2010/0363
Bericht zum Beschluss des Magistrats vom 06.08.2008 zur Vorlage Nr. 2008/0335 'Einsatz von Biokraftstoffen und neuen Antriebstechniken im städtischen Fuhrpark zur Reduzierung von CO2 Emmissionen'
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2010/0363
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 01.09.2010 an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: EAD Behandlung in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschluss- fassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2010/0363 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Bericht zum Beschluss des Magistrats vom 06.08.2008 zur Vorlage Nr. 2008/0335 "Ein- satz von Biokraftstoffen und neuen Antriebstechniken im städtischen Fuhrpark zur Reduzierung von CO2 Emmissionen" Vorlage vom: 25. 8.2010 Beschlussvorschlag: Der Magistrat nimmt den Bericht zur Vorlage Nr. 2008/0335 vom 17.07.2008 zur Kenntnis. Anlagen: Datenschutzrelevante Anlage: Beschluss des Magistrats vom 2 ... Berichtsseite zur Magistratsvorlage vom 25. August 2010: Mit dem Beschluss des Magistrats vom 06.08.2008 zur Vorlage Nr. 2008/0335 „Einsatz von Biokraft- stoffen und neuen Antriebstechniken im städtischen Fuhrpark“ wurde auch ein Bericht zum Sachstand der Umsetzung beschlossen. Diesem Beschluss kommt der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft und Stadt- reinigung der Stadt Darmstadt (EAD) mit dem vorliegenden Bericht nach. 1. Seit der Beschlussfassung durch den Magistrat am 06.08.2008 wurden im städtischen Fuhrpark 14 PKW mit einem Ausstoß < 120 g CO 2/km angeschafft bzw. durch Leasing in Betrieb genom- men. Dies entspricht einem Anteil von 19 % der im Fuhrpark der Wissenschaftsstadt Darmstadt vorhandenen PKW. 2. Der Einsatz von biogenem Treibstoff im Bereich der kommunalen Sonderfahrzeuge wird derzeit nicht mehr praktiziert. Durch die zwischenzeitliche Novellierung der Besteuerung biogener Kraft- stoffe und der gesetzlich geregelten, erhöhten Beimischung von Biodiesel in Mineralöldiesel ist der Markt vollkommen zum Erliegen gekommen. Der EAD verfolgt weiter eine höhere Zumi- schung von biogenen Anteilen im Kraftstoff für kommunale Sonderfahrzeuge, die über die gesetz- lich vorgeschriebene Quote hinausgeht. Im Zuge des Neubaus des Betriebsgeländes wird der EAD in seiner Betriebstankstelle eine neu- artige Technik zur fahrzeugbezogenen Beimischung von biogenen Anteilen beim Tankvorgang realisieren. Hierdurch ist die Betankung des städtischen Fuhrparks mit Dieselkraftstoff gesichert und für zukünftige Entwicklungen bzw. für eigene weitergehende Versuche ausgerüstet. 3. Die Idee der Nutzung von Faulgasen zum Antrieb von Fahrzeugen mit Gasmotoren, wie sie in Graz in größerem Umfang realisiert wurde, zeigte sich in Darmstadt schwer realisierbar, da die HSE die auf der Kläranlage anfallenden Faulgase bereits zur Deckung des Eigenenergiebedarfs nutzt. Ein gemeinsames Projekt zwischen der Partnerstadt Graz, dem Agenda Büro und der TU Darm- stadt wurde aus Gründen der finanziellen Belastung des städtischen Haushaltes und der anste- henden Konsolidierungsmaßnahmen nicht weiter verfolgt. Im Zuge des Förderprojektes „Elektromobilität“ der Bundesregierung hat der EAD einen Projekt- antrag im Rahmen der Modell Region Rhein-Main gemeinsam mit der TU Darmstadt zum Thema „Einsatz des Hybridantriebs bei Kommunalfahrzeugen zur Reduktion von schädlichen Immissio- nen“ gestellt. Dieser Antrag wurde zwischenzeitlich vom Grundsatz her genehmigt. Der EAD er- wartet im Laufe des 3. Quartals 2010 den Bewilligungsbescheid. In Ergänzung zu diesen Aktivitäten setzt der EAD bereits heute schon zwei Elektrofahrzeuge zur Entleerung des Papierkörbe in der Fußgängerzone ein. Hierdurch will der EAD frühzeitig für den städtischen Fuhrpark Aussagen über die Alltagstauglichkeit solcher Antriebe in Bezug auf die Zu- verlässigkeit und die Betriebskosten treffen können. Durch die zunehmende Vielzahl umweltrelevanter Vorschriften wie zum Beispiel die Fein- staubverordnung, Stickoxidverordnung oder Lärmvorschriften für Arbeitsmaschinen in Wohnge- bieten ist eine alleinige Fokussierung auf den Ausstoß von CO 2 bereits heute nicht mehr ausrei- chend und für die Zukunft nicht zielführend. Aus diesen Gründen beschäftigt sich der EAD vor- ausschauend für den städtischen Fuhrpark kontinuierlich mit diesen Thematiken, wie das bereits genannte Förderprojekt „Elektromobilität“ oder der Einsatz von Elektrofahrzeugen zur Reinigung der Fußgängerzone verdeutlicht und zur Umsetzung umweltrelevanter Maßnahmen im Fuhrpark der Wissenschaftsstadt Darmstadt führt. Der Beschluss des Magistrats, zukünftig nur noch PKW mit Serienausstattung zu beschaffen, die der zukünftigen EU-Vorgabe von < 120 g CO 2/km Ausstoß entsprechen, hat sich in der Umset- zung bewährt und sollte weiter verfolgt werden. Für Beschaffungen über Serien-PKW hinaus wird 3 ... stets die Abwägung der technischen Anforderungen im Einsatz, der Betriebssicherheit, der Be- triebskosten sowie der Nutzungsdauer zu treffen sein, was den Beschaffungsvorgang in seiner Komplexität nicht vereinfachen wird und entsprechende Sach- und Fachkenntnisse notwendig macht. Darmstadt, 25. August 2010 Der Dezernent Wolfgang Glenz Bürgermeister
Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2010/0363
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 25.08.2010
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00