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AN/0129/2020

Entwicklung des sog. Max-Becker-Areals in Ehrenfeld

SPD Anfrage nach § 4 21.01.2020

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Nächste Beratung: Stadtentwicklungsausschuss, Sitzung am 30.01.2020, TOP 2.3

SPD Anfrage nach § 4

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SPD Anfrage nach § 4

5142 Zeichen

An den Vorsitzenden  
des Stadtentwicklungsausschusses 
Herrn Niklas Kienitz 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Köln  
Rathaus, Spanischer Bau  
50667 Köln 
fon 0221. 221 259 50  
fax 0221. 221 246 57  
mail fraktion@koelnspd.de  
web  www.koelnspd.de  
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin:21.01.2020  
 
AN/0129/2020 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Stadtentwicklungsausschuss 30.01.2020 
 
Entwicklung des sog. Max-Becker-Areals in Ehrenfeld 
Sehr geehrter Herr Kienitz, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
das Recyclingunternehmen Max Becker hat ihr zwischen der Widdersdorfer Stra-
ße und dem ehemaligen Güterbahnhof in Köln-Ehrenfeld gelegenes Betriebs-
grundstück vor kurzem an einen privaten Investor veräußert. Der Investor beab-
sichtigt, an dieser Stelle ein nach seiner Auffassung „zukunftsweisendes und le-
benswertes Quartier“ zu entwickeln. 
 
Westlich davon befindet sich am Maarweg ein Betriebsgrundstück der RheinEner-
gie AG mit einer Anlage der Gasversorgung und einem Umspannwerk. 
 
Auf Initiative der SPD hat sich die Bezirksvertretung Ehrenfeld bereits in ihrer 
Sitzung im  November 2019 mit der Entwicklung des Geländes, begrenzt vom 
ehem. Güterbahnhof, Maarweg, Widdersdorfer Straße und Gewerbebetrieben, 
befasst und einstimmig einen umfangreichen Beschluss gefasst, wie sie sich die 
weitere Entwicklung vorstellt. In dem interfraktionellen Antrag aller Fraktionen 
und Einzelmandatsträger wird gefordert:  
-  Die Stadt Köln oder stadtnahe Gesellschaften sollen sich um den Kauf des Ge-
ländes bemühen; 
-  Die Nutzung soll zukünftig von Wohnen und Gewerbe geprägt sein. Dabei soll 
ein möglichst hoher Anteil an gefördertem und preisgedämpften Wohnraum 
verwirklicht werden. Ebenso sollen behinderten- und altengerechtes Wohnen 
und barrierefreie Wohnungen, Wohnungen für betreutes Wohnen, Wohn- und 
Pflegeheime einschl. einer Fachausbildungseinrichtung berücksichtigt werden; 
- Raum für kulturelle und soziokulturelle Einrichtungen soll geschaffen werden;

- 2 - 
 
- Ein Bürgerpark soll geschaffen werden, alter Baumbestand um den Kugelgas-
behälter soll erhalten bleiben; 
- Die Ansiedlung von Bildungseinrichtungen soll geprüft werden; 
- Ein entsprechender Bebauungsplan soll aufgestellt werden. 
 
Im bereits hochverdichteten Ehrenfeld ist es aus Sicht der SPD-Fraktion dringend 
vonnöten, bei der Entwicklung eines neuen gemischten Quartiers für bezahlbares 
Wohnen, Leben und Arbeiten darauf zu achten, dass ausreichend Grünflächen zur 
Verfügung stehen. Angesichts der Preisexplosion auf dem Wohnungsmarkt insbe-
sondere in Ehrenfeld muss es Ziel sein, über die 30 %-Quote des Kooperativen 
Baulandmodells Köln hinaus eine große Anzahl an geförderten und preisgedämpf-
ten Wohnungen zu schaffen. Als Ausgleich für die Aufgabe der bisherigen GI-
Nutzung ist eine hohe Zahl neuer Arbeitsplätze erforderlich. Der Anschluss des 
Quartiers an das S-Bahn-Netz muss sichergestellt werden. Erforderlich ist ein 
Konzept für das gesamte Areal - einschließlich der Fläche der RheinEnergie. Zur 
Erreichung dieser Ziele muss seitens der Stadt Köln eine aktive Liegenschaftspo-
litik betrieben werden, z.B. auch bzgl. der künftigen Entwicklung des Dirkes-
Areals sowie zum Schutz und weiteren Entwicklung der benachbarten gewerbli-
chen Betriebe östlich des Max-Becker-Areals. 
 
Vor diesem Hintergrund bittet die SPD-Fraktion um die Beantwortung folgender 
Fragen: 
 
1. Seit wann sind der Oberbürgermeisterin die Entwicklungsabsichten des 
privaten Investors bekannt? Wie stellen sich diese konkret dar? Gibt es be-
reits Zusagen seitens der Verwaltung an den Investor?  
2. Was unternimmt die Verwaltung, dass die Stadt oder ein stadtnahes Un-
ternehmen (z.B. RheinEnergie) ein Vorkaufs- oder Rückkaufsrecht bzgl. 
des Max-Becker-Areals oder bzgl. Teilen davon ausübt und seitens des 
„Konzerns Stadt Köln“ keine weiteren Veräußerungen an den privaten In-
vestor stattfinden? Bemüht sich die Verwaltung darüber hinaus um den 
Erwerb des Max-Becker-Areals? 
3. Wie stellt die Verwaltung sicher, dass auf dem Gelände ein hoher Anteil an 
geförderten, preisgedämpften, genossenschaftlichen und bezahlbaren 
Werks-Wohnungen sichergestellt wird, so dass die Gentrifizierung in Eh-
renfeld nicht weiter angeheizt wird?  
4. Wie stellt die Verwaltung die notwendige Bildungsinfrastruktur und Ver-
kehrsanbindung, insbesondere mit dem ÖPNV, sicher? Welchen Bedarf an 
neuen Schulen und Kindertagesstätten löst die Planung des Investors aus 
und wie wird dieser Bedarf sichergestellt? Wie werden die weiteren Forde-
rungen der BV 4 umgesetzt? 
5. Wie sichert die Verwaltung die weitere gewerbliche und industrielle Flä-
chennutzung im Umfeld des Max-Becker-Areals ab?  
 
Es wird gebeten, die Beantwortung der Anfrage auch dem Liegenschaftsaus-
schuss, dem Wirtschaftsausschuss, dem Verkehrsausschuss, dem Ausschuss 
Schule und Weiterbildung, dem Jugendhilfeausschuss und der Bezirksvertretung 
4 Ehrenfeld mitzuteilen.

- 3 - 
 
Mit freundlichen Grüßen 
gez. Dr. Barbara Lübbecke 
SPD-Fraktionsgeschäftsführerin

Beratungsverlauf (1)

30.01.2020 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 2.3 Antrag / Anfrage
Zur Sitzung

Orte (2)

  • Widdersdorfer Straße
  • Maarweg

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Details

Aktenzeichen
AN/0129/2020
Typ
SPD Anfrage nach § 4
Datum
21.01.2020
Erstellt
21.01.2020 12:54