Mandari Insight

V/0113/2007

Erstes Münsteraner Zukunftsgespräch (08.09.2006) "Münster - Mit Wissen erfolgreich im Standortwettbe

Vorlagen 01.02.2007

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung, Sitzung am 06.06.2007, TOP 4

Anlage 2

· application/pdf

Ansehen

Anlage 4

· application/pdf

Ansehen

Anlage 5.2

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1

· application/pdf

Ansehen

Anlage 5.1

· application/pdf

Ansehen

Anlage 3

· application/pdf

Ansehen

Anlage 5.4

· application/pdf

Ansehen

Anlage 6

· application/pdf

Ansehen

Anlage 5.3

· application/pdf

Ansehen

Ergänzungsvorlage V/0113/2007/1

· application/pdf

Ansehen

Anlage 2

6402 Zeichen

- 1 -© Prof. Dr. Dr. h.c. mult. H. Meffert, Marketing Centrum Münster 
1. Münsteraner Zukunftsgespräch 
Warum muss Münster sich als 
„regionale“ Wissenshauptstadt profilieren? 
Münster, 08.09.2006 
Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Heribert Meffert

- 2 -© Prof. Dr. Dr. h.c. mult. H. Meffert, Marketing Centrum Münster 
Agenda 
2. Ziel und Vorgehensweise Beirat Münster Marketing 
1. Bedeutung Stadtmarketing und Stadtentwicklung

- 3 -© Prof. Dr. Dr. h.c. mult. H. Meffert, Marketing Centrum Münster 
Technologischer Fortschritt im 
Transport-, Informations- und 
Kommunikationssektor 
Wandel von 
„Ordnungs“- zur 
„Dienstleistungs-
verwaltung“
Wertewandel 
und 
Demographischer 
Wandel 
Knappe finanzielle 
Mittel 
Standortunabhängigkeit 
vieler Unternehmen 
Wettbewerb 
der Städte 
Aktuelle Herausforderungen im Standortwettbewerb 
Internationale 
Vernetzung

- 4 -© Prof. Dr. Dr. h.c. mult. H. Meffert, Marketing Centrum Münster 
Münster begegnet Wettbewerb in vielfältiger Hinsicht 
Kulturhauptstadt 2010 Kultur I Bildung I Wirtschaft 
BONN 
10 Hochschulen im Exzellenzcluster 
Freiburg 
Tübingen 
TUM, LMU 
Heidelberg 
Aachen 
Würzburg 
Karlsruhe 
Bremen 
FU Berlin 
Stadt der 
Wissenschaft 2006 
11 Metropolregionen

- 5 -© Prof. Dr. Dr. h.c. mult. H. Meffert, Marketing Centrum Münster 
Strategische Ausrichtung der Stadtpolitik 
Stadtentwicklung und Stadtmarketing 
Märkte 
Märkte Ressourcen 
Ressourcen Wettbewerbsvorteile 
im Standortwettbewerb 
(KKV) 
 Perspektive 
 Position 
 Plan 
 Programm 
 Prozess 
5 Ps

- 6 -© Prof. Dr. Dr. h.c. mult. H. Meffert, Marketing Centrum Münster 
t
1987 1989 
Symposium 
„Stadtvisionen“
Symposium 
„Stadtvisionen“
1996 1998 2001-02 
Meilensteine des Münsteraner Stadtmarketing 
2005 2006 2004 2003 
Gründung der 
Ideenschmiede 
Integrierter Stadtmarketing (ISM) Prozess 
LivCom Award 
Bewerbung 
Kulturhauptstadt 
Bewerbung 
Wissenschaftsstadt 
Workshop 
„Stadtmarketing“
Workshop 
„Stadtmarketing“
Start 
Lokale Agenda 21 
Image Studie: 
Selbstbild- und 
Fremdbild 
1. Münsteraner 
Zukunftsgespräch 
1. Münsteraner 
Zukunftsgespräch 
Leitbild- und 
Markenentwicklung 
Begleitung durch Politik (Anträge von CDU, FDP, GAL und SPD-Fraktionen) und Verwaltung

- 7 -© Prof. Dr. Dr. h.c. mult. H. Meffert, Marketing Centrum Münster 
Verständnis von Stadtentwicklung 
und Stadtmarketing als…
Profilierung als attraktive Stadt im Wettbewerb 
…integrierter Prozess (ISM-Prozess) 
Ausrichtung und Koordination 
aller Aktivitäten auf die Bedürfnisse 
von Zielgruppen und damit 
Sicherung von Vorteilen im 
Städtewettbewerb.

- 8 -© Prof. Dr. Dr. h.c. mult. H. Meffert, Marketing Centrum Münster 
Münster 
„Wissenschaft“ „Lebensart“
Unternehmen 
Wissenschaftler 
Bürger 
Touristen 
Humankapital 
Lebensqualität
Profilierung der Stadt Münster 
als attraktiven Standort im Wettbewerb 
Humankapital als 
Standortfaktor für 
Unternehmen 
Lebensqualität als 
Standortfaktor für 
Humankapital 
Ergebnis des ISM-Prozesses: Leitbild für Münster

- 9 -© Prof. Dr. Dr. h.c. mult. H. Meffert, Marketing Centrum Münster 
Agenda 
2. Ziel und Vorgehensweise Beirat Münster Marketing 
1. Bedeutung Stadtmarketing und Stadtentwicklung

- 10 -© Prof. Dr. Dr. h.c. mult. H. Meffert, Marketing Centrum Münster 
Ausgangsfrage und Ziel der Münsteraner 
Zukunftsgespräche 
 Was bedeutet die Wissensgesellschaft für die Zukunft der 
Europäischen Stadt? 
 Welche Maßnahmen sind erforderlich, um im internationalen 
Städte- und Standortwettbewerb zu bestehen? 
 Profilierung von Münster als regionale Wissenschaftshauptstadt 
Zentrale Fragestellung 
Ziel

- 11 -© Prof. Dr. Dr. h.c. mult. H. Meffert, Marketing Centrum Münster 
Vorgehensweise der Arbeitskreise 
Strategieentwicklung und Handlungsempfehlungen 
Ableitung von Chancen und Risiken der Stadt Münster 
Ermittlung von Stärken und Schwächen der Stadt Münster 
Freiburg Maastricht Aachen Dresden …
Identifikation von Erfolgsbeispielen 
wissensbasierter Städtepolitik

- 12 -© Prof. Dr. Dr. h.c. mult. H. Meffert, Marketing Centrum Münster 
Best Practices im Stadtmarketing 
Markenwerte 
Stadt Freiburg 
Markenwerte 
Stadt Freiburg 
Marke und Profil 
Uni Freiburg 
Marke und Profil 
Uni Freiburg 
Forschungsschwerpunkte und 
Kompetenzzentren in 
Universität und Wirtschaft 
Forschungsschwerpunkte und 
Kompetenzzentren in 
Universität und Wirtschaft 
Elemente 
Wissenschaft 
Wirtschaft 
Stadt 
Kultur 
Bevölkerung 
Katalysatoren 
Erfolgreiche Verbindungen

- 13 -© Prof. Dr. Dr. h.c. mult. H. Meffert, Marketing Centrum Münster 
Schwächen Stärken 
Risiken Chancen 
SWOT Stadt Münster - Gesamtüberblick 
 Dichte und Qualität an Bildungs-
einrichtungen 
(insbes. Hochschulen) 
 Hohes Bildungsniveau der Bürger 
 Hohe Lebensqualität
 Intakte Infrastruktur 
 Demographie (Junge Stadt) 
 Vernetzung und Dialog zwischen Stadt, 
Hochschulen und Wirtschaft zu wenig 
ausgeprägt 
 Hochschulen: wenig profiliert 
 Unternehmen: wenige Großkonzerne 
und Unternehmenszentralen 
 Profilierung mit Alleinstellungs-
merkmalen 
(Exzellenz) 
 Potenziale der Demographie und 
Lebensart konsequent nutzen 
 Bedeutungs- und Qualitätsverlust im 
Hochschulwesen 
(z. B. Exzellenzwettbewerb) 
Folge: weniger Studierende und 
Wissenschaftler 
sinkende Kaufkraft 
Abwanderung von Betrieben

- 14 -© Prof. Dr. Dr. h.c. mult. H. Meffert, Marketing Centrum Münster 
Kriterien für Leuchttürme / Kompetenzfelder 
International 
Innovativ 
Interaktiv 
(kooperativ) 
Wirtschaftlich relevant 
Wissenschaftlich 
Wohlfühlen (Lebensart)

- 15 -© Prof. Dr. Dr. h.c. mult. H. Meffert, Marketing Centrum Münster 
4 Arbeitskreise – 15 Sitzungen 
Wissenschaft und Lebensart 
Wissenschaft 
3 Sitzungen 
Bildung / 
Kultur 
5 Sitzungen 
Wirtschaft 
4 Sitzungen 
Urbanität / 
Lebensart 
3 Sitzungen 
Fr. Dr. Böhm 
Hr. Dr. Jubelius 
Hr. Bourichter 
Hr. Schulte-
Uebbing 
Hr. Viehoff 
Hr. Dr. Arnhold 
Hr. Dr. Winkler 
Fr. Dr. 
Kahlert-Dunkel 
Hr. Hölker

- 16 -© Prof. Dr. Dr. h.c. mult. H. Meffert, Marketing Centrum Münster 
Zu beantwortende Fragen der Arbeitskreise 
Stärken Schwächen Chancen Risiken 
2
Wie schätzen Sie die Ausgangsposition Münsters ein?
3
Was schlagen Sie vor, um Münster weiter als „Wissensstadt 
mit europäischer Ausstrahlung“ zu profilieren? 
1
Warum ist das Thema „Wissen“ und „Wissenschaft“ aus 
Sicht ihres Arbeitskreises relevant?

- 17 -© Prof. Dr. Dr. h.c. mult. H. Meffert, Marketing Centrum Münster 
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Anlage 4

27109 Zeichen

Dankesrede anlässlich der Überreichung 
der Paulus Plakette 
 
 
 
 
 
 
 
 
Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Heribert Meffert  
 
Stadtentwicklung und Stadtmarketing 
Münster im Spannungsfeld zwischen Tradi- 
tion und Fortschritt 
 



 
 
08. September 2006, 18:00 Uhr 
Münster, Stadthaus I 
 
 
[Es gilt das gesprochene Wort]

1 
I. 
 
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Tillmann, sehr geehrte Damen 
und Herren des Rates der Stadt Münster, liebe Mitgl ieder des Beirates 
Münster Marketing, liebe Freunde und Weggefährten, sehr geehrte Da- 
men und Herren, 
 
es ist heute für mich ein großer Tag, ein Tag, der die Zukunftsgespräche 
für unsere Stadt mit meiner persönlichen Ehrung ver bindet. Die Tatsache, 
dass mich die Stadt Münster aus Ihren Händen, Herr Oberbürgermeister 
Dr. Tillmann, mit der Paulus-Plakette auszeichnet, erfüllt mich mit Freude 
und Dankbarkeit. Ich danke Ihnen und dem Rat der St adt für die hohe An- 
erkennung, die Sie mir mit dieser Ehrung zuteil wer den lassen. Ich bin mir 
bewusst, dass die Paulus-Medaille die höchste Ausze ichnung ist, welche 
die Stadt außer der Ehrenbürgerschaft verleiht. Ich  bin mir ebenso be- 
wusst, dass ich als erster Wirtschaftswissenschaftl er diese Ehrung entge- 
gen nehmen darf. Ich möchte diese Ehrung aber auch stellvertretend für 
die Vielzahl von Münsteranern, die sich für unsere Stadt engagiert und 
ehrenamtlich verdient gemacht haben, entgegen nehmen.  
 
In Ihrer Laudatio, lieber Herr Dr. Tillmann, heben Sie hervor, dass ich mit 
meinen wissenschaftlichen Initiativen und Leistunge n auf dem Gebiet der 
marktorientierten Unternehmensführung zur Entwicklu ng und Profilierung 
der Stadt Münster beigetragen und mich als Botschaf ter und Berater für 
das Stadtmarketing engagiert habe. Es war dies mit der Gründung des 
ersten Instituts für Marketing an unserer Universit ät im Jahre 1969 in der 
Tat ein langer Weg, der mich im konsequenten Dialog  mit der Wirtschafts- 
praxis auch und insbesondere den Anliegen der Stadt entwicklung von 
Münster näher brachte. Es waren für mich nicht nur die Herausforderun- 
gen, als Marketingwissenschaftler neue Wege zu gehen, sondern auch ein 
echtes persönliches Anliegen, das einem inneren Bed ürfnis auf Zuwen- 
dung und Zuneigung zu dieser Stadt entspricht.

2 
Münster setzt als Wissenschaftsstadt auf Zukunft un d kann dies mit Ge- 
schichte und Tradition verbinden. Ich möchte deshal b mit dem Blick des 
Wissenschaftlers einige Anmerkungen zum Spannungsfe ld zwischen Tra- 
dition und Fortschritt aus der Perspektive und den Erfahrungen mit der 
Stadtentwicklung und dem Stadtmarketing machen. Doc h lassen Sie mich 
zuvor kurz einiges zu meiner persönlichen Geschicht e, zu meinen Begeg- 
nungen mit und Erfahrungen in Münster als Stadt des  Wissens und der 
Lebensart sagen. 
 
II. 
 
Als Bayer lag Münster für mich weit hoch im Norden und war eine ge- 
schichtsträchtige Stadt, deren Silhouette ich erstm als auf großer Abitur- 
fahrt nur vom Zug aus kurz wahrnahm. Als ich 12 Jah re später in den un- 
ruhigen 68er Jahren von München auf einen Lehrstuhl  für Betriebswirt- 
schaft an die Universität Münster berufen wurde, ve rabschiedete mich 
mein damaliger Chef mit den Worten: „München und Mü nster haben nur 
die ersten drei Buchstaben gemeinsam, Sie finden do rt eine andere Welt: 
Provinzhauptstadt mit preußischer Tradition und str engen akademischen 
Sitten, katholische Stadt mit konservativem Bürgert um, in der es häufig 
regnet.“  
 
Und was habe ich damals vorgefunden? Eine attraktiv e, überschaubare 
und wohl geordnete Stadt, in der die Universität ei ne moderne, mitbe- 
stimmte Verfassung einführte, Professoren keine Tal are mehr trugen und 
eine aufgeschlossene Fakultät, die einem jungen Nac hwuchswissen- 
schaftler den Vertrauensvorschuss für die Gründung des ersten Marke- 
tinginstituts in Deutschland gab. Ich fühlte mich i n dieser Stadt mit den 
vielen jungen Menschen, den zahlreichen Kneipen, hi storischen Gebäu- 
den und niveauvollen Geschäften schnell wohl, vermi sste allerdings bei 
zahlreichen unerwarteten Sonnentagen die Straßencafés mit lebensfrohen 
Bürgern.

3 
Es hieß also Vorurteile korrigieren, die Arbeitsatm osphäre und Freiräume 
an der Hochschule nutzen und sich mit der Lebensart  der Stadt für einen 
überschaubaren Zeitraum zwischen 3 und 5 Jahren zu arrangieren. Was 
ich damals nicht vorhersehen konnte war, dass Münster – trotz zahlreicher 
Lockrufe anderer Hochschulen und Städte – zur unzer trennlichen Wahl- 
heimat werden würde. Ausschlaggebend hierfür war ei nmal die kooperati- 
ve Fakultätskultur mit dem zukunftsweisenden Lehr- und Forschungsbe- 
trieb (man spielt gern auf vorderen Plätzen in der 1. Liga) und die inzwi- 
schen lieb gewonnene Lebensart mit der in jeder Hin sicht gedeihlichen 
Atmosphäre Münsters. Aus dem gebürtigen Rheinländer  und im Allgäu 
aufgewachsenen Bayer ist also ein überzeugter Münsteraner geworden. 
 
III. 
 
Vor diesem persönlichen Erfahrungshintergrund stell te sich mit dem Auf- 
und Ausbau des Instituts für Marketing auch die Frage, was diese Disziplin 
für die Entwicklung und Profilierung der Heimatstad t leisten kann. Dies 
umso mehr, als sich in den USA meine Fachdisziplin längst mit der Frage 
beschäftigte, wie man erfolgreiches Marketing aus d em Konsumgüterbe- 
reich (Waschmittel, Automobile) auch auf den öffent lichen und Non-Profit-
Bereich übertragen und einsetzen kann. 
 
So entwickelte sich angesichts des wachsenden Stand ortwettbewerbs be- 
reits in den 70er Jahren das so genannte Regionen- und Städtemarketing, 
verstanden als Ausrichtung stadtpolitischer Aktivit äten und Maßnahmen 
auf die Bedürfnisse von Zielgruppen zur Sicherung v on Wettbewerbsvor- 
teilen bei der Gewinnung von Touristen, der Ansiedl ung von Wirtschafts- 
betrieben und Sicherung der Bürgerzufriedenheit.  
In diese Zeit fallen auch die ersten Projektarbeite n meines Instituts zur 
Einstellung der Studierenden und Münsteraner Bevölk erung zur Universi- 
tät, zum Stadttheater, dem Stadtmuseum und dem Zoo.  Später folgte die 
Moderation der Ideenschmiede, eine Gruppe aktiver j unger Bürger, die 
sich für die Zukunft Münsters als Dienstleistungs-S tadt engagierte und 
gemeinsam mit der zuständigen Stadtpolitik 1989 das  Symposium „Stadt-

4 
visionen“ initiierte. Was folgte ist bekannt: Der S tart der lokalen Agenda 
21, zahlreiche Workshops zum Stadtmarketing, die unter aktiver Bürgerbe- 
teiligung Anfang des Jahres 2002 im integrierten St adtentwicklung- und 
Stadtmarketingprozess mündete und in konsequenter W eiterentwicklung 
des Dialoges mit der Politik und den Bürgern dieser  Stadt zum heutigen 1. 
Münsteraner Zukunftsgespräch führte. 
 
Es ist dies in der Tat eine lange, bisweilen auch b eschwerliche Wegstre- 
cke gewesen, in der ich – unabhängig von politische n und bürgerschaftli- 
chen Strömungen – diesen Prozess als moderierender Wissenschaftler 
begleiten durfte. Es stellen sich mir heute vor allem drei Fragen: 
 
1. Wo steht Münster heute im Konzert des deutschen Städtemarketing? 
2. Was hat der integrierte Marketing- und Stadtentw icklungsprozess 
gebracht? 
3. Welche zentralen Herausforderungen und Aufgaben hat die Stadt für 
eine erfolgreiche Profilierung als europäische Wiss enschaftsstadt zu 
bewältigen? 
 
 
IV. 
 
Es besteht kein Zweifel, dass das Städtemarketing i m deutschsprachigen 
Bereich in der Wissenschaft zwar zögerlich, in der Praxis jedoch rasche 
Verbreitung gefunden hat. Eine aktuelle, vergleiche nde Studie des Deut- 
schen Instituts für Urbanistik bestätigt diese Entw icklung, zeigt jedoch ein 
viel schillerndes Bild vom Marketingverständnis und  heterogenen Ausges- 
taltungsformen des Städtemarketing. Im Wesentlichen  können folgende 
drei Versionen unterschieden werden: 
 
1. Eine nicht unerhebliche Zahl der Städte will mit  Marketing „die Stadt 
bekannt machen und verkaufen“. Dementsprechend steh en der Ein- 
satz ausgewählter Marketinginstrumente, insbesondere die Werbung, 
Promotions und das Sponsoring zur Steigerung des Be kanntheits-

5 
grades und Verbesserung des Images im Mittelpunkt. Aktionsbezo- 
gene Maßnahmen und Events beherrschen die Szene. 
 
2. Andere wiederum verstehen Stadtmarketing als meh r oder weniger 
gleichberechtigte Funktion. Man hat einen Marketingverantwortlichen, 
eine neue Planstelle für einen City-Manager oder ga r eine Marketing 
GmbH. Das Aufgabenspektrum umfasst auch Fragen der strategi- 
schen Positionierung und reicht über kommunikative Maßnahmen 
hinaus. Etwa ein Drittel deutscher Städte hat sich in diese Richtung 
entwickelt. 
 
3. Dem eigentlichen Marketingverständnis als Leitid ee und umfassende 
marktorientierte Führungsphilosophie hat sich nur j ede fünfte Stadt 
verschrieben. Diese Städte verfügen nicht nur über eine Marketing- 
abteilung oder GmbH, sondern verstehen und praktizi eren Städte- 
marketing als Querschnittsfunktion, d. h. Bündelung  der strategi- 
schen und operativen Maßnahmen auf die Bedürfnisse ausgewählter 
Zielgruppen. Durch eine bessere Gestaltung des Kund en- bzw. Bür- 
gernutzens sollen Wettbewerbsvorteile (KKV) geschaf fen werden. 
Besonders erfreulich ist, dass vom Institut für Urb anistik die Stadt 
Münster in dieser Kategorie mit ihrem integrierten Stadtmarketing 
Prozess (ISM) als hervorstechendes Best Practice-Be ispiel genannt 
wird. 
 
V. 
 
Damit komme ich zu meiner zweiten Frage: Was hat de r integrierte Stadt- 
entwicklungsprozess gebracht? Welche Erfolge wurden  damit erzielt? Es 
ist nahe liegend, zunächst auf zahlreiche Aktionen und Maßnahmen zu 
verweisen, die seit Beginn des Jahrtausends die Sze ne der Stadt belebt 
haben. Als Highlight sind hier zum einen die Auszei chnung durch den Liv- 
Com Award im Jahr 2004 als lebenswerteste Stadt der  Welt zu nennen 
sowie die durchaus erfolgreichen Bewerbungen der Stadt Münster als Kul- 
turhauptstadt und Wissenschaftsstadt mit dem beispi ellosen Bürgerenga-

6 
gement auf dem Prinzipalmarkt. Als weiteres sind au ch die Gründung der 
Wirtschaftsförderung und der Start des Stadtteilmar keting als erfolgreiche 
Schritte zu werten.  
 
Doch eine solche Betrachtung bleibt an der Oberfläc he, denn der Beitrag 
des Marketing zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit d er Stadt muss sich an 
den erzielten psychographischen Größen – Bekannthei tsgrad, Image, Zu- 
friedenheit – und an den ökonomisch erzielten Effek ten – wie dem Return 
on Investment – messen lassen. Wie die Marketingeffekte insgesamt so ist 
auch der wirtschaftliche RoI für einen Standort als  Ganzes nur schwer 
nachweisbar. Dies umso mehr, weil man Städtemarketing als längerfristige 
Investition, als Einsatz von Ressourcen zur Akquisi tion und Bindung von 
Zielgruppen versteht. 
 
Ein Blick in die vorliegenden aktuellen Befragungen  lässt jedoch über die 
erfreuliche Medienresonanz und wachsendes Sponsoren engagement hin- 
aus folgende positive Tendenzen erkennen: 
 
 Die Zufriedenheit der Bürger mit der Stadt Münster  ist leicht gestie- 
gen; die Zufriedenheit bei der Wissenschaft und den  Kaufleuten be- 
wegt sich auf hohem Niveau. 
 Das Selbst-Image der Bürger ist im Bereich traditi oneller Werte rela- 
tiv stabil; Veränderungen im Bekanntheitsgrad und des Fremdimages 
werden derzeit analysiert. 
 Im Bereich Touristik sind ein positiver Trend in d en Besucherzahlen 
(knapp 10 %) und eine leicht gestiegene Zahl der Üb ernachtungen 
feststellbar. 
 Auch die Wirtschaftsförderung vermeldet Erfolge (2 005: 347 neu ge- 
schaffene Arbeitsplätze; 10 realisierte Neuansiedlu ngen), wenngleich 
Münster – trotz eines insgesamt guten Rankings (Pla tz 8) – bei den 
relevanten Struktur- und Wirtschaftsdaten Einbußen zu verzeichnen 
hat. Hervorzuheben ist hier insbesondere der hohe S chuldenberg je 
Einwohner.

7 
Es liegt mir fern als Vorsitzender des Beirats Müns ter Marketing die Er- 
gebnisse des ISM-Prozesses zu beschönigen oder gar meine Rolle als 
wissenschaftlicher Moderator zu rechtfertigen. Der ISM-Prozess wird im 
Hinblick auf seine Qualität im nächsten Monat einer  externen Evaluation 
unterworfen. An dieser Stelle möchte ich zur Qualit ätsbeurteilung des Pro- 
zesses auf 10 Kriterien eingehen, deren Erfüllung P rofessor Armin Töpfer 
als Voraussetzung für ein erfolgreiches Stadtmarket ing nennt. Im Einzel- 
nen sind dies: 
 
1. Stadtmarketing ist mehr als nur Werbung 
2. Professionelle Planung, Durchführung und Kontrol le 
3. Analyse der Ist-Situation 
4. Strategische Positionierung mit Alleinstellungsm erkmalen 
5. Stadtmarketing als Ausdruck einer City Identity (innen und außen) 
6. Stadtmarketing muss früh den Bürgern nahe gebrac ht werden 
7. Stadtmarketing muss alle wichtigen (auch Ziel-)G ruppen berück- 
sichtigen 
8. Bürgerorientiertes Verhalten der Verwaltung 
9. City-Management als Bestandteil eines umfassende n Stadtmarke- 
ting Konzeptes 
10. Stadtmarketing kann nicht allein vom Rathaus ge macht werden, 
sondern ist ein organischer Prozess der Stadtentwicklung 
 
Nicht nur die Insider der Stadtpolitik und Stadtver waltung werden mir zu- 
stimmen, dass diese Erfolgsvoraussetzungen für den ISM-Prozess wei- 
testgehend erfüllt, ja bisweilen auch übererfüllt w urden. Es bleiben aber 
auch einige wichtige, offene und dringlich zu lösende Zukunftsaufgaben. 
 
So wird niemand bezweifeln, dass der Prozess unter Einbeziehung aller 
wichtigen Gruppen, frühzeitiger und umfassender Bür gerbeteiligung pro- 
fessionell geplant und organisatorisch in geeignete r Form verankert wor- 
den ist. Zusätzlich wurde die Bürgerschaft auch übe r regelmäßig stattfin- 
dende Umfragen repräsentativ einbezogen. Auch ist d as Zusammenspiel 
mit der Stadtentwicklung beispielgebend, wenngleich  der Marketingbegriff

8 
bei Bürgern und in der Verwaltung immer noch auf Vo rbehalte stößt. Was 
die Herausarbeitung der Ist-Situation betrifft, so wurde mit zahlreichen 
Stärken- und Schwächen-, Chancen- und Risikoanalyse n fast zu viel des 
Guten getan. Dabei haben sich Prognosen und Szenari en in der Grup- 
pendiskussion mit Bürgern als schwierig erwiesen, w eil es sich dabei be- 
kanntlich um die Zukunft handelt und Zielfestlegung en ja letztlich auch 
Sache des Führungsverantwortlichen und der Stadtpol itiker sind. Die In- 
tegration der Bürger in diese Prozesse stärkt zweif ellos deren Identifikati- 
on mit den geplanten Vorhaben. Ein zu breiter basis demokratischer Bür- 
gerdialog birgt aber die Gefahr in sich, dass zwar viele gute Ideen einge- 
bracht, ebenso viele zerredet werden und dass am En de eines langen 
Prozesses relativ wenige davon umgesetzt werden. 
 
Nachdem Münster spät mit dem Stadtmarketing begonne n hat, hätte ich 
mir bei der oft beschworenen Devise „Der Weg ist da s Ziel“ etwas mehr 
Beschleunigung und etwas stärkere Konzentration auf  die Weiterentwick- 
lung und Umsetzung von Kernkompetenzen gewünscht. D amit komme ich 
zu den Herausforderungen der Zukunftsaufgaben der S tadtentwicklung 
und des Stadtmarketing in Münster. 
 
VI. 
 
Wie zahlreiche europäische Wissenschaftsstädte steh t auch Münster mit 
dem Führungsanspruch im regionalen Raum vor zahlreichen Herausforde- 
rungen. 
 
Es sind dies einmal die bekannten, sich überlagernden Megatrends 
 
 demographischer Wandel 
 Übergang zur Dienstleistungs- und Wissensgesellsch aft 
 Intensivierung des internationalen und globalen We ttbewerbs 
 veränderte Rolle des staatlichen bzw. öffentlichen  Sektors 
 
und zum anderen spezifische Standortbedingungen, insbesondere

9 
 
 regionaler Wettbewerb mit den Ruhrmetropolen. 
 
Ich kann mich hier mit diesen Herausforderungen für  Münster nicht im 
Einzelnen auseinandersetzen. Für die Sicherung und den Ausbau von 
Wettbewerbsvorteilen erscheinen mir für die Strateg ieentwicklung dieser 
Stadt jedoch folgende Annahmen besonders wichtig: 
 
1. Wenngleich Münster sich angesichts des sich im d emographischen 
Wandel abzeichnenden Alterungsprozesses der Bevölkerung in einer 
relativ günstigen Position befindet (Bertelsmann-St udie 2050: auf- 
strebendes Demographiecluster), so wäre Optimismus fehl am Plat- 
ze. Die Altersstruktur der Stadt wird wesentlich vo n den Studieren- 
den, dem – wie Oberbürgermeister Tillmann treffend bemerkt hat – 
„geliehenen Jungbrunnen“ und der Zuwanderung bestim mt. Hinzu 
kommt, dass wir mit Städten wie München, Freiburg, Aachen, Ham- 
burg, Stuttgart oder Düsseldorf im gleichen Cluster stehen, von deren 
wirtschaftlicher Dynamik wir im internationalen Wet tbewerb lernen 
können. 
 
2. Münster hat zwar als Dienstleistungsstadt mit ho hem Wissenspoten- 
zial als Wissenschaftsstandort Wachstumschancen, di ese lassen 
sich aber nur mit einer gesunden Wirtschaftsentwick lung auch und 
insbesondere im verarbeitenden Gewerbe langfristig erfolgreich reali- 
sieren. 
 
3. Der im Zuge der Globalisierung sich weiter abzei chnende Wettbe- 
werbsdruck um finanzielle, personelle und sachliche  Ressourcen 
macht auch vor traditionsreichen Wissenschaftsstädt en wie Münster 
nicht halt. Die Sicherung von Vorteilen in diesem S tandortwettbewerb 
erfordert mehr Offenheit und Abbau von Zutrittsbarr ieren (ausländi- 
sche Studierende, Migranten).

10 
4. Die sich abzeichnenden Engpässe im Finanzhaushal t Münsters müs- 
sen zur Sicherung der sozialen Balance durch ein st ärkeres bürger- 
schaftliches Engagement ausgeglichen werden. 
 
5. Der Wettbewerb mit den wirtschaftlich potenten M etropolregionen 
des Ruhrgebiets bedingt eine stärkere Vernetzung Mü nsters mit sei- 
ner Region und die Entwicklung neuer regionenübergr eifender Ko- 
operationsformen. 
 
Was bedeutet dies für die strategische Positionieru ng der Stadt Münster? 
Zunächst einmal nicht – wie kürzlich gefordert wurd e –, dass man mit der 
„Breite an die Spitze“ kommt. Im Zuge des Haushalts konsolidierungspro- 
zesses zwingt dies zur Konzentration auf Kernkompet enzen in dem durch 
städtepolitischen Konsens im Leitbild Münsters fest gelegten Orientie- 
rungsrahmen: Wissenschaft und Lebensart. Es erforde rt unter Konzentra- 
tion auf angestammte Stärken die Festlegung von Pri oritäten und die Um- 
setzung solcher Kompetenzfelder in einem Stufenplan . Freilich lässt sich 
dies nur erreichen, wenn damit auch eine Stärkung d er vornehmlich mit- 
telständischen Wirtschaftskraft und im Zuge des Wan dels sozial ausge- 
wogene bzw. verträgliche Lösungen gefunden werden. 
 
In diesem Sinne sollte eine auf die Zukunftsfähigke it abzielende strategi- 
sche Stadtentwicklung im gemeinsamen Dialog mit der  Verwaltung und 
den relevanten Anspruchsgruppen den Handlungsrahmen  für ein leis- 
tungsfähiges Marketing der Stadt Münster abstecken.  Dabei erachte ich 
die Lösung und Weiterführung folgender Aufgaben als besonders wichtig: 
 
1. Sicherung und Weiterentwicklung der leitbildkonf ormen Positionie- 
rung von Münster 
2. Profilierung von Münster als Marke 
3. Kontinuierliche Umsetzungs- und Erfolgsnachweise  Stadtent- 
wicklungs- und Stadtmarketingprozesses 
4. Vernetzung und insbesondere Institutionalisierun g der Zusammenar- 
beit

11 
Lassen Sie mich auf diese Zukunftsaufgaben kurz eingehen. 
 
Die Sicherung und Weiterentwicklung einer leitbildk onformen Positionie- 
rung ist im Spannungsfeld zwischen Tradition und Fo rtschritt eine perma- 
nente und zur Sicherung der Alleinstellung – im Ver gleich zum Produkt- 
oder Firmenmarketing – sehr viel schwierigere Aufga be. Mit den zentralen 
Merkmalen unseres Leitbildes „Wissenschaft und Lebe nsart“ ist Münster 
nicht nur eine klare Abgrenzung von vielen mit Allg emeinplätzen werben- 
den Städten gelungen, sondern auch zu zahlreichen W issenschaftsstäd- 
ten. Die heutigen Zukunftsgespräche machten aber de utlich, dass wir im 
Standortwettbewerb neben Wissen und Wohlfühlen im e ngen Zusammen- 
spiel zwischen Wissenschaft und Bürgern auf Wandel, Wachstum  und 
erfolgreiches Wirtschaften  setzen müssen (3 große „W’s“). Als Beispiele 
sei hier auf Freiburg, Dresden und Aachen verwiesen . Das bedeutet – wie 
in den Arbeitsgruppen des Beirats Münster Marketing  herausgearbeitet 
wurde –, dass die Stadt bei der Gestaltung künftige r Handlungsfelder in- 
novativer, internationaler und interaktiver werden muss (3 große „I’s“). 
Dies ist bei Wahrung der Identität leichter gesagt als getan und nur in ei- 
nem längerfristigen Prozess der Schärfung des Profils zu erreichen. 
 
Damit ist die zweite Aufgabe, die Profilierung der Stadt als Marke  ange- 
sprochen. Seit geraumer Zeit wird der aus dem komme rziellen Bereich 
(Produkte, Unternehmen) stammende Gedanke der Marke nführung auf 
den Non-Profit-Bereich und hierbei auf Städte, Regi onen und Nationen 
(Made in Germany) übertragen. Ziel ist es, in Verbi ndung mit einem Zei- 
chen oder Symbol in den Köpfen der Zielgruppen eine r Stadt ein klares 
Vorstellungsbild fest zu verankern. Es ist nachgewi esen, dass im Städte- 
bereich starke Marken auf Menschen Faszination ausü ben (New York, 
Paris), dass sie emotional aktivieren, damit Verhal tenswirkungen auslösen 
und Bindung bzw. Verbundenheit bewirken. So gesehen  stehen Marken 
für gleich bleibende oder verbesserte Qualität und reduzieren so bei den 
Zielgruppen den Suchaufwand und das Risiko. Sie fun gieren bei den 
Nachfragern als Orientierungs- und Vertrauensanker und stärken damit 
die Identität und sichern die Loyalität.

12 
 
In diesem Sinne sollte Münster über die nationalen Grenzen hinaus die 
Markenbekanntheit steigern und durch eine identität sorientierte Führung 
das Markenprofil schärfen und im Hinblick auf die e rwähnten drei großen 
I’s, d. h. innovativ, international und interaktiv weiter ausbauen. Identitäts- 
orientierte Markenführung ist dabei wesentlich mehr  als werbliche Image- 
politur. Es gilt, nicht nur die anvisierten Verände rungen im Fremdbild und 
Korrekturen im Selbstbild, sondern auch eine weitge hende Übereinstim- 
mung dieser Vorstellungsbilder und Images zu erreichen. 
 
Studien, die wir in diesem Zusammenhang mit meinem Institut durchge- 
führt haben, zeigen, dass wir mit der in vielen Dim ensionen weitgehend 
übereinstimmenden Wahrnehmung von Wissenschaft und Lebensart über 
eine gute Ausgangsposition verfügen, aber in der Ge staltung des Leis- 
tungsprofils und dessen Bekanntmachung ebenso wie i n der Veränderung 
von Einstellungen und Verhaltensweisen der Bürger u nserer Stadt im Sin- 
ne einer zukunftsweisenden und weltoffenen Stadtkul tur noch einiges zu 
tun bleibt. Ein authentisches und glaubwürdiges Mar kenprofil unserer 
Stadt wird eben nicht nur und in erster Linie durch  aufmerksamkeitsstarke 
Werbung, sondern vor allem auch durch Leistungen un d durch eine ent- 
sprechend gelebte Stadtkultur geprägt. 
 
Dies macht nochmals deutlich, dass die Umsetzung un d der Erfolgsnach- 
weis des Städtemarketing weit schwieriger als bei S eife, Zigaretten und 
Automobilen sind. Die Umsetzung der strategischen u nd operativen Maß- 
nahmen muss nicht nur entlang des im politischen Wi llensbildungsprozess 
festgelegten Handlungskorridors konsequent, koordin iert und wirksam er- 
folgen. Damit spreche ich die dritte Herausforderun g des Städtemarketing 
an. 
 
Auch Münster Marketing muss die Investitionen durch überzeugende Leis- 
tungsnachweise rechtfertigen. Dazu bedarf es eines systematischen Mar- 
keting-Controlling , das Aufschluss über die Effizienz der vielgestalt igen 
Maßnahmen in den Bereichen Touristik, Wirtschaft, W issenschaft und

13 
Bürgerschaft gibt. Diese Notwendigkeit wurde erkann t und führte zur Ent- 
wicklung maßgeschneiderter Monitoring-Systeme. 
 
Weitaus schwieriger ist die letzte Aufgabe, die Vernetzung  der internen 
und externen Akteure der Stadtentwicklung. Es kann dies – wie meine 
Ausführungen deutlich gemacht haben – nicht nur und  alleinige Aufgabe 
von Münster Marketing sein. Münster Marketing kann für die notwendige 
Intensivierung der Zusammenarbeit der Akteure in Wi ssenschaft, Wirt- 
schaft und Politik in der Stadtentwicklung nur die Rolle als Katalysator und 
integerer Moderator übernehmen. Zur besseren Aussch öpfung der in un- 
serer Stadt reichlich vorhandenen Potenziale bedarf  es – wie das unsere 
Wettbewerbsstädte erfolgreich praktizieren – einer stärkeren Institutionali- 
sierung der Zusammenarbeit und einer damit verbunde nen inneren Ver- 
pflichtung der Akteure. 
 
VII. 
 
Damit werden auch die Grenzen des Stadtmarketing si chtbar. Es muss 
sich in den größeren Zusammenhang der Stadtpolitik und Stadtentwick- 
lung einordnen und den sich verändernden Rahmenbedi ngungen im här- 
ter werdenden Standortwettbewerb anpassen. In den D iskussionen um 
New Public Management  ist von neuen Paradigmen und Konzepten der 
Stadtentwicklung die Rede, die ein erfolgreiches St adtmarketing aufgrei- 
fen und praktizieren müssen. Dies ist in Münster de r Fall, und das heutige 
Zukunftsgespräch zeigt, dass die Stadt im Dialog mit den Bürgern auf dem 
richtigen Weg ist. Die Sicherung der Zukunftsfähigk eit unserer Stadt wird 
vor allem dann gelingen, wenn  
 
 Konsens in Stadtpolitik und Stadtverwaltung über d ie anzustreben- 
den Ziele besteht, 
 eine Konzentration auf die angestammten Kompetenze n und deren 
Weiterentwicklung erfolgt, 
 ein innovatives Klima und Offenheit für Kooperatio nen besteht,

14 
 die auf die Zielmärkte gerichteten Maßnahmen koord iniert und in ih- 
ren Wirkungen kontrolliert werden sowie 
 die notwendige Kontinuität beachtet und bei den ve rantwortlichen 
Entscheidungsträgern ein Commitment besteht. 
 
Es ist offenkundig, dass unter den veränderten fina nziellen und wettbe- 
werblichen Rahmenbedingungen zur Sicherung einer ausgewogenen 
Balance  zwischen wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, kul turellen und 
sozialen Belangen Eigenverantwortung und bürgerscha ftliches Engage- 
ment besonders gefragt sind. Auch hier ist Münster auf dem richtigen 
Weg. Ich selbst habe im ISM-Prozess und im Beirat M ünster Marketing 
erfahren, mit wie viel Herzblut, guten Ideen und in nerer Verpflichtung sich 
die Beteiligten für die Zukunft unserer Stadt engag iert haben. Hierfür und 
für die stets kooperative Zusammenarbeit möchte ich mich an dieser Stelle 
ebenso wie bei den für die Umsetzung dieses Prozess es Verantwortli- 
chen, Frau Spinnen und Herrn Dr. Hauff, herzlich bedanken. 
 
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es war mir da s Glück beschie- 
den, in meinem Leben, besonders jetzt im Alter, ver schiedene Ehrungen 
und Auszeichnungen entgegennehmen zu dürfen. Bei me iner ersten Be- 
gegnung mit Münster hätte ich mir nicht träumen las sen, dass ich diese 
Stadt so sehr ins Herz schließen würde. Heute macht  diese Tatsache je- 
doch die mir verliehene Paulus-Plakette zur wertvol lsten aller Auszeich- 
nungen.  
 
Lassen Sie mich mit einem Zitat des in diesen Tagen  Deutschland besu- 
chenden Papstes Benedikt XVI. schließen. Er hat als  in dieser Stadt le- 
bender und wirkender Theologie-Professor gesagt: „Eine schöne, ja gera- 
dezu vornehme Stadt. Hier korrespondiert große Verg angenheit mit dy- 
namischer Gegenwart. Beeindruckend.“ Ich wünsche, dass diese Dynamik 
erhalten bleibt und sich zum Wohle für die Zukunft der Stadt weiter ver- 
stärkt. 
 
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!

Anlage 5.2

5025 Zeichen

22.06.2006 
Hf, BS 
Münsteraner Zukunftsgespräch „Wissen schafft Zukunft“ 
Arbeitskreis „Wirtschaft“ – Ergebnisübersicht zur Präsentation im Beirat MM am 22.06.2006 
 
Mitglieder aus dem Beirat Münster Marketing: 
 
Hr. Bourichter, Hr. Schabel, Hr. Schulte-Uebbing, Hr. Viehoff, Hr. Weitkamp 
 
 
Grundsatzvotum: 
 
• „Wissen schafft Wirtschaft“: Münster ist Standort wissensbasierter Wirtschaft 
• Münster steht für innovative Unternehmen und Mensc hen. Das kreative Umsetzen von Ideen und Forschungs- 
kenntnissen führt zu Wertschöpfung, Wohlstand und zu einer positiven Bevölkerungsentwicklung. Hochschulen 
und Unternehmen sind eng verknüpft. Davon profitieren beide Seiten und entwickeln sich kontinuierlich weiter. 
• Wirtschaft und Wissenschaft erschließen gemeinsam und systematisch die Wissenspotenziale 
 
 
Handlungsansätze: 
 
• Image- und Profilbildung „Wissen, Dynamik, Innovat ion, Internationalität“ 
• Systematische Erschließung der Wissenspotenziale u nd Professionalisierung des Wissensaustauschs 
• Gründungsoffensive – Systematischer Ausbau der Grü ndungsinitiative Münster 
• Stärkung der Weiterbildung und des lebenslangen Le rnens 
• Initiative „Pro Ausbildung“ – Exzellente Perspekti ven für Jugendliche in Münster 
• Förderung der Weltoffenheit und Internationalität 
• Aufbau von strategischen Partnerschaften und Netzw erken

Was? Wie? Wer? 
Image- und Profilbildung „Wissen, 
Dynamik, Innovation, Internationa- 
lität“ 
• Imagekampagne mit folgenden 
Orientierungspunkten: 
• Wissen, Innovation, Dynamik 
• Weltoffenheit, Internationalität 
• Profil mit „Ecken und Kanten“ 
(Alleinstellung) 
• Stadt, Wirtschaftsförderung, Hal- 
le Münsterland, Hochschulen, 
Kammern, Partner (z.B. WIN) 
 
 
Systematische Erschließung der 
Wissenspotenziale und Professi- 
onalisierung des Wissensaus- 
tauschs 
• Aufbau geeigneter Organisati- 
onsstrukturen (z.B. „Clearingstel- 
le und Vermittlungsagentur“) 
• Schaffung von Offenheit und 
Verständnis für Anliegen der 
Wirtschaft in den Hochschulen 
(z.B. Vorlesungen durch Unter- 
nehmer, Veranstaltungen von 
Selbstständigen)  
• Identifizierung und Entwicklung 
der wirtschaftlichen Potenziale 
(Projekt „Kompetenzfeldanalyse“) 
 
 
• Hochschulen, Wirtschafts-
institutionen, Kammern, Unter- 
nehmen, Partner, WFM 
 
• Hochschulen, Wirtschafts-
institutionen, Kammern, Unter- 
nehmen, Partner, WFM 
 
• WFM, Partner (z.B. WIN) 
 
Gründungsoffensive – Systemati- 
scher Ausbau der Gründungsini- 
tiative Münster 
• Intensivierung der Kooperation 
aller relevanten Akteure  
• Hochschulen, Kammern, Wirt- 
schaft, Mitglieder Gründungsiniti- 
ative, Stadt/WFM

• Verstärkte Nutzung des Potenzi- 
als der Hochschulen  
• Projektvorschläge: 
• Vorlesungsreihe „Existenz- 
gründer“, Vermittlung Grün- 
dungswissen 
• Gründungsbeauftragte an 
Fachbereichen 
• Identifikation von Innovationspo- 
tenzialen 
 
• Hochschulen, Kammern, Wirt- 
schaft, Mitglieder Gründungsiniti- 
ative, Stadt/WFM 
Stärkung der Weiterbildung und 
des lebenslangen Lernens 
• Schaffung von Transparenz auf 
dem Weiterbildungsmarkt und 
verstärkte Kooperation der Wei- 
terbildungseinrichtungen 
• Entwicklung von Weiterbildungs- 
angeboten in Orientierung an 
den Belangen der regionalen 
Wirtschaft 
• Generierung eines Projektes in 
Anlehnung an 
www.weiter-mit-
bildung.de  
• Entwicklung geeigneter Organi- 
sationsstrukturen mit den Akteu- 
• Industrie- und Handelskammer 
Nord Westfalen, Handwerks- 
kammer Münster, Stadt, Weiter- 
bildungseinrichtungen, regionale 
Akteure

ren aus Münster und Region 
(z.B. Arbeitsgemeinschaft Wei- 
terbildung Münster und Region) 
Initiative „Pro Ausbildung“ – Ex- 
zellente Perspektiven für Jugend- 
liche 
• Profilierung von Münster als „ex- 
zellenten“ Ausbildungsstandort 
 – Münster als Stadt mit „exzel- 
lenten“ Ausbildungsperspektiven 
für Jugendliche 
• Stärkung der lokalen Netzwerke 
für Ausbildung und Initiative für 
Beschäftigung 
• Verbesserung der Berufswahlfä- 
higkeit und Ausbildungsfähigkeit 
• Wirtschaft, Wirtschaftsinstitutio- 
nen, Kammern, Schulen, Partner 
und Initiativen 
 
 
 
 
 
Förderung der Weltoffenheit und 
Internationalität 
• Verstärkung der internationalen 
Ansätze im Schulwesen (u.a. In- 
ternationale Schule) 
• Internationale Ausrichtung des 
Standortmarketings (Orientierung 
auf spezifische Kompetenzfelder) 
 
• Aufbau einer entsprechenden 
Infrastruktur für ausländische 
Gäste, Mitarbeiter, Dozenten 
• Internationale Beziehungen der 
Münsteraner Unternehmen ver- 
• Stadt und Partner  
 
• Stadt (MM, WFM, Halle Münster- 
land), Partner (z.B. WIN), Unter- 
nehmen 
 
• Stadt und Partner

deutlichen („Made in Münster“) • Unternehmen 
 
Aufbau von strategischen Part- 
nerschaften und Netzwerken 
• Aufbau von strategischen Part- 
nerschaften und Formierung von 
Netzwerken (lokal, regional, in- 
ternational) 
• Förderung der regionalen Zu- 
sammenarbeit 
• Wirtschaft, Wissenschaft, Stadt, 
Kammern 
 
 
• Akteure aus dem Münsterland, 
Hochschulen, Wirtschaft, Kom- 
munen, Kammern, Unternehmen

Beschlussvorlage

26646 Zeichen

V/0113/2007 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Münster Marketing 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Erstes Münsteraner Zukunftsgespräch (08.09.2006) "Münster - Mit Wissen erfolgreich im 
Standortwettbewerb" - Ergebnisse und Konsequenzen 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
23.05.2007 Werksausschuss Münster-Marketing Vorberatung 
31.05.2007 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 
31.05.2007 Kulturausschuss Vorberatung 
06.06.2007 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Vorberatung 
13.06.2007 Hauptausschuss Vorberatung 
13.06.2007 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Sachentscheidung 
 
1. Der Rat nimmt die Ergebnisse des „Ersten Münsteraner Zukunftsgespräches“ zur Kenntnis 
(Anlagen 2 und 3).  
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und 
der Fachhochschule Münster Gespräche zur Gründung einer „Konzertierten Aktion Wis-
senschaftsstadt Münster“ zu führen, die perspektivisch alle Hochschulen und auch die au-
ßeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie die Wirtschaft einbeziehen soll (Anlagen 3 
und 4). 
 
3. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass die Ergebnisse des Projektes „Kompetenzfeldentwick-
lung Münster“ der Wirtschaftsförderung Münster GmbH die bei der Vorbereitung des Zu-
kunftsgesprächs identifizierten Zukunftsfe lder „Gesundheit/Life Science“ und „Nanotechno-
logie“ auch aus Sicht der wirtschaftlichen Entwicklung bestätigen und weiterqualifizieren.  
 
4. Der Rat beauftragt die Verwaltung, das Themenfeld „Gesundheit/Life Science“ in den von 
der Prognos AG vorgeschlagenen Spezifizierungen „Medizintechnik und Pharma“ und 
„Präventivmedizin“ gemeinsam mit den Hochschulen, der münsterschen Wirtschaft und der 
Vorlagen-Nr.: 
V/0113/2007 
Auskunft erteilt: 
Frau  Spinnen 
Herr Dr. Hauff 
Ruf: 
492 27 00 
492 61 35 
E-Mail: 
spinnen@stadt-muenster.de  
haufftho@stadt-muenster.de 
Datum: 
20.04.2007 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0113/2007 
Wirtschaftsförderung Münster sowie den städt ischen Fachdienststellen (v.a. Gesundheits-
planung) zu einem Marken- und Profilierungsthema für Münster zu entwickeln. 
 
5. Die Verwaltung wird beauftragt, das Markenthema „Westfälischer Friede“ als Teil der Kon-
zertierten Aktion Wissenschaftsstadt Münster und mit geeigneten Partnern aus der Stadt 
mit dem Ziel der überregionalen Positionierung und Profilierung weiterzuentwickeln (Anlage 
6).  
 
6. Die Verwaltung wird beauftragt, Projekte zu entwickeln und umzusetzen, die die Verbin-
dung zwischen Wissenschaft und Kultur als Teil des Zukunftsprofils „Wissenschaft und Le-
bensart“ für breite Bevölkerungsschichten sichtbar machen und die Stadt auch international 
positionieren.  
 
7. Die Verwaltung wird beauftragt, die von den Beschlussvorschlägen 2 – 6 nicht erfassten 
Projektvorschläge des Zukunftsgesprächs unter Berücksichtigung ihrer Vernetzungs- und 
Profilbildungspotenziale in Rückkopplung zu den Mitgliedern des Beirats Münster Marketing 
zu prüfen und entsprechend den Prüfergebnissen Vorschläge zu ihrer Realisierbarkeit in öf-
fentlich-privater Partnerschaft zu entwickeln (Anlage 5). 
 
 
Kosten/Folgekosten 
 
Durch die vorstehenden Beschlusspunkte entstehen unmittelbar keine Kosten und Folgekosten. 
 
Bei Bedarf werden den Ratsgremien entsprechende Beschlussvorschläge in gesonderten Vorla-
gen vorgelegt.  
 
 
 
Begründung: 
 
Zu 1.   Münsteraner Zukunftsgespräch „Mit Wissen erfolgreich im Standortwettbewerb“  
 
Unmittelbar nach der Gründung des Eigenbetriebs Münster Marketing hat die Stadt Münster be-
gleitet vom Beirat Münster Marketing unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Heribert Meffert 
eine Zukunftsdebatte unter breitem Einbezug der Stadtgesellschaft geführt mit dem Ziel, die zent-
ralen Stadtentwicklungs- und Profilierungsfelder Münsters zu identifizieren. Das einstimmige Vo-
tum des Rates hob die Themenfelder „Wissenschaft“ und „Lebensart“ als diejenigen hervor, an 
denen sich die zukünftige Stadtentwicklung vorrangig orientieren und in denen eine überregionale 
bis internationale Reichweite und Wahrnehmbarkeit Münsters angestrebt werden sollte und auch 
erreichbar erscheint.  
 
Zusätzlich sind die zentralen Qualitäten der Stadtentwicklung definiert und für alle wichtigen The-
menfelder wie die soziale Balance, Kultur, Sport, etc. Leitorientierungen formuliert worden, nach 
denen die einzelnen Verwaltungsressorts ihre Arbeit im Sinne eines Orientierungsrahmens und 
Prüfrasters ausrichten sollen (vgl. Vorlage Nr. 118/2004 + 118/2004 E1 und Anlage 1). 
 
Der konsequente Integrierte Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingprozess (ISM) und vor allem 
sein Ergebnis - eine klare Marken- und Positionierungsstrategie für Münster - hat bundesweit An-
erkennung gefunden. Der ganzheitliche Ansatz, der strategisch orientiert ist, und der Profilierung 
vor Werbung setzt, gilt inzwischen als einzig erfolgversprechender Weg, wie die Bewertung des

- 3 - 
V/0113/2007 
ISM-Prozesses und des Münsteraner Stadtmarketi ngs durch das Deutsche Institut für Urbanistik 
(Berlin) 2006 zeigt. 
 
Gleichwohl ist zu bemerken, dass Münster längst ni cht mehr die einzige Stadt ist, die diesen Profi-
lierungsweg als „Stadt der Wissenschaft“ geht. Städte und Regionen wie etwa Bremen und Braun-
schweig machen vor, wie mit Hilfe einer klaren Positionierungs- und Entwicklungsstrategie über 
Bildung und Wissenschaft der Struktur- und Imagewandel der Städte nachhaltig bewältigt und er-
folgreich gestaltet werden können. 
 
Die 2005 gestartete Exzellenz-Initiative, bei welcher sich die Universität Münster bislang nicht in 
der Förderlinie „Zukunftskonzepte“ (in den Medien als „Eliteuniversitäten“ tituliert) durchsetzen 
konnte, aber in der zweiten Wettbewerbsrunde mit insgesamt drei Initiativen in den Förderlinien 
Exzellenzcluster und Graduiertenschulen in der Endauswahl vertreten ist, wirft zudem die drän-
gende Frage nach der Intensivierung und der zukünftigen Ausrichtung der Zusammenarbeit von 
Stadt und Hochschulen auf.  
 
Der Beirat Münster Marketing hat aus diesen Gründen und als Fortsetzung des Integrierten Stadt-
entwicklungs- und Stadtmarketingprozesses (ISM) beschlossen, ein erstes Münsteraner Zukunfts-
gespräch zum Thema „Münster – Mit Wissen erfolgreich im Standortwettbewerb“ durchzuführen, 
um den bisherigen Umsetzungsprozess des Profils „Wissenschaft und Lebensart“ von Stadtgesell-
schaft und Experten bewerten und Vorschläge zur Weiterentwicklung erarbeiten zu lassen. Dieses 
Gespräch hat der Beirat Münster Marketing in verschiedenen Arbeitsgruppen in der ersten Jahres-
hälfte 2006 intensiv vorbereitet (siehe Anlage 5). Das Gespräch hat mit ca. 300 Teilnehmern am 
08.09.2006 stattgefunden und eine Reihe von Handlungsempfehlungen formuliert (vgl. Bericht 
über die Veranstaltung - Anlage 3).  
 
Im Ergebnis wurde die Profilentscheidung aus dem Integrierten Stadtentwicklungs- und Stadtmar-
ketingprozess von allen Seiten nachdrücklich als zukunftsweisend und richtig unterstrichen. Müns-
ter hat auf dem Weg in die Wissensgesellschaft beste Voraussetzungen; allerdings konstatierte 
das Zukunftsgespräch noch erkennbare Umsetzungsschwächen, die vor allem aus einer unzurei-
chenden Vernetzung der zahlreichen Akteure resultieren. Viele machen vieles richtig; aber: stärker 
und klarer profilieren könnte sich Münster, wenn die zahlreichen Aktivitäten zu schlagkräftigen und 
erkennbaren Projekten verknüpft würden.  
 
Dies gilt insbesondere für die Kooperation von Stadt und Wirtschaft mit den Hochschulen. Sie hat 
sich seit dem Integrierten Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingprozess, seit den gemeinsamen 
Bewerbungsprozessen „Stadt der Wissenschaft“ und der Einrichtung des Wissenschaftsbüros bei 
Münster Marketing deutlich verbessert, muss aber  jetzt in eine organisierte Form der Zusammen-
arbeit überführt werden.  
 
Im Anschluss an das Zukunftsgespräch wurde Herrn Prof. Meffert aufgrund seiner großen Ver-
dienste die Paulus-Plakette durch den Oberbürgermeister verliehen. In seiner Dankesrede setzte 
sich Herr Prof. Meffert mit zentralen Herausforderungen und Aufgaben für die erfolgreiche Profilie-
rung von Münster als europäischer Wissenschaftsstadt auseinander (vgl. Anlage 4).  
Als wichtige Aufgaben für die Umsetzung des Zukunftsprofils „Wissenschaft und Lebensart“ wer-
den benannt:  
• Die Sicherung und Weiterentwicklung der leitbildkonformen Positionierung von Münster 
• Die Profilierung von Münster als Marke durch eine identitätsorientierte Markenführung

- 4 - 
V/0113/2007 
• Die Vernetzung und Institutionalisierung der Zusammenarbeit von Stadt, Wirtschaft und 
Hochschulen.  
 
Diese Anstöße unterstreichen die zentralen Ergebnisse des Zukunftsgespräches und zeigen dar-
über hinaus Instrumente zu deren Umsetzung auf.  
 
 
Zu 2.   Konzertierte Aktionen Wissenschaftsstadt Münster 
 
 
Der entscheidende und weitreichendste Vorschlag aus dem Zukunftsgespräch ist die Initiierung 
einer „Konzertierten Aktion Wissenschaftsstadt Münster“ - eine mit festen Strukturen versehene 
strategische „Allianz für Münster“, gemeinsam getragen von Stadt, Hochschulen, weiteren Wissen-
schaftsakteuren und der Wirtschaft (vgl. Ausführungen von Prof. Gerhard W. Wittkämper Anlage 3, 
Seite 5). Damit soll das seit der Bewerbung zur Stadt der Wissenschaft entstandene Netzwerk der 
verschiedenen Akteure zu einer Plattform weiterentwickelt werden, um langfristig die strategische 
Entwicklung und Profilierung der Wissenschaftsstadt Münster zu verbessern. Dazu gehören 
 
• die Definition von Themenfeldern, in denen Münster wissenschaftlich exzellent ist, der Wirt-
schaftsstandort über ein Zukunftspotenzial verfügt und die zum Zukunftsprofil der Stadt 
passen. Die Definition und Entwicklung dieser  Themenfelder ist eng mit dem Projekt „Kom-
petenzfeldentwicklung“ der Wirtschaftsförderung Münster GmbH verbunden (vgl. Be-
schlusspunkt 3 und 4).  
• geisteswissenschaftliche Kompetenzfelder und Alleinstellungsmerkmale, die die Kompe-
tenzen der Wissenschaftsstadt Münster nutzen und mit möglichst großer Reichweite wahr-
nehmbar machen, wie z.B. die Aktivitäten zur Markenbildung „Westfälischer Friede“ (vgl. 
Beschlusspunkt 5). 
• Schlüsselprojekte, die geeignet sind, den Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft 
zu optimieren und zu forcieren.  
• die Entwicklung eines gemeinsamen Marketingkonzeptes.  
 
Die Hochschulen und die Wirtschaft haben bereits ihrerseits zu dieser Art der Kooperation ihre 
Bereitschaft erklärt, zu der sowohl eine strategische als auch eine operative Ebene gehört. Bei den 
Vorbereitungen zum Zukunftsgespräch und den Vorgesprächen zur Konzertierten Aktion Wissen-
schaftsstadt haben sich zunächst „Gesundheit/Life sciences“, „Nanotechnologie“ und der „Westfä-
lische Friede“ als tragfähige Profilierungsthemen herausgestellt. 
 
Wie bereits vorstehend beschrieben, ist es Ziel der Konzertierten Aktion Wissenschaftsstadt Müns-
ter, die Austauschprozesse zwischen Wissenscha ft und Wirtschaft zu intensivieren. In engem Dia-
log zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sollen moderiert und unterstützt durch die Wirtschafts-
förderung Lösungen entwickelt werden, die eine Professionalisierung des Wissenstransfers errei-
chen sollen.  
 
Grundsätzlich geht die „Konzertierte Aktion Wissensc haftsstadt Münster“ weit über die Intensivie-
rung der rein ökonomischen Austauschbeziehungen hinaus. Ziel ist die breite Verankerung des 
Thema „Wissenschaft“ in allen Bereichen der Stadtgesellschaft.

- 5 - 
V/0113/2007 
Zu 3. und 4. Kompetenzfeldentwicklung und Konzertierte Aktion Wissenschaftsstadt  
 
Zeitgleich mit dem Prozess der „Konzertierten Aktion Wissenschaftsstadt Münster“ und inhaltlich 
mit diesem verknüpft hat die Wirtschaftsförderung Münster gemeinsam mit Vertretern der münster-
schen Wirtschaft die Firma Prognos damit beauftragt, wachstumsstarke Zukunftsthemen für Müns-
ter und das Münsterland zu identifizieren, mit denen eine strategische Perspektive für Münsters 
Wirtschaft entwickelt werden kann.  
 
Dabei geht es darum, neben der flexiblen und breit angelegten Wirtschaftsförderung neue The-
menfelder aufzustellen, die in Münster  
 
• bereits jetzt stark vertreten sind 
• eine gewisse Alleinstellung versprechen 
• und Zukunftspotenzial besitzen.  
 
Die Vorschläge der Firma Prognos für eine Profilierung des Wirtschaftsstandortes Münster / Müns-
terland beziehen sich durchweg auf Wirtschaftsfelder, die eine große Nähe zur Wissenschaft auf-
weisen. Sie ergänzen und konkretisieren die Ergebnisse aus der „Konzertierte Aktion Wissen-
schaftsstadt“ im Bereich Gesundheit/Life Sciences und Nanotechnologie, fokussieren auf die Po-
tenziale der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung und bilden die Basis für eine zielgerichtete 
Diskussion mit der Landesregierung NRW im Zuge der Neuorientierung der Wirtschafts- und Inno-
vationspolitik (Stärken stärken) und der Einwerbung von Mitteln aus dem Förderprogramm EFRE 
2007-2013. Die Prognos AG schlägt vor, Projekte für die folgenden fünf Kompetenzfelder zu ent-
wickeln:  
 
1. NanoBioAnalytik in Medizintechnik und Pharma 
2. Medizinische Prävention  
3. Coatings & Prozessstoffe  
4. Geoinformation 
5. Betriebliche Outsourcing-Dienstleistungen 
 
Für die Profilierung Münsters als Wissenschaftsstadt und als Wirtschaftsstandort werden vor allem 
zwei Cluster aus dem Medizinbereich vorgeschl agen. Dies ist zum einen das Themenfeld „Nano-
BioAnalytik in Medizintechnik und Pharma“, zum anderen das Kompetenzfeld „medizinische Prä-
vention“. In den nächsten Monaten sollen in speziellen Arbeitsgruppen aus Wirtschaft und Wissen-
schaft zu allen fünf Kompetenzfeldern besondere Umsetzungsprojekte entwickelt werden. Die 
Markenthemen „medizinische Prävention“ und „NanoBioAnalytik in Medizintechnik und Pharma„ 
werden gemeinsam von Münster Marketing und der Wirtschaftsförderung mit Vertretern aus Wis-
senschaft und Wirtschaft weiterentwickelt und in eine Kommunikationsstrategie für verschiedene 
Zielgruppen - nicht nur wirtschaftlich relevante - übersetzt. 
 
Darüber hinaus soll das Thema „Gesundheit/Life Sciences“ mit dem Fokus auf der vorbeugenden 
Medizin über die rein wirtschaftlich orientierte Kompetenzfeldentwicklung hinaus auch die Qualitä-
ten Münsters als Stadt mit funktionierenden Gesundheitsnetzwerken, mit einer gesundheitsbe-
wussten, sportlich aktiven und durch die Gesundheitsbildung ansprechbaren Bevölkerung umfas-
sen. In dieser Breite erfüllt das Themenfeld die Anforderungen an ein Markenthema, das Münsters 
Profil als Wissenschaftsstadt mit Lebensart stärkt, für verschiedene Zielgruppen übersetzt und für 
die Stadtentwicklung breit nutzbar macht.

- 6 - 
V/0113/2007 
 
Das Profilthema „Gesundheit/Live Sciences“ ist mit den Ratsbeschlüssen „Gesundheitsstadt Müns-
ter - Gesundheitswirtschaft als Standortfaktor“ (Vorlage Nr. 139/2003) und „Integriertes Stadtent-
wicklungs- und Stadtmarketingkonzept Münster (ISM). Münster-Profil, Leitorientierungen und Leit-
projekte“ (Vorlage Nr. 118/2004 E 1), Anlage 5, bereits vorbereitet.  
Mit Beschluss 404/2003 hat die Stadt Münster ihre Bereitschaft zur Übernahme der Bundesge-
schäftsstelle des Gesunde Städte-Netzwerkes der Bundesrepublik Deutschland erklärt. Das Ge-
sunde Städte-Netzwerk, initiiert durch das WHO-Projekt Healthy Cities, ist ein Zusammenschluss 
von derzeit 63 Städten und Kreisen bundesweit. Zu den Zielen des Netzwerkes gehört u.a. Ge-
sundheitsförderung und Prävention als gesellschafts politische Aufgabe im öffentlichen Bewusst-
sein zu verankern. Seit 2003 wird vom Gesundheitsamt Münster aus erfolgreiche bundesweite 
Gesunde Städte-Arbeit geleistet. Sie bringt der Stadt nicht nur Anerkennung, sondern auch Wis-
senspotenzial. Kontakte werden auf unterschiedlichen Ebenen gepflegt.  
 
 
Zu 5.  Westfälischer Friede 
 
 
Spätestens seit den Feierlichkeiten 1998 (350 Jahr e Westfälischer Friede) ist deutlich geworden, 
dass Münster als Stadt des Westfälischen Friedens in Europa eine erkennbare Alleinstellung hat 
und in dieser auch wahrgenommen wird. Knapp 10 Jahre nach dem Jubiläum zeigt sich zudem, 
wie politisch aktuell die Thematik und wie drängend die Probleme in der Welt angesichts drohen-
der Verteilungskämpfe um knapper werdende Ressourcen und neue ethnische und konfessionelle 
Konflikte geworden sind.  
 
Im Integrierten Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingprozess und erneut im Rahmen des Ersten 
Münsteraner Zukunftsgespräches ist die Bedeutung des Westfälischen Friedens für die Stadtiden-
tität und das Stadtprofil Münsters hervorgehoben geworden. Dem Rat wird daher hiermit vorge-
schlagen, das Thema „Westfälischer Friede“ in einer offenen Programmatik zukunftsgerichtet und 
auf aktuelle politische Situationen bezogen mit den Hochschulen und weiteren wichtigen Partnern 
in der Stadt für eine Profilierung Münsters in Europa aufzubereiten und zu entwickeln. Der inhaltli-
che Fokus soll sich dabei weniger auf den Westfälischen Frieden als staats- oder völkerrechtliches 
Vertragswerk richten, sondern vielmehr auf die Konfliktbewältigung und Friedenssicherung in den 
Verhandlungen am Ende des 30jährigen Krieges. Schließlich soll es darum gehen, einen Beitrag 
zur Entwicklung neuer Instrumentarien und Verfahren zur Konfliktvermeidung, Konfliktlösung und 
Friedenssicherung zu entwickeln (Konzept siehe Anlage 6).  
 
Wie richtig die Stadt mit diesem Konzept liegt, zeigt sich u.a. daran, dass der Deutsche Städtetag 
und das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Wissenschaftsjahr 2007 als einen Pro-
jektpartner im Themenfeld „Freiheit der Religion - Freiheit der Entwicklung“ gemeinsam mit Kon-
stanz (Konstanzer Konzil) und Wittenberg (Luther) Münster mit dem „Westfälischen Frieden“ nomi-
niert hat. Die Kooperation mit den Partnerstädten im Rahmen der Initiative „Die Geisteswissen-
schaften. ABC der Menschheit“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Deut-
schen Städtetags und des Zentrums für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) in Karlsru-
he ist unbedingt dazu geeignet, Münster auch überregional mit diesem Konzept zum „Westfäli-
schen Frieden“ bekannt zu machen. Münster unterscheidet sich dabei auch von der Stadt Osna-
brück, die sich als „Friedensstadt“ eher allgemein profiliert. Gleichwohl ist auch mit dieser Koopera-
tion die Profilierung Münsters als „Stadt des Westfälischen Friedens“ noch nicht langfristig in der 
europäischen Wahrnehmung verankert wie das etwa 1998 mit der Europaratsausstellung und dem 
Besuch der europäischen Königshäuser in Münster gelungen ist oder wie es der Stadt Aachen mit

- 7 - 
V/0113/2007 
dem Karlspreis immer wieder gelingt. Die Anstrengungen der „Konzertierten Aktion“ müssen sich 
daher in erster Linie darauf richten, ein Konzept für Münster zu entwickeln, das die Stadt auch in-
ternational zu einer der wichtigsten Adressen für die Fragen von Toleranz, Dialog und internationa-
ler Verständigung macht.  
 
Neben der Durchführung einer jährlichen Veranstalt ungswoche um den 24. Oktober (zum Konzept 
siehe Anlage 6) und der im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Verleihung des Friedenspreises 
der Westfälischen Wirtschaft ist daher auch geplant, möglichst kurzfristig eine Internetplattform 
„Westfälischer Friede - gestern.heute.morgen“ zu erstellen und das Profilthema prominent auf der 
Startseite des städtischen Internetauftritts zu platzieren. Die Plattform wird das bestehende und auf 
ständige Weiterentwicklung ausgerichtete Netzwerk „W estfälischer Friede“ darstellen und Verlin-
kungen zu allen anderen Partnern anbieten. Dadurch sollen diese ihrerseits auch von einer inten-
siven und gebündelten Öffentlichkeitsarbeit profitieren.  
 
Im Fokus der Veranstaltungswoche zum „Westfälischen Friede“ 2006 stand das Netzwerk „Huma-
nitäre Hilfe“, das auf das „Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe“ der Fachhochschule Münster zu-
rückgeht. Das Netzwerk besteht aus Einrichtungen der Fachhochschule, der Universität, zahlrei-
chen Hilfsorganisationen (Deutsches Rotes Kreuz, Feuerwehr, Katastrophenschutz), dem 1. 
Deutsch-Niederländischen Korps, dem Lufttransportkommando, münsterschen Schulen und Kul-
tureinrichtungen sowie freien, nicht institutionalisierten Akteuren.  
 
Das in 2006 entwickelte Veranstaltungskonzept soll auf der beschriebenen Grundlage weiterentwi-
ckelt werden und auch in den Jahren zwischen der Friedenspreisverleihung möglichst überregional 
wahrnehmbar sein. Die Arbeit des Netzwerkes „Wes tfälischer Friede“ wird als ein Projekt der 
„Konzertierten Aktion Wissenschaftsstadt“ verstetigt und in enger Kooperation mit den Hochschu-
len und weiteren Partnern aus Münster weiterentwickelt. Die wissenschaftliche Projektleitung hat 
der ehemalige Leiter des Stadtarchivs Prof. Dr. Franz-Josef Jakobi übernommen.   
 
Das offene Veranstaltungsprogramm wird in diesem Jahr in enger Kooperation mit dem Team um 
Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger und Prof. Dr. Hubert Wolf von der Westfälischen Wilhelms-
Universität durchgeführt, das sich gerade mit einem umfangreichen Forschungsprogramm zum 
Thema „Religion und Politik in den Kulturen de r Vormoderne und Moderne“ im Wettbewerb der 
deutschen Hochschulen um die Bewilligung von Exzellenz-Clustern befindet. 
 
 
Zu 6:  Verbindung zwischen Wissenschaft und Lebensart / Wissenschaft und Kultur
 
 
Eine Wissenschaftsstadt mit Lebensart muss zwingend ein entsprechendes und vielfältiges 
Kulturangebot vorhalten und dies auch in der Außenkommunikation darstellen, will sie in der Au-
ßenwahrnehmung als solche glaubwürdig sein. Dies ist eine wichtige Grundlage für eine erfolgrei-
che Konzertierte Aktion Wissenschaftsstadt mit überzeugender Strahlkraft. Die Leitorientierung für 
die Kultur im ISM-Prozess (Wir wollen als ein kulturelles Zentrum unseres Landes Projekte mit 
internationaler Ausstrahlung entwickeln) gilt dah er noch immer ausdrücklich als Zielvorgabe für 
den Kulturstandort Münster.  
 
Die Verbindung zwischen Wissenschaft und Kultur ist für Münster ausgesprochen prägend.

- 8 - 
V/0113/2007 
ƒ Die studentische Kultur macht große Teile des kulturellen Lebens der Stadt aus. Institutionen 
wie das Theater im Pumpenhaus oder die soziokulturellen Zentren Kreativhaus und cuba, aber 
auch viele andere freie Kulturgruppen sind ohne die Hochschulen in Münster nicht denkbar.  
 
ƒ Das kulturell interessierte Publikum Münsters setzt sich in großen Teilen aus dem Umfeld der 
Hochschulen zusammen. Ohne sie fehlten den nach wie vor hervorragenden und vielfältigen 
kulturellen Angeboten schlichtweg die Abnehmer.  
 
ƒ Die Hochschulen sind selbst Träger von zahlreichen Kultureinrichtungen, z.B. den wissen-
schaftlichen Museen. Die Musikhochschule und die Kunstakademie sind gar wichtige Ausbil-
dungsorte für junge Künstler und Künstlerinnen mit einer durchweg internationalen Klientel.  
 
Dennoch ist die Verbindung zwischen Wissenschaft und Kultur in Münster weiter ausbaufähig, was 
ihre Sichtbarkeit und vor allem was die (internationalen) Reichweiten bei Kulturprojekten anbe-
langt.  
 
Der Weiterentwicklung der kulturellen Infrastruktur in Münster durch die Investitionen von Land-
schaftsverband Westfalen-Lippe, Land Nordrhein-Westfalen, Universität und Stadt in den nächsten 
Jahren kommt daher eine große Bedeutung für die Markenführung der Stadt mit Wissenschaft und 
Lebensart zu. Vom Schlossplatz aus wird mit der geplanten Musikhalle und den Kongressfaszilitä-
ten für wissenschaftliche Kongresse eine städtebauliche Verbindung über die Pferdegasse herge-
stellt, wo sich die bedeutenden universitären Museen wie zum Beispiel das Archäologiemuseum, 
das Bibelmuseum etc. konzentrieren werden. Die Museumszeile bindet das neue LWL-
Landesmuseum ein und führt über das Picasso-Museum in die Innenstadt.  
 
Dass diese städtebauliche Verbindung keine zufällige und zudem hervorragend geeignet ist, die 
Verbindung von Wissenschaft und Kultur sichtbar zu machen, soll durch ein gemeinsames Marke-
ting aller Einrichtungen und gegebenenfalls durch Kooperationsprojekte für Münsters Bürgerinnen 
und Bürger und für seine Gäste erkennbar werden.  
 
Auch das Konzept „Westfälischer Friede“ - entwickelt und bestätigt durch die Arbeitskreise Kultur 
beim ISM-Prozess und im Zukunftsgespräch scheint geeignet, Münster als Kulturstadt international 
zu positionieren und soll daher ein zentrales Profilierungsfeld der Wissenschaftsstadt Münster 
werden (vgl. Begründung zu 2. und 5., Anlage 6).  
 
 
Zu 7.   Umsetzung der weitere Projektvorschläge aus dem Zukunftsgespräch
 
  
Zur Vorbereitung des Zukunftsgespräches sind in vier verschiedenen Arbeitskreisen des Beirats 
Münster Marketing unter Hinzuziehung weiterer Fachleute unter einer klaren Fragestellung konkre-
te Projektvorschläge entwickelt worden (siehe Anlage 5). Sie sind als Ideenpool zu verstehen und 
sollten daher auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden. Die Projektvorschläge  verfügen über eine 
sehr unterschiedliche Tiefenschärfe; einige befinden sich bereits in der Umsetzung.  
 
Ein großer Teil der Projektvorschläge wird durch die Beschlussvorschläge zur „Gründung der Kon-
zertierten Aktion“, zur Entwicklung der Kompetenzfelder „Gesundheit/Life Science“ und „Westfäli-
scher Friede“ sowie durch die Hervorhebung und Sichtbarmachung der „Verbindung Wissenschaft 
und Kultur“ aufgegriffen. Auch für hiermit noch nicht erfasste Projekte ist zu prüfen, ob sie geeignet

- 9 - 
V/0113/2007 
und umsetzbar sind, die Rolle Münsters als St adt des Wissens und im Standortwettbewerb zu 
stärken. In diesem Kontext sind beispielsweise Vo rschläge zu thematisieren, die mit der Industrie- 
und Handelskammer Nord-Westfalen und der Handwerkskammer Münster an der Spitze auf eine 
Profilierung Münsters als exzellentem Ausbildungsstandort und auf die die Stärkung der Weiterbil-
dung und des lebensbegleitenden Lernens abzielen. Industrie- und Handelskammer Nord-
Westfalen und die Handwerkskammer Münster haben bereits ihre Bereitschaft signalisiert, sich in 
diesem Themenfeld zu engagieren. 
 
 
 
I.V. 
 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor  
 
 
Anlagen 
 
• Anlage 1: Zukunft macht Geschichte – Ziele und Leitorientierungen für die Zukunft von Müns-
ter (Beschluss des Rates 26.05.2004) 
• Anlage 2: Vortrag von Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Meffert im Zukunftsgespräch 
• Anlage 3: Bericht über das Zukunftsgespräch am 08.09.2006 
• Anlage 4: Dankesrede von Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Meffert anlässlich der Verleihung der 
Paulus-Plakette 
• Anlage 5: Ergebnisse der Arbeitskreise des Beirats Münster Marketing zur Vorbereitung des 
Zukunftsgesprächs 
• Anlage 6: Jährliche Veranstaltungswoche zur Erinnerung an den Westfälischen Frieden

Anlage 1

3026 Zeichen

Be;
"Gesohicht?

Fundament

Profil
Ziele & Leitorientierungen

für Münster

Unser Fundament

Wir sind eine Stadt mit hohem
Verantwortungsbewusstsein

« für gute Erziehungs“, Bildungs- und Lebensper-
spektiven unserer Kinder und Jugendlichen

* tür eine familienfreundliche und generationsge-
rechte Stadtentwicklung

« für eine umfassende Teilhabe von Menschen mit
Behinderungen am städtischen Leben

* für eine Gleichstellung von Mann und Frau in
allen Bereichen der Stadtgesellschaft

+ für die Stärkung des Grundsatzes der
Subsidiarität und Förderung bürgerschaftlicher
Eigenverantwortung und der freien Träger

* für soziale Solidarität zwischen allen Teilen
der Bürgerschaft j

« für eine qute Nachbarschaft von Menschen
deutscher und ausländischer Herkunft

+ für die Pflege des interkulturelien Lebens

« für die Notwendigkeit nachhaltiger Zukunfts-
gestaltung

* für iokale und globale Zusammenhänge
* für friedenssicherndes und humanitäres Handeln

Wir wissen um die besondere Bedeutung unserer
Stadtteile und werden auch in Zukunft für deren
Lebendigkeit und Funktionsfähigkeit Sorge tragen

Wir wissen um die enge Verbindung von Stadt,
Münsterland und Westfalen und werden daher
besondere Verantwortung für eine gemeinsame
Entwicklung übernehmen

Wir setzen weiterhin auf bürgerschaftliches
Engagement, auf ein vielfältiges städtisches Leben
und auf das besondere Münster-Gefüh! all derer,
die sich mit unserer Stadt verbunden fühlen

Unser Profil
Wissenschaft und Lebensart

Unsere Leitorientierungen

Wir werden einer der führenden Bildungs-,
Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungs-
standorte in Europa

Wir werden als Wirtschaftsstandort die Stadt
des dynamischen Mittelstandes in Nordrhein-
Westfalen

Wir werden als ein kulturelles Zentrum unseres
Landes Projekte mit internationaler
Ausstrahlung entwickeln

Wir wollen das Zentrum für Verwaltungen und
Institutionen sowie für öffentliche und private
Dienstleistungen in Westfalen bleiben und an
ihrer Modernisierung aktiv mitwirken

Wir werden das unverwechselbare Stadtbild
bewahren und die City als Ort der Begegnung,
as Marktplatz und als Motor der Stadtent-
wicklung stärken

Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster
Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln:
* mit hoher Umwelt- und Naturqualität
« mit breitem Freizeit- und Sportangebot
« mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit
und sozialer Bafance in der Stadtgesellschaft

Wir werden Münster auf der Basis unserer
Geschichte und des Prinzips von „Toleranz
dureh Dialog” zu einer weltoffenen Stadt
weiterentwickeln

Wir setzen uns weiterhin dafür ein,
dass Münster nachhaltig lebenswert bleibt -
als Stadt im Gleichgewicht!

Vom Rat der Stadt Münster am 26. Mal 2004 beschlossen,

Dr. Thomas Hauff

Amt für Stadt- und
Regionalentwicklung, Statistik
Stadt Münster

Tel.: 02 51-4 92-12 10

Fax: 02 51-4 92-79 05

E-Mail: Haufftho@stadt-muenster.de

Bernadette Spinnen

Münster Marketing

Stadt Münster

Tel.: 02 51-4 92-27 00

Fax: 02 51-4 92-7954

E-Mail: Marketing®stadt-muenster.de

Anlage 5.1

2529 Zeichen

20.06.2006 
Hf, BS 
Münsteraner Zukunftsgespräch „Wissen schafft Zukunft“ 
Arbeitskreis „Wissenschaft“ – Ergebnisübersicht zur Präsentation im Beirat MM am 22.06.2006 
 
Mitglieder aus dem Beirat Münster Marketing: 
 
Fr. Dr. Böhm, Hr. Dr. Jubelius, Hr. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Meffert 
 
 
Grundsatzvotum: 
 
• Die positive Entwicklung von Münster hängt stark v on einer exzellenten Wissenschaft ab 
(Münster-Profil: „Wissenschaft und Lebensart“) 
• Das städtische Umfeld und die standortpolitischen Rahmenbedingungen sind entscheidende Erfolgsfaktoren 
(Slogan WWU Münster: „wissen.leben“) 
 
 
Handlungsansätze: 
 
• Formierung einer strategischen Allianz „Wissenscha ftsstadt Münster“ („Konzertierte Aktion Wissenschaftsstadt“) 
• Akquise von Finanzmitteln zur Realisierung von Pro jekten der „Konzertierten Aktion Wissenschaftsstadt MS“ 
• Profilbildung „Wissenschaftsstadt Münster mit euro päischer Bedeutung“

Was? Wie? Wer? 
Formierung einer strategischen 
Allianz „Wissenschaftsstadt 
Münster“ 
• Iniitiierung einer „Konzertierten 
Aktion Wissenschaftsstadt Müns- 
ter“ 
• Organisation: Entscheidungs- 
gremien (Spitzen d. Institutio- 
nen), Arbeitsebene, Beirat  
• Aufgaben: 
• Aufbau/Festigung Netzwerke 
• Definition Kooperationsraum 
• Erarbeitung medialer Botschaf- 
ten für Kommunikation nach 
außen 
• Erarbeitung Ziele und Visionen 
für Wissenschaftsstadt 
• Identifikation von Innovations- 
potenzialen 
• Hochschulen, außeruniversitäre 
Forschung, forschungsintensive 
Unternehmen, Stadt, 
Hr. Prof. Dr. Dr. h.c. Wittkämper 
 
 
Akquise von Finanzmitteln zur 
Realisierung von Projekten der 
„Konzertierten Aktion“ 
• Gründung einer Wissenschafts- 
stiftung 
• Aufbau eines professionellen 
Stiftungsmanagements 
• Stadt, Hochschulen, Partner, 
Stiftungen, Stifter/innen,

• Finanzielle Unterstützung von 
Projekten der „Konzertierten Ak- 
tion“ 
• Finanzierung ausgewählter For- 
schungsprojekte 
 
 
 
 
Profilbildung „Wissenschaftsstadt 
Münster mit europäischer Bedeu- 
tung“ 
• Identifizierung und Festlegung 
von Kompetenzfeldern nach fol- 
genden Kriterien: 
• Führende Position 
• Hohe Dichte 
• Kommunizierbarkeit 
• Wirtschaftliche Relevanz 
• Konkretisierung „Wissenschaft 
und Lebensart“ 
• Beispiele für Kompetenzfelder 
aus dem Arbeitskreis: 
• Gesundheit 
• Politik/Religion/Geschichte 
• Wirtschaft 
 
• Hochschulen, Mitglieder des Ar- 
beitskreises, Stadt (Mitwirkung) 
 
 
 
 
 
• Hochschulen, Mitglieder des Ar- 
beitskreises, Stadt (Mitwirkung) 
(wird noch erarbeitet bis zum 
08.09.2006)

Anlage 3

19582 Zeichen

Bericht über das Erste Münsteraner Zukunftsgespräch  „Münster – Mit Wissen 
erfolgreich im Standortwettbewerb“ (08.09.006, 13.0 0 h – 17.20 h, Rathausfest- 
saal)  
 
Herr OB Dr. Tillmann  eröffnete das Zukunftsgespräch und begrüßte die An wesen- 
den. In seinen Ausführungen „Quo vadis Münster – Strategien für Münster“  ver- 
deutlichte er, dass Münster sich mitten im Struktur wandel und in einem harten Städ- 
tewettbewerb befindet. Auf Basis des Integrierten S tadtentwicklungs- und Stadtmar- 
ketingprozesses (ISM-Prozess) ist in großem Konsens  die Grundsatzentscheidung 
getroffen worden, sich bei der weiteren Entwicklung  an dem Zukunftsprofil „Wissen- 
schaft und Lebensart“ zu orientieren.  
 
OB Dr. Tillmann betonte, dass Wissenschaft ein ents cheidender Motor für die Zu- 
kunftsfähigkeit von Münster ist und dass die wirtsc haftliche Entwicklung in allen 
Branchen eng an die Nutzung des wissenschaftlichen Potenzials gebunden ist. Auf 
dem Weg zur „Stadt des Wissens“ spielen Bildung, Ku ltur und Lebensqualität, aber 
auch eine stabile soziale Balance wichtige Rollen.  
 
Er machte deutlich, dass trotz der erreichten Forts chritte noch eine Reihe offener 
Fragen bestehen, die handlungsorientiert diskutiert  werden müssen. Beispielhaft 
wies er auf die Chancen von Münster als Bildungs- u nd Wissenschaftsstadt im Wett- 
bewerb, die Chancen der großen Milieupluralität in Münster und die Verbindung von 
Tradition und Zukunft hin. OB Dr. Tillmann bedankte sich beim Beirat Münster Marke- 
ting und insbesondere bei Professor Meffert für sei ne Initiative zum Zukunftsge- 
spräch und bei der Bertelsmann Stiftung für ihre Unterstützung bei der Vorbereitung. 
 
Die Ausführungen von Dr. Johannes Meier , Mitglied des Vorstands der Bertelsmann 
Stiftung, standen unter dem Titel „Kommunen schaffen Zukunft“ . Angesichts der 
„Megatrends“ der Globalisierung und des demographis chen Wandels sowie einer 
zunehmenden Differenzierung von Bildungsbiographien hob er die zentrale Rolle von 
Bildung und Erziehung hervor. Er machte deutlich, d ass der globale Wettbewerb 
„keine lokalen Befindlichkeiten“ kennt und forderte für die lokale Ebene mehr Ange- 
botstransparenz, eine Vernetzung der Träger, ein re ssortübergreifendes Prozessma- 
nagement und eine Kultur der Prozessverantwortung. 
 
Professor Walter Siebel , Stadtsoziologe an der Carl von Ossietzky Universi tät Ol- 
denburg, setzte sich mit der Frage einer „Renaissance der Europäischen Stadt in 
der Wissensgesellschaft“ auseinander. Dabei konzentrierte er sich auf die Ke nn- 
zeichen der europäischen Stadt, stadtrelevante gese llschaftliche Veränderungen 
(z.B. Globalisierung, ökonomischer Strukturwandel, demographischer Wandel, ver- 
ringerte kommunale Handlungsspielräume) und Tendenzen für eine neue Attraktivität 
von Städten als Wohn- und Arbeitsorte.  
 
Professor Siebel machte deutlich, dass die Wissensö konomie urbane Standorte be- 
vorzugt, da Hintergrund- und Kontextwissen an urbane Milieus gebunden sind. Neue-

ren Untersuchungen zufolge wird die urbane Lebensqu alität zunehmend zur Grund- 
lage für die städtische Wirtschaftspolitik, da sich  die hochqualifizierten Beschäftigten 
in kreativen Berufen an urbanen Milieus orientieren , d.h. an Städten, deren Bildungs- 
und Kulturangebot, deren Toleranz und deren differe nzierte Szenen besonders aus- 
geprägt sind. Unter den Bedingungen einer Wissensök onomie ziehen demnach nicht 
mehr Arbeitskräfte zu den Betrieben, sondern die Be triebe ziehen dorthin, wo qualifi- 
zierte Arbeitskräfte gerne leben möchten. 
 
Dr. René Perillieux , Booz Allen Hamilton GmbH, konzentrierte sich in s einem Vor- 
trag „Kompetenzfelder im Wettbewerb – Was kann Münster v on erfolgreichen 
Wirtschaftsregionen lernen“  anhand von Fallstudien auf Erfolgsfaktoren für reg io- 
nale Kompetenzzentren. Er machte deutlich, dass ans telle lose koordinierter Einzel- 
maßnahmen ein integrierter Regionalentwicklungsansa tz notwendig ist, der vorhan- 
dene Fähigkeiten nützt, die einzelnen Aktivitäten e ng abstimmt und ein starkes Ge- 
wicht auf Innovationen und Zukunftstechnologien leg t. Die Entwicklung des Kompe- 
tenzprofils für Berlin und die Konzeptentwicklung f ür die Dubai Health Care City ver- 
anschaulichten die Tragfähigkeit dieses Ansatzes. 
 
Bezogen auf Münster stellte Dr. Perillieux die zahl reichen Aktivitäten zur Positionie- 
rung, die Ansätze zur Identifizierung potentieller „Leuchttürme“ sowie das hohe En- 
gagement der Akteure heraus. Er plädierte für die I dentifikation und Auswahl von 
„Leuchttürmen“ nach klaren Zielvorgaben mit einer professionellen Projektsteuerung 
und klarer Realisierungsorientierung. Der Prozess z ur Identifikation von „Leuchttür- 
men“ wurde exemplarisch am Beispiel der Prävention behandelt.  
 
Professor Dr. Dr. h.c. mult. Meffert , Vorsitzender des Beirats Münster Marketing, 
beschäftigte sich mit der Frage „Warum muss Münster sich als regionale Wis- 
senshauptstadt profilieren?“ (vgl. Anlage 2). Er stellte heraus, dass Münster de m 
Wettbewerb in vielfältiger Weise begegnet und forde rte daher als Antwort eine stra- 
tegische Ausrichtung der Stadtpolitik, die im Spann ungsfeld zwischen Ressourcen 
und Märkten entsprechende Wettbewerbsvorteile erzie len muss. Ziel ist die Profilie- 
rung von Münster als einem attraktiven Standort im Wettbewerb anhand des Leitpro- 
fils „Wissenschaft und Lebensart“. 
 
Im zweiten Teil des Vortrags skizzierte Professor M effert das Vorgehen des Beirats 
Münster Marketing bei der Vorbereitung des Zukunfts gesprächs. Ausgehend von 
dem Ziel, Münster als „regionale“ Wissenshauptstadt  im Wettbewerb zu profilieren, 
hat der Beirat Münster Marketing vier Arbeitskreise gebildet, die Stärken-Schwächen-
Analysen und Chancen-Risiko-Analysen für Münster du rchgeführt sowie Strategie- 
und Handlungsempfehlungen abgeleitet haben.  
 
Als Kriterien für Kompetenzfelder bzw. „Leuchttürme “ formulierte Professor Meffert 
einerseits „innovativ“, „interaktiv“ im Sinne von kooperativ und „international“, ande- 
rerseits stellte er deren Bezüge zur Wissenschaft u nd zum Wohlfühlen (Lebensart)

sowie deren wirtschaftliche Relevanz heraus. Hinsichtlich der Vorschläge zur Profilie- 
rung von Münster als Wissenschaftsstadt mit regiona ler Ausstrahlung verwies er auf 
die folgenden Talkrunden. 
 
In der Talkrunde „Wissen schafft Zukunft – Wissenschaft und Wirtscha ft“  wur- 
den folgende Punkte diskutiert: 
• In Münster setzt sich zunehmend die Erkenntnis dur ch, dass Hochschulen und 
Stadt einander brauchen. Die Hochschulen sind veran twortlich für die wissen- 
schaftliche Profilbildung und benötigen hierfür ein  hervorragendes Umfeld. Hier 
ist die Stadt gefordert, entsprechende Standortding ungen zu bieten bzw. zu 
schaffen. Die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen u nd Stadt hat sich in den 
letzten Jahren intensiviert und verstetigt. Im näch sten Schritt muss es darum ge- 
hen, strategische Kompetenzfelder zu definieren und  sich auf gemeinsam getra- 
gene „Leuchttürme“ zu verständigen. Zudem muss noch stärker daran gearbeitet 
werden, den Studierenden Chancen zu bieten, auch na ch Abschluss des Studi- 
ums in Münster zu bleiben (Fr. Dr. Böhm, Kanzlerin der Westfälischen Wil- 
helms-Universität Münster). 
• Die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der West fälischen Wilhelms-Universität 
Münster arbeitet an einer verstärkten Vernetzung mi t der Wirtschaft in Münster 
und im Münsterland. Hierzu werden gegenwärtig ein Netzwerk wissenschaftlicher 
Expertinnen und Experten sowie ein professionelles Projektmanagement aufge- 
baut. Die Herausforderung des Schnittstellenmanagem ents zwischen Wissen- 
schaft und Praxis ist erkannt und wird mit diesem P rojekt offensiv angegangen 
(Fr. Prof.in Dr. Theurl, Dekanin der Wirtschaftswis senschaftlichen Fakultät 
der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster).  
• Im Rahmen der Exzellenzinitiative steht die Westfä lische Wilhelms-Universität in 
einem harten bundesweiten Wettbewerb mit den andere n Hochschulen. Der An- 
trag „Religion und Politik“ vereint wissenschaftliche Exzellenz mit der Kompetenz 
von Münster als historischem Erinnerungsort (z.B. S tadt des Westfälischen Frie- 
dens). Damit bestehen gute Chancen, diese Stärken von Münster zu einem iden- 
titäts- und profilbildenden Faktor weiterzuentwicke ln (Fr. Prof.in Dr. Stollberg-
Rilinger, Koordinatorin des Antrags „Religion und P olitik“ der Westfäli- 
schen Wilhelms-Universität im Rahmen der „Exzellenzinitiative“). 
• Zwischen Handwerk und Wissenschaft bestehen bereit s vielfältige Verbindungen 
(z.B. Zentrum für Handwerk und Wissenschaft). Gleic hwohl muss die Kommuni- 
kation intensiviert und die Vernetzung verstärkt we rden. Ziel muss es sein, den 
gegenseitigen Austausch zwischen Wissenschaft und U nternehmen zu verbes- 
sern und hierfür geeignete Plattformen zum Beziehun gsmanagement zu entwi- 
ckeln (Hr. Eiling, Stellvertr. Hauptgeschäftsführer der H andwerkskammer 
Münster).   
• Die Wissenschaft muss sich mehr für die Unternehme n öffnen. Daher wird die 
Initiative der wirtschaftswissenschaftlichen Fakult ät, einen Expertinnen- und Ex-

pertenpool einzurichten, sehr begrüßt. Konkret wird es Gespräche zu einer weite- 
ren Vernetzung geben, um die jeweiligen Bedarfe bes ser kennenzulernen und 
geeignete Projekte des Wissenstransfers und einer v erstärkten Gründungsförde- 
rung zu entwickeln (Hr. Schulte-Uebbing, Hauptgeschäftsführer der Indu st- 
rie- und Handelskammer Nord Westfalen).  
 
In der Talkrunde „Wissen schafft Münster – Bildung/Kultur und Urbani - 
tät/Lebensart“  wurden folgende Punkte thematisiert: 
• Investitionen in Bildung sind wichtige Voraussetzu ngen für wirtschaftlichen Erfolg 
in der Wissensgesellschaft. Kultur ist weit mehr al s nur ein weicher Standortfak- 
tor. Der Freizeit- und Kulturbereich sind zudem wic htige Wirtschaftszweige mit 
sehr positiven Zukunftsprognosen. Münster soll weiterhin auf seine Kompetenzen 
im Vordenken setzen. Münster bietet sich aufgrund s einer Stärken für Modellpro- 
jekte an: für interkulturelles Lernen, für Lernen i m Generationenverbund und für 
Begabtenförderung. Insgesamt ist Vernetzung im Bild ungs- und Kulturbereich zu 
verstärken, in dem Netzwerkknoten ausgebildet und g efördert werden (Hr. Dr. 
Winkler, Vorstandsvorsitzender Westfälische Provinzial Versicherung).  
• Die Skulpturen-Ausstellungen, die in Münster alle 10 Jahre stattfinden, sind der 
beste Beweis für die hohe Relevanz von Kunst- und K ulturausstellungen mit in- 
ternationaler Orientierung. Sie verleihen Münster e norme überregionale Strahl- 
kraft, verstärken die Attraktivität und bilden die Grundlage für Wertschöpfung in 
der Hotellerie und im Gastgewerbe. Es wurde vorgesc hlagen, zur „temporären 
Entprovinzialisierung von Münster“ auch zwischen de n Skulptur.Projekten inter- 
nationale Kunst- und Kulturprojekte (z.B. in einem Abstand von drei Jahren) zur 
überregionalen Profilierung von Münster zu entwickeln und zu realisieren (Hr. Dr. 
Arnhold, Direktor des Westfälischen Landesmuseums f ür Kunst und Kul- 
turgeschichte).   
• Münster bietet bereits eine hohe Lebensqualität un d eine vielfältige Lebensart. 
Münster kann aber noch mehr Weltoffenheit und Inter nationalität vertragen. Bei- 
spielhaft hierfür stände eine internationale Schule . Die bisherigen Schritte auf 
dem Weg zur „Internationalisierung des Bildungswese ns“ in Münster stellen ei- 
nen Schritt in die richtige Richtung dar. Auf dem W eg zu einer europäischen 
Wissenschaftsstadt müssen die Bürgerinnen und Bürge r mitgenommen werden. 
Die Chancen für Münster aus dieser Entwicklung soll ten an praktischen Beispie- 
len verdeutlicht werden. Hier ist eine verbesserte Kommunikation und die Arbeit 
in Netzwerken anzustreben (Fr. Dr. Kahlert-Dunkel, Unternehmerin). 
• Münster steht im Wettbewerb und muss sich auf sein e Stärken besinnen. Es gilt, 
gemeinsam langfristige Ziele zu vereinbaren und die se gemeinsam anzustreben. 
Die Kräfte müssen auf das Wesentliche konzentriert werden. Münster muss den 
Willen haben, die „Nummer Eins“ zu werden. Die Mens chen in Münster identifi- 
zieren sich stark mit ihrer Stadt. Es muss den Mens chen Mut gemacht werden, 
sich zu engagieren. Gleichzeitig verdienen diejenig en, die sich bereits für Müns-

ter engagieren, zusätzliche Unterstützung. Das Engagement sollte zudem stärker 
gewürdigt werden ( Hr. Hölker, Coppenrath Verlag ). 
 
Die abschließende Talkrunde „Ist Münster auf dem richtigen Weg?“  kam zu fol- 
genden Ergebnissen: 
• Der Standortwettbewerb wird zunehmend davon bestim mt, welche Qualität der 
Zugang zu Wissen und zur Wissenschaft hat. Hier ist  die Wissenschaftsstadt 
Münster bereits auf gutem Wege. Beispielsweise hat sich im Rahmen des Wett- 
bewerbs „Stadt der Wissenschaft“ ein „Netzwerk für die Zukunft“ gebildet, dem 
Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und relevante Instituti- 
onen angehören. Mit dem Wissenschaftsbüro hat die Stadt Münster bereits einen 
Netzwerkknoten eingerichtet. 
Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs bedarf es einer systematischen Wei- 
terentwicklung der Kooperationsstrukturen. Münster braucht dringend eine „Kon- 
zertierte Aktion Wissenschaftsstadt“, d.h. eine All ianz für Münster, die gemein- 
sam von Stadt, Hochschulen, Wissenschaftsakteuren u nd Wirtschaft getragen 
wird. In der Allianz muss nicht nur an einem gemein samen Marketing für die 
Wissenschaftsstadt gearbeitet werden, sondern es mü ssen ebenso gemeinsam 
Exzellenzfelder identifiziert und gemeinsam realisi ert werden. Um die Entwick- 
lung von Exzellenz in der Wissenschaftsstadt zu för dern, wird darüber hinaus die 
Gründung einer gemeinnützigen Wissenschaftsstiftung  vorgeschlagen (Hr. Prof. 
Dr. Dr. h.c. Wittkämper, Vorsitzender des Wirtschaftsbeirats der Arbeitsstel- 
le Forschungstransfer der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster). 
• Die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Stadt hat sich in den letzten 
Jahren intensiviert und verstetigt. Im nächsten Sch ritt muss es darum gehen, 
strategische Kompetenzfelder zu definieren und sich  auf gemeinsam getragene 
„Leuchttürme“ zu verständigen. Aus dieser Erkenntnis muss gemeinsames Han- 
deln aller Akteure erwachsen. Die Universität hat d ie Aufgabe, ihre Stärken aus- 
zubauen. Alle gesellschaftlichen Gruppen müssen sic h bemühen, „kreative“ Köp- 
fe in Münster zu halten und neue „Köpfe“ zu gewinnen (Fr. Dr. Böhm, Kanzlerin 
der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster). 
• Münster bietet als Wissenschaftsstadt großes Poten zial für die Wirtschaft. Es gilt, 
dieses „schlummernde Potenzial zu wecken“ und es be sser für die Wirtschaft 
nutzbar zu machen. Notwendig sind eine weitere Prof essionalisierung des Wis- 
sensaustauschs sowie die Vernetzung und der Ausbau bestehender Initiativen 
(z.B. Gründungsinitiative, Technologieinitiative). In gemeinsamer Anstrengung 
muss die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirt schaft intensiviert werden 
(Hr. Viehoff, Vorsitzender der Wirtschafts-Initiative Münster). 
• Münster lebt vom Erfolg der Wissenschaft. Die Prof ilierung von Münster als Wis- 
senschaftsstadt - verbunden mit der Betonung von Le bensart und Wirtschaft - ist 
der Dreh- und Angelpunkt für den Erfolg Münsters im  Wettbewerb der Städte. 
Diese Strategie hat bereits Erfolge gebracht, die U msetzungsgeschwindigkeit

muss aber erhöht werden, da die Wettbewerber im Inland und Ausland sehr aktiv 
sind.  
Von der Profilierung Münsters als Wissenschaftsstad t profitiert die gesamte 
Stadt. Nicht nur die Wissenschaft selber und die Wirtschaft, sondern allen Bürge- 
rinnen und Bürger kommt die Wissenschaftsstadt zu g ute (z.B. Arbeitsplätze, 
qualifizierte Arbeitskräfte, Nachfrage, ehrenamtlic hes Engagement). Wichtig ist 
es daher, die Münsteranerinnen und Münsteraner zu B otschaftern der Wissen- 
schaftsstadt zu machen und den Wandel von einer „Ve rwaltungsstadt“ zu einer 
„Wissenschaftsstadt“ zu leben (Hr. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Meffert, Vorsitzen- 
der des Beirats Münster Marketing). 
• Münster hat sich nach einem bürgerschaftlichen Pro zess für das Zukunftsprofil 
„Wissenschaft und Lebensart“ entschieden. Dieser We g hat sich in den letzten 
Jahren als richtig erweisen. Das Ziel muss gemeinsa m mit entsprechender Ar- 
beitsteilung zwischen den relevanten Akteuren weite r intensiv verfolgt werden. 
Der Wettbewerbsdruck erfordert verstärkte Kräfte in der Umsetzung (OB Dr. Till- 
mann) .  
 
Herr OB Dr. Tillmann  beendete das Zukunftsgespräch mit einem herzlichen Dank an 
allen Mitwirkenden und hob die gelungene Moderation  durch Herrn Dr. Bielstein  
(Pressesprecher der NRW.Bank)  hervor. In seinem Schlusswort betonte Dr. Till- 
mann, dass die Profilierung als Wissenschaftsstadt keineswegs die Vernachlässi- 
gung sozialer oder kultureller Qualitäten bedeutet.  Die soziale Balance ist das abso- 
lut notwendige „Standbein“ für die Entwicklung der Wissenschaftsstadt mit dem 
„Spielbein“. Er appellierte an die Anwesenden, ihre n Teil zur weiteren Entwicklung 
von Münster als Stadt der Wissenschaft und als Stadt des Wissens beizutragen.

Stadt Münster 
Beirat Münster Marketing   
Bertelsmann Stiftung  
 
 
 
 
 
 
Erstes Münsteraner Zukunftsgespräch: 
 
Münster - 
 Mit Wissen erfolgreich im Standortwettbewerb  
 
 
 
 
08. September 2006, 13.00 Uhr  
Festsaal im Historischen Rathaus zu Münster 
Prinzipalmarkt 8/9, 48143 Münster

 Musikalische Eröffnung 
 
 Quo vadis Münster - Strategien für Münster 
(Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann) 
 
 Kommunen schaffen Zukunft 
(Dr. Johannes Meier, Mitglied des Vorstandes der Bertelsmann Stiftung)  
 
 Renaissance der Europäischen Stadt in der Wissensgesellschaft?  
(Prof. Dr. Walter Siebel, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)  
 
 Kompetenzfelder im Wettbewerb - Was kann Münster von erfolgreichen  
Wirtschaftsregionen lernen? 
(Dr. René Perillieux, Booz Allen Hamilton GmbH) 
 
Pause (14.40 - 15.10 Uhr) 
 
 Warum muss Münster sich als "regionale" Wissenshauptstadt profilieren?  
(Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Heribert Meffert, Vorsitzender des Beirates Münster Marketing)  
 
 Talkrunde:  
Wissen schafft Zukunft - Wissenschaft und Wirtschaft  
 Dr. Bettina Böhm  
(Kanzlerin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster) 
 Karl-Friedrich Schulte-Uebbing  
(Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen) 
 Hermann Eiling  
(Stellv. Hauptgeschäftsführer der HWK Münster) 
 Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger  
(Koordinatorin des Antrages "Religion und Politik" im Rahmen der "Exzellenzinitiative") 
 Prof. Dr. Theresia Theurl  
(Dekanin der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster) 
 
 Talkrunde:  
Wissen schafft Münster - Bildung/Kultur und Urbanität/Lebensart  
 Dr. Hermann Arnhold  
(Direktor des Westfälischen Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte) 
 Dr. Heiko Winkler  
(Vorstandsvorsitzender der Westfälische Provinzial Versicherung) 
 Dr. Gabriele Kahlert-Dunkel  
(Unternehmerin) 
 Wolfgang Hölker  
(Coppenrath Verlag) 
 
 Schlusstalk:  
Ist Münster auf dem richtigen Weg?  
 Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Heribert Meffert  
(Vorsitzender des Beirates Münster Marketing) 
 Dr. Berthold Tillmann  
(Oberbürgermeister der Stadt Münster) 
 Dr. Bettina Böhm  
(Kanzlerin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster) 
 Prof. Dr. Dr. h.c. Gerhard W. Wittkämper  
(Vorsitzender des Beirates der Arbeitsstelle Forschungstransfer der Westf. Wilhelms-Universität) 
 Tobias Viehoff  
(Vorsitzender der Wirtschafts-Initiative Münster)

Moderation:  
Dr. Klaus Bielstein (Pressesprecher der NRW.BANK)

Anlage 5.4

4303 Zeichen

03.07.2006 
Hf, BS 
Münsteraner Zukunftsgespräch „Wissen schafft Zukunft“ 
Arbeitskreis „Urbanität und Lebensart“ – Ergebnisübersicht der Sitzungen 11.04.2006 und 06.06.2006 
 
Mitglieder:
  
Herr J. Adler (Westfälischer Zoologischer Garten Mü nster), Herr Gödeke (Coppenrath Verlag), Herr O. Ha ubner 
(Bertelsmann Stiftung), Herr Dr. T. Hauff (Stadt Mü nster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Ver kehrspla- 
nung), Herr W. Hölker (Coppenrath Verlag), Frau Dr.  G. Kahlert-Dunkel (Café Grotemeyer), Herr J. Köhnk e (Stadt 
Münster – Dezernent Koordination für Flüchtlingsfra gen), Herr S. Marinos (Vorsitzender Ausländerbeirat ), Frau N. 
Povel (Marketing Centrum Münster), Herr S. Rethfeld  (Architekt), Frau B. Spinnen (Stadt Münster – Müns ter Mar- 
keting), Herr Dr. C. Sudfeldt (Naturschutz), Herr R . Termath (Verein Generationsgerechtigkeit), Herr D . Wiese 
(Stadtsportbund Münster), Herr M. Willamowski (Stadt Münster - Sozialamt Münster) 
 
Grundsatzvotum: 
 
• Münster muss sich zu einer weltoffenen und interna tionalen Stadt entwickeln 
• Die Entwicklung zur Wissensstadt muss Alle einbezi ehen und von Allen getragen werden 
 
Handlungsansätze: 
 
• Verstärkung der räumlichen Vernetzung Hochschulen – Stadt 
• Verstärkung der emotionalen Vernetzung Hochschulen  – Stadt 
• Förderung der Weltoffenheit und Internationalität von Münster 
• Attraktivitätssteigerung der öffentlichen Räume 
• Verbesserung des hochschulnahen Wohnungsmarktes

Was? Wie? Wer? 
Räumliche Vernetzung  
Hochschulen – Stadt 
• Systematische Erschließung der 
öffentlichen Räume im Hoch- 
schulumfeld (z.B. Wegeverbin- 
dung Jesuitengang) 
• Einbeziehung des Hochschulum- 
feldes in das städtische Leben 
(z.B. Das Innovationsviertel ent- 
decken, Sommeraktionen) 
• Hochschulinstitute sichtbar ma- 
chen (z.B. Postkartenserie, Be- 
schilderung, Architekturführer) 
• „Kooperationsvereinbarung“ 
„Stadt – Hochschulen zur Nut- 
zung interessanter Räume 
• Hochschulen/Stadt/Partner 
 
 
• Stadt/Hochschulen/Partner 
 
 
• Hochschulen/Stadt/Partner 
 
• Hochschulen/BLB/Stadt 
 
Emotionale Vernetzung Hoch- 
schulen – Stadt 
• Wertschätzung gegenüber Stu- 
dierenden (z.B. „Welcome set“ 
für Studienanfänger) 
• Kampagnen, um emotionale Bin- 
dung an Münster zu erhöhen 
(z.B. Alumniarbeit, Gründen in 
Münster) 
• Stadt, Hochschulen, Sponsoren 
 
• Stadt, Hochschulen, Sponsoren

• Münster-Preis(e) für relevante 
Abschlussarbeiten und Promoti- 
onen (Honorierung und systema- 
tische Erschließung des Wissens 
für Münster) 
 
 
• Stadt, Sponsoren 
 
Förderung der Weltoffenheit und 
Internationalität von Münster 
• Stärkere Beachtung und Unter- 
stützung des Förderkreises aus- 
ländischer Studierender 
• Internationalisierung des Schul- 
wesens vorantreiben (z.B. Inter- 
nationale Schule) 
• Internationale Beziehungen von 
Münster verdeutlichen und inter- 
nationales Flair entwickeln (z.B. 
Orte mit internationaler Bedeu- 
tung markieren) 
• Projekt „Wissen teilen“ (Einbe- 
ziehung von Menschen mit 
Migrationsvorgeschichte) 
 
• Stadt, Sponsoren, Hochschulen 
 
• Stadt, Partner 
 
• Stadt, Hochschulen, Partner, 
Wirtschaft 
 
 
• Stadt, Stiftungen, Bürgerschaftl. 
Engagement

Attraktivitätssteigerung der öf- 
fentlichen Räume 
(„mehr Dynamik und Internationa- 
lität“) 
• Entwicklung von Spiel-, Bewe- 
gungs- und Begegnungsräumen 
(individuelle Gestaltung mit Nut- 
zern/innen, mehr Aktionsmög- 
lichkeiten) 
• Verbesserung der Aufenthalts- 
qualität für Kinder und Familien 
in der Alt-/Innenstadt (z.B. schö- 
nes Café mit Spielplatz, multi- 
funktionale Plätze) 
 
• Stadt, Anlieger, Eigentümer, po- 
tenzielle Nutzergruppen 
 
 
• Stadt, Anlieger, Eigentümer, po- 
tenzielle Nutzergruppen, poten- 
zielle Investoren/Betreiber 
 
 
Verbesserung des hochschulna- 
hen Wohnungsmarktes 
• Verbesserung des Wohnungs- 
angebotes für inländische und 
ausländische Studierende, Ab- 
solvente, junge Beschäftigte (z.B. 
Unterstützung AK „Studentisches 
Wohnen“, Offensive „Freie Woh- 
nungen für Wohngemeinschaf- 
ten“, Marketing „Wohnen für Hil- 
fe“) 
• Projekt „Preisgünstiger Wohn- 
raum für Studierende in inner- 
städtischen Quartieren“ 
 
• Stadt, Eigentümer, Wohnungs- 
baugesellschaften, potenzielle 
Investoren 
 
• Stadt, Eigentümer, Wohnungs- 
baugesellschaften, potenzielle 
Investoren

Anlage 6

5875 Zeichen

Franz-Josef Jakobi 
 
Jährliche Veranstaltungswoche zur Erinnerung an der Westfälischen Frieden 
 
 
Der Friedensschluss von 1648, durch den in Münster der 30jä hrige Krieg beendet 
wurde, und seine Umsetzung in Vertragsform sind als „Westf älischer Frieden“ bis 
heute im regionalen, überregionalen und internation alen Geschichtsbewusstsein tief 
verankert. Der Name der Stadt, in der in einer Kette von Staatsakten und 
Festveranstaltungen vom Sommer 1648 bis zum Frühjahr 16 49 die Beendigung der 
Kriegshandlungen, der Abschluss der Friedensverträge und i hre öffentliche 
Verkündigung feierlich begangen wurde, ist für immer d amit verbunden.  In Münster 
ist dem durch Jubiläumsfeiern mit Ausstellungen, Vortragsve ranstaltungen und 
Publikationen seit Generationen immer wieder Rechnung  getragen worden. Dabei 
standen vor allem das Vertragswerk selbst mit seinen neue n staats- und 
völkerrechtlichen Bestimmungen und seine bis in die Geg enwart reichenden 
Wirkungen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. 
 
Nicht weniger von Bedeutung für unsere Zeit erscheint – angesichts drohender 
Verteilungskämpfe um knapper werdende Ressourcen und ne uer ethnischer und 
konfessioneller Konflikte auf allen Kontinenten – der l ange und mühsame Prozess, 
der zu diesem Ergebnis geführt hat. Fünf Jahre lang ist in Münster – und parallel 
dazu auch in Osnabrück – unter schwierigsten Bedingungen ver handelt worden: es 
gab keinen Waffenstillstand und die Kriegshandlungen gi ngen ununterbrochen 
weiter; ebenso wenig gab es international anerkannte und erprobte Regeln für solche 
Verhandlungen, sie mussten vielmehr in aufwendigen Proze duren von den 
Gesandten der kriegführenden europäischen Mächte und der  deutschen 
Fürstentümer und Städte zugleich mit der Auseinanderset zung über die Inhalte neu 
entwickelt werden. Die Stadt mit ihrer noch intakten I nfrastruktur bot dafür den 
organisatorischen und logistischen Rahmen, sie war Verhan dlungsforum mit 
zahlreichen über den gesamten Stadtraum verteilten Orten und Ebenen.  
  
Es bietet sich an, ein jährlich zu wiederholendes Veransta ltungsprogramm auf diese 
historische Situation zu beziehen, in der es möglich war, in einer ausweglos 
erscheinenden Konflikt- und Kriegssituation Problemlösung en zu erreichen, indem 
man den mühsamen Verhandlungsweg beschritten und allen verfügbaren kreativen 
und innovativen Sachverstand dafür mobilisiert hat. Mehr  noch als der Westfälische 
Frieden als staats- und völkerrechtliches Vertragswerk, das si ch trotz seiner bis 
heute reichenden Wirkungen in seiner Bedeutung nicht vo n selbst erschließt, bietet 
so das historische Themenfeld „Münster 1643 – 1648. Konf liktbewältigung und 
Friedenssicherung am Ende des 30jährigen Krieges“ Anknü pfungs- und 
Orientierungspunkte, wenn es darum geht, für die Krisen herde unserer Zeit neue 
Instrumentarien und Verfahren zur Konfliktvermeidung, K onfliktlösung und 
Friedenssicherung zu entwickeln oder um einen Konsens du rch Verhandlungen zu 
ringen.  
 
Durch das bereits im Jahr 2006 entwickelte und in einer V eranstaltungssequenz vom 
18. - 27.  Oktober mit großem Zuspruch und positivem Ech o umgesetzte offene 
Programm-Konzept „Westfälischer Friede – gestern, heute,  morgen“ wird deshalb – 
unter Beibehaltung der generellen Würdigung des histo rischen Ereignisses und 
seiner Wirkungsgeschichte – in erster Linie der Gegenwart s- und Zukunftsbezug

thematisiert. Die Leitlinie „Münster – Kompetenz für F riedenssicherung, 
Krisenprävention und Konfliktlösung durch Dialog“ kennze ichnet so eine auf heute 
und morgen gerichtete offene Programmatik mit direktem  Bezug auf 1648, die der 
Positionierung Stadt in der regionalen und nationale n wie der europäischen und 
globalen Städtelandschaft dienen kann. 
 
 
Dauerhaft einzurichten wäre also eine jährlich um den 24. Oktober stattfindende 
Veranstaltungswoche mit diesem Rahmenkonzept. Sie soll mit  wechselnden 
Schwerpunkten in den vier Aufgabenfeldern „erinnern un d gedenken – forschen, 
lehren und lernen – helfen, Frieden sichern, Krisen b ewältigen -  ausstellen, 
darstellen, dokumentieren“ die vielfältigen in der Sta dt dafür vorhandenen 
Kompetenzen einer breiten Öffentlichkeit vorstellen und  bewusst machen. Die 
wissenschaftlichen und organisatorischen Potenziale, über die Münster als Schul- 
und Hochschul-, als Wirtschafts- und Verwaltungsstandort so wie als Garnison 
verfügt, sollen in ihrer ganzen Vielfalt in jeweils wec hselnden Konstellationen darin 
einbezogen werden.  
 
Im Oktober 2006 stand im Mittelpunkt der Veranstaltung swoche die Präsentation des 
„Netzwerks Humanitäre Hilfe“ mit seinen Partnern an Uni versität und 
Fachhochschule, in Einrichtungen der Bundeswehr, des Kata strophenschutzes und 
des Deutschen und Internationalen Roten Kreuzes sowie za hlreichen privaten 
Initiativen. Das Netzwerk hat seine Organisationsbasis in d em 2001 an der 
Fachhochschule gegründeten „Kompetenzzentrum Humanitäre  Hilfe“, das seither 
zahlreiche Projekte in Forschung und Lehre mit einem inh altlichen und dezidiert 
praktischen Bezug zur Soforthilfe und Daseinsvorsorge im In - und Ausland 
durchgeführt und koordiniert hat.  
 
In diesem Jahr soll die Veranstaltungswoche in enger Kooperation mit dem Team um 
Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger und Prof. Dr. Hubert Wolf von der WWU 
durchgeführt werden, das gerade im Wettbewerb der deutschen Hochschulen um die 
Bewilligung von Exzellenz-Clustern mit einem umfangreich en Forschungsprogramm 
zum Thema „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und Moderne“ in 
die entscheidende letzte Runde gegangen ist. Es ist vorge sehen, diesen 
Problembereich, der ja auch im Mittelpunkt der Auseinan dersetzungen im 
Dreißigjährigen Krieg und des Ringens um den Westfälisch en Frieden stand, unter 
den oben genannten Prämissen zum Leitthema zu machen. 
 
Münster, Februar 2007

Anlage 5.3

3083 Zeichen

20.06.2006 
BS 
Münsteraner Zukunftsgespräch „Wissen schafft Zukunft“ 
Arbeitskreis „Bildung und Kultur“ – Ergebnisübersicht zur Präsentation im Beirat MM am 22.06.2006 
 
Mitglieder aus dem Beirat Münster Marketing: 
 
Hr. Dr. Arnhold, Hr. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Meffert, Hr. Dr. Winkler 
 
 
Grundsatzvotum: 
 
• Unser Anspruch: Innovation, Internationalität, Int eraktion (Netzwerke) 
• Die Bereiche Bildung, Wissenschaft und Kultur werd en in einem Wirkungszusammenhang mit wirtschaftlichem 
Erfolg gesehen 
 
 
Handlungsansätze: 
 
• Münster entwickelt sich zu einem Referenzort für Lernen im Generationenverbund  
• Münster entwickelt sich zu einem Kompetenzraum für Friedenssicherung und Vermittlung mit internati- 
onaler Ausrichtung (Vernetzung von Bildung, Wissenschaft und Kultur, Westfälischer Friede im Focus) 
• Münster bietet seine Kompetenzen als Modell – Bau – Stadt an – als Experimentierfeld zur Entwicklung 
neuer, zukunftsfähiger und finanzierbarer Strukturen für Bildung und Kultur  
• Münster eignet sich als Standort für innovative Begabtenförderung  
• Internationale Kunstausstellungen zur überregionalen Profilierung des Standortes  
• Münster als Standort für interkulturelles Lernen

Was? Wie? Wer? 
Münster entwickelt sich zu einem 
Referenzort für Lernen im Genera- 
tionenverbund 
• Projektskizze wird bis zum 08.09. 
erarbeitet 
 
• Hr. Dr. Gummersbach, 
Hr. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Meffert 
 
 
Münster entwickelt sich zu einem 
Kompetenzraum für Friedenssi- 
cherung und Vermittlung mit in- 
ternationaler Ausrichtung (Ver- 
netzung von Bildung, Wissen- 
schaft und Kultur, Westfälischer 
Friede im Focus) 
• Projektskizze wird bis zum 08.09. 
erarbeitet 
 
• Fr. Dr. Rommé, 
Fr. Spinnen 
 
Münster bietet seine Kompeten- 
zen als Modell – Bau – Stadt an – 
als Experimentierfeld zur Entwick- 
lung neuer, zukunftsfähiger und 
finanzierbarer Strukturen für Bil- 
dung und Kultur 
• Projektskizze wird bis zum 08.09. 
erarbeitet 
 
• Hr. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Meffert 
 
Hr. Schnieder 
•  
Münster eignet sich als Standort 
für innovative Begabtenförderung 
• Das Pre-College Musik als eine 
Ausbildungsstätte für besonders 
begabte Musiker ist ein Beispiel 
• Hr. Rademacher

für die Herausbildung von Excel- 
lenz durch die Vernetzung am 
Standort (Musikhochschule, Mu- 
sikpädagogik, Westfälische 
Schule für Musik, Schulen) 
Internationale Kunstausstellungen 
zur überregionalen Profilierung 
des Standortes 
• Es wird ein Projektvorschlag er- 
arbeitet, der sich mit der Frage 
auseinandersetzt, wie mit inter- 
nationalen Kunstausstellungen in 
einer Regionalhauptstadt jenseits 
der großen Magnetprojekte (wie 
MoMa) eine internationale Aus- 
strahlung erreicht werden kann 
• Fr. Kirkpatrick, Hr. Dr. Arnhold 
Münster als Standort für interkul- 
turelles Lernen 
• Es wird ein Vorschlag entwickelt 
für Projekt mit Modellcharakter, 
die eine frühzeitige Integration 
und Akkulturation von Kindern 
mit Migrationsvorgeschichte er- 
möglichen 
• Fr. Herzog (Schulleiterin Grund- 
schule Kinderhaus), Fr. Dr. Han- 
ke, Hr. Dr. Gummersbach

Ergänzungsvorlage V/0113/2007/1

3676 Zeichen

V/0113/2007/1 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Münster Marketing 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Erstes Münsteraner Zukunftsgespräch (08.09.2006) "Münster - Mit Wissen erfolgreich im 
Standortwettbewerb" - Ergebnisse und Konsequenzen 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
13.06.2007 Hauptausschuss Vorberatung 
13.06.2007 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Sachentscheidung 
 
1. Der Rat nimmt die Ergebnisse des „Ersten Münsteraner Zukunftsgespräches“ zur Kenntnis 
(Anlagen 2 und 3).  
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und 
der Fachhochschule Münster Gespräche zur Gründung einer „Konzertierten Aktion Wis-
senschaftsstadt Münster“ zu führen, die perspektivisch alle Hochschulen und auch die au-
ßeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie die Wirtschaft einbeziehen soll (Anlagen 3 
und 4). 
 
3. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass die Ergebnisse des Projektes „Kompetenzfeldentwick-
lung Münster.
land“ der Wirtschaftsförderung Münster GmbH die bei der Vorbereitung des 
Zukunftsgesprächs identifizierten Zukunftsfelder „Gesundheit/Life Science“ und „Nanotech-
nologie“ auch aus Sicht der wirtschaftlichen Entwicklung bestätigen und weiterqualifizieren.  
 
Bei der Entwicklung der Kompetenzfelder soll in geeigneter Weise auch das Müns-
terland eingebunden werden. 
 
4. Der Rat beauftragt die Verwaltung, das Themenfeld „Gesundheit/Life Science“ in den von 
der Prognos AG vorgeschlagenen Spezifizierungen „Medizintechnik und Pharma“ und 
„Präventivmedizin“ gemeinsam mit den Hochschulen, der münsterschen Wirtschaft und der 
Wirtschaftsförderung Münster sowie den städt ischen Fachdienststellen (v.a. Gesundheits-
planung) zu einem Marken- und Profilierungsthema für Münster zu entwickeln. 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0113/2007/1. Erg.
Auskunft erteilt: 
Frau  Spinnen 
Herr Dr. Hauff 
Ruf: 
492 27 00 
492 61 35 
E-Mail: 
spinnen@stadt-muenster.de  
Datum: 
11.06.2007 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0113/2007/1 
5. Die Verwaltung wird beauftragt, das Markenthema „Westfälischer Friede“ als Teil der Kon-
zertierten Aktion Wissenschaftsstadt Münster und mit geeigneten Partnern aus der Stadt 
mit dem Ziel der überregionalen Positionierung und Profilierung weiterzuentwickeln (Anlage 
6).  
 
6. Die Verwaltung wird beauftragt, Projekte zu entwickeln und umzusetzen, die die Verbin-
dung zwischen Wissenschaft und Kultur als Teil des Zukunftsprofils „Wissenschaft und Le-
bensart“ für breite Bevölkerungsschichten sichtbar machen und die Stadt auch international 
positionieren.  
 
7. Die Verwaltung wird beauftragt, die von den Beschlussvorschlägen 2 – 6 nicht erfassten 
Projektvorschläge des Zukunftsgesprächs unter Berücksichtigung ihrer Vernetzungs- und 
Profilbildungspotenziale in Rückkopplung zu den Mitgliedern des Beirats Münster Marketing 
zu prüfen und entsprechend den Prüfergebnissen Vorschläge zu ihrer Realisierbarkeit in öf-
fentlich-privater Partnerschaft zu entwickeln (Anlage 5). 
 
 
Kosten/Folgekosten 
 
Durch die vorstehenden Beschlusspunkte entstehen unmittelbar keine Kosten und Folgekosten. 
 
Bei Bedarf werden den Ratsgremien entsprechende Beschlussvorschläge in gesonderten Vorla-
gen vorgelegt.  
 
 
 
Begründung: 
 
Der Werksausschuss Münster Marketing hat in seiner Sitzung am 23.05.2007 die Ergänzung des 
Beschlusspunktes 3 beschlossen. Die Verwaltung schließt sich diesem Beschluss an und schlägt 
dem Rat vor, die Vorlage in der geänderten Fassung zu beschließen. 
 
Bei der weiteren Änderung im Punkt 3 (Zeile 2) der Vorlage handelt es sich lediglich um eine re-
daktionelle Anpassung. 
 
 
 
I.V. 
 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor

Beratungsverlauf (6)

23.05.2007 Werksausschuss Münster Marketing
TOP 4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
31.05.2007 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 6.5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
31.05.2007 Kulturausschuss
TOP 7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
06.06.2007 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung
TOP 4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
Entscheidung
Vorberatung

Orte (6)

  • Pferdegasse
  • Prinzipalmarkt 8
  • Jesuitengang
  • Schlossplatz
  • In der Au
  • Kinderhaus

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0113/2007
Typ
Vorlagen
Datum
01.02.2007
Erstellt
06.10.2020 14:37