0252/2018
Installation "Engel der Kulturen" auf dem Alfred-Moritz-Platz
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Engel der Kulturen® | Herkensiefen 6 D-51399 Burscheid - Engel der Kulturen ) Tel. +49(0)2174 —- 780258 Kunstprojekt zur Förderung des interkulturellen/ interreligiösen Dialogs Engel der Kulturen In unserer globalisierten Welt ist ein friedliches und respektvolles Miteinander der Menschen bei aller Unterschiedlichkeit von Herkunft, Kultur und Weltanschauung Grundlage für eine lebenswerte Zukunft. Dies wird erst durch gegenseitiges Kennenlernen und intensiven Austausch möglich. Unser Kunstprojekt Engel der Kulturen fördert seit 2008 durch Aktionen im öffentlichen Raum die interkulturelle/ interreligjiöse Begegnung und erweitert den von verschiedenen Gruppen der Gesellschaft geführten Dialog um eine sinnlich erlebbare Komponente. In diese Performances werden BürgerInnen, Vertreterinnen der Öffentlichkeit und der verschiedenen Religionsgemeinschaften sowie besonders auch junge Menschen eingebunden. Durch kollektives Handeln entsteht so nach und nach eine soziale Plastik, die durch die Verknüpfung verschiedenster Städte und Länder erkennbar und bleibend den Wunsch der Mehrheitsgesellschaft nach einem Zusammenleben in versöhnter Verschiedenheit zum Ausdruck bringt und verankert. Bei den Kunstaktionen und deren Vorbereitung an den jeweiligen Stationen kommt es zu regem Austausch und zur Klärung unterschiedlicher Positionen zwischen Angehörigen verschiedener Religionen und kultureller Prägung. Dieser Dialog manifestiert sich am Tag der eigentlichen Kunstaktion und wird im Nachhinein fortgeführt. In beteiligten Schulen wird durch inhaltliche und kreative Beschäftigung mit dem Symbol das Projekt und dessen Intention im Unterricht verstetigt. An den auf den nachfolgenden Seiten genauer beschriebenen Aktionen beteiligen sich Städte in Deutschland und im europäischen Ausland, - auf unserem Weg zu den Kulturhauptstädten Europas im Jahr 2010 schwerpunktmäßig osteuropäische Städte - und setzen durch gemeinschaftliches Handeln ein klares Zeichen für Frieden und Versöhnung. Das Kunstprojekt tritt spaltenden Tendenzen in der formalen Logik des Bildes entgegen: Aus diesem Kreis ist keine Gruppe herauszulösen, ohne daß alle anderen erkennbar mitbeschädigt werden. So steht Engel der Kulturen immer auch als klares Statement gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Islamophobie, Fundamentalismus und die damit einhergehende Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen. In dieser Haltung verfolgt das Projekt ein weiteres Ziel: eine Skulptur für die Nahost-Region. Konkret wächst über Jahre eine zusammengesetzte Säule, deren einzelne Elemente bei jeder Aktion durch die Beteiligung der Bevölkerung entstehen (siehe Aktion Verlegung der Bodenintarsie). Deren Aufstellung ist geplant für Jerusalem und soll dort dokumentieren, wie viele Menschen eintreten für ein Zusammenleben in versöhnter Verschiedenheit und dafür an den verschiedensten Orten Zeichen gesetzt haben, aus denen sich gleichzeitig eine Skulptur der Solidarität für diese konfliktreiche Region formt. So soll die Vielzahl der handschriftlich entstanden Teile, aus denen diese Säule gebildet wird, im Nahen Osten einen Impuls geben, nicht nachzulassen in dem Bemühen um einen gerechten Frieden, und zum Ausdruck bringen, daß die Menschen in Europa und darüber hinaus an ihrer Seite stehen. Carmen Dietrich und Gregor Merten Die dauerhafte Bodenintarsie Während dieser Kunstaktion wird der Engel der Kulturen in Form des Rings aus Stahl, blau eingefärbtem Spezialbeton und einem Rahmen aus Aluminium in den Boden einge- lassen. Dieses nachhaltige Zeichen wird auf öffentlichen Plätzen, an Gotteshäusern der verschiedenen Glaubensrichtungen, an Schulen oder anderen Institutionen installiert. Im Rahmen eines vor Ort vorbereiteten interkulturellen Festes legen Vertreterinnen der jeweiligen Stadt, der Religionsgemeinschaften und Schulen sowie BürgerInnen Hand an beim Einlassen der Intarsie. Im Anschluß an die Verlegung wird mit Einsatz eines Schneidbrenners das gleiche Zeichen für die nächste Stadt hergestellt. Auch dabei werden die Anwesenden — besonders gerne Jugendliche - aktiv einbezogen, da sich durch die handwerkliche Umsetzung ein Bild wie das des Engels der Kulturen besonders gut einprägt. Durch die Mitwirkung verschiedener Beteiligter bekommt das Ergebnis dieses Prozesses einen originären und handschriftlichen Charakter. Nach dem Ausbrennen werden die Teile mit dem Vorschlaghammer voneinander getrennt. So entsteht der Ring, der später im Atelier mit blau eingefärbtem Beton ausgegossen zur Bodenintarsie für die nachfolgende Station weiter- verarbeitet wird. Indem BürgerInnen der einen Stadt die Bodenintarsie für die nächste auf diese Weise herstellen, verbinden sich Beteiligte und Orte symbolisch im Gedanken einer gemeinsamen Verantwortung für ein friedliches und respektvolles Miteinander. Die Säule für Jerusalem Die bei jedem Ausbrennen des Zeichens jeweils ebenfalls ent- stehenden inneren Formen des Engels werden an ihrem Rand mit Ort und Datum der Aktion versehen, aufeinander geschichtet und bilden so die nach und nach wachsende Säule für Jerusalem. Alle beteiligen Städte tragen einander in dieser Skulptur und bekunden damit ihren Wunsch nach einem Zusammenleben in versöhnter Verschiedenheit in ihrer Stadt, in ihrem Land, in der Nahost-Region und überall auf der Welt. Temporäre Aktion mit der rollenden Skulptur Die überall eingesetzte Skulptur des Engels der Kulturen, ein Stahlhohlkörper mit einem Durchmesser von 1,50 Meter, wird mit der Bevölkerung zu Glaubenseinrichtungen der verschiedenen Religionsgemeinschaften, Gedenkstätten, Schulen sowie anderen öffentlichen Einrichtungen und Plätzen bewegt, wo jeweils ein Sandabdruck erzeugt wird. Vertreter der Religionen, Schulen und Öffentlichkeit bringen durch ihre gemeinsame aktive Teilnahme ihre Bereitschaft zu Zusammenarbeit und Austausch zum Ausdruck. Die Kunstaktion mit der rollenden Skulptur wird vor der Verlegung einer dauerhaften Bodenintarsie durchgeführt und dient nicht nur der Einbindung von Angehörigen der besuchten Einrichtungen, die im Weiteren den Weg der Skulptur begleiten und an der Verlegung der Intarsie teilnehmen, sondern auch der Wahrnehmung und Teilhabe einer breiteren Öffentlichkeit. An den Stationen auf dem Weg wird die Skulptur zur Seite gelegt und das Innere des Rings mit einer Schicht weißen Quarzsandes ge! Es werden von verschiedener Seite Beiträge geleiste, Ansprachen, musikalische Vorträge, Theater, Friedensgebete etc. Nachdem der Sand verteilt ist, helfen Anwesende, den Ring mit Schwerlastmagneten wieder aufzu- stellen, und das vergängliche Bild des Engels bleibt zurück. Durch das wiederholte Erzeugen der temporären Sandabdrücke auf dem Weg der rollenden Skulptur leuchtet gleichzeitig an verschiedenen Orten der jeweiligen Stadt dieses Symbol auf und wirbt so für ein friedliches und respektvolles Miteinander der Kulturen. Abraham-Karawane Engel der Kulturen Im Mai 2010 startete die Aktion Abraham-Karawane Engel der Kulturen von Essen/ Ruhrgebiet aus durch den südost-europäischen Raum bis nach Istanbul/ Türkei, um in diesem Symbol die Kulturhauptstädte Europas 2010 — das Ruhrgebiet, P&cs in Ungarn und Istanbul in der Türkei - miteinander zu verbinden. Auf diesem Weg besuchte die Karawane viele weitere Städte auf dem Balkan (siehe Karte). Überall wurden mit Bet: ligung der einheimischen Bevölkerung Aktionen mit dem Engel der Kulturen umgesetzt. In Pecs, Sarajevo, Skopje, Istanbul, Banja Luka und Dubica wurden bleibende Bodenintarsien an prägnanten Plätzen installiert. In den Städten führten die Aktionen zu interreligiösen und interkulturellen Begegnungen. Vielfältige Zeichensetzungen hinterließen ihre Spuren auf dem Weg und knüpften so ein nachhaltiges Band der Freundschaft und Verständigung zwischen den Beteiligten. Dubica/ Bosnien Herzegovina Militärgeistliche in Banja Luka Beteiligung von Schulen In allen Städten, in denen die Kunstaktion stattfindet, werden junge Menschen/ SchülerInnen einbe- zogen. Mit dem Bild Engel der Kulturen kann in vielfältig variierender e zur Vorbereitung der Teilnahme an der Aktion mit Kindern und Jugendlichen aller Altersstufen der Themenkreis "Multikulturelles, multireligiöses Zusammenleben in gegenseitiger Toleranz, Achtung und Bereicherung" fächerübergreifend erarbeitet werden. Die SchülerInnen können eigene künstlerische Umsetzungen des Zeichens erarbeiten und Beiträge (Musik, Theater, Wort etc.) vorbereiten, die am Aktionstag gezeigt und aufgeführt werden. Kunstaktion Engel der Kulturen am EU-Parlament in Brüssel Bei dieser Aktion im Juni 2012 am EU-Parlament werden wir begleitet von vielen SchülerInnen und weiteren am Projekt interessierten Menschen aus Deutschland. Nachdem wir an der Chapelle pour L’Europe eine Bodenintarsie verlegt haben, bewegen die jungen Leute die rollende Skulptur zum Vorplatz des Parlaments, wo Parlamentspräsident Martin Schulz die Begrüßungsansprache hält. Gemeinsam mit ihm und den Anwesenden erzeugen wir einen Sandabdruck und stellen eine Intarsie für die nächste Station her und somit auch einen Engel, der Teil der Säule wird, die in JBktisalacn aufgestellt werden soll. (Informationen, Filme und Fotos zur Aktion auf Imww.engel-der-kulturen.c tml) EU-Parlamentspräsident Martin Schulz : „Der Engel der Kulturen ist ein Symbol für die europäische Idee, wie es kein besseres geben könnte. Die Skulptur transportiert die Aussage von Respekt und Humanität ... Besser kann man kaum darstellen, wie die Menschen trotz unterschiedlicher Religionen und kultureller Prägungen miteinander verbunden sind. Am 19. Juni war der Engel der Kulturen in Brüssel. Dort verlegten die beiden Burscheider Künstler den Engel der Kulturen als Bodenintarsie vor der Europakirche. Anschließend rollten sie den Engel von dort bis auf den Simone-Veil-Platz direkt vor das Europäische Parlament, wo mehrere hundert Menschen, vor allem auch junge Leute, der Erzeugung des temporären Sandabdrucks beiwohnten. Der Zusammenhalt in Europa über politische und kulturelle Grenzen hinaus ist gerade in der heutigen Zeit von größter Bedeutung. In einer Demokratie sind Toleranz und Akzeptanz der Anderen Voraussetzung für ein gelungenes Miteinander. In diesem Sinne hat mich der Engel der Kulturen sehr bewegt ..
Engel der Kulturen
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Engel der Kulturen Porz 2018 Kunstprojekt zur Förderung des interkulturellen und interreligiösen Dialogs _________________________ Das Kunstprojekt Engel der Kulturen fördert seit 2008 durch Aktionen im öffentlichen Raum die interkulturelle und interreligiöse Begegnung. Ins Leben gerufen wurde die Kunstaktion von den Künstlern Carmen Dietrich und Gregor Merten, Burscheid. Bei der Kunstaktion wird eine große Engelsskulptur aus Stahl, die die Symbole der drei monotheistischen Religionen in sich vereint, gemeinsam von den beteiligten Akteuren zu wichtigen interreligiösen Stationen im Bezirk gerollt. An jeder Station wird ein Sandabdruck gelegt und ein interreligiöser Beitrag gebracht (Lieder, Gebete u. ä.). An der Zielstation wird dann die Engelintarsie geschweißt und in den Boden eingelassen. Es kann sich ein interkulturelles Fest anschließen. Diese Kunstaktion wurde bereits in zahlreichen Städten Deutschlands sowie des Balkans und in der Türkei sehr erfolgreich durchgeführt. Auf Initiative des Familienzentrums Porzer Rheinkirchen soll diese Kunstaktion am Sonntag, den 27.05.2018 auch in Porz durchgeführt werden. (bisherige Teilnehmerliste im Anhang). Im Rahmen des Projekts wird ab Januar das Thema Toleranz zwischen den Religionen inhaltlich mit den Kindern in den beteiligten Schulen, Kitas und Familienzentren behandelt. Am 27.05. soll dann bei einem gemeinsamen Gang durch Porz der Engel der Kulturen zunächst als Sandabdruck an drei Stationen hinterlegt werden Voraussichtliche Wegstrecke + Uhrzeiten 12:30 – 13:15 Uhr Start an der Bennauerstr - musikalische Beiträge verschiedener Religionsgemeinschaften und 1. Sandabdruck für die jüdische Gemeinde am Stolperstein Hauptstraße / Bennauerstraße 13:45 – 14:15 Uhr Zweiter Sandabdruck an der Moschee mit Beiträgen verschiedener Religionsgemeinschaften 14:15 – 15.00 Uhr Über die Mühlenstraße, durch die Fußgängerzone zur Josefskirche: 3. Sandabdruck für die beiden christlichen Kirchen + Beiträge… Um ca. 15 Uhr endet der Weg am Rathausvorplatz, wo der Porzer Engel der Kulturen von den Künstlern geschweißt und als Bodenintarsie auf dem Rathausvorplatz installiert werden soll (15.00 bis 15.45 Uhr). Es schließt sich ein großes interkulturelles Fest mit Bühnenprogramm an. Organisiert wird die Kunstaktion vom Kath. Familienzentrum Porzer Rheinkirchen, dem Arbeitskreis um das Fest der Kinder Abrahams und dem Interkulturellen Dienst im Bezirksjugendamt Porz. Das Bürgeramt Porz wurde von Beginn an mit in die organisatorischen Vorbereitungen eingebunden. Bisherige Teilnehmerliste „Engel der Kulturen“ Interkultureller Dienst, Jugendamt Porz Arbeitskreis der Kinder Abrahams Porz Kath. Familienzentrum und Seelsorgebereich Porzer Rheinkirchen, Ensen, Porz-Mitte, Zündorf, Langel Evangelische Kirchengemeinde Porz Evangelisches Jugendbüro Porz Jugendzentrum Glashütte, Porz Pro Humanitate, Porz Evangelische Kita Lukaskirche, Porz Kath. Kita St. Martin, Zündorf Kath. Kita St. Josef, Porz Kath. Kita St. Laurentius, Ensen Köln-Kita Christrosenweg, Zündorf Köln-Kita Kölner Str., Ensen Köln-Kita Zündorfer Str., Urbach Köln-Kita Glashüttenstr., Porz Köln-Kita St. Rochus Str., Eil Köln-Kita St. Sebastianus Str., Wahn Die nachfolgenden Einrichtungen haben noch nicht alle verbindlich zugesagt: Pestalozzischule Wahn GGS Schmittgasse Zündorf GGS Irisweg Zündorf Lessing-Gymnasium Zündorf Wilhelm-Busch-Realschule Zündorf Johann-Amos-Comenius-Hauptschule Zündorf Stadtgymnasium Porz Flüchtlingsunterkünfte Porz
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/02-7/0 Vorlagen-Nummer 0252/2018 Freigabedatum 18.01.2018 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Installation "Engel der Kulturen" auf dem Alfred-Moritz-Platz Beschlussorgan Bezirksvertretung 7 (Porz) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung stimmt einer Installation der Bodenintarsie „Engel der Kulturen“ auf dem Alfred- Moritz-Platz vor dem Rathaus zu. Bezirksvertretung 7 (Porz) 30.01.2018 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Die Bezirksvertretung ist zuständig für Fragen der Gestaltung von bezirklichen Plätzen. Die Beschreibung des Projektes liegt in der Anlage bei. Anlagen
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0252/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 19.01.2018
- Erstellt
- 18.01.2018 14:51