0780/2023
Emissionsärmerer Wirtschaftsverkehr – Frachtgüter auch innerstädtisch auf die Schiene
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
4809 Zeichen
Dezernat, Dienststelle III/68/681/2 Vorlagen-Nummer 03.03.2023 0780/2023 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 07.03.2023 Emissionsärmerer Wirtschaftsverkehr – Frachtgüter auch innerstädtisch auf die Schiene hier: Anfrage der Fraktion Die Linke in der Sitzung des Verkehrsausschusses am 24.01.2023, TOP 5.2.4 Die Fraktion Die Linke bittet um die Beantwortung folgender Fragen: „1. Hat sich die Kölner Stadtverwaltung bereits mit Konzepten der innerstädtischen Verlagerung des Wirtschaftsverkehrs auf Straßen- und/ oder U-Bahnen befasst, falls ja wann und mit welchen Ergebnissen? 2. Welche Pilotprojekte sind für einzelne besonders gut geeignete Strecken geplant? Falls keine solchen Projekte geplant sind, bitte die Gründe erläutern. 3. Welches Potenzial erkennt die Kölner Stadtverwaltung bezüglich einer solchen Verlagerung des Frachtguts hinsichtlich Emissionsminderung sowie Entlastung des Straßenverkehrs? 4. Welche derzeitig ungenutzten Trassen - wie beispielsweise jene am Deutzer Hafen - könnten für eine solche Zielsetzung ggf. reaktiviert werden? 5. Welche weiteren last-mile-solutions und emissionsarmen Lösungen für den Wirtschaftsverkehr kommt ansonsten für den innerstädtischen Bereich Kölns in Frage und welche Fördermittel stünden hierfür zur Verfügung? Wir bitten um eine tabellarische Auflistung (Spalten: „Maßnahme / Lösung“, „Fördermittel“, „Status quo der Umsetzung“; falls für Köln nicht umsetzbar bitte Erläuterung.)“ Antwort der Verwaltung: Die Stadtverwaltung beobachtet verschiedene aktuelle Pilot- und Forschungsprojekte zur Ver- lagerung von Wirtschaftsverkehr auf städtische Schienennetze. Im Wesentlichen umfassen diese Projekte derzeit die Paketzustellung sowie die Filiallogistik im Lebensmittelhandel mithil- fe des ÖPNV in Deutschland. Ein längerfristiger Betrieb ist bisher nur im ländlichen Raum unter der Nutzung von Bussen in den Nebenlastzeiten erprobt. Die bisher vorliegenden Er- kenntnisse aus o. g. Pilot- und Forschungsprojekten lassen sich unter anderem aufgrund der Netzstruktur, der Auslastung und der technischen Rahmenbedingungen nicht unmittelbar auf Köln übertragen, sondern müssen spezifisch untersucht werden. Alle Pilotprojekte verweisen auf verschiedene rechtliche Herausforderungen, so ist bisher Gü- tertransport im ÖPNV ausgeschlossen und momentan nur in Pilotprojekten mit Sonderrege- 2 lungen erprobbar. Eine rechtliche Grundlage besteht nicht. Derzeit regelt § 11 der „Verord- nung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Obusverkehr sowie den Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen“ nur die Mitnahme persönlicher Sachen von Fahrgästen. Darüber hinaus sind Haftungsfragen, Brandschutz, Gefahrguttransport und La- dungssicherung gesetzlich noch nicht geregelt. Diese Rahmenbedingungen können nicht durch die Stadt Köln maßgeblich beeinflusst werden und müssen im Rahmen von Anpassun- gen bundesweit gültiger Regelungen erfolgen. Hierzu wurde beim Bundesministerium für Digi- tales und Verkehr eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Hier sind Teilnehmende der aktuellen Pro- jekte involviert. Grundsätzlich sind die heutigen ÖPNV-Netze auf den Personenverkehr ausgerichtet, aufgrund der bestehenden Auslastung der Fahrten, der Taktdichte sowie der baulichen Gestaltung der Bahnsteige und den verfügbaren Flächen an den Haltestellen sowie der Netzstruktur (Hoch- und Niederflur) sind auch für eine Betrachtung im Rahmen eines Pilotprojektes noch umfang- reiche Fragestellungen zu klären. Es ist zu erkennen, dass sowohl an Fahrzeugen als auch an der Infrastruktur umfangreiche Investitionen erforderlich werden. Ungeachtet dessen begleitet die Stadtverwaltung derzeit zwei universitäre Arbeiten, die sich in Teilaspekten mit den Chancen und Herausforderungen des Güterverkehrs im ÖPNV in Bezug zu Köln befasst. Ein Potenzial zur Verlagerung kann allerdings noch nicht beziffert werden, ebenso, welche Strecken hierfür sinnvoll zur Nutzung kommen könnten. Es gibt weitere Konzepte für einen innerstädtischen Gütertransport, wie zum Beispiel das Konzept „City-Loop“ mit unterirdischer Tunnelanbindung von Umschlagstandorten. Auch die- ses Konzept soll auf eine mögliche Anwendung in Köln untersucht werden. Die Stadtverwaltung beobachtet fortlaufend die Förderkulisse verschiedener Fördermittelge- ber und reicht im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten bedarfsorientiert auch mit weiteren Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft Förderanträge zu den Themen das städtischen Wirtschaftsverkehrs und der Logistik ein. Ein regelmäßiger Austausch zu diesem und weiteren Themen findet im Rahmen des Logistik- forums Köln statt (vgl. Mitteilung 2412/2022). Gez. Egerer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0780/2023
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 03.03.2023
- Erstellt
- 01.03.2023 10:14