Mandari Insight

0517/2026

Beantwortung der Anfrage: Fällung einer landschafts- und ortsbildprägenden Trauerweide am nördlichen Groov-Teich im LSG Zündorfer Groov (L20)

Beantwortung einer Anfrage (BV) 26.02.2026

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde, Sitzung am 16.03.2026, TOP 2.1.2.1

Beantwortung einer Anfrage (BV)

· application/pdf

Ansehen

Anfrage Frau Hammer

· application/pdf

Ansehen

Beantwortung einer Anfrage (BV)

4364 Zeichen

Dienststelle 
57/571 
 
Vorlagen-Nummer 
 0517/2026 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 16.03.2026 
 
Beantwortung der Anfrage: Fällung einer landschafts- und ortsbildprägenden 
Trauerweide am nördlichen Groov-Teich im LSG Zündorfer Groov (L20) 
Die Untere Naturschutzbehörde nimmt zur Anfrage von Frau Hammer vom 03.06.2025 wie 
folgt Stellung: 
 
Frage von Frau Hammer:  
 
Besonders dringlich erscheint die geplante – und nach unserer Auffassung nicht genehmi-
gungsfähige – Fällung einer landschafts- und ortsbildprägenden Trauerweide am nördlichen 
Groov-Teich am historischen Teehaus. Laut Presseberichten steht diese Maßnahme unmittel-
bar bevor. 
  
Die betroffene Weide prägt das Erscheinungsbild der Groov entscheidend. Ihre Fällung würde 
ein historisch gewachsenes Ensemble zerstören und stellt aus unserer Sicht einen eklatanten 
Verstoß gegen die Ziele des Landschaftsschutzes dar. 
  
Das Vorhaben steht offenbar im Zusammenhang mit dem geplanten Abriss des historischen 
Teehauses, das um 1910 von der Familie Immendorf, den Gründern der Früh-Kölsch-Braue-
rei, errichtet wurde. Anlass war der tragische Tod ihrer Tochter; das Kind war an einem Sonn-
tag im Groov-Teich ertrunken. Das Teehaus diente der Familie als Gedenkort. An derselben 
Stelle pflanzte die Familie eine Trauerweide (Salix alba ‘Tristis’), das spätere **Naturdenkmal 
714.01**. So entstand ein kulturhistorisch bedeutsames Ensemble aus Architektur und Natur, 
das von Einheimischen und den zahlreichen Tagestouristen geschätzt wird. Der Pavillon war 
Teil eines herrschaftlichen Gartens und mit Glasleuchten ausgestattet, gefertigt in der damali-
gen Porzer Glasfabrik (Saint-Gobain / vormals Flachglas AG). Die Villa selbst wurde im 2. 
Weltkrieg zerstör. Das Teehaus- Ensemble an der Groov ist das letzte erhaltene Bauwerk des 
Anwesens. 
Die Kombination mit Pavillon und Weide bildet bis heute einen stimmungsvollen und identi-
tätsstiftenden Blickpunkt im Landschaftsschutzgebiet – mit hohem emotionalem und gestalte-
rischem Wert. Ganz zu schweigen vom naturschutzfachlichen Schaden wäre eine Zerstörung 
wäre barbarisch und irreversibel.  
  
Vor diesem Hintergrund bitten wir um Auskunft: 
  
- Wurde für die Fällung der Weide eine Genehmigung erteilt? 
     
- Wenn ja, aus welchen Gründen? 
     
- Warum wurde der Naturschutzbeirat nicht beteiligt?

2 
 
     
  
Wir fordern nachdrücklich, dass der Beirat formal mit der Angelegenheit befasst wird. 
Zudem bitten wir um umgehende Aussetzung der Maßnahme. 
 
Antwort der Unteren Naturschutzbehörde: 
 
Bei der angesprochenen Trauerweide handelt es sich nicht um das durch den Landschafts-
plan ausgewiesene Naturdenkmal 714.01, sondern um eine Nachpflanzung, welche dort zwi-
schen den Jahren 2007 und 2010 gepflanzt wurde. Der Baum befindet sich innerhalb eines 
Landschaftsschutzgebietes, es gelten daher die entsprechenden Verbote des Landschafts-
plans. 
 
Im Dezember 2024 wurde der nördliche Kaimauerabschnitt im Bereich des historischen Tee-
hauses in der Zündorfer Groov turnusmäßig untersucht. Die festgestellten Schäden führten 
aufgrund der nicht mehr gegebenen Standsicherheit zur unmittelbaren Sperrung dieses Be-
reichs. 
 
Zum Zeitpunkt der Untersuchung fand bereits die Sanierung des südlichen Kaimauerabschnit-
tes statt. Aufgrund des Potenzials für Kosten- und Zeiteinsparungen sowie des Wegfalls erfor-
derlicher Zwischenbauzustände wurde im Zuge dessen beschlossen die Sanierung des nördli-
chen Abschnittes mit der Sanierung im südlichen Bereich zusammenzulegen. 
Die Sanierung des nördlichen Bereichs erfolgte dabei identisch zum südlichen Abschnitt.  
 
Im Rahmen der Sanierung des nördlichen Bereichs der Ufermauer war es notwendig die ne-
ben dem historischen Teehaus befindliche Trauerweide zu fällen, da die Maßnahme sonst 
nicht umsetzbar gewesen wäre.   
 
Bei der Sanierung der Ufermauer handelte es sich um eine Verkehrssicherungsmaßnahme, 
da die Standsicherheit des Bauwerkes nicht mehr gewährleistet werden konnte. Für solche 
Maßnahmen formuliert der Landschaftsplan eine Unberührtheit von den Verboten des Land-
schaftsplans.  
 
Die Maßnahme wurde der Unteren Naturschutzbehörde angezeigt und der Umsetzung der 
Maßnahme wurde am 11.09.2025 per Stellungnahme zugestimmt.

Anfrage Frau Hammer

2129 Zeichen

**Besonders dringlich** erscheint die geplante – und nach unserer Auffassung nicht 
genehmigungsfähige – Fällung einer landschafts- und ortsbildprägenden 
Trauerweide am nördlichen Groov-Teich am historischen T eehaus. Laut 
Presseberichten steht diese Maßnahme unmittelbar bevor. 
  
Die betroffene Weide prägt das Erscheinungsbild der Groov entscheidend. Ihre 
Fällung würde ein historisch gewachsenes Ensemble zerstören und stellt aus unserer 
Sicht einen eklatanten Verstoß gegen die Ziele des Landschaftsschutzes dar.  
  
Das Vorhaben steht offenbar im Zusammenhang mit dem geplanten Abriss des 
historischen T eehauses, das um 1910 von der Familie Immendorf, den Gründern der 
Früh-Kölsch-Brauerei, errichtet wurde. Anlass war der tragische T od ihrer T ochter; 
das Kind war an einem Sonntag im Groov-T eich ertrunken. Das T eehaus diente der 
Familie als Gedenkort. An derselben Stelle pflanzte die Familie eine Trauerweide 
(Salix alba ‘Tristis’), das spätere **Naturdenkmal 714.01**. So entstand ein 
kulturhistorisch bedeutsames Ensemble aus Architektur und Natur, das von 
Einheimischen und den zahlreichen T agestouristen geschätzt wird. Der Pavillon war 
T eil eines herrschaftlichen Gartens und mit Glasleuchten ausgestattet, gefertigt in der 
damaligen Porzer Glasfabrik (Saint-Gobain / vormals Flachglas AG). Die Villa selbst 
wurde im 2. Weltkrieg zerstör. Das T eehaus- Ensemble an der Groov ist das letzte 
erhaltene Bauwerk des Anwesens. 
Die Kombination mit Pavillon und Weide bildet bis heute einen stimmungsvollen und 
identitätsstiftenden Blickpunkt im Landschaftsschutzgebiet – mit hohem emotionalem 
und gestalterischem Wert. Ganz zu schweigen vom naturschutzfachlichen Schaden 
wäre eine Zerstörung wäre  barbarisch und irreversibel.  
  
Vor diesem Hintergrund bitten wir um Auskunft: 
  
- Wurde für die Fällung der Weide eine Genehmigung erteilt? 
     
- Wenn ja, aus welchen Gründen? 
     
- Warum wurde der Naturschutzbeirat nicht beteiligt? 
     
  
Wir fordern nachdrücklich, dass der Beirat formal mit der Angelegenheit befasst wird. 
Zudem bitten wir um umgehende Aussetzung der Maßnahme.

Beratungsverlauf (1)

16.03.2026 Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 2.1.2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0517/2026
Typ
Beantwortung einer Anfrage (BV)
Datum
26.02.2026
Erstellt
23.02.2026 16:27