V/0473/2018
Freigabe des Zuschusses an den Eine-Welt-Forum Münster e.V zur Durchführung des Projektes "Der West-Östliche Diwan"
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Anlage A
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Anlage A zur V/0473/2018 Kurzüberblick Der im Haushalt 2018 veranschlagte Zuschuss an den Eine-Welt-Forum Münster e.V. zur Durch- führung der zweitägigen Veranstaltung „Der West-Östliche Diwan“ am 15. und 16. September 2018 auf dem Domplatz wird freigegeben. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Durch die Freigabe des Zuschusses wird der Verein in die Lage versetzt, die Veranstaltung „Der West-Östliche Diwan“ auf der Basis einer gesicherten Finanzierung durchzuführen und rechtzeitig mit den vorbereitenden Maßnahmen beginnen zu können. Das Projekt - bringt Akteure unterschiedlicher Kulturen miteinander in Verbindung, entdeckt Synergien und wagt Experimente - bereichert das kulturelle Veranstaltungsangebot in der Stadt Finanzierung Produktgruppe: 0401 Kulturmanagement / Kulturförderung Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja Nein X Auswirkungen auf den Finanzplan Ja Nein X Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein X Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein X Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja Nein X Bereits veranschlagt? Ja X Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig X vollständig frei- willig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Die Veranstaltung hat eine Relevanz für das Querschnittsthema „Migration / Interkultur“.
Anlage_2_Diwan_Kostenplan
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Anlage 2 zur Vorlage V/0473/2018 Kosten- und Finanzierungsplan West-östlicher Diwan (Stand 17.05.2018) Controlling, Bilanzierung, Abrechnung 2.000 € Sicherheitskonzept, Planung, Gespräche, Abnahme 5.000 € Sicherheitspersonal für 2 Tage (auch nachts) 3.000 € ca. 500 Teppiche 5.000 € Großpuppenbau Goethe, Hafis 3.000 € Technik inkl. Personal Auf- Abbau, Transport 2.200 € Rettungskräfte ASB 700 € Feuerlöscher 200 € M&D Toilettenwagen 1.000 € 20 Auf- und Abbauhelfer 2.400 € Miete Schiffscontainer, Restmüll-Container AWM 1.000 € Strom- und Wassernutzung 500 € Öffentlichkeitsarbeit: Plakate, Flyer, Programm, Abschlussdoku, Tafeln, social media, Website-Entwicklung 6.000 € Banner Mesh 6 x 2,50 m Container 1.000 € 12 Bahama-Schirme inkl. Anlieferung, Auf- und Abbau 20 Stehtische, 30 Plastikstühle, 1.200 € Honorare Künstler: Darsteller, Rezitatoren, Musiker, Tänzer, Übersetzer etc. 15.000 € Film-Dokumentation, ca. 20 Min. 2.000 € Reisekosten Künstler, ev. Unterkunft 1.000 € KSK 1.000 € Veranstalterhaftpflicht 300 € Materialkosten und nicht planbare Kosten 2.000 € Idee, Projektentwicklung, Finanzierungsplan, Planung, Umsetzung, Steuerung, künstl. Leitung, Gesamtorganisation 13.000 € Ausgaben 68.500 € Förderung Rat der Stadt Münster 20.000 € (bewilligt) Sparkassenstiftung 40.000 € (bewilligt) Dr. Buhmann-Stiftung f. interreligiöse Verständigung 2.500 € (bewilligt) Einnahmen 62.500 € Über 90% der Gesamtsumme ist erreicht, es besteht eine Unterdeckung von z.Zt. noch 6.000 € weitere angefragte Fördermittel - MünsterMarketing c/o Gutes Morgen Münster - Rotarier - Bundeszentrale für politische Bildung - Google Challenge - Engagement Global
Anlage_1_Diwan_Expose
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Anlage 1 zur Vorlage V/0473/2018 Der West-Östliche Diwan! Domplatz Münster, 15. + 16. September 2018! !Projektträger! Das Eine-Welt-Forum Münster e.V. unterstützt und vernetzt lokales Engagement, fördert den Aufbau fairer Handelsstrukturen, interkul- turelles Lernen und Verstehen durch Begegnung und internationalen Austausch und leistet Beiträ- ge zur kommunalen Entwicklung im Sinne der Lokalen Agenda 21. !Idee, Projektentwicklung, Umsetzung, künstl. Leitung! Thomas Nufer !Schirmherrschaft! Oberbürgermeister der Stadt Münster Markus Lewe (angefragt)! Ruprecht Polenz (Ex-Bundestagsabgeordneter CDU)! Maria Klein-Schmeink (Grüne MdB)! Christoph Strässer (Ex-Bundestagsabgeordneter SPD)! Prof. Mouhanad Khorchide (Leiter Zentrum Islamische Theologie, WWU Münster)! !!!KURZEXPOSÉ ! „Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen.” (Goethe)! !Der „West-Östliche Diwan” (arab. für Zusammenkunft) führt Menschen aus zwei Kulturkreisen - dem deutsch-westfälischen und dem arabisch-persischen - unverstellt zusammen und arbeitet ihre jeweiligen Eigenarten und Unterschiede heraus, um sie einander gegenseitig näherzubrin- gen. Das Projekt ist ein Gegenentwurf zur Kölner Silvesternacht 2015, denn es stellt die kulturel- len Unterschiede und Besonderheiten in den Vordergrund und feiert sie. Zugleich ist es ein ge- wichtiger Beitrag zum Münsteraner Friedensjahr 2018.! Am 15. und 16. September entsteht auf dem Domplatz in Münster dieser ungewöhnliche Begeg- nungsraum, der sich den Marktplatz Djemaa el-Fna in Marrakesch zum Vorbild nimmt, dem ers- ten immateriellen Kulturgut der UNESCO.! !Ziel des Modellprojekts ist die Verknüpfung arabisch-persischer Kultur mit der deutschen an einem zentralen Ort, auf dem Domplatz. Dort sollen sich beide Sprachräume aufgehoben und verstanden fühlen. Der „West-Östliche Diwan” versteht sich als Übungsfeld. Gegensätze und Unterschiede sollen nicht verschwiegen, sondern gezeigt werden. Die Veranstaltung spielt mit gängigen Vorurteilen und entschärft sie auch. ! !Wie lebt es sich in Harmonie mit der Andersartigkeit des Nachbarn? Beide Seiten lernen über die Kul- tur, den Nachbarn zu schätzen und zu verstehen, zumindest in Teilen. Am Ende der Veranstaltung ist man neugieriger aufeinander geworden und angstfreier, hat sich geöffnet oder immerhin gelernt, sich zu akzeptieren - auf beiden Seiten.! !Denn jeder Mensch hat Anteil an einem größeren Ganzen. Verschiedenheit zu akzeptieren, bedeutet, das Fremde nicht länger als Gefährdung der eigenen Identität zu verstehen. Je mehr man sich ab- grenzt, desto mehr nimmt man sich die innere Freiheit. Eine individuelle Öffnung wirkt sich deshalb auch auf die kulturelle Dimension aus. Denn die sog. „Kulturkreise” sind ja nicht starr, sondern äußerst unterschiedlich und abhängig von den Außenfaktoren.! Der „West-Östliche Diwan” will Öffnung herstellen durch Neugier - durch Neugier auf die Schönheit der arabischen und persischen Literatur und Poesie und umgekehrt auf die deutsche, durch das Interesse an den vielfältigen Ausdrucksformen der Musik und der Originalität des Tanzes aus Orient und Okzident - und durch die Lust auf die unterschiedlichen Speisen und Essgewohnheiten. In spätsommerlicher Leichtigkeit ermuntert der „Diwan”, die Welt anders zu betrachten und den Blick zu befreien.! !Die meisten der neu dazugekommenen sehnen sich nach einer Sicherheit, die sie in ihrem alten Zu- hause nicht hatten, andererseits hadern manche der Ur-MünsteranerInnen mit der Veränderung ihres Lebensumfeldes. Doch wer gemeinsam erlebt, beginnt anders zu bewerten und zu fühlen. Das kollekti- ve Eintauchen in beide Welten, das Teilen von Freude und Stolz über die eigene und die andere Kultur erzeugt ein Gefühl von Gleichrangigkeit und Würde. Sie sind wichtige Eckpunkte für ein gelungenes und friedliches Zusammenleben.! !Der „Diwan” führt zugleich vor Augen, wie kosmopolitisch die Menschen in Münster denken und wie selbstverständlich sie dies tun. In dieser offenen und weltzugewandten Stadt, die sich stets klar gegen nationalistische Einflüsse abgegrenzt hat, setzt der „Diwan” ein weiteres unübersehbares Zeichen. Denn es geht auch darum, der Energie von rechts etwas entgegenzusetzen, mit Ideen, Visionen und dem Willen, sich nicht verdrängen zu lassen.! Der Titel der Veranstaltung ist geprägt von Goethes Gedichtesammlung „West-Östlicher Diwan”, der sich inspirieren liess von den Werken Hafez’, des bedeutendsten persischen Dichters.! Hafez steht neben Goethe, Goethe neben Hafez. Und das nicht nur sinnbildlich. Sie stehen tatsächlich als Großskulpturen nebeneinander und bilden den optischen Mittelpunkt des Domplatzes. Unter ihren Füssen breitet sich das ganze betörende Leben des Marktes aus. Sprachen, Musik- und Tanzstile tre- ten in Wettstreit. Hafez wird rezitiert, arabische Autoren lesen aus ihren Werken, Goethes Urfaust wird in Platt gelesen. Migrant*innen-Comedy und Cheerleader mischen sich mit orientalischen und deut- schen Märchenerzähler*innen. Saz und Oud treffen auf Blech, persische Santur-Spieler auf Streicher, Sufitanz begegnet westfälischem Volkstanz, Kiepenkerle stehen neben Schlangenbeschwörern, Falafel vereint sich mit Grünkohl, Baklava mit Käsekuchen, Pfefferminztee mit Bier. Und Kuh und Kamel ste- hen friedlich zusammen.! !Am Vorabend, bevor sich der Markt etabliert, bieten Hunderte auf dem Domplatz ausgebreitete Teppi- che den perfekten Ort für Begegnungen. Sie sind das bildstarke und unvergessliche Symbol einer ver- söhnten Verschiedenheit - einer Harmonie der Unterschiede.! !!!Anzahl der Aktiven ! ca. 130! !!!Zielgruppen! Die Gesamtheit der Stadtgesellschaft, Deutsche, Migranten und Geflüchtete, besonders auch die zahllosen Ehrenamtlichen, die sich vor allem den aus dem arabischen Sprachraum stammenden Geflüchteten angenommen haben. Durch Ihr Engagement in den Initiativen, Vereinen und Grup- pen haben Sie die Integration der Geflüchteten in den Stadtteilen und Stadtgebieten unterstützt.! !!!So entstand die Idee! Vorausgegangen sind Besuche auf dem Marktplatz in Marrakesch, dem Djemaa el-Fna. 2001 wurde dieser als erster Ort überhaupt in die UNESCO-Liste der Meisterwerke des mündli- chen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen. Dort versammeln sich täglich Erzäh- ler, Handwerker, Künstler und Gastronomen und führen Menschen verschiedenster Herkunft und Sprachen zusammen. Im Sommer 2018 soll sich dieses Treiben auf Münsters Domplatz wider- spiegeln und die Vielschichtigkeit arabisch-persischer und deutscher Kultur ins Bewusstsein rufen. Parallele Lebenswelten werden sich kreuzen. Die Angst vor den Fremden wird durchs gemeinsa- me Erleben und Annehmen der kulturellen Eigenheiten überwunden. ! !!!!! Modellcharakter! Der Projektansatz könnte Modellcharakter für andere Regionen in Deutschland und in Europa be- sitzen. Um dies zu gewährleisten, möchten wir Multiplikator*innen aus weiteren Städten und Bun- desländern einladen, den Diwan zu besuchen. Dazu gehören Mitarbeiter*innen der Kommunalen Integrationszentren wie Vertreter*innen des deutschen Städtetages, Ehrenamtliche und zahlreiche Akteure auf allen politischen Ebenen. Um die Nachhaltigkeit des Modellprojekts zu gewährleisten, wollen wir uns darüber hinaus um die Anwesenheit von Vertreter*innen des "culture forum europe cities" bemühen. ! Die Europ. Kommission Bildung und Kultur in Bonn betrachtet die Idee als ausbaufähiges eu- rop. Projekt für 2019 (Priorität im Kulturprogramm: „Audience Development” - Austausch innerhalb europäischer Städte). Im Falle eines Erfolgs wird versucht, das Konzept gemeinschaftlich mit Ak- teur*innen von ”Creative Europe' und des Städtenetzwerkes auf die europäische Ebene zu über- tragen und an die Gegebenheiten vor Ort anzupassen. ! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!© Thomas Nufer, 2017! !www.thomasnufer.com! nufer@muenster.de! 0171-5065767! 0251-2761418
Beschlussvorlage
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V/0473/2018
V/0473/2018
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Freigabe des Zuschusses an den Eine-Welt-Forum Münster e.V zur Durchführung des Projektes
"Der West-Östliche Diwan"
Beratungsfolge
13.06.2018 Kulturausschuss Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
Es wird beschlossen, die im Haushalt 2018 als Zuschuss an das Eine-Welt-Forum Münster e.V. ver-
anschlagten Mittel i. H. v. 20.000 Euro zur Durchführung des Projektes „Der Westöstliche Diwan“ frei-
zugeben. Der in dieser Angelegenheit ergangene Sperrvermerk wird aufgehoben.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Die Finanzmittel stehen im Haushaltsplan 2018 in der Produktgruppe 0401 „Kulturmanage-
ment/Kulturförderung“, Zeile 15 „Transferaufwendungen“, zur Verfügung, sind jedoch mit einem
Sperrvermerk (Freigabe durch Beschluss des Kulturausschusses) unterlegt.
Begründung:
Im Rahmen der Etatberatungen für das Jahr 2018 wurde dem Eine Welt-Forum Münster e.V. ein ein-
maliger Zuschuss zur Durchführung des Projektes „Der West-Östliche Diwan“ in Höhe von 20.000
Euro zugesprochen. Eine abschließende Entscheidung über die Freigabe der finanziellen Mittel soll
durch den Kulturausschuss nach Vorlage eines Nachweises über die Sicherstellung der Gesamtfi-
nanzierung erfolgen.
Der Antragsteller hat nun ein aktuelles Exposé (siehe Anlage 1) zur Veranstaltung erstellt und eine
aktualisierte Kosten- und Finanzierungsplanung vorgelegt, die sich auf ein Ausgabevolumen von
nunmehr 68.500 Euro beläuft (siehe Anlage 2). Durch Zuschusszusagen der Stiftung der Sparkasse
Münsterland Ost (40.000 Euro) und der Dr. Buhmann-Stiftung für interreligiöse Verständigung (2.500)
sind incl. des städtischen Zuschusses (20.000 Euro) insgesamt 62.500 Euro und damit über 90% der
Gesamtfinanzierung gesichert. Die Zusagen liegen der Verwaltung vor.
Kulturamt
22.05.2018
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Ermeling
Telefon: 492 41 03
Ermeling@stadt-
muenster.de
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Zudem hat das Eine-Welt-Forum nach eigenen Angaben noch weitere fünf Zuschussanfragen zur
Deckung der noch offenen Summe gestellt, zu denen jeweils aktuell noch keine abschließenden Ent-
scheidungen vorliegen.
Das Projekt „Der West-Östliche Diwan“ wird am 15. und 16. September 2018 als zweitägige Veran-
staltung unter der künstlerischen Leitung von Thomas Nufer auf dem Domplatz durchgeführt. Das
Ordnungsamt hat inzwischen bestätigt, dass der Domplatz zur Durchführung der Veranstaltung ge-
nutzt werden kann. Eine gesonderte Sondernutzungserlaubnis wird nach Vorlage des endgültigen
Aufbauplans und der Mitteilung über die Absprachen zwischen Veranstalter und Polizei bzgl. der er-
forderlichen Sicherheitsmaßnahmen erteilt.
Da die Vorbereitungen zur Durchführung der Veranstaltung nun aufgenommen werden müssen,
schlägt die Verwaltung vor, die veranschlagten Haushaltsmittel von 20.000 Euro freizugeben.
Die abschließende Prüfung der zweckentsprechenden Verwendung des Zuschusses erfolgt durch
das Kulturamt.
I.V.
Wilkens
Stadträtin
Anlagen:
1. Exposé zur Veranstaltung „Der West-Östliche Diwan“
2. Kosten- und Finanzierungsplan (Stand 17.05.2018)
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Domplatz
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Details
- Aktenzeichen
- V/0473/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 22.05.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37