3257/2017
Auszeichnung für Städtepartnerschaften Kölns mit Tel Aviv und Bethlehem
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/52/520 Vorlagen-Nummer 14.11.2017 3257/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Sportausschuss 07.12.2017 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen/ Vergabe/ Internationales 11.12.2017 Auszeichnung für Städtepartnerschaften Kölns mit Tel Aviv und Bethlehem Am Mittwoch, den 27.09.2017 nahm Oberbürgermeisterin Henriette Reker in der Hamburger Elbphil- harmonie den Sonderpreis der Stiftung „Lebendige Stadt“ entgegen. Jahrzehntelang war Köln die einzige Stadt in Deutschland, die gleichzeitig intensive Beziehungen zu Städten in Israel und den Pa- lästinensergebieten unterhielt. Hunderte gemeinsame Projekte wurden in den Jahren seit der Grün- dung der Partnerschaften (Tel Aviv: 1979 und Bethlehem: 1996) verwirklicht. Neben der Zusammen- arbeit und den Begegnungen im Bereich des Schul- und Jugendaustauschs, der Wirtschaft, der Kultur und vielen anderen Aktivitäten, spielte auch der Sport bei der Bewerbung eine besondere Rolle. Im- mer wieder gelang es mit Sportprojekten trotz vieler Rückschläge auch trilaterale Maßnahmen durch- zuführen. Seit 2006 gibt es einen regelmäßigen, vom Sportamt der Stadt Köln konzipierten und organisierten Fachaustausch im Bereich der Trainerausbildung und Sportpädagogik, an dem auf Kölner Seite die Sporthochschule, der DFB Fußballkreis Köln und mehrere Sportvereine sowie auf Bethlehemer Seite neben der Partnerstadt die Bethlehem University und die Dar al Kalima-Akademie beteiligt sind. Ein Fokus liegt dabei auf der Förderung des Frauensports, insbesondere des Frauenfußballs, der nicht nur das Selbstbewusstsein von Frauen in einer männerdominierten Gesellschaft, sondern auch das interkulturelle Zusammenleben und die nationale Identität stärken hilft. So stammt zum Beispiel die Mehrzahl der Spielerinnen der palästinensischen Frauenfußballnationalmannschaft aus Bethlehem. Vom 28.10.-02.11.2013 fanden die `Cologne – Bethlehem Youth Games´ statt, an der mit Beteiligung von 35 Schulen mehr als 300 Kinder aus Bethlehem und Umgebung teilnahmen, darunter auch Kin- der aus den Flüchtlingscamps. Aktuell wurde ein Austausch mit der NGO `Right to Movement´ vorbe- reitet, eine Initiative junger Palästinenserinnen und Palästinenser, die seit 2013 den immer populärer werdenden Bethlehem-Marathon organisiert und damit auch das durch die Besatzung eingeschränkte Menschenrecht auf Bewegungsfreiheit reklamieren will. Am 19.02.2017 trafen sich auf ihrer Nah-Ost Reise Oberbürgermeisterin Reker und ihre Delegation mit mehreren lokalen Partnern in Köln ansäs- siger Träger Ziviler Friedensdienste, darunter auch `Right to Movement´. Ergebnis dieses Treffens war die Einladung und schließlich die Teilnahme von 10 Läufern aus den Palästinensischen Autonomiegebieten am Köln-Marathon am 01.10.2017. Aber auch die gemischt jüdisch/arabische Jugendmannschaft aus der Region Galiläa in Israel war wieder mit 10 Kindern am Start. Gemeinsam wurden alle rund 100 Sportler aus den Partnerstädten beim traditionellen Marathon Empfang mit anschließenden Pasta Essen von Bürgermeister Andreas Wolter im Hansasaal des Rat- hauses empfangen. Ein nächster Fachaustausch fand im November 2017 statt. Hier reisten wieder Trainer/innen aus Kölner Vereinen (z.B. „Vorwärts Spoho“) nach Bethlehem und Tel Aviv, um vor allem Fortbildungen an Schulen und Vereinen in den Sportarten Volleyball und Frauenfußball durchzuführen. Ein Aus- tausch von jungen Basketballern der Cologne 99´ers mit Sportler/innen von Makkabi Tel Aviv und 2 Nachwuchsmannschaften aus Thessaloniki ist für 2018/19 in Vorbereitung. Der Sport verbindet. Dies wurde bei der Stiftungspreisverleihung in der Hamburger Elbphilharmonie in der Laudatio deutlich. Gez. Dr. Klein
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3257/2017
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 16.11.2017
- Erstellt
- 23.10.2017 10:50