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3723/2023

Beantwortung einer mündlichen Anfrage von Frau Bärbel Hölzing (Bündnis 90/Die Grünen) im Ausschuss für Schule und Weiterbildung vom 22.05.2023 zum ersten Kölner Antidiskriminierungsmonitoring (0232/2023)

Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.) 27.11.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss Schule und Weiterbildung, Sitzung am 22.01.2024, TOP 8.4

Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

5077 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
OB/16 
 
Vorlagen-Nummer  27.11.2023 
 3723/2023 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 22.01.2024 
 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage von Frau Bärbel Hölzing (Bündnis 90/Die 
Grünen) im Ausschuss für Schule und Weiterbildung vom 22.05.2023 zum "Ersten 
Kölner Antidiskriminierungsmonitoring" (0232/2023) 
Frau Bärbel Hölzing (Bündnis 90 / Die Grünen) fragt, welche Ansätze gegen Diskrimi-
nierung aus dem Anti-Diskriminierungs-Monitoring für die Schule mitgenommen 
werde. Zudem informiert sie sich, was geplant sei, um Diskriminierung an Schulen 
vorzubeugen und ob es hierzu eine extra Vorlage für die Schulen geben würde. 
 
 
Zusammenfassung in Einfacher Sprache: 
 
Die Stadt Köln hat einen Bericht erstellt, der Diskriminierung in Köln sichtbar macht. 
Diskriminierung bedeutet, dass Menschen zum Beispiel wegen ihrer Herkunft, ihrer 
Hautfarbe oder einer Behinderung ungerecht oder schlechter behandelt werden. Die 
Daten für den Bericht stammen von verschiedenen Beratungsstellen in Köln. Der Be-
richt zeigt zu welchen Formen der Diskriminierung es in Köln gekommen ist und in 
welchen Bereichen.  
Auch in Schulen können Kinder und Jugendliche ungerecht behandelt werden. Darum 
gibt es das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Schüler*innen 
und Lehrer*innen werden im Netzwerk unterstützt, gegen Ausgrenzung in den Schu-
len vorzugehen. Ziel ist, dass alle Schüler*innen sich an den Schulen sicher und wohl 
fühlen können. 
 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
In Köln befassen sich derzeit die zwei Antidiskriminierungsberatungsstellen (ADB) An-
tidiskriminierungsbüro & die Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit der Caritas sowie 
das Antidiskriminierungsbüro (ADB) Köln/ Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V. mit der Do-
kumentation von Diskriminierungsfällen. Zudem gibt es auf bestimmte Fallgruppen 
spezialisierte, so genannte "phänomenbezogene" Meldestellen wie die Fachstelle 
"[m²] / Meldestelle für Antisemitismus des NS-Dokumentationszentrums, die Daten er-
heben. Hiermit verfügt Köln über Institutionen, die direkt und unmittelbar mit Men-
schen in Kontakt stehen, die von Diskriminierung betroffen sind. Die Erkenntnisse die-
ser Stellen bilden die Grundlage des ersten gesamtstädtischen Berichts.

2 
 
Das Monitoring weist u.a. Diskriminierung nach Lebensbereichen aus. So werden im 
Berichtszeitraum 12% der Diskriminierungsfälle dem Bereich „Bildung“ zugeordnet. 
Eine weitere Spezifikation nach z. B. Schule/schulischer Bildung oder Weiterbildung/ 
Erwachsenenbildung, beruflicher Bildung und Hochschulbildung etc. erfolgt dabei 
nicht. Es ist aber geplant, die Datenlage in den Beratungs- und Meldestellen mittelfris-
tig so zu harmonisieren, dass auch differenziertere und damit vergleichbare Ergeb-
nisse im Rahmen des Monitorings erzielt werden können. Eine separate Vorlage wird 
nicht erstellt.  
 
Die Tatsache, dass Diskriminierung und Ausgrenzung auch im schulischen Kontext 
eine Rolle spielt, ist seit langem bekannt. Seit September 2018 hat das Kommunale 
Integrationszentrum im Amt für Integration und Vielfalt der Stadt Köln die Regionalko-
ordination für die Kölner Schulen im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit 
Courage“ inne. Das Netzwerk ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Es bietet 
Schüler*innen die Möglichkeit, sich gegen jede Form von Diskriminierung, insbeson-
dere Rassismus, zu engagieren und sich für die Gleichwertigkeit aller Menschen ein-
zusetzen. Ziel ist es auch, ein Schulklima zu schaffen, in dem sich alle wohl fühlen 
und wertgeschätzt werden.  
 
Als Regionalkoordination "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" berät und 
begleitet das Kommunale Integrationszentrum Schulen im Netzwerk auf dem Weg zur 
rassismus- und diskriminierungssensiblen Schule. Durch regelmäßige Vernetzungs-
treffen fördert sie den Austausch und bietet Workshops für Schüler*innen und Päda-
gog*innen an. Sie berät Schulen individuell und informiert regelmäßig über Angebote 
von außerschulischen Kooperationspartner*innen. Weiterhin begrüßt sie die neuen 
Schulen im Netzwerk. 
 
In Köln sind aktuell 55 Schulen fast aller Schulformen im Netzwerk (Stand November 
2023). Nach Schulformen aufgeschlüsselt sind es 5 Grundschulen, 1 Hauptschule, 6 
Realschulen, 11 Gesamtschulen, 21 Gymnasien, 8 Berufskollegs und 3 Weiterbil-
dungskollegs. 
 
Für das Schuljahr 2023/24 bietet die Regionalkoordination erstmalig eine modulare 
Workshopreihe für Schulleitungen, Lehrkräfte und Schulsozialarbeitende im Netzwerk 
an (Titel „Auf dem Weg zur rassismus- und diskriminierungssensiblen Schule“). Die 
Reihe wird in Kooperation mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Re-
gierungsbezirk Köln beim NS-Dokumentationszentrum durchgeführt. 
 
Das Netzwerk und Angebote der Regionalkoordination für Schüler*innen und Lehr-
kräfte bzw. Schulsozialarbeiter*innen sind wichtige Ansatzpunkte zur Sensibilisierung 
und zum Abbau von Diskriminierung an Schulen.  
 
 
Gez. Reker

Beratungsverlauf (1)

22.01.2024 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 8.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3723/2023
Typ
Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
Datum
27.11.2023
Erstellt
13.11.2023 13:06