Mandari Insight

0252/2018

Installation "Engel der Kulturen" auf dem Alfred-Moritz-Platz

Beschlussvorlage Bezirksvertretung 19.01.2018

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 7 (Porz), Sitzung am 30.01.2018, TOP 6.5

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Engel der Kulturen®

|
Herkensiefen 6

D-51399 Burscheid - Engel der Kulturen
)

Tel. +49(0)2174 —- 780258

Kunstprojekt zur Förderung des
interkulturellen/ interreligiösen Dialogs

Engel der Kulturen

In unserer globalisierten Welt ist ein friedliches und respektvolles
Miteinander der Menschen bei aller Unterschiedlichkeit von Herkunft,
Kultur und Weltanschauung Grundlage für eine lebenswerte Zukunft. Dies
wird erst durch gegenseitiges Kennenlernen und intensiven Austausch
möglich.

Unser Kunstprojekt Engel der Kulturen fördert seit 2008 durch Aktionen
im öffentlichen Raum die interkulturelle/ interreligjiöse Begegnung und
erweitert den von verschiedenen Gruppen der Gesellschaft geführten
Dialog um eine sinnlich erlebbare Komponente.

In diese Performances werden BürgerInnen, Vertreterinnen der
Öffentlichkeit und der verschiedenen Religionsgemeinschaften sowie
besonders auch junge Menschen eingebunden. Durch kollektives Handeln
entsteht so nach und nach eine soziale Plastik, die durch die
Verknüpfung verschiedenster Städte und Länder erkennbar und bleibend
den Wunsch der Mehrheitsgesellschaft nach einem Zusammenleben in
versöhnter Verschiedenheit zum Ausdruck bringt und verankert.

Bei den Kunstaktionen und deren Vorbereitung an den jeweiligen
Stationen kommt es zu regem Austausch und zur Klärung
unterschiedlicher Positionen zwischen Angehörigen verschiedener
Religionen und kultureller Prägung. Dieser Dialog manifestiert sich am
Tag der eigentlichen Kunstaktion und wird im Nachhinein fortgeführt. In
beteiligten Schulen wird durch inhaltliche und kreative Beschäftigung mit
dem Symbol das Projekt und dessen Intention im Unterricht verstetigt.

An den auf den nachfolgenden Seiten genauer beschriebenen Aktionen
beteiligen sich Städte in Deutschland und im europäischen Ausland, - auf
unserem Weg zu den Kulturhauptstädten Europas im Jahr 2010
schwerpunktmäßig osteuropäische Städte - und setzen durch
gemeinschaftliches Handeln ein klares Zeichen für Frieden und
Versöhnung.

Das Kunstprojekt tritt spaltenden Tendenzen in der formalen Logik des
Bildes entgegen:

Aus diesem Kreis ist keine Gruppe herauszulösen, ohne daß alle
anderen erkennbar mitbeschädigt werden.

So steht Engel der Kulturen immer auch als klares Statement gegen
Rechtsextremismus, Antisemitismus, Islamophobie, Fundamentalismus
und die damit einhergehende Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen.

In dieser Haltung verfolgt das Projekt ein weiteres Ziel: eine Skulptur für
die Nahost-Region. Konkret wächst über Jahre eine zusammengesetzte
Säule, deren einzelne Elemente bei jeder Aktion durch die Beteiligung der
Bevölkerung entstehen (siehe Aktion Verlegung der Bodenintarsie). Deren
Aufstellung ist geplant für Jerusalem und soll dort dokumentieren, wie
viele Menschen eintreten für ein Zusammenleben in versöhnter
Verschiedenheit und dafür an den verschiedensten Orten Zeichen gesetzt
haben, aus denen sich gleichzeitig eine Skulptur der Solidarität für diese
konfliktreiche Region formt. So soll die Vielzahl der handschriftlich
entstanden Teile, aus denen diese Säule gebildet wird, im Nahen Osten
einen Impuls geben, nicht nachzulassen in dem Bemühen um einen
gerechten Frieden, und zum Ausdruck bringen, daß die Menschen in
Europa und darüber hinaus an ihrer Seite stehen.

Carmen Dietrich und Gregor Merten

Die dauerhafte Bodenintarsie

Während dieser Kunstaktion wird der
Engel der Kulturen in Form des
Rings aus Stahl, blau eingefärbtem
Spezialbeton und einem Rahmen aus
Aluminium in den Boden einge-
lassen. Dieses nachhaltige Zeichen
wird auf öffentlichen Plätzen, an
Gotteshäusern der verschiedenen
Glaubensrichtungen, an Schulen
oder anderen Institutionen installiert.

Im Rahmen eines vor Ort
vorbereiteten interkulturellen Festes
legen Vertreterinnen der jeweiligen
Stadt, der Religionsgemeinschaften
und Schulen sowie BürgerInnen
Hand an beim Einlassen der Intarsie.

Im Anschluß an die Verlegung wird
mit Einsatz eines Schneidbrenners
das gleiche Zeichen für die nächste
Stadt hergestellt.

Auch dabei werden die Anwesenden
— besonders gerne Jugendliche -
aktiv einbezogen, da sich durch die
handwerkliche Umsetzung ein Bild
wie das des Engels der Kulturen
besonders gut einprägt.

Durch die Mitwirkung verschiedener
Beteiligter bekommt das Ergebnis
dieses Prozesses einen originären
und handschriftlichen Charakter.

Nach dem Ausbrennen werden die
Teile mit dem Vorschlaghammer
voneinander getrennt.

So entsteht der Ring, der später im
Atelier mit blau eingefärbtem Beton
ausgegossen zur Bodenintarsie für
die nachfolgende Station weiter-
verarbeitet wird.

Indem BürgerInnen der einen Stadt
die Bodenintarsie für die nächste auf
diese Weise herstellen, verbinden
sich Beteiligte und Orte symbolisch
im Gedanken einer gemeinsamen
Verantwortung für ein friedliches und
respektvolles Miteinander.

Die Säule für Jerusalem

Die bei jedem Ausbrennen des
Zeichens jeweils ebenfalls ent-
stehenden inneren Formen des
Engels werden an ihrem Rand mit Ort
und Datum der Aktion versehen,
aufeinander geschichtet und bilden
so die nach und nach wachsende
Säule für Jerusalem.

Alle beteiligen Städte tragen
einander in dieser Skulptur und
bekunden damit ihren Wunsch nach
einem Zusammenleben in versöhnter
Verschiedenheit in ihrer Stadt, in
ihrem Land, in der Nahost-Region
und überall auf der Welt.

Temporäre Aktion mit der rollenden Skulptur

Die überall eingesetzte Skulptur des Engels der Kulturen, ein
Stahlhohlkörper mit einem Durchmesser von 1,50 Meter, wird mit der
Bevölkerung zu Glaubenseinrichtungen der verschiedenen
Religionsgemeinschaften, Gedenkstätten, Schulen sowie anderen
öffentlichen Einrichtungen und Plätzen bewegt, wo jeweils ein
Sandabdruck erzeugt wird. Vertreter der Religionen, Schulen und
Öffentlichkeit bringen durch ihre gemeinsame aktive Teilnahme ihre
Bereitschaft zu Zusammenarbeit und Austausch zum Ausdruck.

Die Kunstaktion mit der rollenden Skulptur wird vor der Verlegung einer
dauerhaften Bodenintarsie durchgeführt und dient nicht nur der
Einbindung von Angehörigen der besuchten Einrichtungen, die im
Weiteren den Weg der Skulptur begleiten und an der Verlegung der
Intarsie teilnehmen, sondern auch der Wahrnehmung und Teilhabe einer
breiteren Öffentlichkeit.

An den Stationen auf dem Weg wird
die Skulptur zur Seite gelegt und das
Innere des Rings mit einer Schicht
weißen Quarzsandes ge!

Es werden von verschiedener Seite
Beiträge geleiste, Ansprachen,
musikalische Vorträge, Theater,
Friedensgebete etc.

Nachdem der Sand verteilt ist, helfen
Anwesende, den Ring mit
Schwerlastmagneten wieder aufzu-
stellen, und das vergängliche Bild
des Engels bleibt zurück.

Durch das wiederholte Erzeugen der
temporären Sandabdrücke auf dem
Weg der rollenden Skulptur leuchtet
gleichzeitig an verschiedenen Orten
der jeweiligen Stadt dieses Symbol
auf und wirbt so für ein friedliches
und respektvolles Miteinander der
Kulturen.

Abraham-Karawane Engel der Kulturen

Im Mai 2010 startete die Aktion Abraham-Karawane Engel der Kulturen
von Essen/ Ruhrgebiet aus durch den südost-europäischen Raum bis
nach Istanbul/ Türkei, um in diesem Symbol die Kulturhauptstädte
Europas 2010 — das Ruhrgebiet, P&cs in Ungarn und Istanbul in der
Türkei - miteinander zu verbinden.

Auf diesem Weg besuchte die Karawane viele weitere Städte auf dem
Balkan (siehe Karte). Überall wurden mit Bet: ligung der einheimischen
Bevölkerung Aktionen mit dem Engel der Kulturen umgesetzt. In Pecs,
Sarajevo, Skopje, Istanbul, Banja Luka und Dubica wurden bleibende
Bodenintarsien an prägnanten Plätzen installiert.

In den Städten führten die Aktionen zu interreligiösen und interkulturellen
Begegnungen. Vielfältige Zeichensetzungen hinterließen ihre Spuren auf
dem Weg und knüpften so ein nachhaltiges Band der Freundschaft und
Verständigung zwischen den Beteiligten.

Dubica/ Bosnien Herzegovina

Militärgeistliche in Banja Luka

Beteiligung von Schulen

In allen Städten, in denen die
Kunstaktion stattfindet, werden junge
Menschen/ SchülerInnen einbe-
zogen. Mit dem Bild Engel der
Kulturen kann in vielfältig variierender
e zur Vorbereitung der
Teilnahme an der Aktion mit Kindern
und Jugendlichen aller Altersstufen
der Themenkreis "Multikulturelles,
multireligiöses Zusammenleben in
gegenseitiger Toleranz, Achtung und
Bereicherung" fächerübergreifend
erarbeitet werden.

Die SchülerInnen können eigene
künstlerische Umsetzungen des
Zeichens erarbeiten und Beiträge
(Musik, Theater, Wort etc.)
vorbereiten, die am Aktionstag
gezeigt und aufgeführt werden.

Kunstaktion Engel der Kulturen am EU-Parlament in Brüssel

Bei dieser Aktion im Juni 2012 am EU-Parlament werden wir begleitet von vielen
SchülerInnen und weiteren am Projekt interessierten Menschen aus Deutschland.
Nachdem wir an der Chapelle pour L’Europe eine Bodenintarsie verlegt haben,
bewegen die jungen Leute die rollende Skulptur zum Vorplatz des Parlaments,
wo Parlamentspräsident Martin Schulz die Begrüßungsansprache hält.
Gemeinsam mit ihm und den Anwesenden erzeugen wir einen Sandabdruck und
stellen eine Intarsie für die nächste Station her und somit auch einen Engel, der
Teil der Säule wird, die in JBktisalacn aufgestellt werden soll. (Informationen, Filme
und Fotos zur Aktion auf Imww.engel-der-kulturen.c tml)

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz :

„Der Engel der Kulturen ist ein Symbol für die europäische Idee, wie es kein
besseres geben könnte. Die Skulptur transportiert die Aussage von Respekt
und Humanität ... Besser kann man kaum darstellen, wie die Menschen trotz
unterschiedlicher Religionen und kultureller Prägungen miteinander
verbunden sind.

Am 19. Juni war der Engel der Kulturen in Brüssel. Dort verlegten die beiden
Burscheider Künstler den Engel der Kulturen als Bodenintarsie vor der
Europakirche. Anschließend rollten sie den Engel von dort bis auf den
Simone-Veil-Platz direkt vor das Europäische Parlament, wo mehrere
hundert Menschen, vor allem auch junge Leute, der Erzeugung des
temporären Sandabdrucks beiwohnten.

Der Zusammenhalt in Europa über politische und kulturelle Grenzen hinaus
ist gerade in der heutigen Zeit von größter Bedeutung. In einer Demokratie
sind Toleranz und Akzeptanz der Anderen Voraussetzung für ein gelungenes
Miteinander.

In diesem Sinne hat mich der Engel der Kulturen sehr bewegt ..

Engel der Kulturen

3594 Zeichen

Engel der Kulturen Porz 2018 
Kunstprojekt zur Förderung des interkulturellen und interreligiösen Dialogs 
_________________________ 
Das Kunstprojekt Engel der Kulturen fördert seit 2008 durch Aktionen im öffentlichen Raum die 
interkulturelle und interreligiöse Begegnung. Ins Leben gerufen wurde die Kunstaktion von den 
Künstlern Carmen Dietrich und Gregor Merten, Burscheid. Bei der Kunstaktion wird eine große 
Engelsskulptur aus Stahl, die die Symbole der drei monotheistischen Religionen in sich vereint, 
gemeinsam von den beteiligten Akteuren zu wichtigen interreligiösen Stationen im Bezirk gerollt. An 
jeder Station wird ein Sandabdruck gelegt und ein interreligiöser Beitrag gebracht (Lieder, Gebete u. 
ä.). An der Zielstation wird dann die Engelintarsie geschweißt und in den Boden eingelassen. Es kann 
sich ein interkulturelles Fest anschließen. Diese Kunstaktion wurde bereits in zahlreichen Städten 
Deutschlands sowie des Balkans und in der Türkei sehr erfolgreich durchgeführt. 
Auf Initiative des Familienzentrums Porzer Rheinkirchen soll diese Kunstaktion am Sonntag, den 
27.05.2018 auch in Porz durchgeführt werden. (bisherige Teilnehmerliste im Anhang). 
Im Rahmen des Projekts wird ab Januar das Thema Toleranz zwischen den Religionen inhaltlich mit 
den Kindern in den beteiligten Schulen, Kitas und Familienzentren behandelt. 
Am 27.05. soll dann bei einem gemeinsamen Gang durch Porz der Engel der Kulturen zunächst als 
Sandabdruck an drei Stationen hinterlegt werden  
Voraussichtliche Wegstrecke + Uhrzeiten 
12:30 – 13:15 Uhr 
Start an der Bennauerstr - musikalische Beiträge verschiedener Religionsgemeinschaften und 1. 
Sandabdruck für die jüdische Gemeinde am Stolperstein Hauptstraße / Bennauerstraße  
13:45 – 14:15 Uhr 
Zweiter Sandabdruck an der Moschee mit Beiträgen verschiedener Religionsgemeinschaften 
14:15 – 15.00 Uhr 
Über die Mühlenstraße, durch die Fußgängerzone zur Josefskirche: 3. Sandabdruck für die beiden 
christlichen Kirchen + Beiträge…  
Um ca. 15 Uhr endet der Weg am Rathausvorplatz, wo der Porzer Engel der Kulturen von den 
Künstlern geschweißt und als Bodenintarsie auf dem Rathausvorplatz installiert werden soll (15.00 
bis 15.45 Uhr). Es schließt sich ein großes interkulturelles Fest mit Bühnenprogramm an. 
Organisiert wird die Kunstaktion vom Kath. Familienzentrum Porzer Rheinkirchen, dem Arbeitskreis 
um das Fest der Kinder Abrahams und dem Interkulturellen Dienst im Bezirksjugendamt Porz. Das 
Bürgeramt Porz wurde von Beginn an mit in die organisatorischen Vorbereitungen eingebunden.

Bisherige Teilnehmerliste „Engel der Kulturen“ 
 Interkultureller Dienst, Jugendamt Porz 
 Arbeitskreis der Kinder Abrahams Porz 
 Kath. Familienzentrum und Seelsorgebereich Porzer Rheinkirchen, Ensen, Porz-Mitte, 
Zündorf, Langel 
 Evangelische Kirchengemeinde Porz 
 Evangelisches Jugendbüro Porz 
 Jugendzentrum Glashütte, Porz 
 Pro Humanitate, Porz 
 Evangelische Kita Lukaskirche, Porz 
 Kath. Kita St. Martin, Zündorf 
 Kath. Kita St. Josef, Porz 
 Kath. Kita St. Laurentius, Ensen 
 Köln-Kita Christrosenweg, Zündorf 
 Köln-Kita Kölner Str., Ensen 
 Köln-Kita Zündorfer Str., Urbach 
 Köln-Kita Glashüttenstr., Porz 
 Köln-Kita St. Rochus Str., Eil 
 Köln-Kita St. Sebastianus Str., Wahn 
 
Die nachfolgenden Einrichtungen haben noch nicht alle verbindlich zugesagt: 
 Pestalozzischule Wahn 
 GGS Schmittgasse Zündorf 
 GGS Irisweg Zündorf 
 Lessing-Gymnasium Zündorf 
 Wilhelm-Busch-Realschule Zündorf 
 Johann-Amos-Comenius-Hauptschule Zündorf 
 Stadtgymnasium Porz 
 Flüchtlingsunterkünfte Porz

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

707 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
I/02-7/0 
 
Vorlagen-Nummer 
 0252/2018 
Freigabedatum 
18.01.2018  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Installation "Engel der Kulturen" auf dem Alfred-Moritz-Platz 
Beschlussorgan 
Bezirksvertretung 7 (Porz) 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung stimmt einer Installation der Bodenintarsie „Engel der Kulturen“ auf dem Alfred-
Moritz-Platz vor dem Rathaus zu.  
 
Bezirksvertretung 7 (Porz) 30.01.2018

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 
Begründung: 
Die Bezirksvertretung ist zuständig für Fragen der Gestaltung von bezirklichen Plätzen. 
Die Beschreibung des Projektes liegt in der Anlage bei. 
Anlagen

Beratungsverlauf (1)

30.01.2018 Bezirksvertretung 7 (Porz)
TOP 6.5 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0252/2018
Typ
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
Datum
19.01.2018
Erstellt
18.01.2018 14:51