V/0372/2009
Kulturgutachten NRW - Konkretisierung von Handlungsfeldern
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Beschlussvorlage
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V/0372/2009 DER OBERBÜRGERMEISTER Kulturamt Betrifft Kulturgutachten NRW - Konkretisierung von Handlungsfeldern Beratungsfolge 09.06.2009 Kulturausschuss Bericht Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Kulturausschuss nimmt die in der Anlage 1 dargestellten Handlungs- und Arbeitsfelder zustimmend zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung zu den darin beschriebenen Schwerpunktbereichen Gespräche mit dem Land NRW aufzunehmen. 2. Damit sind die Anträge der CDU–Fraktion vom 11. 08. 2008 an den Kulturausschuss und der SPD–Fraktion an den Rat vom 18.08.2008 (Nr. A-R/0040/2008) aufgegriffen und erledigt. Begründung: Die Staatskanzlei NRW und die Kunststiftung NRW haben eine zehnköpfige Expertenkommission beauftragt, Stärken und Schwächen der Kultur und der Kulturförderung in Nordrhein Westfalen zu analysieren, auf ihre nationale und internationale Positionierung zu überprüfen und bisher brach- liegende Potenziale aufzuzeigen. Die Veröffentlichung des Gutachtens im Juni 2008 hat eine in- tensive Diskussion im Land NRW und auch in der Stadt Münster hervorgerufen. In Münster haben sowohl die CDU – Fraktion mit Antrag vom 11. 08. 2008 als auch die SPD – Fraktion mit Antrag vom 18. 08. 2008 die Verwaltung gebeten, das Kulturgutachten in Bezug auf den Kulturstandort Münster auszuwerten und Handlungsansätze aufzuzeigen, wie die Münsteraner Stärken im Kulturbereich weiter profiliert werden können. Dabei sind auch zum Teil bereits konkre- te Aufgabenfelder benannt worden. Die Anträge wurden zur weiteren Beratung an den Kulturaus- schuss verwiesen (siehe auch Vorlage an den Hauptausschuss Nr. V/0733/2008). Mit der Vorlage V/0010/2009 wurde ein erster Überblick über ausgewählte Arbeitsfelder gegeben, die in ihrer Bedeutung für Münster genauer betrachtet wurden. Nach Einschätzung der Verwaltung bieten sich diese dargestellten Kulturbereiche zur weiteren Diskussion mit dem Land an, da sie nicht nur lokale Bedeutung für Münster, sondern auch für NRW Potenzial haben. Vorlagen-Nr.: V/0372/2009 Auskunft erteilt: Frau Schnell / Herr Ermeling / Frau Dr. Kirkpatrick Ruf: 492-4100- / 492-4103 / 492-4191 E-Mail: Schnell@stadt-muenster.de Ermeling@stadt-muenster.de Kirkpatrick@stadt-muenster.de Datum: 18.05.2009 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0372/2009 In der Kulturausschusssitzung am 22. Januar 2009 wurde diese Vorlage erläutert und ausführlich diskutiert. Parteiübergreifend wurde die Relevanz der dort benannten Handlungsfelder – Bildende Gegenwartskunst/Junge Kunst, Tanz, „CASE NRW“, Literatur und Film – bestätigt und eine Kon- kretisierung und Profilschärfung der Bereiche bzw. weiterer Handlungsschritte begrüßt. In Anlage 1 dieser Vorlage erfolgt die gewünschte Weiterentwicklung und Vorstellung von Maß- nahmen. Dabei werden als begünstigende Voraussetzungen zunächst zentrale Charakteristika Münsters dargestellt, vor deren Hintergrund die Projektausgestaltungen und Verfahrensweisen ihre besondere Relevanz für die Stadt Münster und insbesondere auch landesweit erhalten. Die Weiterentwicklung der Handlungsfelder liegt bislang in einer jeweils unterschiedlichen Tiefen- schärfe vor. Neben der konkreten Identifikation und Benennung dezidierter Entwicklungslinien im Bereich „Kunst“, können für die Bereiche „Literatur“ und „Tanz“ Perspektiven aufgezeigt werden, die in ihrer weiteren Ausgestaltung maßgeblich auch von weiteren Gesprächen mit zentralen Ko- operationspartnern (z. B. der LWL für den Bereich Literatur sowie die Musikhochschule, die Kunst- akademie und starke „NRW-Tanzstandorte“ als Bündnispartner im Bereich Tanz) abhängen. Für die mögliche Etablierung eines „CASE NRW“ sind insbesondere die Haltung und das Interesse der Universität entscheidend. In Anbetracht der auch internationalen Bedeutung bzw. Strahlkraft, die Münster in den Bereichen „Bildende Kunst“, „Literatur – insbesondere Lyrik“ und „Tanz“ genießt, wurde der in der Vorlage V/0010/2009 ebenfalls thematisierte Bereich „Film“ ebenso wie der angesprochene Bereich „Ba- rock“ hier zunächst zurückgestellt. Allerdings bleibt festzuhalten, dass das Filmfe stival Münster seinen eigenen künstlerischen und regionalen Stellenwert hat und ein wichtiges Element des Kulturlebens in der Stadt darstellt. Un- abhängig von Schwerpunktsetzungen für eine landesweite Relevanz, muss das Filmfestival als regelmäßiger Bestandteil des münsterschen Kulturprogramms und der Kulturlandschaft NRW wei- ter profiliert werden. Darüber hinaus ist zu prüfen, inwieweit die Stadt Münster mit ihrer vom Land geförderten Filmwerkstatt im Verbund mit den weiteren vor Ort vorhandenen Institutionen und Initi- ativen (z. B. Bennohaus, Bürgerfunk, VHS) eine besondere Rolle im Bereich der Medienkompe- tenzvermittlung, -aus- und -weiterbildung spielen kann. Um hier Erfolg versprechende Gespräche mit dem Land NRW zur Festigung und zur weiteren Entwicklung des Festivals führen zu können, bedarf es eines starken Rückhaltes der Stadt. Zur Profilierung im Bereich „Barock“ trägt seit der Spielzeit 2007 / 2008 bereits das neue Festival „Tage der Barockmusik“ bei, das von den Städtischen Bühnen Münster in Zusammenarbeit mit der Westfälischen Schule für Musik ausgerichtet wird. Nach dem Auslaufen des „Barockfestes Müns- ter“ – bzw. dem zwischenzeitlichen Barockfestival Münsterland – wird damit zurzeit ein Veranstal- tungsformat gefestigt, das mittlerweile wieder einen guten Publikumszuspruch erfährt und sich bereits einen eigenen Stellenwert erworben hat. I. V. gez. Dr. Hanke Stadträtin Anlage: 1. Kulturgutachten NRW: Handlungs- und Arbeitsfelder für Münster 2. Antrag der SPD-Fraktion an den Rat Nr. A-R/0040/2008 3. Antrag der CDU-Fraktion an den Kulturausschuss vom 11.08.2008
Anlage-V-0372-2009-KunstNRW
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Anlage 1
Kulturgutachten NRW: Handlungs- und Arbeitsfelder für Münster
1. Zentrale Voraussetzungen und Rahmenbedingungen
1.1 Oberzentrum im ländlichen Raum – Tradition und Moderne
Die Stadt Münster ist Oberzentrum in dem ländlich geprägten Raum des Westfalenlandes.
Als „Provinzhauptstadt“ kommt ihr in Bezug auf eine überregionale bis internationale
Strahlkraft sowie als Impulsgeber und Motor für Ent wicklungen auch in die Region hinein
eine besondere Bedeutung zu. Die traditionsreiche u nd traditionsbewusste Stadt Münster
hat immer gut damit getan, in „maßhaltender“ Manier , Gutes zu bewahren und gleicher-
maßen Innovationen und moderne Entwicklungen zuzula ssen und zu fördern. Mit mo-
dernsten Konzepten in den verschiedensten Bereichen steuert sie dabei stetig ihrem nach
wie vor noch weit verbreiteten Image als „hübsche, etwas verschlafene“ Provinzstadt ent-
gegen.
Dennoch bleibt die Wahrnehmung und medial vermitte lte Darstellung der Stadt Münster
häufig noch recht einseitigen Bildern verhaftet. Gerade die Kultur ist in einem hohen Maße
geeignet, entsprechende „Gegenentwürfe“ mit zu schaffen, zu kommunizieren und vor al-
lem spürbar zu machen. So konnte z. B. mit der Entw icklung des Hafenareals und seinem
gelungenen Mix aus Kultur, Gastronomie und Dienstle istern für die unterschiedlichsten
Zielgruppen ein äußerst attraktiver lebendiger „urb aner“ Kontrapunkt zur ebenfalls stark
frequentierten historischen Innenstadt geschaffen werden.
Mit einer innovativen kulturellen Besetzung und Di fferenzierung städtischer Räume wird
das „Urbanitätsspektrum“ der Stadt Münster auch in Abhebung zu den (kulturellen) Po-
tenzialen des Umlandes spürbar erweitert und ihre R olle als international wettbewerbsfä-
higes Oberzentrum deutlich.
Derzeit erarbeiten auch der LWL gemeinsam mit der Westfalen-Initiative und den drei
westfälischen Bezirksregierungen Handlungsempfehlun gen für die Kultur in Westfalen-
Lippe, nach denen die vorhandenen und förderungswürdigen Potenziale und Themen „der
Fläche“ aufgegriffen und entwickelt werden sollen. Mögliche gemeinsame Anliegen und
Vorhaben von Region und Stadt sind zu prüfen.
1.2 Münster: Wissensstadt und Stadt der Hochschulen
Die Stadt Münster verfügt mit ihren zahlreichen Bi ldungsinstitutionen und ihren acht Hoch-
schulen – darunter die drittgrößte Universität des Landes, eine der beiden Kunstakade-
mien NRWs sowie einer Musikhochschule – über eine d er dichtesten Bildungslandschaft.
Die damit einhergehende außergewöhnliche Sozialstru ktur mit ihrem hohen Anteil an an-
gehenden oder bereits etablierten Akademikern biete t besondere Chancen für eine kultu-
relle Profilierung. Sie schafft die Voraussetzungen und den „Nachfrage-Markt“ sowohl für
die Rezeption von anspruchsvollen eher klassischen (bürgerlichen) Kulturinhalten als
auch für die Auseinandersetzung mit (zunächst fremd en und sperrigen) innovativen Pro-
duktionen und Experimenten. Die mittlerweile weltbe kannte Skulpturenausstellung steht
hier als das wohl berühmteste Beispiel eines „Exper iments“, welches nicht zufällig in der
Stadt Münster gelingen konnte und ein Rezeptionsver halten fern ab von „Mainstream“
und konventionelleren Konsumgewohnheiten demonstriert.
Auch in Bezug auf die kulturelle Produktion zeugen das überdurchschnittlich starke Bür-
gerengagement und die ausgeprägte „freie Szene“ von einer besonders hohen Kompe-
tenz im Spannungsbogen von traditionsbewussten Ange boten bis hin zu experimentellen
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Wagnissen. U. a. mit der Kunstakademie und Musikhochschule sind zudem professionelle
Ausbildungs- und Produktionsbedingungen gegeben, du rch die ein ständiger Rückfluss
der Auseinandersetzung mit aktuellen und zeitgenössischen Positionen gewährleistet ist.
Dieses besondere Klima einer dynamischen und sich zyklisch „verjüngenden“ Wissens-
stadt in ihren wechselwirkenden Bezügen auf die kul turelle Rezeption und Produktion ist
richtungweisend für die weitere kulturelle Profilie rung und macht Münster zu einer Modell-
stadt bezüglich der Verbindung von qualitativ hochwertiger Tradition und „Moderne“.
1.3 Münster – Stadt der kurzen Wege – Kooperationen
Gerade in der auch geografisch überschaubaren Stad t Münster mit ihrer ausdifferenzier-
ten Angebotsstruktur und einer starken, immer wiede r Impulse gebenden „freien“ Szene
liegen deutliche Potenziale in einer Steigerung von Kooperationsbezügen. Vorteile liegen
u. a. in einer jeweils erweiterten Zielgruppenanspr ache, einer gewinnbringenden Nutzung
vorhandener (z.B. räumlicher) Ressourcen, zusätzlic hen Projektfördermitteln durch ge-
meinsame Antragstellungen und insgesamt in einem si ch gegenseitig befruchtenden
künstlerisch-kulturellen Dialoges und Austausches.
Eine Vielzahl von Einrichtungen und Initiativen in Münster weisen bereits eine Vernetzung
auf. Zunehmend mehr findet auch eine Zusammenarbeit über die Grenzen unterschiedli-
cher Trägerschaften (städtisch, „freie“) hinweg statt. Dabei bewahrheitet sich immer wie-
der, dass tragfähige Verantwortungspartnerschaften nur dann funktionieren, wenn Diffe-
renzen und Freiheiten der beteiligten Partner anerk annt bleiben und eine respektvolle Zu-
sammenarbeit „auf gleicher Augenhöhe“ praktiziert wird.
Gemäß der globalen Anforderungen und Möglichkeiten gewinnen zudem internationale
Netzwerke und Koproduktionen immer weiter an Bedeut ung, um zeitgemäße Themen und
Arbeitsweisen sowie internationale Tendenzen bearbeiten und vorstellen zu können.
Auf die besondere Position der Hochschulen wurde b ereits verwiesen. Im kulturellen Sek-
tor liegen hier noch deutliche und bislang ungenutz te Potenziale sowohl in Bezug auf die
Wahrnehmung und Wahrnehmbarkeit der jeweiligen kult urellen Leistungen, Akteure und
Angebote als auch in Bezug auf eine gemeinsame Weit erentwicklung und Verbesserung
der Angebots- und Produktionsbedingungen.
Im Fazit ist bei der folgenden Profilierung ausges uchter kultureller Bereiche insbesondere
auch die hohe Bedeutung kooperativer (international er) Arbeits- und Produktionszusam-
menhänge – v. a. auch mit den Hochschulen – zu berü cksichtigen, um münsterspezifi-
sche Kulturformate mit Alleinstellungsmerkmal zu entwickeln.
2. Handlungsfelder der kulturellen Profilierung
2.1 Bildende Gegenwartskunst
Die besondere Stellung, die die Stadt Münster im B ereich der bildenden Gegenwartskunst
in der kulturellen Profilierung der Stadt Münster e innimmt, ist in der Vorlage V/0010/2009
„Kulturgutachten NRW“ ausführlich dargestellt. Demnach verfügt die Stadt Münster neben
den alle 10 Jahre stattfindenden „skulptur projekte n“ über eine Vielzahl von verschiede-
nen Institutionen, die mit ihren kontinuierlichen u nd hochkarätigen Angeboten an Ausstel-
lungen und Veranstaltungen von internationaler Qual ität ihren Ruf als „zeitgenössische
bildende Kunst Stadt“ festigen und immer wieder bestätigen.
Gerade vor dem Hintergrund der oben genannten zent ralen Voraussetzungen und Rah-
menbedingungen bieten sich insbesondere zwei Entwic klungsperspektiven an, die dies-
bezüglich auch aus Landessicht von besonderem Interesse sein müssten und demzufolge
hier näher konkretisiert werden sollen.
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2.1.1 Junge Kunst
Münster ist nicht nur eine Stadt, in der herausrag ende, richtungweisende Ausstellungen
zu wichtigen internationalen Positionen der Gegenwartskunst gezeigt werden. Sie ist auch
eine Stadt, in der unter anderem an der Kunsthochsc hule aber auch an der Fachhoch-
schule für Design sehr viel hochkarätige Kunst prod uziert und gezeigt wird. Darüber hin-
aus gibt es eine große Fakultät für Kunstgeschichte an der Westfälischen Wilhelms-
Universität Münster. Münster ist fast einzigartig i n NRW für die Dichte des Angebotes auf
Hochschulebene im Bereich der kreativen Berufsfelder.
Die Stadt Münster ist daran interessiert, Möglich keiten zu entwickeln, die dieses vielfältige
kreative Potenzial wahrnimmt, ernst nimmt und ausba ut. Talentierte Künstler sollen in
Münster Möglichkeiten vorfinden, die die Stadt als Wohn- und Arbeitsort attraktiv gestal-
ten, um den Fortgang der jungen Künstler aus Münste r und Nordrhein-Westfalen zu un-
terbinden und das kulturelle Leben der Stadt durch ihre Anwesenheit zu bereichern. Eine
nuancierte Infrastruktur, wo diese kreative Energie der jungen Kunstszene gedeihen kann,
ist bereits vorhanden, soll jedoch noch intensiver weiter entwickelt werden.
Folgende Infrastrukturen werden bereits angeboten:
• Mehrere kostengünstige Atelierhäuser (Speicher II, Schulstraße, Fresnostraße)
• Off-Space Initiativen, die von der Stadt betreut u nd gefördert werden, zum Beispiel der
Förderverein Aktuelle Kunst.
• Ausstellungsreihen, wie in der Stadthausgalerie, d ie den neuesten Positionen der
Nachwuchsgeneration ein öffentliches Show-Case bieten.
• Die Möglichkeit der städtischen Einrichtung AZKM a ls Katalysator, Koordinator und
partnerschaftlicher Berater für Projekte junger Kunst tätig zu sein.
• Ständiger Austausch und partnerschaftliche Projek tentwicklungen mit der Kunstakade-
mie (jährliche Ausrichtung des Förderpreises der Fr eunde der Kunstakademie in der
AZKM).
• Förderung des Wewerka-Pavillons, in dem regelmäßig die Studenten der Kunstaka-
demie Münster Installationen präsentieren.
Diese bereits vorhandene Infrastruktur soll mit fo lgenden Entwicklungsmodellen berei-
chert und erweitert werden:
• Projektreihen und Ausstellungen, die Netzwerke inte nsivieren und der Kunstpro-
duktion ein öffentliches Forum bieten
Angestrebt sind die Entwicklung von Projekten, die Netzwerke für die hier ansässigen
Künstler kreieren und ausbauen, um ihre Kontakte mi t anderen Künstlern im europäi-
schen Raum zu intensivieren und ihre Auseinanderset zung mit den neuesten Tenden-
zen junger Kunst ständig zu aktualisieren. Der Prot otyp eines solchen Projektmodells
ist bereits durchgeführt worden: Das sehr erfolgrei che Projekt „Initial“, kuratiert von fünf
ehemaligen Studenten der Kunstakademie und betreut von der AZKM, wurde mit Un-
terstützung des Landes 2007 realisiert. Weiterhin i st eine Ausstellungsreihe „Off-
Space“ mit jungen Kunstakademie-Absolventen aus gan z Europa im FAK realisiert
worden. Durch das erfolgreiche Projekt 2008 hat de r FAK neue Impulse bekommen
und sich als wichtiges Forum für den Diskurs über d ie aktuellsten Tendenzen der bil-
denden Kunst etabliert. Das Ausstellungsprojekt, un terstützt vom Land NRW, wurde
durch einen Nachwuchskurator kuratiert, der sein St udium der Kunstgeschichte an der
WWU Münster absolviert hat.
Um Netzwerke mit Künstlern aus NRW zu intensiviere n wird im Herbst 2009 das Pro-
jekt mit der Künstlergruppe „Konsortium“ aus Düsse ldorf im Hafen- und Bahnhofsbe-
reich der Stadt Münster realisiert. Auch bei diesem Projekt wird ein junger Kurator die
Möglichkeit bekommen, Berufspraxis zu sammeln. „Konsortium“ selbst betreibt seit vie-
len Jahren einen Ausstellungsraum in deren Heimatst adt, in der bisher über 70 Aus-
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stellungen gezeigt wurden. Gerade durch diese Zusam menarbeit soll ein noch nicht
vorhandener Austausch mit der Kunstszene in Düsseld orf hergestellt und intensiviert
werden.
Weitere Ausstellungstypen sollen Kooperationen ans treben und das Potenzial der jun-
gen Kunst stärker im öffentlichen Bewusstsein posit ionieren. Zwei Varianten wären:
Ausstellungen von jungen Absolventen der Kunstakade mie Münster mit Absolventen
anderer Kunsthochschulen; Ausstellungen mit jungen, hoch begabten Künstlern aus
Münster und der Region als Kooperation zwischen der AZKM und dem Westfälischen
Kunstverein.
•• •• Stadtentwicklung und städtischen Identität durch j unge Kunst
Nicht nur die junge Kunst soll von den infrastrukt urellen Bedingungen, die die Stadt
bietet, profitieren. Die Stadt selbst soll und kann durch die Anwesenheit der jungen
Künstler – durch ihr Anders-Denken und ihren unkonv entionelleren Lebensstil – das
Selbstverständnis der Stadt als urbane, moderne Met ropole lenken, umändern und
schärfen; ein Gegenpol zum traditionellen Postkarte nimage der Stadt Münster. Die
Künstler ziehen häufig in vermeintlich unattraktive Gebiete der Stadt, um sie dann mit
großstädtischer „Lebensmanier“ zu beleben. Sie dien en somit als subversive, zu-
kunftsgerichtete Stadtentwickler. In diesem Sinne k önnen ggf. auch städtische Räume,
in denen ein Entwicklungsbedarf besteht, gezielt al s Orte für künstlerische Projektver-
wirklichungen aufgesucht werden.
•• •• Ausbau kulturwirtschaftlichen Potenzials
Die Durchführung von Ausstellungen und Projekten j unger Kunst bedarf nicht nur des
kreativen Potenzials der Künstler, sondern auch der Fähigkeiten von jungen Kunsthis-
torikern, Journalisten, Absolventen von Kommunikati onsstudiengängen, Graphikern,
Webdesignern usw. Es sollen praxisorientierte Bedin gungen entwickelt werden, um die
Qualifizierung dieser Berufsgruppen zu verbessern.
Eine Kooperation mit dem Kuratorenprogramm des Schl osses Ringenberg wird für
2010 bereits angestrebt. Ein Nachwuchskurator aus d em Programm wird in Zusam-
menarbeit mit einem jungen Grafikdesigner und Press ereferenten eine Ausstellung in
Münster mit Nachwuchskünstlern realisieren.
• Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – Methoden um Vie lfalt und Qualität des Ange-
bots junger Kunst in Münster zu kommunizieren
Der Zugang zu Informationen über das Angebot junge r Kunst in Münster muss opti-
miert werden. Mögliche Instrumente und Maßnahmen hi erfür sind: Pressekoordinator,
Werbemaßnahmen (Newsletter, Website, Informationsbroschüre).
2.1.2 Internationalität - Ausstellungsprogramm und Thematik „Kunst und Öffentlichkeit“
Ohne Kontakt mit der internationalen Kunstszene is t die Durchführung eines hochkaräti-
gen Ausstellungsforums heute nicht möglich. Die Ber ücksichtigung von Künstlern mit in-
ternationalem Renommee aus ganz Europa und dem weit eren Ausland im Ausstellungs-
programm gehört zum Alltagsgeschäft. Die AZKM hat s eit ihrer Entstehung mit den Maß-
stäben der Internationalität gearbeitet. Nicht nur Ausstellungen mit renommierten Künst-
lern wie Simon Starling, Ugo Rondinone, Laura Owens oder Aeurnot Mik, sondern Koope-
rationen mit angesehenen Institutionen im In- und A usland wie Neue Pinakothek der Mo-
derne München, Camden Art Center London, Blaffer Mu seum of the University of Hous-
ton, Kunsthalle Zürich, Migros Museum Zürich und Bo nnefanten Museum Maastricht ha-
ben ihrem Programm einen besonderen Stellenwert ver liehen. Für das Renommee der
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AZKM und somit die Positionierung und Festigung der Stadt als bildende Kunst Stadt mit
besonderem Rang müssen die Bedingungen aufrecht erh alten und teilweise ausgebaut
werden, die der Ausstellungshalle diesen Ruf ermögl icht (Katalog-Publikationen, Maß-
nahmen der kulturellen Bildung, Entwicklung eines R ahmenprogramms: Vortragsreihen
und Künstlergespräche). Das Publikum profitiert von der Auseinandersetzung mit den ak-
tuellsten und intellektuell anspruchsvollsten Tende nzen der zeitgenössischen Kunst. Auch
die Künstler der Stadt profitieren von dem Renommee einer Institution von internationaler
Wichtigkeit in ihrem Arbeitsfeld. Die AZKM ermöglic ht den ansässigen Künstlern den Kon-
takt mit Galeristen, international tätigen Kuratore n sowie renommierten Museen und
Kunsthallen.
Um das Programm der AZKM noch stärker im internati onalen Diskurs zu verankern, ist
eine Ausstellung mit Ilja Kabakov im Frühjahr 2011 angedacht. Kabakov gilt als einer der
wichtigsten Künstler weltweit. Seine sehr spezifisc he Auseinandersetzung mit dem öffent-
lichen Raum hat seine künstlerische Position eine s tarke Beachtung in der jüngeren
Kunstgeschichte finden lassen. Eines seiner wichtig sten Kunstwerke „Blickst du hinauf
und liest die Worte …“ befindet sich in Münster, en tstanden als Beitrag zur „skulptur pro-
jekte 1997“.
Mit dem großen Erfolg der „skulptur projekte“ gehö rt die Thematisierung von „Kunst im
öffentlichen Raum“ bzw. die noch umfassendere Thema tik „Kunst und Öffentlichkeit“ zu
Münsters bedeutsamsten „kulturhistorischem Erbe“. D ie kontinuierliche Erneuerung der
Auseinandersetzung mit der Öffentlichkeit unter äst hetischen Prämissen mit fortwährend
neu formulierten Fragestellungen ist für die Weiter entwicklung der Stadt Münster als „bil-
dende Kunst Stadt“ äußerst relevant. 2010 ist ein g roß angelegtes Projekt zwischen der
AZKM und dem Westfälischen Landesmuseum geplant, da s auf besondere Weise die
Thematik „Kunst, städtische Identität und Öffentlichkeit“ aufgreift. Darüber hinaus hat und
wird das Programm der AZKM in verstärktem Maße die Thematik „Ästhetik und Öffentlich-
keit“ aufnehmen unter verschiedensten konzeptuell ausgearbeiteten, teilweise experimen-
tellen Geschichtspunkten.
2.2 Literatur
2.2.1 Kompetenzzentrum Literatur Münster
Die Anträge sowohl der CDU – Fraktion als auch der SPD – Fraktion zum Kulturgutachten
NRW haben beiden eine Stärkung des Bereiches der „L iteratur“ zum Inhalt. Zum einen
wurde die Prüfung einer möglichen Entwicklung eines Literarischen Zentrums (CDU) zum
anderen die Profilierung des Internationalen Lyrike rtreffens mit dem Preis für Europäische
Poesie (SPD) in den Fokus genommen.
Die Vermittlung der Literatur erfolgt überwiegend über literarische Einrichtungen und Ge-
sellschaften, die als wichtige Drehscheibe zwischen Literaturproduktion und Literaturre-
zeption, kontinuierlichem Diskurs, schriftstelleris cher Arbeit und der öffentlichen Ausei-
nandersetzung fungieren. Diese Einrichtungen und Ge sellschaften bieten darüber hinaus
eine kompetente Beratung und vielfältige Servicelei stungen für Autorinnen und Autoren,
Publikum und Literaturinteressierte: Lehrende, Stud ierende, Journalisten, Wissenschaft-
ler, Schüler und Schülerinnen. Lokal verankert wirk en sie über die Stadtgrenzen hinaus,
grenzüberschreitend sowohl regional als auch landesweit bis international.
Bereits in den „Handlungsempfehlungen für Kultur i n Westfalen-Lippe“ des LWL wurde
deutlich gemacht, dass die Region über leistungssta rke Literaturbüros, zahlreiche literari-
sche Orte und Veranstaltungsreihen verfügt. Darin w ird die Idee der Verortung eines Lite-
raturzentrums für NRW auf der Wasserburg Hülshoff b ei Havixbeck beschrieben: Burg
Hülshoff als Geburts- und langjähriger Wohnort von Annette von Droste Hülshoff könnte
zu einem Veranstaltungs-, Lern-, Arbeits- und Gesprächsort für Literatur in NRW werden.
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Ausgehend von dem dezentral angelegten System im M ünsterland bietet sich die Stadt
Münster als Mittelpunkt der „literarischen“ Region Westfalen für das urbane, moderne Li-
teraturgeschehen an. Die ländliche und historische Herangehensweise der LWL-Idee wird
somit ideal ergänzt und kann mit dem Kompetenzstand ort Münster effektiv korrespondie-
ren.
Münster mit den Rahmenbedingungen eines Oberzentru ms als Präsentations- und Infor-
mations- sowie Vermittlungs- und Diskursstandort, a ls Zentrale für die Bündelung und
Entwicklung literarischer Angebote!
Die Stadt hat das deutliche Potenzial, diese lokal verankerte und weit wirkende Dreh-
scheibenfunktion zu erfüllen und als Kompetenzstand ort ausschlaggebende Impulse für
die Region und NRW zu geben.
2.2.2 Lyrikertreffen Münster und Preis für Europäis che Poesie
Ausgangspunkt für den Kompetenzstandort „Literatur “ ist dabei das Internationale Lyriker-
treffen mit dem Preis für Europäische Poesie, das s eit 1979 alle zwei Jahre in Münster
durchgeführt wird. Das Lyrikertreffen gehört seitde m zu den wichtigsten literarischen Ver-
anstaltungen in Deutschland. Das Veranstaltungskonz ept verknüpft ein mehrtägiges Tref-
fen internationaler Lyriker und Poeten mit dem Prei s der Stadt Münster für Europäische
Poesie. Mit dem Preis werden ein international rezi pierter Lyrikband und dessen eigen-
ständige Übersetzung ausgezeichnet. Diese Kombinati on eines Internationalen Lyriker-
treffens mit einer Preiskonzeption, die den Übersetzer gleichrangig mit dem Autor würdigt,
hat bundesweit Einmaligkeitscharakter.
Schon in der Berichtsvorlage an den Kulturausschus s V/0010/2009 (Sitzung am 22. Ja-
nuar 2009) hat die Verwaltung neue Impulse und Entw icklungsperspektiven mit einer
Schwerpunktsetzung für Münster auf dem Gebiet der L yrik und Poesie aufgezeigt und da-
bei das Lyrikertreffen in den Mittelpunkt gestellt. Inzwischen wurde das 17. Internationale
Lyrikertreffen mit außerordentlichem Erfolg und aus verkauften Veranstaltungen durchge-
führt. Die öffentliche Aufmerksamkeit wurde im Mär z 2009 explizit auf die Lyrik gelenkt
und das in der Stadt existierende Potenzial und die Kompetenz Münsters machten sich
beispielhaft deutlich.
Für Gespräche mit dem Land zur Positionierung Müns ters als literarisch – lyrisch / poeti-
sches Kompetenzzentrum in NRW bieten sich damit da s Lyrikertreffen und der damit
verbundene Preis für europäische Poesie hervorragen d an. Die besondere Schwerpunkt-
setzung auf Lyrik und Lyrikübersetzung eröffnet die Chance auf eine klare Profilierung
durch eine Vorreiterrolle und durch den Alleinstell ungscharakter in der vielseitigen Litera-
turlandschaft in NRW.
Um diesem Anspruch der neuen Positionierung gerech t werden zu können,
• muss das Konzept des Lyrikertreffens weiter entwic kelt und in der Wahrnehmung auf
eine höhere Stufe gehoben werden,
• müssen sich die Lyrik und das Lyrikertreffen durch interessante Kooperationsmodelle
mit einer Einbindung der freien Szene, münsterscher Verlage, dem Buchhandel und
den örtlichen Bibliotheken (siehe POETRY – Programm 2009) neue Zielgruppen er-
schließen,
• sollten Anbindungen wie beispielsweise eine intern ationale PEN -Tagung möglich wer-
den,
• muss eine intensivere Zusammenarbeit mit der Unive rsität erfolgen, um weitere Kon-
zeptentwicklungen zu ermöglichen und ein dialogisch es Erarbeiten aktueller Tenden-
zen sowie wissenschaftlicher Erkenntnisse zur zeitgenössischen Poesie zu gewährleis-
ten,
• muss der Europäische Preis für Poesie in seinem Ch araktermerkmal der eigenständi-
gen Übersetzerleistungen weiter aufgewertet werden.
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2.3 Tanz in Münster
Auch die aktuellen Kompetenzen der Stadt Münster i m Bereich „Tanz“ sowie seine histo-
rische Bedeutung für die Entstehung und Weiterentwi cklung des weltberühmten Deut-
schen Tanztheaters und des Avantgarde-Tanzes sind i n der Vorlage V/0010/2009 aus-
führlich beschrieben. Der Bereich „Tanz in Münster“ findet zudem auch Beachtung in dem
Bericht „Kunst NRW“.
Vor diesem Hintergrund sind mögliche Entwicklungsp erspektiven sowohl in Bezug auf den
Ausbau als Produktions- und Koproduktionsstandort a ls auch hinsichtlich verstärkter in-
ternationaler Präsentationen gegeben.
Im Rahmen ihrer jeweils unterschiedlichen künstler ischen Ausrichtungen – nationale und
internationale Avantgarde (Pumpenhaus) und Ausdruck stanz / Folkwangtradition (Tanz-
theater der Städtischen Bühnen) – finden in beiden Häusern Neuproduktionen bzw. Ko-
produktionen statt, die überregionale Beachtung finden.
Insbesondere das Theater im Pumpenhaus hat sich in der Vergangenheit bis heute dies-
bezüglich auch als „Sprungbrett“ erwiesen für junge talentierte Choreografen, Tänzer und
Produzenten und sie von ihren „no-name“-Anfängen bi s zu ihrem internationalen Durch-
bruch begleitet. Sascha Walz, Rosas/Platel, Club Gu y Roni, Raimund Hoghe und die
jüngste Neuentdeckung Samir Akika – der in diesem Jahr auch eine Spitzenförderung des
Landes erhält – stehen hier als eindrucksvolle Beis piele. Nicht nur in Fachkreisen zählt
das Theater im Pumpenhaus in dieser Hinsicht zu den Top-Adressen in Deutschland und
hat sich als Avantgarde-Theater einen internationalen Ruf erarbeitet.
Münster kann und muss seine Eignung als Produktion sstandort ausbauen, um diesem
Ruf weiterhin gerecht zu werden bzw. um ein – auch für das Land – interessantes, be-
sonders förderungswürdiges und eigenständiges Profi l im Bereich Tanz entwickeln zu
können. Die Stadt Münster bringt dafür sehr gute Vo raussetzungen mit, wenn sie sich –
auch in Abgrenzung und Ergänzung zu den anderen bed eutenden Tanzstandorten (z. B.
Wuppertal) – auf besondere Stärken konzentriert und damit Alleinstellungsmerkmale ent-
wickelt:
• (weiterhin) Fokussierung insbesondere auf die Unte rstützung, Begleitung und Präsen-
tation junger Choreografen und Produzenten / Fortse tzung und Ausbau entsprechen-
der erfolgreicher Formate im Theater Pumpenhaus (an alog zum Bereich „Junge Kunst“
in Münster).
• Dabei ist auch eine Realisierung innovativer, inte rdisziplinärer Arbeitsansätze und Pro-
duktionszusammenhänge durch die Verbindung mit den vor Ort vorhandenen Poten-
zialen der Kunstakademie und der Musikhochschule zu überprüfen.
• Erste gemeinsame Überlegungen zum Aufbau von Koope rationsstrukturen mit starken
Tanzstandorten in NRW sind weiter zu verfolgen und in ihrem inhaltlichen Profil zu
schärfen.
• In dem groß gewordenen Europa spielen internationa le Präsentationen und Gastspiele
sowie Kooperationsstrukturen zwischen international positionierten Theatern/Festivals
und Initiativen eine immer größere Rolle. Mit und i n ihnen werden neue Themen und
Sichtweisen sowie große internationale Tendenzen be arbeitet und präsentiert. Eine
Profilierung als starker Tanzstandort setzt dements prechend auch ein regelmäßiges
und starkes internationales Gastspielprogramm an de n Städtischen Bühnen und im
Theater im Pumpenhaus voraus.
• Mit einer diesbezüglich im Theater im Pumpenhaus b ereits in Ansätzen praktizierten
Schwerpunktsetzung auf internationale Gastspiele au s Flandern und den Niederlanden
ließen sich hier zudem besondere Akzente setzen. Di e niederländische und flämische
Theater- und Tanzlandschaft ist seit der Mitte der 80er Jahre einer der besten
HotSpots für Innovationen, neue Impulse und Upcomin g-Talents. Ein intensiver Aus-
tausch mit diesen Nachbarländern stärkt zudem den „eurogenialen“ Gedanken und ein
entsprechend – auch in anderen Bereichen realisiert es – strategisches Vorgehen und
Bündnis.
8
2.4 CASE NRW, Center for advanced studies in Art, Science and Economy
Die Vision des in dem Bericht „Kunst NRW“ vorgesch lagenen CASE NRW besteht in ei-
nem internationalen Forschungs- und (Kunst-)Produkt ionsnetzwerks, das den Künsten,
den (Natur-)Wissenschaften und der Wirtschaft eine Plattform bietet, um die je eigenen
Entwicklungstendenzen zu erforschen und konkrete Vo rschläge für eine zukunftsorientier-
te Kunstpraxis im Spannungsfeld von Kunst / Wissens chaft und Wirtschaft zu erarbeiten.
Dazu sei ein Institut (z. B. auch als An-Institut e iner bestehenden Hochschule) zu grün-
den, das künstlerische Forschungsprojekte initiiert und gemeinsam mit Hochschule, For-
schungseinrichtungen, Wirtschaftsunternehmen, aber auch anderen kulturellen Einrich-
tungen realisiert.
Eine derartige Einrichtung böte zudem ggf. auch An knüpfungspunkte für die gerade in
Münster sinnvollen, aber fehlenden Aus- und Weiterb ildungsprogramme für Kulturmana-
gement, Kulturproduktion und Kuratorenqualifikation.
In der Vorlage V/0010/2009 wurden bereits die zent ralen Faktoren, die die Stadt Münster
zu einem idealen Standort für die Ansiedlung des CASE NRW machen würden, dargelegt:
• Dichte der kulturellen Institutionen zusammen mit dem Potenzial der Universität, der
Kunstakademie und Musikhochschule.
• an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und W irtschaft bereits vorhandene Ko-
operationspraxis der Arbeitsstelle Forschungstransf er-AFO der Uni Münster, dem Eu-
ropean Research Center for Information Systems (ERC IS) der Uni Münster, weiteren
Kooperationspartnern aus Wissenschaft und Wirtschaf t und Einrichtungen wie dem
Künstlerdorf Schöppingen.
• das vom Land NRW geförderte Modellprojekt „Stipend ien an der Schnittstelle von
Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft“, angesiedelt am Künstlerdorf Schöppingen: Es
richtet sich an Künstlerinnen und Künstlern mit int erdisziplinärem Forschungsinteresse
aber auch an Wissenschaftler, Graduierte oder Exper ten aus den Bereichen Wissen-
schaft oder Wirtschaft mit künstlerischer Fragestellung in ihren Projekten.
Mit dem Stipendienprogramm im Künstlerdorf Schöppi ngen – ebenfalls in Kooperation mit
der Universität Münster/Arbeitsstelle Forschungstra nsfer – ist ein Pilotvorhaben initiiert
worden, welches bereits Zielsetzungen eines „CASE NRW“ aufgreift.
Den bisherigen Erfahrungen nach wird das Programm sehr gut angenommen. Bereits
zum Start 2008 haben sich 160 Künstler, Wissenschaf tler und Ökonomen aus 30 ver-
schiedenen Ländern mit konkreten Projekt- und Forsc hungsvorhaben beworben. Bisher
konnten ca. 25 Projekte über die Arbeitsstipendien oft in Kooperation mit der WWU, der
IHK oder Sponsoren aus der Wirtschaft realisiert we rden. Ausgewählte Arbeitsergebnisse
werden in jährlichen Ausstellungen im Künstlerdorf Schöppingen präsentiert. Zusätzlich
wird das gesamte Projekt durch Tagungen flankiert u nd über diverse Internetauftritte
kommuniziert.
Für mögliche Gespräche mit dem Land sollte aus die sen Erfahrungen und Kooperations-
strukturen heraus, eine erste Projektskizze zur Ent wicklung eines CASE NRW in Münster
erarbeitet werden. Wesentlicher Impulsgeber dafür k önnte die Universität Münster sein.
Um Projektpartnern, Multiplikatoren, Interessenten etc. einen ersten Eindruck möglicher
Arbeitsergebnisse an der Schnittstelle Kunst/Wissen schaft/Wirtschaft zu vermitteln, könn-
te zudem eine Sonderausstellung mit Exponaten aus d em oben dargestellten Stipendien-
programm in Münster realisiert werden.
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6. Abschließende Bemerkung
Im parteiübergreifenden Konsens wurde die besonder e Relevanz der in der Vorlage
V/0010/2009 vorgeschlagenen Handlungsfelder für die weitere kulturelle Profilierung der
Stadt Münster in Reaktion auf das Kulturgutachten N RW bestätigt und eine weitere Kon-
kretisierung und Profilschärfung vereinbart.
Die in Folge dessen weiterentwickelten und in diese r Anlage dargestellten, profilierenden
Konzepte in den Bereichen „Bildende Gegenwartskunst “, „Literatur“, „Tanz“ und „CASE
NRW“ werden als Diskussionsgrundlage für Gespräche mit der Landesregierung vorge-
schlagen. Nach Ansicht der Kulturverwaltung eigenen sie sich in besonderer Weise, da
sie jeweils über eine starke und sehr erfolgreiche Tradition verfügen und zugleich zu-
kunftsweisende und innovative Optionen beinhalten, die auch im Sinne einer „Stärkung
europäischer Strukturen“ bzw. einer internationalen Ausstrahlung auf ein Interesse beim
Land stoßen müssten.
Dabei sind es gerade auch spezielle Eigenheiten und Charakteristika der Stadt Münster
(„Wissensstadt“, spezielle Sozialstruktur, Kooperationsverhältnisse etc.) mit denen bzw.
auf deren Basis sich in diesen Handlungsfeldern Vor haben mit Alleinstellungsmerkmal re-
alisieren lassen.
CDU Antrag an den Rat-Kulturgutachten 11-08-2008
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crnrN. 11.08.2008 Antrag Kulturgutachten NRW - Chancen für Münster nutzen Der Kulturausschuss möge beschließen: Das von der Staatskanzlei NRW und der Kunststiftung NRW in Auftrag gegebene Gutachten "Kunst NRW - Vorschläge und Empfehlungen" wird zur Kenntnis genommen. Die darin enthaltenen Hinweise und Empfehlungen werden geprüft, um für Münster Handiungsansätze zu entwickeln. Insbesondere sollen dabei die im Gutachten genannten Punkte für Münster geprüft werden: - Errichtung eines "Literarischen Zentrums NRW" (S. 54 ff) - Modellprojekt "Voucher-Zuteilungen" (S. 61 ff.) Ansiedlung des "CASE NRW Certer for advanced studies in Art, Science and Economy" (S. 37), da sich Münster als Universitäts- und Kulturstadt besonders als Standort einer solchen Einrichtung eignet. Weitere Stärkung europäischer Strukturen im kulturellen Bereich (S. 65 ff.). Münster als Stadt des Westfälischen Friedens hat schon bisher verschiedene international ausgerichtete Veranstaltungen im Bereich Kunst und Kultur, so die Skulpturen Ausstellung, den Preis für Europäische Poesie oder das Lyriker-Treifen. Die weitere Stärkung des europäischen Profils in Münsters Kulturlandschaft kann die internationale Wahrnehmung deutlich verbessern. Ausbau der Filmstadt Münster. Es werden verschiedenen Vorschläge im Bereich Film gemacht (S, 44 ff.). Münster hat mit der Filmförderung, dem Filmfestival und einer breit gefächerten Kino- Landschaft gute Möglichkeiten, sich als Filmstadt weiter zu profilieren. - Profilierung im Bereich Barock. Das Gutachten empfiehlt, ein Barockensemble in NRW stärker zu fördern (S. 29 ff.). Auch Münster besitzt eine "barocke" Tradition, So wäre zu überlegen, das Barockfestival wieder zu veranstalten und weitere Aktivitäten im Bereich Barock zu planen. Die Verwaltung soll daher gemeinsam mit den Vertretern der Staatskanzlei NRW die Realisierungschancen prüfen. Den zuständigen politischen Gremien soll zeitnah ein Bericht vorgelegt werden, der die Bedingungen und Voraussetzungen für die Stadt Münster, die zu erwartenden Kosten und einen möglichen Zeitplan beinhaltet. Begründung: Münster hat nicht zuletzt mit der Bewerbung um die Kulturhauptstadt 2010 gezeigt, welchen Stellenwert und weiche Bedeutung Kunst und Kultur in der Stadt einnehmen. Das jetzt veröffentlichte Kulturgutachten zeigt die Schwerpunkte der kommenden Jahre bei möglichen Landesförderungen. Daher sollte Münster die für unsere Stadt aufgezeigten Handlungsfelder prüfen und im Gespräch mit den Verantwortlichen in Landesregierung und Ministerien eine Realisierung herbeiführen Gez. Dr. Dietmar Erber und Fraktion CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster Fraktionsgeschäftsstelle Mauritzstraße 7-8 48143 Münster Telefon (0251)4 1843-0 Telefax (0251) 4 31 36 e-mail fraktion@@cdu-ms.de hitp://www.cdu-ms.de
SPD Antrag an den Rat 0040-2008 Kulturgutachten
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Antrag an den Rat Nr. A-R/0040/200 SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Antrag Bar Münzstr, 15 13.08.2008 48143 Münster Telefon: 0251/45 314 Fax: 0251/511 750 spdfrak@muenster.de www.sopd-muenster.de Die richtigen Lehren aus dem NRW-Kulturgutachten ziehen - Stärken im Kulturbereich weiter profilieren Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 1. Die Verwaltung wird beauftragt, das von der nordrhein-westfälischen Landesregierung beauftragte und soeben vorgelegte Kulturgutachten in Bezug auf den Kulturstandort Münster auszuwerten und Vorschläge zu unterbreiten, wie die Stärken im Kulturbereich weiter profiliert werden können, so dass sie auch national und international wahrnehmbar sind, In diesem Zusammenhang sollten u.a. die folgenden Gesichtspunkte berücksichtigt werden: . Das NRW-Kulturgutachten empfiehlt, die Tanzszene verstärkt zu fördern. Ihre nationale und internationale Vernetzung wird hervorgehoben, Hier wird Münster in einer Reihe mit Bielefeld, Düsseldorf, Essen u. a. erwähnt. Gleichzeitig wird festgehalten, dass in den Kommunen die Mittel fehlen, um bedeutende Gast-Ensembles einzuladen. Deshalb sollte sich die Stadt Münster verstärkt um Landesmittel zur Auftrittsförderung bemühen. Auch das Tanztheater der Städtischen Bühnen mit seinem international anerkannten Choreographen sollte verstärkt überregional auftreten. Dafür fehlen bisher Möglichkeiten und Anreize. Auch ist bis heute eine Anregung der SPD- Fraktion aus ihrem Ratsantrag „Theaterqualität bewahren — Kosten sparen" vom 06.02.2006, das Tanztheater Goldin auch als Botschafter der Stadt und des Landes NRW auf internationalen Festspielen auftreten zu lassen und dadurch zugleich Landesmittel und weitere neue Finanzierungsquellen zu akquirieren, von der Verwaltung nicht bearbeitet worden. Dazu ermuntern wir hiermit erneut. . Das Pumpenhaus in Münster mit seinem 3-Säulen-Modell hat Vorbildcharakter in NRW. Es gilt, die Arbeit des Pumpenhauses zu stärken und gleichzeitig diese gute Arbeit im Land bekannter zu machen, damit der Fehler der Nichtbeachtung - wie im jetzigen Gutachten - sich nicht wiederholt, Die Verwaltung wird beauftragt, dazu Vorschläge zu erarbeiten. . Das Gleiche gilt für den alle zwei Jahre vergebenen Preis für europäische Poesie und das internationale Lyrikertreffen. Beide bedingen sich, sind in 1 dieser Form in NRW einmalig und sollten besser kommuniziert und vermarktet werden. Auch dazu sollte die Verwaltung Vorschläge unterbreiten. 5. Die Filmstiftung NRW möchte mit umfangreichen Maßnahmen den Filmstandort NRW „kreieren, festigen und sukzessive ausbauen“, Auch hier wird die Verwaltung aufgefordert, die Potentiale Münsters, die auf dem Gebiet vorhanden sind, in Düsseldorf darzulegen und sich in die aktuelle Entwicklung einzuklinken. 6. Der kulturelle Schub, den die Kulturhauptstadtbewerbung seinerzeit ausgelöst hatte, muss wiederbelebt werden. Deshalb soll die Verwaltung auch unter Berücksichtigung der Anträge der SPD-Fraktion „Münster — Kulturstadt von internationalem Renommee“ vom 28.06.2004 und „Münster auf dem Weg zur Europäischen Kulturhauptstadt“ vom 30.04.2003, die nur zum Teil aufgearbeitet wurden, darstellen, welche der damals geplanten Projekte auf Umsetzung warten und mittel- oder langfristig realisiert werden können. Begründung: Zu 1. Das NRW-Kulturgutachten stellt zwar eine „große Dichte und Vielfalt der kulturellen Einrichtungen“ fest, kommt aber zu dem Schluss, dass nur „wenige Einrichtungen bzw. Ereignisse nationale und noch weniger internationale Beachtung finden“, Völlig unverständlich ist jedoch, dass Münster praktisch überhaupt nicht in dem Gutachten erwähnt wird. Mindestens die Skulpturausstellung alle 10 Jahre ist ein Ereignis von internationalem Rang. Weitere Kulturangebote in der Stadt hätten mehr Beachtung verdient, zumindest national. Zu 2. In dem Kapitel Tanzförderung des Gutachters (S. 31 ff) wird Münster zwar in einer längeren Auflistung verschiedener NRW-Städte erwähnt. Aber man hat den Eindruck, dass auch hier die Schwerpunkte zukünftig eher im Ruhrgebiet liegen sollen. Hier muss die Verwaltung nachdrücklich handeln. Sowohl die freie Tanzszene und auch das Tanztheater sind kulturelle Aushängeschilder der Stadt. Bei Mittelvergabe durch das Land in diesem Bereich muss Münster dringend einen Fuß in die Tür bekommen, damit auch Gelder hierher gelenkt werden. Münsters Tanzszene ist ein Bereich, mit dem die Stadt sich kulturell profilieren kann. Die Internationalen Tanzwochen haben das jahrelang gezeigt. Hier sollte die Vernetzung mit der NRW Tanzszene wieder in den Fokus genommen werden, damit Münster bei der durch das Land beabsichtigten Förderung dieses Bereiches mit dabei ist. Die SPD hatte bereits in ihrem Theaterantrag gefordert das Tanztheater der Städtischen Bühnen mit seinem großen Renommee besser zu nutzen und auch überregionale Auftritte zu fördern. Dazu sollte mit dem Leiter ein Konzept entwickelt werden. Zu 3. Die Umstrukturierung des Theaterhauses Pumpenhaus mit seinem 3-Säulen-Modell hat seinerzeit in der künstlerischen und kulturpolitischen Diskussion des Landes Beachtung gefunden. Dass die Umstrukturierung der Theaterförderung in Münster Modellcharakter hatte, zeigte sich auch in der Diskussion des Theaterbeirats des Landes NRW durch Einladungen zu theaterwissenschaftlichen Tagungen. Die lokale, 2 nationale und internationale Präsenz des Pumpenhauses der letzten Jahre ist unbestritten (Festival d’Avignon, deutsch-niederländische sowie deutsch-russische Koproduktionen, Tanzfestival Bremen etc.) Die finanziellen Handlungsspielräume der Stadt sind zurückgegangen, so dass solche Koproduktionen nicht mehr wie bisher realisiert werden können. Für Einladungen herausragender internationaler Tanz- und Theatergastspiele stehen nur noch Schrumpfetats zur Verfügung. Die Folgen sind der Verlust von 10-20 profilierten Veranstaltungen. Der Wegfall kommunaler Mittel kann nicht kompensiert werden. Hier muss die Kulturpolitik der Stadt festlegen, wie wichtig ihr diese Sparte ist und ob sie eine Weiterentwicklung möchte, die natürlich Geld kostet. Zu4. Die Literaturförderung in Münster hat durch den Preis für europäische Poesie und das internationale Lyrikertreffen alle 2 Jahre ein besonderes Highlight aufzuweisen. Leider ist dieser Bereich durch die Sparmaßnahmen in negative Schlagzeilen gekommen. Einstellung der Förderung der Literaturzeitschrift „Der Erker“, Wegfall des Stipendiums „Writers In Exile“, Reduzierung der Förderung für die Drostegesellschaft und eine Diskussion über die Streichung des Preises für Poesie sind in den letzten beiden Jahren nicht förderlich gewesen für das Image Münsters als Literaturstadt. Zu 5. Münster ist seit langem Filmstadt, sei es durch die Filmwerkstatt, das Filmfestival oder als „location“ für inzwischen bundesweit bekannte Krimiserien. Gerade Filmwerkstatt und Filmfestival (das besucherstärkste Festival landesweit) schärfen das Profil der Stadt im Medienbereich. Es gilt das Niveau zu halten, das Festival weiter auszubauen und zu entwickeln. Zu 6: Die Feststellung des Oberbürgermeisters nach der verlorenen Kulturhauptstadtbewerbung, dass uns nichts hindere alle guten Ideen, die entwickelt wurden, umzusetzen, wurde von der SPD voll geteilt. Leider hat sich die Diskussion in der Kulturpolitik in den letzten Jahren nur noch um Sparmaßnahmen bzw. deren Abwendung gedreht. Das hat verhindert, den damaligen Schub und die Begeisterung zur inhaltiichen Weiterentwicklung zu nutzen. Den Ärger, den das NRW- Kulturgutachten in Münster erzeugt hat, sollten wir nicht nur zum Lamentieren nutzen, sondern positive Energien entfalten für eine Standortbestimmung sowie für einen Schub in der WVeiterentwicklung und Profilierung von Münsters Kulturlandschaft. Es sollte allen klar sein, dass letzteres nicht zum Nulltarif zu haben sein wird. Beate Vilhjalmsson Marianne Hopmann Karsten Rahn Wolfgang Heuer Ralf Hubert Udo Reiter Anika Bergner Dr, Michael Jung Anne Schulze Wintzler Hedwig Chudziak Marianne Koch Joachim Tonn Philipp Gabriel Gaby Kubig-Steltig Holger Wigger Beanka Ganser Kurt Pölling Karl-Heinz Winter Anne Hakenes
Beratungsverlauf (1)
Orte (3)
- Schulstraße
- Fresnostraße
- Mauritzstraße 7
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0372/2009
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 18.05.2009
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37