Mandari Insight

1546/2019

Mülltrennung im öffentlichem Raum

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 07.05.2019

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln, Sitzung am 09.05.2019, TOP 1.1.1

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

· application/pdf

Ansehen

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

4056 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/V-6 
 
Vorlagen-Nummer 07.05.2019 
 1546/2019 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln 09.05.2019 
 
Mülltrennung im öffentlichem Raum 
Von der FDP-Fraktion wurden folgende Fragen zur Mülltrennung im öffentlichen Raum ge-
stellt (AN/0371/2019): 
 
 
- Inwieweit wird in Köln Straßenkehricht und Abfall aus öffentlichen Mülltonnen sor-
tiert? 
 
Im aktuellen Abfallwirtschaftskonzept der Stadt Köln wurde festgelegt, dass bei der AVG 
Ressourcen der Inhalt der Straßenpapierkörbe und Straßenkehricht nach einzelnen Fraktio-
nen getrennt werden soll.  
 
Hinsichtlich der Straßenpapierkörbe wurde das bereits umgesetzt. 
 
Für die Nachsortierung des Straßenkehrichts sind noch Abstimmungen mit der AWB und 
AVG erforderlich. 
 
 
- Welche Erfahrungen hat die Deutsche Bahn mit der Mülltrennung im öffentlichen 
Raum gemacht und sind diese geeignet, das Konzept in Köln z. B. auf abfallintensi-
ven Plätzen oder in der U-Bahn einzuführen? 
 
Seitens der Deutschen Bahn wird das Konzept als sinnvoll eingeschätzt. Hierbei muss aller-
dings berücksichtigt werden, dass die Deutsche Bahn ihre Restmüllkosten hierdurch reduzie-
ren kann. 
 
Wenn man jedoch die Abfallbehälter der Deutschen Bahn überprüft, stellt man fest, dass sich 
viele Fehlwürfe in den Behältern befinden. Dies ist auch aus den dem Antrag beigefügten 
Bildern ersichtlich. Hier wurden Kaffeebecher zum Beispiel bei Papier entsorgt. Da die Kaf-
feebecher jedoch beschichtet sind,  gehören sie zu den Leichtstoffverpackungen.  
 
Durch die Nachsortierung der Straßenpapierkörbe durch die AVG Ressourcen wird der glei-
che Effekt erreicht, und es entstehen keine zusätzlichen Kosten für neue Papierkörbe und die 
zusätzliche Logistik.  
 
 
- Gibt es Städte im In- und Ausland, die mit Mülltrennung im öffentlichen Raum Erfah-
rungen gemacht haben - und wenn ja, welche?

2 
 
 
Evaluierungsberichte aus anderen Städten Deutschlands liegen uns aktuell nicht vor. Ein 
ähnlicher Test wurde jedoch bereits durch die AWB in Köln durchgeführt. Hierzu wurden sei-
nerzeit auf der Neusser Str. gezielt zusätzliche Behälter zur Erfassung von Papier aufgestellt 
und öffentlichkeitswirksam unterstützt. Die Evaluierung ergab, dass die Fehlwurfquote in den 
Papierbehältern so hoch war, dass das gesammelte Material zur Verwertung in einer Papier-
sortieranlage nicht geeignet war. Daher wurde von dem Ansatz, im öffentlichen Straßenland 
Papier getrennt zu sammeln, Abstand genommen. Des Weiteren würden durch die Samm-
lung zusätzlicher Fraktionen steigende Logistikkosten entstehen. Nach unserer Einschätzung 
würde eine Papiervermarkung aus getrennter Sammlung auch bei ausreichender Qualität die 
Zusatzkosten nicht kompensieren. 
 
 
- Gibt es irgendwo Beispiele für Rückgabeautom aten, die zu jeder Tages- und Nacht-
zeit öffentlich zugänglich sind und Flaschen zurücknehmen und damit den Men-
schen die Rückführung in den Kreislauf erleichtern? 
 
Die Stadt Köln und die AWB GmbH sind an dem Pfandrücknahmesystem nicht beteiligt.  
 
Bürgerinnen und Bürger haben jedoch die Möglichkeit, auch nachts an Kiosken und Tank-
stellen Pfand zurückzugeben. Ein zusätzlicher Bedarf ist nach unserer Einschätzung nicht 
gegeben. 
 
 
- Welche Rolle spielt die Gefahr des Vandalismus bei der Weiterentwicklung der 
Kreislaufwirtschaft und Sauberkeit im öffentlichen Raum? 
 
Im öffentlichen Raum besteht grundsätzlich die Gefahr von Vandalismus. Dies ist bei allen 
Überlegungen hinsichtlich der Gestaltung und Instandhaltung im öffentlichen Raum zu be-
rücksichtigen, um Reparatur und Reinigungskosten möglichst gering zu halten. Einen dire k-
ten Einfluss auf das Papierkorbangebot und die Nutzung von Papierkörben hat Vandalismus 
jedoch nur sehr bedingt. Zur Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft und Sauberkeit stehen 
vielmehr Kosten-Nutzen-Abwägungen und das Trennverhalten der Bürgerinnen und Bürger 
im Vordergrund. 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

09.05.2019 Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln
TOP 1.1.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Neusser Straße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
1546/2019
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
07.05.2019
Erstellt
30.04.2019 10:57