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V/1004/2007

Stadtteilkulturangebote des Kulturamtes

Vorlagen 20.11.2007

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Ost, Sitzung am 07.02.2008, TOP 4.1

Berichtsvorlage

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Berichtsvorlage

7885 Zeichen

V/1004/2007 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Kulturamt 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Stadtteilkulturangebote des Kulturamtes 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
05.12.2007 Kulturausschuss Bericht 
11.12.2007 Bezirksvertretung Münster-Südost Bericht 
10.01.2008 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Bericht 
10.01.2008 Bezirksvertretung Münster-Ost Bericht 
15.01.2008 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 
17.01.2008 Bezirksvertretung Münster-West Bericht 
22.01.2008 Bezirksvertretung Münster-Mitte Bericht 
 
 
Bericht: 
 
1. Ausgangslage 
 
 Mit Beginn der 90er Jahre formierten sich verstärkt Initiativen in den Stadtteilen Münsters 
mit dem Ziel, das unmittelbare Lebensumfeld in vielerlei Hinsicht selbst zu gestalten. Die 
Errichtung von Stadtteil- und Begegnungszentren war dabei eine immer wiederkehrende 
Forderung. Stadtteilkulturarbeit stellte keine Kulturarbeit im engeren Sinne dar, sondern be-
fasste sich vielfach mit allen Fragen des Stadtteillebens. Sie zielte auf sämtliche Belange, 
soziale wie kulturelle, stadtplanerische wie gesellschaftliche. 
 
 Entsprechend offen war der Arbeitsansatz des Stadtteilkulturbüros, das 1997 im Kulturamt 
eingerichtet wurde. Der Arbeitsschwerpunkt lag in der Entwicklung kultureller, bildungsbe-
zogener und sportlicher Aktivitäten auf Stadtteil- und Wohnquartiersebene. Das Stadtteilkul-
turbüro agierte als Moderator und ggf. als Initiator von Prozessen, das die spezifischen In-
teressen in den jeweiligen Stadtteilen berücksichtigte. Instrumente waren im Wesentlichen 
die Durchführung von Zukunftswerkstätten so wie die Gewährung von Zuschüssen für klei-
nere Projekte. 
 
 Ende 1999 waren in nahezu allen Stadtteilen Zukunftswerkstätten durchgeführt worden, in 
deren Folge zahlreiche Initiativen und Gruppen unterschiedlichster Ausprägung entstanden 
sind.  
 Im Zuge der Personalkostenkonsolidierung 2000/2001 ist die Stelle beim Stadtteilkulturbüro 
Vorlagen-Nr.: 
V/1004/2007 
Auskunft erteilt: 
Herr  Ehling 
Herr Rave 
Ruf: 
492 41 00 
492 41 51 
E-Mail: 
Ehling@stadt-muenster.de 
Rave@stadt-muenster.de 
Datum: 
20.11.2007 
Öffentliche Berichtsvorlage

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V/1004/2007 
 
nach dem internen Wechsel des bis dahin tätigen Stelleninhabers nicht wieder besetzt wor-
den.  
 Zeitgleich hat der Rat im Jahr 2001 die Stärkung der Stadtteile als ein Ziel der Weiterent-
wicklung bürgerorientierter Dienstleistungen beschlossen. In der Konsequenz daraus sind 
den Bezirksverwaltungsleitungen im Frühjahr 2001 Funktionen und Aufgaben im Bereich 
der Stadtteilarbeit übertragen worden. 
 
 Zur künftigen Aufgabenwahrnehmung in diesem Arbeitsfeld sind in 2002 zwischen dem 
Kulturamt und dem Amt für Bürgerangelegenheiten mit den angegliederten Bezirksverwal-
tungsleitungen Absprachen getroffen worden, die dem Kulturausschuss und den Bezirks-
vertretungen mit der Vorlage „Stadtteilkultur - Vorlage Nr. 434/02“ zur Kenntnis gegeben 
wurden.  
 
 Entwicklung der Stadtteilkulturarbeit 2002 bis 2007 
 
 In 2002/2003 hat das Kulturamt im Wesentlichen seine Ressourcen in den Aufbau des Be-
triebs des Begegnungszentrums Meerwiese investiert. Das Kulturamt hat darüber hinaus im 
Rahmen der Möglichkeiten viele kleinere Proj ekte finanziell und beratend unterstützt und 
diese Tätigkeiten auch regelmäßig mit den Bezirksverwaltungsleitungen abgestimmt. Die 
Bezirksverwaltungsleitungen haben wesentliche zusätzliche Aufgaben im Bereich der 
Stadtteilkulturarbeit übernommen. Beispielhaft seien hier die Vorbereitung und Ausrichtung 
des Musikfestivals musicO` im Stadtteil Ost oder den Auf- und Ausbau der Programmange-
bote in der Stadthalle Hiltrup durch die Bezirksverwaltung Hiltrup zu nennen. 
 
 Seitens des Kulturamtes ist sodann ab 2004 die Planung und der Bau des Forums für 
Schule und Kultur in Albachten begleitet worden. Ebenso wurde weiterhin die laufende Ar-
beit des Bürgervereins für Mecklenbeck im Hof Hesselmann begleitet. 
 Dies sind aber nur einzelne Beispiele von zahlreichen stadtteilkulturellen Aktivitäten in allen 
Stadtteilen Münsters, die nach wie vor überaus lebendig sind. Beispielhaft genannt seien 
weiterhin die Aktivitäten des Heimatvereins Handorf im neuen Heimathaus, der Förderkreis 
Drostenhof, der Verein KulturSinn Mecklenbeck, das Kuratorium Mehrzweckhalle Gelmer 
und viele andere. 
 
 Neue Ausrichtung der Stadtteilkulturarbeit im Kulturamt 
 
 Die Arbeit des Stadtteilkulturbüros 1997 bis 1999 war als Projekt angelegt. Eine „Rundrei-
se“ durch die Stadtteile ist erfolgt, wodurch Gruppen entstanden sind, die zum Teil noch 
immer aktiv sind. Andere Gruppen wiederum haben ihre Arbeit nicht fortgesetzt, was von 
Stadtteil zu Stadtteil verschieden ist. In einem nächsten Schritt ging es seinerzeit darum, 
die Arbeit der entstandenen Initiativen zu begleiten, zu pflegen, zum Teil auch zu fördern. 
Dies wurde und wird wesentlich durch die Bezirksverwaltungsleitungen geleistet. Einzelne 
Maßnahmen (siehe Forum für Kultur und Schule Albachten) werden weiterhin durch das 
Kulturamt begleitet. 
 
 In 2005 begann zudem der Prozess des Stadtteilmarketings, bei dem es für die Stadtteile 
um die Frage ging, welche von außen erkennbaren Stärken die Stadtteile besitzen und wie 
solche Stärken ausgebaut und noch sichtbarer gemacht werden können. 
 Gegenstand der Stadtteilkultur ist die Gewähr leistung von Infrastrukturen, Rahmenbedin-
gungen, Netzwerken bis hin zu Projektförderungen, die kulturelle eigene Aktivitäten von Ak-
teuren in verschiedenen Stadtteilen ermöglichen. Zielrichtung im Gegensatz zur Sichtweise 
des Stadtteilmarketings ist hier die Innensicht des Stadtteils selbst. 
 
 Wenngleich die derzeitige Abstimmung der Aktivitäten zwischen dem Kulturamt und den 
Bezirksverwaltungsleitungen gut funktioniert, möchte das Kulturamt aus den vorhandenen 
Ressourcen ein zusätzliches Angebot schaffen, das in sehr enger Abstimmung mit der je-
weiligen Bezirksverwaltungsleitung sehr konkrete Hilfestellungen für einzelne Initiativen o-

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V/1004/2007 
 
der auch Projekte einbringen kann. Dies kann sein 
 
- Stadtteilkulturgespräche mit Bürgerinnen und Bürger, um neue Bedarfe und auch En-
gagements zu identifizieren 
- Beratung und Stärkung der vorhandenen kulturellen Einrichtungen 
- Finanzielle Unterstützung von Projekten 
- Projektentwicklung von und mit Aktiven vor Ort 
- Netzwerkarbeit zwischen den Stadtteilen (z. B. Software für Veranstaltungskalender, 
Austausch etc.) 
- Auf- und Ausbau eines Gerätepools für Veranstaltungen. 
 
 Das Kulturamt geht dabei im konzeptionellen An satz nicht mehr von einem weiten Begriff 
der Stadtteilkultur aus (Stadtteilkultur = alles, was die Menschen im Stadtteil bewegt); Dazu 
existieren zu viele Überlappungen mit den verschieden Ansätzen anderer Akteure oder Ak-
tivitäten. Die Unterstützungsleistungen im Rahmen der Stadtteilkulturarbeit des Kulturamtes 
fokussieren sich deshalb auf Aktivitäten aus dem Bereich Kunst und Kultur, wozu selbst-
verständlich auch die Heimatpflege zählt. 
 
 Mit diesem sehr pragmatischen Ansatz möchte das Kulturamt einerseits seine Aktivitäten 
im Bereich der Stadtteilkulturarbeit wieder ausweiten und neue Impulse für Aktivitäten in 
den Stadtteilen setzen können. Gleichzeitig soll die schon bestehende gute Zusammenar-
beit mit den Bezirksverwaltungsleitungen ausgebaut und durch eine zusätzliche Ressource 
die Möglichkeit geschaffen werden, voneinander zu lernen und gute Erfahrungen über 
Netzwerke und „Best Practice Beispiele“ auch anderen zur Verfügung zu stellen. 
 
 Hierzu wird der bisherige Leiter des Bürgerhauses Kinderhaus mit dem Beginn des Jahres 
2008 mit halber Stelle in das Kulturamt wechseln. Dessen langjährige Erfahrung nicht nur 
im Bürgerhaus Kinderhaus selbst, sondern auch mit den unterschiedlichsten Projekten im 
gesamten Stadtteil Kinderhaus steht damit beratend und begleitend künftig allen „Stadtteil-
kulturakteuren“ zur Verfügung. 
 
 
I. V. 
 
gez. 
Dr. Hanke 
Stadträtin

Beratungsverlauf (7)

05.12.2007 Kulturausschuss
TOP 5 Bericht

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
11.12.2007 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 4.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
10.01.2008 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 4.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
17.01.2008 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 5.3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
22.01.2008 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
07.02.2008 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 4.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
07.02.2008 Bezirksvertretung Münster-Ost
TOP 4.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Kinderhaus

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Details

Vorlagen-Nr.
V/1004/2007
Typ
Vorlagen
Datum
20.11.2007
Erstellt
06.10.2020 14:37