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4010/2021

Anfrage von Grün offene Liste (GOL) in der Sitzung des Integrationsrates am 28.09.2021 zur Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 17.11.2021

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Nächste Beratung: Integrationsrat, Sitzung am 08.02.2022

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Ansehen

Anlage 1_Beantwortung einer Anfrage GOL_Beninbronzen_Integrationsrat 24.08.2021

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Anlage 3_Auszug Niederschrift Integrationsrat 24.08.2021

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Anlage 2_Anfrage GOL_Beninbronzen_Integrationsrat 28.09.2021

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

7561 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/VII/4 
 
Vorlagen-Nummer 17.11.2021 
 4010/2021 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Integrationsrat 16.11.2021 
Ausschuss Kunst und Kultur 30.11.2021 
 
Anfrage von Grün offene Liste (GOL) in der Sitzung des Integrationsrates am 28.09.2021 zur 
Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen 
In der Sitzung des Integrationsrates am 28.09.2021 bedankt sich die Grün offene Liste (GOL) für die 
Beantwortung einer Anfrage (siehe Anlage 1) zur Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen und 
bittet die Verwaltung um die Beantwortung der nachfolgenden Rückfragen (siehe Anlage 2). Die Be-
antwortung weitergehender Fragen zu dieser Thematik soll auch dem Ausschuss Kunst und Kultur 
zur Kenntnisnahme vorgelegt werden (siehe Anlage 3 - Auszug aus der Niederschrift der Sitzung des 
Integrationsrates vom 24.08.2021).  
 
1. Was ist unter „rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen“ für die Rückgaben der Benin- 
Bronzen zu verstehen? Könnte die Verwaltung darlegen, was die konkreten Schritte sind, die En-
de 2022 zur Rückgabe der Benin-Bronzen führen sollen? 
2. Was ist unter „weitere Lösungen“ zu verstehen? Könnte die Verwaltung darlegen, was die kon-
kreten Schritte sind? 
3. Wann rechnen die Verantwortlichen mit einem konkreten Zeitplan? 2022 startet schon in drei 
Monaten. 
4. Wie kann die Zivilgesellschaft und der Integrationsrat den Prozess der Rückgabe  
unterstützen? 
 
 
 
Antwort der Verwaltung 
 
Zu Frage 1: Was ist unter „rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen“ für die Rückgaben 
der Benin- Bronzen zu verstehen? Könnte die Verwaltung darlegen, was die konkreten Schritte sind, 
die Ende 2022 zur Rückgabe der Benin-Bronzen führen sollen?  
 
Unter der Federführung des Auswärtigen Amtes ist in den vergangenen Monaten weiter am Fahrplan 
zur Rückführung von Benin-Bronzen gearbeitet worden, das heißt, insbesondere die Verhandlungs-
gespräche mit allen relevanten nigerianischen Akteur*innen wurden fortgesetzt. Daraus folgte Mitte 
Oktober 2021 eine Absichtserklärung des Auswärtigen Amtes und der Nationale Kommission für Mu-
seen und Denkmäler (NCNM) der Bundesrepublik Nigeria. Diese sieht die Eigentumsübertragung der 
Benin-Bronzen an Nigeria im Laufe des Jahres 2022 vor. Das Auswärtige Amt bereitet zurzeit den 
Entwurf eines Musters für eine Übergabevereinbarung als Grundlage für die Eigentumsübertragung 
vor, die anschließend von den Trägern der jeweiligen Museen angepasst werden kann.  
 
Für Anfang 2022 wird vom Auswärtigen Amt die Reise einer Delegation nigerianischer Museumsex-
pert*innen nach Deutschland in die deutschen Museen mit den größten Sammlungsbeständen an 
Benin-Bronzen, auch Köln, geplant. Zu diesem Zeitpunkt wird sich voraussichtlich auch die neue

2 
 
Bundesregierung in Berlin formiert haben, was wichtig ist für die Konkretisierung der Eckpunkte des 
Fahrplans der Rückgaben der Benin-Bronzen. 
 
Die Direktor*innen der fünf deutschen Museen mit den größten Benin-Bronze-Bestände in ihren 
Sammlungen und damit auch die Direktorin des Rautenstrauch-Joest-Museums werden in regelmä-
ßigen Abständen vom Auswärtigen Amt über den Stand der Verhandlungen und den Planungstand 
der Reise informiert.  
 
In diesem Kontext und Zeitplan ist der nächste Schritt für die Verwaltung in Köln die Abstimmung ei-
nes grundsätzlichen Verhandlungsmandates für die Eigentumsübertragung und für die Rückgabe der 
Benin-Bronzen aus den Sammlungsbeständen der Rautenstrauch-Joest-Museums durch den Rat der 
Stadt Köln. Zu klären sind in diesem Zusammenhang ferner buchhalterische Gesichtspunkte, Fragen 
der Vertragsgestaltung, der Versicherung, des Transports, des Zolls und weiterer Aspekte der organi-
satorischen und rechtlichen Umsetzung der Eigentumsübertragung und der Rückführung der Benin-
Bronzen.   
 
 
 
Zu Frage 2: Was ist unter „weitere Lösungen“ zu verstehen? Könnte die Verwaltung darlegen, was 
die konkreten Schritte sind?   
 
Bei der Erarbeitung des Fahrplans zur Rückführung von Benin-Bronzen aus den deutschen Museen 
unter Federführung des Auswärtigen Amtes steht eine Übertragung der Eigentumsrechte an den 
Hofkunstwerken durch die verschiedenen Museen und deren Träger an Nigeria als wichtiges politi-
sches und symbolisches Zeichen von Seiten der Bundesrepublik Deutschland im Raum. Diese Über-
tragung soll schon vor und unabhängig von einer physischen Restitution der Hofkunstwerke erfolgen. 
Die Entscheidungen über die Übertragung der Eigentumsrechte liegen bei den jeweiligen Trägern der 
Museen, das heißt, für die Sammlung des Rautenstrauch-Joest-Museums bei der Stadt Köln.  
Ob und welche Benin-Bronzen im Falle der Eigentumsübertragung beispielsweise als Dauerleihgaben 
weiterhin in Köln verbleiben, steht noch nicht fest und wird sich erst im Austausch mit den nigeriani-
scher Museumsexpert*innen ergeben.  
 
 
 
Zu Frage 3: Wann rechnen die Verantwortlichen mit einem konkreten Zeitplan? 2022 startet schon in 
drei Monaten?  
 
Der Zeitplan der Rückgaben wird sich nach Abschluss der Reise der nigerianischen Delegation im 
ersten Quartal 2022 weiter konkretisieren. Danach soll eine politische Rahmenvereinbarung auf Mi-
nisterebene zu den konkreten Schritten bezüglich der Rückgaben und den Museumskooperationen 
zwischen Nigeria und Deutschland getroffen werden. Erste physische Rückgaben von Benin-
Hofkunstwerken in den fünf deutschen Museumssammlungen sollen nach aktuellen Stand Ende 2022 
möglich werden. Die schrittweise Rückgabe wird bis 2025 (also der Fertigstellung des Edo Museum 
of West African Art) andauern.  
 
 
 
Zu Frage 4: Wie können die Zivilgesellschaft und der Integrationsrat den Prozess der Rückgabe un-
terstützen?  
 
Die Kölner Stadtgesellschaft sollte in diesen Prozess einbezogen werden, das heißt, es sollte eine 
möglichst umfassende Informationsarbeit geleistet werden. Dabei sollte klargestellt werden, warum 
die Rückgabe der historischen Hofkunstwerke seitens Nigeria seit Jahrzehnten dringend gefordert 
wird und welche symbolische, identitätsstiftende und emotionale Bedeutung sie für die heutige nigeri-
anische Gesellschaft haben. Die Zivilgesellschaft und der Integrationsrat können das Rautenstrauch-
Joest-Museum bei dieser Vermittlungsarbeit unterstützen, indem sie die Zielgruppen der Kölner 
Stadtgesellschaft ansprechen, die das Rautenstrauch-Joest-Museum noch nicht oder noch zu wenig 
erreicht. Das Rautenstrauch-Joest-Museum hat Sondermittel angefragt für ein künstlerisch-literarisch-

3 
 
filmisches Projekt „I MISS YOU. Über das Vermissen, Zurückgeben und Erinnern“ (17. März 2022 – 
08. Januar 2023). Hier wird unter anderem die gesamte Benin-Sammlung  für die Öffentlichkeit wei-
terhin zugänglich sein. Das Projekt wird begleitet von Diskussions- und Vermittlungsformaten für die 
Kölner Stadtgesellschaft. Die aktive Beteiligung des Integrationsrats und der interkulturellen Vereine 
in Köln ist essentiell für das Gelingen dieses interdisziplinären, interkulturellen und intergenerationel-
len Projekts. Die Ausstellung „RESIST! Die Kunst des Widerstands“, in der alle in Rede stehenden 
Benin-Objekte präsentiert werden, ist aktuell bis zum 9. Januar 2022 zu sehen. 
 
 
 
 
Anlagenverzeichnis: 
 
Anlage 1: Beantwortung der Anfrage der Grün offenen Liste (GOL) in der Sitzung des Integrations-
rates am 24.08.2021 
 
Anlage 2: Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates 
 
Anlage 3: Auszug aus der Niederschrift der Sitzung des Integrationsrates vom 24.08.2021 
 
Gez. Charles

Anlage 1_Beantwortung einer Anfrage GOL_Beninbronzen_Integrationsrat 24.08.2021

10088 Zeichen

Vorlagen-Nummer

Die Oberbürgermeisterin 2863/2021

Dezernat, Dienststelle
VIWVIl

Beantwortung einer Anfrage nach 8 4 der Geschäftsordnung
öffentlicher Teil

Integrationsrat 24.08.2021

Anfrage von Grün offene Liste (GOL) zur Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen,
Gesprächsrunde am 29. April 2021 (TOP 4.3 in der Sitzung des Integrationsrates am
01.06.2021)

Das Rautenstrauch-Joest-Museum bewahrt eine Sammlung von 94 höfischen Kunstwerken aus dem
Königtum Benin, im heutigen Edo State in Nigeria. Das Museum erhielt diese Kunstwerke zwischen
1899 und 1967 im Rahmen von 15 Schenkungen und Ankäufen. Es gilt als sicher, dass diese 94
Werke höfischer Kunst im Februar 1897 von der britischen Armee aus dem Königspalast von Benin
geraubt wurden. Insgesamt wurden damals schätzungsweise 3.000 bis 5.000 Hofkunstwerke geraubt
und danach in Museen weltweit, darunter in das Rautenstrauch-Joest-Museum, verstreut.

Am 29.04.2021 fand auf Einladung der Kulturstaatsministerin Monika Grütters eine digitale Ge-
sprächsrunde zum weiteren Umgang mit den in deutschen Museen und Einrichtungen befindlichen
Benin-Bronzen statt. Für die Stadt Köln haben an der Gesprächsrunde Kulturdezernentin Susanne
Laugwitz-Aulbach, in Vertretung von Oberbürgermeisterin Henriette Reker, und Nanette Snoep als
Direktorin des Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) teilgenommen. Das Land NRW war durch die
Ministerin für Kultur und Wissenschaft Isabel Pfeiffer-Poensgen vertreten. Die Stadt Köln und das
RJM begrüßen ausdrücklich das Ergebnis dieser Gesprächsrunde. Sie sehen sich in dem von ihnen
bisher eingeschlagenen Weg bestätigt (siehe Pressemitteilung der Stadt Köln nach dem Gespräch

(30.04.): https://www.stadtkoeln.de/politik-und-verwaltung/presse/mitteilungen/23296/index.htm!).

Wir begrüßen den am 29.04.2021 festgehaltenen „Fahrplan“ zur Rückgabe und möchten diesen von
Seiten des Integrationsrates positiv begleiten und unterstützen.

Der Integrationsrat bittet die Verwaltung um folgende Informationen

1. Wie sehen die konkreten Handlungsschritte und der Fahrplan für die Frage der Rückführung von
Benin-Bronzen aus?

2. Wer ist mit der Entwicklung der Handlungsschritte und des Fahrplans beauftragt?
3. Wer ist Ansprechperson für die Legacy Restoration Trust (LRT) von Seiten der Stadt?

4. Wer ist zuständig für dieses Thema, wenn die Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach im
August ausscheidet?

Antwort der Verwaltung:

Zu Frage 1: Wie sehen die konkreten Handlungsschritte und der Fahrplan für die Frage der Rückfüh-
rung von Benin-Bronzen aus?

Das RautenstrauchJoest-Musuem (RJM) bewahrt mit insgesamt 94 höfischen Kunstwerken aus dem
Königtum Benin nach Berlin, Sachsen und Hamburg die viertgrößte Sammlung in Deutschland und ist
zudem das einzige kommunale Museum, das eine solche Sammlung besitzt. Die 94 Hofkunstwerke
des RJM gelangten zwischen 1899 und 1967 als Schenkungen und Ankäufe in die Sammlung. Es gilt
als sicher, dass alle zu den im Februar 1897 von der britischen Armee aus dem Königspalast von
Benin geraubten Werken gehören. Die ältesten datieren aus der Zeit zwischen dem 16. und 17. Jahr-
hundert und der größte Teil von Mitte des 18. Jahrhundert bis 1897. 65 der 94 Benin-Bronzen des
RJM wurden bereits vor 1902 von der Familie Rautenstrauch - Namensgeberin und wichtige Mäzena-
tin des Museums - in Auktionshäusern in London erworben und der Stadt Köln geschenkt.

Die Stadt Köln und das RJM sind sich der gewaltvollen Geschichte, die mit den höfischen Kunstwer-
ken aus dem Königreich Benin verbunden ist, sehr bewusst und setzen sich für mögliche Rückgaben
von Objekten und für weitere Lösungen ein. Sie stellen sich insofern der Verantwortung für diese
recht umstrittene Sammlung. Seit 2019 hat das RJM mehrere Sammlungserschließungsprojekte so-
wie internationale Kooperationen initiiert, um transparent mit diesem Unrechtkontext umzugehen und
den Besucher*innen zu vermitteln, worum es bei den Restitutionsdebatten geht.

Seit 2019 ist das RJM auch Mitglied der „Benin Dialog Group", einer seit 2010 bestehenden Initiative,
in der Museen aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und Schweden, die
Sammlungen von Hofkunstwerken aus Benin bewahren, mit nigerianischen Partner*innen zusam-
menarbeiten, darunter die „Nationale Kommission für Museen und Monumente" in Nigeria und Vertre-
ter*innen des Königshofs von Benin.

Alle 94 Hofkunstwerke des RJM sind in der aktuellen Sonderausstellung „RESIST! Die Kunst des
Widerstands", die 500 Jahre antikolonialen Widerstand thematisiert, im Raum „BENIN 1897" vollstän-
dig präsentiert. Ob eine Verlängerung der Ausstellung über den 05.09.2021 hinaus bis zum
09.01.2022 möglich ist, wird derzeit noch geprüft. In diesem Raum, der von der nigerianischen Künst-
lerin und Kunsthistorikerin Peju Layiwola kuratiert wurde, steht die Frage der Restitution der geraub-
ten Hofkunstwerke im Zentrum. Die Besucher*innen können darin auch erstmals die gesamte Benin-
Sammlung des RJM sehen und die Debatten um ihre Rückgabe besser verstehen.

Mit Hilfe der Museumsgesellschaft RJM e.V. veranlasste das RJM 2020 einen ersten Überblick über
die Herkunft der Sammlung höfischer Kunstwerke aus dem Königtum Benin: ein Bericht und das
komplette Inventar der Benin-Sammlung des RJM sind seit Januar 2021 auf der Webseite zugänglich:

https://www.rautenstrauch-joest-museum.de/Hofkunstwerke-aus-dem-Koenigreich-Benin.de

Trotz ihrer internationalen Bedeutung steht eine aktuelle historische, ikonografische, symbolische und
. religiöse Einordnung dieser 94 Hofkunstwerke noch aus. In der zweiten Jahreshälfte 2021 startete
das RJM ebenfalls mit Hilfe der Museumsgesellschaft eine Grundlagenstudie zur Analyse der Techni-
ken und Materialien der Sammlung höfischer Kunstwerke. Diese Studie wird von der RJM-
Restauratorin Birgit Depenbrock mit Hilfe der nigerianischen Expertin Peju Layiwola ausgeführt. Vor-
behaltlich der aktuellen Pandemiesituation in Nigeria und Deutschland ist im Winter 2021 ein Recher-
cheaufenthalt von Peju Layiwola im RJM geplant, bei dem sie die Sammlung analog beforschen
kann. Die Ergebnisse ihrer Recherchen werden online veröffentlicht.

Darüber hinaus hat das RJM am 14. Mai 2021 die internationale digitale Debatte „Benin 1897 - Köln
2021" mit Akademiker*innen und Künstler*innen aus Nigeria, Großbritannien, Südafrika und Deutsch-
land, darunter auch Vertreter*innen des Auswärtigen Amtes und des Legacy Restoration Trust (LRT)
in Lagos, durchgeführt. Die besondere Bedeutung dieser Veranstaltung hat Oberbürgermeisterin Re-
ker in ihrer Videobotschaft zu Begrüßung hervorgehoben, in der sie ein deutliches Statement für die
Rückgabe der geraubten Kulturgüter abgegeben hat.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=7LWStXVs1JQ

Für die gesamte Veranstaltung: https://www.youtube.com/watch?v=BWB-hqJ2g08

3

Um aktiv größtmögliche Transparenz herzustellen, wurde vereinbart, dass die von Bund und Ländern
gemeinsam finanzierte „Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland“ bis
zum 15. Juni 2021 — zusätzlich zu Informationen auf museumseigenen Webseiten - eine Aufstellung
aller im Besitz der Museen befindlichen Benin-Bronzen auf ihrer Webseite (www.cp3c.org/benin-
bronzes/) veröffentlicht. Auch werden die deutschen Museen bis Ende 2021 die Provenienzen zu die-
sen Objekten umfassend dokumentieren und über ein eigenständiges Portal für Sammlungsgut aus
kolonialen Kontext innerhalb der Deutschen Digitalen Bibliothek sowie ab 2022 über das beim Muse-
um am Rothenbaum—Kulturen und Künste der Welt (MARKK) Hamburg angesiedelte Projekt „Digital
Benin" online zugänglich machen.

Das Auswärtige Amt entwickelt einen Fahrplan zur Rückführung von Benin-Bronzen aus den Deut-
schen Museen mit den größten Benin-Sammlungen (SPK, SKD, MARKK, RJM, Linden Museum).
Das geschieht gemeinsam mit den Teilnehmenden der von Kulturstaatsministerin Monika Grütters im
April einberufenen Gesprächsrunde sowie Vertreter*innen der nigerianischen Seite, insbesondere des
von nigerianischen Regierung, dem Gouverneur des Bundesstaates Edo sowie dem Königshaus von
Benin unterstützten zivilgesellschaftlichen Initiative des Legacy Restoration Trust (LRT).

Die Stadt Köln und das RJM unterstützen den Fahrplan des Auswärtigen Amtes zur Rückführung von
Benin-Bronzen aus den Deutschen Museen aktiv. Dieser Plan sieht bis Ende 2022 konkrete Hand-
lungsschritte und Regelungen zu Fragen der Rückführung von Benin-Bronzen vor. Neben Rückgaben
soll mit den nigerianischen Partner*innen auch erörtert werden, ob und wie Benin-Bronzen als Teil
des kulturellen Erbes der Menschheit künftig ebenfalls in Deutschland und in Köln gezeigt werden
können.

Parallel zu diesen Gesprächen wird die Stadt Köln die rechtlichen und organisatorischen Vorausset-
zungen für die Rückgaben der Benin-Bronzen und für weitere Lösungen schaffen.

Auf diesen Grundlagen sollen Ende des Jahres 2022 erste Rückgaben an den Legacy Restoration
Trust (LRT) bzw. den von ihm geführten „Edo Museum of West African Art" (EMOWAA) in Benin-City
erfolgen.

Zu Frage 2: Wer ist mit der Entwicklung der Handlungsschritte und des Fahrplans beauftragt?

Mit der Entwicklung der Handlungsschritte und des Fahrplans unter der Federführung des Auswärti-
gen Amtes, ist die Direktorin des RJM, Frau Nanette Snoep, in enger Abstimmung mit dem Dezernat
Kunst und Kultur sowie dem Büro der Oberbürgermeisterin, beauftragt.

Zu Frage 3: Wer ist Ansprechperson für das Auswärtigen Amt, des Legacy Restoration Trust (LRT)
und anderen nigerianischen Partner*innen von Seiten der Stadt? -

Ansprechperson ist die Direktorin des RJM, Frau Nanette Snoep in enger Abstimmung mit dem De-
zernat Kunst und Kultur sowie dem Büro der Oberbürgermeisterin.

Zu Frage 4: Wer ist zuständig für dieses Thema, wenn die Kulturdezernentin Susanne
Laugwitz-Aulbach im August ausscheidet?

Die Zuständigkeit verbleibt bei der Direktorin des RJM, Frau Nanette Snoep, in enger Abstimmung mit
dem Dezernat Kunst und Kultur. Die Vertretung für Frau Laugwitz-Aulbach wird durch die gültige Ver-
tretungsregelung auf Dezernatsebene sichergestellt.

Anlage 3_Auszug Niederschrift Integrationsrat 24.08.2021

684 Zeichen

at

Die Oberbürgermeisterin

Geschäftsführung
Integrationsrat

Frau Arikan

Telefon: (0221) 29725
Fx : (0224)
E-Mail: Neslihan.Arikan@STADT-KOELN.DE

Datum: 13.09.2021

Auszug

aus der Niederschrift der Sitzung des Integrationsrates vom
24.08.2021

öffentlich

3.7 Beantwortung der Anfrage von Grün offene Liste (GOL) zur Rückgabe
der sogenannten Benin-Bronzen, Gesprächsrunde am 29. April 2021
(TOP 4.3 in der Sitzung des Integrationsrates am 01.06.2021)
2863/2021

RM / Herr Michalek bittet darum die Beantwortung weitergehender Fragen zu dieser
Thematik auch dem Kulturausschuss vorzulegen.

Die Mitglieder des Integrationsrates nehmen die Beantwortung der Verwaltung zur
Kenntnis.

Anlage 2_Anfrage GOL_Beninbronzen_Integrationsrat 28.09.2021

1184 Zeichen

Grün offene Liste (GOL) Datum 05.05.2021

An den
Vorsitzenden des Integrationsrates
Herrn Tayfun Keltek

An die
Geschäftsstelle des Integrationsrates
Herrn Andreas Vetter

Schriftliche Rückfrage zur Beantwortung der Anfrage gem. & 4 der Geschäftsordnung des
Integrationsrates

| Gremium Datum der Sitzung
Integrationsrat 28.09.2021

Anfrage zur Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen
Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

wir bedanken uns für die Beantwortung der Anfrage der Grün Offenen Liste (GOL) und
möchten folgende Rückfrage an die Verwaltung richten:

- Was ist unter „rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für die Rückgaben der
Benin- Bronzen zu verstehen? Könnte die Verwaltung darlegen, was die konkreten Schritte
sind, die Ende 2022 zur Rückgabe der Benin - Bronzen führen sollen?

- Was ist unter „weitere Lösungen“ zu verstehen? Könnte die Verwaltung darlegen, was die
konkreten Schritte sind?

- Wann rechnen die Verantwortlichen mit einem konkreten Zeitplan? 2022 startet schon in
drei Monaten?

- Wie kann die Zivilgesellschaft und der Integrationsrat den Prozess der Rückgabe unterstüt-
zen?

Mit freundlichen Grüßen,
Elizaveta Khan, Ahmet Edis, Jaroslaw Bak

Beratungsverlauf (2)

30.11.2021 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 10.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
08.02.2022 Integrationsrat
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
4010/2021
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
17.11.2021
Erstellt
15.11.2021 10:20