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V/0262/2021

Abfallstatistik 2020

Vorlagen 25.03.2021

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Nächste Beratung: Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe, Sitzung am 16.06.2021, TOP 8

Berichtsvorlage

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Anlage A

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Anlage: Abfallbilanz 2020

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Berichtsvorlage

1316 Zeichen

V/0262/2021 
V/0262/2021 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Abfallstatistik 2020 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   16.06.2021 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Im Rahmen des Berichtswesens der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster wird dem Betriebsausschuss 
mit der Anlage die Abfallbilanz 2020 vorgelegt. 
 
Die Abfallbilanz 2020 - Einblick, Durchblick, Ausblick - berichtet über die verwerteten / entsorgten 
Abfallmengen des vergangenen Kalenderjahres mit dem Schwerpunkt der Abfälle aus Haushalten. 
Die Veröffentlichung informiert die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Münster über die wesentlichen 
Fakten der kommunalen Abfallwirtschaft in Münster im Jahr 2020. In komprimierter und übersichtli-
cher Form wird über Art, Menge und Verbleib der angefallenen Abfälle und Wertstoffe aus Haushalten 
berichtet. 
 
Der Bericht nimmt Bezug auf die Vision 2030, die den Faktor der Abfallvermeidung in den Mittelpunkt 
stellt. Die Abfälle die nicht vermieden werden können, sollen als Wertstoffe stofflich oder energetisch 
weitergenutzt werden. 
 
 
I.V. 
 
gez. 
 
Peck 
Stadtrat 
 
Anlagen: - Abfallbilanz 2020 
  - Anlage A 
 
 
 
  
Abfallwirtschaftsbetriebe 
Münster 
 
02.06.2021 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Herr Beutel 
Telefon: 6052-44 
Beutel@awm.stadt-
muenster.de

Anlage A

1516 Zeichen

Anlage A zur V/0262/2021 
Kurzüberblick 
Bericht an den Betriebsausschuss über die verwerteten / entsorgten Abfallmengen des vergan-
genen Kalenderjahres mit dem Schwerpunkt der Abfälle aus Haushalten in Bezug auf die Vision 
2030 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Information des Betriebsausschusses über die wesentlichen Fakten der kommunalen Abfallwirt-
schaft in Münster im Jahr 2020. 
In komprimierter und übersichtlicher Form wird entsprechend über Art, Menge und Verbleib der 
angefallenen Abfälle und Wertstoffe berichtet.  
 
 
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 11.02 Abfallwirtschaft 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja x Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja  Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja  Nein   
 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
x überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
Die pflichtigen, detaillierten Bilanzdaten gemäß § 21 Kreislaufwirtschaftsgesetz sowie § 5 c Lan-
desabfallgesetz für 2020 wurden den Aufsichtsbehörden vorgelegt. 
Die Daten werden im Rahmen des AWM-Berichtswesens für den Betriebsausschuss aufbereitet 
und jährlich in diesem Gremium diskutiert.  
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
keine.

Anlage: Abfallbilanz 2020

36252 Zeichen

AWM-Abfallbilanz 2020 AWM-Abfallbilanz 2020
1 | Einblick in die Zahlen Einblick | 2
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
Rösnerstraße 10 
48155 Münster 
 
Telefon: +49 (0) 251/ 60 52 - 53 
Telefax:  +49 (0) 251/ 60 52 - 48 
 
awm@stadt-muenster.de 
www.awm.muenster.de
Kontakt
Abfallbilanz 2020
Einblick, Durchblick, Ausblick

AWM-Abfallbilanz 2020
Inhalt | 1
AWM-Abfallbilanz 20203 | Einblick in die Zahlen
Inhalt
Einblick 
Die wichtigsten Zahlen der Abfallbilanz 2020 ........................................................  02 
Münster als Hauptstadt der Abfallvermeidung:  
Die „Vision 2030“ der AWM .......................................................................................... 03
Durchblick 
Abfallvermeidung: Der kleine tägliche Beitrag ...................................................... 05 
Abfallverwertung: Viele Tonnen führen zum Ziel ................................................. 08 
Abfall in Privathaushalten: Unter den Deckeln der Stadt ................................... 10 
Wertstoffverwertung: Das passiert mit dem guten Stoff .................................. 12 
Hol- und Bringsysteme: Corona hinterlässt Spuren ............................................. 16 
Gesamtaufkommen der Siedlungsabfälle: Leichter Rückgang ......................... 17 
Restabfall: Der Kampf um den Rest ........................................................................... 18 
Stadtreinigung: Für Sie unterwegs ............................................................................. 19
Ausblick 
Die nächsten Schritte auf dem Weg zur Vision 2030 ........................................... 20 
Impressum ......................................................................................................................... 21

AWM-Abfallbilanz 2020 AWM-Abfallbilanz 2020
2 | Einblick in die Zahlen Einblick | 3
Vision 2030 | 3
Unser aller Abfall
Die wichtigsten Zahlen der Abfallbilanz 2020.
169.051 t Abfall fielen in Münster 
2020 insgesamt an – davon wurden 
über 60 % stofflich verwertet.
Rund 78 % der Abfälle in Münster 
stammten aus Privathaushalten.
46 % des Restabfalls wurden ener-
getisch verwertet.
2/3 der Abfälle wurden als Wert-
stoffe von den Münsteranerinnen und 
Münsteranern getrennt gesammelt. 
422 kg Abfall kamen in Münster 
2020 pro Kopf im Durchschnitt zu-
sammen – über 30 Kilo weniger als 
im Bundesdurchschnitt, aber trotz-
dem viel zu viel. Auch beim Sperrgut- 
und Wertstoffsammeln sind wir in 
Münster im Vergleich schon recht 
gut – können aber gemeinsam noch 
viel besser werden. 
16.872 t Kompost haben die AWM 
2020 aus den Bio- und Grünabfällen 
von Privatleuten und Gewerbetrei- 
benden hergestellt – über 500 t mehr 
als im Vorjahr. 
1.500 t mehr an Sperrgut und 1.300 
Tonnen mehr an Grüngut ließen 
die Münsteraner  Haushalte 2020 
abholen – ein eindeutiger Effekt der 
Coronapandemie. Denn: Die Krise 
bot Zeit zum Aufräumen des Kellers 
und für die Gartenarbeit. 
2.132.776 m³ Biogas wurden bei 
der Verwertung von Bio- und Grün-
abfällen gewonnen und im Block-
heizkraftwerk zu Strom und Wärme 
verarbeitet. 
Rund 75 Mitarbeitende waren im 
Bereich der Straßenreinigung im  
Einsatz für eine saubere Stadt.
70.000 km Straßen, Rad- und Geh-
wege reinigten die Teams in Orange.
Auf dem Weg zu einer Hauptstadt  
der Abfallvermeidung
Mit der „Vision 2030“ verfolgen die AWM ein  
ehrgeiziges Ziel: Bis zum Ende des Jahrzehnts  
wollen wir gemeinsam mit unseren Bürgerinnen  
und Bürgern Münster in eine Stadt ohne Abfälle  
verwandeln – eine große Herausforderung. 
In den vergangenen Jahren haben die AWM sich deutlich verwandelt: Aus der Abfall-
abfuhr von einst ist in den Augen der Bürgerinnen und Bürger ein Premium-Dienstleis-
ter geworden – so bescheinigen es uns regelmäßig von der Westfälischen Wilhelms-
Universität Münster durchgeführte, repräsentative Bürgerumfragen. Jetzt setzen wir 
uns ein neues Ziel: Wir wollen Münster bis zum Jahr 2030 zu einer abfallfreien Stadt 
machen. Wir setzen dabei zum einen stark auf den Faktor Abfallvermeidung – und das, 
was an Abfällen übrig bleibt, sollen nur noch Wertstoffe sein, die stofflich oder energe-
tisch weitergenutzt werden können. Hier ist die Vision 2030 im Wortlaut:
So paradox es klingen mag: Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster streben ein ab-
fallfreies Münster 2030 an! Unsere Stadt entwickelt sich zu einer Hauptstadt der 
Abfallvermeidung. Realistisch ist: Auch in Zukunft können sicherlich nicht alle Abfälle 
vermieden werden. Unser Ziel ist: Die noch verbleibenden Abfälle sind im Jahr 2030 
Wertstoffe, die primär stofflich verwertet werden. Der Rest wird effizient energetisch 
genutzt. Die AWM sind: Servicepartner, Impulsgeber, Kompetenzzentrum und Wert-
stoffmanufaktur. Die Bürgerinnen und Bürger sind dafür unser verantwortungsvoller 
Partner – durch vorbildliche Abfallvermeidung, Wertstofftrennung und ein ausgepräg-
tes Ressourcenbewusstsein. Sie leisten damit gleichzeitig einen Beitrag zur Stadt-
sauberkeit. Die Mitarbeitenden der AWM sind verlässlicher Partner der Bürgerinnen 
und Bürger. Gemeinsam schaffen wir Lebensqualität – für ein sauberes und nach-
haltiges Münster: noch mehr Umweltschutz, noch mehr Miteinander und regionale 
Wertschöpfung. Herausforderungen wie Klimaschutz, Digitalisierung und die demo-
grafische Entwicklung werden proaktiv und gemeinsam mit den Mitarbeitenden, den 
Bürgerinnen/Bürgern und den Netzwerkpartnern gestaltet. Wir machen Lebensquali-
tät – und alle.wirken.mit!
Vision: 
Münster 2030. Es gibt keinen  
Abfall mehr – nur noch  
Wertstoffe!
Mission: 
Wir machen Lebensqualität –  
und alle.wirken.mit.

Abfallvermeidung | 5
AWM-Abfallbilanz 20204 | Vision 2030
AWM-Abfallbilanz 2020
459 kg
170 kg
289 kg
161 kg 159 kg
195 kg
160 kg
165 kg
162 kg 161 kg 162 kg
164 kg
277 kg 272 kg
284 kg
266 kg 266 kg 260 kg 255 kg
258 kg
270 kg
438 kg 431 kg
479 kg
426 kg 428 kg 421 kg 417 kg 422 kg
435 kg
 Gesamt
 Wertstoffe
 Restabfall
Dass wir die Partnerschaft mit Ihnen, den Bürgerinnen und Bür-
gern, so sehr betonen, hat auch einen ganz praktischen Grund in 
der Abfallbilanz: 2020 stammten 78 % der Abfälle in Münster aus 
Privathaushalten. Hier liegt also auch das größte Verbesserungs-
potenzial. Das drückt sich ab diesem Jahr auch in der Abfallbilanz 
aus: Wir wollen Ihnen nicht nur Zahlen präsentieren, sondern auch 
Tipps geben, wie Sie Abfälle vermeiden können. Einen Anspruch 
auf Vollständigkeit der Zahlen erhebt diese Abfallbilanz daher 
nicht. Sollten Sie Interesse an weiteren Daten haben, freuen wir 
uns auf Ihren Anruf oder Ihre Nachricht – per Mail, über Social 
Media oder ganz klassisch per Post. 
Apropos Daten: Zu den wichtigsten Kennziffern einer Abfallbilanz 
zählt das Abfallaufkommen aus Privathaushalten pro Einwohner/-in. 
Und hier dürfen Sie und wir stolz sein auf das schon Erreichte: In 
Münster ist das Abfallaufkommen von 2011 bis 2020 von 459 Kilo 
pro Kopf auf 422 Kilogramm gesunken, das sind 30 Kilo weniger 
als im Bundesdurchschnitt – so eine Untersuchung des Umwelt-
bundesamtes von 2019! Auch beim Anteil der Wertstoffe steht 
Münster schon gut da: Rund zwei Drittel der Gesamtmenge an 
Abfällen wurden in Münster 2019 der getrennten Wertstoffsamm-
lung zugeführt. Im Bundesdurchschnitt ist es laut der Studie des 
Umweltbundesamtes genau andersherum: Zwei Drittel der Wert-
stoffe landeten in der Restabfalltonne.
Münster produziert immer weniger Abfall
Entwicklung des Abfallaufkommens in kg pro Einwohner/Jahr¹
Noch mehr Fakten und  
Geschichten rund um die  
AWM finden Sie in unserem  
Geschäftsbericht 2020.
Abfallvermeidung  
Der kleine tägliche Beitrag
Der beste Abfall ist der Abfall, der gar nicht erst entsteht.  
Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten, Abfall zu vermeiden. 
Und viele Partnerinnen und Partner, die Ihnen dabei  
helfen können.
Abfallvermeidung ist direkter Klimaschutz. Deshalb steht 
sie auch an der Spitze der Abfallhierarchie der EU-Ab-
fallrahmenrichtlinie (2008/98/EG-AbfRRL) sowie des 
deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG). Und 
weil sie aus Sicht der Umwelt die beste Option ist, steht 
Abfallvermeidung auch bei den AWM an erster Stelle.
Insgesamt lassen sich fünf Schritte unterscheiden, die zu 
einem geringeren Abfallaufkommen beitragen. Gegliedert 
sind sie danach, wie stark sie wirken. Weil die englischen 
Begriffe dafür alle mit einem R beginnen, sind sie auch 
als die „5 Rs der Abfallvermeidung“ bekannt:
¹ Zugrunde gelegt ist jeweils die Zahl der wohnberechtigten Bevölkerung zum 31.12. des Vorjahres.
Refuse (vermeiden) – am Beispiel  
Lebensmittel: möglichst wenig  
Lebensmittel wegwerfen (nur be-
darfsgerecht einkaufen, Lebensmittel 
richtig lagern etc.)
Reduzieren (reduce) – zum Beispiel 
indem man auf Mehrwegverpackun-
gen achtet und wiederverwendbare 
Gemüsebeutel für Obst und Gemüse 
nutzt.
Reuse (wiederverwenden) – zum 
Beispiel indem man Flohmärkte,  
Secondhandläden sowie Verschenk- 
und Tauschbörsen nutzt
Rot (kompostieren) – zum Beispiel  
indem man die Biotonne nutzt oder 
selbst im Garten Kompost produziert
Recycle (wiederverwerten) – zum 
Beispiel indem man alle Abfälle 
trennt und die Recyclinghöfe nutzt

6 | Abfallvermeidung Abfallvermeidung | 7
AWM-Abfallbilanz 2020 AWM-Abfallbilanz 2020
Folgende Initiativen und Gruppen werden bereits  
von den AWM aktiv unterstützt:
fairTEiLBAR 
In der fairTEiLBAR werden gerettete 
und ausschließlich noch genießbare 
Lebensmittel verkauft – zum „Zahl, 
was es dir wert ist“-Preis, und in  
angenehmer Atmosphäre. 
www.fairteilbar-muenster.de/
Leihothek
Leihen statt kaufen: Münster hat jetzt 
auch eine „Bibliothek“ für Dinge – 
vom Bohrhammer bis zur Discokugel. 
https://leihothek.de
Hansaforum
Das Hansaforum ermuntert die 
Einwohnerinnen und Einwohner des 
Hansaviertels zur Mitgestaltung. 
Dabei geht es auch um die Stadt-
sauberkeit und mehr Nachhaltigkeit. 
https://hansaforum-muenster.de/
„Abfallsammler“
Hierfür bestehen Patenschaften im 
gesamten Stadtgebiet.
Übrigens: In Münster gibt es eine 
Vielzahl von tollen Angeboten zur 
Wiederverwendung und zum Upcyc-
ling, zum Tauschen und Leihen, zum 
Verschenken und Reparieren. Man-
che kennen Sie vielleicht aus Ihrem 
Stadtteil. Wir, die AWM, verstehen 
uns als Partner für Bürgerinnen und 
Bürger, führen unser Engagement 
und das der zahlreichen Initiativen 
und Vereine in Münster zusammen 
und arbeiten so für unser gemeinsa-
mes Ziel: ein abfallfreies Münster. 
Mitmach-Tipp
Beobachten Sie Ihren Konsum und hinter-
fragen Sie Gewohnheiten:
 – Brauche ich das wirklich?
 – Lässt es sich reparieren oder weiter-
verwenden?
 – Könnte ich das auch leihen oder  
gebraucht kaufen?
 – Habe ich an die Entsorgung gedacht?
Bildungsprojekte
Regelmäßig führen wir mit Grund- und weiterführenden 
Schulen Projekte durch. Der Lernort Abfallwirtschaftsbe-
triebe Münster wurde 2019 für die strukturelle Umset-
zung von Bildung für nachhaltige Entwicklung von der 
Deutschen UNESCO-Kommission und dem Bundesminis-
terium für Bildung und Forschung ausgezeichnet. 
Zudem besteht eine Reihe pädagogischer Angebote für 
Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Geflüchtete, die 
wir regelmäßig weiterentwickeln. Dazu zählen: 
 – Deponie-Erlebnispfad (Vermittlung moderner,  
ressourcenschonender Kreislaufwirtschaft und  
ökologischer Zusammenhänge) 
 – Ausleihe von verschiedenen Lernmaterialien
 – Führungen über den Recyclinghof
 – Beratung zur richtigen Abfalltrennung und die  
Vermittlung von Wissen über die Hintergründe  
und Ziele der Kreislaufwirtschaft in Deutschland  
für interessierte Bürgerinnen und Bürger mit und  
ohne Migrationshintergrund.
Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Informations-
kampagnen und die Frühjahrssammelaktion „Sauberes 
Münster“. Aufgrund der Coronapandemie musste diese 
Aktion 2020 leider entfallen.
Eine Übersicht aller Angebote finden Sie auf  
awm.stadt-muenster.de.
„Münster für Mehrweg“ 
Die Initiative „Münster für Mehr-
weg“ ist ein Bündnis, das die AWM 
federführend leiten. Die Idee: Akteu-
re für Mehrweg unterstützen und 
vernetzen. Das Stadtfest „Münster 
Mittendrin“ setzt zum Beispiel 
auf Mehrweg, und an mehr als 25 
Refill-Stationen kann man selbst 
mitgebrachte Behälter kostenlos mit 
Leitungswasser auffüllen.  
https://awm.stadt-muenster.de/
abfallvermeidung/muenster-fuer-
mehrweg
„Münster is(s)t abfallarm“
In Anlehnung an die bundesweite 
Initiative „Zu gut für die Tonne“ 
setzt sich eine lokale Allianz für die 
Reduzierung von Lebensmittelabfall 
in Münster ein. 
www.zugutfuerdietonne.de
Weitblick
Die Studierenden-Initiative aus 
Münster führt u. a. eine monatliche  
Abfallsammelaktion durch.  
www.weitblicker.org

8 | Abfallverwertung Abfallverwertung | 9
AWM-Abfallbilanz 2020 AWM-Abfallbilanz 2020
Vermeidung
Vermeidung
Vorbereitung zur  
Wiederverwendung
Recycling
Sonstige Verwertung, 
z. B. energetisch
Beseitigung
Abfallhierarchie
§ 6 Kreislaufwirtschaftsgesetz
Abfallverwertung
Viele Tonnen führen zum Ziel
Die Biotonne:  
Aus dem Bioabfall gewinnen wir Kompost. Während  
des Verwertungsprozesses entsteht außerdem Biogas, 
aus dem wir Strom und Wärme erzeugen.
Die Papiertonne:  
Aus dem Papier wird Recyclingpapier hergestellt.
Die melonengelbe Wertstofftonne:  
Aus Metallen werden wieder neue Metalle produziert,  
die Kunststoffe und Verbundstoffe werden derzeit noch 
zur Energiegewinnung und als Energie ersatz benötigt. 
Ziel ist auch hier die stoffliche Verwertung – die Möglich-
keiten sind aber abhängig von der aktuellen Marktlage.
Die stoffliche Verwertung:  
Die stoffliche Verwertung von Abfällen ist besser als 
Recycling bekannt; es geht um das Zuführen gebrauchter 
Materialien in den Wirtschaftskreislauf. Dabei werden 
bestimmte Stoffe getrennt, gesammelt oder nachträg-
lich sortiert und anschließend aufbereitet. So lassen sich 
erhebliche Mengen an Rohstoffen und Energie einspa-
ren. Deshalb steht das Recycling in der Abfallhierarchie 
weit oben. Je sortenreiner die Sammlung bzw. Trennung 
der Stoffe erfolgt, desto besser ist später die Qualität der 
recycelten Produkte.
Die energetische Verwertung:  
Bei der energetischen Verwertung werden Abfälle mit 
hohem Heizwert als Ersatzbrennstoff für fossile Brenn-
stoffe genutzt, z. B. in Zementwerken. Somit werden 
weniger fossile Brennstoffe benötigt, Ressourcen werden 
eingespart. In Biomassekraftwerken wird z. B. Altholz 
für die Gewinnung von Strom und Wärme genutzt. 
Aufgrund der knapper werdenden Ressourcen und des 
Klimawandels kommt der energetischen Verwertung 
von Abfällen eine immer höhere Bedeutung zu. 
Mitmach-Tipp
Nutzen Sie alle unsere Angebote 
konsequent und trennen Sie die 
Abfälle möglichst sauber!
Die Münsteraner Abfallwirtschaft ist bewusst sehr  
kleinteilig, um es den Bürgerinnen und Bürgern so  
einfach wie möglich zu machen, viele Wertstoffe  
getrennt voneinander zu erfassen. Konstant hohe  
Verwertungsquoten bestätigen uns in diesem Ansatz.  
Mit der Einführung der Wertstofftonne haben wir diese 
Strategie 2020 um einen weiteren Baustein ergänzt. 
Abfälle können nicht immer vermieden werden. Dann 
sollten Sie aber so mit den Abfällen umgehen, dass sie 
ressourcen- und umweltschonend verwertet werden.  
So ist es im Kreislaufwirtschaftsgesetz verankert.  
Das heißt: Je besser die Abfälle sortiert sind, umso  
besser lassen sie sich verwerten. 
Ziel unserer „Vision 2030“ ist es, dass am Ende des 
Jahrzehnts verbleibende Abfälle Wertstoffe sind, die 
primär stofflich verwertet werden. Der Rest soll effizient 
energetisch genutzt werden. Aber was heißt das? Man 
unterscheidet drei Verwertungsarten.
Die thermische Verwertung:  
Können Abfälle nicht stofflich oder als Ersatzbrennstoffe 
genutzt werden, gehen sie in die thermische Behand-
lung. Bei der thermischen Verwertung wird das Neben-
produkt Wärme für die Fernwärmeversorgung und 
zur Stromerzeugung genutzt und Schadstoffe werden 
zerstört. Seit 2017 verwerten die AWM zusammen mit 
den niederländischen Kommunen der Region Twente 
über die Twence Holding B.V. in Hengelo die Sortierreste 
aus der Restabfallbehandlungsanlage Münster. Im Zuge 
dieser Kooperation gehen die Sortierreste aus Münster 
bei Twence in die energetische und thermische Verwer-
tung und werden zu Dampf, Wärme und Strom für die 
regionale Industrie und tausende Haushalte.
Die Restabfalltonne:  
Die Restabfälle und auch den Sperrgut sortieren wir in 
unserer Restabfallbehandlungsanlage noch einmal nach. 
Aufgrund der Separierung können die Abfälle hochwer-
tig energetisch oder thermisch verwertet werden.
Für Wertstoffe wie Glas, Altkleider oder Elektronikalt-
geräte stehen im Stadtgebiet verteilt zusätzlich Depot-
container.

10 | Abfälle Privathaushalte Abfälle Privathaushalte | 11
AWM-Abfallbilanz 2020 AWM-Abfallbilanz 2020
80.554 t
19.769 t 
Erfassung über 
Papiertonne und 
Recyclinghöfe
Papier
14.951 t 
Erfassung über 
Recyclinghöfe 
und Grüngut-
abfuhr
Grünabfall
17.305 t 
Erfassung über  
Biotonne
Bioabfall
8.486 t 
Erfassung über  
Depotcontainer
Glas
2.108 t 
Erfassung über  
Recyclinghöfe, 
Depotcontainer, 
Abholung
Elektronik-
geräte
1.199 t 
Erfassung über  
Recyclinghöfe
Altmetall
1.244 t 
Erfassung über  
Depotcontainer
Altkleider
10.921 t 
Erfassung über  
Wertstofftonne, 
Recyclinghöfe
Verpackungen/ 
stoffgleiche 
Nicht- 
verpackungen
3.574 t 
Erfassung über  
Recyclinghöfe
Altholz
998 t 
Erfassung über  
Recyclinghöfe
Sonstige  
Wertstoffe
Stoffliche/energetische 
Verwertung
11 %
28 %
15 %
13 %
11 %
8 %
6 %
3 %
 28 % Restabfall (37.578 kg)
 15 % Papier  (19.769 kg)
 13 % Bioabfälle (17.305 kg)
 11 % Grünabfall (14.951 kg)
 11 % Sperrgut (13.851 kg)
 8 % Verpackungen/stoffgleiche  
  Nichtverpackungen (10.921 kg) 
 6 % Glas (8.486 kg)
 3 % Altholz  (3.574 kg)
 2 % Elektronikgeräte (2.108 kg)
 1 % Altmetall  (1.199 kg)
 2 % sonstige Wertstoffe  (2.242 kg)
Unter den Deckeln der Stadt
Wie hat sich der Abfall in Privathaushalten 2020  
zusammengesetzt? Wir haben für Sie genauer  
hingeschaut.
Die Abfallbilanz 2020 bestätigt es: Die Münsteraner- 
innen und Münsteraner produzieren im Schnitt über  
30 Kilogramm weniger Abfall pro Kopf als der Durch-
schnitt der Republik. Aber entsprechend unserer Vision 
2030 – Münster soll eine Hauptstadt der Abfallvermei-
dung werden – gilt: „Da geht noch weniger.“
Die Münsteraner sind gute Sperrgut- und Wertstoff-
sammler! Aber: Insbesondere in der Restabfalltonne 
befinden sich noch zu viele Wertstoffe, die einer hoch-
wertigen Verwertung verloren gehen.
Auffällig im Vergleich zu 2019: Der Bioabfall verzeichnet 
pro Kopf ein Plus von 6 Kilogramm – womöglich ein 
Erfolg der „Aktion Biotonne“, mit der wir für die korrekte 
Befüllung der Biotonne werben. Das bedeutet im Opti-
malfall: Der Anteil an Bioabfällen, der bisher noch in der 
Restabfalltonne gelandet ist, ist gesunken.
Das Plus bei den Wertstoffen in der melonengelben Tonne 
dürfte sowohl ein Effekt der neuen Wertstofftonnen als 
auch der Coronazeit geschuldet sein (+ 4 kg). Ein Corona-
effekt ist auch beim Sperrgut zu verzeichnen (+ 3 kg).
Abfälle aus Privathaushalten (kg/EWa) 
*Bundesdeutscher Durchschnitt, Statistisches Bundesamt, Stand 2021.
Zusammensetzung der Abfälle  
aus Privathaushalten 2020
 
Wertstoffe (getrennte Erfassung): 80.554 t Restabfallbehandlungsanlage: 51.429 t
Gesamtaufkommen der Abfälle aus  
Privathaushalten in Münster 2020: 131.983 t
Münster  
2020 
Münster  
2019 
Bundesschnitt  
2019*
Gesamt 422 417 457
Restabfall 120 121 156
Sperrgut 44 41 31
Bioabfall 55 49 60
Papier 63 68 66
Grünabfall 48 50 62
Verpackungen/stoffgleiche  
Nichtverpackungen 35 31 33
Glas 27 24 23
Altmetall 4 4 4
Altholz 12 13 16
Elektronikaltgeräte 7 6 –
Sonstige Wertstoffe 7 9 4
51.429 t
51.429 t 
Restabfall und Sperrgut aus Privathaushalten gingen in die Behandlungsanlage für 
Restabfälle
1.423 t 
Holz 
 
5.821 t 
Kunststoff 
 
14.941 t 
Schwerstoffe  
 
1.403 t 
Papier
23.588 t 
energetisch verwertet
Eisenmetall 
(1.417 t) 
 
Nichteisenmetall 
(371 t)
1.788 t 
stofflich verwertet
Feinfraktion 
(25.515 t)
25.515 t 
thermisch verwertet

12 | Wertstoffe Wertstoffe | 13
AWM-Abfallbilanz 2020 AWM-Abfallbilanz 2020
Verwertung Wertstoffe
Das passiert mit dem guten Stoff
Viele Wertstoffe konnten wir 2020 vollständig stofflich 
verwerten – auch dank Ihnen. Allerdings führt eine feh-
lerhafte Entsorgung immer noch zu teilweise schweren 
Problemen.
Papier
Die Münsteraner Haushalte sammeln in ca. 55.000 
Papiertonnen Altpapier oder bringen es zum Recyc-
linghof. Die Papierindustrie hat vielfach Verwendung 
dafür. Ein Problem: Altpapier wird leider immer noch 
im Restabfallbehälter gefunden. Umgekehrt befinden 
sich sogenannte Störstoffe im Altpapier: Pizzakartons 
mit Essensresten, mit Leim behaftete Tapeten, benutzte 
Papiertaschentücher oder „Coffee to go“-Becher mit 
Kunststoffbeschichtung.  
Verwertungsquote:  
100 % stofflich
Mitmach-Tipp 
Für noch mehr Ressourcenschutz: Greifen Sie häu-
figer zu Recyclingpapier! Damit sparen Sie CO₂ und 
Rohstoffe ein. Laut Umweltbundesamt werden zur 
Produktion von einem Kilogramm Recyclingpapier 
fünf Liter Wasser und zwei Kilowattstunden Strom 
benötigt. Für die gleiche Menge Frischfaserpapier 
sind es 50 Liter Wasser und 5 Kilowattstunden 
Strom. 
Glas
Glas ist ein Wertstoff, der ohne Qualitätsverluste immer 
wieder verwertet werden kann. An 247 Standorten 
im Stadtgebiet von Münster stehen mindestens zwei 
Container für Altglas: einer für Weißglas, der andere für 
Grün- und Buntglas. In den Außenstadtteilen stehen 
überdies Dreikammerbehälter mit einer Extrakammer 
für Braunglas. 
 
 
Verwertungsquote:  
100 % stofflich 
Mitmach-Tipp
Für die Verwertung von Weißglas ist es wichtig, 
dass Sie kein farbiges Glas in diesen Container wer-
fen. Schon kleine Mengen sind ein Problem! Ebenso 
störend sind hitzebeständiges Glas und Kristallglas, 
da sie andere Schmelzpunkte besitzen als normales 
Behälterglas.
2020 haben wir einen Film gedreht, 
in dem wir die Verwertung der Bio-  
und Grünabfälle erklären.
Bioabfall
2020 wurden pro Kopf in Münster etwa 55 Kilogramm 
Bioabfälle gesammelt, 6 Kilogramm mehr als 2019.  
Fakt ist aber leider auch, dass immer noch zu viele Bio-
abfälle nicht in den gut 40.000 Biotonnen, sondern  
im Restabfall landen. Umgekehrt befanden sich 4-5 % 
Störstoffe in den Bioabfällen. Das Hauptproblem:  
Plastik- und Bio-Folienbeutel. 
 
 
Verwertungsquote:  
95 % stofflich 
Grünabfall
Grünabfälle werden an den Recyclinghöfen an- oder im 
Rahmen der Sperrgutabfuhr mitgenommen. Die Grünab-
fälle werden in unserer Grünabfallkompostierungsanlage 
zu Kompost verarbeitet – ganz natürlich. Der Kompost 
wird an den Recyclinghöfen verkauft und trägt das Güte-
siegel der Bundesgütegemeinschaft. 16.872 Tonnen Kom-
post haben wir 2020 aus den Grünabfällen der Münste-
ranerinnen und Münsteraner hergestellt (2019: 16.330 t). 
 
Verwertungsquote:  
100 % stofflich 
100 % 100 % 100 %
Verwertung Altholz
Altholz wird bei der Sperrgutabfuhr gesammelt, unbe-
handelte und behandelte Hölzer werden an den Recyc-
linghöfen angenommen. Zurzeit erfolgt die Verwertung 
der Hölzer in Biomassekraftwerken zur Gewinnung von 
Energie.
Verwertungsquote:   
100 % energetisch 
100 %
95 % 5 %

14 | Wertstoffe Wertstoffe | 15
AWM-Abfallbilanz 2020 AWM-Abfallbilanz 2020
Elektro- und Elektronikaltgeräte
Elektroaltgeräte enthalten wertvolle Metalle und andere 
Stoffe, die wiederverwendet werden können. Häufig ent-
halten sie aber auch Schadstoffe. Deshalb betreiben wir 
die Sortierung mit großem Aufwand. Nur ein kleiner Teil 
muss thermisch beseitigt werden. Große Probleme ent-
stehen insbesondere durch fehlerhaft in Restabfall- und 
Wertstofftonnen entsorgte Lithium-Ionen-Batterien und 
-Akkus, die immer häufiger Brände in den Abfallsammel-
fahrzeugen und Behandlungsanlagen verursachen. 
 
 
Verwertungsquote:  
90 % stofflich
Altmetall
Metalle werden nicht verbraucht, sondern gebraucht 
und können wiederverwendet werden. Da es für alle 
Metalle bewährte Trenn- und Recyclingverfahren gibt 
und diese eine deutliche Energieersparnis gegenüber der 
Neuherstellung aufweisen, ist die getrennte Erfassung 
der Altmetalle ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen 
Kreislaufwirtschaft.
 
 
Verwertungsquote:  
100 % stofflich
Altkleider
Im Stadtgebiet von Münster stehen an 195 Standor-
ten Altkleidercontainer, die von den gemeinnützigen 
Organisationen (CAJ, DRK, Malteser Hilfsdienst) betreut 
werden. Dazu kommen noch Altkleidercontainer von ge-
werblichen Aufstellern. Gebrauchsfähige Kleidung und 
Textilien werden an Kleiderkammern und Secondhand-
läden weitergegeben. Nicht mehr tragbare Kleidung 
geht z. B. in Reißereien, die die Textilien zu Putzlappen, 
Dämmmaterialien für Häuser sowie Vlies und Teppiche 
für die Autoindustrie vorbereiten. Die verbleibenden 
Reste werden entsorgt.
Verwertungsquote:  
95 % stofflich
 
 
 
Verpackungen/stoffgleiche Nichtverpackungen 
Verpackungen aus Metall, Kunststoff und Verbundstoff 
sowie stoffgleiche Nichtverpackungen sammeln Privat-
haushalte seit 2020 in momentan ca. 55.000 melonen-
gelben Wertstofftonnen. Für 22 % der Wertstofftonnen 
sind die AWM in Münster zuständig, 78 % sind derzeit in 
der Hand von Remondis. Hintergründe zum Gebietstei-
lungsmodell:  
https://awm.stadt-muenster.de/index/einfuehrung-der-
wertstofftonne
Die Wertstoffe aus dem AWM-Gebiet werden in der 
Restabfallbehandlungsanlage (MRA) getrennt vom Rest-
abfall vorbehandelt. Dabei filtern wir 15 % Metalle her-
aus. Rund 35 %, vorwiegend Kunststoffe, werden derzeit 
vom Spezialisten Eing in Gescher energetisch verwertet. 
Rund 50 % werden von der Twence thermisch verwertet. 
Die stoffliche Verwertung war und ist auch weiterhin im 
Gespräch. Eine 2020 durchgeführte Ausschreibung hat 
jedoch gezeigt, dass die stoffliche Verwertung momentan 
teurer ist als die energetische Verwertung. 
Verwertungsquote:  
15 % stofflich, 35 % energetisch, 50 % thermisch  
(Sammelmengen aus dem Bereich der AWM)
Mitmach-Tipp
Über Kleidung, die Sie nicht mehr tragen möchten, 
freut sich bestimmt ein anderer. Bieten Sie Ihre 
Klamotten in Kleiderkammern, Secondhandläden 
oder Verschenkbörsen an — zum Beispiel im Online-
Tausch- und-Verschenkmarkt der AWM!
Mitmach-Tipp
Entsorgen Sie Metalle ganz einfach in der melonen-
gelben Wertstofftonne, z. B. den alten Topf oder 
kaputtes Werkzeug. Der Inhalt der Wertstofftonne 
geht als separater Stoffstrom in unsere Anlage.  
Metalle sortiert die Anlage ohne Probleme aus.  
100 %
Mitmach-Tipp
Entsorgen Sie alte Elektrogeräte nie in der Restab-
falltonne! Für kleine Geräte stehen Ihnen die Recyc-
linghöfe oder 44 Container im Stadtgebiet zur Ver-
fügung. Wegen der erhöhten Brandgefahr sollten 
Batterien und Akkus unbedingt vor der Entsorgung 
aus den Geräten entfernt werden. Große Elektroge-
räte holen die AWM nach vorheriger Anmeldung am 
Grundstück ab, außerdem können sie am Recycling-
hof abgegeben werden – alles kostenfrei. Gegen ein 
geringes Entgelt holen wir Elektrogroßgeräte sogar 
aus Ihrer Wohnung ab.
90 % 10 % 95 % 5 % 15 % 35 % 50 %
Mitmach-Tipp
Bitte stecken Sie die Abfälle nicht ineinander (z. B. 
Joghurtbecher).  Es reicht aus, wenn die Verpackun-
gen löffelrein sind. Trennen Sie verschiedene Mate-
rialien voneinander, zum Beispiel den Aludeckel vom 
Joghurtbecher. Der Aludeckel wird anders verwertet 
als der Kunststoffbecher.

Siedlungsabfälle | 17
AWM-Abfallbilanz 202016 | Hol- und Bringsysteme
AWM-Abfallbilanz 2020
70 %
18 %
8 %
4 %
38 %
22 %
16 %
7 %
5 %
3 %
1 %2 %2 %
2 %
 38 % Grünabfälle (6.259 kg)
 22 % Altholz, behandeltes Holz (3.574 kg)
 16 % Papier  (2.610 kg)
 7 % Metalle, Kabelabfälle (1.199 kg)
 5 % Elektronikgeräte (879 kg)
 3 % Elektronikgroßgeräte (446 kg) 
 2 % Verpackungen/stoffgleiche  
  Nichtverpackungen (356 kg)
 2 % Problemabfälle  (323 kg)
 2 % Kühlgeräte (252 kg)
 1 % Hartkunststoffe  (225 kg)
 1 % Bauschutt  (216 kg)
 1 % Altreifen (160 kg)
 0,4 % Flachglas (71 kg)
 70 % Abfälle aus Privathaushalten (Bio,- Papier,-   
  Wertstoff-und Restabfalltonnen, Recyclinghöfe,  
  Grünabfallsammlung: 118.132 t)
 18 % Gewerbe- und Baustellenabfälle (31.003 t)
 8 % Sperrgut aus Privathaushalten  (13.851 t)
 4 % Straßenkehricht und Papierkorbabfälle (6.065 t)
Corona hinterlässt Spuren
Während des Lockdowns im Frühjahr 2020 mussten 
wir aus Infektionsschutzgründen zeitweise auch die 
Recyclinghöfe schließen. Kein Wunder daher, dass  
in der Bilanz der Hol- und Bringsysteme deutliche  
Verschiebungen erkennbar sind.
Der Blick aufs große Ganze
Beim Gesamtaufkommen der Siedlungsabfälle  
zeigt die Abfallbilanz 2020 einen leichten Rückgang 
gegenüber dem Vorjahr.
Wegen der Coronapandemie wurden alle 
Recyclinghöfe ab dem 19. März 2020 geschlos-
sen und schrittweise ab Mai wieder geöffnet. 
Insbesondere in dieser Zeit ließen die Münste-
raner Haushalte viel Sperrgut und Grüngut im 
Rahmen der monatlichen Abfuhr abholen. 
Als Siedlungsabfälle bezeichnet man Abfälle aus  
privaten Haushalten sowie vergleichbaren Einrichtun-
gen, etwa Arztpraxen. Auch hausmüllähnliche Abfälle 
aus Gewerbe und Industrie sowie Straßenkehricht und 
Papierkorbabfälle zählen dazu. Das Gesamtaufkommen 
lag 2020 bei 169.051 Tonnen (2019: 171.403 Tonnen). 
Über 60 % dieses Abfalls konnten wir – auch dank Ihres 
Einsatzes für die Abfalltrennung – stofflich verwerten. 
Gemeinsam mit Ihnen wollen wir noch besser werden. 
Insgesamt wurden infolge der ein-
geschränkten Öffnungszeiten über 
4.000 Tonnen weniger Wertstoffe, 
Abfälle und Problemabfälle an den 
elf Recyclinghöfen als im Vorjahr 
angeliefert.
Wertstoffsammlung über  
die Recyclinghöfe (16.570 t) Gesamtaufkommen Siedlungsabfälle

AWM-Abfallbilanz 2020
Stadtreinigung | 19
AWM-Abfallbilanz 202018 | Restabfallbehandlung
Der Kampf um den Rest
In der Restabfallbehandlungsanlage versuchen wir, 
das letzte Quäntchen an Wertstoffen herauszuholen.  
Doch keine Maschine trennt so gut wie der Mensch. 
Für Sie unterwegs
Bei Schnee und Eis, bei Hitze und im Lockdown:  
Auch 2020 waren die Teams in Orange jeden Tag  
im Einsatz für Sie und eine saubere Stadt.
2020 haben wir einen Film 
gedreht, in dem wir die Verwer-
tung der Restabfälle erklären.
In unserer Mechanischen Restabfallbehand-
lungsanlage (MRA) werden die Inhalte der 
Münsteraner Restabfalltonnen und das Sperr-
gut noch einmal sortiert. Das Abfallgemisch 
wird in mehreren Schritten für die weitere, 
überwiegend energetische und thermische 
Verwertung vorbereitet. Eine höherwertige 
stoffliche Verwertung ist hier nur noch zu 
einem geringen Prozentsatz möglich, da die 
Abfälle häufig verunreinigt sind. 
Hier zeigt sich deutlich die wichtige 
Rolle, die die Bürgerinnen und Bürger 
für die Wiederverwertung und 
damit den Klima- und Ressourcen-
schutz übernehmen: Je besser die 
einzelnen Abfallfraktionen in den 
Haushalten getrennt werden, umso 
hocherwertiger ist die Verwertung. 
Technik kann den Menschen nicht 
ersetzen.
Rund 75 Mitarbeitende sind bei der Stadtreinigung täglich im Einsatz.  
24 Groß- und Kleinkehrmaschinen und 3 elektrische Abfallsauger (Gluttons) 
befinden sich im Fuhrpark der AWM. Etwa 70.000 km Straßen, Rad- und 
Gehwege wurden 2020 gereinigt. 6.065 Tonnen Abfall kamen 2020 in der 
Straßenreinigung zusammen (2019: 6.323 Tonnen). Für rund 2.000 Papier-
körbe sind die AWM im Stadtgebiet zuständig. 95 % des Straßenkehrichts 
werden stofflich verwertet. 1.206 Fälle von wilden Abfallablagerungen haben 
wir 2020 gezählt – 181 weniger als im Vorjahr. Kein Grund zur Freude. Denn: 
Jede wilde Abfallablagerung ist eine zu  viel.

Impressum | 21
AWM-Abfallbilanz 202020 | Ausblick
AWM-Abfallbilanz 2020
Ausblick
Überarbeitung des Recyclinghofkonzeptes, noch mehr 
Bildung für nachhaltige Entwicklung, noch mehr  
Netzwerkarbeit: Das sind nur einige unserer nächsten 
Schritte auf dem Weg zur Vision 2030. 
Wir wollen Münster zu einer Hauptstadt der Abfallver-
meidung machen. Gemeinsam mit unseren Bürgern/
Bürgerinnen und Netzwerkpartnern/Netzwerkpart-
nerinnen. Mehr denn je stehen deshalb für uns in den 
nächsten Jahren die Abfallvermeidung, die sortenreine 
Trennung entstandener Abfälle und eine effektive Wert-
stoffverwertung auf der Agenda.
Bei den Themen Abfallvermeidung und sortenreine 
Trennung sind Sie gefragt. Und wir unterstützen – durch 
vielfältige Angebote. Neben den bestehenden sollen 
weitere dazukommen. 
Zurzeit überarbeiten wir zum Beispiel unser Recycling-
hofkonzept. Im Fokus steht dabei der bedarfsgerechte 
Neubau der Recyclinghöfe in Hiltrup und Albachten.  
Wir überlegen, wie ein Kreislaufwirtschaftszentrum – eine 
Kombination aus einem Recyclinghof und einer Wieder-
verwendungs- und Reparatureinrichtung – aussehen kann.  
Auch in Sachen „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 
geht es natürlich weiter. Wir wollen u. a. den Bereich 
der Erwachsenenbildung sowie die Netzwerkarbeit 
weiter ausbauen und die Einbindung bürgerschaftlichen 
Engagements in konkrete Projekte zur Abfallvermeidung 
bzw. richtigen Abfalltrennung sowie der Stadtsauberkeit 
fördern. Die AWM verfügen bereits über Kooperationen 
mit der fairTEiLBAR Münster (Vermeidung von Lebensmit-
telverschwendung), der Leihothek (leihen statt kaufen), 
dem Hansaforum Münster (Verankerung des Nach-
haltigkeitsgedankens im Hansaviertel, Stadtsauberkeit), 
verschiedenen privaten „Abfallsammlergruppen“ sowie 
Grundschulen und weiterführenden Schulen. Seit Ende 
2020 sind die AWM auch in den Social-Media-Kanälen 
vertreten, so dass sich auf den Plattformen Facebook,  
Instagram, Twitter und YouTube Netzwerke zu Initia-
tiven mit nachhaltigen Themen gebildet haben (z. B. 
„Weitblick Münster“). 
Auch die Maßnahmen im Rahmen unserer „Aktion  
Biotonne Münster“ haben bereits erste Erfolge gezeigt.  
Die Bioabfallmengen haben sich erhöht, es landet also 
weniger wertvolles Biogut in der Restabfalltonne.   
Allerdings finden sich noch zu viele Störstoffe in den  
Biotonnen. Wir werden in der „Aktion Biotonne Münster“ 
mit den Bausteinen Information, Motivation, Kontrolle 
und partnerschaftliche Zusammenarbeit weiterarbei-
ten und entsprechend angepasste Konzepte auf andere 
Bereiche ausweiten. Bisher wurden schwerpunktmäßig 
Grundstücke mit bis zu 8 Wohneinheiten kontrolliert.  
Im nächsten Schritt möchten wir die Mieterinnen und 
Mieter von Wohnanlagen mit bis zu 14 Wohneinheiten 
von den ökologischen und ökonomischen Vorteilen der 
getrennten Sammlung von Bioabfällen überzeugen.  
Dafür wurden spezielle Informationswerkzeuge entwi-
ckelt, zum Beispiel Plakate für den Hausflur, Türanhänger 
und Schilder für den Standplatz der Abfalltonnen – 
jeweils abgestimmt auf das Hauptproblem „Folien- und 
Biofolienbeutel“. Ausgeweitet wird dieses Konzept im 
zweiten Schritt auf die großen Wohnanlagen. Ein zusätz-
liches Ziel dieser Aktion soll die weitere Erhöhung der 
gesammelten Bioabfallmengen sein. Denn in der Rest-
abfalltonne landen noch zu viele Bioabfälle. 
Weitere Anliegen sind uns die Erhöhung der Qualität der 
Wertstoffe sowie die richtige Sortierung der Wertstoffe, 
nämlich in den Tonnen für Papier, Bioabfall und Verpa-
ckungen/stoffgleiche Nichtverpackungen, sowie die Ge-
trennterfassung an den 11 Recyclinghöfen. Zudem wollen 
wir unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und 
ökologischen Aspekte die Quote der stofflichen Verwer-
tung insbesondere bei Kunststoffen und Altholz erhö-
hen. Hier sind wir allerdings abhängig von der Marktlage. 
Und schließlich wollen wir die Bürgerinnen und Bürger 
mit neuen Serviceangeboten, die die richtige Sortierung 
bzw. Entsorgung erleichtern und dabei u. a. den demo-
grafischen Aspekt berücksichtigen, unterstützen. 
Für eine nachhaltige Entwicklung
Die AWM sind in ihrem Handeln den von der UN formulierten Zielen für eine 
nachhaltige Entwicklung (SDGs) verpflichtet. Die untenstehenden Icons zei-
gen, auf welche der insgesamt 17 Ziele unsere Maßnahmen in den Bereichen 
Abfallvermeidung und Abfallverwertung einzahlen.
Herausgeberin 
Stadt Münster 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
awm@stadt-muenster.de 
www.awm.muenster.de
Juni 2021, 3.000
Redaktion 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Konzept, Gestaltung und Satz  
CONCEPT X GmbH & Co. KG
Textentwicklung  
Jens Poggenpohl
Fotografie/Illustration 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
Rasmus Schübel [2] unten links  
 [7] unten  
 [9] oben rechts 
Andreas Hempel [19] Mittte 
 
Druck 
Thiekötter Druck 
48157 Münster

Beratungsverlauf (1)

16.06.2021 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe
TOP 8 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Rösnerstraße 10

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0262/2021
Typ
Vorlagen
Datum
25.03.2021
Erstellt
25.03.2021 13:13