V/1015/2018
Produktions- und Konzeptionsförderung für Freie Theater 2019 hier: Bestätigung der Entscheidungen des Theaterkuratoriums
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage A
1380 Zeichen
Anlage A zur V/1015/2018 Kurzüberblick Der Kulturausschuss bestätigt die Entscheidungen des Kuratoriums für Produktions- und Konzep- tionsförderungen für die professionellen freien Theater für das Jahr 2019. Ziele/Teilziele/Zielerreichung - Mit der Unterstützung des professionellen freien Theaters wird das des facettenreiche, vielfältige kulturelle Spektrum in Münster auf hohem Niveau aufrechterhalten und geför- dert. - Die Theaterschaffenden werden in die Lage versetzt, die neuesten Produktionen auf pro- fessionellem Niveau zu realisieren. Die Projekte tragen dazu bei, das kulturelle Veranstal- tungsangebot in der Stadt zu bereichern. - Es wird eine Transparenz der Einzelfallentscheidungen über die Förderungen im Freien Theaterbereich hergestellt. Finanzierung Produktgruppe: 0401 Kulturmanagement / Kulturförderung Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja x Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein Im Entwurf des Haushaltsplans 2019 enthalten? x Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja Nein Bereits veranschlagt? Ja Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig X vollständig frei- willig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) keine
Beschlussvorlage
20220 Zeichen
V/1015/2018
V/1015/2018
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Produktions- und Konzeptionsförderung für Freie Theater 2019
hier: Bestätigung der Entscheidungen des Theaterkuratoriums
Beratungsfolge
28.11.2018 Kulturausschuss Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
Der Kulturausschuss bestätigt die folgenden Entscheidungen des Kuratoriums für Produktions- und
Konzeptionsförderungen für freie Theater für das Jahr 2019.
Die Förderungen stehen unter dem ausdrücklichen Vorbehalt des Ratsbeschlusses über den Haus-
haltsplan 2019 und die damit verbundene Bereitstellung der Haushaltsmittel.
Zusagen:
Theatergruppe / -label Projekt Zuschuss
Cactus Junges Theater Produktionsprogramm 2019 39.000 Euro
Silvia Jedrusiak Produktion „Menschendinge“ 31.000 Euro
Bodytalk TanzTheater Produktionen „Bombe spricht“ und „Noi Divisi-
on“
30.000 Euro
MaKe Produktion „Blake and me and the universe“ 20.000 Euro
Freuynde + Gaesdte Produktionsprogramm „farewell I-III“ 20.000 Euro
Gloster productions Projekt „Karl Philipp Moritz – Facetten der Auf-
klärung“
19.500 Euro
Ensemble FreiFrau Produktion „MutterSeelenAllein“ 8.500 Euro
Fringe Ensemble / Phönix 5 Produktion „Rauschen – ein internationales
Sprechwerk“
8.000 Euro
Public Idea / Thomas Nufer Produktion „Reichtum und heißes Wasser für
alle“
6.000 Euro
Physical Monkey Wiederaufnahme der Produktion „Camouflage“ 6.000 Euro
Rue Obscure Wiederaufnahme der Produktion „Ein neues
Land“
6.000 Euro
Physical Monkey Konzeptionsförderung zur Entwicklung einer 4.000 Euro
Kulturamt
05.11.2018
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Ermeling
Telefon: 492 41 03
Ermeling@stadt-
muenster.de
- 2 -
V/1015/2018
Duo-Performance
Rue Obscure Konzeptionsförderung zur Entwicklung einer
Neuproduktion für 2020
4.000 Euro
Christian Fries Konzeptionsförderung zur Entwicklung des
Stücks „Mann Männer Männlich“
4.000 Euro
Tat Sachen Theater Konzeptionsförderung zur Entwicklung des
Stücks „Hauch“
4.000 Euro
Ablehnungen:
Theatergruppe/-label
Projekt
Eva Maria Luers Produktion „norway today“
ProArtiSt Tanzprojekt „myBody.de“
Krokodil-Theater Produktion „Herr K. haut in die Tasten“
Nolden / Grüneberg Konzeptionsförderung für das Projekt „Stunt Sheroes“
Hidden Tracks Produktion „Sie“
Projektgemeinschaft „Angeko m-
men in Deiner Stadt Münster“
Produktion „Aktennotizen“
Heimat x / Thomas Richardt Produktion „Regen in Münster“
Ari Nadkarni Produktion „Vatermilch – Brief an meinen ersten Dresseur“
Begründung:
Auf der Grundlage der Leitlinien für die Produktions - und Konzeptionsförderung für freie Theater hat
das Kulturamt vor den Sommerferien dieses Jahres die freien Theaterproduzenten zur Antragstellung
bis zum 25. September 2018 aufgerufen. Insgesamt sind darauf hin 23 Anträge von 21 Antragstellern
eingereicht worden. In seiner Sitzung am 31. Oktober 2018 hat das Kuratorium über sämtliche vorlie-
genden Anträge entschieden. Insgesamt hat es neun Produktions- bzw. Programmförderungen aus-
gesprochen und die Förderung von zwei Wiederaufnahmen sowie vier Konzeptionsförderungen ge-
währt. Acht Vorschläge wurden abgelehnt.
Zur Vergabe stand die Summe von 210.000 Euro, die sich aus dem planerischen Ansatz für das Jahr
2019 in Höhe von 180.000 Euro und nicht ver brauchten Mitteln in Höhe von 30.000 Euro (Ausfall von
zwei nicht realisierten Produktionen des Vorjahres) zusammensetzt.
Dem Kuratorium war bekannt, dass die Bereitstellung dieser Mittel unter dem ausdrücklichen Vorb e-
halt des Ratsbeschlusses über den Haushaltsplan 201 9 steht. Dieser Vorbehalt wird nach positiver
Beschlussfassung im Kulturausschuss auch in die Zuwendungsbescheide an die Projektträger aufg e-
nommen.
Im Einzelnen hat das Kuratorium seine Förderentscheidungen für 2019 wie folgt getroffen:
Zusagen:
Antragsteller: Cactus - Junges Theater (Alban Renz)
Projektplanung 2019 mit 3 Jugendtheaterproduktionen und einer Konzep-
tentwicklung
- 3 -
V/1015/2018
Beantragt: 45.000 Euro
Zuschuss: 39.000 Euro
Cactus – Junges Theater repräsentiert die freie Jugendtheaterarbeit in der Stadt in hervorragender
Weise und prägt das Jugendtheaterpro gramm im Theater im Pumpenhaus. Cactus plant 201 9 drei
Theaterproduktionen: Die Mädchen-/Frauenproduktion „Himmel + Hölle“ (AT), die inter-/transkulturelle
Theaterproduktion „ hacken/löffeln/nagen/beißen“ (AT) und die Cactus+-Produktion „Ich/Du/Wir: R o-
bot“ (AT). Darüber hinaus will Cactus die vierte Staffel der SOAP sowie ein internationales Theate r-
stück mit Partnern in Ghana für jeweils 2020 entwickeln Das Kuratorium verspricht sich von der Arbeit
von Cactus auch 2019 ein Programm von besonderer Qualität mit Gestaltungschancen für den Thea-
ternachwuchs unter professioneller Begleitung.
Antragsteller: Bodytalk TanzTheater (Yoshiko Waki, Rolf Baumgart)
Tanztheaterproduktionen „Bombe spricht“ und „Noi Division“
Beantragt: 34.000 Euro
Zuschuss: 30.000 Euro
Die Gruppe „Bodytalk TanzTheater“ um Yoshiko Waki und Rolf Baumgart hat seinen Arbeitsschwe r-
punkt seit 2016 in Münster und ist seitdem „Artist in residence“ im Theater im Pumpenhaus. Die
Gruppe realisiert Originalstoffe als Tanztheater und geht dazu zu weilen mit „Randgruppen“ Koopera-
tionen ein. Mit diesem Ansatz erlangt das Ensemble regelmäßig überregionale Beachtung. „Bodytalk“
realisiert nun 2019 die beiden Produktionen „Bombe spricht“ mit Koproduktionspartnern aus München
und Israel und „Noi Division“ mit Partnern aus Münster.
„Bodytalk“ strebt eine dreijährige Exzellenz -Förderung des Bundes aus dem Programm „Tanzpakt –
Stadt Land Bund“ an, um so in der Lage zu sein, sich als Compagnie mit professionellen Strukturen in
der Region langfristig zu verorten und seine nationale und internationale Ausrichtung zu erhalten und
auszuweiten. 2018 ist dies nicht gelungen. Angeregt durch das Land NRW, bei dem sich die Ra h-
menbedingungen für eine Förderung im Vergleich zum Vorjahr verbessert haben, unternimmt „Bod y-
talk“ mit den neuen Arbeiten nun einen erneuten Anlauf für die Jahre 2019 -2021. Eine für drei Jahre
vorgesehene Beteiligung durch die Kommune von insgesamt 30.000 Euro jährlich ist notwendig, d a-
mit „Bodytalk“ erfolgversprechend Mittel in gleicher Höhe aus d em „Tanzpakt“ beantragen kann. Das
Kuratorium sprach sich für die Neuauflage der Schwerpunktbildung „Tanz“ in den nächsten drei Ja h-
ren mit einem eigens dafür vorgesehenen Budget von 30.000 Euro innerhalb der verfügbaren Fö r-
dermittel aus. Dieser Betrag soll „Bodytalk“ für die Realisierung Ihres Produktionsprogramms bis 2021
unter Einbindung der o.g. Produktionen jährlich zur Verfügung gestellt werden, wenn die beabsichtig-
te Antragstellung beim „Tanzpakt“ erfolgreich sein sollte. Diese Mittel werden in diesem Falle unter
dem Vorbehalt der Bereitstellung der städtischen Haushaltsmittel der kommenden drei Jahre zugesi-
chert. Das Kuratorium verspricht sich von der Arbeit von „Bodytalk“ außergewöhnliche Produktionen
mit überregionaler Beachtung.
Antragsteller: Silvia Jedrusiak
Theaterprojekt „Menschendinge“ (AT)
Beantragt: 34.000 Euro
Zuschuss: 31.000 Euro
Mit ihrem ersten größeren Projekt „Elternschau“ realisierte Silvia Jedrusiak 2016 als eigenständige
Produzentin und Regisseurin ein Theaterstück über Widersprüche des Elternseins. Die Produktion
wurde äußert positiv aufgenommen und mehrfach erfolgreich im Pumpenhaus aufgeführt. Mit der
neuen Produktion „Menschendinge“ setzt sich Jedrusiak mit den Differenzverhältnissen unter Me n-
schen, die zu Konflikten gesellschaftlicher oder politischer Natur führen, auseinander. Sie begegnet
dieser Thematik mit den Mitteln und der Sprache des „Physical Theatres“. Das Kuratorium schätzt die
Herangehensweise Jedrusiaks und verspricht sich eine intensiv erarbeitete und an spruchsvolle Neu-
produktion auf der Höhe der Zeit.
- 4 -
V/1015/2018
Antragsteller: MaKe (Manfred Kerklau)
Projekt „Blake and Me and the Universe“ (AT)
Beantragt: 22.000 Euro
Zuschuss: 20.000 Euro
MaKe setzt sich in seinen Projekten seit mittlerweile 19 Jahren mit der menschlichen Wahrnehmung
und den Konstrukten von Wirklichkeit auseinander und transformiert dichterische Werke in Theateri n-
szenierungen. Sein 20jähriges Jubiläum nimmt MaKe zum Anlass, mit dem neuen Projekt „Blake and
Me and the Universe“ I deen der ersten Stunde, nämlich die Auseinandersetzung mit menschlicher
Wahrnehmung mit den neuesten Entwicklungen von theatraler Installation und Performance zu ko m-
binieren. Das Kuratorium betrachtet das neue Projekt als konsequente Weiterentwicklung der bisheri-
gen Arbeiten mit internationaler Ausrichtung. Es hält die Arbeit von MaKe für einen wichtigen Ba u-
stein in der freien Theaterlandschaft Münsters.
Antragsteller: Freuynde + Gaesdte (Zeha Schröder, Anke Winterhoff)
Produktionsprogramm „farewell I-III“
Beantragt: 30.400 Euro
Zuschuss: 20.000 Euro
Das Ensemble Freuynde + Gaesdte präsentiert seine Produktionen seit 1999 erfolgreich an ung e-
wöhnlichen Orten. Die Gruppe legt nun zum siebten Mal ein themengebundenes Programm vor. Das
Programm „farewell I-III“ widmet sich der aktuellen Thematik des „Brexits“ mit drei Inszenierungen
„Forty elephants “, „ St. Kilda revisited “ und „ Sherlock Holmes und das Ärmelkanal -Ultimatum“. Das
Kuratorium ist sich der Arbeitsqualität des Ensembles bewusst und verspricht s ich wieder ein a n-
spruchsvolles und ambitioniertes Programm zu einem aktuellen Thema.
Antragsteller: Gloster Productions (Carsten Bender)
Projekt “Karl Philipp Moritz – Facetten der Aufklärung“
Beantragt: 38.000 Euro
Zuschuss: 19.500 Euro
Carsten Bender entwickelt ein spartenübergreifendes Projekt in drei Teilen rund um den Schriftsteller
und Spätaufklärer Karl Philipp Moritz mit einer konzertanten Aufführung des Dramas „Blunt oder der
Gast“, einer Schauspielperformance „Moritz – Der tönende Reisende“ u nd einer Matinee mit Lesung
und Vorträgen. Allerdings geht das Kuratorium davon aus, dass für die Produktion „Blunt“ anderweit i-
ge Mittel außerhalb von kommunaler Förderung gefunden werden müssen. Auch sieht es die die F i-
nanzierung der Vortragsreihe nicht als seine vorrangige Aufgabe, so dass die Produktion „Moritz - Der
tönende Reisende“ im Mittelpunkt des Förderinteresses steht. Aus Sicht des Kuratoriums hat Carsten
Bender mit seinem Label Gloster! sein Potential bereits in früheren Prod uktionen unter Bewe is g e-
stellt, so dass es einen Zuschuss von 19.500 Euro zuspricht.
Antragsteller: FreiFrau (Carola von Seckendorff, Cornelia Kupferschmid)
Produktion “MutterSeelenAllein – ein Altweibersommermusical für alle
Jahreszeiten“
Beantragt: 15.000 Euro
Zuschuss: 8.500 Euro
Das Theaterlabel FreiFrau unter der Regie von Carola von Seckendorff und Cornelia Kupferschmid
widmet sich im Schwerpunkt Theaterarbeiten , die anhand persönlicher G eschichten generiert, colla-
genartig dramatisiert und theatral aufbereitet wer den. Im ersten Produk tionsvorhaben „MutterHaben-
Sein“ (Premiere 2015) zeichnete die Gruppe weibliche Lebenslinien nach und beschäftigte sich mit
- 5 -
V/1015/2018
dem Einfluss gesellschaftlicher Ereignisse auf Geschichte und Geschichten von Müttern verschied e-
ner Generationen. Die neue Produktion „MutterSeelenAllein“ knüpft daran an und stellt die Frau und
Mutter mittleren Alters mit ihrer Trauer um Vergangenes, ihrer verlorenen Jugendlichkeit, auf der
Strecke gebliebenen Lebenskonzepten wie auch ihren erreichten Zielen in den Mittelpunkt. Das Kura-
torium kam überein, dem Ensemble die Möglichkeit für diese zweite Produktion zu dieser Thematik zu
geben und sprach einen Zuschuss von 8.500 Euro zu.
Antragsteller: Fringe Ensemble / Phönix 5 (Harald Redmer)
Produktion “Rauschen – ein internationales Sprechwerk“
Beantragt: 16.000 Euro
Zuschuss: 8.000 Euro
Die Produktionsgemeinschaft „fringe ensemble“ (Bonn) und Phönix 5 (Harald Redmer, Münster)
möchte mit dem Projekt „Rauschen – ein internationales Sprechwerk“ ein interkulturell geprägtes
sprachliches Experiment wagen. Dafür werden zeitgenössisches Material, sowie die poetischen
Avantgarden visueller und konkreter Poesie und auch literarische Klangex perimente genutzt, colla-
giert und gesampelt. Die Premiere und d ie ersten Vorstellungen sind in Bonn vorgesehen, weitere
Aufführungen in Münster und Düsseldorf geplant. Wie bereits bei früheren Arbeiten sieht das Kurato-
rium die Hauptproduktionsverantwortung beim Bonner „fringe ensemble“. Harald Redmer leistet mit
seinem Label Phönix 5 einen Koproduktionsbeitrag, der mit einem Zuschuss von 8.000 abgesichert
werden soll, um mindestens zwei Aufführungen im Pumpenhaus zu sichern.
Antragsteller: Public Idea (Thomas Nufer)
Produktion “Reichtum und heißes Wasser “
Beantragt: 10.000 Euro
Zuschuss: 6.000 Euro
Public Idea plant unter der künstlerischen Leitung von Thomas Nufer die surreale und skurrile The a-
terperformance „Reichtum und heißes Wasser für alle“ in der Eissporthalle. Ziel des Projektes ist es,
in einer Verbindung von Theater und politischem Gespräch die Problematik der Menschen in prek ä-
ren Lebenssituationen in unterhaltsamer und schräger Form ins Bewusstsein zu rücken. Im verga n-
genen Jahr wurde der Projektvorschlag noch abgelehnt, fand nun aber in seiner überarb eiteten Kon-
zeption beim Kuratorium Zuspruch.
Antragsteller: Physical Monkey (Sabeth Dannenberg)
Wiederaufnahme der Produktion “Camouflage“
Beantragt: 9.400 Euro
Zuschuss: 6.000 Euro
Es handelt sich um eine Theaterperformance, inspiriert durch Texte von Gioconda Belli, deren Roman
„Bewohnte Frau“ inhaltlicher Ausgangspunkt und dramaturgischer Faden des Stücks ist. Die Produ k-
tion wurde 2017 gefördert und wurde seitdem erfolgreich aufgeführt. Die junge Theatermacherin S a-
beth Dannenberg hat ihre spezi elle Theatersprache kontinuierlich weiterentwickelt. Auch das Insz e-
nierungskonzept der Produktion „Camouflage“ soll nun weiterentwickelt werden, um mit Aufführungen
im Programm des Pumpenhause s wieder aufgenommen werden. Das Kura torium ist vom Potential
und der Arbeitsqualität Dannenbergs überzeugt und spricht sich für eine Förderung der Wiederau f-
nahme in Höhe von 6.000 Euro aus. Das Pumpenhaus hat zugesagt, einen Koproduktionsbeitrag
beizusteuern.
Antragsteller: Rue Obcscure (Anne Keller, Karina Behrendt)
Wiederaufnahme der Produktion “Ein neues Land“
- 6 -
V/1015/2018
Beantragt: 10.345 Euro
Zuschuss: 6.000 Euro
„Rue Obscure“ ist ein junges Theaterlabel für surreale und magisch -realistische Theater- und Perfor-
manceprojekte, das regelmäßig g esellschaftsrelevante Themen aufgreift. 2017 entwickelte das E n-
semble eine theatrale Adaption der Graphic Novel „Ein neues Land“ von Shaun Tan – eine zeitlose
Geschichte, die ganz ohne Worte auskommt. „Rue Obscure“ plant die Wiederaufnahme des erfol g-
reich aufgeführten Stücks im kommenden Spielzeitprogramm des Pumpenhauses. Das Kuratorium ist
von der Qualität der Produktion überzeugt, und spricht sich für eine Förderung der Wiederaufnahme
in Höhe von 6.000 Euro aus. Das Pumpenhaus hat zugesagt , einen Koproduktionsbeitrag beizusteu-
ern.
Antragsteller: Physical Monkey (Sabeth Dannenberg)
Konzeptentwicklung einer Duo-Performance 2020
Beantragt: 5.000 Euro
Zuschuss: 4.000 Euro
Seit ihrer Konzeption „Der Chinesische Mast“ 2016 und der damit zusammenhängenden Realisierung
zweier Soloproduktionen am „Mast“ (siehe auch Produktion „Camouflage) hat Sabeth Dannenberg
ihre künstlerische Linie intensiv weiterentwickelt. Sie beabsichtigt nun die Entwicklung einer Duo -
Performance am Mast mit den Mitteln des Physical Theatres. Das Kuratorium befürwortet die Ko n-
zeptidee und spricht sich für eine Konzeptionsförderung in Höhe von 4.000 Euro aus. Die Konzept i-
onsphase sollen dazu genutzt werden, Potentiale für Ko -Finanzierungen für die dann folgende Pr o-
duktion auszuloten und nach Möglichkeit zu akquirieren.
Antragsteller: Rue Obcscure (Anne Keller, Karina Behrendt)
Konzeptentwicklung einer Neuproduktion 2020
Beantragt: 5.000 Euro
Zuschuss: 4.000 Euro
Das Theaterlabel „Rue Obscure“ plant für die zweite Jahreshälfte 2020 eine Theaterarbeit, die die von
der Gruppe begonnene Liaison von darstellender und bildender Kunst weiter verfolgt. Die Gruppe
plant nun eine Zusammenarbeit mit dem Mitbegründer des Magischen Realismus, Jorge Luis Borges,
auf dessen fantastischen Erzä hlungen die neue Produktion von „Rue Obscure“ basieren soll. Das
Kuratorium befürwortet die Konzeptidee und spricht sich für eine Konzeptionsförderung in Höhe von
4.000 Euro aus. Die Konzeptionsphase sollen dazu genutzt werden, Potentiale für Ko-Finanzierungen
für die dann folgende Produktion auszuloten und nach Möglichkeit zu akquirieren.
Antragsteller: Christian Fries
Produktion „Mann Männer Männlich“
Beantragt: 20.000 Euro (Produktionsförderung)
Zuschuss: 4.000 Euro (Konzeptionsförderung)
Mit “Mann Männer Männlich“ plant Christian Fries ein Theaterstück über das sexuelle Erleben hetero-
sexueller Männer, ihren Umgang mit dem eigenen Körper und ihre Sicht auf das andere Geschlecht.
Das Kuratorium schätzt die Arbeit von Christian Fries sehr und möc hte dessen künstlerische Arbeit
für Münster gesichert wissen. Es hält den Produktionsvorschlag allerdings für nicht ausgereift und
spricht sich für eine Konzeptionsförderung von 4.000 Euro aus. Die Konzeptionsphase soll dazu g e-
nutzt werden die Stückidee in eine ästhetisch ansprechende Form zu überführen und Koproduktion s-
partner ausfindig zu machen.
Antragsteller: Tat Sachen Theater
- 7 -
V/1015/2018
Produktion „Hauch“
Beantragt: 14.300 Euro (Produktionsförderung)
Zuschuss: 4.000 Euro (Konzeptionsförderung)
Mit dem St ück „Hauch“ plant das chilenisch -deutsche Tat Sachen Theater eine Familiengeschichte
von drei Frauen unterschiedlicher Generationen. Mit der Projektidee verbunden ist ein „systemisch -
theatraler Laborversuch“, zu dem Experten der systemischen Familientherap ie zu mehrtägigen
Blockseminaren oder wöchentlichen Sitzungen eingeladen werden, um anhand verschiedener M e-
thoden und Techniken mit dem Stoff des Dramas zu experimentieren. Das Kuratorium erkennt die
eigenständige Arbeitsweise der Gruppe mit den Techniken des Clownstheaters und des Objekt - und
Figurentheaters positiv an, hält das Produktionskonzept allerdings für unklar, überfrachtet und nicht
ausgereift. Es spricht sich aber für eine Konzeptionsförderung von 4.000 Euro aus. Der systematische
Laborversuch soll dabei als Konzeptphase genutzt werden, um ein ausgereiftes narratives Stück zu
entwickeln.
Ablehnungen:
Das Kuratorium lehnte die folgenden Anträge ab, da es die darin beschriebenen Vorhaben im Ve r-
gleich zu den positiv bewerteten Projekten für qualit ativ nicht hinreichend oder weniger hinreichend
einschätzte oder die Projektvorschläge nicht der Förderabsicht der Leitlinien entsprachen:
Eva Maria Luers
Produktion „norway today“
(Das Kuratorium lehnte den Antrag ab, bittet aber das
Kulturamt zu prüfen, ob ein Zuschuss aus der allgeme i-
nen Projektförderung aufgrund von Nachwuchs - bzw. /
Newcomer-Potentialen möglich ist.)
ProArtIst (Joachim Goldschmidt)
Produktion „myBody.de“
(Das Kuratorium le hnte den Antrag ab. Das Pumpe n-
haus bot an, zu prüfen, ob ggf. Mittel aus eigenem
Hause zur Verfügung gestellt werden können, um die
Produktion mit Aufführungen im Pumpenhaus zu real i-
sieren)
Krokodil Theater
Theaterproduktion „Herr K. haut in die Tasten“
Nolden / Grüneberg (Philip Grüneberg,
Andrea Nolden)
Konzeptionsförderung zur Entwicklung eines Stücks
„Stunt Sheroes“
Hidden Tracks (Philip Grüneberg, Je n-
nifer Ocampo Monsalve, Marcela Ruiz
Quintero)
Produktion „SIE“
Projektgemeinschaft „Angekommen in
Deiner Stadt Münster“
Theaterprojekt „Aktennotizen“
Heimat X / Thomas Richardt Produktion „Regen in Münster“
Ari Nadkarni
Produktion „Vatermilch – Brief an meinen ersten Dre s-
seur“
- 8 -
V/1015/2018
I.V.
Wilkens
Stadträtin
Anlagen: Anlage A
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/1015/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 07.11.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37