2424/2017
Lebenswerte Veedel - Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln
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Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/02-4/1 Vorlagen-Nummer 2424/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 8 (Kalk) 07.09.2017 Lebenswerte Veedel - Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln Jahresbericht 2016 der Sozialraumkoordinatoren Seit Frühjahr 2006 wird das durch die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, die Kölner Kom- munalpolitik und die Stadtverwaltung gemeinsam entwickelte Handlungskonzept „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln“ umgesetzt. Dieses Konzept verfolgt das Ziel, die Lebensbedingungen für die Bewohnerinnen und Bewohner in elf festgelegten Sozialraumgebieten in Köln zu verbessern. In den elf Sozialraumgebieten sind hierfür Sozialraumkoordinatoren eingesetzt, die gemeinsam mit den Akteuren und Netzwerken vor Ort Bedarfslagen ermitteln. In Zusammenarbeit mit der Verwaltung werden bedarfsgerecht Projekte und Maßnahmen entwickelt und ggf. Kooperationspartner akquiriert. Die Koordinations- und Anlaufstellen befinden sich in freier Trägerschaft, sowie bei einem Sozialraum (Chorweiler) in städtischer Trägerschaft. Im Stadtbezirk Kalk sind das die Sozialräume - Höhenberg / Vingst, Sozialraumkoordinatoren Daniela von Palubicki und Andreas Hildebrand (Träger Katholische Jugendagentur Köln gGmbH) - Humboldt/Gremberg / Kalk, Sozialraumkoordinator Alexander Tschechowski (Träger Kinderschutzbund / Kinderschutz-Zentrum Köln e.V.) - Ostheim / Neubrück, Sozialraumkoordinatoren Andreas Hansmann und Rolf Blandow (Träger Veedel e.V.) Gemäß Ratsbeschluss vom 17.12.2013 sind die sozialräumlichen Koordinierungsstellen seit dem 01.01.2014 organisatorisch an die Bürgeramtsleitungen angeschlossen. Mit dieser dezentralen Steu- erung soll die Bürger- und Sozialraumorientierung noch deutlicher hervorgehoben und die unter- schiedlichen sozialräumlichen Handlungsansätze besser aufeinander abgestimmt werden. Der Ratsbeschluss sieht vor, dass regelmäßig in den Bezirksvertretungen berichtet wird. Beigefügt erhalten Sie die Jahresberichte 2016 für die beiden Sozialräume im Stadtbezirk 8. Anlagen
Ostheim Neubrück 2016 BV 8
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00623637 Jahresbericht Lebenswerte Veedel Sozialraum Ostheim/Neubrück Bürgeramt Kalk Träger Veedel e.V. Berichtsjahr 2016 1 Veränderungen im Sozialraum Beteiligung, Teilhabe Das bestehende Internetportal wurde in der bestehenden Form aufgegeben. Die beiden Bürgervereine in Ostheim und Neubrück haben sich endgültig aus der Betreuung der Seite zurückgezogen. Über die SRK wird nun eine neue Seite aufgebaut mit stärkerer Funktion einer Landingpage. Die zum Jahreswechsel 2015/16 gegründete Flüchtlingsinitiative bei ihrem Aufbau unterstützen. (siehe Schwerpunkt). Besonderer Blickpunkt der SRK ist der Zugang für ehrenamtliche Helfer sowie Herstellung einer guten Vernetzungsstruktur und Austauschmöglichkeiten. Mit dem Jobcenter Kalk wurden verschiedene Ideen für eine sozialraumorientierte Kundenbetreuung besprochen. Im Herbst wurde mitgeteilt, dass ab Frühjahr 2017 das Angebot Jobcenter vor Ort im Stadtteil gestartet werden soll. Wohnen Eröffnung der Flüchtlingsunterkunft für 400 Menschen am Hardtgenbuscher Kirchweg, Vernetzung und regelmäßiger Austausch findet vorrangig über das Kernteam von WINOSTHEIM statt. Wohndialog Neubrück: Nach BV-Beschluss wurde im vergangenen Jahr durch Bürgeramtsleitung und Bezirksbürgermeister unter Mitwirkung der SRK erste Gespräche mit Wohnungsgesellschaften bzw. Verwaltungsgesellschaften geführt, ob Interesse an dem Format Wohndialog besteht. Konkretisierung der Inhalte und Möglichkeiten dieses Zusammensch luss soll in 2016 geschehen. Kinder/Jugend 2 weitere Kindergärten in privater Trägerschaft mit insg. 10 Gruppen eröffneten in Ostheim. Beide Einrichtungen sind bereits in den sozialräumlichen Fach -AK Kita-GS aktiv und nehmen teilweise am sozialräumliche AK teil. Im Neubaugebiet Waldbadviertel wird zum Ende des Jahres ein Jugendprojekt mit einer halben MA-Stelle von der AWO eröffnet. Die Mitarbeiterin ist sehr an der Vernetzung im Stadtteil interessiert. IG Marktplatz Bei der IG Marktplatz muss der Stillstand im vergangenen Jahr als Abweichung und somit Veränderung bewertet werden. Besonders negativ hat sich die mangelnde Kooperation der Abteilung Kinderinteressen auf das Fortschreiten ausgewirkt. Die gute Spielplatzidee stieß mit einer Zweiteilung n icht auf die Unterstützung von Bürgern und Politik. Veränderungen wurden nicht vorgenommen. Das Angebot, gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt Lösungen zu finden, wurde nicht angenommen. 2 Projekte und Aktivitäten 2.1 Mit sozialräumlichen Mitteln Im Jahr 2016 stan den Sozialräumliche Mittel in Höhe von 5000,00 € zur Verfügung, die für folgende Projekte verwendet wurden: Projekte und Aktivitäten Internetportal ostheim-neubrueck.de 00623637 2.2 Ohne sozialräumliche Mittel 3 Zielerreichung Taschengeldbörse Ostheim/Neubück: ges. 2685,30 EUR , Anteil Mulitfunktionsraum Neubrück (Angebote des Tisch der Kulturen,…) Durchführung und Mitwirkung von Festen und Veranstaltungen (Adelheidiade, Spielplatzfest Georgestr, Frühlingsfest Buchheimer Weg, Adventsfeier, …) Öffentlichkeitsarbeit incl. Neuauflage der Sozialraumkarte Ostheim/Neubrück Tisch der Kulturen: Coaching von Ehrenamtlichen (Finanzierung über BOM + Eigenanteil) Aufbauend auf die Gruppenleiterschulung (s. Pkt.4) 4 Gruppenveranstaltungen Stadtteilzeitung Ostheim (Finanzierung über Anzeigeneinnahmen/Werbung) Erstellung von 2 Ausgaben der Stadtteilzeitung mit ehrenamtlichen Redakteuren Auflagenhöhe 5500 Stk. Verteilung an alle Haushalte in Ostheim Seniorenkalender Neubrück (Finanzierung über Anzeigeneinnahmen/Werbung) Herstellung von 2 Aufgaben à 1000 Stk. mit dem AK „Gut älter werden in Neubrück“, Abrechnung erfolgte über Bürgerverein Neubrück Tisch der Kulturen: Neubrück zeigt Vielfalt (Finanzierung über BOM + Eigenanteil) Gruppenleiterschulung für 8 Bürger*innen mit Migrationshintergrund und Coachingangebot im 2. Halbjahr 2016 Nähcafe in Kooperation mit der Integrationsagentur (Mittel über Aktion Neue Nachbarn) Offenes Angebot für Frauen mit Migrationshintergrund Flüchtlingsinitiative Winostheim – miteinander im Veedel (siehe Schwerpunktthema) Durchführung von sozialräumlichen Arbeitskreisen und Arbeitsgruppen Vorbereitung, Durchführung der sozialräumlichen Arbeitskreise Kinder, Jugend und Familie in Ostheim und in Neubrück (je 4x/Jahr) + Kita/Grundschule (je 2 + 2 gemeinsame) Leitung des AK „Gut älter werden in Neubrück“ (4x/Jahr) + Teilnahme und Mitwirkung am AK Kalk, AK Seniorenpolitik, Durchführung Infostand „Bildung und Freizeit in Neubrück“, 2-3x/Monat in Kooperation mit ehrenamtlichen Helfern, donnerstags in Neubrück Bürgerveranstaltung: Präsentation der Seniorenbefragung, 21.06.2016 im TIP Durchführung und Mitwirkung von Festen und Veranstaltungen Bürgerfest: Wir sind Ostheim HZ Zielbezeichnung Zielindikator Einheit Zielerreichung Erwart.- Wert Ist-Wert Status 1 Stärkung der Teilhabe durch eine verbesserte Grundbildung Workshop Veran- staltung 1 4 2 Stärkung der Teilhabe durch eine verbesserte Grundbildung Ideenwerkstatt Veran- staltung 1 0 3 Stärkung der Teilhabe durch eine verbesserte Grundbildung Mindestens ein Projekt: Zusätzliches Alphabetisierungs- angebot über IKD in Neubrück. Stärkung der digitalen Kompetenz Projekt 1 2 00623637 4 Ausblick Folgejahr Wohndialog: Sowohl der Runde Tisch Gernsheimer Str. fortführen, Intensive Unterstützung Wohndialog Neubrück (potentielles Schwerpunktthema) Flüchtlinge: Mit der Fertigstellung der zwei Flüchtlingsunterkünfte in Rath und Neubrück werden ca. 350 weitere Flüchtlinge im bzw. angrenzend zum Sozialraum leben. Welche Bedarfe werden sichtbar, können bestehende Initiativen Aufgaben übernehmen, Welche Unterstützungen werden benötigt. Für die Ostheimer Unterkunft stehen neben Angeboten, Stabilisierung und Ausbau der WINOSTHEIM die Fragen nach w eiteren Räumlichkeiten auf der t o-do-Liste. Begleitet und moderiert wird der Prozess für die Schaffung einer Kinderbetreuung für u6 -Jährige, die noch nicht in einer Regeleinrichtung sind (ca. 50 -60 Kinder). Fortführung der Mittelakquise. GWA am Buchheimer Weg : Umwandlung in ein e Bürgerbegegnungsstätte. Begleitung und Unterstützung beim Aufbau des neuen Angebotes. Waldbadviertel: In 2017 wird der Gebäudekomplex „Soziale Vielfalt“ fertig erstellt. Hier werden mehrere soziale Träge r verschiedene Wohnformen anbieten. Das Mehrgenerationenwohnprojekt will sich in den Stadtteil einbringen und wird dieses Jahr mit einem Fotowettbewerb starten. Die ersten Kontakte zum AWO – Jugendtreff werden ausgebaut (Bedarfsklärungen, Vernetzung, Projektideen) IG Markplatz: Mit dem Stadtplanungsamt klären, wie es weitergehen kann, Wiederaufnahme der Treffen, wenn möglich im Rahmen einer Bürgerkonferenz eine Präsentation des Umsetzungskonzeptes als Grundlage für das Einzel-IHK und für den Antrag auf Städtebaufördermittel im Dezember 2017. Feste/Veranstaltungen: In 2017 steh en wieder verschiedenen F este auf dem Programm. Die WINOSTHEIM hat die Idee, gemeinsam mit der muslimischen Gemeinde in Ostheim (Miteinander e.V.) ein Fest zum Zuckerfest zu planen und durchzuführen. Darüber hinaus werden auch wieder die Adelheidiade, das Frühlingsfest sowie noch nicht fes tstehende Veranstaltungen personell oder/und materiell unterstützt werden. über das monatliche Angebot „Wer erklärt mit mein Handy/Tablet“ im Taschengeldbörse/SNW 4 Optimierung der Zusammenarbeit mit Politik, Verwaltung und freier Wohlfahrtspflege Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Stadtkonferenz am 25.11.2016 Veran- staltung 1 1 5 Unterstützung der einzelnen Arbeitsgruppen (räumliche und personelle Ressource) Begleitung und Steuerung der AGn Lernen+Kennenlernen, Öffentlichkeitsarbeit+Kommunikation, Orga+Netzwerk, Spenden, Kernteam, Helfertreffen Veran- staltunge n 30 44 6 Aufbau und Inbetriebnahme einer Internetseite Internetseite ist öffentlich zugänglich. www.winostheim.koeln Internet- seite 1 1 7 Schaffung und Betreibung einer internetbasierten Kommunikationsstruktur (Sharepoint) Aufbau und Betreuung der EDV- gestützten Kommunikaitonsplattform (Office 365) und Sicherung der Finanzierung Vertrag 1 1 8 Vorbereitung und Durchführung einer Interessentenveranstaltung WINSOTHEIM 2.0 im pädagogischen Zentrum Ostheim Durchführung am 02.06.2016 Veran- staltung 1 1 9 Drittmittelakquise, incl. Verwaltung , Abrechnung, Verwendungsnachweise Beschaffung von Mitteln aus verschiedenen Fördertöpfen, privaten Spenden für WINOSTHEIM Förderzus agen 4 4 Erläuterung Zu 2: Für eine Ideenwerkstatt als zusätzliche Veranstaltung konnten Akteure im Stadtteil nicht aktiviert werden. Bedarfsermittlung und Ideensammlung fand im Rahmen der sozialräumliche AK statt (siehe Pkt. 1). Generell fehlte bei dem stadtweiten Thema die Unterstützung durch die Fachämter.
Höhenberg-Vingst 2016 BV 8
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2017-04-03 Bericht HöVi Jahresbericht Lebenswerte Veedel Sozialraum Höhenberg / Vingst Bürgeramt Kalk Träger Kath. Jugendagentur Köln gGmbH Berichtsjahr 2016 1 Veränderungen im Sozialraum Allgemeine Sozialberatung Der bereits erkennbar zugenommene Bedarf nach allgemeiner sozialer Beratung hat im Berichtszeitraum weiter zugenommen. Durch die Kooperation mit dem Bürgerzentrum Vingst konnte einmal im Monat eine Sprechstunde in der Stadtteilwohnung Passauer Straße eingerichtet werden. Ein darüber hinaus gehender Bedarf konnte bisher nicht gedeckt werden. Ein besonderer Bedarf besteht in einer niedrigschwelligen Erstberatung mit Lotsenfunktion zu Fachdienststellen und speziellen Beratungs- und Unterstützungsangeboten. Flüchtlinge Die in der Stadt bemerkbare wachsende Anzahl an Flüchtlingen ist in Höhenberg/ Vingst noch kaum angekommen. Einige Familien sind in Wohnungen untergebracht, die Anzahl ist aber gering. Eine Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ist in Höhenberg verortet. Die Betreuung über das Wohnungsamt verläuft gut, der Vingster Treff sowie ProHumanitate e.V. pflegen Kontakt zu den Familien und es gelingt, sie mit hohem personellen Einsatz an die bestehenden (größtenteils offenen) Angebote des Stadtteils anzubinden. Eine Großfamilie mit Roma-Hintergrund hat im Jahr für Unruhe im Stadtteil gesorgt, zum Jahresende wurde die Familie aber in einer anderen Unterkunft untergebracht. Hier sind viele Unterstützungsangebote nicht angenommen worden – eher aus Unfähigkeit denn aus Ablehnung heraus. Geplant ist von Seiten des Wohnungsamtes, in den seit Juni leerstehenden Hochbunker an der Rothenburger Straße Wohnraum für Flüchtlinge zu bauen. Ein bestehender Arbeitskreis unter der Leitung des IKD zum Thema Flüchtlinge findet seit Oktober 2016 unter Teilnahme der Sozialraumkoordination statt – Ziel ist es, eine gute Planung nach Beispielen anderer Sozialräume zu befördern, dass eine Willkommenskultur für Flüchtlinge im Stadtteil koordiniert und initiiert wird. Netzwerke Im Sommer 2016 ist durch den Weggang der Jugendwerkstatt Vingst ein wichtiger Netzwerkpartner aus dem sozialräumlichen Netzwerk ausgeschieden. In einigen Einrichtungen des Sozialraumgebietes erfolgte im Berichtszeitraum ein Personalwechsel, insbesondere in den Leitungspositionen. Perspektivisch ist absehbar, dass sich in der Gemeinwesenarbeit weitere Veränderungen ergeben werden. Dieser stetige Wandel macht es notwendig, die Netzwerkstrukturen neu auszurichten und zu festigen. 2 Projekte und Aktivitäten Passauer Straße In enger Abstimmung mit dem Steuerungskreis aus unterschiedlichen Akteuren wird die Angebotsvielfalt in der Stadtteilwohnung vierteljährlich überprüft und angepasst. Es ist gelungen, die Angebotsbausteine kontinuierlich über weitere finanzielle Unterstützungen anderer Förderer zu erweitern. Besonders die Kooperation mit der in der Nachbarschaftgelegenen Katharina-Henoth-Gesamtschule im Projekt „Lernpaten“ ist erfreulich und stärkt die sozialräumlichen Kontakte der Kinder und Jugendlichen aus der 2017-04-03 Bericht HöVi Passauer Straße. Oberstufenschüler geben einzelnen Kindern aus der Stadtteilwohnung Nachhilfe, die über die gezielte Lernförderung im Wochenprogramm hinausgeht. Derzeit ist ein kontinuierliches Angebot von Spielebox, Lernförderung (zweimal wöchentlich), Mädchengruppe, Allgemeiner Sozialberatung, Kunst aus Recyclingmaterial – Kurs sowie offenen Sprechzeiten vorgehalten. Erweitert wurde das Programm um eine Bewegungsgruppe, die enge Kooperation mit dem Juppi-Spielemobil (vor allem in Winterzeiten durch Nutzung der Räumlichkeiten für die Angebote), sowie die Lernpaten. Ein Ziel der Sozialraumkoordination war es im Jahr 2016, für dieses wichtige Projekt eine nachhaltige Finanzierungsstrategie zu erarbeiten. Durch die Finanzierung einer Fachkraft mit 15 bis 20 Stunden pro Woche, ist es möglich, weitere Angebote für die Arbeit in der Passauer Straße zu gewinnen. Durch diese Projekte konnte der eingesetzte Euro im Jahr 2016 mehr als verdoppelt werden. So wurden durch die RheinenergieStiftung Familie 25.000,-€ bewilligt und weitere Angebote im Gegenwert von etwa 30.000,-€ ermöglicht. Erfreulicher Weise hat die Rheinenergiestiftung im Herbst 2016 ein weiteres Förderjahr bis Ende Februar 2018 bewilligt. Verstetigung der Zusammenarbeit der OGS In 2016 sind die guten Ansätze der Zusammenarbeit trotz intensiver Bemühungen seitens der Sozialraumkoordination nicht weiter fortgeführt worden. Vermutlich zeigt sich hier – neben Personalwechseln bei den Ansprechpartnern – auch die erhöhte Belastung im Einrichtungsalltag. Das schon fest zur Tradition gewordene gemeinsame Fußballturnier in den Herbstferien musste mangels Beteiligung entfallen. Stadtteilrundgänge Die bereits in 2014 und 2015 durchgeführten Stadtteilrundgänge mit Akteuren des Sozialraumgebietes, konnten in 2016 erfolgreich fortgeführt werden. Ziel ist es, durch die Stadtteilrundgänge das gegenseitige Kennen und Verständnis für die jeweilige Arbeit zu verbessern. Inzwischen bewerben sich die Einrichtungen regelrecht darum, im Rahmen eines Stadtteilrundgangs ihre Arbeit vorstellen zu können. Drogenprävention Ausgehend vom AK-Jugend (Runder Tisch Jugend in HöVi) und einem zunehmenden Problembewusstsein gegenüber Cannabis konsumierenden Jugendlichen im öffentlichen Raum, wurden mit der Drogenhilfe Köln Bausteine entwickelt, mit der verschiedene Zielgruppen aus dem Bereich der Multiplikatoren geschult werden können. Dies sind insbesondere Methodenschulungen für Lehrer und Mitarbeitende in der Jugendarbeit, Elterninformationsabend und Schulung für ehrenamtliche Jugendleiter. Diese Bausteine werden in 2017 umgesetzt. Anschließend ist eine Evaluation vorgesehen um dann weitere Schritte im Rahmen der Drogenprävention einleiten zu können. EFRE / Entwicklung von Projektvorschlägen im Rahmen des IHK Die Entwicklungen in der EFRE-Antragstellung sind für das Sozialraumgebiet Höhenberg/Vingst im Berichtzeitraum nicht zufriedenstellend gelaufen. Die Akteure im Sozialraumgebiet bemängeln vor allem das schleppende Verfahren und den damit einhergehenden Stillstand. Für die Menschen vor Ort ist nicht absehbar, ob sich durch das EFRE-Programm eine positive Entwicklung im Stadtteil ergeben wird. Aus den 2017-04-03 Bericht HöVi Umsetzungsvorschlägen der Akteure im Sozialraumgebiet sind lediglich zwei in das Handlungskonzept aufgenommen worden. Zum Jahresende hin mussten die Akteure zur Kenntnis nehmen, dass die Machbarkeitsstudie für das Bildungshaus zurückgezogen wurde. 2017-04-03 Bericht HöVi 2.1 Mit sozialräumlichen Mitteln Im Jahr 2016 standen Sozialräumliche Mittel in Höhe von 5000,00 € zur Verfügung, die für folgende Projekte verwendet wurden: 2.2 Ohne sozialräumliche Mittel Mobile Jugendarbeit Fuldaer Straße - Barrierefreier Zugang ÖPNV - Gartenclub Vingst - Sozialraumrundgänge - BioBildungslandschaft - Bildungslandschaft Höhenberg/Vingst - HöVi-Jugendkino - Stadtteileltern - Fachtag 10 Jahre Kalker Netzwerk für Familien - Seniorensommerfest 3 Zielerreichung Projekte und Aktivitäten Hoevi.info Interkulturelle Exkursion Drogenprävention Sozialrauminventar Leben in Deutschland Sportfest OGS Arbeitskreise Martinszug Social Media Bundesweiter Vorlesetag ÖPNV Aktionstag Sozialraumkonfernz HZ Zielbezeichnung Zielindikator Einheit Zielerreichung Erwart.- Wert Ist-Wert Status 1 Stärkung der Teilhabe durch eine verbesserte Grundbildung Workshop im Sozialraum (Informationen rund um das Thema Grundbildung, Akteure gewinnen, Bedarfe erkennen) Werkstatt im Sozialraum (Ideenschmiede, Organisati on und Durchführ ung bis 31.08.201 6 1 1 1 2 2017-04-03 Bericht HöVi 4 Ausblick Folgejahr Passauer Straße Durch die Bewilligung eines weiteren Förderjahres durch die RheinenergieStiftung Familie, wurde der Zeithorizont für eine nachhaltige Finanzierung verschoben. In 2017 ist es nun umso wichtiger, eine kommunale Regelfinanzierung zu erreichen, die nahtlos an die Förderung der Rheinenergiestiftung anschließt. Nur so kann sichergestellt werden, dass die wichtige Arbeit für die Menschen im Straßenzug Passauer Straße fortgeführt werden kann und die Angebote, die für die Menschen dort etabliert werden konnten, Bestand haben und ausgebaut werden können. Dies ist umso wichtiger, da aktuell viele neue Familien in diesen Straßenzug ziehen. Mittsommerfest 2017 Bereits zweimal wurde ein großes Stadtteilfest (Mittsommerfest) mit vielen Einrichtungen, Institutionen und Gruppierungen aus dem Sozialraumgebiet auf dem Gelände der Hauptschule-Nürnberger Straße durchgeführt. Für 2017 ist eine Neuauflage geplant. Ziel ist es, den Gruppierungen eine Plattform zu geben, sich und Ihre Einrichtungen zu präsentieren und im gemeinsamen Tun die Zusammenarbeit untereinander zu fördern. Mathias-Kann-Pfad Der Mathias-Kann-Pfad stellt die fußläufige Verbindung zwischen dem Plangebiet der Bildungslandschaft und dem derzeitigen Campus der Katharina-Henoth-Gesamtschule dar. Außerdem liegt ebenfalls die Grundschule Lustheider Straße und das Gelände von Vingst 05 Teilnehmergewinnung) Mindestens ein Projekt beginnt daraus in 2016 bis 01.12.201 6 2 3 2 Optimierung der Zusammenarbeit mit Politik, Verwaltung und freier Wohlfahrtspflege Fachtagung aus Anlass des zehnjährigen Bestehens des Programms Lebenswerte Veedel Durchführ ung der Veranstalt ung im 4.Quartal 2016 1 1 3 Unterstützung der Teilhabechancen von Anwohnern im Wohngebiet Passauer Straße Mit Dezernat IV und V ist ein tragfähiges Finanzierungskonzept entwickelt und abgestimmt. Konzept 1 1 Erläuterung Zu 1.1: Die Sozialraumkonferenz wurde mit dem Schwerpunkt Grundbildung im Februar 2016 durchgeführt. Zu1.2: Die Bildungslandschaft Höhenberg/Vingst hat sich intensiv mit Bedarfen und Ideen der Grundbildung im Sozialraumgebiet auseinander gesetzt. Zu 1.3: Im November fand der bundesweite Vorlesetag statt. In diesem Zusammenhang wurden verschiedene Veranstaltungen im Sozialraumgebiet mit 24 Institutionen durchgeführt. Zu 3: Durch die RheinenergieStiftung Familie wurde ein weiteres Projektjahr bewilligt, so dass sich die Frist für die notwendige Finanzierung verschoben hat. Eine nachhaltige Finanzierung ist für den Fortbestand und den Ausbau des Angebots jedoch unabdingbar. 2017-04-03 Bericht HöVi an der zentralen Grünanlage. Der Zustand dieses Bereichs, derzeit ausgestattet mit Spielplatz und Fitnessbereich, ist renovierungsbedürftig. Anliegen der Akteure ist es, die Grünfläche aufzuwerten und, ihrer zentralen Bedeutung entsprechend, zu gestalten. Perspektivisch sollte die Grünanlage in den Schulcampus einbezogen werden, da dieser die Verbindung zwischen den beiden Schulstandorten der Katharina-Henoth-Gesamtschule darstellt und dadurch die Verbindungswege vereinfacht werden. Ein entsprechender Projektvorschlag wurde ins IHK eingebracht und aufgenommen. Innerhalb der Umsetzung des IHKs sollte in 2016 die Feinplanung mit allen relevanten Akteuren und Nutzern erfolgen. Aufgrund der Verzögerungen im EFRE-Antragsverfahren, muss dieses Vorhaben auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Sozialraumkino Verschiedene Entwicklungen im Sozialraum bedingen momentan eine Verlangsamung der Prozesse zur Entwicklung der Zusammenarbeit im Stadtteil. Die positive „Pack-an“ Stimmung ist gedämpft – aus Sicht der Sozialraumkoordination hängt das mit den vielen Personalwechseln von langjährigen Netzwerkpartnern, der Unsicherheiten in Zusammenhang mit dem Programm um EFRE sowie der wahrgenommenen Stagnation der Entwicklungen in der Bildungslandschaft zusammen. Diesen Entwicklungen wollen wir mit dem Sozialraumkino als Impuls zur kreativen Lösungsfindung entgegen wirken. Der Film „Tomorrow, die Welt ist voller Lösungen“ ist geeignet, um den Akteuren Mut zu machen, nach neuen und innovativen Lösungen zu suchen.
Humboldt-Gremberg-Kalk 2016 BV 8
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Jahresbericht Lebenswerte Veedel
Sozialraum Humboldt-Gremberg/Kalk Bürgeramt Kalk
Träger Kinderschutzbund Köln e.V. Berichtsjahr 2016
1 Veränderungen im Sozialraum
Geflüchtete
Über das gesamte Jahr 2016 hinweg wurden die Turnhallen in der Kantstraße in Kalk und in der
Westerwaldstraße in Humboldt -Gremberg von der Stadt Köln als Notunterkünfte für Geflüchtete
genutzt und werden noch immer genutzt. Perspektivisch sollen die Notunterkünfte im ersten Quartal
2017 geschlossen werden. Neben den Notunterkünften werden zwei neue feste Unterkünfte für
Geflüchtete im Sozialraum geschaffen. In der Thessalonikiallee hat die Stadt Köln ab November 2016
einen Appartmentkomplex angemietet, der 160 -180 Personen eine Unterkunft bieten soll. Diese
Unterkunft richtet sich v or allem an Personen, die eine gute Bleiberechtsperspektive aufweisen
können. Zudem entsteht derzeit in Humboldt -Gremberg in der Westerwaldstraße eine
Containerunterkunft für 60-80 Personen, die einen besonderen Schutzbedarf haben. Die Eröffnung ist
für Januar/Februar 2017 geplant.
Im Umfeld der Notunterkunft Kantstr. in Kalk hat sich im Januar 2016 eine Willkommensinitiative von
Anwohner*innen gegründet, die die Bewohner*innen ehrenamtlich im Alltag unterstützt und
gemeinsam mit ihnen verschiedene Projekte initiiert hat.
Im Zuge der Eröffnung der neuen Unterkunft in der Thessalonikiallee engagiert sich nunmehr auch
der Bürgerverein Quartier Colonia e.V. in der Flüchtlingshilfe. Es werden Sprachkurse angestrebt und
eine Kooperation mit dem Bürgerhaus Kalk ins Auge gefasst.
Die Adolph -Kolping-Hauptschule in Kalk hat das Gebäude der ehemaligen Max -Albermann-
Hauptschule übernommen und 7 Vorbereitungsklassen und 2 Alphabetisierungsklassen für
schulpflichtige Geflüchtete eingerichtet. In den Vorbereitungsklassen werden ca. 180 Schüler*innen
aus dem gesamten Stadtgebiet unterrichtet.
Kind, Jugend, Familie
Das Jugendzentrum Pavillon e.V. konnte den Projektstatus verlassen und ist seit dem 15.10.2016 eine
anerkannte Jugendeinrichtung mit 2,5 Personalstellen. Das Juge ndzentrum hat im Oktober zudem
neue Räumlichkeiten in einem Neubaublock der GAG in der Manteuffelstr. bezogen.
Die Kindertageseinrichtung der Diakonie konnte im Juni 2016 das neu errichtete Gebäude in der
Burgenlandstr. beziehen.
Bildung
Der Verein Jugen dbildungs- und Sozialwerk Goethe e.V. hat die ehemaligen Räumlichkeiten des
Pavillon e.V. in der Vietorstraße übernommen und richtete dort eine Exzellenzakademie ein. Dort
wird Jugendlichen die Gelegenheit geboten, sich in interdisziplinären Fachbereichen weiterzubilden:
Geschichte erleben, Multiplikatoren -Ausbildung, Fremdsprachen und interkulturelle Kompetenzen,
Ökonomie, Kunst und Kultur, EDV -Kenntnisse, Gesundheit und Sport. Sprachkurse für Geflüchtete
sind ebenfalls geplant.
Kooperation/Vernetzung
Im Z usammenhang mit der Unterbringung von Geflüchteten in Humboldt -Gremberg hat der
Interkulturelle Dienst Kalk im Januar 2016 einen Arbeitskreis unter Teilnahme verschiedener
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Einrichtungen und Institutionen aus Humboldt -Gremberg und in enger Abstimmung mit de r
Heimleitung (DRK) initiiert, um die Bedarfe in der Notunterkunft zu erheben, Angebote abzustimmen
und die Vernetzung im Bereich der Flüchtlingshilfe zu stärken. Viele unterschiedliche Angebote für
die Bewohner*innen sind so im Laufe des Jahres entstanden . Dazu gehört unter anderem das Mobile
Spielangebot des Kinderschutzbundes für Kinder in der Notunterkunft.
Die Verbraucherzentrale hat im Zusammenhang mit dem sozialraumorientierten Projekt
‚Verbraucherberatung im Quartier‘ eine feste Sprechstunde im Nachbarschaftstreff Kalk-Nord jeden
Dienstag von 10.00 bis 12.00 Uhr eingerichtet. Die Beratung zu verbraucherrelevanten Themen ist
kostenlos.
2 Projekte und Aktivitäten
Jahresschwerpunktthema
Das Jahresschwerpunktthema „Stärkung der Teilhabe durch eine verbesserte Grundbildung“ soll dazu
dienen, Info- und Trainingsangebote der Grundbildungsarbeit verstärkt im Sozialraum zu platzieren,
um die Teilhabe von Menschen mit geringen Grundbildungskenntnissen in unterschiedlichen
Lebensbereichen zu erhöhen. Die vorhand enen Angebote sind häufig nicht niedrigschwellig genug,
Deshalb sollen Multiplikatoren gezielt in die Grundbildungsarbeit mit einbezogen werden, um den
Zugang der Zielgruppe von Teilnehmenden zu vorhandenen Strukturen zu erleichtern.
Vor diesem Hintergrund hat die Sozialraumkoordination zunächst im Juni 2016 am Runden Tisch
Quartiersentwicklung Kalk -Nord, im AK Kita und am Runden Tisch Humboldt -Gremberg eine
Bestandsaufnahme vorgenommen, um eine Übersicht der bestehenden Grundbildungsangebote im
Sozialraum zu erhalten. Es wurde zudem abgefragt, welche Angebote es noch im Sozialraum braucht.
Es wurde deutlich, dass der Sozialraum sehr gut mit verschiedenen Angeboten für unterschiedliche
Zielgruppen ausgestattet ist, diese jedoch nicht immer völlig ausgeschöpf t werden. Aus dieser
Feststellung ist die Idee entstanden, die bestehenden Angebote im Sozialraum bekannter und
leichter zugänglich zu machen.
Beispielhafte Grundbildungsangebote in Kalk/Humboldt-Gremberg:
Um einen niedrigschwelligen Zugang zur potentie llen Zielgruppe zu ermöglichen, wurden die
Schulsozialarbeiter*innen der Grundschulen und weiterführenden Schulen aus dem Sozialraum durch
die Sozialraumkoordination dafür gewonnen, an einem temporären Arbeitskreis teilzunehmen. Den
Familien soll über den Kontakt zur Schule ermöglicht werden, bestehende Angebote aus dem
Sozialraum besser kennen zu lernen. Die Erfahrungen zeigen, dass den Familien häufig der Überblick
über bestehende Angebote im Sozialraum fehlt, sodass es sinnvoll erscheint, Familien an die
Angebote heranzuführen und diesen ein ‚Gesicht‘ zu geben. Das kann z.B. ein Markt der
Möglichkeiten in der Schule, eine Stadtrundgang oder eine Veranstaltungsreihe außerhalb der Schule
sein. Dafür hat im Dezember 2016 ein erstes Treffen mit den Schulsozia larbeiter*innen
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stattgefunden, um erste Projektideen zusammenzutragen. Das Jahresschwerpunktthema
‚Grundbildung‘ wird auch im Jahr 2017 bestehen bleiben, sodass mit Projektumsetzungen im Sommer
2017 gerechnet werden kann.
Sozialraumübergreifendes Ziel - Optimierung der Zusammenarbeit mit Politik, Verwaltung und
freier Wohlfahrtspflege
Die Sozialraumkoordinator*innen waren an der Mitgestaltung des Fachtags anlässlich 10 Jahre
Lebenswerte Veedel – Bürger -und Sozialraumorientierung in Köln am 25.11.2016 im Historischen
Rathaus beteiligt. Prägnante Projekte und Aktivitäten aus den Sozialraumgebieten wurden auf dem
als Marktplatz konzipierten Lichthof dargestellt.
Sozialraumspezifische Ziele
Gut älter werden in Kalk
Im Rahmen einer Stadtteilbegehung in Kalk -Nord hat die Sozialraumkoordination in Kooperation mit
dem Seniorennetzwerk Kalk und dem Behindertenbeauftragten der Stadt Köln Günter Bell am
08.07.2016 Seniorinnen und Senioren danach befragt, wie sie sich ihr Lebensumfeld vorstellen, um
gut älter werden zu können. Dafür wurden auf einer strukturierten Begehung mit interessierten
Bürger*innen, dem Bürgeramt Kalk, Mitgliedern der Bezirksvertretung Kalk und des Rates der Stadt
Köln, der Seniorenvertretung Kalk, dem Seniorennetzwerk Kalk, Vertreterinnen und V ertretern der
Verwaltung und Fachkräften der Seniorenarbeit verschiedene Aspekte (wie: Barrierefreiheit des
öffentlichen Straßenraums, öffentliche Grünflächen, ÖPNV und Aufenthaltsqualität in Kalk -Nord)
angesprochen und diskutiert. Die Route der Stadtteilbegehung wurde vorab mit Senior*innen aus der
Ditib-Moschee und aus dem Altenzentrum St. Marien in Kalk mit Hilfe der Nadelmethode geplant.
Anknüpfend an die stattgefundene Begehung fand am 13.09.2016 eine öffentliche
Bürgerveranstaltung unter dem Motto ‚Gut älter werden in Kalk‘ statt. An drei verschiedenen
Thementischen wurden die Themenfelder Barrierefreiheit, Grünflächen und ÖPNV zwischen
Bürger*innen, Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft weiter diskutiert und
konkrete Maßnahmen entwickelt. Diese Maßnahmen sind in eine Bürgereingabe eingeflossen, die im
Oktober 2016 an den Ausschuss für Anregungen und Beschwerden weitergeleitet worden sind.
Unterstützer*innenkreis Notunterkunft Westerwaldstraße.
Die Sozialraumkoordination hat im April 2016 einen ehrenamtlichen Unterstützer*innenkreis zur
Unterstützung der Bewohner*innen der (vom DRK betriebenen) Notunterkunft Westerwaldstr. ins
Leben gerufen. Der Unterstützer*innenkreis mit 10 Teilnehmer*innen kooperiert regelmäßig mit
Akteuren aus dem Stadtteil und trifft sich in regelmäßigen Abständen, um Projekte zu planen.
In Kooperation mit der Katholischen Kirchengemeinde Kalk/Humboldt -Gremberg und Künstler*innen
aus dem Stadtteil konnte mit finanzieller Unterstützung von ‚Aktion Neue Nac hbarn‘ jeweils ein
einwöchiges Kunstprojekt mit Kindern aus der Notunterkunft in den Sommer - und Herbstferien
realisiert werden.
In der Notunterkunft wurde ein Spielraum für Kinder U6 eingerichtet, der von 2 Ehrenamtlichen
betreut wurde und pädagogische Angebote für die Kleinsten bereithielt, die nicht mit einem Kitaplatz
versorgt waren.
Am 10.09.2016 war die Notunterkunft mit einem Stand beim Taunusstraßenfest ‚Miteinander (!)
Leben‘ vertreten, der von Frauen aus der Unterkunft und Ehrenamtlichen unterstüt zt wurde. So
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haben die Frauen traditionelle Backwaren gegen Spende ausgegeben. In Kooperation mit der
Grundschule Westerwaldstr. wurden die Backwaren von den Frauen zuvor in der schuleigenen Küche
selbstständig hergestellt. Aus dieser Backaktion ist die Id ee entstanden, ein regelmäßiges
Kochprojekt für Frauen anzubieten, damit sie eigenverantwortlich und selbstbestimmt landestypische
Speisen zubereiten können. Das Projekt ist derzeit in der Planung.
Zudem konnte die Grundschule Westerwaldstraße dabei unters tützt werden ein offenes Spiel - und
Bewegungsangebot für Kinder auf dem Schulhof der Schule zu realisieren, die in unmittelbarer Nähe
zur Notunterkunft liegt. Dieses Angebot wurde ebenfalls von Ehrenamtlichen unterstützt.
Taunusstraßenfest „Miteinander (!) leben“
Im Zusammenhang mit mehreren Razzien auf der Taunusstraße in Humboldt -Gremberg bildete sich
im März 2016 eine Nachbarschaftsinitiative aus Anwohnern, die mit einem Straßenfest ein positives
Signal für den Stadtteil setzen wollte. Die Sozialraumkoo rdination unterstützte die
Nachbarschaftsinitiative logistisch sowie finanziell über sozialräumliche Mittel. Die
Sozialraumkoordination war eng in die Planungen des Straßenfestes eingebunden und konnte
Kontakte in die Verwaltung bzw. in den Sozialraum verm itteln. Die Nachbarschaftsinitiative stellte
sich ebenfalls am Runden Tisch Humboldt -Gremberg vor und warb für die Teilnahme am Fest. Das
Integrationshaus übernahm die Trägerschaft des Festes. In Kooperation mit der Notunterkunft
Westerwaldstr. präsentiert e sich die Sozialraumkoordination mit einem Stand, an dem geflüchtete
Frauen traditionelle Backwaren gegen Spende herausgaben. Viele weitere Akteure wie das
Jugendzentrum Gremberg, der Fröbelkindergarten Taunuspänz, Invia und viele Bürgerinnen und
Bürger u nterstützten das Fest. Das Taunusstraßenfest fand unter Beteiligung der
Sozialraumkoordination am 10.09.2016 statt und war ein großer Erfolg.
Kalker Adventsmarkt
Die Sozialraumkoordination übernahm im März 2016 die Organisation und Steuerung des Kalker
Adventsmarktes vom ehemaligen Bürgeramtsleiter Michael Eppenich. Die Sozialraumkoordination
und weitere Teilnehmer*innen des Runden Tisches Quartiersentwicklung Kalk -Nord organisierten
den Adventsmarkt mit Unterstützung vom Bürgeramt Kalk und der GAG.
Der gemeinnützige Kalker Adventsmarkt fand 2016 nunmehr zum dritten Mal auf dem Kalker Markt
statt und erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei den Teilnehmenden (23 Teilnehmer*innen) und
bei den Besucher*innen. Dank der ehrenamtlichen Teilnahme vieler Vereine, I nstitutionen und
Bürger*innen aus Kalk können Jung und Alt zu familienfreundlichen Preisen einen
vorweihnachtlichen Tag in ihrem Veedel erleben. Neben vielfältigen selbst hergestellten Speisen und
Getränken und verschiedenen selbst gebastelten Geschenkidee n wird das Bühnenprogramm unter
anderem von Kindern aus dem Veedel gestaltet. Im Jahr 2016 wurde zum ersten Mal ein Zirkuszelt
vom Zirkus - und Artistikzentrum Köln aufgebaut, in dem verschiedene Angebote für Kinder
stattgefunden haben.
Der Adventsmarkt auf dem Kalker Markt sorgt für eine lebendige Nachbarschaft und verschafft dem
Platz eine positive Außenwirkung. Ein großes Anliegen ist, den nachbarschaftlichen Austausch in Kalk
zu fördern und einen Beitrag zu leisten für eine stärkere Identifikation mit de m Wohnumfeld und
dem Veedel.
Kalkfest
Die Sozialraumkoordination unterstützte die Organisation des Kalkfestes, welches ebenfalls jedes
Jahr auf dem Kalker Markt stattfindet, um den Kalker Markt zu beleben und den nachbarschaftlichen
Austausch in Kalk zu f ördern. Die Organisation des Festes übernimmt ein Zusammenschluss
00623636
verschiedener Institutionen aus dem Bezirk und dem Bürgeramt Kalk. Am Kalkfest nehmen
Einrichtungen und Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Stadtbezirk teil. Aufgrund schlechter
Wetterverhältnisse musste das Kalkfest am 04.06.2016 leider abgesagt werden.
Sozialraum-VeHiKel und Öffentlichkeitsarbeit
Auch in 2016 war die Sozialraumkoordination bei verschiedenen Festen und Aktivitäten mit dem
Sozialraumvehikel präsent, um über die Angebote im Stadtteil zu informieren. Die Einsätze haben
jedoch gezeigt, dass das Konzept des Vehikels in 2017 überdacht werden muss, um Bürger*innen in
benachteiligten Gebieten verstärkt zu erreichen. Zum einen fehlt es an zeitlichen Ressourcen
Bürger*innen vor Or t aufzusuchen und zum anderen müssen Methoden, wie z.B. Nadelmethode 1,
zum Einsatz kommen, um mit den Menschen stärker ins Gespräch über ihren Stadtteil zu kommen.
Die Sozialraumhomepage ‚kalk-vernetzt.info‘ wurde regelmäßig gepflegt und verstärkt beworbe n. Es
haben bis zum 31.12.2016 monatlich im Durchschnitt 400 Seitenaufrufe stattgefunden. Aufgrund der
geringen Zahl an Nutzer*innen ist anzunehmen, dass die Homepage nicht aktuellen
Benutzeranforderungen entspricht und den Ansprüchen von Web 2.0 bisher nicht gerecht wird.
2.1 Mit sozialräumlichen Mitteln
3 Zielerreichung
1 Bei der Nadelmethode werden Menschen dazu eingeladen, jeden ihrer Lieblingsorte (rote Nadeln) und ‚Angst -Orte‘
(schwarze Nadeln) auf einem vorbereiteten Stadtplan zu markieren.
Projekte und Aktivitäten
03.03.2016 Mobile Anpassung Internetplattform ‚kalk-vernetzt.info‘
08.07.2016 Stadtteilbegehung ‚Gut älter werden in Kalk‘
10.09.2016 Taunusstraßenfest ‚Miteinander (!) leben‘
03.12.2016 Kalker Adventsmarkt
12.12.2016 Support Internetplattform ‚kalk-vernetzt.info‘
HZ Zielbezeichnung Zielindikator Einheit Zielerreichung
Erwar
t.-
Wert
Ist-Wert Status
1 Jahresschwerpunktthema -
Stärkung der Teilhabe durch eine
verbesserte Grundbildung
Ideenworkshop in 3 Gremien: AK
Kita, Runder Tisch Humboldt-
Gremberg, Runder Tisch
Quartiersentwicklung Kalk-Nord
bis 29.06.2016
Gremien
3
1
3
1
Bildung einer gremien-
übergreifenden Arbeitsgruppe
bestehend aus 5 Akteuren bis zum
08.07.2016
Arbeitsgrup
pe
1 1
00623636
Ein erstes konkretes Projekt
beginnt bis zum 31.10.2016
Projekt 1 1
2 Sozialraumübergreifender Ziel -
Optimierung der Zusammenarbeit
mit Politik, Verwaltung und freier
Wohlfahrtspflege
Die Sozialraumkoordinator*innen
waren an der Mitgestaltung des
Fachtags anlässlich 10 Jahre
Lebenswerte Veedel – Bürger -und
Sozialraumorientierung in Köln am
25.11.2016 im Historischen
Rathaus beteiligt. Prägnante
Projekte und Aktivitäten aus den
Sozialraumgebieten wurden auf
dem als Marktplatz konzipierten
Lichthof dargestellt
Fachtag 1 1
3 Sozialraumspezifische Ziele:
Erhöhung der Partizipation von
Bürgerinnen und Bürgern aus
Humboldt-Gremberg und Kalk
Stadtteilbegehung in Kalk-Nord
mit ca. 15 Personen unter
Beteiligung von Seniorinnen und
Senioren und Vertretern aus
Verwaltung und Politik bis
08.07.2016
Begehung
1
1
Durchführung einer
Bürgerveranstaltung anknüpfend
an die Begehung mit ca. 30
Personen aus Bürgerschaft,
Verwaltung und Politik bis
30.09.2016
Bürgervera
nstaltung
1 1
Initiierung eines ehrenamtlichen
Unterstützerkreises mit ca. 5
engagierten Bürgerinnen und
Bürgern und Schaffung eines
Freizeitangebotes für die
geflüchteten Familien in der
Notunterkunft Westerwaldstr. bis
30.06.2016
Arbeitstreff
en
Freizeitang
ebot
1
1
3
2
Unterstützung einer
Nachbarschaftsinitiative bei der
Durchführung und Organisation
des Taunusstraßenfestes bis zum
10.09.2016
Straßenfest 1 1
Erhöhte Präsenz und
Sichtbarmachung der Arbeit der
Sozialraumkoordination für die
Bürgerinnen und Bürger in den
Sozialräumen Humboldt-
Gremberg und Kalk
Bürgerinnen und Bürger werden
i.d.R. 1x im Monat mit dem
Sozialraum-Vehikel erst auf dem
Wochenmarkt in Humboldt-
Gremberg und dann am Kalker
Laden auf der Kalker Hauptstraße
aufgesucht (Januar bis Dezember
2016)
Einsätze
22
12
Präsenz mit dem Sozialraum-
Vehikel am 04.06.2016 auf dem
Kalkfest und am 03.12.2016 auf
dem Kalker Adventsmarkt
Feste 2 2
00623636
4 Ausblick Folgejahr
Sozialraum-VeHiKel und Öffentlichkeitsarbeit
Die Einsätze in 2016 haben gezeigt, dass das Konzep t des Sozialraum -VeHiKels in 2017 überdacht
werden muss, um Bürger*innen in benachteiligten Gebieten verstärkt zu erreichen. Zum einen fehlt
es an zeitlichen Ressourcen Bürger*innen vor Ort aufzusuchen und zum anderen müssen Methoden,
wie z.B. Nadelmethode zum Einsatz kommen, um mit den Menschen stärker ins Gespräch über ihren
Stadtteil zu kommen.
Für den offenen Bücherschrank der Sozialraumkoordination soll 2017 ein neuer Standort in
Humboldt-Gremberg gefunden werden.
Sozialraumkonferenz
Die Sozialraumkoordination plant am 26.09.2017 eine Sozialraumkonferenz unter dem Titel „Hotspot
Veedel! Kommunikation und Engagement in analogen und digitalen Netzwerken – Was geht? Wie
geht’s? Wo geht’s hin?“
Digitale Kommunikation gewinnt auch im sozialen Bereich immer m ehr an Bedeutung. Viel
Engagement im Sozialraum findet im Netz statt, sodass es notwendig erscheint, die verschiedenen
analogen und digitalen Beteiligungsformen sichtbar zu machen. Die Sozialraumkonferenz möchte
neben den klassischen Kommunikations- und Beteiligungsformaten, die Chancen und Potenziale aber
auch Risiken des Austauschs in Sozialen Medien für die Arbeit im Sozialraum darstellen.
Seniorennetzwerk Kalk
Das Seniorennetzwerk Kalk plant unter der Moderation der Sozialraumkoordination eine
Informationsveranstaltung für Seniorinnen und Senioren, die folgendes Thema zum Inhalt haben soll:
Muss ich eine Patientenverfügung haben? Wie formuliere ich eine Patientenverfügung richtig?
Unterstützer*innenkreis Notunterkunft Westerwaldstr.
Mit der Eröffnung ei ner neuen Unterkunft für Geflüchtete in Humboldt -Gremberg plant der
Unterstützer*innenkreis mit den Bewohner*innen Kontakt aufzunehmen und die Bedarfe zu
erfragen. Daraus ergibt sich möglicherweise ein neues Angebot für die Bewohner*innen.
Kalkfest und Kalker Adventsmark
Die Sozialraumkoordination wird sich abermals aktiv an den Vorbereitungen zum Kalkfest und zum
Adventsmarkt auf dem Kalker Markt beteiligen.
Die Sozialraumhomepage ‚kalk-
vernetzt.info‘ wird regelmäßig
gepflegt und verstärkt beworben.
Es haben bis zum 31.12.2016
monatlich 600 Seitenaufruf e
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fe
600 400
Erläuterung
00623636
Neue Stelle für Gemeinwesenarbeit in Kalk-Nord
Ab 01.01.2017 übernimmt der Verein Veedel e.V. die Gemeinwesenarbeit in Kalk-Nord im Auftrag der
Stadt Köln. Für diese Aufgabe stehen für 4 Jahre 0,5 Stellen zur Verfügung. Der
Sozialraumkoordinator moderiert den Runden Tisch Quartiersentwicklung Kalk -Nord, der eine
entscheidende Rolle in der Zusammenarbeit mit der Gemeinwesenarbeit spielen wird. Hier werden in
Abstimmung mit den Akteuren gemeinsame Projekte und Maßnahmen für das Quartier geplant.
Runder Tisch Quartiersentwicklung Kalk-Nord
Der Runde Tisch Quartiersentwicklung Kalk -Nord hat sich als Schwerpunktthema für 2017 darauf
verständigt, die Aufwertung des Breuerparks in Kalk-Nord in den Fokus zu nehmen.
Runder Tisch Humboldt-Gremberg
Der Runde Tisch Humboldt-Gremberg plant am 19.05.2017 einen Aktionstag „Humboldt-Gremberg -
bunt und schön“. Unter Beteiligung möglichst vieler Einrichtungen aus dem Stadtteil sollen an einem
Tag Stadtteilverschönerungsmaßnahmen im Umfeld der beteiligten Institutionen vorgenommen
werden.
Integriertes Handlungskonzept (IHK) „Starke Veedel – Starkes Köln“
Erste ESF -Maßnahmen werden voraussichtlich im April 2017 beginnen. ESF -Maßnahmen wurden
unabhängig von städtebaulichen Maßnahmen über die Fachämter beantragt. Hier steht die
Sozialraumkoordination als Schnittstelle und Sprachrohr in den Sozialraum zur Verfügung.
Sozialraumkoordination Humboldt-Gremberg/Kalk
Alexander Tschechowski
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (17)
- Kantstraße
- Westerwaldstraße
- Manteuffelstraße
- Burgenlandstraße
- Vietorstraße
- Taunusstraße
- Kalker Hauptstraße
- Rothenburger Straße
- Passauer Straße
- Mathias-Kann-Pfad
- Hardtgenbuscher Kirchweg
- Buchheimer Weg
- Nürnberger Straße
- Lustheider Straße
- Gernsheimer Straße
- Fuldaer Straße
- Markt
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Details
- Aktenzeichen
- 2424/2017
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 11.08.2017
- Erstellt
- 04.08.2017 12:50