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Personalbericht 2022
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Personalbericht 2022
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Wir Machen Köln! Personal- bericht 2022 3 Inhalt Vorwort 4 Wir machen Köln. 6 I m Interview 8 Wir sind Kölnmacher*innen. 12 T eil 1 1 4 1.1 Personalakquise 2022 1 4 1.2 Personalmanagement 1 6 1.3 Personalentwicklung 20 1.4 K ultur und Engagement 22 T eil 2 26 2.1 Personalbestandim Überblick 27 2.2 P ersonalbestand im Detail 30 2.3 T eilzeit 33 2.4 Laufbahngruppen und F ührungskräfte 37 2.5 Demogr aphie 40 2. 6 Diversität 43 2. 7 Teilhabe 44 2.8 Kr ankenquote 45 2.1 0 Stellenplan 54 2.11 A usbildung 58 2.12 Personal aufwendungen 61 Fazit 64 D ank 69 Glossar 70 4 5 Andrea Blome Stadtdirektorin „Zum Schluss möchte ich betonen, dass trotz aller T echnologie und neuer Ansätze der Mensch das H erzstück unserer Stadt v erwaltung ist und bleibt. “ Vorwort Natürlich müssen wir uns auch noch weiter verbessern. Vor allem interne Prozesse können schlanker gestaltet werden. Hier sind wir alle gefragt. Aber auch hier gibt es bereits gute Ent wicklungen, um zum Beispiel auf gestiegenen Stellenbedarf flexibel eingehen zu können. Es sind die Menschen, die den Unterschied machen. Dieser Personalbericht spiegelt Leistung und Potenzial aller Köln macher *innen wider. Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen, die sich für die vielf ältigen Auf- gaben eingesetzt haben und sich auch weiterhin so für die Menschen in unserer Stadt engagieren. Ihre Andrea Blome Stadtdirektorin Liebe Mitarbeiter*innen, liebe Leser*innen, wir befinden uns am Übergang zu einer neuen Zeit, in der sich die Art und Weise wie wir Personal suchen, entwickeln und binden, rasant verändert. Die Personalsuche wird sch wieriger, setzt auf innovative Technologien und datengetriebene Ansätze, um das „Perfect Match“ zwischen Bewerbenden und Or ganisation zu finden. Wir wollen diese Entwicklung mitgehen und unseren Weg für die Personalsuche noch besser gestalten. Dazu gehört die Eingangs frage: wie erreichen wir im ersten Schritt die Kolleg*innen von Morgen? Dabei spielt Personalmarketing eine sehr wichtige Rolle. Unsere Arbeitgebermarke ist nicht nur ein Logo und ein Slogan, sie repräsentiert auf einzigartige Weise unsere Werte und Kultur und was es bedeutet ein*e Kölnmacher*in zu sein. Daher lassen wir unsere Kölnmacher*innen in den gestarteten Kampagnen auch selbst sprechen. Mit den Konzepten zu „New Work“ begegnen wir den V eränderungen der Arbeitswelt. Es bietet uns allen die Chance, flexibler zu arbeiten: remote und digital. Wir teilen unsere Arbeitsplätze und schaffen so Raum für Kreativität und w eiteren Austausch. Damit werden wir gleichzeitig attraktiver für bes tehende und neue Mitarbeitende. 6 7 Kölnmacher*innen aus dem Personal- und Verwaltungsmanagement Wir machen Köln. Wir gestalten die Arbeit von morgen. 8 9 „Wir wollen eine inklusive Kultur und Vielfalt fördern, jetzt und in Zukunft. “ Im Interview Was sind für Sie aktuell die größten Herausforderungen für das Personal- und Verwaltungsmanagement? Wo fange ich da an? (lacht). Da gibt es tatsächlich viel zu tun, aber wir haben auch schon so einiges erreicht: Eben angesprochen: Digitalisierung und T echnologie. Hier müssen wir Schritt halten. Wir arbeiten bereits modern und digital, remote und starten mit Desksharing und neuen Raumkonzepten. Gleichzeitig arbeiten wir mit der allgemeinen E-Verwaltungsakte an einer einheitlichen, vernetzten und jederzeit verfügbaren Datenbasis. Wir arbeit en intensiv daran, weitere Pro- zesse zu digitalisieren und uns so für die Zukunft noch besser aufzustellen. Diversität und Inklusion: uns reicht es schon lange nicht mehr aus, nur dar- ü ber zu sprechen, wir handeln und sind seit Jahren weit über der gesetzlichen Pflichtquote von 5 Prozent unterwegs. In 2022 haben wir 9,3 Prozent erreicht. Mitarbeitendenbindung: hier müssen wir Strategien und Rahmen - bedingungen en twickeln, um unsere Talente zu halten. Dazu gehört unter anderem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum Beispiel mit unserem stadtväter Netzwerk und natürlich Mitarbeitenden-Benefits, flexible Arbeits- modelle, aber auch Weiterentwicklung und lebenslanges Lernen. Wir gehen bereits neue Wege aus Präsenz- und Digitalformaten, wir testen aktuell eine digitale Lernplattform. Hier wollen wir für alle Mitarbeitenden die Rahmen- bedingungen schaffen, sich persönlich bei uns wohl zu fühlen. Das mündet ger adewegs im Themenbereich Unternehmenskultur. Es muss auch Spaß machen bei uns zu arbeiten. Eine positive, wertschätzende und zukunfts- fördernde Kultur ist da Pflicht. 5 Fragen an die Amtsleitung des Personal- und V erwaltungsmanagements, Frau Dr. Monique Offelder Sie verantwortet mit Ihrem Team der Abteilungsleitungen das Personalgeschehen in der Kölner Stadtverwaltung und unter- stützt so mit den mehr als 400 Mitarbeitenden im Personal- und Verwaltungsmanagement die gesamte Stadtverwaltung in P ersonal-, Organisations- und Verwaltungsfragen. Frau Dr. Offelder, wie sehen Sie die Zukunft der Stadtverwaltung aus der Perspektive des Personal- und Verwaltungsmanagements? Was wir aktuell und in Zukunft noch mehr erleben werden, ist die starke Verzahnung von Technologie und Menschlichkeit. Einerseits werden uns digitale Lösungen und zahlreiche neue Tools sicherlich helfen, Personalprozesse besser zu gestalten und datenbasiert, etwa bei der Talentsuche oder -entwicklung, zu entscheiden. Andererseits werden wir nur mit der persönlichen Note eine Kultur der Zusammen- arbeit, der Inklusion und Diversität und damit auch von Wertschätzung schaffen. Was mir dabei wichtig ist: eine ausgewogene Balance zu finden zwischen fortschrittlicher Technologie und authentischer Menschlichkeit. So können wir von beidem das Beste nutzen für die Zukunft der Stadtverwaltung. 10 11 „Das sind viele Herausforderungen. Wir sind an den Themen dran. Das schaffen wir nicht alleine, sondern nur gemeinsam. Hier hilft es, dass die Stadtverwaltung mit all Ihren Ämtern und Dienststellen Expert*innen hat, die täglich ihr Bestes geben. Ich bin sehr optimistisch, dass wir gemeinsam diese und noch weitere Heraus f orderungen meistern werden. “ „Grundsätzlich bin ich der festen Überzeugung, dass wir gemeinsam mehr erreichen und uns besser entwickeln können. “ All das führt dann hoffentlich auch dazu, dass wir attraktiver werden für neue Mitarbeitende und Nachwuchs. Mit unserer neuen Arbeitgebermarke und der ges tarteten Kampagne „Köln macht mich… “ machen wir Werbung für uns, sind super aktiv und versuchen die Menschen dort zu erreichen, wo sie unterwegs sind. Sie haben das Thema Unternehmenskultur gerade selbst angesprochen. Wie würden Sie die „Stadt Köln“-Kultur beschreiben? Die Kultur ist uns enorm wichtig. Wie viele große Unternehmen auch, haben wir bei der Stadt Köln Werte für uns ermittelt und daraus L eitlinien für F ührung und Zusammenarbeit gebildet, an die wir uns halten wollen. „Zusammen“ ist uns wichtig, denn nur so können wir gemeinsam Ziele erreichen und Erfolge feiern. Ein verantwortliches Handeln ist eine Grundv oraussetzung. Wir br auchen und wollen neue Ideen und ent- spr echende P otenziale fördern. Wir kommunizieren immer wertschätzend und offen. Dazu gehört auch, dass wir alle Fehler machen dürfen, um daraus zu lernen. Nur so kann man sich entwickeln. Ein weiterer Leitsatz von uns heißt: „wir leben Vielfalt“ . Das alles passt wunderbar zu unserer Stadt Köln. Seien wir aber ehrlich, nicht immer gelingt es uns bis ins letzte Detail, nicht alle Tage laufen super, nicht immer sind wir gleich gut gelaunt. Aber wir haben diese kölschen Leitplanken für uns entwickelt. Sie helfen uns, gemeinsam voran zu kommen. Welche Eigenschaften schätzen Sie am meisten bei Ihren Mitarbeitenden? Ich schätze es, wenn jemand Eigeninitiative hat und sich entwickeln und dazu lernen möchte. Engagement und Leidenschaft finde ich eine heraus- ragende Kombination, die natürlich auch andere beflügelt. Ebenso wichtig sind mir aber auch Offenheit und Teamgeist und die Fähigkeit, nicht nur Erfolge zu feiern, sondern auch Rückschläge konstruktiv anzugehen. Veränderungsbereitschaft und -wille sind in der heutigen Zeit, gerade im Hinblick auf sich ändernde Arbeitsmodelle und -weisen, wichtig. Das bedeutet für mich auch, am Puls der Zeit zu bleiben. Bei Führungskräften schätze ich es daher, wenn sie die V oraussetzungen schaffen, mit ver- ändert en Arbeitsbedingungen umzugehen und kr eative Ideen einbringen, das Morgen zu gestalten. Hier sind Agilität aber auch E mpathie gefragt. Wir sind Kölnmacher*innen. Die 21.570 Mitarbeitenden sind zu… in gewerblich- technischen Berufen tätig 7,4 % in MINT Berufen 12,8 % in der Verwaltung aktiv 44,6 % in Erziehung und lehrender, bildender oder sozialer Tätigkeit 22,4 % in ärztlicher und therapeutischer Tätigkeit 2,7 % in Sicherheit und Über - wachung tätig 6,9 % in Kultur aktiv 3,1 % Führungskräfte 7,9 % ihrer Arbeitszeit gesund 90,2 % krank 9,8 % unter 30 Jahren 14,4 % über 30 unter 50 Jahren 43,3 % über 50 Jahren 42,3 % vollzeitbeschäftigt 67 % teilzeitbeschäftigt 33 % weiblich 62 % männlich 38 % mit einer Behinderung/ Gleichstellung 9,3 % mit ausländischer Staatsangehörigkeit 7,8 % 1.1 Personalakquise 2022 Wir betreiben moderne Personalgewinnung. T eil 1 Wir machen Köln – wir gestalten die Zukunft Mehr als 500.000 Kinobesucher*innen sehen den „Mach Köln!“-Spot Stand: Oktober 2023Stichtag ist der 31.12.2022, bezogen auf das Stammpersonal der Stadtverwaltung. Besetzungen Amtsleitungen und Stellvertretungen Einstellungen bei der Gesamtverwaltung stadtweit 27 2.277 1.754 interne und 629 externe Ausschreibungen bei über 10.000 externen Bewerbungen Zentrale Auswahlrunden mit Initiativbewerbenden 90 durch Online- und TV-Banner der Karrierewebseiten 2,5 Mio. Impressionen 2,2 Mio. Aufrufe XING Follower*innen> 4.000 LinkedIn Follower*innen > 7.500 Nahezu alle Dienststellen nutzen den Fullservice (externe Personalsuche nach einheitlichen Standards durch das Personal- und Verwaltungsmanagement). Personalwerbeplakate in 10 Städten Eine Auszeichnung als Stand der Messe für unseren neuen Auftritt bei der Jobmesse Köln Messe und Veranstaltungs teilnahmen 16 Beratungsgesprächen über 2.500 mit 2.8866.000 Werbemittel an Hochschulen verteilt Aktueller kununu Score Bewerbende Weiterempfehlungsrate Aktueller kununu Score insgesamt 77 % von 100 % 4,0 von 5 3,7 von 5 16 17 1.2 Personalmanagement Personalmarketing: crossmedial Der Arbeitsmarkt ist in Zeiten des vielzitierten „war for talents“ hart umkämpft. Ent- spr echend mutig und selbstbewusst, wie auch authentisch und nahbar, zeigt die Stadt Köln als Arbeitgeberin Präsenz. Crossmedial, das bedeutet, über verschiedene Kanäle und Formate hinweg, präsentiert sich die Stadt Köln mit den Kölnmacher*innen und ihrer Dachmarke „Mach Köln!“ als attraktive Arbeitgeberin in vielerlei Hinsicht. Kampagnenmotiv: Castenow für Stadt Köln Die Stadt Köln ist präsent auf/in: › Beruf smessen, Karrieretagen und weiteren Veranstaltungen › Plak aten im Stadtbild und im dir ekten Umland › K arriereseite, Online-Banner auf Webseiten › Scr eens/Bildschirmen (Uni, Smart TV, Kino) › Social M edia (Facebook, Instagram) › Beruf splattformen (LinkedIn, Xing, kununu) › J obportalen und auf Lernplattformen › S traßenbahn, Bussen, Fahrrädern, Autos › P rint-Medien (Zeitungen, Programm- heften, Fachmagazinen) › Radio be ziehungsweise Hörfunk › div ersen Alltagssituationen (beim Sport, in Kneipen oder Supermärkten) Die Kampagne wirkt Die übergreifende „Mach Köln!“-Präsenz zahlt sich dabei in jedem Fall aus: In 2022 erreichten alleine das städtische Bewerbercenter über 10.000 Bewerbungen auf die zahlreichen externen Stellenausschreibungen in den diversen Berufsbereichen. Wir machen Köln – wir werben für uns! Arbeitgebermarke: Köln als Arbeitgeberin der vielfältigen Geschich ten und Möglichkeiten „Köln machen“ bedeutet dabei die eigene, wie auch die Geschichte der Stadt, aktiv und auf unterschiedlichste Art und Weise weiterzuschreiben. Mit dieser Grundbotschaft der neuen Arbeitgebermarke positioniert sich die Stadtverwaltung nachhaltig als Arbeit- geberin bei den Mitarbeitenden und Bewerbenden. Emotionale, authentische und nahbare Einblicke Nach ihrer Verkündung im Frühjahr 2022 gewinnt die Arbeitgebermarke der Stadt Köln durch eine großflächige Ausspielung zunehmend an Bedeutung. Im Mittelpunkt steht hier das sogenannte „Storytelling“ , durch das die Arbeitgebermarke konsequent greifbar wird. Die Kampagne „Die Kölnmacher*innen“ beleuchtet die persönlichen Geschichten von einzelnen M itarbeitenden, die über ihren Weg zur Stadt Köln, über ihre persönlichen, beruflichen und auch privaten Veränderungen berichten und Einblicke in ihren Alltag bei der Stadt Köln geben. So entstehen emotionale, authentische und nahbare Einblicke in die Kultur und Arbeitswelt bei der Stadtverwaltung. Dass die K ölnmacher*innen als Marken- be ziehungsweise Stadt-Botschafter*innen in ganz unterschiedlichen Bereichen im Einsatz sind, unterstreicht einmal mehr die Vielfältig- keit der Berufe und Tätigkeiten und gleichzeitig die Vielzahl an einzigartigen Geschichten und individuellen Entwicklungsmöglichkeiten. 18 19 Wir wollen bis Ende 2025 stadtweit auf „digital“ umstellen. Weiterer Ausblick Im Rahmen des Projektes werden bis Ende 2025 weitere Ausbaustufen realisiert: Vorteile für die Nutzer*innen › schneller Zugriff (jederzeit, ortsunabhängig und bereichsübergreifend) › unk omplizierte und rechtssichere Ablage › Such funktionen für schnelle Suche › aut omatisierte Verwaltungsprozesse (Workflows) › digit ale Unterschriften › v erkürzte Bearbeitungszeiten › e ffiziente Zusammenarbeit › um weltfreundlich › Ar chivierung Agile Umstellung Die Allgemeine E-Verwaltungsakte wurde unter Mitwirkung von Beschäftigten der Stadt Köln entwickelt. Nach der Entwicklungs- und Pilotphase hat in 2022 der gesamtstädtische Roll-out begonnen. Bis Oktober 2023 werden über 27 städtische Or ganisationseinheiten/Dienststellen sowie alle Dezernatsbüros mit insgesamt über 930 Nutzenden an die Allgemeine E-Verwaltungsakte angeschlossen sein. Begleitet wurde die Anbindung durch Veranstaltungen für verschiedene Teil nehmendenkr eise, Kommunikation via Intranet, Erklärvideos, Anwendungsübungen und Feedback- f ormaten. Ab Oktober 2023 startet die Phase 2 des Roll-outs. Die Dienststellen über- nehmen die Einführung nun eigenverantwortlich mit Hilfe einer P rojektvorlage inklusive aller zur Verfügung stehenden Hilfsmittel und Lernformate. Zum Ende des Roll-outs 2025 werden über 14.600 Nutzende mit der Allgemeinen E-Verwaltungsakte arbeiten. Ausbaustufen › W orkflow Wiedervorlage › W orkflow Geschäftsgang › Anbindung an die Z entrale Scanstelle › A utomatische Zugriffsberechtigungen › Schnitts telle zur elektronischen Langzeitarchivierung Weiterentwicklung Über eine Projekt-Plattform können die städtischen Mitarbeitenden Ideen und Ver- besserungsvorschläge einbringen. Auf diese Weise wird die Weiterentwicklung der All- gemeinen E-Verwaltungsakte mit direktem Feedback der Nutzer*innen sichergestellt. Die Allgemeine E-Verwaltungsakte als digitale Basis Systemlandschaft und Geräte sind ein wichtiger Teil von modernem und digitalem Arbeiten. Mit der Allgemeinen E-Verwaltungsakte steht eine Anwendung für die gesamte Stadtverwaltung zur Verfügung, die die elektronische und rechtssichere Ablage sämt licher Informationen und Dokumente sicherstellt und digitale Geschäftsgänge ermöglich t. Dies erlaubt ein flexibles, strukturiertes und bereichsübergreifendes Arbeiten. 20 21 1.3 Personalentwicklung Mentoring, auch über die Stadtgrenzen hinaus Die Stadt Köln bietet unterschiedliche Mentoring-Projekte an. Neu hinzugekommen ist seit 2022 ein Mentoringpool. Hierbei handelt es sich um ein dauerhaftes Angebot zu dem sich alle Interessierten anmelden können, um aktiv an Ihrer persönlichen Weiterentwicklung zu arbeiten. Neben der individuellen und flexiblen – zeitlichen wie inhaltlichen – Ausgestaltung und Weiterentwicklung, werden Erfahrungsaustausch, Sprechstunden und auch begleitende Fortbildungen angeboten. In 2022 startete außerdem das erste Cross-Mentoring für Frauen gemeinsam mit der Stadt Düsseldorf. Seitdem bilden die insgesamt zehn Mentees und zehn Mentor*innen beider Stadt v erwaltungen ein Tandem mit einer jeweils der anderen Stadtverwaltung angehörenden Person. Neben dem regelmäßigen Austausch innerhalb der Tandems und den Netzwerkrunden der Mentee-Gruppe besuchten die Mentees die Auftakt - v eranstaltung im August 2022 in Köln und nahmen neben einem Rollenworkshop an drei Seminaren teil. Nun blicken alle Teilnehmenden dieses erstmaligen Projektes gemeinsam Richtung Abschlussveranstaltung im November 2023 in Düsseldorf. Ein zusätzlich erfreulicher Effekt ist neben dem persönlichen Gewinn die Vernetzung der beiden benachbarten Rhein-Metropolen auf kommunaler Ebene. Wir entwickeln uns weiter. Digitale Angebote Neben dem Lernen in klassischen Präsenzveranstaltungen und Workshops, sowie V orträgen und Online-Workshops werden in der Personalentwicklung zunehmend auch neue digitale Lernformate erdacht und getestet, die ein bedarfsgerechtes sowie zeit- und ortsunabhängiges Lernen ermöglichen. Hierbei arbeitete die Seminar - or ganisation an diversen Projekten zu einer vielfältigen Lernkultur. Beispielhaft sind die Vorbereitungen zur Pilotierung einer digitalen Lernplattform, sowie die Durch - führung einer Vergabe für ein sogenanntes Web-basiertes Training zum Thema DSGVO, sowie die Initiierung eines bundesweiten interkommunalen Austauschs zum Thema „Neue Lernformen“ . Die Pilotierung wurde geplant, um Erkenntnisse über die Akzeptanz für digitale L ernmethoden aber auch über die hiesige Lernkultur zu sammeln. So soll sich die Lernkultur weiterhin in Richtung „Learning on demand“ entwickeln. Die Planungen des Jahres 2022 eröffnen dabei einen spannenden Blick in die Zukunft des lebenslangen digitalen Lernens. Coaching Die Stadt Köln verfügt über einen Pool an qualifizierten, internen Coaches, die die s tädtischen Kolleg*Innen bei der Weiterentwicklung ihrer Kompetenzen, der individuellen R eflexion oder Bewältigung von Herausforderungen sowie weiteren Fragen der persönlichen Entwicklung individuell begleiten. Die 20 Coaches haben eine fundierte Fortbildung absolviert und bringen hohe Feldkompetenz aus den v erschiedensten Aufgabenfeldern der Stadtverwaltung mit. Außerdem befinden sich die Coaches in regelmäßigen Reflexions- und eigenen Supervisionsprozessen. In 2022 wurden insgesamt etwa 150 Coachings durchgeführt. 22 1.4 Kultur und Engagement Inklusionshauptbeauftragte Bettina Baum stellt sich vor Rechtzeitig zum Inklusionstag der Stadt Köln, wurde die L eiterin des Amtes für Integration und Vielfalt, Bettina Baum, zur I nklusionshauptbeauftragten bestellt. Seit Juli 2022 arbeitet sie in dieser Funktion nun gemeinsam mit dem Personal- und Verwaltungsmanagement, der Schwerbehindertenvertretung sowie dem Personal- rat, mit dem Ziel der bestmöglichen Teilhabe schwerbehinderter und gleichgestellter Beschäftigter am Arbeitsleben. Als Inklusionshauptbeauftragte wird sie mit allen Akteur*innen gemeinsam daran arbeiten, die Rahmenbedingungen zu schaffen, um allen Beschäftigten mit Behinderung und gleichges tellten Kolleg*innen eine gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben der Stadtverwaltung zu ermöglichen. Mit Vorträgen, Informationsständen und Workshops warf die Veranstaltung f olgende Fragen auf: › Wie scha ffen wir ein stärkeres Bewusstsein für Inklusion? › Wie k önnen bestehende Barrieren abgebaut werden? › U nd wie können neue Impulse für einen inklusiveren Arbeitsalltag gesetzt werden? Die Schwerpunkte lagen bei den Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten für M enschen mit Behinderung sowie dem Themenbereich psychische Erkrankungen, von ihrer Entstehung, den Auswirkungen und Interventionsmöglichkeiten bis zur Wieder eingliederung der Beschäftigten. 23 Bettina Baum, Leiterin des Amtes für Integration und Vielfalt „Inklusion bietet enorme Potenziale. Wir begegnen allen Beschäftigten mit Wertschätzung und Respekt. Durch präventive Angebote lassen wir Barrieren gar nicht erst entstehen. “ Wir engagieren uns. Inklusionstag Seit jeher ist der Stadtverwaltung die Gestaltung eines entsprechenden Arbeits- um feldes für alle Beschäftigten wichtig. Mit Wertschätzung, Kollegialität, Aufmerk- samkeit und Achtsamkeit sollen die enormen Potenziale von Inklusion gefördert und entwickelt werden. Am 11. August 2022 fand der erste interne Inklusionstag der Stadt Köln statt, der federführend vom Personal- und Verwaltungsmanagement organisiert und durchgeführt wurde. 24 Wir vereinbaren Beruf und Familie. stadtväter Viele Familien verfolgen für sich die Strategie, die E rziehung partnerschaftlich anzugehen und damit bisherige R ollen - mus ter aufzugeben. Bei der Stadt Köln arbeiten über 8.000 Männer. Das stadtinterne Väternetzwerk „stadtväter“ informiert Väter und Männer, die Nachwuchs erwarten, über die existierenden Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Gleichzeitig wird ihnen die Möglichkeit geboten, sich in einer lockeren Atmosphäre über die Themen des V aterseins auszutauschen. So geschehen im Rahmen des „Kick-off Event Väternetz- werk“ am 31. August 2022. Neben einer V orstellung des Väternetzwerks und dem Angebotsportfolio, gab es reichlich E rfahrungsaustausch und Input von Experten. Total E-Quality Auszeichnung Die Stadt Köln setzt sich in allen Bereichen für ein diskriminierungsfreies Zusammenleben und eine wertschätzende Arbeitswelt ein. So hat die Stadt in der Vergangenheit unter anderem die Charta der Vielfalt und die Charta der Gleich- stellung von Frauen und Männern unter z eichnet, ein Diversity Konzept erstellt und arbeitet immer wieder an verschiedenen P rojekten und Ange- boten für eine wert schä tzende Zusammenarbeit aller Beschäftigten. So hat die Stadt für ihre Bemühungen zum viert en Mal das Total E-Quality Prädikat erhalt en. Die feierliche Übergabe fand am 25. Oktober 2022 statt. Die Auszeichnung gilt für den Zeitraum 2022 bis 2024. Kinderbetreuungsangebote In enger Kooperation mit dem Familienbüro des Amtes für Kinder, Jugend und Familie konnte die stadtinterne Marke für Vereinbarkeit – das Bündnis BerufLeben – das Portfolio an Kindertagesbetreuungsangeboten an zentralen Standorten in Köln weiter ausbauen. Das Bündnis BerufLeben ist eine enge Kooperation des P ersonal- und Verwaltungs managemen ts und des Amtes für Gleichstellung von Männern und Frauen. 26 27 T eil 2 Zahlen – Daten – Fakten Wir haben die Daten sorgfältig zusammen ge führt, bearbeitet und analysiert. Alle folgenden Auswertungen beziehen sich – solange nicht ander s ausgewiesen – auf das Stammpersonal der Dienst- s tellen, die im De zernatsverteilungsplan der Stadt Köln abgebildet werden Es kann vorkommen, dass es zu geringfügigen Abweichungen zu anderen Berichten kommt, die zum Beispiel zu einem anderen Stichtag oder auf Basis einer anderen Grundgesamtheit ermittelt wurden. Der Fokus dieses Berichts liegt darauf, Zahlen und Erkenntnisse mit langfristiger Gültigkeit für die Stadt Köln zu gewinnen. Einige Statistiken in diesem Bericht betrachten die Personalzahlen Geschlechter - ge trennt nach männlich und weiblich. Die Verwaltung arbeitet daran, auch eine Aus - f ertigung für nicht binäre Personen in der Belegschaft liefern zu können. Hierfür sind wir auf die freiwillige Mithilfe der Kolleg*innen angewiesen. Bislang liegen uns noch nicht genug aussagefähige Daten vor. 2.1 Personalbestand im Überblick Personalbestandsentwicklung in der Gesamtverwaltung Stammpersonal: alle aktiven angestellten und verbeamteten Mitarbeiter*innen der Gesamtverwaltung (inklusive der eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen Gebäudewirt- schaft, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Bühnen und Orchester und der Zusatzversorgungs- und Beihilfekasse als Sondervermögen der Stadt Köln) wie im Dezernatsverteilungsplan der Stadt Köln abgebildet. Gesamtpersonal: Stammpersonal plus abgeordnetes Personal, Honorarkräfte, Studie- rende, Auszubildende, Praktikant*innen, Volontär*innen, Zivildienstleistende, Bundes - fr eiwillige, Beurlaubte und Mitarbeitende in der Freistellungsphase der Altersteilzeit. 15.000 17.000 19.000 21.000 23.000 25.000 20222021202020192018201720162015201420132012 StammpersonalGesamtpersonal 18.634 16.556 18.938 16.831 19.199 17.039 19.536 17.303 20.271 17.979 20.669 18.301 21.352 18.880 21.997 19.549 23.509 21.158 24.054 21.623 24.034 21.570 28 29 Entwicklung des Personalbestands in der Gesamtverwaltung 2020 – 2022 Mitarbeitende Personalbestand 31.12.2020 31.12.2021 31.12.2022 Veränderung zum Vorjahr Beamt*innen 4.525 4.549 4.565 16 Tarifbeschäftigte 16.6331) 17.0741) 17.0051) -69 Stammpersonal 21.158 21.623 21.570 -53 Abgeordnetes Personal 67 58 53 -5 Honorarkräfte 13 14 7 -7 Ausbildung/Studium ... Beamt*innen 575 481 584 103 Tarifbeschäftigte 406 543 462 -81 Praktika, Volontariate etc. 240 283 290 7 Bundesfreiwilligendienst 58 58 55 -3 aktive Beschäftigte 22.517 23.060 23.021 -39 Altersteilzeit – Freizeitphase 101 85 75 -10 Beurlaubte 891 909 938 29 Gesamtpersonalbestand 23.509 24.054 24.034 -20 1) I nklusive der zur Corona-Unterstützung eingestellten, befristeten Beschäftigten, die im jeweiligen Jahr zum Stichtag 31.12. in einem Arbeitsverhältnis mit der Stadt Köln standen Vollzeitäquivalent (VZÄ)1) Personalbestand 31.12.2020 31.12.2021 31.12.2022 Veränderung zum Vorjahr Beamt*innen 4.232,50 4.263,05 4.274,78 11,73 Tarifbeschäftigte 14.173,95 14.504,41 14.529,16 24,75 Stammpersonal 18.406,45 18.767,46 18.803,94 36,48 Abgeordnetes Personal 60,92 51,65 46,28 -5,37 Honorarkräfte 6,89 7,92 7,00 -0,92 Ausbildung/Studium ... Beamt*innen 574,63 479,63 580,60 100,97 Tarifbeschäftigte 405,36 540,82 458,78 -82,04 Praktika, Volontariate etc. 230,21 265,24 273,18 7,94 Bundesfreiwilligendienst 58,00 57,10 54,52 -2,58 aktive Beschäftigte 19.742,46 20.169,82 20.224,30 54,48 Altersteilzeit – Freizeitphase 46,39 38,72 34,91 -3,81 Beurlaubte 725,85 748,56 778,99 30,43 Gesamtpersonalbestand 20.514,70 20.957,10 21.038,20 81,10 1) D ie Anzahl der VZÄ gibt an, wie viele Vollzeitstellen sich rechnerisch bei einer gemischten Personal - belegung mit Teilzeitbeschäftigten ergeben. Es ist eine hypothetische Zahl, die ausdrückt, wie hoch die Zahl der Erwerbstätigen wäre, wenn es nur Vollzeitarbeitsplätze gäbe 30 31 2.2 Personalbestand im Detail Mitarbeitende nach Dezernaten sowie Geschlecht Dezernat OB Oberbürgermeisterin 65 % 35 %376 Dezernat I Allgemeine Verwaltung und Ordnung 5448 52 % 48 % Dezernat II Finanzen und Recht 794 35 %65 % Dezernat III Mobilität 744 64 %36 % Dezernat IV Bildung, Jugend und Sport 5965 14 %86% Dezernat V Soziales, Gesundheit und Wohnen 3071 32 %68 % Dezernat VI Planen und Bauen 1.135 52%48 % Dezernat VII Kunst und Kultur 1.827 55 % 45 % Dezernat VIII Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften 1.583 32 % 68 % Dezernat IX Stadtentwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales 564 69 %31 % PR Personalräte 63 56 % 44 % Gesamt MännerFrauen Personalbestand nach Jobfamilien Erläuterungen zu den Jobfamilien finden Sie im Glossar. Sicherheit und Überwachung Lehrende bildende Tätigkeiten Kultur Gewerblich-technische Berufe MINT T echnik MINT Mathematik, Naturwissenschaften MINT Informatik Sonstige Verwaltungsberufe Verwaltung Erziehung, soziale und hauswirt. Tätigkeiten Ärztliche- und therapeutische Tätigkeiten 578 4.670 1.222 199 99 2.459 1.602 672 167 1.493 8.409 32 33 Aufteilung der Geschlechter nach Jobfamilien Geschlechterverteilung im Stammpersonal Sicherheit und Überwachung Lehrende bildende Tätigkeiten Kultur Gewerblich-technische Berufe MINT T echnik MINT Mathemathik, Naturwissenschaften MINT Informatik sonstige Verwaltungsberufe Verwaltung Erziehung, soziale und hauswirt. Tätigkeiten Ärztliche- und therapeutische Tätigkeiten 14,9 % 62, 9 % 45,7 % 32,5 % 29,3 % 49,5 % 85,3 % 16,1 % 67,6 % 91,1 % 76,6 % 85,1 % 37,1 % 54,3% 67,5 % 70,7 % 50 ,5 % 14,7 % 83,9 % 32,5 % 8,9 % 23,4 % MännerFrauen 62 % 38 % Männer: 8.192 F rauen: 13.378 2.3 T eilzeit T eilzeitquoten nach Geschlecht Männer T eilzeitquote in der Gesamtverwaltung Teilzeit: 7 .143 Vollzeit: 1 4.427 67 % 33 % Frauen Teilzeit: 5. 943Vollzeit: 7 .435 56 % 44 % Teilzeit: 1.200V ollzeit: 6. 992 85 % 15 % 34 35 Verteilung T eilzeit anteilig zu einer Vollzeitstelle Ein Drittel der städtischen Mitarbeitenden arbeiten in Teilzeit, allerdings zu unterschiedlichen Anteilen. 16 Prozent der Teilzeitkräfte (1.146 Mitarbeitende) arbeiten weniger als die Hälfte der Stunden einer Vollzeitstelle. 38 Prozent der Teilzeitkräfte (2.723 Mitarbeitende) arbeiten vollzeitnah, das bedeutet mehr als 29 Stunden in der Woche. 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 2.723 3.274 1.146 weniger als 50 % 50 % – 74 % vollzeitnah (75 % und mehr ) T eilzeit(-quote) nach Laufbahngruppen Hinweis: Laufbahngruppe 1: ehemals Ein facher und Mittlerer Dienst Laufbahngruppe 2.1: ehemals Gehobener Dienst Laufbahngruppe 2.2: ehemals H öherer Dienst 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 13.013 4.611 (35 %) Laufbahngruppe 1 Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt Laufbahngruppe 2, 2. Einstiegsamt 7.149 2.062 (29 %) 1.408 470 (33 %) Teilzeit(-quote)Mitarbeitende 36 37 Verteilung T eilzeitanteile nach Geschlecht 83 Prozent der Mitarbeitenden in Teilzeit sind weiblich, 17 Prozent der Teilzeit- beschä ftigten sind männlich. Betrachtet man die Stundenverteilung der weiblichen Teilzeitkräfte, arbeiten 39 Prozent vollzeitnah, 15 Prozent arbeiten weniger als die Hälfte der Vollzeitstunden. T eilzeitquote in Führungspositionen Führen in T eilzeit nach Geschlecht 83 % 17 % 77 % 23 % 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 862 284 weniger als 50 % 50 % bis 74 % vollzeitnah (75 % und mehr ) 2761 513 2320 403 Frauen Männer Führen in Teilzeit: 311 Führen in Vollzeit: 1.501 Frauen: 239 Männer: 72 2.4 Laufbahngruppen und Führungskräfte Führungskräfte Gesamtzahl Führungskräfte: 1.812 Führungskräfte nach Geschlecht 55 % 45 % Frauen: 1. 003 Männer: 809 Laufbahngruppe 1: 13.013 Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt: 7.149 Laufbahngruppe 2, 2. Einstiegsamt: 1.408 Mitarbeitende nach Laufbahngruppen 7 % 33% 60 % 38 39 Führungskräfte nach Laufbahngruppe und Geschlecht 0 200 400 600 800 1.000 1.200 Laufbahngruppe 1 Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt Laufbahngruppe 2, 2. Einstiegsamt 99 82 665 445 239 282 Frauen Männer Führungskräfte nach Funktion Kindertagesstättenleitung Sachgruppenleitung Sachgebietsleitung Referent*in Abteilungsleitung Stellvertretende Stabsstellenleitung Leitung Stabsstelle Stellvertretende Leitung eigenbetriebliche Einrichtung Leitung eigenbetriebsähnliche Einrichtung Stellvertretende Punktdienststellenleitung Leitung Punktdienststelle Stellvertretende Amtsleitung Amtsleitung Dezernent*in und Oberbürgermeisterin 182 379 270 18 72 3 21 1 1 11 6 14 22 3 21 313 293 15 65 5 33 0 5 4 9 18 21 7 MännerFrauen Laufbahngruppen: Laufbahnen, die verwandte und gleichwertige Vor- und A usbildungen voraussetzen Laufbahngruppe 1: ehemaliger Einfacher Dienst und Mittlerer Dienst Laufbahngruppe 2,1.: Eins tiegsamt – ehemaliger Gehobener Dienst Laufbahngruppe 2,2.: Eins tiegsamt – ehemaliger Höherer Dienst 40 41 2.5 Demographie Durchschnittsalter: 44,9 Jahre Altersverteilung in der Stadtverwaltung < 20 20 – 24 25 – 29 30 – 34 35 – 39 40 – 44 45 – 49 50 – 54 55 – 59 60 – 64 > 65 1.042 Altersgruppe 922 293 808 939 878 775 1.072 1.312 925 139 584 1.384 1.436 1.312 1.478 1.477 1.869 2.127 1.540 149 MännerFrauen Altersbedingte Austritte in den nächsten 10 Jahren …gesamt … unter den Führungskräften 78 % 22 % verbleibendes Personal Austritte bis 2032: 4.846 verbleibende Führungskräfte Austritte bis 2032: 60767 % 33 % 42 43 Altersbedingte Austritte in den nächsten 10 Jahren ... nach Jobfamilien Jobfamilie Austritte bis 2032 Anteil Ärztliche und therapeutische Tätigkeiten 142 25 % Erziehung, soziale und hauswirtschaftliche Tätigkeiten 870 19 % Verwaltung 1.737 21 % Sonstige Verwaltungsberufe 315 26 % MINT Informatik 38 19 % MINT Mathematik, Naturwissenschaften 19 19 % MINT Technik 664 27 % Gewerblich-technische Berufe 424 26 % Kultur 148 22 % Lehrende bildende Tätigkeiten 62 37 % Sicherheit und Überwachung 427 29 % 2.6 Diversität Die Stadt Köln ist bunt und vielfältig – das spiegelt sich auch in der Belegschaft wieder. Die Angabe zur internationalen Familiengeschichte ist freiwillig. Wir können jedoch anhand von Staatsangehörigkeiten einen kleinen Einblick in die Diversität der Verwaltung geben. Es ist davon auszugehen, dass der Anteil an Mitarbeitenden mit internationaler Familiengeschichte wesentlich höher liegt. Folgender Anteil an Mit- arbeitenden hat (zum Teil neben der deutschen) eine ausländische Staatsangehörigkeit. Mitarbeitende mit ausländischer Staatsangehörigkeit 2020 2021 2022 Mitarbeiter*innen mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit 1.445 1.560 1.674 Anteil an der Gesamtverwaltung 6,83 % 7,21 % 7,76 % T op 10 der Herkunftsländer Ranking Staatsangehörigkeit Anzahl der Mitarbeitenden Platz 1 türkisch 703 Platz 2 italienisch 197 Platz 3 griechisch 77 Platz 4 polnisch 54 Platz 5 russisch 40 Platz 6 österreichisch 31 Platz 7 spanisch 30 Platz 8 kroatisch 30 Platz 9 koreanisch 27 Platz 10 ukrainisch 27 44 45 Schwerbehindertenquote Die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen von 9,3 Prozent im Jahr 2022 basiert auf der Jahresmeldung an die Agentur für Arbeit und den Landschaftsverband (nach § 163 Absatz 2 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch). Die gesetzliche Pflichtquote beträgt 5 Prozent; die Zielquote der Inklusionsvereinbarung der Stadt Köln liegt bei 7 Prozent. Am 31.12.2022 waren von den 21.570 Mitarbeitenden der Stadt Köln 1.834 Menschen mit Schwerbehinderung beziehungsweise gleichgestellte Beschäftigte. 6,5 Prozent aller Führungskräfte haben eine Schwerbehinderung (117 Personen). 2.7 T eilhabe 4 % 5 % 6 % 7 % 8 % 9 % 10 % 20222021202020192018201720162015201420132012 gesetzliche Pflichtquote Quote Stadt KölnQuote Inklusionsvereinbarung 7,0 % 7,2 % 7,6% 7,8 % 8,0 % 8,2 % 8,3 % 8,6 % 8,9 % 9,0 % 9,3 % 7 % 5 % 2.8 Krankenquote Entwicklung der Ausfallquote durch Krankheit (Gesamtverwaltung mit unterschiedlichen Berechnungsmethoden und im Vergleich) 2 % 4 % 6 % 8 % 10 % 2022202120202019201820172016201520142013 7,42 % 3, 62 % 7,63 % 3,52 % 7,98 % 3,79 % 8,31 % 3,81 % 8,51 % 3,90 % 8,74 % 4,04 % 8,85 % 3,89 % 8,85 % 3,97 % 4,61 % 8,09 % 3,39 % 4,51 % 9,84 % 5,98 % 5,04 % Die Krankenquote der Stadt Köln hat sich in 2022 um 1,75 Prozentpunkte auf 9,84 Prozent gesteigert. Es liegt nahe, dass die in 2022 aufgehobene Maskenpflicht wie auch die endenden Kontaktbeschränkungen zu einem Anstieg von Infektionen geführt haben. Der Deutsche Städtetag hat eine freiwillige Umfrage initiiert. Insgesamt stellt er fest, dass die Krankenquote bei allen Städten, die teilgenommen haben, um 1,70 Prozent- punkte gestiegen ist. Betriebskrankenkassen Stadt Köln 4 – 42 KrankheitstageStadt Köln Gesamtverwaltung 46 47 Aufteilung der Krankheitstage nach Krankheitsdauer (Verwaltungsberechnung) Wie man an der Verteilung erkennen kann, ist ein bedeutender Anteil Krankheitstage ab 43 Tagen, also Langzeiterkrankungen. Rechnet man diese aus der Krankenquote her aus, wie es bei Krankenkassen üblich ist, liegt die Krankenquote der Stadt Köln (Erkrankungen von 4 bis 42 Tagen) im Jahr 2022 bei 5,04 Prozent. ab 43 Krankheitstage 1 – 3 Krankheitstage 4 – 42 Krankheitstage 51 % 13 % 36 % Die Mitarbeitenden sind in ihrer Arbeitszeit zu 90,16 % 9,84 % krank gesund Berechnung nach Verwaltungsdefinition: 1 bis > 42 Tagen, alle Zeiträume, Kr ankheitstage alle Kalendertage, inklusiv e Wochenenden und Feiertagen, alle Gruppen Berechnung vergleichbar zur Definition der Wirtschaft: Gesamtjahresbetrachtung 4 – 4 2 Krankheitstage, alle Kalendertage inklusive Wochenenden gesund krank 94,96 % 5,04 % Versuch eines Vergleichs Die Krankenquote, wie sie in Kommunen wie der Stadt Köln ermittelt wird, lässt sich nur sehr eingeschränkt mit den Zahlen vergleichen, die Krankenkassen und private U nternehmen veröffentlichen. Daher gibt es in der unten auf geführten Übersicht den Versuch einer Einordnung der Quote der Stadt Köln mit den Krankenquoten anderer Institutionen, zusammen mit der jeweiligen Berechnungsmethode im Vergleich. Eine direkte Vergleichbarkeit ist aufgrund verschiedener Berechnungsmethoden nur schwer herzustellen. Krankenquote der Stadt Köln nach unterschiedlichen Berechnungsansätzen Stadt Köln – Gesamtverwaltung (1 – 42 Krankheitstage) 6,31 % Gesamtjahresbetrachtung, 1 – 42 Krankheitstage, alle Kalendertage, inklusive Wochenenden und Feiertagen Stadt Köln – Gesamtverwaltung (4 – 42 Krankheitstage) 5,04 % Gesamtjahresbetrachtung, 4 – 42 Krankheitstage, alle Kalendertage, inklusive Wochenenden und Feiertagen 48 49 Zum Vergleich die jeweiligen Krankenquoten weiterer Institutionen Krankenquote des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 5,95 % Basis Kalendertage (ohne Wochenenden und Feiertage), Krankentage laut Meldung 1 – 42 Tage, aus Monatswerten wird der Jahresdurchschnitt ermittelt Quelle: IAB Krankenquote der Gesetzlichen Krankenversicherung 5,62 % Basis Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, 1 – 42 Tage (in der Regel erst ab 3 Tagen), aus 12 Stichtagswerten (zum Monats- anfang) wird der Jahresdurchschnitt ermittelt, Basis Arbeitstage ohne Wochen- enden und Feiertage, Beschäftigte und Arbeitslose Quelle: Statista Krankenstand Betriebskrankenkassen 5,98 % Basis Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, 1-42 Tage (in der Regel erst ab 3 Tagen), in der Regel auch über 42 Tage hinaus, aus Monatswerten wird der Jahresdurch- schnitt ermittelt, Basis Kalendertage, nur Beschäftigte Quelle: BKK Dachverband Hinweis zur Vergleichbarkeit: – D ie Quoten der Krankenkassen beinhalten keine Kurzzeiterkrankungen (1 – 3 Tage) ohne ärztliches Attest – U nternehmen sowie Krankenkassen rechnen oft die Langzeiterkrankungen (ab 43 Tage) heraus, da die Mitarbeiter*innen ausgesteuert sind und somit keine K osten für das Unternehmen verursachen – Des Weiteren werden in manchen Branchen die Ausfalltage auf Vollzeitäquivalente umgerechnet (nicht wie hier auf Personen) – A uch wird die Krankenstandquote in diesem Bericht anhand von 365 Kalendertagen inklusive Wochenenden und Feiertagen ermittelt, während diese in anderen Unter- nehmen und bei Krankenkassen oft rausgerechnet wird beziehunsgweise nur die Arbeitstage berücksichtigt werden. 0 200 400 600 800 1.000 1.200 1.400 1.600 1.800 2.000 extern 629 1.754 intern 2.9 Stellenbesetzung Da der Personalbedarf aufgrund der demografischen Entwicklung und Aufgaben- zuw ächse stetig steigt, muss in einigen Bereichen von vornherein zusätzlich auf externem Weg Personal gewonnen werden. Pro Jahr müssten 600 neue Kolleg*innen gewonnen werden, um den bisherigen Personalbestand halten zu können. Stellenausschreibungen 2022 50 51 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 2.858 2.277 AustritteEintritte Ein- und Austritte Gesamtverwaltung 2022 Zu den Austritten zählen unter anderem altersbedingte Gründe wie Rente und Pension wie auch arbeitgeber- und arbeitnehmerseitige Kündigungen und das Ende befristeter Beschäftigungen. Eintritte und Austritte seit 2015 Im Jahr 2022 lag die Anzahl der Austritte bei der Stadt Köln höher als in den Vorjahren. Das lag zum großen Teil am Ende befristeter Arbeitsverhältnisse aufgrund von Corona- und Ukraine-Maßnahmen. 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 20222021202020192018201720162015 Eintritte Austritte 875 1.256 1.139 1.000 1.607 1.264 1.034 2.099 1.339 1.589 2.853 2.365 1.110 932 2.277 2.858 52 53 0 100 200 300 400 500 600 700 800 DezNovOktSepAugJuliJuniMaiAprilMärzFebJan 391 141 313 199 620 151 139 243 325 213 143 77 133 247 186 168 211 188 204 122 63 83 494 81 Eintritte Austritte Ein- und Austritte Gesamtverwaltung im Jahresverlauf 2022 Das sieht man auch im Jahresverlauf: Während zu Beginn des Jahres noch Mit- arbeit ende zur Bekämpfung der Pandemie und für die Ukraine-Krise eingestellt worden sind, sind im Juni und Dezember viele ausgetreten. Im Juni 2022 wurde der Krisen- stamm für die Ukraine von 350 auf 60 Beschäftigte reduziert, da Notunterkünfte und Welcome Center von externen Trägern übernommen wurden. Im Dezember wurden die Impf z entren offiziell geschlossen. Einstellungen zur Unterstützung 2022 Einstellungen (inklusive Wieder- einstellungen) Weiter- beschä ftigungen Corona-Krise (Inklusive Mpox) 435 1.442 Ukraine-Krise (seit März 2022) 305 181 Der außerordentliche Aufwand in der Personaladministration, was Vertragsabschlüsse und die Sicherstellung der Entgeltzahlung angeht, konnte mit Hilfe des Engagements vom Personalservice zusätzlich abgewickelt werden. Dr. Johannes Nießen, Leitung des Gesundheitsamtes bis 30.09.2023 „Die engagierte Arbeit von Bewerbercenter und Personal- service haben w ährend Corona dazu beigetragen, das Leben von allen Kölner*innen zu schützen. “ Kölnmacher Klaus Jakob, Personalservice, Koordination Einstellung/Betreuung Krisenpersonal „Die Zeiten von Corona-, Ukraine-Krise und Wohngeldreform waren für uns alle im P ersonalservice intensiv und fordernd. Dank der sehr guten Zusammenarbeit in den Personalteams und dem Engagement jedes Einzelnen haben wir diese Heraus forderungen gemeinsam bewältigt. “ 54 55 2.10 Stellenplan Entwicklung der Mehrstellen seit 2003/2004 Nachdem unter anderem aufgrund der Geflüchtetenthematik seit 2015 höher aus- fallende Stellenzusetzungen erforderlich waren, war die Anzahl der Mehrstellen ab dem Stellenplan 2016/2017 zunächst wieder stark rückläufig. Die Corona-Pandemie machte kurzfristig eine temporäre Personalaufstockung erfor- derlich, sowie langfristig eine Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Diese Entwicklung und die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine haben ab dem Stellenplan 2022 erhöhte Stellenzusetzungen gefordert. Zum Stellen- plan 2023/2024 wurden zudem etwa 530 Stellen zugesetzt, die der formalen und haushaltsneutralen Absicherung bevorstehender Maßnahmen dienen. Rund 400 dieser Stellen werden im nächsten Stellenplan wieder abgesetzt. Nur rund 330 der insgesamt zugesetzten Stellen verursachen Mehraufwendungen im gesamtstädtischen Haushalt. Dies entspricht einer Steigerung des zentralen Personalaufwandsbudgets um 1 Prozent. Alle übrigen Stellenzusetzungen sind durch Einsparungen, Mehreinnahmen, Fördergelder oder ähnliches gegenfinanziert. Unter Berücksichtigung der Mehrstellen zum Stellenplan 2023/2024 liegt der Durchschnitt der Mehrstellen je Stellenplan bei rund 379 Stellen. 0 200 400 600 800 1.000 1.200 1.400 2023/ 2024 20222020/ 2021 201920182016/ 2017 20152013/ 2014 20122010/ 2011 2008/ 2009 20072005/ 2006 2003/ 2004 Durchschnittliche Anzahl MehrstellenMehrstellen je Stellenplan 485,72 1027,54 203,39 357,39 505,23 482,12 185,22 867,67 1043,37 630,76 312,10 541,92 486,24 378,9 1.207,20 56 57 Stellenentwicklung seit 2020/2021 Mit der Verabschiedung des Stellenplanes 2023/2024, ist der Stellenbestand der Kernverwaltung auf rund 20.343 Stellen gestiegen. Die Tabelle zeigt (saldiert) die Entwicklung der Stellenzusetzungen und -absetzungen sowie der Entfristungen und Befristungsverlängerungen seit dem Stellenplanjahr 2020/2021. 2020/2021 2022 2023/2024 Mehrbedarfe insgesamt 697,57 573,44 1.237,70 2) Neue Mehrstellen 541,92 486,24 1.207,20 … davon unbefristet 497,52 454,16 1.134,93 … davon befristet 44,40 32,08 72,27 Mehrbedarfe aus befristeten Stellen 155,65 87,20 30,50 … davon aus Entfristungen 36,70 5,50 11,50 … davon Verlängerungen von befristeten Stellen 118,95 81,70 19,00 Wenigerstellen insgesamt -48,22 -40,02 -47,89 … davon unbefristet -22,67 -25,02 -5,14 … davon befristet -25,55 -15,00 -42,75 Mehrstellen insgesamt (Saldo Mehr-/Wenigerstellen) 493,70 446,22 1.159,31 Gesamtstellenzahl gerundet 1) 18.673 19.188 20.343 1) Gerunde te vollzeitverrechnete Stellen, ohne Nachwuchskräfte und ohne die Stellen der eigen - be triebsähnlichen Einrichtungen. Die zu den jeweiligen Stellenplanjahren vom Rat beschlossenen Änderungsanträge der Fraktionen sind in den Gesamtstellenzahlen berücksichtigt. 2) D avon führen rund 330 Stellen zu Mehraufwendungen, die durch Fortschreibung des Personalauf- wandsbudgets finanziert werden. Alle übrigen Mehrbedarfe sind gegenfinanziert oder ausschließlich zur formalen, kostenneutralen Verrechnung bestimmter Bedarfe erforderlich (siehe vorherige Seite). Mehrstellen 2023/2024 nach Aufgabenschwerpunkten (nicht abschließend) Die 1.237,70 Mehrstellen verteilen sich insbesondere auf folgende Schwerpunktthemen (nicht abschließend): Anzahl Stellen Thema/Aufgabe und Amt 327 Einrichtung eines im Haushalt finanzierten Mehrstellenbudgets für die Realisierung von Mehrbedarfen, für die keine anderweitige R efinanzierungsmöglichkeit wie zum Beispiel durch Fördergelder besteht 331 Einrichtung eines Kontingentes zur Verrechnung möglicher Be förderungen im Bereich der Berufsfeuerwehr (Umsetzung des KGSt®-Gutachtens „Stellenbewertung Feuerwehr“). Diese Stellen werden zum nächsten Stellenplan wieder abgesetzt. 200,72 Einrichtung eines Kontingentes an Mehrstellen zur Ablöse langjährig genutzter Personalreservestellen (PR-Planstellen). Diese Stellen werden zum nächsten Stellenplan teilweise wieder abgesetzt. 70 Aufstockung des Stellenpools im Bereich des Jobcenters aufgrund der Ausweitung des Kapazitätsplans (refinanziert) 56,65 Mehrstellen auf Grundlage des Bundesteilhabegesetzes (51) 28,4 Mehrstellen auf Grundlage des Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) 23,75 Ausbau der Eigenreinigung (1000) 21,5 Mehrstellen im Bereich der Kundenzentren aufgrund pflichtiger Mehraufgaben (34) 20 Mehrstellen aufgrund der Aufstockung der Höhenrettung (37) 12,8 Mehrstellen aufgrund von Neubauten im Bereich der Schulen (02) 9 Mehrstellen im Bereich der Zusatzversorgung und Beihilfe (1100) 58 59 2022 wurden 335 Nachwuchskräfte (Studierende und Auszubildende) in 27 verschiedenen Berufsbildern eingestellt. So konnten bei der Stadt Köln 94,37 Prozent der Ausbildungsplätze vergeben werden. Anzahl der Ausbildungsbewerbungen1 Die Zahl der Bewerbungen ist 2022 gesunken und lag um -9,72 Prozent niedriger als im Vorjahr. Leider führten viele kurzfristige Absagen dazu, dass neue Talente nicht im selben Maße gewonnen werden konnten. Zu berücksichtigen sind hierbei die Prozesse für Einstellungstests, sowie Auswahl- und Untersuchungsverfahren. 1 Be werbungszahlen im Ausbildungsbereich ohne Bewerbungen bei Feuerwehr, Bühnen und Amt für Kinder, Jugend und Familie, da diese Bereiche eigene Ausbildungsverantwortung haben und nicht zentral ausgewertet werden. 2.11 Ausbildung 4.000 4.500 5.000 5.500 6.000 6.500 7.000 7.500 8.000 20222021202020192018201720162015 6.368 6.077 7.257 6.717 6.396 6.961 7.415 6.694 Ausbildungsquote1 Die Quote in den Jahren 2020 bis 2022 fiel etwas niedriger als im Jahr 2019 aus, die Sollvorgabe von 6 Prozent (gemäß des Ratsbeschlusses aus 2006) wurde jedoch erneut übertroffen. Grund für die geringere Quote ist der überproportional angestiegene P ersonalbestand durch die coronabedingten Einstellungen. So hat sich die Gesamtzahl der Mitarbeitenden, zu der die Auszubildenden im Verhältnis stehen, unerwartet erhöht, ohne das Auszubildende im gleichen Maße dazugewonnen worden sind. 1 I nklusive Einstellungen bei der Berufsfeuerwehr, Praktikant*innen beim Amt für Kinder, Jugend und F amilie, Aufstiegsbeamt*innen sowie sonstige Praktikant*innen Gesamtzahl Auszubildende und Studierende 2022: 1.046 zuzüglich Praktikant*innen und Volontär*innen: 290 Art der Ausbildung 56 % 44 % Anwärter*innen (Beamtenrecht): 584 Auszubildende (Tarifrecht): 462 6 7 8 9 10 202220212020201920182017201620152014 6,29 % 6 ,64 % 7,26 % 8,04 % 8,79 % 8,95 % 8,08 % 8,24 % 8,06 % 60 61 Altersgruppen Nachwuchskräfte Studierende, Auszubildende, Praktikant*innen, Volontär*innen Durchschnittsalter: 25 Jahre -400 -320 -240 -160 -80 0 50 + 45 – 49 40 – 44 35 – 39 30 – 34 25 – 29 20 – 24 < 20 0 80 160 240 320 4 14 20 41 67 173 355 88 67 255 153 70 26 0 3 0 MännerFrauen 2.12 Personal aufwendungen 1) Plan werte gemäß Beschluss vom 10.11.2022 Die Personalaufwendungen sind einschließlich der Beihilfen und der Zusatzversorgungs- kasse (ZVK) für das aktive Personal je Haushaltsjahr in Millionen Euro abgebildet. Personalaufwendungen Kernverwaltung Angaben in Millionen Euro 0 200 400 600 800 1.000 1.200 1.400 1.600 2027 1)2026 1)2025 1)2024 1)2023 1)2022202120202019201820172016 davon Entgelt Beschäftigte davon Bezüge BeamteGesamt (inkl. Arbeitgeberanteile, Beihilfe, Rückstellung etc.) 721 722 238 241 1.339 1.357 455 478 509 543 582 613 641 677 179 187 195 207 216 218 233 230 880 972 991 1.142 1.152 1.192 1.236 1.284 1.378 1.396 733 744 245 249 62 63 Personalaufwendungen Kernverwaltung aufgeschlüsselt Angaben in Millionen Euro Übersicht Personalauf- wendungen 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 1) 20231) 20241) 20251) 20261) 20271) Bezüge Beamt*innen 179 187 195 207 216 218 233 230 238 241 245 249 Entgelt Beschäftigte 455 478 509 543 582 613 641 677 721 722 733 744 Arbeitgeber- anteile Sozial- versicherung 129 136 145 157 166 178 181 183 183 185 188 191 Unfall - v ersicherung 2 2 3 3 2 4 4 4 4 4 4 4 Beihilfe 16 16 15 16 16 16 16 17 17 17 17 17 zahlungs - wirk samer Personalauf- wand 781 820 867 925 982 1.028 1.074 1.110 1.162 1.170 1.187 1.205 Pensionsrück- stellungen 56 111 76 151 91 105 100 110 112 113 113 110 Beihilfe - rück stellung 15 5 18 37 31 26 25 26 27 27 27 26 Rück- s tellungen für ATZ, Urlaub, Überstunden, LOB etc. 29 36 31 29 47 33 37 38 37 47 52 55 Rückstel- lungsaufwand insgesamt 99 152 125 217 169 164 162 174 177 186 191 191 Personalauf- wendungen gesamt 880 972 991 1.142 1.152 1.192 1.236 1.284 1.339 1.356 1.378 1.396 1) Plan werte gemäß Beschluss vom 10.11.2022 Personalintensität Kernverwaltung in Prozent Angaben in Millionen Euro, gerundet 1) Plan werte gem. Beschluss vom 10.11.2022 Die Personalintensität drückt aus, in welchem Umfang im operativen Kernbereich einer Gemeinde die ordentlichen Aufwendungen durch Aufwendungen für Personal gebunden werden. 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 2027 1)2026 1)2025 1)2024 1)2023 1)2022202120202019201820172016 21 % 22 % 22 % 24 % 20 % 23 % 24 % 23 % 23 % 23 % 24 % 24 % 880 972 991 1.142 1.152 1.192 1.236 1.284 1.339 1.3781.357 1.396 4.162 3.283 4.324 3.352 4.457 3.466 4.846 3.704 5.622 4.471 5.085 3.893 5.210 3.973 5.600 4.316 5.818 4.479 4.396 5.838 4.482 4.439 5.774 5.835 anderer ordentlicher AufwandPersonalaufwand ordentlicher Aufwand 64 65 Fazit Wir steigern unsere Attraktivität durch ein modernes Personalrecruiting und -marketing Im Bereich der Personalgewinnung halten sich die Zahlen weitgehend stabil. Bei 1.754 internen und 629 externen Ausschreibungen sind wieder deutlich mehr als 10.000 Bewerbungen beim Bewerbercenter eingegangen. Insgesamt sind nun fast alle Ämter an den sogenannten Fullservice (bedeut et das Bewerbercenter betreut alle externen Ausschreibungen) des Bewerbercenters angebunden. Personalmarketing-Aktivitäten im Bereich E mployer Branding, Aufbau der Marke „Mach Köln“ und die en tsprechende Ausspielung im Stadtbild, in digitalen wie auch in sozialen Medien führen zu einer S teigerung der Sichtbarkeit. In diesem Bereich werden in den kommenden Jahren zusätzliche Ans trengungen notwendig sein, um bei verschärftem Wettbewerb um Talente, weiterhin attraktiv in Erscheinung zu treten. Wir bilden aus Obwohl die Bewerbendenzahl bei Ausbildung und Studium gegenüber dem Vorjahr um 9,7 Prozent zurückgegangen ist, konnten 94 Prozent der Aus bildungs- und S tudienplätze vergeben werden. Die Ausbildungsquote in 2022 konnte wieder über 8 Prozent gehalten werden. Wir machen Köln – wir fassen zusammen Personalberichts-Summary Zum Stichtag des Personalberichts (31. Dezember 2022) haben 21.570 Menschen im Stammpersonal für die Stadt Köln als Kölnmacher*innen gearbeitet. In den Jahren 2020 bis 2022 wurden aufgrund von Corona und Ukraine-Konflikt mehr als 2.800 Ein- stellungen und Wiedereinstellungen, vornehmlich junger Menschen und Student*innen, wegen erforderlicher außerordentlicher Maßnahmen durchgeführt. Die hohe Austrittszahl von 2.858 in 2022 ist auf ein Nachlassen der Pandemie be ziehungsweise der auslaufenden Befristungen zurückzuführen. Dies wird vor allem in den Monaten Juni und Dezember mit zusammen 1.114 Austritten sehr deutlich. Wir spüren die demographische Entwicklung Das Durchschnittsalter hat sich leicht von 44,6 Jahren in 2021 auf 44,9 Jahre in 2022 erhöht. Auch diese Kennzahl ist in den vergangenen Jahren in Teilen durch die Eins tellung, vor allem junger Helfender, im Rahmen von Corona und Ukraine-Krise v erzerrt worden. Dennoch greift natürlich auch der demographische Wandel. Um den zu erwartenden steigenden altersbedingten Austritten (4.846 Mitarbeitende und 607 Führungskräfte bis 2032) entgegenzuwirken, ist es wichtig, hier in den kommenden Jahren entsprechende Maßnahmen zum Ausgleich vorzunehmen. Alleine durch den demographischen Wandel wird die Stadtverwaltung in den nächsten 10 Jahren jährlich 600 Mitarbeitende verlieren. Hinzukommt die sogenannte echte Fluktuation (Eigen- kündigung, Probezeitkündigungen). Bei der jetzigen Gemengelage (Fachkräftemangel, demographischer Wandel, Arbeitnehmer*innen Markt) ist absehbar, dass die Stadt Köln vor großen Herausforderungen steht und wahrscheinlich nicht alle fr eiwerdenden Stellen besetzen kann. Um die bisherigen Aufgaben effektiv und effizient mit w eniger Menschen bewältigen zu können, werden die Themen Prozessoptimierung, Auto ma tisierung, Digitalisierung, Priorisierung sowie Mitarbeitendenbindung und M itarbeitendenzufriedenheit einen noch wichtigeren Stellenwert in der täglichen Arbeit einnehmen müssen. 66 67 Wir entwickeln unsere T eilzeitquoten Die Geschlechter- und Teilzeitquoten sind im Stammpersonal in 2022 gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben. Im Bereich Teilzeitquoten bei Führungspositionen hat es eine leichte Steigerung von 281 Personen in 2021 auf 311 Personen in 2022 gegeben. Bei der Führung von Männern in Teilzeit hat sich die Zahl von 61 Männern auf 72 Männer erhöht. Das macht bei beiden Kennzahlen eine Steigerung um jeweils einen Prozentpunkt. Wir entwickeln uns divers, bunt, weltoffen und vielfältig Die Entwicklungen im Bereich Diversität wie auch Teilhabe verlaufen sehr positiv. Die Stadtverwaltung beschäftigt mit 1.674 Mitarbeitenden einen Anteil von 7,8 Prozent mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit. Eine S teigerung um 0,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen liegt mit 9,3 Prozent weit über der gesetzlichen wie auch der eigenen Zielquote. Wir haben ein Ziel: Wir wollen beraten und begleiten Der Anteil der Langzeiterkrankten ist von 44 Prozent in 2021 auf 36 Prozent in 2022 gesunken. Die Mitarbeitenden der Stadt Köln sind in der Jahresbetrachtung zu 90,2 Prozent gesund und 9,8 Prozent krank. Bei der Stadt Köln hat es – wie auch die Umfrage des Deutschen Städtetages zeigt – eine Steigerung der Krankenquote um 1,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr gegeben. Der Gesundheitssektor hält die veränderte Situation mit gelockerten Corona- Bestimmungen für hauptverantwortlich. Eine erhöhte Anzahl an Atemwegs- erkrankungen ist auf einen Wegfall von Masken- und Testpflicht sowie ein wieder höheres Aufkommen an Begegnungen sowohl im privaten wie beruf- lichen Kontext gegen Ende der Corona-Pandemie 2022 zurückzuführen. Insgesamt entwickelt sich die Stadt Köln zu einer bunten und weltoffenen Arbeitgeberin. Die erhöhten Schutzmaßnahmen der Vergangenheit hatten bei vielen Personen die Immunabwehr insgesamt geschwächt, so die Meinung der Expert*innen. Die Krankenquote wird nach einem Berechnungsansatz nach Verwaltungs- de finition ermittelt. Hierbei werden alle Tage ausgewertet, inklusive aller Wochenenden und Feiertage sowie aller Gruppen. Um diese Zahl v ergleichbar zur Wirtschaft zu machen, kann die Berechnungsmethode nicht komplett angepasst, aber wenigstens die T age be trachtung auf 4 – 42 Tage eingeschränkt werden. So ergibt sich eine gesund-zu-krank- Quote von fast 95 Prozent zu 5 Prozent. Nicht zuletzt durch den allgemeinen Anstieg der Krankenquote, aber auch vor dem H intergrund des demographischen Wandels, des spürbaren Fach- kräftemangels bei gleichzeitig wachsenden Aufgaben haben wir uns zum Ziel gesetzt, erkrankte K olleg*innen künftig noch besser zu begleiten. Obwohl auch eine statistische Erfassung von „diversen Menschen“ vor- gesehen ist, gibt es aktuell noch keine aussagekräftigen Fallzahlen, denn die Angaben sind freiwillig. Daher ist in diesem Bericht nur eine Trennung in Frauen und Männer möglich. In den Gesamtsummen der jeweiligen Analy sen sind immer alle Menschen enthalten. 68 69 DankEine wirksamere und nachhaltigere Beratung, Begleitung und das Suchen und Aufzeigen von P erspektiven sind dabei im Fokus. Dienststellen und Führungskräfte sollen im Umgang mit Langz eiterkrankung sowie sich anbahnender oder v orhandener L eistungsminderung von Kolleg*innen besser unterstützt werden. Wir richten unser Engagement am Menschen aus Was die Kandidat*innen und Mitarbeitenden Reise zeigt: bei allen Prozessen und S trukturen geht es um den Menschen. Wir arbeiten in einem People-Business. Daher ist es wichtig, die Ausrichtung „Mensch“ auf unser em K ompass weiter zu verfolgen. In Vielfalt und Integration, in Teilhabe, in F ührung und Personalentwicklung, in Benefits und der Art zu arbeiten. Gehen wir es weiter an! Wir bedanken uns bei allen Köln macher *innen, die bei diesem Jahresbericht zur P ersonal- und Or ganisationsentwicklung mitgewirkt haben. Danke an alle Abteilungen, die uns mit Daten, Feedback und wertvollen Ein blick en unterstützt haben. 70 71 Glossar Laufbahngruppen: Laufbahnen, die verwandte und gleichwertige Vor- und Ausbildungen voraussetzen Laufbahngruppe 1 – ehemaliger Einfacher Dienst und Mittlerer Dienst Laufbahngruppe 2,1. Einstiegsamt – ehemaliger Gehobener Dienst Laufbahngruppe 2,2. Einstiegsamt – ehemaliger Höherer Dienst MINT-Berufe: steht für Berufsbilder in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik Punktdienststellen: Aus Dienststellen ausgelagerte, selbstständige Teilbereiche mit eigenen Entscheidungskompetenzen, für die wirtschaftliche und/oder rechtliche Besonderheiten gelten (zum Beispiel 1100/Zusatzversorgung und Beihilfe, 5000/Jobcenter). Im Dezernatsverteilungsplan mit einem Punkt vor der Dienststellen- nummer gekennzeichnet Stammpersonal: alle aktiven angestellten und verbeamteten Mitarbeiter*innen der Gesamtverwaltung (inklusive der eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen Gebäudewirt- schaft, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Bühnen und Orchester und der Zusatzversorgungs- und Beihilfekasse als Sondervermögen der Stadt Köln) wie im Dezernatsverteilungsplan der Stadt Köln abgebildet Vollzeitäquivalent (VZÄ): Hilfsgröße bei der Messung von Arbeitszeit, definiert als die Anzahl der gearbeiteten Stunden, geteilt durch die übliche Arbeitszeit eines Vollzeit- Erwerbstätigen. Die Anzahl der VZÄ gibt an, wie viele Vollzeitstellen sich rechnerisch bei einer gemischten Personalbelegung mit Teilzeitbeschäftigten ergeben. Abgeordnete/abgeordnetes Personal: verbeamtete Mitarbeitende, die vorübergehend ihre Tätigkeit bei einem anderen Dienstherren wahrnehmen (nicht zu verwechseln mit politischen Abgeordneten) Gesamtpersonal: Stammpersonal plus Abgeordnete, Honorarkräfte, Anwärter*innen, Auszubildende, Praktikant*innen, Volontär*innen, Zivildienstleistende, Bundesfrei - willigendiens t, Beurlaubte und Mitarbeitende in der Freistellungsphase der Altersteilzeit Gesamtverwaltung: Kernverwaltung plus die eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen und Sondervermögen: Gebäudewirtschaft, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Bühnen, Orchester und die Zusatzversorgungs- und Beihilfekasse Gleichstellungsplan: definiert die Ziele und Schwerpunkte der städtischen Gleich- stellungsarbeit für die kommenden Jahre und benennt entsprechende Maßnahmen zur Erreichung der Gleichstellungsziele. Der Gleichstellungsplan löst den vorherigen Frauenförderplan ab. Inklusionsvereinbarung: Vertrag der Arbeitgeberin Stadt Köln mit der Gesamtschwer- behindertenvertretung und dem Gesamtpersonalrat, welcher die Teilhabe behinderter und schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben stärken und unterstützen soll. Abgeschlossen im Dezember 2016, löst die Inklusionsvereinbarung die vorherige I ntegrationsvereinbarung der Stadt Köln ab. Jobfamilien: Zusammenfassung von unterschiedlichen Berufsbildern zu Gruppen auf Basis des Berufskatalogs der Bundesagentur für Arbeit in Verbindung mit den sogenann ten MINT-Berufen (siehe Seite 72) Kernverwaltung: alle Organisationseinheiten im administrativen Kernbereich (De zernate, Fachbereiche, Ämter, Abteilungen, Sachgebiete oder ähnliche) einer K ommunalen Verwaltung, ohne eigenbetriebsähnliche Einrichtungen sowie Or ganisatorisch und/oder rechtlich verselbstständigten Einrichtungen (Eigenbetrieb, Eigengesellschaft, Stiftung und andere) 72 73 KontaktNummer Jobfamilie 1 Ärztliche und therapeutische Tätigkeiten Zum Beispiel Arzt*Ärztin, Logopäd*in, (Schul-)Psycholog*in 2 Erziehung, soziale und hauswirtschaftliche Tätigkeiten Zum Beispiel Erzieher- und Kinderpflegeberufe, Sozialarbeiter*in 3a Verwaltung Verwaltungsberufe 3b Sonstige Verwaltungsberufe Zum Beispiel Jurist*in, Call-Center-Agents, (Schul-)Sekretär*in, Bibliothekar*in 4a MINT Informatik Berufe in der Datenverarbeitung 4b MINT Mathematik, Naturwissenschaften Berufe im Geo- und Umweltbereich 4c MINT T echnik Zum Beispiel Techniker*in, Architekt*in, Ingenieur*in, technische Feuerwehrberufe, Vermessungsberufe 5 Gewerblich-technische Berufe Zum Beispiel Reinigungskraft, Schneider*in, Sportplatzwart*in, Straßenbauberufe, Gärtner*in 6 Kultur Berufe im künstlerischen Bereich 7 Lehrende bildende Tätigkeiten Zum Beispiel Musikschullehrer*in 8 Sicherheit und Überwachung Zum Beispiel Ordnungs- und Ermittlungsdienst, Feuerwehrberufe, Schulwegbegleiter*in Stadt Köln Personal- und Verwaltungsmanagement Willy-Brandt-Platz 3 50679 Köln T: 0221 221-34888 F: 0221 221-22219 personalundverwaltungsmanagement@stadt-koeln.de Die Oberbürgermeisterin Dezernat für Allgemeine Verwaltung, Ordnung und Recht Personal- und Verwaltungsmanagement Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Gestaltung und Druck Zentrale Dienste der Stadt Köln Bildnachweis Titel: Zoran Zeremski/www.stock.adobe.com; Seite 4: Rheinisches Bildarchiv/Sabrina Walz; Seite 6, 7, 10: Constantin Ehrchen; Seite 16: Kampagnenmotiv Castenow; Seite 17: Stadt Köln; Seite23: Rheinisches Bildarchiv; Seite 24: Stadt Köln; Seite 69: Constantin Ehrchen 13-CS/335-23/Dez I/80/11.2023
Mitteilung Ausschuss
5374 Zeichen
Dezernat, Dienststelle I/11 Vorlagen-Nummer 16.11.2023 3706/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In- ternationales 27.11.2023 Personalbericht 2022 Zum Stichtag des Personalberichts (31. Dezember 2022) haben 21.570 Menschen im Stammpersonal für die Stadt Köln als Kölnmacher*innen gearbeitet. In den Jahren 2020 bis 2022 wurden aufgrund von Corona und Ukraine-Konflikt mehr als 2.800 Ein- stellungen und Wiedereinstellungen, vornehmlich junger Menschen und Student*in- nen, wegen erforderlicher außerordentlicher Maßnahmen durchgeführt. Die hohe Austrittszahl von 2.858 in 2022 ist auf ein Nachlassen der Pandemie bzw. der auslaufenden Befristungen zurückzuführen. Dies wird vor allem in den Monaten Juni und Dezember mit zusammen 1.114 Austritten sehr deutlich. Demographische Entwicklung: für geplante Austritte Maßnahmen entwickeln Das Durchschnittsalter hat sich leicht von 44,6 Jahren in 2021 auf 44,9 Jahre in 2022 erhöht. Auch diese Kennzahl ist in den vergangenen Jahren in Teilen durch die Ein- stellung, vor allem junger Helfender, im Rahmen von Corona und Ukraine-Krise ver- zerrt worden. Dennoch greift natürlich auch der demographische Wandel. Um den zu erwartenden steigenden altersbedingten Austritten (4.846 Mitarbeitende und 607 Füh- rungskräfte bis 2032) entgegenzuwirken, ist es wichtig, hier in den kommenden Jah- ren entsprechende Maßnahmen zum Ausgleich vorzunehmen. Alleine durch den demographischen Wandel wird die Stadtverwaltung in den nächsten 10 Jahren jährlich 600 Mitarbeitende verlieren. Hinzukommt die sogenannte echte Fluktuation (Eigenkündigung, Probezeitkündigungen). Bei der jetzigen Gemengelage (Fachkräftemangel, demographischer Wandel, Arbeitnehmer*innen Markt) ist abseh- bar, dass die Stadt Köln vor großen Herausforderungen steht und wahrscheinlich nicht alle freiwerdenden Stellen besetzen kann. Um die bisherigen Aufgaben effektiv und effizient mit weniger Menschen bewältigen zu können, werden die Themen Pro- zessoptimierung, Automatisierung, Digitalisierung, Priorisierung sowie Mitarbeitenden- bindung und Mitarbeitendenzufriedenheit einen noch wichtigeren Stellenwert in der täglichen Arbeit einnehmen müssen. Personalmarketing-Aktivitäten und Bewerbercenter -Fullservice Im Bereich der Personalgewinnung halten sich die Zahlen weitgehend stabil. Bei 2 1.754 internen und 629 externen Ausschreibungen sind im Jahr 2022 wieder deutlich mehr als 10.000 Bewerbungen beim Bewerbercenter eingegangen. Insgesamt sind nun fast alle Ämter an den sogenannten Fullservice (bedeutet, das Bewerbercenter betreut alle externen Ausschreibungen) des Bewerbercenters angebunden. Personal- marketing-Aktivitäten im Bereich Employer Branding, Aufbau der Marke „Mach Köln“ und die entsprechende Ausspielung im Stadtbild, in digitalen wie auch in sozialen Me- dien führen zu einer Steigerung der Sichtbarkeit. Ausbildung Obwohl die Bewerbendenzahl bei Ausbildung und Studium gegenüber dem Vorjahr um 9,7 Prozent zurückgegangen ist, konnten 94 Prozent der Ausbildungs- und Stu- dienplätze vergeben werden. Die Ausbildungsquote in 2022 konnte wieder über 8 Pro- zent gehalten werden. Teilzeitquoten leicht verbessert Die Geschlechter- und Teilzeitquoten sind im Stammpersonal in 2022 gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben. Im Bereich Teilzeitquoten bei Führungspositionen hat es eine leichte Steigerung von 281 Personen in 2021 auf 311 Personen in 2022 gege- ben. Bei der Führung von Männern in Teilzeit hat sich die Zahl von 61 Männern auf 72 Männer erhöht. Das macht bei beiden Kennzahlen eine Steigerung um jeweils einen Prozentpunkt. Diverse, bunte, weltoffene und vielfältige Stadtverwaltung Die Entwicklungen im Bereich Diversität wie auch Teilhabe verlaufen sehr positiv. Die Stadtverwaltung beschäftigt mit 1.674 Mitarbeitenden einen Anteil von 7,8 Prozent, deren erste Nationalität nichtdeutsch ist. Dies entspricht einer Steigerung um 0,6 Pro- zentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen liegt mit 9,3 Prozent weit über der gesetzlichen wie auch der eigenen Zielquote. Insgesamt entwickelt sich die Stadt Köln zu einer bunten und weltoffenen Arbeitgebe- rin. Obwohl auch eine statistische Erfassung von „diversen Menschen“ vorgesehen ist, gibt es aktuell noch keine aussagekräftigen Fallzahlen, denn die Angaben sind freiwil- lig. Entwicklung der Krankenquote Der Anteil der Langzeiterkrankten ist von 44 Prozent in 2021 auf 36 Prozent in 2022 gesunken. Die Mitarbeitenden der Stadt Köln sind in der Jahresbetrachtung zu 90,2 Prozent ge- sund und 9,8 Prozent krank. Bei der Stadt Köln hat es – wie auch die Umfrage des Deutschen Städtetages zeigt - eine Steigerung der Krankenquote um 1,7 Prozent- punkte gegenüber dem Vorjahr gegeben. Expert*innen aus dem Gesundheitssektor halten die veränderte Situation mit gelockerten Corona-Bestimmungen für hauptver- antwortlich. Im Bericht finden Sie eine Ermittlung unserer Krankenquote im Vergleich 3 zur freien Wirtschaft und zu den Krankenquoten, die von weiteren Institutionen be- rechnet werden. Auch wenn eine Vergleichbarkeit schwer herzustellen ist, soll so im aktuellen Bericht ein Versuch der Einordnung vorgenommen werden. Gez. Blome
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3706/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 16.11.2023
- Erstellt
- 10.11.2023 16:09