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0439/2017

Jährliche Förderung aus kommunalen Mitteln für die Maßnahme/das Angebot "Amen Ushta" des Trägers "Rom e. V." ab dem 01.01.2018

Beschlussvorlage Ausschuss 20.02.2017

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Jahresbericht 2016 Amen Ushta

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Jahresbericht 2016 Amen Ushta

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Jahresbericht des Projekts „Amen Ushta“ 2016 
1 
Jahresbericht des Projekts „Amen Ushta“ 2016  
 
„Amen Ushta“ – ein Projekt des Rom e.V. für Roma- und Sinti- Kinder zur 
Realisierung ihres Menschenrechts auf Bildung. 
Dies ist die offizielle Bezeichnung unseres Projektes, und hier kann man schon die 
Gründe für die Entstehung unseres Projektes erkennen. Die Bildungs- und 
Lebenssituation der Sinti- und Roma-Kinder in unserer Gesellschaft ist leider immer 
noch von massiver Diskriminierung, Ausgrenzung und stark verankerten Vorurteilen 
ihnen gegenüber gekennzeichnet. Unabhängig davon, ob es sich um die 
geflüchteten, zugewanderten oder seit 600 Jahren sesshaften Sinti- oder Roma- 
Familien handelt, ist die Problematik, mit der sie zu kämpfen haben, fast dieselbe. 
 
Wie kann das sein? Wer ist dafür verantwortlich oder besser gesagt: Fühlt sich 
überhaupt jemand dafür verantwortlich? In irgendeinem Land der Welt?  
Aus diesen Gründen und aus der Not heraus entwickeln die Familien eigene 
Überlebensstrategien, die nicht mit den Lebensstrategien der Mehrheitsgesellschaft 
übereinstimmen. So bildete sich immer stärker der Teufelskreis von Vorurteilen, 
Diskriminierung und gesellschaftlicher Ablehnung einerseits und andererseits dem 
Übernehmen des Bildes der Mehrheitsgesellschaft als eigenes heraus. Dies führt zu 
einem Gefühl der Perspektivlosigkeit und damit zu mangelnder Motivation für die 
Verbesserung der eigenen Lebenssituation. 
Konkret auf die Kölner Bildungslandschaft übertragen heißt das: Fehlende oder 
kaum vorhandene Kommunikation zwischen Schulen und Eltern, Schulabsentismus, 
keine Motivation für die Bildung. Die fatalste Folge dieses Prozesses sind dann 
abgebrochene, unvollendete Bildungswege der Sinti- und Roma- Kinder und 
Jugendlichen,  spätere Arbeitslosigkeit und Armut. 
In einer solchen Situation startete das vierköpfige Team von „Amen Ushta" im 
August 2014 in fünf, bzw. vier Grundschulen im rechtsrheinischen Köln mit der 
Arbeit. Unser Konzept beinhaltet Schulmediation, Deutschförderung, 
multilinguale Förderung, Hausaufgabenhilfe, Sozial- und Elternarbeit. Mit 
diesem „Gesamtpaket“ aus intensiver schulischer Förderung und Elternarbeit 
waren wir Pioniere in Köln. 
Da unser Team international, bzw. multilingual ist, können wir die neu 
zugewanderten Kinder und ihre Familien in ihrer Muttersprache ansprechen. So 
kommunizieren wir mit ihnen auf Romanes, Bulgarisch, Serbisch, Mazedonisch, 
Kroatisch Türkisch, Englisch und Deutsch. Dies ist unser Merkmal. Gleichzeitig ist es 
auch der Türöffner für eine endlich begonnene, immer mehr gelingende 
Kommunikation. 
Aber nicht nur die Sprachen an sich sind wichtig für diese komplexe Arbeit. Wir 
versuchen die beiden Seiten – die Schulen und die Familien – einander näher zu 
bringen, ohne zu verurteilen. Wir übersetzen und vermitteln bei Gesprächen in den

Jahresbericht des Projekts „Amen Ushta“ 2016 
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Schulen, organisieren und begleiten, wenn nötig, Arzt-  und Behördentermine. In 
Zusammenarbeit mit den Schulen organisieren wir alle notwendigen 
Angelegenheiten für die Schüler, die wir in unserer Förderung haben. Diese sind: 
Grundschulanmeldungen, Anmeldungen für weiterführende Schulen, Organisation 
von Plätzen in der Nachmittagsbetreuung, Begleitung auf dem Weg in die Integration 
der Sinti- und Roma-Kinder in den Schulen. Den Eltern erklären wir das deutsche 
Schulsystem und was sie besonders beachten sollten, damit ihre Kinder möglichst 
gut in die Schulen integriert werden und gute Erfolge haben können.  
Außerdem helfen wir bei der Lösung möglichst vieler sozialer Probleme der Familien, 
damit sie sich leichter der Bildung ihrer Kinder widmen können. Denn die Kinder und 
Familien, die wir in unserer Förderung haben, leben meistens in einem sozial 
schwierigen Wohnumfeld, was ihnen die Integration in die deutsche Gesellschaft 
massiv erschwert. Viele von Ihnen haben keine festen Aufenthalte, bzw. nicht mal 
einen Flüchtlingsstatus, sondern eine „Duldung“, die zeitlich begrenzt ist, daher ist 
nicht absehbar, wie lange sie noch in der Bundesrepublik Deutschland bleiben 
dürfen. Dank unserem Engagement erleben viele von den betroffenen Familien zum 
ersten Mal in ihrem Leben Verständnis und ernsthafte Hilfe.  
Selbstverständlich zeigt sich dies in den schulischen Erfolgen der Kinder. Wir fördern 
die Kinder in Klein- oder Einzel- Gruppen innerhalb oder außerhalb der Klassen, je 
nach Bedarf. In Absprache mit den LehrerInnen entwickeln wir Förderpläne, die den 
Bedürfnissen der Kinder entsprechen. Wir unterstützen den Spracherwerb sowie den 
Lese- und Alphabetisierungsprozess der Kinder mit Hilfe von Fingerlesen, 
multilingualer Förderung und spielerischen Methoden. Unser Ziel ist, jedes Kind so 
zu fördern, dass es das Maximum seiner Kapazitäten entwickeln kann. Auch hier 
spielt ein respektvoller Umgang mit den Kindern die entscheidende Rolle.  
Nach intensiver zweieinhalbjähriger Arbeit und viel Engagement unseres Teams sind 
wir noch lange nicht an unserem Ziel angekommen. Trotzdem können wir stolz 
zurückblicken und feststellen, dass der Schulabsentismus wesentlich geringer 
geworden ist, die Motivation der Kinder und der Eltern für die Bildung gestiegen und 
Kommunikation zwischen Schulen und Eltern entstanden ist und langsam aber sicher 
so aufgebaut wird, dass beide Seiten im Sinne der Kinder handeln.  
Unser Team besteht aus Roma und Nichtroma und damit sind wir ein gutes Beispiel 
dafür, dass eine Zusammenarbeit in diesem Sinne nicht nur möglich ist, sondern sehr 
fruchtbar sein kann, wenn beide Seiten respektvoll und auf Augenhöhe mit einander 
umgehen.  
Damit wir möglichst professionell arbeiten können haben wir an 
Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen. Wir sind zertifizierte „FuN Teamer“. „FuN“ 
ist ein Projekt des Praepaed Instituts, das gemeinsam mit den Schulen und dem 
Offenenen Ganztag durchgeführt wird und die Eltern in ihrer Elternrolle stärken. 
„FuN“ haben wir in der Grundschule Porz Mitte erfolgreich durchgeführt. Es ist von 
der Organisation „Save the Children“ finanziell unterstützt worden.  Außerdem sind

Jahresbericht des Projekts „Amen Ushta“ 2016 
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wir zertifizierte Eltern Coaches. Was uns besonders freut ist, dass wir auch 
zertifizierte ElternbegleiterInnen in diesem Jahr geworden sind. Eine 
Weiterqualifizierung für Fachkräfte der Familienbildung im Rahmen des ESF-
Bundesprogramms „Elternchance II – Familien früh für die Bildung gewinnen“. 
Gefördert wird die Weiterqualifizierung durch das Bundesministerium für Familie, 
Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfonds. Inzwischen sehen 
uns die Schulen als festen und zuverlässigen Ansprechpartner.  
Eine begrenzte Projektarbeit reicht nicht aus, die Benachteiligungen in der 
Bildungssituation der Sinti- und Roma- Kinder in Köln zu lösen. Es ist ein Prozess, 
der eine nachhaltige Arbeit benötigt, nicht zuletzt deshalb, weil immer Flüchtlinge und 
Zuwanderer kommen werden, sondern auch weil die beschriebene Arbeit mehr als 
eine Generation in Anspruch nehmen kann und auch der Prozess der Inklusion in 
den Schulen eher langsam voranschreitet.  
Deswegen bin ich der Meinung, dass die Erfolge, die wir bisher trotz des oft steinigen 
Weges in unserer Arbeit erlebt haben, ein gutes Beispiel dafür sein können, dass 
Integration möglich ist, wenn der gesellschaftliche Wille vorhanden ist. 
Das war unser Rückblick. Wie unsere Perspektive aussieht, wissen wir noch nicht. 
Momentan ist unser Projekt nur bis zum Schuljahresende im Sommer 2017 
genehmigt worden. Bisher förderten uns „Wir helfen e.V.“ und die 
„Waisenhausstiftung der Stadt Köln“.  
Es ist für uns noch nicht absehbar, ob der politische Wille in Köln vorhanden ist, das 
Projekt nach Sommer 2017 weiterhin zu finanzieren. Wir wünschen uns und hoffen 
sehr, dass wir noch viele weitere Schuljahre die Sinti- und Roma-Kinder in den 
Kölner Schulen begleiten dürfen, damit sie immer wieder sagen können:  
„Amen Ushta -Wir stehen auf!“  
 
Das ist ein Bericht der im Dezember 2016 für Nevipe (online Zeitschrift des Rom e.V.) von Ismeta 
Stojkovic geschrieben wurde und im folgenden Text können Sie ausführlicher über die Arbeit im 
Projekt im Jahr 2016 erfahren. 
2016 war das Team von „Amen Ushta“ mit vier Personen besetzt: Projektleiterin 
Ismeta Stojkovic, Alphabetisierungskraft Christina von Haugwitz, Schulmediator Enis 
Ibraimi und unserer Sozialarbeiterin Ruza Andlar. Das Team war an drei 
Grundschulen tätig und zwar: 
- An der GGS „Porz Hauptstraße“ (mit Deutschförderung zweimal die Woche, 
Hausaugabenhilfe dreimal die Woche, Schulmediation und Elternarbeit) 
- An der KGS „Langemaß“ (mit Deutschförderung dreimal die Woche, Schulmediation 
und Elternarbeit) 
- An der GGS „Konrad-Adenauer- Straße“ (nur mit Elternarbeit, auf Wunsch der 
Schule)

Jahresbericht des Projekts „Amen Ushta“ 2016 
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Wir unterstützten 2016 ca. 70 - 80 Grundschulkinder und über 80 Familien in drei 
Grundschulen:  
 
Da an der GGS „Konrad-Adenauer-Straße“ keine Förderzeit mit den Kindern 
stattfand war, (auf Wunsch der Schule, denn die Schule hatte zusätzliche 
FörderlehrerInnen bekommen, ein neues Konzept probiert und wollte die 
Schulförderung selbstständig durchführen) ist die Anzahl der Familien größer als die 
der Kinder. In 26 Familien wurde intensive Sozialarbeit geleistet und in den restlichen 
Familien Elternarbeit nach Bedarf, was oft Hilfe zur Existenzsicherung mittels 
Begleitung bei Ämtergängen bedeutete. 
Wir haben bei allen Kooperationsschulen feste Strukturen für die Arbeit aufgebaut: 
an jeder Schule haben wir feste Ansprechpartner in Bezug auf die Elternarbeit, in der 
Regel sind es die Schulsozialarbeiterinnen oder die SchulleiterInnen und wegen der 
Deutschförderung sind wir im ständigen Austausch mit den LehrerInnen. Für jedes 
Kind erstellen die Mitarbeiter des Amen Ushta Teams in Zusammenarbeit mit den 
jeweiligen LehrerInnen und anderen Förderer der Kinder, entsprechende 
Förderpläne. Diese werden in besprochenen zeitlichen Abständen aktualisiert. So 
entwickelten wir eine gezielte und transparente Zusammenarbeit mit den Schulen die 
für alle zufriedenstellend ist und vor allem eng an der Entwicklung der Kinder bleibt.  
Im Jahr 2016 haben wir in der Deutschförderung mit jedem Kind an allen Schulen 
mindestens zweimal die Woche gearbeitet und in Porz noch zusätzlich 
Hausaufgabenhilfe dazu dreimal die Woche ausgeführt. In der KGS Langemaß 
werden keine Hausaufgaben mehr gegeben, sondern die Kinder arbeiten während 
einer allgemeinen Lernzeit an Wochenplänen. Auch dort begleiten wir eine feste 
Lerngruppe zweimal in der Woche. In der Deutschförderung arbeiten Christina von 
Haugwitz und Enis Ibraimi. Sie fördern die Kinder entweder in den Klassen, oder 
außerhalb der Klassen in Kleingruppen. Die Arbeit ist so aufgeteilt, dass Enis eher 
die Erst- und Zweitklässler fördert, wo mehr die Muttersprache als Mittel zum 
Erlernen der deutschen Sprache hilfreich ist. Christina fördert überwiegend die 
Kinder in der dritten und vierten Klasse wo das Wissen bestätigt und erweitert sein 
soll. Enis ist zusätzlich als Schulmediator tätig, er übersetzt und vermittelt bei 
Gesprächen in der Schule. Dazu bietet er eine Eltern-Lehrer Sprechstunde in der 
KGS "Langemaß" an wo alle Angelegenheiten der Eltern und der Lehrer bezüglich 
der Schüler besprochen werden. Die Sprechstunde findet einmal wöchentlich statt 
und dauert eineinhalb bis zwei Stunden, je nach Bedarf. Den Kontakt mit den Eltern 
in Köln Mühlheim hält zum größten Teil Enis und als Hilfe bei der Sozialarbeit waren 
unsere Sozialarbeiterin Ruza Andlar und Projektleiterin Ismeta Stojkovic tätig und als 
Elternbegleiterin für ausgewählte Familien Frau von Haugwitz.  
Die Frau Andlar hatte insgesamt 26 Familien in ihrer Sozialarbeit. Es waren 
überwiegend Familien aus Köln Finkenberg. Sie hat dort auch eine Eltern-Lehrer 
Sprechstunde installiert und war in regelmäßigen Austausch mit der Schule. 
Zahlreiche und sehr unterschiedliche Sozialfragen wurden gelöst oder behandelt.

Jahresbericht des Projekts „Amen Ushta“ 2016 
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Zum Beispiel: Aufenthaltsfragen und Begleitung zur Behörden, Jobcenter-, Miet-, 
Schuldenfragen. Dazu kamen noch alle schulische Fragen wie Schulabsentismus, 
Ärztliche Termine der Kinder, Schulanmeldungen, Begleitung und Anmeldungen zur 
weiterführenden Schulen, sogar Pflege und Organisieren von Schultaschen und 
Schulmaterialien.  
An allen drei Grundschulen haben alle Mitarbeiter des Teams die Eltern bei diesen 
Fragen unterstützt und sie zum größten Teil gelöst.  
In der GGS "Porz Hauptstraße" waren in der Elternarbeit Ruza Andlar, Ismeta 
Stojkovic und Enis Ibraimi tätig. Ruza und Ismeta waren im regelmäßigen Austausch 
mit der Schulsozialarbeiterin bezüglich der Elternarbeit. Auch hier entstand eine fest 
strukturierte und transparente Elternarbeit.  
Im Frühling 2016 haben alle Mitarbeiter von „Amen Ushta“ die Weiterqualifizierung 
zur ElternbegleiterInnen absolviert. Sie umfasste 190 Unterrichtsstunden insgesamt, 
davon 120 im Kurs und eine 70 Unterrichtsstunden umfassende Selbstlernphase mit 
Abschlussarbeit und Netzwerkrecherche und einer Präsentation.  
Frau Andlar war im Projekt bis Juli 2016 tätig. Sie hat die Abgabe ihrer Sozialarbeit 
mit den Familien so vorbereitet, dass sie die Familien mit den Playern vor Ort 
vernetzt hat wo es nötig und möglich war. Mit dem Ausstieg der Frau Andlar sind wir 
auch komplett aus der GGS „Konrad-Adenauer-Straße“ ausgestiegen. Denn 
Elternarbeit ohne dass wir als Mediatoren und Deutschförderer an der Schule tätig 
sind widerspricht zum einen unserem Konzept und zum anderen hat die Erfahrung 
gezeigt, dass es den Projekterfolg erheblich schmälert, wenn Amen Ushta nur 
stückchenweise an den Schulen stattfindet. Die Schule hat eine neue Schulleitung 
bekommen und mit dieser haben bereits Gespräche stattgefunden, wie eine 
Wiederaufnahme einer zufriedenstellenden Kooperation möglich sein könnte. Denn 
gerade an diesem Standort ist der Bedarf riesig! 
Ab August 2016 machte das "Amen Ushta" Team mit drei Mitarbeitern weiter. Die 
Eltern- und Sozialarbeit haben wir intern geteilt und unterstützen einander wo es 
nötig ist. Wir haben ab August 2016 ca. 60 Kinder in unserer Förderung, da wir 
momentan an zwei Grundschulen arbeiten:  
- An der GGS „Porzer Hauptstraße“ (mit Deutschförderung zweimal die Woche, 
Hausaugabenhilfe dreimal die Woche, Schulmediation und Elternarbeit) 
- An der KGS „Langemaß“ (mit Deutschförderung dreimal die Woche, 
Lernzeitförderung, Schulmediation und Elternarbeit) 
Ein fester Bestandteil unserer Arbeit ist auch die Netzwerkarbeit, die Ismeta Stojkovic 
leistet. Ihre Arbeite beinhaltet den regelmäßigen besuch stadteilbezogener 
Netzwerktreffen, die Vorstellung des Projekts bei wichtigen Organisationen und 
Behörden wie z.B., Jugendamt Porz und Köln Mühlheim, bei den Trägern die 
Deutschkurse und Weiterqualifizierungsmaßnahmen für Erwachsene anbieten und 
anderen Playern vor Ort mit dem Ziel der Integration der Familien. Selbstverständlich

Jahresbericht des Projekts „Amen Ushta“ 2016 
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ist das Projekt dem Kommunalem Integrationszentrum und dem Zentrum für 
Mehrsprachigkeit bekannt. Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Kölner 
Stadtanzeiger finden in der Presse einmal jährlich Berichterstattungen über „Amen 
Ushta“ statt. Der Termin zur Vorbereitung des Berichts für das Jahr 2016 steht schon 
fest, sodass wir Anfang Februar einen neuen Bericht im Kölner Stadtanzeiger 
erwarten  
Auch über die Kölner Stadtgrenzen hinaus ist das Bildungsförderprojekt „Amen 
Ushta“ bekannt, denn Ismeta Stojkovic und Christina von Haugwitz haben im letzten 
Jahr als Referentinnen für die Kommunalen Integrationszentren und Roma-
Aktivistinnen in zahlreichen Orten und Städten in NRW über die Projektarbeit 
berichtet. Die Rückmeldungen der Besucher dieser Workshops sind immer sehr 
positiv und interessiert.  
Da nicht nur weitere Schulen in NRW an unserem Projekt interessiert sind, sondern 
auch weitere Schulen in Köln, sind wir aktuell im Gespräch mit den beteiligten 
Schulen, dem Schulamt und der Stadt Köln ein neues Konzept zu entwickeln, damit 
möglichst viele Schulen von der Projektarbeit profitieren können.  
Angedacht ist, dass das Amen Ushta Team jeweils an drei Grundschulen arbeitet. 
Jede Grundschule wird drei Jahre lang gefördert und im vierten Jahr gegen eine 
neue ausgetauscht. Die genauen Abläufe werden wir gemeinsam mit den Schulen, 
dem Schulamt und unserem Verein, dem Rom e. V. entwickeln.  
Wir sind als Team sehr motiviert und hoffen, dass es für uns möglich wird vielen 
weiteren Roma Kindern und ihren Familien dabei zu helfen stolze Kölner und 
Kölnerinnen zu werden! 
 
Geschrieben von Ismeta Stojkovic, Projektleiterin 
Köln, den 19. Januar 2017

Beschlussvorlage Ausschuss

4887 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
IV/510/32 
 
Vorlagen-Nummer 
 0439/2017 
Freigabedatum 20.02.2017 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Jährliche Förderung aus kommunalen Mitteln für die Maßnahme/das Angebot "Amen Ushta" 
des Trägers "Rom e. V." ab dem 01.01.2018 
Beschlussorgan 
Jugendhilfeausschuss 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Jugendhilfeausschuss befürwortet die Übernahme des bis zum 31.12.2017 ausschließlich aus 
Drittmitteln geförderten Angebotes „Amen Ushta“ des Trägers „Rom e. V.“ zur Integration von schul-
pflichtigen Kindern aus Roma-Familien in Regelschulen in eine jährliche kommunale Förderung ab 
dem 01.01.2018. Die dafür notwendigen Finanzierungsmittel in Höhe von 141.000,00 Euro sind im 
Rahmen der Haushaltsplanaufstellung 2018 ff. sicher zu stellen. 
 
 
Jugendhilfeausschuss 14.03.2017

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  141.000,00 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2018 
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
 
Begründung: 
Anfang 2014 wendete sich die untere Schulaufsichtsbehörde an das Jugenddezernat mit der Bitte um 
Unterstützung bei der Sicherstellung des regelmäßigen Schulbesuchs von Kindern aus Roma-
Familien im rechtrheinischen Stadtgebiet. 
Die Jugendverwaltung nahm sich der Bitte an und beauftragte den Träger Rom e.V. mit der konzepti-
onellen Umsetzung einer bedarfgerechten und sozialraumnahen Lösung. 
Der Rom e.V. entwickelte ein bausteinartiges Unterstützungskonzept, welches – je nach spezifischem 
Bedarf der jeweiligen Schule -  in Anspruch genommen werden konnte. Zur Finanzierung des Projek-
tes konnten der Verein „Wir helfen“ und die städtische Waisenhausstiftung gewonnen werden. 
 
Das entwickelte Projekt bekam den Namen „Amen Ushta“ und trägt mit zur  Realisierung des Men-
schenrechts auf Bildung und damit einer nachhaltigen Integration von  Kindern und Jugendlichen aus 
Sinti- und Roma Familien bei.  
Im August 2014 startete das vierköpfige Team von „Amen Ushta" in fünf, bzw. vier Grundschulen im 
rechtsrheinischen Köln mit der Arbeit. Das Konzept beinhaltet die Bausteine Schulmediation, 
Deutschförderung, multilinguale Förderung, Hausaufgabenhilfe, Sozial- und Elternarbeit. Der Träger 
wird inzwischen von den Schulen als fester und zuverlässiger Ansprechpartner gesehen.  
In 2016 wurde das Angebot durch    die GGS „Porz Haupstraße 
     die KGS „Langemaß“ in Köln Mülheim 
     die GGS „Konrad-Adenauer-Straße“ in Köln Porz 
abgerufen. Insgesamt konnten in 2016  80 Grundschulkinder gefördert und in über 80 Familien be-
gleitende Elternarbeit geleistet werden ( siehe auch Jahresbericht von Amen Ushta Anlage 1). 
 
Die zweijährige Finanzierung je zur Hälfte über „Wir helfen e.V.“ und der „Waisenhausstiftung der 
Stadt Köln“ läuft Mitte 2017 aus. 
 
In einem Auswertungsgespräch Anfang 2017 unter Teilnahme des Trägers, der Schulaufsicht, des 
Jugendamtes und der beiden Kostenträger im Jugenddezernat bestand der übereinstimmende

3 
Wunsch nach einer dauerhaften Verstetigung des Angebotes. Die beiden Kostenträger konnten dazu 
gewonnen werden, ihre Finanzierungszusage bis auf Ende 2017 auszudehnen. Über diesen Zeit-
punkt hinaus kann seitens  „Wir helfen e.V.“ und der „Waisenhausstiftung der Stadt Köln“ keine weite-
re Finanzierung erfolgen.  
Um die wichtige Integrationsarbeit weiterführen zu können, befürwortet die Jugend- und Schulverwal-
tung eine jährliche Förderung aus kommunalen Mitteln ab dem 01.01.2018. 
Darüber hinaus wurde festgelegt, dass das Angebot bei dauerhafter Absicherung immer die Bedarfe 
von drei Schulen abdecken soll. Damit immer wieder auch neue Schulen von der Unterstützung Ge-
brauch machen können, wurde beschlossen, dass jeweils zu Schuljahresbeginn eine der drei teil-
nehmenden Schule in einem Rotationsmodell gegen eine neue Schule mit Unterstützungsbedarf aus-
getauscht wird. Die Festlegung der jeweiligen Schule erfolgt über die untere Schulaufsichtsbehörde. 
 
Nach den Erfahrungswerten der zweijähriger Erprobungszeit beziffert der ‚Rom e.V. den jährlichen 
Förderbedarf mit 141.000 € . 
Die Mittel sollen in dem Produktbereich 06 Kinder-, Jugend- und Familienhilfen, Produktgruppe 0606 
Hilfe für jungen Menschen und ihren Familien, Teilpanzeile 15, Transferaufwendungen dauerhaft zur 
Verfügung gestellt werden.

Beratungsverlauf (1)

14.03.2017 Jugendhilfeausschuss
TOP 2.2.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Konrad-Adenauer-Straße
  • Hauptstraße
  • Langemaß

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
0439/2017
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
20.02.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27