3563/2025
Benennung von drei Mitgliedern des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration für das Kuratorium für ein Denkmal zu den Anschlägen des NSU in der Keupstraße und der Probsteigasse
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Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung
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Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen. Warum wird keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen? - Sonstiges Bitte begründen Sie Ihre Entscheidung (Begründung zwingend erforderlich): Es handelt sich um einen internen Beschluss des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration zur Entsendung von Mitgliedern in das schon bestehende Kuratorium zum NSU- Mahnmal. Kontakt OB/1 Büro des Oberbürgermeisters OB/12 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung Brückenstraße 5-11 50667 Köln Telefon: 0221 – 221 31122 E-M ail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung
Beschlussvorlage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle OB/16/162 Vorlagen-Nummer 3563/2025 Freigabedatum 22.12.2025 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Benennung von drei Mitgliedern des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration für das Kuratorium für ein Denkmal zu den Anschlägen des NSU in der Keupstraße und der Probsteigasse Beschlussorgan Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration wählt folgende Mitglieder Name: Name: Name: in das Kuratorium für ein Denkmal zu den Anschlägen des NSU in der Keupstraße und der Probsteigasse. Die Entsendung gilt für die Wahlzeit des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integra- tion (2025 -2030), verlängert sich jedoch bis zu der Ratssitzung nach der Neuwahl, in der die Mitglieder des Kuratoriums gewählt werden. Sie endet in jedem Fall mit dem Ausscheiden aus dem Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration vor Ablauf der Wahlzeit. Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration 13.01.2026 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Zusammenfassung in Einfacher Sprache: In den Jahren 2001 und 2004 explodierten in der Probsteigasse und in der Keupstraße in Köln zwei Bomben, die viele Menschen schwer verletzten. Der Künstler Ulf Aminde hat ein Denk- mal zur Erinnerung an diese Taten und die Opfer entworfen, das in Mülheim errichtet werden soll. Ein Kuratorium wird die Gestaltung des Denkmals begleiten. Dies ist eine Gruppe, die sich da- rum kümmert, dass alle betroffenen Menschen gehört werden. Der Ausschuss für Chancenge- rechtigkeit und Integration kann drei Mitglieder benennen, die zu dieser Gruppe gehören sol- len. Wer das sein wird, muss der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration be- schließen. Begründung: Mit Beschluss vom 26.10.2023 (1060/2023) hat der Rat der Stadt Köln das Konzept für ein Kuratorium für ein Denkmal zu den Anschlägen des NSU in der Keupstraße und der Probstei- gasse verabschiedet. Das Kuratorium begleitet die inhaltliche Gestaltung des Denkmals zur Erinnerung an die Na- gelbombenanschläge des NSU in der Keupstraße und der Probsteigasse in den Jahren 2001 und 2004 nach dem Entwurf des Künstlers Ulf Aminde. „...Es gewährleistet, dass das Kölner Denkmal ein Ort der Erinnerung wie auch des Austausches werden kann, in dem sich – aus- gehend von der Anerkennung der Erfahrung und Perspektiven der Betroffenen – Menschen mit verschiedenen Hintergründen und Erfahrungen wiederfinden...“ Das Kuratorium umfasst gemäß Konzept „...zwölf Personen (sowie ein Ehrenmitglied), zu de- nen vor allem die Betroffenen der Anschläge bzw. deren Vertreter*innen sowie Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft, Kunst & Kultur, Kölner Schüler*innen sowie Vertreter*innen des Integra- tionsrates zählen. Es trifft sich einmal im Jahr, um bspw. Filmprojekte oder ähnliche Projekte zu vergeben bzw. auszuwählen. Das Kuratorium soll laut eines Beschlusses des Rates vom 09.11.2021 „...mehrheitlich von Personen besetzt sein, die die Betroffenenperspektive einneh- men...“. Es ist mit vorliegendem Konzept kein statisches Gebilde, das sich aus dem immer gleichbleibenden Personenkreis zusammensetzt. Vielmehr folgt es inhaltlich und strukturell dem Gedanken von Dialog, Partizipation und stetiger Wandelbarkeit. Gleichermaßen sind die Aufgaben auf einen längerfristigen Prozess angelegt. Auch diese können (und werden) sich im Laufe der Zeit verändern. So ist dieses Gremium selbst ein Beispiel für demokratische Aus- handlungsprozesse. Das Kuratorium hat die Aufgabe, neue mediale Inhalte auszuwählen, die in das Denkmal ein- gespielt werden. Zunächst soll kein offener Aufruf stattfinden, sondern das Kuratorium wird Medienproduktionen mit einer vorgegebenen inhaltlichen Klammer explizit beauftragen. Diese Beauftragung muss nicht an professionelle Filmschaffende gehen, sondern kann auch z. B. in Form eines Medien-Workshops mit Jugendlichen stattfinden. Auch eine einjährige Koopera- tion mit einer festgelegten Schule wäre möglich. Bei der Vergabe von Filmen können auch Fachleute zum jeweils geplanten Themenbereich hinzugezogen werden. Im Kuratorium sollen die Betroffenen und Menschen aus der Keupstraße und der Probstei- gasse im Mittelpunkt stehen. Damit wird die Idee des Co-Curating aufgegriffen, die Ausdruck 3 von Transformationsprozessen in kulturellen Institutionen ist (und auch in Köln bereits in An- sätzen verschiedener Kultureinrichtungen praktiziert wird). Indem Wissen und Expertise nicht allein bei den etablierten Akteur*innen im Kultur- oder Politikbetrieb verortet werden, werden auch Machtasymmetrien abgebaut und divergente Perspektiven in die kuratorische Arbeit in- tegriert. Von großer Bedeutung ist daher, dass sich in diesem Gremium auch und insbeson- dere Menschen entfalten können, deren Alltag nicht von entsprechenden Sitzungen geprägt ist. Das stärker experimentell gedachte Konzept folgt dem Grundsatz, dass das situierte Wis- sen der Betroffenen (bspw. um Rassismus und Diskriminierung) diese zu kuratorischer Arbeit befähigt. Das Kuratorium ist somit auch ein Diskursraum, der von Fragen bestimmt ist wie: Wer spricht (für wen)? Wem wird zugehört? Wer wird wahrgenommen? Das Kuratorium übernimmt die Aufgaben einer Jury. Dazu gehören: • Entscheidung über die Vergabe von Filmen u. Ä. im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel • Entscheidung über die Annahme von Filmen u. Ä., die in das Denkmal eingespielt werden (ab Fertigstellung des Denkmals).“ Der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration entscheidet über die Entsendung von drei Mitgliedern aus seiner Mitte. Die nächste Sitzung des Kuratoriums findet am 24. März 2026 statt. Anlage Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3563/2025
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 22.12.2025
- Erstellt
- 12.12.2025 14:34