3823/2021
Bericht des Jobcenter Köln
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Anlage 3 zum Bericht des JC Köln KEL_Bericht_2020
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Stand: 10.September 2021 Die kommunalen Eingliederungsleistungen Jahresbericht 2020 Seite 2 von 41 Inhalt 1. Vorwort ........................................................................................................................................... 3 2. Statistische Daten ............................................................................................................................ 4 2.1. Finanzbudget ................................................................................................................................... 4 2.2. Anzahl der Teilnehmer*innen ......................................................................................................... 4 2.3. Weitere statistische Daten .............................................................................................................. 5 3. Angebote der kommunalen Eingliederungsleistungen ................................................................... 7 3.1. Kinderbetreuung nach §16a Nr. 1 SGB II ......................................................................................... 7 3.2. Schuldnerberatung nach §16a Nr. 2 SGB II ..................................................................................... 8 3.3. Psychosoziale Betreuung nach §16a Nr. 3 SGB II .......................................................................... 12 3.3.1. Angebote der allgemeinen psychosozialen Betreuung ....................................................... 14 3.3.2. Frauenspezifische Angebote ................................................................................................ 21 3.3.3. Angebote für Erziehende ..................................................................................................... 26 3.3.4. Angebote im Rahmen des Gewaltschutzes .......................................................................... 28 3.3.5. Angebote als flankierende Hilfen in Arbeitsgelegenheiten ................................................. 30 3.4. Suchtberatung nach §16a Nr. 4 SGB II .......................................................................................... 33 4. Fallbeispiele ................................................................................................................................... 37 5. Schlusswort ................................................................................................................................... 41 Seite 3 von 41 Vorwort Nach Max Frisch (1911-1991) ist die Krise ein „produktiver Zustand“, wenn man ihr den „Beige- schmack der Katastrophe“ nimmt. Das Jahr 2020 wurde durch die Corona-Pandemie und das intensive Bestreben, der Krise den „Beige- schmack der Katastrophe“ zu nehmen, geprägt. Köln als Millionenmetropole hat die Corona Pande- mie stark getroffen - mit entsprechenden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote liegt im Jahresdurchschnitt 2020 bei 9,2 %. Sie stieg damit um 1,4 Prozent- punkte gegenüber 2019. Rund 117.600 Menschen waren im Berichtsjahr auf die Leistungen nach dem SGB II angewiesen. Das sind rund 4,1 % mehr als 2019. Aufgrund dieser Entwicklungen und zunehmend komplexen Herausforderungen des Arbeitsmarkts kommt den kommunalen Eingliederungsleistungen nach § 16a SGB II in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels weiterhin eine große Bedeutung und Notwendigkeit zu. Auch Pandemie-unabhängig ist die Inanspruchnahme sozialintegrativer Angebote häufig ein Aus- druck vielschichtiger Notlagen. Den Weg zu einer beruflichen und sozialen Integration aufzunehmen und ihn bis zum Ziel eines von staatlichen Leistungen unabhängigen Lebens zu gehen, stellt eine be- sondere Herausforderung dar. Zeiten der Arbeitslosigkeit können zunehmende soziale Not mit sich bringen. Schulden, Sucht, ge- sundheitliche und psychosoziale Probleme erschweren in der Folge den Weg zu einer neuen Perspek- tive und der (Wieder-) Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Die kommunalen Eingliederungsleistungen des § 16a Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) verfol- gen einen ganzheitlichen Ansatz und bieten den Menschen auf ihrem Weg individuelle Unterstützung und Begleitung. Der Jahresbericht für 2020 dokumentiert die Angebote und erzielten Ergebnisse in kompakter Form und stellt für jeden Bereich ein Fallbeispiel dar. Seite 4 von 41 Statistische Daten 1.1. Finanzbudget Für die kommunalen Eingliederungsleistungen wurden in den Jahren 2018 bis 2020 durch den Rat der Stadt Köln folgende Haushaltsansätze beschlossen: 1.2. A nzahl der Teilnehmer*innen Die folgende Anzahl an Menschen konnte in diesem Zeitraum mit Leistungen nach §16a SGB II unterstützt und begleitet werden: 2018 2019 2020 § 16a Nr. 1 (Kinderbetreuung) 40 61 47 § 16a Nr. 2 (Schuldnerberatung) 4.438 4.437 4.374 § 16a Nr. 3 (Psychosoziale Betreuung) 5.699 5.582 4.794 § 16a Nr. 4 (Suchtberatung) 407 324 283 Teilnehmer*innen gesamt 10.584 10.404 9.498 Seite 5 von 41 1.3. Weitere statistische Daten Die Kölner Bevölkerung ist 2020 nicht wie in den Vorjahren gewachsen, sondern entsprechend der Publikationen des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik um rund 3.800 Personen gesunken: • 2018: 1.089.984 Einwohner*innen • 2019: 1.091.819 Einwohner*innen • 2020: 1.088.040 Einwohner*innen Die Anzahl der Kölner Bürgerinnen und Bürger, die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach SGB II erhielten, ist im Vergleich zum Vorjahr hingegen angestiegen: Die nachfolgend dargestellte Kund*innenstruktur des Jobcenter Köln spiegelt die komplexen Hand- lungsbedarfe wieder, die eine kurzfristige Integration in den Arbeitsmarkt für einen Großteil der Leis- tungsberechtigten erschweren und eine intensive individuelle Begleitung sowie lösungsorientierte Unterstützungsleistungen erforderlich machen. Die berufliche Integration konnte auch 2020 für fast 60 % der Kundinnen und Kunden des Jobcenter Köln frühestens nach sechs Monaten prognostiziert werden: Seite 6 von 41 Die Analyse der Kund*innenstruktur basiert auf der sogenannten „Integrationsprognose“: Sie ist das Ergebnis der vermittlerischen Einschätzung zur Marktnähe der Kundinnen und Kunden: • Marktnah: Eine Integration ist innerhalb von 6 Monaten zu erwarten. • Nicht marktnah: Eine Integration wird voraussichtlich erst nach mehr als 6 Monaten gelin- gen. • Zuordnung nicht erforderlich und Integriert, aber hilfebedürftig: Hierunter fallen Kundinnen und Kunden, die bereits beruflich integriert, aber noch hilfebedürftig sind. Oder solche, bei denen aktuell kein Handlungsbedarf besteht, weil beispielsweise eine Familienangehö- rige/ein Familienangehöriger gepflegt wird. Die 2020 gestiegene Anzahl an Leistungsbezieher*innen schlägt sich demnach vorrangig in den Profil- lagen „marktnah“ und „integriert, aber hilfebedürftig“ nieder und kann daher als eine Auswirkung der Corona Pandemie auf den Kölner Arbeitsmarkt gedeutet werden. 2020 nahmen 9.498 Kundinnen und Kunden kommunale Eingliederungsleistungen in Anspruch. Trotz des Rückgangs der Zugänge um rund 8,7 % im Vergleich zu 2019 dokumentieren die statistischen Da- ten der Teilnehmer*innen die nahezu konstanten Merkmale und Rahmenbedingungen: Seite 7 von 41 Statistische Daten 2018 2019 2020 Alter - unter 25 10% 9% 10% - 25 bis 44 52% 50% 53% - 45 bis 64 37% 38% 34% - ohne Angaben 1% 3% 3% Haushaltssituation - alleinstehend 36% 36% 35% - 2 Personen 21% 21% 20% - 3 Personen 17% 17% 19% - 4 Personen und mehr 24% 24% 23% - ohne Angaben 2% 2% 3% - alleinerziehend 21% 20% 19% Schulbildung - Hauptschulabschluss 30% 27% 27% - Fachoberschulreife 14% 15% 9% - Fachhochschulreife 13% 13% 14% - ohne Schulbildung 29% 30% 28% - nicht alphabetisiert 4% 6% 5% Berufsausbildung ohne/nicht abgeschlossene/ Berufsausbildung/Studium 59% 60% 61% abgeschlossene/s Berufsausbildung/Studium 28% 30% 27% ohne Angaben 12% 10% 11% Dauer der Arbeitslosigkeit - > 1 Jahr < 2 Jahre 16% 17% 17% - > 2 Jahre 44% 45% 40% Migrationshintergrund 64% 64% 65% Ang ebote der kommunalen Eingliederungsleistungen 1.4. Kinderbetreuung nach §16a Nr. 1 SGB II Das Angebot der Kinderbetreuung wird in den Projekten „M.I.m.i.K.“, „Xenia“ und „BiSKids“ vorgehal- ten. Im Folgenden werden die Ergebnisse des Angebots „BiSKids“ dargestellt, zu den Projekten „M.I.m.i.K.“ und „Xenia“ siehe Kapitel 3.3. „Psychosoziale Betreuung“. BiSKids (Betreuung im Stadtteil – Kids in Mülheim) Träger: Christliche Sozialhilfe Köln e.V. Seite 8 von 41 Ziel: Verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch ein kurzfristiges, flexibles Kin- derbetreuungsangebot für Arbeitsuchende, in Arbeit vermittelte Personen und Teil- nehmer*innen an Qualifizierungsmaßnahmen vorrangig im Stadtbezirk Mülheim. Inhalte: BiSKids umfasst Dienstleistungen wie Hol- und Bringdienste, Ferien-, Randzeit- und Übermittagsbetreuungen, Vermittlung in weiterführende Angebote der Kinderbe- treuung oder der Familienhilfe. Ergänzend werden mit den Eltern neue und nachhaltige Modelle der Kinderbetreu- ung wie Kindertagespflege, OGTS und das Nutzen nachbarschaftlicher Netzwerke er- arbeitet. „BiSKids“ ist zentral in Mülheim verortet. Von 6 bis 20 Uhr können Kinder im Alter von 1 bis 10 Jahre betreut werden. Zusätzlich bietet das Angebot in der Einrichtung Henry´s H.O.P.E im Stadtteil Dünnwald eine stundenweise Betreuung an. Aufgrund der hohen Nachfrage ist im Juni 2019 ein weiterer Standort im Mülheimer Norden eröffnet worden. Ergebnisse: 43 Familien wurden 2020 regelmäßig durch Mitarbeiter*innen des Projekts unter- stützt (2019: 48; 2018: 47 Familien). In der Zeit von Mitte März bis Anfang Mai 2020 gab es keine Betreuungsanfragen bei BiSKids. Ab Mai 2020 waren zwei Kinder in der Notbetreuung im Projekt. Ab dem 08.06.2020 konnten im eingeschränkten Regelbe- trieb wieder alle Kinder in einem geringeren Zeitumfang aufgenommen werden. Die Ferienbetreuungen konnten im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Krise nicht stattfin- den. Insgesamt wurden 13 Familien im Projektjahr 2020 nachhaltig bei der Arbeitsauf- nahme, Qualifizierung und beim Erhalt der Arbeit unterstützt. 1.5. Schuldnerberatung nach §16a Nr. 2 SGB II Die Schuldnerberatung umfasst neben der reinen Schuldenregulierung rechtliche, finanzielle wie auch psychosoziale Fragestellungen. Grundsätzlich wird in Köln zwischen der Budget- und Schuldner- beratung unterschieden. Der Zugang für SGB II-Leistungsbezieher*innen erfolgt über die Budgetberatung für ein bis drei Bera- tungseinheiten. Die telefonische Kontaktaufnahme sowie ein freier Zugang sind ebenfalls möglich. Bei weitergehendem Bedarf und positiver Prognose erfolgt die Weitervermittlung in die Schuldner- beratung. Budgetberatung Träger: Diakonisches Werk Köln und Region Interfamilia Kreisverband Köln e.V. Schuldnerhilfe Köln e.V. Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) e.V. Seite 9 von 41 Sozialdienst katholischer Männer (SKM) e.V. Ziel: Überblick über die individuelle Schuldensituation und akute Krisenintervention. Bei Bedarf Weitervermittlung in die Schuldnerberatung. Inhalte: Neben allgemeinen Informationen um das Thema „Schulden“ und Prüfung der Ein- nahme-/Ausgabe-Situation erfolgt die kurzfristige Intervention bei drohender Sperre der Energie-Versorgung, Konto-Pfändung und Mietschulden. Die Teilnehmer*innen werden bei der Einrichtung eines Pfändungsschutzkontos unterstützt und ggf. in die Schuldnerberatung weitervermittelt. Ergebnisse: 2020 konnten 598 der insgesamt 1.038 Beratungsfälle im Rahmen der Budgetbera- tung abgeschlossen werden. Aufgrund der Komplexität der Verschuldensproblematik bzw. der Vermittlungshemmnisse wurden 427 Fälle in die weitergehende Schuldner- beratung übergeleitet. 2019 wurden 866 Abschlüsse in der Budgetberatung erzielt (1.220 Beratungsfälle). 2018 wurden 804 Fälle bereits in der Budgetberatung abgeschlossen (1.147 Bera- tungsfälle). Gegenüber den Vorjahren ist aufgrund der zeitweise eingeschränkten Präsenzform ein Rückgang der Beratungsfälle und der Abschlussquote in 2020 zu ver- zeichnen, der durch die Corona bedingten Rahmenbedingungen und der daraus re- sultierenden Einschränkungen für die Beratungsarbeit zu begründen ist. Mit Blick auf das Folgejahr ist mit einem Zuwachs zu rechnen. Die Zugänge zur Bud- getberatung stiegen bereits im ersten Quartal 2021 um 26% im Vergleich zum ersten Quartal 2020 von 207 auf 262. Schuldnerberatung Träger: Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. Caritasverband für die Stadt Köln e.V. Diakonisches Werk Köln und Region Interfamilia Kreisverband Köln e.V. Internationaler Bund (IB) Schuldnerhilfe Köln gGmbH Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) e.V. Sozialdienst katholischer Männer (SKM) e.V. Verein für soziale Schuldnerberatung (VSSB) e.V. Ziel: Die Schuldnerberatung dient dem Abbau einer Überschuldung und damit der Vermei- dung einer wirtschaftlichen und psychosozialen Destabilisierung der Betroffenen. Seite 10 von 41 Inhalte: Die Schuldnerberatung beinhaltet eine sozialpädagogisch flankierte finanzielle und rechtliche Beratung. Es erfolgt eine differenzierte Prüfung der Forderungen und eine Klärung des Verfahrensstands und der Haftung. Weitere Handlungsschritte werden unter Einbeziehung der psychosozialen Situation der Teilnehmer*innen eingeleitet und umgesetzt. Ergebnisse: Die Zahl der Überschuldungsfälle hat laut Creditreform Schuldneratlas Deutschland 2020 trotz Corona erneut abgenommen. Die Zahl überschuldeter Privatpersonen in Deutschland ist zum zweiten Mal in Folge zurückgegangen. Für die gesamte Bundes- republik wird zum Stichtag 1. Oktober 2020 eine Überschuldungsquote von 9,87 Pro- zent gemessen (-0,13 % zum Vorjahr). Die Schuldnerquote für Köln im Jahr 2020 stellt sich mit 11,44 % ebenfalls erneut leicht rückläufig dar (- 0,18 % zum Vorjahr), dennoch ist weiterhin rund jede(r) achte Kölner*in überschuldet. Nachfolgend ist eine Auswahl der Ergebnisse der Arbeit der neun gemeinnützigen Beratungsstellen, die vom Jobcenter Köln mit der Durchführung der Schuldnerbera- tung nach §16a Nr. 2 SGB II beauftragt waren, illustriert: Seite 11 von 41 D ie Ergebnisse der Schuldnerberatung zeichnen ein differenziertes Bild. Die Reduzierung von Ver- mittlungshemmnissen umfasste wie in den Vorjahren nicht allein die Schuldenregulierung. Auch die psychosozialen Wechselwirkungen waren für die berufliche und soziale Integration wichtig und nutz- bringend. Für die Teilnehmer*innen bedeutet die Schuldnerberatung mit ihrer existenziellen Absicherung als Beratungsangebot eine wichtige Basis für ihre weitere persönliche und berufliche Entwicklung. Da Überschuldung häufig Ausdruck weiterer psychosozialer Problemlagen ist, arbeitet die Schuldnerbe- ratung auch mit anderen Beratungsstellen, sozialpsychiatrischen Zentren und Bildungseinrichtungen zusammen. Diese Zusammenarbeit ist ein Ausdruck, der seit einigen Jahren festzustellenden, viel- schichtiger werdenden Problemlagen. Im Rahmen von Befragungen der Teilnehmerinnen und Teil- nehmer durch die Träger, werden regelmäßig Verbesserungen des Wohlbefindens und der gesund- heitlichen Situation in Folge der Beratung angegeben. Die Vermittlung einer finanziellen Grundbildung und das Aufzeigen rechtlicher Möglichkeiten zur Ab- wehr unberechtigter Forderungen tragen zur Nachhaltigkeit der Beratung bei: Seite 12 von 41 D ie Ende 2020 verabschiedete Gesetzreform zur Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens auf drei Jahre statt wie bisher im Regelfall sechs Jahre sorgt dafür, dass Betroffene schneller wieder aktiv am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilhaben können. Die Träger der Schuldnerberatung haben hierzu teilweise eine deutliche Zunahme an Beratungen/In- formationswünschen registriert. Dies spiegelt sich im Anstieg der außergerichtlichen Verhandlungen wider und lässt einen Anstieg der Insolvenzantragsverfahren in 2021 prognostizieren. 1.6. Psychosoziale Betreuung nach §16a Nr. 3 SGB II Die Angebote gemäß §16a Nr. 3 SGB II sind vielfältig und lassen sich wie folgt klassifizieren: Angebote der allgemeinen psychosozialen Betreuung F rauenspezifische Angebote A ngebote für Erziehende A ngebote im Rahmen des Gewaltschutzes Seite 13 von 41 Psychosoziale Betreuung als flankierende Hilfe in Arbeitsgelegenheiten Den komplexen Handlungsbedarfen der Kundinnen und Kunden im SGB II-Leistungsbezug steht mit den psychosozialen Angeboten ein differenziertes Portfolio gegenüber, das sich in seiner Ausgestal- tung und Orientierung bewährt hat. Die Wirkungsziele der Angebote unterscheiden sich je nach Zielgruppe, dennoch lassen sich übergrei- fende Aspekte in den erzielten Ergebnissen darstellen: Seite 14 von 41 Diese Ergebnisse werden nachfolgend separat im Kontext der jeweils oben aufgeführten Gruppe und der Vorjahre dargestellt. Übergreifend lässt sich im Bereich der psychosozialen Betreuung ein Rück- gang an Zugängen und Bestandsfällen gegenüber dem Vorjahr verzeichnen (-14,1 %). Die teilweise eingeschränkten Beratungsmöglichkeiten in Präsenzform haben auf Seiten des Jobcenter Köln und der Träger dazu geführt, dass neue Kommunikationswege in alternativer Form ausgebaut wurden. Vor dem Hintergrund der komplexen Handlungsbedarfe hat sich auch die Kontaktaufnahme und An- bindung der Teilnehmer*innen als besonders herausfordernd dargestellt. Dies spiegelt sich in Bezug auf die erreichten Erfolge wider, die in fast allen Bereichen geringer ausgefallen sind als im Vorjahr. 1.6.1. Angebote der allgemeinen psychosozialen Betreuung Zu diesen Angeboten gehören die Projekte „Arbeit sofort“, „Kellerladen“, „JobAktiv“, „Psychosoziale Betreuung für Jugendliche und junge Erwachsene im Sozialraum Meschenich“ sowie das Projekt „Ori- entierungsberatung“. Die Ergebnisse dieser Angebote werden nachfolgend zusammengefasst darge- stellt. Arbeit sofort Träger: Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln Sozialdienst katholischer Männer e.V. Köln Internationaler Bund GmbH Köln Ziel: Heranführung an Arbeit und Beschäftigung sowie Abwendung einer akuten Mittello- sigkeit durch die Bereitstellung eines niederschwelligen Tätigkeitsangebots Inhalte: Die Teilnehmer*innen, bei denen besondere Lebensverhältnisse mit sozialen Schwie- rigkeiten verbunden sind, rekrutieren sich ausschließlich aus dem Bereich der Reso- Dienste der Stadt Köln. Die Stabilisierung der Teilnehmer*innen erfolgt durch psycho- soziale Beratung und Betreuung sowie über alltagspraktische Anleitung. Die Beschäftigungsstrukturen wurden bis auf den Zeitraum Mitte März bis Anfang Mai 2020 aufrechterhalten. Die sozialpädagogische Begleitung wurde trotz der Pan- demie bedingten Einschränkungen durchgängig angeboten. Kellerladen Träger: Kellerladen e.V. Seite 15 von 41 Ziel: Psychosoziale Stabilisierung und Einleitung von Maßnahmen, die an Ausbildung und Arbeitsaufnahme heranführen Inhalte: Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene bis 30 Jahre, die eine Tagesstruktur erhalten und dabei ihre beruflichen und sozialen Fähigkeiten entwickeln können. Die Ausrichtung des Projekts ist sozialräumlich im Stadtteil Bilderstöckchen verortet. Der Träger arbeitet intensiv mit Ausbildungsbetrieben, Schulen und Bewerbungscoaches zusammen. Vor einem Bewerbungscoaching ist in den meisten Fällen jedoch zunächst eine intensive und vertrauenschaffende Gesprächsarbeit sowie ggf. auch die Vermittlung schulisch-theoretischer Inhalte erforderlich. Um die Teilnehmer*innen an Online-Seminare und digitale Meetings heranzuführen, aber auch zur Vermittlung von Kenntnissen rund um das Sars-CoV-2-Virus, wurde 2020 eine digitales Corona-Info-Meeting durchgeführt und ein hybrides Lernzentrum konzipiert und eingerichtet, das analoge und digitale Elemente verknüpft und in dem ausbildungsrelevante IT-Kenntnisse bis hin zum 3D-Druck vorgestellt werden können. JobAktiv Träger: Katholisches Jugendwerk e.V. Ziel: Entwicklung einer realistischen schulischen und/oder beruflichen Perspektive zur Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene von 15 bis 27 Jahre als Bindeglied zwischen der Jugendberufshilfe und den Jugendzentren im Kölner Norden (Chorweiler, Blumenberg und Seeberg-Nord). Im Mittelpunkt stehen die Arbeitsschwerpunkte Übergang Schule/Beruf, Berufswahlorientierung und die Entwicklung realistischer beruflicher Perspektiven. Die sozialpädagogische Hilfe basiert auf den Bausteinen der offenen Kontaktaufnahme, Erfassung der schulischen oder beruflichen Situation, konkreten Hilfestellung und begleitenden Betreuung. Sie führt über die Begleitung im Bewerbungsprozess hinaus hin zur Bewältigung sozialer Bedarfe und Problemlagen. Seite 16 von 41 In der Zeit geschlossener Jugendeinrichtungen bzw. eingeschränkter Kontaktmöglichkeiten profitierte JobAktiv von der langjährigen Präsenz und der Zusammenarbeit mit den Kooperations- und Netzwerkpartner*innen im Sozialraum. Gruppenangebote, die in Präsenz stattfinden sollten, konnten aufgrund der geltenden Corona-Schutzverordnungen 2020 nicht durchgeführt werden. Dadurch reduzierten sich die Beratungs- und Informationsmöglichkeiten für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die JobAktiv Mitarbeiter*innen informierten und motivierten potenziell Interessierte dazu, an alternativ entwickelten Online- Angeboten teilzunehmen. Orientierungsberatung Träger: Trägerverbund unter Federführung des Diakonischen Werks Köln und Region: Arbeitsgemeinschaft gegen internationale sexuelle und rassistische Ausbeutung Allerweltshaus e.V. Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V. Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. Caritasverband für die Stadt Köln e.V. Christliche Sozialhilfe Köln e.V. Diakonie Michaelshoven e.V. Diakonisches Werk Köln und Region Deutsches Rotes Kreuz Pari Sozial Köln gGmbH - Echo e.V. Familienladen Buchheim Förderungs- und Bildungsgemeinschaft, Jugend- und Altenarbeit Vingst/Ostheim e.V. Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V. Kölner Arbeitslosenzentrum e.V. Synagogengemeinde Köln Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln Sozialdienst Katholischer Männer e.V. Veedel e.V. Ziel: Klärung leistungsrechtlicher Fragestellungen und psychosozialer Problemlagen Seite 17 von 41 Inhalte: Die Orientierungsberatung hilft bei der Klärung beruflicher Interessen und vermittelt Informationen zu beruflichen und qualifizierenden Maßnahmen. Überdies gewährleistet das Angebot kurzfristig Beratung und Soforthilfe bei persönlichen Krisen durch die Weiterleitung an entsprechende Fachstellen. Die ganzheitliche Beratung bietet sozialrechtliche Informationen und Hilfen, leistet Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen und vermittelt sprachliche Hilfen bei Konflikten mit Behörden. Die sozialraumorientierten und zentral gelegenen Beratungsstellen sind über das Stadtgebiet verteilt und gewährleisten einen wohnortnahen und niederschwelligen Zugang. Die Beratungsstellen haben 2020 aufgrund der jeweils gültigen Coronaschutzverordnung einen Rückgang der Zugänge um rund 12,6 % verzeichnet. Die Anzahl der Fälle mit einer Beratungsdauer über sechs Monate hat sich hingegen verdreifacht, was Ausdruck der komplexen Handlungsbedarfe und erschwerten Rahmenbedingungen im Berichtsjahr ist. Seite 18 von 41 Ergebnisse der allgemeinen psychosozialen Betreuung Du rch die zeitweise eingeschränkten Präsenzmöglichkeiten ist der Rückgang bei der Steigerung des Arbeits- und Sozialverhaltens um 9 % nachvollziehbar. Bei der Vermittlung zu Angeboten der Sucht- und Schuldnerberatung ist es 2020 im Vergleich zu den Vorjahren zu einer Verdopplung gekommen. Auch die Projekte „Claro“ und „JobLotsen Reso“ gehören zu den Angeboten der allgemeinen psychosozialen Betreuung. Charakteristisch für deren Zielgruppen sind – zum Teil diffuse - gesundheitliche Vermittlungshemmnisse. Seite 19 von 41 Die oftmals chronifizierten Problemlagen bedingen mehr als nur ein reines Clearing. Die Kundinnen und Kunden benötigen in der Regel eine längere, kontinuierliche und umfassende Unterstützung. Ein wesentlicher Aspekt dieser Angebote ist daher der begleitete Übergang in korrespondierende Hilfesysteme und passgenaue Folgeangebote. Claro Träger: Diakonisches Werk Köln und Region Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln Sozialdienst katholischer Männer e.V. Köln Ziel: Clearing und Empfehlung bzw. Vermittlung in andere Hilfsangebote Inhalte: Das Angebot richtet sich an Menschen mit komplexen, meist diffusen Problemlagen, denen die Integrationsfachkräfte des Jobcenter Köln kein passgenaues Angebot unterbreiten können. Claro bietet ein Clearing, gibt Handlungsempfehlungen und vermittelt in andere Hilfsangebote bzw. Hilfesysteme wie zum Beispiel therapeutische Hilfsangebote, Suchthilfe, Wohnungslosenhilfe, Straffälligenhilfe, Schuldnerberatung, Migrationsberatung, Familien- und Lebensberatung sowie frauenspezifische Beratungsstellen. Die Beratungsstellen von Claro waren während des Berichtsjahrs mit entsprechenden Hygienekonzepten und unter Berücksichtigung der jeweiligen Schutzmaßnahmen durchgängig besetzt. Es hat sich gezeigt, dass einige Teilnehmer*innen durch Hilfen, die nicht in Präsenz erfolgen konnten, überfordert waren. Die Träger haben die Teilnehmer*innen daher bei digitalen Anwendungen begleitet und unterstützt. JobLotsen Reso Träger: BTZ Berufliche Bildung Köln GmbH Ziel: Unterstützung bei der Identifizierung von Problemlagen sowie Entwicklung und Umsetzung tragfähiger Hilfepläne für Menschen ohne festen Wohnsitz Seite 20 von 41 Inhalte: Das Angebot richtet sich an wohnungslose Menschen. Die Problemstellungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfordern einen spezialisierten Blick auf den Bereich Wohnen und Wohnungssuche und eine auf diese Zielgruppe abgestimmte Kontaktaufnahme bzw. Beziehungsarbeit. Die Lotsinnen und Lotsen arbeiten in erster Linie aufsuchend. Zudem bieten die JobLotsen Reso einmal pro Woche unter Berücksichtigung der jeweiligen Vorgaben eine offene Sprechstunde an. Trotz der pandemiebedingten Einschränkungen konnte die Unterstützung der Zielgruppe zuverlässig gesichert werden. Der Fokus wurde auf die telefonisch und digitale Kommunikation mit den Teilnehmer*innen gelegt. Die teils massiven Beeinträchtigungen der Teilnehmer*innen wurden durch die Corona-Krise laut Träger verstärkt. Die wichtigsten Stressoren sind hierbei die Angst vor Ansteckung in den Notunterkünften und eingeschränkte Hilfsangebote der täglichen Grundversorgung. Ergebnisse „JobLotsen“ und „Claro“ Seite 21 von 41 W ie schon in den letzten Jahren stellen Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen die größte Gruppe der Teilnehmer*innen dar, d.h. nur bei einem kleinen Teil lagen weder psychische und/oder somatische Erkrankungen, noch eine Suchterkrankung vor. Aufgrund der damit verbundenen Bera- tungskomplexität kommt es zu Schwankungen in den erzielten Beratungsergebnissen bzw. Fallab- schlüssen. Bedingt durch die Kontaktbeschränkungen und den Auswirkungen der Corona-Krise zeigt sich in diesem Bereich ein Rückgang an Zugängen und den erzielten Ergebnissen in den Bereichen Ge- sundheit und Wohnungssituation. 1.6.2. Frauenspezifische Angebote Auf die psychosoziale Stabilisierung und Unterstützung von Frauen fokussieren sich die Projekte „FrauenLeben“, „Miga 40“, „Strickleiter I“, „Strickleiter II“, „Der Wendepunkt“ sowie „Alternative Wege in den Job“. Die Ergebnisse dieser Angebote werden nachfolgend zusammengefasst darge- stellt. Frauenberatungsstelle (FrauenLeben) Träger: FrauenLeben e.V. Ziel: Krisen und Orientierungshilfe Inhalte: Die Beratungsstelle bietet Frauen, die aufgrund traumatisierender Gewalterfahrungen und/oder familiärer Probleme gravierend in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind, psychosoziale Betreuung an. Seite 22 von 41 Damit eine berufliche Integration gelingen kann, erhalten die betroffenen Frauen Hilfe bei der Bewältigung von Konflikten und psychischen Erkrankungen sowie sozialen Problemlagen. Zur akuten Unterstützung sowie während der Wartezeit auf einen längerfristigen Therapieplatz werden Gespräche mit Psycholog*innen angeboten. In den Zeiten des Lockdowns und der Kontaktbeschränkungen hatten die Klientinnen die Möglichkeit, telefonisch oder per Videokonferenz die Beratungstermine wahrzunehmen, bei denen alle Anliegen und Themen besprochen werden können. Es wurde deutlich, welche Leistungen insbesondere Frauen erbringen und welche Verantwortung sie in dieser Pandemie tragen, indem sie versuchen während der Schul- und Kitaschließungen die Kinderbetreuung, das Homeschooling und teilweise das Homeoffice zu koordinieren. Zudem haben sich psychische Erkrankungen oder Defizite in der Sozialkompetenz sowie Gewaltsituationen, z.B. in der Familie oder Partnerschaft, verstärkt. Miga 40 Träger: Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V. Ziel: Heranführung an den Arbeitsmarkt und Überleitung in weitere Förderangebote Inhalte: Die Zielgruppe sind nach Deutschland immigrierte Frauen ab 40 Jahren. Mittels verschiedener Beratungs-, Qualifizierungs- und Lernangebote wird ein ganzheitlicher Ansatz genutzt, der im engen Bezug zum praktischen Leben der Teilnehmerinnen steht. Bestandteile der Beratung sind u.a. ressourcenorientierte Methoden, Biografiearbeit, soziale Gruppenarbeit sowie theaterpädagogische Komponenten und Rollenspiele. Sprachförderung ist ein wesentliches Element des Angebotes. Teilnehmerinnen mit Sprachhemmungen werden durch eine spielerische Herangehensweise von einem interkulturellen und interdiszipläneren Team gefördert. Die Corona-Pandemie hat die Situation der Teilnehmerinnen verschärft, Ängste und Unsichereiten nahmen zu, verbunden mit einer Überforderung im Alltag, mit wiederum negativen Folgen für die ge-sundheitliche Situation. Die Beratungs- und Angebotsstruktur von Miga 40 passte sich den Corona-Schutzbedingungen schnell an. Die Teilnehmerinnen wurden in alternativer Form und, soweit aufgrund der Corona- Schutzmaßnahmen möglich, in Kleinstgruppen oder Einzelberatungen unterstützt. Zusätzlich wurde ein digitaler Lernraum eingerichtet. Seite 23 von 41 Strickleiter I Träger: Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Ziel: Heranführung an den Arbeitsmarkt und Weiterleitung in andere Hilfsangebote Inhalte: Die Zielgruppe sind Frauen und Männer, die von häuslicher Gewalt betroffen sind oder waren und aufgrund der damit verbundenen körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen drohen, ihre Erwerbsfähigkeit zu verlieren. Das Angebot funktioniert als Lotse in das Hilfesystem und zielt darauf ab, dass die von Gewalt Betroffenen die notwendigen und möglichen Hilfen erhalten. Die Prozesse werden initialisiert und begleitet. Auch nach einem Einstieg in die Berufstätigkeit sichert eine weitergehende Betreuung die Nachhaltigkeit der erreichten Stabilisierung. Strickleiter II Träger: Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Ziel: Heranführung an den Arbeitsmarkt und Weiterleitung in andere Hilfsangebote Inhalte: Die Zielgruppe sind Frauen mit massiven Problemlagen, die einer Arbeits- oder Beschäftigungsaufnahme entgegenstehen. Ziel ist die Klärung und Bearbeitung der multiplen psychosozialen Aufgabenstellungen. Die einzelnen Angebote und Aktivitäten richten sich nach den Bedarfs- und Problemlagen der Frauen. Die Kontakt- und Beratungstreffen, Kriseneinsätze und alltagspraktischen Hilfen wie Begleitung zu Ämtern und Beratungsstellen erfolgen zeitlich flexibel und bedarfsgerecht. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten die Beratungen und Begleitungen in den beiden Strickleiter Angeboten teilweise auf telefonische Beratung und E-Mail- Beratung umgestellt werden. Insbesonder bei (Allein) Erziehenden hat sich eine besondere zusätzliche Belastung durch die eingeschränkten Betreuungsangebote an Kindertageseinrichtungen und Schulen ergeben. Seite 24 von 41 Der Wendepunkt Träger: Diakonie Michaelshoven Ziel: Heranführung an den Arbeitsmarkt und Weiterleitung in andere Hilfsangebote Inhalte: Die Frauenberatungsstelle "Der Wendepunkt" ist in Mülheim und Kalk verortet und bietet ein psychosoziales Beratungs- und Unterstützungsangebot für gewaltbetroffene Frauen, insbesondere auch Frauen mit Migrations- oder Fluchthintergrund an. Die sozialräumliche Nähe stellt einen wichtigen Aspekt dar. Die Beratung zielt auf die Stabilisierung der psychosozialen Gesamtsituation der Frauen und ihrer Familien ab und bietet Unterstützung bei der Beseitigung von Vermittlungshemmnissen. Die Beratungsstelle hat im Rahmen des Lockdowns die persönlichen Kontaktmöglichkeiten deutlich reduziert. Notfallkontakte waren unter Berücksichtigung der jeweils gültigen Coronaschutzverordnung weiterhin möglich. Viele Teilnehmerinnen litten unter den Lockdown-Maßnahmen und hatten einen höheren und intensiveren Beratungsbedarf. Die Online-Unterstützung im Umgang mit Behörden hatte einen hohen Stellenwert. Alternative Wege in den Job Träger: Förderungs- & Bildungsgemeinschaft Jugend- und Altenarbeit Vingst/Ostheim e.V. Ziel: Aktivierung und Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Das Angebot richtet sich an erwerbslose Frauen, die ihren beruflichen Wiedereinstieg planen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen wollen, oder noch keine berufliche Orientierung haben. Der systemische Ansatz in der Beratung berücksichtigt die aktuelle Lebenssituation der Frauen. Die Teilnehmerinnen werden aktiviert, unterstützende Netzwerke aufzu- bauen und vorhandene optimal zu nutzen. Seite 25 von 41 Der Schwerpunkt der individuellen Beratung liegt auf der psychosozialen Stabilisie- rung und Motivationsstärkung der Teilnehmerinnen. Flankierend werden die Teilneh- merinnen bei ihrer Berufswegeplanung sowie der Erstellung von Bewerbungen unter- stützt und über weiterführende Angebote informiert. D ie Angebote wurden 2020 in alternativer Form sowohl in Präsenz unter Berücksich- tigung der jeweils gültigen Coronaschutzverordnung, telefonisch und digital durchge- führt. Hinsichtlich der Corona-Pandemie hatten viele Teilnehmerinnen einen erhöh- ten Gesprächsbedarf, um die Motivation der Teilnehmerinnen weiter zu fördern und Zuversicht zu vermitteln. Ergebnisse der frauenspezifischen Projekte Seite 26 von 41 1. 6.3. Angebote für Erziehende Speziell an den Bedarfen, Problemlagen und Ressourcen Erziehender orientieren sich die Angebote „M.I.m.i.K.“ und „Xenia“. Beide Projekte bieten eine Kinderbeaufsichtigung vor Ort, so dass die Teil- nahme auch möglich ist, wenn keine regulären Betreuungsmöglichkeiten bestehen. Dies war 2020 aufgrund der Corona-Pandemie nur eingeschränkt möglich. M.I.m.i.K.– M.iteinander I.ntegration m.eistern i.n K.öln Träger: Förderungs- & Bildungsgemeinschaft Jugend- und Altenarbeit Vingst/Ostheim e.V. Ziel: Stabilisierung und Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Das Angebot richtet sich an junge alleinerziehende Frauen im Alter von 16 bis 25 Jah- ren, die bislang nicht in das Ausbildungssystem oder in den Arbeitsmarkt integriert werden konnten. Die Frauen werden individuell stabilisiert und in ihrer Persönlichkeit sowie in ihrem Umfeld mit der Perspektive, sich für eine berufliche Entwicklung zu öffnen und diese langfristig zu realisieren, gestärkt. Die Kinderbeaufsichtigung vor Ort sichert die Teil- nahme am Projekt, wenn keine regulären Betreuungsmöglichkeiten bestehen. Das Angebot sieht Einzelgespräche und ein zielgruppenorientiertes Seminarangebot vor. Flankierend stehen Bewerbungshilfen und Bewerbungstraining, die Begleitung während Praktika sowie die Weiterleitung zu anderen Fachstellen zur Verfügung. Seite 27 von 41 In alternativer Form wurde das Projekt 2020 sowohl in Präsenz als auch mit Unter- stützung durch digitale Medien und mit telefonischer Beratung durchgeführt. Die Teilnehmerinnen erhielten eine kontinuierliche, individuelle Begleitung. Außerhalb des Lockdowns war die Teilnahme an zielgruppenorientierten Seminaren und Coachings möglich. Ergebnisse: 2020 wurden insgesamt 1.647 individuelle Beratungsgespräche durchgeführt. Das Angebot umfasste zudem 68 individuelle Bewerbungstrainings, 19 Kommunikations- und Ressourcentrainings. Die Erzieherinnen-Sprechstunde wurde 44 Mal genutzt. 23 Teilnehmerinnen haben das Projekt 2020 regulär beendet. Neben einer ganzheitli- chen Stabilisierung konnte mit sieben Teilnehmerinnen eine Anschlussperspektive wie zum Beispiel die Aufnahme einer Ausbildung oder geringfügigen Beschäftigung erzielt werden. Xenia – Chancen für Migrantinnen Träger: Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V. Ziel: Stabilisierung und Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Das Angebot richtet sich an (allein) erziehende Frauen mit Migrationshintergrund im Alter von vorrangig 18 bis 35 Jahren. Wichtige Schwerpunkte des Projektes sind die psychosoziale Stabilisierung der Teilnehmerinnen und die Unterstützung bei fehlender Kinderbetreuung. Das Projekt bietet ein ganzheitliches Beratungs- und Orientierungsangebot in Form von Einzelgesprächen, Gruppenangeboten, modularen Kursangeboten und Sprachförderung mit paralleler Kinderbeaufsichtigung an. Xenia geht von der individuellen Lebenslage der Teilnehmerinnen aus und stärkt vorhandene Kompetenzen. Die Entwicklung einer beruflichen Perspektive und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Ausbildung werden initiiert und /oder unterstützt. Im Zuge der Corona-Pandemie wurden die Angebote an die jeweils geltenden Corona-Schutzregeln angepasst. Der individuelle Beratungsbedarf hat eine noch Seite 28 von 41 höhere Gewichtung erhalten. Über längere Phasen hinweg mussten die Einzelberatungen soweit möglich auf telefonische Kontakte und auch E-Mails umgestellt werden. Die Beraterinnen hielten aktiv den Kontakt zu den Teilnehmerinnen, wurden bei Bedarf durch die Sprachmittlerinnen unterstützt. Es konnte beobachtet werden, dass im Zuge der Coronapandemie die psychischen Belastungen, Ängste und familiären Konflikte bei vielen Teilnehmerinnen zugenommen haben. Ergebnisse: 2020 haben zehn Teilnehmerinnen haben ihre Projektteilnahme regulär beendet. Zwei der Teilnehmerinnen konnten mit Unterstützung des Projekts eine Beschäftigung aufnehmen. Eine Teilnehmerin startete einen sechsmonatigen Freiwilligendienst an einer Schule. Vier Teilnehmerinnen konnte in ein weiterführendes Beratungsangebot übergeleitet werden. Mehrere Teilnehmerinnen wurden bei der Suche nach medizinischen/ therapeutischen Hilfen unterstützt. 1.6.4. Angebote im Rahmen des Gewaltschutzes Die Entwicklung sozialer Kompetenzen und die Verbesserung der Kommunikations- und Konfliktfä- higkeit wird in den Projekten „Mensch sein ohne Gewalt“ und „Coolnesstraining“ im Rahmen des Ge- waltschutzes angestrebt. Aufgrund der Pandemiesituation mussten 2020 in beiden Projekten verschiedene Änderungen hin- sichtlich der Kontaktgestaltung im Einzel- und Gruppensetting vorgenommen werden. Die Arbeit wurde temporär in telefonischen Einzelsitzungen weitergeführt. Persönlicher Kontakt fand nur noch unter Einhaltung der Hygienevorschriften und der jeweiligen geltenden Kontaktbeschränkungen statt. Coolnesstraining Träger: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V. Ziel: Steigerung des Sozialverhaltens Inhalte: Die Zielgruppe des Projekts sind Menschen, die unangemessenes, aggressives oder grenzüberschreitendes Verhalten zeigen, das die Integration in den ersten Arbeitsmarkt erschwert. Das Angebot ist als ganzheitliches Verhaltenstraining konzipiert. Die Teilnehmer*innen beschäftigen sich mit Prozessen und Mustern der Kommunikation und Konfliktlösung. Dies wird praxisnah trainiert. Ziel ist ein sozial kompetentes und Seite 29 von 41 damit gesellschaftlich angemessenes Verhalten. Damit soll langfristig eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt ermöglicht werden. A uf Seiten der Teilnehmer*innen wurde die Aufrechterhaltung des Programms auch zu Zeiten der Kontaktbeschränkungen durchweg begrüßt. Aufgrund der Isolationsphasen konnte ein Anstieg subjektiven Unbehagens hinsichtlich der Angst vor Erkrankung und Freiheitseinschränkungen verzeichnet werden. Mensch sein ohne Gewalt Träger: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V. Ziel: Steigerung des Sozialverhaltens Inhalt: Im Oktober 2020 erfolgte die Veränderung der Projektbezeichnung von „Mann Sein ohne Gewalt“ in „Mensch Sein ohne Gewalt“. Das Projekt wurde im Zuge der Namensänderung um die Arbeit mit Täterinnen erweitert, da sich insbesondere im Jahresverlauf 2020 entsprechende Bedarfe gezeigt haben. Das Programm richtet sich somit an Menschen, die Gewalt gegen ihre Partner*innen bzw. Ex-Partner*innen ausüben oder ausgeübt haben. Sofern realisierbar, werden auch die Partner*innen und Familienangehörigen beraten oder an passende Hilfeeinrichtungen vermittelt. Das Projekt arbeitet nach den Standards und Empfehlungen von interinstitutionellen Kooperationsbündnissen gegen häusliche Gewalt. Es findet eine enge Zusammenarbeit mit Einrichtungen des Kinder- und Jugendschutzes, der Polizei sowie weiteren Beratungsstellen statt. Aufgrund der Isolationsphasen konnte ein Anstieg von psychischer Gewalt und hiermit einhergehend eine vermehrte Inanspruchnahme von Krisenterminen verzeichnet werden. Ergebnisse der Angebote im Rahmen des Gewaltschutzes Seite 30 von 41 1.6. 5. Angebote als flankierende Hilfen in Arbeitsgelegenheiten Die psychosoziale Begleitung in spezifischen Arbeitsgelegenheiten (AGH) gemäß § 16d SGB II unterstützt die Stabilisierung der persönlichen, familiären bzw. gesundheitlichen Situation der Teilnehmer*innen dieser AGH zusätzlich. Die flankierende Hilfe wird in den Projekten „Müllemer Wäsch- und Kochwiever“, „Gulliver und Lore“, „Zweiradwerkstatt 180°“ und „Kölner Feger“ angeboten. Die Anzahl der Zugänge in den o.g. Projekten ist abhängig von der Nutzung der entsprechenden AGH. Aufgrund der erschwerten Bedingungen und der geltenden Hygienevorschriften ist die Anzahl der Zugänge im Bereich AGH bzw. der psychosozialen Begleitung in den vorgenannten AGH 2020 rückläu- Seite 31 von 41 fig gegenüber den Vorjahren. Eine sozialpädagogische Unterstützung wurde auch während der Lock- downs durchgängig vorgehalten. Die Kontaktpflege erfolgte telefonisch bzw. virtuell und schriftlich per E-Mail. Müllemer Wäsch und Kochwiever Träger: Christliche Sozialhilfe Köln e.V. Ziel: Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Das niedrigschwellige Beschäftigungsangebot im Bereich der Arbeitsgelegenheiten bietet den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, berufliche Erfahrungen in hauswirtschaftlichen Dienstleistungen, der Seniorenbetreuung, in der Küche und im Service zu machen. Zusätzlich zur Arbeitsgelegenheit wird eine intensive sozialpädagogische Betreuung zur Stabilisierung, Unterstützung und Aktivierung vorgehalten, um eine erfolgreiche Teilnahme an der Arbeitsgelegenheit zu fördern sowie die den Integrationsprozess zusätzlich belastenden Themen zu bearbeiten. Gulliver und Lore Träger: Kölner Arbeitslosenzentrum e.V. Ziel: Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Das Angebot richtet sich an Menschen, die meist ohne festen Wohnsitz sind und unter multiplen Problemlagen wie Sucht, Schulden, physischen und psychischen Einschränkungen leiden. Die psychosoziale Begleitung in Ergänzung zur Arbeitsgelegenheit ermöglicht den Teilnehmer*innen eine Stabilisierung der persönlichen, familiären oder gesundheitlichen Situation. Bei Bedarf erfolgen eine Vermittlung in weiterführende Hilfsangebote und regelmäßig stattfindende Deeskalationstrainings. Zweiradwerkstatt Träger: Kooperation zwischen Aidshilfe Köln e.V. und Internationaler Bund - IB West gGmbH für Bildung und soziale Dienste Ziel: Heranführung an den Arbeitsmarkt Seite 32 von 41 Inhalte: Die „Zweiradwerkstatt 180°“ bietet für akut Drogengebrauchende ab 18 Jahren Beschäftigung und Qualifizierung im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit. Die zusätzlich erfolgende psychosoziale Betreuung basiert auf einem konzeptionellen Ansatz zur Stabilisierung der Maßnahme-Teilnahme und berücksichtigt, dass die Abhängigkeit bei einem großen Teil der Betroffenen über lange Jahre eine chronische Rückfallkrankheit ist. In diesem Rahmen werden Strategien erarbeitet, um selbst positiv auf Veränderung hinzuwirken und eine Verbesserung der Lebenssituation zu erreichen. Kölner Feger Träger: Sozialdienst katholischer Männer e.V. Ziel: Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Bei der Zielgruppe handelt es sich um langjährig Opiatgebrauchende, die sich in einer Substitution befinden. Im Rahmen der Arbeitsgelegenheit erfolgt die Reinigung und Entmüllung von besonders durch Drogengebrauchende/Wohnungslose belasteten Orten und Orten, die durch die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln nicht abgedeckt werden. Mit Hilfe der zusätzlich angebotenen psychosozialen Betreuung werden die Teilnehmer*innen intensiv unterstützt, wodurch ein wichtiger Beitrag zur Potentialentwicklung in den verschiedenen Bereichen gesellschaftlicher Teilhabe gesichert wird. Ergebnisse der flankierenden Hilfen in Arbeitsgelegenheiten Seite 33 von 41 1. 7. Suchtberatung nach §16a Nr. 4 SGB II Die Angebote „Suchtberatung“ und „Claro Mobil“ sind darauf angelegt, Menschen mit Suchterkran- kungen in das Kölner Suchthilfesystem zu integrieren, um die Heranführung an den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Suchtberatung Träger: Diakonisches Werk Köln und Region, Sozialdienst katholischer Männer e. V. Blaues Kreuz e.V. Psychosomatische Klinik Bergisch Gladbach Drogenhilfe Köln Projekt gGmbH Seite 34 von 41 Ziel: Anbindung an das Suchthilfesystem und Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Die Träger haben sich zu einem Verbund zusammengeschlossen. Über eine zentrale Telefonnummer sind die Erreichbarkeit und eine schnelle Terminvergabe gewährleistet. Die Zuweisungen zum jeweils für die Suchterkrankung relevanten Träger werden intern verteilt. Inhaltlich gliedert sich die Suchtberatung in zwei Phasen: das Clearing sowie die eigentliche Betreuung. Das Clearing stellt den Suchtstatus fest und klärt die aktuellen Problemlagen. Die Betreuungsphase umfasst die Erstellung einer detaillierten Suchtanamnese, die biographische Anamnese mit Klärung von Arbeitsfähigkeit, Sicherung des Lebensunterhalts, offene juristische Verfahren etc. Es wird überprüft, ob ein ambulantes Suchtsetting möglich ist oder zunächst stationär behandelt werden muss. Der Fokus liegt auf den weiterführenden Angeboten des Suchthilfesystems, in die nach Möglichkeit vermittelt wird. Die Corona-Pandemie hat zu Einschränkungen in der Suchtberatung geführt. Der freie Zugang und Sprechstundenangebote mussten umgestellt werden, jedoch können telefonische Kontakte im Bereich der Suchtberatung nur schwer den persönlichen Kontakt kompensieren. Der Beschaffungsdruck der Teilnehmer*innen von illegalen Suchtmitteln stieg durch die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum an, der Zugang zu Hilfsinstitutionen und Behörden war teilweise erschwert. Die Aufrechterhaltung der Suchtberatung war vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen von großer Bedeutung. Seite 35 von 41 Ergebnisse der Suchtberatung C laro Mobil Träger: Kooperation zwischen dem Sozialdienst katholischer Frauen e.V. und dem Sozial- dienst katholischer Männer e.V. Seite 36 von 41 Ziel: (Aufsuchende) Anbindung an das Suchthilfesystem und Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Claro Mobil ist ein flexibles und schnell einsetzbares Instrument im Bereich der Suchtberatung. Kurzfristige Ersttermine sind sowohl im Jobcenter Köln als auch im privaten Umfeld der Teilnehmer*innen möglich. Die Mitarbeiter*innen des Projekts arbeiten ausschließlich aufsuchend und begleitend. Claro Mobil identifiziert neben der Suchtproblematik auch die oftmals vorhandenen weiteren prekären Problemlagen, ohne dabei das Suchtproblem und eine Anbindung an die Einrichtungen des Suchthilfesystems aus den Augen zu verlieren. Durch die Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen waren zeitweise keine gemein- samen Ersttermine im Jobcenter Köln möglich. Die Kontaktaufnahme musste auch hier unter Berücksichtigung der aktuellen Hygiene- und Kontaktvorschriften erfolgen. Die Beratung wurde durchgängig angeboten, zu Zeiten der Lockdowns verstärkt in alternativer Form telefonisch oder digital. Ergebnisse: 2020 wurden 25 Begleitungen regulär abgeschlossen, davon stand bei 16 Teilneh- mer*innen die Klärung gesundheitlicher Einschränkungen im Mittelpunkt. Nach er- folgreicher Klärung konnten sieben Teilnehmer*innen zur Entgiftung oder einer am- bulanten bzw. stationären Therapie vermittelt werden. Zwölf Teilnehmer*innen be- endeten die Suchtberatung mit einer Konsumreduktion bzw. Abstinenz. Seite 37 von 41 Fallbeispiele BiSKids – Angebot nach §16a Nr. 1 SGB II beim Träger Christliche Sozialhilfe Köln e.V. „Die sozialpädagogische Familienhelferin (…) nimmt telefonisch Kontakt zu BiSKids auf und stellt fol- gende Anfrage: eine vierköpfige Familie braucht Unterstützung bei der Randstundenbetreuung der zwei Kinder. Die Kinder sind vier und sechs Jahre alt. Es geht um die Wegebegleitung, die im wöchent- lichen Wechsel stattfindet: eine Woche sollen die Kinder morgens, die andere Woche nachmittags von Zuhause in den Kindergarten und umgekehrt gebracht/abgeholt werden. Die Kinderbetreuungsperson soll den Kindern im Beisein der Mutter beim Anziehen helfen, da die Mutter es nicht schafft. Sie ist querschnittsgelähmt und bettlägerig, der Vater arbeitet im Schichtdienst. Die Wegebegleitung wird seitens BiSKids organisiert, um die drohende Arbeitslosigkeit zu verhindern. Unsere Sozialpädagogin versucht im Vorfeld Hilfe im sozialen Umfeld des Vaters zu mobilisieren. Die Großmutter der Kinder die bereits unterstützt, ist nicht mehr in der Lage die Wegebegleitung zu über- nehmen. Andere Personen (Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunde, etc.) stehen nicht zur Verfügung. Die einzige verbleibende Alternative ist die Kündigung des Arbeitsverhältnisses, um zeitliche Kapazitäten zu schaffen. Das Ergebnis wäre der Bezug von Transferleistungen. Der Einsatz von BiSKids verhindert die Kündigung mit den daraus folgenden Konsequenzen. Darüber hinaus ist es eine Entlastung für die gesamte Familie, die sich in einer schwierigen Lebenslage aufgrund der Erkrankung der Mutter befin- det.“ Budget- und Schuldnerberatung der Schuldnerhilfe Köln – Angebot nach §16a Nr. 2 SGB II „Herr C, 39 Jahre, ledig. Er war zu Beratungsbeginn seit über 6 Jahren arbeitslos, gelegentliche Aus- hilfstätigkeiten auf Minijob-Basis. Erste Zuweisung durch Jobcenter 2013, mehrfache Abbrüche wegen Nichteinhaltens von Terminen, Neuaufnahme 2018. Zu Beratungsbeginn unübersichtliche Schuldensituation, Existenzgefährdung durch Kontosperre aufgrund von Pfändungen sowie Mietrückständen. Erst durch Einschalten von ver- schiedenen BeWo-Betreuern konnte eine Kontinuität in der Zusammenarbeit mit Herrn C. insbeson- dere das Einhalten von Terminen, Beibringen von Unterlagen, erzielt werden. Vorrang hatten zunächst die existenzsichernden Maßnahmen in der Budgetberatung, wie die Aufhe- bung der Kontopfändung sowie die Wiederherstellung des Mietverhältnisses. Die Vervollständigung und Aktualisierung sämtlicher Schuldverpflichtungen von Herrn C. zogen sich über 1 Jahr hin, da im- mer neue Gläubiger auftauchten. Die Bestandsaufnahme ergab eine Überschuldung in Höhe von 6.200 € bei insgesamt 23 Gläubigern. Seite 38 von 41 Ziel von Herr C. war es, seine Schulden über finanzielle Hilfen seiner Familie außergerichtlich abzuzah- len. Durch die Überprüfung der Rechtmäßigkeit von Forderungen sowie die Beantragung von Ausbu- chungen von uneinbringlichen Altforderungen konnte die Anzahl der Gläubiger schrittweise auf 10 Gläubiger reduziert werden. Mit den verbleibenden Gläubigern konnten Ratenzahlungsvergleiche ab- geschlossen werden. Die Unterstützung durch die Schuldnerhilfe Köln hat sowohl die wirtschaftliche als auch psychische Situation von Herrn C. konsolidiert. Durch eine begleitende Beratung konnten Neuverschuldungen von Herrn C. verhindert werden. Da er durch die Vereinbarungen mit den Gläubigern keine Pfändungen oder Besuche von Gerichtsvollziehern mehr zu befürchten hatte, bestärkte dies Herr C. sich intensiver zu bewerben. Dies führte letztlich zu dem erfolgreichen Ergebnis, dass der SGB II-Leistungsbezug von Herrn C. durch die Aufnahme einer Vollzeittätigkeit 2020 überwunden werden konnte. Die Restschul- den werden voraussichtlich Mitte 2021 abgezahlt sein.“ Mensch sein ohne Gewalt – Angebot nach §16a Nr. 3 SGB II beim Träger Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V. „Herr M. berichtet zu Beginn des Programms „Mensch sein ohne Gewalt“, dass er gegenüber seiner Partnerin und Tochter gewalttätig geworden sei. Darüber hinaus berichtet er, dass er arbeitslos sei und bereits sehr häufig verschiedene Arbeitsstellen aufgrund seiner Aggressivität und Gewalt verloren habe. Er hangele sich von Gelegenheitsjob zu Gelegenheitsjob, dies immer wieder auch im Rahmen von Schwarzarbeit. Herr M. ist Vater von zwei Kindern (10 und 4 Jahre alt). Herr M. hat aufgrund von Körperverletzungs- delikten und Raub eine zweijährige Haftstrafe verbüßt. Seine Partnerin ist ebenfalls arbeitslos. Es ist davon auszugehen, dass die von Herrn M. ausgeübte Gewalt entsprechende Effekte der sozialen Isola- tion und Erzeugung dysfunktionaler psychischer Dispositionen bei seiner Partnerin zur Folge haben, welche unter anderem auch einen negativen Einfluss auf ihre Arbeitsfähigkeit haben. Herr M. gibt an, dass er an seiner Gewalt arbeiten möchte, da er seine Frau nicht mehr schlagen wolle. Aufgrund sei- ner Gewalt habe er seine Beziehung kaputtgemacht. Er möchte lernen nicht mehr zu schlagen, vor sei- ner Tochter nicht mehr zu schreien und Konflikten mit kühlem Kopf lösen zu können, ruhig zu bleiben. Der ständige Verlust von Arbeitsstellen belaste ihn, was er ebenfalls ändern möchte. Der Schwerpunkt in der kognitiv umstrukturierenden sowie emotionsfokussierten und -regulatori- schen Arbeit mit Herrn M. liegt in der Erarbeitung und Anwendung eines affektiven Frühwarnsystems, welches Herrn M. ermöglichen soll, seine Selbstkontrolle in Konfliktsituationen zu behalten und ge- waltfrei agieren zu können. Entsprechend konnten Lerneffekte erzielt, dysfunktionale kognitive Ver- zerrungen (Unterstellungen gegenüber seiner Partnerin, nicht kindgerechte Erwartungshaltungen ge- genüber seiner Tochter usw.) und alternative (gewaltfreie) Handlungsmöglichkeiten erarbeitet wer- Seite 39 von 41 den. Die Erarbeitung und Umsetzung alternativer Handlungsmöglichkeiten haben es Herrn M. dar- über hinaus ermöglicht, zum Ende seiner Programmteilnahme mit einer Ausbildung zum Maler und Lackierer zu beginnen. Dieser Vorgang (Vorteile einer Bewerbung, positive Auswirkung auf seinen Selbstwert, respektvoller Umgang im Bewerbungsgespräch) wurde ebenfalls im letzten Drittel seiner Gruppensitzungen behandelt. Herr M. hat das Programm „Mensch sein ohne Gewalt“ planmäßig ab- geschlossen.“ Claro Mobil – Angebot nach §16a Nr. 4 SGB II bei den Trägern Sozialdienst katholischer Frauen e.V. und dem Sozialdienst katholischer Männer e.V. „Herr L. wurde im Juli 2020 zu Claro Mobil zugewiesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Zusammenar- beit mit unseren Klienten bereits stark durch die Corona Pandemie eingeschränkt. Die derzeitigen Ein- schränkungen durch Corona erschweren es die Wege gemeinsam zu absolvieren oder zeitnah Termine (in jeglichen Institutionen) zu bekommen. Die persönlichen Kontakte von Claro Mobil Mitarbeiter zu Klient sind eingeschränkt und bspw. Haus- besuche werden nur gemacht, wenn es unbedingt notwendig ist. Der Klient brachte für Claro Mobil „typische“ Problemlagen mit sich. Er konsumierte täglich Alkohol und gelegentlich Cannabis. Früher hatte er diverse Substanzen konsumiert. Das Leben auf der Straße war ihm ebenfalls bekannt, jedoch bewohnt er aktuell eine eigene kleine Wohnung. Herr L. berichtete mir, dass er große Schwellenängste habe und unter Panikattacken leidet. Dies erschwerte ihm bisher sich alleine um seinen gesundheitlichen Zustand zu kümmern oder jegliche Institutionen aufzusuchen um sich Unterstützung zu suchen. Selbst das Bahn fahren falle ihm sehr schwer. Ihm ist seine Sucht- problematik bewusst, er benötige den Konsum aber um seine Ängste in den Griff zu bekommen. Herr L. benötigte also eine Unterstützung bei der Filterung seiner Probleme und der Suche und vor allem Begleitung nach und zu den geeigneten Hilfeangeboten. Durch die multiplen Problemlagen wurde schnell deutlich, dass eine ambulante BeWo-Betreuung eine geeignete Unterstützung sein würde. Der Klient war sofort offen dafür und war froh, dies in den An- griff nehmen zu können. Die ersten gemeinsamen Schritte beinhalteten, dass Claro Mobil die Papiere und Briefe an sich nahm, sortierte und in einen Ordner einfügte um einen Überblick zu erlangen. Ins- besondere da sich eine hohe Summe an GEZ Schulden angehäuft hatte. Es wurde ebenfalls ein Termin bei seiner Hausärztin vereinbart. Der Klient hatte in der Vergangenheit zwar mal Termine gemacht, diese allerdings nie einhalten können. Der Termin wurde erfolgreich gemeinsam gemeistert und sorgte für große Erleichterung und für die Stärkung des Vertrauens. Um nicht nur die körperliche Gesundheit abzuklären, sondern auch die psychische Verfassung des Kli- enten ins Auge zu fassen, wurde ebenfalls ein Psychiater aufgesucht. Neben einer Abklärung ob der Klient medikamentös eingestellt werden müsse und es die Möglichkeit einer Psychotherapie gibt Seite 40 von 41 (trotz Konsum), sollte durch die psychiatrische Praxis eine Fachärztliche Stellungnahme für eine BeWo-Betreuung erfolgen. Hier hatte ein erstes Infogespräch bei einem Träger stattgefunden. Das erste Infogespräch lief mit der Unterstützung durch Claro Mobil sehr gut und es wurde ein weiterer Vereinbart bei dem die Stellungnahme erfolgen soll. Zwischenzeitlich traf bei dem Klienten ein Voll- streckungsbescheid bezüglich der GEZ Schulden ein. Mit Hilfe von Claro Mobil konnten die vergange- nen drei Jahre rückwirkend befreit werden. (…) Die Einschränkung des Konsums ist für Herrn L. derzeit noch keine Option. Durch eine Stabilisierung der psychischen Verfassung und eine Unterstützung im Alltag durch eine ambulante BeWo-Betreuung und derzeit durch Claro Mobil wird eine Konsumreduktion oder Abstinenz bei dem Klienten ange- strebt.“ Seite 41 von 41 Schlusswort Die dargestellten Ergebnisse dokumentieren, dass Jobcenter, Kommune und Träger ihre konstruktive Zusammenarbeit 2020 trotz der teils massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie erfolgreich fort- gesetzt haben und sich kurzfristig und flexibel auf die dynamischen Rahmenbedingungen anpassen konnten. Das für 2020 leicht erhöhte Finanzbudget und die frühe Zusage zur Erhaltung der bestehenden Struk- turen seitens der Stadt Köln ermöglichte die Angebotsvielfalt und bot eine wichtige Sicherheit für die gemeinsame Umsetzung im Jahresverlauf. Mit intensiver Betreuung und individueller Beratung – auch in alternativer Form – leisten die Träger eine wirksame Förderung und ein wichtiges Angebot für Menschen, die auf ihrem Weg ohne diese Unterstützung absehbar keine realistische Chance auf die Heranführung und Eingliederung in den Ar- beitsmarkt haben und deren Perspektive durch die Corona-Krise teilweise noch erschwert wurde. Die enge Verzahnung der Angebote nach §16a SGB II mit anderen Förder- und Regelinstrumenten im Rahmen des Integrationsprozesses hat sich bewährt. Die beteiligten Akteure sind sich ihrer gemein- samen Verantwortung für die Kölner Bürgerinnen und Bürger bewusst. Der Mensch steht – auch in Zeiten der Krise – im Mittelpunkt. Um dies auch künftig sicherzustellen und die relevanten Kostensteigerungen – beispielsweise aus Ta- riferhöhungen, gestiegenen Energie- und Mietkosten oder Mehrkosten für notwendige Gesundheits- schutzmaßnahmen und digitale bzw. hybride Beratungsmöglichkeiten – berücksichtigen zu können, bedarf der Etat für die kommunalen Eingliederungsleistungen auch zukünftig einer adäquaten Höhe und Ausrichtung. Für 2021 ist je nach Entwicklung der Corona-Pandemie in allen Bereichen der kommunalen Eingliede- rungsleistungen mit einem (Wieder-) Anstieg der Zugangszahlen zu rechnen, was den hohen Bedarf an den dargestellten Angeboten unterstreicht. Die Wirkung entfaltet sich dabei nicht nur in Bezug auf den einzelnen Menschen, sondern auch über das soziale Umfeld der Teilnehmerinnen und Teilneh- mer in den Sozialraum hinein.
Anlage 1 zum Bericht des JC_Situation im Jobcenter Köln
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Anlage 1 zum Bericht des Jobcenter Köln für die Sitzung des Ausschusses für Soziales, Seniorinnen und Senioren am 18.11.2021 Seite 1 von 2 Situation im Jobcenter Köln Bestände Aug 19 Jan 20 Feb 20 Mr z 20 Apr 20 Mai 20 Jun 20 Jul 20 Aug 20 S ep 20 Okt 20 Nov 20 Dez 20 Jan 21 Feb 21 Mr z 21 Apr 21 Mai 21 Jun 21 Jul 21 Aug 21 Sep 21 BG 58.415 57.573 57.488 58.701 61.884 63.761 64.447 64.397 64.088 63.524 62.396 62.197 62.354 63.056 63.737 64.165 64.062 63.668 63.246 62.574 62.057 61.443 4.831+ +8,3% BG mit 1 Person 31.660 31.237 31.199 32.010 34.196 35.516 36.042 36.047 35.864 35.570 34.796 34.732 34.945 35.502 35.968 36.264 36.235 35.921 35.601 3.941+ +12,4% BG mit 2 und mehr Personen 26.755 26.336 26.289 26.691 27.688 28.245 28.405 28.350 28.224 27.954 27.600 27.465 27.409 27.554 27.769 27.901 27.954 27.747 27.645 890+ +3,3% Differenz zu August 2019 (Abs.) Differenz zu August 2019 (P roz.) Diagramm: Entwicklung der BG´s mit einer und mehreren Personen20000,0 25000,0 30000,0 35000,0 Aug 19 Jan 20 F eb 20 Mrz 20 Apr 20 Mai 20 Jun 20 Jul 20 Aug 20 S ep 20 Okt 20 Nov 20 Dez 20 Jan 21 F eb 21 Mrz 21 Apr 21 Mai 21 Jun 21 Jul 21 Aug 21 S ep 21 BG mit 1 Person BG mit 2 und mehr Personen >> Von August 2019 bis August 2021 ist die Zahl der BG um 8,3% gestiegen. >> In der gleichen Zeit sind vermehrt BG mit einer Person zugegangen (+12,4%). Aug 2019 Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 Mai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 O kt 2020 Nov 2020 Dez 2020 Jan 2021 Feb 2021 Mrz 2021 Apr 2021 Mai 2021 Jun 2021 Jul 2021 Aug 2021 Sep 2021 ELB 79.904 78.660 78.559 80.318 84.608 87.050 87.970 87.980 87.517 86.655 85.141 84.787 84.933 85.925 86.904 87.571 87.462 86.991 86.527 85.739 84.952 84.236 7.087+ +8,9% SEL* - - - 1.881 2.413 3.038 3.362 3.574 3.641 3.532 3.216 3.178 3.215 3.299 3.471 3.601 3.566 3.510 3.496 3.282 3.123 2.969 - - KUG* - - - 3 480 1.388 1.817 1.837 1.667 1.503 1.148 996 1.135 1.332 1.543 1.698 1.770 1.773 1.690 1.526 1.322 1.131 - - *Daten aus dem OPDS, KUG-Daten zu Beginn der Erhebung nicht valide. Legende: BG=Bedarfsgemeinschaft/en; ELB=erwerbsfähige Leistungsberechtigte; SEL=Selbständige ELB; KUG=ELB mit Kurzarbeitergeld; OPDS = operativ er Datensatz Differenz zu August 2019 (Abs.) Differenz zu August 2019 (P roz.) Diagramm: Entwicklung der ELB, Selbstständigen und KUG-Bezieher - 2000,0 4000,0 6000,0 8000,0 10000,0 72000,0 74000,0 76000,0 78000,0 80000,0 82000,0 84000,0 86000,0 88000,0 90000,0 Aug 19 Jan 20 Feb 20 Mrz 20 Apr 20 Mai 20 Jun 20 Jul 20 Aug 20 Sep 20 Okt 20 Nov 20 Dez 20 Jan 21 Feb 21 Mrz 21 Apr 21 Mai 21 Jun 21 Jul 21 Aug 21 Sep 21 ELB S EL* KUG* Seite 2 von 2 Jul 2019 Aug 2019 Sep 2019 Okt 2019 Nov 2019 Dez 2019 Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 Mai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 Okt 2020 Nov 2020 Dez 2020 Erwerbstätige ELB 20.846 20.689 20.555 20.689 20.381 19.606 19.773 19.946 20.105 20.251 20.136 19.834 19.500 19.242 19.025 19.057 18.974 18.855 18.808 - 2.038 -9,8% Differenz zu August 2019 (Abs.) Differenz zu August 2019 (P roz.) Diagramm: Entwicklung der erwerbstätigen ELB 17.500 18.000 18.500 19.000 19.500 20.000 20.500 21.000 Aug 19 Jan 20 F eb 20 Mrz 20 Apr 20 Mai 20 Jun 20 Jul 20 Aug 20 S ep 20 Okt 20 Nov 20 Dez 20 Jan 21 F eb 21 Mrz 21 Apr 21 Mai 21 Jun 21 Jul 21 Aug 21 S ep 21 Erwerbstätige ELB >> Vor Pandemiebeginn (August 2019) bis Juni 2021 ist die Zahl der ELB gesamt um 8,9% gestiegen. >> Die Zahl der erwerbstätigen ELB war in diesem Zeitraum mit -9,8% rückläufig. Jul 2019 Aug 2019 Sep 2019 Okt 2019 Nov 2019 Dez 2019 Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 M ai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 Okt 2020 Nov 2020 Dez 2020 Übertritte SGBIII - - 98 152 158 162 50 25 22 90 122 138 134 173 287 250 309 169 141 Diagramm: Entwicklung der Übertritte aus dem SGBIII - 50 100 150 200 250 300 350 Aug 19 Jan 20 F eb 20 Mrz 20 Apr 20 Mai 20 Jun 20 Jul 20 Aug 20 S ep 20 Okt 20 Nov 20 Dez 20 Jan 21 F eb 21 Mrz 21 Apr 21 Mai 21 Jun 21 Jul 21 Aug 21 S ep 21 Übertritte SGBIII >> Durch die Verlängerung des Arbeitslosengeldes I (SGB III) um drei Monate, waren die Übertritte aus diesem Bereich rückläufig. >> Wie erwartet sind zu Beginn des Jahres 2021 deshalb zusätzlich Kund*innen in den SGB II Bereich übergegangen. Im ersten Quartal waren es etwa 300 mehr als im üblichen Schnitt. >> Zu Beginn des zweiten Quartal ist ein Aufwärtstrend festzustellen, im Juni sind ungefähr 90 Kunden mehr übergetreten als im Vorjahr.
Bericht des Jobcenter Köln
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Anlage zur Mitteilung „ Bericht des Jobcenter Köln “ zur Sitzung des Ausschusses für Soziales, Seniorinnen und Senioren am 18.11.2021 Bericht des Jobcenter Köln 1. Aktuelle Situation im Jobcenter Köln Aufgrund der derzeitigen dynamischen Entwicklungen durch die Corona-Krise sowie der damit verbundenen Anpassungen für die Arbeit der Jobcenter wird dem Ausschuss eine Anlage zur Situation des Jobcenters beigefügt. Anlage 1: Situation im Jobcenter Köln Frau Würker informiert bei Rückfragen im Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren gerne mündlich. 2. Ergebnismonitoring zu den vereinbarten Zielen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Bundesziele) und der Stadt Köln (Kommunale Ziele) – Stand 09/2021 Das Jobcenter Köln geht in dem Ergebnismonitoring-Bericht für den Monat September (Anlage 2) auf die Zielerreichung bezüglich der mit dem Bund und mit der Stadt Köln vereinbarten Ziele für das Jahr 2021 ein. 3. Die kommunalen Eingliederungsleistungen – Jahresbericht 2020 Der Jahresbericht 2020 zu den kommunalen Eingliederungsleistungen findet sich in Anlage 3. 4. Aktueller Sachstand zum Teilhabechancengesetz und zur Umsetzung im Jobcenter Köln Mit Stand vom 13. Oktober konnten 1.359 Beschäftigungsverhältnisse über §16i SGB II gefördert werden. 329 davon entfallen auf dieses Kalenderjahr, 828 Menschen sind in laufender Beschäftigung. Über §16e SGBII wurden 356 Arbeitsverträge gefördert. Von 185 laufenden Förderungen, haben 92 in diesem Kalenderjahr begonnen. Seit Sommer dieses Jahres hat das Jobcenter Köln die Strategie für Förderungen über § 16i SBG II neu ausgerichtet. Dazu wurde bereits in der Sitzung vom 26.08.21 berichtet. Seitdem konnte der Anteil von Menschen mit Schwerbehinderung sowie (Allein-) Erziehenden sichtbar erhöht werden. Seit August ist eine Quote von 12 % schwerbehinderter Menschen und 36 % Erziehender zu verzeichnen. Die ersten Arbeitgeber*innen, die Beschäftigungsträgern, Trägern der freien Wohlfahrt oder der Sozialwirtschaft zuzuordnen sind, haben insgesamt sieben sozialversicherungspflichtige Einstellungen mitgeteilt. Diese Einstellungen zeigen den Erfolg des Förderinstruments für die Seite 2 zuvor langzeitarbeitslosen Menschen. Wie im Vorfeld zugesagt, werden die Stellen bei den o.g. Arbeitgeber*innen nachbesetzt. Die erste Stelle konnte bereits passgenau nachbesetzt werden, für die anderen Stellen läuft die Suche nach geeigneten Arbeitnehmer*innen bereits. Ein schöner Effekt für die Perspektive der Arbeitnehmer*innen ist, dass Verlängerungsanfragen laufender Beschäftigungsverhältnisse inzwischen frühzeitiger eingehen. Es liegen bereits Anträge für Verlängerungen im kommenden Jahr vor. Sobald die Arbeitsverträge dafür vorliegen, können die Anträge positiv beschieden werden. Das schafft für die Arbeitnehmer*innen Planungssicherheit, Vertrauen, Stabilität und eine Wertschätzung der geleisteten Arbeit. Wichtige Faktoren für den Aufbau und Erhalt der Erwerbsfähigkeit. Das Jobcenter Köln hat im Zusammenhang mit dem Aufruf des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen einen Letter of Intent zur Unterstützung der Kooperativen Beschäftigung (KoBe) ausgestellt. Gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsunternehmen können dem Projektaufruf folgend bis zu 15 Neueinstellungen über § 16i SGB II mit einer zusätzlichen Netzwerkkoordination und einem Betriebscoaching noch passgenauer fördern. Ziel ist es, durch Kooperationen in den öffentlichen Dienst sowie zu privatwirtschaftlichen Unternehmen, die Menschen noch gezielter zu fördern und vorzubereiten, um den Übergang in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bis März 2023 zu realisieren. 5. Aktueller Sachstand zu rehapro und zur Umsetzung im Jobcenter Köln Anknüpfend an den vorangegangenen Bericht werden im Folgenden die wesentlichen Entwicklungen im Projekt „Segel setzen – Hafen Köln“ dargestellt. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie nehmen auch weiterhin Einfluss auf die Abläufe im Projekt. Zwischenzeitlich konnten Gruppenangebote im „Hafen Köln“ wiederaufgenommen werden. Diese finden in reduzierter Teilnehmer*innenzahl statt und unterliegen auch weiterhin konsequent den bekannten AHA -L-Regeln. Es ist deutlich zu spüren, dass die Teilnehmer*innen diese Wiederaufnahme herbeigesehnt haben. Die Termintreue ist als sehr hoch einzustufen. Dies gilt auch bei den eher schwerer zu erreichenden Zielgruppen der unter 25jährigen. Beim Gesundheitscoaching wurde neben dem bereits bekannten Beratungsangebot auch ein Angebot mit Entspannungsübungen aufgebaut. Dieses Angebot ist im Sommer mit einer Gruppe gestartet und fand interessierten Zulauf. Inzwischen gibt es vier Gruppen, die regelmäßig an den Übungseinheiten der ausgebildeten Gesundheitscoachings teilnehmen. Als neuestes Angebot konnte ein Resilienztraining gestartet werden. In zwei Gruppen nehmen zurzeit 12 Personen daran teil. Ziel ist es, die Teilnehmer*innen in ihrer psychischen Widerstandfähigkeit zu stärken. Gesundheitlich eingeschränkte Menschen erleben in ihrem Krankheitsverlauf, aber auch bei der Arbeitssuche, immer wieder Rückschläge. Sie können hier Strategien erlernen und einüben, die ihnen bei der Bewältigung solcher Rückschläge helfen können. Das von der AOK Hamburg/Rheinland finanzierte und von Zug um Zug e.V. durchg eführte Bewegungsangebot „Basis für Gesundheit“ konnte nunmehr auch im „Hafen Köln“ integriert werden. Es werden regelmäßig Informationsveranstaltungen zu den möglichen Angeboten (u.a. Nordic Walking, Feldenkrais, Fitnessparcours, Bewegungsangebot Hafen) durchgeführt. In einem persönlichen Gespräch zwischen Teilnehmer*innen und den Trainerinnen wird die individuelle Teilnahme an den Angeboten festgelegt. Durchführungsorte sind Räumlichkeiten im „Hafen Köln“, bei Zug um Zug e.V. oder Outdoor. Seite 3 Mit Stand 22. Oktober 2021 sind 354 Teilnehmer*innen aufgenommen worden. 85 sind bereits wieder ausgeschieden, teils wegen einer Arbeitsaufnahme, eines Umzugs oder auch wegen anderer Erwartungen an das Projekt. Von den Teilnehmer*innen konnten 32 Personen bei einer Arbeitsaufnahme unterstützt werden. Sechs Teilnehmer*innen haben am diesjährigen JobSpeedDating teilgenommen, davon stehen zwei vor einer Arbeitsaufnahme. gez. Martina Würker Anlagen: 1. Situation im Jobcenter Köln 2. Ergebnismonitoring Monat 09/2021 3. Jahresbericht 2020 – Die kommunalen Eingliederungsleistungen
Anlage 2 zum Bericht des JC_Ergebnismonitoring
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Anlage 2 zum Bericht des Jobcenter Köln zur Sitzung des Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren am 18.11.2021 Zielvereinbarung Jobcenter Köln 2010 Zielvereinbarung Jobcenter Köln 2021 Ergebnismonitoring September 2021 \\Dst.baintern.de\dfs\357\Ablagen\D35702-JC-Koeln-F-C\Controlling\00_Controlling JC\2021\08_kommunale Berichte\01_Monitoring\2021-09 Monitoring.xlsx ErwartungswertIst Vorjahresmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in % Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt in Tausend EUR - 234.521 266.443 31.922 13,6% 81596 Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Ist 2021 29.198,9 59.112,4 89.650,4 119.921,4 149.987,8 179.787,4 209.348,1 238.385,5 266.442,8 - - - Ist 2020 25.805,3 51.647,8 78.043,1 105.845,5 134.535,5 163.446,8 192.290,0 220.945,7 234.520,8 277.173,4 304.744,6 331.565,9 Zielmonitoring Jobcenter Köln Verringerung der Hilfebedürftigkeit September 2021 - 50.000,0 100.000,0 150.000,0 200.000,0 250.000,0 300.000,0 350.000,0 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt (ohne LUH ) in T EUR Ist 2021 Ist 2020 Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit Seite 2 ErwartungswertSoll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in % Integrationsquote 0,0% 14,8% 14,6% -0,27%-Pkte -1,8% Anteil der Integrationen (JFW) kontinuierliche: 56,6% (September 2020) bedarfsdeckende: 48,8% (März 2021) Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Soll 2021 1,5% 3,0% 4,6% 6,3% 7,8% 9,5% 11,2% 13,1% 14,8% 17,0% 18,5% 20,3% Ist 2021 1,1% 2,3% 3,6% 5,3% 6,8% 8,6% 10,4% 12,7% 14,6% 0,0% 0,0% 0,0% Ist 2020 1,6% 3,3% 4,9% 5,9% 6,8% 8,0% 9,5% 12,0% 14,5% 16,5% 17,8% 18,7% Anzahl der Integrationen (Jahresfortschrittswert) Ist 2021 910 2.005 3.118 4.545 5.882 7.412 9.004 10.990 12.504 - - - Ist 2020 1.227 2.621 3.845 4.686 5.453 6.518 7.835 9.924 12.113 13.815 14.936 15.608 Zielmonitoring Jobcenter Köln Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit September 2021 0,0% 5,0% 10,0% 15,0% 20,0% 25,0% Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Integrationsquote Ist 2021 Ist 2020 Soll 2021 Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit Seite 3 ErwartungswertSoll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in % Bestand an Langzeitleistungsbeziehern - 60.142 58.876 -1.266 -2,1% 81596 Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Soll 2021 59.625 59.565 59.586 59.668 59.782 59.920 60.055 60.155 60.142 60.102 60.135 60.155 Ist 2021 58.905 58.948 58.984 59.001 59.000 59.022 59.038 59.001 58.876 - - - Ist 2020 58.171 58.112 58.133 58.213 58.324 58.459 58.583 58.678 58.721 58.742 58.735 58.688 September 2021Zielmonitoring Jobcenter Köln Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug 57.000 57.500 58.000 58.500 59.000 59.500 60.000 60.500 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Bestand an Langzeitleistungsbeziehern - JDW Ist 2021 Ist 2020 Soll 2021 Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit Seite 4 Erwartungswert Soll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in % Kosten der Unterkunft (kumuliert, in Tausend EUR) 289.966,41 294.400,55 4.434,1 1,5% 81596 Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Soll 2021 32.218,5 64.437,0 96.655,5 128.874,0 161.092,5 193.310,9 225.529,4 257.747,9 289.966,4 322.184,9 354.403,4 386.621,9 Ist 2021 31.812,1 64.963,0 98.434,5 131.413,6 164.687,2 197.595,7 230.427,8 262.564,5 294.400,5 - - - Ist 2020 29.100,7 57.544,7 87.344,2 118.526,8 151.162,7 184.402,4 217.707,5 250.149,4 282.630,4 314.186,5 346.080,9 377.986,7 Zielmonitoring Jobcenter Köln Kosten der Unterkunft September 2021 - 50.000,0 100.000,0 150.000,0 200.000,0 250.000,0 300.000,0 350.000,0 400.000,0 450.000,0 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Kosten der Unterkunft (kumuliert, in Tausend EUR) Ist 2021 Ist 2020 Soll 2021 Datenquelle: ERP Seite 5 Mitteilung zur Sitzung des Sozialausschusses am 26.01.2017 81596 Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Ist 2021 149 348 536 782 1.029 1.278 1.522 1.736 1.966 - - - Ist 2020 149 321 542 746 956 1.161 1.396 1.619 1.860 2.092 2.286 2.431 Zielmonitoring Jobcenter Köln JOB-Offensive KÖLN September 2021 - 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Integrationen (Jahresfortschrittswert) der JOB-Offensive KÖLN Ist 2021 Ist 2020 Datenquelle: eigene Auswertung Seite 6 Erwartungswert Soll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in % 283 353 70 24,7% 81596 Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Soll 2021 25 60 101 119 136 156 197 245 283 327 356 389 Ist 2021 31 57 81 111 144 189 233 281 353 - - - Ist 2020 36 73 107 124 140 159 198 246 288 322 344 357 Zielmonitoring Jobcenter Köln Integration schwerbehinderter Menschen September 2021 Integration von schwerbehinderten Menschen - 50 100 150 200 250 300 350 400 450 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Integration von schwerbehinderten Menschen Ist 2021 Ist 2020 Soll 2021 Datenquelle: S2S - Cockpit Seite 7 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit Hochrechnung Anzahl Bedarfsgemeinschaften zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit Ist 2021 63.056 63.737 64.165 64.062 63.668 63.246 62.574 62.057 61.443 Ist 2020 57.573 57.488 58.701 61.884 63.761 64.447 64.397 64.088 63.524 62.396 62.197 62.354 Anzahl Personen in Bedarfsgemeinschaften zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport Ist 2021 123.176 124.373 125.108 124.867 124.352 123.767 Ist 2020 114.965 114.830 116.900 122.095 125.028 126.063 125.977 125.493 124.347 122.516 122.065 122.205 Anzahl Regelleistungsberechtigte zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit Ist 2021 118.661 119.799 120.555 120.341 119.872 119.234 118.210 117.147 116.325 Ist 2020 110.940 110.776 112.864 117.946 120.767 121.763 121.694 121.105 120.077 118.156 117.696 117.776 Anzahl erwerbsfähige Leistungsberechtigte zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit Ist 2021 85.925 86.904 87.571 87.462 86.991 86.527 85.739 84.952 84.236 Ist 2020 78.660 78.559 80.318 84.608 87.050 87.970 87.980 87.517 86.655 85.141 84.787 84.933 Quote der Leistungsberechtigten nach dem zweiten Sozialgesetzbuch* Datenquelle: Kreisreport, Daten mit Wartezeit von 3 Monaten Ist 2021 13,1% 13,3% 13,3% 13,3% 13,3% Ist 2020 12,3% 12,3% 12,5% 13,1% 13,4% 13,5% 13,5% 13,4% 13,3% 13,1% 13,0% 13,0% Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug Anzahl Arbeitslose nach dem zweiten Sozialgesetzbuch gesamt Datenquelle: Arbeitsmarktreport Ist 2021 38.533 39.059 39.565 40.583 41.046 41.440 41.140 41.309 40.376 Ist 2020 33.146 32.717 32.558 35.569 37.857 38.076 38.309 38.691 38.110 37.883 37.484 37.222 Kosten der Unterkunft Kosten der Unterkunft - Veränderungsquote zum Vorjahresergebnis (Vorjahresmonat) Datenquelle: Finanzen Jobcenter Köln Ist 2021 31.812,12 64.963,03 98.434,53 131.413,65 164.687,23 197.595,67 230.427,83 262.564,52 294.400,55 Ist 2020 29.100,71 57.544,72 87.344,24 118.526,75 151.162,74 184.402,37 217.707,51 250.149,45 282.630,37 314.186,48 346.080,87 377.986,72 Ist / Ist-Vergleich 9,3% 12,9% 12,7% 10,9% 8,9% 7,2% 5,8% 5,0% 4,2% September 2021Zielmonitoring Jobcenter Köln Indikatoren * Zähler = Leistungsberechtigte nach dem zweiten Sozialgesetzbuch (erwerbsfähigeLeistungsberechtigte, nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte, sonstige Leistungsberechtigte [z.B. Bildung und Teilhabe nach § 28 SGB II]) / Nenner = Bevölkerung unter 65 Jahre Seite 8
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/5000 JC Vorlagen-Nummer 10.11.2021 3823/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 18.11.2021 Bericht des Jobcenter Köln Die Verwaltung legt dem Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren – auf Wunsch des Job- center Köln – den folgenden Bericht vor. Anlagen: Bericht des Jobcenter Köln Anlage 1: Situation im Jobcenter Köln Anlage 2: Ergebnismonitoring Monat 9/2021 Anlage 3: Jahresbericht 2020 – Die kommunalen Eingliederungsleistungen Gez. Dr. Rau
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3823/2021
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 10.11.2021
- Erstellt
- 02.11.2021 09:59