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2241/2023

Verteilung rassismuskritischer Projektmittel 2023 - 2. Schritt

Beschlussvorlage Ausschuss 11.08.2023

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Nächste Beratung: Integrationsrat, Sitzung am 15.08.2023, TOP 8.5

Beschlussvorlage Ausschuss

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Ansehen

Anhang Steckbriefe 2023

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Ansehen

Beschlussvorlage Ausschuss

8255 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
OB/16/162/3 
 
Vorlagen-Nummer 
 2241/2023 
Freigabedatum 
 11.08.2023 
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Verteilung rassismuskritischer Projektmittel 2023 - 2. Schritt  
Beschlussorgan 
Integrationsrat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Integrationsrat Köln beschließt – im zweiten Schritt für das Jahr 2023 – die Verteilung von 
24.073 Euro zur Förderung von Projekten der rassismuskritischen und antirassistischen Arbeit 
wie folgt:  
 
Nr. Antragsteller*in Projekttitel Fördersumme 
in Euro 
1 180 Grad-Wende e.V. „Demokratie im Miteinander: Eine 
Workshopreihe der 180 Grad 
Wende" 
5.522 
2 Mosaik e.V. „Wohin mit uns?“ 4.863 
3 Comedia Theater 
gGmbH. 
Raise your voice! 4.800 
4 Rom e.V. Unvergessliche Erinnerung: Eine 
Aktion im öffentlichen Raum zum 
Gedenken an den Genozid an 
Sinti:ze und Rom:nja 
4.708 
5 Interkultur e.V. . „RE-KIT-Räume schaffen gegen 
Diskriminierung“ 
4.180 
Gesamt   24.073 
  
Der Projektzeitraum liegt zwischen Mitte August und Ende Dezember 2023. 
Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigte Aufwandsermächtigung steht im Teilergebnis-
plan des Amtes für Integration und Vielfalt in der Produktgruppe 0504 – Freiwillige Sozialleis-
tungen und Diversity, in der Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen im Haushaltsjahr 2023 
im Haushaltsplan 2023/2024 zur Verfügung.  
Integrationsrat 15.08.2023

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            
% 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  24.073 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            
% 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
Begründung: 
Zusammenfassung in einfacher Sprache: 
Die Auseinandersetzung mit Rassismus ist weiterhin sehr wichtig. Das friedliche Miteinander 
und der Zusammenhalt der Menschen müssen gefördert werden. Der Bedarf an Angeboten zur 
Sensibilisierung, zur Vorbeugung von Rassismus und zur Stärkung von Betroffenen ist hoch. 
Die Stadt Köln fördert daher seit vielen Jahren Projekte gegen Rassismus zur Stärkung von 
Demokratie und Akzeptanz. Sie setzt sich so für das vielfältige, friedliche Miteinander der Men-
schen in Köln ein. Es sind mehr Anträge eingereicht worden als Geld übrig ist. Daher wurden 5 
Anträge ausgewählt. Sie sind gut und wenden unterschiedliche Methoden an. 
Informationen zu den Projekten sind im Anhang dargestellt.  
 
Begründung: 
In den letzten Jahren hat sich ein zunehmend offen gezeigter Rassismus zu einer massiven 
Belastung des friedlichen Miteinanders sowie des Zusammenhalts in der Gesellschaft entwi-
ckelt, was sich in den aktuellen Diskursen sowie in den medialen Berichten und Diskussionen 
deutlich zeigt. Daher ist – auch in unserer Stadt – der Bedarf an Präventions-, Sensibilisierungs- 
und Empowermentangeboten sehr hoch.

3 
 
Die Stadt Köln setzt sich bereits seit Jahren dafür ein, dieser Entwicklung entgegenzuwirken 
und fördert neben der Arbeit der beiden nichtstädtischen Antidiskriminierungsbüros - Caritas 
e.V. für die Stadt Köln und Öffentlichkeit gegen Gewalt (Köln) e.V. - auch Maßnahmen aus 
Mitteln des „Antirassismus -Trainings“ im Rahmen des „Aktionsprogramms für ein friedliches 
Miteinander und gegen Intoleranz und Rechtsradikalismus“. Die klare Haltung der Stadt Köln 
stärkt damit das vielfältige, gewaltfreie und demokratische Miteinander.  
 
Gemäß § 22 Absatz 7 der Hauptsatzung der Stadt Köln weist der Rat dem Integrationsrat Mittel 
zu, über deren Verteilung der Integrationsrat nach einer vom Rat beschlossenen Richtlinie ent-
scheidet.  
 
Im Haushaltsjahr 2023 stehen 50.000 Euro aus dem laufenden Budget für die Förderung anti-
rassistischer und rassismuskritischer Projekte / Antirassismus-Training und zusätzlich 100.000 
Euro aus dem politischen Veränderungsnachweis für die „Förderung von antirassistischen und 
rassismuskritischen Projekten“; somit also insgesamt 150.000 Euro zur Verfügung. 
 
Die Auszahlung erfolgt in 2 Vergabeschritten. Im ersten Schritt wurde eine Fördersumme von 
insgesamt 103.427 Euro gemäß der Richtlinie zur „Förderung rassismuskritischer Projekte zur 
Stärkung von Demokratie und Akzeptanz“ vergeben, sowie 22.500 Euro über eine Sonderent-
scheidung des Rats an das NSU Zeitzeug*innenprojekt.  
4282/2022 Verteilung rassismuskritischer Projektmittel 2023 -1. Schritt 
0307/2023 Filmprodukion "Zeitzeug*innen der NSU Anschläge in Köln" 
 
Mittels dieser Vorlage wird die Verteilung der verbliebenen Fördermittel von 24.073 Euro in 
einem zweiten Schritt beschlossen.  
 
Der Bedarf und das Interesse den unterschiedlichsten Formen von Rassismus und Fremden-
feindlichkeit vorzubeugen, sie zu thematisieren, Menschen zu sensibilisieren und zu empowern, 
zeigt sich sowohl in der Anzahl als auch in der Diversität der gestellten Anträge. Für die erste 
Förderperiode 2023 sind 34 Anträge eingegangen, für die aktuelle Förderp eriode wurden 21 
Anträge eingereicht. Insgesamt lagen für das Jahr 2023 Projektanträge mit einem Volumen von 
circa 430.000 Euro vor. Leider konnten lediglich 23 Anträge eine Förderung über insgesamt 
150.000 Euro erhalten (18 Projekte im ersten Halbjahr inkl. NSU Zeitzeug*innen Projekt und 5 
Projekte im aktuellen Förderschritt für das zweite Halbjahr 2023. Diese Anzahl spiegelt die Be-
deutung der Thematik und gleichzeitig auch das herausragende Engagement der Kölner*innen 
deutlich wider 
 
Die ausgewählten Anträge werden vorgeschlagen, da sie den dringenden Bedarf erkannt ha-
ben, ihre Projekte an der Förderrichtlinie orientiert sind und mit einem gut nachvollziehbaren 
Finanzplan eingereicht wurden. Zudem wird die Zielgruppe durch unterschiedliche Methoden 
und Formate angesprochen. Sie umfassen Workshops, Multiplikator*innen-Schulungen, Thea-
terworkshops, Exkursionen, die Erstellung eines Podcasts und eine Digital-Poster Kampagne 
an Bahnstationen. In dieser Förderperiode wird es durch die Projekte erneut Angebote für Ju-
gendliche und Erwachsene mit und ohne eigene Rassismuserfahrung geben. Es stehen neben 
einem wirksamen Empowerment auch Sensibilisierung und eine rassismuskritische Auseinan-
dersetzung mit den unterschiedlichen Themen im Vordergrund. Die Projekte verfolgen nachhal-
tige Ansätze; zum Beispiel in Form von Produkterstellung und Wissensvermittlung. 
 
Die Kurzbeschreibungen und Zielsetzungen zu jedem vorgeschlagenen Projekt sind im Anhang 
anhand kurzer Steckbriefe dargestellt.

4 
Finanzierung:  
Die entsprechende Aufwandsermächtigung steht im Teilergebnisplan des Amtes für Integration 
und Vielfalt in der Produktgruppe 0504 – Freiwillige Sozialleistungen und Diversity, in der Teil-
planzeile 15 – Transferaufwendungen im Haushaltsjahr 2023 im Haushaltsplan 2023/2024 zur 
Verfügung. 
 
In Abstimmung mit den Antragsteller*innen wurde der Förderbetrag bei einigen Anträgen ge-
kürzt sowie der Finanzplan und gegebenenfalls auch der Projektumfang entsprechend ange-
passt. Dies war notwendig, um ein möglichst vielfältiges und breites Angebot für die Zielgruppe 
zu ermöglichen. 
 
Begründung der Dringlichkeit: 
Aufgrund der großen Anzahl der eingegangenen Förderanträge, der damit einhergehenden not-
wendigen Absprachen und zur Berücksichtigung der zusätzlichen Projektmittel im Haushalts-
jahr 2023 konnte die Beschlussvorlage nicht fristgemäß vorgelegt werden. Aufgrund des histo-
rischen Zusammenhangs (Projekt Rom e.V.), sowie zur Planung der Projekte, inklusive Anfra-
gen und Buchungen von Referent*innen sowie der eigentlichen Durchführung einiger Maßnah-
men ab Mitte August, ist eine Entscheidung des Integrationsrates in seiner nächsten Sitzung 
am 15.08.2023 zwingend erforderlich. 
 
Anlage: 
 
Steckbriefe

Anhang Steckbriefe 2023

11940 Zeichen

1 
 
 
Titel Demokratie im Miteinander : Eine Workshopreihe der 180 Grad 
Wende 
Antragsteller*in 180 Grad Wende e.V.  
 
Kurzbeschreibung Im Zeitraum von August-Dezember 2023 sollen insg. 45 Schüler:innen 
des Kölner Abendgymnasiums, der Abendrealschule Köln und des 
Köln-Kollegs im Rahmen einer Workshopreihe für das Thema 
Menschenfeindlichkeit sensibilisiert werden 
Themenfelder der jeweiligen Workshops:  
1: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (Schwerpunkte: 
Auseinandersetzung mit versch. Diskriminierungsformen mit 
Schwerpunkt Rassismus, Erfahrungsaustausch, Sensibilisierung, 
Selbstreflexion) 
2: Verschwörungstheorien (Schwerpunkte: Geschichte, Reichweite 
und Gefahren von Verschwörungstheorien für demokratische 
Gesellschaften, kritischer Umgang mit Social Media). 
Die TN werden aktiv eingebunden und tragen das erlernte Wissen an 
ihre Peers (innerhalb und außerhalb der Schule) weiter 
 
Zielgruppe Schüler:innen des Abendgymnasium Köln, der Abendrealschule Köln 
und des Köln-Kolleg mit und ohne Migrationshintergrund im Alter von 
ca. 17 - 35 Jahren 
Format modulare Workshop-Reihe an drei Schulen. Jeweils 10 Einheiten pro 
Schule. 
Projektziele 
 Abbau von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit mit 
Schwerpunkt Rassismus 
 Vorbeugung von Verschwörungstheorien 
 Demokratieförderung 
 Empowerment und Sensibilisierung 
Ggf. 
Kooperationen 
Abendgymnasium Köln 
Abendrealschule Köln  
Köln-Kolleg  
Projektzeitraum 15.08.2023- 31.12.2023  
 
Fördersumme 5.522 € 
Gesamtkosten 6.135 €

2 
 
Titel Mosaik-Podcast „Wohin mit uns?“ 
Antragsteller*in Stephanie Linke für Mosaik Köln-Mülheim e.V. 
 
Kurzbeschreibung  Podcast-Produktion von Menschen mit Migrations- und 
Fluchtgeschichte für die Kölner Stadtgesellschaft 
 Inhalte: Rassismuskritische Moderation mit Gästen (Kölner*innen 
mit Flucht- und Migrationsgeschichte, Kommunalpolitiker*innen, 
Kölner Unternehmer*innen als Arbeitgeber, etc.) zur Frage „Wohin 
mit uns?“ 
 Die Frage greift zum einen die individuelle Perspektive von neuen 
Kölner*innen auf, zum anderen richtet sie sich an die Politik und 
Unternehmer*innen, die wiederum großen Einfluss auf die Zukunft 
Kölns haben.  
Zielgruppe Das Team: Der Podcast wird produziert von Menschen mit Flucht- und 
internationaler Familiengeschichte und spricht Interessierte jeden 
Alters an, die entweder einen technisch beruflichen Hintergrund haben 
oder interessiert sind an der technischen Mitarbeit eines Podcast oder 
inhaltlich arbeiten wollen als Redaktionsteam oder Moderator*in. 
Zuhörer*innen: Kölner Stadtgesellschaft, die sich rassismuskritisch mit 
der Zukunft Kölns beschäftigen möchte 
Format Aufnahme der Podcast-Folgen 
Workshops zur Qualifizierung der Ehrenamtlichen (Technik und 
Redaktion/ Moderation) 
Gruppenarbeit zur Entwicklung der Inhalte, Einladung der Gäste 
Projektziele 
 Rassismuskritischen Diskurs über die Zukunft der Kölner 
Stadtgesellschaft anstoßen 
 Empowerment von Menschen mit Flucht- und 
Migrationsgeschichte 
 Sensibilisierung der Kölner*innen ohne Flucht- und 
Migrationsgeschichte für rassismuskritisches Denken und 
Handeln. 
 Bewusstmachen rassistischer Strukturen durch eine 
gemeinsame Diskussion darüber aus Sicht der diskriminierten 
Personen 
Ggf. 
Kooperationen 
In-Haus Media des Integrationshaus e.V., Ansprechperson Elizaveta 
Khan (Ziel: Technische Einweisung/ Schulung bei Bedarf, 
Unterstützung durch Erfahrung eines eigenen Podcast) 
Projektzeitraum August 2023 – 31.12.2023 
Förderung dient als Anschubfinanzierung (Podcast soll darüber hinaus 
weiter produziert werden) 
Fördersumme 4.863 € 
Gesamtkosten 5.403 €

3 
 
Titel Raise your Voice! Rassismuskritisches Forumtheater Labor 
(AT) 
Antragsteller*in COMEDIA Theater 
Kurzbeschreibung Das Comedia Theater für junges Publikum hat mit 510Comedia (Von-
Sparr-Str. 78, 51063 Köln-Mülheim) einen rechtsrheinischen Spiel- 
und Theaterraum für Kinder und Jugendliche eröffnet, der es 
ermöglicht, genauer auf die diversen Bedarfe in unterschiedlichen 
Sozialräumen einzugehen. Dieses Projekt verbindet die Bedarfe nach 
performativer und szenischer Entfaltung mit dem für die Zielgruppe 
allgegenwärtigen Thema der intersektionalen Rassismuskritik.  
Mithilfe der Methoden des Forumtheaters setzt sich eine gemischte 
Gruppe aus von Rassismus betroffenen und nichtbetroffenen 
Jugendlichen und jungen Erwachsenen kreativ mit dem Thema 
auseinander. So werden Teilnehmende dazu befähigt, selbstständig 
rassismuskritische Kunst und Kultur zu produzieren, am Diskurs 
teilzunehmen und diese Haltung in anderen sozialen Kontexten mit 
sich zu tragen. 
Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 18 bis 30. Bei der 
Anmeldung und Teilnahme werden als BiPoC positionierte 
Jugendliche und junge Erwachsene priorisiert. So möchten wir Peer to 
Peer Empowerment ermöglichen und vor allem ihre Perspektive auf 
Rassismus und Rassismuskritik zum Vordergrund bringen.  
Weißpositionierte Jugendliche und junge Erwachsene werden 
ebenfalls angesprochen. Sie können im Rahmen der Workshops 
ebenfalls Perspektiven auf Rassismuskritik entwickeln und teilen, die 
auf der Perspektive von Betroffenen basieren und diese einbeziehen,  
Format Workshopreihe zum Forumtheater, Critical Whiteness, BiPoC 
Empowerment 
Projektziele 
Empowerment, Sensibilisierung für das Thema Rassismus, 
Entwicklung von rassismuskritischer Haltung, Erkundung des eigenem 
Handlungsraums, künstlerische und kreative Auseinandersetzung mit 
Rassismuskritik, Perspektivwechsel zwischen Nichtbetroffenen und 
Betroffenen, Begegnung und Stärkung von Zusammenhalt, 
Teilnehmende dazu befähigen Forumtheater als Methode für die 
Thematisierung von Gesellschaftlichen Spannungsverhältnissen 
autonom zu nutzen, Rassismuskritische Theaterpraxis etablieren. 
Ggf. 
Kooperationen 
Die Künstler*in und Forumtheater-Trainerin Ana Valeria Gonzáles 
steht als Workshopleitende sowie als Beratung in der Konzeption zur 
Seite 
Projektzeitraum Oktober -November 2023 
Fördersumme 4.800 € 
Gesamtkosten 5.764 €

4 
 
Titel Unvergessliche Erinnerung: Eine Aktion im öffentlichen Raum 
zur Erinnerung an den Genozid an Sinti:ze und Rom:nja 
Antragsteller*in Rom e.V. 
Kurzbeschreibung Wir möchten die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit auf die 
Verfolgungsgeschichte der Kölner Sinti:ze und Rom:nja lenken, 
darunter auch die Deportation von Köln-Deutz nach Auschwitz im Jahr 
1940. Durch diese Aktion im öffentlichen Raum möchten wir die 
Erinnerung an diese dunkle Periode der Geschichte aufrechterhalten 
und das Bewusstsein für die Wichtigkeit des Gedenkens stärken. 
Zielgruppe Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen in der allgemeinen 
Öffentlichkeit, eingegrenzt auf ÖPNV-Nutzer/innen. Personen, die 
möglicherweise zum ersten Mal von der Verfolgungsgeschichte der 
Sinti:ze und Rom:nja in Köln hören oder den Sachverhalt im 
Allgemeinen kennen, aber keine spezifischen Informationen haben 
Format Präsentation an den Stadtbahnstationen Hans-Böckler Platz und Köln 
Messe/Deutz. Diese Stationen befinden sich in den stark 
frequentierten Bereichen der U-Bahnhöfe und sind täglich von 06:00 
bis 24:00 Uhr in Betrieb. Die Public Video Stationen haben einen 
Bildschirm im 16:9-Hochformat, die eine Höhe von 2,50 Metern 
aufweisen. Durch die Hintergrundbeleuchtung werden die Inhalte 
eindrucksvoll präsentiert. Ein QR-Code auf den Postern ermöglicht 
Zugriff auf weiterführende Informationen. Mehr Infos zu Public Video 
Stationen auf der Website von Ströer: https://www.stroeer.de/planen-
buchen/aussenwerbung/public-video-station/ 
Projektziele 
 Interessierte und sensibilisierbare Menschen erreichen 
 Zielsetzung: Bewusstsein für die dunkle Periode der 
Geschichte schärfen und das Wissen über die Verfolgung von 
Sinti:ze und Rom:nja in Köln erhalten 
 Vermittlung historischer Fakten über die 
Verfolgungsgeschichte 
 Ermutigung zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema 
 Aufzeigen von Möglichkeiten zum persönlichen Engagement, 
wie zum Beispiel Teilnahme an Schulungen, um 
Stadtführungen zu den Orten in Köln, an denen Sinti:ze und 
Rom:nja während der NS-Zeit verfolgt wurden durchführen zu 
können. Konkrete Schritte zum persönlichen Engagement 
werden durch RomBuk (Bildung und Kultur im Rom e.V.) 
begleitet. 
Ggf. 
Kooperationen 
 
In-Haus Media im Integrationshaus Köln e.V. 
https://ihaus.org/inhausmedia/ 
 
Projektzeitraum Mitte August bis Dezember 2023 
Fördersumme   4.708 €  
Gesamtkosten   5.908 €

5 
 
Titel RE-KIT- Räume schaffen gegen Diskriminierung 
Antragsteller*in Interkultur e.V. 
Kurzbeschreibung Im Rahmen des Projektes „RE-KIT – sollen durch verschiedene 
Formate, u.a. rassismuskritische partizipative Workshops (3 
Workshops) und einer Studienfahrt, eine rassismuskritische 
Auseinandersetzung mit Erinnerungspolitik in der postmigrantischen 
Gesellschaft erfolgen. Die Teilnehmer*innen des Projektes nehmen 
dabei die Workshops und die Erinnerungsorte als Orte des 
Austausches und neue „Räume der Begegnung und Empowerments“ 
wahr.  
Workshop 1:  
Konzeptionelle und inhaltliche Auseinandersetzung mit verschiedenen 
Ungleichwertigkeitstheorien und Menschenfeindlichkeit durch eine 
erfahrene politische Bildnerin (Gesellschaft für bedrohte Völker e.V.). 
Ziel ist es, eine erste Sensibilisierung zum Thema zu erfahren und ein 
Bewusstsein dafür zu schaffen, welche menschenfeindlichen 
Reproduktionsbilder in der Gesellschaft vorherrschen.  
Workshop 2 und 3: 
Theaterpädagogische und künstlerische Aufarbeitung von eigenen 
Diskriminierungserfahrungen sowohl innerhalb der 
Mehrheitsgesellschaft, aber auch innerhalb der eigenen 
postmigrantischen Gesellschaft. Erstellung eines Poetry Slams Textes 
als Gesamtwerk der Teilnehmer*innen.  Das entstandene Produkt soll 
durch die Projektleitung aufgenommen werden, um dieses nach 
Projektabschluss in der politischen Bildungsarbeit (z.B. den Lern- und 
Erinnerungsort begleitende Jugend- und Schulworkshops) 
einzusetzen und ggf. auf der eigenen Internetplattform und weiteren 
sozialen Medien zu veröffentlichen. Hierbei steht die künstlerische 
Form der Auseinandersetzung mit Rassismus im Mittelpunkt. 
(angeleitet durch eine Trainerin für Antidiskriminierungsarbeit und 
Künstlerin). 
Studienfahrt zu den Erinnerungsorten Solingen und Keupstraße: 
Gemeinsamer Besuch des Erinnerungsortes des 
Nagelbombenanschlags auf der Keupstraße und des Brandanschlags 
in Solingen und die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema der 
Erinnerungskultur mit folgenden Fragestellungen: Wie muss 
Vergangenheit neu erzählt werden, um die Vielfalt der gegenwärtigen 
Gesellschaft sichtbar zu machen? Wie könnte der Versuch einer 
kritischen Neufassung von Erinnerungskultur aussehen? Und was ist 
von Politik, Kulturinstitutionen, Bildung und Zivilgesellschaft zu 
fordern, damit eine Vorstellung entwickelt werden kann, die 
Erinnerungskultur im Sinne einer wehrhaften Demokratie neu fasst? 
(in Begleitung mit Bassam Ghazi, Regisseur des Stadtkollektivs im 
Düsseldorfer Schauspielhaus und Theaterpädagoge). 
Zielgruppe Die Zielgruppe bilden Jugendliche und junge Erwachsene mit 
Rassismuserfahrungen (PoC und BPoC) 
Format 3 Workshops und 1 Studienfahrt nach Solingen & zur Keupstraße

6 
 
Projektziele 
- Erleben von Empowerment, d.h. die Stärkung und Vernetzung 
unter den Teilnehmer*innen durch die Aufarbeitung von 
gemeinsamen Rassismus-Erfahrungen  
- Befähigung der betroffenen jungen Menschen zur aktiven 
Mitgestaltung von Medienformaten (Poetry Slam) 
- Niedrigschwellige Partizipation für Betroffene von Rassismus 
an dem Erinnerungsort Solingen 
- Sensibilisierung für die Auswirkungen von rechtem Terror, 
alltäglicher Diskriminierung und institutionellem Rassismus 
- Schaffung neuer Begegnungs- und Empowermenträume zur 
Ausarbeitung von Handlungsoptionen gegen Diskriminierung 
und Ausgrenzung 
Ggf. 
Kooperationen  
Projektzeitraum September - Dezember 2023 
Fördersumme 4.180 € 
Gesamtkosten 4.642 €

Beratungsverlauf (1)

15.08.2023 Integrationsrat
TOP 8.5 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2241/2023
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
11.08.2023
Erstellt
11.07.2023 17:01