2432/2021
Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Umgestaltung „Platz der Kinderechte“ (ehemals Heinz-Mohnen-Platz)
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Anlage 2 - Bürgereingaben
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1.Bürgereingabe vor bald zehn Jahren hat die Stadt Köln mit der Vergabe von Baugrundstücken auf dem ehemaligen Kinderheimgelände an Baugruppen einen wichtigen Schritt in die Zukunft getan. Dies zahlt sich bis heute aus. Auf dem Platz in der Mitte des Quartiers treffen sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Er ist ein lebendiger Mittelpunkt geworden. Leider ist der Platz nicht nach den ursprünglichen Plänen des Architekten Thomas Luzcak gestaltet worden. Aus finanziellen Gründen hat die Stadt Köln den Platz überwiegend versiegelt. Das hat für die Anwohnerinnen und Anwohner zwei unerträgliche Folgen: 1. Die Lärmbelästigung durch die Außenraumgestaltung des Platzes mit vorwiegend harten Oberflächen, die den Schall verstärken, ist immens. 2. Die Hitzeentwicklung auf dem Platz im Sommer ist enorm. Durch den Klimawandel werden extrem heiße Tagen im Sommer auch für Köln "normal" werden. Weil Sie sich für eine gute Stadtentwicklung einsetzen, möchten wir Sie um Unterstützung über die Kommunalwahl hinaus bitten. Wir fordern eine Entsiegelung und Begrünung des Platzes und Unterstützung bei der Begrünung unserer Fassaden. Bepflanzung wirkt dämmend und verbessert das Klima auf dem Platz. Außerdem bitten wie Sie, für geeignete Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche im Stadtviertel zu sorgen. Auch das kann zu einer Entspannung auf dem Platz beitragen. Bitte setzen Sie sich für unser Anliegen ein! Die AnwohnerInnen des Platzes der Kinderrechte weiteres Schreiben der Petentin: hiermit beantragen die Anwohner:innen des Quartiers auf dem ehemaligen Kinderheimgelände eine Entsiegelung des Platzes der Kinderrechte. Begründung: Der Platz wurde 2014 erstellt, ohne dabei die Freiflächengestaltung von Architekt Luczak zu beachten. Aufgrund der Gestaltung mit Asphalt und glatten Bodenplatten entwickelt sich zum einen starke Hitze im Sommer durch Sonneneinstrahlung, zum anderen werden Schallwellen verstärkt, sodass es teilweise zu extremer Lärmbelästigung kommt. Die Anwohner:innen des Quartiers auf dem ehemaligen Kinderheimgeländes beantragen die Entsiegelung im Sinne des Beschlusses zur Entsiegelung von Flächen und Plätzen im Stadtbezirk Lindenthal vom 9. Dezember 2019: 8.1.6 Entsiegelung von Flächen und Plätzen im Stadtbezirk Lindenthal Gemeinsamer Antragder CDU-Fraktion, Fraktion Bündnis 90/Die Grü-nen, SPD-Fraktion, von Gerd Kaspar/FDP, Rolf Kremers/FWK und Lothar Müller/Die Linke AN/1613/2019 Beschluss: Die Verwaltung wird beauftragt, zu prüfen, welche versiegelten Flächen und Plätze im Stadtbezirk entsiegelt werden können, um sie anschließend mit Rasen und/oder Bäumen zu bepflanzen. Die Verwaltung bittet die Einwohner/innen des Stadtbezirks, versiegelte Flächen im öffentlichen Raum zu nennen, die entsiegelt werden könnten. Die Verwaltung geht bei der Prüfung stadtteilweise vor und erstattet nach jedem geprüften Stadtteil einen Zwischenbericht an die Bezirksvertretung. Antrag der Anlieger des Platzes der Kinderrechte: Die Anwohner:innen beantragen, dass der Platz der Kinderrechte entsiegelt wird: 1. Asphaltdecke aufbrechen und durch ungebundene Decke ersetzen. 2. Bodenplatten durch solche ersetzen, die das Versickern von Niederschlag zulassen 1 und nicht zum Skateboardfahren einladen. 3. Mehr Pflanzen, die für ein besseres Klima auf dem Platz sorgen und auch helfen, den Lärm zu dämmen. 4. Unterstützung der Eigentümergemeinschaften bei der Fassadenbegrünung Als Beispiel Ausschnitt aus dem Bebauungsplan: In der ursprünglichen Planung war keine Totalversiegelung, wie sie jetzt existiert, vorgesehen, sondern eine ungebundene Decke mit Elbenwürfeln. Es besteht bereits eine Bürgereingabe nach § 24 GO – "Umgestaltung "Platz der Kinderrechte" (ehemals Heinz-Mohnen-Platz)". Zu dieser Eingabe erfolgte am 11. September 2020 eine Eingangsbestätigung mit dem Aktenzeichen 159/20 B. Nachdem ein halbes Jahr lang keine Reaktion erfolgte, reichen wir erneut eine nun etwas detailliertere Eingabe ein. Des Weiteren begrüßen wir die Ankündigung der Bezirksbürgermeisterin Cornelia Weitekamp vom 30. März 2021, einen neuen Skaterpark in Sülz am Militärring einzurichten, sodass es auch dadurch zu einer gewissen Entlastung des Platzes kommt. 2. Bürgereingabe: ich schreibe Ihnen heute als Bürger dieser Stadt und Bewohner des Stadtbezirks Lindenthal, um Sie auf eine Wohnsituation in Köln-Sülz aufmerksam zu machen, die mehr als beunruhigend geworden ist, die zu eskalieren droht und die ein zusehends wachsendes soziales Konfliktpotential in sich trägt. Ich schreibe Sie direkt an, weil ich glaube, dass in diesem Fall die Politik direkt gefragt ist, da alle anderen Kanäle entweder versagen oder aber nicht in der formalrechtlichen Lage sind, das Problem zu beheben. Es geht um die Situation auf dem Platz der Kinderrechte (vorm. Heinz-Mohnen-Platz) direkt vor der Kirche zur Heiligen Familie, den Sie möglicherweise kennen. Wir bewohnen dort zusammen mit 12 anderen Parteien ein Haus, das wir als Baugruppe geplant und errichtet haben (offizielle Anschrift: Münstereifelerstr. 61 ). Wir haben wie alle anderen Anrainer geduldig auf das Ende der Arbeiten zur Fertigstellung des Platzes, des Kirchenumbaus und der umliegenden Häuser der Genossenschaft gewartet, und zwar acht Jahre lang, und haben uns auf eine beruhigte Wohnsituation nach Ende der Arbeiten gefreut. Leider ist das genaue Gegenteil eingetreten, und zwar nicht nur für uns, sondern für alle Anrainer rund um den Platz, insbesondere für die Parteien, die -wie 2 wir -nicht das Glück haben, über ein Zimmer zu der dem Platz abgewandten Seite zu verfügen. Wir wussten damals bei der Kaufentscheidung nicht, dass wir ein Wohneigentum auf einem Skateboardplatz erwerben würden, denn zu einem solchen hat sich der "Platz der Kinderrechte" mittlerweile entwickelt. Wir sind hier alle in unserer Lebensführung völlig abhängig geworden vom Kommen und Gehen der unterschiedlichsten Skateboardgruppen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die in der Regel ab mittags bis häufig spät abends den Platz bevölkern und dabei einen (durch die schlechte Akkustik des Platzes verstärkten) Lärmpegel erzeugen, der einfach nicht mehr hinnehmbar ist und inzwischen eine wirkliche Gesundheitsbeeinträchtigung darstellt. Wohl gemerkt: Ich rede hier über einen Zeitraum von mindestens 6 -8 Stunden täglich. Wir müssen -wie auch viele unserer Nachbarn -alle Rollläden schließen und leben dann eben im Dunkeln, bis irgendwann der Lärm nachlässt. Die Skater finden hier ideale Bedingungen für ihren Sport vor: große, mit glatten Steinen gepflasterte Alleen; Beleuchtung der Skateboardbahnen nachts inklusive, Treppen, von denen man runterspringen und sich dabei filmen lassen kann; flache Mauern rund um die Kirche, die sich hervorragend zum Surfen mit Skateboards und Sprungexperimenten eignen etc. etc. Es handelt sich bei unserem Platz und den zuführenden Alleen um eine Fußgängerzone, die man, wenn ich mich richtig informiert habe, allenfalls auf einem Skateboard rollend durchqueren kann. Hier aber treffen sich immer größere Jugendgruppen, die sich hier zum sportlichen Trainieren verabreden, und das bedeutet konkret stundenlanges Springen auf und mit den Skateboards die Kirchenstufen rauf und runter. Dass dieser zweckentfremdete Platz der Begegnung irgendwann zu gravierenden Unfällen führen wird, ist klar und nur eine Frage der Zeit. Dabei meine ich gar nicht das Verletzungsrisiko der Skater selber, die sich die Treppen herunterstürzen, sondern die Tatsache, dass sich nachmittags auf dem Platz vor allem viele kleine Kinder, ältere oder behinderte Menschen bewegen, verweilen oder spielen - was nur zu begrüßen ist. Die Kollision eines Hochgeschwindigkeitsskaters mit einem kleinen Kind oder einem älteren Menschen ist praktisch vorprogrammiert, und es ist beklagenswert, erst darauf warten zu müssen, dass etwas passiert, damit es Konsequenzen geben kann. Die ursprüngliche Idee des Platzes im historischen Bewusstsein der ehemaligen städtischen Kinderheime und des gesamten Bebauungskonzepts, das von der Stadt Köln mit den besten Vorsätzen geplant worden war, hat sich durch die konkrete bauliche Gestaltung des Platzes leider dramatisch in ihr Gegenteil verwandelt! Die Zukunft des Projekts rund um die Kirche zur Heiligen Familie im Sinne des gedeihlichen Miteinanders von Jung und Alt, Familien mit und ohne Kinder, Menschen mit oder ohne Einschränkungen, Mietern und Eigentümern sieht schwarz aus - die Aggression steigt überall sichtbar; immer häufiger kommt es zu Zusammenstößen zwischen Anwohnern am Rande des Nervenzusammenbruchs und Kindern und Jugendlichen, die ungerührt aller Beschwerden weitermachen. Der "Platz der Kinderrechte" ist seit Monaten auf dem besten Wege, zum sozialen Hotspot mitten in Köln-Sülz zu werden. Denn neben den unterschiedlichen Gruppen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen von Nah und Fern aus Köln, die das Areal hier vor der Kirche als öffentlichen Skateboard-Trainingsplatz entdeckt haben, kommen ab abends andere Gruppen, die das Gelände hier als Terrain zum Feiern entdeckt haben. Von Corona- Regeln braucht man hier natürlich erst gar nicht zu reden. Alle Versuche unserer Hausgemeinschaft und unserer Nachbarn, mit den Kindern und Jugendlichen zu reden, einvernehmliche Lösungen in beiderseitigem Interesse herzustellen (nicht jeden Tag skateboarden oder zumindest nicht sechs Stunden am Stück, ab und zu mal den Ort wechseln, erklären, dass das Auf- und Abspringen mit den skateboards - manchmal 3 über Stunden an der gleichen Stelle - irgendwann nicht mehr zu ertragen ist, etc. etc.) haben nichts gefruchtet. Vielleicht bleiben sie einmal einen Tag aus, und dann geht's von Neuem los. An Tagen mit gutem Wetter und Sonnenschein kann man die Wohnung eigentlich morgens sofort verlassen und erst abends wiederkommen, denn "normales" Wohnen ist dann nicht mehr möglich. Und Frühjahr und Sommer kommen erst noch - man darf gar nicht daran denken ... Alle Gesprächsversuche werden von den Kindern und Jugendlichen inzwischen unisono mit dem Verweis auf den "Platz der Kinderrechte" abgeschmettert, auf dem sie nun mal alles machen dürften, worauf sie Lust haben .... Ich bin, wir sind am Ende unseres Lateins. Wir wissen nicht mehr ein noch aus und werden vielleicht alle bald hier wieder ausziehen müssen. Einige Nachbarn in den Häusern rund um den Platz haben schon das Handtuch geworfen und vor den Skatern kapituliert. Keiner von uns hatte auf der Rechnung, dass wir unser Projekt erfolgreich realisieren und alle Schwierigkeiten meistern würden, um am Ende in einem skateboard-Paradies zu leben, das uns nervlich und gesundheitlich ruiniert. Die Polizei, für die unsere Anrufe schon Routine geworden ist und die den Platz inzwischen als sehr einschlägig registriert hat, kommt meistens schon gar nicht mehr. Sie verweist regelmäßig auf das Ordnungsamt der Stadt Köln. Dieses kommt ab und zu, räumt manchmal auch den Platz, wenn es allzu arg geworden ist, und verweist ansonsten auf die Politik, die hier gefragt sei. Kurzum: Wir drehen uns im Kreise, und deswegen wende ich mich heute hilfesuchend direkt an Sie als die Oberbürgermeisterin unserer Stadt in der Hoffnung, dass Sie eine Änderung der Situation in Bewegung setzen können. So jedenfalls meine dringende Bitte an Sie, mit der ich hier nicht alleine stehe. Denn der Kreis der Aggression dreht sich immer schneller, und eine soziale Eskalation der Konflikte kann keine Lösung sein! Meine persönlichen Bitten an Sie: Lassen Sie bitte überprüfen, ob das Skateboarden auf diesem Platz nicht endlich untersagt werden kann! Es ist hier öffentlicher Raum, aber kein Skater-Trainingsplatz. Alle anderen Spiele auf diesem Platz sind wunderbar und sollten auch sein, weil es für alle eine Bereicherung ist. Nur das stundenlange Springen der skateboard-Fahrern auf ihren Brettern ist eine Tortur für alle hier. Und zweitens: Auf diesen Platz gehören regelmäßig Besuche des Ordnungsamtes möglichst zu den problematischen Zeiten nachmittags, die die Situation kontrollieren, am besten in verdeckter Form, weil sich das als sehr effektiv erwiesen hat. Und sehr gut wäre drittens der Einsatz von Sozialarbeitern bzw. streetworkern, die nach dem Rechten sehen und verhindern, dass das soziale Gefüge vor Ort weiter degeneriert und eskaliert. Die Situation ist erkennbar absurd geworden, und wir hoffen hier alle auf ein baldiges und nachhaltiges Eingreifen der Politik in Form von eindeutigen Verboten (die dann auch kontrolliert werden) einerseits und dem Schaffen von Alternativen für die Jugendlichen andererseits. Ich hoffe, Ihnen die Dringlichkeit meines und unseres Anliegens habe vermitteln zu können. Zusätzlich zu meiner Mail erlaube ich mir, Ihnen mein Schreiben auf postalischem Wege zukommen zu lassen. Über Ihre Rückmeldung würde ich mich sehr freuen. Als Bürger dieser Stadt wäre ich ansonsten ratlos, an wen man sich in einer offenkundigen kollektiven sozialen Problemsituation sonst noch wenden könnte. Mit freundlichen Grüßen 4 3. Bürgereingabe: wir sind Anwohner am Platz der Kinderrechte/Münstereifeler Str. 61 in Köln Sülz mit Wohnungsausrichtung zum Platz der Kinderrechte. Dieser Platz ist ein wunderbarer Ort der Begegnung, was sehr schön ist. Am Morgen treffen sich die KITA Kids, am Nachmittag die Skater und KITA Kids und am Abend die Jugendlichen in großer Runde. Das der Platz durch diese Anzahl an Personen auch Spuren hinterlässt ist leider immer wieder fest zustellen. Dies ist das eine Problem - die Müllverschmutzung. Ein anderes, welches sich erst seit diesem Herbst hier entwickelt hat und es tut mir sehr leid zu sagen, dass es ein Problem sei - sind die Skater! Seit das Gelände um die Kirche fertiggestellt wurde und ein wunderbares Mäuerchen diese umgibt, haben dies auch die Skater für sich entdeckt. Dort werden von dem Mäuerchen und von den Treppenstufen zur Kirche Sprünge und sonstiges geübt. Das flanierende Publikum muss stets auf der Hut sein, nicht in einen anfliegenden Skater zu geraten. Aber können Sie sich vorstellen, welchen Lärm Skatboard machen die durch die Luft fliegen und auf die Pflastersteine knallen?? Bitte kommen Sie mal vorbei und hören selbst! Dieser Lärm wird leider durch die Platzsituation: zu viel Beton, zu viele versiegelte Flächen und megabreite Pflasterwege ENORM verstärkt!! Diese Problem ist der ehemaligen Bezirksbürgermeisterin bekannt, da sie auch mehrfach vor Ort war. Wir für unseren Teil, finden es schade, das wir die Kids und Jugendlichen als Störfaktor in ihrer tollen Freitzeitaktivität wahrnehmen, da sie nichts dafür können, dass sie einfach keinen geeigneten Platz hier in Sülz/Klettenberg/Lindenthal finden. Es ist uns ein großes Anliegen, dass hier Abhilfe geschaffen wird, durch die Homeoffice Zeit ist es teilweise nicht zu ertragen. Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge. == Wir sind uns sehr bewusst, dass in diesen besonderen Zeiten besondere Herausforderungen zu stemmen sind, aber wir sind auch fest davon überzeugt, dass eine Lösung möglich ist und bitten um Prüfung, ob nicht über das Mäuerchen, welches die Kirche umgibt, Stopper oder irgendwelche Erhebungen angebracht werden können, damit das Runterfahren und Springen verhindert wird. Des Weiteren sollte dringend über die Begrünung und Entsiegelung des Platzes nachgedacht und geplant werden (extreme Schallweitergabe und Aufheizung im Sommer - Thema urbanes grün!!). Auch möchten wir darauf hinweisen, dass nach Genehmigung der Stadt Köln auf dem ehemaligen Kinderheimgelände Wohnraum für ca. 1.000 Menschen geschaffen wurde, allerdings wenig geeignete Spielstätten für die heranwachsende Kinder/Jugendliche. Der Park bietet zwar einen Kinderspielplatz, aber mehr nicht. Mittlerweile ist auch eine Petition für einen Skaterpark in Sülz im Umlauf und wird sicherlich alsbald auch an offizieller Stelle vorliegen. Das Thema treibt die Menschen in Sülz um, polarisiert und was sich immer mehr herausstellt, es liegt eine enorme Energie in der Luft und wir sehen hier leider auch die Gefahr der Eskalation und das gilt es doch schnellstens abzuwenden. Hierzu kann Ihnen sicherlich das zuständige Ordnungsamt und die Polizei Auskunft geben. Wir hoffen auf Ihre positive Nachricht und Problemlösung und freuen uns von Ihnen zu hören. 5 4. Bürgereingabe: im Stadtteil Sülz erfreut sich der Platz der Kinderrechte auf dem ehemaligen Gelände des Kinderheims großer Beliebtheit. Seit über einem Jahr sind die Anwohner*innen mit der Bezirksvertretung Lindenthal, Jugendamt und Polizei im Gespräch wegen Lärmbelästigung und Umgestaltung des Platzes. Wer denkt, es kommen in Corona-Zeiten weniger Menschen, täuscht sich. Das Ordnungsamt und die Polizei haben schon geräumt, aber oft dauert es Stunden, bis sie reagieren. Denn auf dem Platz treffen sich nicht nur Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft, sondern es kommen Skater-Gruppen aus ganz Köln, weil der Platz für ihren Sport viele Vorteile bietet. Zum Nachteil der Anwohner*innen. Denn der Platz ist nicht wie ursprünglich von Archtikt Thomas Luczak geplant gestaltet worden. Aus Geldknappheit wurde die Fläche in der Mitte des Platzes asphaltiert. Das war 2014. Inzwischen gibt es Konzepte in der Stadt für mehr Grün. Die Anwohner*innen wollen, das ein solches Konzept auch auf ihrem Platz umgesetzt wird. Weg mit dem Asphalt, der dafür sorgt, dass der Platz im Sommer zum Backofen wird. Mehr Grün und Pflanzen, die für ein besseres Klima auf dem Platz sorgen und auch helfen, den Lärm zu dämmen. Andere Pflastersteine, die nicht zum Skaten einalden, dafür aber ein Skater-Park für die Jugendlichen zum Beispiel im Beethovenpark. Es gibt viele Ideen im Quartier, doch leider interessiert sich die Politik nicht dafür. Schreiben wie an den Ausschuss Grün oder den Ausschuss Anregungen und Themen bei der Stadt Köln vom 7.9.20 sind unbeantwortet geblieben. Stattdessen kommt es zu hässlichen Szenen auf dem Platz, weil Anwohner*innen - im Homeoffice - schon mal die Nerven durchgehen wegen des Lärms durch die Skater, und weil teilweise die Jugendlichen aggressiv auf die Beschwerden reagieren. Nach vergeblichen Bemühungen mit der Bezirksverwaltung wenden wir uns jetzt auch an die Presse, um so mehr Aufmerksamkeit für unser Problem zu bekommen. Kommen Sie selbst zum Platz der Kinderrechte und machen Sie sich selbst ein Bild von der Situation vor Ort macht. Eine gute Uhrzeit ist ab 16 Uhr. Wir würden es sehr begrüßen, wenn Sie unser Anliegen im Sinne des Beschlusses zur Entsiegelung von Flächen und Plätzen im Stadtbezirk Lindenthal vom 9.2.2019 unterstützen würden. weiteres Schreiben des Petenten hiermit beantragen die Anwohner*innen des ehemaligen Kinderheimgeländes ein sofortiges Skate- und Kickboard-Fahrverbot auf dem Platz der Kinderrechte. Begründung: Der Platz ist nicht wie ursprünglich von Architekt Thomas Luczak geplant 2014 gestaltet worden. Die Fläche in der Mitte des Platzes wurde asphaltiert und rundherum glatte Bodenplatten verlegt. Optimale Bedingungen für Skater, die aus ganz Köln kommen. Belästigung und Gefährdung von Passant:innen und Lärm durch Skater sind in Köln kein neues Problem. Wir verweisen auf das Skateboard-Verbot auf der Domplatte. Der Verwaltungsrechtler Heribert Johlen von der Kanzlei Lenz und Johlen hat 2010 in einem Rechtsgutachten festgestellt, "dass alle, über die reine Fortbewegung hinausgehenden Aktivitäten der Skater mit der Zweckbestimmung des Fußgängerbereichs nicht vereinbar 6 sind und eine unzulässige Sondernutzung darstellen." Laut dem Rechtsgutachten verstoßen die Skateboard-Fahrer gegen die Straßenverkehrsordnung, da sie sich nicht an eine "an Fußgänger angepasste Geschwindigkeit" halten. Durch das Ausüben von Skateboard-Sprüngen würden Passanten auf der Domplatte belästigt. Erschwerend komme die Masse an Skateboardfahrern und die Intensität der Nutzung hinzu. Der Verwaltungsrechtler forderte damals, dass die Stadt "eine sachgerechte Entscheidung" treffen und dabei auch die Interessen der Anlieger berücksichtigen müsse. Die Anwohner*innen des Platzes der Kinderrechte beschweren sich täglich und teils mehrfach direkt bei den Skatern. Außerdem melden sie dem Ordnungsamt und der Polizei Ansammlungen von Menschen auf dem Platz, die sich dort zum Skaten verabreden, und beschweren sich über den Lärm durch das Skaten. Oft dauert es aber Stunden, bis die Ordnungskräfte eintreffen. Diese Maßnahmen führen nicht zu einer dauerhaften Lösung. Meist kehren die Skater wenige Minuten später zurück oder eine neue Gruppe trifft sich auf dem Platz. Der Platz wird von verschiedenen Anwohner:innen genutzt, die sich durch die sportlichen Aktivitäten der Skater belästigt fühlen. So halten sich dort Kleinkinder, Senior:innen und Bewohner:innen mit körperlichen Beeinträchtigungen aus den Wohngruppen auf. Die Anwohner*innen haben stichprobenartig an verschiedenen Tagen die Schalldruckpegel gemessen. Der Spitzenwert liegt bei 88 Dezibel, im Schnitt werden zwischen 67 bis 88 Dezibel gemessen. Zum Vergleich, welche Werte zulässig sind: 7 Andauernder Lärm führt zu Stress, der auf Dauer krank macht. Mutwillig verursachter Lärm gehört nicht zu einer "normalen" Geräuschkulisse. Wir beziehen uns auf § 117 des Ordnungswidrigkeitengesetzes (OWiG): (1) Ordnungswidrig handelt, wer ohne berechtigten Anlass oder in einem unzulässigen oder nach den Umständen vermeidbaren Ausmaß Lärm erregt, der geeignet ist, die Allgemeinheit 8 oder die Nachbarschaft erheblich zu belästigen oder die Gesundheit eines anderen zu schädigen. Deshalb beantragen die Anwohner*innen des Platzes der Kinderrechte ein sofortiges Skateund Kickboard-Fahrverbot auf dem Platz. Wir begrüßen die Ankündigung der Bezirksbürgermeisterin Cornelia Weitekamp vom 30. März 2021, einen neuen Skaterpark in Sülz am Militärring einzurichten. Da aber noch nicht feststeht, bis wann dieser installiert sein wird, und ungewiss ist, wie er von den Skatern angenommen wird, werden wir weiter auf ein Verbot für Skate- und Kickboardfahren auf dem Platz der Kinderrechte beharren. Gegen diese massive Lärmbelästigung auf einem öffentlichen Platz kann nur die Bezirksvertretung Abhilfe durch entschiedenes Handeln schaffen. 5. Bürgereingabe: Man liest und hört immer: Mehr Grün, grün, grün. Man sieht aber immer: Mehr grau, grau, grau. Mir geht es hier vor allem um die großzügigen Freiflächen der beiden Plätze: ,,Elisabeth-von-Mumm -Platz" und ,"Platz der Kinderrechte" (z.Zt noch Heinz- Mohnen-Platz) auf dem Gebiet des ehemaligen Kinderheimes in Köln- Sülz mit seinen Neubauten. Auf diesen heute grauen Freiflächen hätte man wunderbar einige Grünflächen mit verwinkelten oder geschwungenen Laufwegen unterbringen können. Nun sieht man hier nur eine große Plattenwüste, die sich im Sommer wunderbar von der Sonne aufheizen lässt. Inzwischen haben sich Kinder und Jugendliche, die teilweise sogar von ihren Eltern mit den Autos gebracht werden, diese Fläche als ihre Skater-Fläche erobert, leider mit sehr viel Lärm und einer entsprechenden Vermüllung. Selbstverständlich sollen sich Kinder auch austoben dürfen, aber muss dies mit Nach-teilen wie Schmutz, Müll, Lärm und Sommerhitze für alle Anwohner verbunden sein? Ich meine nein! So wie man für die Kleinkinder im Beethoven-Park einige Spielplätze errichtet hat, könnte man doch sicher eine geeignetere Möglichkeit auch für die Jugendlichen finden. Damit könnte man auch gleichzeitig die im Sommer z u erwartende Aufheizung des gesamten Gebäudekomplexes mit seinen großen Freiflächen etwas abmildern und hätte etwas Gutes für unsere Umwelt und die Zukunft der Kinder getan. Mit der Bitte um Überprüfung verbleibe ich 9
Anlage 3- weitere Eingabe
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Anlage 3 Eingang per Mail am 29.07.2021 Sehr geehrte Damen und Herren der Bezirksvertretung 3, Köln Lindenthal, im Auftrag meiner Schwester, Frau xxxx, wohnhaft xxx, die krankheitsbedingt diesen Brief nicht selber schreiben kann, möchte ich folgende Anregung vortragen: Auf den durchgehenden Mauern des Platzes der Kinderrechte, die schon jetzt als Sitzgelegenheiten dienen, sollten vereinzelte einfache Einzelsitze aus einer Metall-Holzkonstruktion angebracht werden. Dieses Statmobiliar würde den Platz weiter aufwerten und auch eine nicht erwünschte (weil besonders lärmintensive) Nutzung durch Skater unterbinden. Ich habe ein Beispielbild solcher Sitzbänke vor dem Kaiser -Wilhelm-Museum der Stadt Krefeld hinzugefügt. Mit freundlichen Grüßen
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/66/664/2 Vorlagen-Nummer 2432/2021 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingaben gem. § 24 GO, betr.: Umgestaltung „Platz der Kinderechte„ (ehemals Heinz- Mohnen-Platz) (AZ: 02-1600-123/21 & 159/20) und „Platz der Kinderrechte- Sitzbänke- Krefeld- Kaiser-Wilhelm-Museum“ (AZ: 02-1600-157/21) Beschlussorgan Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Lindenthal dankt den Petenten für die Anregungen. Die Bezirksvertretung Lin- denthal beschließt die Prüfung einer dauerhaften Einrichtung eines Skaterparks im Beethovenpark. Die bereits versiegelte Fläche liegt auf dem Parkplatz östlich der Militärringstraße im Bereich der Fußgängerüberführung, die den Beethovenpark mit dem Stadtwald verbindet. Bis zur endgültigen Herrichtung der Skaterfläche wird versucht, diese Fläche zur Straße hin mit einer Zaunanlage abzusi- chern und kleinere Rampen zur Zwischennutzung aufzustellen. Auf eine Umgestaltung des Platzes für Kinderrechte wird verzichtet. Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 02.11.2021 2 Sachverhalt: Die Petent*innen fordern die Entsiegelung und Begrünung des Platzes sowie Unterstützung bei der Begrünung der Fassaden. Weiterhin soll eine geeignete Aufenthaltsmöglichkeit für Jugendliche im Stadtviertel gefunden und das Skaten auf dem Platz der Kinderrechte verboten werden. Begründung: Die Erstellung des Bebauungsplanes Nr. 64424/02 „Kinderheime Sülz“ in Köln-Sülz und die darauf aufbauende Ausführungsplanung der Platz- und Freiraumflächen der öffentlichen Verkehrsfläche ist in einem sehr intensiven Dialog mit den Planenden, den Anwohner*innen, der Politik und der Verwal- tung entstanden. Im Vordergrund der Planung stand eine Durchgrünung des neuen Quartiers unter Berücksichtigung aller notwendigen sonstigen Anforderungen (Feuerwehrzufahrten und - aufstellplätze, Müllabfuhr usw.). Des Weiteren handelt es sich bei dem Bereich um eine öffentliche Verkehrsfläche für zu Fuß Gehende und Radfahrende. Bei der Auswahl der Materialität wurden die Anforderungen der beiden Verkehrsarten sowie der Barrierefreiheit berücksichtigt. Die Situation vor Ort ist das Ergebnis dieses partizipatorischen Prozesses und der Abwägung der beschriebenen sons- tigen Vorgaben. Die Verwaltung sieht deshalb keinen Spielraum für eine weitere Entsiegelung und den Austausch des Plattenbelages. Die Hauseigentümer*innen können für Fassadenbegrünung das Förderprogramm der Stadt Köln „GRÜN hoch 3“ in Anspruch nehmen. Im Bereich der Fußgängerzone sind Mitarbeitende des Ordnungsdienstes nicht befugt, grundsätzlich alle Personen des Platzes zu verweisen oder das Skaten einstellen zu lassen, soweit sich jeder Ein- zelne an die gelten Bestimmungen wie z. B. den nächtlichen Ruheschutz hält. Um eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung zu erreichen, ist den Kindern und Jugendlichen eine qualitativ hochwertige Alternative zum Skaten zur Verfügung zu stellen. Diese Alternative sollte in räumlicher Nähe sein und zeitgleich aus Gründen des Lärmschutzes einen gewissen Abstand zur vorhandenen Wohnbebauung aufweisen. Im Stadtteil Sülz besteht im Beethovenpark die Möglichkeit zur Errichtung eines Skaterparks. Östlich der Militärringstraße befindet sich im Bereich der Fußgängerüberführung ein kleiner Parkplatz, der aus Sicht der Verwaltung für Kinder und Jugendliche hergerichtet werden kann. Es wird ein Arbeitskreis aus Politik, Verwaltung, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gebildet, der über Interimslösungen oder Nutzungszeiten eine Einigung erzielen soll. Auswirkungen auf den Klimaschutz: keine Anlagen Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung Anlage 2 Bürgereingaben Anlage 3 weitere Eingabe
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2432/2021
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 06.10.2021
- Erstellt
- 28.06.2021 08:43