V/0121/2018
Basisinformationen Jobcenter
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Anlage_1_Glossar
9040 Zeichen
Anlage 1 zur Basisinformation des Jobcenter Münster Glossar zur Grundsicherungs- und Arbeitsmarktstatistik (häufig verwendete Begriffe und Abkürzungen) Aktivierung Arbeitsmarktpolitische Maßnahme der aktiven Arbeitsförderung zur beruflichen Eingliederung/ Weiterbildung (z. B. Umschulung). Aktivierungsquote der Langzeitleis- tungsbeziehenden (K3E2) Quotient aus der Zahl der Langzeitleistungsbeziehenden in einer Maßnahme der aktiven A r- beitsförderung im Berichtsmon at (Zähler) und der Zahl der La ngzeitleistungsbeziehenden gesamt im Berichtsmonat (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wi rd die Aktivi e- rungsquote der Langzeitleistungsbeziehenden jeweils als Jahresdurchschnittswert abgebildet. Alo = Arbeitslose Personen, die nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige zumutbare Beschäftigung suchen, dabei den Vermittlungsbemühungen zur Verfügung stehen und sich bei einer Agentur für Arbeit oder einem Jobcenter arbeitslos gemeldet haben. Arbeitslosenquote Quotient aus der Anzahl der registrierten Arbeitslosen zum Stichtag (Zähler) und der Anzahl der zivilen Erwerbspersonen zum Stichtag (Nenner). Die Zahl der zivilen Erwerbspersonen setzt sich zusammen aus den abhängigen zivilen Erwerbstätigen sowie den Selbstständigen und den mithelfenden Familienangehörigen. Asu = Arbeitsuchende Personen, die eine versicherungspflichtige Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen. Der B e- griff ist weiter gefasst als der des Arbeitslosen und enthält zusätzlich auch die nicht arbeit slo- sen Arbeitsuchenden. Das sind die Personen, die eine Beschäftigung suchen, auch wenn sie beispielsweise bereits eine Beschäftigung oder eine selbständige Tätigkeit ausüben oder sich in einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme befinden. AUS = Vom Leistungsanspruch ausgeschlossene Personen Personen, die in einer Bedarfsgemeinschaft leben, selbst aber keinen Anspruch auf Leistun- gen nach dem SGB II haben. Hierunter fallen u. a. Leistungsberechtigte nach dem Asylbe- werberleistungsgesetz und Personen mit einem Anspruch auf Altersrente. BG = Bedarfsgemeinschaft Personen, die in einem Haushalt und in einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft miteinander leben und wirtschaften. Hierzu gehören die engsten Familienangehörigen (Ehe- gatten/ Partner und Kinder unter 25 Jahre), nicht aber Großeltern/ Verschwägerte. Bedarfs- gemeinschaften lassen sich differenzieren nach Regelleistungs-Bedarfsgemeinschaften und sonstige Bedarfsgemeinschaften. BM = Berichtsmonat Monat, über den sich die jeweilige Berichterstattung erstreckt. Er beginnt am Tag nach dem statistischen Stichtag des vorangegangenen Berichtsmonats und endet mit dem nächsten statistischen Stichtag (jeweils ca. Mitte eines Monats). ELB = Erwerbsfähige Leistungsberechtigte Personen, die das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze noch nicht erreicht haben, die erwerbsfähig und hilfebedürftig sind und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der BRD haben. gE = gemeinsame Einrichtung Gemeinsame Trägerschaft der Bundesagentur für Arbeit und der kreisfreien Städte sowie Kreise zur einheitlichen Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende im Gebiet des kommunalen Trägers. Integration Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, voll qualifizierenden beruflichen Ausbildung oder selbständigen Tätigkeit eines erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. Integrationsquote (K2) Quotient aus der Summe der Integrationen im Berichtsmonat und den vorangegangenen elf Monaten (Zähler) und dem durchschnittlichen Bestand der erwerbsfähigen Leistungsberech- tigten im Vormonat und den vorangegangenen elf Monaten (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wird die Integrationsquote als Jahresfortschrittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielvereinbarung). JDW = Jahresdurchschnittswert Durchschnitt von Januar eines Jahres bis zum aktuellen Berichtsmonat. JFW = Jahresfortschrittswert Summe von Januar eines Jahres bis zum aktuellen Berichtsmonat. Jugendarbeitslosen- quote Quotient aus der Anzahl der registrierten Arbeitslosen unter 25 Jahren zum Stichtag (Zähler) und der Anzahl der zivilen Erwerbspersonen unter 25 Jahren zum Stichtag (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wird die Jugendarbeitslosenquote jeweils als Jahresdurch- schnittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielvereinbarung). KOL = Kind ohne Leistungsanspruch Minderjährige, unverheiratete Kinder in Bedarfsgemeinschaften, die ihren individuellen Bedarf durch eigenes Einkommen decken können und daher nicht hilfebedürftig sind. LB = Leistungsberechtigte Personen in Bedarfsgemeinschaften, die einen Anspruch auf Leistungen nach dem Sozialge- setzbuch Zweites Buch Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) haben. Leistungsberech- tigte lassen sich differenzieren nach Regelleistungs-Berechtigten und sonstigen Leistungsbe- rechtigten. LfU = Leistungen für Unterkunft und Heizung Umfasst ausgezahlte Ansprüche für Bedarfe, die die Unterkunft betreffen (z. B. Kaltmiete, Neben- und Heizkosten). LLU = Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes Umfasst ausgezahlte Ansprüche für Regelbedarfe (z. B. Ernährung, Kleidung, Haushaltsener- gie) und Mehrbedarfe (z. B. Alleinerziehung, Schwangerschaft und Geburt). LZA = Langzeitarbeitslose Personen, die ein Jahr und länger arbeitslos gemeldet sind. LZB = Langzeitleistungsbeziehende Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in den vergangenen 24 Monaten mindestens 21 Monate hilfebedürftig waren. Um nicht Zeiten der Nichterwerbsfähigkeit (vor Vollendung des 15. Lebensjahres) mit einzubeziehen, werden ausschließlich Zeiten berücksichtigt, in denen die Person als erwerbsfähiger Leistungsberechtigte im Bezug stand. Nachhaltigkeit Eine Integration gilt als nachhaltig, wenn die Person zwölf Monate nach Aufnahme des Be- schäftigungsverhältnisses sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Nachhaltigkeitsquote (K2E3) Quotient aus der Summe der nachhaltigen Integrationen in den vergangenen zwölf Monaten (Zähler) und der Summe der Integrationen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in den vergangenen zwölf Monaten (Nenner). NEF = Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte Personen innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft, die selbst noch nicht im erwerbsfähigen Alter sind (unter 15 Jahren) oder aufgrund ihrer gesundheitlichen Leistungsfähigkeit oder evtl. rechtlicher Einschränkungen nicht in der Lage sind, mindestens drei Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes zu arbeiten. Sie erhalten Sozialgeld. NLB = Nicht Leistungsberechtigte Personen ohne Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II. Hierzu gehören vom Leistungsan- spruch ausgeschlossene Personen und Kinder ohne Leistungsanspruch. PERS = Personen in Bedarfsgemeinschaften Personen, die in einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft leben. Es lässt sich differenzieren zwischen Leistungsberechtigten und nicht Leistungsberechtigten. RLB = Regelleistungs-Berechtigte Personen mit Anspruch auf Gesamtregelleistungen. Hierzu gehören u. a. Regelbedarfe (Ar- beitslosengeld II oder Sozialgeld), Mehrbedarfe sowie laufende und einmalige Leistungen für Unterkunft und Heizung. RL-BG = Regelleistungs-Bedarfsgemeinschaft Zu dieser Bedarfsgemeinschaft gehört mindestens ein Regelleistungsberechtigter, zusätzlich können auch Personen mit anderem Status dazugehören. Sanktionen Prozentuale Absenkung des Regelbedarfes bei Pflichtverletzungen oder Meldeversäumnisse durch den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. Sanktionsquote Quotient aus der Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit mindestens einer gül- tigen Sanktion zum Stichtag (Zähler) und allen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten zum Stichtag (Nenner). S-BG = Sonstige Bedarfsgemeinschaften Zu dieser Bedarfsgemeinschaft gehört kein Regelleistungs-Berechtigter, dafür jedoch mindes- tens ein sonstiger Leistungsberechtigter. SLB = Sonstige Leistungsberechtigte Personen ohne Anspruch auf Gesamtregelleistungen, die ausschließlich sonstige Leistungen erhalten. Hierzu gehören u. a. Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung, abweichend zu erbringende Leistungen wie die Erstausstattung der Wohnung, Leistungen für Auszubil- dende und Leistungen zur Bildung und Teilhabe. Veränderungsrate des Bestands der Lang- zeitleistungsbezie- henden (K3) Quotient aus der Anzahl der Langzeitleistungsbeziehenden im Berichtsmonat (Zähler) und der Anzahl der Langzeitleistungsbeziehenden im Berichtsmonat des Vorjahres (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wird die Veränderungsrate jeweils als Jahresdurchschnitts- wert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielverein- barung). zkT = zugelassener kommunaler Träger Trägerschaft der Grundsicherung für Arbeitsuchende zur alleinigen Wahrnehmung (Options- kommune) – z. B. Jobcenter Münster
Anlage_2_EGT
1985 Zeichen
vorläufiger Jahresabschluss Eingliederungstitel (EGT) 2017 Stand: 31.01.2018 Beratung und Unterstützung der Arbeitssuche Vermittlungsbudget 605.658,19 € 6,07% Reisekosten für Meldepflichten 485,28 € 0,00% Aktivierung und berufliche Eingliederung 3.483.997,58 € 34,94% 4.090.141,05 € 41,02% Qualifizierung Förderung berufliche Weiterbildung (FbW) 1.698.919,22 € 17,04% 1.698.919,22 € 17,04% Beschäftigung begleitende Leistungen Eingliederungszuschüsse (EGZ) 317.938,09 € 3,19% Eingliederungszuschüsse für AN ab 50 Jahre 5.830,55 € 0,06% befristeter Beschäftigungszuschuss (BEZ) (bis 31.03.2012) 0,00 € 0,00% unbefristeter Beschäftigungszuschuss (BEZ) (bis 31.03.2012) 585.243,80 € 5,87% Förderung von Arbeitsverhältnissen (FAV) (ab 01.04.2012) 489.114,80 € 4,91% Einstiegsgeld 85.111,29 € 0,85% Begleitende Hilfen für Selbständige 27.602,13 € 0,28% 1.510.840,66 € 15,15% Maßnahmen für Jüngere Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen 282.105,32 € 2,83% Einstiegsqualifizierung (EQ) 71.639,78 € 0,72% ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) 187.029,00 € 1,88% Förderung schwer zu erreichender junger Menschen 56. 341,90 € 0,57% 597.116,00 € 5,99% Leistungen für Menschen mit Behinderungen Ausbildungszuschuss 30.977,95 € 0,31% Probebeschäftigung behinderter Menschen 6.839,11 € 0,07% Probebeschäftigung schwerbehinderter Menschen 131.94 5,12 € 1,32% Eingliederungszuschüsse für Behinderte [222] 10.494,05 € 0,11% Eingliederungszuschüsse für Schwerbehinderte [223] 3 99.829,84 € 4,01% besondere Maßnahmen zur Weiterbildung [Reha] 184.956 ,98 € 1,85% 765.043,05 € 7,67% Beschäftigung schaffende Leistungen Arbeitsgelegenheiten 868.303,95 € 8,71% 868.303,95 € 8,71% Freie Förderung Freie Förderung (§ 16f SGB II] 430.040,93 € 4,31% 430.040,93 € 4,31% Sonstiges Sonstiges 72.299,00 € 0,73% 72.299,00 € 0,73% Budgetansatz: 9.970.933,87 € 100,00% Summe: 10.032.703, 86 € 100,62% Kommunale Aufwendungen für den Eingliederungstitel: 61.769,99 €
Berichtsvorlage
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V/0121/2018
DER OBERBÜRGERMEISTER
Jobcenter
Betrifft
Basisinformationen Jobcenter
Beratungsfolge
07.03.2018 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und
Arbeitsförderung Bericht
Bericht:
Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht Grundsicherungsdaten nach dem SGB II grundsät z-
lich nach dem so genannten Wartezeitkonzept, da es sich um dynamische Daten handelt. Dies
bedeutet, dass den Jobcentern ein dreimonatiges Zeitfenster für Nacherfassungen (z. B. nac h-
träglich bekannt gewordene Arbeitsaufnahmen) zur Verfügung steht. Erst nach dieser Wartezeit
gelten die Daten als festgeschrieben und werden als öffentliche Statistik zur Verfügung gestellt.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Basisinformationen liegen festgeschriebene Grundsich e-
rungsdaten für den Berichtsmonat September 2017 vor. Um aktuellere Daten zur Verfügung stel-
len zu können, werden die Daten für die Monate Oktober 2017 bis Dezember 2017 - sofern mög-
lich - entsprechend hoch gerechnet und als Prognose ausgewiesen. Dies betrifft neben Struktu r-
daten und Kennzahlen auch die Daten zur Zielerreichung.
Die durch das Jobcenter Münster eigenständig errechneten Prognosewerte können von den D a-
ten der öffentlichen Statistik der Bundesagentur für Arbeit, die sukzessive in den nächsten Mona-
ten veröffentlicht werden, abweichen.
Arbeitsmarktdaten (z. B. Daten zu Arbeitslosen) werden bereits regulär am aktuellen Rand veröf-
fentlicht, das Wartezeitkonzept gilt nicht. Aktueller Datenstand ist hier der Monat Dezember 2017.
Vorlagen-Nr.:
V/0121/2018
Auskunft erteilt:
Frau Nilles
Ruf:
492-9002
E-Mail:
Nilles@stadt-muenster.de
Datum:
21.02.2018
Öffentliche Berichtsvorlage
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1. Strukturdaten, Kennzahlen und Ergänzungsgrößen
Nach aktueller Hochrechnung für den Berichtsm onat Dezember 2017 erhalten 22.765 Personen
in 11.255 Bedarfsgemeinschaften Leistungen nach dem SGB II (vgl. Abbildung 1).
Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten beläuft sich für Dezember 2017 auf 15.206
Personen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl weitgehend konstant geblieben. Die Zahl der aus-
ländischen Leistungsbeziehenden ist hingegen um rund 6,0 % gestiegen. Gegenüber den vorh e-
rigen Monaten (siehe u.a. Berichtsvorlage V/0730/2017) ist diese Veränderungsrate aber ve r-
gleichsweise gering, so d ass sich festhalten lässt, dass die Einmündung von Personen im Ko n-
text von Fluchtmigration in den Rechtskreis SGB II zwar immer noch vorhanden, aber deutlich
zurückgegangen ist.
Strukturdaten
- Prognose Oktober
2017
November
2017
Dezember
2017
Veränderung
Okt 17 zu
Dez 17
Dezember
2016
Veränderung
Dez 16 zu
Dez 17
Durchschnitt
2016
Bedarfsgemeinschaften (BG) 11.360 11.298 11.255 -0,9% 11.356 -0,9% 11.230
Personen in Bedarfsgemeinschaften 22.977 22.851 22.765 -0,9% 22.837 -0,3% 22.141
Nichterwerbsfähige Leistungberechtigte (NEF) 6.700 6.663 6.638 -0,9% 6.559 1,2% 6.179
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB) 15.347 15.263 15.206 -0,9% 15.227 -0,1% 14.785
Männer 7.730 7.700 7.621 -1,4% 7.701 -1,0% 7.434
Frauen 7.615 7.561 7.583 -0,4% 7.525 0,8% 7.351
15 bis 24 Jahre 3.033 2.956 2.915 -3,9% 3.003 -2,9% 2.844
25 bis 54 Jahre 10.041 10.010 9.959 -0,8% 10.046 -0,9% 9.771
55 Jahre und älter 2.273 2.297 2.332 2,6% 2.178 7,1% 2.170
Deutsche 9.850 9.812 9.769 -0,8% 10.086 -3,1% 10.335
Ausländer 5.420 5.375 5.363 -1,0% 5.057 6,0% 4.361
Erwerbstätige Leistungsbeziehende 4.551 4.504 4.474 -1,7% 4.525 -1,1% 4.466
Abbildung 1: Strukturdaten - Prognose Jobcenter Münster
Die Ausgabensummen sowohl für Leistungen zum Lebensunterhalt als auch für Leistungen für
Unterkunft und Heizung sind zwischen Oktober 2017 und Dezember 2017 leicht zurückgegangen
(vgl. Abbildung 2). Dies entspricht der Entwicklung der leistungsberechtigten Personen.
Kennzahlen
- Prognose Oktober
2017
November
2017
Dezember
2017
Veränderung
Okt 17 zu
Dez 17
Dezember
2016
Veränderung
Dez 16 zu
Dez 17
Durchschnitt
2016
K1 - Leistungen zum Lebensunterhalt (Bund)
Monatswert (in Mio. €) 4,52 4,49 4,47 -1,1% 4,44 0,7% 4,22
Jahresfortschrittswert (in Mio. €) 45,96 50,46 54,92 50,69 8,4%
K1E1 - Leistungen für Unterkunft und Heizung (Stadt)
Monatswert (in Mio. €) 4,91 4,92 4,90 -0,3% 4,59 6,8% 4,57
Jahresfortschrittswert (in Mio. €) 49,12 54,04 58,94 54,88 7,4%
Abbildung 2: Kennzahlen - Prognose Jobcenter Münster
Die Arbeitslosenquote der Stadt Münster ist zuletzt auf 5,0 % gesunken, der Rückgang verteilt
sich mit jeweils 0,1 Prozentpunkten auf beide Rechtskreise (vgl. Abbildung 3). Im Vergleich zu
den Quoten des Bun des (5,3 %) und Landes (7,0 %) liegt Münster weiterhin auf niedrigem N i-
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veau. Vom zuletzt festzustellenden Rückgang sind im Rechtskreis SGB II junge Menschen (15
bis 24 Jahre) und Ausländer besonders begünstigt.
Arbeitsmarkt
- keine Prognose Oktober
2017
November
2017
Dezember
2017
Veränderung
Okt 17 zu
Dez 17
Dezember
2016
Veränderung
Dez 16 zu
Dez 17
Durchschnitt
2016
Arbeitslosenquote Münster (in %) 5,2 5,2 5,0 -3,8% 5,4 -7,4% 5,7
davon: Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) 1,5 1,5 1,4 -6,7% 1,5 -6,7% 1,7
davon: Rechtskreis SGB II (Jobcenter) 3,7 3,7 3,6 -2,7% 4,0 -10,0% 4,0
Rechtskreis SGB II unter 25 Jahre (Jugendarbeitslosigkeit) 2,6 2,5 2,3 -11,5% 2,7 -14,8% 2,7
Bestand Arbeitslose SGB II 6.070 6.052 5.905 -2,7% 6.488 -9,0% 6.476
Männer 3.484 3.456 3.319 -4,7% 3.720 -10,8% 3.704
Frauen 2.586 2.596 2.586 0,0% 2.768 -6,6% 2.772
15 bis 24 Jahre 538 521 490 -8,9% 574 -14,6% 554
25 bis 54 Jahre 4.496 4.498 4.413 -1,8% 4.759 -7,3% 4.774
55 Jahre und älter 1.036 1.033 1.002 -3,3% 1.155 -13,2% 1.148
Deutsche 4.091 4.163 4.086 -0,1% 4.482 -8,8% 4.702
Ausländer 1.979 1.889 1.819 -8,1% 2.006 -9,3% 1.774
Langzeitarbeitslose 3.386 3.405 3.289 -2,9% 3.574 -8,0% 3.581
Abbildung 3: Arbeitsmarkt - Daten der Bundesagentur für Arbeit
Im Berichtsmonat September 2017 sind 343 Sanktionen wirksam (s. Abbildung 4). Die Sankt i-
onsquote liegt bei 1,7 %, der durchschnittliche Kürzungsbetrag beträgt derzeit 79,87 €. Beide
Werte liegen deutlich unter dem Landes- und Bundesschnitt.
Sanktionen
-keine Prognose
Juli 2017
August
2017
September
2017
Veränderung
Jul 17 zu Sep
17
September
2016
Veränderung
Sep 16 zu
Sep 17
Durchschnitt
2016
Anzahl der wirksamen Sanktionen 480 435 343 -28,5% 416 -17,5% 479
Anzahl Personen mit mindestens einer Sanktion 330 317 262 -20,6% 324 -19,1% 372
Deutsche 260 253 204 -21,5% 251 -18,7% 298
Ausländer 70 64 58 -17,1% 73 -20,5% 74
Sanktionsquote
Münster 2,1 2,0 1,7 -20,1% 2,2 -22,5% 2,5
Nordrhein-Westfalen 2,7 2,7 2,8 4,7% 2,9 -2,2% 2,8
Deutschland 3,1 3,1 3,2 3,6% 3,2 -0,5% 3,0
Durchschnittliche Höhe der Kürzung
Münster 89,66 € 87,04 € 79,87 € -10,9% 85,71 € -6,8% 91,44 €
Nordrhein-Westfalen 104,04 € 103,20 € 102,24 € -1,7% 102,96 € -0,7% 102,99 €
Deutschland 109,43 € 108,52 € 107,86 € -1,4% 108,35 € -0,5% 107,55 €
Abbildung 4: Sanktionen - Daten der Bundesagentur für Arbeit
Im vierten Quartal 2017 wurden 171 Verfahren zwecks Prüfung einer Ordnungswidrigkeit eing e-
leitet (vgl. Abbildung 5). Insgesamt 35 Bußgeldbescheide wurden im Quartal rechtskräftig.
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Ordnungswidrigkeiten
Oktober 17 November 17 Dezember 17 Summe Quartal
Anzahl Prüfverfahren 50 57 64 171
Anzahl neu erlassene Bußgeldbescheide 18 19 6 43
Anzahl rechtskräftige Bußgeldbescheide 11 14 10 35
0,00 € bis 200,00 € 1 4 3 8
200,00 € bis 500,00 € 2 2 - 4
500,00 € bis 1.000,00 € 8 8 7 23
Eingegangene Einsprüche 2 3 2 7
Abbildung 5: Ordnungswidrigkeiten - Daten Jobcenter Münster
Im Jahr 2017 sind insgesamt 360 erfolgreiche Eintritte in das Angebot „Impulse für Erwerbsa r-
beit“ des Perspektivzentrums zu zählen (vgl. Abbildung 6). Schwerpunkte bilden weiterhin die
Module „Einstiegsberatung“ und „Standortbestimmung“.
Abbildung 6: Perspektivzentrum - Daten Jobcenter Münster
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2. Zielerreichung
a) Integrationen
Im Jahresergebnis werden für das Jahr 2017 insgesamt 3.283 Integrationen prognostiziert. Es
ergibt sich insoweit eine Zielverfehlung von 39 Integrationen (vgl. Abbildung 7). Die Abbildung
zeigt jedoch auch, dass es gerade im letzten Quartal gelungen ist, die Zahl der nich t erreichten
Integrationen deutlich zu verringern. Das mit dem Land NRW vereinbarte Ziel (Steigerung der
Integrationen um 6,2 %) erweist sich als zu ambitioniert. Immerhin kann eine Steigerung von rund
5 % gegenüber dem Vorjahr erreicht werden.
Abbildung 7: Summe der Integrationen im Jahresfortschritt
Zur Integrationsquote soll im Dezember 2017 ein Zielwert von 21,2 % erreicht werden, der ta t-
sächliche Wert liegt bei 21,1 % (vgl. Abbildung 8). Die Abweichung beträgt somit 0,1 Pr ozent-
punkte. Auch hier lässt sich erkennen, dass das Ziel nicht erreicht werden kann, jedoch infolge
hoher Integrationsraten im letzten Quartal lediglich eine knappe Zielverfehlung eingetreten ist.
Die Zielerreichung zwischen dem Land NRW und der Stadt Münster wird am Jahresende auf
Grundlage der Jahresfortschritts- bzw. Jahresdurchschnittswerte mit einer Wartezeit T0 übe r-
prüft, d.h. die Ergebnisse setzen sich wie folgt zusammen:
Dezember: Datenstand T-0 (= Daten ohne Wartezeit),
November: Datenstand T-1 (= Daten mit einem Monat Wartezeit)
Oktober: Datenstand T-2 (= Daten mit zwei Monaten Wartezeit)
Januar bis September: Datenstand T-3 (= Daten mit drei Monaten Wartezeit, festge-
schrieben)
Da Daten mit Wartezeit T-0 bis T-2 jedoch nicht veröffentlicht werden dürfen, werden diese Da-
ten – wie eingangs erläutert – hochgerechnet und als Prognose ausgewiesen. Es ist nicht aus-
zuschließen, dass diese Daten von der tatsächlichen Zielnachhaltung zwischen dem Land NRW
und der Stadt Münster in geringem Maße abweichen.
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Abbildung 8: Integrationsquote im Jahresfortschritt
b) Langzeitleistungsbezug
Der durchschnittliche Bestand der Langzeitleistungsbeziehenden liegt im Berichtsmonat Deze m-
ber 2017 hochgerechnet bei 9.234 Personen. Der vereinbarte Zielwert liegt bei 9.241 Personen.
Das zwischen dem Land NRW und der Stadt Münster vereinbarte Ziel wird somit erreicht (vgl.
Abbildung 9).
Dass die Abweichung zwischen Solllinie und tatsächlichem Bestand im Jahresverlauf sukzessive
Richtung Null tendiert, ist auf die hohe Zahl an Geflüchteten zurückzuführen, die im Jahresverlauf
2017 in den Langzeitleistungsbezug eingemündet sind. Dies war in dieser Form zu erwarten und
wurde bei der Zielvereinbarung mit dem Land NRW berücksichtigt.
Abbildung 9: Bestand Langzeitleistungsbeziehende
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V/0121/2018
Hinsichtlich der Integrationsquote der Langzeitleistungsbeziehenden zeigt sich im Jahresergebnis
- entsprechend zur allgemeinen Integrationsquote - eine knappe Abweichung (vgl. Abbildung 10),
sie beträgt 0,1 Prozentpunkte.
Abbildung 10: Integrationsquote Langzeitleistungsbeziehende
Fazit und Ausblick:
In Fortsetzung der letzten Jahre hat das Jobcenter Münster auch für das Jahr 2017 mit dem Land
NRW ambitionierte Ziele vereinbart (z. B. Steigerung der Zahl der Integrationen um 6,2 %).
Die Einarbeitung neuer Kollegen und Kolleginnen, die infolge der knappen Personaldecke im
Jahr 2016 den Dienst beim Jobcenter angetreten haben, die nach wie vor vorhandene Fluktuat i-
on sowie die Arbeiten zum Organis ationsprozess im Juni und Juli 2017 (u.a. Umverteilung des
persönlichen Kundenstamms aller Jobcoaches) ließen eine vollständige Zielerreichung nicht e r-
warten. Die nur knappen Abweichungen von den Jahreszielwerten sowie die Zielerreichung bei
der Zahl der Langzeitbeziehenden zum Jahresende stimmen deshalb positiv.
Dass die Ziel abweichungen infolge eines integrationsstarken vierten Quartals 2017 jedoch nur
knapp ausgefallen sind, spiegelt die Leistungsfähigkeit des Jobcenters bei entsprechendem Pe r-
sonalkörper wider. Möglicherweise sind hier auch bereits erste positive Effekte infolge der Änd e-
rungen durch den Organisationsentwicklungsprozess eingeflossen.
Hervorzuheben ist, dass die Zahl der Integration en von Jugendlichen (15 bis unter 25 Jahre) s o-
wie die In tegrationen in Ausbildung deutlich zugenommen haben (jeweils +12 %). Es konnten
über 445 Integrationen in Ausbildung verzeichnet werden. Als ebenfalls erfreulich sind auch die
Entwicklungen zur Arbeitslosigkeit einzustufen. Die Arbeitslosenquote im SGB II konnte gegen-
über dem Berichtsmonat Dezember 2016 von 4,0 auf 3,6 gesenkt werden. Die ohnehin schon im
Landesvergleich geringe Jugendarbeitslosenquote reduzierte sich von 2,7 auf 2,3.
Auch im Jahr 2018 setzt das Jobcenter auf Kontinuität und führt die strategische Grundausrich-
tung, soziale Teilhabe durch Beschäftigung zu ermöglichen, fort. Innerhalb dieser Grundausric h-
tung werden drei sich gegenseitig bedingende Wege „Stabilisierung, Aktivierung, Befähigung“,
8
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„Erhöhung der Marktchancen“ sowie „Integrati on“ der Leistungsberechtigten verfolgt. Die zielori-
entierte Förderung der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten durch umfassende Potenzialanaly-
sen im Sinne des fa:z-Modells wird konsequent weiter geführt.
In Vertretung
Gez.
Cornelia Wilkens
Stadträtin
Anlagen:
Anlage 1: Glossar
Anlage 2: Bericht Eingliederungstitel
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0121/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 07.02.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37