2750/2025
Beantwortung der Anfrage AN/1169/2025 "Gibt es genügend Räume und Angebote für Jugendliche?"
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Beantwortung einer Anfrage (BV)
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Dezernat, Dienststelle IV/512/2 Vorlagen-Nummer 2750/2025 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 08.09.2025 Beantwortung der Anfrage AN/1169/2025 "Gibt es genügend Räume und Angebote für Jugendliche?" Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt in der Bezirksvertretung Mülheim zur Sitzung am 08.09.2025 folgende Anfrage: Gibt es genügend Räume und Angebote für Jugendliche? In Dellbrück ist eine Gruppe von Jugendlichen zurzeit auffällig kriminell. Offenbar kommen rund um wenige Rädelsführer wechselnde Gruppen von Jugendlichen zusammen und bege- hen z.T. schwere Straftaten. Es ist zu begrüßen, dass staatliche Stellen wie Schulen, Polizei und Ordnungsamt eingreifen und präventiv und repressiv gegen die Straftäter vorgehen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob Jugendlichen in den Außenbezirken genügend Räume und Angebote für ihre Freizeitgestaltung zur Verfügung stehen. Vor diesem Hintergrund stel- len wir folgende Fragen: Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob Jugendlichen in den Außenbezirken genügend Räume und Angebote für ihre Freizeitgestaltung zur Verfügung stehen. Vor diesem Hintergrund stel- len wir folgende Fragen: 1. Gibt es in den Mülheimer Außenbezirken aufsuchende Angebote, d.h. Streetworker bzw. Mitarbeiter der städtischen Ämter, die außerhalb des Schulkontextes von sich aus auf Jugendliche zugehen? 2. Gibt es in den Mülheimer Außenbezirken genügend öffentliche Räume zum Chillen und Abhängen explizit für Jugendliche wie z.B. Skateparks? Welche Plätze sind das und ist das Angebot ausreichend? 3. Zu den Jugendzentren: a. Welche Jugendzentren gibt es in den Mülheimer Außenbezirken und in welcher Trägerschaft (städtisch/kirchlich/zivilgesellschaftlich/ehrenamtlich)? b. Welche Zielgruppen werden mit welcher Angebotsstruktur angesprochen, und wie bzw. von welchen Gruppen werden die Angebote angenommen (bitte insbesondere mit Fo- kus auf Dellbrück)? c. Wie sind die vorhandenen Treffs/Zentren personell besetzt? 2 Die Jugendverwaltung bedankt sich für die Anfrage und antwortet wie folgt: Es existiert bezüglich der in der Anfrage dargestellten Jugendgruppe ein „Runder Tisch“, be- stehend aus Polizei, Schulen, Jugendeinrichtungen, Allgemeinem Sozialen Dienst des Ju- gendamtes, dem zur Verhinderung von Jugendkriminalität eingerichteten polizeilichen Ange- bot „Kurve kriegen“, Streetwork, Sozialraumkoordination und Jugendpflege, der bereits seit zwei Jahren aktiv die genannte Jugendgruppe beobachtet und deren Bewegungsprofile ver- folgt. Ziel ist es gemeinsam Hilfen und Maßnahmen für diese Jugendlichen abzustimmen. Auf Grundlage dieser Zusammenarbeit wurden bereits acht Jugendliche bei „Kurve kriegen“ ange- bunden und zwei Jugendliche sind im Intensivtäterprogramm aufgenommen worden. Diese werden daher noch engmaschiger von der Polizei kontrolliert und Straftaten zeitnah verfolgt und zur Anzeige gebracht. Zu 1: Die drei für den Bezirk Mülheim zuständigen Streetworker*innen von Streetwork Köln suchen regelmäßig im gesamten Bezirksgebiet informelle Treffpunkte auf, um dort mit Jugendlichen in Kontakt zu treten. Die Streetworker*innen sind in den AKs Jugend und den jeweiligen Stadtteilkonferenzen ver- treten und werden dort über neue Treffpunkte junger Menschen und aktuelle Entwicklungen im Bezirk informiert. Diese Informationen werden in die tägliche Arbeit eingebunden und be- rücksichtigt. Zu 2: Im Bezirk Mülheim befinden sich insgesamt vier Skateflächen. Die Angebote im Familienpark, an der Keupstraße und Am Faulbach liegen zentral und gut erreichbar im Stadtteil Mülheim. Das vierte Angebot befindet sich am Kühzällerweg in Holweide, ist aber eher für Anfänger*in- nen geeignet. Die zu einem Bolzplatz zughörige Fläche ist im Rahmen der Spielraumplanung 2025-2030 ab 2029 zur Neugestaltung avisiert. Die Suche nach weiteren geeigneten und bau- rechtlich abgesicherten Flächen für zusätzliche Skateanlagen im Bezirk Mülheim gestaltet sich aus diversen Gründen herausfordernd. Es gibt zudem in den äußeren Stadtteilen Mülheims öffentliche Räume, wie z.B. Grünstreifen, Parkanlagen, das Rheinufer, Wälder und Spielflächen, die von Jugendlichen auch als Treff- punkte und zum Chillen genutzt werden. Allerdings entstehen dort immer wieder Konflikte mit Mitbürger*innen, auch dann, wenn die Jugendlichen sich dort nur aufhalten und unauffällig chillen. Zu 3: a. In den Stadtteilen Höhenhaus, Dünnwald, Flittard, Stammheim, Holweide und Dellbrück als Mülheims Außenbezirke befinden sich folgende Jugendeinrichtungen: Höhenhaus: 3 Jugendeinrichtungen: Bodestraße / AWO Köln (Arbeiterwohlfahrt Köln) Haus der Jugend / KJA (Katholische Jugendagentur Köln) JZ Salamander / JugZ (Jugendzentren Köln gGmbH) Dünnwald: 1 Jugendeinrichtung: Henrys HOPE / CSH (Christliche Sozialhilfe) Flittard: 1 Jugendeinrichtung: JZ Pauline / JugZ (Jugendzentren Köln gGmbH) Stammheim: 1 Jugendeinrichtung: OT St. John/ SKM Köln (Sozialdienst Katholischer Männer Köln e.V.) 3 Holweide: 1 Jugendeinrichtung und 1 Jugendtreff: JZ Picco / JugZ (Jugendzentren Köln gGmbH) HKS51 / KJA (Katholische Jugendagentur Köln) Dellbrück: 1 Jugendtreff: Dellchill / KJA (Katholische Jugendagentur) Insgesamt gibt es 7 Jugendeinrichtungen und 2 Jugendtreffs in den äußeren Stadtteilen Mül- heims. b. Grundsätzlich werden die diversen Angebote, die alle Bereiche der Freizeitgestaltung sowie Unterstützung und Beratung unter anderem in schulischen Belangen und bei Fragen der Be- rufsfindung umfassen, immer an die Interessen und Bedürfnissen der Kinder und Jugendli- chen angepasst. Zudem werden die Besucher*innen partizipativ in die Angebotsplanung ein- gebunden. Hauptsächlich werden die Angebote von den jungen Menschen genutzt, die im Einzugsgebiet leben. In Bezug auf die in der Anfrage dargestellte Jugendgruppe ist festzustellen, dass sie sich im Stadtbezirk bewegt und außer in Stammheim und Flittard die Angebote aller Jugendeinrich- tungen nutzt. Die Jugendlichen sind allen entsprechenden Jugendeinrichtungen bekannt, hal- ten sich dort auf, verhalten sich aber meist regelkonform und sind als Gruppe unauffällig. c. Die Jugendeinrichtungen sind alle mit zwei hauptamtlichen Mitarbeiter*innen in Vollzeit ausge- stattet. Die Jugendtreffs verfügen jeweils über eine Personalstelle in Vollzeit.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2750/2025
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (BV)
- Datum
- 08.09.2025
- Erstellt
- 05.09.2025 14:44