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Klärung Zusammenarbeit mit Michael Winterhoff

Die PARTEI Anfrage nach § 4 AN/1960/2021 vom 05.10.2021

Stand: Am 09.11.2021 im Rat beraten. Ergebnis: Sache ist erledigt.

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    Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 13.09.2021 AN/1960/2021 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 16.09.2021 09.11.2021 Klärung Zusammenarbeit mit Michael Winterhoff Die Fraktion Die FRAKTION bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Rates zu setzen: 1.) Gab es oder gibt es eine Zusammenarbeit der Stadt Köln oder städtischer Betrieb e mit dem Bonner Kinderpsychiater Michael Winterhoff oder Mitarbeiter*innen seines Pra- xisteams? 2.) Haben Mitarbeiter*innen der Stadt Köln oder Mitarbeiter*innen städtischer Betriebe Fort- bildungen bei Winterhoff besucht? 3.) Sollte es eine Zusammenarbeit gegeben haben: a. Gab es in der Vergangenheit Hinweise oder Berichte von Betroffenen oder städti- schen Mitarbeiter*innen zu der Zusammenarbeit? b. Wurden Personen körperlich oder psychisch geschädigt? An die Vorsitzende des Rates der Stadt Köln Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Fraktion Die FRAKTION Michael Hock Birgit Dickas Walter Wortmann Karina Syndicus Unter Goldschmied 6 50667 Köln Tel.:+49 (221) 221 – 35606 E-Mail: michael.hock@stadt -koeln.de E-Mail: birgitbeate.dickas@stadt -koeln.de E-Mail: walter.Wortmann@stadt -koeln.de E-Mail: karina.syndicus@stadt -koeln.de - 2 - c. Welche juristischen, finanziellen oder sonstigen Konsequenzen könnten auf die Stadt zukommen? Begründung: Der Bonner „Kinderpsychiater“, Bestsellerautor („Warum unsere Kinder Tyrannen werden“) und sadistische Scharlatan Michael Winterhoff steht in den letzten Tagen scharf in der Kritik. Die Fachwelt kritisiert schon seit Ja hren, dass seine Theorien empirisch nicht belegt und populis- tisch seien und seine Rhetorik Wurzeln zur NS -Pädagogik und/oder „Schwarzen Pädagogik“ aufweise. Durch die zuletzt veröffentlichte Dokumentation in der ARD („Warum unsere Kinder keine Tyrannen sind“ vom 09.08.21, Nicole Rosenbach) hat das öffentliche Interesse an dem Fall Winterhoff zugenommen. Der Anwalt Mehmet Daimagüler, der bereits Angehörige von Op- fern im NSU -Prozess vertrat, hat dieser Tage eine erste Strafanzeige wegen Körperverletzung, Schwerer Körperverletzung und Abrechnungsbetrug gegen Winterhoff eingereicht. Winterhoff wird vorgeworfen kleine Kinder über Jahre hinweg und hochdosiert mit dem starken Neuroleptikum „Pipamperon“ behandelt zu haben. Teilweise gegen die Einwilligung von Erzi e- hungsberechtigten oder Vormündern und/oder ohne diese ausreichend über das Präparat und dessen Nebenwirkungen aufzuklären. Er habe diese Behandlung mit den ominösen und ausge- dachten Diagnosen „Frühkindlicher Narzissmus“ sowie „Eltern -Kind-Symbiose“, die w eder von der Fachwelt anerkannt sind, noch in den offiziellen diagnostischen Klassifizierungssystemen (DSM, ICD) vorkommen, begründet. Wenn Eltern sich weigerten, ihr Kind medikamentös zu behandeln, habe er ein Jugendamtsverfahren („Sorgerechtsentzug wegen Kindeswohlgefähr- dung“) gegen die Eltern eingeleitet. Es sei festgestellt worden, dass er bei Krankenkassen an- dere Diagnosen abgerechnet hat, als er Vormündern gegenüber angegeben hatte. Außerdem wird Winterhoff vorgeworfen sexuellen Missbrauch gegenüber Jungs* verübt zu haben. Laut eigenen Angaben kooperiert Winterhoff bundesweit mit vielen Heimen. Er behandelt Kin- der in 20 -30 Pflegefamilien sowie Einrichtungen der Jugendhilfe. Er übernimmt die Medikation von Kindern, hält Vorträge und coacht Eltern und F achkräfte. Winterhoffs Praxis liegt in Bonn und damit im Einzugsgebiet der Stadt Köln. Durch seine Popularität und mediale Reichweite wurde er immer wieder als „Experte“ von verschiedenen Einrichtungen herangezogen. Es liegt nahe, dass auch Einrichtungen d es Stadt Köln von den Taten Winterhoffs betroffen sein könn- ten. Dazu braucht es eine umgehende Aufklärung, damit Kinder geschützt werden können, die sich möglicherweise in diesem Augenblick noch in Behandlung von Herrn Winterhoff befinden. - 3 - Außerdem dürfen Opfer/Überlebende seiner Straftaten nicht allein gelassen werden. Es braucht eine kompetente, interdisziplinäre und unmittelbare Aufarbeitung, um die psychischen und kör- perlichen Folgen und Traumata von Überlebenden zu behandeln und so schnell wie möglich auf deren Genesung hinzuarbeiten. Da der Fall Winterhoff derzeit medial sehr groß ist, ist eine Re - traumatisierung von Opfern nicht auszuschließen. Es muss umgehend gehandelt werden. Gez. Michael Hock

Beratungsverlauf

  1. 09.11.2021

    Rat

    TOP 4.2, Antrag / Anfrage. Ergebnis: Sache ist erledigt

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