligung d er Mehrheitsbevölkerung 
Angehörige von  Mind erheiten zurückgekehrt  waren, a uch vor März 2004 zu 
sicherheitsrelevanten Zwischenfälle n kam. Diese drei Gemeinschaften waren in den  
letzten fünf  Jahren von verschiedensten Formen von Übergriffen betro ffen, die vo n 
ernst zu  nehmenden Bedrohungen, körperlicher Gewalttätigke it und 
Granatenangriffen bis zu Beleidigungen,  Steinwürfen, Diskriminierung un d 
Ausgrenzung reichten. 
 
14. Während der Unruhen im März 2004 kam es zu einer Reihe von Übergriffen  
gegenüber einzelne n Angehörigen der drei Mi nderheitengruppen. Noch  
schwerwiegender ist je doch, dass einer der gewalttätigsten und zer störerischsten 
Fälle von Vertreibung einer Minderheitsgemeinschaft in jene n Tagen die 
Ashkaligemeinschaft in  der Stadt Vushtrri/Vucitrn betraf. Hier wurde  das gesamt e 
Wohnviertel der Ashkali mit Ausnahme von drei Fa milien von aufgebrachten  
Menschenmengen systematisch ang egriffen, so dass schließlich 65 Ashkali-Familien 
von KFOR-Truppen evakuiert werden mussten. Ihre Häu ser wurden anschließe nd 
systematisch geplünde rt und niedergebrannt, und kein e der 65 Familien (259 
Personen) konnte bishe r zurückkeh ren. Wenngleich dieser Vorfall von manchen als 
isolierter Einzelfall ein gestuft wer den m ag, ist der An griff auf dieses Ashkali-
Wohnviertel auch insofern bedeutsam, als es sich um den Ort der ersten organisierten 
Rückkehr binnenvertriebener Ashkali aus Serbien im Jahre 2002 handelt, der weitere  
einzelne Rückkehrer folgten. Der systematische Angriff au f eine teilweise integr ierte 
Gemeinschaft (einige Mitglieder der Gemeinschaft waren während der vergangenen  
fünf Jahre in der Stadt Vushtrri/Vucitrn verblie ben, bei anderen handelt es sich um 
Rückkehrer) verbunden mit dem Au smaß der wiederholten Übergriffe und Straftaten, 
von de m die Ashkali- und Ägypter-Ge meinschaften betroffen sind, belegt  
nachdrücklich ihre fortdauernde Schutzbedür ftigkeit und die Möglichkeit, dass sie  
auch in Zukunft Opfer von gezielten Übergriffen werden könnten. 
 
15. Die Roma,  Ashkali u nd Ägypter suchen w eiterhin Zuf lucht in großen 
Gemeinschaften in überfüllten, oft informellen Siedlun gen ohne angemessene  
Infrastruktur. Zudem gibt es häufig Probleme  in Bezug auf Eigentumsfragen. Die 
Ereignisse vom März 2004 zeigen,  dass die Tatsache, dass (spontane, unterstützte 
oder organisierte) Rückkehrbewegungen stattgefunden haben, für sich allein nicht 
zwangsläufig oder u nmittelbar von einer substan ziellen Verb esserung ihrer 
allgemeinen Sicherheit ssituation zeugt; Vushtrri/Vucitrn ist ein typisches Beispiel 
hierfür. Angesichts dessen fühlen sich alle drei Minderheitengemeinschaften weiterhin 
begründet bedroht. 
 
C. Kosovo-Bosniaken und Gorani 
 
16. Die Sicherheitslage für Kosovo-Bosniaken und Gorani ist stabil geblieb en; es 
gibt keine Berichte über Fälle sch werwiegender Gewalta nwendung. Es gibt jedoch 
weiterhin F älle von E inschüchterung, Schikanierung u nd Diskriminierung, und  
Angehörige dieser Gemeinschaften zöge rn immer noch, a ußerhalb ihrer 
unmittelbaren Umgebung in der  Öffentlichkeit ihre Muttersprache zu  verwenden (die 
als Serbisch wahrgenommen we rden könnt e). Der Sprachfaktor schränkt ih re 
Bewegungsfreiheit im gesamten Kosovo weiterhin ein und behindert den 
gleichberechtigten Z ugang zu  Dienstleistungen u nd ihre  wirtschaf tliche 
Überlebensfähigkeit, da er die Erwerbschancen beeinträchtigt. Dies führte dazu, dass 
Angehörige dieser Minderheiten den Kosovo verließen. 
 
17. Obwohl sich während der Unruhen im März 2004 keine Übergriffe direkt gegen 
die Bosniaken und Gorani richteten , fühlten sich die Angehörigen diese r Gruppen an  
 5
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einigen Orten nicht sicher und entschieden sich vorsorglich, ihren  Wohnort zu 
verlassen. Zwei Familien wurden aus dem bosniakische n Viertel im Nordteil von  
Mitrovice/Mitrovica evakuiert; and ere verließen es auf eigene Initiative. Mehrere  
Gorani-Familien, die in  einem serbischen Vie rtel in Fushe Kosova/ Kosovo Pol je 
wohnten und ansehen mussten, wie ihre serbischen Nachbarn angegriffen wurden,  
verließen vorsorglich ihre Häuser. Wenn auch keine  weiteren Angriffe oder 
vorsorglichen Evakuierungen ge meldet wurden, verfolgten beide ethnisch e 
Gemeinschaften die Entwicklungen mit Besorgnis. Die Ereignisse haben unweigerlich 
dazu geführt, dass sich bei den Ge meinschaften das Gefühl de r Unsicherheit 
verstärkt hat und sie sich in einem Zustand ständiger Wachsamkeit befinden. 
 
18. Einzelne B osniaken u nd Gorani können eine begrü ndete Furcht vo r 
Verfolgung als Angehörige einer Minderheit haben, insb esondere wenn folgende  
Umstände berücksichtigt werden: (i) ihre tatsächli che oder vermutete frühere 
Verbindung mit dem serbischen Regime; (ii) di e ethnisch instabilen od er unsicheren 
Wohngebiete dieser Gemeinschafte n; (iii) ihre  j etzige oder empfundene Verbindung  
mit der serbischen G emeinschaft, beziehun gsweise alt ernativ der albanische n 
Gemeinschaft6; (iv) die Unberechenbarkeit und die fortdauernde Gefahr inter-
ethnischer gegen die Minderheiteng emeinschaften im Kosovo gerichteter Gewalt, di e 
durch die unzureichenden Reaktionsmechanismen des nationalen Schutzregimes und 
des nur mangelhaft funktionierenden Rechtsstaats noch verschärft werden. 
                                                           
 6
6 Ein typisches Beispiel für diesen Umstand ist die fragile Sicherheitslage im bosniakischen Viertel in 
Nord-Mitrovice/a: Während der gewaltsamen inter-ethnischen Unruhen Mitte März 2004 verließen 
mehrere bosniakische Familien auf eigene Faust oder mit polizeilicher Unterstützung dieses Viertel, um 
sich  - überwiegend in Süd-Mitrovice/a – in Sicherheit zu bringen. Nach dem Ende der gewaltsamen 
Unruhen kehrten die Familien wieder zurück. 
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D. Kosovo-Albaner 
 
19. Kosovo-Albaner, die a n ihrem Wohnort eine  ethnisch e Minderheit bilden, 
insbesondere in den Kommunen i m Norden des Kosovo, befinden sich  weiterhin in  
einer sehr prekären Sicherheitslag e. Eine starke KFOR-Präsenz ist n otwendig, um 
ihre Sicherheit in ihren Wohngebiet en zu gewährleisten. Die Einwohnerzahl in diesen  
Kommunen hat sich  ka um verände rt; nur sehr  wenige Personen sind  aus eigene m 
Antrieb zur ückgekehrt, was von dem schwierigen Umfeld zeugt. Ein e seit langem 
anhaltende Serie von Bedrohungen und Angriffen fand ihren Höhepunkt während der 
Unruhen im März 2004, als mehr  als 100 Personen au s dem Stadtzentrum von  
Mitrovice/Mitrovica vorübergehend vertrieben wurden. Ihre Wohnungen oder Häuser  
wurden von  Kosovo-Se rben umgehend besch ädigt und/o der besetzt.  Die mono-
ethnischen, abgeschieden liege nden Dorfgemeinschaften in den nördlichen 
Kommunen wurden zwar nicht angegriffen, sie waren jedoch von der Versorgung mit  
Nahrungsmitteln und grundlegenden Dienstle istungen a bgeschnitten bis KFOR 
Schutzeskorten organisierte. Die kosovo-albanischen Be wohner der Kommune  
Shterpc/Strpce, in der die Serben die Mehrheit stellen, verließen aus Furcht vor 
Vergeltungsangriffen ihr e Dörfer. Die gewalttätigen Unruhen und die anschließend 
weiterhin angespannte  Sicherheitslage bele gen unzweifelhaft ein e anhaltende  
Bedrohung ihrer Sicherheit. Kosovo-Albaner, die an ihrem Wohnort eine ethnische 
Minderheit bilden, kön nten sich schwerwiegenden Schutzproblemen ausgeset zt 
sehen. 
 
 
II. Schutzkategorien, die auf alle Bewohner des Kosovo (Personen, die aus dem 
Kosovo stammen) anwendbar sind 
 
20. Während die meisten Kosovo-Albaner ohne Schutzprobl eme zurückkehren 
können, gibt es be stimmte Kate gorien von Kosovo-Albanern, die  mit ernst en 
Problemen, einschließ lich der Bedrohung ihrer körperlichen Unversehrtheit, 
konfrontiert werden könnten, wenn sie an ihren Herkunftso rt zurückke hren würden.  
Neben den Kosovo-Al banern, die an ihren Wohnorten eine ethnische Minderheit  
bilden, zählen dazu: 
• Kosovo-Albaner in Mischehen und Personen gemischt-ethnischer Herkunft, 
und 
• Kosovo-Albaner, die mit dem serbi schen Regime nach 1 990 in Verb indung 
gebracht werden. 
 
21. Asylanträge von Angehörigen aller  Volksgruppen, die Verfo lgung befürchten, 
weil sie zu  einer der in diesem Positionspa pier aufgeführten Kategorien zählen, 
sollten sorgfältig geprüf t werden, damit die Notwendigkeit internationalen Schutze s 
festgestellt werden kann. Die jüngsten  Ausbrüche inter-ethnischer Gewalt 
unterstreichen die anh altende und  eindeutige  Ablehnung der Kosovo-Serben i m 
Kosovo sowie von Personen, die mit dieser Min derheit bzw. früheren oder derzeitigen 
serbischen Strukturen in Verbindung gebracht werden. 
 
22. Mit besonderer Aufmerksamkeit sollten auch Anträge traumatisierter Personen 
behandelt werden, die zwingende Gründe geltend machen können,  eine Rückkehr 
abzulehnen. Dies gilt insbesondere für Personen, die Opfer sehr schwerer Verfolgung 
waren, sowie für Folteropfer, Überlebende sexueller Gewalt und Zeugen vo n 
Verbrechen gegen die  Menschlich keit. Wie in Artikel 1C( 5) und 1C(6) der Genfer 
Flüchtlingskonvention festgelegt, sollte solche n Personen, die „sich a uf zwingende,  
auf früheren Verfolgungen beruhende Gründe“ berufen könn en, um d ie 
 7
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Inanspruchnahme des Schutzes des Landes abzulehnen, dessen Staatsangehörigkeit 
sie besitzen, die zuerkannte Flüchtlingsei genschaft angesichts der derzeit im Kosovo  
herrschenden Umstände nicht entzogen werden.7
 
 
III. Humanitäre Kategorien 
 
23. Personen in einer be sonders ve rwundbaren Situation können besondere 
Bedürfnisse haben, die im Zusammenhang mit einer Rückkehr berücksichtigt werden 
sollten. Dab ei sollte der  unzureiche nde Stand der Gesundheitsversorgung und der 
Sozialhilfeeinrichtungen beachtet  werden. Bei der folgend en Aufzählu ng handelt es 
sich um eine nicht vollständige Liste von Personen, die in diese Kategorie fallen: 
• chronisch kr anke oder andere schwerkranke Personen, deren Zustand eine 
spezialisierte medizinische Versorg ung erfordert, die im Kosovo derzeit  noch 
nicht verfügbar ist; 
• Personen mit schweren oder chronischen  psychisch en Erkrankungen 
(einschließlich posttrau matischer Belastungsst örungen), deren Zustand eine  
spezialisierte medizinische Versorg ung erfordert, die im Kosovo derzeit  noch 
nicht oder nur selten verfügbar ist; 
• Schwerbehinderte (einschließ lich ihrer Betreuungspersonen), deren  
Wohlergehen von einem besondere n Unterstützungssystem abhängig ist, das 
im Kosovo derzeit noch nicht verfügbar ist; 
• allein stehende ältere Menschen, die im Koso vo keine Ve rwandten und keine  
andere Form sozialer Unterstützung haben; 
• von ihren Eltern getrennte Kinder ohne Verwandte oder Betreuungsper sonen 
im Kosovo, bei denen man zu der Einschätzun g gelangt, d ass ihre Rü ckkehr 
in den Kosovo nicht dem Kindeswohl entspricht. 
 
24. Darüber hinaus sollte d ie Rückkehr in den Kosovo von Kindern, die von ihren 
Eltern getre nnt wurden und für die  im Kosovo Verwandte und Betreuungsperson en 
ermittelt wurden, nur er folgen, wenn dies dem  Kindeswohl entspricht  und auch n ur 
nach angemessener Vorankündigung und entsprechenden  Arrangements durch d en 
sie zurü ckführenden Staat, damit d ie Fürsorge  und der S chutz, d ie man dem Kind 
angedeihen lässt,  ununterbrochen gewährleistet sind. 
 
 
IV. Schlussfolgerung 
 
25. Die allgemeine Sicherheitslage im Kosovo vor den gewaltsamen Unruhen vom 
März 2004 hatte UNHCR veranlasst, seine Position beizubehalten, dass die 
Notwendigkeit internationalen  Schutzes für Angehörige von 
Minderheitengemeinschaften fortbesteht. Wenn auch in unterschiedlich em Maße, j e 
nach betroffener Minderheit und Ort schaft, waren diese Personen weiterhin durch die  
Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit sowie des Zugangs zu grundlegende n 
Dienstleistungen und  Rechten ebenso wie durch  die anh altend häu fige 
Gewaltanwendung un mittelbar gegen sie  oder ge gen ihre  Gemeinschaft 
schwerwiegend beeinträchtigt. 
 
                                                           
7 Siehe im Einzelnen: UN HCR, Han dbuch übe r Ve rfahren u nd Kriterien zur F eststellung der 
Flüchtlingseigenschaft, 1979, Ne uauflage Dezember 2003, Rdnr. 136; UNHCR, Richtlinien zum 
Internationalen Schutz: Beendigung der Flüchtlingseigenschaft im Sinne des Artikels 1C(5) und (6) des 
Abkommens v on 1951 über die R echtsstellung der Fl üchtlinge („ Wegfall der Um stände“-Klauseln), 
HCR/GIP/03/03, 10. Februar 2003, Rdnr. 20, 21 
 8
 
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26. Das plötzliche und une rwartete Aufflammen der inter-eth nischen Gewalt im 
März 2004, die rasche  Ausbreitun g auf alle Regionen d es Kosovo, die schein bar 
gezielte un d koordinier te Auswahl der Opfer/ Ziele sowie  die unzureichende u nd 
anfänglich langsam e Reaktio n der S icherheitskräfte habe n bei a llen 
Minderheitsgruppen im Kosovo  ein verstärktes Gefühl der Furcht und  der 
Verwundbarkeit h interlassen. Diese Ereignisse  ha ben nicht  nur ihr e 
Bewegungsfreiheit un d ihren Zugang zu grundlegenden Rechten un d 
Dienstleistungen weiter eingeschr änkt, sond ern auch zu einer substanziellen 
Verschlechterung ihres Sicherheitsgefühls und  ihrer Einschätzung be züglich eine s 
zukünftigen Verbleibs im Kosovo gef ührt. Bei der Entscheidu ng über Asylanträge von  
Personen aus dem Kos ovo muss diesen Faktor en neben der anhaltenden Instabilität 
der Sicherheitslage ausreichend Gewicht beigemessen werden. 
 
27. In Anbetracht des Vorstehenden bekräftigt UNHCR seine Position, dass  
Angehörigen von Minderheiten und anderer oben erwähnter Schutzkategorien im 
Kosovo weiterhin internationaler Schutz in Asylländern gewährt werden sollte. 
 
• Aus den dargestellten Gründen vertritt UNHCR die Position, dass Angehörige 
der Minderheitengemeinschaften d er Serben, Roma, Ashkali, Ägypte r und  
Kosovo-Albaner aus Gebieten, in denen sie e ine Minderheit darstelle n, nicht 
zur Rückkehr gezwungen oder gedrängt werden sollten. Eine solche Rückkehr 
würde diese Personen  nicht n ur ernsthaft g efährden, sondern auch zur 
weiteren De stabilisierung der Situation im Kosovo beitragen und damit di e 
Region für neue od er verstärkte inter-eth nische Ge walt und erneute 
Vertreibungen anfällig machen. Diese Gefahr ist sogar noch größer in Fällen, 
in denen Personen zwangsweise zurückge führt werden, die dan n als 
Binnenvertriebene in Minderheitengemeinschaften außerhalb ihres 
Herkunftsortes leben müssten. 
 
• Es ist von größter Bedeutung, dass die sicher e, würdevolle und daue rhafte 
Rückkehr von Serben, Roma, Ashkali, Ägyptern und Koso vo-Albanern, die an 
ihrem Herk unftsort ein e ethnisch e Minderheit bilden, a usschließlich auf  
freiwilliger Grundlage, koordiniert und nur sehr langsam stattfindet. Wie in den  
entsprechenden Absätzen weiter oben ausgeführt, sollte bei Asylanträgen von 
Bosniaken und Gorani eine umfa ssende ein zelfallbezogene Einsch ätzung 
vorgenommen werden. 
 
• Es ist wicht ig, dass Pe rsonen, die  die freiwilli ge Rückkeh r beantragen, die 
Entscheidung dazu au s freien Stücken und auf  der Grundlage umfassender 
Informationen über die aktuelle Situation im Kosovo treffen können. Personen, 
die die frei willige Rückkehr vor den Ereignissen von März 2004 beantragt 
haben, sollt e die Möglichkeit e ingeräumt werd en, ihren A ntrag auf Wunsch 
noch einmal zu überprüfen. 
 
• UNHCR u nterstützt d ie vollständige und umfassende Umsetzung der 
Resolution 1244 des U N-Sicherheitsrates vom Juni 1999,  in der erklär t wird, 
dass „die internationale zivile Präsenz unter anderem folgende Hauptaufgaben 
haben wird: „… Gewährleistung de r sicheren und ungehi nderten Rückkehr  
aller Flüchtlinge und Vertriebenen in ihre Heimat im Kosovo“ (Unterstreichung 
hinzugefügt). Deshalb verletzen Staaten im Falle erzwungener Rückkehr von 
Minderheitenangehörigen in die Sit uation von Vertriebenen außerhalb  ihres  
Herkunftsorts nach Auffassung von UNHCR den Geist der Resolution. 
 9
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V. Inländische Fluchtalternative 
 
28. UNHCR ist  der Auffa ssung, dass die Anwendung des Konzepts der 
inländischen Flucht- ode r Umsiedlungsalternativ e in Serbien und in Montenegro auf  
Personen aus dem Kos ovo, die dort einer ethnischen Minderheit angehören, in den  
meisten Fällen keine angemessene Option darstellen würde. Dies gilt insbesondere in  
Hinblick au f die Unmöglichke it von Personen, die aus de m Ausland zurückgefüh rt 
werden, sich als Binnenvertriebene in Serbien oder Montenegro registrieren zu lassen 
und die d araus folgen den Proble me, die sie beim Zu gang zu  g rundlegenden 
Menschenrechten und  Dienstleist ungen erwarten. 8 Im Übrigen gibt es bere its 
erhebliche Engpässe bei der Aufnahmekapazität. 9 Zudem ist UNHCR der Ansicht, 
dass die  Anwend ung des Konzepts der inländische n Flucht-  oder 
Umsiedlungsalternative auf diese Personen zu  einem Problem im Hinblick auf die 
Verpflichtungen zur Gewährleistung der Rückkehr von Flüchtlingen und 
Binnenvertriebenen in ihre Heimat führen könn te, die sich aus der Resolution 124 4 
des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen vom 10. Juni 1999 ergeben. 
 
UNHCR Genf 
13. August 2004 
(deutsche Übersetzung: UNHCR Berlin) 
   
                                                           
8 Siehe allgemein: UNHCR, „Guidelines on International Protection: ‚Internal Flight or Relocation 
Alternative’ within the context of Article 1A(2) of the 1951 Convention and/or 1967 protocol relating to 
the Status of Refugees“, HCR/GIP/03/04, 23 July 2003; UNHCR, „The Possibility of ‚Applying the 
Internal flight or Relocation Alternative within Serbia and Montenegro to Certain Persons Originating 
from Kosovo and Belonging to Ethnic Minorities There, August 2004. In diesem Papier sind 
Kernelemente aufgeführt, die berücksichtigt werden müssen, wenn während des individuellen 
Verfahrens zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft die Anwendung des Konzepts der inländischen 
Fluchtalternative erwogen oder wenn die Aufhebung des temporären Schutzes in Betracht gezogen wird. 
 10
9 Serbien und Montenegro (ohne Kosovo) hat bereits mehr als 220.000 Binnenvertriebene zusätzlich zu 
280.000 Flüchtlingen aufgenommen 
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DobrcaneDobrcaneDobrcaneDobrcaneDobrcaneDobrcaneDobrcaneDobrcaneDobrcane
StubllinëStubllinëStubllinëStubllinëStubllinëStubllinëStubllinëStubllinëStubllinë
PetrocPetrocPetrocPetrocPetrocPetrocPetrocPetrocPetroc
PetrovcePetrovcePetrovcePetrovcePetrovcePetrovcePetrovcePetrovcePetrovce
KmetofcKmetofcKmetofcKmetofcKmetofcKmetofcKmetofcKmetofcKmetofc
KmetovceKmetovceKmetovceKmetovceKmetovceKmetovceKmetovceKmetovceKmetovce
RanillugRanillugRanillugRanillugRanillugRanillugRanillugRanillugRanillug
RanilugRanilugRanilugRanilugRanilugRanilugRanilugRanilugRanilug
Kufcë e EpërmeKufcë e EpërmeKufcë e EpërmeKufcë e EpërmeKufcë e EpërmeKufcë e EpërmeKufcë e EpërmeKufcë e EpërmeKufcë e Epërme
Gornje KusceGornje KusceGornje KusceGornje KusceGornje KusceGornje KusceGornje KusceGornje KusceGornje Kusce PanqelëPanqelëPanqelëPanqelëPanqelëPanqelëPanqelëPanqelëPanqelë
PanceloPanceloPanceloPanceloPanceloPanceloPanceloPanceloPancelo
Kormnjan i EpërmKormnjan i EpërmKormnjan i EpërmKormnjan i EpërmKormnjan i EpërmKormnjan i EpërmKormnjan i EpërmKormnjan i EpërmKormnjan i Epërm
Gornje KorminjaneGornje KorminjaneGornje KorminjaneGornje KorminjaneGornje KorminjaneGornje KorminjaneGornje KorminjaneGornje KorminjaneGornje Korminjane
MiganofcMiganofcMiganofcMiganofcMiganofcMiganofcMiganofcMiganofcMiganofc
MiganovceMiganovceMiganovceMiganovceMiganovceMiganovceMiganovceMiganovceMiganovce
BushovatëBushovatëBushovatëBushovatëBushovatëBushovatëBushovatëBushovatëBushovatë
BusovataBusovataBusovataBusovataBusovataBusovataBusovataBusovataBusovata
ManushincManushincManushinc
Makresh i EpërmMakresh i EpërmMakresh i EpërmMakresh i EpërmMakresh i EpërmMakresh i EpërmMakresh i EpërmMakresh i EpërmMakresh i Epërm
Gornji MakresGornji MakresGornji MakresGornji MakresGornji MakresGornji MakresGornji MakresGornji MakresGornji Makres Makresh i PoshtëmMakresh i PoshtëmMakresh i PoshtëmMakresh i PoshtëmMakresh i PoshtëmMakresh i PoshtëmMakresh i PoshtëmMakresh i PoshtëmMakresh i Poshtëm
Donji MakresDonji MakresDonji MakresDonji MakresDonji MakresDonji MakresDonji MakresDonji MakresDonji Makres
DragancëDragancëDragancëDragancëDragancëDragancëDragancëDragancëDragancë
DraganacDraganacDraganacDraganacDraganacDraganacDraganacDraganacDraganac RajnofcRajnofcRajnofcRajnofcRajnofcRajnofcRajnofcRajnofcRajnofc
RajanovceRajanovceRajanovceRajanovceRajanovceRajanovceRajanovceRajanovceRajanovceStrazhëStrazhëStrazhëStrazhëStrazhëStrazhëStrazhëStrazhëStrazhë
StrazaStrazaStrazaStrazaStrazaStrazaStrazaStrazaStraza
QarrakofcQarrakofcQarrakofcQarrakofcQarrakofcQarrakofcQarrakofcQarrakofcQarrakofc
CarakovceCarakovceCarakovceCarakovceCarakovceCarakovceCarakovceCarakovceCarakovce
RomancëRomancëRomancëRomancëRomancëRomancëRomancëRomancëRomancë
TomanceTomanceTomanceTomanceTomanceTomanceTomanceTomanceTomance
BerivojcëBerivojcëBerivojcëBerivojcëBerivojcëBerivojcëBerivojcëBerivojcëBerivojcë
BerivojceBerivojceBerivojceBerivojceBerivojceBerivojceBerivojceBerivojceBerivojce
Ropotovë e VogëlRopotovë e VogëlRopotovë e VogëlRopotovë e VogëlRopotovë e VogëlRopotovë e VogëlRopotovë e VogëlRopotovë e VogëlRopotovë e Vogël
Malo RopotovoMalo RopotovoMalo RopotovoMalo RopotovoMalo RopotovoMalo RopotovoMalo RopotovoMalo RopotovoMalo Ropotovo
HodefcHodefcHodefcHodefcHodefcHodefcHodefcHodefcHodefc
OdevceOdevceOdevceOdevceOdevceOdevceOdevceOdevceOdevce
Ropotovë e MadheRopotovë e MadheRopotovë e MadheRopotovë e MadheRopotovë e MadheRopotovë e MadheRopotovë e MadheRopotovë e MadheRopotovë e Madhe
Veliko RopotovoVeliko RopotovoVeliko RopotovoVeliko RopotovoVeliko RopotovoVeliko RopotovoVeliko RopotovoVeliko RopotovoVeliko RopotovoPërlepnicëPërlepnicëPërlepnicëPërlepnicëPërlepnicëPërlepnicëPërlepnicëPërlepnicëPërlepnicë
PrilepnicaPrilepnicaPrilepnicaPrilepnicaPrilepnicaPrilepnicaPrilepnicaPrilepnicaPrilepnica
Kormnjan i PoshtëmKormnjan i PoshtëmKormnjan i PoshtëmKormnjan i PoshtëmKormnjan i PoshtëmKormnjan i PoshtëmKormnjan i PoshtëmKormnjan i PoshtëmKormnjan i Poshtëm
Donje KorminjaneDonje KorminjaneDonje KorminjaneDonje KorminjaneDonje KorminjaneDonje KorminjaneDonje KorminjaneDonje KorminjaneDonje Korminjane
DajkocDajkocDajkocDajkocDajkocDajkocDajkocDajkocDajkoc
DajkovceDajkovceDajkovceDajkovceDajkovceDajkovceDajkovceDajkovceDajkovce
DrenocDrenocDrenocDrenocDrenocDrenocDrenocDrenocDrenoc
DrenovceDrenovceDrenovceDrenovceDrenovceDrenovceDrenovceDrenovceDrenovce
ToponicëToponicëToponicëToponicëToponicëToponicëToponicëToponicëToponicë
ToponicaToponicaToponicaToponicaToponicaToponicaToponicaToponicaToponica
BostanBostanBostanBostanBostanBostanBostanBostanBostan
BostaneBostaneBostaneBostaneBostaneBostaneBostaneBostaneBostane
MarevceMarevceMarevceMarevceMarevceMarevce
DabishecDabishecDabishecDabishecDabishecDabishecDabishecDabishecDabishec
DabisevacDabisevacDabisevacDabisevacDabisevacDabisevacDabisevacDabisevacDabisevac
BolefcBolefcBolefcBolefcBolefcBolefcBolefcBolefcBolefc
BoljevceBoljevceBoljevceBoljevceBoljevceBoljevceBoljevceBoljevceBoljevce
JasenovikJasenovikJasenovikJasenovikJasenovikJasenovikJasenovikJasenovikJasenovik
JasenovikJasenovikJasenovikJasenovikJasenovikJasenovikJasenovikJasenovikJasenovik
LeshtarLeshtarLeshtarLeshtarLeshtarLeshtarLeshtarLeshtarLeshtar
LjestarLjestarLjestarLjestarLjestarLjestarLjestarLjestarLjestar
KrilevëKrilevëKrilevëKrilevëKrilevëKrilevëKrilevëKrilevëKrilevë
KriljevoKriljevoKriljevoKriljevoKriljevoKriljevoKriljevoKriljevoKriljevo
StrezofcStrezofcStrezofcStrezofcStrezofcStrezofcStrezofcStrezofcStrezofc
StrezovceStrezovceStrezovceStrezovceStrezovceStrezovceStrezovceStrezovceStrezovce
BushincëBushincëBushincëBushincëBushincëBushincëBushincëBushincëBushincë
BusinceBusinceBusinceBusinceBusinceBusinceBusinceBusinceBusince
BusinjceBusinjceBusinjceBusinjceBusinjceBusinjceBusinjceBusinjceBusinjce
BusinjceBusinjceBusinjceBusinjceBusinjceBusinjceBusinjceBusinjceBusinjce
CarefcCarefcCarefcCarefcCarefcCarefcCarefcCarefcCarefc
CarevceCarevceCarevceCarevceCarevceCarevceCarevceCarevceCarevce
Kremenatë IIKremenatë IIKremenatë IIKremenatë IIKremenatë IIKremenatë IIKremenatë IIKremenatë IIKremenatë II
Kremenata IIKremenata IIKremenata IIKremenata IIKremenata IIKremenata IIKremenata IIKremenata IIKremenata II
VaganeshVaganeshVaganeshVaganeshVaganeshVaganeshVaganeshVaganeshVaganesh
VaganesVaganesVaganesVaganesVaganesVaganesVaganesVaganesVaganes
TirincëTirincëTirincëTirincëTirincëTirincëTirincëTirincëTirincë
TirinceTirinceTirinceTirinceTirinceTirinceTirinceTirinceTirince
MeshinëMeshinëMeshinëMeshinëMeshinëMeshinëMeshinëMeshinëMeshinë
MesinaMesinaMesinaMesinaMesinaMesinaMesinaMesinaMesina
HajnocHajnocHajnocHajnocHajnocHajnocHajnocHajnocHajnoc
AjnovceAjnovceAjnovceAjnovceAjnovceAjnovceAjnovceAjnovceAjnovce
GrizimëGrizimëGrizimëGrizimëGrizimëGrizimëGrizimëGrizimëGrizimë
GrizimeGrizimeGrizimeGrizimeGrizimeGrizimeGrizimeGrizimeGrizime
HajkobilëHajkobilëHajkobilëHajkobilëHajkobilëHajkobilëHajkobilëHajkobilëHajkobilë
AjkobilaAjkobilaAjkobilaAjkobilaAjkobilaAjkobilaAjkobilaAjkobilaAjkobila
RahovicëRahovicëRahovicëRahovicëRahovicëRahovicëRahovicëRahovicëRahovicë
OraovicaOraovicaOraovicaOraovicaOraovicaOraovicaOraovicaOraovicaOraovica
GllogovicëGllogovicëGllogovicëGllogovicëGllogovicëGllogovicëGllogovicëGllogovicëGllogovicë
GlogovicaGlogovicaGlogovicaGlogovicaGlogovicaGlogovicaGlogovicaGlogovicaGlogovica
KremenatëKremenatëKremenatëKremenatëKremenatëKremenatëKremenatëKremenatëKremenatë
KremenataKremenataKremenataKremenataKremenataKremenataKremenataKremenataKremenata
GragjenikGragjenikGragjenikGragjenikGragjenikGragjenikGragjenikGragjenikGragjenik
GradjenikGradjenikGradjenikGradjenikGradjenikGradjenikGradjenikGradjenikGradjenik
BratillofcBratillofcBratillofcBratillofcBratillofcBratillofcBratillofcBratillofcBratillofc
BratilovceBratilovceBratilovceBratilovceBratilovceBratilovceBratilovceBratilovceBratilovce
FeriqevëFeriqevëFeriqevëFeriqevëFeriqevëFeriqevëFeriqevëFeriqevëFeriqevë
FiricejaFiricejaFiricejaFiricejaFiricejaFiricejaFiricejaFiricejaFiriceja
BosceBosceBosceBosceBosceBosceBosceBosceBosce
BosceBosceBosceBosceBosceBosceBosceBosceBosce
MoçarMoçarMoçarMoçarMoçarMoçarMoçarMoçarMoçar
MocareMocareMocareMocareMocareMocareMocareMocareMocare
StrelicëStrelicëStrelicëStrelicëStrelicëStrelicëStrelicëStrelicëStrelicë
StrelicaStrelicaStrelicaStrelicaStrelicaStrelicaStrelicaStrelicaStrelica
KopernicëKopernicëKopernicëKopernicëKopernicëKopernicëKopernicëKopernicëKopernicë
KoprivnicaKoprivnicaKoprivnicaKoprivnicaKoprivnicaKoprivnicaKoprivnicaKoprivnicaKoprivnica
KostadincëKostadincëKostadincëKostadincëKostadincëKostadincëKostadincëKostadincëKostadincë
KostadinceKostadinceKostadinceKostadinceKostadinceKostadinceKostadinceKostadinceKostadince
Shipashnicë e EpërmeShipashnicë e EpërmeShipashnicë e EpërmeShipashnicë e EpërmeShipashnicë e EpërmeShipashnicë e EpërmeShipashnicë e EpërmeShipashnicë e EpërmeShipashnicë e Epërme
Gornja SipasnicaGornja SipasnicaGornja SipasnicaGornja SipasnicaGornja SipasnicaGornja SipasnicaGornja SipasnicaGornja SipasnicaGornja Sipasnica
VriçefcVriçefcVriçefcVriçefcVriçefcVriçefcVriçefcVriçefcVriçefc
VrucevceVrucevceVrucevceVrucevceVrucevceVrucevceVrucevceVrucevceVrucevce
MarocëMarocëMarocëMarocëMarocëMarocëMarocëMarocëMarocë
MarovceMarovceMarovceMarovceMarovceMarovceMarovceMarovceMarovce
PoliçkëPoliçkëPoliçkëPoliçkëPoliçkëPoliçkëPoliçkëPoliçkëPoliçkë
PolickaPolickaPolickaPolickaPolickaPolickaPolickaPolickaPolicka
HodanocHodanocHodanocHodanocHodanocHodanocHodanocHodanocHodanoc
OdanovceOdanovceOdanovceOdanovceOdanovceOdanovceOdanovceOdanovceOdanovce
VelegllavëVelegllavëVelegllavëVelegllavëVelegllavëVelegllavëVelegllavëVelegllavëVelegllavë
VeljeglavaVeljeglavaVeljeglavaVeljeglavaVeljeglavaVeljeglavaVeljeglavaVeljeglavaVeljeglava
LaçiqLaçiqLaçiqLaçiqLaçiqLaçiqLaçiqLaçiqLaçiq
LjajcicLjajcicLjajcicLjajcicLjajcicLjajcicLjajcicLjajcicLjajcic
Karaçevë e UlëtKaraçevë e UlëtKaraçevë e UlëtKaraçevë e UlëtKaraçevë e UlëtKaraçevë e UlëtKaraçevë e UlëtKaraçevë e UlëtKaraçevë e Ulët
Donje KaracevoDonje KaracevoDonje KaracevoDonje KaracevoDonje KaracevoDonje KaracevoDonje KaracevoDonje KaracevoDonje Karacevo
TërstenëTërstenëTërstenëTërstenëTërstenëTërstenëTërstenëTërstenëTërstenë
TrstenaTrstenaTrstenaTrstenaTrstenaTrstenaTrstenaTrstenaTrstena
GmicëGmicëGmicëGmicëGmicëGmicëGmicëGmicëGmicë
GminceGminceGminceGminceGminceGminceGminceGminceGmince
ShahiqShahiqShahiqShahiqShahiqShahiqShahiqShahiqShahiq
SajicSajicSajicSajicSajicSajicSajicSajicSajic
BUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOCBUJANOC
Veliki TrnovacVeliki TrnovacVeliki TrnovacVeliki TrnovacVeliki TrnovacVeliki TrnovacVeliki TrnovacVeliki TrnovacVeliki Trnovac
Ravno BucjeRavno BucjeRavno BucjeRavno BucjeRavno BucjeRavno BucjeRavno BucjeRavno BucjeRavno Bucje
MuhovacMuhovacMuhovacMuhovacMuhovacMuhovacMuhovacMuhovacMuhovac
CarCarCarCarCarCarCarCarCar
ZarbinceZarbinceZarbinceZarbinceZarbinceZarbinceZarbinceZarbinceZarbince
TrstenaTrstenaTrstenaTrstenaTrstenaTrstenaTrstenaTrstenaTrstena
Gagicka MahalaGagicka MahalaGagicka MahalaGagicka MahalaGagicka MahalaGagicka MahalaGagicka MahalaGagicka MahalaGagicka Mahala
DupeljevoDupeljevoDupeljevoDupeljevoDupeljevoDupeljevoDupeljevoDupeljevoDupeljevo
Ravna BanjaRavna BanjaRavna BanjaRavna BanjaRavna BanjaRavna BanjaRavna BanjaRavna BanjaRavna Banja
Stara BanjaStara BanjaStara BanjaStara BanjaStara BanjaStara BanjaStara BanjaStara BanjaStara Banja
Ravni DelRavni DelRavni DelRavni DelRavni DelRavni DelRavni DelRavni DelRavni Del
RakovacRakovacRakovacRakovacRakovacRakovacRakovacRakovacRakovac
BllatëBllatëBllatëBllatëBllatëBllatëBllatëBllatëBllatë
BlatoBlatoBlatoBlatoBlatoBlatoBlatoBlatoBlato
BozhefcBozhefcBozhefcBozhefcBozhefcBozhefcBozhefcBozhefcBozhefc
BozevceBozevceBozevceBozevceBozevceBozevceBozevceBozevceBozevce
DazhincëDazhincëDazhincëDazhincëDazhincëDazhincëDazhincëDazhincëDazhincë
DazdinceDazdinceDazdinceDazdinceDazdinceDazdinceDazdinceDazdinceDazdince
DesivojcëDesivojcëDesivojcëDesivojcëDesivojcëDesivojcëDesivojcëDesivojcëDesivojcë
DesivojceDesivojceDesivojceDesivojceDesivojceDesivojceDesivojceDesivojceDesivojce
GjyrishecGjyrishecGjyrishecGjyrishecGjyrishecGjyrishecGjyrishecGjyrishecGjyrishec
DjurisevceDjurisevceDjurisevceDjurisevceDjurisevceDjurisevceDjurisevceDjurisevceDjurisevce
DomorocDomorocDomorocDomorocDomorocDomorocDomorocDomorocDomoroc
DomorovceDomorovceDomorovceDomorovceDomorovceDomorovceDomorovceDomorovceDomorovce
Shipashnicë e PoshtmeShipashnicë e PoshtmeShipashnicë e PoshtmeShipashnicë e PoshtmeShipashnicë e PoshtmeShipashnicë e PoshtmeShipashnicë e PoshtmeShipashnicë e PoshtmeShipashnicë e Poshtme
Donja SipasnicaDonja SipasnicaDonja SipasnicaDonja SipasnicaDonja SipasnicaDonja SipasnicaDonja SipasnicaDonja SipasnicaDonja Sipasnica
GogollofcGogollofcGogollofcGogollofcGogollofcGogollofcGogollofcGogollofcGogollofc
GogolovceGogolovceGogolovceGogolovceGogolovceGogolovceGogolovceGogolovceGogolovce Karaçevë e EpërmeKaraçevë e EpërmeKaraçevë e EpërmeKaraçevë e EpërmeKaraçevë e EpërmeKaraçevë e EpërmeKaraçevë e EpërmeKaraçevë e EpërmeKaraçevë e Epërme
Gornje KaracevoGornje KaracevoGornje KaracevoGornje KaracevoGornje KaracevoGornje KaracevoGornje KaracevoGornje KaracevoGornje Karacevo
KolloleqKolloleqKolloleqKolloleqKolloleqKolloleqKolloleqKolloleqKolloleq
KololecKololecKololecKololecKololecKololecKololecKololecKololec
KoretinKoretinKoretinKoretinKoretinKoretinKoretinKoretinKoretin
KoretinKoretinKoretinKoretinKoretinKoretinKoretinKoretinKoretin
KranidellKranidellKranidellKranidellKranidellKranidellKranidellKranidellKranidell
KrajnidelKrajnidelKrajnidelKrajnidelKrajnidelKrajnidelKrajnidelKrajnidelKrajnidel
LisocëLisocëLisocëLisocëLisocëLisocëLisocëLisocëLisocë
LisackaLisackaLisackaLisackaLisackaLisackaLisackaLisackaLisacka
MuçivercMuçivercMuçivercMuçivercMuçivercMuçivercMuçivercMuçivercMuçiverc
MucivrceMucivrceMucivrceMucivrceMucivrceMucivrceMucivrceMucivrceMucivrce
NovosellëNovosellëNovosellëNovosellëNovosellëNovosellëNovosellëNovosellëNovosellë
Novo SeloNovo SeloNovo SeloNovo SeloNovo SeloNovo SeloNovo SeloNovo SeloNovo Selo
HogoshtHogoshtHogoshtHogoshtHogoshtHogoshtHogoshtHogoshtHogosht
OgosteOgosteOgosteOgosteOgosteOgosteOgosteOgosteOgoste
RubofcRubofcRubofcRubofcRubofcRubofcRubofcRubofcRubofc
RobovacRobovacRobovacRobovacRobovacRobovacRobovacRobovacRobovac
RogoçicëRogoçicëRogoçicëRogoçicëRogoçicëRogoçicëRogoçicëRogoçicëRogoçicë
RogacicaRogacicaRogacicaRogacicaRogacicaRogacicaRogacicaRogacicaRogacica
SedllarSedllarSedllarSedllarSedllarSedllarSedllarSedllarSedllar
SedlareSedlareSedlareSedlareSedlareSedlareSedlareSedlareSedlare
CfircëCfircëCfircëCfircëCfircëCfircëCfircëCfircëCfircë
SvirceSvirceSvirceSvirceSvirceSvirceSvirceSvirceSvirceTugjecTugjecTugjecTugjecTugjecTugjecTugjecTugjecTugjec
TudjevceTudjevceTudjevceTudjevceTudjevceTudjevceTudjevceTudjevceTudjevce
ZajçecZajçecZajçecZajçecZajçecZajçecZajçecZajçecZajçec
ZajcevceZajcevceZajcevceZajcevceZajcevceZajcevceZajcevceZajcevceZajcevce
ZhujëZhujëZhujëZhujëZhujëZhujëZhujëZhujëZhujë
ZujaZujaZujaZujaZujaZujaZujaZujaZuja
KllobukarKllobukarKllobukarKllobukarKllobukarKllobukarKllobukarKllobukarKllobukar
KlobukarKlobukarKlobukarKlobukarKlobukarKlobukarKlobukarKlobukarKlobukar
TërniqefcTërniqefcTërniqefcTërniqefcTërniqefcTërniqefcTërniqefcTërniqefcTërniqefc
TrnicevceTrnicevceTrnicevceTrnicevceTrnicevceTrnicevceTrnicevceTrnicevceTrnicevce
BukovikBukovikBukovikBukovikBukovikBukovikBukovikBukovikBukovikLivoç i EpërmLivoç i EpërmLivoç i EpërmLivoç i EpërmLivoç i EpërmLivoç i EpërmLivoç i EpërmLivoç i EpërmLivoç i Epërm
MuzgovëMuzgovëMuzgovëMuzgovëMuzgovëMuzgovëMuzgovëMuzgovëMuzgovë
MozgovoMozgovoMozgovoMozgovoMozgovoMozgovoMozgovoMozgovoMozgovo
ShillovëShillovëShillovëShillovëShillovëShillovëShillovëShillovëShillovë
SilovoSilovoSilovoSilovoSilovoSilovoSilovoSilovoSilovo
VelleglaveVelleglaveVelleglaveVelleglaveVelleglaveVelleglaveVelleglaveVelleglaveVelleglave
Donje VeljeglavaDonje VeljeglavaDonje VeljeglavaDonje VeljeglavaDonje VeljeglavaDonje VeljeglavaDonje VeljeglavaDonje VeljeglavaDonje Veljeglava
KonculjKonculjKonculjKonculjKonculjKonculjKonculjKonculjKonculj
LopardinceLopardinceLopardinceLopardinceLopardinceLopardinceLopardinceLopardinceLopardince
OruglicaOruglicaOruglicaOruglicaOruglicaOruglicaOruglicaOruglicaOruglica
PribovcePribovcePribovcePribovcePribovcePribovcePribovcePribovcePribovce
GrbavceGrbavceGrbavceGrbavceGrbavceGrbavceGrbavceGrbavceGrbavce
Kamenicë / Kamenica 
%River
Stream
First Category
Second
Third
Water bodie
Railway
5 km Grid
Village / Settlement
Municipal capital
X:\Maps\Workspaces\Simple Maps\10 Kamenicë
Source: WEU, NIMA
Prishtina, Kosova, February 20, 2001
International Border
Municipal boundary
Republic Border
Provincial Border
Scale
1:150,000
Kilometers
2.5 0 2.5 5

Table of Contents 
 
1. Area and Population 
2. Civil Administration 
3. Political Parties 
4. Local and International NGOs 
5. Other Civilian International Presence 
6. Religion, Places of Worship and Cultural Institutions 
7. Media 
8. Judicial System 
9. Police, Civil Protection, and Military Presence 
10. Economy 
11. Infrastructure 
12. Social Service, Health and Education 
13. Returns Process 
__________________________________________ 
Kamenicë/Kamenica 
February 2005

2
1. Introduction: Area and Population 
 
Kamenicë/Kamenica is the most eastern of Kosovo’s municipalities, bordering Serbia proper, Prishtinë/Priština, 
Novobërdë/Novo Brdo, and Gjilan/Gnjilane. There is an estimated 58,500 people living in 74 villages and, according to 
the unreliable 1991 census, 73% were Kosovo Albanians and 25% Kosovo Serbs, with a small percentage of Roma, 
Macedonians, and Montenegrins. Currently the population is approximately 82% Kosovo Albanian and 17% Kosovo 
Serb, including a small number of Roma. 
 
During the OSCE Kosovo Verification Mission (KVM) no major incidents of human rights violations were reported in 
Kamenicë/Kamenica. Although the atmosphere in the municipali ty was tense as in other parts of the province, the scale 
of battle damage and related violence during the conflict was markedly lower than in other areas of Kosovo. The large 
concentration of Kosovo Serbs and the absence of a stro ng Kosovo Liberation Army (KLA) presence might have 
contributed to the low level of damage and activity during t he conflict. Still, the end of conflict led to major flows of 
Kosovo Serbs and Romas either across the boundary to the southern part of Serbia proper, or to the enclaves within the 
municipality. 
 
In July 1999 Kosovo Serbs had left 11 villages in the municipality.  While there were about 950 Romas living in 
Kamenicë/Kamenica municipality before the conflict, today there are about 500 mostly in the Kosovo Serb areas of 
Kamenicë/Kamenica town and Berivojcë/Berivojce. Some of these are IDPs from elsewhere in Kosovo. Freedom of 
movement for the Kosovo Serb and Roma population has improved over the last year. Like most other towns in Kosovo 
Kamenicë/Kamenica saw riots in mid-March in 2004. Despite the violence however, no houses were burned and the 
minority population did not flee.  
 
There are three Kosovo Serb areas within the municipality. The first, south of Kamenicë/Kamenica town (the villages of 
Ranilug/Ranilluk, Veliko Ropotovo/Ropotovë e Madhe and Do nje Korminjane/Korminjani i Poshtëm), cons tituting the 
main Kosovo Serb ‘enclave’ in the area and is home of about 5,000 individuals. The villages are connected to each other 
and to Serbia proper. Freedom of movement in and between these three villages is good. The second area comprises of 
the Kosovo Serb villages north of Kamenicë/Kamenica town and is much smaller (around 200 inhabitants per village) 
and close to mixed villages. The third Kosovo Serb area is in Kamenicë/Kamenica town and Berivojcë/Berivojce.  
 
Sharing a border with Serbia proper is a source of tensions, and violent incidents took place in the boundary region 
during the 2001 conflict in Southern Serbia in the Preševo Valley. However, considering the delicate geographical 
circumstances and the mixed ethnic composition of the population, the overall situation is calm. 
 
Table 1.1: Ethnic Composition 
Population Kosovo Albanians Kosovo Serbs Romas Total 
 Number % Number % Number % Number 
1991 census 37,632 73.4 12,930 25.2 573 1.1 51,272 
Aug 2003 52,000 82.5 10,500 16.6 500 0.8 63,000 
Source: 1991 figure: FRY Institute of Statistics (it is noted that the 1991 census was highly politicised and is thus unreliable) 
Current figure: UNMIK Gjilan/Gnjilane, August 2003 (un-official) 
 
2. Civil Administration 
 
After the 1999 conflict, a self-styled civil administration was established, led by the Kosovo Liberation Army (KLA). On 25 
August 1999, the UN appointed an Interim Municipal Board, composed of members of the LDK and the PDK as well as 
Kosovo Serbs. Following the Kosovo -UN Joint Interim Administrative Structure Agreement, the UN appointed a 
Municipal Council on 3 February 2000 and an Administrative Board on 7 April 2000. The first Municipal Elections in 2000 
created an LDK led Municipal Assembly. 
 
The second Municipal Elections in 2002 led to the creation of a Municipal Assembly composed of 14 LDK, 9 PDK, 4 
AAK, 2 KP, 1 KOS, and 1 DSS members. As there are no appointed memb ers in the new Municipal Assembly, the 
Kosovo Serbs are now represented with only four seats compared to eleven (appointed) delegates during 2000-2002. 
Another result of the SRSG’s decision not to have appointed members is that there is no longer any Roma 
representative in the Kamenicë/Kamenica Municipal Assembly.

3
The representation of women in the MA has notably improved. Out of 31 assembly members, 9 are women (29%). In the 
previous assembly, female representation was only 9%. 
 
After the violent riots throughout Kosovo in March 2004, th e four Kosovo Serbian MA delegates of Kamenicë/Kamenica 
Municipal Assembly did not attend or participate in the municipal legislative work; a short appearance at the MA session 
in autumn 2004 prevented them from losing their MA seats for 6 months continuous absence. The Kosovo Serbian 
Additional MA President justified the boycott with the alleged lack of municipal infrastructure projects in minority areas 
and failure to meet the fair share quota in the municipal budget. 
 
Table 2.1: Composition of the Municipal Assembly  
Name of Municipal Assembly Member   Political Affiliation  
Mr. Shaip Surdulli LDK/ President 
Mr. Ruzhdi Qehaja* LDK 
Ms. Nexhmije Kallaba LDK/ Vice President 
Mr. Shaban Berisha LDK 
Mr. Islam Isufi LDK 
Ms. Minivere Maka LDK 
Mr. Qemajl Morina LDK 
Mr. Haqif Agaj LDK 
Ms. Ilirianë Jusufi LDK 
Mr. Abdullah Hashani LDK 
Mr. Hysen Krivaqa LDK 
Ms. Fahrije Kryeziu LDK 
Mr. Nijazi Kastrati LDK 
Mr. Bektesh Dërmaku LDK 
Mr. Begzad Sinani PDK 
Mr. Muhamet Rexha PDK 
Ms. Bedrije Morina PDK 
Mr. Bajram Dërmaku PDK 
Mr. Rexhep Vranja PDK 
Ms. Ilmije Keqmezi PDK 
Mr. Muhamet Kallaba PDK 
Mr. Kujtim Gashi PDK 
Ms. Naziktere Spahiu PDK 
Mr. Shefket Canaj AAK 
Mr. Fatmir Krasniqi AAK 
Ms. Sanije Toska AAK 
Mr. Afrim Sijarina AAK 
Mr. Ivan Stanojković KP – Additional Deputy President 
Mr. Vesna Kenić KP 
Mr. Živorad Tomić DSS 
Mr. Živko Stanković KOS 
 
Municipal Assembly Committees  
Committee  Chairperson / Affiliation  Vice-chairperson / Affiliation 
Policy and Finance Committee Shaip Surdulli \ LDK  
Mediation Committee va cant Gradimir Miki ć / KP 
Communities Committee Ivan Stanojkovi ć \ KP Nexhmije Kallaba / LDK 
Education, Culture, Youth and Sport Nijazi Kastrati \ LDK Ilmije Keqmezi / PDK 
Planning and development  TBD TBD 
Naming and re-naming of streets, squares, quarters and localities  Shaban Berisha \ LDK Bedrije Morina / PDK 
Gender equality and protection of children rights Naziktere Spahiu \ PDK Ibadete Ahmeti / PDK 
Taking care of martyrs families, war invalids, health and social issues Sadik Thaqi  \ LDK Enver Morina / PDK 
Spatial planning, environment protection and public services  Bektesh Dërmaku  \ LDK Mustafë Rrudhani / PDK 
 
Like the Municipal Assembly, the municipal administration is si milarly multi-ethnic in nature and includes ten Directors 
(eight Kosovo Albanians, one Kosovo Serb and one origin ally from FYR Macedonia). Currently out of 169 municipal 
employees, 129 are Kosovo Albanians, 39 Kosovo Serbs and one Macedonian. In addition 14 Kosovo Serbs and two 
Roma work in the MCO. The Department Directors, listed be low along with the Chief Executive Officer and the Head of 
the Municipal Community Office, are members of the Board of Directors. Although according to UNMIK Regulation 
2001/36 the civil servants are to be non-political posts, in reality most Directors are active members of political parties.

4
Table 2.2: Board of Directors 
Director / Professional Background / Affiliation (if any)  Municipal Department  
Mr. Islam Thaçi, lawyer  Chief Executive Officer  
Mr. Enver Ajvazi, lawyer  Director , Department of Local Administration 
Mr. Sabri Morina, teacher  Dire ctor, Department of Education 
Mr. Fatmir Matoshi, journalist  Director , Department for Culture, Youth and Sport 
Mr. Raif Ramabaja, economist  Director, D epartment for Economy, Planning and Development 
Mr. Mehmetdali Canaj, construction engineer   Director, Department fo r Urbanism, Planning and Reconstruction 
Mr. Xhevat Leci, Military Academy Director , Department of Civil Protection and Emergency 
Mr. Rifat Hajdari, lawyer  Director, D epartment for Health and Social Services 
Mr. Mitko Kotarski, engineer  Director, Department for Public Utilities 
Mr. Nebojša Kenić, engineer of geodesy Director, Departm ent for Cadastre, Geodesy and Property 
Mr. Naim Canaj, economist Director, Department for Budget & Finance 
Mr. Nebojša Simić, chemist  Head of Local Municipal Office 
 
Some Kosovo Serb employees in the education, health, and social sectors still receive salaries from Belgrade, in 
addition to the salaries provided by UNMIK. 
 
 
3. Political Parties 
 
LDK was the dominant party with many supporters before 1998 and continues to dominate political life in the 
municipality, though it lost support after the municipal elections of 26 October 2002. LDK received 45.2% of the votes, 
PDK 27.4%, AAK 11,2%, KP 7.2%, KOS 2.5% and DSS 3.9%. For the 2002 Municipal Elections, 10 Political Entities 
were certified to run for elections in Kamenicë/Kamenica municipality. Over 44% of the registered voters in the 
municipality cast their ballots and all ethnic communities participated.  
 
In the 2004 Assembly Elections, 43% of registered voters in Kamenicë/Kamenica municipality cast their vote for 
Assembly of Kosovo. 
 
Table 3.1: Political Parties 
Party  Municipal Leader Kosovo-wide Leader 2000 Vote  Seats 
in MA 
2002 Vote  Seats 
in MA 
Democratic League of Kosovo (LDK) Mr. Shaip Su rdulli Mr. Ibrahim Rugova 59.8%  19 45.24% 14 
Democratic Party of Kosovo (PDK) Mr. Emin Kras niqi Mr. Hashim Thaçi 28.0%    9 27.38%   9 
Alliance for the Future of Kosovo (AAK) Mr. Lulzim Leci Mr. Ramush Haradinaj  8.4%   11.23%   4 
National Movement for the Liberation of 
Kosovo (LKÇK) 
Mr. Ismet Lakna Mr. Fatmir Humolli -   1 0.39%   0 
Liberal Party of Kosovo (PLK) Mr. Anton Ramadani  Mr. Gjergj Dedaj 0.6%    0 0.42%   0 
Social Democratic Party of Kosovo (PSDK) Mr. Milit Thaqi Ms. Kaqusha Jashari 0.6%   0 1.40%   0 
Albanian Christian Democratic Party of 
Kosovo (PSHDK) 
Mr. Avni Krasniqi Mr. Mark Kr asniqi 0.4%    0 -   - 
Coalition Return (KP)  Not appointed Mr. Zoran Živkovi ć -   - 7.21%   2 
Democratic Party of Serbia (DSS) Mr. Živorad Tomi ć Mr. Vojislav Koštunica -   - 3.90%   1 
Kosovo Objective Party (KOS) Mr. Živko Stankovi ć Mr. Milja Popovi ć -   - 2.52%   1 
Democratic Party (DS) Mr. Djordje Andrejević Mr. Zoran Živkovi ć -   - -   - 
New Democracy (ND) Mr. Miodrag Aritonović Mr. Dušan Mihailovi ć -   - -   - 
Serbian Renewal Movement (SPO) Mr. Gradimir Miki ć Mr. Vuk Draškovi ć -   - -   - 
Socialist Party of Serbia (SPS) Mr. Branislav Zdravkovi ć Mr. Slobodan Miloševi ć -   - -   - 
Radical Party of Serbia (SRS) Mr. Boban Jevti ć Mr. Vojislav Šešelj -   - -   - 
Monarchist Movement Mr. Ljubiša Jevti ć Mr. Slobodan Ćirović -   - -   -  
Roma Citizens’ Initiative of Kosovo (IQRK) Mr. Ramiz Kryeziu Mr. Gani Toska -   - 0.39%   0 
Democratic Alternative of Kosovo (ADK) Mr . Nazim Maliqi Ms. Edita Tahiri -   - - - 
Justice Partu (PD) Mr. Idriz Muji Mr. Sylejman Çerkezi -   - -  - 
Citizens’ Initiative ORA Mr. Albert Isufi Mr. Veton Surroi -   - -  - 
 
 
4. Local and International NGOs 
 
Most of the local NGOs were founded after 1999, except for the Council for the Defence of Human Rights and Freedoms 
and the Mother Theresa Society. Although many local NGOs have been registered, their level of activities ranges widely, 
partly due to lack of funding.

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Table 4.1: Local Kosovo Albanian NGOs active in the municipality 
Name Main focus Contact Person (phone / fax / e-mail) 
Albanian Women’s League  Health Education; hum anitarian  Naziktere Spahiu Tel.: 0280 71 545  
Council for the Defence of Human Rights and 
Freedoms  
Human rights Nuhi Kosumi Tel.: 0280 71 155,  
 
Alternative Youth Association “Millenium” Culture Albert Isufi Tel.: 0280 71 639  
Independent Cultural and Artistic Association Dardana Culture Shaban Ajvazi Tel.: 0280 70 530  
Kosovo Red Cross  Humanitarian Rexhep Morina 
Mother Theresa Society Humanitarian Ai d Aziz Matoshi, Manager: Ramadan Gashi  
Fortesa Women’s group Sanije Jahiri  Tel.: 0280 71-535; Mob.: 044 368 955  
Youth Centre (Multiethnic) Youth activities Sadullah Ahmeti   Mob.: 044 244 338  
 
Table 4.2: Local Kosovo Serb and Roma NGOs active in the municipality 
Name Main focus Contact Person (phone/fax/e-mail) 
Krivorećanka Women’s group Radmila Anti ć Tel.: 0280 70 204 
Kosovka Devojka Women’s group  Olivera Nikoli ć, Tel.: 0280 71 292  
Domorovka Women’s group Mikica Djuri ć, Tel.: 0280 75 403  
Marco Polo Women’s group Biserka Nikoli ć Tel.: 0280 71 302  
Nada Women’s group Vesna Miki ć   
Sopke Women’s group Nenica Cvetkovi ć  
Udruzeni Women’s group Jashina Nisi ć Tel.: 0280 71 302  
Nova Budućnost Women’s group Biljana Ivkovi ć Tel.: 0280 70 316  
Omladinska Organizacija Ropotovo  Youth group Davor Petkovi ć Tel.: 0280 75 305  
VIVA Youth group Dragan Arsi ć 
Renesansa Korminjane Youth group Olgica Mladenovi ć Tel.: 0280 75 231  
Udruženje za Budućnost Mladih  Youth group Ivan Krsti ć  
Sveta Zemlja  Youth group Ivan Petrovi ć Tel.: 0280 75 889  
Udruženje Stanovnika Sela Drenovca  Women’s group Sladjana Stevi ć 
Sveti Nikola  Returns  Branislav Vasi ć Tel.: 0280 70 662  
Posuzo Divdipe Roma issues Ramiz Kryeziu Tel.: 0280 70 579  
Community Centre Ropotovo Community concerns Ivan Krsti ć, Manager Tel.: 0280 75-158; 044 398 154  
 
International NGOs are based in Gjilan/Gnjilane and visit Kamenicë/Kamenica on a regular basis. 
 
5. Other Civilian International Presence 
 
In August 1999 the UN Civil Administration began to hold regular meetings with the local community leaders in the 
municipality and in September 1999 a permanent presence of the UN Civil Administration was established. The OSCE 
Field Office became operational in the beginning of September 1999 and closed in December 2001. Presently the OSCE 
Office in Gjilan/Gnjilane covers the area and opened a Cont act Office in the Municipal Building in March 2002. OSCE 
also established a Community Centre in the Kosovo Serb village of Ropotovo/Ropotovë in March 2001, which has since 
been handed over to a local NGO. 
 
A branch of the United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR) located in Gjilan/Gnjilane, visits the 
municipality regularly and is active in the returns process, along with its implementing partners. 
 
Table 5.1: The Pillars 
Name Number of staff (international / national) Contact Person Title Contact Number 
UNCivil Administration  2 internat ional;  5 national  Muhammad Zia Municipal  Representative 0280 71 992 
 
6. Religion, Places of Worship, and Cultural Institutions 
 
There are 25 Mosques in Kamenicë/Kamenica, plus one Teqe (an Islamic “monastery”) in Topanicë/Toponica and an 
Islamic Tyrbe mausoleum in Rogoçicë/Rogacica. 21 Mosques, the Teqe, and the Tyrbe are functioning. The Assembly of 
the Islamic Union, comprising of three representatives from  each mosque in the municipality, elects the Council of 
Islamic Union. Currently, the President of this Union is Mr. Bejtullah Hashani, who holds a four-year mandate. The 
religious leaders of the municipality are generally not very influential in the community. 
 
There are 19 Serbian Orthodox churches in Kamenicë/Kamenica municipality. Five of these churches are only used 
once a year for St. Patron’s Days and one is not functioning at all.

6
Among 10 Cultural Centres existing in Kamenicë/Kamenica municipality, only four are functioning. The Cultural Centre in 
Kamenicë/Kamenica town serves Kosovo Albanians, Kosovo Serbs and the Roma Community. All the buildings are in 
relatively bad condition.  
 
Table 6.1 Primary Religious Leaders 
Name  Title Religious Organisation 
Bejtullah Hashani Imam of Muçivërc/Mu čivrce 
President of the Islamic Union Kamenicë/Kamenica municipality 
Islamic Union 
Hamdi Morina Imam of Kamenicë/Kamenica town Islamic Union 
Nikola Trajković Priest of Kamenicë/Kamenica to wn  Serbian Orthodox Church  
 
Table 6.2: Primary Mosques, Churches, etc. 
Type of Building Towns/Places 
Mosques Busovatë/Busovata, Kamenicë/Kamenica, Karaqevë e Epërm/Gornje Kara čevo, Kopërnicë/Koprivnica, Koretin/Koretin, 
Muçivërcë/Mučivrce, Hodonoc/Odanovce, Hogosht/Ogošte, Petroc/Petrovce, Poliçkë/Poli čka, Rogoçicë/Roga čica, Shipashnicë e 
Epërm/Gornja Šipašnica, Krilevë/Krilejvo, Topanicë/Toponica, Dajkofc/Dajkovce, Tuxhevc/ Tudjevce, Meshinë/Mešina, Sfircë/Svirce,  
Kranidoll/Krajnidell, Zhuj ë/Zuja, Desivojcë/Desivojce, Shipashnicë e Posh tme/Donja Šipašsnica; Karaqevë e Poshtme /Donje 
Karačevo 
Teqe  Topanicë/Toponica 
Tyrbe  Rogoçicë/Roga čica 
Orthodox Churches Ajnovce/Hajnoc (2), Kam enicë/Kamenica, Domorovce/Domorovcë, Donje Ko rminjane/Korminjani i Poshtëm, Ranilug/Ra nilluk (2), 
Veliko Ropotovo/Ropotovë e Madhe, Drenovce/Drenoc, Rajanovce/R ajanoc, Malo Ropotovo/Ropotovë e Vogël, Busince/Bushince, 
Vaganeš/Vakanesh, Shipashnicë e Poshtme/Donje Šipašnica, Re čane/Reqan, Boljevce/Bolec, Kolole č/Kolloleq,  Meshine/Mešina, 
Berivojcë/Berivojce, Boževce/Zotaj (destroyed), Petroc/Petrovce (destroyed) 
Cultural Centres Kamenicë/Kamenica, Hogosht/Ogošte, Rogoçicë/Roga čica, Veliko Ropotovo/Ropotovë e Madhe; Ranilug/Ranilluk 
 
 
7. Media 
 
There is one multi-ethnic radio station in the municipality called Radio Kamenica, established in October 1999, which 
broadcasts music as well as local information. Two additional radio stations, Radio Premiera (news and music) and 
Radio 24 (music) were established in August 2000. There is a youth radio station based in Korminjane/Korminjan called 
Radio Index, which broadcasts news and music.  
 
Albanian language newspapers are easily available throughout the municipality. After the settlement of the conflict in 
southern Serbia in 2001 and the opening of Gate 5 to Serbia proper, Serbian language newspapers are now also freely 
available. 
 
Table 7.1: List of TV/Radio Stations 
Name of media Type of Media (newspaper, 
radio, etc.) 
Editor/Correspondent Language of Programmes/News 
Radio Premiera Radio station Mr. Riza Isufi, owner Albanian 
Radio 24 Radio station Mr. S hefqet Keqmezi, owner Albanian 
Radio Kamenica Radio station Mr. Ar jan Mavriqi,  Mr. Ljubiša Denković Albanian and Serbian 
Radio Index Radio Station Mr. Ivan Risti ć Serbian 
 
 
8. Judicial System 
 
There is a Minor Offence and a Municipal Court in Kamenicë/Kamenica, both established on 6 March 2000. Currently 
there are no Kosovo Serb judges, following the promotion of a Municipal Court judge to the District Court in 
Gjilan/Gnjilane. A second Kosovo Serb appointed judge has refused to take up his post, as he would then loose his 
salary and pension in Serbia proper. Both Courts are situ ated in a newly constructed building with good working 
conditions (courtesy of a donation from USAID).  
 
Table 8.1: Judges  
Name Title Ethnicity 
Hevzi Murseli President Muni cipal Court Kosovo Albanian 
Memin Sylaj Judge Municipal  Court Kosovo Albanian 
Sylejman Ajvazi Judge Munici pal Court Kosovo Albanian 
Shaban Spahiu President Minor O ffence Court Kosovo Albanian 
Salihe Berisha-Ahmetaj Judge Minor  Offence Court Kosovo Albanian

7
Veli Kryeziu Judge Minor Off ence Court Kosovo Albanian 
Basri Morina Judge Minor Off ence Court Kosovo Albanian 
 
9. Police, Civil Protection, and Military Presence 
 
The Kosovo Police Service (KPS) comprises a total of 124 o fficers in the municipality. T here are 93 Kosovo Albanian 
officers, 30 Kosovo Serbs and one Roma. The Police Statio n in Kamenicë/Kamenica became independent in December 
2004 and the KPS officers are monitore d by the Regional UN Police. The st ation also has a KPS Captain (Kosovo 
Albanian) who acts as Station commander  and 5 lieutenants (4 Ko sovo Albanian and 1 Kosovo  Serb). The KPS officers 
are directly involved in all aspects of policing. They are patro lling the streets, conducting investigations and dealing with 
traffic issues. Ethnically mixed KPS patrol units are used in Kamenicë/Kamenica Municipality.  
 
Currently UN Police is composed of 2 police officers.  
 
Russian KFOR left the municipality in June 2003 and there is only US KFOR presence currently. US KFOR has Civil 
Affairs and Liaison Teams in Kamenicë/Kamenica.  
 
Table 9.1: Police and Military Presence 
Name Commander/ 
Leader 
Phone/fax/e-mail Number of Police Officers, 
Soldiers, etc. 
Ethnic Composition, Nationality 
KPS Nazif Hajrizi 
KPS Captain 
0280 72 265 
0280 72 244 
124 Kosovo Albanian; Kosovo Serb; Roma 
UNMIK Police James van Beek 0280 71 241 2 International 
KFOR Major Gustav Bogmenko  Not available US  
 
 
10. Economics  
 
There are all sorts of small-scaled businesses in the municipalit y. Most of the SOEs are not working but some are in the 
process of being privatised by the KTA. The Brick Factory was put up for a 10 year long lease in 2002 (paying a 
symbolic amount of rent to KTA) and Vëllezerit Borovci begun production in April 2003 and currently employs 76 people 
(50% Kosovo Albanians and 50% Kosovo  Serbs). Hugo’s Brewery is another fairly successful business with 16 
employees and investments from Sweden. 
 
11. Infrastructure 
 
Less than 25% of the population in the municipality is connected to the public water supply, which only covers 
Kamenicë/Kamenica town and some surrounding villages, but which is of good quality thanks to recent investments (incl. 
replacing 80% of pipes). This water supply may decrease during the summer months. Private wells and springs provide 
water for the remaining population and the quality of private wells varies widely.  
 
The sewage and refuse disposal systems in the municipality are in poor condition and in many villages, inhabitants divert 
the untreated sewage into rivers or dig holes. The road condi tions have improved in the past two years, with investments 
from both the municipality and international donors in some  rural areas. Many villages are however still inaccessible 
during some periods of the year, due to poor road conditions. 
 
12. Social Services, Health, and Education 
 
Social Services 
There are two separate Centres for Social Welfare in the municipality. One is located in Kamenicë/Kamenica town and 
meant to serve all inhabitants, but de facto works for the Kosovo Albanians. The second is located in the village of 
Ranilug/Ranilluk, serving the Kosovo Serbs and Roma inhabitants. Following the mid March riots in 2004, these two 
CSWs have limited their previously good co-operation. 
 
Health 
There is a Health Centre located in Kamenicë/Kamenica town that provides first aid and general assistance. There are 
also 16 ambulantas in the municipality (one in Kamenicë/Kamenica town, nine in Kosovo Albanian villages, six in Kosovo

8
Serb villages, and one in a mixed village). The closest Hospital is in Gjilan/Gnjilane but for serious cases, most Kosovo 
Serbs use health facilities located in Serbia proper. Due to t he bad road conditions and the consequent isolation of some 
villages, access to proper and adequate health care is often a problem for all communities, especially in winter. US 
KFOR provide some medical care with mobile clinics. 
 
Education 
There are a total of 23 schools in Kamenicë/Kamenica, not in cluding satellite classes. Of these, 17 are primary schools, 
(12 Kosovo Albanian and 5 Kosovo Serb), two secondary schools, (one Kosovo Albanian and one Kosovo Serb), two 
technical high schools, (one Kosovo Albanian and one Kosovo Serb), and three kindergartens, (one Kosovo Albanian 
and two Kosovo Serb). Like elsewhere in Kosovo, there are two systems of education, and an unwillingness exists 
amongst some educational staff to integrate the systems.  
 
13. Returns Process 
 
The Municipal Working Group on Returns meets on a fortnightly basis and is attended by all agencies involved in the 
returns process. The meetings are also attended by local counterparts, as well as IDP representatives. The group seems 
to be seriously engaged in this important process and consequently has adopted the Municipal Strategy for sustainable 
return as envisaged in Kosovo Standards Implementation Plan. 
 
According to UNHCR, 313 Kosovo Serbs and 72 Roma have returned to the municipality of Kamenicë/Kamenica since 
2000
.

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LIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJANLIPLJAN
LuzhnicëLuzhnicëLuzhnicëLuzhnicëLuzhnicëLuzhnicëLuzhnicëLuzhnicëLuzhnicë
LuznicaLuznicaLuznicaLuznicaLuznicaLuznicaLuznicaLuznicaLuznica
BllacëBllacëBllacëBllacëBllacëBllacëBllacëBllacëBllacë
BlaceBlaceBlaceBlaceBlaceBlaceBlaceBlaceBlace
ZborcZborcZborcZborcZborcZborcZborcZborcZborc
ZborceZborceZborceZborceZborceZborceZborceZborceZborce
PetroviqPetroviqPetroviqPetroviqPetroviqPetroviqPetroviqPetroviqPetroviq
PetrovicPetrovicPetrovicPetrovicPetrovicPetrovicPetrovicPetrovicPetrovic
CaralevëCaralevëCaralevëCaralevëCaralevëCaralevëCaralevëCaralevëCaralevë
CrnoljevoCrnoljevoCrnoljevoCrnoljevoCrnoljevoCrnoljevoCrnoljevoCrnoljevoCrnoljevo
RancëRancëRancëRancëRancëRancëRancëRancëRancë
RanceRanceRanceRanceRanceRanceRanceRanceRance
BelincëBelincëBelincëBelincëBelincëBelincëBelincëBelincëBelincë
BelinceBelinceBelinceBelinceBelinceBelinceBelinceBelinceBelince
MuzeqinëMuzeqinëMuzeqinëMuzeqinëMuzeqinëMuzeqinëMuzeqinëMuzeqinëMuzeqinë
MuzicaneMuzicaneMuzicaneMuzicaneMuzicaneMuzicaneMuzicaneMuzicaneMuzicane
TermTermTermTermTermTermTermTermTerm
TrnTrnTrnTrnTrnTrnTrnTrnTrn
DavidofcDavidofcDavidofcDavidofcDavidofcDavidofcDavidofcDavidofcDavidofc
DavidovceDavidovceDavidovceDavidovceDavidovceDavidovceDavidovceDavidovceDavidovce
Miradi e PoshtmeMiradi e PoshtmeMiradi e PoshtmeMiradi e PoshtmeMiradi e PoshtmeMiradi e PoshtmeMiradi e PoshtmeMiradi e PoshtmeMiradi e Poshtme
Donje DobrevoDonje DobrevoDonje DobrevoDonje DobrevoDonje DobrevoDonje DobrevoDonje DobrevoDonje DobrevoDonje Dobrevo
Bardh i MadhBardh i MadhBardh i MadhBardh i MadhBardh i MadhBardh i MadhBardh i MadhBardh i MadhBardh i Madh
Veliki BelacevacVeliki BelacevacVeliki BelacevacVeliki BelacevacVeliki BelacevacVeliki BelacevacVeliki BelacevacVeliki BelacevacVeliki Belacevac
VragoliVragoliVragoliVragoliVragoliVragoliVragoliVragoliVragoli
VragolijaVragolijaVragolijaVragolijaVragolijaVragolijaVragolijaVragolijaVragolija
Bardh i VogëlBardh i VogëlBardh i VogëlBardh i VogëlBardh i VogëlBardh i VogëlBardh i VogëlBardh i VogëlBardh i Vogël
Mali BelacevacMali BelacevacMali BelacevacMali BelacevacMali BelacevacMali BelacevacMali BelacevacMali BelacevacMali Belacevac
PomazotinPomazotinPomazotinPomazotinPomazotinPomazotinPomazotinPomazotinPomazotin
PomazatinPomazatinPomazatinPomazatinPomazatinPomazatinPomazatinPomazatinPomazatin UglarUglarUglarUglarUglarUglarUglarUglarUglar
UgljareUgljareUgljareUgljareUgljareUgljareUgljareUgljareUgljare
BresjeBresjeBresjeBresjeBresjeBresjeBresjeBresjeBresje
BresjeBresjeBresjeBresjeBresjeBresjeBresjeBresjeBresje
SkullanSkullanSkullanSkullanSkullanSkullanSkullanSkullanSkullan
SkulanevoSkulanevoSkulanevoSkulanevoSkulanevoSkulanevoSkulanevoSkulanevoSkulanevo
Gushtericë e EpërmeGushtericë e EpërmeGushtericë e EpërmeGushtericë e EpërmeGushtericë e EpërmeGushtericë e EpërmeGushtericë e EpërmeGushtericë e EpërmeGushtericë e Epërme
Gornja GustericaGornja GustericaGornja GustericaGornja GustericaGornja GustericaGornja GustericaGornja GustericaGornja GustericaGornja Gusterica
Gushtericë e UlëtGushtericë e UlëtGushtericë e UlëtGushtericë e UlëtGushtericë e UlëtGushtericë e UlëtGushtericë e UlëtGushtericë e UlëtGushtericë e Ulët
Donja GustericaDonja GustericaDonja GustericaDonja GustericaDonja GustericaDonja GustericaDonja GustericaDonja GustericaDonja Gusterica
Rufc i VjetërRufc i VjetërRufc i VjetërRufc i VjetërRufc i VjetërRufc i VjetërRufc i VjetërRufc i VjetërRufc i Vjetër
Staro RujceStaro RujceStaro RujceStaro RujceStaro RujceStaro RujceStaro RujceStaro RujceStaro Rujce
ShushicëShushicëShushicëShushicëShushicëShushicëShushicëShushicëShushicë
SusicaSusicaSusicaSusicaSusicaSusicaSusicaSusicaSusica
LlugëLlugëLlugëLlugëLlugëLlugëLlugëLlugëLlugë
LugLugLugLugLugLugLugLugLug
GllanicëGllanicëGllanicëGllanicëGllanicëGllanicëGllanicëGllanicëGllanicë
GlanicaGlanicaGlanicaGlanicaGlanicaGlanicaGlanicaGlanicaGlanicaDobrajë e MadheDobrajë e MadheDobrajë e MadheDobrajë e MadheDobrajë e MadheDobrajë e MadheDobrajë e MadheDobrajë e MadheDobrajë e Madhe
Velika DobranjaVelika DobranjaVelika DobranjaVelika DobranjaVelika DobranjaVelika DobranjaVelika DobranjaVelika DobranjaVelika Dobranja
RadevëRadevëRadevëRadevëRadevëRadevëRadevëRadevëRadevë
RadevoRadevoRadevoRadevoRadevoRadevoRadevoRadevoRadevo
Fushticë e EpërmeFushticë e EpërmeFushticë e EpërmeFushticë e EpërmeFushticë e EpërmeFushticë e EpërmeFushticë e EpërmeFushticë e EpërmeFushticë e Epërme
Gornja FusticaGornja FusticaGornja FusticaGornja FusticaGornja FusticaGornja FusticaGornja FusticaGornja FusticaGornja Fustica MedvecMedvecMedvecMedvecMedvecMedvecMedvecMedvecMedvec
MedveceMedveceMedveceMedveceMedveceMedveceMedveceMedveceMedvece
Fushticë e PoshtmeFushticë e PoshtmeFushticë e PoshtmeFushticë e PoshtmeFushticë e PoshtmeFushticë e PoshtmeFushticë e PoshtmeFushticë e PoshtmeFushticë e Poshtme
Donja FusticaDonja FusticaDonja FusticaDonja FusticaDonja FusticaDonja FusticaDonja FusticaDonja FusticaDonja Fustica
MagureMagureMagureMagureMagureMagureMagureMagureMagure
MaguraMaguraMaguraMaguraMaguraMaguraMaguraMaguraMagura
Dobrajë e VogëlDobrajë e VogëlDobrajë e VogëlDobrajë e VogëlDobrajë e VogëlDobrajë e VogëlDobrajë e VogëlDobrajë e VogëlDobrajë e Vogël
Mala DobranjaMala DobranjaMala DobranjaMala DobranjaMala DobranjaMala DobranjaMala DobranjaMala DobranjaMala Dobranja
BatushëBatushëBatushëBatushëBatushëBatushëBatushëBatushëBatushë
BatuseBatuseBatuseBatuseBatuseBatuseBatuseBatuseBatuse
Miradi e EpërmeMiradi e EpërmeMiradi e EpërmeMiradi e EpërmeMiradi e EpërmeMiradi e EpërmeMiradi e EpërmeMiradi e EpërmeMiradi e Epërme
Gornje DobrevoGornje DobrevoGornje DobrevoGornje DobrevoGornje DobrevoGornje DobrevoGornje DobrevoGornje DobrevoGornje Dobrevo
PreocPreocPreocPreocPreocPreocPreocPreocPreoc
PreocePreocePreocePreocePreocePreocePreocePreocePreoce
Karreticë e EpërmeKarreticë e EpërmeKarreticë e EpërmeKarreticë e EpërmeKarreticë e EpërmeKarreticë e EpërmeKarreticë e EpërmeKarreticë e EpërmeKarreticë e Epërme
Gornja KoreticaGornja KoreticaGornja KoreticaGornja KoreticaGornja KoreticaGornja KoreticaGornja KoreticaGornja KoreticaGornja Koretica
MatiçanMatiçanMatiçanMatiçanMatiçanMatiçanMatiçanMatiçanMatiçan
MaticaneMaticaneMaticaneMaticaneMaticaneMaticaneMaticaneMaticaneMaticane
VasilevëVasilevëVasilevëVasilevëVasilevëVasilevëVasilevëVasilevëVasilevë
VasiljevoVasiljevoVasiljevoVasiljevoVasiljevoVasiljevoVasiljevoVasiljevoVasiljevo
PaklekPaklekPaklekPaklekPaklekPaklekPaklekPaklekPaklek
PoklekPoklekPoklekPoklekPoklekPoklekPoklekPoklekPoklekQikatovë e ReQikatovë e ReQikatovë e ReQikatovë e ReQikatovë e ReQikatovë e ReQikatovë e ReQikatovë e ReQikatovë e Re
Novo CikatovoNovo CikatovoNovo CikatovoNovo CikatovoNovo CikatovoNovo CikatovoNovo CikatovoNovo CikatovoNovo Cikatovo
Karreticë e PoshtmeKarreticë e PoshtmeKarreticë e PoshtmeKarreticë e PoshtmeKarreticë e PoshtmeKarreticë e PoshtmeKarreticë e PoshtmeKarreticë e PoshtmeKarreticë e Poshtme
Donja KoreticaDonja KoreticaDonja KoreticaDonja KoreticaDonja KoreticaDonja KoreticaDonja KoreticaDonja KoreticaDonja Koretica
Sllatinë e MadheSllatinë e MadheSllatinë e MadheSllatinë e MadheSllatinë e MadheSllatinë e MadheSllatinë e MadheSllatinë e MadheSllatinë e Madhe
Velika SlatinaVelika SlatinaVelika SlatinaVelika SlatinaVelika SlatinaVelika SlatinaVelika SlatinaVelika SlatinaVelika Slatina
VukofciVukofciVukofciVukofciVukofciVukofciVukofciVukofciVukofci
VukovceVukovceVukovceVukovceVukovceVukovceVukovceVukovceVukovce
KërzharekëKërzharekëKërzharekëKërzharekëKërzharekëKërzharekëKërzharekëKërzharekëKërzharekë
Kisna RekaKisna RekaKisna RekaKisna RekaKisna RekaKisna RekaKisna RekaKisna RekaKisna Reka
KamaranKamaranKamaranKamaranKamaranKamaranKamaranKamaranKamaran
KomoraneKomoraneKomoraneKomoraneKomoraneKomoraneKomoraneKomoraneKomorane
Sllatinë e VogëlSllatinë e VogëlSllatinë e VogëlSllatinë e VogëlSllatinë e VogëlSllatinë e VogëlSllatinë e VogëlSllatinë e VogëlSllatinë e Vogël
Mala SlatinaMala SlatinaMala SlatinaMala SlatinaMala SlatinaMala SlatinaMala SlatinaMala SlatinaMala Slatina
ShtrubollovëShtrubollovëShtrubollovëShtrubollovëShtrubollovëShtrubollovëShtrubollovëShtrubollovëShtrubollovë
StrbulovoStrbulovoStrbulovoStrbulovoStrbulovoStrbulovoStrbulovoStrbulovoStrbulovo
HencHencHencHencHencHencHencHencHenc
EnceEnceEnceEnceEnceEnceEnceEnceEnceHarilaqHarilaqHarilaqHarilaqHarilaqHarilaqHarilaqHarilaqHarilaq
AriljacaAriljacaAriljacaAriljacaAriljacaAriljacaAriljacaAriljacaAriljaca
Grackë e VjetërGrackë e VjetërGrackë e VjetërGrackë e VjetërGrackë e VjetërGrackë e VjetërGrackë e VjetërGrackë e VjetërGrackë e Vjetër
Staro GrackoStaro GrackoStaro GrackoStaro GrackoStaro GrackoStaro GrackoStaro GrackoStaro GrackoStaro Gracko GllogocGllogocGllogocGllogocGllogocGllogocGllogocGllogocGllogoc
GlogovceGlogovceGlogovceGlogovceGlogovceGlogovceGlogovceGlogovceGlogovce
Babush i MuhaxhirëveBabush i MuhaxhirëveBabush i MuhaxhirëveBabush i MuhaxhirëveBabush i MuhaxhirëveBabush i MuhaxhirëveBabush i MuhaxhirëveBabush i MuhaxhirëveBabush i Muhaxhirëve
Muhadzer BabusMuhadzer BabusMuhadzer BabusMuhadzer BabusMuhadzer BabusMuhadzer BabusMuhadzer BabusMuhadzer BabusMuhadzer Babus
GllavicëGllavicëGllavicëGllavicëGllavicëGllavicëGllavicëGllavicëGllavicë
GlavicaGlavicaGlavicaGlavicaGlavicaGlavicaGlavicaGlavicaGlavica
MarecMarecMarecMarecMarecMarecMarecMarecMarec
MarevceMarevceMarevceMarevceMarevceMarevceMarevceMarevceMarevce
GumnasellëGumnasellëGumnasellëGumnasellëGumnasellëGumnasellëGumnasellëGumnasellëGumnasellë
Guvno SeloGuvno SeloGuvno SeloGuvno SeloGuvno SeloGuvno SeloGuvno SeloGuvno SeloGuvno Selo
LlugaxhiLlugaxhiLlugaxhiLlugaxhiLlugaxhiLlugaxhiLlugaxhiLlugaxhiLlugaxhi
LugadzijaLugadzijaLugadzijaLugadzijaLugadzijaLugadzijaLugadzijaLugadzijaLugadzija
ÇellapekÇellapekÇellapekÇellapekÇellapekÇellapekÇellapekÇellapekÇellapek
CelopekCelopekCelopekCelopekCelopekCelopekCelopekCelopekCelopek
Ribar i VogëlRibar i VogëlRibar i VogëlRibar i VogëlRibar i VogëlRibar i VogëlRibar i VogëlRibar i VogëlRibar i Vogël
Malo RibareMalo RibareMalo RibareMalo RibareMalo RibareMalo RibareMalo RibareMalo RibareMalo Ribare
Rufc i RiRufc i RiRufc i RiRufc i RiRufc i RiRufc i RiRufc i RiRufc i RiRufc i Ri
Novo RujceNovo RujceNovo RujceNovo RujceNovo RujceNovo RujceNovo RujceNovo RujceNovo Rujce
TopliqanTopliqanTopliqanTopliqanTopliqanTopliqanTopliqanTopliqanTopliqan
ToplicaneToplicaneToplicaneToplicaneToplicaneToplicaneToplicaneToplicaneToplicane
GrackëGrackëGrackëGrackëGrackëGrackëGrackëGrackëGrackë
GrackoGrackoGrackoGrackoGrackoGrackoGrackoGrackoGracko
Godan i PoshtëmGodan i PoshtëmGodan i PoshtëmGodan i PoshtëmGodan i PoshtëmGodan i PoshtëmGodan i PoshtëmGodan i PoshtëmGodan i Poshtëm
Donje GodanceDonje GodanceDonje GodanceDonje GodanceDonje GodanceDonje GodanceDonje GodanceDonje GodanceDonje Godance
Malo GrackoMalo GrackoMalo GrackoMalo GrackoMalo GrackoMalo GrackoMalo GrackoMalo GrackoMalo Gracko
Malo GrackoMalo GrackoMalo GrackoMalo GrackoMalo GrackoMalo GrackoMalo GrackoMalo GrackoMalo Gracko
KraishtëKraishtëKraishtëKraishtëKraishtëKraishtëKraishtëKraishtëKraishtë
KrajisteKrajisteKrajisteKrajisteKrajisteKrajisteKrajisteKrajisteKrajiste
BujanBujanBujanBujanBujanBujanBujanBujanBujan
BujanceBujanceBujanceBujanceBujanceBujanceBujanceBujanceBujance
Bregu i ZiBregu i ZiBregu i ZiBregu i ZiBregu i ZiBregu i ZiBregu i ZiBregu i ZiBregu i Zi
Crni BregCrni BregCrni BregCrni BregCrni BregCrni BregCrni BregCrni BregCrni Breg
Hallaç i MadhHallaç i MadhHallaç i MadhHallaç i MadhHallaç i MadhHallaç i MadhHallaç i MadhHallaç i MadhHallaç i Madh
Veliki AlasVeliki AlasVeliki AlasVeliki AlasVeliki AlasVeliki AlasVeliki AlasVeliki AlasVeliki Alas
SlloviSlloviSlloviSlloviSlloviSlloviSlloviSlloviSllovi
SlovinjeSlovinjeSlovinjeSlovinjeSlovinjeSlovinjeSlovinjeSlovinjeSlovinje
Vërbicë e ZhegofcitVërbicë e ZhegofcitVërbicë e ZhegofcitVërbicë e ZhegofcitVërbicë e ZhegofcitVërbicë e ZhegofcitVërbicë e ZhegofcitVërbicë e ZhegofcitVërbicë e Zhegofcit
Zegovacka VrbicaZegovacka VrbicaZegovacka VrbicaZegovacka VrbicaZegovacka VrbicaZegovacka VrbicaZegovacka VrbicaZegovacka VrbicaZegovacka Vrbica
TeçeTeçeTeçeTeçeTeçeTeçeTeçeTeçeTeçe
TecaTecaTecaTecaTecaTecaTecaTecaTeca
Babushi SerbBabushi SerbBabushi SerbBabushi SerbBabushi SerbBabushi SerbBabushi SerbBabushi SerbBabushi Serb
Srpski BabusSrpski BabusSrpski BabusSrpski BabusSrpski BabusSrpski BabusSrpski BabusSrpski BabusSrpski Babus
SurqinëSurqinëSurqinëSurqinëSurqinëSurqinëSurqinëSurqinëSurqinë
SvrcinaSvrcinaSvrcinaSvrcinaSvrcinaSvrcinaSvrcinaSvrcinaSvrcina
QylagëQylagëQylagëQylagëQylagëQylagëQylagëQylagëQylagë
CuculjagaCuculjagaCuculjagaCuculjagaCuculjagaCuculjagaCuculjagaCuculjagaCuculjaga
VërshecVërshecVërshecVërshecVërshecVërshecVërshecVërshecVërshec
VrsevceVrsevceVrsevceVrsevceVrsevceVrsevceVrsevceVrsevceVrsevce
PoturocPoturocPoturocPoturocPoturocPoturocPoturocPoturocPoturoc
PoturovcePoturovcePoturovcePoturovcePoturovcePoturovcePoturovcePoturovcePoturovce
Ribar i MadhRibar i MadhRibar i MadhRibar i MadhRibar i MadhRibar i MadhRibar i MadhRibar i MadhRibar i Madh
Veliko RibareVeliko RibareVeliko RibareVeliko RibareVeliko RibareVeliko RibareVeliko RibareVeliko RibareVeliko Ribare
LeletiqLeletiqLeletiqLeletiqLeletiqLeletiqLeletiqLeletiqLeletiq
LaleticLaleticLaleticLaleticLaleticLaleticLaleticLaleticLaletic
Godan i EpërmGodan i EpërmGodan i EpërmGodan i EpërmGodan i EpërmGodan i EpërmGodan i EpërmGodan i EpërmGodan i Epërm
Gornje GodanceGornje GodanceGornje GodanceGornje GodanceGornje GodanceGornje GodanceGornje GodanceGornje GodanceGornje Godance
KrojmirKrojmirKrojmirKrojmirKrojmirKrojmirKrojmirKrojmirKrojmir
KrajmirovceKrajmirovceKrajmirovceKrajmirovceKrajmirovceKrajmirovceKrajmirovceKrajmirovceKrajmirovce
VarigocVarigocVarigocVarigocVarigocVarigocVarigocVarigocVarigoc
VarigovceVarigovceVarigovceVarigovceVarigovceVarigovceVarigovceVarigovceVarigovce
ZllokuqanZllokuqanZllokuqanZllokuqanZllokuqanZllokuqanZllokuqanZllokuqanZllokuqan
ZlokucaneZlokucaneZlokucaneZlokucaneZlokucaneZlokucaneZlokucaneZlokucaneZlokucane
LipovicëLipovicëLipovicëLipovicëLipovicëLipovicëLipovicëLipovicëLipovicë
LipovicaLipovicaLipovicaLipovicaLipovicaLipovicaLipovicaLipovicaLipovica
BablakBablakBablakBablakBablakBablakBablakBablakBablak
BabljakBabljakBabljakBabljakBabljakBabljakBabljakBabljakBabljak
ShishareShishareShishareShishareShishareShishareShishareShishareShishare
SisarkaSisarkaSisarkaSisarkaSisarkaSisarkaSisarkaSisarkaSisarka
BaicëBaicëBaicëBaicëBaicëBaicëBaicëBaicëBaicë
BanjicaBanjicaBanjicaBanjicaBanjicaBanjicaBanjicaBanjicaBanjica
LladroviqLladroviqLladroviqLladroviqLladroviqLladroviqLladroviqLladroviqLladroviq
LadrovicLadrovicLadrovicLadrovicLadrovicLadrovicLadrovicLadrovicLadrovic
KaraçicëKaraçicëKaraçicëKaraçicëKaraçicëKaraçicëKaraçicëKaraçicëKaraçicë
KaracicaKaracicaKaracicaKaracicaKaracicaKaracicaKaracicaKaracicaKaracica
JavorJavorJavorJavorJavorJavorJavorJavorJavor
JavorJavorJavorJavorJavorJavorJavorJavorJavor
KleçkëKleçkëKleçkëKleçkëKleçkëKleçkëKleçkëKleçkëKleçkë
KleckaKleckaKleckaKleckaKleckaKleckaKleckaKleckaKlecka
JanjevëJanjevëJanjevëJanjevëJanjevëJanjevëJanjevëJanjevëJanjevë
JanjevoJanjevoJanjevoJanjevoJanjevoJanjevoJanjevoJanjevoJanjevo
Sllakofc i PoshtëmSllakofc i PoshtëmSllakofc i PoshtëmSllakofc i PoshtëmSllakofc i PoshtëmSllakofc i PoshtëmSllakofc i PoshtëmSllakofc i PoshtëmSllakofc i Poshtëm
Donje SlakovceDonje SlakovceDonje SlakovceDonje SlakovceDonje SlakovceDonje SlakovceDonje SlakovceDonje SlakovceDonje Slakovce
KishnapolëKishnapolëKishnapolëKishnapolëKishnapolëKishnapolëKishnapolëKishnapolëKishnapolë
Kisno PoljeKisno PoljeKisno PoljeKisno PoljeKisno PoljeKisno PoljeKisno PoljeKisno PoljeKisno Polje
Golesko VreloGolesko VreloGolesko VreloGolesko VreloGolesko VreloGolesko VreloGolesko VreloGolesko VreloGolesko Vrelo
Golesko VreloGolesko VreloGolesko VreloGolesko VreloGolesko VreloGolesko VreloGolesko VreloGolesko VreloGolesko Vrelo
PlitkoviqPlitkoviqPlitkoviqPlitkoviqPlitkoviqPlitkoviqPlitkoviqPlitkoviqPlitkoviq
PlitkovicPlitkovicPlitkovicPlitkovicPlitkovicPlitkovicPlitkovicPlitkovicPlitkovic
SlivovëSlivovëSlivovëSlivovëSlivovëSlivovëSlivovëSlivovëSlivovë
SlivovoSlivovoSlivovoSlivovoSlivovoSlivovoSlivovoSlivovoSlivovo
OkosnicëOkosnicëOkosnicëOkosnicëOkosnicëOkosnicëOkosnicëOkosnicëOkosnicë
OkosnicaOkosnicaOkosnicaOkosnicaOkosnicaOkosnicaOkosnicaOkosnicaOkosnica
BelenicëBelenicëBelenicëBelenicëBelenicëBelenicëBelenicëBelenicëBelenicë
BelenicaBelenicaBelenicaBelenicaBelenicaBelenicaBelenicaBelenicaBelenica
Po
nPonPonPoPoPoPoPoPo
PonPonPonPoPoPoPoPoPo
ZhegocZhegocZhegocZhegocZhegocZhegocZhegocZhegocZhegoc
ZegovacZegovacZegovacZegovacZegovacZegovacZegovacZegovacZegovac
DragocDragocDragocDragocDragocDragocDragocDragocDragoc
DragovacDragovacDragovacDragovacDragovacDragovacDragovacDragovacDragovacKrajkovëKrajkovëKrajkovëKrajkovëKrajkovëKrajkovëKrajkovëKrajkovëKrajkovë
KrajkovoKrajkovoKrajkovoKrajkovoKrajkovoKrajkovoKrajkovoKrajkovoKrajkovo
amanekamanekamanekamanekamanekamanekamanekamanekamanek
omanekomanekomanekomanekomanekomanekomanekomanekomanek
NovosellëNovosellëNovosellëNovosellëNovosellëNovosellëNovosellëNovosellëNovosellë
Novo SeloNovo SeloNovo SeloNovo SeloNovo SeloNovo SeloNovo SeloNovo SeloNovo Selo
ttt
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GreiçecGreiçecGreiçecGreiçecGreiçecGreiçecGreiçecGreiçecGreiçecGrejcevceGjGjGrejcevceGjGrejcevceGjGjGj
ReçakReçakReçakReçakReçakReçakReçakReçakReçak
RacakRacakRacakRacakRacakRacakRacakRacakRacak
Prelez i MuhaxherëvePrelez i MuhaxherëvePrelez i MuhaxherëvePrelez i MuhaxherëvePrelez i MuhaxherëvePrelez i MuhaxherëvePrelez i MuhaxherëvePrelez i MuhaxherëvePrelez i Muhaxherëve
Muhadzer PrelezMuhadzer PrelezMuhadzer PrelezMuhadzer PrelezMuhadzer PrelezMuhadzer PrelezMuhadzer PrelezMuhadzer PrelezMuhadzer Prelez
KoshareKoshareKoshareKoshareKoshareKoshareKoshareKoshareKoshare
BalBalBalBalBalBaBaBaBal
Graboc i PoshtëmGraboc i PoshtëmGraboc i PoshtëmGraboc i PoshtëmGraboc i PoshtëmGraboc i PoshtëmGraboc i PoshtëmGraboc i PoshtëmGraboc i Poshtëm
Donji GrabovacDonji GrabovacDonji GrabovacDonji GrabovacDonji GrabovacDonji GrabovacDonji GrabovacDonji GrabovacDonji Grabovac
LismirLismirLismirLismirLismirLismirLismirLismirLismir
Dobri DubDobri DubDobri DubDobri DubDobri DubDobri DubDobri DubDobri DubDobri Dub
Staro CikatovoStaro CikatovoStaro CikatovoStaro CikatovoStaro CikatovoStaro CikatovoStaro CikatovoStaro CikatovoStaro Cikatovo
GlabarGlabarGlabarGlabarGlabarGlabarGlabarGlabarGlabar
GlobareGlobareGlobareGlobareGlobareGlobareGlobareGlobareGlobare
NakaradëNakaradëNakaradëNakaradëNakaradëNakaradëNakaradëNakaradëNakaradë
NakaradaNakaradaNakaradaNakaradaNakaradaNakaradaNakaradaNakaradaNakarada
DobrosevacDobrosevacDobrosevacDobrosevacDobrosevacDobrosevacDobrosevacDobrosevacDobrosevac
BerishëBerishëBerishëBerishëBerishëBerishëBerishëBerishëBerishë
BerisaBerisaBerisaBerisaBerisaBerisaBerisaBerisaBerisa
Zabel i PoshtëmZabel i PoshtëmZabel i PoshtëmZabel i PoshtëmZabel i PoshtëmZabel i PoshtëmZabel i PoshtëmZabel i PoshtëmZabel i Poshtëm
Donji ZabeljDonji ZabeljDonji ZabeljDonji ZabeljDonji ZabeljDonji ZabeljDonji ZabeljDonji ZabeljDonji Zabelj
Zabel i EpërmZabel i EpërmZabel i EpërmZabel i EpërmZabel i EpërmZabel i EpërmZabel i EpërmZabel i EpërmZabel i Epërm
Gornji ZabeljGornji ZabeljGornji ZabeljGornji ZabeljGornji ZabeljGornji ZabeljGornji ZabeljGornji ZabeljGornji ZabeljLlapushnikLlapushnikLlapushnikLlapushnikLlapushnikLlapushnikLlapushnikLlapushnikLlapushnik
LapusnikLapusnikLapusnikLapusnikLapusnikLapusnikLapusnikLapusnikLapusnik
NekocNekocNekocNekocNekocNekocNekocNekocNekoc
NekovceNekovceNekovceNekovceNekovceNekovceNekovceNekovceNekovce
SankofcSankofcSankofcSankofcSankofcSankofcSankofcSankofcSankofc
StankovceStankovceStankovceStankovceStankovceStankovceStankovceStankovceStankovce
KuzminKuzminKuzminKuzminKuzminKuzminKuzminKuzminKuzmin
KuzminKuzminKuzminKuzminKuzminKuzminKuzminKuzminKuzmin
HanrofcHanrofcHanrofcHanrofcHanrofcHanrofcHanrofcHanrofcHanrofc
AndrovacAndrovacAndrovacAndrovacAndrovacAndrovacAndrovacAndrovacAndrovac
BanullëBanullëBanullëBanullëBanullëBanullëBanullëBanullëBanullë
BandulicBandulicBandulicBandulicBandulicBandulicBandulicBandulicBandulic
BrusBrusBrusBrusBrusBrusBrusBrusBrus
BrusBrusBrusBrusBrusBrusBrusBrusBrus
BukovicëBukovicëBukovicëBukovicëBukovicëBukovicëBukovicëBukovicëBukovicë
BukovicaBukovicaBukovicaBukovicaBukovicaBukovicaBukovicaBukovicaBukovica
DivjakëDivjakëDivjakëDivjakëDivjakëDivjakëDivjakëDivjakëDivjakë
DivljakaDivljakaDivljakaDivljakaDivljakaDivljakaDivljakaDivljakaDivljaka
DobratinDobratinDobratinDobratinDobratinDobratinDobratinDobratinDobratin
DobrotinDobrotinDobrotinDobrotinDobrotinDobrotinDobrotinDobrotinDobrotin
Gadime e PoshtmeGadime e PoshtmeGadime e PoshtmeGadime e PoshtmeGadime e PoshtmeGadime e PoshtmeGadime e PoshtmeGadime e PoshtmeGadime e Poshtme
Donje GadimljeDonje GadimljeDonje GadimljeDonje GadimljeDonje GadimljeDonje GadimljeDonje GadimljeDonje GadimljeDonje Gadimlje
Gadime e EpërmeGadime e EpërmeGadime e EpërmeGadime e EpërmeGadime e EpërmeGadime e EpërmeGadime e EpërmeGadime e EpërmeGadime e Epërme
Gornje GadimljeGornje GadimljeGornje GadimljeGornje GadimljeGornje GadimljeGornje GadimljeGornje GadimljeGornje GadimljeGornje Gadimlje
KojskëKojskëKojskëKojskëKojskëKojskëKojskëKojskëKojskë
KonjskoKonjskoKonjskoKonjskoKonjskoKonjskoKonjskoKonjskoKonjsko
KonjuhKonjuhKonjuhKonjuhKonjuhKonjuhKonjuhKonjuhKonjuh
KonjuhKonjuhKonjuhKonjuhKonjuhKonjuhKonjuhKonjuhKonjuh
LepiLepiLepiLepiLepiLepiLepiLepiLepi
LepinaLepinaLepinaLepinaLepinaLepinaLepinaLepinaLepina LivaxhëLivaxhëLivaxhëLivaxhëLivaxhëLivaxhëLivaxhëLivaxhëLivaxhë
LivadjeLivadjeLivadjeLivadjeLivadjeLivadjeLivadjeLivadjeLivadje
Hallaç i VogëlHallaç i VogëlHallaç i VogëlHallaç i VogëlHallaç i VogëlHallaç i VogëlHallaç i VogëlHallaç i VogëlHallaç i Vogël
Mali AlasMali AlasMali AlasMali AlasMali AlasMali AlasMali AlasMali AlasMali Alas
MirenëMirenëMirenëMirenëMirenëMirenëMirenëMirenëMirenë
MirenaMirenaMirenaMirenaMirenaMirenaMirenaMirenaMirena
AkllapAkllapAkllapAkllapAkllapAkllapAkllapAkllapAkllap
OklapOklapOklapOklapOklapOklapOklapOklapOklap
RubofcRubofcRubofcRubofcRubofcRubofcRubofcRubofcRubofc
RabovceRabovceRabovceRabovceRabovceRabovceRabovceRabovceRabovce
RusinocRusinocRusinocRusinocRusinocRusinocRusinocRusinocRusinoc
RusinovceRusinovceRusinovceRusinovceRusinovceRusinovceRusinovceRusinovceRusinovce
SedllarSedllarSedllarSedllarSedllarSedllarSedllarSedllarSedllar
SedlareSedlareSedlareSedlareSedlareSedlareSedlareSedlareSedlare
SmallushëSmallushëSmallushëSmallushëSmallushëSmallushëSmallushëSmallushëSmallushë
SmolusaSmolusaSmolusaSmolusaSmolusaSmolusaSmolusaSmolusaSmolusa
SuhodollSuhodollSuhodollSuhodollSuhodollSuhodollSuhodollSuhodollSuhodoll
Suvi DoSuvi DoSuvi DoSuvi DoSuvi DoSuvi DoSuvi DoSuvi DoSuvi Do
TorinëTorinëTorinëTorinëTorinëTorinëTorinëTorinëTorinë
TorinaTorinaTorinaTorinaTorinaTorinaTorinaTorinaTorina
VogoçicëVogoçicëVogoçicëVogoçicëVogoçicëVogoçicëVogoçicëVogoçicëVogoçicë
VogacicaVogacicaVogacicaVogacicaVogacicaVogacicaVogacicaVogacicaVogacica
VrellëVrellëVrellëVrellëVrellëVrellëVrellëVrellëVrellë
VreloVreloVreloVreloVreloVreloVreloVreloVrelo
LlabjanLlabjanLlabjanLlabjanLlabjanLlabjanLlabjanLlabjanLlabjan
LabljaneLabljaneLabljaneLabljaneLabljaneLabljaneLabljaneLabljaneLabljane
Dobro SeloDobro SeloDobro SeloDobro SeloDobro SeloDobro Selo
AjvaliAjvaliAjvaliAjvaliAjvaliAjvaliAjvaliAjvaliAjvali
AjvalijaAjvalijaAjvalijaAjvalijaAjvalijaAjvalijaAjvalijaAjvalijaAjvalija
BadofcBadofcBadofcBadofcBadofcBadofcBadofcBadofcBadofc
BadovacBadovacBadovacBadovacBadovacBadovacBadovacBadovacBadovac
BusiBusiBusiBusiBusiBusiBusiBusiBusi
BusinjeBusinjeBusinjeBusinjeBusinjeBusinjeBusinjeBusinjeBusinje
ÇagllavicëÇagllavicëÇagllavicëÇagllavicëÇagllavicëÇagllavicëÇagllavicëÇagllavicëÇagllavicë
CaglavicaCaglavicaCaglavicaCaglavicaCaglavicaCaglavicaCaglavicaCaglavicaCaglavica
GraçanicëGraçanicëGraçanicëGraçanicëGraçanicëGraçanicëGraçanicëGraçanicëGraçanicë
GracanicaGracanicaGracanicaGracanicaGracanicaGracanicaGracanicaGracanicaGracanica
KukavicëKukavicëKukavicëKukavicëKukavicëKukavic
ëKukavicëKukavicëKukavicë
KukavicaKukavicaKukavicaKukavicaKukavicaKukavicaKukavicaKukavicaKukavica
LlapllasellëLlapllasellëLlapllasellëLlapllasellëLlapllasellëLlapllasellëLlapllasellëLlapllasellëLlapllasellë
Laplje SeloLaplje SeloLaplje SeloLaplje SeloLaplje SeloLaplje SeloLaplje SeloLaplje SeloLaplje Selo
Novo SellëNovo SellëNovo SellëNovo SellëNovo SellëNovo SellëNovo SellëNovo SellëNovo Sellë
Novo SeloNovo SeloNovo SeloNovo SeloNovo SeloNovo SeloNovo SeloNovo SeloNovo Selo
ShashkofcShashkofcShashkofcShashkofcShashkofcShashkofcShashkofcShashkofcShashkofc
SaskovacSaskovacSaskovacSaskovacSaskovacSaskovacSaskovacSaskovacSaskovac
ZllatarZllatarZllatarZllatarZllatarZllatarZllatarZllatarZllatar
ZlatareZlatareZlatareZlatareZlatareZlatareZlatareZlatareZlatare
GjurkocGjurkocGjurkocGjurkocGjurkocGjurkocGjurkocGjurkocGjurkoc
DjurkovceDjurkovceDjurkovceDjurkovceDjurkovceDjurkovceDjurkovceDjurkovceDjurkovceDugëDugëDugëDugëDugëDugëDugëDugëDugë
DugaDugaDugaDugaDugaDugaDugaDugaDuga
PjetërshticëPjetërshticëPjetërshticëPjetërshticëPjetërshticëPjetërshticëPjetërshticëPjetërshticëPjetërshticë
PetrasticaPetrasticaPetrasticaPetrasticaPetrasticaPetrasticaPetrasticaPetrasticaPetrastica
RashincëRashincëRashincëRashincëRashincëRashincëRashincëRashincëRashincë
RasinceRasinceRasinceRasinceRasinceRasinceRasinceRasinceRasince
VojnofcVojnofcVojnofcVojnofcVojnofcVojnofcVojnofcVojnofcVojnofc
VojinovceVojinovceVojinovceVojinovceVojinovceVojinovceVojinovceVojinovceVojinovce
NgucatNgucatNgucatNgucatNgucatNgucatNgucatNgucatNgucat
GuncatGuncatGuncatGuncatGuncatGuncatGuncatGuncatGuncat
meqinëmeqinëmeqinë
emeqinëemeqinëemeqinëemeqinëemeqinëemeqinë
micinamicinamicinaumicinaumicinaumicinaumicinaumicinaumicina
CërnillëCërnillëCërnillëCërnillëCërnillëCërnillëCërnillëCërnillëCërnillë
CrniloCrniloCrniloCrniloCrniloCrniloCrniloCrniloCrnilo
KosinëKi ëKi ëKosinëKi ëKosinëKi ëKi ëKi ë
Mirash i RiMirash i RiMirash i RiMirash i RiMirash i RiMirash i RiMirash i RiMirash i RiMirash i Ri
Novi MirasNovi MirasNovi MirasNovi MirasNovi MirasNovi MirasNovi MirasNovi MirasNovi Miras
PapazPapazPapazPapazPapazPapazPapazPapazPapaz
Pa
pazPapazPapazPapazPapazPapazPapazPapazPapaz
RahovicëRahovicëRahovicëRahovicëRahovicëRahovicëRahovicëRahovicëRahovicë
RahovicaRahovicaRahovicaRahovicaRahovicaRahovicaRahovicaRahovicaRahovicaSlivovëSlivovëSlivovëSlivovëSlivovëSlivovëSlivovëSlivovëSlivovë
Mirash i VjetërMirash i VjetërMirash i VjetërMirash i VjetërMirash i VjetërMirash i VjetërMirash i VjetërMirash i VjetërMirash i Vjetër
Stari MirasStari MirasStari MirasStari MirasStari MirasStari MirasStari MirasStari MirasStari Miras
GadishGadishGadishGadishGadishGadishGadishGadishGadish
GadisGadisGadisGadisGadisGadisGadisGadisGadis
Sllakofc i E
pSllakofc i EpSllakofc i EpSllakofc i EpSllakofc i EpSllakofc i ESllakofc i ESllakofc i ESllakofc i Ep
Gornje SlakGornje SlakGornje SlakGornje SlakGornje SlakGornje SlakGornje SlakGornje SlakGornje Slak
ParParParParParPaPaPaPar
ParParParParParPaPaPaPar
GllavicëGllavicëGllavicëGllavicëGllavicëGllavicëGllavicëGllavicëGllavicë
GlavicaGlavicaGlavicaGlavicaGlavicaGlavicaGlavicaGlavicaGlavica
Lipjan /Lipljan 
/g8
Scale
1:150,000
X:\Maps\Wo rkspaces\SimpleMaps\13Lipjan
Source:W EU,NIMA
Prishtina,Kosova,February20,2001
River
Stream
FirstC ategory
Second
Third
Wa ter bodie
Railway
5km Gr id
Village /Settlem ent
Municipalcapital
InternationalBorder
Municipalboundary
RepublicBorder
ProvincialBorder
Kilom eters
2.50 2.5 5

Table of Contents 
 
1. Area and Population 
2. Civil Administration 
3. Political Parties 
4. Local and International NGOs 
5. Other Civilian International Presence 
6. Religion, Places of Worship and Cultural Institutions 
7. Media 
8. Judicial System 
9. Police, Civil Protection, and Military Presence 
10. Economy 
11. Infrastructure 
12. Social Service, Health and Education 
13. Returns Process 
 
Lipjan/Lipljan 
February 2005

2
1. Introduction: Area and Population 
 
Lipjan/Lipljan municipality is located in the central part of Kosovo, covering an area of 422 square kilometres. 
Lipjan/Lipljan town is located on the junction of the main rout es of Prishtinë/Priština to Prizren and Prishtinë/Priština to 
Skopje, the capital of the Former Yugoslav Republic of Macedonia (FYR Macdonia). The Sitinice/Sitnica River runs north 
to south through the plain with the high ground of Andr ovacke Planine in the East and the high grounds of 
Blinaje/Lipovica, Carralevë/Crnoljevo and Drenicë/Drenica in the West. 
 
The municipality includes 71 villages. There are various ethnic communities in Lipjan/Lipljan, i.e. Kosovo Albanians, 
Kosovo Serbs, Ashkali, Roma and Kosovo Croats. The curr ent composition of the population is approximately 83.36% 
Kosovo Albanian, 12.21% Kosovo Serb, 1.96% Ashkali and 2.45% of smaller communities (Roma, Croats, Turkish and 
Bosniaks). A total of 52 villages are populated exclusively by Kosovo Albanians, 6 villages exclusively by Kosovo Serbs, 
while additional 13 villages and Lipjan/Lipljan town have a mixed population. 
 
The outflow of the Kosovo Serb population from Lipjan/Lipljan town has been constant since 1999. This urban population 
gravitated towards those – usually mono-ethnic – villages where their numbers are highest. Although the population 
figures following the March 17-19, 2004 riots may vary, around 9,800 Kosovo Serbs are estimated to reside within the 
municipality. At that time, approximately 268 Kosovo Serbs were displaced from their homes in Lipjan/Lipljan town, 
mostly to the Kosovo Serbian villages and the central area around the Orthodox church in Lipjan/Lipljan town.   
 
Roma and Ashkali communities also live in the town and in some mixed villages, numbering 330 and 1,500 respectively. 
The Ashkali community can be found in Gadime e Epërme/Gornje Gadimlje, Medvec/Medvece, Hallac i Vogël/Mali Alas, 
Vrellë/Vrelo, Magurë/Magura and Konjuh (a few families). In Radevo/Radevë village, 60 Roma identify themselves as 
Egyptians, apparently living in peaceful conditions. Janjevë/Janjevo is notable with a remaining Roma population of 
about 215 persons. The Roma communities suffer from a marginal social status and limited freedom of movement.  
 
The Croat community living in Janjevë/Janjevo village has  become significantly smaller over the years, presently 
numbering approximately 363 persons. They live together with  the Roma and Kosovo Albanian communities, although 
their houses tend to concentrate around the centre of the village and around the Catholic Church. Access to adequate 
education is a factor of concern to this community and could prompt its members to leave.  
 
Table 1.1: Ethnic Composition, Including IDPs 
Population Kosovo Albanians Kosovo Serbs Croats Others Total 
 Number % Number % Num ber % Number % Number % 
1991-census 53,334 77.7 9,679 14.1 2,973 4.3 2,653 3.9 68,693 100 
January 1999 62,706 81.3 9,985 13.0 N/A N/A 5,834 7.6 77,087 100 
2000 (est.) 63,478 83.3 9,300 12.2 363 0.5 1,890 2.6 76,143 100 
Source: 1991 figure: FRY Institute of Statistics, 1991 – “others” include Roma, Slav Muslim, Montenegrins, etc.; It is noted that the 1991 census was highly politicised 
and is thus unreliable. 1999 figure: UNHCR Kosovo Village List, 9 March 1999; Figure from 2000, source Municipality of Lipjan/Lipljan. 
 
2. Civil Administration 
 
Prior to the 28 October 2000 Municipal Elections, Lipjan/Lipljan municipality had an Administrative Board and a 
Municipal Council, which operated in co-operation with the United Nations Interim Administration Mission in Kosovo 
(UNMIK) civil administration. In 2000, the Municipal Assembly (MA) was established, with 16 seats allocated to LDK, 13 
to PDK and 2 to AAK. AAK lost  one seat when LKCK departed from the coalition. Three members of the Assembly were 
appointed by the UN Special Representative of the Secretary-General (SRSG) to represent the Roma, Croat and Ashkali 
communities. Kosovo Serbs were also appointed but started to participate in the MA only two months before the 2002 
municipal elections. UNMIK also established a Community Office in Lipjan/Lipljan town, with a sub-office in Donja 
Gusterica/Gushtericë e Ulët. 
 
A fair election campaign and peaceful elections on 26 October 2002 brought different results compared to the 2000 
elections in the municipality. PDK won 14 seats, LDK 13, AAK 1, DSS 1, PD AK 1 and KP 1 seat in the MA. The elected 
members in the Assembly took the oath of office on 15 November. Two Kosovo Serbs and one Ashkali represent the 
ethnic communities in the Municipal Assembly. The election of the president and deputy president took place on 27 
November 2002. The MA did not hold any session between December 2002 and June 2003 due to a political gridlock

3
caused by the failure of political parties to reach an acceptable power sharing agreement. Since then, however, it has 
been operational again.  
 
The three mandatory committees: Policy and Finance Committee, Mediation Committee and Community Committee are 
established, along with six non-mandatory committees.  The Communities Committee does not function, while the 
Mediation Committee holds pro-forma sessions.  
Table 2.1: Composition of the Municipal Assembly 
Name of Municipal Assembly Member Political Affiliation 
Mr. Xhevat Ollluri Independent President 
Mr. Fitim Selimi PDK 
Ms. Magribe Neziri PDK 
Mr. Heset Sahiti PDK 
Ms. Hajrije Salihu PDK 
Mr. Bahtir Bahtiri PDK  
Mr. Bajram Shala PDK 
Ms. Hanushe Berisha PDK 
Mr. Selatin Retkoceri PDK 
Mr. Shukri Ibrahimi PDK 
Ms. Xhyla Korpuzi PDK 
Mr. Lulzim Rrustemi PDK 
Mr. Ismail Gashi PDK 
Ms. Adifete Thaqi PDK 
Mr. Shemsi Reçica AAK/ Deputy President 
Mr. Hetem Arifi  PDAK  
Mr. Borivoje Vignjević DSS/ Additional Deputy President 
Mr. Nehat Terpeza LDK 
Mr. Bekim Zaskoku LDK 
Ms. Mevlyde Shamolli LDK 
Mr. Basri Demiri LDK 
Mr. Muhamet Shabani LDK 
Ms. Zethane Sefedini LDK 
Mr. Ragip Mehmeti LDK  
Mr. Naser Sopjani LDK 
Ms. Hanëmshahe Osmani LDK 
Mr. Fadil Sylejmani LDK 
Mr. Hasan Nishori LDK 
Ms. Mevlide Dulahi LDK 
Mr. Feti Krasniqi LDK 
Mr. Momir Čanković KP 
Source: OSCE Office Lipjan/Lipljan 
 
The Board of Directors went through personnel changes in Ap ril 2004. As a result of a political agreement between the 
two major political parties dominating the MA, the composition today reflects a mixed, but continuously political nature 
with six PDK, 4 LDK affiliated directors and 1 Kosovo Serb Director. Prior to the change, all directors were LDK affiliated.  
 
Table 2.2: Chief Executive Officer, Board of Directors and Municipal Departments 
Director / Professional Background / Affiliation (if any)  Municipal Department (Incl. Community Office, if any) 
Imri Ahmeti / CEO / Lawyer / LDK Chief Executive Officer 
Xhavit Dakaj/ Director / PDK Administration  
Shaban Syla/ Economist/ PDK Budget and Finance 
Rexhep Rudari/ Economist/ LDK  Department of Economic Development 
Sefer Tasholli / Director / Engineer/ LDK Public Utilities  
Florent Hoxha/ PDK Cadastre 
Muhamet Rudari/ LDK  Inspectorate 
Muje Prekupi/ Director / Teacher/ PDK Education  
Naser Bytyqi / Director / Doctor/ PDK Health & Social Welfare  
Hasan Luma/ Director / PDK Culture, Youth & Sport 
Radmila Simionovic /Director Agriculture & Forestry  
Imri Semetishti/ Director / Lawyer / LDK Planing & Urbanism  
Vacant Cic\vil Security and Emergency 
Source: OSCE Office Lipjan/Lipljan 
 
3. Political Parties 
 
A high number and variety of political entities characterized the 2002 Municipal elections in Lipjan/Lipljan. Fifteen political 
entities (seven Kosovo Albanian, six Kosovo Serb, one Ashkali and one Croat) ran in the elections. The Hrvatska

4
Zajednica Janjeva – HZJ was the only Croat political inistiative running for municipal elections in Kosovo. Five political 
entities are represented in the Assembly: PDK, LDK, AAK, DSS, KP and PDAK.   
 
Table 3.1: Political Parties 
Political Party Municipal branch leader Kosovo-wide leader 2000  
Vote  
Seats 
 in MA  
2002 Vote Seats 
in MA 
Democratic League of Kosovo (LDK) Mr. Naser Os mani Mr. Ibrahim Rugova 50,8 %  16 41.99% 13 
Democratic Party of Kosovo (PDK) Mr. Heset Sahiti Mr. Hashim Thaci 39,4 %  13 43.51% 14 
Alliance for the Future of Kosovo (AAK) Mr. Ibush Bytyqi Mr. Ramush Haradinaj   5,3 %   1 3.55% 1 
Democratic Party of Serbia (DSS) Mr. Borivoje Vignjevic Mr. Vojislav Kostunica - - 2.21% 1 
Movement for Kosovo and Metohija (PKM) Mr Vlada Dimic Mr Momcilo Trajkovic - - 0.68% 0 
Democratic Ashkali Party of Kosovo (PDAK) Mr. Shaqir Ibrahimi Mr. Sabi t Rrahmani  - - 2.06% 1 
Coalition Return (KP) Mr Momir Cank ovic Mr Nebojsa Covic - - 1.65% 1 
Kosovo Objective Party (KOS) Mr Dusko  Talic Mr Milija Popovic - - 0.44% 0 
Croatian Community – Janjevo (HZJ) Ms Olga Gucic N/A - - 0.3% 0 
ORA Mr Zyfer Aliu Veton Surroi    0 
Source: OSCE Office Lipjan/Lipljan 
 
4. Local and International NGOs 
 
There is a variety of local and international NGOs operating in Lipjan/Lipljan municipality, although very few remain 
active. Sustainability is one of the main difficulties the civil society faces given th e scarcity of resources and internationa l 
funding. Lately, international NGOs have started to phase out, while the large number of NGOs have now been reduced 
to a handful of active ones operating on the ground.  
 
Table 4.1: Local NGOs based in the Municipality 
Name Main focus Contact Person 
(phone / fax / e-mail) 
Headquarters  
(phone / fax/ e-mail)  
Council for Defence of Human 
Rights and Freedom (CDHRF) 
Human rights monitoring and protection, 
protection of minorities, election 
monitoring 
Ismajl Gashi Lipjan/Lipljan 
HANDIKOS Humanitarian aid; advocacy for 
handicapped & disabled persons 
Ibrahim Zogaj 038 581 539  Lipjan/Lipljan 
Flaka Woman’s issues & development  Melihate Dedushi Lipjan/Lipljan 
Youth Association for Human 
Rights 
Youth and community development  Be kim Krasniqi, 063 828 4599 Magurë/Magura 
Mother Theresa Society Hum anitarian aid distribution Ah met Jashari Lipjan/Lipljan 
Bice bolje Youth Association Branko Subar ic D. Gusterica/Gushtericë e Ulet 
Youth Vision Youth Organisation Art an Rrustemi, 044 136 832 Lipjan/Lipljan 
IRC Youth Centre Youth Organisation Bashkim Meta, 044 152 434 Lipjan/Lipljan 
Qëllimi Students’ Organisation Besn ik Duriqi Lipjan/Lipljan 
Youth Vision 
Era 
Youth Organisation 
Youth Organisation 
Ramiz Gashi, 063157 79 36 
Ylber Zejnullahu 044-345 156 
Janjevë/Janjevo 
Lipjan/Lipljan 
Humanitarian Association 
Ashkalija 
Re-integration/education  Lulzim Qerimi  
063-8091987 
Magure/Magura 
 Source: UN Municipal Administration 
 
Table 4.2: International NGOs operating in the Municipality 
Name Main focus  Headquarters  
(phone fax/ / e-mail) 
World Vision Reconstruction   044/156 688 
IRC Training; Reconstruction  044/127 626 
CARE Inter-ethnic dialogue Refki Morina 038 549 49/95 
Healing Hearts Youth/ch ildren   038/63003, 99358-40-5030576 
Mercy Corps Lead agency of UNHCR 
BPRM  project – agriculture 
MISI 
Marian Cadogan missiondirector@mercycorps-
kosovo.org 
European Perspective Development/reconstruction  Vangelis Tsebelis europers@Eunet.yu 038-543 014 
ICRC Reconstruction/Return   Pristine.pri@icrc.org  
ERIKSHJALPEN  Reconstruction/Return  Remzi Bunjaku remzibunjaku@hotmail.com  
GOAL Reconstruction/Return  Teuta Osaj Goalkosovo-cam@hotmail.com  
Danish Refugee Council Reconstruction/Re turn/Go and See Visit Stephan Maurer 038 243793 
Source: UN Municipal Administration

5
5. Other Civilian International Presence 
 
Many of the international organizations and agencies present in the municipality have either decreased or ceased their 
activities altogether. UNHCR, based in Prishtinë/Priština, primarily deals with creating the pre-conditions for the return of 
smaller communities in the municipality. In the aftermath of the 17-19 March 2004 riots, it concentrated on humanitarian 
assistance to the recently displaced Kosovo Serb population.  
 
The OSCE Office in Lipjan/Lipljan covers the municipalities of Lipjan/Lipljan, Shtime/Štimlje and Gllogovc/Glogovac. All 
activities of the office are coordinated by the Department  of the Head of Mission through the Head of Office. The 
Democratization Department is the largest in size; Human Rights Experts are also allocated to both Lipjan/Lipljan and 
Gllogovc/Glogovac municipalities.  
 
Table 5.1: The Pillars 
Name Number of Staff (nat./int.) Contact Person Title Phone / Fax / E-mail  
UN Civil Adm. 05 Local. 07 Int. Mr  Xavier Blais  UN Municipal Representative  Loc. Phone 038 581 027 
OSCE 18 Local.5 Int. Ms Edit Kovacs Head of 00 Lipjan/Lipljan Loc. Phone 038 581 844 
Source of information: OO Lipjan/Lipljan 
 
Table 5.2: Other International Organisations and Agencies 
Name Contact Person (phone/fax/e-mail) Headquarters (phone/fax/e-mail) 
UNHCR Anna-Marie Messiaen, Mohamed Tejan-Cole messiaen@unhcr.ch 
tejan@unhcr.ch tel: 038/241 509  
UNICEF Dren Hoxha mail:drexha@unicef.org 
IFRC Kris Hurlburt 038/ 590 074,501 517, 044/124 196 
IOM  038 549 042 
USAID Cara Feys cfeys@usaid.gov 
ARC Birame Sarr, Markus Huep  038 243154 
ICMC   
Source: UN Municipal Administration 
 
6. Religion, Places of Worship, and Cultural Institutions 
 
There are several Muslim and Serb Orthodox places of worship in the municipality and one Catholic Church in 
Janjevë/Janjevo. The only religious building in Lipjan/Lipljan town is the Serb Orthodox Church, while a mosque is under 
construction in the town. The president of the Islamic Union has a seat in Lipjan/Lipljan town.  There is a Catholic Priest 
who at the same time performs the duty of Croat community leader in the municipality. 
 
Table 6.1: Main Religious Leaders 
Name  Title Religious Organisation 
Xhavit Qerimi Imam Islamic Union 
Randjel Denic  Orthodox prie st Serbian Orthodox Church 
Father Mate Palic Catholic priest Catholic Church 
Source: Various religious leaders 
 
Table 6.2: Major Mosques, Churches, etc. 
Type of Building Towns/Places 
Mosques Gllogovc/Glogovce, Bujan/Bujance, Gadime e ulet/Donje Gadimlje, Sllovi/Slovinje, Ribar I madh/Veliko Ribare, 
Smallushe/Smalusa, Banulle/Bandulic, Gadime e eperme/Gornje Gadimlje, Dobraje e madhe/Veliko Dobranje, 
Shale/Sedlare, Vrelle/Vrelo villages, Lipjan/Lipljan town, Qallapek/Callapek, Janjevë/Janjevo,Magure/Magura, 
Mirenë/Mirena, Ribarë I Vogel/Malo Ribare, Llugaxhi/Logadjie, Babush i Muhaxherëve/Babush 
Plus a Masjid  in Teqe village  
Catholic Church of St. Nicolas  Janjevë/Janjevo 
Orthodox Church of St. Flor and Lavr 
Orthodox Church of St. Vevedenja 
Other orthodox churches 
Lipjan/Lipljan town, Lepina/Lepine, Skulanevo/Skullan, Dobrotin/Dobrotin, Donja Gusterica/Gushterice e ulet, Gornja 
Gusterica/Gushterica e eperme, Livadje/Livadh, Rubovc/Rabovce, Sllovi/Slovinje (destroyed) villages 
Source: Different religious leaders 
 
There are five Cultural Houses in Lipjan/Lipljan, Magurë/Magura and Janjevë/Janjevo, the one in Lipjan/Lipljan town is 
functional but not fully operational for political/inter-ethnic reasons. It has the capacity for different activities such as a  
municipal archive, atelier, cinema, library, promotion of cultural activities etc. OSCE contributed to the opening of a multi-
ethnic library at the Cultural Centre, which opened in Sept ember 2003. Prior to 1989 the building was used mutually by

6
Kosovo Albanian, Kosovo Serb and other communities. The renovation of the Cultural Houses in Donja 
Gusterica/Gushtericë e Ulët and Dobrotin/Dobratin has been accomplished. 
 
7. Media 
 
There is no local radio station operating in Lipjan/Lipljan an d the licence of the previously existing radio station was 
revoked in January 2002. The plan to have a new Serbian language radio station could not yet be implemented due to 
lack of frequencies. TMC (Temporary Media Commissioner) has not issued any licenses since 2002. As for written 
media, no local newspaper is published in the municipality , although local correspondents represent the Kosovo-wide 
daily newspapers. 
 
Table 7.1: List of Major Newspaper, TV/Radio Stations, etc. 
Name of media Type of Media (newspaper, radio, etc.) Editor/Correspondent Language of Programming/News 
Bota Sot Daily Newspaper Mr. Rexhep Isufi Albanian 
Zeri Daily Newspaper Mr. Ismail Rexhepi Albanian 
Koha Ditore Daily Newspaper Mr. Safet Krivaca Albanian 
RTS / Tanjug News Agencies Mr. Zarko Joksimovic Serbian 
Epoka e Re Daily Newspaper Ms. Arjeta Gashi Albanian 
Source: OSCE Office Lipjan/Lipljan 
 
8. Judicial System 
 
Lipjan/Lipljan municipality has a Municipal Court and a Court for Minor Offences, located in the centre of Lipjan/Lipljan 
town. All the working judges are Kosovo Albanian, while places are reserved for Kosovo Serb judges. The President of 
the Municipal Court reports a general lack of evidence and authority to deal with cases like property issues, specifically 
inter-ethnic sales. 
Table 8.1: Main Judges 
Name Title Ethnicity 
Mr. Habib Arifi President of t he Municipal Court Kosovo Albanian 
Mr. Jusuf  Bytyqi Municipal  Court Judge Kosovo Albanian 
Mr. Besim Kolshi Municipal  Court Judge Kosovo Albanian 
Mr. Gani Zabeli Municipal Court Judge Kosovo Albanian 
 Mr.Nebi Reqica Municipal  Court Judge Kosovo Albanian 
Mrs. Mejreme Zeka President of the Co urt for Minor Offences Kosovo Albanian 
Mr. Selman Salihaj Court for Minor  Offences Judge Kosovo Albanian 
Mr. Zenel Tasholli Court for Minor  Offences Judge Kosovo Albanian 
Source: Municipal Court in Lipjan/Lipljan 
 
9. Police, Civil Protection, and Military Presence 
 
In 2004, the Finnish Battalion merged with the Irish Transport Company to form the Finnish Irish Battle Group. Today, 
this joint international military force is in charge of Lipjan/Lipljan municipality. Following the riots of 17-19 March 2004, 
the German KFOR reinforced the Battle Group.  
 
The security situation in Lipjan/Lipljan was generally im proving prior to the riots on 17-19 March 2004, although 
numerous minor and a few serious crimes with possible inter-ethnic dimension were registered and the freedom of 
movement for minority communities remained limited. 
 
During the events of 17-19 March 2004, 268 Kosovo Serb residents were displaced from Lipjan/Lipljan town and 35 
houses were burnt. In addition to Lipjan/Lipljan town, the Kosovo Serb population of Rrubovc/Rabovac village also had 
to be evacuated during the second night of the riots.  Three Kosovo Serb houses have been reported burnt on three 
separate occasions post-17-19 March and the security situation in the municipality remains volatile. As a result of the 
riots, most of the Kosovo Serbs are not yet back in town or  are located in the central Orthodox Church area to date. 
Freedom of movement remains limited to Kosovo Serbs. The reconstruction process is ongoing.   
 
Table 9.1: Police, Civil Protection, and Military Presence 
Name Phone/fax/e-mail Number of Police Officers, Soldiers, etc. Ethnic Composition, Nationality 
KPS 581 010, 582 902 114 88 Kosovo Albanian, 23 Kosovo Serb, 2 Ashkali, 1 
Bosniak  
UN Civil Police 581 010, 582 902 2 N/A

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KPC  N/A N/A 
KFOR  Appr. 800 Finnish/ Irish 
Source: Finnish KFOR, UN Police. 
 
10. Economics  
 
The economic situation in the municipality is a clear reflection of a Kosovo-wide reality with a high unemployment rate 
and general lack of economic development. Traditionally, the municipality is predominantly agriculture-oriented. The 
mines in Magurë/Magura and Babush/Babuš do not function, mainly due to damaged and outdated technology. Similarly, 
the paper factory, Metalac, Termovent and the Coca-Cola Company and other public enterprises never resumed 
production after the conflict. Both private and public sectors were efficient before the conflict, but now only the public 
sector has been able to resume work up to 20% of its former capacity. Many shops and restaurants have opened in 
town, but approximately 80% of the population remains unemployed. 
 
10.1 Major Employers in the Region 
Employer Service/Products Production ongoing? Size of Workforce 
PTK  Branch In Lipjan/Lipljan town  N/A  
PTK Subbranch in Magure/Magura  N/A  
PTK Subbranch in Janjevë/Janjevo  N/A  
Mine Quarry in Gadime village  N/A  
Socially Owned Enterprise (SOE) KOSOVA  N/A  
Soc. Enterprise Kosova  N/A  
Prishtina Airport  N/A  
SOE Blinaja  N/A  
Soc. Enterprise Vlaznimi  N/A  
Private Enter. Ulpi Commerce  N/A  
Private Enterprise Bestin  N/A  
Water Factory BONUS Water Yes  
Private Enter. Aragonit  N/A  
Chicken Farm Mona Poultry/eggs yes  
Salcon International  Spices yes  
NTU Kosovatrans  N/A  
NN Ulpiana  N/A  
Metal Holding Janjeve/Janjevo   Yes  
Golesh Mine   No  
Paper Factory    
Source: Business registration office, Dept. for Economy and Finance Department of Education Lipjan/Lipljan 
 
11. Infrastructure 
 
There are many paved roads in the municipality, although mostly in poor condition and in need of repair. The amount of 
vehicles creates a strain on the infrastructure in the municipality. The main railway track between Fushë Kosovë/Kosovo 
Polje and Skopje passes through the town.  
 
Housing conditions have improved. Reconstruction in the year 2001 was concentrated in building new schools or 
reconstructing primary schools throughout the municipality, mainly in the villages where pupils previously had to walk 
long distances to their nearest school.  Many Kosovo Albanian houses have been repaired or reconstructed, particularly 
in the heavily damaged surrounding villages. Currently, the focus has shifted to the reconstruction of the Kosovo Serb 
property, burnt during the 17-19 March 2004. To date all of these houses have been reconstructed. In addition, the 
municipality has recently committed to build a Primary School for Kosovo Serb pupils in Lipjan/Lipljan town. 
 
The electrical grid in Kosovo Albanian and Kosovo Serb inhab ited villages is also in poor condition. The supply of 
electricity is not sufficient and is ofte n interrupted. Lately, KEK’s refusal to repa ir electricity network failures has led to  
considerable tension within the communities. The water supply situation is better than in the surrounding municipalities. 
The European Union has funded efforts to improve the water supply network during the year 2002.  
 
12. Social Services, Health and Education 
 
Social Services: 
The Centre for Social Welfare (CSW) in Lipjan/Lipljan provid es social assistance to the most vulnerable people. The 
director of the CSW is Mr. Fehmi Ibrahimi, who began employment in early 2004.  No pension, but some small-scale

8
assistance is provided . Social assistance is given in two different categories, i.e. in the case of 80% intra-family 
unemployment rate or with no-one employed in the family with at least one child younger than five years. 1,487 families 
in Lipjan/Lipljan receive social assistance, constituting 6,494 people; of these families 1,243 are Kosovo-Albanian and 
the remaining 244 are other than Albanian, mostly Kosovo Serbs. 
 
Health:  
Kosovo Albanians use the main Health House in Lipjan/Lipljan town, while Kosovo Serbs use a private house as a 
separate health house (ambulanta). Several small health houses provide health assistance in villages, though care is 
limited to very basic services (injections, doctor’s visit once per week, etc). For hospital services, Kosovo Albanians and 
Ashkali travel to Prishtinë/Priština, while Kosovo Serbs and Roma go to Laplje Selo/Llapje Selle or Mitrovicë/Mitrovica.  
 
Place    Building/Facility Service Community served  
Lipjan/Lipljan Main Health House Matern ity, Surgery Unit (small operations),  Dentist, Pediatry, Internist, Blood 
and Urine test, Injection services, X-rays, Vaccination.  
Kosovo Albanian/Roma/ 
Ashkali/Croat and a few 
Kosovo Serbs 
Magurë/Magura Small Clinic Injection services , Medical checks, Vaccination  Kosovo Albanian 
Shalë/Sedlare Small Clinic Medical checks, Injection services, Vaccination Kosovo Albanian 
Rubovc/Rabovce Small Clinic Medical checks, Injection services, Vaccination Kosovo Albanian 
Janjevë/Janjevo Small Clinic Medical chec ks, Injection services, Vaccination Kosovo 
Albanian/Roma/Croat 
Banullë/Bandulic Small Clinic M edical checks, Injection services, Vaccination Kosovo Albanian 
Gadime/Gadimlje Small Clinic Medical checks, In jection services, Vaccination Kosovo Albanian/Roma 
Sllovi/Slovinje Small Clinic Medical checks, Injection services, Vaccination Kosovo Albanian 
D.Gusterica/Gustericë e U. Main Health House  Maternity, Dentist, Blood and Urine test (unc ompleted), Injection services, 
Vaccination.  
Kosovo Serb 
Lipjan/Lipljan Small Clinic Medical checks, Injection services, Vaccination Kosovo Serb 
Lepina/Lepinë Small Clinic Medical checks (not ev ery day), Injection services.  Kosovo Serb 
Babush/Babus Small Clinic Medical checks, Injection services, vaccination  Kosovo Albanian  
Dobraj e Madhe/Veliko 
Dobranje 
Small Clinic Medical checks, Injection services, vaccination Kosovo Albanian 
Kraishte/Kraiste Small Clinic Medical checks, Injection services, vaccination Kosovo Albanian 
Source: Department of Health in Lipjan/Lipljan. As of June  2004 
 
 
Education:  
Lipjan/Lipljan has 16 primary schools for Kosovo Albanians and 11 for Kosovo Serbs. There is one secondary school 
with two units for Kosovo Albanians (the biggest secondary education unit in Kosovo, with 2,824 pupils for the 2001/2002 
academic year) and one agricultural secondary school for Kosovo Serbs. In addition, there is a medical secondary 
school in Donja Gusterica/Gushterice e Ulet for Kosovo Serbs. A private house in Lipjan/Lipljan town is used as a 
primary school for Kosovo Serbs, as they do not have acce ss to the primary school building in the centre of town. 
Following the March riots, safe travel for students to this school has become a concern for parents. In July 2003 the 
Municipal Assembly allocated municipal land for the construction of an additional primary school in Lipjan/Lipljan town. 
This school will initially be used for Kosovo Serb children, but at a latter stage is planned to become multi-ethnic. At the 
stage of writing the funding is not secured. Also there is 1(one) Kindergarten located in the centre of Lipjan/Lipljan town. 
 
13. Returns Process 
 
Lipjan/Lipljan municipality has mostly seen spontaneous/individual return of Kosovo Serbs and more organized return of 
Roma/Ashkali/Egyptiani (RAE) population over the course of the past five years. The return of the RAE population fled 
from Lipjan/Lipljan municipality seems to show some more concrete results. With the help of the Austrian/ Swiss 
governments, as well as NGOs GOAL, EAR and Erikshjalpen, the return of RAE families materialized in the villages of 
Magure/Magura, Dobraje e Vogel/Malo Dobranje and Medvec/Medvece.  
 
As regards to Kosovo Serb return, departures have also been observed, mostly from the urban area of Lipjan/Lipljan 
town. The outflow of the urban Serbs gravitates towards Serbia proper or Serb majority surrounding villages. Regarding 
the return of 17-19 March IDPs, a few urban Kosovo Serb families returned after the riots, while the majority of them 
continue to live as IDPs in the Orthodox Church area of Lipjan/Lipljan town, in the surrounding villages or Serbia proper.   
 
The Municipal Working Group is the main forum as regards to the endorsement of return projects. It was established in 
March 2002, first co-chaired by UNMIK and UNHCR and taken over by PISG at a latter stage. The municipality hired a 
Municipal Returns Officer in January 2005 and the finalization of the Municipal Returns Strategy is under way.

Berichtsvorlage

1107 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER 
Dezernent Koordination für Flüchtlingsfragen 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Sondierungsreise in den Kosovo / Bericht der Arbeiterwohlfahrt Bremerhaven - Heimatgarten 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
31.08.2005 Ausländerbeirat Bericht 
08.09.2005 Kommission zur Unterbringung von Aussiedlern, Asylbewerbern u.  
                     ausländischen Flüchtlingen Bericht 
 
 
 
Bericht: 
 
 
 
Das Innenministerium des Landes NRW ist an die Stadt Münster herangetreten, gemeinsam ein 
freiwilliges Rückkehrprojekt für Flüchtlinge zu konzipieren.   
 
Die Verwaltung hat hierzu eine Orientierungsreise durch die Arbeiterwohlfahrt Bremerhaven or-
ganisieren lassen, an der MitarbeiterInnen der Verwaltung sowie BetroffenenvertreterInnen teil-
nehmen konnten.  
 
 
Der beigefügte Bericht der Arbeiterwohlfahrt Bremerhaven wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
 
 
In Vertretung 
 
 
 
 
 
gez. Dr. Klein 
Stadträtin  
 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0624/2005 
Auskunft erteilt: 
Frau Jostameling 
Herr Mehmeti 
Ruf: 
492 70 55 
E-Mail: 
JostameS@stadt-muenster.de 
Datum: 
29.07.2005 
Öffentliche Berichtsvorlage

Beratungsverlauf (2)

31.08.2005 Sitzung
TOP 2.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
08.09.2005 Kommission zur Unterbringung von Aussiedlern, Asylbewerbern u. ausländischen Flüchtlingen
TOP 5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Wallstraße 9

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0624/2005
Typ
Vorlage
Datum
09.08.2005
Erstellt
06.10.2020 14:37