AN/1005/2022
Änderungsantrag zu TOP 3.1.4 - "Guter ÖPNV braucht mehr Bundes- und Landesunterstützung – Finanzierung einfordern!"
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Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Grüne)
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Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Kölner Rat CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 05.05.2022 AN/1005/2022 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 05.05.2022 Änderungsantrag zu TOP 3.1.4 - "Guter ÖPNV braucht mehr Bundes- und Landesunterstützung – Finanzierung einfordern!" Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die antragstellenden Fraktionen bitten Sie, folgenden Änderungsantrag auf die Tagesord- nung der nächsten Sitzung des Rates zu setzen. Beschluss: Der vorliegende Antrag wird wie folgt ersetzt: 1. Die Verwaltung wird gebeten, sich in den zuständigen Gremien in Land und Bund (Zweckverbandsversammlung VRS, Deutscher Städtetag, neu auch im für Kommu- nen geöffneten VDV etc.) für zusätzliche (kommunale) Finanzierungsquellen für den öffentlichen Personennahverkehr stark zu machen. Die KVB wird gebeten, hierbei un- terstützend in den für sie zuständigen Gremien tätig zu werden (VRS, VDV, etc.) 2. Die Verwaltung wird gebeten, auch weiterhin den umfänglichen Abruf von ÖPNV- Fördermitteln sicherzustellen und ggf. zu optimieren. 3. Die Landesregierung wird aufgefordert, a. Gemeinsam mit dem Bund durch Entbürokratisierung und Anpassung die Förderbedingungen und –strukturen kurzfristig so weiterzuentwickeln, dass diese den Anforderungen noch besser entsprechen. b. Eine ausreichende Personalausstattung bei den Genehmigungsbehörden zu schaffen, um die Verfahrenszeiten zu verbessern. - 2 - 4. Der Rat der Stadt Köln appelliert an die Bundesregierung, die Kosten für das sog. „9- Euro-Ticket“ komplett vollständig zu übernehmen. Sollte dieses Ange- bot die gewünschte Verlagerung zu mehr Nachfrage im ÖPNV haben, ist eine dauerhafte Regelung zu finden, wie zukünftig eine ausreichende Finanzierung des kommunalen ÖPNV aus Fahrgeldeinnahmen und Steuermitteln langfristig sichergestellt wird. Begründung: Der ÖPNV finanziert sich aus unterschiedlichsten Quellen. Neben Zuschüssen von Land und Bund und dem Verlustausgleich durch den Stadtwerke-Konzern sind dies vor allem Fahr- gasteinnahmen. Trotz der aktuell dramatischen Kostensteigerungen bei den Inputpreisen und der langfristig kontinuierlich steigenden Kosten im ÖPNV soll dennoch eine gewisse Preisstabilität gewährleistet werden. Dabei soll ein vereinfachtes, flexibleres sowie sozialver- trägliches (e-)Ticket- bzw. Bepreisungssystem schrittweise ermöglicht werden. Denkbar sind hierbei Modelle wie das 365-Euro-Ticket oder ein Einwohner*innenticket. Dazu müssen den Kommunen allerdings weitere Spielräume gegeben werden, um zusätzliche finanzielle Mittel auch für Modernisierung und Erweiterung des „Systems ÖPNV“ zu bekommen. Zu diesen Spielräumen gehört neben Erhöhung der Regionalisierungsmitteln einer weiterge- henden Finanzierung der laufenden Betriebskosten auch die Möglichkeit der sogenannten Drittnutzer-Finanzierung, die den Kommunen die Möglichkeit einräumen, mit eigenen Instru- menten Finanzierungsquellen zu erschließen. Dies setzt fast überwiegend Änderungen von Zuständigkeiten im Landes- und im Bundesrecht voraus. Ohne diese weiteren Finanzie- rungsquellen ist die für Erreichung der Klimaziele notwendige Verkehrswende auf Dauer ge- fährdet. In den aktuellen Debatten um die Einführung des sog. „9-Euro-Tickets“ wird außerdem deut- lich, dass es noch Nachsteuerungsbedarf bezüglich der Übernahmen der konkreten Kosten gibt. Im Sinne des Konnexitätsprinzip müssen Bund und Land hier sicherstellen, dass am Ende nicht doch die Kommunen den Fehlbetrag, der durch den Verzicht auf Fahrgeldein- nahmen entsteht, wieder teilweise übernehmen müssen. Durch Entbürokratisierung und Anpassung der Förderbedingungen und –strukturen sollen die – wie mit dem bereits durch die Landesregieung angepassten Verfahren zur Standardi- sierten Bewertung - Zeitabläufe und der Verwaltungsaufwand optimiert werden. So können beispielsweise die Realisierungschancen von Stadtentwicklungsprojekten, die oftmals erst in Abhängigkeit von Stadtbahnmaßnahmen kommunalpolitisch möglich sind, beschleunigt wer- den. Mit freundlichen Grüßen gez. gez. gez. Lino Hammer Niklas Kienitz Lucas Sickmöller - 3 - Grüne- Fraktionsgeschäftsführerr CDU- Fraktionsgeschäftsführerr Volt- Fraktionsgeschäftsführerr
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/1005/2022
- Typ
- Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Grüne)
- Datum
- 05.05.2022
- Erstellt
- 05.05.2022 17:00