2836/2018
Ausrichtung einer Gedenkfeier aus Anlass des Endes des 1. Weltkrieges vor einhundert Jahren
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Beschlussvorlage Ausschuss
5768 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/44 Vorlagen-Nummer 2836/2018 Freigabedatum 16.10.2018 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Ausrichtung einer Gedenkfeier aus Anlass des Endes des 1. Weltkrieges vor einhundert Jahren, AZ.: 02-1600-142/18 Beschlussorgan Ausschuss für Anregungen und Beschwerden Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden dankt dem Petenten für seine Eingabe, am 12.11.2018 eine städtische Gedenkveranstaltung aus Anlass des Endes des 1. Weltkrieges im Fort I durchzuführen. Der Bürgerantrag ist in diesem Fall jedoch abzulehnen. Ausschuss für Anregungen und Beschwerden 30.10.2018 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Die Anregung ist sehr gut und entspricht dem Ansinnen der Stadt, historische Ereignisse stärker in dem Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern. Nicht zuletzt die stadtweiten Museen und das Histo- rische Archiv der Stadt Köln als Bürgerarchiv kommen dieser Aufgabe als Gedächtnisinstitutionen nach. So widmete das Domforum anlässlich des diesjährigen Gedenkens an das Ende des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren seine Sommerausstellung unterschiedlichen Spuren der Erinnerung an dieses um- wälzende Ereignis. Bis zum 26. August wurde dort die Ausstellung „1918 - Kriegsende in Köln: Die Stadt und der Dom“ gezeigt, um die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg in Köln und seine Auswir- kungen aufrecht zu erhalten. Unter dem gleichen Leitmotiv stand die diesjährige Domwallfahrt, die mit dem Titel „Dona nobis pacem“ an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren erinnerte und gleichzeitig zum Frieden in der Welt aufrief. Erinnerung und Aufruf wurde dabei in beeindruckender Weise durch die künstleri- sche Illumination der Domfassade vom 26. bis zum 30. September in die Öffentlichkeit getragen. Anlässlich des 100. Gedenkjahres zum Ende des Ersten Weltkrieges zeigte auch das Käthe Kollwitz Museum Köln vom 19. Juni bis 16. September 2018 die Sonderausstellung „Aufbruch und Um- bruch im Werk von Käthe Kollwitz“, die unter anderem die Auseinandersetzung der persönlich be- troffenen Künstlerin mit dem 1. Weltkrieg thematisierte. Auch im nächsten Jahr greifen weitere städtische Veranstaltungen und Einrichtungen das Ende des Ersten Weltkrieges und die damit verbundenen Folgen auf. So zeigt das Historische Archiv beispiels- weise die Ausstellung „ParallelUNIversum?! Köln und seine Universität seit 1919.“, die auf die Neu- gründung der Universität zu Köln eingeht und natürlich dort auch den Bezug zum kurz zuvor erfolgten Kriegsende herstellt. Neben der aktiven Geschichtsvermittlung und der Aufrechterhaltung der Erinnerungskultur in der Stadtgesellschaft durch die genannten Ausstellungen und Veranstaltungen, findet am 18. November im Rahmen des bundesweiten Volkstrauertages eine zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt Köln in Erinnerung an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltbereitschaft und Gewaltherrschaft aller Natio- nen, in der Kirchenruine Alt St. Alban statt, wo auch die Kopie der Skulptur „Trauerndes Elternpaar“ steht, die ursprünglich von Käthe Kollwitz in Gedenken an ihren 1914 gefallenen Sohn Peter geschaf- fen worden war. Darüber hinaus steht auch die diesjährige zentrale Gedenkfeier des Landes Nordrhein-Westfalen am 17. November anlässlich des Volkstrauertages, ganz im Zeichen des 100. Jahrestages des Endes des Ersten Weltkrieges. Zusätzlich findet am 8. und 9. November 2018 als landesweite Veranstaltung die Räte-Tagung „Auf- bruch in die Demokratie – 100 Jahre Revolution im Rheinland und in Westfalen“ im Landtag als eine gemeinsame Veranstaltung von Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde, Historischer Kommis- sion für Westfalen, Landesarchiv und dem Landtag statt, die sich ebenfalls mit Erinnerungskultur und Gedenken wissenschaftlich auseinandersetzt. Vor diesem Hintergrund, insbesondere mit Sicht auf den Volkstrauertag, erscheint eine weitere Ge- denkveranstaltung, wie die beantragte, keinen zusätzlichen Gewinn für die Erinnerungskultur inner- halb der Stadtgesellschaft zu bringen. Durch die erwähnten Ausstellungen und gerade auch durch die aussagekräftige Illumination des Kölner Doms als Wahrzeichen der Stadt und seiner Bürger, wird die Kölner Erinnerungskultur zum Ende des Ersten Weltkrieges auch nach außen hin sichtbar. Zusätzlich dient die zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt Köln zum Volkstrauertag dem Gedenken aller gefallenen Soldaten und Opfer von Kriegen und dem stets damit verbundenem Leid. Als Veran- 3 staltungsort erinnert dabei die Ruine von Alt St. Alban, mit die Schäden am Gebäude und der darin aufgestellten Skulptur der trauernden Eltern, in eindrucksvoller Weise gleichsam an die Katastrophe beider Weltkriege und dient so als übergreifendes Mahnmal gegen Krieg und Gewalt. Damit nimmt die Stadt Köln ihre Verantwortung wahr, an die Schrecken von Krieg und Gewalt zu er- innern und der Opfer zu gedenken. Gleichzeitig wird durch aktive Geschichtsvermittlung der Museen, des Stadtarchivs und weiterer Einrichtungen ein Beitrag geleistet, die Erinnerung an den Ersten Welt- krieg in der Stadtgesellschaft zu verankern und ein Bewusstsein für die Katastrophen der Vergangen- heit zu schaffen, um so ein Vergessen zu verhindern. Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass für eine solche städtische Gedenkveranstaltung, am 12.11.2018 im Fort I, der Bürgerantrag sehr kurzfristig gestellt wurde. Eine professionelle Planung, Vorbereitung und Durchführung einer solchen Gedenkveranstaltung benötigt eine Vorlaufzeit von wenigstens 6 Monaten. Der Antrag vom 12.08.2018 ist mit drei Monaten vor der Veranstaltung zu kurzfristig eingereicht worden, um dem Anlass gerecht werden zu können.
Bürgereingabe gem. § 24 GO
3138 Zeichen
„Bürgerantrag“, Anregungen und Beschwerden nach §14 Hauptsatzung (§24 GO) hier: Ausrichtung einer Gedenkfeier aus Anlass des Endes des 1. Weltkrieges vor einhundert Jahren Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, sehr geehrte Damen und Herren des Rat der Stadt Köln Hiermit mache ich gemäß § 14 der Hauptsatzung der Stadt Köln und § 24 der Gemeindeordnung NRW folgende Anregung: Durchführung einer Gedenkfeier aus Anlass des Endes des 1. Weltkrieges vor einhundert Jahren in der Gedenkstätte Fort I. Die Verwaltung wird beauftragt, zu prüfen, ob und wie im November eine Gedenkfeier aus Anlass des Endes des 1. Weltkrieges vor einhundert Jahren in der Gedenkstätte Fort I durchgeführt werden kann - nach Möglichkeit in städtischer Regie oder mit städtischer Initiale bzw. Unterstützung Begründung: Der 1. Weltkrieg endete am 11. November 1918. Im Lauf von nur vier Jahren kamen durch den Krieg ca. 10 Millionen Menschen ums Leben und ca. 20 Millionen Menschen wurden verwundet. Dazu kamen noch einmal die Familien und Freunde, die durch den Verlust in großes Unglück gestoßen wurden. In der Kölner Gedenkstätte Fort I wird an mindestens 20.983 junge Männer erinnert, die an allen Fronten ums Leben gekommen sind. Dazu kommen eine erhebliche Anzahl an physisch und psychisch schwer verwundeten jungen Männern sowie das Schicksal der Familien und Freunde. Der erste Luftangriff auf eine europäische Stadt wurde mit dem Luftschiff Z VI „Cöln“ von Köln aus auf das belgische Lüttich durchgeführt. Der allererste Luftangriff auf eine d eutsche Stadt wurde auf Köln ausgeführt. In der Gedenkstätte hängen Bronzeplatten, die im Stil der damaligen Zeit gestaltet wurden und an das Leid der einzelnen Regimenter erinnern. Diese Tafeln wurden von Männern gestiftet, die den Krieg selber erleben m ussten. Auf einer Tafel ist zu lesen: „Den Toten zum Gedächtnis, den Lebenden zur Mahnung“. Diese Mahnung oder auch Warnung haben diese Menschen an uns gerichtet. In unserer heutigen Zeit, in der immer mehr Populisten auftauchen, in vielen Ländern die Kri egsgefahr steigt und humanitäre Richtlinien immer weniger wert sind, ist es sehr wichtig nicht zu vergessen, welches Elend Kriege verursachen. Das Ende des 1. Weltkrieges vor einhundert Jahren ist dafür ein sehr guter Anlass. Die Veranstaltung sollte nach Möglichkeit unter städtischer Führung durchgeführt werden. Ist dies nicht möglich, soll die Verwaltung nach anderen Möglichkeiten suchen… (ich kann es nicht) Anmerkung: Der 11.11. ist in Köln kein passender Tag für eine solche Gedenkveranstaltung. Deshal b schlage ich den (Montag) 12. November als ersten Friedenstag nach dem Krieg vor. Auf Grund der Gedenkfeier zum Ausbruch des 1. Weltkrieges 2014 in der Gedenkstätte Alt St. Alban schlage ich jetzt eine angemessene Gedenkfeier auf der Gedenkstätte Fort I v or. Unten im Jugendzentrum ist auch ausreichend Platz, falls es regnen sollte oder um dort eine Ausstellung etc. zu veranstalten. Mit freundlichen Grüßen P.S. "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." George Santayana
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2836/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 16.10.2018
- Erstellt
- 27.08.2018 12:09