4010/2021
Anfrage von Grün offene Liste (GOL) in der Sitzung des Integrationsrates am 28.09.2021 zur Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/VII/4 Vorlagen-Nummer 17.11.2021 4010/2021 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 16.11.2021 Ausschuss Kunst und Kultur 30.11.2021 Anfrage von Grün offene Liste (GOL) in der Sitzung des Integrationsrates am 28.09.2021 zur Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen In der Sitzung des Integrationsrates am 28.09.2021 bedankt sich die Grün offene Liste (GOL) für die Beantwortung einer Anfrage (siehe Anlage 1) zur Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen und bittet die Verwaltung um die Beantwortung der nachfolgenden Rückfragen (siehe Anlage 2). Die Be- antwortung weitergehender Fragen zu dieser Thematik soll auch dem Ausschuss Kunst und Kultur zur Kenntnisnahme vorgelegt werden (siehe Anlage 3 - Auszug aus der Niederschrift der Sitzung des Integrationsrates vom 24.08.2021). 1. Was ist unter „rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen“ für die Rückgaben der Benin- Bronzen zu verstehen? Könnte die Verwaltung darlegen, was die konkreten Schritte sind, die En- de 2022 zur Rückgabe der Benin-Bronzen führen sollen? 2. Was ist unter „weitere Lösungen“ zu verstehen? Könnte die Verwaltung darlegen, was die kon- kreten Schritte sind? 3. Wann rechnen die Verantwortlichen mit einem konkreten Zeitplan? 2022 startet schon in drei Monaten. 4. Wie kann die Zivilgesellschaft und der Integrationsrat den Prozess der Rückgabe unterstützen? Antwort der Verwaltung Zu Frage 1: Was ist unter „rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen“ für die Rückgaben der Benin- Bronzen zu verstehen? Könnte die Verwaltung darlegen, was die konkreten Schritte sind, die Ende 2022 zur Rückgabe der Benin-Bronzen führen sollen? Unter der Federführung des Auswärtigen Amtes ist in den vergangenen Monaten weiter am Fahrplan zur Rückführung von Benin-Bronzen gearbeitet worden, das heißt, insbesondere die Verhandlungs- gespräche mit allen relevanten nigerianischen Akteur*innen wurden fortgesetzt. Daraus folgte Mitte Oktober 2021 eine Absichtserklärung des Auswärtigen Amtes und der Nationale Kommission für Mu- seen und Denkmäler (NCNM) der Bundesrepublik Nigeria. Diese sieht die Eigentumsübertragung der Benin-Bronzen an Nigeria im Laufe des Jahres 2022 vor. Das Auswärtige Amt bereitet zurzeit den Entwurf eines Musters für eine Übergabevereinbarung als Grundlage für die Eigentumsübertragung vor, die anschließend von den Trägern der jeweiligen Museen angepasst werden kann. Für Anfang 2022 wird vom Auswärtigen Amt die Reise einer Delegation nigerianischer Museumsex- pert*innen nach Deutschland in die deutschen Museen mit den größten Sammlungsbeständen an Benin-Bronzen, auch Köln, geplant. Zu diesem Zeitpunkt wird sich voraussichtlich auch die neue 2 Bundesregierung in Berlin formiert haben, was wichtig ist für die Konkretisierung der Eckpunkte des Fahrplans der Rückgaben der Benin-Bronzen. Die Direktor*innen der fünf deutschen Museen mit den größten Benin-Bronze-Bestände in ihren Sammlungen und damit auch die Direktorin des Rautenstrauch-Joest-Museums werden in regelmä- ßigen Abständen vom Auswärtigen Amt über den Stand der Verhandlungen und den Planungstand der Reise informiert. In diesem Kontext und Zeitplan ist der nächste Schritt für die Verwaltung in Köln die Abstimmung ei- nes grundsätzlichen Verhandlungsmandates für die Eigentumsübertragung und für die Rückgabe der Benin-Bronzen aus den Sammlungsbeständen der Rautenstrauch-Joest-Museums durch den Rat der Stadt Köln. Zu klären sind in diesem Zusammenhang ferner buchhalterische Gesichtspunkte, Fragen der Vertragsgestaltung, der Versicherung, des Transports, des Zolls und weiterer Aspekte der organi- satorischen und rechtlichen Umsetzung der Eigentumsübertragung und der Rückführung der Benin- Bronzen. Zu Frage 2: Was ist unter „weitere Lösungen“ zu verstehen? Könnte die Verwaltung darlegen, was die konkreten Schritte sind? Bei der Erarbeitung des Fahrplans zur Rückführung von Benin-Bronzen aus den deutschen Museen unter Federführung des Auswärtigen Amtes steht eine Übertragung der Eigentumsrechte an den Hofkunstwerken durch die verschiedenen Museen und deren Träger an Nigeria als wichtiges politi- sches und symbolisches Zeichen von Seiten der Bundesrepublik Deutschland im Raum. Diese Über- tragung soll schon vor und unabhängig von einer physischen Restitution der Hofkunstwerke erfolgen. Die Entscheidungen über die Übertragung der Eigentumsrechte liegen bei den jeweiligen Trägern der Museen, das heißt, für die Sammlung des Rautenstrauch-Joest-Museums bei der Stadt Köln. Ob und welche Benin-Bronzen im Falle der Eigentumsübertragung beispielsweise als Dauerleihgaben weiterhin in Köln verbleiben, steht noch nicht fest und wird sich erst im Austausch mit den nigeriani- scher Museumsexpert*innen ergeben. Zu Frage 3: Wann rechnen die Verantwortlichen mit einem konkreten Zeitplan? 2022 startet schon in drei Monaten? Der Zeitplan der Rückgaben wird sich nach Abschluss der Reise der nigerianischen Delegation im ersten Quartal 2022 weiter konkretisieren. Danach soll eine politische Rahmenvereinbarung auf Mi- nisterebene zu den konkreten Schritten bezüglich der Rückgaben und den Museumskooperationen zwischen Nigeria und Deutschland getroffen werden. Erste physische Rückgaben von Benin- Hofkunstwerken in den fünf deutschen Museumssammlungen sollen nach aktuellen Stand Ende 2022 möglich werden. Die schrittweise Rückgabe wird bis 2025 (also der Fertigstellung des Edo Museum of West African Art) andauern. Zu Frage 4: Wie können die Zivilgesellschaft und der Integrationsrat den Prozess der Rückgabe un- terstützen? Die Kölner Stadtgesellschaft sollte in diesen Prozess einbezogen werden, das heißt, es sollte eine möglichst umfassende Informationsarbeit geleistet werden. Dabei sollte klargestellt werden, warum die Rückgabe der historischen Hofkunstwerke seitens Nigeria seit Jahrzehnten dringend gefordert wird und welche symbolische, identitätsstiftende und emotionale Bedeutung sie für die heutige nigeri- anische Gesellschaft haben. Die Zivilgesellschaft und der Integrationsrat können das Rautenstrauch- Joest-Museum bei dieser Vermittlungsarbeit unterstützen, indem sie die Zielgruppen der Kölner Stadtgesellschaft ansprechen, die das Rautenstrauch-Joest-Museum noch nicht oder noch zu wenig erreicht. Das Rautenstrauch-Joest-Museum hat Sondermittel angefragt für ein künstlerisch-literarisch- 3 filmisches Projekt „I MISS YOU. Über das Vermissen, Zurückgeben und Erinnern“ (17. März 2022 – 08. Januar 2023). Hier wird unter anderem die gesamte Benin-Sammlung für die Öffentlichkeit wei- terhin zugänglich sein. Das Projekt wird begleitet von Diskussions- und Vermittlungsformaten für die Kölner Stadtgesellschaft. Die aktive Beteiligung des Integrationsrats und der interkulturellen Vereine in Köln ist essentiell für das Gelingen dieses interdisziplinären, interkulturellen und intergenerationel- len Projekts. Die Ausstellung „RESIST! Die Kunst des Widerstands“, in der alle in Rede stehenden Benin-Objekte präsentiert werden, ist aktuell bis zum 9. Januar 2022 zu sehen. Anlagenverzeichnis: Anlage 1: Beantwortung der Anfrage der Grün offenen Liste (GOL) in der Sitzung des Integrations- rates am 24.08.2021 Anlage 2: Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates Anlage 3: Auszug aus der Niederschrift der Sitzung des Integrationsrates vom 24.08.2021 Gez. Charles
Anlage 1_Beantwortung einer Anfrage GOL_Beninbronzen_Integrationsrat 24.08.2021
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Vorlagen-Nummer Die Oberbürgermeisterin 2863/2021 Dezernat, Dienststelle VIWVIl Beantwortung einer Anfrage nach 8 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Integrationsrat 24.08.2021 Anfrage von Grün offene Liste (GOL) zur Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen, Gesprächsrunde am 29. April 2021 (TOP 4.3 in der Sitzung des Integrationsrates am 01.06.2021) Das Rautenstrauch-Joest-Museum bewahrt eine Sammlung von 94 höfischen Kunstwerken aus dem Königtum Benin, im heutigen Edo State in Nigeria. Das Museum erhielt diese Kunstwerke zwischen 1899 und 1967 im Rahmen von 15 Schenkungen und Ankäufen. Es gilt als sicher, dass diese 94 Werke höfischer Kunst im Februar 1897 von der britischen Armee aus dem Königspalast von Benin geraubt wurden. Insgesamt wurden damals schätzungsweise 3.000 bis 5.000 Hofkunstwerke geraubt und danach in Museen weltweit, darunter in das Rautenstrauch-Joest-Museum, verstreut. Am 29.04.2021 fand auf Einladung der Kulturstaatsministerin Monika Grütters eine digitale Ge- sprächsrunde zum weiteren Umgang mit den in deutschen Museen und Einrichtungen befindlichen Benin-Bronzen statt. Für die Stadt Köln haben an der Gesprächsrunde Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach, in Vertretung von Oberbürgermeisterin Henriette Reker, und Nanette Snoep als Direktorin des Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) teilgenommen. Das Land NRW war durch die Ministerin für Kultur und Wissenschaft Isabel Pfeiffer-Poensgen vertreten. Die Stadt Köln und das RJM begrüßen ausdrücklich das Ergebnis dieser Gesprächsrunde. Sie sehen sich in dem von ihnen bisher eingeschlagenen Weg bestätigt (siehe Pressemitteilung der Stadt Köln nach dem Gespräch (30.04.): https://www.stadtkoeln.de/politik-und-verwaltung/presse/mitteilungen/23296/index.htm!). Wir begrüßen den am 29.04.2021 festgehaltenen „Fahrplan“ zur Rückgabe und möchten diesen von Seiten des Integrationsrates positiv begleiten und unterstützen. Der Integrationsrat bittet die Verwaltung um folgende Informationen 1. Wie sehen die konkreten Handlungsschritte und der Fahrplan für die Frage der Rückführung von Benin-Bronzen aus? 2. Wer ist mit der Entwicklung der Handlungsschritte und des Fahrplans beauftragt? 3. Wer ist Ansprechperson für die Legacy Restoration Trust (LRT) von Seiten der Stadt? 4. Wer ist zuständig für dieses Thema, wenn die Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach im August ausscheidet? Antwort der Verwaltung: Zu Frage 1: Wie sehen die konkreten Handlungsschritte und der Fahrplan für die Frage der Rückfüh- rung von Benin-Bronzen aus? Das RautenstrauchJoest-Musuem (RJM) bewahrt mit insgesamt 94 höfischen Kunstwerken aus dem Königtum Benin nach Berlin, Sachsen und Hamburg die viertgrößte Sammlung in Deutschland und ist zudem das einzige kommunale Museum, das eine solche Sammlung besitzt. Die 94 Hofkunstwerke des RJM gelangten zwischen 1899 und 1967 als Schenkungen und Ankäufe in die Sammlung. Es gilt als sicher, dass alle zu den im Februar 1897 von der britischen Armee aus dem Königspalast von Benin geraubten Werken gehören. Die ältesten datieren aus der Zeit zwischen dem 16. und 17. Jahr- hundert und der größte Teil von Mitte des 18. Jahrhundert bis 1897. 65 der 94 Benin-Bronzen des RJM wurden bereits vor 1902 von der Familie Rautenstrauch - Namensgeberin und wichtige Mäzena- tin des Museums - in Auktionshäusern in London erworben und der Stadt Köln geschenkt. Die Stadt Köln und das RJM sind sich der gewaltvollen Geschichte, die mit den höfischen Kunstwer- ken aus dem Königreich Benin verbunden ist, sehr bewusst und setzen sich für mögliche Rückgaben von Objekten und für weitere Lösungen ein. Sie stellen sich insofern der Verantwortung für diese recht umstrittene Sammlung. Seit 2019 hat das RJM mehrere Sammlungserschließungsprojekte so- wie internationale Kooperationen initiiert, um transparent mit diesem Unrechtkontext umzugehen und den Besucher*innen zu vermitteln, worum es bei den Restitutionsdebatten geht. Seit 2019 ist das RJM auch Mitglied der „Benin Dialog Group", einer seit 2010 bestehenden Initiative, in der Museen aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und Schweden, die Sammlungen von Hofkunstwerken aus Benin bewahren, mit nigerianischen Partner*innen zusam- menarbeiten, darunter die „Nationale Kommission für Museen und Monumente" in Nigeria und Vertre- ter*innen des Königshofs von Benin. Alle 94 Hofkunstwerke des RJM sind in der aktuellen Sonderausstellung „RESIST! Die Kunst des Widerstands", die 500 Jahre antikolonialen Widerstand thematisiert, im Raum „BENIN 1897" vollstän- dig präsentiert. Ob eine Verlängerung der Ausstellung über den 05.09.2021 hinaus bis zum 09.01.2022 möglich ist, wird derzeit noch geprüft. In diesem Raum, der von der nigerianischen Künst- lerin und Kunsthistorikerin Peju Layiwola kuratiert wurde, steht die Frage der Restitution der geraub- ten Hofkunstwerke im Zentrum. Die Besucher*innen können darin auch erstmals die gesamte Benin- Sammlung des RJM sehen und die Debatten um ihre Rückgabe besser verstehen. Mit Hilfe der Museumsgesellschaft RJM e.V. veranlasste das RJM 2020 einen ersten Überblick über die Herkunft der Sammlung höfischer Kunstwerke aus dem Königtum Benin: ein Bericht und das komplette Inventar der Benin-Sammlung des RJM sind seit Januar 2021 auf der Webseite zugänglich: https://www.rautenstrauch-joest-museum.de/Hofkunstwerke-aus-dem-Koenigreich-Benin.de Trotz ihrer internationalen Bedeutung steht eine aktuelle historische, ikonografische, symbolische und . religiöse Einordnung dieser 94 Hofkunstwerke noch aus. In der zweiten Jahreshälfte 2021 startete das RJM ebenfalls mit Hilfe der Museumsgesellschaft eine Grundlagenstudie zur Analyse der Techni- ken und Materialien der Sammlung höfischer Kunstwerke. Diese Studie wird von der RJM- Restauratorin Birgit Depenbrock mit Hilfe der nigerianischen Expertin Peju Layiwola ausgeführt. Vor- behaltlich der aktuellen Pandemiesituation in Nigeria und Deutschland ist im Winter 2021 ein Recher- cheaufenthalt von Peju Layiwola im RJM geplant, bei dem sie die Sammlung analog beforschen kann. Die Ergebnisse ihrer Recherchen werden online veröffentlicht. Darüber hinaus hat das RJM am 14. Mai 2021 die internationale digitale Debatte „Benin 1897 - Köln 2021" mit Akademiker*innen und Künstler*innen aus Nigeria, Großbritannien, Südafrika und Deutsch- land, darunter auch Vertreter*innen des Auswärtigen Amtes und des Legacy Restoration Trust (LRT) in Lagos, durchgeführt. Die besondere Bedeutung dieser Veranstaltung hat Oberbürgermeisterin Re- ker in ihrer Videobotschaft zu Begrüßung hervorgehoben, in der sie ein deutliches Statement für die Rückgabe der geraubten Kulturgüter abgegeben hat. Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=7LWStXVs1JQ Für die gesamte Veranstaltung: https://www.youtube.com/watch?v=BWB-hqJ2g08 3 Um aktiv größtmögliche Transparenz herzustellen, wurde vereinbart, dass die von Bund und Ländern gemeinsam finanzierte „Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland“ bis zum 15. Juni 2021 — zusätzlich zu Informationen auf museumseigenen Webseiten - eine Aufstellung aller im Besitz der Museen befindlichen Benin-Bronzen auf ihrer Webseite (www.cp3c.org/benin- bronzes/) veröffentlicht. Auch werden die deutschen Museen bis Ende 2021 die Provenienzen zu die- sen Objekten umfassend dokumentieren und über ein eigenständiges Portal für Sammlungsgut aus kolonialen Kontext innerhalb der Deutschen Digitalen Bibliothek sowie ab 2022 über das beim Muse- um am Rothenbaum—Kulturen und Künste der Welt (MARKK) Hamburg angesiedelte Projekt „Digital Benin" online zugänglich machen. Das Auswärtige Amt entwickelt einen Fahrplan zur Rückführung von Benin-Bronzen aus den Deut- schen Museen mit den größten Benin-Sammlungen (SPK, SKD, MARKK, RJM, Linden Museum). Das geschieht gemeinsam mit den Teilnehmenden der von Kulturstaatsministerin Monika Grütters im April einberufenen Gesprächsrunde sowie Vertreter*innen der nigerianischen Seite, insbesondere des von nigerianischen Regierung, dem Gouverneur des Bundesstaates Edo sowie dem Königshaus von Benin unterstützten zivilgesellschaftlichen Initiative des Legacy Restoration Trust (LRT). Die Stadt Köln und das RJM unterstützen den Fahrplan des Auswärtigen Amtes zur Rückführung von Benin-Bronzen aus den Deutschen Museen aktiv. Dieser Plan sieht bis Ende 2022 konkrete Hand- lungsschritte und Regelungen zu Fragen der Rückführung von Benin-Bronzen vor. Neben Rückgaben soll mit den nigerianischen Partner*innen auch erörtert werden, ob und wie Benin-Bronzen als Teil des kulturellen Erbes der Menschheit künftig ebenfalls in Deutschland und in Köln gezeigt werden können. Parallel zu diesen Gesprächen wird die Stadt Köln die rechtlichen und organisatorischen Vorausset- zungen für die Rückgaben der Benin-Bronzen und für weitere Lösungen schaffen. Auf diesen Grundlagen sollen Ende des Jahres 2022 erste Rückgaben an den Legacy Restoration Trust (LRT) bzw. den von ihm geführten „Edo Museum of West African Art" (EMOWAA) in Benin-City erfolgen. Zu Frage 2: Wer ist mit der Entwicklung der Handlungsschritte und des Fahrplans beauftragt? Mit der Entwicklung der Handlungsschritte und des Fahrplans unter der Federführung des Auswärti- gen Amtes, ist die Direktorin des RJM, Frau Nanette Snoep, in enger Abstimmung mit dem Dezernat Kunst und Kultur sowie dem Büro der Oberbürgermeisterin, beauftragt. Zu Frage 3: Wer ist Ansprechperson für das Auswärtigen Amt, des Legacy Restoration Trust (LRT) und anderen nigerianischen Partner*innen von Seiten der Stadt? - Ansprechperson ist die Direktorin des RJM, Frau Nanette Snoep in enger Abstimmung mit dem De- zernat Kunst und Kultur sowie dem Büro der Oberbürgermeisterin. Zu Frage 4: Wer ist zuständig für dieses Thema, wenn die Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach im August ausscheidet? Die Zuständigkeit verbleibt bei der Direktorin des RJM, Frau Nanette Snoep, in enger Abstimmung mit dem Dezernat Kunst und Kultur. Die Vertretung für Frau Laugwitz-Aulbach wird durch die gültige Ver- tretungsregelung auf Dezernatsebene sichergestellt.
Anlage 3_Auszug Niederschrift Integrationsrat 24.08.2021
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at Die Oberbürgermeisterin Geschäftsführung Integrationsrat Frau Arikan Telefon: (0221) 29725 Fx : (0224) E-Mail: Neslihan.Arikan@STADT-KOELN.DE Datum: 13.09.2021 Auszug aus der Niederschrift der Sitzung des Integrationsrates vom 24.08.2021 öffentlich 3.7 Beantwortung der Anfrage von Grün offene Liste (GOL) zur Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen, Gesprächsrunde am 29. April 2021 (TOP 4.3 in der Sitzung des Integrationsrates am 01.06.2021) 2863/2021 RM / Herr Michalek bittet darum die Beantwortung weitergehender Fragen zu dieser Thematik auch dem Kulturausschuss vorzulegen. Die Mitglieder des Integrationsrates nehmen die Beantwortung der Verwaltung zur Kenntnis.
Anlage 2_Anfrage GOL_Beninbronzen_Integrationsrat 28.09.2021
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Grün offene Liste (GOL) Datum 05.05.2021 An den Vorsitzenden des Integrationsrates Herrn Tayfun Keltek An die Geschäftsstelle des Integrationsrates Herrn Andreas Vetter Schriftliche Rückfrage zur Beantwortung der Anfrage gem. & 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates | Gremium Datum der Sitzung Integrationsrat 28.09.2021 Anfrage zur Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen Sehr geehrter Herr Vorsitzender, wir bedanken uns für die Beantwortung der Anfrage der Grün Offenen Liste (GOL) und möchten folgende Rückfrage an die Verwaltung richten: - Was ist unter „rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für die Rückgaben der Benin- Bronzen zu verstehen? Könnte die Verwaltung darlegen, was die konkreten Schritte sind, die Ende 2022 zur Rückgabe der Benin - Bronzen führen sollen? - Was ist unter „weitere Lösungen“ zu verstehen? Könnte die Verwaltung darlegen, was die konkreten Schritte sind? - Wann rechnen die Verantwortlichen mit einem konkreten Zeitplan? 2022 startet schon in drei Monaten? - Wie kann die Zivilgesellschaft und der Integrationsrat den Prozess der Rückgabe unterstüt- zen? Mit freundlichen Grüßen, Elizaveta Khan, Ahmet Edis, Jaroslaw Bak
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4010/2021
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 17.11.2021
- Erstellt
- 15.11.2021 10:20