V/0982/2012
Verzicht auf eine Straßenbenennung nach Rainer Plein
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anregung-2012-015
3838 Zeichen
Anregung Nr. 15/2012 4 Vnerbureatiwnsten i F Mare. 200 | h 4407 048027 Munster - Ami Aaes ui Stadt Münster Lovos Bezirksverwaltung Mitte Stadthaus | - Klemensstraße 10 Schwulenzentrum Münster e.V 48143 Münster Anregung nach $ 24 GO NRW Münster, den 2. Februar 2012 Sehr geehrte Damen und Herren, angesichts des 40-jährigen Jubiläums der ertsen bundesdeutschen Schwulendemo überhaupt regen wir hiermit gemäß $ 24 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen die Benennung von Teilstücken des Aa-Seitenweges in Rainer Plein-Weg an Sankve In Frage kämen insbesondere die Wegstücke an der Aa zwischen Spiegelturm und — Spiekerhof bzw. zwischen Apostelkirche und Breul. Beide Wegstücke tragen u W bisher keine eigenen Namen Der Aa-Seitenweg hat einen angemessenen innerstädtischen und seriösen Charakter, ist zugleich aber kein Wohngebiet Neben der Benennung sollten gesonderte Hinweistafeln auf die Person von Rainer Plein hinweisen. Biografische Daten zum zu Ehrenden finden Sie in der Anlage Alternativen Vorschlägen sehen wir gerne entgegen. Die Begründung des Antrags (Details zum Leben und Wirken von Rainer Plein) entnehmen Sie bitte der Anlage. Mit freundlichen Grüßen für Mitglieder, Beirat und Vorstand des KCM ar a 4 Anlage Anregung Nr. 15/2012 Anlage: Begründui Antrags nach $ 24 GO vom xx. Januar 2012 Obgleich Münster für die Geschichte der frühen Homosexuellenbewegung in der BRD von herausragender Bedeutung ist, fehlt es im Stadtbild immer noch an Belegen für diesen historischen Fakt. Am 29. April 1972 fand in Münster die erste bundesdeutsche Schwulendemo überhaupt statt. Diese jährt sich im April zum 40-sten Male. Organisator und „Mutter der Bewegung” in Münster war der Student Rainer Plein. Daneben betätigte sich Plein auch bundesweit Da (in bekanntem Zusammenhang) ohnehin einige Straßenumbenennungen anstehen, sollte das anstehende Jubiläum passender Anlass für eine entsprechende New/Umbenennung sein Biografische Daten zu Rainer Plein Am 25. April 1948 in Münster geboren. Schulbesuch und Abitur in Münster. Ende der 60er Jahre Ableistung des Wehrdienstes, Entlassung als Leutnant der Reserve. Ab ca. 1970 Studium der Biologie und klassischen Philologie, später Pädagogik, in Münster. Am 29. April 1971 Gründer der Homophilen Studentengruppe Münster HSM, der ersten lokalen Schwulenorganisation überhaupt (nach Quellenlage zugleich die zweite derartige Struktur in der Bundesrepublik nach der unmittelbar zuvor gegründeten HAG Bochum). Im Sommer und Herbst 1971 öffentliche Debatte mit dem damaligen Münsteraner Bischof Dr. Heinrich Tenhumberg zu Aspekten der Homosexualität. Zum einjährigen Jubiläum der HMS erfolgt am 29. April 1972 die erste bundesdeutsche Schwulendemo überhaupt mit etwa 200 in- und ausländischen Teilnehmern. Ab Sommer 1972 Ansätze zu einer überregionalen Organisation (vgl. die Deutsche Aktions- gruppe Homosexualität DAH) aber auch beginnende Spaltungen innerhalb der HMS (vgl. die Schwule Aktion Münster SAM, die es 1973 immerhin auf die SPIEGEL-Titelseite schaffte). Im Herbst 1973 allmähliches Einschlafen der HSM; im Februar 1974 legt Rainer Plein seine Ämter auch formal nieder, die für den 8. Mai 1974 einberufene letzte Vollversammlung findet wahrscheinlich nicht mehr statt. In den Jahren 1975 und 76 nimmt Plein sein Studium (nun Pädagogik) formal wieder auf. Die erhoffte Beförderung zum Oberleutnant der Reserve wird unter direktem Hinweis auf seine Homosexualität gerichtlich abgelehnt. Am 22. November 1976 begeht Rainer Plein Suizid. Fazit: Rainer Plein ist untrennbar mit den Anfängen der homosexuellen Selbstorganisation in Münster und in der Bundesrepublik verknüpft. Über die 1977 gegründete Homosexuelle Initative Münster HIM führt ein direkter Weg zur 1985 erfolgten Gründung des KCM e.V.. Quelle: Rosa Archiv Münster Zusammenstellung: KCMeV. r
Beschlussvorlage
2880 Zeichen
V/0982/2012 DER OBERBÜRGERMEISTER Vermessungs- und Katasteramt Betrifft Verzicht auf eine Straßenbenennung nach Rainer Plein Beratungsfolge 22.01.2013 Bezirksvertretung Münster-Mitte Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Es wird kein Teilstück des Aa-Seitenweges nach Rainer Plein benannt. 2. Die Anregung nach § 24 GO Nr.m 15/2012 vom 02.02.2012 ist damit erledigt. II. Finanzielle Auswirkungen: Es entstehen keine Kosten und keine Folgekosten. Begründung: Mit Schreiben vom 02.02.2012 schlägt das K CM Schwulenzentrum Münster e.V. vor, ein Teil- stück des Aa-Seitenweges zum Beispiel zwischen Spiegelturm und Spiekerhof oder zwischen der Straße An der Apostelkirche und dem Breul nach Rainer Plein zu benennen (Anlage 1). Rainer Plein, *25.04.1948, hat nach seinem Abitur in Münster begonnen Biol ogie, Philologie und P ädagogik zu studieren. Plein gründete 1971 die Homophile Studentengru ppe Münster und engagierte sich über ca. drei Jahre in verschiedenen Organisati onen für die politischen Aspekte der Homosexualität in der Gesellschaft. Im Alter von 28 Jahren starb Ra iner Plein am 22.11.1976 durch Suizid. Der Vorschlag, eine Straße nach Rainer Plein zu benennen , ist nicht neu sondern wurde be- reits mit der Anregung nach § 24 GO Nr. 89/2004 vom schwul -lesbischen Netzwerk Münster eingereicht. Im damaligen Antwortschreiben hieß es, dass der Straßenname besonders im Zu- sammenhang mit Straßenbenennungen zu den Themen Umweltschutz, Frauenbewegung, Fri e- densbewegung realisiert werden könnte. Der Vorschlag wurde in die Vorschlagsliste für Str a- ßennamen eingetragen. Vorlagen-Nr.: V/0982/2012 Auskunft erteilt: Herr Zimmermann Ruf: 492 62 42 E-Mail: ZimmermannBernhard@stadt-muenster.de Datum: 02.01.2013 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0982/2012 Bei Straßenbenennungen nach Personen ist zu bedenken, dass es bei weitem nicht genug Straßen, Wege und Plätze gibt, um alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich verdient g e- macht haben, mit einem Straßennamen zu ehren. Die Benennung von Str aßen ist auch nur eine von vielen Formen der Ehrung. Die Erinnerung an eine Person kann auch wach geha lten werden zum Beispiel durch das Anbringen einer Gedenktafel , das Aufstellen einer Skulptur, das Stiften eines Preises, die Benennung eines Vereins oder eines Gebäu des nach der zu ehrenden Person. Bei dem Vorschlag, Rad - und Fußwege mit Straßennamen zu versehen, hat die Verwaltung zusätzlich Bedenken wegen der Orientierungsfunktion von Straßennamen. Wege, denen keine Hausnummern zugeordnet sind , sollten besser nicht benannt werden, denn durch u nnötige Namen werden die Orientierung im Stadtgebiet und die Lesbarkeit von Stadtplänen erschwert. In Vertretung Schultheiß Stadtdirektor Anlagen: Anregung Nr. 15/2012
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungOrte (6)
- Klemensstraße 10
- Rainer-Plein-Weg
- An der Apostelkirche
- Spiegelturm
- Spiekerhof
- Breul
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0982/2012
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 02.01.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37