Mandari Insight

V/0706/2020

Information zur Weiterentwicklung von FINANZfairTEILUNG/ Gender Budgeting im Haushalt 2021

Vorlagen 04.08.2020

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Gleichstellung, Sitzung am 18.08.2020, TOP 7

Anlage 1 zur Vorlage Vorlage 0706 Gender Budgeting

· application/pdf

Ansehen

Berichtsvorlage

· application/pdf

Ansehen

Anlage A

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1 zur Vorlage Vorlage 0706 Gender Budgeting

16900 Zeichen

1 
 
Anlage 1 zur Vorlage V/0706/2020 Information zur Weiterentwicklung von FINANZfairTEILUNG/  
Gender Budgeting im Haushalt 2021 
 
 
Ergebnisse der Ämtergespräche: 
Mit den Ämtern wurden folgende Resultate erzielt, die im Jahr 2021 umgesetzt werden (die neuen Leistun-
gen, Ziele und Kennzahlen sind kursiv gesetzt) 
 
Amt 
 
Produktgruppe/ Produkt/ Leistung/ Teilleistung 
Stadtplanungsamt 
 
Das Produkt 02.07.01 „Bereitstellung von Raumbezügen und statistischen Da-
ten“ wird um folgende Teilleistung ergänzt: 
02.07.01.02.03 Gendermonitoring: Gesamtstädtischer Datenbericht zu ausge-
wählten genderspezifischen Daten 
Beschreibung: „Das Produkt umfasst unter anderem folgende Leistungen/ Auf-
gaben: 
• Datenerhebung, Datenvorhaltung, Datenaufbereitung, Datenanalyse, Datenbe-
reitstellung, Datenveröffentlichung (Berichtswesen) mit einer Jahresstatistik 
(Jahreszeitreihen), kleinräumig aufbereitete Themenschwerpunkte in der Statis-
tik für Münsters Stadtteile (SMS), Sonderveröffentlichungen (u. a. Veröffentli-
chung eines jährlichen Gendermonitorings mit Daten zum Querschnittsthema 
‚Gleichstellung‘ aus der Statistik und der Stadtverwaltung) […]“  
Hinweis: Die neue Teilleistung Gendermonitoring wird bereits vorhandene Daten 
wie zum Beispiel zu Bildungsabschlüssen, Arbeitslosenzahlen, Pendlerbewe-
gung und Gesundheit enthalten sein, aber auch neue Daten wie der Anteil von 
Frauen und Männern in Elternzeit und deren Dauer, Teilzeitbeschäftigungen 
und Führungspositionen in der Stadtverwaltung Münster und der Anteil von 
weiblichen und männlichen Ratsmitgliedern nach Parteizugehörigkeit enthalten. 
Die neue Teilleistung findet Eingang in die Produktbeschreibung. 
 
Stadtplanungsamt Produkt: 09.01.02 Stadtentwicklung 
Ziel 1: Zur Gewährleistung einer weiteren nachhaltigen Entwicklung der Stadt 
Münster auf der Grundlage der stadtstrategischen Ziele und der Ergebnisse des 
Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Münster 2030 werden Fachkonzepte 
zur räumlichen Stadtentwicklung in dem durch die Zielkennzahlen beschriebe-
nen Maße fortgeschrieben (unter Berücksichtigung des Ziels des Gender 
Mainstreamings). 
Ziel 2: Zur Abbildung der Meinung von Bürgerinnen und Bürgern zu den Le-
bensbedingungen wird jährlich eine repräsentative Umfrage durchgeführt und

2 
 
geschlechterdifferenziert ausgewertet. 
Ziel 3: Zur Wahrnehmung eines Controllings / Monitorings zum demografischen 
Wandel er-folgt im 2-3 Jahresrhythmus ein Sachstandsbericht zum Thema 
„Demografie in Münster“ unter Berücksichtigung der geschlechterdifferenzierten 
Perspektive. 
 
Stadtplanungsamt Produkt: 09.01.03 Vorbereitende städtebauliche Planungen, Flächennut-
zungsplanung 
Ziel 1: Unter Beachtung der stadtstrukturellen Anforderungen und der verfügba-
ren Ressourcen erfolgt die zielgerichtete Durchführung der erforderlichen FNP-
Änderungsverfahren, von Standortuntersuchungen sowie die Erarbeitung von 
Rahmenplänen und Handlungskonzepten für Stadtteile und Stadtquartiere unter 
Berücksichtigung der Belange von Frauen/Männern und Mädchen/Jungen. Je-
des begonnene Verfahren wird den zuständigen Gremien zur abschließenden 
Entscheidung vorgelegt. 
 
Stadtplanungsamt Produkt: 09.01.05 Stadterneuerung, Stadtgestaltung 
Ziel 1: Ziel ist die Umsetzung von stadtstrukturell wichtigen Stadterneuerungs- 
und Stadtgestaltungsmaßnahmen insbesondere durch eine entsprechende För-
derung mit Landes- bzw. Bundesmitteln unter Berücksichtigung der Belange des 
Gender Mainstreamings. Die Zielerreichung wird exemplarisch mit den Ziel-
kennzahlen gemessen. 
 
Rechts- und Auslän-
deramt 
Produkt: 02.06.01 Aufenthaltsgewährung: 
Ziele: Die rechtmäßig und dauerhaft in Münster lebenden ausländischen 
Staatsangehörigen erhalten die aufenthaltsrechtlichen Angebote zur Integration 
entsprechend den dargestellten Zielkennzahlen (Erläuterung: Nicht alle recht-
mäßig eingereisten ausländischen Staatsange-hörigen benötigen die Integrati-
onserstberatung (z.B. Studierende, Akademiker*innen, EU-Staatsangehörige). 
Zielkennzahlen: Anzahl w/m „Ratsuchende Integrationsberatung“ 
 
Hinweis: Für die nächsten Jahre ist geplant, ein Rückmeldesystem für die tat-
sächliche Teilnahme an den Kursen zu generieren. Dann kann auch das Ziel 
entsprechend angepasst und genderdifferenziert erstellt werden. 
 
Amt für Schule und 
Weiterbildung 
Produkt: 03.02.01 Zielgruppenspezifisches Bildungsmanagement/ Bil-
dungsberatung 
Ziele:  
Neues 3. Ziel 3: Der Anteil der Mädchen in MitSprache-Kursen soll dem Anteil

3 
 
von Mädchen im schulpflichtigen Alter in der Bevölkerung in Münster, soweit 
von hier beeinflussbar, entsprechen. 
Neues 4. Ziel: Der Anteil der Mädchen an den Ratsuchenden der Bildungsbera-
tung soll dem Anteil von Mädchen im schulpflichtigen Alter in der Bevölkerung in 
Münster, soweit von hier beeinflussbar, entsprechen. 
Zielkennzahlen:  
• Anteil m/w an MitSprachekursen 
• Anteil m/w an Aufsuchenden der Bildungsberatung 
 
Amt für Schule und 
Weiterbildung 
Produkt 03.02.03. Bildungsmanagement/ Bildungsmonitoring/  Übergang 
Schule-Beruf und anschließende Qualifizierungsangebote 
Neues 3. Ziel: Chancengleichheit im Zugang zu allen Qualifizierungsangebo ten 
wird gewährleistet. 
Zielkennzahlen: 
Zum 3. Ziel: Anteil der Mädchen bei den Berufsfelderkundungen im Rahmen 
von KAoA 
Zum 3 Ziel: Anteil der jungen Frauen in den kommunalen Projekten (Projek tför-
derung, Angekommen) 
Zum 3. Ziel: Anteil der weiblichen Teilnehmerinnen in der Stadtteilwerkstatt Nord 
 
Stadtbücherei Produkt: 04.04.01 Stadtbücherei: Medien und Information 
Neues 5. Ziel:  Gleichstellungsorientierung wird als Querschnittsziel in der 
Stadtbücherei in allen Bereichen berücksichtigt. 
Zielkennzahlen: 
• Anteil Benutzerausweise von Jungen 
• Anteil Benutzerausweise von Mädchen 
• Anteil aktiver Benutzerausweise von Männern 
• Anteil aktiver Benutzerausweise von Frauen 
Die b isherigen Kennzahlen zu Gender Budgeting bleiben weiterhin im Hau s-
haltsplan: 
• Anteil der Ausleihen von Kinderbüchern und -medien durch Mädchen in % 
• Anteil der Ausleihen von Kinderbüchern und -medien durch Jungen in % 
 
Westfälische Schule 
für Musik 
Produktgruppe: 04.03 Westf. Schule für Musik und Förderung der Stad t-
teilmusikschulen 
Ziel: Gleichstellungsorientierung wird in der Musikschule in allen Bereichen b e-
rücksichtigt. 
Zielkennzahlen: 
• Anzahl der Schüler/innen männlich

4 
 
• Anzahl der Schüler/innen weiblich 
• Anzahl der Schüler/innen ohne Geschlechtsangabe 
 
Stadtarchiv Produktgruppe ./. 
Produkt: 04.06.02 Erforschung, Dokumentation und Vermittlung der Stad t-
geschichte 
2. Ziel: Die Nutzung des Stadtarchivs soll gefördert und stadthistorische Bi ldung 
vermittelt wer den. Die Veranstaltungen und Benutzungszahlen sollen sich im 
Umfang der Zielkennzahlen entwickeln. Bei Publikationen und The menabenden 
sollen Genderaspekte nach Möglichkeit berücksichtigt werden. 
Zielkennzahlen: 
• Anzahl der Veranstaltungen und Publikationen mit Genderaspekten 
 
Sozialamt Produkt: 05.02.03. Leistungen für Asylbewerber und Flüchtlinge 
Ziel: (Neues 4. Ziel) Das Angebot der Sprachkursberatung des Sozialdienstes 
für Geflüchtete erreicht zu 50% Frauen und Mädchen. 
Zielkennzahlen: 
• Anteil aufsuchende Frauen und Mädchen in der Sprachkursberatung in % 
 
Sozialamt Produkt: 05.03.05 Hilfe bei (drohender) Wohnungslosigkeit 
Ziel: (Neues 4. Ziel ) Bei der Unterbringung werden die unterschiedlichen B e-
dürfnisse von wohnungslosen Frauen und Männern berücksichtigt. 
Zielkennzahlen: 
• Platzzahl für alleinstehende Männer 
• Platzzahl für alleinstehende Frauen 
 
Sozialamt Produkt: 05.03.06 Soziale Beratungsangebote, Programme, Projekte 
Ziel: (Neues 5. Ziel)  Das Angebot der städtischen Schuldnerberatung erreicht 
zu 50 % Frauen und Mädchen. 
Zielkennzahlen: 
• Anteil aufsuchende Frauen und Mädchen der städtischen Schuldnerber a-
tungsstelle in % 
 
Amt für Wohnungs-
wesen und Quartier-
sentwicklung 
Produktgruppe: 10.03 Wohnen 
Zielkennzahlen: 
• Anzahl der ausgestellten Wohnberechtigungsscheine (WBS) für Alleinerzi e-
hende insgesamt 
• Anteil der ausgestellten Wohnberechtigungsscheine (WBS) für weibliche A l-
leinerziehende an Gesamtzahl ausgestellter WBS für Alleinerziehende in %

5 
 
• Anteil der ausgestellten Wohnberechtigungsscheine (WBS) für männliche A l-
leinerziehende an Gesamtzahl ausgestellter WBS für Alleinerziehende in % 
 
Die bereits vorhandenen Kennzahlen bleiben bestehen: 
• Anteil der mit Wohnraum versorgten weiblichen Alleinerziehenden in % 
• Anteil der mit Wohnraum versorgten männlichen Alleinerziehenden in % 
• Anteil der mit Wohnraum versorgten weiblichen Alleinerziehende-Haushalte  
(in %) 
• Anteil der mit Wohnraum versorgten männlichen Alleinerziehende-Haushalte 
(in %) 
 
Amt für Grünflächen, 
Umwelt und Nach-
haltigkeit 
Produkt: 13.01.01 Grünanlagen 
Ziele: (Neues 3. Ziel): Durch eine gendergerechte und nachhaltige Spielplatz-
planung wird sichergestellt, dass die Versorgung mit öffentlichen Spielplätzen im 
Sinne aller Nutzerinnen und Nutzer gleichermaßen gestaltet wird. 
Zielkennzahlen: 
• Aufwand für öffentliche Spielplätze pro Einwohner/in (in €) 
 
Hinweis: Das Budget für Spielplätze soll pro Einwohner/-in gleichbleibend sein, 
durch die wachsende Einwohner/- innenzahl wird das Budget für Spielplätze 
daher stadtweit insgesamt erhöht bzw. die Anzahl der Spielplätze wird sich in 
Zukunft erhöhen. Wenn nun der Standard für Spielplätze künftig gendergerecht 
gesetzt ist, ist die Kennzahl auch als gleichstellungsr elevante Kennzahl einz u-
ordnen. 
 
Amt für Kinder, Ju-
gendliche und Fami-
lien 
Produkt: 06.04.01 Angebote für Familien 
Ziel (Neues 3. Ziel): Der Anteil der Väter, die länger als zwei Monate Elterngeld 
beziehen, soll durch intensive Beratung auf dem bestehenden Niveau beibehal-
ten werden. 
Zielkennzahlen: 
▪ Anzahl der Väter, die länger als 2 Monate Elterngeld beziehen 
 
Hinweis: Festgelegtes Ziel ist bereits, dass Väter in Elternzeit in Gesellschaft 
und A rbeitswelt als gleichrangiges Lebenskonzept selbstverständlich werden. 
Als Indikator hierfür ist der A nteil der Väter, die Elterngeld erhalten, in den 
Haushaltsplan aufgenommen. G emessen wird die Zielerreichung daran, dass 
mindestens 50 % der Väter Elterngeld beziehen sollen. Grund sätzlich kann ein 
Elternteil nach der gesetzlichen Regelung höchstens für 12 Monate Elter ngeld 
beantragen. Anspruch auf zwei weitere Monatsbeträge haben Eltern, wenn

6 
 
auch der andere Elternteil mindestens zwei Monate Elterngeld bezieht. 
Es ist also insoweit weniger die durchschnittliche Dauer des Elterngeldbezugs 
von Vätern, sondern vielmehr die Frage interessant, wie viele Väter lediglich 
den Mindestzeitraum von 2 Monaten in Anspruch nehmen oder darüber hinaus 
länger Elterngeld beziehen. Die Erkennt nisse lassen ggf. weitere Rückschlüsse 
darauf zu, inwieweit das genannte Lebenskonzept bereits als gleichrangig an-
gesehen wird. 
 
Amt für Kinder, Ju-
gendliche und Fami-
lien 
Produktgruppe: 06.05 Erzieherische und wirtschaftliche Hilfen zur Erzi e-
hung 
Ziel (Ergänzung zum 2. Ziel): Die Hilfen zur Erziehung sollen zwischen dem 
ambulanten und stationären Leistungsanteil ein Verhältnis entwickeln, das dem 
Vorrangprinzip ambulanter und ortsnaher Hilfen (> 50 %) entspricht. Diese Ziel-
setzung soll differenziert sowohl für Hilfen zur Erziehung gelten, die männlichen 
Personen gewährt werden, als auch bei denen, die weibli chen Perso nen z u-
gutekommen. 
Zielkennzahlen (Ergänzungen): 
• Anteil der stationären Hilfen an allen HzE-Leistungen (in %) 
- davon Anteil der stationären Hilfen an allen HzE -Leistungen in % (nur weibl i-
che Personen als Hilfeempfangende) 
- davon Anteil der stationären Hilfen an allen HzE -Leistungen in % (nur männl i-
che Personen als Hilfeempfangende) 
• Anteil der ambulanten Hilfen an allen HzE-Leistungen (in %) 
•Anteil der ambulanten an allen HzE-Leistungen (in %) (nur weibliche Personen 
als Hilfeempfangende) 
• Anteil der ambulanten an allen HzE -Leistungen (in %) (nur männliche Pers o-
nen als Hilfeempfangende) 
 
Hinweis: Es wurde beschlossen, sowohl in der Produktgruppe 06.05 als auch in 
den Produkten 06.05.01 und 06.05.02 die Ergänzungen, die auf die Geschlec h-
terdifferenzierung abzielen, auf die gesamte Gruppe der Empfänger/-innen von 
Hilfen zur Erziehung auszurichten und nicht auf einzelne Maßnahmen oder Hi l-
fearten. Als Anknüpfungspunkt wird das Ziel der Jugendhilfe als gut geeignet 
angesehen, ambulanten Hilfen grundsätzlich Vorrang vor stati onären Hilfen zu 
geben. Diese Zielsetzung besteht tatsächlich gleichermaßen bezogen auf die 
beiden genannten Geschlechter. Die Ergebnisse lassen v oraussichtlich spätere 
Erkenntnisse darüber zu, an welcher Stelle ggf. nachzusteuern wäre.

7 
 
Amt für Kinder, Ju-
gendliche und Fami-
lien 
Produkt: 06.05.01 Bezirkliche Sozialarbeit und Hilfen zur Erziehung in der 
Familie und eigener Wohnung 
Ziel (Ergänzung zum 1. Ziel): Der Anteil der ambulanten Leistungen an allen 
HzE-Leistungen soll dauerhaft über 50 % liegen. Diese Zielsetzung soll differen-
ziert sowohl für Hilfen zur E rziehung gelten, die männlichen Personen gewährt 
werden, als auch bei denen, die weiblichen Personen zugutekommen. 
 
Zielkennzahlen:  
• Anteil der ambulanten an allen HzE -Leistungen (in %) nur weibliche Personen 
als Hilfeempfangende 
• Anteil der ambulanten an allen HzE-Leistungen (in %) nur männliche Personen 
als Hilfeempfangende 
 
Amt für Kinder, Ju-
gendliche und Fami-
lien 
Produkt:06.05.02 Hilfen zur Erziehung und Pflegefamilien/ Adoptionen 
Zielkennzahlen: 
• Anteil der stationären Hilfen an allen HzE-Leistungen (in %) 
• davon Anteil der stationären Hilfen an allen HzE -Leistungen (in %) nur weibl i-
che Personen als Hilfeempfangende 
• davon Anteil der stationären Hilfen an allen HzE -Leistungen (in %) nur männli-
che Personen als Hilfeempfangende 
 
 
 
Ausblick 
Einige Ämter konnten ihre geplanten Ä nderungen aufgrund der Corona-Krise oder anderen veränderten 
Situationen nicht oder noch nicht umsetzen. Die ursprünglich vereinbarten Ergebnisse mit dem Amt für 
Mobilität und Tiefbau, dem Vermessungs- und Katasteramt, dem Stadtmuseum und dem Kulturamt können 
voraussichtlich im Haushaltsjahr 2022 umgesetzt werden: 
 
Vermessungs- und K a-
tasteramt 
09.02.07.01 Straßenbenennungen 
Besprochenes Ziel war, mit den Bezirksverwaltungen Gespräche zu führen, dass 
Straßen und Plätze, die nach Personen benannt werden, solange ausschließlich 
nach Frauen be nannt werden sollen, bis eine Parität bei den personenbezoge-
nen Straßennahmen erreicht ist. Kennzahlen: 
▪ Benennung nach weiblichen und männlichen Persönlichkeiten

8 
 
Amt für Mobilität und 
Tiefbau 
Die Amtsleitung hat entschieden, dass genderdifferenzierte Ziele und Kennza h-
len auf den Haushaltsplan 2022 verschoben werden. Dem Amt für Mobilität und 
Tiefbau wurde vom z uständigen Dezernat die Abteilung des Planungsamtes z u-
gesprochen, jedoch kein weiteres Verwaltungspersonal. Zusammen mit der 
Corona-Krise führt das dazu, die Einführung gleichstellungsrelevanter Ziele und 
Kennzahlen zu verschieben. 
Sprachlich wird jedoch das folgende Produkt in einer geschlechtergerechten 
Schreibweise angepasst:  
12.01.01 Bereitstellung von Verkehrsflächen 
Die Zufriedenheit der Nutzer/ Anlieger ist ein Ziel des Produkts 12.01.01, die 
Zufriedenheit wird durch regelmäßige Umfragen nach Baumaßnahmen evaluiert. 
Die Zielkennzahl lautet hierzu: „Anteil der zufriedenen Nutzer/ Anlieger laut B e-
fragung.“ Die Zielkennzahl wird abge ändert in „Anteil der zufriedenen Nut-
zer/innen und Anlieger/innen laut Befragung“ 
 
Stadtmuseum Das angedachte Ziel war: Das Stadtmuseum präsentiert jährlich mindestens eine 
Wechselausstellung und bietet zwei Veranstaltungen zu geschlechterspezifi-
schen Themen an. Diese Kennzahlen wurden ursprünglich überlegt: 
• Anzahl der Wechselausstellungen mit geschlechterspezifischen Themen 
• Anzahl der Führungen und Sonderveranstaltungen mit geschlechterspezifi-
schen Themen 
 
Kulturamt Aufgrund der Corona -Krise, die auch die Kulturlandschaft in Münster s tark trifft, 
konnten be reits besprochene Ergebnisse noch nicht für das Jahr 2021 umge-
setzt werden.  
Im Gespräch waren geförderte Projekte mit maßgeblicher Beteiligung von Küns t-
lerinnen und expliziten gleichstellungsrelevanten Inhalten. Zudem wurde die Be-
setzung von Jurys und Vergabegremien sowie eine gendergerechte Vergabe von 
Stipendien und Atelierräumen besprochen. Das Amt für Gleichstellung ist mit 
dem Kulturamt bereits wieder im Gespräch. 
Die Einarbeitung von Zielsetzungen zu den genannten Them enkomplexen sind 
für den Haushalt 2022 ff. vorgesehen. 
 
 
Amt für Immobilienm a-
nagement 
Neue Ziele und Kennzahlen konnten sinnvollerweise nicht vereinbart werden, 
allerdings wurde festgelegt, das Thema Unisex -Toiletten bei städtischen Neu-
bauten und Sanierungen bei der Planung regelmäßig in den Fokus zu nehmen.

Berichtsvorlage

5930 Zeichen

V/0706/2020 
V/0706/2020 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Information zur Weiterentwicklung von FINANZfairTEILUNG/ Gender Budgeting im Haushalt 2021 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   18.08.2020 Ausschuss für Gleichstellung Bericht 
 
 
Auftrag und Ausgangslage 
Der Stadt Münster wurde durch Ratsbeschluss im Jahr 2007 der Auftrag erteilt, Gender Budgeting 
einzuführen. 
Im Zusammenhang mit der Einführung des NKF – des Neuen Kommunalen Finanzmanagements – 
wurden Fortbildungen entwickelt, die auch geschlechterdifferenzierte Fragestellungen enthielten.  
Zudem wurden Schulungen und Workshops für Ausschussmitglieder und Verwaltungsbeschäftigte 
durchgeführt. Aus diesen entstanden Pilotprojekte die a b dem Jahr 2015 mit einzelnen Fachämtern 
mit unterschiedlichen Arbeitsansätzen  erprobt wurden. Darüber hinaus wurden  für jedes Dezernat 
einzelne Bereiche festgelegt, für die im Haushaltsplan genderdifferenzi erte Kennzahlen entwickelt 
wurden. 
Dabei half die Gebrauchsanleitung für FINANZfairTEILUNG „Haushalt fair verteilen“, die vom  vom 
Amt für Gleichstellung erstellt und veröffentlicht wurde.  
In einem nächsten Schritt wurde die Methode FINANZfairTEILUNG mit der Europäischen Charta für 
die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler und regionaler Ebe ne verknüpft, dadurch 
konnten für beide Querschnittsaufgaben Synergien geschaffen werden, die sich ergänzen. Zum Bei-
spiel ist der  dritte Aktionsplan zur Euro päischen Charta mit geschlechterdifferenzierten Indikatoren 
und Haushaltsdaten ergänzt. 
Im Jahr 2018  wurde mit dem überregionalen Arbeitskreis Gender Budgeting vom Amt für Gleichstel-
lung in Münster ein bundesweites Netzwerk gegründet, an dem zur Zeit 21 Kommunen aus Deutsch-
land beteiligt sind und der zweimal jährlich tagt. 
Amt für Gleichstellung 
 
20.07.2020 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau von Hayn 
Telefon: 492-1704 
vonHayn@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0706/2020 
Diese Maßnahmen und die bisher vorhandenen Daten dienen dazu, Gender Budgeting im Haushalt 
weiter zu verankern. Allerdings sind sie noch nicht ausreichend, um einen tatsächlich geschlechterge-
rechten Haushalt abzubilden. 
Daher ist es nun notwendig, die nächsten wichtigen Schritte zu gehen und Gender Budgeting in gr ö-
ßere Bereiche des Produkthaushalts einzubeziehen. 
 
Ziel und Vorgehen 
Gender Budgeting/ FINANZfairTEILUNG basiert auf der Annahme, dass es keine geschlechtsneutrale 
Haushaltspolitik gibt und jeder öffentliche Haushalt geschlechtsspezifische Auswirkungen hat. Mit 
Gender Budgeting kann der kommunale Haushalt langfristig aus einer Geschlechterperspektive her-
aus analysiert, geplant und verteilt werden und es stellt daher ein wirkungsvolles Instrument dar, um 
Geschlechtergerechtigkeit auch durch eine veränderte Haushaltsführung herzustellen. 
 
Im Idealfall zeigt sich mithilfe von Gender Budgeting, mit welchem Budgeteinsatz für w elche Zielgrup-
pen, in welcher Qualität und Quantität öffentliche Leistungen mit welchen Wirkungen erbracht werden 
sollen. Um dies zu erreichen, lässt sich mithilfe von gleichstellungsrelevanten Zielen und Kennzahlen 
im Haushaltsplan darstellen, bei wem Bud getmittel tatsächlich ankommen und welche Wirkungen mit 
den eingesetzten Ressourcen erzielt werden. Gerade auch in Zeiten, in denen - wie aktuell - bei öf-
fentlichen Mitteln gespart werden muss, kann mit FINANZfairTEILUNG untersucht werden, ob die 
Mittel entsprechend der gesetzten Ziele und für die anvisierten Zielgruppen verwendet werden. 
Der Verwaltungsvorstand hat deshalb am 21.05.2019 beschlossen, in den derzeitigen städtischen 
Schwerpunktbereichen Bauen und Wohnen, Mobilität und Infrastruktur, sowie Integration und Bildung 
zusätzlich zu den bereits vorhandenen Daten geschlechterdifferenzierte Ziele und Kennzahlen für den 
Haushaltsplan 2021 einzufügen. Langfristiges Ziel ist es, gleichstellungsrelevante Ziele und Kennzah-
len für alle Produkte des Haushaltsplans der Stadt Münster einzuführen. 
Über diese neuen Ziele und Kennzahlen kann nach Abschluss des jeweiligen Haushaltsjahrs die 
haushaltspolitische Steuerung erfolgen. 
 
Im Herbst 2019 wurden Gespräche vom Amt für Gleichstellung in Zusammenarbeit mit dem A mt für 
Finanzen und Beteiligungen und dem Personal- und Organisationsamt mit folgenden Ämtern geführt: 
- Amt für Immobilienmanagement 
- Rechts- und Ausländeramt 
- Amt für Schule und Weiterbildung 
- Kulturamt 
- Stadtbücherei 
- Westfälische Schule für Musik 
- Stadtmuseum

- 3 - 
V/0706/2020 
- Stadtarchiv 
- Sozialamt 
- Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
- Stadtplanungsamt 
- Vermessungs- und Katasteramt 
- Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung 
- Amt für Mobilität und Tiefbau 
- Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
 
Nicht alle Produkte im  Haushalt sind genderrelevant, allerdings ein großer Teil. Ziel der Gespräche 
war es, sinnvolle Gleichstellungsziele und -kennzahlen in den Produktbereichen der Ämter zu entw i-
ckeln. Dabei lag der Fokus im ersten Schritt zunächst auf den Themen, in denen di e Gleichstellungs-
aspekte offensichtlich und auch gut anwendbar sind. Ein Kriterium war auch, inwiefern Daten bereits 
vorhanden sind oder ohne erheblichen Mehraufwand vom jeweiligen Fachamt erhoben werden kö n-
nen. In vielen Ämtern kam dabei zur Sprache, dass  die eigenen, also von städtischer Seite erhob e-
nen Daten, am verlässlichsten sind. Deshalb wurde sich vor allem auf Produkte konzentriert, die val i-
de eigene Daten zur Grundlage hatten und nicht vorwiegend Daten von freien Trägern. 
 
Alle beteiligten Ämter h aben geprüft, welche neuen Gleichstellungsziele und Kennzahlen sinnvoll in 
ihren Haushalt eingeführt werden können. Die Ergebnisse der Gespräche sind der Anlage 1 zu en t-
nehmen.  
 
 
 
 
 
 
 
 
Markus Lewe 
 
Anlagen: 
 
Anlage 1: Information zur Weiterentwicklung von  FINANZfairTEILUNG/ Gender Budgeting im Hau s-
halt 2021 – Ergebnisse der Ämtergespräche 
 
1

Anlage A

1288 Zeichen

Anlage A zur V/0706/2020 
Kurzüberblick 
Die Vorlage zeigt den aktuellen Stand zur Weiterentwicklung von FINANZfairTEILUNG / Gender 
Budgeting im Haushalt 2021 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
-  Die Berichtsvorlage zeigt den aktuellen Stand der Weiterentwicklungen der neuen gleich-
stellungsrelevanten Kennzahlen und Zielsetzungen für den Haushaltsplan 2021 auf.  
 
Finanzierung 
Produktgruppe: Nr. der PG 0104 Bezeichnung der PG Gleichstellung aller Geschlechter 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja X Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja X Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja x Nein   
 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
X überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
Mit Ratsbeschluss vom 21.03.2007 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Die Verankerung und Weiterentwicklung von Gender Budgeting stellt einen wesentlichen Bau-
stein im Gesamtgefüge der strategischen Geleichstellungsorientierung dar.

Beratungsverlauf (1)

18.08.2020 Ausschuss für Gleichstellung
TOP 7 Bericht
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0706/2020
Typ
Vorlagen
Datum
04.08.2020
Erstellt
06.10.2020 14:37