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0890/2023

Anfrage der Fraktionen CDU, FDP, Bündnis90/Die Grünen und SPD in der Bezirksvertretung Mülheim zum Hochwasser- und Überflutungsschutz in Dünnwald hier: Beantwortung der Fragen durch die StEB Köln

Beantwortung einer Anfrage (BV) 09.03.2023

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 13.03.2023, TOP 7.1.6

Beantwortung einer Anfrage (BV)

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Beantwortung einer Anfrage (BV)

5213 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
I/02-9/0 
 
Vorlagen-Nummer 
 0890/2023 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 13.03.2023 
 
Anfrage der Fraktionen CDU, FDP, Bündnis90/Die Grünen und SPD in der 
Bezirksvertretung Mülheim zum Hochwasser- und Überflutungsschutz in Dünnwald 
hier: Beantwortung der Fragen durch die StEB Köln 
Gerne nehmen wir aus Sicht der StEB Köln zu der Anfrage der Fraktionen CDU, FDP, Bünd-
nis90/Die Grünen und SPD vom 18.07.2022 in der Bezirksvertretung Mülheim Stellung. 
Der in der Anfrage beschriebene Ortstermin hat stattgefunden. Eine Einigung auf umsetzbare 
Maßnahmen hat es jedoch zwischen den verschiedenen Akteuren nicht gegeben. Es wurde 
sich jedoch darauf geeinigt, die beiden folgenden Vorschläge der Bürgerinitiative weiter auf 
Wirksamkeit sowie technische, rechtliche und wirtschaftliche Umsetzbarkeit zu prüfen. 
 
Vorschläge der Bürgerinitiative: 
1. Eine Höherlagerung der Katterbachstraße, selbstverständlich unter Berücksichtigung 
der Anliegen der Anwohner, die von Dünnwald aus gesehen hinter der Katterbach-
straße wohnen  
2. Die Möglichkeit der Nutzung des Wildparks bzw. des gesamten Dünnwalder Waldes 
bis zum Retentionsbecken auf Bergisch Gladbacher Gebiet durch eine relativ einfache 
Höherlegung eines Waldweges im Wildpark. 
 
Frage 
 Wie weit ist der Stand der Berechnungen zur Eignung dieser Maßnahmen gediehen? 
Stellungnahme der StEB Köln:  
Um das Ereignis vom 14.07.2022 aufzuarbeiten und zukünftige Schäden nach Möglichkeit zu 
reduzieren wurden von den StEB Köln folgende Aktivitäten unternommen:  
Im April und Mai 2022 wurden mehrere Ortstermine mit der Bürgerinitiative Hochwasserschutz 
Dünnwald (BI) durchgeführt. Basierend auf dem Material dieser Begehungen wurden im Au-
gust 2022 zwei Workshops bei den StEB Köln zur Rekonstruktion des Ereignisablaufs durch-
geführt und verschiedene Vorsorgevarianten qualitativ erörtert. 
Aufgrund des komplexen Zusammenspiels von Oberflächenabfluss, Ausuferung des Mutz-
bach (Zuständigkeit Wupperverband) und des rrh. Kölner Randkanals (Zuständigkeit Zweck-
verband rrh. Kölner Randkanal) in diesem Gebiet, wurde eine hydraulische Untersuchung des 
rrh. Kölner Randkanal zum Verständnis der Ereignisse am 14.07.2021 und weiterer möglicher 
Ereignisse im April 2022 beauftragt. Durch die hohe Arbeitsbelastung des bearbeitenden 
Fachbüros dauert diese Untersuchung derzeit noch an. Ergebnisse werden im 1. Quartal 2023 
erwartet.

2 
 
Nach Abstimmung mit den weiteren beteiligten Akteuren (Wupperverband, Bergisch Glad-
bach, UWA Köln, Bezirksbürgermeister und StEB Köln) wird eine weitere Bürgerinformations-
veranstaltung mit einer Vorstellung von möglichen Maßnahmenvorschlägen für das 2. Quartal 
2023 angestrebt. Erst nach Auswertung der hydraulischen Untersuchungsergebnisse des rrh. 
Kölner Randkanals können belastbare Aussagen auch über die Wirksamkeit potentieller 
Schutzmaßnahmen und ihre Umsetzbarkeit abgegeben werden. 
Zu den bisher rein qualitativ betrachteten Maßnahmen gehören auch die Erhöhung des 
Noteinstauraums im Bereich östlich der Katterbachstraße und die Schaffung einen möglichen 
Noteinstauraums im Bereich des Wildparks Dünnwald.  
Die technische Umsetzbarkeit und Aussagen über Wirksamkeit sowie Wirtschaftlichkeit der 
Maßnahmen kann erst nach Vorliegen der hydraulischen Untersuchungen vorgenommen 
werden. 
 
Beurteilung der weiteren Vorschläge der Bürgerinitiative: 
1. Alle Zuläufe/Kanaldeckel vom rechtsrheinischen Randkanal gegen Wasseraustritt si-
cher verschließen, insbesondere am Haus Hahn 
2. Die Aufforstung bracher Flächen sowie von Waldflächen im Dünnwalder Wald mit ge-
eigneten Baumarten 
3. Perspektivisch eine Retentionsraumerschließung aller rechtsrheinischen Bächen, die 
Wasser direkt oder indirekt an den rechtsrheinischen Randkanal abgeben. 
Stellungnahme der StEB Köln:  
In Bezug auf die weiteren Vorschläge der Bürgerinitiative können wir folgende Beurteilung 
abgeben und verweisen auch auf unsere Stellungnahme auf die Bürgereingabe nach § 24 GO 
NRW der Bürgerinitiative Hochwasserschutz Dünnwald / Höhenhaus Hochwasser- und 
Starkregenschutz in Dünnwald / Höhenhaus, Aktenzeichen 161/22 B, deren Bearbeitung 
durch das Dezernat VIII der Stadt Köln erfolgt. 
 
1. Alle Zuläufe/Kanaldeckel vom rechtsrheinischen Randkanal gegen Wasseraustritt si-
cher verschließen, insbesondere am Haus Hahn 
Diese Maßnahme wird derzeit geprüft. Die neuen Berechnungen für den Randkanal 
bilden hierzu eine wichtige Grundlage. 
2. Aufforstung bracher Flächen sowie von Waldflächen im Dünnwalder Wald mit geeigne-
ten Baumarten: 
Für die Beantwortung der Anfrage wird auf den Zuständigen, hier der Forstbetriebsbe-
zirk rechtsrheinisch, Dünnwalder Mauspfad 230 (Wildpark), 51069 Köln verwiesen. 
3. Perspektivische Retentionsraumerschließung aller rechtsrheinischen Bäche 
Die Vorschläge der BI müssen ingenieurtechnisch auf bautechnische Umsetzbarkeit, 
Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Mögliche Oberflächenabsenkungen 
im Wald für Notwasserfließwege liegen wahrscheinlich deutlich oberhalb der Bemes-
sungsansätze für Wirtschaftlichkeit und Genehmigungsfähigkeit.

Beratungsverlauf (1)

13.03.2023 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 7.1.6 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0890/2023
Typ
Beantwortung einer Anfrage (BV)
Datum
09.03.2023
Erstellt
09.03.2023 14:16