V/0221/2007
Orléans-Ring: Gegenläufige Radwegeplanung auf der Ostseite zwischen Einsteinstraße und Wilhelmstraße
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Beschlussvorlage
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V/0221/2007 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Orléans-Ring: Gegenläufige Radwegeplanung auf der Ostseite zwischen Einsteinstraße und Wilhelmstraße - Zustimmung zur Planung Beratungsfolge 08.05.2007 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 31.05.2007 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Planung des gegenläufigen Radweges auf der Ostseite des Orléans-Rings zwischen der Einsteinstraße und der Wilhelmstraße, sowie der geplanten Radwegeanbindung an den Rot- tendorfweg wird zugestimmt. II. Kosten/Folgekosten Es wird zur Kenntnis genommen, dass Kosten in Höhe von 1. Beleuchtung / LSA ca. 40.000 € 2. neue Radwegeführung ca. 258.000 € ------------------ Gesamtbaukosten = ca. 298.000 € entstehen. III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: Ausgaben Haush.- stelle Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkung 6510.950.1680.7 Bauk. Str. Orléans- Ring (Radweg) 2007 10.000 € Die entstehenden Mehr- kosten werden im Rah- men der Haushalts- planung 2008 beantragt. 2008 130.000 € Vorlagen-Nr.: V/0221/2007 Auskunft erteilt: Herr Böhme Ruf: 492 61 56 E-Mail: Boehme@stadt-muenster.de Datum: 23.03.2007 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0221/2007 Insgesamt: 140.000 € Einnahmen Haush.- stelle Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkung 6307.361.1010.5 Zuw. L. Ausbau des Radwege- netzes Ansätze 2007 214.000 € 2008 137.000 € Insgesamt: 351.000 € Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Maßnahme unter dem Vorbehalt der Mittelbereitstel- lung durch den Rat im Rahmen der Haushaltssatzung 2008 bzw. des Finanz- und Investitionspro- gramms 2007 – 2011 steht. Zu erwarten ist eine Förderung in Höhe von ca. 142.600 €. Es fallen Beiträge nach dem Kommu- nalen Abgabengesetz an. Die Stadtwerke werden sich kostenmäßig an der Radwegemaßnahme beteiligen, da diese vor Umsetzung des Projektes umfangreiche Leitungsverlegungen durchführen. Begründung: Ausgangssituation Die Westfälische Wilhelms-Universität Münste r beantragte 2001 die Zulassung für Radfahrer in beiden Richtungen auf der Ostseite des Orléans-Rings im Abschnitt zwischen der Einsteinstraße und der Wilhelmstraße. Da die Thematik in der Vergangenheit Anlass von Anträgen mit ablehnen- dem Ergebnis war, befasste sich die Arbeitsgruppe für Verkehrsfragen erneut mit dem Thema (Sit- zung 8/2002) mit folgendem Ergebnis: „Unter der Vorraussetzung, dass an den Knotenpunkten Orléans-Ring/Einsteinstraße und Orléans- Ring/Wilhelmstraße eine klare und eindeutige und insbesondere auch verkehrssichere Radwege- führung geschaffen werden kann, hat die AfV keine Bedenken mehr, den Radweg im betreffenden Abschnitt des Orleáns-Rings für beide Fahrtrichtungen freizugeben. 61.3 will eine entsprechende Planung aufnehmen. Dabei sollen insbesondere auch die signaltechnischen Bedingungen geprüft werden.“ Im Jahr 2003 erfolgte die Anmeldung dieses Projektes seitens des Tiefbauamtes. Die Finanzie- rung im städtischen Haushalt wurde für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen und die Planung dementsprechend zurückgestellt. Die Bezirksregierung Münster stellte aktue ll im Sonder-Radwegeprogramm 2007 (Stadtverkehrs- förderung in NRW – kommunaler Radwegebau) für diese Maßnahme Mittel zur Verfügung mit dem Regelfördersatz von 70 %. Deshalb wurde die Planung wieder aufgenommen und kann noch in diesem Jahr realisiert werden. Bestand Die Führung auf der Strecke für Radfahrer auf der Ostseite zwischen der Einsteinstraße und dem Orléans-Ring ist von Bedeutung für Studierende und Universitätsangestellte. Betroffen sind Rad- fahrer, die vom Naturwissenschaftlichen Zentrum kommend in Richtung Fernsprechzentrale und Mathematikgebäude fahren. Bereits heute dürfen Radfahrer vom Studentenwohnheim an der Steinfurter Str. auf der Ostseite gegenläufig bis zur Wilhelmstr. fahren. Verbotswidrig fahren Radfahrer vom Coesfelder Kreuz kommend weiter den Radweg (Ostseite) in Gegenrichtung, um dann durch den kleinen 1,50m breiten Weg zum Rottendorfweg und weiter zur Fahrradstr. Hittorfstr. zu kommen. Der Querschnitt des rot gepflasterten Radweges und grauen Gehweges liegt bei 3,70m. Radweg und Gehweg sind niveaugleich. Im Abschnitt zwi schen Rottendorfweg und Einsteinstr./ Coesfelder - 3 - V/0221/2007 Kreuz ist der Radweg 1,90m breit und der Gehweg 2,80m. Zwischen der Einsteinstraße und der Wilhelmstraße liegt die Radwegbreite bei 1,70m und der Gehweg ist 3,00m breit. Die Knotenpunkte sind so ausgebildet, das Radfahrer verschwenkt und abgesetzt von der Fahr- bahn fahren. Diese Führung ist nicht mehr konform mit den heutigen Empfehlungen, wonach Rad- fahrer möglichst parallel zur Fahrbahn und geradlinig über den Knoten zu führen sind. Demnach spricht auch der Sicherheitsaspekt für eine Änderung des Bestandes im Zuge der Gesamtmaß- nahme. Gemäß dem Antrag wird das Plangebiet auf die östliche Straßenführung eingegrenzt, wo- bei die Anbindungen an vorhandene Furten Berücksichtigung finden. Planung Der gegenläufige Radweg auf der Ostseite wird rot gepflastert für beide Richtungen und mit wei- ßen Steinen als farbliche Mitteltrennung ausgeführ t. Der Querschnitt beträgt: 1,50m Gehweg, 1,60m Radweg in Richtung Wilhelmstraße und 1,60m Radweg in Richtung Einsteinstraße. Die gegenläufigen Radwege werden mit mehreren kleinen Richtungspfeilen zur klaren Orientierung versehen. Die Stadtwerke planen die Erneuerung einer Fernwärmeleitung vom Heizkraftwerk der Universität (Orléans-Ring Nr. 20) bis zur Steinfurter Straße. Die genaue Trasse der neuen Leitung ist derzeit noch nicht bekannt, sie wird sich aber in den Nebenanlagen befinden. Der zeitliche Rahmen soll mit dieser Maßnahme koordiniert werden. Die Beschilderung der geplanten Radwegeführung ist mit dem Ordnungsamt abgestimmt und wird nach dem Beschluss zu dieser Vorlage angeordnet. In der Legende sind die Verkehrszeichen er- läutert. Die zwei Ausfahrten auf der Strecke (Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH und Ma- thematisches Institut) werden ergänzt mit dem Hinweis, dass Radfahrer in beiden Richtungen fah- ren. Das bestehende Verkehrszeichen an der Ausfahrt des Mathematischen Institutes wird mehr in Richtung Fahrbahn versetzt. Die Signalstandorte und Leuchten sind eingetragen. In der Legende wird unterschieden in beste- hende LSA-Standorte und zu verlegende bzw. neue LSA-Standorte. Die Haltelinien bei Signalan- lagen werden 1,50m vom Bordstein zurückversetzt, so dass Signale gut einsehbar sind. Die Wegeverbindung zwischen dem Rottendorfweg und dem Rishon-le-Zion-Ring wird verbessert durch einen 2,00m breiten rot gepflasterten Radweg für beide Richtungen. Er führt auch rot ge- pflastert über den Gehweg bis zum Anschluss an den Radweg des Rishon-le-Zion-Rings in Rich- tung Einsteinstraße. Die Trennung für beide Rich tungen wird durch eine Trennmarkierung (weiße Steine) und Richtungspfeile verdeutlicht. Eine Beleuchtung unterstützt im Dunkeln sicheres Fah- ren und Gehen. Die Kabelzuwegung ist in der Trasse erforderlich. Nach Abstimmung mit 67 wird die Trasse im Abstand von 3m um einen erhaltenswerten Baum geführt. Der Wall muss neu an- modelliert werden. Die DIN 18920 (Schutz vor Bäumen) ist einzuhalten. Der vorhandene 1,50m breite Weg wird als Gehweg beschildert. Das kurze Teilstück Rishon-le-Zion-Ring wird als gegenläufiger Radweg freigegeben. Der neue Querschnitt beträgt 1,50m Gehweg und jeweils 1,60m für Radfahrer. Hierdurch werden sichere Netzschlüsse in West-Ost-Richtung (Coesfelder Kreuz - Rottendorfweg – Fahrradstraße Hittorfstr.) angeboten und für die Nord-Süd-Richtung (Ostseite des Ringes). Ostseite Knotenpunkt Einsteinstr. / Orléans-Ring Die Planung zur Freigabe für den gegenläufigen Radverkehr bezieht sich ausschließlich auf die Ostseite. Weitere Freigaben im Knotenspunktbereich sind aus Sicherheitsgründen nicht vorgese- hen. Parallel zum Ring sollen Radfahrer auf der Ostseite in fast direkter Linienführung bis zur Mittelinsel Einsteinstraße und weiter über den Knoten geführt werden. Somit wird die Wegeverbindung opti- miert. Die baulichen Vorgaben (Mittelinsel, Dreiecksinsel, Radien) und die Bäume bleiben im Be- stand erhalten; Die Roteinfärbung der Radwegefurten erfolgt gemäß Vorlage V/07037/2006. Die Umbaumaßnahmen sind so gering wie möglich gehalten. - 4 - V/0221/2007 Die vom Rishon-le-Zion-Ring kommenden Radfahrer werden als freie Rechtsabbieger in einer auf- geweiteten Radspur in den Radweg der Einsteinstraße geführt. Die Aufstellfläche für querende Radfahrer wird aufgeweitet und so verbessert. Aus Richtung Einsteinstraße kommend werden die Radfahrerfurt und Aufstellflächen verbreitert und optimiert. Die Aufstellflächen für Fußgänger sind großzügig dimensioniert. Der rechtsabbiegende Kfz-Verkehr ist untergeordnet; eine Signalisierung ist nicht erforderlich. Das Verkehrsaufkommen ist schwach und beträgt in der Morgenspitze 13 Kfz und in der Nachmittag- spitze 50 Kfz (vom 27.04.06). Zwischen den Radfurten und im Einmündungsbereich zum Orléans- Ring entstehen Stauräume von über 6,00m, in denen PKW halten können. Ostseite Knotenpunkt Wilhelmstraße / Orléans-Ring Auf der Strecke werden Radfahrer parallel zur Fahrbahn geführt. Die Aufstellflächen sind in der Planung großzügig dimensioniert und somit verbessert. Alle Baumstandorte können erhalten blei- ben. Die gegenläufigen Radwege haben eine Breite von jeweils 1,60m. Kfz-Verkehr aus dem Orléans-Ring rechts abbiegend in die Wilhelmstraße ist dem Radverkehr untergeordnet. Die Radfahrerfurten werden rot eingefärbt. Hierdurch erhöht sich die Sicherheit. Radverkehr aus dem Orléans-Ring rechts abbiegend wird weiterhin frei über den bestehenden Radweg geführt. Als Linksabbieger in Richtung Apffelstaedtstraße wird der Radweg aufgeweitet und eine eigene Aufstellfläche auf dem Radweg Wilhelmstraße für das indirekte Linksabbiegen angeboten. Radfahrer, die aus der Apffelstaedtstraße kommen und in Richtung Wilhelmstraße fahren , werden sicher in fast direkter Linienführung neben der Rechtsabbiegespur in einem eigenen 2m breiten Radfahrstreifen in Richtung Wilhelmstraße geführt und über Markierung weiter in die Fahrbahn der Wilhelmstrasse. Die zusätzliche Markierung für KFZ verschmälert die Fahrbahnbreite in der Wil- helmstraße, verdeutlicht den Beginn der Tempo-30-Zone und unterstützt die sichere Einfahrt des Radverkehrs. Aus der Wilhelmstraße rechtsabbiegende Radfahrer erhalten eine aufgeweitete Verflechtung. Die Rechtsabbiegespur für KFZ in die Wilhelmstrasse bleibt erhalten Fazit Zusammengefasst sind folgende Maßnahmen erforderlich (hierbei sind die vom „Präventions-tisch“ Münster - AfV-Sitzung 7/2006 vom 15.12.06 - angeregten verkehrssichernden Maßnahmen mit einbezogen): • Rote Pflasterung der gegenläufigen Radwege und rote Radwegefurten • Signaltechnische Maßnahmen und Optimierung durch Umbau in beiden Knotenpunkten • Verbesserte Anbindung für Radfahrer und Fußgänger an den Rottendorfweg (inklusive Be- leuchtung) Die Planung der Gesamtmaßnahme dient der Sicherheit der Radfahrer auf der Strecke, in den Knotenpunkten und in der Anbindung an den Rottendorfweg. Sie fördert den Radverkehr, gutes Miteinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmer und unterstützt den Aspekt der kurzen Wege. Mit dieser Planung wird auf Bedarf bei hohem Radverkehrsaufkommen reagiert und ein legales und optimiertes Angebot geschaffen, das auf neuesten Erkenntnissen beruht. gez. Schultheiß Stadtdirektor Anlagen: Je ein Satz für die Fraktionen: Anlage 1: Blatt Nr. 1 (2), Planung Orléans-Ring - Knoten Einsteinstraße - Rottendorfweg Anlage 2: Blatt Nr. 2 (2), Planung Orléans-Ring - Knoten Wilhelmstraße
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: bei Stimmengleichheit abgelehnt
Zur SitzungBeschluss: einstimmig abgelehnt
Zur SitzungOrte (6)
- Einsteinstraße
- Wilhelmstraße
- Steinfurter Straße
- Hittorfstraße
- Rishon-Le-Zion-Ring
- Orléans-Ring
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0221/2007
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 18.04.2007
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37