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3237/2019

Bekämpfung des Japanischen Staudenknöterichs mit der Heißwassermethode

Mitteilung BV 23.09.2019

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Mitteilung BV

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Anlage 1- Lage in N1

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Mitteilung BV

4645 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/57/571 
 
Vorlagen-Nummer 
 3237/2019 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 07.10.2019 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 14.11.2019 
 
Bekämpfung des Japanischen Staudenknöterichs mit der Heißwassermethode 
Das Naturschutzgebiet N1 "Rheinaue Langel-Merkenich" wurde im Landschaftsplan der Stadt Köln 
vor allem wegen der noch vorhandenen naturnahen Auenbereiche mit Resten des Silberweidenwal-
des, Röhricht- und Hochstaudenbeständen sowie Schlamm- und Kiesbänken und der Abgeschieden-
heit als Refugium für gefährdete Vogelarten unter Schutz gestellt. 
 
Invasive Art: Japanischer Staudenknöterich 
 
Im Naturschutzgebiet N1 Langel-Merkenich befindet sich auf Höhe des Rhein-Km 701.05 ein ca. 
300qm Reinbestand mit Japanischem Staudenknöterich, welcher sich durch sein kräftiges Wachstum 
mit Wuchshöhen von 3 m und dem Aufbau dichter Dominanzbestände erfolgreich gegen die heimi-
sche Flora durchsetzt und sie letztlich verdrängt (invasive Art). Diese japanische Pflanze wächst vor 
allem in Gruppen auf einem feuchten und nahrhaften Boden, vorzugsweise unter voller Sonnenein-
strahlung. Unter anderem durch seine starke Wachstumskraft und seine Unempfindlichkeit gegen 
Unkrautbekämpfungsmittel ist es sehr schwer, diesen Exoten zu bekämpfen. 
Eine Eindämmung und Entfernung des kompletten Bestandes ist zur Erhaltung des besonderen 
Schutzgebietes erforderlich. 
Da sich die Fläche des Bestandes an einer Stelle mit großen Steinen befindet, ist ein Mähen und ein-
zelnes Entfernen nicht möglich. 
 
Heißwasserbekämpfung Invasive Arten 
 
Eine neue Methode zur Bekämpfung von invasiven Arten stellt die Heißwasserbehandlung dar. Auf 
die Methode, die Bekämpfung und Vernichtung von invasiven Exoten wie den Riesenbärenklau und 
japanischen Staudenknöterich, hat sich die Firma Weed Free Service spezialisiert.  
Unerwünschter Aufwuchs und Invasive Arten werden mit siedend heißem Wasser bei gleichbleibend 
höchster Temperatur behandelt und vernichtet. Es kommen hierbei keinerlei Zufügungen oder Pesti-
zide zum Einsatz. Dies ist auch laut neuer EU-Verordnungen ein wichtiger Aspekt für die Umwelt. Der 
Staudenknöterich wird sowohl überirdisch als auch mit speziellen Lanzen unterirdisch mit Heißwasser 
behandelt.  
Mit den Dienstleistungen und selbst entwickelten technischen Systemen ist Weed Free Service lan-
desweit in den Niederlanden und über die Grenzen hinaus bekannt geworden.

2 
 
 
 
Bekämpfung des Japanischen Staudenknöterichs in N1 
 
Zunächst wird die ausführende Firma den Staudenknöterich auf ca. 60cm Höhe gekürzt. Das Schnitt-
gut wird bei der AVG Ressourcen GmbH in Köln-Niehl entsorgt.  
Die Heißwasserbehandlung wird über 3 Jahre durchgeführt. Insgesamt werden jährlich 5 Durchgänge 
notwendig.  
 
Technik:  
 
Der japanische Staudenknöterich kann am effektivsten bekämpft werden wenn die Pflanze sowohl 
über- als auch unterirdisch mit kochendem Wasser (+/- 98,6 Grad Celsius) behandelt wird. 
Duschbehandlung (Blattbehandlung) Hiermit wird die überirdische Zellenstruktur vollständig zerstört, 
wodurch die Pflanze sich sehr schlecht erneuern kann. 
 
Wurzelbehandlung (Stech-Behandlung) Bei der unterirdischen Behandlung werden die Wurzeln und 
Wurzeldecken mit speziell entwickelten Lanzen derart beschädigt, dass der Zersetzungsprozess ein-
tritt und die Pflanze letztendlich abstirbt und versiegt. 
 
Planung  
 
Die effektive Bekämpfung und Überwachung des japanischen Staudenknöterichs oder Riesenbären-
klaus erfordert einen mehrjährigen Behandlungsplan, wobei mehrere Behandlungen per Jahr not-
wendig sind. Die globale Planung ist wie folgt:  
 
Jahr 1  Im ersten Jahr können 30% der Pflanzen zurückgedrängt werden. In diesem Zeitraum erfol-
gen mehrere Dusch- und Wurzelbehandlungen.  
 
Jahr 2  Im zweiten Jahr können wiederum 30% der Pflanzen zurückgedrängt werden, so dass man 
insgesamt auf 60% Entfernung im zweiten Jahr kommt.  
 
Jahr 3 Im dritten Jahr können wiederum 30 bis 35% (insgesamt 95%) der Pflanze, zurückgedrängt 
werden, wobei die Pflanzen in den meisten Fällen bereits vollständig entfernt sind und auch nicht 
mehr zurückkehren.  
 
Jahr 4 Nachsorge-Trajekt für die übrigen, noch bestehenden Pflanzen. 
 
 
Wasserentnahme: 
 
Die Menge an Wasser für eine Wurzelbehandlung beträgt ca. 6-12 Liter per m². Für die Blattbehand-
lung werden  ca. 7 Liter Wasser per m²  berechnet. Das Wasser wird aus dem Rhein entnommen. Die 
Untere Wasserbehörde der Stadt Köln hat eine Erlaubnis zur Entnahme der Wassermengen erteilt.  
 
 
Anlage 
Anlage 1 – Lage im Naturschutzgebiet

Anlage 1- Lage in N1

454 Zeichen

80m6040200 Mittelpunkt: [357103,5655151]   1:2500
 
KölnGIS
Amtl. Basiskarte (s/w), Luftbild 2016 (DOP10), Stadtbezirk,
Herausgeber: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster
Die Geoinformationen sind gesetzlich geschützt und nur für den Dienstgebrauch zu verwenden. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit sind die jeweiligen Herausgeber verantwortlich. Diese sind auch für die Genehmigung weitergehender Nutzung zuständig.
Erstellt am: 14.06.2019

Beratungsverlauf (2)

07.10.2019 Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 6.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
14.11.2019 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 10.2.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3237/2019
Typ
Mitteilung BV
Datum
23.09.2019
Erstellt
13.09.2019 12:39