Mandari Insight

AN/1299/2019

Neuorganisation der Verkehrsführung auf der Schmalbeinstraße

Antrag nach § 3 BV1 (SPD) 24.09.2019

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 04.06.2020, TOP 5.1.2

Antrag nach § 3 (SPD BV1)

· application/pdf

Ansehen

Antrag nach § 3 (SPD BV1)

7546 Zeichen

Herrn Bezirksbürgermeister  
Andreas Hupke 
 
Herrn Bürgeramtsleiter 
Dr. Ulrich Höver 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
 
 
Köln, 19.09.2019 
 
 
Antrag nach § 3 der Geschäftsordnung des Rates und der Bezirksvertretungen der 
Stadt Köln 
 
 
Sehr geehrte Herren, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,  
 
wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der BV Inne n-
stadt zu setzen:  
 
 
Neuorganisation der Verkehrsführung auf der Schmalbeinstraße  
 
Die Verwaltung wird beauftragt,  
 die Schmalbeinstraße von der Aachener Straße bis zur Verkehrsinsel im mittleren 
Bereich („Plataneninsel“) zu einer Einbahnstraße von Süd nach Nord umzugestalten 
und den von Norden kommenden Verkehr um die Verkehrsinsel herum zur 
Vogelsanger Straße zurückzuführen. F ahrräder sollen in beiden Richtungen fahren 
dürfen. 
 die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit auf der Schmalbeinstraße in ihrer ganzen 
Länge auf 30 km/h festzusetzen.  
 zu prüfen, inwiefern das auf der Schmalbeinstraße verlegte Kopfsteinpflaster mit 
einer Asphaltdecke überzogen werden kann.  
Dafür sind folgende Verkehrsschilder an der Schmalbeinstraße aufzustellen bzw. 
abzumontieren: 
 An der Einmündung Aachener Straße Aufstellung eines Verkehrszeichens 
„Einbahnstraße“ und an beiden Enden der Schmalbeinstraße ei nes Verkehrszeichens 
„Vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit 30 km/h“ (Zeichen 274)  
 An der Kreuzung Vogelsanger Straße/Ludolf -Camphausen-Straße Aufstellung eines 
Verkehrszeichens „Sackgasse“ (Zeichen 357) mit Zusatzzeichen „Fahrräder frei“, falls 
aus Sicherheitsgründen geboten, zusätzlich eines Verkehrszeichens „Verbot für 
Fahrzeuge ab 2 m Breite“ (Zeichen 264)  
 Südlich der Verkehrsinsel in Richtung Süden Aufstellung eines Verkehrszeichens 
„Einfahrt verboten“ (Zeichen 267) mit Zusatzzeichen „Fahrräder frei“  
 An der Einmündung des Aachener Glacis Aufstellung eines Verkehrszeichens 
SPD-Fraktion 
in der Bezirksvertretung Innenstadt  
Ludwigstraße 8  
50667 Köln 
fon 0221. 221 913 03  
fax 0221. 221 913 01  
mail  SPD-BV1@stadt-koeln.de  
web www.koelnspd.de

- 2 - 
 
„Vorgeschriebene Fahrtrichtung links“ (Zeichen 209)  
 Entfernung des überflüssig gewordenen und schlecht sichtbaren Verkehrszeichens 
„Vorfahrt“ (Zeichen 301) an der Einmündung Aachener G lacis in die 
Schmalbeinstraße 
 Entfernung des überflüssig gewordenen und schlecht sichtbaren Verkehrszeichens 
„Radfahrer“ (Zeichen 138) an der Einmündung Schmalbeinstraße in die Aachener 
Straße 
 
Begründung 
 
Im südlichen Abschnitt der Schmalbeinstraße hat si ch über die Jahre eine potenziell sehr  
gefährliche Verkehrssituation gebildet, die vor allem Fußgänger und Radfahrer benachteiligt. 
Gerade Kinder sind gefährdet: An der beschriebenen Stelle verlaufen sehr viele 
Wegebeziehungen, die überdurchschnittlich häu fig von Schülern und Kindergartenkindern 
benutzt werden. In unmittelbarer Nähe befinden sich ein Gymnasium, zwei Kindergärten, 
mehrere Kindertagesstätten und das KidS -Zentrum mit 80 Schlafplätzen in der 
Notaufnahme. Seit der Einrichtung von Kleingärten ent lang der Schmalbeinstraße nutzen 
Fußgänger , vor allem Kinder , zudem die Schmalbeinstraße auf ganzer Länge zum Queren 
und teils auch für Aufenthalte. Eine weitere Zunahme des Rad - und Fußverkehrs nach Bau 
von Studentenwohnheimen in der Nähe ist sehr wahrsch einlich. 
 
Bei gutem Wetter ist der Bereich außerdem von vielen Besuchern des Grüngürtels und des 
Aachener Weihers frequentiert, die sehr häufig die Fahrbahn für den Fuß - und Radverkehr 
und für leichte E -Mobilität benutzen. Diese Verkehrsteilnehmer geraten immer häufiger in 
Konflikt mit Autofahrern, die die „Schleichstrecke“ Venloer Wall/Ludolf -Camphausen-
Straße/Schmalbeinstraße als Alternativstrecke zur Inneren Kanalstraße nutzen. Diese 
kommen oft direkt von der A 57, fahren mit hohem Tempo, großem Zeitdruc k und teils 
gefährlichem Fahrstil in Richtung der Aachener Straße, vor allem zu den Stoßzeiten morgens 
und nachmittags, zu denen auch Kinder vermehrt unterwegs sind. Die Fahrtziele liegen 
meist im Kölner Westen (die Innenstadt ist nur über einen zeitrauben den U-Turn hinter der 
Haltestelle Universitätsstraße zu erreichen), es wäre ihnen also ohne weiteres zumutbar , die 
sechsstreifig ausgebaute Innere Kanalstraße zu benutzen.  
 
Auf dem Kopfsteinpflaster der Schmalbeinstraße kommt es zu verlängerten Bremswegen,  
vor allem bei nasser Fahrbahn. Häufig sind spontane Manöver an der Einmündung Aachener 
Straße zu beobachten, bei denen Fahrzeuge auf die Gegenfahrbahn wechseln, um Wartende 
zu überholen. Es ist hier bereits zu vielen Unfällen gekommen, bei denen vereinzel t 
Radfahrer auf die Fahrbahn der Aachener Straße geschleudert wurden. Es ist nur glücklichen 
Umständen zu verdanken, dass es noch keine Todesopfer gegeben hat.  
 
Hinzu kommt, dass der Durchgangsverkehr mit einem deutlich gesteigerten 
Parksuchverkehr in Konf likt gerät; bis zu vier Parkstreifen stehen parallel zur Verfügung. Die 
Schmalbeinstraße ist stadtweit bekannt für günstige innerstädtische Langzeitstandplätze, 
die zunehmend auch von Gewerbetreibenden genutzt werden. Diese lagern in manchen 
Fällen bereits Teile ihres Fuhrparks dorthin aus. Überlange und überbreite Fahrzeuge 
blockieren die Nutzung des Fußpfads auf der östlichen Seite und zwingen Fußgänger auf die

- 3 - 
 
Fahrbahn. Häufig ragen Lieferwagen mit der Schnauze auf die Fahrbahn und schaffen 
dadurch eine unübersichtliche Verkehrssituation. Viele Verkehrsteilnehmer halten zum Be - 
und Entladen spontan vor den Lieferparkplätzen an der Ecke Aachener Straße, die tagsüber 
trotz häufiger Kontrollen zum Parken missbraucht werden, und rufen zusätzliche Gefahren 
hervor . 
 
Die Neuregelung würde den Durchgangsverkehr mit einfachen Mitteln aus der 
Schmalbeinstraße heraushalten, ohne den Parksuchverkehr zu Umwegen durch das 
Belgische Viertel zu zwingen. Die Gefährdung der Fußgänger und Radfahrer würde erheblich 
verringert, weil die Einmündung von der Aachener Straße aus sehr gut einsehbar ist. In die 
Schmalbeinstraße einbiegende Fahrzeuge könnten ein - und ausparkenden Autos gefahrlos 
ausweichen. Das Wenden suchender Fahrzeuge im Einmündungsbereich Aachener Straße 
würde unterbunden. Die neue zulässige Höchstgeschwindigkeit verringert gefährlich 
schnelles Fahren in beide Richtungen.  
 
Im Ergebnis könnte sich die Schmalbeinstraße so entwickeln, wie es das 
Radverkehrskonzept der Stadt Köln vorsieht: eine gemischte Nutzung MIV/R adverkehr mit 
Durchschnittsgeschwindigkeiten von 20 bis 30 km/h. Das würde viele Rad - und E-Scooter-
Fahrer einladen, die Alternativstrecken durch den Grüngürtel (Carola -Williams-Park), auf 
denen sie vermehrt in Konflikt mit Fußgängern – und auch hier sehr vielen Kindern – 
geraten, zugunsten einer Benutzung der Schmalbeinstraße aufzugeben. Dies trüge zu einer 
gefahrenarmen Nord-Süd-Radverkehrsverbindung von der Subbelrather bis zur Aachener 
Straße bei, die weitgehend kreuzungsfrei außerhalb des Belgischen Vi ertels genutzt werden 
könnte. 
 
Der Ersatz des Kopfsteinpflasters durch einen Asphaltbelag wäre ebenfalls wünschenswert, 
denn derzeit nutzen vor allem Radfahrer das Kopfsteinpflaster ungern und weichen teils auf 
den auf der Westseite gelegenen, extrem schma len, wassergebundenen Gehweg aus. Ein 
Asphaltbelag steht derzeit noch in Konflikt mit dem Denkmalstatus der Schmalbeinstraße. 
Daher der zusätzliche Prüfauftrag an die Verwaltung.  
 
Mit freundlichen Grüßen 
Gez. 
 
Dr. Regina Börschel   Martin Henseler

Beratungsverlauf (1)

04.06.2020 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 5.1.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (9)

  • Schmalbeinstraße
  • Aachener Straße
  • Vogelsanger Straße
  • Ludwigstraße 8
  • Innere Kanalstraße
  • Ludolf-Camphausen-Straße
  • Universitätsstraße
  • Aachener Glacis
  • Venloer Wall

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
AN/1299/2019
Typ
Antrag nach § 3 BV1 (SPD)
Datum
24.09.2019
Erstellt
24.09.2019 12:41