AN/1009/2022
Antrag zu einem Hochhaus-Moratorium
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Linke Antrag nach § 3
3147 Zeichen
Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln An die Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker An die Ausschussvorsitzende Frau Sabine Pakulat Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 06.05.2022 AN/1009/2022 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Stadtentwicklungsausschuss 02.06.2022 Antrag zu einem Hochhaus-Moratorium Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, sehr geehrte Frau Ausschussvorsitzende Pakulat, Die Fraktion DIE LINKE bittet Sie, den Antrag zu einem Hochhausmoratorium auf die Tagessordnung der kommenden Sitzung des Stadtentwicklungsausschuss zu nehmen. Beschluss: Alle aktuellen Genehmigungsvorgänge für Hochhausbauten in Köln werden gestoppt. Eine Wiederaufnahme der Genehmigungen erfolgt nach Verabschiedung eines „Konzeptes zur Höhenentwicklung der inneren Stadt“. Bei der Erarbeitung eines solchen Konzeptes sind Erfahrungen, welche in anderen Städten gemacht wurden, zu würdigen. Begründung: Aktuell liegt ein Höhenkonzept für die linksrheinische Kölner Innenstadt, inklusive der Ringe, vor. Diese Richtlinie dient dazu, die Sichtachsen des Domes und die der romanischen Kirchen zu schützen. Für Neubauten gilt die maximale Traufhöhe von 22,5 Metern. Der Hauptausschuss hat in der Sitzung vom 07.04.2020 auf Antrag von SPD, CDU, Grüne, Die Linke. und FDP richtigerweise ein Konzept zur Höhenentwicklung der inneren Stadt gefordert. Der Wirkungskreis dieses künftigen Konzeptes soll weit über die Grenzen der linkrheinischen Innenstadt hinausgehen. Die äußeren Grenzen des Konzeptgebietes sollen der links- und rechtsrheinische äußere Grüngürtel darstellen. Sinn des Konzeptes ist, eine ordentliche und zeitgemäße Verteilung bzw. Konzentration von Hochhäusern in Köln zu gewährleisten. Berlin hat bereits ein Hochhausleitbild für die Hauptstadt verabschiedet, in welchem nicht nur architektonische, sondern auch soziale Aspekte des Hochhauses einbezogen werden. Dieses Konzept könnte als Grundlage für die Diskussion herangezogen werden. Bis dato hat die Verwaltung ein Expertenhearing unter Einbeziehung der Politik zu diesem Thema durchgeführt. Es nahmen Städteplaner*innen aus Aachen, Frankfurt am Main und aus London teil. Allerdings scheinen keine Konsequenzen aus den Erkenntnissen von diesem Hearing zu resultieren. Augenscheinlich willkürlich wird stattdessen über weitere Hochhäuser diskutiert, zum Beispiel im Mülheimer Süden und an der Siegburger Straße. Auch wurde, ohne ein übergeordnetes Konzept zugrunde zulegen, ein 80 Meter hohes Haus neben dem ehemaligen Funkturm an der Inneren Kanalstraße beschlossen. Bevor neue Hochhäuser auf den Weg gebracht werden, braucht es ein verbindliches Konzept für Politik, Verwaltung und Investor*innen. Mit einem guten Konzept sind gravierende städtebauliche Fehlentwicklungen zu vermeiden. Mit freundlichen Grüßen gez. Michael Weisenstein Fraktionsgeschäftsführer DIE LINKE
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig abgelehnt
Zur SitzungOrte (1)
- Siegburger Straße
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Details
- Aktenzeichen
- AN/1009/2022
- Typ
- Die Linke. Antrag nach § 3
- Datum
- 06.05.2022
- Erstellt
- 06.05.2022 11:23