3127/2024
Feststellungsbeschluss zur 239. Änderung des Flächennutzungsplans, Arbeitstitel: „Gewerbegebiet Venloer Straße" in Köln-Bocklemünd/Mengenich
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Anlage 3 - bisherige Darstellung des Flächennutzungsplans
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C FF 0 E E P / 0 E 0 = E5 E E $ 5 E 5 GOLF M GE GE W GE GI GI GE Anlage 3 - bisherige Darstellung - 239. Änderung des Flächennutzungsplanes: "Gewerbegebiet Venloer Straße" in Köln-Bocklemünd/Mengenich ¯ 0 100 20050 Meter 1:7.500M.: Legende Änderungsbereich Wohnbaufläche Gemischte Baufläche Industriegebiet Gewerbegebiet Fläche für Ver- und Entsorgung Fläche für die Landwirtschaft Grünfläche mit tw. landwirtschaftlicher Nutzung Wasserfläche Fläche für Hauptverkehrszüge Fläche für Bahnanlagen Naturschutzgebiet 6 6 Vorrang- und Maßnahmenflächen = Dauerkleingärten C Friedhof E Grünfläche F Kindereinrichtung $ Landwirtschaftsfläche 0 Umspannwerk 5 Wasserfläche W M GI GE
Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung
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Anlage 1 - Öffentlichkeitsbeteiligung Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung für Gremien, auf die die Leitlinien Öffentlichkeitsbeteiligung Anwendung finden, beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. Eine Öffentlichkeitsbeteiligung ist gesetzlich vorgeschrieben. Gibt es gesetzliche Vorgaben zur Ausgestaltung der Beteiligung? - Ja, es gibt gesetzliche Vorgaben zur Ausgestaltung. Wenn ja: Welche Vorgaben zur Ausgestaltung der Beteiligung sind gesetzlich vorgeschrieben? Die vorliegende Beschlussvorlage behandelt den Feststellungsbeschluss der 239. Flächennutzungsplanänderung „Gewerbegebiet Venloer Straße“ in Köln-Bocklemünd/Mengenich. Im durchgeführten Verfahren ist die Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB und § 3 Abs. 2 BauGB beteiligt worden. Die Ergebnisse sind in Anlage 6 dargestellt. Kontakt OB/2 Referat für Strategische Steuerung Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung Brückenstraße 5-11 50667 Köln Telefon: 0221 – 221 25044 E-Mail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung
Anlage 4 - beabsichtigte Darstellung des Flächennutzungsplans
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6 6 6 6 66 6 6 6 6 6 6666666 6 6 6 6 6 6 66 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6666666 66 6 66 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 66 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 66 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6666 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 666666666666 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 66 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6666666666666 6 6 6 6 6 66 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 66 6 6 6 6 6 6 6 6 66 6 6 6 6 66 6 6 6 6 6 66 66 6 6 6 6 6 6 6 66 6 6 6 6 6 6 66 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 (D C FF 0 E E 0 E 0 = E5 E E $ 5 GI GE GE GOLF M GE W GI Anlage 4 - beabsichtigte Darstellung - 239. Änderung des Flächennutzungsplanes: "Gewerbegebiet Venloer Straße" in Köln-Bocklemünd/Mengenich ¯ M.: Legende Änderungsbereich Wohnbaufläche Gemischte Baufläche Industriegebiet Gewerbegebiet Fläche für Ver- und Entsorgung Fläche für die Landwirtschaft Grünfläche mit tw. landwirtschaftlicher Nutzung Wasserfläche Fläche für Hauptverkehrszüge Fläche für Bahnanlagen (D Boden, erheblich mit umweltgefährdenden Stoffen belastet Naturschutzgebiet 6 6 6 Vorrangfläche für Kompensationsmaßnahmen P Dauerkleingärten, Standort unbestimmt = Dauerkleingärten C Friedhof E Grünfläche F Kindereinrichtung 0 Umspannwerk 5 Wasserfläche W M GI GE 1:7.500 0 100 20050 Meter
Anlage 6 - Darstellung und Bewertung der Stellungnahmen der Öffentlichkeit
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A N L A G E 6
1
Tabellarische Darstellung und Bewertung des Abwägungsmaterials im Bauleitplanverfahren
Darstellung und Bewertung der zur 239. Änderung des Flächennutzungsplanes mit dem Arbeitstitel „Gewer-
begebiet Venloer Straße“ in Köln-Bocklemünd/Mengenich eingegangenen Stellungnahmen aus den Beteili-
gungen der Öffentlichkeit
Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) wurde nach Modell1 durch einen Aushang
im Bezirksrathaus Ehrenfeld (Venloer Str.419-421, 50825 Köln) von 29.04.2019 bis zum 06.05.2019 durchgeführt. Sie wurde am
10.04.2019 im Amtsblatt 14 der Stadt Köln bekannt gemacht.
Im Rahmen dieser Beteiligung sind keine Stellungnahmen eingegangen.
Die Veröffentlichung gemäß § 3 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) wurde am 28.08 .2024 im Amtsblatt 33 der Stadt Köln bekannt
gemacht und im Zeitraum vom 09.09.2024 bis einschließlich 11.10.2024 durchgeführt. Die Planunterlagen waren im genannten
Zeitraum über das Internet – die Seite der Stadt Köln – abrufbar und wurden zusätzlich in der Außenstelle des Stadtplanungsamts
im Stadthaus Deutz (Ladenlokal 5) öffentlich ausgelegt.
Im Rahmen der Veröffentlichung sind keine Stellungnahmen eingegangen.
Anlage 5 - Begründung mit Umweltbericht
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A N L A G E 5
Begründung nach § 5 Absatz 5 Baugesetzbuch (BauGB)
mit Umweltbericht nach § 2a in Verbindung mit § 2 A bsatz 4 BauGB zur 239.
Änderung des Flächennutzungsplanes im Stadtbezirk 4, Köln- Ehrenfeld
Arbeitstitel: „Gewerbegebiet Venloer Straße“ in Köln-Bocklemünd/Mengenich
hier: Umstrukturierung des Gewerbegebietes - Änderu ngen der Darstellungen „Gewerbeflä-
che", „Industriefläche“ sowie „Grünfläche"
Diese FNP- Änderung erfolgt im Parallelverfahren gemäß § 8 Absatz 3 BauGB zum vorhaben-
bezogenen Bebauungsplan Nummer 59499/03 - Arbeitsti tel: Gewerbegebiet Venloer Straße
in Köln-Bocklemünd/Mengenich, 1. Änderung
1. Lage und Größe des Änderungsbereiches .......... ................................................... .... 4
2. Anlass, Ziel und Zweck der Planung ............. ................................................... ........... 4
3. Verlauf des Änderungsverfahrens ................ ................................................... ........... 6
3.1 Verfahren zum Bebauungsplan ................... ................................................... ......... 6
3.2 Verfahren zur Flächennutzungsplanänderung ..... ................................................... . 7
4. Planungsvorgaben ............................... ................................................... ..................... 7
4.1 Landes- und Regionalplanung ................... ................................................... ........... 7
4.2 Landschaftsplan ............................... ................................................... ...................12
4.3 Wasser- und Hochwasserschutz .................. ................................................... .......14
4.4 Denkmalschutz ................................. ................................................... ...................14
4.6 Hochspannungs- / Produktenleitung ............. ................................................... .......14
4.7 Bebauungsplan ................................. ................................................... ..................14
4.8 Informelle Planungen .......................... ................................................... ................15
5. Erläuterungen zum Plangebiet ................... ................................................... .............15
5.1 Vorhandene Strukturen ......................... ................................................... ..............15
5.2 Soziale Infrastruktur ......................... ................................................... ...................16
5.3 Grün- und Freiraum ............................ ................................................... .................16
5.4 Bestehende Erschließungssituation ............. ................................................... .......17
5.5 Technische Infrastruktur ...................... ................................................... ................17
5.6 Boden / Altlasten ............................. ................................................... ....................17
6. Änderungsgebiet im gültigen Flächennutzungsplan (FNP) .....................................18
6.1 Derzeitige Darstellung ........................ ................................................... .................18
6.2 Beabsichtigte Darstellung ..................... ................................................... ...............18
6.3 Auswirkungen der Planänderung ................. ................................................... ........19
6.4 Begründung der Inanspruchnahme von landwirtsch aftlichen Flächen ....................19
7. Umweltbericht .................................. ................................................... ........................20
A Einleitung ...................................... ................................................... ............................20
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7.1 Darstellung des Inhalts und wichtigster Ziele d es Bauleitplanes .............................20
7.2 Bedarf an Grund und Boden ..................... ................................................... ...........20
7.3 Darstellung der in einschlägigen Fachgesetzen u nd Fachplänen festgelegten Ziele
des Umweltschutzes ................................................................................... ..............20
B Beschreibung und Bewertung der erheblichen Umwelt auswirkungen ...................22
7.4 Grundlagen .................................... ................................................... .....................23
7.4.1 Beschreibung derzeitiger Umweltzustand (Basis szenario) ..................................23
7.4.2 Beschreibung des Umweltzustandes bei Nichtdur chführung der Planung
(Nullvariante) ....................................................................................... ...............23
7.4.3 Prognose über die Entwicklung des Umweltzusta nds bei Durchführung der
Planung ........................................... ................................................... ................24
7.5 Umweltbelange gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 7 Buchstaben a – j und § 1a BauGB ...........24
7.5.1 Tiere ....................................... ................................................... .........................24
7.5.2 Pflanzen .................................... ................................................... ......................25
17.5.3 Fläche ..................................... ................................................... .........................26
7.5.4 Boden ....................................... ................................................... .......................26
7.5.5 Wasser ...................................... ................................................... ......................27
7.5.5.1 Oberflächenwasser ......................... ................................................... .................27
7.5.5.2 Grundwasser ............................... ................................................... ....................28
7.5.6 Luft ........................................ ................................................... ..........................28
7.5.6.1 Luftschadstoffe – Emissionen, auch Treibhau sgase und 7.5.6.2, Immissionen ...28
7.5.7 Klima ....................................... ................................................... ........................29
7.5.8 Wirkungsgefüge .............................. ................................................... .................30
7.5.9 Landschaft .................................. ................................................... .....................31
7.5.10 Biologische Vielfalt ....................... ................................................... ....................31
7.5.11 Erhaltungsziele und Schutzzweck der Natura 2 000-Gebiete (Gebiete von
gemeinschaftlicher Bedeutung/europäische Vogelschutzgebiete) .......................32
7.5.12 Mensch, Gesundheit, Bevölkerung ............ ................................................... ......32
7.5.12.1 Lärm ..................................... ................................................... ........................32
7.5.12.2 Altlasten ................................ ................................................... .......................33
7.5.12.3 Erschütterungen .......................... ................................................... .................34
7.5.12.4 sonstige Gesundheitsbelange / Risiken .... ................................................... ....34
7.5.12.5 Besonnung/Belichtung ..................... ................................................... ............35
7.5.13 Kultur- und sonstige Sachgüter ............. ................................................... ...........35
7.5.14 Vermeidung von Emissionen (insbesondere Lich t, Gerüche, Strahlung, Wärme),
sachgerechter Umgang mit Abfällen und Abwässern ..........................................36
7.5.15 Nutzung erneuerbarer Energien / sparsame und effiziente Nutzung von Energie36
7.5.16 Darstellungen von Landschaftsplänen und sons tigen Plänen, insbesondere des
Wasser-, Abfall-, Immissionsschutzrechtes .........................................................37
7.5.17 Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Gebieten, in denen die durch
Rechtsverordnung zur Erfüllung von bindenden Beschlüssen der Europäischen
Gemeinschaft festgelegten Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden ...38
7.5.18 Wechselwirkungen ........................... ................................................... ................38
7.5.19 Anfälligkeit für die Auswirkungen schwerer U nfälle und Katastrophen auf die
Belange des Umweltschutzes nach den Buchstaben a bis d und i des § 1 Abs. 6
Nr. 7 BauGB - Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft,
biologische Vielfalt, Natura 2000-Gebiete, Mensch, Gesundheit und Bevölkerung,
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Kultur- und Sachgüter, Wechselwirkungen, z. B. Seveso-III-RL, 12. BImSchV,
KAS 18 ............................................ ................................................... ................39
7.5.20 Eingriffsregelung .......................... ................................................... ....................39
7.5.12 Kumulierung mit den Auswirkungen von Vorhabe n benachbarter Plangebiete ....39
7.5.22 eingesetzte Stoffe und Techniken ........... ................................................... .........39
7.5.23 In Betracht kommende anderweitige Planungsmö glichkeiten (Alternativen) und
die Angabe für die wesentlichen Gründe für die getroffene Wahl ........................40
7.6 Technische Verfahren bei der Umweltprüfung bezi ehungsweise Hinweise auf
Schwierigkeiten bei der Zusammenstellung der Angaben ......................................40
7.7 Geplante Maßnahmen zur Überwachung der erheblic hen Auswirkungen
(Monitoring) ......................................................................................... ...................40
7.8 Zusammenfassung ............................... ................................................... ...............40
7.9 Referenzliste der Quellen .................................................................... ....................43
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1. Lage und Größe des Änderungsbereiches
Der Bereich der 239. Änderung des Flächennutzungspl anes liegt im Stadtteil Bocklemünd
Mengenich am nordwestlichen Stadtrand von Köln im Stadtbezirk Ehrenfeld. Der Bereich liegt
nördlich der Venloer Straße, östlich des Naturschut zgebietes N22 "Baadenberger Senke,
Stöckheimer See und Große Laache", südlich der Dauerkleingartenanlage „Stöckheimer Weg“
und des Umspannwerkes sowie westlich der Bundesautobahn 1 (BAB). Das Änderungsgebiet
ist circa 32,68 Hektar groß. Das Plangebiet befindet sich teilweise im Eigentum der Stadt Köln.
Abb. 1: Lage des Änderungsbereiches (Quelle: Stadt Köln)
2. Anlass, Ziel und Zweck der Planung
Innerhalb des auf der Südseite der Venloer Straße im Flächennutzungsplan dargestellten Ge-
werbegebiets hat die Verwaltung das Logistikzentrum eines Kölner Unternehmens genehmigt.
Rechtsgrundlage war der § 35 des Baugesetzbuches (Bauen im Außenbereich). Im Rahmen
des Baugenehmigungsverfahrens waren u.a. umfangreic he landschafts- und naturschutz-
rechtliche Fragestellungen zu klären (Eingriffausgleich, Bodenschutz, Artenschutz).
In den hierzu durchgeführten naturschutzfachlichen Untersuchungen wurde auch das Gelände
nördlich der Venloer Straße und hier insbesondere der Übergang von dem im Bebauungsplan
„Gewerbegebiet Venloer Straße“ festgesetzten Gewerbe- und Industriegebiet und dem an-
grenzenden Erholungsgebiet Stöckheimer Hof einbezogen. An der Böschung einer noch un-
verfüllten Auskiesung ist ein hochwertiges Biotop entstanden. Die Untere Landschaftsbehörde
hat den Wunsch geäußert, dieses Biotop zu erhalten und den Bebauungsplan entsprechend
zu ändern.
Bei dem Änderungsbereich handelt es sich überwiegend um einen ehemaligen Auskiesungs-
bereich, der in Gänze mit Bodenaushub verfüllt werden sollte. Die Verfüllung und somit auch
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die Umsetzung der heute wirksamen Bebauungsplanfest setzungen sind im nordwestlichen
Teil des Plangebietes bis heute nicht erfolgt. In d en letzten Jahrzehnten hat sich in dem Än-
derungsgebietsabschnitt ein ökologisch sehr wertvolles Biotopmosaik entwickelt, welches vie-
len geschützten und streng geschützten Arten Lebensraum bietet. Durch die Verfüllung dieses
Gewässers wären sämtliche wertvollen ökologischen Strukturen zerstört. Aufgrund des Natur-
und Artenschutzes soll eine weitere Verfüllung mit anschließender geplanter Gewerbenutzung
nicht mehr umgesetzt werden.
Vorrangiges Ziel der verfolgten Bauleitplanung ist es deswegen, die Flora und Fauna im nord-
westlichen Änderungsgebietsabschnitt zu erhalten un d zu schützen. Hierfür wird der rechts-
kräftige Bebauungsplan 59499/03 – „Gewerbegebiet Ve nloer Straße in Köln-Bock-
lemünd/Mengenich“ – geändert. Die Änderung des Fläc hennutzungsplanes erfolgt gem. § 8
Abs. 3 BauGB im Parallelverfahren.
Durch die Änderung sollen bisher unbebaute – als Gewerbe- und Industrieflächen dargestellte
Flächen des Flächennutzungsplanes in einer Größenordnung von circa 2,1 ha zurückgenom-
men und in Grünfläche umgewandelt werden. Hierbei h andelt es sich hauptsächlich um die
Böschungs- und Gewässerflächen des ehemaligen Auski esungsbereiches, welche aufgrund
der arten- und naturschutzrechtlichen Belange für eine bauliche Entwicklung und gewerbliche
Nutzung aktuell faktisch nicht zur Verfügung stehen. Zu der zurückgenommenen Gewerbeflä-
che zählen zudem der unbebaute Grünstreifen im Nord osten des Änderungsgebietes sowie
eine im Süden des Änderungsgebietes liegende Fläche, welche Teil eines Landschaftsschutz-
gebietes ist. Diese Flächen sollen durch die vorliegende Planung geschützt werden.
Im Gegenzug werden die Gewerbe- und Industrieflächen im nordwestlichen Bereich zu Lasten
des Landschaftsschutzgebietes um 0,6 ha ausgeweitet. Die hierdurch beanspruchten Flächen
sind bereits bebaut und werden gegenwärtig bereits gewerblich genutzt.
Um einen organischen Übergang zu den angrenzenden Freiraumstrukturen zu gewährleisten
und die benachbarte Kleingartenanlage sowie das Nat urschutzgebiet N 22 „Baadenberger
Senke, Stöckheimer See und Große Laache“ zu schützen, ist an der nördlichen Gebietsgrenze
eine Fläche zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft zur
Erhaltung und Sicherung der schützenswerten Flora u nd Fauna vorgesehen. Hierdurch wird
der Fortbestand der Wasserfläche, Böschungen und Uferbereiche sichergestellt und somit die
Ziele des Landschaftsschutzes erfüllt. Da jedoch die Böschungen entlang der westlichen Plan-
gebietsgrenze nicht standsicher sind, wird in diesem Bereich ein Sicherungsabstand zum ge-
planten Baugebiet festgelegt.
Zusätzlich soll die als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesene, bewaldete Fläche entlang der
Autobahn durch eine Ausweitung der Darstellung im Bereich Venloer Straße gesichert werden.
Eine Neuordnung und Zonierung der für die Bebauung vorgesehenen Flächen soll eine städ-
tebaulich geordnete Entwicklung der Gewerbeflächen ermöglichen und gleichzeitig Nutzungs-
konflikte mit der angrenzenden Kleingartenanlage so wie einem Bestandswohngebäude auf
der gegenüberliegenden Seite der Venloer Straße verhindern. Dabei findet eine Vergrößerung
der Industrieflächen zu Lasten der Gewerbefläche st att. Die Bauflächen sollen dabei in der
Form so gegliedert werden, dass die südwestliche Randzone des Änderungsgebietes entlang
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der Venloer Straße weiterhin als Gewerbegebiet und die nördlich daran angrenzenden Bau-
gebiete als Industriegebiet dargestellt werden. Ent lang des nordwestlichen Randes der ge-
planten Bauflächen soll nach wie vor ein Gewerbegebiet dargestellt werden.
Mit der beabsichtigten Darstellung der Gewerbe- und Industriegebiete sollen die bereits be-
stehenden Gewerbebetriebe entlang der Venloer Straß e gesichert werden. Durch eine teil-
weise Umwandlung der Darstellung Gewerbegebiet zu G unsten der Darstellung Industriege-
biet soll erreicht werden, dass sich im Änderungsgebiet insbesondere solche produzierenden
Gewerbe- und Industriebetriebe sowie Handwerksbetriebe ansiedeln, welche in anderen Bau-
gebieten nicht zulässig wären. Darüber hinaus werde n an einem verkehrstechnisch günstig
gelegenen Standort Flächen für die Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe bereitgestellt und da-
mit ein Beitrag zur Linderung des Mangels an Gewerbe- und Industriegrundstücken im Kölner
Stadtgebiet geleistet. Nach Abschluss des zugehörig en Bebauungsplanverfahrens ist eine
kurzfristige Umsetzung der Planung vorgesehen.
3. Verlauf des Änderungsverfahrens
3.1 Verfahren zum Bebauungsplan
Der Einleitungsbeschluss für die Änderung des recht skräftigen Bebauungsplanes 59499/03
mit dem Arbeitstitel „Gewerbegebiet Venloer Straße in Köln-Bocklemünd/Mengenich, 1. Ände-
rung“ – wurde unter der Vorlage Nr.2895/2009, in folgenden Gremien vorberaten:
- Stadtentwicklungsausschuss (StEA, 08.09.2009, TOP 13.4)
- Ausschuss für Umwelt und Grün (UG, 03.12.2009, TO P 7.3)
- Wirtschaftsausschuss (WA, 03.12.2009, TOP 5.2)
- Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) (BV4, 05.10.2009, TOP 6.3)
- Finanzausschuss (FA, 14.12.2009, TOP 12.2),
durch den Stadtentwicklungsausschuss (StEA, 14.01.2 010, TOP 13.3) beschlossen und am
27.01.10 im Amtsblatt Nr. 4 öffentlich bekannt gemacht.
Die Beteiligung nach § 4 Abs. 1 BauGB zur Änderung des Bebauungsplanes Nummer
59499/03; mit dem Arbeitstitel: Gewerbegebiet Venloer Straße in Köln-Bocklemünd/Mengen-
ich, 1. Änderung wurde bereits vom 29.08.2016 bis 0 5.10.2016 durchgeführt. Das Verfahren
wurde anschließend nicht weiterverfolgt, so dass zu nächst keine frühzeitige Beteiligung der
Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 1 BauGB durchgeführt w urde. Das Verfahren sollte 2019 fortge-
setzt werden, daher wurde am 07.02.2019, nach vorhe rgegangenen Beratungen in der Be-
zirksvertretung 4 (Ehrenfeld) (BV4/2327/2018, 03.12.2018, TOP 10.12) im Stadtentwicklungs-
ausschuss die Vorlage zurückgestellt (StEA/2327/2018, TOP 8.1). Dennoch wurde ein weite-
rer Beschluss zur Durchführung der frühzeitigen Öff entlichkeitsbeteiligung im Stadtentwick-
lungsausschuss (StEA/2327/2018, 07.02.2019, TOP 8.1) gefasst. Dieser Beschluss wurde am
10.04.2019 im Amtsblatt Nr. 14 bekanntgemacht.
Im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligu ng nach § 3 Abs. 1 BauGB, welche vom
29.04.2019 bis 06.05.2019 erfolgte, sind keine Stellungnahmen eingegangen. Dies wurde der
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) am 09.09.2019 sowie dem Stadtentwicklungsausschuss am
19.09.2019 mitgeteilt.
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3.2 Verfahren zur Flächennutzungsplanänderung
Zur Umsetzung und planungsrechtlichen Sicherung des Vorhabens ist die Änderung des Flä-
chennutzungsplanes erforderlich. Diese wird im Para llelverfahren gemäß § 8 Abs. 3 Bauge-
setzbuch durchgeführt. Im Rahmen des Verfahrens wird für die Flächennutzungsplanänderung
ebenfalls eine Umweltprüfung und die Erstellung eines Umweltberichts durchgeführt.
Gemäß § 3 Abs. 1 Satz 3 Nr. 2 i. V. m. § 8 Abs. 3 Satz 1 BauGB wird im Parallelverfahren für
das FNP-Verfahren von der frühzeitigen Unterrichtung und Erörterung der Öffentlichkeit nach
§ 3 Abs. 1 Satz 1 BauGB abgesehen, da diese bereits zuvor im Bebauungsplanverfahren er-
folgte und aufgrund der deckungsgleich Planungsziel e auch für die 239. FNP-Änderung ver-
wendet werden kann.
Im Rahmen der Anpassung der Bauleitplanung an die Z iele der Raumordnung hat die Stadt
Köln am 18. November 2022 gemäß § 34 Abs. 5 Landesplanungsgesetz (LPlG) die Planungen
der Bezirksregierung Köln zur Stellungnahme übersan dt. Die Anfrage wurde im Grundsatz
ohne Bedenken beantwortet. Es musste lediglich nur Redaktionelle Änderungen vorgenom-
men werden.
Die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB zur 239. Änderung
des Flächennutzungsplanes wurde in dem Zeitraum vom 07.05.2022 bis zum 08.06.2022
durchgeführt. Maßgeblich beschäftigten sich die Ste llungnahmen mit der Sicherung der Bö-
schungs- und Gewässerflächen des ehemaligen Auskiesungsbereiches, welche aufgrund der
arten- und naturschutzrechtlichen Bedenken für eine bauliche Entwicklung und gewerbliche
Nutzung faktisch nicht zur Verfügung stehen. Zudem wurden Bedenken vorgetragen, da durch
die FNP-Änderung dringend benötigte Gewerbeflächen entfallen würden.
Die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Absatz 2
Baugesetzbuch (BauGB) wurde vom 09.09.2024 bis zum 11.10.2024 durchgeführt. Im Zeit-
raum der Beteiligung sind 14 Stellungnahmen fristgerecht eingegangen.
Die Mitteilung über die Veröffentlichung mit der Nummer 1564/2024 erfolgte am 19.09.2024
im Stadtentwicklungsausschuss. Die Mitteilung war ursprünglich für die Sitzung der Bezirks-
vertretung 4 (Ehrenfeld) am 09.09.24 vorgesehen. Da die Sitzung leider nicht erreicht wer-
den konnte, wird die Vorlage in der Sitzung am 04.11.2024 zur Kenntnis gegeben. Die Vor-
lage ist aber der Geschäftsführung der BV 4 am 12.09.2024 vorab zugestellt worden.
Die Veröffentlichung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB wurde am 28.08.2024 im Amtsblatt Nr. 33 der
Stadt Köln bekannt gemacht und im Zeitraum vom 09.0 9.2024 bis einschließlich 11.10.2024
durchgeführt. Die Planunterlagen waren im genannten Zeitraum über das Internet – die Seite
der Stadt Köln – abrufbar und wurden zusätzlich in der Außenstelle des Stadtplanungsamts
im Stadthaus Deutz (Ladenlokal 5) öffentlich ausgelegt. Im Rahmen der Veröffentlichung sind
keine Stellungnahme aus der Öffentlichkeit eingegangen. Aus der vorgetragenen Stellungnah-
men ergibt sich keine Änderung für das Verfahren der 239. FNP-Änderung.
4. Planungsvorgaben
4.1 Landes- und Regionalplanung
Die Bauleitpläne der Kommunen sind gemäß §1 Absatz 4 BauGB an die Ziele der Raumord-
nung anzupassen. Im Folgenden wird dargelegt, dass und auf welcher Beurteilungsgrundlage
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die 239. Änderung des Flächennutzungsplanes als an die Ziele der Landesplanung und Regi-
onalplanung angepasst erachtet werden kann.
Der überwiegende Teil des Änderungsgebietes wird im Regionalplan für den Regierungsbezirk
Köln zeichnerisch als „Bereich für gewerbliche und industrielle Nutzung (GIB)“ festgelegt. Der
im Nordwesten liegende ehemalige Auskiesungsbereich wird als Freiraum – Waldbereich –
dargestellt und ist im vorgesehenen Änderungsbereic h mit der Funktion „Bereich für den
Schutz der Landschaft und landschaftsorientierten Erholung“ (BSLE) überlagert. Nördlich an-
grenzend an den Änderungsbereich stellt der Regionalplan überlagernd zu dem Waldbereich
einen Bereich für den Schutz der Natur sowie regionalen Grünzug dar.
Durch die vorgesehene Änderung des Flächennutzungsplanes soll im südwestlichen Randbe-
reich der Änderung eine Anpassung an den baulichen Bestand vorgenommen werden.
Dadurch würde der im Regionalplan dargestellte Waldbereich mit der BSLE-Funktion in einer
Größenordnung von ca. 0,2 ha in Anspruch genommen.
Aufgrund der Darstellungen des Regi-
onalplanes und der beabsichtigten
239. Änderung des Flächennutzungs-
planes sind nach Maßgabe des über-
geordneten Landesentwicklungspla-
nes NRW (LEP NRW) die LEP Ziele 2-
3 „Siedlungsraum und Freiraum“ und
7.3-1 „Walderhaltung und Waldinan-
spruchnahme“ zu berücksichtigen. Zu-
dem ist der LEP Grundsatz 7.1-8
„Landschaftsorientierte und naturver-
trägliche Erholungs-, Sport- und Frei-
zeitnutzungen“ hier einschlägig.
Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen – Textliche Festlegungen
Aufgrund des Urteiles des Oberverwaltungsgerichts ( OVG) NRW vom 21.03.2024 sind we-
sentliche Festlegungen des 1. Änderungsverfahrens d es LEP für unwirksam erklärt worden.
Betroffen ist hierdurch auch das Ziel 2-3 „Siedlungsraum und Freiraum“ sowie die in diesem
Ziel definierten Ausnahmetatbestände für eine Baufl ächendarstellung im Freiraum. Gemäß
den bisher geltenden Regelungen konnte die beabsich tigte Darstellung des FNP auch durch
den unter dem 1. Spiegelstrich des Zieles 2-3 definierten Ausnahmetatbestand begründet wer-
den. Hier war bestimmt, dass Bauflächen im regionalplanerischen Freiraum dargestellt werden
können, wenn diese unmittelbar an den Siedlungsraum anschließen und die Festlegung des
Siedlungsraumes nicht auf einer deutlich erkennbaren Grenze beruht.
Bei den Zielen des LEP, die durch das OVG Urteil vom 21.03.2024 für unwirksam erklärt wor-
den sind, treten wieder die Festlegungen des LEP mit Stand vom 08.02.2017 in Kraft.
Insofern kommen für die vorliegende Planung vorrang ig die folgenden Ziele und Grundsätze
der Landes- und Regionalplanung in Betracht:
Abb. 2 Ausschnitt gültiger Regionalplan
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LEP NRW - Ziel 2-3: Siedlungsraum und Freiraum (LEP 2017)
„(…). Die Siedlungsentwicklung der Gemeinden vollzieht sich innerhalb der regionalplanerisch
festgelegten Siedlungsbereiche.“
LEP NRW – Ziel 7.3-1 – Walderhaltung und Waldinanspruchnahme (LEP 2017)
„(…). Ausnahmsweise dürfen Waldbereiche für entgege nstehende Planungen und Maßnah-
men nur dann in Anspruch genommen werden, wenn für die angestrebten Nutzungen ein Be-
darf nachgewiesen ist, dieser nicht außerhalb des W aldes realisierbar ist und die Waldum-
wandlung auf das unbedingt erforderliche Maß beschränkt wird. (…).“
LEP NRW – Grundsatz 7.1-8 Landschaftsorientierte un d naturverträgliche Erholungs-, Sport
und Freizeitnutzungen (LEP 2019)
„Bereiche, die sich aufgrund ihrer Struktur, Ungestörtheit und Erreichbarkeit für die naturver-
trägliche und landschaftsorientierte Erholungs-, Sport- und Freizeitnutzung besonders eignen,
sollen für diese Nutzungen gesichert und weiterentwickelt werden.“
Regionalplan für den Regierungsbezirk Köln – Textliche Festlegungen
Der Regionalplan für den Regierungsbezirk Köln (Tei labschnitt Region Köln) mit Stand April
2018 formuliert v.a. in den Kapiteln B.1, B.3.1, D.1.3 und D.3.3, die für die 239. Änderung des
FNP wesentlichen Festlegungen.
Kapitel B.1 – Generelle Entwicklung des Siedlungsraumes -
Gemäß dem Ziel 1 soll sich im Sinne einer nachhalti gen Raumentwicklung die Siedlungsent-
wicklung der Gemeinden auf den Flächen vollziehen, die im Regionalplan als Siedlungsberei-
che dargestellt sind.
Kapitel B.3.1 – Bereiche für gewerbliche und industrielle Nutzungen (GIB)
In der Vorbemerkung zu den hier aufgeführten Zielen wird dargelegt, dass die GIB der Ansied-
lung, dem Ausbau und der Bestandssicherung solcher gewerblicher Betriebe dienen, die we-
gen ihrer Standortanforderungen nicht in den ASB integriert werden können.
Kapitel D.1.3 – Waldbereiche -
Gemäß dem Regionalplan Köln, Kapitel D.1.3 Ziel 2 dürfen Walgebiete nur für andere Nutzun-
gen in Anspruch genommen werden, wenn die angestrebten Nutzungen nicht außerhalb des
Waldes realisierbar sind und der Eingriff in den Wa ld auf das unbedingt erforderliche Maß
beschränkt wird. Funktionsverluste müssen ersetzt werden.
Kapitel D.3.3 – Bereiche für den Schutz der Landschaft und landschaftsorientierten Erholung
(BSLE)
In Ziel 1 des Kapitel D.3.3 wird ausgeführt, dass i n den BSLE die Bodennutzungen und ihre
Verteilungen auf eine nachhaltige Erhaltung und Wiederherstellung der natürlichen Leistungs-
fähigkeit des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes sowie der Erholungseignung auszu-
richten sind. Im Weiteren werden einzelne Belange a ufgeführt, die der Sicherung bzw. Wie-
derherstellung dienen sollen. Es werden hier u.a. g enannt: das Landschaftsbild, die land-
schaftsgebundene Erholung sowie landschaftstypische Lebensräume und der Aufbau eines
Biotopverbundsystems. Aufgrund der hier bereits ausgeübten Nutzung ist dieses Ziel hier nicht
anwendbar. Zudem ist darauf zu verweisen, dass durc h die Rücknahme von gewerblichen
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Bauflächen im Rahmen der 239. Änderung im Bereich der Nassauskiesung und am nordöstli-
chen Geltungsbereich dem Natur- und Landschaftsschutz entsprochen wird.
Neuaufstellung des Regionalplanes Köln
In seiner Sitzung am 10.12.2021 hat der
Regionalrat des Regierungsbezirks Köln
den Aufstellungsbeschluss für die Neuauf-
stellung des Regionalplanes gefasst und
damit auch den Planentwurf des neuen Re-
gionalplanes für das weitere Verfahren be-
schlossen.
Für den vorgesehenen Änderungsbereich
sieht der Entwurf Änderungen in der Form
vor, dass eine Rücknahme des Waldberei-
ches sowie des BSLE vorgesehen ist. Der
ehemalige Waldbereich soll als Allgemeiner
Freiraum und Agrarbereich dargestellt wer-
den und der Regionale Grünzug bis an die
Grenze des GIB heranreichen.
Diese beabsichtigte Darstellung als im Auf-
stellung befindliches Ziel des Regionalplanes ist i n der Abwägung ebenfalls zu berücksichti-
gen. Hinsichtlich der Inanspruchnahme des regionalp lanerischen Freiraumes kann auf die
oben ausgeführte Abwägung zum Ausnahmetatbestand de s LEP NRW Zieles 2.3 verwiesen
werden. Falls der beabsichtigte Entwurf als Bewertungsgrundlage für die 239. FNP Änderung
verwendet werden würde, müsste zusätzlich überprüft werden, ob die Ausnahmetatbestände
des LEP NRW Zieles 7.1-5 – Regionale Grünzüge – erfüllt sind. Diese lauten, dass regionale
Grünzüge für siedlungsräumliche Entwicklungen ausna hmsweise in Anspruch genommen
werden dürfen, wenn für die siedlungsräumliche Entwicklung keine Alternativen außerhalb des
betroffenen Grünzuges bestehen und die Funktionsfäh igkeit des Grünzuges erhalten bleibt.
Aufgrund der hier gegeben Rahmenbedingungen (Bestandsüberplanung) kann davon ausge-
gangen werden, dass die Voraussetzungen erfüllt wär en. Eine Beeinträchtigung der Funkti-
onsfähigkeit wäre nicht zu erwarten.
Die insofern wesentlichen Funktionen der regionalen Grünzüge werden in Kapitel D.1.1 Ziel 2
des Regionalplanes genannt. Es handelt sich hier vo r allem um die siedlungsräumliche Glie-
derung, den klimaökologischen Ausgleich, die Biotoperhaltung und –vernetzung sowie die frei-
raumgebundene Erholung. Durch die ebenfalls vorgese hene Rücknahme von gewerblichen
Bauflächen durch die 239. Änderung des FNP ist insgesamt von einer Stärkung der Funktion
des regionalen Grünzuges auszugehen.
In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass die Sta dt Köln im Rahmen der Beteiligung
zum Entwurf des Regionalplanes angeregt hat, die GI B Darstellung im Regionalplan auf den
Bereich zu erweitern, der bereits heute gewerblich genutzt ist. In diesem Falle würde die vor-
gesehene GI-Darstellung durch die 239. FNP-Änderung innerhalb des regionalplanerischen
GIB liegen.
Abb. 3 Ausschnitt Regionalplan-Entwurf
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Vereinbarkeit der 239. Änderung mit den Zielen der Landes- und Regionalplanung
Für die Beurteilung, ob die beabsichtigte Änderung den Zielen der Raumordnung entspricht,
ist der derzeit gültige Regionalplan zugrunde zu le gen. Nachfolgend wird dargelegt, dass die
239. Änderung mit den Zielen der Raumordnung verein bar ist. Am Ende des Kapitels wird
ergänzend noch auf das in Aufstellung befindliche Ziel „Regionaler Grünzug“ eingegangen.
Vereinbarkeit mit den Zielen Siedlungsraum und Frei raum sowie Walderhaltung und Waldin-
anspruchnahme
Durch die 239. FNP-Änderung sollen einerseits bisher unbebaute – als Gewerbe- und Indust-
rieflächen dargestellte Flächen des Flächennutzungsplanes in einer Größenordnung von circa
2,1 ha zurückgenommen und in Grünfläche umgewandelt werden. Der bereits gewerblich ge-
nutzte Bereich in einer Größenordnung von 0,2 ha am westlichen Rand des Änderungsberei-
ches wird zukünftig nicht mehr als Grünfläche mit der Funktion Vorrang- und Maßnahmenflä-
che, sondern als GI-Fläche dargestellt.
Diese Änderung ist mit LEP NRW Ziel 2.3 Siedlungsraum und Freiraum sowie auch mit LEP-
Ziel 7.3-1 Walderhaltung und Waldinanspruchnahme vereinbar. Ein Verstoß gegen den Regi-
onalplanerisch dargestellten Freiraum (und Waldbere ich) liegt durch die Änderung nicht vor.
Voraussetzung für die Feststellung eines Verstoßes ist bei kleineren Flächen mit Blick auf den
Maßstab eines Regionalplans und dessen mangelnde Parzellenschärfe, dass sich eine hinrei-
chende Bestimmbarkeit etwa anhand topografischer Gegebenheiten ergibt, die aus der Plan-
zeichnung erkennbar sind. Dies ist hier für die Dar stellung des Freiraums und des Waldbe-
reichs nicht der Fall.
Die Größe des in Anspruch genommenen regionalplanerischen Freiraumes bewegt sich deut-
lich unterhalb der regionalplanerischen Darstellungsschwelle von 10 ha und die in diesem Be-
reich vorgenommene Grenzziehung zwischen Siedlungsr aum und Freiraum beruht nicht auf
einem planerisch begründeten bzw. anhand topografis cher Gegebenheiten örtlich erkennba-
ren Grenzverlauf des GIB. Zudem ist bei den regionalplanerischen Darstellungen aufgrund der
Unschärfe des Planwerkes von einem Interpretationsspielraum von etwa 100-150m auszuge-
hen, der hier durch eine Überschreitung von ca. 50m deutlich unterschritten wird. Durch die
beabsichtigte FNP-Änderung wird zudem die bereits v orhandene klare Siedlungskante auch
planerisch nachvollzogen.
Landschaftsorientierte und naturverträgliche Erholungs-, Sport und Freizeitnutzungen
Die beabsichtigte FNP-Änderung widerspricht nicht dem Grundsatz 7.1-8, da der zukünftig als
GI-Fläche vorgesehene Bereich bereits baulich genut zt wird. Es handelt sich hierbei somit
nicht um einen Bereich, der sich aufgrund seiner Struktur für eine naturverträgliche bzw. land-
schaftsorientierte Nutzung besonders eignet.
Regionale Grünzüge
Hierbei handelt es sich wie oben dargestellt, um ein in Aufstellung befindliches Ziel. Da dieses
nicht im gültigen Regionalplan, sondern im Entwurf des Regionalplanes festgelegt wird, ist es
als sonstiges Erfordernis der Raumordnung in der Ab wägung zu berücksichtigen. Regionale
Grünzüge dürfen für siedlungsräumliche Entwicklungen ausnahmsweise in Anspruch genom-
men werden, wenn für die siedlungsräumliche Entwick lung keine Alternativen außerhalb des
betroffenen Grünzuges bestehen und die Funktionsfäh igkeit des Grünzuges erhalten bleibt.
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Aufgrund der hier gegeben Rahmenbedingungen (Bestandsüberplanung) kann davon ausge-
gangen werden, dass diese Voraussetzungen erfüllt s ind. Eine Beeinträchtigung der Funkti-
onsfähigkeit ist nicht zu erwarten.
Die wesentlichen Funktionen der regionalen Grünzüge werden in Kapitel D.1.1 Ziel 2 des Re-
gionalplanes genannt. Es handelt sich hier vor alle m um die siedlungsräumliche Gliederung,
den klimaökologischen Ausgleich, die Biotoperhaltung und –vernetzung sowie die freiraumge-
bundene Erholung. Durch die ebenfalls vorgesehene R ücknahme von gewerblichen Bauflä-
chen durch die 239. Änderung des FNP ist insgesamt von einer Stärkung der Funktion des
regionalen Grünzuges auszugehen.
Fazit
Durch die obigen Ausführungen ist dargelegt worden, dass die beabsichtigte 239. Änderung
des FNP mit den derzeit wirksamen Zielen der Landes- und Regionalplanung vereinbar ist.
Landesplanerische Anfrage gemäß §34 Landesplanungsgesetz
Im Rahmen der Anpassung der Bauleitplanung an die Z iele der Raumordnung hat die Stadt
Köln am 18. November 2022 gemäß § 34 Abs. 5 Landesplanungsgesetz (LPlG) die beabsich-
tigte 239. FNP-Änderung der Regionalplanungsbehörde (Bezirksregierung Köln) zur Stellung-
nahme übersandt. Mit Schreiben vom 15.12.2022 hat d ie Regionalplanungsbehörde darge-
legt, dass gegen die vorgesehene 239 FNP-Änderung keine raumordnerischen Bedenken er-
hoben werden und eine Anpassung die rechtswirksamen Ziele der Raumordnung bestätigt
werden kann. Diese Einschätzung gilt auch für die durch die Neuaufstellung des Regionalpla-
nes beabsichtigten Änderungen der Festlegungen des Regionalplanes in diesem Bereich. Vo-
raussetzung für diese Einschätzung ist, dass der Tr äger der Landschaftsplanung keinen Wi-
derspruch im Rahmen der 239. FNP-Änderung erhebt. Diese Voraussetzung ist erfüllt, da der
Träger der Landschaftsplanung im Rahmen der frühzei tigen Behördenbeteiligung gemäß §4
Abs.1 BauGB gegenüber dieser FNP-Änderung keinen Widerspruch formuliert hat.
4.2 Landschaftsplan
Der überwiegende Teil des Änderungsgebietes liegt n icht im Geltungsbereich des Land-
schaftsplans. Durch den Land-
schaftsplan überplant sind jedoch
Bereiche an der östlichen und
westlichen Grenze des Ände-
rungsgebietes. Der Landschafts-
plan setzt für diesen Bereich das
Landschaftsschutzgebiet L 7 "Er-
holungsgebiete Stöckheimer Hof
und Freiraum Esch/Auweiler" fest.
Als Schutzzweck formuliert der
Landschaftsplan hier unter ande-
rem die Sicherung wertvoller Se-
kundär-Biotope als Lebensraum
gefährdeter Tier- und Pflanzenar-
ten und betont die besondere Be-
Abb. 4 Ausschnitt Landschaftsplan Köln
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deutung für die Erholung. Innerhalb des Änderungsbereiches befindet sich ebenfalls eine Teil-
fläche des Naturschutzgebietes N22 "Baadenberger Se nke, Stöckheimer See und Große
Laache", das seit 2011 als Naturschutzgebiet im Lan dschaftsplan festgesetzt ist. Das Natur-
schutzgebiet wird im Flächennutzungsplan nachrichtl ich dargestellt. Da eine nachrichtliche
Übernahme von Landschaftsschutzgebieten im Flächennutzungsplan der Stadt Köln nicht er-
folgt, kann die Abgrenzung des LSG L 7 der Abbildung Nr. 4 entnommen werden.
Aufgrund der Ausweitung und Anpassung der dargestel lten Grünflächen werden mit der Än-
derung des Flächennutzungsplanes die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Sicherung
und Anpassung des Naturschutzgebietes "Baadenberger Senke, Stöckheimer See und Große
Laache" sowie des Landschaftsschutzgebietes "Erholungsgebiete Stöckheimer Hof und Frei-
raum Esch/Auweiler" an den heute vorhandenen hochwe rtigen Bestand (Abgrabungsgewäs-
ser und Böschungsbereiche) geschaffen. Außerdem wird mit der Darstellung einer Grünfläche
auf dem ca. 40 Meter breiten Streifen am nordöstlichen Rand des Änderungsgebietes, unmit-
telbar angrenzend an Umspannwerk und Kleingartenanlage, die beide im Landschaftsschutz-
gebiet liegen, eine Grünverbindung hergestellt.
Die Festsetzungen des Landschaftsplanes sollen gemä ß § 5 Abs. 4 BauGB in den Flächen-
nutzungsplan nachrichtlich übernommen werden. Da der Flächennutzungsplan der Stadt Köln
diese Übernahme derzeit nicht vornimmt, soll durch die obige Abbildung auf die im Land-
schaftsplan enthaltenen Festsetzungen gemäß § 5 Abs . 4 BauGB hingewiesen werden. Die
fachrechtlichen Vorgaben sind unabhängig von der Darstellungsweise in der Planurkunde zum
FNP zu berücksichtigen.
Der Träger der Landschaftsplanung beabsichtigt, dur ch ein Änderungsverfahren des Land-
schaftsplanes den Geltungsbereich des Landschaftsplanes gemäß § 7 Abs. 2 LNatSchG auf
die Bereiche des geänderten Bebauungsplanes zu erweitern, in denen der naturräumliche Be-
stand gesichert wird (Abgrabungsgewässer und Böschu ngen). Die Anpassung des Land-
schaftsplanes erfolgt im Anschluss an den Satzungsbeschluss der Bebauungsplanänderung.
Gemäß § 20 Abs 4 LNatSchG treten die widersprechenden Darstellungen und Festsetzungen
des Landschaftsplanes mit dem Inkrafttreten des Beb auungsplanes außer Kraft, wenn der
Träger der Landschaftsplanung der zugrundeliegenden Flächennutzungsplanänderung nicht
widerspricht. Ein Widerspruch des Trägers der Landschaftsplanung liegt im bisherigen Verfah-
ren nicht vor.
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4.3 Wasser- und Hochwasserschutz
Wasserschutzgebiet
Das Änderungsgebiet liegt in der
Wasserschutzzone III B. Die
Bestimmungen der Wasser-
schutzgebietsverordnung sind
daher zu beachten. Aufgrund der
derzeitigen Erkenntnisse wird
das Vorhaben die Schutzfestset-
zungen erfüllen können.
Wasserschutzgebiete sollen ge-
mäß § 5 Abs. 4 BauGB in den
Flächennutzungsplan nachricht-
lich übernommen werden. Da der
Flächennutzungsplan der Stadt
Köln diese Übernahme derzeit
nicht vornimmt, soll durch die ne-
benstehende Abbildung auf die
Lage dieser Gebiete entspre-
chend § 5 Abs. 4 BauGB hingewiesen werden. Die fachrechtlichen Vorgaben sind unabhängig
von der Darstellungsweise im FNP zu berücksichtigen bzw. zu beachten.
Hochwasserrisikogebiet
Das Änderungsgebiet liegt nicht innerhalb und auch nicht in der unmittelbaren Umgebung ei-
nes Hochwasserrisikogebietes gemäß § 78b Abs. 1 Wasserhaushaltsgesetz (WHG).
4.4 Denkmalschutz
Im Plangebiet sind weder Einzeldenkmäler noch denkmalgeschützte Mehrheiten (Denkmalbe-
reiche) vorhanden.
4.6 Hochspannungs- / Produktenleitung
Durch das Änderungsgebiet verläuft eine unterirdisc he 110-kV-Hochspannungstrasse sowie
eine Produktenleitung (Ethylen und Mineralöl), die weder überbaut noch überpflanzt werden
dürfen. Die Produktenleitung verläuft im Bereich der dargestellten Grünfläche parallel zur BAB
1. Die unterirdische Hochspannungstrasse befindet s ich etwas weiter nordwestlich im Über-
gang zwischen dieser Grünfläche und der gewerblichen Bauflächen. Zum Schutz und zur Si-
cherung dieser Versorgungsanlagen werden im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung ent-
sprechende Festsetzungen (Schutzstreifen) getroffen.
Bei ordnungsgemäßer Nutzung der Leitungen und entsprechender Beachtung ergibt sich da-
raus kein Gefahrenpotential.
4.7 Bebauungsplan
Für das Änderungsgebiet besteht der rechtskräftige Bebauungsplan 59499/03 – „Gewerbege-
biet Venloer Straße in Köln-Bocklemünd/Mengenich“. Der Flächennutzungsplan wird parallel
zur Änderung dieses Bebauungsplanes geändert. Mit der Änderung des Bebauungsplanes soll
Abb. 5: Festgesetzte Trinkwasserschutzgebiete und Hochwas-
sergefahrenkarte - HQextrem
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die oben angesprochenen Planungsziele auf der Ebene der verbindlichen Bauleitplanung ver-
folgt werden.
4.8 Informelle Planungen
Gewerbeflächenbereitstellungskonzept
Bei dem Gewerbeflächenbereitstellungskonzept (GFBK) der Stadt Köln handelt es sich um
eine Aufstellung der verfügbaren Gewerbe- und Indus trieflächen in ausgewiesenen GE-/GI-
Gebieten laut FNP. Es dient in erster Linie zum Nac hhalten der Flächenverfügbarkeiten, zur
Analyse von Flächenpotentialen sowie zur Vermarktung von Grundstücken.
Die bereits bebauten Flächen sind im GFBK als Besta nds-Industrie- bzw. Gewerbeflächen
ausgewiesen. Für die östlich des Garzweilerwegs lie genden Flächenpotentiale ergeben sich
keine Veränderungen.
Die Grundstücke westlich des Garzweilerwegs sind aufgrund des laufenden Bebauungsplan-
verfahrens als „nicht baureif“ eingestuft und damit bisher nicht in der Vermarktung. Hier wird
es in Teilen eine Verschiebung der GE-Ausweisung zugunsten GI-Ausweisung geben.
Die Gewerbeflächen, welche sich im Bereich der Auskiesung befinden, sind im GFBK nicht als
gewerbliche Potenzialflächen aufgeführt. Eine Sicherung dieses Bereiches als Grünfläche, wie
es mit der vorliegenden angestrebt wird, würde also keine Minderung des Gewerbeflächenpo-
tenzials darstellen.
Die Umsetzung der vorliegenden Planung würde zudem die bauplanungsrechtliche Grundlage
für eine gewerbliche Nutzung der Flächen westlich d es Garzweilerwegs schaffen und somit
eine Aktivierung des Flächenpotenzials im Sinne des GFBK darstellen.
5. Erläuterungen zum Plangebiet
5.1 Vorhandene Strukturen
Die Venloer Straße ist in der Höhe des Änderungsgebietes weitestgehend durch grobkörniges
Gewerbe sowie durch landwirtschaftlich genutzte Flächen und Brachflächen geprägt.
Der im östlichen Geltungsbereich liegende Waldstreifen und die dahinterliegende Bundesau-
tobahn 1 grenzen das Änderungsgebiet von dem Stadtt eil Bocklemünd/Mengenich ab. Die
westliche und nördliche Umgebung ist durch landwirtschaftliche Flächen sowie durch mehrere
Auskiesungsgewässer mit Sukzessionsvegetation in den Ufer- und Böschungsbereichen und
einer Kleingartenanlage geprägt. Weitere Flächen im Hinterland sind bereits durch Baustraßen
erschlossen und weisen lediglich eine niedrige Vegetation auf. Daran grenzen die Flächen des
Landschaftsschutzgebietes (LSG) L 7 "Erholungsgebie te Stöckheimer Hof und Freiraum
Esch/Auweiler" an, die das Gebiet, mit Ausnahme ent lang der Venloer Straße, umschließen.
Das Auskiesungsgewässer im nordwestlichen Änderungsbereich liegt in Teilen im Bereich die-
ses Landschaftsschutzgebietes. Der nordöstliche Teil des Auskiesungsgewässers untersteht
dem Naturschutz „N22 „Baadenberger Senke, Stoeckheimer See und Große Laache“. Entlang
der östlichen Änderungsgebietsgrenze befindet sich eine öffentliche Grünfläche Schutzpflan-
zung welche das Änderungsgebiet von der Autobahn abschirmt.
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Teilflächen des festgesetzten Gewerbegebietes entlang der Venloer Straße sind bereits reali-
siert worden und werden entsprechend den Festsetzun gen des Bebauungsplans gewerblich
genutzt. Hier finden sich zwei Schnellrestaurants, eine Tankstelle sowie zwei Spielhallen.
5.2 Soziale Infrastruktur
Kindertageseinrichtungen und Schulen
Kindertageseinrichtungen und Schulen befinden sich in den umliegenden Stadtteilen Bock-
lemünd Mengenich und Widdersdorf.
Freizeit/ Sport
Südlich der Venloer Straße befindet sich ein Golfplatz des Kölner Golfclubs. Nordwestlich des
Änderungsgebietes hat sich am Pulheimer See ein Surf- und Segelclub angesiedelt.
Versorgung
In den Stadtteilzentren von Bocklemünd Mengenich un d Widdersdorf gibt es die wichtigsten
Einrichtungen zur Deckung des kurz-, mittel- und langfristigen Bedarfs.
5.3 Grün- und Freiraum
Das Änderungsgebiet ist in ein weiträumiges Freiraumsystem eingebunden. Im Nordosten und
Süden schließen sich die Naherholungsflächen des La ndschaftsschutzgebietes „Äußerer
Grüngürtel Nüssenberger Busch bis Müngersdorf“ an. Nördlich und nordwestlich befinden sich
die größtenteils landwirtschaftlich genutzten Flächen des L7 „Erholungsgebiet(s) Stöckheimer
Hof und Freiraum Esch/Auweiler“, der Pulheimer See sowie das Naturschutzgebiet N22 „Baa-
denberger Senke, Stoeckheimer See und Große Laache“. Die durch Auskiesung entstande-
nen und anschließend teilwiese verfüllten Seen dies er Schutzgebiete sind durch eine dichte
Sukzessionsvegetation in den Ufer- und Böschungsbereichen geprägt und bieten strukturrei-
che und vielfältige Lebensräume für Flora und Fauna.
Im Änderungsgebiet befindet sich ein permanent wasserführendes Abgrabungsgewässer, das
durch den Gehölzbewuchs der Böschungen kaum sichtba r ist. Es ist eingezäunt und nicht
zugänglich. Die ursprünglich größere Abgrabung inne rhalb des Änderungsgebietes ist teil-
weise bereits verfüllt worden. Die Genehmigung zur weiteren Verfüllung des Abgrabungsge-
wässers wurde jedoch zurückgezogen. Das Gewässer we ist Richtung Süden und Osten Bö-
schungen in Breiten um die 40m auf, die durch dicht en unzugänglichen Gehölzbewuchs bis
zum Ufer bestanden sind. Der Uferbewuchs hat sich a ls Spontanvegetation entwickelt. Auf-
grund ihrer mangelnden Standsicherheit weisen die B öschungen eine Dynamik auf, sodass
sich immer wieder neue vegetationsoffene Bereiche n ach Rutschungen ergeben. Der nördli-
che bzw. westliche Böschungsbereich ist dagegen flacher. Hier befinden sich kleine temporär
wasserführende Tümpel, die als geschützte Biotope nach § 42 Landesnaturschutzgesetz kar-
tiert worden sind. Das Abgrabungsgewässer einschließlich seiner Ufer ist Lebensraum für Am-
phibien, Reptilien, Vögel, Fische und Säugetiere. D ie geschützten Biotope liegen außerhalb
der Baufelder in einem Bereich oberhalb der nördlic hen Böschung, die durch die Änderung
gesichert werden.
Die im heutigen Bestand im Flächennutzungsplan (FNP) als „Grünfläche“ und „Vorrangfläche
für Kompensationsmaßnahmen“ dargestellte Fläche im Nordwesten, unterteilt sich in den Be-
reich des Naturschutzgebietes N22 Baadenberger Senke in der nördlichen Spitze des Ände-
rungsbereiches und einen daran angrenzenden ca. 75m breiten Streifen des Landschafts-
schutzgebietes L07 Erholungsgebiet Stöckheimer Höfe und Freiraum Esch/Auweiler mit dem
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Entwicklungsziel EZ 4: Anreicherung der Landschaft mit natürlichen Landschaftselementen
unter Berücksichtigung bauleitplanerischer Vorhaben.
Parallel zur Bundesautobahn 1 setzt der Landschaftsplan ebenfalls das Landschaftsschutzge-
biet 07 mit dem EZ 1 (Erhaltung einer mit naturnahe n Lebensräumen oder sonstigen natürli-
chen Landschaftselementen reich oder vielfältig aus gestatteten Landschaft als Lebensraum
für die landschaftstypischen Tier- und Pflanzenarten) und teilweise dem EZ 6 (Ausstattung der
Landschaft für Zwecke des Immissionsschutzes oder zur Verbesserung des Klimas) fest.
5.4 Bestehende Erschließungssituation
Das Änderungsgebiet ist über die Venloer Straße ers chlossen. Die Venloer Straße verbindet
das Änderungsgebiet in Richtung Süd-Osten zur Innenstadt und in Richtung Nord-Westen zur
benachbarten Gemeinde Pulheim. Das Änderungsgebiet ist über die Venloer Straße an das
örtliche und überörtliche Verkehrsnetz angebunden und besitzt einen vorgelagerten Anschluss
an die Bundesautobahn 1. Der öffentliche Personennahverkehr ist über die Haltestelle Venloer
Str./Autobahn Bocklemünd (Buslinie 970) unmittelbar fußläufig zu erreichen.
Die innere Verkehrserschließung erfolgt über die en dausgebauten Straßen Garzweilerweg
und Schleyerhofweg. Lediglich der nördliche Abschnitt des Garzweilerwegs und der Schleyer-
hofweg sind noch nicht abschließend hergestellt und verbleiben bis zur nahezu vollständigen
Bebauung der angrenzenden Grundstücke als Baustraßen. Die Straßen sind im Bebauungs-
plan als öffentliche Verkehrsfläche festgesetzt. Die realisierten Baugebiete entlang der Venloer
Straße werden für Fußgänger und Radfahrer zudem von Norden durch den Spenrather Weg
erschlossen.
5.5 Technische Infrastruktur
Im nordöstlichen Teil des Änderungsgebietes befinde t sich ein Telekommunikationsmast. Im
südlichen Bereich der öffentlichen Grünfläche – Schutzpflanzung – ist zudem eine Fläche für
Versorgungsanlagen angesiedelt. Des Weiteren verläuft eine unterirdische 110-kV-Hochspan-
nungstrasse durch den östlichen Bereich des Änderun gsgebietes. Parallel zur Bundesautob-
ahn 1, innerhalb der öffentlichen Grünfläche, bestehen Flächen mit Leitungsrechten, die Pro-
duktenleitungen (Ethylen, Mineralöl) in unterirdischer Trassenführung enthalten.
5.6 Boden / Altlasten
Im Zentrum und im Norden des Änderungsgebietes befinden sich bereits über die Baustraßen
erschlossene, jedoch noch nicht bebaute Gewerbeflächen.
Im Änderungsgebiet ist die Altablagerung 40506 zwischen Autobahnausfahrt, Venloer Straße
Schleyerhofweg und in 50m Abstand zum Garzweilerweg vorhanden. Der Zustand der Altab-
lagerung ist unverändert. Die durch Altablagerungen belastete Fläche wurde durch Autover-
wertungsbetriebe genutzt, die jedoch nicht mehr vorhanden sind. Im Rahmen einer Bebauung
sind in diesem Bereich oberflächliche Bodenabdichtungen erforderlich.
Des Weiteren zeigt das städtische Altlastenkataster im Änderungsgebiet die Altablagerungen
40510_001 und 405108, den Altstandort 40510 und die schädliche Bodenbelastung 405111.
Die schädliche Bodenbelastung 405111 ist keine Verd achtsfläche mehr, denn im Zuge der
Bebauung konnte der Verdacht auf Bodenverunreinigungen ausgeräumt werden. Für die Alt-
ablagerung 405108 ist das Stilllegungsverfahren bei m Umwelt- und Verbraucherschutzamt
abgeschlossen. Die Altablagerung befindet sich in der Nachsorge. Sofern Regelungen durch
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die erfolgten Stilllegungen nach § 40 KrWG der Verf üllbereiche Schulz und Tils erforderlich
sein sollten, sind diese im Rahmen des folgenden Bebauungsplanverfahrens zu treffen.
Die Altablagerung 40503 liegt im Bereich der Kleingärten, in unmittelbarer Nachbarschaft zum
Änderungsgebiet. Der Änderungsbereich liegt im Norden im abgegrenzten Nahbereich dieser
Altablagerung.
Die Bereiche, die verfüllt wurden sind außerhalb de r Altablagerung 40506 überwiegend mit
Bauschutt verfüllt worden und weisen keine kritischen Belastungen auf. Im Bebauungsplan ist
die gesamte Fläche der Ablagerungen gekennzeichnet als Fläche ehemaliger Kiesgruben de-
ren Verfüllung mit Bodenaushub erfolgt ist (Deponie n). Im Bebauungsplan werden diese Be-
reiche ausführlich behandelt.
Ein Teil des Plangebietes ist von Altablagerungen, Altstandorten und Altlasten betroffen. Auf
der Ebene des vorbereitenden Bauleitplans greift di e Kennzeichnungspflicht nach § 5 Abs. 3
Nr. 3 BauGB als Hinweis- und Warnfunktion. In der 2 39. FNP Änderung GE Venloer Straße
findet eine Kennzeichnung der betroffenen Flächen (Altablagerung 40506) statt. Die Altstand-
orte, Altablagerungen und Altlasten haben ihre Ursa che in der langjährigen Nutzung als Ge-
werbe- und Industriestandorte und als ehemalige Deponieflächen. Weitere Konkretisierungen
und Maßnahmen im Hinblick auf eine konfliktfreie Nutzung werden auf der Ebene des Bebau-
ungsplans bzw. im Zuge einer Baugenehmigung zu treffen sein.
6. Änderungsgebiet im gültigen Flächennutzungsplan (FNP)
6.1 Derzeitige Darstellung
Im aktuellen Flächennutzungsplan der Stadt Köln ist das ca. 32,68 ha umfassende Änderungs-
gebiet im Wesentlichen als Gewerbe- und Industriegebiet dargestellt.
Das Industriegebiet liegt im Zentrum des Änderungsgebietes und grenzt an die bewaldete Flä-
che, welche sich entlang der Autobahn erstreckt. Diese ist im FNP als Grünfläche dargestellt.
Das Gewerbegebiet umschließt die Industriefläche und grenzt im Süden an die, als Fläche für
den überörtlichen Verkehr und den örtlichen Hauptve rkehr dargestellte, Venloer Straße. Im
Nordwesten des Änderungsgebietes wird der ehemalige Auskiesungsbereich als Grünfläche
sowie als Vorrangfläche für Kompensationsmaßnahmen dargestellt.
6.2 Beabsichtigte Darstellung
Das Änderungsgebiet soll wie in Kapitel 2 beschrieb en umstrukturiert werden. Dabei kommt
es in der Bilanz zu einer Rücknahme von 7,81 ha gew erblicher Baufläche und einer zusätzli-
chen Ausweisung von 4,79 ha industrieller Baufläche sowie 0,90 ha Grün- und 2,12 ha Was-
serfläche.
Art der Darstellung Bisherige FNP-
Darstellung
künftige FNP-
Darstellung
Änderung
Gewerbegebiet 12,91 ha 5,1 ha - 7,81 ha
Industriegebiet 8,49 ha 13,28 ha + 4,79 ha
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Flächenbilanz:
Insgesamt werden die GE /GI Flächen gegenüber dem B estand um 3,02 ha verkleinert und
die Grün- /Wasserflächen um 3,02 ha vergrößert.
6.3 Auswirkungen der Planänderung
Durch die Realisierung der Planung wird das ökologisch wertvolle Auskiesungsgewässer ge-
schützt, das bestehende Gewerbe planungsrechtlich abgesichert und die bauliche Entwicklung
des Gewerbegebietes ermöglicht. Auf Grund des hohen Konfliktpotentials industrieller Nutzun-
gen mit angrenzenden anderen Nutzungen stehen für d ie Ausweisung von GI nur sehr be-
grenzte Flächenpotentiale zur Verfügung. Durch die Änderung erfolgt zwar eine Reduzierung
der gewerblichen Entwicklungsflächen insgesamt, dafür erfolgt aber eine Erhöhung der indust-
riellen Bauflächen.
6.4 Begründung der Inanspruchnahme von landwirtscha ftlichen Flächen
Gemäß §1a Abs. 2 BauGB besteht eine Begründungs- und Abwägungspflicht hinsichtlich der
Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Flächen und Waldflächen sowie eines sparsamen und
schonenden Umgangs mit Grund und Boden. In diesem Z usammenhang ist die tatsächlich
ausgeübte Nutzung zu betrachten.
Durch die Planung kommt es zu der Inanspruchnahme von ca. 5,95 ha derzeit landwirtschaft-
lich genutzter Flächen. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die planerische Entscheidung
zur Inanspruchnahme der verfahrensgegenständlichen Flächen bereits durch die wirksame
FNP-Darstellung getroffen worden ist. Durch die 239. Änderung des FNP findet lediglich eine
erneute Zonierung statt. Nordöstlich des Garzweiler weges besteht noch landwirtschaftliche
Fläche.
Schwerpunkt der kommunalen Gewerbepolitik sind zunächst die Bestandspflege der vorhan-
denen Betriebe und die Sicherung und Weiterentwicklung der bestehenden Gewerbe-/Indust-
riegebiete sowie der neuen Ansiedlung zukünftige Ge werbe-/Industriegebiete. Die beabsich-
tigte Änderung des FNP trägt zur Standortsicherung der ortsansässigen Betriebe bei und si-
chert ggf. benötigte Erweiterungsoptionen. Zudem sollen durch die Änderung bisher nicht ver-
fügbare Bauflächenreserven mobilisiert werden. Aufg rund der Vorprägung des Standortes,
dem stadtweitem geringen Angebot an gewerblich-industriellen Flächen sowie der bereits im
wirksamen FNP dargestellten gewerblichen Bauflächen soll auch durch die Änderung weiter-
hin eine Überplanung der derzeitig landwirtschaftli ch genutzten Flächen an diesem Standort
stattfinden.
Grünfläche 9,62 ha 10,52 ha + 0,90 ha
Wasserfläche 0 2,12 ha + 2,12 ha
Verkehrsfläche 1,66 ha 1,66 ha 0
Gesamt 32,68 ha
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7. Umweltbericht
A Einleitung
Für das Flächennutzungsplan-Änderungsverfahren wird eine Umweltprüfung gemäß § 2 Ab-
satz 4 Baugesetzbuch (BauGB) für die Belange nach § 1 Absatz 6 Nummer 7 und § 1a BauGB
durchgeführt. Die Ergebnisse werden in einem Umweltbericht gemäß § 2a BauGB dargestellt.
Hierbei findet eine Abschichtung zum parallel laufe nden gleichnamigen Bebauungsplanver-
fahren statt. Der Umweltbericht wird dort entsprechend des stärkeren Detaillierungsgrads der
Planung ebenfalls in höherer Detaillierung bearbeitet; insbesondere findet darin die detaillier-
tere Prüfung der betroffenen Belange der Schutzgüter Natur und Landschaft statt.
7.1 Darstellung des Inhalts und wichtigster Ziele d es Bauleitplanes
Das Ziel der Flächennutzungsplanänderung ist dem Punkt 1 Anlass, Ziel und Zweck der Pla-
nung im Begründungsteil zu entnehmen.
7.2 Bedarf an Grund und Boden
s. hierzu unter Punkt 6.2 Beabsichtigte Darstellung - Flächenbilanz
7.3 Darstellung der in einschlägigen Fachgesetzen u nd Fachplänen festgelegten
Ziele des Umweltschutzes
Als Ziele des Umweltschutzes werden die einschlägig en Gesetze, Rechtsverordnungen, Er-
lasse, Verwaltungsvorschriften und "Technischen Anl eitungen" zugrunde gelegt, die für die
jeweiligen Schutzgüter in Bauleitplan-Verfahren anzuwenden sind. Die EU-Schutzziele finden
sich im Wesentlichen umgesetzt im deutschen Bundesi mmissionsschutzgesetz (BImSchG,
Luftreinhalteplanung, Lärmminderung) und seinen Verordnungen, dem Bundesnaturschutzge-
setz (BNatschG – Arten-, Landschafts- und Biotopsch utz), dem Bundesbodenschutzgesetz
(BBodSchG – Bodenschutz, Schutz vor bzw. Umgang mit schädlichen Bodenveränderungen)
und seiner Verordnung, dem Wasserhaushaltsgesetz (W HG) sowie dem Denkmalschutzge-
setz (DSchG). Auf Landeseben greifen weitere Regelu ngen wie das Landeswassergesetz
Nordrhein Westfalen (LWG NRW – Schutz des Grundwasserdargebotes) sowie Verordnungen
auf Ebene der Bezirksregierungen wie Wasserschutzzo nen-Verordnungen und der Luftrein-
halteplan.
Auf kommunaler Ebene werden die Baumschutzsatzung u nd der Landschaftsplan der Stadt
Köln berücksichtigt.
Im Einzelnen siehe dazu die folgende Tabelle 2.
Umweltbelang Fachgesetz / Vorschrift Ziel des Umwel tschutzes
Gebiete von gemeinschaftli-
cher Bedeutung / europäische
Vogelschutzgebiete
BNatSchG, FFH-RL Schutz prioritärer Arten, Beach-
tung der Schutzziele
Landschaft
Landschaftsplan
BauGB, BNatSchG, DSchG;
LNatSchG NRW
Schutzziele der LP-Schutzausweisung,
Entwicklungsziele umsetzen;
Schutz, Pflege und Entwicklung der Viel-
falt, Eigenart, Schönheit und Erholungs-
wert von Natur und Landschaft
Pflanzen BNatSchG, LNatSchG NRW
Baumschutzsatzung Stadt
Köln
Schutz, Erhalt und Weiterentwicklung ge-
schützter Biotope und Naturbestände,
Vermeidung von Eingriffen;
Tiere BauGB, BNatSchG, FFH-RL,
VRL, LNatSchG NRW
Vermeidung Verschlechterung Erhal-
tungszustand; Schutz wild-lebender Tiere
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und Lebensgemeinschaften, Vermeidung
Tötung (Tötungsverbot)
Biologische Vielfalt BauGB, BNatSchG, FFH-RL,
VRL, LNatSchG NRW
Erhalt wildlebender Tier- und Pflanzenar-
ten, Erhalt von Lebensräumen, Stärkung
der Biotopvernetzung, Entwicklung und
Wiederherstellung der Tier- und Pflanzen-
welt z.B. bei Eingriffe; Schutz der natürli-
chen Lebensgrundlagen
Eingriff/Ausgleich Baugesetzbuch, LNatSchG Ausgleich von Eingriffen in den Natur-
haushalt ; Ausgleich bzw. Ersatzmaßnah-
men nachhaltig und standortgerecht
Fläche Baugesetzbuch Schonender Umgang mit Boden, Innen-
entwicklung vor Außenentwicklung, Revi-
talisierung von vorgenutzten Flächen
Landschaft/Ortsbild Baugesetzbuch, LNatSchG Ausgleich von Eingriffen in das Land-
schaftsbild; Wahrung und Entwicklung der
Vielfalt, Eigenart, Schönheit und dem Er-
holungswert von Landschaft- und Ortsbild;
Wahrung des Charakters der Kulturland-
schaft
Boden BauGB; BBoSchG,
BBoSchV, LBoSchG NRW
sparsamer Umgang mit Grund und Bo-
den, Innenentwicklung;
Entsiegelung; Sicherung und Entwicklung
von Bodenfunktionen, Abwendung schäd-
licher Bodenveränderungen und Einträge,
Oberflächenwasser WHG, Wasserrahmenrichtli-
nie, HWRM-RL
naturnahe Gestaltung von Fließgewäs-
sern; Reinhaltung, Schutz und Pflege von
Gewässern; Deckung Wasserbedarf; Ver-
meidung negativer Veränderungen; Sa-
nierung; naturnaher Aus- bzw. Rückbau
Grundwasser WHG, Landeswassergesetz
NW, Wasserschutzzonen-
Verordnung
Versickerung von Niederschlagswasser,
Berücksichtigung der Ge- und Verbote;
Vermeidung von Einträgen; Grundwasser-
neubildung erhalten und verbessern
Klima, Kaltluft/Ventilation Klimaschutzgesetz NRW, Kli-
maschutzkonzept Köln
BNatDchG, LNatSchG,
BWaldG, LFoG NRW
Vermeidung bioklimatisch belasteter
Wohngebiete, Erhalt bioklimatischer Ent-
lastungsbereiche und Bereiche mit Kaltluf-
tentstehung; Erhalt und Planung von
Frischluftzufuhr durch Grünflächen; Ver-
besserung des Mikroklimas durch Baum-
pflanzungen und Grünflächen; Maßnah-
men zur Klimawandelanpassung
Luftschadstoffe – Emissio-
nen/Immissionen
Bundesimmissionsschutzge-
setz; BauGB, 39. BImSchV,
TA Luft; Zielwerte der LAI
Schaffung und Erhalt gesunder Wohn-
und Arbeitsverhältnisse; Vermeiden von
Emissionen und Konflikten; Erhalt und
Verbesserung der Luftgüte; Einhaltung
Grenzwerte der 39. BImSchV
Erhaltung der bestmöglichen
Luftqualität in Gebieten, in de-
nen die durch Rechtsverord-
nung zur Er-füllung von bin-
denden Beschlüssen der Eu-
ropäischen Gemeinschaft
festgelegten Immissions-
grenzwerte nicht überschrit-
ten werden
BauGB; Bundesimmissions-
schutz-gesetz; Luftreinhalte-
plan Köln 2021
Einhaltung Grenzwerte der 39. BImSchV
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Vermeidung von Emissionen
(nicht Lärm/Luft, insbeson-
dere Licht, Gerüche), sachge-
rechter Umgang mit Abfällen
und Abwässern
Bundesimmissionsschutz-ge-
setz; Lichterlass NW; LAI
Hinweise; TA-Luft, Anhang 7,
LWG NRW;
Vermeidung von Emissionen; Konfliktbe-
wältigung; Sicherstellung der sach- und
fachgerechten Entsorgung
Erneuerbare Energien/Ener-
gieeffizienz
BauGB; Beschluss Stadtent-
wicklungsausschuss zur so-
laren Optimierung; EEG
2023, GEG 2023, Energie-
einsparVO, Beschluss des
Rates der Stadt Köln zur Kli-
maneutralität bis 2035
(06/2021), Leitlinien Klima-
schutz der Stadt Köln
(03/2022)
Energieeffizient Planen, Verringerung /
Vermeidung von Klimagas-Emissionen,
energetisch optimierte Baustandards
Lärm Bundesimmissionsschutz-ge-
setz; TA Lärm; DIN 4109;
DIN 18005; DIN 45691; 16.
BImSchV; Freizeitlärmerlass;
18. BImSchV, BauGB; Lärm-
aktionsplan Stufe III
Einhaltung der Orientierungs-, Richt- und
Grenzwerte; Konfliktvermeidung durch
Planung; Trennungsgrundsatz;
Einhalt und Sicherung gesunder Wohn-
und Arbeitsverhältnisse
Altlasten BauGB; BBoSchG,
BBoSchV, LBoSchG NRW,
LAWA-Richtlinie, LAGA An-
forderungen
Vermeidung von Gefährdung durch die
Wirkpfade Boden-Mensch, Boden-Luft,
Boden-Grundwasser; Sanierung;
Erschütterungen Bundesimmissionsschutz-ge-
setz; Abstandserlass; DIN
4150 Teil 1 und 2
Einhaltung der Werte der DIN 4150 Teil 2;
Konfliktvermeidung
Gefahr enschutz :
- Hochwasserschutz
- Störfallrecht
- Magnetfeldbelastung
- Starkregenvorsorge
WHG, LWG NRW, HWRW-
RL; HochwasserschutzG II
Seveso-III-Richtlinie; KAS-
18, BImSchG; 12. BImSchV
Bundesimmissionsschutz-ge-
setz, Abstandserlass NW,
städtischer Vorsorgewert
WHG
Hochwassersichere Baugebiete, Hinweis
auf Hochwasserrisikogebiete; Hochwas-
serrisikoprophylaxe
Einhaltung von Achtungs- und angemes-
senen Sicherheitsabständen
Einhaltung ausreichender Abstände zu
sensiblen Nutzungen
Hinweis auf Starkregenbetroffenheit; Ab-
leitung von Niederschlagswasser; Verhin-
dern von Starkregengefahren
Besonnung / Belichtung Positionspapier „Versorgung
mit Tageslicht / Besonnung“
im Stadtplanungsamt Köln,
10/2021
Sicherung gesunder Wohnverhältnisse
Kultur- und sonstige Sachgü-
ter
BauGB, Denkmalschutzge-
setz; BNatSchG
Vermeidung der Beeinträchtigung von
Bau,- Klein und Bodendenkmälern; Natur-
denkmalen, Resten historischer Kultur-
landschaften oder deren Bestandteilen
B Beschreibung und Bewertung der erheblichen Umwelt auswirkungen
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7.4 Grundlagen
Die Untersuchungstiefe der Umweltprüfung orientiert sich in Übereinstimmung mit der Formu-
lierung in § 2 Abs. 4 Satz 3 und 5 BauGB an den Dar stellungen des Flächennutzungsplanes
„Gewerbegebiet Venloer Straße in Köln-Bocklemünd/Mengenich“ 1. Änderung . Geprüft wird,
welche erheblichen dauerhaften Auswirkungen durch die Änderung des Flächennutzungspla-
nes auf die Umweltbelange entstehen können und welc he Einwirkungen auf die geplanten
Nutzungen im Änderungsbereich aus der Umgebung dauerhaft einwirken können. Hierzu wer-
den vernünftigerweise regelmäßig bzw. dauerhaft erh ebliche anzunehmende Einwirkungen
geprüft, nicht jedoch vorübergehende, außergewöhnliche und nicht vorhersehbare Ereignisse.
Es werden durch die Umsetzung der Planung keine Tec hniken oder Stoffe eingesetzt und
verwendet, die zu erheblichen nachteiligen Umweltau swirkungen führen werden, da es nicht
der Regelungstiefe eines Flächennutzungsplanes entspricht, den Einsatz von Techniken und
Stoffen festzulegen.
Weiterhin werden bei Vorliegen mehrerer Planungen i n räumlicher Nähe kumulierende Um-
weltauswirkungen beschrieben.
7.4.1 Beschreibung derzeitiger Umweltzustand (Basis szenario)
Der Planänderungsbereich umfasst ein bestehendes, in Teilen besiedeltes Gewerbe- und In-
dustriegebiet an der Venloer Straße und wird von dieser aus erschlossen.
Im Südosten, den Änderungsbereich begrenzend, liegt die BAB 1, die zum Gewerbe- und In-
dustriegebiet durch einen Gehölzstreifen gesäumt wi rd, der gleichzeitig als Schutzstreifen
dient, aber auch Versorgungsleitungen enthält. Dieser Bereich ist im FNP als Grünfläche weit-
gehend bestandsgetreu dargestellt.
Im Norden des Änderungsbereiches liegt ein ehemaliges Abgrabungsgewässer mit seinen ge-
hölzreichen Böschungen.
Im Bestand ist dies ein Teil des Naturschutzgebietes Baadenberger Senke. Stöckheimer See
und Große Laache. Allerdings ist nur ein Teil des b estehenden Abgrabungsgewässers als
NSG im Landschaftsplan festgesetzt. Ein Teilbereich liegt im Landschaftsschutzgebiet und ein
Teil ist als Gewerbe- bzw. Industriefläche im Bebau ungsplan festgesetzt jedoch noch nicht
vollständig entwickelt. Der FNP geht mit den Festsetzungen des bestehenden Bebauungspla-
nes konform und stellt einen Teil des Abgrabungsgewässers als Grünfläche und einen Teil als
GE und GI Flächen dar.
Der rechtsgültige Bebauungsplan und die FNP Darstel lung sind hier weitgehend kongruent.
Nur entlang der Venloer Straße erweitert der Bebauu ngsplan den Bereich der öffentlichen
Grünfläche – Schutzpflanzung-.
Für die Gewerbe- und Industrieflächen besteht Planungsrecht. Teilweise sind die Grundstücke
bereits auf Basis des geltenden Planungsrechtes entwickelt und genutzt. Gleichzeitig besteht
vor Ort gewerbliche Nutzung in einem kleinen Bereic h im nordwestlichen Änderungsbereich,
das der FNP als Grünfläche darstellt. Auch im recht sgültigen Bebauungsplan sind hier keine
festgesetzten Gewerbeflächen.
7.4.2 Beschreibung des Umweltzustandes bei Nichtdur chführung der Planung (Null-
variante)
Sollte der FNP nicht geändert werden, so würde nach der Änderung des Bebauungsplanes
die FNP Darstellung nicht mehr mit den Bebauungspla nfestsetzungen übereinstimmen. Im
Wesentlichen würde das den nördlichen Bereich in der Abgrenzung der Gewerbe- und Indust-
rieflächen und der Grünfläche betreffen. Für den Um weltzustand bedeutet dies, dass hoch-
wertige Biotopbereich für Flora und Fauna nicht im Sinne des Bestandserhaltes gesichert wä-
ren.
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Würde auch der Bebauungsplan nicht geändert, so würde ein Teil des Abgrabungsgewässers
verfüllt, die Böschungen beseitigt und zu Gewerbeflächen umgewandelt werden können. Da-
mit gingen hochwertige bestehende Biotope und Lebensräume für Flora und Fauna verloren.
7.4.3 Prognose über die Entwicklung des Umweltzusta nds bei Durchführung der Pla-
nung
Mit der Änderung des FNP werden der hochwertige Bestand des Abgrabungsgewässers und
die hochwertigen Biotope und Lebensräume für Flora und Fauna nachhaltig gesichert. Das
Abgrabungsgewässer wird als Wasserfläche im FNP dargestellt. Die Öffentliche Grünfläche –
Schutzpflanzung - wird entlang der Venloer Straße e ntsprechend der Bebauungsplanfestset-
zung erweitert. Die Zieldarstellung des FNP entspri cht der realen Situation des Naturraumes
vor Ort und der realen und geplanten gewerblichen Nutzung. Alle Nutzungen werden entspre-
chend ihres Bestands bzw. analog zur Planung in der Bebauungsplanänderung dargestellt.
Hochwertige Lebensräume werden gesichert und gleichzeitig wird eine gewerbliche Entwick-
lung ermöglicht.
7.5 Umweltbelange gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 7 Buchstaben a – j und § 1a BauGB
7.5.1 Tiere
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Der faunistische Bestand ist im Detail nur in Teile n bekannt, kann aber weitgehend aus dem
Biotopbestand erschlossen werden. Für die Fauna ist das Abgrabungsgewässer mit seinen
Böschungen von Bedeutung. Die Wiesenflächen, die mi tunter ackerbaulich genutzt und um-
geben von gewerblicher Nutzung sind, spielen für die Fauna eine weniger bedeutsame Rolle.
Das Abgrabungsgewässer ist ein vom Landesamt für Na tur, Umwelt und Verbraucherschutz
Nordrhein-Westfalen kartiertes schutzwürdiges Biotop. BK 5007-06.
Der Abgrabungssee weist örtlich schmale Rohrkolben-Röhrichte auf.
Nordwestlich des Abgrabungssees befinden sich zwei flache, je etwa 10 x 20 m große Tümpel,
die deckende Rohrkolben-Röhrichte aufweisen. Hier wurden 1998 viele Wasserfrösche nach-
gewiesen. Außerdem hat sich angrenzend im Randberei ch des Abgrabungsgewässers, der
zeitweise durch Wasserstandsschwankungen überstaut ist, ein Mosaik aus Schilfröhrichten
und tümpelartigen Lebensräumen entwickelt. Zudem ko mmt ein Teich mit Schilfröhricht vor.
Das gesamte Biotop stellt einen strukturreichen und vielfältigen Lebensraum vor allem für
Wasservögel und Amphibien dar. Besondere Bedeutung hat das Abgrabungsgewässer als
Rastplatz für Durchzügler und Winterhabitat für seltene Wasservögel als auch für Fische.
Die Uferböschungen bieten Nistmöglichkeiten für die Uferschwalbe.
Es handelt sich um einen ein struktur- und artenrei ches Biotopmosaik unterschiedlicher Le-
bensräume, die einen entsprechend vielfältigen und artenreichen Artenbestand erwarten las-
sen.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Umsetzung der Nullvariante wäre das oben genannte geschützte Biotop im nordwestlichen
Uferbereich nicht direkt betroffen. Da jedoch der größte Teil des Sees verfüllt würde, wäre der
gesamte Seebereich nachhaltig betroffen und das Biotopgefüge gestört. Die angesprochenen
Lebensräume wären damit verloren und müssten sich neu anpassen.
Es käme zu weniger hochwertigen und insgesamt weniger seltenen Lebensräumen (bepflanz-
ter Lärmschutzwall) und damit zu einer weniger differenzierten Artenausstattung.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
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Der gesamte Lebensraum des Bestandes des Gewässers, der Böschungen, der Uferbereiche
mit dem geschützten Biotop kann erhalten werden und damit auch die gesamte Artenausstat-
tung des Bereiches.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus-
wirkungen:
Keine
Bewertung:
Die FNP Änderung sichert hochwertige Lebensräume und eine differenzierte Artenausstattung
und ist aus Sicht des Artenschutzes als sehr positiv zu bewerten.
7.5.2 Pflanzen
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Das Änderungsgebiet ist in Teilen durch gewerbliche Nutzung besiedelt, in Teilen als Wiesen-
flächen ausgeprägt und temporär auch ackerbauliche genutzt.
Bei den Gehölzen entlang der BAB handelt es sich um Schutzpflanzungen zur Autobahn, die
als Laubgehölze ausgeprägt sind und durch Produktenleitung parallel zur Autobahn durchzo-
gen werden.
Das Abgrabungsgewässer ist durch einen gut ausgeprä gten Gehölzsaum aus Laubgehölzen
eingesäumt. Örtlich kommen Rohrkolben-Röhrichte vor . Die Böschung im Osten weist eine
artenreiche Krautschicht auf. Im Randbereich des Abgrabungsgewässers, der zeitweise durch
Wasserstandsschwankungen überstaut ist, hat sich ein Mosaik aus Schilfröhrichten und tüm-
pelartigen Lebensräumen entwickelt. Das gesamte Biotop stellt einen strukturreichen und viel-
fältigen Lebensraum dar.
Insbesondere der Bereich des Abgrabungsgewässers und seine Ufer sind als Lebensraum mit
einem Bestand hochwertiger Biotopstrukturen anzusprechen.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Im Zuge der Nullvariante würde ein Teil des hochwertigen Bereiches des Abgrabungsgewäs-
sers entfallen, verfüllt werden und durch die gewer bliche Nutzung sowie den Lärmschutzwall
überplant werden. Hierdurch würde es zu einem Bioto p- und Lebensraumverlust oder einer
Lebensraumbeeinträchtigung insbesondere der hochwertigen Biotopstrukturen der Röhrichte
und temporär wasserführenden tümpelartigen Biotope als auch der gehölzbestandenen Bö-
schungen kommen. Nur sehr geringe Anteile davon blieben erhalten. Der Biotopbestand ginge
weitgehend verloren.
Auf den übrigen Flächen, die heute noch nicht durch gewerbliche Nutzung besiedelt sind und
von Grünland, Ackerflächen bzw. Grünlandbrache bestanden sind, käme es zu einer Umset-
zung der geplanten gewerblichen Nutzung.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Es werden hochwertige Lebensräume und seltene Pflanzengesellschaften erhalten in dem das
heute vorhandene Abgrabungsgewässer in seiner heuti gen Ausprägung mit seinen Bö-
schungsbereichen bestehen bleibt.
Im Bereich der Venloer Straße kann ebenfalls Gehölzbestand durch die Änderung der Darstel-
lung an der Venloer Straße hin zu einer Grünfläche erhalten und entwickelt werden.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblich nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
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Die Planung hat positive Auswirkungen auf Pflanzengesellschaften und Biotopformen und er-
hält hochwertige Artengesellschaften.
Bewertung:
Die FNP-Änderung führt zum Erhalt hochwertiger Biotopgesellschaften und seltener Lebens-
raumtypen.
17.5.3 Fläche
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: § 1 BauGB
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Am Ortsrand von Köln in verkehrsgünstiger Lage mit einem direkten Anschluss an die BAB 1
und die B 59 stellt der FNP Gewerbe- und Industrieg ebiete dar. Im Norden schließt sich eine
Grünfläche an.
Im Sinne der nachhaltigen Flächennutzung hat der St andort einen verkehrsinfrastrukturellen
Vorteil, er hat aber auch einen ökologischen Vorteil, da die ehemaligen und verfüllten Abgra-
bungen keinen zusätzlichen Bodenverbrauch von gewac hsenem Boden darstellen. Dies gilt
für nahezu die Hälfte der GE/GI-Flächen im Änderungsbereich.
Ein hochwertiger Biotopbestand wird, resultierend aus einer bestehenden Bebauungsplanung
mit einer Grünnutzung überplant.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Der Zustand des Bestandes gilt auch für die Nullvariante.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Die unter Bestand angesprochene Situation bleibt er halten und wird insofern optimiert, als
dass der Anteil der GI- gegenüber den GE-Flächen le icht erhöht wird. Die Nachhaltigkeit der
Flächennutzung wird weiter optimiert, da die ökologisch hochwertige Fläche des Abgrabungs-
gewässers erhalten und gesichert wird.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus-
wirkungen:
keine
Bewertung: Es erfolgt eine weitere Optimierung der bereits he ute nachhaltigen Flächennut-
zung durch die Planänderung indem hochwertiger Biotope erhalten und gesichert werden.
7.5.4 Boden
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Der Änderungsbereich liegt weitgehend innerhalb eines Bereiches ehemaliger Abgrabungen.
Bis zur Mitte des Änderungsgebietes von Nordwesten aus gesehen, gab es Abgrabungen de-
ren größte Ausdehnung zum Beginn der 1980er Jahre vorlag. Danach erfolgte die Verfüllung
bis zum Ende der 1990iger Jahre.
Die Flächen in der südlichen Spitze des Änderungsge bietes waren durchgehend gewerblich
genutzt. Der Bereich des Grünstreifens entlang der BAB, die aus den1960iger Jahren stammt,
war durchgehend Waldfläche.
Die Flächen südöstlich des Garzweilerweges sind nach Aufgabe von Altnutzungen wieder mit
gewerblicher Nutzung besiedelt worden. Nordwestlich des Garzweilerweges werden Flächen
landwirtschaftlich genutzt
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Potentiell unbelasteten Boden findet man nur in ein em schmalen ca. 30-60m Streifen nord-
westlich des Garzweilerweges. Dies ist auch der ein zige Bereich, der bei einem Abgleich mit
der Bodenkarte des schutzwürdigen Bodens (Geologischer Dienst NW: Bodenkarte 1:50.000,
Krefeld, schutzwürdige Böden, s. in den Anlagen unt er umweltrelevante Informationen) als
solcher bewertet werden könnte. Aufgrund der sehr intensiven Nutzung in diesem Bereich, ist
aber auch in diesem Bereich durch den Straßenausbau mit Störungen zu rechnen.
Auch nördlich und westlich der heutigen Wasserfläche angrenzend an den Änderungsbereich
liegt ein anthropogen veränderter Boden vor.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Die Umsetzung der heutigen FNP-Darstellung und Beba uungsplanfestsetzungen würden zu
einer Verfüllung des Sees und einer Anschüttung von Erdwällen zur Abschirmung des dahin-
terliegenden Naturschutzgebietes führen. See und Uferbereich würden fast vollständig zuge-
schüttet.
Unbelastet und nicht anthropogen veränderten Boden findet man im Änderungsgebiet aus-
schließlich im Zentrum, wo auch heute offene landwi rtschaftlich genutzte Flächen vorliegen
und im Bereich der Gehölzstreifen entlang der BAB.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Wasserflächen und Uferbereiche bleiben erhalten. Es handelt sich hierbei zwar um anthropo-
gen veränderte Strukturen, in Teilen erfolgt die Bo denbildung jedoch schon seit den 80iger
Jahren des letzten Jahrhunderts.
Der Gehölzstreifen entlang der BAB bleibt ebenfalls erhalten und wird noch ergänzt. Das gilt
auch für einen Streifen im Norden des Änderungsgebietes.
Der übrige Bereich der bisher nicht anthropogen veränderten Böden im Zentrum wird weiterhin
durch die gewerbliche Nutzung überformt.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus-
wirkungen:
Bewertung:
Unveränderter Boden liegt im Änderungsbereich nur i n dem durch Gewerbe und Industrie
überplanten Bereich vor. Mit der FNP-Änderung wird jedoch ein Bereich gesichert, in dem die
Bodenbildung bereits auf eine Genese seit den 80er Jahren zurückblickt und einen Standort
hochwertiger Biotope bildet.
7.5.5 Wasser
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
7.5.5.1 Oberflächenwasser
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Es besteht ein Abgrabungsgewässer, das entgegen der Darstellung des Flächennutzungspla-
nes und des rechtskräftigen Bebauungsplanes nicht verfüllt wurde. Es hat sich zu einem hoch-
wertigen Biotopbestand entwickelt, der Lebensraum für zahlreiche wasseraffine Arten bildet.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Das Abgrabungsgewässer wird nahezu vollständig verfüllt zugunsten eines Lärmschutzwalles.
Es wird als Grünfläche dargestellt.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Das Abgrabungsgewässer wird erhalten und als Wasser fläche im FNP dargestellt und somit
als Lebensraum gesichert.
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Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus-
wirkungen:
Durch die FNP Änderung wird das hochwertige Abgrabungsgewässer erhalten und nachhaltig
gesichert.
Bewertung:
Die FNP-Änderung führt zum Erhalt und zur nachhaltigen Sicherung eines Oberflächengewäs-
sers mit hochwertigen Biotopbeständen durch die zeichnerische Darstellung.
7.5.5.2 Grundwasser
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Das vorhandene Abgrabungsgewässer wird als offene Wasserfläche durch Grundwasser ge-
speist. Belastungen des Grundwassers sind nicht bek annt.
Für die ehemalige Deponie nordwestlich des Garzweil erweges, die mit dem Bescheid von
2023 stillgelegt ist, erfolgte ein Grundwassermonitoring von 2002 bis 2021 an zwei Grundwas-
sermessstellen. Eine lag im Anstrom (in der Grünflä che an der Venloer Straße) und eine im
Abstrom (zwischen der Kleingartenanlage und der Gre nze des Änderungsbereichs) zum De-
poniekörper. Die Untersuchungsparameter der 19-jähr igen Überwachung waren unauffällig.
Es kann davon ausgegangen werden, dass durch die De ponie keine Gefährdung für das
Grundwasser ausgeht.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Das Verfüllen des bestehenden Oberflächengewässers ist mit Risiken für Grundwasserverun-
reinigungen verbunden. Teile des heutigen Oberflächengewässers würden durch Gewerbeflä-
chen überplant. Die geplanten Nutzungen als auch di e Verfüllung an sich stellen ein, wenn
auch kalkulierbares Risiko von Verunreinigungen dar.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Das Oberflächengewässer wird gesichert und im FNP d argestellt. Es kommt nicht zu einer
Verfüllung. Dies führt auch zu einem Schutz des Grundwassers, da jede Verfüllung ein Verun-
reinigungsrisiko in sich birgt. Am heutigen Bestand der Situation des Oberflächengewässers
ändert sich nichts. Die FNP-Änderung dient hier dem Bestandserhalt und dem Schutz des
Grundwassers vor Verunreinigungen im Zuge der Verfüllung.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus-
wirkungen:
Die Planänderung führt zu einem nachhaltigen Grundwasserschutz.
Bewertung:
Durch den Erhalt des Oberflächengewässers mit der P lanänderung wird nachhaltig Grund-
wasser vor Verunreinigung durch die Verfüllung geschützt.
7.5.6 Luft
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
7.5.6.1 Luftschadstoffe – Emissionen, auch Treibhausgase und 7.5.6.2, Immissionen
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Die Darstellung als Industrie- und Gewerbegebiet be reitet Emissionen von Luftschadstoffen
vor. Das Änderungsgebiet beinhaltet sowohl Gewerbe- als auch Industrieflächen. Das Ge-
lände ist windoffen und optimal erschlossen, sodass mit einer Anreicherung von Luftschad-
stoffen nicht zu rechnen ist. Emissionen werden begrenzt durch die Wohnnutzung in mehr als
350 m und die Kleingartenanlage direkt angrenzend, die ebenfalls einen Schutzstatus hat. Die
Lage des Gewerbe- und Industriegebietes mit einem direkten Anschluss an die Autobahn und
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die Bundesstraße 59 optimiert die Vermeidung von LK W-Fahrten im Stadtgebiet, sodass der
Standort optimal liegt und Emissionen als auch Immissionen vermeidet.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
In der heutigen Darstellung des Flächennutzungsplanes kommt es zu einer weiteren Besiede-
lung der Gewerbe- und Industrieflächen, die der FNP als auch der Bebauungsplan ausweisen,
und den dort zulässigen Emissionen. Die nächsten schutzwürdigen Nutzungen bleiben gegen-
über dem Bestand unverändert und schränken die geplanten Nutzungen im Rahmen des gel-
tenden Immissionsschutzrechtes ein. Auch für die Nullvariante gilt dennoch der oben genannte
Standortvorteil im Hinblick auf Emissionen und Immissionen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Die Emissionen bleiben im Rahmen des Immissionsschu tzrechtes auch weiterhin begrenzt
durch die angrenzenden schutzwürdigen Nutzungen. Di e Veränderung des Umfangs der GI-
Flächen verändert die Situation nur marginal, auch wenn der Flächenanteil der GI Flächen
durch die Planung erhöht wird. Gleichzeitig wird die Gesamtflächendarstellung von Gewerbe-
und Industriefläche reduziert.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus-
wirkungen:
Bewertung:
Es kommt zu einer Verringerung der dargestellten Gesamtfläche von Gewerbe- und Industrie-
flächen um 3 ha. Der Anteil der Industrieflächen wird erhöht. Limitierend bleiben die in einem
Abstand von 350 m liegenden Wohnbauflächen bzw. die Kleingartenanlage. Bezogen auf die
Sensibilität des Standortes auf Luftschadstoffimmis sionen ist der Standort ausgesprochen
günstig, da konfliktträchtige Nutzungen nicht in unmittelbarer Nähe vorliegen.
7.5.7 Klima
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
In der Planungshinweiskarte des Projektes "Klimawan delgerechte Metropole Köln" sind der
gesamte Bereich der Baadenberger Senke mit seinen G ewässern sowie die angrenzenden
Bereiche als „stark klimaaktive“ und „klimaaktive“ Fläche ausgewiesen (s. hierzu die Anlage
„Planungshinweiskarte Wärmebelastung“). In diesem Bereich liegen auch das temporär was-
serführende Abgrabungsgewässer und nahezu das gesamte Gewerbegebiet. Die Fläche der
ehemaligen Autoverwerter und das Umspannwerk sind a ls bereits gewerblich genutzte Flä-
chen punktuell als „belastete Siedlungsfläche“ ermittelt worden. Genauso sind auch die Ge-
werbeflächen südlich der Venloer Straße eingestuft worden. Östlich der Autobahn1 überwie-
gen belastete und hochbelasteter Siedlungsflächen. Es kann davon ausgegangen werden,
dass sich mit der weiteren Entwicklung gewerblicher Ansiedlungen der Planänderungsbereich
in eine belastete Siedlungsfläche entwickelt.
Die Karte der klimaaktiven Flächen in den FNP-Freiräumen spart die Gewerbeflächen bereits
als klimaaktive Flächen aus (s. die Anlage „FNP klimaaktive Freiflächen“) In dieser Auswertung
sind die Darstellungen des Flächennutzungsplanes als GE/GI Flächen bereits ausgenommen.
Im Hinblick auf die CO
2-Belastung ergibt sich durch die Besiedelung der bereits heute als Ge-
werbefläche dargestellten und im Bebauungsplan festgesetzte Fläche einen CO 2-Eintrag. Die
Grünfläche und die Wasserfläche sind aber gleichzeitig CO 2 Speicher.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Da weiter von einer Teilverfüllung des Abgrabungsge wässers ausgegangen werden muss,
wird die klimaaktive Fläche des Naturraumes Baadenb erger Senke verkleinert und um die
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wirkungsvolle Wasserfläche reduziert. Es würde hier ein bewachsener Lärmschutz entstehen.
Dieser würde den Kaltluftzufluss und Luftaustausch in einem lokalen Bereich verhindern.
Wie bereits für den Bestand dargestellt, wird sich die Gewerbefläche mit der Entwicklung ihrer
Besiedlung zu einer belasteten Siedlungsfläche und einem Stadtklimatyp entwickeln.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Auch für den Planfall gilt die Entwicklung der Gewe rbefläche hin zu einer belasteten Sied-
lungsfläche und einem Stadtklimatyp. Durch den Erhalt der Wasserfläche kann der Gewässer-
klimatyp eingebettet in das Freilandklima II erhalt en bleiben. Das Gewässer und seine Bö-
schungen sind klimatisch relevant als Kaltluftsee und Wärmespeicher.
Gegenüber der Nullvariante ist die klimatische Veränderung gering, da sie sich ausschließlich
durch die Variation zwischen bewachsenem Erdwall un d der sehr starken Reduzierung bis
zum Verschwinden der Wasserfläche auszeichnet. Die Wasserfläche, die als klimaaktiv ein-
zustufen ist, kann dadurch allerdings erhalten blei ben und wirkt sich auch als CO 2-Speicher
aus.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus-
wirkungen:
-
Bewertung:
Für die gesamtstädtische Klimasituation sind der Erhalt des Gewässers und seine nachhaltige
Sicherung durch die Darstellung im FNP positiv zu bewerten. Durch den Erhalt und die Siche-
rung der Wasserfläche ergeben sich positive Effekte für die CO
2-Bilanz im Vergleich zur Null-
variante.
7.5.8 Wirkungsgefüge
zwischen Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima,
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Der bestehende See mit seinen dynamischen Böschungen, das strukturreiche Umfeld mit Wie-
sen auf bisher nicht besiedelte Gewerbe- und Indust rieflächen und die Gehölze entlang der
BAB bilden in Kombination mit den vielfältigen Stru kturen des Seegebietes und Naturschutz-
gebietes der Baadenberger Senke ein intensives natu rräumliches Wirkungsgefüge zwischen
nahezu allen oben genannten Naturraumaspekten. Sowohl für unterschiedliche Lebensräume
ist gesorgt als auch für Schutz, Nahrungsquelle, Fr uchtbarkeit.
Erkennbar ist aber auch, dass der Druck auf die als Gewerbe- und Industriefläche dargestell-
ten Bereiche der heutigen Wieser und Ackerflächen zunimmt und zunehmend Flächen besie-
delt werden.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Durch die Möglichkeit der Seeverfüllung und Anlage von Grünflächen (Lärmschutzwall und in
Teilen der Besiedelung mit Gewerbe gemäß Bebauungsplan und FNP-Darstellung) wird es mit
einer weniger differenzierten Naturraumausstattung auch eine Reduzierung der Wirkungsge-
füge geben. Der Lebensraum und die Biotopstruktur d es Gewässers und der Uferbereiche,
Röhrichte, Böschungen etc. entfallen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Mit der Sicherung des Bestandes des Abgrabungsgewäs sers und seinen Böschungen und
seines Ufers bleibt gegenüber der Nullvariante ein Wirkungsgefüge mit mehr unterschiedlichen
Biotopfunktionen erhalten, die im Austausch stehen. Insbesondere die sich verändernden dy-
namischen Böschungen führen zu immer neuen Strukturen und Lebensbereichen.
Seite 31 von 44
Einzig die heute noch vorhandenen Wiesenflächen und temporären Äcker werden als Baustein
aus dem Wirkungsgefüge entfallen.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus-
wirkungen:
-
Bewertung:
Durch die FNP-Änderung werden die Naturraumfunktion en des Abgrabungsgewässers mit
Wasserflächen, Uferbereichen, gehölzhaltigen dynamischen Böschungen als Lebensraum ge-
sichert, sodass auch die damit verbundenen Wirkungs gefüge stärker als im Nullfall erhalten
bleiben.
7.5.9 Landschaft
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Im Nordwesten des Änderungsbereiches des FNP setzt sich mit dem Abgrabungsgewässer
und seinen Böschungen und Uferbereichen der Landschaftstyp fort, der das Naturschutzgebiet
(NSG) 22 "Baadenberger Senke, Stöckheimer See und G roße Laache" charakterisiert. Es
handelt sich um offene Wasserflächen mit gehölzbestandenen Böschungen, naturnahen offe-
nen Bereichen, Höfen und landwirtschaftliche Fläche n. Das Abgrabungsgewässer im Ände-
rungsbereich ist Teil dieses Landschaftsraumes.
Es schließen sich Wiesenflächen und temporäre Ackernutzung an, die jedoch durch das sich
ausbreitende Gewerbe weiter überformt werden.
Erhalten bleibt die Abgrenzung zwischen den GE/GI-N utzungen und der BAB durch einen
ausgeprägten Gehölzstreifen parallel zur Autobahn.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Die Entwicklung gemäß heutigem FNP würde dazu führen, dass sich das Landschaftsbild an-
ders darstellt. Die GE/GI-Flächen würden nach Norde n durch einen bewachsenen Wall be-
grenzt. Dieser wäre dominanter als die Gehölze der Böschungen des Sees, der selbst nicht
einsehbar ist. Gleichzeitig wird der Wall deutlich als anthropogene Geländestruktur wahrge-
nommen, während die Seeböschung sich als Gehölzstreifen in das Landschaftsbild integriert.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Das heutige Landschaftsbild bleibt erhalten mit Ausnahme der Wiesen und temporären Acker-
flächen, die entsprechend des rechtskräftigen Bebauungsplanes und konform zum FNP weiter
besiedelt werden.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus-
wirkungen: Die Flächennutzungsplanänderung an sich stelle eine Vermeidung dar, da ein Teil
des Landschaftsraumes erhalten bleibt.
Bewertung:
Die Änderung des FNP führt zu einem Erhalt des Land schaftsbildes im Hinblick auf das Na-
turschutzgebiet (NSG) 22 "Baadenberger Senke, Stöck heimer See und Große Laache" und
der Sicherung der dort vorhandenen landschaftsbildtypischen Strukturen.
7.5.10 Biologische Vielfalt
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Seite 32 von 44
Es handelt sich um einen Raum mit einer sehr hohen und differenzierten biologischen Vielfalt
aufgrund der sehr unterschiedlichen Biotopformen vo n Wasserflächen, Uferbereichen, Ufer-
böschungen, Gehölzen, Wiesen und Ackerflächen. Wies en und Ackerflächen sind im Begriff
durch weitere Bebauung zugunsten von Gewerbeansiedl ungen zu verschwinden und über-
formt zu werden.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Die Umsetzung der FNP-Darstellung analog zu den Beb auungsplanfestetzungen würde eine
Reduzierung der Artenvielfalt bedeuten. Dies gilt s owohl für Flora als auch Fauna. Für den
gesamten Raum würde ein hochvitaler und sehr differ enzierter Lebensraum entfernt werden,
sofern dies nicht durch arten- und naturschutzrechtliche Regelungen verhindert würde.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Durch Sicherung des Bereiches, der eine sehr hohe und differenzierte biologische Vielfalt auf-
grund der sehr unterschiedlichen Biotopformen von W asserflächen, Uferbereichen, Uferbö-
schungen, Gehölzen aufweist, kann ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt
durch die FNP-Änderung erfolgen. Die Darstellung de r Wasserfläche im FNP trägt zur nach-
haltigen Sicherung des Abgrabungsgewässers weiter bei.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus-
wirkungen:
-
Bewertung:
Die vorhandene ausgeprägte biologische Vielfalt wird durch die Darstellung der Wasserfläche
und der Grünfläche gesichert und im Vergleich zur vorhandenen Planung positiv beeinflusst.
7.5.11 Erhaltungsziele und Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete (Gebiete von gemein-
schaftlicher Bedeutung/europäische Vogelschutzgebiete)
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 b BauGB)
Ein FFH- oder Vogelschutzgebiet ist erst in einer E ntfernung von mehr als 6 km vorhanden
und somit nicht betroffen.
7.5.12 Mensch, Gesundheit, Bevölkerung
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 c BauGB)
7.5.12.1 Lärm
Ziele des Umweltschutzes: DIN 4109, DIN 18005, DIN 45691, BImSchG, 16. BImSc hV,
TA Lärm, Freizeitlärmerlass, 18. BImSchV, BauGB (gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Der Planänderungsbereich ist durch die Autobahn 1 und die Venloer Straße, die direkt an den
Änderungsbereich angrenzen bzw. in ihm liegen sowie durch eine Schienentrasse in ca. 300
m Entfernung durch Verkehrslärm vorbelastet.
Innerhalb des Änderungsbereiches ergeben sich Emissionen aus den bereits dort angesiedel-
ten Gewerbebetrieben.
Im Umfeld des Änderungsbereiches ist mit emittierenden Betrieben aus den Gewerbeflächen
südlich der Venloer Straße sowie dem Technologiepar k (BioCampus) östlich der BAB 1 und
der Fläche für Ver- und Entsorgung (Umspannwerk) zu rechnen.
Wohnnutzung liegt in über 300 m Entfernung im Osten des Änderungsgebietes im Stadtteil
Mengenich. Die Kleingärten im Norden des Änderungsbereiches sind ebenfalls am Tag schüt-
zenswert, um die Erholungsfunktion zu gewährleisten. Das gilt auch für das Naturschutzgebiet.
Seite 33 von 44
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Die Lärmsituation ist für den Bestand bereits beschrieben und gilt weiter, wenn das Gewerbe-
und Industriegebiet entwickelt wird. Der bestehende Bebauungsplan hierzu enthält eine Zoni-
erung. Lärmfestsetzungen oder ein Lärmgutachten sind nicht Bestandteil der damaligen Bau-
leitplanung gewesen.
Grundsätzlich wurde versucht, die GI-Flächen von de n damals geplanten Erholungsflächen
Baadenberger Senke durch die Gewerbeflächen abzupuffern. Die Festsetzungen des Bebau-
ungsplanes sind hier analog.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Die Lärmvorbelastung bleibt wie im Bestand beschrieben bestehen.
Im Änderungsgebiet werden die GE- und GI-Flächen neu zugeordnet und dem realen Bestand
angepasst. Es erfolgt eine Vergrößerung des Anteils der GI-Flächen zu Lasten der GE-Flä-
chen.
Dass sich aus dieser Dimensionierung keine Planungsschranke ergibt, wird durch eine Zonie-
rung und eine Schallemissionskontingentierung im Rahmen der Bauleitplanung sichergestellt.
Hierbei ist konkret bezogen auf umliegende schutzwü rdige Nutzungen (Wohnnutzung Men-
genich, Betriebswohnungen Umspannwerk, Wohnnutzung Venloer Straße und die Kleingar-
tenanlage) eine Emissionsbegrenzung vorgesehen.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus-
wirkungen:
keine
Bewertung:
Ein Lärmkonflikt ist durch die Planänderung nicht zu erwarten.
Aufgrund der Schallemissionskontingentierung im Bebauungsplan kann sichergestellt werden,
dass die in veränderten Größen dargestellten GE/GI- Flächen sich zusammen mit der Vorbe-
lastung mit der schutzwürdigen Nutzung vertragen.
Insgesamt werden die GE/GI-Flächen gegenüber dem Bestand um 3,02 ha verkleinert.
7.5.12.2 Altlasten
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Der Änderungsbereich ist durch die Altablagerung Nr. 40506 im südwestlichen Änderungsge-
biet gekennzeichnet. Diese geht auf eine langjährige gewerbliche Nutzung zurück. Es wurden
Sanierungsuntersuchungen durchgeführt und Nutzungsb edingungen als Sicherungsmaß-
nahme definiert. Eine Neubebauung ist nur unter der Bedingung einer Gassicherung möglich.
Diese Altablagerung ist weiterhin als Altlast einzustufen, da hier dauerhaft Schutz-/ Beschrän-
kungs-/ Sanierungsmaßnahmen ergriffen werden müssen.
In der nordwestlichen Hälfte des Änderungsgebietes sind die Abgrabungsflächen 40510_001
und 405108 bis auf den noch vorhandenen See verfüll t worden und als Deponien im Bebau-
ungsplan gekennzeichnet. Im Gegensatz zur Altlablagerung Nr. 40506, die stofflichen Belas-
tungen aufweist, ist dieser Bereich mit Bauschutt v erfüllt worden und weitgehend unkritisch.
Für den Deponierbereich 405108 ist der Stillegungsb escheid 2023 erfolgt. Dieser Bereich ist
in der Nachsorgephase.
Die schädliche Bodenbelastung mit der Kennzeichnung 405111 des Altlastenkatasters direkt
an die Venloer Straße angrenzende ist keine Verdachtsfläche mehr, denn im Zuge der Bebau-
ung konnte der Verdacht auf Bodenverunreinigungen ausgeräumt werden.
Bei dem ebenfalls direkt an die Venloer Straße angrenzenden Altstandort 40510 besteht eine
potentielle Gefährdung.
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Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Weitere Verfüllungen zur Ausführung der geplanten F NP-Darstellung sind erforderlich. Das
hierfür erforderlich unbelastete Material ist nicht unbegrenzt vorhanden und wird eher im Be-
reich von Baumaßnahmen benötigt.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Es sind keine Verfüllungen und keine Veränderung de r Altablagerung im Bereich des Abgra-
bungsgewässers erforderlich. Das Risiko von Mobilisierung oder der Eintrag stofflicher Belas-
tungen ist demnach auf ein Minimum reduziert.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus-
wirkungen:
Im Flächennutzungsplan erfolgt die Kennzeichnung der Altablagerungsfläche gemäß § 5 Abs.
3 BauGB.
Bewertung:
Die Planänderung verhindert weitere Verfüllungen un d mindert somit stoffliche Belastungen
oder die Mobilisierung vorhandener Verunreinigungen.
7.5.12.3 Erschütterungen
Weder im Bestand noch in der Nullvariante oder in der Planung besteht ein erkennbares oder
erhöhtes Risiko von Erschütterungen.
7.5.12.4 sonstige Gesundheitsbelange / Risiken
zum Beispiel Hochwasser, Magnetfeldbelastung, Störf allrisiko, Starkregen (Klimawandelfol-
gen)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
An das Änderungsgebiet grenzt im Norden ein Umspannwerk. Zwischen der Grenze des Be-
triebsgeländes und der überbaubaren Fläche der Gewe rbeflächen besteht ein Abstand von
circa 35 – 40 m durch die Pflanzflächen und die nic htüberbaubaren Grundstücksflächen. Da
der Einwirkungsbereich von Niederfrequenzanlagen, h ier Umspannwerk Bocklemünd, ledig-
lich 5 m beträgt, kann eine Einwirkung in das Änder ungsgebiet ausgeschlossen werden (vgl.
Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz 2014: Hinweise zur Durchführung der
Verordnung über elektromagnetische Felder, Landshut, S. 17).
Leitungen
Durch das Änderungsgebiet verläuft eine unterirdische 110-kV-Hochspannungstrasse, die we-
der überbaut noch überpflanzt werden darf. Zum Schu tz und zur Sicherung dieser Versor-
gungsanlage wird die Festsetzung einer Fläche für L eitungsrecht gemäß § 9 Abs.1 Nr. 21
BauGB mit einem Schutzstreifen von 5 m im Bebauungs plan vorgenommen. Die Mitte des
Schutzstreifens stimmt mit der Leitungstrassenachse überein. Die Leitung muss jederzeit zu-
gänglich bleiben und darf nicht überbaut, überschüttet oder überpflanzt werden.
Im Änderungsgebiet verlaufen parallel zur BAB Produ ktenleitungen (Ethylen und Mineralöl).
Hieraus ergibt sich bei ordnungsgemäßer Nutzung der Leitungen und entsprechender Beach-
tung kein Gefahrenpotential.
Störfallanlagen
Das Änderungsgebiet liegt nicht innerhalb eines ang emessenen Sicherheitsabstandes eines
Störfallbetriebes nach Seveso III RL bzw. KAS 18.
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Starkregen
Im Änderungsbereich sind auf kleinen verinselten Teilflächen auch im Bereich der Bauflächen
Starkregengefährdungen bei einem 100-jährlichen Ere ignis mit einer mäßigen Gefährdung
und nur punktuell mit einer hohen Gefährdung erkennbar (Starkregengefahrenkarte 100-jähr-
liches Ereignis, StEB Köln).
Eine ausgeprägte Starkregengefährdung besteht nicht , da keine größeren Flächen betroffen
sind. Innerhalb der Gewerbe- und Industrieflächen können vorsorgende bauliche Maßnahmen
getroffen werden.
Hochwasserrisiko
Der Änderungsbereich liegt nicht innerhalb eines Ex tremhochwasser (Hochwasserrisikoge-
biet). Dieses ist definiert als >500 jährliches Hochwasser eines Fließgewässers.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
s. Bestand
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Zwischen der Fläche für Ver- und Entsorgung nördlic h des Änderungsbereiches und den
GE/GI-Flächen wird eine Grünfläche dargestellt die einen Abstand zwischen dem Umspann-
werk und der nächsten Nutzung manifestiert und der Risikominderung dient.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus-
wirkungen:
Der schmale Grünsteife zwischen den GE/GI-Flächen und der Fläche für Ver- und Entsorgung
dient als Sicherheitsstreifen um Konflikte zu vermeiden.
Bewertung:
Die Darstellung des Grünstreifens im Norden des Änderungsbereiches zwischen den GE/GI-
Flächen und der Fläche für Ver- und Entsorgung dien t der Abstandswahrung und damit der
Risikominderung.
7.5.12.5 Besonnung/Belichtung
Das Thema ist im Bebauungsplan zu lösen, wenn es um die Wahrung gesunder Wohn- und
Arbeitsverhältnisse geht.
7.5.13 Kultur- und sonstige Sachgüter
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 d BauGB)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Bodendenkmale
Im Südosten des Änderungsgebietes liegt ein Siedlungsareal der frühen vorrömischen Eisen-
zeit, das ausschnitthaft beim ehemaligen Kiesabbau archäologisch nachgewiesen wurde. In
den nicht von Geländeabtrag durch Auskiesung betrof fenen Flächen (Flurstücke 445, 446,
447, 455, 456 und 499) ist daher mit archäologischen Funden zu rechnen.
Der gesamte nordwestlich Teil des Änderungsbereiches wurde einem erheblichen Bodenein-
griff unterzogen, sodass Bodendenkmale oder archäologische Funde ausgeschlossen sind.
Baudenkmale oder andere kulturelle Sachgüter
Baudenkmale sind im Änderungsbereich nicht zu finde n. Bestehende Gebäude, die aus-
schließlich gewerbliche Nutzungen beinhalten, sind in unterschiedlicher qualitativer baulicher
Seite 36 von 44
Ausführung im Plangebiet zu finden. Im nordwestlich en Bereich der bestehenden gewerbli-
chen Nutzung liegen die Gebäude bzw. gewerblich genutzten Flächen innerhalb der Gründflä-
che und werden demnach überplant. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Null-
variante):
s. Bestand
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Der Erhalt des Abgrabungsgewässers und der Verzicht auf die Verfüllung ändert die Situation
im Hinblick auf Kulturgüter nicht.
Die vorhandene gewerbliche Bebauung im nordwestlich en Plangebiet, die bisher überplant
wurde bleibt erhalten.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus-
wirkungen:
-
Bewertung:
Die FNP-Änderung hat keinen Einfluss auf die potentiell vorhandenen eisenzeitlichen Boden-
denkmale, die in den Bereichen ohne Abgrabung und Nutzung zu erwarten sind. Baudenkmale
sind nicht betroffen. Für Sachgüter hat die FNP Änd erung positive Auswirkungen, da die be-
stehende gewerbliche Nutzung nicht länger überplant wird.
7.5.14 Vermeidung von Emissionen (insbesondere Lich t, Gerüche, Strahlung, Wärme),
sachgerechter Umgang mit Abfällen und Abwässern
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 e BauGB)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Die GI-Fläche ist in eine GE-Fläche eingebettet. Hi ntergrund dieser Anordnung war die Kon-
fliktvermeidungim Hinblick auf die Anlage eines Erh olungsgebietes mit intensiver Erholungs-
nutzung im Raum Baadenberger Senke, Stöckheimer Höf e. Dieser Bereich sollte durch den
Puffer der GE-Zone getrennt werden. Mit der Umsetzu ng des Naturschutzgebietes und einer
anderen nämlich naturschutzsichernden Zielsetzung d es Raumes kann die Nutzungszuord-
nung ebenfalls verändert werden.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Der hier gewählte Ansatz konfliktträchtige Nutzungen zu trennen hat sich durch die Verände-
rung der Zielsetzung des Raumes Baadenberger Senke, Stöckheimer Höfe weg von einer in-
tensiven Erholungsnutzung verändert.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Die Zuordnung der GE/GI-Flächen erfolgt auf Basis einer Schallemissionskontingentierung im
Rahmen des Bebauungsplanes. Dadurch kann ein Schutz der schutzbedürftigen umliegenden
Nutzungen gewährleistet werden.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblich nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Bewertung:
Die Flächenzuordnung von GE- und GI-Flächen ist im Hinblick auf die umliegenden Nutzungen
und konkret bestimmten Konflikte – hier insbesondere Lärm – neu zugeordnet worden.
7.5.15 Nutzung erneuerbarer Energien / sparsame und effiziente Nutzung von Energie
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 f BauGB)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Seite 37 von 44
Auf den GE/GI-Flächen bestehen alle Voraussetzungen energieeffizient als auch unter Nut-
zung erneuerbarer Energien die Standorte zu entwickeln. Die Ausstattung mit Fernwärme im
Nahbereich des Gewerbegebietes ist nicht bekannt. Die infrastrukturelle Ausstattung ist jedoch
sehr gut und bietet alle Voraussetzungen auch im Ve rkehrsbereich energiesparend zu han-
deln.
Das Gewerbegebiet wird nicht durch eine gemeinsame Energieversorgung für alle Grundstü-
cke versorgt werden. Jeder Gewerbetreibende wird eigene Maßnahmen und ein eigenes Kon-
zept entwickeln. Es ergeben sich keine Variantenunt erscheidungen, da die Konzeption der
Energieversorgung erst auf Ebene der konkreten Beba uung (Baugenehmigung) entschieden
wird.
Eine weitere Variantenunterscheidung wird nicht getroffen.
Bewertung:
Die infrastrukturelle Ausstattung ist gut und bietet die Voraussetzung für eine energieeffiziente
und nachhaltige Energienutzung.
7.5.16 Darstellungen von Landschaftsplänen und sons tigen Plänen, insbesondere des
Wasser-, Abfall-, Immissionsschutzrechtes
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 g BauGB)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Das Änderungsgebiet liegt in der Wasserschutzzone III B des Wasserwerkes Weiler.
Das Abgrabungsgewässer ist aus Grundwasser- und Nie derschlagswasser gespeist. Es ist
permanent wasserführend.
Der Luftreinhalteplan weist keine Maßnahmen oder Be schränkungen für den Änderungsbe-
reich auf.
Landschaftsplan
Die im heutigen Bestand im FNP als „Grünfläche“ und „Vorrangfläche für Kompensationsmaß-
nahmen“ dargestellte Fläche im Norden unterteilt sich in den Bereich des Naturschutzgebietes
N22 Baadenberger Senke in der nördlichen Spitze des Änderungsbereiches und einen daran
angrenzenden ca. 75 m breiten Streifen des Landschaftsschutzgebietes L07 Erholungsgebiet
Stöckheimer Höfe und Freiraum Esch/Auweiler mit dem Entwicklungsziel EZ 4: Anreicherung
der Landschaft mit natürlichen Landschaftselementen unter Berücksichtigung bauleitplaneri-
scher Vorhaben.
Außerhalb des Änderungsbereiches setzen sich L07 mi t EZ 4 in der Kleingartenfläche fort.
Das angrenzende Umspannwerk enthält das Entwicklungsziel 8: Zeitlich begrenzte Erhaltung
bis zur Realisierung der Bauleitplanung
Das Naturschutzgebiet erstreckt sich vom nördlichen Änderungsbereich nach Norden und
Westen über die großen Abgrabungsgewässer und den Pulheimer Bach bis zum Pescher See.
Parallel zur Autobahn 1 setzt der Landschaftsplan ebenfalls Landschaftsschutzgebiet fest mit
dem EZ 6: Ausstattung der Landschaft für Zwecke des Immissionsschutzes oder zur Verbes-
serung des Klimas. Und dem EZ 1: Erhaltung und Weiterentwicklung einer weitgehend natur-
nahen Landschaft. Beide Entwicklungsziele entsprechen dem Gehölzstreifen entlang der Au-
tobahn, der als Grünfläche dargestellt ist.
Die heute geltende Darstellung des FNP und die Fest setzung des Landschaftsplanes sichert
den nördlichen Teil des Abgrabungsgewässers als Grünfläche. Der südliche Bereich wird als
Gewerbefläche dargestellt bzw. in Teilen als Innenbereich im Landschaftsplan festgesetzt
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
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Der Landschaftsplan bleibt in seiner Darstellung un d seiner Festsetzung bestehen. Das Ab-
grabungsgewässer würde mit einer Grünfläche und Gewerbeflächendarstellung überplant.
Die anderen oben angesprochenen Pläne bleiben unberührt.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Der geplante Erhalt des Abgrabungsgewässers mit sei nen Böschungen wird über die FNP-
Änderung und die Bebauungsplanänderung umgesetzt. Es erfolgt hier die Darstellung im FNP
als Grünfläche. Der Landschaftsplan wäre dann anzup assen. Eine Anpassung des Land-
schaftsplanes an das Planungsrecht bietet auch die Möglichkeit das Naturschutzgebiet Baa-
denberger Senke zu erweitern.
Die anderen oben angesprochenen Pläne bleiben unberührt.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus-
wirkungen:
keine
Bewertung:
Landschaftsplan: Teile des Änderungsbereiches liegen im Geltungsbereich des Landschafts-
planes. Die FNP Darstellung sichert diesen Bereich sowie die erweiterte Ausdehnung entspre-
chend des Bestandes. Hier kann der Landschaftsplan angepasst und erweitert werden. Die
FNP-Änderung bietet in Kombination mit der Bebauungsplanänderung die Möglichkeit das Na-
turschutzgebiet Baadenberger Senke zu erweitern, um das zu dem gesamten Biotopverbund
gehörende Abgrabungsgewässer im Süden und einen hoc hwertigen Biotopbestand zu si-
chern.
7.5.17 Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Gebieten, in denen die durch Rechts-
verordnung zur Erfüllung von bindenden Beschlüssen der Europäischen Gemeinschaft
festgelegten Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 h BauGB)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Das Kapitel zielt auf die Einhaltung der 39. BImSch V und die hier durch EU-VO festgelegten
Grenzwerte ab. Das Thema wird erst in der konkreteren Bebauungsplanung relevant. Die Null-
als auch die Planungsvariante zeigen nur geringe Unterschiede im Hinblick auf diese Thematik
auf. Ein luftschadstoffrelevanter Konflikt ist in der Planung nicht erkennbar.
Eine weitere Variantenunterscheidung wird nicht getroffen.
Bewertung:
Ein luftschadstoffrelevanter Konflikt oder ein Risi ko die Grenzwerte der 39. BImSchV nicht
einhalten zu können sind für die Planänderung nicht erkennbar.
7.5.18 Wechselwirkungen
Zwischen den einzelnen Belangen des Umweltschutzes nach den Buchstaben a bis d des §
1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB - Tiere, Pflanzen, Fläche, Bod en, Wasser, Luft, Klima, Landschaft,
biologische Vielfalt, Natura 2000-Gebiete, Mensch, Gesundheit und Bevölkerung, Kultur- und
Sachgüter (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 i BauGB)
Durch die Flächennutzungsplanänderung ist nicht erkennbar und nicht zu erwarten, dass eine
erhebliche Verstärkung von Umweltauswirkungen infolge sich gegenseitig negativ verstärken-
der Wirkungen eintreten kann.
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7.5.19 Anfälligkeit für die Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastrophen auf die Be-
lange des Umweltschutzes nach den Buchstaben a bis d und i des § 1 Abs. 6 Nr. 7
BauGB - Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luf t, Klima, Landschaft, biologische
Vielfalt, Natura 2000-Gebiete, Mensch, Gesundheit und Bevölkerung, Kultur- und Sach-
güter, Wechselwirkungen, z. B. Seveso-III-RL, 12. BImSchV, KAS 18
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 j BauGB)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Störfallbetriebe liegen nicht im Einflussbereich (a ngemessener Sicherheitsabstand nach Se-
veso III RL oder Achtungsabstand nach KAS 18) oder innerhalb des Änderungsbereiches.
Eine erhöhte Anfälligkeit für die Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastrophen im Hinblick
auf die Umweltbelange ist für den Änderungsbereich nicht erkennbar.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
s. Bestand
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Für Störfallbetriebe gilt die Bestandsdarstellung
Die Industriefläche nimmt leicht zu. Die Gewerbeflä che wird zu Gunsten der Industriefläche
und der Wasserfläche verkleinert.
Hieraus lässt sich keine erhöhte Anfälligkeit von Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastro-
phen auf die Schutzgüter herleiten.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus-
wirkungen:
-
Bewertung:
Es ergibt sich kein Gefährdungspotential und keine Anfälligkeit von Auswirkungen schwerer
Unfälle und Katastrophen auf die Schutzgüter
7.5.20 Eingriffsregelung
(§ 1a Abs. 3 BauGB)
Im FNP dargestellte Grünflächen werden durch die Flächennutzungsplanänderung nur in ge-
ringem Umfang verändert und insbesondere mit der bestandwahrenden Darstellung der Was-
serfläche angepasst. Gleichzeitig bedeutet die heutige FNP-Darstellung bei ihrer Umsetzung
eine erhebliche Veränderung des Bestandes.
Ob und welche eingriffsrelevante Biotopbestände bzw. Grünfestsetzungen durch Überplanung
betroffen sein werden oder im Gegenteil auch erhalten werden können, wird im Rahmen des
Bebauungsplanes zu ermitteln und zu beurteilen sein.
7.5.12 Kumulierung mit den Auswirkungen von Vorhaben benachbarter Plangebiete
(Anlage 1 zum BauGB, 2. b) ff)
Eine Kumulierung mit Auswirkungen benachbarter Vorhaben und Plangebiete im Hinblick auf
erhebliche umweltrelevante Auswirkungen oder mit Fo lgen für natürliche Ressourcen sind
nicht zu erwarten.
7.5.22 eingesetzte Stoffe und Techniken
(Anlage 1 zum BauGB, 2. b) hh)
Seite 40 von 44
Eingesetzte Stoffe und Techniken sind für den Fläch ennutzungsplan insoweit nicht relevant,
da es ausschließlich um die Darstellung von Flächennutzungen geht.
7.5.23 In Betracht kommende anderweitige Planungsmö glichkeiten (Alternativen) und
die Angabe für die wesentlichen Gründe für die getroffene Wahl
(Anlage 1 zum BauGB, 2. d)
Die Flächennutzungsplanänderung sichert einen hochwertigen Biotopbestand, dessen Über-
planung erhebliche arten- und naturschutzrechtliche Eingriffe mit sich bringen würden, die zu
externen Ausgleichbedarfen führen würden. Eine Planungsalternative zu einer Sicherung die-
ses Bestandes und einer Reduzierung der GE/GI Gesamtfläche der FNP Darstellung besteht
aus Umweltgesichtspunkten nicht.
C Zusätzliche Angaben
7.6 Technische Verfahren bei der Umweltprüfung bezi ehungsweise Hinweise auf
Schwierigkeiten bei der Zusammenstellung der Angaben
z.B. Rammkernsondierungen, schalltechnische Berechnung, Messung, …
Die hier genannten technischen Verfahren werden grundsätzlich erst in einer konkreteren Pla-
nungsstufe verwendet wie z.B. der Bebauungsplanung oder im Rahmen von Genehmigungs-
verfahren.
Alle relevanten und erforderlichen Angaben lagen vor.
7.7 Geplante Maßnahmen zur Überwachung der erheblic hen Auswirkungen (Monito-
ring)
Erhebliche Auswirkungen auf Umweltbelange, die ein Monitoring erfordern, liegen nicht vor.
Sie sind i.d.R. auch eher auf der Ebene der Bebauungsplanung zu ermitteln als in der vorbe-
reitenden Bauleitplanung.
7.8 Zusammenfassung
Tiere
Die FNP-Änderung sichert hochwertige Lebensräume fü r Vögel, insbesondere Wasservögel,
Fische, Amphibien und Wasserinsekten und eine diffe renzierte Artenausstattung und ist aus
Sicht des Artenschutzes als sehr positiv zu bewerten.
Pflanzen
Die FNP-Änderung führt zum Erhalt hochwertiger und seltener Biotopgesellschaften wie Rohr-
kolben Röhrichte, einer artenreichen Krautschicht im Böschungsbereich, temporär wasserfüh-
render Tümpel, steilwandiger Löß-/Lehmwände im Uferbereich.
Fläche
Es erfolgt eine weitere Optimierung durch die Planä nderung. Die bereits heute nachhaltige
Flächennutzung in verkehrsgünstiger Lage (direkter Anschluss BAB und Bundesstraße) für
Gewerbe- und Industriestandorte wird weiter aufgewe rtet, indem durch die Planänderung
hochwertige Biotope erhalten und gesichert werden.
Boden
Unveränderter Boden liegt im Änderungsbereich nur in dem durch Gewerbe und Industrie be-
reits heute überplanten Bereich vor. Mit der FNP-Änderung wird jedoch ein Bereich gesichert,
in dem die Bodenbildung bereits auf eine Genese sei t den 80iger Jahren zurückblickt und
einen Standort hochwertiger Biotope bildet.
Wasser
Seite 41 von 44
Das Änderungsgebiet liegt in der Wasserschutzzone III B des Wasserwerkes Weiler.
Oberflächenwasser
Die FNP-Änderung führt zum Erhalt und zur nachhaltigen Sicherung eines Oberflächengewäs-
sers mit hochwertigen Biotopbeständen.
Grundwasser
Durch den Erhalt des Oberflächengewässers mit der P lanänderung wird nachhaltig Grund-
wasser vor Verunreinigung durch die Verfüllung geschützt.
Luft
Ein luftschadstoffrelevanter Konflikt oder ein Risiko die Grenzwerte der 39. BImSchV zu über-
schreiten sind nicht erkennbar.
Klima
Für das Naturschutzgebiet Baadenberge Senke sind de r Erhalt des Gewässers und seine
nachhaltige Sicherung durch die Darstellung im FNP positiv zu bewerten, da es um einen kli-
maaktiven Bereich handelt. Das Abgrabungsgewässer m it seinen gehölzbestandenen Bö-
schungen dient der Kaltluftentstehung und der CO
2-Bindung.
Wirkungsgefüge
zwischen Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, L uft, Klima
Durch die FNP-Änderung werden die Naturraumfunktion en des Abgrabungsgewässers mit
Wasserflächen, Uferbereichen, gehölzhaltigen dynamischen Böschungen als Lebensraum ge-
sichert, sodass auch die damit verbundenen Wirkungs gefüge stärker als in der Nullvariante
erhalten bleiben.
Landschaft
Die Änderung des FNP führt zu einem Erhalt des Land schaftsbildes im Hinblick auf das Na-
turschutzgebiet (NSG) 22 "Baadenberger Senke, Stöck heimer See und Große Laache" und
der Sicherung der dort vorhandenen landschaftsbildtypischen Strukturen.
Biologische Vielfalt
Die ausgeprägte biologische Vielfalt wird durch die Darstellung der Wasserfläche und der
Grünfläche gesichert und hat im Vergleich zur vorhandenen Planung ein hohes Entwicklungs-
potential.
Erhaltungsziele und Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete (Gebiete von gemein-
schaftlicher Bedeutung/europäische Vogelschutzgebiete)
Die vorhandene ausgeprägte biologische Vielfalt wird durch die Darstellung der Wasserfläche
und der Grünfläche gesichert und im Vergleich zur vorhandenen Planung positiv beeinflusst.
Mensch, Gesundheit, Bevölkerung
Lärm
Ein Lärmkonflikt ist durch die Planänderung nicht zu erwarten.
Aufgrund der Schallemissionskontingentierung im Bebauungsplan kann sichergestellt werden,
dass die in veränderten Größen dargestellten GE/GI- Flächen sich zusammen mit der Vorbe-
lastung mit der schutzwürdigen Nutzung vertragen.
Insgesamt werden die GE/GI-Flächen gegenüber dem Bestand um 3,02 ha verkleinert.
Altlasten
Seite 42 von 44
Es liegen Altstandort und Altablagerungen im Änderu ngsbereich vor. Es erfolgt eine Kenn-
zeichnung im FNP. Die Planänderung verhindert weitere Verfüllungen und mindert somit stoff-
liche Belastungen oder die Mobilisierung vorhandener Verunreinigungen.
Erschütterungen
Weder im Bestand noch in der Nullvariante oder in der Planung besteht ein erkennbares oder
erhöhtes Risiko von Erschütterungen.
sonstige Gesundheitsbelange / Risiken
Das Änderungsgebiet liegt nicht innerhalb eines ang emessenen Sicherheitsabstandes eines
Störfallbetriebes nach Seveso II RL bzw. KAS 18.
Die Darstellung des Grünstreifens zwischen den GE/G I-Flächen und der Fläche für Ver- und
Entsorgung dient der Abstandswahrung und damit der Risikominderung.
Eine Starkregengefährdung besteht innerhalb der pot entiellen Bauflächen nur punktuell. Im
Änderungsbereich besteht keine ausgeprägte Starkregengefährdung.
Besonnung/Belichtung
Das Thema ist nicht Gegenstand des FNP.
Kultur- und sonstige Sachgüter
Die FNP-Änderung hat keinen Einfluss auf die potentiell vorhandenen eisenzeitlichen Boden-
denkmale, die in den Bereichen ohne Abgrabung und Nutzung zu erwarten sind. Die vorhan-
denen gewerblichen Nutzungen im Norden des Plangebietes werden gesichert und nicht mehr
überplant.
Vermeidung von Emissionen (insbesondere Licht, Gerüche, Strahlung, Wärme),
sachgerechter Umgang mit Abfällen und Abwässern
Die Flächenzuordnung von GE- und GI-Flächen ist im Hinblick auf die umliegenden Nutzungen
und konkret bestimmten Konflikte – hier insbesondere Lärm – neu zugeordnet worden.
Nutzung erneuerbarer Energien / sparsame und effiziente Nutzung von Energie
Die infrastrukturelle Ausstattung ist gut und bietet die Voraussetzung für eine energieeffiziente
und nachhaltige Energienutzung
Darstellungen von Landschaftsplänen und sonstigen Plänen, insbesondere des
Wasser-, Abfall-, Immissionsschutzrechtes
Das Änderungsgebiet liegt in der Wasserschutzzone IIIB des Wasserwerkes Weiler.
Landschaftsplan: Die FNP Änderung bietet in Kombina tion mit der Bebauungsplanänderung
die Möglichkeit, das Naturschutzgebiet Baadenberger Senke zu erweitern, um das zu dem
gesamten Biotopverbund gehörende Abgrabungsgewässer im Süden und einen hochwertigen
Biotopbestand zu sichern.
Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Gebieten, in denen die durch
Rechtsverordnung zur Erfüllung von bindenden Beschlüssen der Europäischen
Gemeinschaft festgelegten Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden
Ein luftschadstoffrelevanter Konflikt oder ein Risi ko die Grenzwerte der 39. BImSchV nicht
einhalten zu können sind für die Planänderung nicht erkennbar.
Wechselwirkungen
Durch die Flächennutzungsplanänderung ist nicht erkennbar und nicht zu erwarten, dass eine
erhebliche Verstärkung von Umweltauswirkungen infolge sich gegenseitig negativ verstärken-
der Wirkungen eintreten kann.
Anfälligkeit für die Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastrophen
Seite 43 von 44
Es ergibt sich kein Gefährdungspotential und keine Anfälligkeit von Auswirkungen schwerer
Unfälle und Katastrophen auf die Schutzgüter
Eingriffsregelung
Die Eingriffsregelung nach Landesnaturschutzgesetz NRW kommt im Bebauungsplan zur An-
wendung und ist nicht Gegenstand des Flächennutzungsplanes.
Kumulierung mit den Auswirkungen von Vorhaben benac hbarter Plangebiete,
eingesetzte Stoffe und Techniken, Alternativen, Monitoring (falls erforderlich)
Eine Kumulierung mit Auswirkungen benachbarter Vorhaben und Plangebiete im Hinblick auf
erhebliche umweltrelevante Auswirkungen oder mit Folgen für natürliche Ressourcen ist nicht
zu erwarten.
eingesetzte Stoffe und Techniken
Eingesetzte Stoffe und Techniken sind für den Fläch ennutzungsplan insoweit nicht relevant,
da es ausschließlich um die Darstellung von Flächennutzungen geht.
In Betracht kommende anderweitige Planungsmöglichkeiten (Alternativen) und
die Angabe für die wesentlichen Gründe für die getroffene Wahl
Die Flächennutzungsplanänderung sichert einen hochwertigen Biotopbestand, dessen Über-
planung erhebliche arten- und naturschutzrechtliche Eingriffe mit sich bringen würden, die zu
externen Ausgleichbedarfen führen würden. Eine Planungsalternative zu einer Sicherung die-
ses Bestandes und einer Reduzierung der GE/GI Gesamtfläche der FNP Darstellung besteht
aus Umweltgesichtspunkten nicht.
7.9 Referenzliste der Quellen
- Gutachten
- PTV Transport Consult GmbH, Düsseldorf: Verkehrsu ntersuchung Gewerbegebiet
Venloer Straße in Köln-Bocklemünd 22.02.2019
- Althoff & Lang GbR Baugrund und Umweltberatung: G utachten zu Standsicherheits-
untersuchung von Böschungen der ehemaligen Abgrabun g Venloer Straße/Stöckhei-
mer Weg in Köln-Bocklemünd; April 2012 – Dezember 2013
- Ergänzt durch Niederschrift der Besprechung. Bösc hungsuntersuchung 1. Änderung
Venloer Straße Stöckheimer Höfe im Stadtplanungsamt 30.01.2014
- ADU cologne, Köln: Schalltechnische Untersuchung zur den Lärmemissionen und –
immissionen im Rahmen der 1. Änderung Bebauungsplan verfahren Nr. 59499/03 Ar-
beitstitel „GE Venloer Straße in köln Bocklemünd-Mengenich; 22.06.2020
- Landschaftspflegerischer Fachbeitrag zur Bauleitp lanaufgabe Nr. 59499/03 „Gewerbe-
gebiet Venloer Straße in Köln-Bocklemünde-Mengenich 1. Änderung“ Amt für Land-
schaftspflege und Grünflächen, Köln, Januar 2022
Weitere Planunterlagen
- Stadt Köln: Landschaftsplan, jeweils aktueller St and;
- Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW: Auszug aus der Planungs-
hinweiskarte „Zukünftige Wärmebelastung“ aus: Klimawandelgerechte Metropole Köln,
Abschlussbericht, LANUV Fachbericht Nr. 50, Recklin ghausen, 2013; (s. unter um-
weltrelevante Informationen)
- Stadt Köln, Umwelt- und Verbraucherschutzamt: Kli maaktive Freiflächen in den FNP-
Freiräumen, Anpassung an den Klimawandel in Köln, Datengrundlage: Muklimo_3-Be-
rechnung für das Modell CLM des DWD, (s. unter umweltrelevante Informationen)
Seite 44 von 44
- Geologischer Dienst NW: Bodenkarte 1:50.000, Kref eld, schutzwürdige Böden, o. J.;
(s. unter umweltrelevante Informationen)
- Bezirksregierung Köln: Wasserschutzgebiete in Köl n, Köln GIS
- Stadt Köln, Köln.GIS: Luftbilder und Schrägluftbi lder, Köln;
- Stadt Köln: Altlastenkataster, Köln;
- Stadt Köln, Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) AÖR : Hochwassergefahrenkarte,
Köln, o. J.
- Stadt Köln: Überflutungshöhen bei verschiedenen S tarkregenereignissen, aus StEB
AÖR, Köln 30-jährliches Starkregenereignis, 100-jährliches Starkregenereignis (s. un-
ter umweltrelevante Informationen)
- LANUV NRW: Kartografische Abbildung von Betriebsb ereichen und Anlagen nach
Störfall-Verordnung (KABAS)
Anlage 2 - Lage des Änderungsbereiches im Stadtgebiet
388 Zeichen
Anlage 2 Planwirkungsbereich der Vorlage zur Orientierung von Mitgliedern des Rates, der Ausschüsse und der Bezirksvertretungen, die wegen Befangenheit an den Beratungen zu diesem Tagesordnungspunkt nicht teilnehmen dürfen. 239. Änderung des Flächennutzungsplanes: "Gewerbegebiet Venloer Straße" in Köln-Bocklemünd/Mengenich - Lage des Änderungsbereiches - ¯ Änderungsbereich 1:10.000M.:
Anlage 7 - Darstellung und Bewertung der Stellungnahmen der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange
26621 Zeichen
A N L A G E 7
1
Tabellarische Darstellung und Bewertung des Abwägungsmaterials im Bauleitplanverfahren
Darstellung und Bewertung der zur 239. Änderung des Flächennutzungsplanes mit dem Arbeitstitel „Gewer-
begebiet Venloer Straße“ in Köln-Bocklemünd/Mengenich eingegangenen Stellungnahmen aus der Beteili-
gung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange
Die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonsti ger Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB)
wurde für das städtebauliche Planungskonzept „Gewerbegebiet Venloer“ Straße in Köln-Bocklemünd/Mengenich vom 07.05.2022
bis zum 08.06.2022 durchgeführt. Im Zeitraum der Beteiligung sind 15 Stellungnahmen fristgerecht eingegangen.
Die Beteiligung gemäß § 4 Absatz 2 BauGB wurde 09.09.2024 bis zum 11.10.2024 durchgeführt.
Im Zeitraum der Beteiligung sind 14 Stellungnahmen eingegangen.
Da sich die Zeiträume der Beteiligung gemäß § 3 Abs . 2 BauGB und § 4 Abs. 2 BauGB überschnitten haben und die Inhalte aus-
nahmslos identisch waren, wurde auf die zusätzliche Benachrichtigung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange
über die Veröffentlichung des Entwurfs gemäß § 3 Abs. 2 BauGB verzichtet.
Nachfolgend werden die fristgerecht eingegangenen Stellungnahmen dokumentiert und fortlaufend nummeriert. In Übereinstimmung
mit der laufenden Nummerierung werden die Inhalte der Stellungnahmen aus den Beteiligungen gemäß §4 Abs. 1 und Abs. 2 BauGB
sowie die abschließende Stellungnahme der Verwaltun g mit der Entscheidung durch den Rat dargestellt. B ei inhaltlich gleichen
Stellungnahmen wird auf die jeweilige erste Stellungnahme verwiesen.
Lfd.
Nr.
Stellungnahme Entscheidung
durch den Rat
Stellungnahme der Verwaltung
1 Bezirksregierung Köln – Dezernat 25 – (Verkehr, IGVP und ÖPNV)
11.09.2024
Gegen das im Betreff genannte Planungskonzept bestehen
keine Bedenken.
Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
2 Bezirksregierung Köln – Dezernat 52 – Kreislaufwirtschaft, Bodenschutz - einschl. anlagenbezogener Umweltschutz
A N L A G E 7
2
Lfd.
Nr.
Stellungnahme Entscheidung
durch den Rat
Stellungnahme der Verwaltung
10.10.2024
ich verweise auf den Punkt 2.3 der Stellungnahme des
Umwelt-und Verbraucherschutzamtes vom 08.06.2022 und
bitte, Ihre Abfallwirtschaftsbehörde (Amt 572) dahingehend
zu beteiligen.
Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
Die städtischen Ämter wurden in der Beteiligung i.S.d. § 4 Abs. 2
BauGB beteiligt. Das Amt 572 Immissionsschutz, Wasser- und
Abfallwirtschaftsbehörde hat eine Stellungnahme gegeben.
3 Hand werks kammer zu Köln
20.09.2024
Die Handwerkskammer zu Köln sieht den ersatzlosen
Wegfall von Gewerbeflächen stets kritisch. Es ist wich-
tig, dass bei städtebaulichen Veränderungen die lang-
fristigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen A us-
wirkungen berücksichtigt werden. Anstelle eines er-
satzlosen Verlustes sollten alternative Flächen ausge-
wiesen oder andere innovative Lösungen, wie zum Bei-
spiel die Verdichtung von Gewerberaum, in Betracht
gezogen werden.
Kenntnisnahme Die Rücknahme der Gewerbeflächen erfolgt aus natur- und arten-
schutzrechtlichen Gründen. Der Hinweis wird zur Kenntnis ge-
nommen.
4 Industrie - und Handelskammer zu Köln
4.1 07.06.2022
Die Industrie- und Handelskammer zu Köln hat keine Be-
denken hinsichtlich der oben genannten Änderung des Flä-
chennutzungsplanes (FNP).
Auf Grund des hohen Konfliktpotentials industrieller Nutzun-
gen mit angrenzenden anderen Nutzungen stehen für d ie
Ausweisung von GI nur sehr begrenzte Flächenpoten tiale
zur Verfügung. Der mit der FNP- Änderung geplante Z uge-
winn an Industriefläche (GI) wird daher ausdrücklic h be-
grüßt.
Kenntnisnahme Der Hinweis wird zur Kenntnis genommen.
4.2 08.10.2024 Kenntnisnahme Der Hinweis wird zur Kenntnis genommen.
A N L A G E 7
3
Lfd.
Nr.
Stellungnahme Entscheidung
durch den Rat
Stellungnahme der Verwaltung
Die Industrie- und Handelskammer zu Köln hat keine Be-
denken hinsichtlich der oben genannten Änderung des Flä-
chennutzungsplanes (FNP).
Auf Grund des hohen Konfliktpotentials industrieller Nutzun-
gen mit angrenzenden anderen Nutzungen stehen für d ie
Ausweisung von GI nur sehr begrenzte Flächenpotentiale
zur Verfügung. Der mit der FNP-Änderung geplante Zu ge-
winn an Industriefläche (GI) wird daher ausdrücklic h be-
grüßt.
5 KölnBusiness Wirtschaftsförderungs -GmbH
25.05.2022
Die hier dargestellte Änderung wird durch KölnBusiness mit-
getragen. Es bestehen keine Bedenken.
In diesem Zusammenhang möchte KölnBusiness allerdings
darauf hinweisen, dass rd. 1,5 ha Gewerbe- und Indu strie-
fläche zurückgenommen werden. Eine für den Wirtscha fts-
standort Köln wünschenswerte flächenmäßige Kompensa -
tion ist nicht bekannt.
Vor dem Hintergrund des enormen Flächenbedarfs bitt en
wir dies, bei zukünftigen Planverfahren zu berücksichtigen.
Kenntnisnahme Der Hinweis wird zur Kenntnis genommen.
Die genannten Gewerbeflächen entfallen aus natur- und arten-
schutzrechtlichen Gründen.
6 Landesbetrieb Straßenbau NRW Regionalniederlassung Ville -Eifel Abteilung Betrieb & Verkehr
Sachgebiet Anbau/Recht
6.1 19.05.2022
Das Änderungsgebiet grenzt an die freie Strecke der B 59
Abschnitt 7,1. Gem. der bisherigen Darstellung und in der
Örtlichkeit vorhanden ist eine Signalanlage zur Er schließung
u.a. des Flurstücks 630.
Kenntnisnahme Die Stellungnahme betrifft nicht den Regelungsumfang des Flä-
chennutzungsplans.
A N L A G E 7
4
Lfd.
Nr.
Stellungnahme Entscheidung
durch den Rat
Stellungnahme der Verwaltung
Mit der neuen Darstellung ändert sich diese Fläche in eine
Grünfläche mit landwirtschaftlicher Nutzung. Die la ndwirt-
schaftliche Nutzung kann über rückwärtige Wege durc hge-
führt werden, so dass die Signalanlage sowie die vorhande-
nen Markierungen/ Beschilderungen entfallen bzw. an ge-
passt werden können.
Neue Anbindungen an die B 59 sind nicht vorzusehen.
Sämtliche Maßnahmen gehen zu Lasten der Stadt Köln in
Abstimmung mit der Regionalniederlassung Ville- Eifel,
Sachgebiet Verkehr.
Ich bitte im weiteren Verfah
ren (Bebauungsplanverfahren
59499/03 liegt bisher nicht vor) um den Nachweis, dass die
vorhandenen Anbindungen die neuen andersartigen Ver -
kehre sicher und leistungsfähig abwickeln können.
Hinsichtlich der Einfriedungen usw. entlang des vor hande-
nen Radwege
s der B 59 ist mindestens das Lichtraumprofil
von 0,50 m einzuhalten.
Werbung
Die Art, Größe und Farbe sowie der Standort von Werbean-
lagen sind im Verfahren nicht festgeschrieben. Im B ebau-
ungsplantext ist deshalb darauf hinzuweisen, dass W erbe-
anlagen inn
erhalb der Werbeverbotszone und mit Wirkung
B 59 ausgeschlossen sind. Der gesonderten Zu stimmung
der Straßenbauverwaltung bedürfen Werbeanlagen inne r-
halb der Anbaubeschränkungszone (§ 9 (6) FStrG). Grund-
sätzlich sind Werbeanlagen nur an der Stätte der Le is tung
und nur bis zur jeweiligen Gebäudeoberkante zulässig. An-
lagen der Außerwerbung dürfen bis zu ei ner Entfernung von
20 m, gemessen vom äußeren Rand der für den Kfz-Verkehr
bestimmten Fahrbahn, nicht errichtet werden. Werbea nla-
gen mit retroreflektierende r bzw. fluoreszierender Wirkung
dürfen nicht verwendet werden. Evtl. Beleuchtung is t zur
Der Nachweis der sicheren und leistungsfähigen verkehrlichen Ab-
wicklung wird im Rahmen der Änderung des vorliegenden Bebau-
ungsplanes erbracht.
Diese Anregung ist nicht Gegenstand der vorbereitenden Bauleit-
planung, sondern im Rahmen der
verbindlichen Bauleitplanung zu
regeln.
A N L A G E 7
5
Lfd.
Nr.
Stellungnahme Entscheidung
durch den Rat
Stellungnahme der Verwaltung
Bundesstraße hin so abzuschirmen, dass die Verkehrs teil-
nehmer nicht geblendet oder anderweitig abgelenkt werden.
Das Werbeverbot gilt auch für bauausführende Firmen wäh-
rend der Bauzeit im Bebauungsplan-gebiet!
Landesbauordnung
Sollten Maßnahmen vorgesehen sein, die gem. Landesbau-
ordnung baugenehmigungsfrei sind, so entbehrt dies nicht
der Genehmigung/ Zustimmung des Straßenbaulastträgers.
Diese Aussage gilt auch für Werbeanlagen jeder Art, Hoch-
bauten, bauliche Anlagen, Aufschüttungen, Abgrabung en,
Einfriedungen usw. im Abstand bis zu 40 ,0 m vom Fa hr-
bahnrand der Bundesstraße.
6.2 04 .10 .202 4
Gegen den Entwurf der 239. FNP Änderung bestehen aus
Sicht des Landesbetriebes Straßenbau NRW, Regionalnie-
derlassung Ville-Eifel, grundsätzlich keine Bedenken.
Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
7 Zweckverband Kölner Randkanal
7.1 05.05.2022
Gegen das im Betreff genannte Planungskonzept bestehen
keine Bedenken.
Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
7.2 16.09.2024
Gegen das im Betreff genannte Planungskonzept bestehen
keine Bedenken.
Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
8 Polizeipräsidium Köln Führungsstelle Verkehr
8.1 06.05.2022
Gegen die Änderung des Flächennutzungsplanes bestehen
aus polizeilicher Sicht keinerlei Bedenken.
Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
8.2 02.09.2024 Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
A N L A G E 7
6
Lfd.
Nr.
Stellungnahme Entscheidung
durch den Rat
Stellungnahme der Verwaltung
Gegen die Änderung des Flächennutzungsplanes bestehen
aus polizeilicher Sicht keinerlei Bedenken.
9 Bau - und Liegenschaftsbetrieb NRW Köln
9.1 19.05.2022
Gegen das im Betreff genannte Planungskonzept bestehen
keine Bedenken.
Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
9.2 10.09.2024
Gegen das im Betreff genannte Planungskonzept bestehen
keine Bedenken.
Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
10 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH
31.05. 2022
Gegen das im Betreff genannte Verfahren bestehen aus un-
sere Sicht keine Bedenken, sofern die Vorgaben zur Errich-
tung von Standplätzen für Abfallbehälter gem. § 10 der Ab-
fallsatzung der Stadt Köln und die Erreichbarkeit d ieser
Standplätze entsprechend der Richtlinien für die Anlage von
Stadtstraßen (RASt 06) berücksichtigt werden.
Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang insbesondere
den erforderlichen Bewegungsraum für dreiachsige Mü ll-
sammelfahrzeuge.
Kenntnisnahme Die Stellungnahme betrifft nicht den Regelungsumfang des Flä-
chennutzungsplans.
11 Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR
25.09.2024
Gegen das in der Betreffzeile genannte Vorhaben bestehen
seitens der StEB Köln keine grundsätzlichen Bedenken
Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
12 Westnetz GmbH, DRW -S-LK
12.1 11.05.2022
Gegen das im Betreff genannte Planungskonzept bestehen
keine Bedenken.
Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
A N L A G E 7
7
Lfd.
Nr.
Stellungnahme Entscheidung
durch den Rat
Stellungnahme der Verwaltung
12.2 11.09.2024
Gegen das im Betreff genannte Planungskonzept bestehen
keine Bedenken.
Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
13 Rhein -Main -Rohrleitungstransport GmbH
01.06.2022
Durch das Plangebiet verlaufen unsere Mineralöl-Pro -
duktenfernleitung mit Fernwirkkabel und Leitungszub ehör.
Diese Leitungen werden in einem 10 m breiten, dinglich ge-
sicherten Schutzstreifen betrieben. Unsere Leitungs rechte,
die Sie dem beiliegenden Merkblatt 3250 entnehmen k ön-
nen, dürfen durch die Aufstellung des Bebauungsplan es
nicht geschmälert werden.
Entgegen den geplanten Festsetzungen im Flächennut-
zungs-
bzw. Bebauungsplan (Umgrenzung von Flächen
zum Anpflanzen von Bäumen, Sträuchern und sonstigen
Bepflanzungen) ist es untersagt, innerhalb des RMR-
Schutzstreifens Bäume oder tiefwurzelnde Sträucher anzu-
pflanzen. Die bisherige Plandarstellung ist dahingehend zu
korrigieren, bzw. die Darstellung im Kreuzungsberei ch mit
dem RMR-Schutzstreifen entsprechend zu unterbrechen, so
dass missverständliche Interpretationen bezüglich d er Be-
pflanzung ausgeschlossen sind.
Bei geplanten Wege- bzw. Straßenbaumaßnahmen und/o-
der sonstigen Maßnahmen, die Einfluss auf unsere Leitung
nehmen könnten, sind aus sicherheitstechnischen Gründen
gegebenenfalls Sicherungsmaßnahmen (z. B. Nachisoli e-
rungsarbeiten) zum Schutz der RMR- Pipeline erforderlich,
deren Kosten der Verursacher zu tragen hat.
Wir bitten Sie, die exakte Leitungstrasse mit RMR-
Hinweis
aus dem beigefügten Plan zu übernehmen und mit Schutz-
streifenbreite im Flächennutzungs- bzw. Bebauungsplan
teilweise Die betroffene Mineralöl- Produktenfernleitung wird bereits durch
den bestehenden Bebauungsplan gesichert. Durch die Änderung
des vorliegenden Bebauungsplanes werden die bestehenden Lei-
tungsrechte nicht eingeschränkt. Im Plangebiet verlaufen parallel
zur BA B Produktenleitungen (Ethylen und Mineralöl). Hiera us
ergibt sich bei ordnungsgemäßer Nutzung der Leitungen und ent-
sprechender Beachtung kein Gefahrenpotential. (Seite 14 Begrün-
dung)
Die Leitungstrasse ist bereits im bestehenden Bebauungsplan dar-
gestellt und wird im Rahmen der Änderung des Bebauungsplanes
weiterhin dargestellt.
A N L A G E 7
8
Lfd.
Nr.
Stellungnahme Entscheidung
durch den Rat
Stellungnahme der Verwaltung
darzustellen. Des Weiteren ist bei der Änderung des Flä-
chennutzungs- bzw. Bebauungsplanes in der Legende der
Hinweis auf die vorhandene RMR-Pipeline mit 10 m breitem
Schutzstreifen, in dem es untersagt ist, Bäume und tiefwur-
zelnde Sträucher zu pflanzen, mit aufzunehmen.
Sollten
Sie Pläne oder Planausschnitte in einem anderen
Maßstab oder gegebenenfalls weitere digitale Leitungsinfor-
mationen benötigen, so bitten wir um kurze Rücksprache.
Der genannte Hinweis ist bereits in den textlichen Festsetzungen
des Bebauungsplanes implementiert und damit planungsrechtlich
gesichert. Im Flächennutzungsplan der Stadt Köln er folgt grund-
sätzlich keine Darstellung derartiger Leitungen.
14 PLEdoc GmbH Leitungsauskunft Fremdplanungsbearbeitung
14.1 30.05.2022
Wir beziehen uns auf Ihre o.g. Maßnahme und teilen Ihnen
hierzu mit, dass von uns verwaltete Versorgungsanlagen
der nachstehend aufgeführten Eigentümer bzw. Betrei ber
von der geplanten Maßnahme nicht betroffen werden:
• OGE (Open Grid Europe GmbH), Essen
• Kokereigasnetz Ruhr GmbH, Essen
• Ferngas Netzgesellschaft mbH (FG), Netzgebiet Nordbay-
ern, Schwaig bei Nürnberg
• Mittel-Europäische Gasleitungsgesellschaft mbH (M E-
GAL), Essen
• Mittelrheinische Erdgastransportleitungsgesellschaft mbH
(METG), Essen
• Nordrheinische Erdgastransportleitungsgesellschaft mbH
& Co. KG (NETG), Dortmund
• Trans Europa Naturgas Pipeline GmbH (TENP), Essen
• Uniper Energy Storage GmbH, Düsseldorf: Erdgasspe i-
cher Epe, Eschenfelden, Krummhörn
• GasLINE Telekommunikationsnetzgesellschaft deutscher
Gasversorgungsunternehmen mbH & Co. KG,
Straelen (hier Solotrassen in
Zuständigkeit der PLEdoc
GmbH)
Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
A N L A G E 7
9
Lfd.
Nr.
Stellungnahme Entscheidung
durch den Rat
Stellungnahme der Verwaltung
Maßgeblich für unsere Auskunft ist der im Übersicht splan
markierte Bereich.
Dort dargestellte Leitungsverläufe dienen nur zur g roben
Übersicht.
Wir weisen darauf hin, dass gemäß unseren Unterlage n in
dem von Ihnen angefragten Bereich eine
Produktenleitung / Kabelschutzrohranlage verläuft, die von
nachfolgender Gesellschaft beauskunftet wird:
Rhein-Main-Rohrleitungstransportgesellschaft mbH - Godo-
rfer Hauptstraße 186 in 50997 Köln
Achtung: Eine Ausdehnung oder Erweiterung des Proje kt-
bereichs bedarf immer einer erneuten Abstimmung
mit uns.
14.2 11.09.2024
Wir beziehen uns auf Ihre o.g. Maßnahme und teilen Ihnen
hierzu mit, dass von uns verwaltete Versorgungsanlagen
der nachstehend aufgeführten Eigentümer bzw. Betrei ber
von der geplanten Maßnahme nicht betroffen werden:
• OGE (Open Grid Europe GmbH), Essen
• Kokereigasnetz Ruhr GmbH, Essen
• Ferngas Netzgesellschaft mbH (FG), Netzgebiet Nordbay-
ern, Schwaig bei Nürnberg
• Mittel-Europäische Gasleitungsgesellschaft mbH (M E-
GAL), Essen
• Mittelrheinische Erdgastransportleitungsgesellschaft mbH
(METG), Essen
• Nordrheinische Erdgastransportleitungsgesellschaft mbH
& Co. KG (NETG), Dortmund
• Trans Europa Naturgas Pipeline GmbH (TENP), Essen
• Uniper Energy Storage GmbH, Düsseldorf: Erdgasspe i-
cher Epe, Eschenfelden, Krummhörn
Hinsichtlich der Maßnahmen zum Ausgleich und zum Ersatz
der Eingriffsfolgen entnehmen wir den Unterlagen, dass die
Kenntnisnahme Die Stellungnahme wird zur Kenntnis g enommen.
Der Hinweis wird beim folgenden Bebauungsplanverfahren be-
rücksichtigt.
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Lfd.
Nr.
Stellungnahme Entscheidung
durch den Rat
Stellungnahme der Verwaltung
Kompensationsmaßna hmen erst im weiteren Verfahren
festgelegt werden bzw. keine Erwähnung finden.
Wir weisen darauf hin, dass durch die Festsetzung p lanex-
terner Ausgleichsflächen eine Betroffenheit von uns verwal-
teter Versorgungseinrichtungen nicht auszuschließen ist.
Wir bitten um Mitteilung der planexternen Flächen bzw. um
weitere Beteiligung an diesem Verfahren.
15 GASCADE Gastransport GmbH Abteilung GNL
15.1 13.05.2022
Wir antworten Ihnen zugleich auch im Namen und Auft rag
der Anlagenbetreiber WINGAS GmbH, NEL Gastransport
GmbH sowie OPAL Gastransport GmbH & Co. KG.
Nach Prüfung Ihres Vorhabens im Hinblick auf eine B eein-
trächtigung unserer Anlagen teilen wir Ihnen mit, d ass un-
sere Anlagen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht betr offen
sind. Dies schließt die Anlagen der v. g. Betreiber mit ein.
Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
15.2 17.09.2024
Wir, die GASCADE Gastransport GmbH, antworten Ihnen
zugleich auch im Namen und Auftrag der Anlagenbetreiber
SEFE Energy GmbH (Rechtsnachfolgerin der WINGAS
GmbH) sowie NEL Gastransport GmbH.
Nach Prüfung des Vorhabens im Hinblick auf eine Bee in-
trächtigung unserer Anlagen teilen wir Ihnen mit, dass
unsere Anlagen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht be trof-
fen sind. Dies schließt die Anlagen der v. g. Betre iber mit
ein.
Nachträgliche Lageänderungen in der Projektplanung be-
dürfen eines erneuten Antrags auf Zustimmung.
Kenntnisnahme
Keine Stellungnahme erforderlich
16 Thyssengas GmbH Abteilung Netzbetrieb
11.05.2022 Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
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Lfd.
Nr.
Stellungnahme Entscheidung
durch den Rat
Stellungnahme der Verwaltung
Gegen das im Betreff genannte Planungskonzept bestehen
keine Bedenken.
17 Amprion GmbH
17.1 01.06. 2022
Mit Schreiben vom 10. Oktober 2016 haben wir im Rahmen
der frühzeitigen Beteiligung Träger öffentlicher Belange an
der 1. Änderung zum Bebauungsplan 59499/03 mit o. g. Ar-
beitstitel eine Stellungnahme abgegeben.
Mit E-Mail vom 27.03.2019 erhielten Sie
zudem ergänzende
Information zu unserer Umspannanlage Bocklemünd.
Wie wir den eingereichten Unterlagen entnehmen könn en,
sollen innerhalb des Geltungsbereiches der Bauleitplanung
Flächen neu ausgewiesen werden.
Durch die geplanten neuen Ausweisungen entstehen aus
unserer Sicht keine zusätzlichen Konflikte mit unse ren im
Betreff genannten Netzanlagen. Gegen einen Satzungs be-
schluss zur o. g. Bauleitplanung in der nun eingere ichten
Fassung bestehen aus unserer Sicht keine Bedenken.
Ferner gehen wir davon aus,
dass Sie bezüglich weiterer
Versorgungsleitungen die zuständigen Unternehmen betei-
ligt haben.
Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
17.2 17.09.2024
Zu der o. g. 239. Änderung des Flächennutzungsplanes ha-
ben wir bereits mehrfach, zuletzt mit Schreiben vom
01.06.2022, Stellungnahme abgegeben.
Wie wir den nun eingereichten Unterlagen entnehmen kön-
nen, wurden innerhalb des Geltungsbereichs diverse Ände-
rungen vorgenommen, die jedoch zu keinen weiteren K on-
flikten mit unseren Netzanlagen führen.
Gegen die eingereichte Fassung des o. g. Änderungsv er-
fahrens bestehen aus unserer Sicht weiterhin keine Beden-
ken.
Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
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Lfd.
Nr.
Stellungnahme Entscheidung
durch den Rat
Stellungnahme der Verwaltung
18 Stadtverwaltung Pulheim
10.05.2022
Seitens der Stadt Pulheim bestehen zum gegenwärtigen
Verfahrenszeitpunkt keine Bedenken.
Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
19 Träger der Landschaftsplanung, Stadt Köln 67/Amt f. Landschaftspflege und Grünflächen
19.1 17.05.2022
Für den Träger der Landschaftsplanung nehme ich zur 239.
Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Köln wi e
folgt Stellung:
Mit der 239. Änderung des FNP der Stadt Köln wird d ie im
Landschaftsraum bestehende Grenze des Abgrabungsge-
wässers inkl. der Bösc
hungsbereiche als Wasserfläche bzw.
Grünfläche mit dieser Änderung des FNPs Köln rechtlich ab-
gesichert. Die ursprünglich geplante Verfüllung wir d somit
nicht mehr verfolgt und der heute bestehende Lebens raum
für besonders und einzelne streng geschützte Arten soll so-
mit erhalten werden.
Um die Grenzen zwischen GE und Grünfestsetzungen de s
Bebauungsplans im Nachgang im Landschaftsplan recht s-
verbindlich festsetzen zu können, wird empfohlen na ch
Rechtskraft des Bebauungsplans mit einer Flurberein igung
die Flurstücks- Grenzen neuzuordnen. In einem weiteren
Verfahren wird der Träger der Landschaftsplanung di e Na-
turschutzgebietsgrenze des NSG N 22 11Baadenberger
Senke, Stöckheimer See und Große Laache" entsprechend
erweitern.
In der Kartengegenüberstellung des FNP fehlt die heute be-
stehende Abgrenzung des rechtskräftigen Naturschutz ge-
biets N 22 “Baadenberger Senke, Stöckheimer See und
Große Laache" inkl. Beschriftung und Signatur. Dies e ist
nachrichtlich aus dem rechtskräftigen Landschaftsplan auch
für den Änderungsbereich zu übernehmen.
Teilweise
Die Empfehlung zur Neuordnung der Grundstücksgrenzen ist
nicht Gegenstand der vorbereitenden Bauleitplanung und kann
daher nur zur Kenntnis genommen werden.
Wird in der Planzeichnung ergänzt
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Lfd.
Nr.
Stellungnahme Entscheidung
durch den Rat
Stellungnahme der Verwaltung
Zur textlichen Begründung werden folgende Anregunge n
gegeben:
In der Begründung wird auf der Seite 1 im letzten Absatz von
der „Erholungsanlage Baadenberger Senke" gesprochen .
Der wesentliche Teil der Flächen ist als Naturschut zgebi et
festgesetzt, welches in diesem Bereich auf Grundlag e der
239. Änderung des FNP ausgeweitet werden soll. Die For-
mulierung als Erholungsanlage ist zumindest missverständ-
lich. Es wird empfohlen das Naturschutzgebiet N 22 „Baa-
denberger Senke, Stöckheimer Se e und Große Laache"
auch explizit an dieser Stelle im Text zu benennen und die
geplante Erweiterung auf Grundlage der FNP- Änderung
ebenfalls anzukündigen.
Eine ähnliche Formulierung findet sich auf Seite 6 im letzten
Absatz der Begründung, in welchem ebenfalls das „Er ho-
lungsgebiet" angesprochen wird. Hier wäre es ebenfa lls
fachlich richtiger das Naturschutzgebiet zu benenne n, in
welchem die natürlichen bzw. schutzgutbezogene Entwick-
lungen im Vordergrund stehen und die Erholungsnutzu ng
auf den bestehenden Wegen zur „stillen Erholung" eine un-
tergeordnete Bedeutung einnimmt. Auch die Bereiche zum
„Schutz der Natur" im Regionalplan decken sich über wie-
gend mit den Naturschutzgebietsausweisungen im Köln er
Stadtgebiet.
Im Absatz zum Landschaftsplan (Seite?) der B
egründung
wird empfohlen den Bezug zu§ 7 (2) LNatSchG zu ergä n-
zen, wonach „der Landschaftsplan sich unbeschadet d er
baurechtlichen Festsetzungen auf Flächen" mit Grünfestset-
zungen erstrecken kann . Hiervon soll im noch erforderlichen
Landschaftsplanänderung sverfahren Gebrauch gemacht
werden. Vorgesehen sind die Erweiterung des NGS N 2 2
„Baadenberger Senke, Stöckheimer See und Große
Formulierungen werden angepasst.
Formulierungen werden angepasst.
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Lfd.
Nr.
Stellungnahme Entscheidung
durch den Rat
Stellungnahme der Verwaltung
Laache" sowie die entsprechenden Festsetzungen des um-
gebenden LSG L 7.
Im Grundsatz begrüßt der Träger der Landschaftsplan ung
da s 239. Änderungsverfahren des FNPs, da wie einleite nd
in der Begründung erläutert, die wertgebenden ökolo gi-
schen Strukturen erhalten werden und das vorrangige Ziel
Flora und Fauna in nordwestlichen Änderungsbereich zu
schützen umgesetzt wird.
Durch den
Träger der Landschaftsplanung wird gemäß§ 20
(4) LNatSchG NRW kein Widerspruch formuliert.
19.2 10.10.2024
Für den Träger der Landschaftsplanung nehme ich im Rah-
men der Beteiligung gemäß § 4 (2) BauGB wie folgt S tel-
lung: Mit der Änderung des rechtskräftigen Bebauungsplans
59499/03 „Gewerbegebiet Venloer Straße“ erfolgt im Paral-
lelverfahren die Änderung des Flächennutzungsplans der
Stadt Köln.
Durch die Rücknahme der Gewerbegebietsfläche (GE
) und
in einem kleineren Teilbereich der Industrieflächen (Gl) Dar-
stellung wird aus Sicht des Trägers der Landschaftsplanung
ausdrücklich begrüßt.
Auf Grund der ökologischen Entwicklung der ehemalig en
Abgrabungsfläche sind die angrenzenden Teilflächen als
Naturschutzgebiet N 22 Baadenberger Senke, Stöckhei-mer
See und Große Laache“ im Jahr 2010 rechtskräftig ausge-
wiesen worden.
Mit der nunmehr im FNP als Wasser- und Grünflächen dar-
gestellten Teilflächen innerhalb der Vorrangflächen für Kom-
pensationsmaßnahmen kann die Ausweisung als Natur-
schutzgebiet für diese Teilfläche in einem der näch sten
Landschaftsplanänderungsverfahren ebenfalls ausgewi e-
sen werden.
Kenntnisnahme Keine Stellungnahme erforderlich
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Lfd.
Nr.
Stellungnahme Entscheidung
durch den Rat
Stellungnahme der Verwaltung
Der Anfang 2024 beschlossenen Pflege- und Entwicklungs-
plan (PEPL) N 22 „Baadenberger Senke Köln“ berücksich-
tigt diese Flächen in der Maßnahmenplanung bereits. Für
die Umsetzung von ggf. aus dem Bauungsplan noch umzu-
setzenden Ausgleichmaßnahmen ist der durch die Poli tik
beschlossene Pflege- und Entwicklungsplan zu Grunde zu-
legen und zu beachten.
Beschlussvorlage Rat
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Dezernat, Dienststelle VI/61/614-5 Vorlagen-Nummer 3127/2024 Freigabedatum 06.11.2024 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Feststellungsbeschluss zur 239. Änderung des Flächennutzungsplans, Arbeitstitel: „Gewerbegebiet Venloer Straße" in Köln-Bocklemünd/Mengenich Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat 1. beschließt über die zur frühzeitigen Beteiligung zum Städtebaulichen Konzept und zur Ver- öffentlichung des Entwurfs zur 239. Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) mit dem Arbeitstitel „Gewerbegebiet Venloer Straße“ in Köln-Bocklemünd/Mengenich eingegange- nen Stellungnahmen gemäß den Anlagen 6 und 7. 2. stellt die 239. Änderung des FNPs mit dem Arbeitstitel „Gewerbegebiet Venloer Straße“ in Köln-Bocklemünd/Mengenich mit der gemäß § 5 Absatz 5 Baugesetzbuch als Anlage 5 beigefügten Begründung fest. Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 02.12.2024 Stadtentwicklungsausschuss 05.12.2024 Rat 12.12.2024 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Durch die Flächennutzungsplanänderung werden als Gewerbeflächen dargestellte Bereiche in einer Größe von 2,1 ha zugunsten der Sicherung eines bestehenden Abgrabungsgewässers und von 0,9 ha Grünflächen (Böschungsflächen) aufgegeben. Dadurch können Strukturen, die das Klimaschadgases Kohlenstoffdioxid (CO2) langfristig binden erhalten werden. Gleichzeitig wird durch die Verringerung der als Gewerbefläche dargestellten Bereiche, die zusätzliche CO2-Emission durch die spätere Nutzung verhindert. Begründung: Anlass der 239. Änderung des Flächennutzungsplans ist es, die Flora und Fauna im nord- westlichen Änderungsgebietsabschnitt im Bereich des Abgrabungsgewässers zu erhalten und zu schützen. Hierfür wird der rechtskräftige Bebauungsplan 59499/03 – „Gewerbegebiet Ven- loer Straße in Köln-Bocklemünd/Mengenich“ – geändert. Durch die Änderung sollen bisher unbebaute – als Gewerbe- und Industrieflächen dargestellte - Flächen des Flächennutzungsplanes in einer Größenordnung von circa 3 ha zurückgenom- men werden. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um die Böschungs- und Gewässerflächen des ehemaligen Auskiesungsbereiches, welche aufgrund der arten- und naturschutzrechtli- chen Belange für eine bauliche Entwicklung und gewerbliche Nutzung aktuell faktisch nicht zur Verfügung stehen. Zu der zurückgenommenen Gewerbefläche zählen zudem der unbe- baute Grünstreifen im Nordosten des Änderungsgebietes sowie eine im Süden des Ände- rungsgebietes liegende Fläche, welche Teil eines Landschaftsschutzgebietes ist. Diese Flä- chen sollen durch die vorliegende Planung geschützt werden. Die Änderung des Flächennutzungsplanes erfolgt gem. § 8 Abs. 3 BauGB im Parallelverfah- ren. Der Bereich der 239. Änderung des FNPs umfasst rund 32 ha. Verfahrensverlauf Der Beschluss über die Einleitung betreffend die Änderung des Bebauungsplanes Nr. 59499/03 mit dem Arbeitstitel „Gewerbegebiet Venloer Straße in Köln-Bocklemünd/Mengen- ich, 1. Änderung“ wurde unter der Vorlage Nr. 2895/2009 durch den Stadtentwicklungsaus- schuss (StEA, 14.01.2010, TOP 13.3) beschlossen und am 27.01.10 im Amtsblatt Nr. 4 öffent- lich bekannt gemacht. Die Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB zum Städtebaulichen Planungskonzept mit dem Arbeitstitel „Gewerbegebiet Venloer Straße in Köln-Bocklemünd/Mengenich, 1. Änderung“ wurde unter der Vorlage Nr. 2327/2018 durch den Stadtentwicklungsausschuss (StEA, 07.02.2019, TOP 8.1) beschlossen und am 10.04.2019 im Amtsblatt Nr. 14 öffentlich bekannt gemacht. Bei der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlich- keit, die vom 29.04.2019 bis 06.05.2019 durchgeführt wurde, sind keine Stellungnahmen ein- 3 gegangen. Dies wurde der Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) am 09.09.2019 sowie dem Stadt- entwicklungsausschuss am 19.09.2019 mitgeteilt. Vom 07.05.2022 bis zum 08.06.2022 wurde die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) zur 239. Änderung des Flächennutzungsplanes durchgeführt. Die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) wurde vom 09.09.2024 bis zum 11.10.2024 durchgeführt. Im Zeit- raum der Beteiligung sind 14 Stellungnahmen fristgerecht eingegangen. Die Mitteilung über die Veröffentlichung gemäß § 3 Absatz 2 BauGB mit der Nummer 1564/2024 erfolgte am 19.09.2024 im Stadtentwicklungsausschuss. Die Mitteilung war ur- sprünglich für die Sitzung der Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) am 09.09.24 vorgesehen. Da die Sitzung leider nicht erreicht werden konnte, wird die Vorlage in der Sitzung am 04.11.2024 zur Kenntnis gegeben. Die Vorlage ist aber der Geschäftsführung der BV 4 am 12.09.2024 vorab zugestellt worden. Die Veröffentlichung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB wurde am 28.08.2024 im Amtsblatt Nr. 33 der Stadt Köln bekannt gemacht und im Zeitraum vom 09.09.2024 bis einschließlich 11.10.2024 durchgeführt. Die Planunterlagen waren im genannten Zeitraum über das Internet – die Seite der Stadt Köln – abrufbar und wurden zusätzlich in der Außenstelle des Stadtplanungsamts im Stadthaus Deutz (Ladenlokal 5) öffentlich ausgelegt. Im Rahmen der Veröffentlichung sind keine Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit eingegan- gen. Daher ergeben sich keine Änderungen für das Verfahren der 239. FNP-Änderung. Bisherige politische Beratungen und Beschlüsse Beschluss über die Einleitung betreffend die Änderung des Bebauungsplanes Nr. 59499/03 mit dem Arbeitstitel „Gewerbegebiet Venloer Straße in Köln-Bocklemünd/Mengenich, 1. Ände- rung 2895/2009 14.01.2010 Stadtentwicklungsausschuss 08.09.2009 Stadtentwicklungsausschuss (Angelegenheit vertagt) 03.12.2009 Wirtschaftsausschuss 03.12.2009 Ausschuss Umwelt und Grün 05.10.2009 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 14.12.2009 Finanzausschuss Beschluss zur Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung; Städtebauliches Pla- nungskonzept mit dem Arbeitstitel: Gewerbegebiet Venloer Straße in Köln-Bocklemünd/Men- genich, 1. Änderung 2327/2018 07.02.2019 Stadtentwicklungsausschuss 13.12.2018 Stadtentwicklungsausschuss (Angelegenheit vertagt) 28.01.2019 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) Mitteilung der Verwaltung über das Ergebnis der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung; Ar- beitstitel: Gewerbegebiet Venloer Straße in Köln-Bocklemünd/Mengenich, 1. Änderung 2755/2019 19.09.2019 Stadtentwicklungsausschuss 09.09.2019 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) Mitteilung über die Veröffentlichung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB der 239. Änderung des Flä- chennutzungsplans, Arbeitstitel: „Gewerbegebiet Venloer Straße“ in Köln-Bocklemünd/Men- genich 1564/2024 19.09.2024 Stadtentwicklungsausschuss 04.11.2024 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) (Zugesetzt, ursprünglich vorgesehen am 09.09.2024) 4 Anlagen 1 Öffentlichkeitsbeteiligung 2 Lage des Änderungsbereiches 3 Bisherige Darstellung des Flächennutzungsplans 4 Beabsichtigte Darstellung des Flächennutzungsplans 5 Begründung gemäß § 5 Absatz 5 BauGB mit Umweltbericht 6 Darstellung und Bewertung der zur 239. Flächennutzungsplanänderung – Arbeitstitel: „Gewerbegebiet Venloer Straße„ in Köln-Bocklemünd/Mengenich – eingegangenen planungsrelevanten Stellungnahmen aus der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung ge- mäß § 3 Absatz 1 Baugesetzbuch sowie aus der Veröffentlichung gemäß § 3 Absatz 2 Baugesetzbuch 7 Darstellung und Bewertung der zur 239. Flächennutzungsplanänderung – Arbeitstitel: „Gewerbegebiet Venloer Straße“ in Köln-Bocklemünd/Braunsfeld – eingegangenen planungsrelevanten Stellungnahmen aus der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Absatz 1 Baugesetzbuch sowie gemäß § 4 Ab- satz 2 Baugesetzbuch
Sachstandsbericht Rat /Ausschuss
1651 Zeichen
Dezernat, Dienststelle
VI/61/614-5
Vorlagen-Nummer
3127/2024
Stand: 20.08.2025
Sachstandsbericht
Feststellungsbeschluss zur 239. Änderung des Flächennutzungsplans, Arbeitstitel:
„Gewerbegebiet Venloer Straße" in Köln-Bocklemünd/Mengenich
Beschluss:
Der Rat
1. beschließt über die zur frühzeitigen Beteiligung zum Städtebaulichen Konzept und zur Ver-
öffentlichung des Entwurfs zur 239. Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) mit dem Ar-
beitstitel „Gewerbegebiet Venloer Straße“ in Köln-Bocklemünd/Mengenich eingegangenen
Stellungnahmen gemäß den Anlagen 6 und 7.
2. stellt die 239. Änderung des FNPs mit dem Arbeitstitel „Gewerbegebiet Venloer Straße“ in
Köln-Bocklemünd/Mengenich mit der gemäß § 5 Absatz 5 Baugesetzbuch als Anlage 5 beige-
fügten Begründung fest.
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand:
Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 12. Dezember 2024 die 239. Flächennut-
zungsplanänderung Arbeitstitel: Gewerbegebiet Venloer Straße in Köln-Bocklemünd festge-
stellt.
Nach der Feststellung der Flächennutzungsplanänderung durch den Rat wurde die 239. Än-
derung des Flächennutzungsplanes mit Antrag vom 11.03.2025 der Bezirksregierung Köln zur
Genehmigung vorgelegt. Die Bezirksregierung Köln erteilte mit Schreiben vom 03.04.2025 die
Genehmigung für dieses Verfahren.
Mit der Veröffentlichung der Bekanntmachung im Amtsblatt Nr. 28, herausgegeben am 09. Juli
2025, wird die 239. Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) „Gewerbegebiet Venloer
Straße in Köln-Bocklemünd“ wirksam.
Nächste Schritte:
Nach diesem Beschluss sind keine weiteren Schritte erforderlich.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3127/2024
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 06.11.2024
- Erstellt
- 10.10.2024 14:11