V/0142/2026
Bebauungsplan Nr. 648 - Stellungnahmen - Satzungsbeschluss
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V-0142-2026-Anlage-3-Textliche-Festsetzungen
21362 Zeichen
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T e x t l i c h e F e s t s e t z u n g e n
zum vorhabenbezogenen
Bebauungsplan Nr. 648: Albachten -
Windenergieanlage am Autobahnkreuz
Münster-Süd
Textliche Festsetzungen gemäß § 9 Baugesetzbuch (BauGB)
1. Art der baulichen Nutzung
Sonstiges Sondergebiet gem. § 11 BauNVO
Zweckbestimmung „Windenergieanlage“ gem. § 11 Abs. 2 BauNVO
Art der Nutzung:
Innerhalb des Sondergebietes sind zulässig:
Eine Windenergieanlage mit einer Nennleistung von mind. 6 MW und die zugehörigen Ne-
benanlagen insbesondere Transformatorgebäude und Übergabestation.
Erschließungsflächen zur Unterhaltung der Windenergieanlage und der zugehörigen Ne-
benanlagen im Betrieb einschließlich der Unterflur-Einspeise-Versorgungsleitung.
Temporäre Einrichtungen innerhalb des in der Planzeichnung gekennzeichneten „Arbeits-
bereiches“, für Kranstellflächen, Montageflächen, Lager- und Entsorgungsflächen, Parkflä-
chen, Zuwegungen zur Errichtung bzw. Rückbau der Windenergieanlage und der zugehö-
rigen Nebenanlagen.
Außerdem können zugelassen werden:
Vorhaben, die der Nutzung der solaren Strahlungsenergie, dienen - einschließlich der Anlagen
zur Erzeugung von Strom oder Wärme aus solarer Strahlungsenergie-, sofern sie der Vorhaben-
und Erschließungsplanung für die Errichtung und den Betrieb der WEA nicht entgegenstehen.
2. Maß der baulichen Nutzung
Die zulässige Grundfläche der Windenergieanlage einschließlich Turm, Fundament, Treppe, Auf-
schüttung darf maximal 1.300 m² (vollversiegelt) und für Erschließungsflächen zur Unterhaltung
der Windenergieanlage und der zugehörigen Nebenanlagen im Betrieb maximal 1.900 m² (teil-
versiegelt) nicht überschreiten.
Die zulässige Grundfläche darf durch den in der Planzeichnung gekennzeichneten „Arbeits-be-
reich“ zur Errichtung bzw. zum Rückbau der Windenergieanlage und der zugehörigen Nebenan-
lagen überschritten werden.
3. Überbaubare Grundstücksflächen
Sowohl Turm, Fundament, Treppe sowie die Rotorflächen der Windenergieanlage und die zuge-
hörigen Nebenanlagen sind nur innerhalb der Baugrenzen zulässig.
Anlage 3 zur Vorlage Nr. V/0142/2026
Bebauungsplan Nr. 648:
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
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Der Mittelpunkt des Turms der Windenergieanlage ist auf der ETRS89.UTM-Koordinaten RW
400600,71 / HW 5752805,01 festgelegt.
4. Höhe baulicher Anlagen
Die maximale Höhe baulicher Anlagen HA max der Windenergieanlage darf 235,00 m nicht über-
schreiten.
Die minimale Höhe baulicher Anlagen HA min der Windenergieanlage darf 199,00 m nicht unter-
schreiten.
Die Gesamthöhe errechnet sich bei der Windenergieanlage mit Horizontalachse aus der Höhe
der Rotorachse über der geometrischen Mitte des Turms zuzüglich Rotorradius.
Als unterer Bezugspunkt wird gemäß § 18 Abs. 1 BauNVO die natürliche Geländeoberkante mit
der DHHN-Höhe 63,5 m ü. NHN festgelegt.
5. Flächen oder Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden,
Natur und Landschaft
Befestigte Flächen (mit Ausnahme der Fundamente der Windkraftanlage) wie beispielsweise
Kranstellflächen, Montageflächen, Lager- und Entsorgungsflächen, Parkflächen, Zuwegungen
zur Errichtung bzw. Rückbau der Windenergieanlage und der zugehörigen Nebenanlagen sind in
Wasser- und luftdurchlässigem Aufbau als ungebundene Decke herzustellen.
Textliche Festsetzungen gemäß § 9 Abs. 4 BauGB BauGB i. V. m. § 89 Bauordnung für
das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW 2018)
1. Besondere Anforderungen an die äußere Gestaltung baulicher Anlagen
Im Sondergebiet ist der Turm der Windenergieanlage als geschlossene zylindrische oder koni-
sche Röhre ohne Plattformen, Anbauten oder Verbreiterungen zwischen Basis und Gondel zu
erstellen.
Sende- und Empfangsanlagen für den Mobilfunk an der Windenergieanlage können ausnahms-
weise zugelassen werden, sofern ihr äußerer Abstand zum Turm 0,5 m nicht überschreitet und
das Landschaftsbild nicht beeinträchtigt wird.
Die Oberflächen des Turms, der Gondel und der Rotorblätter der Windenergieanlage sind mit
heller, matter und nicht reflektierender Farbgebung zu erstellen. Um Lichtreflexe zu vermeiden,
sind ausschließlich matte Töne zu verwenden.
2. Werbeanlagen
Eine über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinausgehende Befeuerung oder Kennzeichnung
ist nicht zulässig. Lediglich auf den Windenergieanlagen-Typ und die Herstellerbezeichnung so-
wie die Betreibergesellschaft darf mittels Werbeaufschrift im Bereich der Gondel hingewiesen
werden. Die Aufschriften dürfen keine reflektierende oder fluoreszierende Wirkung haben, noch
dürfen sie beleuchtet werden.
Bebauungsplan Nr. 648:
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
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Hinweise
1. Durchführungsvertrag
Zur Realisierung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans werden ergänzende öffentlich-recht-
liche vertragliche Vereinbarungen zwischen der Stadt Münster und der Vorhabenträgerin abge-
schlossen (Durchführungsvertrag gem. § 12 BauGB).
2. Der Planung zugrundeliegende Vorschriften und Regelwerke
Die der Planung zugrundeliegenden Vorschriften (z.B. Gesetze, Verordnungen, Erlasse und DIN-
Vorschriften) können während der Dienstzeiten bei der Stadt Münster, im Kundenzent-rum `Pla-
nen und Bauen‘ im Erdgeschoss des Stadthauses 3, Albersloher Weg 33, eingesehen werden.
3. Bodendenkmale
Bei Bodeneingriffen können Bodendenkmäler (kultur- und /oder naturgeschichtliche Bodenfunde,
d.h. Mauern, alte Gräben, Einzelfunde aber auch Veränderungen und Verfärbungen in der natür-
lichen Bodenbeschaffenheit, Höhlen und Spalten, Zeugnisse tierischen und /oder pflanzlichen
Lebens aus Erdgeschichtlicher Zeit) entdeckt werden. Bei Entdeckung sind Benachrichtigungs-,
Unterbrechungs- und Erlaubnispflichten nach Denkmalschutzgesetz NRW (u. a. §§ 15, 16 und
27 DSchG NRW i. d. F. vom 13.04.2022 bzw. deren Nachfolgeregelungen) zu beachten; dem-
entsprechend sind die untere Denkmalbehörde oder das Denkmalfachamt unverzüglich zu infor-
mieren.
4. Kampfmittel
Hinweise auf eine Kampfmittelbelastung liegen zurzeit nicht vor. Sollten während der Bauarbeiten
Kampfmittel gefunden werden, so sind die Bauarbeiten unverzüglich einzustellen und ist die Feu-
erwehr der Stadt Münster zu verständigen.
5. Altlasten
Für den Geltungsbereich sind keine Altlast-/ Verdachtsflächen bekannt. Sollten sich jedoch bei
den Bauarbeiten Hinweise auf schädliche Bodenveränderungen ergeben, ist unverzüglich die
Untere Bodenschutzbehörde oder das Amt für Grünflächen und Umweltschutz zu informieren.
6. Lärm
Die Einhaltung der Richtwerte gemäß "Technischer Anleitung zum Schutz gegen Lärm"
(TA-Lärm) ist im BlmSch-Genehmigungsverfahren jeweils für die geplante Windenergieanlage
nachzuweisen.
7. Periodischer Schattenwurf
Die Windenergieanlage ist mit Abschaltmodulen zur Schattenabschaltung auszustatten,
mit denen sichergestellt wird, dass der periodische Schattenwurf (wiederkehrende Verschattung
des direkten Sonnenlichtes durch die Rotorblätter einer Windenergieanlage) an den Immission-
sorten gemäß Schattenwurfvorprognose für eine neue Windenergieanlage, B-Plan Nr. 648 „Ener-
giepark AK Münster-Süd“, Stadt Münster, Nordrhein-Westfalen, (Revision 01) PlanGIS GmbH,
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Hannover, Mai 2025, den Grenzwert von 30 Stunden pro Jahr und 30 Minuten pro Tag nicht
überschreitet.
8. Anlage einer temporär beanspruchten Wallhecke
Die temporär beanspruchte Wallhecke an der Straße „Am Getterbach“ wird nach Beendigung der
Arbeiten wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt (Gemarkung Albachten, Flur 16, Flur-
stück 58). Der Wallkörper sowie die Bepflanzung orientieren sich hierbei an den örtlichen Gege-
benheiten.
Als Material für den Wall soll das ursprünglich anstehende Bodenmaterial verwendet werden.
Um einen gleichmäßigen, dichten Bewuchs zu gewährleisten, ist eine Bepflanzung mit Gehölzen
durchzuführen. Die Arten-Zusammensetzung der Gehölzanpflanzung orientiert sich hierbei über-
wiegend an den bestehenden (Wall-)Heckenstrukturen. In Orientierung an der Standorteignung
ist die Stieleiche in der geplanten Wallhecke als Hauptbaumart mit einem Pflanzenanteil von
ca. 70 % zu verwenden.
Die Baumarten sind auf der Wallkrone des Erdwalls zu pflanzen, die Straucharten auf der Bö-
schung. Innerhalb der Hecke beträgt der Pflanzabstand für Bäume der Artenliste 1 ca. 5 m, da-
zwischen sind Sträucher der Artenliste 2 mit einem Abstand von ca. 1,50 m zu setzen.
Artenliste der zu verwendenden Pflanzenarten (Beispiele)
Artenliste 1 Bäume Mindestpflanzqualität: 2j.S., 80 – 120 cm oder vergleichbar
Eiche Quercus robur
Salweide Salix caprea
Vogelkirsche Prunus avium
Artenliste 2 Sträucher Mindestpflanzqualität: vStr. 3 Tr. 60 - 100 cm oder vergleichbar
Hasel Corylus avellana
Weißdorn Crataegus monogyna
Hundsrose Rosa canina
Purpur-Weide Salix purpurea
Holunder Sambucus nigra
Im vorliegenden Fall hat die Ausführungsplanung im nachgelagerten Genehmigungsverfahren
dafür Sorge zu tragen, dass die Eingriffe in eine an der Straße „Am Getterbach“ verlaufende
Wallhecke auf ein Minimum beschränkt werden.
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9 Eingriffsregelung nach dem Bundesnaturschutzgesetz / Flächen oder Maßnahmen
zum Ausgleich gem. § 1a Abs. 3 BauGB
9.1 Naturschutzrechtlich notwendiger Ausgleich
Ausgleichsmaßnahme A1: Anlage einer Waldfläche mit vorgelagerten Strauchmantel
Umwandlung einer 6.760,00 m² großen, struktur- und artenarmen Ackerfläche in eine standortty-
pische Waldfläche mit vorgelagerten Strauchgürtel und Krautsaum (Gemarkung Albachten, Flur
16, Flurstück 61). Die Maßnahme dient dem (Teil-) Ausgleich für Neuversiegelung sowie dem
Biotopverlust.
Auf der Maßnahmenfläche ist die Aufforstung eines Feldgehölzes mit Arten der Artenliste 1 (Kern-
zone) (folgende Tabelle „Artenliste der zu verwendenden Pflanzenarten“) mit einem Randbereich
aus Sträuchern der Artenliste 2 (Strauchmantel) vorgesehen. In Orientierung an der Standorteig-
nung ist die Stieleiche in der geplanten Waldfläche als Hauptbaumart mit einem Pflanzenanteil
von ca. 60 % zu verwenden.
Die dem Kernbereich des Feldgehölzes zu den 'offenen' Seiten vorgelagerten Randflächen sind
mit einem mindestens 4,5 m breiten Mantel aus Sträuchern und Bäumen 2. Ordnung zur Heraus-
bildung eines Waldmantels anzupflanzen. In Richtung Norden, zur Bahntrasse, ist der Strauch-
mantel auf 15 m aufzuweiten.
Die Baumarten sollen vornehmlich im Anschluss an den Kernbereich gepflanzt werden, während
die niedrigeren Straucharten eher am Rand zu pflanzen sind. Ziel ist die Entwicklung eines struk-
turreichen, gestaffelt aufgebauten Waldmantels. Die Außenränder sollen landschaftsgerecht aus-
gelappt ('buchtig') ausgebildet werden, um den Randeffekt zu erhöhen und eine innige Verzah-
nung mit dem vorgelagerten Krautsaum zu erzielen.
Diese gehölzfrei verbleibenden Bereiche der Maßnahmenfläche sollen sich als ruderale Kraut-
bzw. Hochstaudensäume entwickeln. Es soll ein breiter, artenreicher Gebüschsaum (z. B. auch
mit Brombeere und Schlingpflanzen) als Nahrungs-, Brut- und Rückzugshabitat für eine artenrei-
che Kleintierfauna angestrebt werden.
Als Pflege ist eine Mahd der verkrauteten Saumbereiche in zwei- bis dreijährigen Abständen er-
forderlich, um ein Fortschreiten der Verbuschung zu verhindern.
Folgende Pflanzabstände sind einzuhalten:
Waldbereich „Kernbereich“: Pflanzverband 2 m x 1,5 m
Strauchgürtel: Pflanzraster 1 m x 1,5 m
Artenliste der zu verwendenden Pflanzenarten
Artenliste 1 (Kernzone) Mindestpflanzqualität: 3-4 j.v.S., 150 –200 cm oder ver-
gleichbar
Eiche Quercus robur
Hainbuche Carpinus betulus
Vogelkirsche Prunus avium
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Flatterulme Ulmus laevis
Artenliste 2 (Sträucher) Mindestpflanzqualität: vStr. 3 Tr. 60 - 100 cm oder ver-
gleichbar
Feldahorn Acer campestre
Roter Hartriegel Cornus sanguinea
Pfaffenhütchen Euonymus europaeus
Wildbirne Pyrus pyraster
Echte Mehlbeere Sorbus aria
9.2 Kompensation für die Eingriffe in das Landschaftsbild
In Anlehnung an die Vorgaben des LANUV NRW (2018) erfolgt die Ermittlung der Höhe der Er-
satzzahlung zunächst mit der flächengewichteten Mittelung der Preise für eine WEA gemäß dem
Anteil der Landschaftsbildeinheiten am Untersuchungsraum. Hierbei ergibt sich für die WEA ein
Mittelwert von 175,6 € je Meter. Entsprechend der Ergebnisse beträgt die Summe einer ange-
nommenen Ersatzzahlung in Höhe von 41.266,00 € (175,6 € /m * 235 m).
Die angenommene Ersatzzahlung wird in Form einer Ausgleichsfläche umgesetzt. Um die Beein-
trächtigungen auf das Schutzgut Landschaft zu kompensieren, eignen sich vor allem die Anlagen
von vertikalen Strukturen, die u. U. zu einer Sichtverschattung der WEA bzw. Gliederung der
Landschaftsräume beitragen. Im vorliegenden Fall soll eine Waldfläche (Ausgleichsmaßnahme
A1) auf einer Gesamtfläche von 6.760 m² angelegt werden. Die Kosten für die Anlage einer Wald-
fläche sind mit 12,68 € pro Quadratmeter zu veranschlagen. Zur Kompensation für die Eingriffe
in das Landschaftsbild muss eine Fläche von ca. 3.255 m² angelegt werden (41.266,00 € /
12,68 € pro m²).
10. Artenschutz
Dem Vollzug des Bauleitplans nicht entgegenstehende und im nachfolgenden Genehmigungs-
verfahren zu berücksichtigende artenschutzrechtliche Auflagen und Maßnahmen (Artenschutz-
rechtliche Hinweise gem. § 44 BNatSchG):
Brütende Vogelarten oder ruhende Fledermausarten
Die Baufeldfreimachung und Baufeldvorbereitung ist i. S. d. § 39 BNatSchG außerhalb der Kern-
brutzeit (01.03. bis 30.09.) von Wiesenvögeln durchzuführen. Ebenso ist das Abschieben des
Oberbodens außerhalb der Brutzeit durchzuführen. Sind aus Gründen des Bauablaufes zwingend
Baufeldfreiräumungen außerhalb des o. g. Zeitfensters erforderlich, wird zuvor durch eine sach-
kundige Person festgestellt, ob in dem von der Räumungsmaßnahme betroffenen Eingriffsbe-
reich aktuelle Bruten vorhanden sind. Wenn keine Bruten festzustellen sind, kann der Abtrag von
Oberboden in Abstimmung mit dem Umweltamt der Stadt Münster auch im Zeitraum von März
bis August erfolgen.
Kommt es während der Reproduktionszeit zu einem länger als sieben Tage andauernden Still-
stand der Bautätigkeit, so ist das Baufeld mittels einer Kontrollbegehung auf die Ansiedlung von
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„neuen“ Brutpaaren zu kontrollieren. Je nach Ergebnis der Begehungen kann der Bau weiterge-
führt werden (keine Brut im Baufeld) oder es muss gewartet wer- den, bis die erfassten Bruten
beendet sind. Eine Vermeidung der Ansiedlung von v. a. bodenbrütenden Vogelarten (z. B.
Schafstelze) auf den geräumten Baufeldern kann durch ständige Aktivitäten in diesen Bereichen
zwischen Baufeldräumung und Baubeginn erfolgen.
Vor der Rodung sind die zu entfernende Gehölze im Bereich auf dauerhaft genutzte Lebensstät-
ten, insbesondere Fledermausquartiere, durch eine qualifizierte Person zu untersuchen. Müssen
Bäume mit potenzieller Quartiereignung für Fledermäuse entfernt werden, ist dies außerhalb der
Nutzung durchzuführen und die Fällung von einer fachkundigen Person zu begleiten. Die Bäume
sind daher vor Fällung auf Besatz zu überprüfen. Dies sollte mittels Endoskops erfolgen. In Ab-
stimmung mit dem Umweltamt der Stadt Münster ist adäquater Ersatz für den Verlust der Quar-
tiere bereit zu stellen. Die Maßnahme ist vor Eingriffsbeginn umzusetzen.
Kollisionsgefährdete Fledermausarten Abendsegler, Breitflügelfledermaus, Rauhautfledermaus
und Zwergfledermaus
Die WEA wird im Zeitraum vom 01.04. – 31.10. eines jeden Jahres zwischen Sonnenuntergang
und Sonnenaufgang vollständig abgeschaltet, wenn folgende Bedingungen gleichzeitig erfüllt
sind: Temperaturen von >10°C sowie Windgeschwindigkeiten im 10 min-Mittel von < 6 m/s in
Gondelhöhe (vgl. MUNV & LANUV 2024, S. 45).
Vor Inbetriebnahme der Windenergieanlage wird der Stadt Münster – untere Naturschutzbehörde
- eine Erklärung des Herstellers oder des beauftragten Fachunternehmers vorgelegt, aus der er-
sichtlich ist, dass die Abschaltung voll funktionsfähig eingerichtet ist.
Jagdhabitat durch Fledermäuse
Um einer nachträglich unbeabsichtigten Erhöhung des Verletzungs- und Tötungsrisikos von Fle-
dermausarten entgegenzuwirken, sollte das direkt Umfeld der WEA so gestaltet werden, dass
insbesondere Fledermausarten nicht gezielt angelockt werden.
Die Größe der Mastfußumgebung beschränkt sich auf das Fundament und die Serviceflächen,
die Serviceflächen sind geschottert und vegetationsfrei anzulegen, Ablagerungen von z. B. Ern-
teprodukten, Mist o. ä. auf den Serviceflächen sind verboten.
Gestaltung des Mastfußbereiches
Im Umkreis des Mastfußbereichs (entspricht der vom Rotor überstrichenen Fläche zuzüglich ei-
nes Puffers von 50 m) und der Kranstellflächen dürfen keine Baumreihen, Hecken oder Kleinge-
wässer angelegt werden. Zum Schutz von Vögeln und Fledermäusen sind am Mastfußbereich in
jedem Fall auf Kurzrasenvegetation, Brachen sowie auf zu mähendes Grünland zu verzichten.
11. Bodenschutz - Bodenkundliche Baubegleitung
Um dauerhaft negative Auswirkungen auf die von Bebauung freizuhaltenden Bereichen zu ver-
meiden, sollte der Boden im Bereich der Bewegungs-, Arbeits- und Lagerflächen durch geeignete
Maßnahmen (z.B. Überfahrungsverbotszonen, Baggermatten) geschützt werden. Aufgrund der
hohen Verdichtungsempfindlichkeit der Böden sollten Stahlplatten oder Baggermatten zum
Schutz vor mechanischen Belastungen ausgelegt werden. Eine bodenschonende Vorgehens-
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weise beim Aufstellen der Anlagen kann durch Berücksichtigung folgender DIN-Normen gewähr-
leistet werden: DIN 19639 Bodenschutz bei Planung und Durchführung von Bauvorhaben DIN
18915 Vegetationstechnik im Landschaftsbau -Bodenarbeiten, DIN 19731 Verwertung von Bo-
denmaterial. Auf das Einbringen von belasteten Fremdsubstraten und Baustoffen mit Schadstoff-
gehalt ist zu verzichten. Die Baumaßnahmen sich generell bei trockenen Bodenverhältnissen
durchzuführen, um Verdichtungen weitgehend zu vermeiden. Der Oberboden ist bei Eingriffen
fachgerecht zwischenzulagern und nach Abschluss der Baumaßnahme wieder einzubringen.
Durch Baufahrzeuge verdichteter Boden ist nach Abschluss wieder aufzulockern.
Die Umsetzung der Maßnahmen zum Bodenschutz in der Planungs- und Ausführungsplanung ist
durch eine bodenkundliche Baubegleitung beratend zu begleiten und auch zu überwachen.
Auf Verlangen der zuständigen Bodenschutzbehörde kann vor dem Beginn der Maßnahmen zur
Umsetzung des Bebauungsplanes, für deren Durchführung auf den Boden einer nicht versiegel-
ten, nicht baulich veränderten oder unbebauten Fläche von 0,3 ha oder mehr eingewirkt wird
(Bebauung, Erschließung, Versickerung, etc.), ein Konzept zum fachgerechten Umgang mit dem
Schutzgut Boden während der Bauzeit verlangt werden (Bodenschutzkonzept). Dieses Boden-
schutzkonzept (ggf. mit Bodenschutzplan) ist mit der Unteren Bodenschutzbehörde der Stadt
Münster abzustimmen.
Die Erstellung und Umsetzung des Bodenschutzkonzeptes ist durch eine bodenkundliche Bau-
begleitung zu gewährleisten. Die bodenkundliche Baubegleitung i. S. eines baubegleitenden Bo-
denschutzes für die Phasen der Planung, Projektierung und Ausschreibung als auch für die
Phase der Ausführung (inkl. Zwischenbewirtschaftung) und ggf. Nachsorge ist durch ein Fach-
büro / eine Fachstelle mit den notwendigen Fachkenntnissen für den baubegleitenden Boden-
schutz gemäß Anhang C der DIN 19639:2019-09 (Bodenschutz bei Planung und Durchführung
von Bauvorhaben) zu erbringen.
Verwendung von Mutterboden
Nach § 202 BauGB in Verbindung mit DIN 18915 ist bei Errichtung oder Änderung von baulichen
Anlagen der Oberboden (Mutterboden) in nutzbarem Zustand zu erhalten und vor Vernichtung zu
schützen. Er ist vordringlich im Plangebiet zu sichern, zur Wiederverwendung zu lagern und spä-
ter wieder einzubauen.
12. Wasserschutz
Während der Bauarbeiten dürfen keine Verunreinigungen und keine wassergefährdenden Stoffe
in die Gewässer gelangen. Die zum Betrieb von Baumaschinen erforderlichen Öle und Treibstoffe
sind entsprechend §§ 1 a, 26 und 34 WHG schadlos zu lagern. Bei Verunreinigungen mit was-
sergefährdenden Stoffen sind die Meldepflichten zu beachten.
Während der Bauphase hat die Betankung von Baufahrzeugen und -maschinen auf einer was-
serundurchlässigen Fläche derart zu erfolgen, dass auslaufende Kraft- und Betriebsstoffe sofort
erkannt, zurückgehalten und aufgenommen werden können. Ein geeignetes Bindemittel ist vor-
zuhalten.
Um eine Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen, sind vollversiegelte Flächen auf ein
Mindestmaß zu reduzieren. Temporär befahrene Wege sind als wassergebundene Wegedecke
anzulegen.
V-0142-2026-Anlage-1-Stellungnahmen
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Anlage 1 zur Vorlage Nr. V/0142/2026 Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 1 von 63 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Albachten Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Zusammenfassung der Stellungnahmen aus der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 3 Abs. 1 und § 4 Abs. 1 BauGB, aus der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 3 Abs. 2 und § 4 Abs. 2 BauGB 1 Stellungnahmen aus der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB Vorbemerkung: Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs. 1 BauGB fand in Form einer Bürgeranhörung am 15.05.2024 von ca. 18.30 bis 20.00 Uhr statt, Veranstaltungsort war das Haus der Begegnung im Stadtteil Albachten. Anwesend waren rd. 25 Bürgerinnen und Bürger. Nach kurzer Einleitung durch Herr Brinktrine (Bezirksbürgermeister) und Herr Hensing (Stadtplanungsamt) wurde die städtebauliche Konzeption vorgestellt. Weiterge- hende Aussagen zu den vorgestellten Inhalten, zum Planverfahren, zum städtebaulichen Konzept und zur planungsrechtlichen Umsetzung sind dem Protokoll zur Bürgeranhörung zu entnehmen. Neben verschiedenen Fragen wurden einzelne Stellungnahmen vorgebracht. Diese sind im Folgenden zusammenge- fasst. Zusätzlich wurden die Planunterlagen in Form eines Aushangs im Kundenzentrum des Stadthauses 3 sowie im Internet unter www.stadt-muenster.de/stadtplanung im Zeitraum vom 08.05. – 14.06.2024 bereitgestellt. Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 1.1 Stellungnahme vom 14.05.2024 1.1.1 Super Projekt. Danke! Bitte schauen sie, ob hier vlt. noch eine Doppelnutzung mit z.B. Schafen möglich wäre. Viele Kritiker werfen PV-Anlagen vor, sie würden Flächen versiegeln, was nicht stimmt, aber in der Öffentlichkeit leider haften bleibt. Sie könnten diesen "Kritikpunkt" mit einem Konzept zur Doppelnut- zung sehr einfach jeden Wind aus den Segeln nehmen. Die Anregung wird auf das spätere Baugenehmigungs- verfahren für die Freiflächen-Photovoltaik-Anlage verlegt und dort geprüft. Auf der Ebene des Vorhabenbezoge- nen Bebauungsplans Nr. 648, der sich auf das Vorha- ben Windenergieanlage bezieht, sowie auf der pla- nungsrechtlichen Ebene des Flächennutzungsplans er- folgt keine gem. Anregung detaillierte Vorgabe einer Doppelnutzung der Fläche. Die PV-Anlage ist bereits aufgrund der Regelungen des § 35 BauGB privilegiert. Der Anregung, eine Doppelnut- zung „PV-Anlage“ und „Weide- wirtschaft“ festzusetzen, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.1 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 2 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 1.2 Stellungnahme vom 18.05.2024 Ich wohne ca. 800 m vom geplanten Windrad entfernt und möchte wissen, ob ich zu den direkten Anwohnern gehöre und somit Anspruch auf eine Entschädigung habe. Ein pauschaler Entschädigungsanspruch im Umfeld von Windrädern ist nicht bekannt. Das Bürgerenergiegesetz NRW sieht hingegen eine finanzielle Beteiligungsmög- lichkeit für die Bevölkerung in der Standortkommune vor. Zudem kann Anwohnenden im 2.500m-Umkreis ein Vor-Zeichnungsrecht zugeordnet werden. Diese Regelung ist allerdings nicht Inhalt des Bauleitpla- nunverfahrens. Keine Beschlussfassung erforderlich. 1.3 Stellungnahme vom 27.01.2025 Hiermit möchte ich Sie bitten, den Standort für das geplante Windrad am Getterbach zu prüfen. Es gibt so viele freie Plätze im Münsterland, wo es besser hinpasst. Es gibt keine Zufahrts- wege für den Bauabschnitt. Die Straße am Getterbach ist nach langer Bauzeit so beengt, das kaum landwirtschaftliche Fahr- zeuge Platz haben. Das Autobahnkreuz Münster-Süd ist unmit- telbarer Nähe, die Haupteisenbahn nach Essen bis nach Paris, die Hochspannungsleitung und viele Brücken. Im Rahmen der 65. Änderung des Flächennutzungspla- nes der Stadt Münster aus dem Jahr 2016 wurden ge- eignete Potenzialflächen für die Windenergie im gesam- ten Stadtgebiet ermittelt. Die Fläche des Energieparks am Autobahnkreuz wurde in diesem Verfahren ebenfalls als Potenzialfläche ermittelt, jedoch aufgrund der mögli- chen Beeinträchtigung der Sichtachse des Aasees bzw. der Lage im Landschaftsschutzgebiet nicht weiter be- trachtet. Das dabei zugrunde liegende Kriterienset hat über Abstände und Vorstellungen zur Siedlungsentwick- lung die Aspekte der Stadtteilentwicklung mitberücksich- tigt. Im Ergebnis sind in allen Stadtbezirken (mit Aus- nahme der Innenstadt) geeignete Flächen für die Wind- energienutzung identifiziert worden. Durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und die zum damaligen Zeitpunkt initiierten Gesetzesände- rungen der Bundesregierung sind die seinerzeit ange- setzten Ausschlussgründe nicht mehr durchgreifend. Der Anregung, den Standort für die geplante Windenergiean- lage erneut zu überprüfen, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.2 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 3 von 63 1 vgl. Vorlage V/0192/2024 „Integriertes Flächenkonzept Münster (IFM) – Abschluss und Dokumentation“ Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag Im Zuge einer erneuten Standortsuche im Rahmen der Erarbeitung eines räumlichen Entwicklungskonzepts für die Stadt Münster (Integriertes Flächenkonzept Münster – IFM) wurde dieser Standort als einer von zwei ergän- zenden Potenzialbereichen für die Errichtung von WEA vom Rat der Stadt Münster beschlossen1. Sowohl die starke Vorbelastung der Vorhabenfläche durch die beiden Autobahnen A 1 und A 43 sowie die Bahnstrecke nach Essen als auch die mit den Freiflä- chen-Photovoltaik (FF-PV-)Planungen führen dazu, dass dieser Standort für eine Windenergieanlage (WEA) eine hohe Lagegunst aufweist und ihn im Stadtgebiet besonders heraushebt. Konkrete, umsetzungsorientierte Alternativen zu dieser Fläche bestehen insofern nicht. Somit eignet sich der hier betrachtete Bereich am Auto- bahnkreuz Münster-Süd im Besonderen für die Errich- tung einer Windkraftanlage. 1.4 Eingaben Bürgeranhörung am 16.05.2024 Fragen bzw. Stellungnahmen der Bürgerinnen und Bürger (nach Themen gebündelt) 1.4.1 (Infra-)Schall Eine Anwohnerin befürchtet Infraschall, der bis zu ihrem Ge- bäude „Am Getterbach“ östlich der A 1 in etwa 600 m Entfer- nung wirken werde, zumal man bereits durch die A1, den Auto- bahnzubringer, die Bahntrasse und das nördlich benachbarte Gewerbegebiet belastet sei. Von jedem technischen Gerät / Motor geht Infraschall aus. Nach zahlreichen Messungen unterschreitet der Infraschall durch WEA bereits bei Abständen von 150 bis 300 m deutlich die Hör- und Wahrnehmungsschwel- len von Menschen. Nach heutigem Stand der Wissen- schaft können Windenergieanlagen beim Menschen folglich keine schädlichen Infraschallwirkungen hervorru- fen. Insofern ist keine Änderung der Bauleitplanung er- forderlich. Den Bedenken, die Windkraft- anlage verursacht gesundheitli- che Schäden, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.3 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 4 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 1.4.2 Artenschutz (Fledermäuse, Vogelwelt) / Ökologie Ein Anwohner „Am Getterbach“ östlich der A 1 weist auf Fleder- mäuse in seinen Gebäuden hin und erkundigt sich, ob die WEA Auswirkungen auf sie habe. Er fordere Schutz für seine Familie, seinen Wald, seine Fledermäuse. Zum Schutz von kollisionsgefährdeten Fledermausarten wird die WEA wird im Zeitraum vom 01.04. – 31.10. ei- nes jeden Jahres zwischen Sonnenuntergang und Son- nenaufgang vollständig abgeschaltet, wenn folgende Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind: Temperaturen von >10°C sowie Windgeschwindigkeiten im 10 min-Mittel von < 6 m/s in Gondelhöhe (vgl. MUNV & LANUV 2024, S. 45). Vor Inbetriebnahme der Windenergieanlage wird der Stadt Münster – Untere Naturschutzbehörde - eine Er- klärung des Herstellers oder des beauftragten Fachun- ternehmers vorgelegt, aus der ersichtlich ist, dass die Abschaltung voll funktionsfähig eingerichtet ist. Der Anregung ist im Bebauungsplan bereits gefolgt. Siehe auch Pkt. 2.2.1 und auch Dokument Textliche Festsetzungen unter Hinweise, Nr. 10. „Artenschutz“ (Anlage 3 zur Vorlage V/0142/2026). Keine Beschlussfassung erforderlich. 1.4.3 Ein örtlicher Landwirt fragt, ob für das Projekt ein Landschafts- pflegerischer Begleitplan erstellt werde. Die Wind2B-WEA wird im Rahmen des BImSchG-Ge- nehmigungsverfahrens einen Landschaftspflegerischen Begleitplan erstellen. Die verlorene Eingriffswertigkeit (bzgl. Artenschutz, Landschaftsbild, Versiegelung) ist auszugleichen. Keine Beschlussfassung erforderlich. 1.4.4 Schattenwurf Ein Bürger mit Wohnsitz südlich der A 43 erkundigt sich, mit welchem Schattenwurf dort zu rechnen sei. Der Vorhabenträger der Windkraftanlage hat für die WEA ein Schattenwurfgutachten erstellt, das die theore- tisch denkbare maximale Verschattung aufzeigt. Dieser Worst-Case-Fall tritt auf, wenn hypothetisch permanent von Sonnenauf- bis -untergang bei klarem Himmel die Sonne scheinen würde. Es gibt gesetzliche Grenzwerte Keine Beschlussfassung erforderlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 5 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag der maximal zulässigen Beschattung je Tag / je Jahr. Um deren Einhaltung sicherzustellen, wird bei drohen- der Überschreitung die Anlagensteuerung so program- miert, dass die WEA kurzzeitig abgestellt wird, wenn die Sonne scheint und der aus dem Sonnenstand resultie- rende Schatten auf ein schützenswertes Objekt fallen würde. Weiterhin würde auch mit Sensortechnik die tat- sächlich auftretende Beschattung an schützenswerten Stellen (z.B. Wohngebäuden) gemessen. Das ange- fragte, südlich der WEA gelegene Wohnhaus dürfte nur sehr selten in den frühen sommerlichen Morgen- oder Abendstunden von Schatten betroffen sein. Das Thema Schattenwurf ist koordinaten- und anlagenscharf im obli- gatorischen Genehmigungsverfahren nach BImSchG zu bewerten. Durch das vorgelegte Fachgutachten zum Schattenwurf konnte nachgewiesen werden, dass die zur Genehmigung des Vorhabens vorgeschriebenen Grenz- und Orientierungswerte unter Berücksichtigung von Auflagen (z. B. temporäre Abschaltungen) eingehal- ten werden können (vgl. Kap. 6.6 Begründung, Anlage 2 zur Vorlage V/0142/2026). Im Sinne der Zulässigkeitsvo- raussetzungen bleibt das Vorhaben somit unterhalb der Erheblichkeitsschwelle. 1.4.5 Entwässerung Ein Anwohner „Am Getterbach“ östlich der A 1 befürchtet, dass die Versiegelung durch das Projekt erneute Überschwemmun- gen seiner Immobilie entstehen lasse, wie es sie in der Vergan- genheit bereits gegeben habe. Der Durchlass unter der Auto- bahn habe nur 40 cm Durchmesser, die Niederschlagsentwäs- [Anmerkung: Die projektierte PV-Anlage ist nicht Inhalt des Bauleitplanverfahrens, wird als absehbare Entwick- lung im Umfeld dennoch in die Erwägungen zum Sach- verhalt mit einbezogen.] Von den PV-Modulen geht keine flächenmäßige Versiegelung aus. Deutliche Ab- stände zwischen den einzelnen Modulreihen bewirken, dass das auf die Fläche fallende Niederschlagswasser Keine Beschlussfassung erforderlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 6 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag serung solle daher nicht in den bei ihm entspringenden Getter- bach, sondern in den westlich verlaufenden Kannenbach erfol- gen. Er selber besitze eine Einleiter-Genehmigung in den Get- terbach. vollständig auf der Fläche verbleibt. Das Wasser fließt auch auf die Flächen unterhalb der Module, so dass sie mit einer Gras-/Kräuterschicht bepflanzt werden kann und eine ökologische Kompensation bewirkt. Die Wind- kraftanlage dagegen versiegelt Boden mit ihrem Funda- ment in einem geringen Maße. Die Fragestellung der Entwässerung wird im immissionsschutzrechtlichen Ge- nehmigungsverfahren im Detail geprüft. Da für einen Großteil der genannten Fläche der Windenergieanlage aber nur eine Teilversiegelung vorgesehen ist bzw. auch im Bereich der WEA keine kanalisierte Ableitung des Niederschlagswassers erfolgt, sondern dieses auf den angrenzenden Flächen versickern kann, ist mit einer nur minimal veränderten Grundwasserneubildung zu rech- nen. Die Versiegelungen werden hierbei auf ein notwen- diges Maß reduziert. Mit einer eingriffserheblichen Ver- änderung der Grundwasserneubildungsrate ist daher nicht zu rechnen. Es wird eine Vermeidungsmaßnahme zum Wasser- schutz getroffen (V2, bodenschonende Vorgehens- weise,Umweltbericht in der Begründung, Kapitel 8.7.1 sowie unter Hinweise Nr. 12 Wasserschutz). Der vom Anreger geltend gemachte Aspekt zur Entwäs- serung ist soweit bereits aufgegriffen. 1.4.6 Ein weiterer Bürger verweist auf die durch den Maststandort, die Zuwegung und die Kranaufstellflächen für die WEA entstehende Versiegelung. Daher solle auf diesen Projektbestandteil (WEA) verzichtet werden. Durch die Festsetzungen werden Neuversiegelungen im Umfang von max. 1.300 m2 (Vollversiegelung durch Fundament) und 1.900 m2 (Teilversiegelung durch dau- erhafte Bedarfsflächen) ermöglicht. Hierdurch kommt es zu einem nachhaltigen Verlust von (schutzwürdigen) Bö- Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 7 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag den. Die Versiegelungen werden hierbei auf ein notwen- diges Maß reduziert. Zum Thema Boden- und Wasser- schutz werden in der Planzeichnung zum Bebauungs- plan entsprechende Hinweise aufgenommen. Die Fragestellung der Entwässerung wird im immissi- onsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren im Detail geprüft. Siehe hierzu auch die vorstehenden Ausführun- gen zur Entwässerung und Wasserschutz. 1.4.7 Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Fläche Ein örtlicher Landwirt weist darauf hin, dass mittlerweile starke Nutzungskonkurrenzen für landwirtschaftlich genutzte Flächen bestünden: Wohn- und Gewerbeentwicklungen, regenerative Energien und ökologische Kompensationsmaßnahmen steigern Nachfrage und Bodenpreise. Für den originären Nutzungszweck „Nahrungsmittelerzeugung“ müsse jedoch noch genügend Pro- duktionsfläche verbleiben. Eine durchgängige Inanspruchnahme der 200 m-Korridore entlang der Auto- und Eisenbahntrassen entzöge den Landwirten die Grundlage und entzöge der Allge- meinheit Erholungsräume. Zudem sei zu hinterfragen, ob für spätere, durch Landwirte initiierte PV-Anlagen ggfs. Entwick- lungshemmnisse, bspw. durch den derzeit in Überarbeitung be- findlichen Regionalplan resultieren könnten. [Anmerkung: Die projektierte PV-Anlage, auf die sich die Bedenken der konkurrierenden Inanspruchnahme be- zieht ist nicht Inhalt des Bauleitplanverfahrens, wird als absehbare Entwicklung im Umfeld dennoch in die Erwä- gungen zum Sachverhalt mit einbezogen.] Tatsächlich bestehen die genannten Nutzungskonkurrenzen – um dies für den gesamten Außenbereich des Stadtgebiets räumlich abzuwägen und zu steuern hat die Stadt das Integrierte Flächenkonzept Münster (IFM) erarbeitet, aus dem entsprechende Räume sowohl für Siedlungserwei- terungen als auch Freiflächen-Solaranlagen und Wind- energieanlagen hervorgehen. Hinsichtlich der planungsrechtlichen Zulässigkeit von Freiflächen-Solaranlagen besitzt die Stadt in den vom BauGB privilegierten 200 m-Korridoren kaum Steue- rungsmöglichkeiten. Soweit nicht fachgesetzlich veran- kerte gewichtige Gründe entgegenstehen, besteht im Baugenehmigungsverfahren für PV-Anlagen eine hohe Zulassungswahrscheinlichkeit. Auch die sogenannte Raumbedeutsamkeit, von der bei Anlagen über 10 ha ausgegangen wird, schränkt dies i.d.R. nicht ein, da die PV-Ansiedlung in den Korridoren landesplanerisches Keine Beschlussfassung erforderlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 8 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag Ziel ist. Zudem gibt es im Umfeld von landwirtschaftli- chen Hofanlagen eine Agri-PV-Privilegierung im Bauge- setzbuch. 1.4.8 Ein Anwohner an der Straße am „Am Getterbach“ östlich der A 1 ist der Ansicht, dass der Projektflächen-Eigentümer wegen der Beendigung der landwirtschaftlichen Nutzung nun gewerb- lich tätig sei und daher ehrlicherweise die Bezeichnung „Gewer- bepark“ verwendet werden müsse. Zudem gehe er davon aus, dass er ebenfalls einen Anspruch habe, PV-Anlagen errichten zu dürfen. Für die 133. Änderung des FNPs wird eine Fläche für Ver- und Entsorgung mit der Zweckbestimmung „EE - Erneuerbare Energie" hier „Windenergie- und Solarener- gieanlage“ dargestellt bzw. im Bebauungsplan Sonder- gebiet mit der Zweckbestimmung „Windkraftanlage“ fest- gesetzt. Die in der Baunutzungsverordnung (BauNVO) verankerte Klassifizierung eines Gewerbegebietes ist nicht städtebauliches Ziel für diesen Standort.. Ob auf dem Eigentum des Anregers eine PV-Anlage zulässig ist, ist nach den Vorgaben des Baugesetzbuchs zu beur- teilen, was im Rahmen eines Bauantrags geschieht. Der Anregung, die Fläche im Bebauungsplan als Gewerbege- biet festzusetzen, wird nicht ge- folgt. Beschlussvorschlag 1.5 1.4.9 Alternative PV-Standorte Ein Bürger regt an, dass man doch auch die Lärmschutzwände / -wälle entlang der Autobahn für PV-Module nutzen könne. Die Lärmschutzwände liegen außerhalb des Geltungs- bereiches der 133. Änderung wie auch des Bebauungs- plans 648 und sind damit nicht Bestandteil der Planung. Der Anregung, die Lärmschutz- wände / -wälle entlang der Au- tobahn für PV-Module in die Bauleitplanung einzubeziehen, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.6 1.4.10 Ein Bürger benennt die Situation im Bereich Haskenau, wo un- ter der WEA noch PV-Module angeordnet worden seien. Der Bebauungsplan schließt PV-Anlagen unterhalb der WEA nicht aus. PV-Anlagen sind jedoch nicht Teil des Vorhabens, so dass eine zwingende Errichtung von PV- Modulen nicht festgesetzt werden kann. Keine Beschlussfassung erforderlich. 1.4.11 Ein Bürger erkundigt sich, wie viele PV-Flächen insgesamt im Stadtgebiet noch benötigt würden. Eine genaue Flächenangabe kann nicht genannt werden – um die Klimaziele erreichen zu können, benötigt die Stadt vermutlich alle mobilisierbaren Freiflächen- und Keine Beschlussfassung erforderlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 9 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag Dachflächen-Potentiale. Zudem sind darüber hinaus noch weitere regenerative Energiequellen (wie z.B. Windenergie, Geothermie etc.) zu nutzen. 1.4.12 Ein Bürger erkundigt sich, wie die in der Ergänzung zum Auf- stellungsbeschluss des Rates benannten „unmittelbaren Anlie- ger“, die vom Betreiber ein Nachbarschaftsgeld erhalten sollen, definiert sind. Das Bürgerenergiegesetz NRW sieht eine finanzielle Beteiligungsmöglichkeit für die Bevölkerung in der Standortkommune vor. Zudem kann Anwohnenden im 2.500m-Umkreis ein Vor-Zeichnungsrecht zugeordnet werden. Diese Regelung ist allerdings nicht Inhalt des Bauleitpla- nunverfahrens. Keine Beschlussfassung erforderlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 10 von 63 2 Stellungnahmen aus der frühzeitigen Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB Beteiligungszeitraum vom 02.12.2024 bis einschließlich 10.01.2025 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 2.1 Telekom Technik / Ericsson GmbH, Düsseldorf vom 04.12.2024 2.1.1 Die Firma Ericsson wurde von der Deutschen Telekom Technik GmbH beauftragt, in ihrem Namen, Anfragen zum Thema Tras- senschutz zu bearbeiten. Der Verlauf der vorhandenen Richtfunkstrecke(n) ist im Folgen- den zu entnehmen. […] Um die direkte Sichtline ist ein Radius von mindestens +/- 25 m freizuhalten. Diese Stellungnahme gilt für Richtfunkverbindun- gen des Ericsson - Netzes und für Richtfunkverbindungen des Netzes der Deutschen Telekom. Die Richtfunktrasse inklusive des geforderten Abstands von 25 m wird durch die geplante Windenergieanlage, dessen Maststandort in der Planzeichnung festgesetzt ist, nicht berührt. Keine Beschlussfassung erfor- derlich. 2.2 Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit als untere Naturschutzbehörde vom 16.01.2024 2.2.1 Artenschutz 1. Artenschutzrechtliche Prüfung Für eine umfassende Beurteilung der potenziellen Auswirkun- gen des Projekts auf geschützte Arten sowie zur Sicherstellung der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben gemäß § 44 des Bundesnaturschutzgesetzes fehlt bisher die erforderliche Arten- schutzprüfung. Diese ist im weiteren Verfahren zu erstellen und Hinweise werden im Umweltbericht zur Veröffentlichung (siehe Umweltbericht in der Begründung, Kapitel 8.7 Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und zur Ausgleich und Eingriffsbilanz S. 58 ff., Anlage 2 zum Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan: V/0142/2026) berücksichtigt. Keine Beschlussfassung erfor- derlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 11 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag in die Umweltberichte zum Bebauungsplan sowie zur Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) einzuarbeiten. 2.2.2 2. Abschaltalgorithmen für kollisionsgefährdete WEA-empfindli- che Fledermaus-Arten Abweichend von den textlichen Festsetzungen zum Vorentwurf des Bebauungsplans und dem Vorentwurf des Umweltberichts ist die WEA im Zeitraum vom 01.04. bis zum 31.10. eines jeden Jahres zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang voll- ständig abzuschalten, wenn die folgenden Bedingungen zu- gleich erfüllt sind: Temperaturen von >10°C sowie Windge- schwindigkeiten im 10 min-Mittel von < 6 m/s in Gondelhöhe. Eine Abschaltung erfolgt gemäß Leitfaden zur Umsetzung des Arten- und Habitatschutzes (Fassung 12.04.2024) ausschließ- lich in Abhängigkeit von den Parametern Windgeschwindigkeit und Lufttemperatur. Der Parameter Niederschlag wird nicht berücksichtigt. Vor Inbetriebnahme der Windenergieanlage ist der Stadt Müns- ter – untere Naturschutzbehörde - eine Erklärung des Herstel- lers oder des beauftragten Fachunternehmers vorzulegen, aus der ersichtlich ist, dass die Abschaltung voll funktionsfähig ein- gerichtet ist. Die Betriebs- und Abschaltzeiten sind über die Betriebsdatenre- gistrierung der Windenergieanlage zu erfassen und auf Verlan- gen der Stadt Münster – untere Naturschutzbehörde - vorzule- gen. Dabei müssen mindestens die Parameter Windgeschwin- digkeit, Temperatur und elektrische Leistung im 10-Minuten-Mit- tel erfasst werden. siehe auch Pkt. 2.2.1 und Dokument Textliche Festset- zungen unter Hinweise, Nr. 10. „Artenschutz“ (Anlage 3 zur Vorlage V/0142/2026). Keine Beschlussfassung erfor- derlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 12 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 2.2.3 Gondelmonitoring Nach Errichtung und Inbetriebnahme der WEA kann vom Betrei- ber auf freiwilliger Basis ein akustisches Monitoring zur Fleder- mausaktivität in Gondelhöhe veranlasst werden. Diese Messun- gen wären entsprechend den Empfehlungen von BRINKMANN et al. (2011) durchzuführen (empfohlenes System: batcorder). Die Abschaltung nach einem fledermausfreundlichen Betriebsal- gorithmus ist im Rahmen der immissionsschutzrechtlichen Ge- nehmigung der WEA als Nebenbestimmung festzusetzen. Die Hinweise betreffen das nachfolgende immissions- schutzrechtliche Genehmigungsverfahren. Zusätzlich wird unter Hinweise 10. Artenschutz auf Abschaltungen zum Schutz von bestimmten Fledermausarten hingewie- sen und dass das direkte Umfeld der WEA so zu gestal- ten ist, dass insbesondere Fledermausarten nicht gezielt angelockt werden. Keine Beschlussfassung erfor- derlich. 2.2.4 Untere Immissionsschutzbehörde Eine beantragte WEA westlich des geplanten Standortes wurde als Vorbelastung nicht berücksichtigt. Der Antrag für diese An- lage wurde gestellt und ist formal als vollständig bewertet wor- den. … In Bezug auf die Auswahl der relevanten Immissionsorte fin- det sich nur folgender Text: „Es wurde auch festgestellt, dass keine weiteren relevanten Im- missionsorte zu berücksichtigen sind….“ Es ist näher zu erläutern, wie die Auswahl erfolgt ist. Es sind hierzu auch detailliertere Karten der Immissionsorte (mindes- tens der WA und WR-Gebiete) zu ergänzen. Der Hinweis wurde in der Schallimmissionsprognose der Fa. planGIS 05/2025, S. 10ff. zur Veröffentlichung be- rücksichtigt. Keine Beschlussfassung erfor- derlich. 2.3 Stadt Münster, Untere Denkmalbehörde vom 22.01.2025 Gegen die oben genannten Planungen bestehen aus Sicht der Bodendenkmalpflege keine Bedenken. Innerhalb des Plange- bietes befinden sich nach derzeitigem Kenntnisstand keine Bo- dendenkmäler im Sinne des Denkmalschutzgesetzes NRW. Da in einer Kulturlandschaft jedoch stets mit der Entdeckung von Der entsprechende Hinweis wurde aufgenommen. Keine Beschlussfassung erfor- derlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 13 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag bisher unbekannten Bodendenkmälern zu rechnen ist, muss der Bebauungsplan einen entsprechenden Hinweis erhalten. Dieser ist wie folgt zu formulieren: Bei Bodeneingriffen können Bodendenkmäler (kultur- und/oder naturgeschichtliche Bodenfunde, d.h. Mauern, alte Gräben, Ein- zelfunde aber auch Veränderungen und Verfärbungen in der na- türlichen Bodenbeschaffenheit, Höhlen und Spalten, aber auch Zeugnisse tierischen und/oder pflanzlichen Lebens aus Erdge- schichtlicher Zeit, Fossilien) entdeckt werden. Die Entdeckung von Bodendenkmälern ist der Stadt Münster, Städtische Denk- malbehörde (0251/492-6148) und/oder der LWL-Archäologie für Westfalen, Außenstelle Münster (Tel. 0251/591 8911), unver- züglich anzuzeigen (§ 16 Abs. 1 Denkmalschutzgesetz NRW). Das entdeckte Bodendenkmal und die Entdeckungsstätte sind bis zum Ablauf von einer Woche nach der Anzeige unverändert zu belassen, wenn nicht die Obere Denkmalbehörde die Entde- ckungsstätte vorher freigibt oder die Fortsetzung der Arbeiten gestattet. Die Obere Denkmalbehörde kann die Frist verlängern, wenn die sachgerechte Untersuchung oder die Bergung des Bo- dendenkmals dies erfordern und dies für die Betroffenen zumut- bar ist (§ 16 Abs. 2 Denkmalschutzgesetz NRW). Gegenüber der Eigentümerin oder dem Eigentümer sowie den sonstigen Nutzungsberechtigten eines Grundstücks, auf dem Bodendenk- mäler entdeckt werden, kann angeordnet werden, dass die not- wendigen Maßnahmen zur sachgemäßen Bergung des Boden- denkmals sowie zur Klärung der Fundumstände und zur Siche- rung weiterer auf dem Grundstück vorhandener Bodendenkmä- ler zu dulden sind (§ 16 Abs. 4 Denkmalschutzgesetz NRW). 2.4 Stadtnetze Münster GmbH (Grundsatzplanung) vom 09.01.2025 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 14 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag Wir, die Stadtnetze Münster haben sowohl der Freiflächen-PV- Anlage als auch der Windenergieanlage in Zwischenzeit eine Einspeisezusage für den produzierten Strom erteilt. Der Netz- verknüpfungspunkt (NVP) ist unser Umspannwerk (UW) Müns- ter an der Weseler Straße 511a. Die Kabelverbindungen zwischen unserm Netz und den Erzeu- gungsanlagen sind durch die Anlagenerrichter herzustellen. In dem Bereich des Bebauungsplanes 648 betreiben wir ledig- lich ein Niederspannungskabel sowie ein Multirohrverband für Lichtwellenleiter. Beide Medien befinden sich vollständig auf öf- fendlichem Grund, auf dem Flurstück der Straße Am Getter- bach. Ich gehe somit davon aus, dass unsere Versorgungsinfra- struktur nicht durch die Änderung den Bebauungsplan tangiert wird. Sonstige Belange aus Sicht der Stadtnetze sprechen ebenfalls nicht gegen die Aufstellung des Bebauungsplans 648. Hinweise werden zur Kenntnis genommen. Keine Beschlussfassung erfor- derlich. 2.5 Landesbetrieb Wald und Holz NRW - Regionalforstamt Münsterland vom 10.01.2025 2.5.1 Gegen die oben genannten Planungen bestehen seitens des Regionalforstamtes Münsterland keine grundsätzlichen Beden- ken. Flächen mit Waldeigenschaft werden nach den Ausführungen nicht überplant oder beeinträchtigt, wodurch forstliche Belange nicht berührt werden. Es wird vorgegeben zu Waldbereichen ei- nen Abstand, hergeleitet durch die Kronentraufbereich zzgl. 1,5 m, einzuhalten. Hinweise werden zur Kenntnis genommen. Keine Beschlussfassung erfor- derlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 15 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 2.5.2 Die parallel zur Straße Am Getterbach verlaufende überplante Wallhecke besitzt keine Waldeigenschaft und ist daher natur- schutzrechtlich auszugleichen. Hinweis ist im Umweltbericht und der integrierten Ein- griffs- und Ausgleichsbilanzierung berücksichtigt. Keine Abwägung erforderlich. Keine Beschlussfassung erfor- derlich. 2.5.3 Hinweis: Unter Punkt 4.2.3 des Umweltberichts zum Bebauungsplan wird jedoch auf die Überplanung von Waldbereichen hingewiesen. Sollte dies demnach der Fall sein, so ist dies im weiteren Ver- fahren zu bilanzieren und mit einem forstrechtlichen Ersatz im Verhältnis 1:1,5 auszugleichen. Hinweis ist im Umweltbericht und der integrierten Ein- griffs- und Ausgleichsbilanzierung berücksichtigt. Keine Beschlussfassung erfor- derlich. 2.6 Landesbetrieb Straßenbau NRW: Regionalniederlassung Münsterland Hauptstelle Coesfeld vom 08.01.2025 Die Bebauungsplanfläche liegt im Bereich bzw. Nachbereich der Ausgleichsflächen der LAP für den Umbau des Autobahnkreu- zes Münster Süd, Projekt 07-0469. Die Zuständigkeit für die Kompensationsflächen ist mittlerweile von Straßen.NRW auf die Autobahn GmbH übergegangen. Ich bitte die mögliche Betroffenheit daher mit der Autobahn GmbH zu erörtern; Weitere Anregungen oder Bedenken werden von Straßen.NRW nicht vorgetragen. Die Autobahn GmbH wurde beteiligt. Siehe lfd.-Nr. 2.8 Keine Beschlussfassung erfor- derlich. 2.7 Bezirksregierung Münster: Dezernat 26 (Luftverkehr) vom 02.12.2024 Aus luftrechtlicher Sicht werden gegen die geplante Maßnahme zunächst keine Bedenken vorgetragen. Eine abschließende Stellungnahme, ob die WEA aus luftrechtli- cher Sicht errichtet werden darf, erteile ich jedoch erst nach Ein- gang des erforderlichen Antrags gemäß § 4 oder § 9 BImSchG. Hinweise werden zur Kenntnis genommen. Keine Beschlussfassung erforderlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 16 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 2.8 Die Autobahn GmbH des Bundes vom 18.12.2024 2.8.1 Das in Rede stehende Plangebiet befindet sich unmittelbar westlich Autobahnkreuzes Münster-Süd und tangiert die 100 m - Anbaubeschränkungszone gem. § 9 (2) Fernstraßengesetz (FStrG). Durch die Lage des Plangebiets werden die Belange der Auto- bahn GmbH des Bundes tangiert. Daher sind für den Bebau- ungsplan Nr. 648 „Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd“ die nachstehenden Beschränkungen und Ergän- zungen im Zuge des Bauleitplanverfahrens zu beachten. Eine Übernahme der genannten Anbauverbots- und Be- schränkungszonen nach § 9 Abs. 1 und 2 FStrG sind in der Planzeichnung des Bebauungsplanes aufgezeigt Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.8.2 Mit der vorliegenden Bauleitplanung wird die Zulässigkeit einer Windenergieanlage mit einer Gesamthöhe von ca. 235 m im Be- reich der Autobahn planungsrechtlich vorbereitet. Wir empfeh- len aus Gründen der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs und zum Schutz der Verkehrsteilnehmer vor Gefahren und Be- einträchtigungen mindestens die Einhaltung der Kipphöhe. Un- ter Kipphöhe ist die Masthöhe (Nabenhöhe) + halber Rotor- durchmesser zu verstehen. Diese bemisst sich vom Rand der Verkehrsanlage bis zur Au- ßenkante des Mastfußes. Der Mindestabstand (Kipphöhe) für die geplante Windenergieanlage beträgt 235 m. Nach den uns vorliegenden Planunterlagen gehen wir davon aus, dass die ge- plante Windenergieanlage in einem Abstand von ca. 177 m zum Rand der Verkehrsanlage des Autobahnkreuzes errichtet wer- den soll. Demnach wird der von uns empfohlene Mindestabstand deutlich unterschritten. Bei dem vorgeschlagenen Mindestabstand bezogen auf die Kipphöhe handelt es sich um eine Empfehlung und nicht um ein verpflichtendes, einzuhaltendes Bauverbot für Windkraftanlagen. Gefahren wie Eisabwurf werden heute mit technischen Vorrichtungen standardmäßig un- terbunden. Im Havariegeschehen von Windkraftanlagen ist der Fall des Bruchs am Mastfuß oder Umkippen der kompletten Anlage mit dem Fundament bisher nicht re- levant bzw. statistisch sehr unwahrscheinlich. Darüber hinaus ist eine Verschiebung der Anlage nach Norden oder Westen, von der Autobahn weg, aufgrund der Nähe der Bahnlinie und zur Wohnbebauung nicht mög- lich. Der Anregung auf Einhaltung der empfohlenen „Kipphöhe“ wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.7 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 17 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 2.8.3 Darüber hinaus ist von Ihnen als Genehmigungsbehörde in ei- gener Zuständigkeit - die von den Anlagen für Leib und Leben der Verkehrsteilnehmer sowie den Bestand der Straßen ausge- henden Gefahren und Beeinträchtigungen (Eisabwurf, Verlust von Rotorblättern, Brand, Disco-Effekte) zu bewerten und die- sen ggf. durch geeignete Auflagen in den Genehmigungen ent- gegenzuwirken sowie - zu prüfen, ob in Einzelfällen größere Ab- stände als die Kipphöhe einzuhalten sind, wenn besondere Um- stände dazu führen, dass die Windenergieanlagen, bedingt durch den Verlauf der Straße oder die Landschaft so positioniert werden sollen, dass eine verkehrsgefährdende Beeinträchti- gung der Verkehrsteilnehmer zu befürchten ist. Aufgrund der vorgenannten Punkte bestehen seitens der Auto- bahn GmbH des Bundes (Straßenbaulastträger Autobahn) ge- gen das o. g. Vorhaben erhebliche Bedenken. Der Hinweis wird zur Kenntnis genommen, die Prüfung etwaiger Auflagen erfolgt im Genehmigungsverfahren. In der Begründung wird der Gefährdung durch Eisab- wurf nachgegangen (Anlage 2 zur Vorlage Nr. V/0142/226, Kapitel 6.6.5 Eiswurf): „Bei ungünstigen Wetterlagen kann es zu Eisbildung an der WEA kommen, was bei einem Antauen oder durch Drehbewegung des Rotors zu Eiswurf führen kann. Bei modernen WEA können Gefährdungen durch Eiswurf durch technische Maßnahmen (Rotorblattheizung, Ab- schalt-automatik) deutlich reduziert werden. Ggf. not- wendige abstandsbezogene bzw. technische Schutzvor- kehrungen sind, unter Berücksichtigung der standort- spezifischen Eintrittswahrscheinlichkeit, spätestens im Rahmen des jeweiligen Anlagengenehmigungsverfah- rens gutachterlich zu prüfen. Auf der Ebene der Bauleitplanung ist die grundsätzliche Machbarkeit der WEA mit einer Höhe von maximal 235,00 m und einem Rotordurchmesser von maximal 180,00 m zu klären, um die Vollzugsfähigkeit des Bau- leitplanes sicherzustellen.“ Hierzu wurde im Rahmen der Risikobeurteilung zum An- lagenbau u. a. zu Eisabfall die folgende Bewertung ab- gegeben: Auf der Grundlage einer Simulation des Eisab- falls ist erkennbar, dass nur die landwirtschaftlich ge- nutzten Flächen und Wirtschaftswege in der näheren Umgebung der geplanten WEA durch Eisabfall betroffen sein könnten. Das Autobahnkreuz Münster-Süd, die Bahntrasse sowie das nahegelegene Hofgrundstück Keine Beschlussfassung erforderlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 18 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag inkl. Zufahrt liegen außerhalb der ermittelten Gefähr- dungsbereiche, weswegen eine direkte Gefährdung durch Eisabfall von der geplanten WEA nicht erkennbar ist. Bezüglich des Brandschutzes oder des Disco-Effektes gibt es technische Möglichkeiten der Gefahrenminimie- rung, der Gestaltung der Anlagen oder Abschaltungs- szenarien. Der Abfall eines Rotorblattes hat sich im bis- her zu beobachtenden sehr seltenen Havariegeschehen von WEA im Bereich des Mastes konzentriert. 2.8.4 Das Fernstraßen-Bundesamt ist gem. § 9 Abs. 2b FStrG im späteren Genehmigungsverfahren zu beteiligen. Im Rahmen der Beteiligung wird eine abstrakte Gefährdungsbeurteilung vor- genommen. Aufgrund des besonderen Näheverhältnisses zur BAB innerhalb des Gefahrenradius der Windenergieanlagen können die Risiken Flugsicherheitsbefeuerung, Diskoeffekt, Eis- abwurf/Eissturz, Maschinenhausbrand, optische Gefahren und Rotorblattbruch sowie Turmbruch (Bauteilversagen) relevant sein. Im Rahmen dessen weise ich darauf hin, dass bei der Ein- haltung der Kipphöhe der Anlagen als Abstand zum Fahrbahn- rand, vorbehaltlich einer Einzelfallprüfung, in der Mehrzahl der Anlagen jedoch davon auszugehen ist, dass allen aufgezeigten Risiken mit Nebenbestimmungen begegnet werden kann, um eine Gefährdung der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs auszuschließen. Generell sind damit notwendige Mindestab- stände und notwendige Nebenbestimmungen immer im konkre- ten Einzelfall zu beurteilen und erfordern gutachterliche Bewer- tungen bzw. entsprechende Erklärungen, die sich auf den kon- kreten Standort sowie die jeweilige Anlage beziehen. Es handelt sich bei dem angeregten Kipphöhen-Abstand um eine Empfehlung mit einer „kann-Bestimmung“. Diese ist im gegebenen, von zwei Autobahntrassen und einer Bahntrasse begrenzten Anlagenstandort jedoch nicht weiter optimierbar. Dahingegen können im immis- sionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren Aufla- gen bzgl. mattierter Oberflächen (vs. Diskoeffekt), Rotor- blattheizung (vs. Eiswurf) gemacht werden, so dass le- diglich eine äußerst geringe Eintrittswahrscheinlichkeit für ein Restrisiko eines Extremstfalls Rotorblattbruch / Turmbruch verbleibt. In Abwägung mit dem Ziel einer Versorgung durch regenerative Energien ist dieses Restrisiko jedoch hinnehmbar. Siehe hierzu auch die vorstehende Abwägung zur lfd.- Nr. 2.8.3. Der Anregung auf Einhaltung der empfohlenen „Kipphöhe“ wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.7 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 19 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 2.8.5 Es wird darauf hingewiesen, dass einer Eintragung einer Bau- last auf den Flächen der Bundesautobahnverwaltung pauschal nicht zugestimmt werden kann. Eine Baulast auf den Flächen der Bundesautobahnver- waltung wird nicht notwendig sein. Der Hinweis wird zur Kenntnis genommen. Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.8.6 Hochbauten jeder Art sind gem. § 9 (1) FStrG innerhalb der 40 m - Anbauverbotszone, gemessen vom äußeren Rand der Fahrbahn, nicht zulässig. Dieses betrifft auch alle Aufschüttun- gen und Abgrabungen größeren Umfanges sowie Nebenanla- gen, auch auf der nicht überbaubaren Grundstücksfläche. Hier- unter fallen auch sämtliche Erdbecken und sonstige Anlagen zur Rückhaltung und Versickerung des anfallenden Oberflä- chenwassers. Dies ist als Hinweis in die Bauleitpläne aufzuneh- men Die 40- und 100m-Zonen sind in der Bebauungsplan- zeichnung kenntlich gemacht, die Regelungen des Fern- straßengesetzes gelten unabhängig davon. Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.8.7 Gemäß § 9 (2) FStrG bedürfen konkrete Bauvorhaben (auch baurechtlich verfahrensfreie Vorhaben) der Zustimmung / Ge- nehmigung des Fernstraßen-Bundesamtes, wenn sie längs der Bundesautobahnen in einer Entfernung bis zu 100 Meter, ge- messen vom äußeren befestigten Rand der Fahrbahn, errichtet, erheblich geändert oder anders genutzt werden. Dies ist als Hinweis in die Bauleitpläne aufzunehmen. Siehe vorstehende Ausführung und Abwägung zu lfd.- Nr. 2.8.6 Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.8.8 Staubentwicklung während der Bautätigkeit und im Regelbetrieb ist durch geeignete Maßnahmen zu unterbinden. Ausgehend vom Straßengrundstück dürfen keine Baumaßnahmen durchge- führt werden. Die Hinweise betreffen die Bauphase und sind nicht Ge- genstand der Bauleitplanung. Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.8.9 Innerhalb der Anbauverbotszone sind gem. § 9 (6) FStrG keine Anlagen der Außenwerbung zulässig. In der daran anschließen- den 100 m - Anbaubeschränkungszone bedürfen alle Werbean- Im Bebauungsplan Nr. 648 für die Windkraftanlage wer- den werbeanlagen-spezifische Festsetzungen unter „2. Werbeanlagen“ getroffen: Keine Beschlussfassung erforderlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 20 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag lagen der Zustimmung bzw. Genehmigung durch das Fernstra- ßen-Bundesamt. Sofern Werbeanlagen außerhalb der Anbau- beschränkungszone von der Autobahn eingesehen werden kön- nen, ist das Fernstraßen-Bundesamt ebenfalls zu beteiligen, um die Anlagen hinsichtlich der Verkehrssicherheitsbelange bewer- ten zu können (§ 33 StVO). Die Verbots- und Genehmigungs- pflicht betrifft auch alle temporären Anlagen und Schilder. „Eine über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus- gehende Befeuerung oder Kennzeichnung ist nicht zu- lässig. Lediglich auf den Windenergieanlagen-Typ und die Herstellerbezeichnung sowie die Betreibergesell- schaft darf mittels Werbeaufschrift im Bereich der Gon- del hingewiesen werden. Die Aufschriften dürfen keine reflektierende oder fluoreszierende Wirkung haben, noch dürfen sie beleuchtet werden.“ Das Fernstraßen-Bundesamt / die Autobahn-GmbH wird im BImSchG-Verfahren beteiligt. 2.8.10 Beleuchtungs- und Werbeanlagen sind so zu gestalten, dass die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs nicht durch Blen- dung oder Ablenkung der Verkehrsteilnehmer beeinträchtigt werden. Auf eine hinreichende Abschirmung der Freiraum- und Außenbeleuchtung zur Autobahn ist zu achten. Die Leucht- punkthöhen der einzelnen Lichtquellen sind möglichst niedrig zu wählen, um eine Beeinträchtigung der Verkehrsteilnehmer aus- schließen zu können. Mobile Anlagen und Fahrzeugbeleuchtun- gen sind durch wirksame bauliche Maßnahmen zur Autobahn abzuschirmen. Im Bebauungsplan Nr. 648 für die Windkraftanlage wer- den werbeanlagen-spezifische Festsetzungen unter „2. Werbeanlagen“ getroffen: (s. Abwägung zu 2.8.9) Das Fernstraßen-Bundesamt / die Autobahn-GmbH wird im BImSchG-Verfahren beteiligt. Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.8.11 Den Grundstücken der Bundesautobahn darf kein Nieder- schlagswasser aus dem Plangebiet und der Erschließungs- straße zugeführt werden. Die Anregung betrifft keine in der Bauleitplanung veran- kerten Inhalte. Das Fernstraßen-Bundesamt / die Auto- bahn-GmbH wird im BImSchG-Verfahren beteiligt. Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.8.12 Um eine Beteiligung im weiteren Verfahren wird gebeten. Der Einwender ist in der Veröffentlichung und Beteili- gung nach § 4 (2) BauGB erneut beteiligt worden. Keine Beschlussfassung erforderlich. Folgende Stellen habe keine abwägungsrelevanten Bedenken oder Anregungen vorgetragen Bundesnetzagentur vom 02.12.2024 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 21 von 63 Bezirksregierung Münster: Dezernat 33 (Ländliche Entwicklung, Bodenordnung) vom 02.12.2024 PLEdoc GmbH vom 02.12.2025 Landwirtschaftskammer NRW: Kreisstellen Gütersloh, Münster, Warendorf vom 04.12.2024 Gemeinde Senden: Fachbereich IV- Planen, Bauen und Umwelt vom 04.12.2025 Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, Bonn vom 17.02.2025 Telefonica Germany GmbH & Co. OHG – Nürnberg vom 13.12.2024 Vodafone GmbH vom 17.12.2024 und 06.01.2025 Deutsche Flugsicherung (DFS), Langen vom 27.12.2024 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 22 von 63 3 Stellungnahmen aus der Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 BauGB – Veröffentlichung Beteiligungszeitraum vom 01.12.2025 bis einschließlich 09.01.2026 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 3.1 Private Stellungnahme vom 04.12.2025 In Albachten Ost wird zurzeit ein neues Baugebiet erschlossen. Dieses erweitert den Stadtteil in östliche Richtung und somit auch näher ans Autobahnkreuz Münster-Süd. In Albachten-Ost entsteht ein dicht besiedeltes Wohngebiet. Dieses liegt nicht nur in unmittelbarer Nähe zum Autobahnkreuz Münster-Süd, son- dern auch noch zu einer der Haupt-Zuglinien Richtung Ruhrge- biet/Münster. Gleichzeitig soll dort nun auch noch eine Wind- energieanlage gebaut werden. Zwischen Albachten und Bö- sensell liegen bereits Standorte von 2 Windkraftanlagen. Der Stadtteil Albachten sollte also nicht weiter mit Lärmquellen be- lastet werden. Der Stadtteil wäre somit umbaut von Windkraft- anlagen. Die Bewohner in diesem Stadtteil müssen nicht über- propotional zu anderen Bewohnern in den übrigen Stadtteilen hiermit belastet werden. Es sollten andere Standorte geprüft werden. Die Solaranlage stellt meines Empfindens nach keine Belastung für die Bewohner von Albachten dar. Laut meiner Information wurden die o.g. Aspekte bisher nicht bedacht. Mit dem Bau einer Anlage im Bebauungsplan Nr. 648 ent- steht zwar eine Anlage in einem Bereich, der bisher nicht von Windkraftanlagen geprägt ist. Es handelt sich somit um einen solitären Standort, der darüber hinaus aber keine Barrierewirkung wie bspw. bei einem flächenhaften Windenergiepark entfaltet. Auch sind die nächstgelege- nen Windkraftanlagen über 3 km im Nordwesten, Nordos- ten und Südosten entfernt. Sie sind ebenso als Solitäre anzusehen und mit keiner Barrierewirkung oder gar opti- schen Bedrängung verbunden. Zur grundsätzlichen Standortfrage siehe auch Ausführun- gen zur Anregung Nr. 1.3. Die gutachterlichen Schallimmissionsbetrachtungen zei- gen, dass die Richtwerte (IRW) und Gemengelagenwerte durch die Vorbelastungen an allen Immissionsorten ein- gehalten werden können. Teilweise erfolgt eine vollstän- dige Ausschöpfung der Werte. An einigen Immissionsor- ten kann es zu relevanten Schallreflexionen im Sinne der TA Lärm kommen. Durch die Zusatzbelastung von einer neu geplanten An- lage können die Richt- und Gemengelagenwerte an den meisten Immissionsorten eingehalten werden. An weni- gen (3) Immissionsorten erfolgt mit dem gewählten „worst-case“ Ansatz eine Überschreitung des IRW. Es wird somit eine schallreduzierte Betriebsweise für die Nachtstunden erforderlich. Relevante Schallreflexionen im Der Anregung, den Standort für die geplante Windenergiean- lage erneut zu überprüfen, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.2 Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 23 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag Sinne der TA Lärm treten nicht auf. Die für den Tag gel- tenden Immissionsrichtwerte werden durchweg um mehr als 10 dB(A) unterschritten, eine entsprechende Untersu- chung des Tag-Zeitraumes ist daher nicht erforderlich. Es gilt für alle Immissionsorte Punkt 2.2. Abs. a der TA Lärm, es befindet sich kein bewohntes Gebäude im Einwirkbe- reich nach Definition der TA Lärm zum Tagzeitraum. Bei der Betrachtung der Gesamtbelastung mit nächtlicher Schallreduzierung zeigt sich, dass an vier Immissionsor- ten der jeweilige Richt- bzw. Gemengelangenwert über- schritten wird. Die Überschreitung an den Immissionsorten ergibt sich erst aus dem Zusammenwirken von zulässiger Vor- und Zusatzbelastung. An diesen Immissionsorten gilt Punkt 3.2.1 Abs. 3 der TA Lärm, hier wird die Irrelevanz anhand der Gesamtbelastung definiert. Die Überschreitung des Richt- bzw. des erhöhten Gemengelangenwertes von 1 dB(A) muss als zulässig angesehen werden, da nach TA Lärm gilt: 1 dB ist definitionsgemäß der Unterschied zwi- schen zwei Schallpegeln, den das menschliche Gehör ge- rade eben als Unterschied wahrnehmen kann. Daraus folgt, dass eine Richtwertüberschreitung von 1 dB als hin- nehmbar einzustufen ist, da sie vom menschlichen Gehör kaum wahrgenommen werden kann. Die Vor- und Zusatz- belastung halten für sich genommen den IRW bzw. Ge- mengelangenwert ein, erst bei Betrachtung der Gesamt- belastung kommt es zu einer marginalen Erhöhung des Beurteilungspegels. An einigen Immissionsorten können Schallreflexionen auftreten, welche aber nicht zu einer er- heblichen Erhöhung des Beurteilungspegels führen. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 24 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag Es ist somit aus gutachterlicher Sicht, trotz berechneter Richtwertüberschreitungen im Untersuchungsgebiet eine Genehmigungsfähigkeit in der dargelegten Betriebsweise an der geplanten WEA während der Nachtstunden gege- ben. Unter Beachtung einer entsprechenden nächtlichen Schallreduzierung an der neuen WEA kann daher die Er- richtung der geplanten Windenergieanlage aus Gründen der Schallemissionen durch Windenergieanlagen als um- setzbar angesehen werden. 3.2 Private Stellungnahme vom 05.01.2026 3.2.1 Hiermit wenden wir uns gegen die o.g. Pläne, insbesondere ge- gen das Vorhaben, auf der angegebenen Fläche eine Wind- energieanlage (WEA) zu errichten. Die geplante Höhe der Windenergieanlage an diesem Standort würde einen markanten Blickfang für das umgebende Stadtge- biet bedeuten, der optisch weit in den Stadtraum eindringt. Ne- ben diesen optischen Auswirkungen (Sichtachsen-Korridor Aa- see) würden sich auch die akustischen Auswirkungen unmittel- bar auf uns selbst auswirken. Windkraftanlagen haben naturgemäß alleine schon auf- grund ihrer außergewöhnlichen Höhe sowie der Rotordre- hung Wirkungen auf das Landschaftsbild. Die Fragen der Relevanz und Ausgleichbarkeit und -intensität dieser Wir- kungen werden im Umweltbericht und im nachgelagerten immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren mit dem landschaftspflegerischen Begleitplan (LBP) und der damit vorzulegenden Bilanz des Eingriffs und Ausgleichs beantwortet. Darüber hinaus hat die Stadt Münster als Plangeber mit dem Aufstellungsbeschluss die Bedeutung des Sichtach- sen-Korridors Aasee neu bewertet. Es werden unstrittig Beeinträchtigungen für das Schutzgut Landschaft vorbereitet. Aus diesem Grund sind im Rah- men des Genehmigungsverfahrens Maßnahmen zur Min- derung der Beeinträchtigungen zu prüfen, wobei mastar- tige Eingriffe ab 20 m Höhe (auch Windenergieanlagen) in das Landschaftsbild in der Regel als nicht ausgleichbar Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 25 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag gelten und dann über eine Ersatzgeldzahlung zu kompen- sieren sind. Die weiteren immissions-, artenschutz- und ökologiebezogenen Auswirkungen lassen sich durch die Bestimmung entsprechender Vermeidungs- und Minde- rungsmaßnahmen im Durchführungsvertrag bzw. immissi- onsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren ausglei- chen. Für die Bewertung der räumlichen und strukturellen Situa- tion und speziell des Landschaftsbildes ist für die WEA eine erste Visualisierung durchgeführt worden. Diese ist im Anhang 1 der Begründung wiedergegeben (siehe hierzu auch Kapitel 2.3.9 der Begründung zur 133. Ände- rung des Flächennutzungsplanes der Stadt Münster). Die Veränderung des Landschaftsbildes und damit des Wohnumfeldes und der (Tages-) Erholungsbereiche an sich steht der Ausweisung von Flächen für die Windener- gienutzung nicht entgegen, zumal der Gesetzgeber WEA in Windenergiegebieten im Außenbereich als grundsätz- lich privilegiert ansieht. Die mit der Errichtung von Wind- energieanlagen zwangsläufig verbundenen, sehr starken Veränderungen des Landschaftsbildes, des Wohnumfel- des und des Tageserholungsbereiches sind deshalb grundsätzlich hinzunehmen. Die geäußerte Befürchtung der Anwohner bzgl. des Land- schaftsbildes kann von der Stadt Münster nachvollzogen werden, führt allerdings in der Gesamtabwägung nicht dazu, dass sich die Planung aufgrund dieses Gesichts- punktes verändern würde, da die mit der Planung verbun- Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 26 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag denen Ziele (Realisierung einer klimaneutralen Energieer- zeugung) an diesem vorbelasteten Standort hier höher gewichtet werden. 3.2.2 Die geplante WEA beeinträchtigt massiv die Lebensqualität der betroffenen Anwohner durch Schattenwurf, Lärm und Infra- schall. Es werden erhebliche gesundheitliche Schäden befürch- tet. Durch die vorliegenden Fachgutachten (Prognose Schall und Schattenwurf) konnte nachgewiesen werden, dass die zur Genehmigung des Vorhabens vorgeschriebenen Grenz- und Orientierungswerte unter Berücksichtigung von Auflagen (z. B. temporäre Abschaltungen) eingehal- ten werden können. Im Sinne der Zulässigkeitsvorausset- zungen bleibt das Vorhaben somit unterhalb der Erheb- lichkeitsschwelle. Im Sinne der Umweltvorsorge verblei- ben für den Menschen jedoch Beeinträchtigungen auch unterhalb der gesetzlich vorgesehenen Grenzwerte. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die zusätzlichen Lärm- belastungen im Außenbereichswohnen und sind grund- sätzlich hinzunehmen. Das OVG Nordrhein-Westfalen hat mit Beschluss vom 29.03.2023 geurteilt, dass Infraschall - wie auch tieffre- quenter Schall - durch Windenergieanlagen im Allgemei- nen unterhalb der Wahrnehmungsschwelle des menschli- chen Gehörs liegt und nach dem bisherigen Stand wis- senschaftlicher Erkenntnisse grundsätzlich nicht zu Ge- sundheitsgefahren führt. Es gehen daher von der WEA keine unzumutbaren Um- welteinwirkungen oder sonstigen Gefahren i. S. d. § 5 Abs. 1 Nr. 1 BImSchG aus. Die Erfüllung der Pflichten des § 5 BImSchG ist "sicherzustellen". Dies ist gegeben, wenn Nachteile oder Belästigungen mit hinreichender, dem Ver- hältnismäßigkeitsgrundsatz entsprechender Wahrschein- lichkeit ausgeschlossen sind. Den Bedenken, die Windkraft- anlage verursache gesundheitli- che Schäden, wird nicht gefolgt Beschlussvorschlag 1.3 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 27 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag Dieses ist hier aufgrund der Entfernung zu den dem WEA-Standort (Rotorblattspitze) nächstgelegenen wohn- genutzten Immissionsorten („Am Getterbach 99“ im Osten und „Am Getterbach 201“im Westen) mit rd. 380 m bzw. rd. 390 m der Fall. Dem Vollzug des Bauleitplans stehen somit keine immis- sionsschutzrechtlichen Hindernisse entgegen. siehe auch Ausführungen zu Nr. 3.1 3.2.3 Die Belange des Natur- und Artenschutzes werden nicht be- rücksichtigt Gerade am Rande der Autobahn gibt es letzte Refu- gien der Artenvielfalt. Die geplante WEA ist eine Todesfalle für Vögel und Fledermäuse. Die Auswirkungen und möglichen Konflikte der Planung auf die planungsrelevanten Arten im Sinne der Definition des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirt- schaft und Verbraucherschutz des Landes NRW werden in dem Artenschutzrechtlichen Fachbeitrag durch die Fa. Stadtlandkonzept, Werther (04/2025) untersucht und be- wertet. Der Fachbeitrag kommt zusammenfassend zu fol- gendem Gesamturteil des Eingriffs (S. 35): „Im Rahmen des hier vorliegenden artenschutzrechtlichen Fachbeitra- ges zu der Aufstellung des B-Plans „Energiepark Albach- ten“ und der einhergehenden FNP-Änderung im Stadtge- biet von Münster wurden bei den Artengruppen Vögel, Fledermäuse, Amphibien und Libellen die Zugriffsverbote nach § 44 Abs. 1 i. V. m. Abs. 5 BNatSchG abgeprüft. Das (potenzielle) Vorkommen von 65 Arten konnte im Un- tersuchungsgebiet herausgestellt werden (15 Säugetierar- ten, 44 Vogelarten, 4 Amphibienarten, 2 Libellenarten). Unter Berücksichtigung der Wirkfaktoren konnten im Rah- men der Vorprüfung (Stufe I) eine Betroffenheit von 9 Ar- ten abgeleitet werden. Für die vom Eingriff (potenziell) be- Der Stellungnahme, die Be- lange des Natur- und Arten- schutzes würden nicht berück- sichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.8 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 28 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag troffenen Arten wurden artenschutzrechtliche Vermei- dungsmaßnahmen festgelegt, die dem Schutz von Fleder- maus- und Vogelarten vor baubedingten Tötungen und anlagebedingten/ betriebsbedingten Lebensraumverlus- ten dienen (siehe hierzu Kap. 7, des Artenschutzrechtli- chen Fachbeitrages): Bauzeitenregelung, Fledermaus- freundliche Abschaltalgorithmen. Unter Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen kann das Eintreten von Verbotstatbeständen gem. § 44 Abs. 1 i. V. m. Abs. 5 BNatSchG ausgeschlossen werden.“ Dem Vollzug des Bauleitplans stehen somit keine arten- schutzrechtlichen Hindernisse entgegen. Die Berücksich- tigung der Vermeidungsmaßnahmen wird dem Vorhaben- träger im Durchführungsvertrag und voraussichtlich auch im nachfolgenden Genehmigungsverfahren aufgegeben. 3.2.4 Moderne Windräder sind bis zu 250 m hoch. Ihr Bau versiegelt Flächen, zerstört Biotope und beeinträchtigt Natur und Umwelt. Es wird eine minimale Versiegelung angestrebt. Das Tel- lerfundament der Anlage wird i. d. R so angelegt, dass es unattraktiv für die Avifauna ist. Kranaufstellflächen und Zufahrt werden so flächenschonend wie möglich gehal- ten, so dass es nur zu einer Teilversiegelung der Flächen kommt. Die als Standort vorgesehene Fläche selbst ist aktuell intensiv landwirtschaftlich genutzt und nicht als Bi- otop anzusprechen. Das am Nordrand betroffene Biotop Hecke wird wieder hergestellt, Die Vermutung der Beein- trächtigung von Natur und Umwelt ist zu pauschal. Der Umweltbericht ist der Frage der möglichen Auswirkungen des Bebauungsplans und der späteren Errichtung einer Windkraftanlage nachgegangen. Er kommt zusammen- fassend zu dem Ergebnis, dass mit der Umsetzung von Siehe 3.2.1 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 29 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen keine un- zulässigen Beeinträchtigungen von Natur und Umwelt verbleiben. 3.2.5 Als neue Landmarken würden sie das Landschaftsbild in erheb- lichem Maße beeinflussen und vorhandene freie Sichtachsen zerstören. siehe auch Ausführungen zu Nr. 3.2.1 Die Beeinflussung des Landschaftsbildes ist darüber hin- aus im Umweltbericht untersucht worden. Die geäußerte Befürchtung bzgl. des Landschaftsbildes kann von der Stadt Münster zwar grundsätzlich nachvoll- zogen werden, führt allerdings in der Gesamtabwägung nicht dazu, dass die Planung aufgrund dieses Gesichts- punktes sich verändern würde, da die mit der Planung verbundenen Ziele (Realisierung einer klimaneutralen Energieerzeugung) hier höher gewichtet werden. Siehe 3.2.1 3.2.6 Windenergieanlagen haben massive Wertverluste benachbarter Grundstücke zur Folge. In Extremfällen kann dies bis zur Unver- käuflichkeit der betroffenen Immobilien führen. Für Immobilien im Umfeld geplanter Windenergieanlagen sind keine unzulässigen bzw. unverhältnismäßigen Wert- minderungen zu erwarten, da bei der Planung alle rele- vanten gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Der Petitionsausschuss des Bundestages hat in seiner Sit- zung am 13.04.2011 verdeutlicht, dass eine Wertminde- rung von Immobilien nur in Betracht käme, wenn von ei- ner unzumutbaren Beeinträchtigung der Nutzungsmög- lichkeit des Grundstückes auszugehen sei. Dies könne je- doch ausgeschlossen werden, wenn die Immissionen nicht das zulässige Maß überschreiten. Dass dies nicht so sein wird, wird durch entsprechende Fachgutachten auf der nachfolgenden Planungsebene, der Genehmigungs- planung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz nach- gewiesen. Somit sind auch weitere allgemeine Aspekte wie Verlust Wohnwert, Vermietbarkeit, Altersvorsorge Den Bedenken, die Windkraft- anlage führe zu massiven Wert- verlusten benachbarter Grund- stücke, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.9 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 30 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag oder Verschlechterung der Aussicht von der Immobilie aus immer von der Einschränkung der Nutzbarkeit des konkreten Einzelfalls her zu betrachten und zu bewerten. Das Bundesverwaltungsgericht hat zu dieser Thematik bereits in seinem Beschluss vom 09.02.1995 ausgeführt, dass „die Auswirkungen, die die Errichtung von baulichen Anlagen in der Umgebung eines Grundstückes auf des- sen Verkehrswert haben, alleine keine für die planerische Abwägung erheblichen Belange sind. Vielmehr kommt es auf die von der (neu) zugelassenen Nutzung unmittelbar zu erwartenden tatsächlichen Beeinträchtigungen an“. Die subjektive Befürchtung der Anwohner, dass es zu Wert- verlusten ihrer Immobilien kommen könnte, kann von der Stadt Münster nachvollzogen werden. Sie führt allerdings in der Gesamtabwägung nicht dazu, dass die Planung aufgrund dieses Gesichtspunktes geändert würde. Maß- geblich für diese Abwägungsentscheidung ist die Verhält- nismäßigkeit. Aus dem Umfeld bereits realisierter Wind- parks in Deutschland bzw. aus der Rechtsprechung hierzu ist nicht bekannt, dass die Nutzbarkeit einzelner Immobilien in unzumutbarer Art und Weise eingeschränkt worden wäre und damit in der Folge ein unverhältnismä- ßiger Wertverlust zu verzeichnen gewesen wäre. So hat ein zu diesem Thema erstelltes Gutachten des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung 2017 die Lageabhängigkeit der Wertentwicklung von Immobilien aufgrund der Raumkategorie aufgezeigt, in denen die Häuser liegen. So haben die Häuser im Umfeld von Wind- kraftanlagen im ländlichen Raum einen höheren Wertver- lust erfahren als die im städtischen Umfeld. Diese Ent- Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 31 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag wicklung lässt sich aber auch auf andere Faktoren zu- rückführen. Hierbei sind beispielsweise zu nennen die Bauweise des Gebäudes, Größe und Wohnfläche, das Al- ter/Baujahr, Nähe zu urbanen Zentren usw. . Der Aspekt des befürchteten Wertverlustes von Gebäu- den wird berücksichtigt, wenn zu erkennen ist, dass be- troffene Gebäude nicht mehr nutzbar/bewohnbar sind oder eine Weiternutzung unzumutbar erscheint. Ange- sichts der nun auch bundesgesetzlich anders betrachte- ten Abstände ist eine tatsächliche Unzumutbarkeit aber nicht zu erkennen. Diese Betrachtung muss immer auch berücksichtigen, dass Windkraftanlagen dem Außenbe- reich als privilegierte Anlagen zugeordnet und dort zu er- richten sind. 3.3 Private Stellungnahmen vom 30.12.2025 und 07.01.2026- 3.3.1 Als Eigentümerin des Wohnhauses […], gebe ich folgende Stel- lungnahme im Rahmen der öffentlichen Auslegung ab: Ich bin durch die geplante Errichtung einer Windenergieanlage mit einer Gesamthöhe von über 230 Metern in besonderem Maße betroffen. Aufgrund der Nähe meines Grundstücks zum geplanten Standort ist mit erheblichen Beeinträchtigungen der Wohn- und Aufenthaltsqualität zu rechnen. Der Abstand des Mastes der Windkraftanlage zu den an- gegebenen Wohnhäusern beträgt rund 985 m. Bei einer solchen Distanz ist die befürchtete erhebliche Beeinträch- tigung der Wohn und Aufenthaltsqualität pauschal nicht erkennbar. Mit dem Bau einer Anlage auf Grundlage des Bebauungsplans Nr. 648 entsteht zwar eine Anlage in ei- nem Bereich, der bisher nicht von Windkraftanlagen ge- prägt ist. Es handelt sich aber um eine solitäre Anlage, die aufgrund der Abstände mit Einhaltung der rechtlichen Rahmsetzungen und Regelvermutung des § 249 (10) BauGB sowie der Vorbelastung durch weitere technische Bauwerke im Umfeld (Autobahnbrückenbauwerke, Hoch- spannungsmasten) nicht mit einer optischen Bedrängung verbunden ist. Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 32 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 3.3.2 Besonders gravierend ist, dass den ausgelegten Unterlagen zu- folge an einer Vielzahl der untersuchten Immissionsorte die zu- lässige tägliche Beschattungsdauer von 30 Minuten überschrit- ten wird. Wenn – wie aus den Gutachten hervorgeht – an der überwiegenden Zahl der Immissionsorte Überschreitungen prognostiziert werden, handelt es sich nicht um Einzelfälle, son- dern um ein strukturelles Problem der Planung. Dies stellt aus meiner Sicht einen erheblichen Abwägungsfehler dar. Durch das vorliegende Fachgutachten zur Schattenwurf- prognose konnte nachgewiesen werden, dass die zur Ge- nehmigung des Vorhabens vorgeschriebenen Grenz- und Orientierungswerte unter Berücksichtigung von Auflagen (z. B. temporäre Abschaltungen) eingehalten werden kön- nen. Im Sinne der Zulässigkeitsvoraussetzungen bleibt das Vorhaben somit unterhalb der Erheblichkeitsschwelle. Im Sinne der Umweltvorsorge verbleiben für den Men- schen Beeinträchtigungen unterhalb der gesetzlich vorge- sehenen Grenzwerte. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die zusätzlichen Lärmbelastungen im Außenbereichs- wohnen. Der Stellungnahme, das Thema Schattenwurf werde nicht aus- reichend berücksichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.10 3.3.3 Darüber hinaus entfaltet die geplante Anlage aufgrund ihrer au- ßergewöhnlichen Höhe eine stark dominierende und optisch be- drängende Wirkung auf die angrenzenden Wohngebiete in Al- bachten und Mecklenbeck-Süd. Die Anlage überragt sämtliche baulichen und landschaftlichen Strukturen und beeinträchtigt das Wohnumfeld nachhaltig. Das Rücksichtnahmegebot gegen- über der bestehenden Wohnbebauung wird dadurch verletzt. Die befürchtete optisch bedrängende Wirkung ist auf- grund des Abstandes von rd. 985 m zwischen Mast des Windrades zum Wohnhaus des Einwenders nicht erkenn- bar, auch für die Siedlungsbereiche Albachten und Meck- lenbeck-Süd ist dies nicht zu erwarten. Ebenso sind die nächstgelegenen Windkraftanlagen über 3 km im Nord- westen, Nordosten und Südosten entfernt. Sie sind ebenso als Solitäre anzusprechen und mit keiner Barrier- ewirkung oder gar optischen Bedrängung verbunden. Angesichts der bundesgesetzlich in § 249 (10) BauGB normierten Abstände ist eine tatsächliche Unzumutbarkeit oder Rücksichtslosigkeit nicht zu erkennen. Diese Be- trachtung berücksichtigt den Umstand, dass Windkraftan- lagen dem Außenbereich als privilegierte Anlagen zuge- ordnet und dort zu errichten sind. Der Stellungnahme, das Rück- sichtnahmegebot gegenüber der bestehenden Wohnbebau- ung wird verletzt, wird nicht ge- folgt. Beschlussvorschlag 1.11 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 33 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 3.3.4 Kritisch sehe ich zudem die vorgesehene Umwidmung eines bislang landschaftlich geprägten bzw. geschützten Bereichs zu- gunsten eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für einen einzelnen privaten Investor. Eine nachvollziehbare und ausge- wogene Abwägung zwischen den Belangen des Landschafts- und Erholungsschutzes, der Wohnbevölkerung und den wirt- schaftlichen Interessen des Vorhabenträgers ist aus den Unter- lagen nicht ausreichend erkennbar. Das Landschaftsbild des eigentlichen Landschaftsraumes im Umfeld des Vorhabenbereiches wird überwiegend durch kleinflächige Grün- und Ackerflächen, zahlreiche Hofstellen, Obstbaumwiesen, Gehölz- und Heckenstruktu- ren, Teichanlagen, sowie kleineren Waldbeständen ge- prägt. Der gut strukturierte und abwechslungsreiche Landschaftraum verfügt über ein ausgeprägtes Rad- und Wanderwegenetz sowie lärmarme Räume und eignet sich daher gut für die Erholungsnutzung. Räumliche Bezugseinheit für die Erfassung und Bewer- tung des Landschaftsbildes bilden die im Rahmen der Er- arbeitung des Fachbeitrages abgegrenzten Landschafts- räume. Eine landschaftsräumliche Gliederung liegt für die gesamte Landesfläche Nordrhein-Westfalens vor. Die Ab- grenzung und Beschreibung der Landschaftsräume ist dem Fachinformationssystem @linfos entnommen (LA- NUV NRW, 2018) zu entnehmen. Eine Differenzierung dieser Räume in kleinflächigere Landschaftsbildeinheiten erfolgt entsprechend ihrem Cha- rakter, ihrer Physiognomie und ihres Strukturreichtums in Landschaftsbildeinheiten, die der Betrachter bzw. Erho- lungssuchende als unverwechselbares Ganzes erlebt. Als Grundlage werden Luftbilder sowie topographische Kar- ten, die Nutzungskartierung und weitere die Landschafts- bildeinheit charakterisierende Landschaftsbestandteile herangezogen (ebd.). Das Umfeld ist aber ebenfalls geprägt durch die enge Nähe zu zwei Autobahnen, einem Autobahnkreuz und ei- ner mehrgleisigen Fernverkehrsstrecke der Bahn. Damit ist die Immissionssituation und Erreichbarkeit der Fläche Der Stellungnahme, die Be- lange des Landschaftsschutzes würden nicht ausreichend be- rücksichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.13 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 34 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag z. B. für die Naherholung und das Landschaftserleben deutlich eingeschränkt. Auch ist eine besondere Funktion des Allgemeinen Freiraum- und Agrarbereiches als Puffer zwischen Infrastrukturbändern und Wohnsiedlungsberei- chen durch den Abstand zu den nächstliegenden Sied- lungsflächen nicht zu erkennen. Somit ist auch nicht erkennbar, dass mit der Planung und dem späteren Bau einer Windkraftanlage hier die Belange der benachbarten Wohnbevölkerung in einem solchen Maße beeinträchtigt werden, dass sie sich in der Abwä- gung gegenüber den mit der Planung verbundenen Zielen (Realisierung einer klimaneutralen Energieerzeugung) an diesem vorbelasteten Standort durchsetzen könnte. 3.3.5 Ferner ist nicht ersichtlich, dass ernsthaft Alternativen geprüft wurden, etwa Standorte mit größerem Abstand zur Wohnbebau- ung oder eine geringere Anlagenhöhe, die deutlich geringere Immissionen zur Folge gehabt hätten. siehe Ausführungen zu Nr. 1.3 Die Immissionen resultieren nicht originär aus der Anlagen- höhe, sondern im wesentlichen aus den von den Rotorblät- tern erzeugten Umströmungsgeräuschen / Luftverwirbe- lungen sowie den in der Gondel untergebrachten Elemen- ten (Generator, Getriebe, Bremse). Um e ine signifikante Reduzierung der Immissionen zu erreichen, wären erheb- liche Beschränkungen von maximaler Anlagen- und Rotor- größe erforderlich, die dem Ziel einer starken regenerati- ven Energieerzeugung entgegenstünden. Der Anregung, den Standort für die geplante Windenergiean- lage erneut zu überprüfen, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.2 3.3.6 Aus den genannten Gründen widerspreche ich der 133. Ände- rung des Flächennutzungsplans sowie dem vorhabenbezoge- nen Bebauungsplan Nr. 648 in der vorgelegten Fassung und bitte darum, meine Einwendungen im weiteren Verfahren zu be- rücksichtigen. siehe 3.3.1 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 35 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 3.4 Private Stellungnahme vom 19.12.2025 3.4.1 ... Es handelt sich um das Grundstück, das als Immissionsort „A" in der Schallimmissionsprognose der planGIS GmbH Hannover, Fassung Mai 2025, in den Blick genommen worden ist. Unsere Mandantschaft wäre wie niemand anderes durch eine Windenergieanlage nachteilig betroffen Die Betroffenheit ergibt sich zum einen durch die Schallimmissi- onen, … zum Thema Schall siehe auch Ausführungen unter Nr. 3.1 Den Bedenken, die Windkraft- anlage verursacht gesundheitli- che Schäden, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.3 3.4.2 … zum anderen durch die bedrängende Wirkung einer solchen Wirkung in unmittelbarer Nähe des Grundstücks unserer Man- dantschaft. Das Grundstück der Mandatschaft liegt unmittelbar hinter der Lärmschutzwand, die ihn vom in erhöhter Lage errich- teten Autobahnzubringer B 51 auf die Autobahn A 1 (Fahrtrichtung Nord) abschirmt – die ehemalige Hofan- lage liegt mehrere Meter tiefer. In Blickrichtung zur geplanten Windenergieanlage liegt westlich zudem der „Überwurf“ von der Autobahn A 43 auf die Autobahn A 1 (Fahrtrichtung Nord), der durch transpa- rente Lärmschürzen zur Mandatschaft flankiert ist. Es kann zudem davon ausgegangen werden, dass durch die festgesetzte maximal zulässige Höhe von 235 m bzw. unter Berücksichtigung der später beantragten genauen Anlagenhöhe eine „optisch bedrängenden Wirkung“ aus- geschlossen ist, da der Abstand des Zweifachen der Ge- samthöhe der Anlage zur Wohnnutzung des Antragstel- lers eingehalten wird (siehe Abbildung 6 in der Begrün- dung zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan, S. 26 - Anlage 2 zur Vorlage Nr. V/0142/2026) Der Stellungnahme, die Wind- energieanlage erzeuge eine be- drängende Wirkung, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.12 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 36 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 3.4.3 Auch im Hinblick auf den Schattenwurf ist das Grundstück unse- rer Mandantschaft in ganz erheblicher Weise betroffen, in der Schattenwurfprognose als Immissionsort „BC" aufgeführt. Durch das vorliegende Fachgutachten zur Prognose des Schattenwurfs konnte nachgewiesen werden, dass die zur Genehmigung des Vorhabens vorgeschriebenen Grenz- und Orientierungswerte unter Berücksichtigung von Auflagen (z. B. temporäre Abschaltungen) eingehal- ten werden können. Im Sinne der Zulässigkeitsvorausset- zungen bleibt das Vorhaben somit unterhalb der Erheb- lichkeitsschwelle. Im Sinne der Umweltvorsorge verblei- ben für den Menschen jedoch erhebliche Beeinträchtigun- gen auch unterhalb der gesetzlich vorgesehenen Grenz- werte. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die zusätzli- chen Lärmbelastungen im Außenbereichswohnen. Der Stellungnahme, das Thema Schattenwurf werde nicht aus- reichend berücksichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.10 3.4.4 Die Planungen werden von unserer Mandantschaft abgelehnt, sie sind mit einer ganz erheblichen Beeinträchtigung der Nut- zung des Wohnhauses und des Grundstücks und damit einher- gehend einer erheblichen Wertminderung verbunden. siehe Nr. 3.2.6 Den Bedenken, die Windkraft- anlage führe zu massiven Wert- verlusten benachbarter Grund- stücke, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.9 3.4.5 Abschließend sei darauf hingewiesen, dass der Standort kaum geeignet für eine Windenergieanlage ist. An 83 der untersuch- ten 142 Immissionsorte wird die Beschattungsdauer von 30 Stunden pro Jahr überschritten, an 136 Immissionsorten die Be- schattungsdauer von 30 Minuten pro Tag. Da Windenergieanlagen nicht in unbegrenzter Zahl errichtet werden können, sollten sie dort errichtet werden, wo der Betrieb der Anlage mit den angrenzenden Nutzungen vereinbar ist. Der hier vorgesehene Standort ist in jeder Sicht ungeeignet. siehe Nr. 1.3 Der Anregung, den Standort für die geplante Windenergiean- lage erneut zu überprüfen, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.2 Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 3.5 Private Stellungnahme vom 31.12.2025 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 37 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 3.5.1 Hiermit wenden wir uns gegen die o.g. Pläne, insbesondere ge- gen das Vorhaben, auf der angegebenen Fläche eine Wind- energieanlage (WEA) zu errichten. Die geplante Höhe der Windenergieanlage an diesem Standort würde einen markanten Blickfang für das umgebende Stadtge- biet bedeuten, der optisch weit in den Stadtraum eindringt. Ne- ben diesen optischen Auswirkungen (Sichtachsen-Korridor Aa- see) würden sich auch die akustischen Auswirkungen unmittel- bar auf uns selbst auswirken. siehe Nr. 3.2.1 Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 3.5.2 Die geplante WEA beeinträchtigt massiv die Lebensqualität der betroffenen Anwohner durch Schattenwurf, Lärm und Infra- schall. Es werden erhebliche gesundheitliche Schäden befürch- tet. siehe Nr. 3.2.2. Den Bedenken, die Windkraft- anlage verursache gesundheitli- che Schäden, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.3 3.5.3 Die Belange des Natur- und Artenschutzes werden nicht be- rücksichtigt Gerade am Rande der Autobahn gibt es letzte Refu- gien der Artenvielfalt. Die geplante WEA ist eine Todesfalle für Vögel und Fledermäuse. siehe Nr. 3.2.3 Der Stellungnahme, die Be- lange des Natur- und Arten- schutzes würden nicht berück- sichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.8 3.5.4 Moderne Windräder sind bis zu 250 m hoch. Ihr Bau versiegelt Flächen, zerstört Biotope und beeinträchtigt Natur und Umwelt. siehe Nr. 3.2.4 Siehe 3.5.1 3.5.5 Als neue Landmarken würden sie das Landschaftsbild in erheb- lichem Maße beeinflussen und vorhandene freie Sichtachsen zerstören. siehe Nr. 3.2.5 Siehe 3.5.1 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 38 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 3.5.6 Windenergieanlagen haben massive Wertverluste benachbarter Grundstücke zur Folge. In Extremfällen kann dies bis zur Unver- käuflichkeit der betroffenen Immobilien führen. siehe Nr. 3.2.6 Den Bedenken, die Windkraft- anlage führe zu massiven Wert- verlusten benachbarter Grund- stücke, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.9 3.6 Private Stellungnahme vom 01.01.2026 3.6.1 Hiermit wenden wir uns gegen die o.g. Pläne, insbesondere ge- gen das Vorhaben, auf der angegebenen Fläche eine Wind- energieanlage (WEA) zu errichten. Die geplante WEA beeinträchtigt massiv die Lebensqualität der betroffenen Anwohner durch Schattenwurf, Lärm und Infra- schall. Es werden erhebliche gesundheitliche Schäden befürch- tet. siehe Nr. 3.2.2 Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 Den Bedenken, die Windkraft- anlage verursache gesundheitli- che Schäden, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.3 3.6.2 Die Belange des Natur- und Artenschutzes werden nicht be- rücksichtigt Gerade am Rande der Autobahn gibt es letzte Refu- gien der Artenvielfalt. Die geplante WEA ist eine Todesfalle für Vögel und Fledermäuse. siehe Nr. 3.2.3 Der Stellungnahme, die Be- lange des Natur- und Arten- schutzes würden nicht berück- sichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.8 3.7 Private Stellungnahme vom 02.01.2026 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 39 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 3.7.1 Hiermit wenden wir uns gegen die o.g. Pläne, insbesondere ge- gen das Vorhaben, auf der angegebenen Fläche eine Wind- energieanlage (WEA) zu errichten. Die geplante Höhe der Windenergieanlage an diesem Standort würde einen markanten Blickfang für das umgebende Stadtge- biet bedeuten, der optisch weit in den Stadtraum eindringt. Ne- ben diesen optischen Auswirkungen (Sichtachsen-Korridor Aa- see) würden sich auch die akustischen Auswirkungen unmittel- bar auf uns selbst auswirken. siehe Nr. 3.2.1. Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 3.7.2 Die geplante WEA beeinträchtigt massiv die Lebensqualität der betroffenen Anwohner durch Schattenwurf, Lärm und Infra- schall. Es werden erhebliche gesundheitliche Schäden befürch- tet. siehe Nr. 3.2.2. Den Bedenken, die Windkraft- anlage verursache gesundheitli- che Schäden, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.3 3.8 Private Stellungnahme vom 03.01.2026 3.8.1 Hiermit wenden wir uns als Eigentümer des Wohnhauses … ge- gen die o.g. Pläne, insbesondere gegen das Vorhaben, auf der angegebenen Fläche eine Windenergieanlage (WEA) zu errich- ten. Die geplante Höhe der Windenergieanlage mit bis zu 235 Me- tern an diesem Standort würde einen markanten Blickfang für das umgebende Stadtgebiet bedeuten, der optisch weit in den Stadtraum eindringt. Neben diesen optischen Auswirkungen (Sichtachsen-Korridor Aasee) würden sich auch die akustischen Auswirkungen unmittelbar auf uns selbst bemerkbar machen. Das Rücksichtnahmegebot gegenüber der bestehenden Wohn- bebauung wird dadurch aus unserer Sicht verletzt. siehe Nr. 3.2.1 und Nr. 3.3.3 Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 Der Stellungnahme, das Rück- sichtnahmegebot gegenüber der bestehenden Wohnbebau- ung wird verletzt, wird nicht ge- folgt. Beschlussvorschlag 1.11 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 40 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 3.8.2 Die geplante WEA beeinträchtigt die Lebens- und Aufenthalts- qualität von uns als betroffene Hauseigentümer durch Schatten- wurf, Lärm und Infraschall. Es werden erhebliche gesundheitli- che Schäden befürchtet. siehe Nr. 3.2.2. Den Bedenken, die Windkraft- anlage verursache gesundheitli- che Schäden, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.3 3.8.3 Gemäß den ausgelegten Unterlagen wird zudem an einer Viel- zahl der untersuchten Immissionsorten die zulässige tägliche Beschattungsdauer von 30 Minuten teils deutlich überschritten. Da es sich hierbei nicht mehr um Einzelfälle handelt, ist dies aus unserer Sicht ein strukturelles und planerisches Problem. siehe Nr. 3.3.2 Der Stellungnahme, das Thema Schattenwurf werde nicht aus- reichend berücksichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.10 3.8.4 Die Belange des Natur- und Artenschutzes werden nicht be- rücksichtigt Gerade am Rande der Autobahn gibt es letzte Refu- gien der Artenvielfalt. Die geplante WEA ist eine Todesfalle für Vögel und Fledermäuse. siehe Nr. 3.2.3 Der Stellungnahme, die Be- lange des Natur- und Arten- schutzes würden nicht berück- sichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.8 3.8.5 Windenergieanlagen haben massive Wertverluste benachbarter Grundstücke zur Folge. In Extremfällen kann dies bis zur Unver- käuflichkeit der betroffenen Immobilien führen. siehe Nr. 3.2.6 Den Bedenken, die Windkraft- anlage führe zu massiven Wert- verlusten benachbarter Grund- stücke, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.9 3.8.6 Des Weiteren ist es kritisch zu sehen, dass ein Landschafts- schutzgebiet für einen einzelnen privaten Investor zugunsten ei- nes vorhabenbezogenen Bebauungsplanes umgewidmet wer- den soll. Die Entlassung der Bebauungsplanfläche aus dem Land- schaftsschutz folgt einem durch Baugesetzbuch und Lan- desgesetze normierten Verfahren. Siehe hierzu auch die Begründung zum Bebauungsplan unter 3.3.2 Landschaftsplan und Freiraum (Anlage 2 zur Vorlage V/0142/2026). Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 41 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag Der bisherige Landschaftsschutz kann sich in der Abwä- gung mit dem Ziel der Regenerativen Energieversorgung nicht durchsetzen. 3.8.7 Außerdem ist den Unterlagen nicht zu entnehmen, dass ernst- hafte Alternativen geprüft wurden, wie z.B. Standorte mit größe- rem Abstand zu Wohnbebauungen oder eine geringere Anla- genhöhe. siehe Nr. 1.3 Der Anregung, den Standort für die geplante Windenergiean- lage erneut zu überprüfen, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.2 3.9 Private Stellungnahme vom 03.01.2026 3.9.1 Hiermit wenden wir uns gegen die o.g. Pläne, insbesondere ge- gen das Vorhaben, auf der angegebenen Fläche eine Wind- energieanlage (WEA) zu errichten. Die geplante Höhe der Windenergieanlage an diesem Standort würde einen markanten Blickfang für das umgebende Stadtge- biet bedeuten, der optisch weit in den Stadtraum eindringt. Ne- ben diesen optischen Auswirkungen (Sichtachsen-Korridor Aa- see) würden sich auch die akustischen Auswirkungen unmittel- bar auf uns selbst auswirken. siehe Nr. 3.2.1 Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 3.10 Private Stellungnahme vom 04.01.2026 3.10.1 Hiermit wenden wir uns gegen die o.g. Pläne, insbesondere ge- gen das Vorhaben, auf der angegebenen Fläche eine Wind- energieanlage (WEA) zu errichten. Die geplante Höhe der Windenergieanlage an diesem Standort würde einen markanten Blickfang für das umgebende Stadtge- biet bedeuten, der optisch weit in den Stadtraum eindringt. Ne- siehe Nr. 3.2.1 Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 42 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag ben diesen optischen Auswirkungen (Sichtachsen-Korridor Aa- see) würden sich auch die akustischen Auswirkungen unmittel- bar auf uns selbst auswirken. 3.10.2 Die geplante WEA beeinträchtigt massiv die Lebensqualität der betroffenen Anwohner durch Schattenwurf, Lärm und Infra- schall. Es werden erhebliche gesundheitliche Schäden befürch- tet. siehe Nr. 3.2.2 Den Bedenken, die Windkraft- anlage verursache gesundheitli- che Schäden, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.3 3.10.3 Die Belange des Natur- und Artenschutzes werden nicht be- rücksichtigt Gerade am Rande der Autobahn gibt es letzte Refu- gien der Artenvielfalt. Die geplante WEA ist eine Todesfalle für Vögel und Fledermäuse. siehe Nr. 3.2.3 Der Stellungnahme, die Be- lange des Natur- und Arten- schutzes würden nicht berück- sichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.8 3.10.4 Moderne Windräder sind bis zu 250 m hoch. Ihr Bau versiegelt Flächen, zerstört Biotope und beeinträchtigt Natur und Umwelt. siehe Nr. 3.2.4 Siehe 3.10.1 3.10.5 Als neue Landmarken würden sie das Landschaftsbild in erheb- lichem Maße beeinflussen und vorhandene freie Sichtachsen zerstören. siehe Nr. 3.2.5 Siehe 3.10.1 3.10.6 Windenergieanlagen haben massive Wertverluste benachbarter Grundstücke zur Folge. In Extremfällen kann dies bis zur Unver- käuflichkeit der betroffenen Immobilien führen. siehe Nr. 3.2.6 Den Bedenken, die Windkraft- anlage führe zu massiven Wert- verlusten benachbarter Grund- stücke, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.9 3.11 Private Stellungnahme vom 05.01.2025 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 43 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 3.11.1 Hiermit wenden wir uns gegen die o.g. Pläne, insbesondere ge- gen das Vorhaben, auf der angegebenen Fläche eine Wind- energieanlage (WEA) zu errichten. Die geplante Höhe der Windenergieanlage an diesem Standort würde einen markanten Blickfang für das umgebende Stadtge- biet bedeuten, der optisch weit in den Stadtraum eindringt. Ne- ben diesen optischen Auswirkungen (Sichtachsen-Korridor Aa- see) würden sich auch die akustischen Auswirkungen unmittel- bar auf uns selbst auswirken. siehe Nr. 3.2.1 Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 3.11.2 Die geplante WEA beeinträchtigt massiv die Lebensqualität der betroffenen Anwohner durch Schattenwurf, Lärm und Infra- schall. Es werden erhebliche gesundheitliche Schäden befürch- tet. siehe Nr. 3.2.2 Den Bedenken, die Windkraft- anlage verursache gesundheitli- che Schäden, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.3 3.11.3 Die Belange des Natur- und Artenschutzes werden nicht be- rücksichtigt Gerade am Rande der Autobahn gibt es letzte Refu- gien der Artenvielfalt. Die geplante WEA ist eine Todesfalle für Vögel und Fledermäuse. siehe Nr. 3.2.3 Der Stellungnahme, die Be- lange des Natur- und Arten- schutzes würden nicht berück- sichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.8 3.11.4 Moderne Windräder sind bis zu 250 m hoch. Ihr Bau versiegelt Flächen, zerstört Biotope und beeinträchtigt Natur und Umwelt. siehe Nr. 3.2.4 Siehe 3.11.1 3.11.5 Als neue Landmarken würden sie das Landschaftsbild in erheb- lichem Maße beeinflussen und vorhandene freie Sichtachsen zerstören. siehe Nr. 3.2.5 Siehe 3.11.1 3.11.6 Windenergieanlagen haben massive Wertverluste benachbarter Grundstücke zur Folge. In Extremfällen kann dies bis zur Unver- käuflichkeit der betroffenen Immobilien führen. siehe Nr. 3.2.6 Den Bedenken, die Windkraft- anlage führe zu massiven Wert- verlusten benachbarter Grund- stücke, wird nicht gefolgt. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 44 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag Beschlussvorschlag 1.9 3.11.7 Verschandelung der Landschaft siehe Nr. 3.2.1 siehe 3.11.1 3.12 Private Stellungnahme vom 05.01.2026 3.12.1 Hiermit wenden wir uns gegen die o.g. Pläne, insbesondere ge- gen das Vorhaben, auf der angegebenen Fläche eine Wind- energieanlage (WEA) zu errichten. Die geplante Höhe der Windenergieanlage an diesem Standort würde einen markanten Blickfang für das umgebende Stadtge- biet bedeuten, der optisch weit in den Stadtraum eindringt. Ne- ben diesen optischen Auswirkungen (Sichtachsen-Korridor Aa- see) würden sich auch die akustischen Auswirkungen unmittel- bar auf uns selbst auswirken. siehe Nr. 3.2.1 Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 3.12.2 Die geplante WEA beeinträchtigt massiv die Lebensqualität der betroffenen Anwohner durch Schattenwurf, Lärm und Infra- schall. Es werden erhebliche gesundheitliche Schäden befürch- tet. siehe Nr. 3.2.2 Den Bedenken, die Windkraft- anlage verursache gesundheitli- che Schäden, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.3 3.12.3 Die Belange des Natur- und Artenschutzes werden nicht be- rücksichtigt Gerade am Rande der Autobahn gibt es letzte Refu- gien der Artenvielfalt. Die geplante WEA ist eine Todesfalle für Vögel und Fledermäuse. siehe Nr. 3.2.3 Der Stellungnahme, die Be- lange des Natur- und Arten- schutzes würden nicht berück- sichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.8 3.12.4 Moderne Windräder sind bis zu 250 m hoch. Ihr Bau versiegelt Flächen, zerstört Biotope und beeinträchtigt Natur und Umwelt. siehe Nr. 3.2.4 siehe 3.12.1 3.12.5 Als neue Landmarken würden sie das Landschaftsbild in erheb- lichem Maße beeinflussen und vorhandene freie Sichtachsen zerstören. siehe Nr. 3.2.5 siehe 3.12.1 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 45 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 3.12.6 Windenergieanlagen haben massive Wertverluste benachbarter Grundstücke zur Folge. In Extremfällen kann dies bis zur Unver- käuflichkeit der betroffenen Immobilien führen. siehe Nr. 3.2.6 Den Bedenken, die Windkraft- anlage führe zu massiven Wert- verlusten benachbarter Grund- stücke, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.9 3.13 2 Private Stellungnahmen vom 07.01.2026 3.13.1 Hiermit widerspreche ich das Aufstellen einer Windkraftanlage am Autobahndreieck Münster-Süd. Ich bin direkter Anwohner der Straße … Ich befürchte gesundheitliche Beeinträchtigungen, Gefahr für die hier anwesenden Fledermäuse und Vögel. Ich bin keine 400 m von dem geplanten Windrad entfernt. Durch die vorliegenden Fachgutachten (Prognose Schall und Schattenwurf) konnte nachgewiesen werden, dass die zur Genehmigung des Vorhabens vorgeschriebenen Grenz- und Orientierungswerte unter Berücksichtigung von Auflagen (z. B. temporäre Abschaltungen) eingehal- ten werden können. Im Sinne der Zulässigkeitsvorausset- zungen bleibt das Vorhaben somit unterhalb der Erheb- lichkeitsschwelle. Im Sinne der Umweltvorsorge verblei- ben für den Menschen jedoch erhebliche Beeinträchtigun- gen auch unterhalb der gesetzlich vorgesehenen Grenz- werte. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die zusätzli- chen Lärmbelastungen im Außenbereichswohnen. siehe auch Nr. 3.2.3 Die Nachmessung auf der Grundlage des Amtlichen Lie- genschaftskataster-Informationssystem (ALKIS) hat einen Abstand der Windkraftanlage (Mastfußmittelpunkt) bis zum Wohngebäude des Einwenders von rd. 670 m er- bracht. Damit ist pauschal eine Annahme einer gesund- heitlichen bzw. erdrückenden Wirkung aufgrund des Ab- standes nicht zu erkennen. Der § 249 (10) BauGB bezieht sich auf einen Abstand von 2 x der Anlagengesamthöhe (GH). Entsprechend der Festsetzung im Bebauungsplan Nr. 648 würde somit erst Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 Den Bedenken, die Windkraft- anlage verursache gesundheitli- che Schäden, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.3 Der Stellungnahme, die Be- lange des Natur- und Arten- schutzes würden nicht berück- sichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.8 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 46 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag bei einer Unterschreitung der Distanz von 470 m (GH = 235 m) zwischen Mastfuß und Wohngebäude die Regel- vermutung einer optisch bedrängenden Wirkung des § 249 (10) BauGB greifen. 3.14 Private Stellungnahme vom 09.01.2026 3.14.1 Windkraftanlagen kontaminieren (Abriebe von Multikomponen- ten-Kunststoffen) permanent unsere Umwelt und richten damit einen irreversiblen Schaden an. Die Landwirtschaft beklagt aus- drücklich, dass gesunde und genießbare Nahrungsmittel bei solch einer Belastung nicht gewährleistet werden können. Abge- sehen von der Belastung durch Infraschall ist eine "Windener- gieanlage" pure Naturvernichtung und Geldverschwendung. Mit sogenannten "Erneuerbaren" zerstört man sie durch Verbau von 260 Tonnen Stahl, 4,7 Tonnen Kupfer, 1200 Tonnen Beton, 3 Tonnen Aluminium, 2 Tonnen seltene Erden...... Auf der Parzelle mit dem Bebauungsplan für die Wind- kraftanlage ist der Betrieb einer herkömmlichen Freiflä- chen-PV-Anlage geplant. Somit wird dort keine landwirt- schaftliche Erzeugung mehr betrieben. Zu den nicht weiter spezifizierten Bedenken des Abriebs von Kunststoffen über landwirtschaftlichen Flächen ist nach mehreren Quellen (u. a. Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages 2020; Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen- Anhalt, https://mwu.sachsen-anhalt.de/energie/erneuer- bare-energien/windenergie/faktencheck#c389711 am 22.01.2026) der Materialabrieb von einem geringeren Umfang im Vergleich zu anderen Kunststoffabrieben und kann durch Beschichtung der Rotorflügel vermindert oder vermieden werden. Siehe auch Nr. 3.2.2 Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 3.14.2 Das Wallstreet Journal titelte 2019 "Die dümmste Energiepolitik der Welt" ... Deutschland als "Geisterfahrer" und Münster rennt mit. Ich bin ganz klar dagegen. Es gibt inzwischen längst wis- senschaftlich fundierte Untersuchungen, die dieses belegen. In der Gemeinde Walingen/Havixbeck ist ein Windrad nach zwei Jahren Betrieb abgeknickt, ein weiteres stillgelegt. Diese Art von Bei den Bedenken handelt es sich um allgemeine ener- giewirtschaftliche Fragestellungen und technische As- pekte, die keine einzelnen städtebaulichen Belange in der 133. Änderung des Flächennutzungsplanes und des Be- bauungsplanes Nr. 648 sind. Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 47 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag Stromversorgung ist ein einziger Witz, weil eben auch nicht pas- send steuer- und speicherbar. Und wenn es nicht genug Ener- gie gibt, wird teurer Atomstrom dazugekauft... Und als Letztes....Windräder verschandeln die Landschaft und geben Zeugnis von der "Intelligenz" der Erbauer und Planer. 3.15 Private Stellungnahme vom 05.01.2026 3.15.1 Hiermit wenden wir uns gegen die o.g. Pläne, insbesondere ge- gen das Vorhaben, auf der angegebenen Fläche eine Wind- energieanlage (WEA) zu errichten. Die Belange des Natur- und Artenschutzes werden nicht be- rücksichtigt Gerade am Rande der Autobahn gibt es letzte Refu- gien der Artenvielfalt. Die geplante WEA ist eine Todesfalle für Vögel und Fledermäuse siehe Nr. 3.2.3 Den Bedenken, die Belange des Natur- und Artenschutzes würden nicht berücksichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.8 3.16 Private Stellungnahme vom 05.01.2026 3.16.1 Hiermit wenden wir uns gegen die o.g. Pläne, insbesondere ge- gen das Vorhaben, auf der angegebenen Fläche eine Wind- energieanlage (WEA) zu errichten. Die Anlage fügt sich nicht in die Umgebung ein und soll zwi- schen zwei Wohngebieten Albachten-Ost und Mecklenbeck Süd errichtet werden. Sie wirkt wie ein Fremdfaktor und liegt in ei- nem Landschaftsschutzgebiet. Siehe Nr. 3.1 Siehe Nr. 3.2.1 Siehe Nr. 3.3.4 Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 Der Stellungnahme, die Be- lange des Landschaftsschutzes würden nicht ausreichend be- rücksichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.13 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 48 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 3.16.2 Es besteht ein Störfaktor für die nähere Wohnbebauung durch Schattenwurf und Licht und Geräuschkulisse. Siehe Nr. 3.1 und 3.2.2 Den Bedenken, die Windkraft- anlage verursache gesundheitli- che Schäden, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.3 Der Stellungnahme, das Thema Schattenwurf werde nicht aus- reichend berücksichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.10 3.16.3 Die Planung und der Bau einer WEA an diesem Standort ver- stößt gegen geltendes Recht. Das Projekt „Windenenergieanlage am AK MS-Süd` ist nach un- serer Auffassung nicht raumverträglich, wirtschaftlich nicht trag- fähig und rechtlich kaum realisierbar. Die für die verbindliche Bauleitplanung vorgelegten Gut- achten und deren Ergebnisse unterstreichen die Geneh- migungsfähigkeit der Windkraftanlage. Damit sei nicht er- kennbar, dass die Anlage nicht raumverträglich, der Be- bauungsplan unter Abwägungsmängeln litte und die Pla- nung damit rechtlich nicht zulässig wäre. Die wirtschaftli- che Tragfähigkeit ist kein fördernder oder ausschließen- der Belang, der in die Änderung des Flächennutzungs- plans oder der Aufstellung des Bebauungsplanes eine Rolle spielt – es sei denn ein Vollzug des Bebauungspla- nes scheitere von vornherein an einer offensichtlichen Unwirtschaftlichkeit. Dies ist im vorliegenden Fall nicht ge- geben. Der Plangeber, die Stadt Münster, geht davon aus, dass der Vorhabenträger das Vorhaben umsetzt. Dies bedingen die vertraglichen Regelungen (Städtebauli- cher Vertrag bzw. Durchführungsvertrag) die zwischen Vorhabenträger und Plangeber zu schließen sind. Der Stellungnahme, die Pla- nung verstoße gegen geltendes Recht, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.14 3.17 Private Stellungnahme vom 05.01.2026 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 49 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 3.17.1 Als Eigentümerin des Wohnhauses … gebe ich im Rahmen der öffentlichen Auslegung folgende Stellungnahme ab und erhebe hiermit fristgerecht Einwendungen gegen die Entwürfe zur 133. Änderung des Flächennutzungsplans sowie zum vorhabenbezo- genen Bebauungsplan Nr. 648 … 1. Besondere Betroffenheit und erhebliche Beeinträchtigung der Wohnqualität Durch die geplante Errichtung einer Windenergie- anlage mit einer Gesamthöhe von über 230 Metern bin ich auf- grund der räumlichen Nähe meines Grundstücks in besonderem Maße betroffen. Es ist mit erheblichen Beeinträchtigungen der Wohn- und Aufenthaltsqualität zu rechnen. Siehe Nr. 3.3.1 Es ist richtig, dass es an einer Reihe von Immissionsorten zu höheren, aber bewältigbaren Immissionswerten kommt. Die hohe Anzahl der Orte spricht jedoch nicht ge- nerell dafür, dass der Standort ungeeignet ist. Dieses Er- gebnis überrascht nicht, da sich der Standort in Sied- lungsnähe einer Großstadt befindet. Die gutachterlichen Betrachtungen und Bewertungen zei- gen die Machbarkeit und damit die Möglichkeit der Errich- tung einer Windkraftanlage auf. Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 3.17.2 Den ausgelegten Gutachten zufolge wird an einer Vielzahl der untersuchten Immissionsorte die zulässige tägliche Beschat- tungsdauer von 30 Minuten überschritten. Wenn — wie prog- nostiziert — an der überwiegenden Zahl der Immissionsorte ent- sprechende Überschreitungen auftreten, handelt es sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein grundsätzliches und strukturel- les Problem der Planung. Dies stellt aus meiner Sicht einen erheblichen Abwägungsfehler dar. Siehe Nr. 3.2.2 Der Stellungnahme, das Thema Schattenwurf werde nicht aus- reichend berücksichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.10 3.17.3 Darüber hinaus sind zusätzliche Belastungen durch Lärm, tief- frequenten Schall und Infraschall zu erwarten. Diese wirken sich unmittelbar auf die Anwohner aus und lassen gesundheitliche Beeinträchtigungen befürchten. Siehe Nr. 3.2.2 Den Bedenken, die Windkraft- anlage verursache gesundheitli- che Schäden, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.3 3.17.4 2. Optisch bedrängende Wirkung und Verletzung des Rücksicht- nahmegebots Siehe Nr. 3.3.3 Der Stellungnahme, das Rück- sichtnahmegebot gegenüber Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 50 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Höhe würde die geplante Windenergieanlage eine stark dominierende und optisch be- drängende Wirkung auf die angrenzenden Wohngebiete in Al- bachten und Mecklenbeck-Süd entfalten. Die Anlage würde sämtliche baulichen und landschaftlichen Strukturen deutlich überragen und weit in den Stadtraum hineinwirken. Besonders kritisch ist die Beeinträchtigung bestehender Sichtachsen, unter anderem in Richtung des Aasees. Als neue, weithin sichtbare Landmarke würde die Anlage das Land- schaftsbild nachhaltig verändern und vorhandene freie Sichtbe- ziehungen zerstören. Das Rücksichtnahmegebot gegenüber der bestehenden Wohnbebauung wird dadurch aus meiner Sicht verletzt. der bestehenden Wohnbebau- ung wird verletzt, wird nicht ge- folgt. Beschlussvorschlag 1.11 3.17.5 3. Unzureichende Berücksichtigung von Natur-, Landschafts- und Artenschutz Kritisch zu bewerten ist zudem die vorgesehene Umwidmung ei- nes bislang landschaftlich geprägten bzw. schutzwürdigen Be- reichs zugunsten eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für einen einzelnen privaten Investor. Gerade im Bereich der Autobahn bestehen wichtige Rückzugs- räume für Vögel und Fledermäuse. Windenergieanlagen stellen nachweislich ein erhebliches Tötungsrisiko für diese Arten dar. Zudem führen Bau und Betrieb moderner Windenergieanlagen zu Flächenversiegelung, Zerstörung von Biotopen sowie dauer- haften Eingriffen in Natur und Landschaft. Eine nachvollziehbare und ausgewogene Abwägung zwischen den Belangen des Klima- und Energieausbaus einerseits sowie des Natur-, Landschafts- und Erholungsschutzes und der Siehe Nr. 3.2.3 Der Stellungnahme, die Be- lange des Natur- und Arten- schutzes würden nicht berück- sichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.8 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 51 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag Wohnbevölkerung andererseits ist aus den ausgelegten Unter- lagen nicht ausreichend erkennbar. 3.17.6 4. Fehlende oder unzureichende Alternativenprüfung Nicht ersichtlich ist, dass ernsthaft Alternativen geprüft wurden. Dies betrifft insbesondere: • Standorte mit größerem Abstand zur Wohnbebauung, • eine geringere Anlagenhöhe mit deutlich reduzierten Immissio- nen, • oder andere planerische Lösungen mit geringeren Auswirkun- gen auf Mensch, Natur und Landschaft. Siehe Nr. 1.3 Der Anregung, den Standort für die geplante Windenergiean- lage erneut zu überprüfen, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.2 3.17.7 5. Wertminderung angrenzender Grundstücke Darüber hinaus ist bekannt, dass Windenergieanlagen dieser Größenordnung zu erheblichen Wertverlusten benachbarter Grundstücke führen können. In Einzelfällen kann dies bis zur faktischen Unverkäuflichkeit von Immobilien reichen. Dieser As- pekt wird in den Planunterlagen nicht angemessen berücksich- tigt. Siehe Nr. 3.2.6 Den Bedenken, die Windkraft- anlage führe zu massiven Wert- verlusten benachbarter Grund- stücke, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.9 3.17.8 Schlussfolgerung - Aus den genannten Gründen widerspreche ich der 133. Änderung des Flächennutzungsplans sowie dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 648 in der vorgelegten Fassung ausdrücklich. Ich bitte darum, meine Einwendungen im weiteren Verfahren umfassend zu prüfen und zu berücksichti- gen. Siehe oben Siehe Nr. 3.17.1 3.18 Private Stellungnahme vom 28.12.2025 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 52 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 3.18.1 Hiermit wenden wir uns gegen die o.g. Pläne, insbesondere ge- gen das Vorhaben, auf der angegebenen Fläche eine Wind- energieanlage (WEA) zu errichten. Die geplante Höhe der Windenergieanlage an diesem Standort würde einen markanten Blickfang für das umgebende Stadtge- biet bedeuten, der optisch weit in den Stadtraum eindringt. Ne- ben diesen optischen Auswirkungen (Sichtachsen-Korridor Aa- see) würden sich auch die akustischen Auswirkungen unmittel- bar auf uns selbst auswirken. Siehe Nr. 3.2.1 Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 3.18.2 Die geplante WEA beeinträchtigt massiv die Lebensqualität der betroffenen Anwohner durch Schattenwurf, Lärm und Infra- schall. Es werden erhebliche gesundheitliche Schäden befürch- tet. Siehe Nr. 3.2.2 Den Bedenken, die Windkraft- anlage verursache gesundheitli- che Schäden, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.3 3.18.3 Die Belange des Natur- und Artenschutzes werden nicht be- rücksichtigt Gerade am Rande der Autobahn gibt es letzte Refu- gien der Artenvielfalt. Die geplante WEA ist eine Todesfalle für Vögel und Fledermäuse. Siehe Nr. 3.2.3 Der Stellungnahme, die Be- lange des Natur- und Arten- schutzes würden nicht berück- sichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.8 3.18.4 Moderne Windräder sind bis zu 250 m hoch. Ihr Bau versiegelt Flächen, zerstört Biotope und beeinträchtigt Natur und Umwelt. Siehe Nr. 3.2.4 Siehe 3.18.1 3.18.5 Als neue Landmarken würden sie das Landschaftsbild in erheb- lichem Maße beeinflussen und vorhandene freie Sichtachsen zerstören. Siehe Nr. 3.2.5 Siehe 3.18.1 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 53 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 3.18.6 Windenergieanlagen haben massive Wertverluste benachbarter Grundstücke zur Folge. In Extremfällen kann dies bis zur Unver- käuflichkeit der betroffenen Immobilien führen. Siehe Nr. 3.2. Den Bedenken, die Windkraft- anlage führe zu massiven Wert- verlusten benachbarter Grund- stücke, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.9 3.19 Private Stellungnahme vom 08.01.2026 3.19.1 Hiermit lege ich fristgerecht Widerspruch gegen den Entwurf zur 133. Änderung des Flächennutzungsplans … sowie des vorha- benbezogenen Bebauungsplans Nr. 648 - …ein. … 1. Artenschutzrechtliche Bedenken Das geplante Vorhaben steht im Widerspruch zu den Bestim- mungen des § 44 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG), da er- hebliche Gefährdungen geschützter Tierarten nicht ausge- schlossen werden können. Nach derzeitigen Erkenntnissen be- finden sich im näheren Umfeld Wohn-, Brut- und Zufluchtstätten streng geschützter Vogel- und Fledermausarten. Aktuelle Fachgutachten weisen darauf hin, dass Windenergie- anlagen insbesondere für bestimmte Vogelarten und Fleder- mäuse eine erhebliche Schlaggefahr darstellen. Ein hinreichend belastbares Artenschutzgutachten liegt bislang nicht oder nur unzureichend vor. Solange die Auswirkungen auf die betroffe- nen Arten nicht vollständig untersucht und bewertet sind, darf nach dem Vorsorgeprinzip keine Genehmigung erteilt werden Siehe Nr. 3.2.3 Der Stellungnahme, die Be- lange des Natur- und Arten- schutzes würden nicht berück- sichtigt, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.8 3.19.2 2. Schutz des Landschaftsbildes Darüber hinaus ist mit dem geplanten Vorhaben eine erhebliche und nachhaltige Beeinträchtigung des Landschaftsbildes ver- Siehe Nr. 3.2.1 und 3.3.4 Der Stellungnahme, die Be- lange des Landschaftsschutzes würden nicht ausreichend be- rücksichtigt, wird nicht gefolgt. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 54 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag bunden. Die Anlage steht in einem landschaftlich schutzwürdi- gen Bereich, der durch weite Sichtbezüge und eine hohe Erho- lungsfunktion für die Bevölkerung geprägt ist. (Vgl. dazu auch Landschaftsplan 3, „Roxeler Riedel" der Stadt Münster.) Der Eingriff widerspricht somit den Zielen des § 1 Abs. 1 und § 35 Abs. 3 Baugesetzbuch (BauGB) in Verbindung mit § la Abs. 2 BNatSchG, wonach der Schutz des Landschaftsbildes und die Erhaltung des Erholungswertes zu berücksichtigen sind. Die landschaftsbildverändernde Wirkung kann selbst durch technische oder gestalterische Maßnahmen nicht ausreichend kompensiert werden. Die auf Seite 20 der Begründung zum Entwurf der 133. Ände- rung des Flächennutzungsplans der Stadt Münster erfolgten Ausführungen, dass die Ausschlusswirkung der 65. Änderung des Flächennutzungsplans zwischenzeitlich entfallen und der Belange des Landschaftsbildes neu bewertet wurden, stellt keine hinreichende Argumentation für die mit dem Vorhaben verbundenen Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes dar. Auch die weiteren Erläuterungen, dass vor dem Hintergrund ei- ner Neubewertung der Gewichtung und Bedeutung des Belan- ges einer klimaneutralen Energieerzeugung die entstehende Beeinträchtigung des Landschaftsbildes auch aufgrund der Vor- belastung des Änderungsbereiches durch die umgebenden Ver- kehrsbänder nicht mehr als ein der WEA-Planung entgegenste- hender Belange gesehen wird, entbehrt jeglicher Grundlage. Vorrangig handelt es bei der geplanten Anlage um das Vorha- ben eines Investors, welcher auf Kosten Einzelner einen ent- sprechenden Profit erwirtschaften möchte und dafür auf die Ar- gumentation einer klimaneutralen Energieerzeugung zurück- greift. Beschlussvorschlag 1.13 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 55 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 3.19.3 3. Antrag Ich beantrage daher das weitere Verfahren der 133. Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Münster im Stadtbezirk Münster-West, im Stadtteil Albachten, im Bereich nordwestlich des Autobahnkreuzes Münster-Süd sowie des vorhabenbezoge- nen Bebauungsplans Nr. 648 - Windenergieanlage am Auto- bahnkreuz Münster-Süd - einzustellen. Eine weitere Begründung bzw. Ergänzung meines Wider- spruchs behalte ich mir ausdrücklich vor. Das Planverfahren der 133. Änderung des Flächennut- zungsplanes und der Aufstellung des vorhabenbezoge- nen Bebauungsplans Nr. 648 wird weiter fortgeführt. Eine die Einstellung des Verfahrens rechtsfertigende Unver- hältnismäßigkeit oder Rechtswidrigkeit der Planung ist vor dem Hintergrund der vom Einwender vorgetragenen Be- denken aus den Gründen der Veränderung des Land- schaftsbildes und des Artenschutzes nicht erkennbar. Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 3.20 Private Stellungnahme vom 08.01.2026 - Antrag nach § 24 Gemeindeordnung NRW 3.20.1 Die Energiewende hatte nie eine Chance und ist erkennbar ge- scheitert. Jede sogenannte "Windenergieanlage" ist pure Natur- vernichtung, eine Landschaftsverschandelung und massive Geldverschwendung. Daher darf dieser Ausdruck grüner ideolo- gischer Verirrung am Autobahnkreuz Münster-Süd nicht gebaut werden. Begründung Deutschland hat lediglich Speicherkapazitäten für Stunden- bruchteile, um dieses Land bei einer Dunkelflaute noch mit Energie zu versorgen. Es ist nun einmal so, dass nachts die Sonne nicht scheint und manchmal (leider eher oftmals) eben auch der Wind nicht weht. Wenn beides gleichzeitig der Fall ist, ist dieses Land mangels Speicherkapazitäten für grüne Energie von der Gnade seiner Nachbarländer anhängig, welche uns - natürlich überteuert - mit Strom versorgen. Können oder wollen diese es einmal nicht, sind wir geliefert. Bei den Bedenken handelt es sich um ganz allgemeine energiewirtschaftliche Fragestellungen und technische Aspekte, die keine einzelnen städtebaulichen Belange in der 133. Änderung des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes Nr. 648 sind. Der Anregung, die Planung ein- zustellen und die Windkraftan- lage nicht zu errichten, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.4 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 56 von 63 Nr. Stellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 3.20.2 Jede Windkraftanlage setzt permanent Abriebe an Multikompo- nenten-Kunststoffen frei, die von Wind und Wetter unweigerlich abgelöst werden. Windkraftanlagen kontaminieren permanent unsere Umwelt und verbieten landwirtschaftlichen Betrieben auf kontaminierten Äckern gesunde und genießbare Nahrungsmittel zu erzeugen. Zu den Bedenken des Abriebs von Kunstoffen über land- wirtschaftlichen Flächen ist nach mehreren Quellen (u. a. Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages 2020; Minis- terium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Um- welt des Landes Sachsen-Anhalt, https://mwu.sachsen- anhalt.de/energie/erneuerbare-energien/windenergie/fak- tencheck#c389711 am 22.01.2026) der Materialabrieb von einem geringeren Umfang im Vergleich zu anderen Kunststoffabrieben und kann durch Beschichtung der Ro- torflügel vermindert oder vermieden werden. Auf der Par- zelle mit dem Bebauungsplan für die Windkraftanlage ist der Betrieb einer herkömmlichen Freiflächen-PV-Anlage geplant. Somit wird dort keine Landwirtschaftliche Erzeu- gung mehr betrieben. Den Bedenken, die Windkraft- anlage verursache gesundheitli- che Schäden, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.3 3.20.3 … Bitte errichten Sie also am Autobahnkreuz-Süd keine weitere weithin sichtbare Kathedrale des grünen Irrsinns und Schande für unsere Stadt. Kenntnisnahme Siehe 3.20.1 3.20.4 Materialen, die für eine einzige Windturbine benötigt werden 260 Tonnen Stahl 4,7 Tonnen Kupfer 1200 Tonnen Beton 3 Tonnen Aluminium 2 Tonnen seltene Erden Mit sogenannten „Erneuerbaren“ rettet man die Umwelt nicht, man zerstört sie. Kenntnisnahme Keine Beschlussfassung erforderlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 57 von 63 4 Stellungnahmen aus der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB Beteiligungszeitraum vom 01.12.2025 bis einschließlich 09.01.2026 Nr. StellunStellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 4.1 Bezirksregierung Münster - Dezernat 26 Luftverkehr vom 04.12.2025 Aus zivilluftrechtlicher Sicht kann eine Bedenkenfreiheit bei der Flächennutzungsplanung/ Bebauungsplanung für Windenergie- anlagen grundsätzlich nicht ausgesprochen werden. Windkraftanlagen mit einer Höhe von mehr als 100 m über Grund gem. § 14 LuftVG bedürfen im Rahmen einer immissi- onsschutzrechtlichen Genehmigung meiner luftrechtlichen Zu- stimmung. Diese wird in der Regel mit der Auflage verbunden sein, eine Tages- und Nachtkennzeichnung (Markierung durch Farbfelder / Befeuerung) an der Anlage anbringen zu müssen. Die Zustimmung kann ausschließlich im Rahmen eines ordentli- chen Beteiligungsverfahren gegenüber der zuständigen Immis- sionsschutzbehörde erteilt werden. Eine hier erklärte Bedenken- freiheit ist kein Vorweggriff auf eine solche Zustimmung. Unter Umständen kann es im eigentlichen Verfahren trotz erklärter zi- villuftrechtlicher Bedenkenfreiheit zu einer Versagung der luft- rechtlichen Zustimmung kommen. Militärische Luftfahrtbelange können im Planungsstadium aus- schließlich durch die militärische Luftfahrtbehörde beurteilt wer- den. Die Hinweise werden zur Kenntnis genommen. Sie be- treffen das immissionsschutzrechtliche Genehmigungs- verfahren. Keine Beschlussfassung erforderlich. 4.2 Eisenbahn-Bundesamt, Außenstelle Essen (Sachbereich 1) vom 09.12.2025 Das Eisenbahn-Bundesamt ist die zuständige Planfeststellungs- behörde für die Betriebsanlagen und die Bahnstromfernleitun- gen (Eisenbahninfrastruktur) der Eisenbahnen des Bundes. Es prüft als Träger öffentlicher Belange, ob die zur Stellungnahme vorgelegten Planungen bzw. Vorhaben die Aufgaben nach § 3 Den Empfehlungen und Hinweise wurden nachgegan- gen. Die angesprochenen Abstände sind überprüft wor- den. Hierbei wurden die folgenden Abweichungen und Unterschreitung festgestellt. Bei einer Unterschreitung sind konkrete Schutz- und Vermeidungsmöglichkeiten Keine Beschlussfassung erforderlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 58 von 63 Nr. StellunStellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag des Gesetzes über die Eisenbahnverkehrsverwaltung des Bun- des berühren. Nach Prüfung der Sachlage und der vorgelegten Planung zu dem o. g. Verfahren ist festzustellen, dass Bahnanlagen unmit- telbar an der Planungsfläche befindlich sind. In nicht besonders eisgefährdeten Regionen empfehle ich fol- gende Mindestabstände zwischen Windenergieanlagen und Bahnanlagen: beschrieben, die eine Vollzugsfähigkeit der Planung er- kennen lassen. Als Berechnungsgrundlage wurde ein Rotordurchmes- ser von 180 m angesetzt, da so auch die Rotorexzentri- zität Berücksichtigung im Sinne einer „worst-case“-Be- trachtung der vom Rotor überstrichene Fläche findet. Der Radius ist 90 m. Die Entfernung von der Gleisanlage zum Mittelpunkt des Mastes der Windkraftanlage (WEA) beträgt 244 m (Ab- grenzung auf Basis ALKIS-Flurstücksgrenze). Dies ist nicht der tatsächliche Gleiskörper, sondern die südliche Grenze des Flurstücks. Diese fällt also nicht der tatsäch- lichen Infrastruktur zusammen. Danach ergeben sich folgende Abstände: 1.Zu Schienenwegen mit und ohne Oberleitung (15 kV) sowie Gebäuden: gemessen von der Turmachse: 1,5 x (Rotordurch- messer plus Nabenhöhe) 1. Zum Schienenwege mit und ohne Oberleitung (15 kV) sowie Gebäuden gemessen von der Turmachse: 1,5 x (Rotordurchmesser plus Nabenhöhe) 1,5 x (RD + NH) = 487,50 m Diese Empfehlung wird um 243,50 m unterschritten. Bezüglich der Frage des Eiswurfes ist festzuhalten, dass ein automatisches Eisabschaltungsmodul ohnehin ein- zuplanen ist. Die WEA kann in Ost-West-Richtung paral- lel zu A 43 und Bahntrasse automatisch arretiert wer- den, sobald die Eisabschaltung aktiviert wird. Eine Voll- zugsfähigkeit der Planung ist auch im Zusammenhang mit dem nachgelagerten immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren erkennbar. Eine Verschiebung der Anlage in östlicher, südlicher oder westlicher Rich- Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 59 von 63 Nr. StellunStellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag tung ist aufgrund der im Osten und Süden zwingend ein- zuhaltenden Abstände zur Autobahn nicht möglich. Eine Verschiebung nach Westen würde die Anlage noch nä- her an die Bahnlinie heranrücken. 2.Zu Bahnstromfernleitungen (110 kV), gemessen zum nächst- gelegenen Punkt der Rotorfläche (Rotorblattspitze einer WEA): mit Schwingungsschutzmaßnahmen (Dämpfungseinrichtungen): 1 x Rotordurchmesser ohne Schwingungsschutzmaßnahmen (Dämpfungseinrichtungen): 3 x Rotordurchmesser 2. Zu Bahnstromfernleitungen (110 kV), gemessen zum nächstgelegenen Punkt der Rotorfläche (Rotorblatt- spitze einer WEA): mit Schwingungsschutzmaßnahmen (Dämpfungseinrichtungen): 1 x Rotordurchmesser. Diese Empfehlung wird um 26 m unterschritten. Hierbei ist zu beachten, dass die Turbulenzschleppe der WEA dreidimensional gesehen definitiv höher als jegli- che Stromleitungen liegt. Physikalisch sind keine Turbu- lenzeinflüsse an den Bahnleitungen möglich. Ohne Schwingungsschutzmaßnahmen (Dämpfungsein- richtungen): 3 x Rotordurchmesser Diese Empfehlung wird um 386 m unterschritten. Die Turbulenzschleppe der WEA liegt – wie gesagt - dreidimensional gesehen definitiv höher als jegliche Stromleitungen. Physikalisch sind keine Turbulenzein- flüsse an den Bahnleitungen möglich. Nach dem Ergebnis dieser Betrachtung ist eine Voll- zugsfähigkeit der Planung auch im Zusammenhang mit dem nachgelagerten immissionsschutzrechtlichen Ge- nehmigungsverfahren erkennbar. Eine Verschiebung der Anlage in östlicher, südlicher oder westlicher Rich- tung ist aufgrund der im Osten und Süden zwingend ein- zuhaltenden Abstände zur Autobahn nicht möglich. Eine Verschiebung nach Westen würde die Anlage noch nä- her an die Bahnlinie heranrücken. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 60 von 63 Nr. StellunStellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag 3.Zu Richtfunkstrecken und Sendeanlagen entlang Schienen- wegen: 2 x Rotordurchmesser 3. Zu Richtfunkstrecken und Sendeanlagen entlang Schienenwegen: 2 x Rotordurchmesser Eine RF-Trasse ist hier nicht bekannt. Eine Stellung- nahme der DB-SN liegt nicht vor. Im Falle der Richtfunk- funkverbindung auf der bzw. im Bereich der DB-Liegen- schaft: Die Empfehlung wird zwar um - 206 m unter- schritten, aber der Rotor und der spätere Bau der An- lage (z. B. Kräne) greifen nicht auf die DB-Liegenschaft über. Nach dem Ergebnis dieser Betrachtung ist eine Voll- zugsfähigkeit der Planung auch im Zusammenhang mit dem nachgelagerten immissionsschutzrechtlichen Ge- nehmigungsverfahren erkennbar. Eine Verschiebung der Anlage in östlicher, südlicher oder westlicher Rich- tung ist aufgrund der im Osten und Süden zwingend ein- zuhaltenden Abstände zur Autobahn nicht möglich. Eine Verschiebung nach Westen würde die Anlage noch nä- her an die Bahnlinie heranrücken. 4.Zu Richtfunkstrecken und Sendeanlagen jenseits von Schie- nenwegen: für die Richtfunkstrecke beiderseits 35 m für die Sendeanlagen die Höhe der höheren Anlage (bei WEA ein- schließlich Rotorradius) Ob die genannten Anlagenarten unter Punkt 2-4 tatsächlich vor Ort vorhanden sind, ist mir nicht bekannt. Hierüber kann im Zweifel die Betreiberin Auskunft erteilen. Die Mindestabstände haben empfehlenden Charakter. Die zu- ständige Bauaufsichtsbehörde entscheidet in alleiniger Verant- wortung über etwaige, auf den Bahnbetrieb bezogene Risiken 4.Zu Richtfunkstrecken und Sendeanlagen jenseits von Schienenwegen für die Richtfunkstrecke beiderseits 35 m Zu einer etwaigen Trasse sind keine Daten bekannt. Eine Stellungnahme der DB-SN liegt nicht vor. Für die Sendeanlagen die Höhe der höheren Anlage (bei WEA einschließlich Rotorradius) Hierzu sind keine Daten etwaiger DB-RF-Bauwerke be- kannt. Eine Stellungnahme der DB-SN liegt nicht vor. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 61 von 63 Nr. StellunStellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag für die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne der Landes- bauordnung. Die Sicherheit und Leichtigkeit des betroffenen Eisenbahnver- kehrs darf dabei jedenfalls nicht beeinträchtigt werden. Bitte beachten Sie, dass das Eisenbahn-Bundesamt nicht die Vereinbarkeit aus Sicht der DB InfraGO AG -Regionalbereich West-, Hansastr. 15 in 47058 Duisburg, als Betreiberin der be- troffenen Eisenbahnbetriebsanlagen und der Bahnstromfernlei- tungen, prüft. Diese erfüllt ebenfalls Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge. Daher empfehle ich eine diesbezügliche Be- teiligung (west.fahrweg.dbinfrago@deutschebahn.com), sofern diese nicht bereits stattfindet. Aktuelle zulassungsrechtliche und raumbedeutsame Planungen der Eisenbahnen des Bundes im betroffenen Bereich, die mit Ih- rer Planung kollidieren könnten, sind mir nicht bekannt. Hierzu sollte sich ggf. auch die DB InfraGO AG äußern. In der Gesamtheit ist festzustellen, dass im gegebenen, von zwei Autobahntrassen und einer Bahntrasse be- grenzten Anlagenstandort keine weitere Optimierung der Positionierung erfolgen kann. Dahingegen können im immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren Auflagen zur Rotorblattheizung (vs. Eiswurf) gemacht werden. Somit verbleibt lediglich eine äußerst geringe Eintrittswahrscheinlichkeit für ein Restrisiko eines Ext- remstfalls Rotorblattbruch / Turmbruch verbleibt. In Ab- wägung mit dem Ziel einer Versorgung durch regenera- tive Energien ist dieses Restrisiko jedoch hinnehmbar. 4.3 Stadtnetze Münster GmbH (Grundsatzplanung) vom 09.12.2025 …Die Stadtnetze Münster, betreiben keine Versorgungsinfra- struktur direkt in dem geplanten Bereich der PV-Freifläche bzw. der Windenergieanlage, gemäß Bebauungsplanung 648 Wind- energieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd. Der Bebau- ungsplan endet südlich der Straße Am Getterbach. Nördlich an- grenzend haben wir ein Niederspannungskabel in der südlichen Bankette der Straße Am Getterbach. Das Kabel befindet sich nicht auf der Ackerfläche, sondern im Straßengrundstück, so dass ich von einem Verbleib des Niederspannungskabels aus- gehe. Aus der Bebauungsplanung entnehme ich, dass die Zu- Straßengrundstück und -fläche „Am Getterbach“ sind nicht in den Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 648 einbezogen, somit sind auch keine Veränderung mit dem Bebauungsplan verbunden. Mit dem Einbezug des Straßengrundstückes in die Dar- stellung im Flächennutzungsplan als Flächen für Ver- und Entsorgung mit der Zweckbestimmung „EE - Erneu- erbare Energie" hier „Windenergie- und Solarenergiean- lage“ gemäß § 5 Abs. 2 Nr. 2b i. V. m. Nr. 4 BauGB ist kein Eingriff oder Veränderung der Straßenfläche ver- bunden. Keine Beschlussfassung erfor- derlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 62 von 63 Nr. StellunStellungnahme / Anregungen und Hinweise Abwägung Beschlussvorschlag fahrt über die angrenzende Straße, in der sich unsere Infra- struktur befindet, erfolgen wird. Die Infrastruktur muss ausrei- chend geschützt werden. 4.4 Fernstraßen-Bundesamt, Standort Bonn, Referat S 1 - Straßenrecht und Straßenverkehrsrecht vom 01.12.2025 Das Fernstraßen-Bundesamt ist die zuständige Genehmigungs- und Zustimmungsbehörde (Zustimmung im Rahmen von Bau- und Genehmigungsverfahren) für anbaurechtlich relevante Nut- zungen, in einem Abstand von 100 m entlang der Bundesautob- ahnen und in einem Abstand von 40 m entlang der Bundesstra- ßen, außerhalb der Ortsdurchfahrten der Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen i. S. d. § 9 Bundesfernstraßengesetz (FStrG). Für die vorbezeichneten Straßen nimmt die Autobahn GmbH des Bundes die Aufgaben des Trägers der Straßenbau- last wahr und ist in Bau- und Genehmigungsverfahren neben dem Fernstraßen-Bundesamt unabhängig von der Entfernung zum Straßenrand, bei einer möglichen Betroffenheit als Träger öffentlicher Belange zu beteiligen. ... In diesen Verfahren ist daher zwingend die Autobahn GmbH des Bundes zu beteiligen. Bitte richten Sie Ihren Antrag mit den erforderlichen Dokumen- tenten zwingend an die Autobahn GmbH des Bundes, Nieder- lassung Westfalen. Die Autobahn GmbH wurde beteiligt. Sie hat zur Veröf- fentlichung gem. § 4 (2) BauGB keine erneute Stellung- nahme abgegeben. Die gennannten Abstände werden eingehalten und sind in der Planzeichnung nachrichtlich eingetragen. Keine Beschlussfassung erfor- derlich. Folgende Stellen habe keine abwägungsrelevanten Bedenken oder Anregungen vorgetragen Amprion GmbH, Dortmund vom 08.01.2026 Bezirksregierung Münster: Dezernat 33 (Ländliche Entwicklung, Bodenordnung) vom 08.12.2025 Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr vom 13.01.2026 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 63 von 63 Deutsche Flugsicherung (DFS) vom 22.12.2025 GasLINE GmbH vom 01.12.2025 Landesbetrieb Wald und Holz NRW - Regionalforstamt Münsterland vom 05.01.2026 Landwirtschaftskammer NRW: Kreisstellen Gütersloh, Münster, Warendorf vom 03.12.2025 Nowega GmbH, Münster vom 02.12.2025 Open Grid Europe GmbH (Beauskunftung durch die PLEdoc GmbH auch für Ferngas Netzgesellschaft (Netzgebiet Nordbayern), MEGAL, TENP, METG, NETG, Kokereigasnetz Ruhr), Uniper Energy Storage (hier Speicherstandorte Epe, Eschenfelden und Krummhörn)) vom 01.12.2025 Stadt Münster, Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit als Untere Landschafts- und Naturschutzbehörde vom 08.01.2026 Stadt Münster: Untere Denkmalbehörde (Bodendenkmalpflege) vom 01.12.2025 Vodafone West GmbH, Düsseldorf vom 11.12.2025
Beschlussvorlage
6917 Zeichen
V/0142/2026 V/0142/2026 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd 1. Beschluss über die Stellungnahmen 2. Satzungsbeschluss Beratungsfolge 16.04.2026 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 12.05.2026 Ausschuss für Wohnen, Stadtplanung und Stadtentwicklung Vorberatung 20.05.2026 Hauptausschuss Vorberatung 20.05.2026 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Über die vorliegenden Stellungnahmen zum Entwurf des Bebauungsplans Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd wird wie folgt Beschluss gefasst: Nach Abwägung der öffentlichen und privaten Belange gegeneinander und untereinander wird den nachfolgenden Stellungnahmen zum Entwurf des Bebauungsplans Nr. 648 nicht gefolgt: 1.1 Der Anregung, eine Doppelnutzung „PV-Anlage“ und „Weidewirtschaft“ festzusetzen (Anlage 1, Nr. 1.1.1). 1.2 Der Anregung, den Standort für die geplante Windenergieanlage erneut zu überprüfen (Anlage 1, Nr. 1.3, 3.1, 3.3.5, 3.4.5, 3.8.7, 3.17.6). 1.3 Den Bedenken, die Windkraftanlage verursacht gesundheitliche Schäden (Anlage 1, Nr. 1.4.1, 3.2.2, 3.4.1, 3.5.2, 3.6.1, 3.7.2, 3.8.2, 3.10.2, 3.11.2, 3.12.2, 3.13.1, 3.16.2, 3.17.3, 3.18.2, 3.20.2). 1.4 Der Anregung, die Planung einzustellen und die Windkraftanlage nicht zu errichten (Anlage 1, Nr. 1.4.6, 3.1, 3.2.1, 3.3.1, 3.4.5, 3.5.1, 3.6.1, 3.7.1, 3.8.1, 3.8.6, 3.9.1, 3.10.1, 3.11.1, 3.12.1, 3.13.1, 3.14.1, 3.14.2, 3.16.1, 3.17.1, 3.18.1, 3.19.3, 3.20.1). 1.5 Der Anregung, die Fläche im Bebauungsplan als Gewerbegebiet festzusetzen (Anlage 1, Nr. 1.4.8). Stadtplanungsamt 27.03.2026 Ihre Ansprechpartner: Herr Völlmecke Telefon: 492 -6154 Voellmecke@stadt - muenster.de Herr Geitel Telefon: 492 -6193 Geitel@stadt -muenster.de - 2 - V/0142/2026 1.6 Der Anregung, die Lärmschutzwände / -wälle entlang der Autobahn für PV-Module in die Bauleitplanung einzubeziehen (Anlage 1, Nr. 1.4.9). 1.7 Der Anregung auf Einhaltung der empfohlenen „Kipphöhe“ (Anlage 1, Nr. 2.8.2, 2.8.4). 1.8 Der Stellungnahme, die Belange des Natur- und Artenschutzes würden nicht berück- sichtigt (Anlage 1, Nr. 3.2.3, 3.5.3, 3.6.2, 3.8.4, 3.10.3, 3.11.3, 3.12.3, 3.13.1, 3.15.1, 3.17.5, 3.18.3, 3.19.1). 1.9 Den Bedenken, die Windkraftanlage führe zu massiven Wertverlusten benachbarter Grundstücke (Anlage 1, Nr. 3.2.6, 3.4.4, 3.5.6, 3.8.5, 3.10.6, 3.11.6, 3.12.6, 3.17.7, 3.18.6). 1.10 Der Stellungnahme, das Thema Schattenwurf werde nicht ausreichend berücksichtigt. (Anlage 1, Nr. 3.3.2, 3.4.3, 3.8.3, 3.16.2, 3.17.2). 1.11 Der Stellungnahme, das Rücksichtnahmegebot gegenüber der bestehenden Wohnbe- bauung wird verletzt (Anlage 1, Nr. 3.3.3, 3.8.1, 3.17.4). 1.12 Der Stellungnahme, die Windenergieanlage erzeuge eine bedrängende Wirkung (An- lage 1, Nr. 3.4.2). 1.13 Der Stellungnahme, die Belange des Landschaftsschutzes würden nicht ausreichend berücksichtigt (Anlage 1, Nr. 3.3.4, 3.16.1, 3.19.2). 1.14 Der Stellungnahme, die Planung verstoße gegen geltendes Recht (Anlage 1, Nr. 3.16.3). 2. Der Entwurf des Bebauungsplans Nr. 648: Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd wird gemäß §§ 2 und 10 Baugesetzbuch und §§ 7 und 41 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen als Satzung beschlossen. Die Begründung zum Bebauungsplan Nr. 648 wird ebenfalls beschlossen (Anlage 2). II. Finanzielle Auswirkungen: Durch den Satzungsbeschluss entstehen der Stadt Münster keine Kosten. Für die Errichtung und den Betrieb der Anlage werden mit der Vorhabenträgerin Regelungen im Rahmen eines Durchführungs- vertrages getroffen. Begründung: Mit dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 648 und der 133. Änderung des Flächennutzungs- plans sollen die planungsrechtlichen Grundlagen für die Errichtung einer Windenergieanlage (WEA) am Autobahnkreuz Münster-Süd geschaffen werden. Die Fa. Wind2B GmbH plant die Errichtung und den Betrieb einer Windenergieanlage (WEA) mit ei- ner Gesamthöhe von mindestens 199 m bis zu einer maximalen Gesamthöhe von 235 m sowie einem Rotordurchmesser von maximal 180 m. Die Nennleistung beträgt mindestens 6,0 MW. Rotorblätter, Gondelverkleidung und Turm werden in einem gebrochenen Weiß vorgesehen. Die Stadt Münster schließt mit der Vorhabenträgerin Wind2B GmbH einen Durchführungsvertrag ge- mäß § 12 BauGB, der die Übernahme der Lasten und Kosten des Vorhabens durch den Vorhaben- träger regelt. Die Einleitung der Bauleitpläne wurde vom Rat der Stadt Münster am 24.04.2024 beschlossen (V/0092/2024). Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) fand am 15. Mai 2024 in Form einer Informationsveranstaltung im Haus der Begegnung in Münster- - 3 - V/0142/2026 Albachten statt. Die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange erfolgte vom 02.12.2024 bis zum 10.01.2025. Die Veröffentlichung der Entwürfe des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 648 und der 133. Änderung des Flächennutzungsplans gemäß § 3 Abs. 2 BauGB fand vom 01.12.2025 bis einschließ- lich 09.01.2026 statt. Parallel dazu erfolgte die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffent- licher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB. Die zu allen Beteiligungen eingegangenen Stellungnahmen sind in der Anlage 1 zusammengefasst. Zu diesen soll entsprechend den Beschlussvorschlägen unter 1. Beschluss gefasst werden. Der Entwurf des Bebauungsplans wird nicht geändert. Ergänzungen zu Artenschutz rund um den Mastbereich, zum Wasser- und zum Bodenschutz werden auf dem Blatt 2 des Plandokuments unter „Hinweise Punkte 10. bis 12.“ vorgenommen. Diese waren zur Veröffentlichung lediglich in der Be- gründung vermerkt. Da keine Änderungen an den Festsetzungen vorgenommen werden, kann der Satzungsbeschluss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 648 gefasst werden (Beschlussvor- schlag 2). Für die im Parallelverfahren durchgeführte 133. Änderung des Flächennutzungsplans soll der abschließende Beschluss durch die Vorlage Nr. V/0141/2026 herbeigeführt werden. Für dieses Bauleitplanverfahren wird anschließend die Genehmigung durch die Bezirksregierung Münster bean- tragt. Unabhängig vom Bauleitplanverfahren sieht das Bürgerenergiegesetz Nordrhein-Westfalen (Bürg Eng) eine verpflichtende finanzielle Beteiligung von Gemeinden sowie Bürgerinnen und Bür- gern an der Wertschöpfung neuer Windenergieanlagen vor. Details hierzu müssen noch in einer von der Stadt mit dem Anlagenbetreiber zu schließenden sogenannten Beteiligungsvereinbarung geregelt werden. Weitere Informationen sind den beigefügten Anlagen zu entnehmen. In Vertretung gez. Robin Denstorff Stadtbaurat Anlagen: Anlage 1 – Stellungnahmen Anlage 2 – Begründung Anlage 3 – Textliche Festsetzungen Anlage 4 – Planzeichnung (Verkleinerung)
V-0142-2026-Anlage-2-Begruendung
196673 Zeichen
Begründung zum Satzungsbeschluss / Seite 1 von 78
B e g r ü n d u n g
zum vorhabenbezogenen
Bebauungsplan Nr. 648: Albachten -
Windenergieanlage am Autobahnkreuz
Münster-Süd
Inhalt Seite
1 Planungsanlass / Planungsgrundlagen ................................................................................................. 3
1.1 Planungsanlass ........................................................................................................................... 3
1.2 Verfahrensstand .......................................................................................................................... 3
1.3 Planungserfordernis .................................................................................................................... 4
1.4 Planungsinstrument: Vorhabenbezogener Bebauungsplan ........................................................ 5
2 Geltungsbereich ..................................................................................................................................... 5
3 Planungsrechtliche Situation ................................................................................................................. 7
3.1 Bestehendes Planungsrecht ........................................................................................................ 7
3.1.1 Ziele der Raumordnung und Landesplanung .................................................................... 7
3.1.2 Regionalplanung ............................................................................................................... 7
3.2 Entwicklung aus dem Flächennutzungsplan ............................................................................... 9
3.3 Andere Vorgaben / Belange / Planwerke .................................................................................... 9
3.3.1 Bundesraumordnungsplan Hochwasserschutz (BRPH) ................................................... 9
3.3.2 Landschaftsplan und Freiraum ........................................................................................ 12
4 Räumliche und strukturelle Situation ................................................................................................... 13
5 Planungsziele ....................................................................................................................................... 13
6 Inhalte des vorhabenbezogenen Bebauungsplans ............................................................................. 13
6.1 Grundzüge der Planung / Konzept ............................................................................................ 13
6.2 Bauliche Nutzung und Baugestaltung ....................................................................................... 14
6.2.1 Art der baulichen Nutzung ............................................................................................... 14
6.2.2 Maß der baulichen Nutzung ............................................................................................ 15
6.2.3 Grundfläche ..................................................................................................................... 15
6.2.4 Höhe baulicher Anlagen .................................................................................................. 15
6.2.5 Überbaubare Grundstücksfläche .................................................................................... 16
6.2.6 Bauweise ......................................................................................................................... 17
6.2.7 Flächen oder Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden,
Natur und Landschaft ...................................................................................................... 17
6.2.8 Besondere Anforderungen an die äußere Gestaltung baulicher Anlagen /
Werbeanlagen ................................................................................................................. 17
6.3 Erschließung .............................................................................................................................. 18
6.3.1 Verkehrliche Erschließung .............................................................................................. 18
6.3.2 Technische Ver- und Entsorgung .................................................................................... 18
6.4 Wald / Flächen für die Landwirtschaft ....................................................................................... 19
6.5 Artenschutz ................................................................................................................................ 19
6.6 Immissionsschutz ...................................................................................................................... 20
6.6.1 Schallimmissionen ........................................................................................................... 20
6.6.2 Infraschall ........................................................................................................................ 23
6.6.3 Schattenwurf ................................................................................................................... 23
6.6.4 Optisch bedrängende Wirkung ........................................................................................ 24
6.6.5 Eiswurf ............................................................................................................................. 26
6.6.6 Bedarfsgesteuerte Nachtbefeuerung .............................................................................. 27
6.7 Bodenschutz - Altlasten / Altstandorte - Kampfmittel ................................................................ 27
6.8 Wasserschutz ............................................................................................................................ 27
6.9 Klimaschutz ............................................................................................................................... 27
6.10 Denkmalschutz / Archäologie .................................................................................................... 28
Anlage 2 zur Vorlage Nr. V/0142/2026
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
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7 Flächenbilanz ....................................................................................................................................... 28
8 Auswirkungen auf die Umwelt / Umweltbericht gemäß § 2 a BauGB ................................................. 29
8.1 Einleitung ................................................................................................................................... 29
8.2 Kurzdarstellung des Planungsinhalts und der Planungsziele ................................................... 29
8.3 Lage, Art, Umfang und Festsetzungen des geplanten Vorhabens ............................................ 29
8.4 Ziele des Umweltschutzes in Fachgesetzen und Fachplänen .................................................. 30
8.4.1 Fachgesetze .................................................................................................................... 30
8.4.2 Fachpläne, Schutzgebiete und geschützte Landschaftsbestandteile ............................. 35
8.5 Beschreibung und Bewertung der Umweltauswirkungen .......................................................... 37
8.5.1 Bestandsaufnahme und Bewertung des Ausgangszustands und voraussichtliche
Umweltauswirkungen ...................................................................................................... 37
8.5.2 Zusammenfassung der Bestandsaufnahme sowie der prognostizierten
Umweltauswirkungen ...................................................................................................... 52
8.5.3 Beschreibung der wichtigsten Merkmale der Bau- und Betriebsphase .......................... 52
8.6 Eingriffsbilanz und Kompensationsermittlung ........................................................................... 53
8.6.1 Bilanzierung der naturhaushaltlichen Beeinträchtigungen .............................................. 53
8.6.2 Bilanzierung der Beeinträchtigung von Wert- und Funktionselementen besonderer
Bedeutung ....................................................................................................................... 54
8.6.3 Bilanzierung des Kompensationsbedarfes für das Landschaftsbild ............................... 55
8.7 Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich und Eingriffsbilanz ............... 60
8.7.1 Vermeidungsmaßnahmen: .............................................................................................. 60
8.7.2 Ausgleichsmaßnahmen: .................................................................................................. 62
8.7.3 Zusammenfassende Darstellung der Maßnahmen ......................................................... 63
8.7.4 Gegenüberstellung der Kompensationsleistungen ......................................................... 65
8.8 Darstellung von anderweitigen Planungsmöglichkeiten ............................................................ 65
8.9 Zusätzliche Angaben ................................................................................................................. 66
8.9.1 Beschreibung der wichtigsten Merkmale der verwendeten technischen Verfahren bei
der Umweltprüfung .......................................................................................................... 66
8.9.2 Beschreibung der geplanten Maßnahmen zur Überwachung der erheblichen
Auswirkungen (Umweltbaubegleitung, Monitoring) ......................................................... 66
8.10 Zusammenfassung .................................................................................................................... 67
9 Gesamtabwägung ................................................................................................................................ 68
10 Realisierung der Planung / Durchführungsmaßnahmen ..................................................................... 68
11 Gutachten ............................................................................................................................................ 69
12 Quellenverzeichnis............................................................................................................................... 69
12.1 Abbildungsquellen ..................................................................................................................... 69
12.2 Rechtsgrundlagen ..................................................................................................................... 70
12.3 Literatur und Quellen Umweltbericht ......................................................................................... 71
Anhang 1: Visualisierung WEA .................................................................................................................... 74
Anhang 2: Plan 1 zum Umweltbericht: Darstellung der erfassten Biotoptypen ........................................... 77
Anhang 3: Plan 2 zum Umweltbericht: Pflanzplan Waldfläche ................................................................... 78
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 3 von 78
1 Planungsanlass / Planungsgrundlagen
1.1 Planungsanlass
Die Fa. Wind2B GmbH plant die Errichtung und den Betrieb einer Windenergieanlage (WEA) am
Autobahnkreuz Münster Süd der BAB 1 und 43 im Stadtbezirk Münster-West im Stadtteil Albach-
ten im Bereich der Straße „Am Getterbach“.
Ergänzend möchten die Stadtwerke Münster GmbH auf demselben Flurstück eine Freiflächen-
Photovoltaik-Anlage (FFSA) erstellen. Dieser konkrete Planungsanlass hat zu der Überlegung
geführt, auf der Ebene der vorbereitenden Bauleitplanung (Flächennutzungsplan) an dem Stand-
ort eine Fläche i.S. eines „Energieparks“ darzustellen.
Bzgl. der Errichtung der WEA ist durch den Vorhabenträger Wind2B GmbH mit Schreiben vom
31.01.2024 die Schaffung des erforderlichen Bauplanungsrechtes durch die Stadt Münster bean-
tragt worden. Nach pflichtgemäßem Ermessen hat die Stadt Münster entschieden, dem Antrag
zu entsprechen. Der Rat der Stadt Münster hat dazu am 24.04.2024 beschlossen, das Bebau-
ungsplanverfahren zu einem Vorhaben- und Erschließungsplan gem. § 12 BauGB durchzuführen,
um das Projekt planerisch genauer steuern und ordnen zu können.
Dies ist hier der Fall, da mit der in Aussicht stehenden Errichtung der WEA ein Beitrag zum Kli-
maschutz aufgrund der Nutzung regenerativer Energie und der Vermeidung von CO2-Emissionen
geleistet wird. Bei mindestens 6 MW installierter Wind-Leistung ergeben sich erhebliche Potenzi-
ale im erneuerbaren Energieerzeugungsbereich. Die prognostizierte Stromerzeugung beträgt ca.
13,5 GWh pro Jahr aus Windstrom. Mit dieser jährlichen Strommenge lassen sich rechnerisch
3.850 Privathaushalte zuverlässig mit sauberem Ökostrom versorgen, was einer CO 2-
Vermeidung von ca. 5.600 Tonnen pro Jahr entspricht.
Damit entspricht die Bauleitplanung den bei der Aufstellung von Bauleitplänen u.a. zu berücksich-
tigen Belangen1:
der Vermeidung von Emissionen,
der Nutzung erneuerbarer Energien sowie der sparsamen und effizienten Nutzung von
Energie,
der Versorgung, insbesondere mit Energie, einschließlich der Versorgungssicherheit.
Da die ergänzend projektierte FFSA kein entsprechendes Planungsbedürfnis für die Ebene der
verbindlichen Bauleitplanung auslöst, beschränkt sich der Bebauungsplan auf das Vorhaben der
Wind2B GmbH.
1.2 Verfahrensstand
Die Einleitung der Bauleitplanverfahren zur
133. Änderung des Flächennutzungsplanes zur Planung „Energiepark Autobahnkreuz
Süd“ sowie zum
1 § 1 (6) Nr. 7e, 7f) und f), Nr. 8e) BauGB
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 4 von 78
vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 648 „Windenergieanlage am Autobahnkreuz
Münster-Süd“
wurde am 24.04.2024 durch den Rat der Stadt Münster beschlossen.
Die Planaufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans sowie die parallele Änderung des
Flächennutzungsplanes erfolgen im sog. Vollverfahren mit frühzeitiger Beteiligung gemäß §§ 3
Abs. 1 und 4 Abs. 1 BauGB bzw. der Beteiligung der Nachbargemeinden gemäß § 2 Abs. 2
BauGB und der anschließenden Veröffentlichung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB sowie der Beteiligung
der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB.
Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB fand in Form einer Bür-
gerinformation am 15.05.2024 statt, die frühzeitige Beteiligung der Behörden und Träger öffentli-
cher Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB bzw. der Beteiligung der Nachbargemeinden gemäß § 2
Abs. 2 BauGB im Zweitraum 02.12.2024 bis 10.01.2025 einschließlich.
1.3 Planungserfordernis
Nach § 1 Abs. 3 BauGB haben die Gemeinden die Bauleitpläne aufzustellen, sobald und soweit
es für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erforderlich ist.
Ursprünglich hatte Stadt Münster mit der 65. Änderung des Flächennutzungsplanes von dem sog.
Planvorbehalt des § 35 Abs. 3 S. 3 BauGB Gebrauch gemacht und die Zulässigkeit von WEA im
Außenbereich gesteuert. WEA waren danach im Regelfall nur innerhalb der ausgewiesenen Kon-
zentrationszonen zulässig.
Da inzwischen im Regionalplan Münsterland Windenergiegebiete nach den Anforderungen des
WindBG rechtsverbindlich dargestellt sind, entfällt die Ausschlusswirkung der kommunalen Kon-
zentrationszonen, in dem der „Steuerungsvorbehalt“ nicht mehr anzuwenden ist (§ 249 Abs. 1
BauGB)2. Außerhalb ausgewiesener Windenergiegebiete sind Windenergievorhaben bei Errei-
chen der Flächenbeitragswerte nicht mehr privilegiert zulässig, sondern werden als „sonstige Vor-
haben“ gemäß § 35 Abs. 2 BauGB eingeordnet. Die Entprivilegierung schließt es allerdings nicht
aus, in Bauleitplänen zusätzliche Gebiete für Windenergieanlagen auszuweisen.
Die vorliegende Flächenausweisung stellt sich danach als reine Positivplanung dar. Die Zuläs-
sigkeit von Positivplanungen ergibt sich für den jetzigen Rechtszustand aus dem allgemeinen
Planungsrecht. Dass Positivplanungen auch dann möglich sein werden, wenn der neue Regio-
nalplan in Kraft getreten und der Flächenbeitragswert erreicht ist, hat der Gesetzgeber in § 249
Abs. 4 BauGB klargestellt. Wie auch in anderen Planungsfällen ebnet der Bebauungsplan über
§ 30 BauGB den Weg zum Baurecht, auch wenn die Windenergiefläche für die Flächenzielerfül-
lung auf Ebene der Regionalplanung keine Rolle spielt und dort keine Privilegierung vorgesehen
war. Der Regionalplan entfaltet keine Ausschlusswirkung.
Um eine bestimmte Anlagenkonfiguration und städtebauliche Eckpunkte der Windenergieanlage
verbindlich festzusetzen bzw. zu regeln, wird der vorhabenbezogene Bebauungsplan Nr. 648
"Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd" aufgestellt.
2 .“… soweit hierfür … Darstellungen im Flächennutzungsplan … an anderer Stelle erfolgt ist“ (§ 35 Abs. 3 Satz 3 BauGB) nicht
mehr anzuwenden ist. (§ 249 Abs. 1 BauGB)
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 5 von 78
1.4 Planungsinstrument: Vorhabenbezogener Bebauungsplan
Für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan gelten grundsätzlich dieselben verfahrensrechtli-
chen Regelungen, die auch sonst für Bebauungspläne maßgeblich sind. Spezielle Sonderrege-
lungen sind dadurch bedingt, dass der Vorhaben- und Erschließungsplan seiner Konzeption nach
eine objektbezogene Vorhabenplanung und keine Angebotsplanung ist.
Der vorhabenbezogene Bebauungsplan hat drei Bestandteile:
den Vorhaben- und Erschließungsplan – VEP – (objektbezogene Vorhabenplanung),
den vorhabenbezogenen Bebauungsplan – VBP -,
den Durchführungsvertrag.
Der Vorhabenbereich (Geltungsbereich des Vorhaben- und Erschließungsplanes) ist identisch
mit dem Geltungsbereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplans. Der Inhalt bzw. der projek-
tierte Standort der Einzelnutzung der Windenergieanlage sind in dem vorhabenbezogenen Be-
bauungsplan ebenso dargestellt wie die Erschließungsflächen sowie der Arbeitsbereich und bil-
den somit die Inhalte des Vorhaben- und Erschließungsplanes (Vorhaben- und Erschließungsbe-
standteile) (gemäß § 12 Absatz 3 Satz 1 BauGB) ab.
Zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Satzung zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan
muss das gesamte ‚Regelungspaket‘ (VEP als Bestandteil des vorhabenbezogenen Bebauungs-
plans mit seinen verbindlichen Festsetzungen einerseits und ergänzenden Regelungen im Durch-
führungsvertrag andererseits) vorliegen und zum Gegenstand der Abwägung des Rates der Stadt
Münster gemacht werden.
Die Begründung ist gemäß § 9 Abs. 8 BauGB beigefügt.
Gemäß § 2 Abs. 4 BauGB ist für das Bauleitplanverfahren eine Umweltprüfung durchzuführen, in
der die voraussichtlichen erheblichen Umweltauswirkungen zu ermitteln sowie in einem Umwelt-
bericht (gemäß § 2a Satz 3 BauGB als Teil in Kapitel 8 dieser Begründung) zu beschreiben und
zu bewerten sind.
2 Geltungsbereich
Der Geltungsbereich umfasst eine Fläche von 3,62 ha und wurde vom Vorentwurf zum Entwurf
angepasst. Innerhalb dieses Geltungsbereichs liegt das Grundstück Gemarkung Albachten, Flur
16, Teil des Flurstücks 58.
Eine Fläche von 540 m 2 östlich der vorhandenen Zufahrt zur Fläche und dem Wirtschaftsweg
wurde als Waldfläche in der Biotoptypenkartierung erfasst. Diese Fläche ist nicht für die Erschlie-
ßung der Fläche oder deren Nutzung erforderlich. Somit kann ein Einbezug in den Geltungsbe-
reich unterbleiben und eine Beanspruchung der Waldfläche sowie ein Ausgleich vermieden wer-
den.
Der verbindliche Geltungsbereich ist im Bauleitplan selbst durch Planzeichen festgesetzt.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 6 von 78
Abbildung 1: Geltungsbereich Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 „Windenergieanlage
am Autobahnkreuz Münster-Süd“ auf der ABK (ohne Maßstab, Quelle/Grundlage siehe Kapitel
12.1)
Abbildung 2: Geltungsbereich Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 „Windenergieanlage
am Autobahnkreuz Münster-Süd“ auf dem Luftbild (ohne Maßstab, Quelle/Grundlage siehe Kapitel
12.1)
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 7 von 78
Der Einspeisepunkt für eine WEA ist derzeit noch nicht festgelegt. Dieser wird in Abstimmung mit
dem Netzbetreiber / Stadtwerke Münster abgestimmt.
Der Vorhabenbereich ist von außen durch den Anschluss des Weges „Am Getterbach“, der heute
bereits der Erschließung / Erreichbarkeit der landwirtschaftlichen Fläche dient, angeschlossen.
Für die Abgrenzung des Geltungsbereiches bedarf es keiner Berücksichtigung dieser Verkehrs-
fläche bzw. eines Einbezuges in den Geltungsbereich aus Gründen des städtebaulichen Zusam-
menhanges (§ 12 Abs. 4 BauGB).
3 Planungsrechtliche Situation
3.1 Bestehendes Planungsrecht
Das Plangebiet liegt im Außenbereich gem. § 35 BauGB.
3.1.1 Ziele der Raumordnung und Landesplanung
Bauleitpläne sind gemäß § 1 Abs. 4 BauGB den Zielen der Raumordnung und Landesplanung
anzupassen.
In der Beachtung der landes- und regionalplanerischen Vorgaben ist zwischen Grundsätzen, die
in der Abwägung durch die Kommune zu berücksichtigen sind, und Zielen, die von der Kommune
bei ihren Planungen verbindlich zu beachten sind, zu unterscheiden.
Der Landesentwicklungsplan (LEP) NRW bestimmt für die Windenergie insbesondere folgende
Ziele und Grundsätze:
Ziel 10.2-2 Vorranggebiete für die Windenergienutzung
Ziel 10.2-3 Unvereinbarkeit von Höhenbeschränkungen mit Windenergiebereichen
Ziel 10.2-6 Windenergienutzung in Waldbereichen
Grundsatz 10.2-7 Windenergienutzung in waldarmen Gemeinden
Ziel 10.2-8 Windenergienutzung in Bereichen für den Schutz der Natur
Grundsatz 10.2-9 Berücksichtigung bestehender Windenergiestandorte und kommunaler
Windenergieplanungen
Ziel 10.2-13 Steuerung der Windenergienutzung im Übergangszeitraum
Der Zubau von Windenergieanlagen erfolgt in Nordrhein-Westfalen zukünftig in Windener-
giebereichen gemäß Ziel 10.2-2 sowie auf Sonderbauflächen, in Sondergebieten und mit
diesen vergleichbaren Ausweisungen in Flächennutzungsplänen und Bebauungsplänen.
Die beabsichtigte Bauleitplanung steht den o.g. Zielen und Grundsätzen des Landesentwick-
lungsplanes (LEP) NRW nicht entgegen. (siehe auch Kapitel 1.3 Planungserfordernis).
3.1.2 Regionalplanung
Der Geltungsbereich der Änderung des Flächennutzungsplans ist im am 31.03.2025 im Regio-
nalrat festgestellten und im am 17.04. rechtskräftig gewordenen Regionalplan für den Regie-
rungsbezirk Münster (Münsterland) als Freiraum / Agrarbereich zeichnerisch festgelegt (siehe
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 8 von 78
nachfolgende Abbildung 3). Es handelt sich jedoch um keinen landwirtschaftlichen Kernraum
bzw. eine solche Darstellung wird im Regionalplan Münsterland nicht vorgenommen. Zudem er-
folgt für die Fläche eine Überlagerung als „Bereich für den Schutz der Landschaft und land-
schaftsorientierten Erholung“ (BSLE). Nördlich und südlich des Änderungsbereiches ist angren-
zend „Waldbereich“ dargestellt.
Abbildung 3: Ausschnitt aus dem Regionalplan Münsterland der Bezirksregierung Münster,
Stand: 14.01.2025 (ohne Maßstab, Quelle/Grundlage siehe Kapitel 12.1)
Mit seinem Inkrafttreten hat der geänderte, neue Regionalplan für das Münsterland (Bekanntma-
chung im Gesetz- und Verordnungsblatt (GV. NRW.) Ausgabe 2025 Nr. 21 vom 17.4.2025 Seite
383 bis 394 den sachliche Teilplan und seine Ziele und Grundsätze zu den erneuerbaren Ener-
gien ersetzt.
Die Vereinbarkeit der Planung mit den Zielen und Grundsätzen des Regionalplanes wird in der
parallelen 133. Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Münster geprüft und bestätigt.
Mit dieser Änderung wird die verbindliche Bauleitplanung mit dem Vorhabenbezogenen Bebau-
ungsplan 648 vorbereitet. Siehe hierzu Kapitel 2.2 der Begründung zur 133. Änderung.
Insgesamt gesehen können im Geltungsbereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplans
Nr. 648 die Funktionen und Aufgaben der Vorbehaltsgebiete „Allgemeiner Freiraum- und Agrar-
bereich“ sowie „Bereich für den Schutz der Landschaft und der landschaftsorientierten Erholung“
(BSLE) nur eine nachgeordnete Bedeutung entfalten. Das Umfeld ist geprägt durch die Nähe zu
zwei Autobahnen, einem Autobahnkreuz und einer mehrgleisigen Fernverkehrsstrecke der Bahn.
Damit ist die Immissionssituation und Erreichbarkeit der Fläche z. B. für die Naherholung und das
Landschaftserleben deutlich eingeschränkt. Auch ist eine besondere Funktion des Allgemeinen
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 9 von 78
Freiraum- und Agrarbereiches als Puffer zwischen Infrastrukturbändern und Wohnsiedlungsbe-
reichen durch den Abstand zu den nächstliegenden Siedlungsflächen nicht zu erkennen.
Der vorhabenbezogene Bebauungsplan Nr. 648 „Windenergieanlage am Autobahnkreuz Müns-
ter-Süd“ ist mit den Zielen der Regionalplanung nach dem Sachlichen Teilplan Energie zum Re-
gionalplan bzw. mit dem Regionalplan Münsterland als vereinbar anzusehen.
Zur Anpassung der Bauleitplanung an die Ziele der Raumordnung gem. § 1 Abs. 4 BauGB wurde
im Zusammenhang mit der parallelen 133. Änderung des Flächennutzungsplans zur Planung
„Energiepark Autobahnkreuz Süd“ eine landesplanerische Anfrage nach § 34 Abs. 1 Landespla-
nungsgesetz (alter Fassung) bei der Regionalplanungsbehörde der Bezirksregierung Münster
gestellt. Im Ergebnis wird bestätigt, dass Ziele der Regional- und Landesplanung dem Vorhaben
demnach voraussichtlich nicht entgegenstehen werden. Eine erneute Anfrage nach § 34 Landes-
planungsgesetz (LPlG) wurde gestellt, eine Antwort blieb aus.
3.2 Entwicklung aus dem Flächennutzungsplan
Bebauungspläne sind gemäß § 8 Abs. 2 BauGB aus dem Flächennutzungsplan zu entwickeln.
Der Flächennutzungsplan wird im Rahmen der 133. Änderung im Parallelverfahren gemäß
§ 8 Abs. 3 BauGB geändert in „Fläche für Versorgungsanlagen mit der Zweckbestimmung „EE -
Erneuerbare Energie" hier Windenergieanlage (WEA) bzw. Freiflächensolaranlage" (FFSA) ge-
mäß § 5 Abs. 2 Nr. 2b i. V. m. Nr. 4 BauGB. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan wird damit
gemäß § 8 Abs. 2 BauGB aus dem Flächennutzungsplan entwickelt.
Mit der Darstellung einer „Fläche für Versorgungsanlagen“ wird auf der Ebene der Flächennut-
zungsplanung mit der zugehörigen Zweckbestimmung für den Änderungsbereich die zweckent-
sprechende Festsetzung von Einzelvorhaben vorbereitet.
3.3 Andere Vorgaben / Belange / Planwerke
3.3.1 Bundesraumordnungsplan Hochwasserschutz (BRPH)
Am 01.09.2021 ist der länderübergreifende Bundesraumordnungsplan Hochwasserschutz
(BRPH) in Kraft getreten. Der neue BRPH hat das Ziel, länderübergreifend die von Starkregen
und Hochwasser ausgehenden Gefahren zu verringern. Von besonderer Bedeutung sind die Si-
cherung und Rückgewinnung natürlicher Überschwemmungsflächen, die Risikovorsorge in po-
tenziell überflutungsgefährdeten Bereichen (z. B. hinter Deichen) und der Rückhalt des Wassers
in der Fläche des gesamten Einzugsgebietes. Der Plan soll das Wasserrecht unterstützen und
ergänzen und dient dazu, den Hochwasserschutz u. a. durch vorausschauende Planung zu ver-
bessern.
Die Ziele des BRPH sind im Rahmen der kommunalen Bauleitplanung gemäß § 1 Abs. 4 BauGB
zu beachten. Die Grundsätze sind im Rahmen der Abwägung zu berücksichtigen.
Gemäß dem länderübergreifenden Bundesraumordnungsplan Hochwasserschutz (BRPH) sind
insbesondere die nachfolgenden Ziele und Grundsätze des BRPH zu beachten bzw. berücksich-
tigen. Die in der Stadt Münster gemachten Erfahrungen mit Starkregenereignissen unterstreichen
die Notwendigkeit hierzu.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 10 von 78
Merkmal Bewertung, Erläuterung
Ziel I.1.1
Bei raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen
einschließlich der Siedlungsentwicklung sind die Risi-
ken von Hochwassern nach Maßgabe der bei öffentli-
chen Stellen verfügbaren Daten zu prüfen; dies betrifft
neben der Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Hoch-
wasserereignisses und seinem räumlichen und zeitli-
chen Ausmaß auch die Wassertiefe und die Fließge-
schwindigkeit. Ferner sind die unterschiedlichen Emp-
findlichkeiten und Schutzwürdigkeiten der einzelnen
Raumnutzungen und Raumfunktionen in die Prüfung
von Hochwasserrisiken einzubeziehen.
Die WEA bzw. das Plangebiet liegen außerhalb festgesetz-
ter Überschwemmungsbereiche, so dass baubedingte er-
hebliche Auswirkungen – z.B. durch einen etwaigen Ver-
lust von Retentionsräumen – nicht anzunehmen sind. Das
Plangebiet liegt im Einzugsbereich des Fließgewässers
Emmerbach, der ca. 450 m südlich und ca. 650 – 850 m
nördlich der Vorhabenfläche verläuft.
Ziel I.2.1
Die Auswirkungen des Klimawandels im Hinblick auf
Hochwasserereignisse durch oberirdische Gewässer
oder durch Starkregen sind bei raumbedeutsamen Pla-
nungen und Maßnahmen einschließlich der Siedlungs-
entwicklung nach Maßgabe der bei öffentlichen Stellen
verfügbaren Daten vorausschauend zu prüfen.
Anhand vorliegender Erkenntnisse (z. B. Starkregengefah-
renhinweiskarte NRW) sind durch die Lage und die bauli-
che Prägung des Plangebietes keine Auswirkungen des
Klimawandels im Hinblick auf Hochwasserereignisse zu er-
warten.
Die Starkregengefahrenhinweiskarte NRW zeigt für das
Vorhabengebiet in der östlichen Teilfläche im nördlichen
Bereich Wasserhöhen von 0,1 m bis zu 0,5 m durch ext-
reme Starkregenereignisse. In der Gefahrenkarte ist der
Mastbereich entsprechend eingefärbt.
Aufgrund der zu erwartenden Wasserhöhen ist keine
keine Gefahr für die WEA und deren Nebenanlagen zu er-
warten. Das Fundament kann durch Hochwasser oder Flu-
ten stark in Mitleidenschaft gezogen werden, was sowohl
die Standsicherheit gefährdet als auch umfangreiche In-
standsetzungsarbeiten erfordert. Daher werden, auch zum
Schutz sog. kritischer Technik im Bedarfsfall bauseitig Si-
cherungs- und Schutzvorkehrungen gegen eindringendes
Wasser vorgenommen.
Grundsatz II.1.1
Bei raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen in
Einzugsgebieten nach § 3 Nummer 13 WHG sollen
hochwasserminimierende Aspekte berücksichtigt wer-
den. Auf eine weitere Verringerung der Schadenspo-
tenziale soll auch dort, wo technische Hochwasser-
schutzanlagen schon vorhanden sind, hingewirkt wer-
den.
Dieser Grundsatz trifft auf das Vorhaben / den Änderungs-
bereich nicht zu, da neben der WEA selbst keine größeren
Infrastrukturbauten oder gesonderte (dauerhafte) Erschlie-
ßungsanlagen und -wege geplant sind. Die anfallenden
Oberflächenwässer verbleiben i. d. R. auf der Fläche.
Die heutigen Bedingungen an den Abfluss des Nieder-
schlagswassers werden vor Ort nicht verändert.
Dies gilt auch bei der Errichtung einer WEA.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 11 von 78
Abbildung 4: Starkregengefahrenhinweiskarte NRW bei einem extremen Ereignis (ohne Maßstab,
Quelle/Grundlage siehe Kapitel 12.1)
Abbildung 5: Starkregengefahrenhinweiskarte NRW bei einem seltenen Ereignis (ohne Maßstab,
Quelle/Grundlage siehe Kapitel 12.1)
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 12 von 78
3.3.2 Landschaftsplan und Freiraum
Das Plangebiet liegt innerhalb des Geltungsbereichs des rechtskräftigen Landschaftsplans 3 „Ro-
xeler Riedel“ der Stadt Münster.
In dem Landschaftsplan ist das Gebiet mit der Festsetzung eines Landschaftsschutzgebietes
überlagert. Das Schutzgebiet (LSG 3-2.2.1 – Schonebeck, Rüschenfeld, und Alvingheide) sieht
als Schutzziel die Erhaltung der Münsterländischen Parklandschaft vor.
In einem Landschaftsschutzgebiet sind die Errichtung und der Betrieb von Windenergieanlagen
(WEA) sowie der zugehörigen Nebenanlagen nicht verboten3. Dies gilt nur bis zum Erreichen des
Flächenbeitragswertes. Durch den rechtskräftigen Regionalplan ist dieser erreicht. Danach ist
nach BNatSchG § 26 Abs. 3 Satz 1l in einem Landschaftsschutzgebiet die Errichtung und der
Betrieb von Windenergieanlagen sowie der zugehörigen Nebenanlagen nicht verboten, wenn sich
der Standort der Windenergieanlagen in einem Windenergiegebiet nach § 2 Nr. 1 des Windener-
gieflächenbedarfsgesetzes vom 20. Juli 2022 (BGBl. I S. 1353) befindet. Satz 1 gilt auch, wenn
die Erklärung zur Unterschutzstellung nach § 22 Abs. 1 entgegenstehende Bestimmungen ent-
hält. Für die Durchführung eines im Übrigen zulässigen Vorhabens bedarf es insoweit keiner
Ausnahme oder Befreiung. Bis gemäß § 5 des Windenergieflächenbedarfsgesetzes festgestellt
wurde, dass das jeweilige Land den Flächenbeitragswert nach Anlage 1 Spalte 2 des Windener-
gieflächenbedarfsgesetzes oder der jeweilige regionale oder kommunale Planungsträger ein da-
raus abgeleitetes Teilflächenziel erreicht hat, gelten die Sätze 1 bis 3 auch außerhalb von für die
Windenergienutzung ausgewiesenen Gebieten im gesamten Landschaftsschutzgebiet entspre-
chend.
Dabei wird bei der Inanspruchnahme dem § 2 EEG Rechnung getragen, wonach die Errichtung
und der Betrieb von Anlagen zur Nutzung der erneuerbaren Energien sowie der dazugehörigen
Nebenanlagen im überragenden öffentlichen Interesse liegen und der öffentlichen Sicherheit die-
nen. Die erneuerbaren Energien sollen insoweit in die jeweils durchzuführenden Schutzgüterab-
wägungen als vorrangiger Belang eingebracht werden, bis die Stromerzeugung im Bundesgebiet
nahezu treibhausgasneutral ist.
Bzgl. der WEA treten die Darstellungen und Festsetzungen eines Landschaftsplans mit dem In-
krafttreten des überplanenden Bebauungsplans außer Kraft, soweit sie den Festsetzungen des
neuen Bebauungsplans widersprechen und soweit der Träger der Landschaftsplanung (Stadt
Münster, Untere Naturschutzbehörde) im Beteiligungsverfahren einer entsprechenden Flächen-
nutzungsplanänderung zugestimmt hat.
Die Aufhebung des Landschaftsplans in diesem Teilbereich erfolgt automatisch, es muss kein
Verwaltungsverfahren durchgeführt werden.
Der Rat der Stadt Münster hat nach vorheriger Beratung des Ausschusses für Umweltschutz,
Klimaschutz und Bauwesen unter Beteiligung des Beirates nach dem Landesnaturschutzgesetz
3 Bundesnaturschutzgesetz – BNatSchG - § 26 Landschaftsschutzgebiete, Absatz 3, Satz 1
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 13 von 78
als Träger der Landschaftsplanung über die Bauleitplanung gemäß § 20 Abs. 4 Landesnatur-
schutzgesetz zu beraten und über die Entlassung / Löschung aus dem Landschaftsschutz zu
entscheiden.
Die Grünordnung der Stadt Münster ist mit mehreren Zielkonzepten (jeweils Fortschreibung 2012)
unterlegt. Für die hier in Rede stehende Fläche sind dabei das Grünsystem-Freiraumkonzept mit
Vorrangflächen für die Freiraumsicherung, das Zielkonzept Naturraum und Zielkonzept Freizeit
und Erholung besonders relevant. Im Ergebnis ist keine Betroffenheit der Grünordnung durch die
vorliegende Planung erkennbar, da kein Widerspruch zu den Aussagen dieser Zielkonzepte vor-
liegt.
Schutzwürdige Biotope aufgrund des LANUV NRW-Katasters bzw. gesetzlich geschützte Biotope
(Landesnaturschutzgesetz NRW) sind nicht betroffen.
4 Räumliche und strukturelle Situation
Das Plangebiet liegt innerhalb einer landwirtschaftlich genutzten Fläche. Die Fläche ist durch die
BAB 43 im Süden, die BAB 1 im Osten und die Bahnlinie Münster-Essen im Norden eingefasst.
Dabei ist der in der Nähe liegende Kreuzungsbereich der Autobahnen mit den in Dammlage ge-
führten Verkehrswegen gerade im Osten mit der Einsehbarkeit und die räumlich isolierte Lage
des Plangebietes prägend. Im Süden und Norden sind die Verkehrswege überwiegend durch
Bewuchs von dem Plangenbiet getrennt. Westlich des Plangebietes befindet sich eine landwirt-
schaftliche Hofstelle. Westlich der Hofstelle verläuft eine Hochspannungsfreileitung.
Für die Bewertung der räumlichen und strukturellen Situation und speziell des Landschaftsbildes
ist für die WEA ist eine erste Visualisierung durchgeführt worden. Diese ist im Anhang 1 wieder-
gegeben. Siehe hierzu auch Kapitel 2.3.9 der Begründung zur 133. Änderung des Flächennut-
zungsplanes der Stadt Münster.
5 Planungsziele
Ziel der hier vorliegenden verbindlichen Bauleitplanung ist die Schaffung der bauplanungsrecht-
lichen Grundlage für die WEA.
Grundsätzlich wird mit der Planung die Absicht verfolgt, einem Beitrag zur Umstellung der Strom-
erzeugung auf regenerativen Energiequellen und zur Dekarbonisierung der Energieerzeugung zu
leisten.
6 Inhalte des vorhabenbezogenen Bebauungsplans
6.1 Grundzüge der Planung / Konzept
Geplant ist die Schaffung der bauplanungsrechtlichen Zulässigkeit für die Errichtung einer Wind-
energieanlage (WEA) mit einer Höhe von maximal 235,00 m und einem Rotordurchmesser von
maximal 180,00 m. Die Nennleistung beträgt mindestens 6,0 MW.
Ein kreisförmiges Fundament aus Beton und Stahlbeton bildet die Verankerung für den Hybrid-
turm (Beton-Stahl-Konstruktion). Der Rotor, bestehend aus drei Rotorblättern aus glasfaserver-
stärktem Kunststoff und der Rotornabe, formt die aerodynamische Leistung in mechanische Leis-
tung der drehenden Rotorwelle um. Weitere Komponenten sind Kupplungen und Bremsen sowie
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 14 von 78
der Generator, der die mechanische Leistung in elektrische Leistung transformiert. Der Maschi-
nenträger ist das zentrale tragende Element der Gondel, an dem direkt oder indirekt alle Teile
des Rotors und Generators befestigt sind. Die Gondelverkleidung besteht ebenfalls aus glasfa-
serverstärktem Kunststoff.
Rotorblätter, Gondelverkleidung und Turm werden in nicht reflektierender, matter Farbe erstellt
und vermeiden dadurch störende Lichtblitze („Discoeffekte“).
Der vorhabenbezogene Bebauungsplan setzt den Rahmen für die Zulässigkeit des Vorhabens.
Die Festsetzungen des vorhabenbezogenen Bebauungsplans sind so konkret, dass die wesent-
lichen Auswirkungen des Vorhabens sowie dessen grundsätzliche Machbarkeit abgebildet wer-
den. So werden die Baugrenzen für das Fundament rechteckig vorgesehen, um andere Formen
des Fundaments als die kreisrunde Ausführung zu berücksichtigen.
Nach 20 bis 30 Jahren haben WEA i.d.R. das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und müssen rück-
gebaut werden. Der vollständige Rückbau der WEA nach Ende der Nutzungsdauer wird durch
den Vorhabenträger garantiert.
6.2 Bauliche Nutzung und Baugestaltung
6.2.1 Art der baulichen Nutzung
Festgesetzt wird Sonstiges Sondergebiet gem. § 11 BauNVO; Zweckbestimmung „Windenergie-
anlage“ gem. § 11 Abs. 2 BauNVO.
Bzgl. der Art der Nutzung wird festgesetzt:
Innerhalb des Sondergebietes sind zulässig:
• Eine Windenergieanlage mit einer Nennleistung von mind. 6 MW und die zugehörigen Ne-
benanlagen insbesondere Transformatorgebäude und Übergabestation
• Erschließungsflächen zur Unterhaltung der Windenergieanlage und der zugehörigen Ne-
benanlagen im Betrieb einschließlich der Unterflur-Einspeise-Versorgungsleitung
• Temporäre Einrichtungen innerhalb des in der Planzeichnung gekennzeichneten „Arbeits-
bereiches“, für Kranstellflächen, Montageflächen, Lager- und Entsorgungsflächen, Park-
flächen, Zuwegungen zur Errichtung bzw. Rückbau der Windenergieanlage und der zuge-
hörigen Nebenanlagen.
Außerdem können zugelassen werden:
• Vorhaben, die der Nutzung der solaren Strahlungsenergie, dienen - einschließlich der An-
lagen zur Erzeugung von Strom oder Wärme aus solarer Strahlungsenergie -, sofern sie
der Vorhaben- und Erschließungsplanung für die Errichtung und den Betrieb der WEA
nicht entgegenstehen.
Begründung:
Das Plangebiet soll für die Windenergie gesichert werden. Da sich die geplante Nutzungsart von
den Baugebietstypen der BauNVO wesentlich unterscheidet, wird folglich ein sonstiges Sonder-
gebiet mit der Zweckbestimmung „Windenergie“ festgesetzt. Nach § 12 Abs. 3 BauGB kann
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
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grundsätzlich von den Gebietstypen der BauNVO abgewichen werden. Dennoch soll, analog zu
einem Angebots-Bebauungsplan, die Baugebietstypik gem. § 11 BauNVO Anwendung finden.
6.2.2 Maß der baulichen Nutzung
Mit der Festsetzung des Maßes der baulichen Nutzung innerhalb des Plangebietes soll der Stand-
ort und die Ausdehnung der zulässigen baulichen Anlagen geregelt werden.
Die zulässige Grundfläche darf durch die Grundfläche des in der Planzeichnung gekennzeichne-
ten „Arbeitsbereiches“ zur Errichtung bzw. zum Rückbau der Windenergieanlage und der zuge-
hörigen Nebenanlagen überschritten werden.
6.2.3 Grundfläche
Bzgl. der Grundfläche wird festgesetzt:
Die zulässige Grundfläche der Windenergieanlage einschließlich Turm, Fundament, Erdaufschüt-
tung auf der Fundamentplatte, als Bestandteil der Gründung darf maximal 1.300 m 2 und für Er-
schließungsflächen zur Unterhaltung der Windenergieanlage und der zugehörigen Nebenanla-
gen im Betrieb maximal 1.900 m 2 (teilversiegelt als Flächen aus Pflaster mit weiten Fugen, Ra-
sengittersteine, wassergebundene Splitt oder Schotterflächen) nicht überschreiten.
Die zulässige Grundfläche darf durch die Grundfläche des in der Planzeichnung gekennzeichne-
ten Arbeitsbereiches zur Errichtung bzw. zum Rückbau der Windenergieanlage und der zugehö-
rigen Nebenanlagen überschritten werden.
Begründung:
Die Beschränkung der Grundfläche dient dazu, den Eingriff in den Boden zu reglementieren. In
erster Linie sind hier die Versiegelungen zum Fundamentbau und für den Bau der Nebenanlagen
(z. B. Transformator, Schaltanlage, sofern nicht in Gondel und Fuß der WEA verbaut) zu nennen.
Jedoch werden bei Windenergieanlagen auch spezielle Erschließungsflächen (Zufahrten, Kran-
stellflächen, Lagerflächen) erforderlich. Für die Instandhaltung von Windenergieanlagen ist die
regelmäßige Pflege und Wartung unabdingbar. Die erforderlichen Flächen werden im vorhaben-
bezogenen Bebauungsplan ebenfalls festgesetzt.
6.2.4 Höhe baulicher Anlagen
Bzgl. der Höhe der baulichen Anlage wird festgesetzt:
Die maximale Höhe baulicher Anlagen HAmax der Windenergieanlage darf 235,00 m nicht über-
schreiten.
Die minimale Höhe baulicher Anlagen HAmin der Windenergieanlage darf 199,00 m nicht unter-
schreiten.
Die Gesamthöhe errechnet sich bei der Windenergieanlage mit Horizontalachse aus der Höhe
der Rotorachse über der geometrischen Mitte des Turms zuzüglich Rotorradius.
Als unterer Bezugspunkt wird gemäß § 18 Abs. 1 BauNVO die natürliche Geländeoberkante mit
der DHHN-Höhe 63,5 m ü. NHN festgelegt.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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Der Mittelpunkt der Windenergieanlage wird auf der ETRS89.UTM-Koordinaten RW 400600,71 /
HW 5752805,01 festgelegt.
Begründung:
Für das Sondergebiet wird in Abhängigkeit zu der geplanten Nutzung die maximal zulässige Ge-
samthöhe (GH) mit maximal 235,00 m berücksichtigt und über die Festsetzung einer sog. NHN-
Höhe4 als unterer Bezugspunkt nach § 18 BauNVO geregelt.
Mit der maximalen Höhenzulässigkeit wird die für den Standort akzeptable Höhe der WEA ab-
schließend bestimmt. Die Visualisierung (siehe Kapitel 6.6.4 und Anhang 1 Visualisierung WEA)
zeigt, dass die Wirkung der WEA an dem Standort für das Umfeld bzw. den Fernbereich sowie
die Einsehbarkeit von außen tolerabel ist.
Das OVG NRW5 hat festgestellt, dass es nicht genügt, nur Höchstmaße festzusetzen. Auch eine
Unterschreitung von festgesetzten Maßfaktoren ist in den Blick zu nehmen. Ist sie in einem Um-
fang möglich, der die Identität des vereinbarten Vorhabens in Frage stellt und die durch den Vor-
habenbegriff begrenzte Variationsbreite verlässt, bedarf es daher zusätzlich der Festsetzung von
Mindestmaßen, denn es gilt zu vermeiden, dass der vorhabenbezogene Bebauungsplan ein an-
deres Vorhaben zulässt, als es im Durchführungsvertrag in Verbindung mit dem Vorhaben- und
Erschließungsplan vereinbart worden ist. Dies ist gemeint, wenn das Bundesverwaltungsgericht
verlangt, dass in einem Vorhaben- und Erschließungsplan die Kubatur jedenfalls in ihrem we-
sentlichen Umfang festgelegt sein muss.
Um eine wesentliche „Abweichung nach unten“ nicht zu ermöglichen, wird eine einzuhaltende
minimale Gesamthöhe mit 199,00 m festgesetzt.
6.2.5 Überbaubare Grundstücksfläche
Die überbaubare Grundstücksfläche wird vorhabenbezogen aufgrund der Standortfestlegung
räumlich eng begrenzt. Dabei wird für „Fundament und Turm“ eine Fläche mit einem Durchmes-
ser von 40 m sowie für die „Rotor-in-Fläche“6 ein Durchmesser von 180 m vorgesehen.
Es wird festgesetzt:
Die Errichtung der Windenergieanlage ist nur innerhalb der Baugrenzen zulässig. Sowohl Turm,
Fundament, Treppe sowie die Rotorflächen der Windenergieanlage und die zugehörigen Neben-
anlagen sind nur innerhalb der Baugrenzen zulässig.
Der Mittelpunkt des Turms der Windenergieanlage ist auf der ETRS89.UTM-Koordinate RW
400600,71 / HW 57528805,01 vorzusehen.
4 Das Normalhöhennull (NHN) ist die Bezeichnung der Bezugsfläche für die Angabe von Höhen über dem Meeresspiegel in
Deutschland. Es ist seit 1993 der Nachfolger des 1879 eingeführten Normalnull (NN).
5 OVG NRW - Urteil vom 04.05.2023 mit Blick auf BVerwG, Beschlüsse vom 05.03.2019 - 4 BN 18.18
6 Rotor-in bedeutet, im Gegensatz zu Rotor-out, dass die Gebietsgrenzen einer Flächenausweisung durch die Rotorblätter von Anla-
gen nicht überstrichen werden dürfen.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 17 von 78
Begründung:
Der Standort sowie die räumliche Ausdehnung der WEA sollen vorhabenbezogen präzisiert fest-
gesetzt werden. Dabei erfüllen die festgesetzten überbaubaren Grundstücksflächen im Zusam-
menhang mit der festgesetzten maximal zulässigen Grundfläche die Funktion eines hier maximal
zulässigen Rahmens. Dieser ist mit Abweichungen „nach unten“ durch das Vorhaben auszufüllen.
Im Bebauungsplan wird der Standort für die Windenergieanlage festgesetzt, auf dessen Basis die
immissionsschutzrechtlichen Gutachten erstellt wurden. Dabei wird für den Anlagenstandort eine
gewisse Toleranz gewährt, um z.B. auf kleinflächige Bodenbeschaffenheiten, die zu Gründungs-
problemen führen könnten, eingehen zu können.
Zudem wird der sog. „Arbeitsbereich“ gekennzeichnet.
6.2.6 Bauweise
Die Festsetzung einer zulässigen Bauweise nach BauNVO ist aufgrund des Planungsanlasses
(Errichtung einer einzelnen WEA) hier nicht erforderlich.
6.2.7 Flächen oder Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden,
Natur und Landschaft
Befestigte Flächen (mit Ausnahme der Fundamente der Windkraftanlage) wie Kranstellflächen,
Montageflächen, Lager- und Entsorgungsflächen, Parkflächen, Zuwegungen zur Errichtung bzw.
Rückbau der Windenergieanlage und der zugehörigen Nebenanlagen sind in Wasser- und luft-
durchlässigem Aufbau als ungebundene Decke herzustellen.
6.2.8 Besondere Anforderungen an die äußere Gestaltung baulicher Anlagen / Werbean-
lagen
Bzgl. besonderer Anforderungen an die äußere Gestaltung baulicher Anlagen bzw. der WEA so-
wie zur Zulässigkeit von Werbeanlagen wird festgesetzt:
Im Sondergebiet ist der Turm der Windenergieanlage als geschlossene zylindrische oder koni-
sche Röhre ohne Plattformen, Anbauten oder Verbreiterungen zwischen Basis und Gondel zu
erstellen.
Sende- und Empfangsanlagen für den Mobilfunk an der Windenergieanlage können ausnahms-
weise zugelassen werden, sofern ihr äußerer Abstand zum Turm 0,5 m nicht überschreitet und
das Landschaftsbild nicht beeinträchtigt wird.
Die Oberflächen des Turms, der Gondel und der Rotorblätter der Windenergieanlage sind mit
heller, matter und nicht reflektierender Farbgebung zu erstellen. Um Lichtreflexe zu vermeiden,
sind ausschließlich matte Töne zu verwenden.
Eine über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinausgehende Kennzeichnung ist nicht zulässig.
Lediglich auf den Windenergieanlagen-Typ und die Herstellerbezeichnung sowie die Betreiber-
gesellschaft darf mittels Werbeaufschrift im Bereich der Gondel hingewiesen werden. Die Auf-
schriften dürfen keine reflektierende oder fluoreszierende Wirkung haben und eine Beleuchtung
ist nicht zulässig.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 18 von 78
Begründung:
Entsprechend der Vorhabenplanung wird der der Turm der WEA als geschlossene zylindrische
oder konische Röhre ohne Plattformen, Anbauten oder Verbreiterungen zwischen Basis und Gon-
del vorgegeben. Damit sind andere Konstruktionen nicht zulässig.
Für die WEA wird versucht, eine möglichst „unauffällige“ Farbgestaltung vorzusehen. So ist für
den Turmmast entweder eine weiße oder sehr hellgraue matte und nicht reflektierender Farbge-
bung vorzusehen. In dem unteren Bereich soll eine andere Farbgebung vor dem Horizont ein
Einfügen in die überwiegend grüne Randkulisse ermöglichen.
6.3 Erschließung
6.3.1 Verkehrliche Erschließung
Der Vorhabenbereich ist von außen durch den Anschluss des Weges „Am Getterbach“, der heute
bereits der Erschließung / Erreichbarkeit der landwirtschaftlichen Fläche dient, angeschlossen.
Die Festsetzung von Straßenverkehrsfläche ist nicht erforderlich. Dem Anspruch an einen quali-
fizierten Bebauungsplan (Festsetzungen über die Art und das Maß der baulichen Nutzung, der
überbaubaren Grundstücksflächen sowie über die örtlichen Verkehrsflächen) wird mit der Fest-
setzung der Straßenbegrenzungslinien an der Straße „Am Getterbach“ entsprochen.
Zur Errichtung von Windenergieanlagen ist kein Verkehrskonzept erforderlich, da diese in der
Regel keine Verkehre auslösen. Die Anlagen müssen beim Bau und zu Wartungszwecken er-
reichbar sein, hierzu sind jedoch keine voll ausgebauten Straßen erforderlich. In der Regel läuft
die Erschließung über die vorhandenen Feldwege, die ggf. für die Schwerlastverkehr verbreitert
oder verstärkt werden müssen. Dies kann in Schotter oder durch die Verlegung von Stahl- und
Aluplatten erfolgen. Für die Detailfragen des Transportes von Großteilen der WEA wird vom Her-
steller eine Transportstudie erstellt.
6.3.2 Technische Ver- und Entsorgung
Für die geplante WEA ist eine Trink- und Löschwasserversorgung nicht erforderlich. Gleiches gilt
für eine Löschwasserbevorratung. Grundsätzlich ist der Einsatz alterungs‐ und korrosionsbestän-
diger Bauteile sowie von feuerbeständigen Bauteilen und Konstruktionen vorgesehen und auch
zweckmäßig. Der großen Höhe wegen können Feuerwehren nichts anderes tun, als das Windrad
„kontrolliert abbrennen“ zu lassen.
Weitere Anforderungen hat die Brandschutzdienststelle bei Beteiligungen im weiteren Genehmi-
gungsverfahren zu formulieren.
Das Plangebiet ist abwassertechnisch nicht erschlossen. Eine Ableitung von Schmutzwasser ist
nicht erforderlich.
Das im Bereich der geplanten WEA anfallende Niederschlagswasser ist ausschließlich als unver-
schmutztes Niederschlagswasser anzusehen, das in den Untergrund durch Versickerung einzu-
leiten wäre. Das Niederschlagswasser ist innerhalb des Plangebietes zu versickern. Dabei ist der
heutige natürliche Landabfluss beizubehalten. Es stellt sich die Frage, ob durch die geplante WEA
der Boden des Anlagengeländes auf eine Art und Weise verändert wird, sodass die natürliche
Entwässerungsfähigkeit (Versickerung) von Regenwasser relevant verschlechtert wird.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 19 von 78
Die hier vorgesehene Planung bereitet eine dauerhafte Neuversiegelung für Fahrwege und Kran-
stellfläche sowie für die Anlage von Fundamenten und Böschungen im Gesamtumfang von ca.
voll- bzw. teilversiegelter 3.200 m2 vor und somit den dauerhaften Verlust von biologisch aktiver
Bodenfilterfläche für die temporäre Speicherung und Aufarbeitung des auftreffenden Nieder-
schlagswassers. Da für einen Großteil der genannten Fläche aber nur eine Teilversiegelung
(1.900 m²) vorgesehen ist bzw. auch im Bereich der WEA keine kanalisierte Ableitung des Nie-
derschlagswassers erfolgt, sondern dieses auf den angrenzenden Flächen versickern kann, ist
mit einer nur minimal veränderten Grundwasserneubildung zu rechnen. Die Versiegelungen wer-
den hierbei auf ein notwendiges Maß reduziert. Mit einer eingriffserheblichen Veränderung der
Grundwasserneubildungsrate ist daher nicht zu rechnen. Ein direkter Eingriff in den Grundwas-
serkörper ist nicht beabsichtigt und kann somit ausgeschlossen werden.
6.4 Wald / Flächen für die Landwirtschaft
Waldflächen sind nicht Bestandteil des Plangebietes, grenzen jedoch unmittelbar an das Gebiet
im Nordosten an. Hinsichtlich der Waldbewirtschaftung und der geplanten WEA entstehen keine
Nutzungskonflikte.
Die Bodenwertzahl beträgt 25 bis 40 Podsol-Pseudogley (Weide und Acker, für intensive
Ackernutzung Melioration7 empfehlenswert) im Norden, 35 bis 60 Braunerde-Pseudogley (Weide,
nach Melioration Acker) in der Mitte, 30 bis 45 Pseudogley (weidefähiges Grünland, für intensive
Weidenutzung Melioration empfehlenswert, für Ackernutzung erforderlich) im Süden8: insgesamt
keine hohe Ertragsfähigkeit (im Mittel Bodenwertzahl 42,5). Die derzeitige landwirtschaftliche Nut-
zung der Flächen ist Ackerland. Die landwirtschaftliche Nutzung ist bei dem Umfang der Flächen-
inanspruchnahme nicht wesentlich betroffen. Es verbleibt um den Standort der WEA ausreichend
geschnittene Fläche, die als Ackerschlag genutzt werden kann. Insgesamt liegt keine hohe Er-
tragsfähigkeit des Bodens vor.
6.5 Artenschutz
Nach europäischem Recht müssen bei Eingriffsplanungen alle streng und auf europäischer
Ebene besonders geschützten Arten berücksichtigt werden. Im Rahmen der verbindlichen Bau-
leitplanung müssen auch die artenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere die Verbote
nach § 44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz, welche bei der Umsetzung des Bebauungsplans
entstehen, als spezielle Artenschutzprüfung (ASP) abgeprüft werden.
Die Auswirkungen und möglichen Konflikte der Planung auf die planungsrelevanten Arten im
Sinne der Definition des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbrau-
cherschutz des Landes NRW werden in dem Artenschutzrechtlichen Fachbeitrag zur 133. Ände-
rung des Flächennutzungsplans durch die Fa. Stadtlandkonzept, Werther (04/2025) untersucht
und bewertet.
7 Bodenkulturmaßnahmen zur Verbesserung des Bodenwasser-, Bodenluft- und Nährstoffhaushaltes mit dem Ziel der Erhöhung der
Bodenfruchtbarkeit und der Ertragssteigerung sowie der Verhinderung von Bodenerosion, Bodenversauerung und Versalzung
8 Bodenkarte NRW – Geologischer Dienst (Bodeneinheit L4110_P-S821SW3, L4110_b-S531SW3, L4110_S721SW4), abgerufen
04.03.2024
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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Der Fachbeitrag kommt zusammenfassend zu folgendem Gesamturteil des Eingriffs (S. 35):
„Im Rahmen des hier vorliegenden artenschutzrechtlichen Fachbeitrages zu der Aufstellung des
B-Plans „Energiepark Albachten“ und der einhergehenden FNP-Änderung im Stadtgebiet von
Münster wurden bei den Artengruppen Vögel, Fledermäuse, Amphibien und Libellen die Zugriffs-
verbote nach § 44 Abs. 1 i. V. m. Abs. 5 BNatSchG abgeprüft.
Das (potenzielle) Vorkommen von 65 Arten konnte im Untersuchungsgebiet herausgestellt wer-
den (15 Säugetierarten, 44 Vogelarten, 4 Amphibienarten, 2 Libellenarten).
Unter Berücksichtigung der Wirkfaktoren konnten im Rahmen der Vorprüfung (Stufe I) eine Be-
troffenheit von 9 Arten abgeleitet werden.
• Abendsegler, Breitflügelfledermaus, Kleinabendsegler, Zweifarbfledermaus, Rauhautfleder-
maus, Zwergfledermaus, Bluthänfling, Nachtigall, Star
Für die vom Eingriff (potenziell) betroffenen Arten wurden artenschutzrechtliche Vermeidungs-
maßnahmen festgelegt, die dem Schutz von Fledermaus- und Vogelarten vor baubedingten Tö-
tungen und anlagebedingten/ betriebsbedingten Lebensraumverlusten dienen (siehe hierzu Kap.
7, [des Artenschutzrechtlichen Fachbeitrages]):
VART1 Bauzeitenregelung
VART2 Fledermausfreundliche Abschaltalgorithmen
Unter Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen kann das Eintreten von Verbotstatbestän-
den gem. § 44 Abs. 1 i. V. m. Abs. 5 BNatSchG ausgeschlossen werden.“
Dem Vollzug des Bauleitplans stehen somit keine artenschutzrechtlichen Hindernisse entgegen.
Die Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen wird dem Vorhabenträger im Durchführungs-
vertrag und voraussichtlich auch im nachfolgenden Genehmigungsverfahren aufgegeben.
Hierzu werden Hinweise im Plandokument (Blatt 2 der Planzeichnung, Nr. 10. Artenschutz) auf-
genommen.
6.6 Immissionsschutz
6.6.1 Schallimmissionen
Werden an der umgebenden Bebauung die Richtwerte gemäß "Technischer Anleitung zum
Schutz gegen Lärm" (TA-Lärm) eingehalten, entstehen durch den Anlagenbetrieb keine schädli-
chen Umweltauswirkungen. Das Vorhaben ist dann nicht rücksichtslos, sondern zumutbar. Die
Einhaltung der TA Lärm ist grundsätzlich im nachfolgenden BlmSch-Genehmigungsverfahren
nachzuweisen. Zu Gunsten einer möglichst hohen Energieausbeute werden keine darüberhin-
ausgehenden planungsrechtlichen Anforderungen an den Anlagenbetrieb vorgesehen.
Auf der Ebene der Bauleitplanung ist die grundsätzliche Machbarkeit der WEA mit einer Höhe
von maximal 235,00 m und einem Rotordurchmesser von maximal 180,00 m zu klären, um die
Vollzugsfähigkeit des Bauleitplanes sicherzustellen. Hierzu ist eine schalltechnische Beurteilung /
Prognose erstellt worden9.
9 Schallimmissionsprognose für eine neue Windenergieanlage, B-Plan „Energiepark AK Münster-Süd“, Stadt Münster, Nordrhein-
Westfalen, (Revision 01) planGIS GmbH, Hannover, Mai 2025.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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Im Auftrag des Vorhabenträgers erstellte Immissionsprognosen und -messungen sind dem Re-
gelsystem des BImSchG immanent, da dieses unter anderem die sog. „betreibereigene Überwa-
chung von Anlagen“ (BImSchG §§ 26 - 29) vorsieht.
Es soll eine WEA mit einer Gesamthöhe von bis zu 235,0 m und einer minimalen Gesamthöhe
von 199,0 m errichtet werden. Zu den für die Berechnungen angenommenen Abmessungen des
Rotors siehe weiter unten die Ausführungen zur „worst-case-Untersuchung“.
Als Immissionsorte werden betrachtet:
A Am Getterbach 99, Mecklenbeck,
B Vogelsang 255, Amelsbüren,
C Vogelsang 83, Albachten,
D Am Getterbach 201, Albachten,
E Am Getterbach 209, Albachten,
F Am Getterbach 211, Albachten,
G Sendener Stiege 72, Albachten,
H Am Getterbach 73, Mecklenbeck,
H1 Am Getterbach 73, Mecklenbeck,
I Am Getterbach 53 v, Mecklenbeck,
J Am Getterbach 53 r, Mecklenbeck,
K Am Getterbach 49 s, Mecklenbeck,
K1 Am Getterbach 49 s, Mecklenbeck,
L Am Getterbach 51 c, Mecklenbeck,
L1 Am Getterbach 51 c, Mecklenbeck,
M Am Getterbach 49 k, Mecklenbeck,
M1 Am Getterbach 49 k, Mecklenbeck,
N Untietheide 9, Mecklenbeck,
N1 Untietheide 9, Mecklenbeck,
O Sendener Stiege 126, Albachten,
P Sendener Stiege 151, Albachten,
Q Sendener Stiege 161, Albachten,
R Sendener Stiege 190, Albachten,
S1 Steinbrede 5, Albachten,
S2 Steinbrede 5, Albachten.
Als Vorbelastungen der Immissionsorte sind die Geräuschimmissionen von sechs bestehenden
WEA südwestlich, südlich und südöstlich eingeflossen. Ferner befinden sich im Westen des zu
Münster gehörenden Stadtteils Mecklenbeck mehrere durch Bebauungspläne ausgewiesene Ge-
werbegebiete, welche entsprechend berücksichtigt werden müssen. Weiterhin befinden sind auf
der Hofstelle „Am Getterbach 201“ einige landwirtschaftliche Abluftanlagen, auch diese werden
berücksichtigt.
Die Berechnung der Schallimmissionen erfolgte mit dem Schallberechnungsmodul des Pro-
gramms IMMI – Version 2024 der Firma Wölfel. Hierbei handelt es sich um eine nach DIN 45687
qualitätsgesicherte Software für die Berechnung von Lärm und Luftschadstoffen.
Für die Berechnung des Beurteilungspegels mit der vorgenannten Software wurden 25 Immissi-
onsorte (IO) in der Umgebung der geplanten Anlage bestimmt. Als Richtwerte wurden die nächt-
lichen Immissionsrichtwerte gemäß TA Lärm zugrunde gelegt, in diesem Fall 35 dB(A) für reine
Wohngebiete, 38 dB(A) für Gemengelagen in 2. Reihe, 40 dB(A) für allgemeine Wohngebiete und
Gemengelagen in 1. Reihe und 45 dB(A) für Dorf- Mischgebiete sowie Außenbereiche.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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Begründung / Seite 22 von 78
Im Sinne einer „worst-case-Untersuchung“ wurde für die vorliegende Schallberechnung ein Ro-
tordurchmesser von 175 m und eine Nabenhöhe von 147,5 m gewählt. Dabei gilt zu berücksich-
tigen, dass die Schallausbreitung von einer theoretischen Punktquelle auf Nabenhöhe ausgeht.
Je höher diese Quelle gewählt wird, desto weiter wird der Schall in der Umgebung „verteilt“. Bei
größeren Rotordurchmessern und damit geringeren Nabenhöhen bei einer hier maximalen Ge-
samthöhe von 235 m sind weit entfernte Immissionsorte damit weniger stark belastet. Somit wur-
den im Sinne des Anwohnerschutzes die beschriebenen Werte angesetzt. Dennoch sind alle
denkbaren Kombinationen aus Rotordurchmesser und Nabenhöhe durch die vorliegende Prüfung
abgedeckt und damit aus gutachterlicher Sicht umsetzbar.
Die Berechnungen zeigen, dass die Schallimmissionsrichtwerte (IRW) und Gemengelagenwerte
durch die Vorbelastungen an allen Immissionsorten eingehalten werden können. Teilweise erfolgt
eine vollständige Ausschöpfung der Werte. An einigen Immissionsorten kann es zu relevanten
Schallreflexionen im Sinne der TA Lärm kommen.
Durch die Zusatzbelastung von einer neu geplanten Anlage können die Richt- und Gemengela-
genwerte an den meisten Immissionsorten eingehalten werden. An den Immissionsorten A, M
und M1 erfolgt mit dem gewählten „worst-case“ Ansatz eine Überschreitung des IRW. Es wird
somit eine schallreduzierte Betriebsweise für die Nachtstunden erforderlich. Relevante Schallre-
flexionen im Sinne der TA Lärm treten nicht auf. Die für den Tag geltenden Immissionsrichtwerte
werden durchweg um mehr als 10 dB(A) unterschritten, eine entsprechende Untersuchung des
Tag-Zeitraumes ist daher nicht erforderlich. Es gilt für alle Immissionsorte Punkt 2.2. Abs. a der
TA Lärm, es befindet sich kein bewohntes Gebäude im Einwirkbereich nach Definition der TA
Lärm zum Tagzeitraum.
Bei der Betrachtung der Gesamtbelastung mit nächtlicher Schallreduzierung zeigt sich folgendes
Bild. Es wird an vier Immissionsorten der jeweilige Richt- bzw. Gemengelangenwert überschrit-
ten.
Die Überschreitung an den Immissionsorten K1, M, M1 und N ergibt sich erst aus dem Zusam-
menwirken von zulässiger Vor- und Zusatzbelastung. An diesen Immissionsorten gilt Punkt 3.2.1
Abs. 3 der TA Lärm, hier wird die Irrelevanz anhand der Gesamtbelastung definiert. Die Über-
schreitung des Richt- bzw. des erhöhten Gemengelangenwertes von 1 dB(A) muss als zulässig
angesehen werden, da nach TA Lärm gilt: 1 dB ist definitionsgemäß der Unterschied zwischen
zwei Schallpegeln, den das menschliche Gehör gerade eben als Unterschied wahrnehmen kann.
Daraus folgt, dass eine Richtwertüberschreitung von 1 dB als hinnehmbar einzustufen ist, da sie
vom menschlichen Gehör kaum wahrgenommen werden kann. Die Vor- und Zusatzbelastung
halten für sich genommen den IRW bzw. Gemengelangenwert ein, erst bei Betrachtung der Ge-
samtbelastung kommt es zu einer marginalen Erhöhung des Beurteilungspegels. An einigen Im-
missionsorten können Schallreflexionen auftreten, welche aber nicht zu einer erheblichen Erhö-
hung des Beurteilungspegels führen.
Es ist somit aus gutachterlicher Sicht, trotz berechneter Richtwertüberschreitungen im Untersu-
chungsgebiet eine Genehmigungsfähigkeit in der dargelegten Betriebsweise an der geplanten
WEA während der Nachtstunden gegeben.
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Unter Beachtung einer entsprechenden nächtlichen Schallreduzierung an der neuen WEA kann
daher die Errichtung der geplanten Windenergieanlage aus Gründen der Schallemissionen durch
Windenergieanlagen als umsetzbar angesehen werden.
6.6.2 Infraschall
Der hörbare Bereich liegt zwischen ca. 20 Hz (Hertz) und 16.000 Hz. Das Ohr nimmt Druck-
schwankungen ab 0,00002 Pascal (Pa) (= 20 dB) wahr, ab 20 Pa (= 120 dB) wird der Schall als
schmerzhaft wahrgenommen. Der Schall unter 20 Hz wird als Infraschall, der Schall über 20.000
Hz als Ultraschall bezeichnet.
„Tieffrequente Geräusche und Infraschall sind bei Windenergieanlagen messtechnisch nachweis-
bar, aber für den Menschen nicht hörbar. Nach den Untersuchungen der Infraschallwirkungen auf
den Menschen erwies sich unhörbarer (nicht wahrnehmbarer) Infraschall als unschädlich. Wei-
terhin werden die Windenergieanlagen infraschallentkoppelt installiert, so dass sich der Infra-
schall nicht über den Boden ausbreiten kann. Der Körperschall ist daher nur in unmittelbarer Nähe
um die WEA vorhanden, dabei aber nicht wahrnehmbar. In diesem Zusammenhang sei auf die
Untersuchung am Windpark Weiberg durch die Kötter Consulting Engineers GmbH & Co. KG
vom Mai 2015 im Kreis Paderborn verwiesen, welche sich diesem Thema intensiv gewidmet hat.
Es konnte auch hierbei zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass keine wahrnehmbaren tieffre-
quenten Geräusche innerhalb der Wohnbebauung zu messen waren. Ferner lag der Infraschall
erheblich unterhalb der relevanten und damit für den Menschen wahrnehmbaren Schwelle.“10
Das OVG Nordrhein-Westfalen hat mit Beschluss vom 29.03.2023 11 geurteilt, dass Infraschall -
wie auch tieffrequenter Schall - durch Windenergieanlagen im Allgemeinen unterhalb der Wahr-
nehmungsschwelle des menschlichen Gehörs liegt und nach dem bisherigen Stand wissenschaft-
licher Erkenntnisse grundsätzlich nicht zu Gesundheitsgefahren führt.
Es gehen von der WEA keine unzumutbaren Umwelteinwirkungen oder sonstigen Gefahren i.S.d.
§ 5 Abs. 1 Nr. 1 BImSchG aus. Die Erfüllung der Pflichten des § 5 BImSchG ist "sicherzustellen".
Dies ist gegeben, wenn Nachteile oder Belästigungen mit hinreichender, dem Verhältnismäßig-
keitsgrundsatz entsprechender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen sind.
Dieses ist hier aufgrund der Entfernung zu den dem WEA-Standort (Rotorblattspitze) nächstge-
legenen wohngenutzten Immissionsorten („Am Getterbach 99“ im Osten und „Am Getterbach
201“im Westen) mit rd. 380 m bzw. rd. 390 m der Fall.
6.6.3 Schattenwurf
Durch die Drehbewegung der Rotorblätter von Windenergieanlagen kommt es bei Sonnenschein
zu einem beweglichen Schattenwurf, wobei das zeitliche Auftreten und die Länge des Schlag-
schattens je nach Sonnenstand und Ausrichtung variieren. Liegen Fenster von Wohnhäusern
10 Schallimmissionsprognose, ebenda, S. 8
11 OVG NRW 22 B 176/23
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oder Freiraumbereiche wie Terrassen oder Balkone im Bereich des Schlagschattens der Wind-
energieanlagen, kann es zu bestimmten Zeiten zu einer deutlichen Wahrnehmbarkeit der zykli-
schen Schattenwirkung kommen.
Es ist eine Schattenwurfprognose 12 erstellt worden. Auf Grundlage der Hinweise zur Ermittlung
und Beurteilung der optischen Immissionen von Windenergieanlagen der Bund-/Länder-Arbeits-
gemeinschaft Immissionsschutz (LAI), Arbeitskreis Lichtimmissionen, sind die Berechnungen für
eine Maximalbetrachtung durch die astronomisch maximal möglichen Beschattungszeiten durch-
zuführen. Diese dürfen nicht mehr als 30 Stunden pro Jahr und 30 Minuten pro Tag betragen. Die
Berechnung des zu erwartenden Schattenschlages wird i.d.R. als worst-case erstellt. Hierbei wird
angenommen, dass die Sonne täglich von Sonnenauf- bis -untergang scheint, die Rotorfläche
immer senkrecht zur Sonneneinfallsrichtung steht und die WEA immer in Betrieb ist. Die tatsäch-
liche meteorologische Beschattung ergibt i. d. R. um >70 % verringerte Werte. Ferner wurde Be-
wuchs nicht als Schattenwurfhindernis berücksichtigt. Im Sinn der „worst-case-Untersuchung“
wurde eine maximale Schattenwurfreichweite von 2.500 m angenommen. Daher sind alle Be-
rechnungen unabhängig von Rotordurchmesser, Nabenhöhe und Blattgeometriedaten vorge-
nommen worden. Es sind bei Gesamthöhen der Windkraftanlage von 200 m bis 235 m alle denk-
baren Kombinationen aus Rotordurchmesser und Nabenhöhe durch die vorliegende Prüfung ab-
gedeckt und damit aus gutachterlicher Sicht umsetzbar.
Die Schattenwurfprognose 04/2025 kommt hierbei zu der folgenden Zusammenfassung und
Empfehlung (S. 17):
„Bei Betrachtung der Gesamtbelastung ergibt sich dann folgendes Bild. Durch Akkumulation der
Beschattungen wird an 83 der hier untersuchten 142 Immissionsorte die Beschattungsdauer von
30 Stunden pro Jahr sowie an 136 Immissionsorten auch die Beschattungsdauer von 30 Minuten
pro Tag überschritten. Es wird an einigen Immissionsorten in der Realität durch Bewuchs deutlich
weniger realer Schattenwurf ankommen. Die maximale Beschattungen sind hier identisch mit der
Zusatzbelastung.
Da die Richtwertüberschreitungen teilweise als erheblich zu bezeichnen sind, ist mit entsprechen-
den Belästigungen an den betroffenen Immissionsorten zu rechnen, und die neu geplante WEA
wird eine Schattenwurfabschaltautomatik erhalten müssen, um die von der LAI definierten Richt-
werte an den einzelnen Immissionsorten einzuhalten.“
Die neue WEA muss demzufolge eine Schattenabschaltung erhalten.
Durch die matten Anstriche der Rotorblätter werden Lichtreflexionen (sog. Discoeffekt) vermieden
und müssen nicht berücksichtigt werden.
6.6.4 Optisch bedrängende Wirkung
Im § 249 Abs. 10 BauGB ist bzgl. der sog. „optisch bedrängenden Wirkung“ einer WEA ausge-
führt, dass der „öffentliche Belang einer optisch bedrängenden Wirkung einem Vorhaben, das der
Erforschung, Entwicklung oder Nutzung der Windenergie dient, in der Regel nicht entgegensteht,
12 Schattenwurfvorprognose für eine neue Windenergieanlage, B-Plan Nr. 648 „Energiepark AK Münster-Süd“, Stadt Münster,
Nordrhein-Westfalen, (Revision 01) PlanGIS GmbH, Hannover, Mai 2025.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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wenn der Abstand von der Mitte des Mastfußes der Windenergieanlage bis zu einer zulässigen
baulichen Nutzung zu Wohnzwecken mindestens der zweifachen Höhe der Windenergieanlage
entspricht. Höhe ist die Nabenhöhe zuzüglich Radius des Rotors.“ Beträgt der Abstand zwischen
Wohnhaus und WEA weniger als das Zweifache der Gesamthöhe der Anlage (hier: max. 470 m).
so ist die Regelvermutung des § 249 Abs. 10 BauGB nach ihrem eindeutigen Wortlaut nicht an-
wendbar. Es ist dann eine gutachterliche Einzelfallprüfung durchzuführen. Dabei geht es vor al-
lem um folgende Gesichtspunkte: unterschiedliche Rotorgrößen und Rotorstellungen in Abhän-
gigkeit von der Hauptwindrichtung, unterschiedliche Gegebenheiten auf dem schutzbedürftigen
Wohnhausgrundstück hinsichtlich Ausrichtung der Räume und vorhandenen oder fehlenden
Sichtschutzes, Sichtschutzeffekte durch Vegetation oder bauliche Anlagen sowie unterschiedli-
che Gegebenheiten in der Umgebung hinsichtlich topographischer Höhendifferenzen.
Der Abstand von der Mitte des Mastfußes der Windenergieanlage bis zu einer zulässigen bauli-
chen Nutzung zu („Am Getterbach“ 99 im Osten und „Am Getterbach“ 201 im Westen) beträgt rd.
470 m bzw. rd. 482 m. Es kann davon ausgegangen werden, dass durch die festgesetzte maximal
zulässige Höhe von 235 m bzw. unter Berücksichtigung der später beantragten genauen Anla-
genhöhe eine „optisch bedrängenden Wirkung“ ausgeschlossen ist, da überall der Abstand des
Zweifachen der Gesamthöhe der Anlage eingehalten wird.
Darüber hinaus liegen zwischen der östlich liegenden Bebauung die Autobahn mit hochliegen-
dem sog. „Überwurf“ und östlich davon Wald-/Grünbereiche, die die Wohnstellen im Osten ein-
fassen, sodass auch von dieser Seite her eine optische Bedrängung nicht zu erkennen ist.
Eine Überprüfung von dem nächstgelegenen, als Ferienwohnung genutzten Anbau an ein Wohn-
haus hat die Sichtbarkeit des Rotors aufgezeigt. Hierbei ist aber zu berücksichtigen, dass die
Sichtbeziehung von dem Objekt an der Straße „Am Getterbach“ durch den Lärmschutzwall, Au-
tobahn, Lärmschutzwand und „Überwurf“ eine durch technische Bauwerke bestimmte Umgebung
darstellen.
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Abbildung 6: Abstand von der Mitte des Mastfußes der Windenergieanlage bis zu „Am Getter-
bach“ 99 im Osten und „Am Getterbach“ 201 im Westen (ohne Maßstab, Quelle/Grundlage siehe
Kapitel 12.1)
6.6.5 Eiswurf
Bei ungünstigen Wetterlagen kann es zu Eisbildung an der WEA kommen, was bei einem An-
tauen oder durch Drehbewegung des Rotors zu Eiswurf führen kann. Bei modernen WEA können
Gefährdungen durch Eiswurf durch technische Maßnahmen (Rotorblattheizung, Abschaltautoma-
tik) deutlich reduziert werden. Ggf. notwendige abstandsbezogene bzw. technische Schutzvor-
kehrungen sind, unter Berücksichtigung der standortspezifischen Eintrittswahrscheinlichkeit, spä-
testens im Rahmen des jeweiligen Anlagengenehmigungsverfahrens gutachterlich zu prüfen.
Auf der Ebene der Bauleitplanung ist die grundsätzliche Machbarkeit der WEA mit einer Höhe
von maximal 235,00 m und einem Rotordurchmesser von maximal 180,00 m zu klären, um die
Vollzugsfähigkeit des Bauleitplanes sicherzustellen. Hierzu wurde im Rahmen der Risikobeurtei-
lung zum Anlagenbau u. a. zu Eisabfall die folgende Bewertung abgegeben: Auf der Grundlage
einer Simulation des Eisabfalls ist erkennbar, dass nur die landwirtschaftlich genutzten Flächen
und Wirtschaftswege in der näheren Umgebung der geplanten WEA durch Eisabfall betroffen
sein könnten. Das Autobahnkreuz Münster-Süd, die Bahntrasse sowie das nahegelegene Hof-
grundstück inkl. Zufahrt liegen außerhalb der ermittelten Gefährdungsbereiche, weswegen eine
direkte Gefährdung durch Eisabfall von der geplanten WEA nicht erkennbar ist. Für die landwirt-
schaftliche Nutzung der umliegenden Flächen und Wirtschaftswege ist eine unzulässige Gefähr-
dung durch Eisabfall nicht anzunehmen, da die Wintermonate nicht die üblichen Bewirtschaf-
tungs- oder Erntezeiten der Flächen darstellen und deshalb auch mit weniger landwirtschaftli-
chem Verkehr zu rechnen ist.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
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Zur Risikoreduzierung werden Eiserkennungssysteme in der Windkraftanlage installiert, die re-
gelmäßig überprüft werden. Durch Hinweisschilder wird an den Zufahrtswegen zur WEA und den
umliegenden Wirtschaftswegen auf die Gefährdung durch Eisabfall aufmerksam gemacht.
6.6.6 Bedarfsgesteuerte Nachtbefeuerung
Eine über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinausgehende Befeuerung oder Kennzeichnung
der WEA ist nicht zulässig.
6.7 Bodenschutz - Altlasten / Altstandorte - Kampfmittel
Nach der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) (Stand: 01.08.2023) gilt
gemäß § 4 Abs. 5, dass bei Vorhaben, bei denen auf einer Fläche von mehr als 3.000 m² Mate-
rialien auf oder in die durchwurzelbare Bodenschicht auf- oder eingebracht werden, Bodenmate-
rial aus dem Ober- oder Unterboden ausgehoben oder abgeschoben wird oder der Ober- und
Unterboden dauerhaft oder vorübergehend vollständig oder teilweise verdichtet wird, für die Zu-
lassung des Vorhabens die zuständige Behörde im Benehmen mit der für den Bodenschutz zu-
ständigen Behörde von dem nach § 7 Satz 1 des Bundes-Bodenschutzgesetzes Pflichtigen die
Beauftragung einer bodenkundlichen Baubegleitung nach DIN 19639 im Einzelfall verlangen
kann.
Im Plandokument wird ein Hinweis zum Bodenschutz aufgenommen. Ebenso erfolgt ein Hinweis
zum Thema Kampfmittel und Altlasten.
6.8 Wasserschutz
Im Zusammenhang mit der angestrebten Planung sind potenzielle Auswirkungen auf Oberflä-
chengewässer und Grundwasser von Bedeutung.
Die (sehr kleinräumigen) Auswirkungen auf das Schutzgut Wasser sind mit negativen Auswirkun-
gen verbunden und somit als erheblich zu werten. Der Großteil der Eingriffe ist jedoch mit sehr
geringen Auswirkungen verbunden und somit unerheblich.
Ein entsprechender Hinweis wird in die Planzeichnung mit aufgenommen.
Für die Anlagenzufahrt muss voraussichtlich ein Straßenseitengraben entlang des Weges „Get-
terbach“ auf einer Länge von etwa 120 – 130 m verrohrt werden. Dieser Grabenabschnitt liegt
jedoch außerhalb des Geltungsbereiches.
6.9 Klimaschutz
Bauleitpläne sollen den Klimaschutz und die Anpassung an Folgen des Klimawandels grundsätz-
lich fördern. Dieser Belang wird seit der sog. Klimaschutznovelle im BauGB 13 besonders betont.
Eine höhere Gewichtung des Belangs in der Gesamtabwägung ist damit aber nicht präjudiziert.
Das Plangebiet ist landwirtschaftlich genutzt. Durch die WEA werden keine besonderen, über die
ackerbauliche Nutzung des Standortes hinausgehenden klimaaktiven Grün-, Gehölz- oder Vege-
tationsbestände überplant oder beansprucht. Durch die WEA kann es nur theoretisch zu einer
13 Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes bei der Entwicklung in den. Städten und Gemeinden in den Städten und Gemeinden,
(BGBl. I S. 1509), 30.07.2011
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 28 von 78
Veränderung bestimmter lokalklimatischen Verhältnisse kommen. Die WEA hat gemeinhin keine
Auswirkungen auf die Frisch-/Kaltluftproduktion.
Das Klimapotential des heutigen Freiland-Klimatops14, das sich durch windoffen mit einem unge-
störten, stark ausgeprägten Tagesgang von Temperatur und Feuchte sowie durch eine starke
Frisch-/Kaltluftproduktion auszeichnet, kann aufgrund der solitären WEA grundsätzlich beibehal-
ten werden.
Aufgrund der Inanspruchnahme des Änderungsgebietes für WEA ist nicht mit einer Zunahme von
Treibhausgasemissionen zu rechnen. Im Gegenteil werden die geplante WEA (und die mit der
Änderung des Flächennutzungsplanes angezeigte FFSA) zur Einsparung von Treibhaus-
gasemissionen führen, indem die erzeugte Strommenge treibhausgasverursachende Erzeu-
gungsformen ersetzt. Die Nennleistung der WEA beträgt mindestens 6,0 MW. (Zur CO 2-
Einsparung siehe Kapitel 1.1 Planungsanlass.)
Die Planung entspricht der im „Klimaschutzteilkonzept Erneuerbare Energie der Stadt Münster“
dargelegten Strategie eines Ausbaus von Windenergie und Freiflächensolaranlagen insbeson-
dere entlang der übergeordneten Verkehrsbänder.
6.10 Denkmalschutz / Archäologie
In dem Plangebiet befindet sich kein eingetragenes Bau- oder Bodendenkmal. Aus denkmalpfle-
gerischer Sicht sind keine Vorkehrungen in dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan zu berück-
sichtigen.
Bei Bodeneingriffen können Bodendenkmäler (kultur- und / oder naturgeschichtliche Bodenfunde,
d. h. Mauern, alte Gräben, Einzelfunde aber auch Veränderungen und Verfärbungen in der na-
türlichen Bodenbeschaffenheit, Höhlen und Spalten, aber auch Zeugnisse tierischen und / oder
pflanzlichen Lebens aus erdgeschichtlicher Zeit) entdeckt werden. Da es sich bei der Planung
auch um Eingriffe in den ungestörten Boden handelt, sind die bodendenkmalpflegerischen Be-
lange zu berücksichtigen. Aufgrund des derzeitigen Kenntnisstandes wird ein Hinweis bzgl. des
Vorkommens von Bodendenkmälern aufgenommen:
7 Flächenbilanz
Plangebiet gesamt 36.240 m² 100 %
Sonstiges Sondergebiet gem. § 11 BauNVO; Zweckbestimmung
„Windenergieanlage“ gem. § 11 Abs. 2 BauNVO
36.240 m²
100 %
Darin:
Arbeitsbereich 26.110 m² 55,49 %
Baugrenze Rotor-in-Fläche 25.500 m² 70,36 %
Fundament (teil-)unterirdisch 1.300 m² 3,59 %
Turm oberirdisch 155 m² 0,43 %
14 Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): VDI-Richtlinie: VDI 3787 Blatt 1 Umweltmeteorologie - Klima- und Lufthygienekarten für
Städte und Regionen. In: VDI/DIN Handbuch Reinhaltung der Luft, Band 1b Umweltmeteorologie. September 2015.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
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Tabelle 1: Flächenbilanz
8 Auswirkungen auf die Umwelt / Umweltbericht gemäß § 2 a BauGB
8.1 Einleitung
Entsprechend dem Baugesetzbuch (BauGB) ist für alle Bauleitplanungen im Regelverfahren ein
Umweltbericht zu erstellen. Nach § 2a Nr. 2 und 3 BauGB sind im Umweltbericht die aufgrund
der Umweltprüfung gemäß § 2 Abs. 4 und der Anlage zum BauGB ermittelten und bewerteten
Belange des Umweltschutzes darzulegen. Die Ergebnisse dieser Umweltprüfung sind im folgen-
den Bericht dargestellt.
Die Durchführung der Umweltprüfung und Erstellung des Umweltberichtes erfolgte durch stadt-
landkonzept – Planungsbüro für Stadt und Umwelt, Alte Bielefelder Straße 1, 33824 Werther
(Westf.).
8.2 Kurzdarstellung des Planungsinhalts und der Planungsziele
Mit der Aufstellung des Vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 648 sollen die planungsrecht-
lichen Voraussetzungen für die Errichtung einer WEA geschaffen werden. Der Geltungsbereich
umfasst eine Fläche von ca. 3,7 ha, die bisher landwirtschaftlich genutzt wird.
Geplant ist die Schaffung der bauplanungsrechtlichen Zulässigkeit für die Errichtung einer Wind-
energieanlage (WEA) mit einer Höhe von maximal 235,00 m und einem Rotordurchmesser von
maximal 180,00 m. Die Nennleistung beträgt mindestens 6,0 MW.
Städtebauliches Planungsziel der Stadt Münster ist es, mit dem VEP Nr. 648 eine „planerische
Feinsteuerung der Projektplanung, eine umfassende Öffentlichkeitsbeteiligung und letztlich Pla-
nungssicherheit sowohl für die Vorhabenträger als auch für die Nachbarn und die sonstige be-
troffene Öffentlichkeit umzusetzen“.
8.3 Lage, Art, Umfang und Festsetzungen des geplanten Vorhabens
Festgesetzt werden soll ein „Sonstiges Sondergebiet“ gem. § 11 BauNVO; Zweckbestimmung
„Windenergieanlage“ gem. § 11 Abs. 2 BauNVO.
Innerhalb des Sondergebietes sind zulässig:
Windenergieanlage und die zugehörigen Nebenanlagen insbesondere Transformatorge-
bäude und Übergabestation
Erschließungsflächen zur Unterhaltung der Windenergieanlage und der zugehörigen Ne-
benanlagen im Betrieb einschließlich der Unterflur-Einspeise-Versorgungsleitung
Temporäre Einrichtungen innerhalb des in der Planzeichnung gekennzeichneten „Arbeits-
bereiches“, für Kranstellflächen, Montageflächen, Lager- und Entsorgungsflächen, Park-
flächen, Zuwegungen zur Errichtung bzw. Rückbau der Windenergieanlage und der zu-
gehörigen Nebenanlagen
Innerhalb des Sondergebietes ist Landwirtschaft i.S. des § 201 BauGB insbesondere als Acker-
bau, Wiesen- und Weidewirtschaft einschließlich Tierhaltung zulässig, sofern die Nutzung und
der Betrieb der Windenergieanlage nicht beeinträchtigt werden.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
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Die zulässige Grundfläche der Windenergieanlage einschließlich Turm, Fundament, Treppe, Auf-
schüttung darf maximal 1.300 m 2 (vollversiegelt) und für Erschließungsflächen zur Unterhaltung
der Windenergieanlage und der zugehörigen Nebenanlagen im Betrieb maximal 1.900 m 2 (teil-
versiegelt) nicht überschreiten.
Die zulässige Grundfläche darf durch die Grundfläche des in der Planzeichnung gekennzeichne-
ten „Arbeitsbereiches“ zur Errichtung bzw. zum Rückbau der Windenergieanlage und der zuge-
hörigen Nebenanlagen überschritten werden.
Abbildung 7: Verortung Plangebiet (ohne Maßstab, Quelle/Grundlage siehe Kapitel 12.1)
8.4 Ziele des Umweltschutzes in Fachgesetzen und Fachplänen
8.4.1 Fachgesetze
Gemäß Baugesetzbuch § 1 Abs. 6 Nr. 7 sind bei der Aufstellung von Bauleitplänen die Belange
des Umweltschutzes besonders zu berücksichtigen. Für die einzelnen Schutzgüter schreibt das
BauGB bzw. § 1 Abs. 6 Nr. 7 vor:
Bei der Aufstellung der Bauleitpläne sind insbesondere zu berücksichtigen:
die Belange des Umweltschutzes, einschließlich des Naturschutzes und der Landschafts-
pflege, insbesondere
a. die Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima und das
Wirkungsgefüge zwischen ihnen sowie die Landschaft und die biologische Vielfalt,
b. die Erhaltungsziele und der Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete im Sinne des
Bundesnaturschutzgesetzes,
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
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c. umweltbezogene Auswirkungen auf den Menschen und seine Gesundheit sowie die
Bevölkerung insgesamt,
d. umweltbezogene Auswirkungen auf Kulturgüter und sonstige Sachgüter,
e. die Vermeidung von Emissionen sowie der sachgerechte Umgang mit Abfällen und
Abwässern,
f. die Nutzung erneuerbarer Energien sowie die sparsame und effiziente Nutzung von
Energie,
g. die Darstellungen von Landschaftsplänen sowie von sonstigen Plänen, insbesondere des
Wasser-, Abfall- und Immissionsschutzrechts,
h. die Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Gebieten, in denen die durch
Rechtsverordnung zur Erfüllung von Rechtsakten der Europäischen Union festgelegten
Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden,
i. die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Belangen des Umweltschutzes nach den
Buchstaben a bis d,
j. unbeschadet des § 50 Satz 1 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, die Auswirkungen,
die aufgrund der Anfälligkeit der nach dem Bebauungsplan zulässigen Vorhaben für
schwere Unfälle oder Katastrophen zu erwarten sind, auf die Belange nach den
Buchstaben a bis d und i.
Folgende Umweltschutzziele sind in den Fachgesetzen für die Bauleitplanung aufgeführt und bei
der Planung und Umsetzung der Umweltprüfung zu berücksichtigen:
Schutzgut Mensch
BlmSchG inkl. Verordnungen: Schutz des Menschen, der Tiere und Pflanzen, des Bo-
dens, des Wassers, der Atmosphäre sowie der Kultur- und Sachgüter vor schädlichen
Umwelteinwirkungen (Immissionen) sowie Vorbeugung hinsichtlich des Entstehens von
Immissionen (Gefahren, erhebliche Nachteile und Belästigung durch Luftverunreinigun-
gen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und ähnliche Umwelteinwirkun-
gen).
BauGB (§ 1 Abs. 6 Nr. 7): Bei der Aufstellung der Bauleitpläne sind insbesondere zu be-
rücksichtigen: die Belange des Umweltschutzes, einschließlich des Naturschutzes und der
Landschaftspflege, insbesondere (…) c) umweltbezogene Auswirkungen auf den Men-
schen und seine Gesundheit sowie die Bevölkerung insgesamt.
BNatSchG: Gemäß § 1 BNatSchG (Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege)
sind Natur und Landschaft aufgrund ihres eigenen Wertes und als Grundlage für Leben
und Gesundheit des Menschen auch in Verantwortung für die künftigen Generationen im
besiedelten und unbesiedelten Bereich so zu schützen, dass die Vielfalt, Eigenart und
Schönheit sowie der Erholungswert von Natur und Landschaft auf Dauer gesichert sind.
Zur dauerhaften Sicherung des Erholungswertes von Natur und Landschaft sind insbe-
sondere zum Zweck der Erholung in der freien Landschaft nach ihrer Beschaffenheit und
Lage geeignete Flächen vor allem im besiedelten und siedlungsnahen Bereich zu schüt-
zen und zugänglich zu machen.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 32 von 78
DIN 18005: Als Voraussetzung für gesunde Lebensverhältnisse für die Bevölkerung ist
ein ausreichender Schallschutz notwendig, dessen Verringerung insbesondere am Entste-
hungsort, aber auch durch städtebauliche Maßnahmen in Form von Lärmvorsorge und -
minderung bewirkt werden soll.
Schutzgüter Pflanzen und Tiere:
BNatSchG / NAGBNatSchG: Gemäß § 1 BNatSchG (Ziele des Naturschutzes und der
Landschaftspflege) sind Natur und Landschaft auf Grund ihres eigenen Wertes und als
Grundlage für Leben und Gesundheit des Menschen auch in Verantwortung für die künfti-
gen Generationen im besiedelten und unbesiedelten Bereich so zu schützen, dass die
Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der Erholungswert von Natur und Landschaft auf
Dauer gesichert sind.
Zur dauerhaften Sicherung der biologischen Vielfalt sind gemäß § 1 Abs. 2: entsprechend dem
jeweiligen Gefährdungsgrad insbesondere
1. lebensfähige Populationen wild lebender Tiere und Pflanzen einschließlich ihrer Lebens-
stätten zu erhalten und der Austausch zwischen den Populationen sowie Wanderungen
und Wiederbesiedlungen zu ermöglichen,
2. Gefährdungen von natürlich vorkommenden Ökosystemen, Biotopen und Arten entgegen-
zuwirken,
3. Lebensgemeinschaften und Biotope mit ihren strukturellen und geografischen Eigenheiten
in einer repräsentativen Verteilung zu erhalten; bestimmte Landschaftsteile sollen der na-
türlichen Dynamik überlassen bleiben.
Zur dauerhaften Sicherung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts sind gemäß
§ 1 Abs. 3 insbesondere (…) wild lebende Tiere und Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaften sowie
ihre Biotope und Lebensstätten auch im Hinblick auf ihre jeweiligen Funktionen im Naturhaushalt
zu erhalten. Des Weiteren sind die Belange des Arten- und Biotopschutzes gemäß § 44 ff
BNatSchG zu berücksichtigen.
BauGB § 1 Abs. 6 Nr. 7: Bei der Aufstellung der Bauleitpläne sind insbesondere zu be-
rücksichtigen: die Belange des Umweltschutzes, einschließlich des Naturschutzes und der
Landschaftspflege, insbesondere a) die Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen, Fläche, Bo-
den, Wasser, Luft, Klima und das Wirkungsgefüge zwischen ihnen sowie die Landschaft
und die biologische Vielfalt, b) die Erhaltungsziele und der Schutzzweck der Natura 2000-
Gebiete im Sinne des BNatSchG(…).
Schutzgut Fläche:
BauGB § 1a: Ergänzende Vorschriften zum Umweltschutz: bei der Aufstellung der Bau-
leitpläne sind die nachfolgenden Vorschriften zum Umweltschutz anzuwenden. Mit Grund
und Boden soll sparsam und schonend umgegangen werden; dabei sind zur Verringerung
der zusätzlichen Inanspruchnahme von Flächen für bauliche Nutzungen die Möglichkeiten
der Entwicklung der Gemeinde insbesondere durch Wiedernutzbarmachung von Flächen,
Nachverdichtung und andere Maßnahmen zur Innenentwicklung zu nutzen sowie Boden-
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 33 von 78
versiegelungen auf das notwendige Maß zu begrenzen. (…) Die Notwendigkeit der Um-
wandlung landwirtschaftlich oder als Wald genutzter Flächen soll begründet werden; da-
bei sollen Ermittlungen zu den Möglichkeiten der Innenentwicklung zugrunde gelegt wer-
den, zu denen insbesondere Brachflächen, Gebäudeleerstand, Baulücken und andere
Nachverdichtungsmöglichkeiten zählen können.
Schutzgut Boden:
BBodSchG: Ziele des BBodSchG sind:
die nachhaltige Sicherstellung und Wiederherstellung der Funktionen des Bodens. Für den
Bodenschutz von besonderer Bedeutung sind:
Natürliche Funktionen als
- Lebensgrundlage und –raum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenorganismen
(Lebensraumfunktion),
- Bestandteil des Naturhaushalts mit seinen Wasser- und Nährstoffkreisläufen,
- Abbau-, Ausgleichs- und Aufbaumedium für stoffliche Einwirkungen insbesondere auch
zum Schutz des Grundwassers (Filter- und Pufferfunktion),
- Archivfunktion (Archiv für Natur- und Kulturgeschichte)
- der Schutz des Bodens vor schädlichen Bodenveränderungen,
- die Förderung der Sanierung schädlicher Bodenveränderungen und Altlasten,
- Vorsorgeregelungen gegen das Entstehen schädlicher Bodenveränderungen.
BauGB § 1a Abs. 2: Mit Grund und Boden soll sparsam und schonend umgegangen wer-
den:
BNatSchG § 1 Abs. 3: Zur dauerhaften Sicherung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit
des Naturhaushalts sind insbesondere (…) Böden so zu erhalten, dass sie ihre Funktion
im Naturhaushalt erfüllen können; nicht mehr genutzte versiegelte Flächen sind zu renatu-
rieren, oder, soweit eine Entsiegelung nicht möglich oder nicht zumutbar ist, der natürli-
chen Entwicklung zu überlassen.
Schutzgut Wasser:
WHG: Zweck des Gesetzes gemäß § 1 ist der Schutz der Gewässer als Bestandteil des
Naturhaushaltes, als Lebensgrundlage des Menschen, als Lebensraum für Tiere und
Pflanzen sowie als nutzbares Gut durch eine nachhaltige Gewässerbewirtschaftung.
BNatSchG § 1 Abs. 3: Zur dauerhaften Sicherung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit
des Naturhaushalts sind insbesondere (…) Meeres- und Binnengewässer vor Beeinträch-
tigungen zu bewahren und ihre natürliche Selbstreinigungsfähigkeit und Dynamik zu er-
halten; dies gilt insbesondere für natürliche und naturnahe Gewässer einschließlich ihrer
Ufer, Auen und sonstigen Rückhalteflächen; Hochwasserschutz hat auch durch natürliche
oder naturnahe Maßnahmen zu erfolgen; für den vorsorgenden Grundwasserschutz sowie
für einen ausgeglichenen Niederschlags-Abflusshaushalt ist auch durch Maßnahmen des
Naturschutzes und der Landschaftspflege Sorge zu tragen.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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Begründung / Seite 34 von 78
Schutzgüter Luft und Klima:
TA Luft: Schutz der Allgemeinheit und der Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwir-
kungen durch Luftverunreinigungen sowie deren Vorsorge zur Erzielung eines hohen
Schutzniveaus für die gesamte Umwelt.
BImSchG inkl. Verordnungen (Luft): Schutz des Menschen, der Tiere und Pflanzen,
des Bodens, des Wassers, der Atmosphäre sowie der Kultur- und Sachgüter vor schädli-
chen Umwelteinwirkungen (Immissionen) sowie Vorbeugung hinsichtlich des Entstehens
von Immissionen (Gefahren, erhebliche Nachteile und Belästigung durch Luftverunreini-
gungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und ähnliche Umwelteinwir-
kungen).
BNatSchG § 1 Abs. 3: Zur dauerhaften Sicherung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit
des Naturhaushalts sind insbesondere (…) Luft und Klima auch durch Maßnahmen des
Naturschutzes und der Landschaftspflege zu schützen; dies gilt insbesondere für Flächen
mit günstiger lufthygienischer oder klimatischer Wirkung wie Frisch- und Kaltluftentste-
hungsgebiete oder Luftaustauschbahnen.
BauGB § 1 Abs. 6 Nr. 7: Bei der Aufstellung der Bauleitpläne sind insbesondere zu be-
rücksichtigen: die Belange des Umweltschutzes, einschließlich des Naturschutzes und der
Landschaftspflege, insbesondere (…) h) die Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in
Gebieten, in denen die durch Rechtsverordnung zur Erfüllung von Rechtsakten der Euro-
päischen Union festgelegten Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden (…).
Schutzgut Kultur- und Sachgüter:
BNatSchG § 1 Abs. 4: Zur dauerhaften Sicherung der Vielfalt, Eigenart und Schönheit
sowie des Erholungswertes von Natur und Landschaft sind insbesondere Naturlandschaf-
ten und historisch gewachsene Kulturlandschaften, auch mit ihren Kultur-, Bau- und Bo-
dendenkmälern, vor Verunstaltung, Zersiedelung und sonstigen Beeinträchtigungen zu
bewahren (…).
DSchG NRW § 1: Denkmäler (Bau- und Bodendenkmäler, bewegliche Denkmäler, Denk-
malbereiche) sind zu schützen, zu pflegen, sinnvoll zu nutzen und wissenschaftlich zu er-
forschen. Sie sollen der Öffentlichkeit im Rahmen des Zumutbaren zugänglich gemacht
werden.
Schutzgut Landschaft:
BNatSchG: Gemäß § 1 BNatSchG (Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege) sind
Natur und Landschaft aufgrund ihres eigenen Wertes und als Grundlage für Leben und Gesund-
heit des Menschen auch in Verantwortung für die künftigen Generationen im besiedelten und
unbesiedelten Bereich so zu schützen, dass die Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der Erho-
lungswert von Natur und Landschaft auf Dauer gesichert sind. Zur dauerhaften Sicherung der
Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie des Erholungswertes von Natur und Landschaft sind ins-
besondere Naturlandschaften und historisch gewachsene Kulturlandschaften, auch mit ihren Kul-
tur-, Bau- und Bodendenkmälern vor Verunstaltung, Zersiedelung und sonstigen Beeinträchtigun-
gen zu bewahren (…).
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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8.4.2 Fachpläne, Schutzgebiete und geschützte Landschaftsbestandteile
Die Darstellungen der übergeordneten Fachpläne ist dem Kap.3.1 zu entnehmen. Nachfolgend
werden daher nur die im UG ausgewiesenen Schutzgebiete erläutert.
Biotopverbund (NRW)
Südlich des Geltungsbereiches grenzt eine Teilfläche, der überwiegend südlich der Autobahn
liegenden Biotopverbundfläche „Forst Tinnen“ (VB-MS-4011-004) mit besonderer Bedeutung an.
Der Forst Tinnen ein großes Mischwaldgebiet mit teilweise altholzreichen Buchen- und Ei-
chen(misch-)wäldern dar. Die nordwestliche Teilfläche, die unmittelbar an den Geltungsbereich
angrenzt, weist seit dem Bau der Autobahn nur noch Feldgehölzcharakter auf (LANUV NRW,
2018a).
Nördlich des Geltungsbereiches befindet sich mit den „Waldkomplexen im Raum Albachten“ eine
weitere Biotopverbundfläche besonderer Bedeutung. Das Gebiet fasst fünf Waldinseln mit z.T.
altholzreichen Buchen- und Eichenmischwäldern innerhalb desüberwiegend landwirtschaftlich
genutzten Gebietes um Albachten zusammen.
Biotopschutz
Eine Beschreibung und Beurteilung der bestehenden Biotoptypen erfolgt in Kapitel 8.5. Nachfol-
gend werden die bekannten schutzwürdigen Biotope herausgestellt.
Als vom LANUV geführte, gesetzlich geschützte Biotope i. S. d. § 30 BNatSchG sind nördlich des
Plangebietes (periodische) Kleingewässer (BT-4011-150-9, BT-4011-0110-2006) sowie Flutra-
sen nördlich der Weseler Straße (BT-4011-151-9) ausgewiesen.
Im Umfeld des Plangebietes befinden sich darüberhinausgehend als schutzwürdige Bereiche (Bi-
otopkatasterflächen) ausgewiesene Bereiche. Unmittelbar südlich grenzt die Biotopkatasterflä-
che „Feldgehölz westlich AB-Kreuz Münster Süd“ (BK-4011-0185) an den Geltungsbereich an.
Die Biotopkatasterfläche umfasst ein Feld-gehölz aus mittlerem und starkem Baumholz (Eiche
und Rotbuche) mit gering entwickelter Kraut- und Strauchschicht, das von Wällen und Gräben
durchzogen ist.
Nördlich des Plangebietes befindet sich die Biotopkatasterfläche „Funtroper Brook“ (BK-4011-
0186). Der Laubwald mit Buchen- und Eichenwaldanteilen weist nur eine wenig entwickelte bzw.
verarmte Kraut- und Strauchschicht auf, stellenweise mit flächendeckenden Adlerfarn- bzw. Pfei-
fengrasbeständen. Das Gebiet verfügt über einzelne, feuchtere Bereiche wie Stillgewässer oder
Feuchtwaldfragmente. Ziel ist der Erhalt und die Entwicklung eines in Teilen feucht-nassen Laub-
waldkomplexes mit Kleingewässer.
Geschützte Landschaftsbestandteile
Geschützte Landschaftsbestandteile sind im Umfeld des Plangebietes nicht dargestellt (LANUV
NRW, 2018a).
Kompensationsmaßnahmen
Innerhalb des Plangebietes befinden sich keine Flächen für Kompensationsmaßnahmen. Die
nächstgelegenen Kompensationsflächen sind Flächen zur Aufforstung mit standortheimischen
Gehölzen südlich der Autobahn am Kannenbach sowie östlich des Autobahnkreuzes.
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Artenschutz
Eine Bewertung möglicher artenschutzrechtlich relevanter Vorkommen bzw. Auswirkungen er-
folgte in Form einer separat durchgeführten artenschutzrechtlichen Prüfung. Diese wird im wei-
teren Verfahren erstellt. In Bezug auf die erforderlichen Rodungsmaßnahmen von Gehölzen so-
wie aufgrund von Vorkommen WEA-empfindlicher Tierarten bzw. Offenlandarten werden kon-
krete Vermeidungs- und Kompensationsmaßnahmen dargestellt, die das Eintreten von Verbots-
tatbeständen i.S.d. § 44 BNatSchG verhindern.
Naturschutzgebiete
Die nächsten Naturschutzgebiete sind über 2 km vom Geltungsbereich entfernt (NSG Aa-Aue, 3-
2.1.1).
Natura 2000-Gebiete (Erhaltungsziele und Schutzzweck)
Natura 2000 Gebiete befinden sich nicht im direkten Umfeld des Plangebietes. Das nächstgele-
gene FFH-Gebiet der Stadt Münster Davert (DE-4111-302) liegt etwas mehr als 5 km vom Plan-
gebiet entfernt.
Landschaftsschutzgebiete
Das Plangebiet überlagert sich mit dem einer Teilfläche des Landschaftsschutzgebietes „LSG
Schonebeck, Rüschenfeld und Alvingheide“ (3-2.2.1).
Das Gebiet dient der Erhaltung der charakteristischen Gliederung und Vielfalt der Münsterländi-
schen Parklandschaft und weist eine Bedeutung für die Erholung auf. Das Gebiet weist einen
engräumigen Wechsel der Nutzungsformen Wald, Grünland und Acker sowie nutzungsbedingte,
für die Münsterländische Parklandschaft typische Nutzungselemente wie Hecken, Wallhecken,
Fließ- und Stillgewässer sowie Streuobstwiesen auf.
Naturpark
Es sind keine Naturparke im UG und der unmittelbaren Umgebung vorhanden.
Naturdenkmale
Im näheren Umfeld des Plangebietes befinden sich keine Naturdenkmale.
Wasserschutz
Das Plangebiet überlagert sich mit dem Trinkwasserschutzgebiet „Hohe Ward“, Schutzzone IIIC
(Verordnungsfläche von 27.07.2020; KRIS-Nr. 411201). Heilquellenschutzgebiete sowie Über-
schwemmungsgebiete liegen nicht im Umfeld des Vorhabens.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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8.5 Beschreibung und Bewertung der Umweltauswirkungen
8.5.1 Bestandsaufnahme und Bewertung des Ausgangszustands und voraussichtliche
Umweltauswirkungen
8.5.1.1 Schutzgut Mensch / Gesundheit
Die Stadt Münster hat nach eigenen Angaben 320.946 Einwohner (Stand: 31.12.2022). Das
Stadtgebiet weist eine Fläche von ca. 30.310 Hektar auf, sodass sich die Einwohnerdichte rech-
nerisch auf etwa 10,604 Einwohner je Hektar beläuft (Stadt Münster, 2024). Der sich 1.100 m
westlich vom Anlagenstandort befindende Stadtteil Albachten weist mit einer Bevölkerungsdichte
von 5,066 Einwohnern/ha eine vergleichsweise geringe Dichte auf. Die Siedlungsränder von Al-
bachten liegen etwa 1.050 m westlich der Vorhabenfläche.
Einzelne Wohnhäuser bzw. Höfe reichen z. T. näher an den Windpark heran. Hierbei handelt es
sich überwiegend um Wohnhäuser im Außenbereich. Im Zuge der Schattenwurfprognose wurden
99 Immissionsorte ermittelt (planGIS GmbH, 2025).
Der Regionalplan weist das UG als "Freiraum zum Schutz der Landschaft und der landschafts-
orientierten Erholung" aus (Bezirksregierung Münster, 2024). Innerhalb des UG sind keine geeig-
neten Erholungsstrukturen oder lärmarme naturbezogene Erholungsräume vorhanden. Dennoch
wird der angrenzende Weg „Am Getterbach“ stark als Fahrradweg frequentiert. Ca. 1.100 m öst-
lich des geplanten Geltungsbereiches verläuft der regionale Wanderweg „Jubiläumsweg“. Tou-
ristische Sehenswürdigkeiten sind innerhalb der Ortsteile Albachten und Mecklenbeck in Form
von Denkmälern und Kirchen vorhanden. Der bestehende Waldbestand im Norden des Geltungs-
bereiches erfüllt eine „mittlere“ (2) Funktion für die Naherholung. Darüber hinaus erfüllt er zusam-
men mit den anderen Waldbeständen entlang der Bahn- und Straßentrassen eine Funktion als
Lärmschutzwald. Innerhalb dieser Waldbestände verlaufen jedoch keine Wege, die durch erho-
lungssuchende Menschen genutzt werden könnten.
Als Vorbelastung für das Schutzgut sind die nordöstlich und südlich an den Geltungsbereich an-
grenzenden Autobahnen (A1 und A43) zu nennen. Im Norden verläuft zudem die Bahnstrecke
zwischen Dülmen und Münster.
Bewertung
Alle Flächen mit Wohnnutzungen haben generell eine besondere Bedeutung für das Schutzgut
Mensch (menschliche Gesundheit). Hierbei sind nicht nur die bestehenden Wohnnutzungen zu
berücksichtigen, sondern auch baurechtlich festgesetzte (ggf. noch nicht bebaute) Wohngebiets-
flächen sowie die auf der Ebene der Flächennutzungsplanung ausgewiesenen Wohnbauflächen.
Im Bereich des Untersuchungsgebietes sind im Abstand von 1.000 m zu den WEA keine derarti-
gen Festsetzungen bzw. Darstellungen der Bauleitplanung vorhanden. Wohnbaulich genutzte
Bereiche weisen grundsätzlich eine hohe Empfindlichkeit gegenüber den von Windenergieanla-
gen ausgehenden Emissionen (Schall, Schattenwurf) auf.
Aufgrund der ausreichenden Abstände zu bewohnten Bereichen wird dem Schutzgut Mensch
insbesondere der menschlichen Gesundheit im Plangebiet eine allgemeine Bedeutung zuge-
sprochen.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 38 von 78
Auswirkungsprognose
Die Veränderung des Landschaftsbildes und damit des Wohnumfeldes und der (Tages-) Erho-
lungsbereiche an sich steht der Privilegierung und der Ausweisung von Flächen für die Wind-
energienutzung nicht entgegen. Die mit der Errichtung von Windenergieanlagen zwangsläufig
verbundenen, sehr starken Veränderungen des Landschaftsbildes, des Wohnumfeldes und des
Tageserholungsbereiches sind deshalb grundsätzlich hinzunehmen. Dennoch führt die Errich-
tung von WEA zu weitreichenden Veränderungen der Landschaft und zu erheblichen Beeinträch-
tigungen.
Zur Minimierung weiterer Eingriffe in die Landschaft, wird die WEA mit einer bedarfsgesteuerten
Befeuerung ausgestattet. Hierbei wird das Befeuerungssystem an einer Windenergieanlage über
eine Steuerungseinheit mit einem Detektionssystem verbunden, welches sich nähernde Flugob-
jekte erkennt und die Windenergieanlagenbefeuerung wieder einschaltet. Auf diesem Weg kann
die nächtliche Beleuchtung um bis zu 95 % reduziert werden, sodass optische Störungen für
Mensch und Natur deutlich minimiert werden.
Durch die geplante WEA werden weder Schadstoff- noch Geruchsemissionen hervorgerufen.
Eine optische Bedrängung ist durch den Bau der Anlage nicht zu erwarten (vgl. Kap. 6.6). Eine
erhebliche Gefährdung durch Eiswurf ist ebenfalls nicht zu erwarten. Die Brandwahrscheinlichkeit
von WEA ist generell sehr gering.
Durch die vorliegenden Fachgutachten (Prognose Schall und Schattenwurf) konnte nachgewie-
sen werden, dass die zur Genehmigung des Vorhabens vorgeschriebenen Grenz- und Orientie-
rungswerte unter Berücksichtigung von Auflagen (z. B. temporäre Abschaltungen) eingehalten
werden können (vgl. Kap. 6.6). Im Sinne der Zulässigkeitsvoraussetzungen bleibt das Vorhaben
somit unterhalb der Erheblichkeitsschwelle. Im Sinne der Umweltvorsorge verbleiben für den
Menschen jedoch erhebliche Beeinträchtigungen auch unterhalb der gesetzlich vorgesehenen
Grenzwerte. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die zusätzlichen Lärmbelastungen im Au-
ßenbereichswohnen.
8.5.1.2 Schutzgut Tiere
Im Rahmen einer Brutvogelkartierung im Jahr 2021 wurden insgesamt 71 Vogelarten erfasst.
Eine detaillierte Beschreibung der Erfassungsmethodik ist dem entsprechenden Bericht zu ent-
nehmen. Weitere Untersuchungen wurden nicht vorgenommen (stadtlandkonzept, 2021). Von
den erfassten Arten werden 20 in NRW als planungsrelevant eingestuft. Von den erfassten Vo-
gelarten nutzen 57 Arten das Untersuchungsgebiet nachweislich als Brutgebiet.
Durch die Erfassung wurden mehrere Arten der Roten Liste nachgewiesen: Bluthänfling, Garten-
rotschwanz, Mehlschwalbe, Nachtigall, Rauchschwalbe, Star, Steinkauz, Trauerschnäpper (RL
D), Waldlaubsänger, Waldohreule, Waldschnepfe und Wespenbussard. Aus der Vorwarnliste
(NRW) wurden zudem die Arten Haussperling, Klappergrasmücke, Sumpfrohrsänger, Türken-
taube und Turmfalke registriert. Hinzu kommen die planungsrelevanten (ungefährdeten) Vogel-
arten Grau- und Silberreiher (NG), Mäusebussard, Mittelspecht, Sperber und Waldkauz. Von die-
sen Arten konnten bis auf die Reiherarten und der Weißstorch alle als Brutvogel im UG nachge-
wiesen werden.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 39 von 78
Es konnten mit Rotmilan, Weißstorch und Wespenbussard insgesamt drei nach Leitfaden als
WEA-empfindliche eingestufte Vogelarten festgestellt werden. Diese Arten wurden jedoch nur als
Nahrungsgäste innerhalb des UG nachgewiesen werden.
Für die Gruppe der Säugetiere erfolgte eine Datenabfrage der planungsrelevanten Arten in den
Quadranten 3 des Messtischblattes 4011 „Münster“. Separate Erfassungen am Anlagenstandort
erfolgten nicht. Innerhalb der betroffenen UG ist nach den Ergebnissen der Datenauswertung mit
einem potenziellen Vorkommen von 9 Säugetierarten zu rechnen. Innerhalb der Messtischblätter
werden Abendsegler, Braunes Langohr, Breitflügelfledermaus, Fransenfledermaus, Rauhautfle-
dermaus, Teichfledermaus, Wasserfledermaus, Zweifarbfledermaus und Zwergfledermaus ge-
führt.
Linienhafte Strukturen wie Wegebereiche und Gehölzbestände sind grundsätzlich für die Nutzung
zur Nahrungssuche geeignet. Insbesondere die z.T. alten Waldbereiche sowie die Lindenallee
bieten ein Potenzial für Sommer- bzw. Winterquartiere.
In den zahlreichen Gräben des Untersuchungsgebiets können Vorkommen von häufig auftreten-
den Amphibienarten, wie Erdkröte und Grasfrosch oder Teich- und Fadenmolch nicht mit Si-
cherheit ausgeschlossen werden. Ein Vorkommen auf der Vorhabenfläche selbst ist jedoch sehr
unwahrscheinlich.
Im Wirkraum des geplanten Vorhabens können potenziell auch Reptilien vorkommen. Als mög-
licherweise vorkommende Reptilienart ist die Waldeidechse herauszustellen. Grundsätzlich mög-
lich, wenn auch sehr unwahrscheinlich, ist auch das Vorkommen der Blindschleiche.
Bewertung
Das im Untersuchungsgebiet nachgewiesene Arteninventar entspricht dem für diese Lebens-
raumzusammensetzung zu erwartenden Tierartenspektrums. Die umliegenden z. T. strukturrei-
chen Wälder stellen hierbei jedoch wichtige Habitatbestandteile der erfassten Fledermausarten
dar. Eine überdurchschnittliche Anzahl von Brutvögeln konnte hingegen nicht belegt werden. Vor-
kommen von Amphibienarten können nicht sicher ausgeschlossen werden. Es ist demnach eine
allgemeine Bedeutung zu unterstellen.
Auswirkungsprognose
Anhand vorliegender Daten ist ein Vorkommen von WEA-empfindlichen Fledermausarten im Un-
tersuchungsgebiet anzunehmen. Daher können betriebsbedingte erhebliche Beeinträchtigungen
(Kollisionen) dieser Arten nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, falls nicht entsprechende
Maßnahmen zur Vermeidung oder zum Ausgleich ergriffen werden.
Um die Erheblichkeit von Auswirkungen der genannten Wirkfaktoren auf einzelne Arten bzw. Ar-
tengruppen beurteilen zu können, ist eine differenziertere Betrachtung notwendig. Diese ist dem
separat erstellten Artenschutzbeitrag zu entnehmen. Eine zusammenfassende Darstellung der
Ergebnisse des Artenschutzbeitrages ist dem Kapitel 6.5 dieser Begründung und dem Beitrag
selbst zu entnehmen.
Die mit dem Vorhaben verbundenen Auswirkungen auf das Schutzgut Tiere werden insbeson-
dere mit Bezug auf das erhöhte Tötungsrisiko bestimmter Fledermausarten insgesamt als erheb-
lich eingestuft.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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Begründung / Seite 40 von 78
Unter der Voraussetzung, dass geeignete Vermeidungsmaßnahmen umgesetzt werden, können
die mit dem Vorhaben verbundenen Umweltauswirkungen auf das Schutzgut Tiere unter die Er-
heblichkeitsschwelle abgesenkt werden.
8.5.1.3 Schutzgut Pflanzen
Innerhalb des Untersuchungsgebietes findet sich eine Vielzahl von Biotoptypen. Diese umfassen
im Wesentlichen landwirtschaftliche Nutzflächen und Waldbestände. Gliedernde Elemente finden
sich in Form von Wallhecken, Hecken und Gräben.
Als Verkehrsflächen sind im UG vollversiegelte Wirtschaftswege (1.1), teilversiegelte Feldwege
(1.3) und unversiegelte Waldwege (1.4) vorzufinden. Im Norden befindet sich eine Bahnanlage
mit einer teilversiegelten Fläche aus Schotter.
Entlang von Wirtschaftswegen finden sich Wegraine bzw. Saumstrukturen ohne Gehölzstruktu-
ren (2.4). Es handelt sich zum einen um einen Fettwiesensaum und zum anderen um eine feuchte
Hochstaudenflur.
Prägend innerhalb des Geltungsbereiches sind intensiv bewirtschaftete Ackerfläche (3.1). Zum
Zeitpunkt der Biotoptypenkartierung wurde auf den Flächen Mais und Gerste angebaut. Die
Ackerflächen machen mit ca. 79 % der Fläche des UG den Größten Teil der Biotopstrukturen
aus. Intensivwiese (3.4) kommt kleinflächig südwestlich im UG vor.
Bei der im UG vorkommenden Brachfläche handelt es sich um einen Gleisbereich mit Vegetation
(5.1) am nördlichen Rand des Untersuchungsgebietes.
Im UG kommen Waldbereiche mit lebensraumtypischen Baumartenanteilen von 90 – 100 % und
geringem bis mittlerem Baumholz (BHD > 14 - 49 cm) vor (6.4). Im nördlichen Teil des UG handelt
es sich um einen Buchen-Eichen-Mischwald mit einem relativ hohen Totholzanteil und einem
Buchenanteil (Fagus sylvatica) von ca. 70 %. Der Bestand wurde zum Zeitpunkt der Biotoptypen-
kartierung forstwirtschaftlich zur Brennholzgewinnung genutzt. Entlang der südwestlichen Grenze
des Untersuchungsgebietes befindet sich ein Eichenwald mit geringem Buchenanteil (ca. 10 %).
Gehölze kommen im UG in Form von Hecken, Gehölzstreifen und Wallhecken mit einem lebens-
raumtypischen Gehölzanteil von ≥ 50 % vor (7.2). Hecken bzw. Gehölzstreifen sind im südlichen
Bereich der UG-Grenze entlang der Autobahn als Verkehrsgehölze angelegt. Im nördlichen Teil
des UG, parallel zum Weg „Am Getterbach“ ist eine Wallhecke vorhanden. Hier befindet sich
auch eine Baumreihe mit lebensraumtypischen Baumarten ≥ 50 % (7.4) (Lindenallee).
Gräben kommen im UG nur naturfern vor (9.1), insbesondere als Entwässerungsgräben an Wirt-
schaftswegen. Zum Zeitpunkt der Biotoptypenkartierung führte keiner der Gräben Wasser.
Insgesamt sind für den Geltungsbereich keine lokal bis landesweit bedeutsamen Pflanzenarten
bekannt und aufgrund der Nutzung und Bestandsstruktur (intensive Landwirtschaft) auch nicht zu
erwarten.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 41 von 78
Abbildung 8: Blick auf die Vorhabenfläche (Blickrichtung: Nordwest) (Quelle/Grundlage siehe
Kapitel 12.1)
Bewertung
Die im Geltungsbereich vorherrschenden landwirtschaftlichen Ackerflächen und Intensivgrün-
landflächen besitzen je nach Ausprägung eine geringe bis mittlere Bedeutung für das Schutzgut
Pflanzen. Der vorhandene Nutzungsdruck durch die landwirtschaftliche Nutzung führt zu einer
geringen ökologischen Bedeutung der landwirtschaftlichen Nutzflächen für das Schutzgut Pflan-
zen. Die Waldbestände und Gehölzstrukturen weisen eine vergleichsweise hohe ökologische Be-
deutung auf
Auswirkungsprognose
Die anlage- und baubedingte Flächeninanspruchnahme durch die Funktionsfläche der WEA stellt
prinzipiell den wesentlichen Eingriff in die Biotopfunktion dar. Hier ist insbesondere die Überpla-
nung von Ackerflächen durch Kranstellfläche und Fundament zu nennen. Im nördlichen Randbe-
reich des Geltungsbereiches kommt es in geringem Umfang zu einer Überplanung von Gehölz-
strukturen (Wallhecke und Waldbereichen) sowie Säumen. Die teilweise Überplanung von Ge-
hölzstrukturen sowie der Offenlandfläche führt zu einer direkten Zerstörung des ursprünglichen
Lebensraumes. Anlage- oder baubedingte Flächeninanspruchnahmen sind in Ihrer Auswirkung
nicht unterscheidbar, da auch bei baubedingten, d.h. zeitlich begrenzten Flächeninanspruchnah-
men die Bestände vollständig zerstört werden.
Aufgrund der Inanspruchnahme von Biotoptypen von überwiegend allgemeiner ökologischer Be-
deutung, sind die geplanten Eingriffe auf das Schutzgut Pflanzen gering. Eine Wiederherstellung
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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Begründung / Seite 42 von 78
vergleichbarer Biotopstrukturen im Sinne eines funktionalen Ausgleichs ist prinzipiell sowohl in
standörtlicher als auch in zeitlicher Hinsicht unproblematisch möglich.
Zusammenfassend ist aber insbesondere die Überplanung von Heckenstrukturen als erheblich
zu betrachten.
8.5.1.4 Schutzgut Fläche
Entsprechend der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie und den Umweltzielen der Bundesregie-
rung soll der Flächenverbrauch auf kommunaler Ebene insbesondere für Siedlung und Verkehr
deutlich gesenkt werden. Das bedeutet in erster Linie, dass bestehende Siedlungsflächen und
Verkehrsflächen besser genutzt werden sollen. Statt des Neubaus auf der „grünen Wiese“ sind
Kommunen gehalten, den baulichen Außenbereich freizuhalten und auf verträgliche Art und
Weise ihre Möglichkeiten zur Innenentwicklung (Brachflächen, Baulücken, Leerstände) auszu-
schöpfen. Dies ist bei Windenergieanlagen aufgrund der gesetzlichen Regelungen nicht möglich.
Bewertung
Das Untersuchungsgebiet liegt im baulichen Außenbereich und weist mit einem Anteil von etwa 4 %
versiegelter Fläche eine geringe Überbauung auf. Bei der Flächennutzung überwiegt der Ackerbau.
Daher ist in Bezug auf das Schutzgut Fläche von einer hohen Bedeutung auszugehen.
Auswirkungsprognose
Insgesamt betrachtet geht für die Stadt Münster durch die dauerhafte Flächeninanspruchnahme
(z. B. durch Überbauung oder durch Nutzung als Kompensation) nur ein geringer Anteil landwirt-
schaftlicher Flächen verloren. Im Verhältnis zu der gesamten Größe des Plangebietes führt die
vorgesehene Errichtung der Windenergieanlagen zu einer geringen Flächeninanspruchnahme.
Durch den Wegfall landwirtschaftlicher Nutzflächen sind die Umweltauswirkungen, wenn kleinräu-
mig, als erheblich zu bewerten.
8.5.1.5 Schutzgut Boden
Im Untersuchungsgebiet herrschen stauwasserbeeinflusste Pseudogleye vor. Eine Ausnahme
stellt eine kleine Insel Plaggenesch westlich des Geltungsbereiches dar (Stadt Münster, 2024).
In der Karte der „schutzwürdigen Böden in Nordrhein-Westfalen“ (3. Auflage) wird ein Teil des
typischen Pseudogleys im Süden des UG als „Staunässeböden“ (Böden mit Biotopentwicklungs-
potenzial) mit sehr hoher Funktionserfüllung dargestellt. Die detailliertere Bodenkarte der Stadt
Münster (2024) stellt jedoch die gesamte Vorhabenfläche als „typischen Pseudogley“ dar. Somit
muss davon ausgegangen werden, dass die gesamte Vorhabenfläche mit Blick auf das Bioto-
pentwicklungspotenzial als schutzwürdig einzustufen ist. Auch Plaggenesche werden im Regel-
fall als „Archiv der Natur- und Kulturgeschichte“ als schutzwürdig eingestuft.
Bewertung
Die betroffenen Bodenarten weisen keine hohe Ertragsfähigkeit auf (mittlere Bodenwertzahl
42,5). Durch den Stauwassereinfluss bestehen jedoch eine sehr hohe Verdichtungsempfindlich-
keit. Die gesamte Vorhabenfläche überlagert sich mit Böden, die aufgrund ihrer Stauwasserbe-
einflussung eine schutzwürdige Funktion übernehmen können (Biotopentwicklungspotenzial).
Demnach ist dem Schutzgut Boden im vorliegenden Fall eine hohe Bedeutung zuzusprechen.
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Begründung / Seite 43 von 78
Auswirkungsprognose
Beeinträchtigungen des Bodenhaushaltes entstehen bau- und anlagebedingt durch die Versie-
gelung von biologisch aktiver Fläche für die Lager- und Montageflächen, die Kranaufstellflächen
und die Zufahrtswege, wobei sämtliche Flächen (bis auf das Fundament) als Schotterflächen
ausgebildet werden. Die Montage- und Lagerflächen werden für die Bauphase mit Baggermat-
ratzen oder Stahlplatten angelegt, welche nach Abschluss der Bauarbeiten wieder entfernt wer-
den, sodass sie hier in Bezug auf die Neuversiegelung nicht mit in die Bilanzierung einfließen.
Durch die Festsetzungen werden Neuversiegelungen im Umfang von max. 1.300 m2 (Vollversie-
gelung durch Fundament) und 1.900 m 2 (Teilversiegelung durch dauerhafte Bedarfsflächen) er-
möglicht. Hierdurch kommt es zu einem nachhaltigen Verlust von (schutzwürdigen) Böden (Bio-
topentwicklungspotenzial). Die versiegelten Bodenbereiche werden nachhaltig erheblich beein-
trächtigt.
8.5.1.6 Schutzgut Wasser
Innerhalb des UG verlaufen zahlreiche, z. T. stark ausgebaute Entwässerungsgräben, die in den
westlich gelegenen Kannenbach entwässern.
Der Geltungsbereich überlagert sich zudem mit dem Wasserschutzgebiet „Hohe Ward“ Zone IIIC.
Die Grundwasserschutzfunktion ist jedoch gering (Stadt Münster, 2024).
Der Grundwasserkörper „Münsterländer Oberkreide (3_13)“ weist einen guten mengenmäßigen
und einen guten chemischen Zustand auf (MULNV NRW, 2024).
Die Vorhabenfläche überlagert sich mit den Einzugsgebieten „Kannenbach“ (Westen) und „Get-
terbach“ (Osten). Der chemische Zustand beider Gewässer wird mit „nicht gut“ angegeben. Der
ökologische Zustand des Kannenbaches wird mit „schlecht“, der des Getterbaches mit „unbefrie-
digend“ angegeben. Der Wasserkörperstatus beider Gewässer wird als „erheblich verändert“ be-
wertet, als Grund werden ebenfalls die Landwirtschaft und Landentwässerung angegeben.
Bewertung
Als Bewertungskriterien für das Schutzgut Wasser dienen für das Grundwasser u. a. die Auswei-
sung von Bereichen mit hoher Grundwasserneubildungsrate, Trinkwasserschutzzonen oder
grundwasserbeeinflusste Standorte. Für das Oberflächenwasser können zur Bewertung Durch-
lässigkeit, Naturnähe, Überschwemmungsgebiete (mit Dauervegetation), Sümpfe und Moore her-
angezogen werden. Die Nährstoffbelastung kann für beide Punkte herangezogen werden.
Insgesamt ist der Vorhabenfläche in Bezug auf das Schutzgut Wasser nur eine allgemeine Be-
deutung zuzusprechen.
Auswirkungsprognose
Für die Anlagenzufahrt muss voraussichtlich ein Straßenseitengraben entlang des Weges „Get-
terbach“ auf einer Länge von etwa 120 – 130 m verrohrt werden. Dieser Grabenabschnitt liegt
jedoch außerhalb des Geltungsbereiches und ist somit nicht primär in diesem Umweltbericht zu
behandeln.
Die hier vorgesehene Planung bereitet eine dauerhafte Neuversiegelung für Fahrwege und Kran-
stellfläche sowie für die Anlage von Fundamenten und Böschungen im Gesamtumfang von ca.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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3.200 m2 vor und somit den dauerhaften Verlust von biologisch aktiver Bodenfilterfläche für die
temporäre Speicherung und Aufarbeitung des auftreffenden Niederschlagswassers. Da für einen
Großteil der genannten Fläche aber nur eine Teilversiegelung vorgesehen ist bzw. auch im Be-
reich der WEA keine kanalisierte Ableitung des Niederschlagswassers erfolgt, sondern dieses
auf den angrenzenden Flächen versickern kann, ist mit einer nur minimal veränderten Grundwas-
serneubildung zu rechnen. Die Versiegelungen werden hierbei auf ein notwendiges Maß redu-
ziert. Mit einer eingriffserheblichen Veränderung der Grundwasserneubildungsrate ist daher nicht
zu rechnen.
Die prognostizierten (sehr kleinräumigen) Auswirkungen auf das Schutzgut Wasser sind mit ne-
gativen Auswirkungen verbunden und somit als erheblich zu werten.
8.5.1.7 Schutzgut Klima / Luft
In den Umweltkarten der Stadt Münster (2024) werden keine relevanten Kaltluftleitbahnen oder
Kaltluftentstehungsgebiete aufgeführt.
Die offenen Standorte im UG weisen i. d. R. große Temperaturextreme auf. Dies führt zu einer
stärkeren Luftabkühlung und begünstigt einen ungehinderten Luftaustausch. Daher sind Offen-
landbereiche wichtig für die Kalt- und Frischluftbildung.
Das Klima in Waldbeständen wird hingegen durch die Besonderheiten des Strahlungs- und Was-
serhaushaltes hervorgerufen, welches durch Baumart, Baumhöhe und Bestandsdichte geprägt
ist. Im Gegensatz zum offenen Feld ist die direkte Einstrahlung vermindert, der Tagesgang der
Temperatur ausgeglichener, die relative Feuchte höher und die Windgeschwindigkeit deutlich ab-
geschwächt. Den Waldbeständen kommt daher in Bezug auf die Schutzgüter Klima und Luft eine
Puffer- und Filterwirkung zu.
Daten zur Beurteilung der Immissionssituation in Bezug auf die Lufthygiene liegen nicht vor. An-
gesichts der geländeklimatischen Situation (gute Durchlüftung, Hauptwindrichtungen) sind keine
planungserheblichen Einflüsse erkennbar, sodass anzunehmen ist, dass die Schadstoffbelastung
weitestgehend der in der Region üblichen Hintergrundbelastung entspricht.
Negativ sind hierbei die lufthygienischen Vorbelastungen durch die beiden angrenzenden Auto-
bahnen herauszustellen.
Bewertung
Die klimatische und lufthygienische Ausgleichsfunktion eines Raumes stellen Bewertungskrite-
rien für Klima und Luft dar. Aus den bestehenden Luftaustauschbahnen, Frisch- und Kaltluftent-
stehungsgebieten sowie immissionsschutzwirksamen Bereichen lassen sich die Bedeutungen für
die Schutzgüter herleiten. Da diese im Untersuchungsgebiet weitestgehend fehlen ist lediglich
eine allgemeine Bedeutung herauszustellen.
Auswirkungsprognose
Prinzipiell bedingt jede Versiegelung bisher unverbauter, vegetationsbedeckter Flächen eine
nachteilige Veränderung des lokalen Temperatur- und Feuchtehaushaltes. Strahlungseffekte
werden verändert und die verstärkte Wärmerückhaltung führt zu einer lokalen Erhöhung der Luft-
temperatur in Verbindung mit einer Senkung der Luftfeuchtigkeit. Aufgrund der nur sehr kleinflä-
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Begründung / Seite 45 von 78
chigen bzw. punktuellen Neuversiegelung durch Errichtung der WEA innerhalb eines großräumi-
gen, klimatisch ausgleichend wirkenden Offenlandbereiches ist die Veränderung der kleinklima-
tischen und lufthygienischen Funktionen des Untersuchungsraumes als äußerst gering einzu-
schätzen.
Durch Verwirbelungen und Turbulenzen der Rotoren kann es zu kleinklimatischen Veränderun-
gen im Gebiet kommen, die aber großräumig vernachlässigt werden können. Ebenso kann eine
mögliche, geringfügige Veränderung des Windfeldes durch die Energieentnahme vernachlässigt
werden. Die Umweltauswirkungen auf das Schutzgut werden als unerheblich eingestuft.
8.5.1.8 Schutzgut Biologische Vielfalt
Eine Beschreibung und Wiedergabe der erfassten Arten bzw. Biotoptypen erfolgt bereits unter
den Kapiteln 8.5.1.2 und 8.5.1.3. Aufgrund des Untersuchungsrahmens wird dort lediglich ein
Anteil der im UG vorkommenden Tier- und Pflanzenarten behandelt. Das UG beheimatet darüber
hinaus eine Vielzahl weiterer Arten, zu denen nur begrenzte oder keine Informationen zur Verfü-
gung stehen.
Um zu einer Prognose der Auswirkungen des Vorhabens auf die biologische Vielfalt zu kommen,
sind Schlussfolgerungen auf Basis der vorhandenen Informationen möglich. Dabei sind insbe-
sondere Vorkommen bestandsgefährdeter Biotoptypen sowie bestandsgefährdeter Arten zu be-
rücksichtigen. So führt ein vorhabenbedingter Verlust seltener Biotoptypen im UG mit einer hö-
heren Wahrscheinlichkeit zu einem Verlust von Arten im UG als ein Verlust häufig vorkommender
Biotoptypen. Durch diesen Bewertungsansatz ist eine hinreichende und fachlich nachvollziehbare
Berücksichtigung der biologischen Vielfalt gewährleistet.
Wie bereits in den vorangegangenen Kapiteln dargestellt, wird der Untersuchungsraum vor allem
durch Ackerflächen geprägt. Geschlossene Waldbestände finden sich nur in den Randbereichen.
Diese Wald- und Gehölzbestände erfüllen eine wertvolle Lebensraumfunktion und übernehmen
eine bedeutende Funktion im Biotopverbund.
In Bereichen intensiver Landwirtschaft besitzen vor allem die umliegenden Baum-, Strauch- und
Wallhecken als potenzielle Ausbreitungsachsen und Trittsteinbiotope eine Bedeutung für den Ar-
ten- und Biotopschutz. Aber auch die vorkommenden Gräben (insbesondere der Kannenbach)
übernehmen eine Verbundfunktion.
Als Vorbelastungen bzw. als negativ für die Biodiversität im Untersuchungsgebiet ist abschlie-
ßend die überwiegend landwirtschaftliche Nutzung herauszustellen.
Bewertung
In Bezug auf die biologische Vielfalt sind insbesondere die Waldflächen und Gehölzstrukturen
innerhalb des Geltungsbereiches herauszustellen. Diese Strukturen stellen geeignete Lebens-
räume für spezialisierte Arten dar. Dem Großteil der Vorhabenfläche ist jedoch eine geringe Be-
deutung in Bezug auf die biologische Vielfalt zuzusprechen.
Auswirkungsprognose
Durch die Planungen werden Gehölz- und Saumstrukturen überplant, die in dem ausgeräumten
Vorhabengebiet eine besondere Bedeutung einnehmen. Daher sind die Auswirkungen auf das
Schutzgut Biologische Vielfalt als erheblich zu bewerten.
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8.5.1.9 Schutzgut Landschaft
Das Gebiet befindet sich zudem im Landschaftsraum „Die Davert mit Hohe Ward“ (LR-IIIa-050).
Dieser erstreckt sich im Übergangsbereich der Kreise Warendorf Coesfeld und der Stadt Münster
im Zentrum des Kernmünsterlandes. Aufgrund eines häufig wechselnden geologischen Unter-
grundes stehen in diesem Landschaftsraum kleinflächig unterschiedliche Bodentypen an, die teil-
weise eine hohe Schutzwürdigkeit aufweisen. Das Gebiet wird durch einige Fließgewässer zer-
schnitten. In Südost und nordwestlicher Richtung verläuft der Dortmund-Ems-Kanal.
Das Landschaftsbild des Landschaftsraumes wird überwiegend durch kleinflächige Grün- und
Ackerflächen, zahlreiche Hofstellen, Obstbaumwiesen, Gehölz- und Heckenstrukturen, Teichan-
lagen, sowie kleineren Waldbeständen geprägt. Der gut strukturierte und abwechslungsreiche
Landschaftraum verfügt über ein ausgeprägtes Rad- und Wanderwegenetz sowie lärmarme
Räume und eignet sich daher gut für die Erholungsnutzung.
Räumliche Bezugseinheit für die Erfassung und Bewertung des Landschaftsbildes bilden die im
Rahmen der Erarbeitung des Fachbeitrages abgegrenzten Landschaftsräume. Eine landschafts-
räumliche Gliederung liegt für die gesamte Landesfläche Nordrhein-Westfalens vor. Die Abgren-
zung und Beschreibung der Landschaftsräume ist dem Fachinformationssystem @linfos entnom-
men (LANUV NRW, 2018).
Eine Differenzierung dieser Räume in kleinflächigere Landschaftsbildeinheiten erfolgt entspre-
chend ihrem Charakter, ihrer Physiognomie und ihres Strukturreichtums in Landschaftsbildein-
heiten, die der Betrachter bzw. Erholungssuchende als unverwechselbares Ganzes erlebt. Als
Grundlage werden Luftbilder sowie topographische Karten, die Nutzungskartierung und weitere
die Landschaftsbildeinheit charakterisierende Landschaftsbestandteile herangezogen (ebd.).
Bei den LBE kommt im UG ausschließlich der Landschaftsbildtyp „Wald-Offenland-Mosaik“ vor
(vgl. Abbildung 9).
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Abbildung 9: Landschaftsbildeinheiten innerhalb des 15- Fachen der geplanten Anlagenhöhe
(ohne Maßstab, Quelle/Grundlage siehe Kapitel 12.1)
Bewertung
Den gliedernden Strukturen, insbesondere den Hecken sowie den Wald- und Gehölzflächen im
Untersuchungsgebiet kann eine besondere Bedeutung beigemessen werden. Negativ auf das
Landschaftsbild wirkt sich jedoch die lineare Zerschneidung durch die Autobahn sowie weitere
Verkehrswege aus. Zudem besteht bereits eine erhebliche Beeinträchtigung des Landschaftsbil-
des durch zwei Windkraftanlagen östlich und südlich des geplanten Geltungsbereiches. Das
Landschaftsbild weist somit bereits einen stark technisch überprägten Charakter auf.
Das Landschaftsbild aller LBE ist hinsichtlich der Bewertung als „mittel“ eingestuft. Somit ergeben
sich keine wesentlichen Empfindlichkeiten durch landschaftsprägende Elemente im UG.
Auswirkungsprognose
Insbesondere die Errichtung der WEA im Geltungsbereich führt zu einer großräumigen Beein-
trächtigung des Landschaftsbildes. Insbesondere wegen ihrer Größe, Gestalt und Rotorbewe-
gung gehen von WEA großräumige Wirkungen aus, die das Erscheinungsbild einer Landschaft
verändern und bei großer Anzahl und Verdichtung ganzen Regionen den Charakter der Kultur-
landschaft sehr stark entfremden können. In Kap. 6.6 wird detailliert auf Sichtbeziehungen einge-
gangen. Eine Visualisierung ist dem Anhang zu entnehmen.
Der Bebauungsplan sowie der betrachtete Untersuchungsraum liegen in einer Landschaftsbild-
einheit mittlerer Bedeutung, die durch den zentralen Verlauf der A1 und des Autobahnkreuzes
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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sowie durch bestehende Windkraftanlagen visuell und akustisch bereits vorbelastet ist. Dennoch
sind die Auswirkungen auf das Schutzgut Landschaft als erheblich zu werten.
8.5.1.10 Schutzgut Kultur- und sonstige Sachgüter
Das Untersuchungsgebiet befindet sich innerhalb des vom LWL (Landschaftsverband Westfalen)
und LVR (Landschaftsverband Rheinland) ausgewiesenen landesbedeutsamer Kulturland-
schaftsbereich „Bischofsstadt Münster mit dem Wigbold Wolbeck“ (KLB 5.03). Dabei handelt es
sich um den historischen Stadtkern von Münster sowie das angrenzende Stadtgebiet, die Ele-
mente von hohen bodendenkmalpflergerischen Wert aufweisen. Dazu zählen unter anderem
Landwehren, die bischöfliche Burg Wolbeck und zahlreiche weitere Herrensitze.
In der Preußische Uraufnahme sowie historischen Luftbilder vom UG sind keine direkten Hin-
weise auf das Vorkommen von Wallhecken vorhanden. Es sind lediglich deutlich mehr Hecken-
strukturen sowie Flurparzellen im Gebiet zu erkennen als nach Beginn der Flurbereinigungsmaß-
nahmen (vgl. Abbildung 10). Ob es sich dabei explizit um Wallhecken handelt, ist nicht ersichtlich.
Ein Vorkommen dieser gilt jedoch als sehr wahrscheinlich, da es sich bei Wallhecken um typische
Elemente der münsterländischen Parklandschaft handelt.
So konnten im Rahmen der Biotoptypenkartierung im nördlichen Bereich entlang der Straße „Am
Getterbach“ Wallhecken festgestellt werden. Dabei handelt es sich jedoch vermutlich um neu
angelegte Wallhecken, die mit dem Bodenaushub des Wegebaus angelegt wurden.
Historisch betrachtet gibt es Wallhecken seit der Markenteilung Mitte des 18. Jahrhunderts. Die
Hecken wurden dann i. d. R. als lebende Zäune errichtet. Der Wall war einerseits Zeichen der
Abgrenzung, andererseits war es schlicht der Aushub für Entwässerungsgräben. Früher wurden
Hecken aus wirtschaftlichen Gründen gepflegt, das Holz war als Brenn- und Baustoff wertvoll.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde viel vernichtet, um Acker zu schaffen. Abbildung 10 gibt einen
Überblick über die landschaftliche Entwicklung des UG seit Beginn der 1950er Jahre. Deutlich zu
erkennen ist die Zusammenlegung von Ackerflächen und das Verschwinden von Wald- und Ge-
hölzbeständen zugunsten einer besseren landwirtschaftlichen Nutzung. Die insbesondere ab den
1960er Jahren durchgeführten Flurbereinigungsmaßnahmen stellen eine erhebliche Vorbelas-
tung des Gebietes dar. Auch der Bau der an das UG angrenzenden Autobahn (A1) hatte tiefgrei-
fende Auswirkungen auf die kulturlandschaftliche Entwicklung des Landschaftsraumes.
Abbildung10: Luftbild von 1954. Gut zu erkennen sind die deutlich kleineren Parzellengrößen mit
den abgrenzenden Hecken und Gehölzbeständen (links). Darstellung des UG (in grün) anhand ei-
nes aktuellen Luftbildes (rechts). (Quelle/Grundlage siehe Kapitel 12.1)
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Auch die im UG angrenzenden Plaggenesche werden gelten als „Archiv der Natur- und Kulturge-
schichte“.
Nach Aussage der städtischen Denkmalbehörde befinden sich innerhalb der Vorhabenfläche
keine weiteren Bodendenkmäler.
Bewertung
Aufgrund der Lage der Vorhabenfläche innerhalb einem landesbedeutsamen Kulturlandschafts-
bereich kommt dem Schutzgut eine hohe Bedeutung zu.
Auswirkungsprognose
Die Errichtung und der Betrieb einer WEA in einem landesbedeutsamen Kulturlandschaftsbereich
ist mit erheblichen Umweltauswirkungen verbunden.
8.5.1.11 Wechselwirkungen zwischen den vorgenannten Schutzgütern
Nach Vorgabe des § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB sind die Auswirkungen auf das Wirkungsgefüge zwi-
schen den Schutzgütern Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima bei der Aufstellung
von Bauleitplänen zu berücksichtigen. Die genannten Schutzgüter beeinflussen sich gegenseitig
in unterschiedlichem Maße. Dabei sind Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern sowie
Wechselwirkungen aus Verlagerungseffekten und komplexe Wirkungsgefüge unter den Schutz-
gütern zu betrachten.
Umfassende Ökosystemanalysen, die alle denkbaren Zusammenhänge einbeziehen, können al-
lerdings in einem Umweltbericht nicht erarbeitet werden. Dies wird in der Rechtsprechung als
unangemessen und nicht zumutbar angesehen. Die allgemeinen Wechselbeziehungen wurden
jeweils bei der Bestandsanalyse der einzelnen Schutzgüter betrachtet und, soweit wie möglich in
die Bewertung mit einbezogen; die Erfassung der Wechselwirkungen ist demnach bereits indirekt
erarbeitet worden.
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Begründung / Seite 50 von 78
Die folgende Tabelle 2 listet schutzgutbezogen mögliche Wechselwirkungen auf, die im Rahmen
der vorausgegangenen Bestandserfassung und der Bewertung der einzelnen Schutzgüter be-
rücksichtigt wurden.
Tabelle 2 Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern
Schutzgut/ Schutzgutfunktion Wechselwirkungen zu anderen Schutzgütern
Mensch, menschliche Gesundheit
Wohnumfeldfunktion
Gesundheit
Erholung
Abhängigkeit der Gesundheit von klimatischen und lufthygienischen
Verhältnissen,
Tiere, Pflanzen, Wasser, Luft als Lebensgrundlage,
Abhängigkeit der Wohnumfeldfunktion vom Landschafts-/Stadtbild,
Anthropogene Vorbelastungen im Hinblick auf nachfolgend genannte
Schutzgüter sowie konkurrierende Raumansprüche (z. B. Belastung
durch Lärm).
Pflanzen, Tiere, biologische Vielfalt
Biotopschutzfunktion
Lebensraumfunktion
Abhängigkeit der Tierwelt von der biotischen und abiotischen Lebens-
raumausstattung,
Spezifische Tierarten/ Tiergruppen als Indikatoren für die Lebensraum-
funktion von Biotoptypen,
Abhängigkeit der Vegetation von den abiotischen Standorteigenschaf-
ten,
Anthropogene Vorbelastungen von Biotopen.
Fläche
Sicherung ökosystemarer Wech-
selwirkungen
Flächennutzungsqualität
Flächeninanspruchnahme bzw.
Reduktion
Nutzungseffizienz
Flächeninanspruchnahme beeinflusst die nachhaltige Stabilität des
Wirkungsgefüges der anderen betrachteten Schutzgüter
Boden
Lebensraumfunktion
Speicher- und Reglerfunktion
Natürliche Ertragsfunktion
Boden als natur-/ kulturgeschichtli-
che Urkunde
Abhängigkeit der ökologischen Bodeneigenschaften von den geologi-
schen, geomorphologischen, wasserhaushaltlichen, vegetationskundli-
chen und klimatischen Verhältnissen,
Boden als Grundlage für Biotope,
Boden als Lebensraum für die Bodentiere,
Boden in seiner Bedeutung für den Landschaftswasserhaushalt,
Boden als Schadstoffsenke und Schadstofftransportmedium im Hin-
blick auf die Wirkpfade Boden-Pflanzen, Boden-Wasser, Boden-
Mensch,
Abhängigkeit der Erosionsgefährdung des Bodens von den geomor-
phologischen Verhältnissen und dem Bewuchs,
anthropogene Vorbelastungen des Bodens.
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Schutzgut/ Schutzgutfunktion Wechselwirkungen zu anderen Schutzgütern
Wasser
Grundwasserdargebotsfunktion
Grundwasserschutzfunktion
Funktion im Landschaftswasser-
haushalt
Lebensraumfunktion
Abhängigkeit der Grundwasserneubildung von hydrogeologischen Ver-
hältnissen und klimatischen, bodenkundlichen und vegetationskundli-
chen/ nutzungsbezogenen Faktoren,
Abhängigkeit der Grundwasserschutzfunktion von der Grundwasser-
neubildung und der Speicher- und Reglerfunktion des Bodens,
oberflächennahes Grundwasser bzw. Gewässerdynamik als Standort-
faktor für Biotope und Tierlebensgemeinschaften,
oberflächennahes Grundwasser in seiner Bedeutung als Faktor der
Bodenentwicklung,
Grundwasser als Schadstofftransportmedium im Hinblick auf die Wirk-
pfade Grundwasser-Mensch, Gewässer-Pflanzen, Gewässer-Tiere,
Gewässer-Mensch,
Abhängigkeit der Selbstreinigungskraft vom ökologischen Zustand des
Gewässers (Besiedelung mit Tieren und Pflanzen),
Gewässer als Lebensraum für Tiere und Pflanzen Abhängigkeit der
Gewässerdynamik von der Grundwasserdynamik im Einzugsgebiet,
anthropogene Vorbelastungen.
Luft und Klima
Regional- und Geländeklima
klimatische und lufthygienische
Ausgleichsfunktion
lufthygienische Belastungsräume
Geländeklima in seiner klimaökologischen Bedeutung bzw. lufthygieni-
sche Situation für den Menschen,
Geländeklima als Standortfaktor für die Vegetation und die Tierwelt,
Abhängigkeit des Geländeklimas und der klimatischen Ausgleichsfunk-
tion von Relief, Vegetation/ Nutzung und größeren Wasserflächen Be-
deutung von Waldflächen für den regionalen Klimaausgleich,
anthropogene Vorbelastungen,
Bedeutung von Vegetationsflächen für die lufthygienische Ausgleichs-
funktion,
Luft als Schadstofftransportmedium im Hinblick auf die Wirkpfade Luft-
Pflanzen, Luft-Mensch.
Landschaft
Landschaftsbildfunktion
natürliche Erholungsfunktion
Abhängigkeit des Landschaftsbildes von den Landschaftsfaktoren Re-
lief, Vegetation/ Nutzung, Oberflächengewässer,
Leit- und Orientierungsfunktion für Tiere,
Anthropogene Vorbelastungen.
Kulturelles Erbe und sonstige
Sachgüter
Kulturelemente
Kulturlandschaften
Kulturelles Erbe als Indikator für die Erholungsfunktion einer Land-
schaft,
Anthropogene Vorbelastungen bzw. Ursprung
8.5.1.12 Entwicklung des Umweltzustandes bei Nichtdurchführung der Planung
Bei Nicht-Realisierung des Bebauungsplans können Veränderungen der derzeitigen Umweltsitu-
ation aufgrund allgemeiner Rahmenbedingungen eintreten. Eine Prognose ist generell mit Unsi-
cherheiten behaftet und basiert auf bestimmten Annahmen.
Grundsätzlich ist jedoch davon auszugehen, dass die Vorhabenfläche weiterhin in ihrer derzeiti-
gen Form genutzt würde. Der jeweilige Umweltzustand der betrachteten Schutzgüter würde in
den jetzigen Ausprägungen erhalten bleiben.
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8.5.2 Zusammenfassung der Bestandsaufnahme sowie der prognostizierten
Umweltauswirkungen
Die folgende Tabelle gibt einen zusammenfassenden Überblick der Empfindlichkeiten einzelner
Schutzgüter im UG. Darüber hinaus wird die Schwere der prognostizierten Umweltauswirkungen
nach Umsetzung des Vorhabens dargestellt.
Tabelle 3: Tabellarische Zusammenfassung der relevanten Funktionen und Strukturen
Schutzgut Bedeutung/
Empfindlichkeit
Mögliche Umweltaus-
wirkungen bei Durch-
führung
Entwicklung bei Nichtdurch-
führung
Mensch allgemein/ mittel erheblich/ negativ keine Änderung
Tiere allgemein/ mittel erheblich/ negativ keine Änderung
Pflanzen allgemein/ mittel erheblich/ negativ keine Änderung
Fläche hoch erheblich/ negativ keine Änderung
Boden hoch erheblich/ negativ keine Änderung
Wasser allgemein/ mittel erheblich/ negativ keine Änderung
Klima/ Luft allgemein/ mittel nicht erheblich keine Änderung
Biologische Vielfalt gering erheblich/ negativ keine Änderung
Landschaft allgemein/ mittel erheblich/ negativ keine Änderung
Kultur- und sonstige Sach-
güter
hoch erheblich/ negativ keine Änderung
8.5.3 Beschreibung der wichtigsten Merkmale der Bau- und Betriebsphase
Entsprechend der Vorgaben der Anlage 1 des BauGB sind bei der Prognose über die Entwicklung
des Umweltzustands bei Durchführung der Planung insbesondere die möglichen erheblichen
Auswirkungen während der Bau- und Betriebsphase der geplanten Vorhaben auf die Belange
nach § 1 Absatz 6 Nummer 7 Buchstabe a bis i BauGB zu beschreiben. Die Prognose soll erfol-
gen unter anderem infolge
des Baus und des Vorhandenseins der geplanten Vorhaben, soweit relevant einschließlich
Abrissarbeiten,
der Nutzung natürlicher Ressourcen, insbesondere Fläche, Boden, Wasser, Tiere, Pflan-
zen und biologische Vielfalt, wobei soweit möglich die nachhaltige Verfügbarkeit dieser
Ressourcen zu berücksichtigen ist,
der Art und Menge an Emissionen von Schadstoffen, Lärm, Erschütterungen, Licht,
Wärme und Strahlung sowie der Verursachung von Belästigungen,
der Art und Menge der erzeugten Abfälle und ihrer Beseitigung und Verwertung,
der Risiken für die menschliche Gesundheit, das kulturelle Erbe oder die Umwelt (zum
Beispiel durch Unfälle oder Katastrophen),
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Begründung / Seite 53 von 78
der Kumulierung mit den Auswirkungen von Vorhaben benachbarter Plangebiete unter
Berücksichtigung etwaiger bestehender Umweltprobleme in Bezug auf möglicherweise
betroffene Gebiete mit spezieller Umweltrelevanz oder auf die Nutzung von natürlichen
Ressourcen,
der Auswirkungen der geplanten Vorhaben auf das Klima (zum Beispiel Art und Ausmaß
der Treibhausgasemissionen) und der Anfälligkeit der geplanten Vorhaben gegenüber
den Folgen des Klimawandels,
der eingesetzten Techniken und Stoffe.
Bei einigen dieser Punkte handelt es sich meist um allgemeine Umweltziele, welche im Bereich
der Umweltprognose nur schwer zu beschreiben sind. Diese Punkte werden daher im Rahmen
der Bestandsaufnahme und Wirkungsprognose in den Kapiteln 8.5.1.1 – 8.5.1.10 schutzgutbe-
zogen berücksichtigt.
8.6 Eingriffsbilanz und Kompensationsermittlung
In den nachfolgenden Kapiteln erfolgt die Ermittlung von Eingriffen in Natur und Landschaft.
8.6.1 Bilanzierung der naturhaushaltlichen Beeinträchtigungen
Die Ermittlung und Bewertung von Eingriffen in Natur und Landschaft sowie die Konzeption von
Ausgleich und Ersatz erfolgt auf Grundlage des Leitfadens „Numerische Bewertung von Biotopty-
pen für die Bauleitplanung in NRW“ (LANUV NRW, 2008).
Das Kompensationsmodell beinhaltet ein zur Ermittlung der Lebensraumfunktion vor und nach
dem Eingriff formalisiertes, numerisches Werteverfahren, das dem quantitativen rechnerischen
Nachweis der Kompensation dient. Für die Bewertung und Bilanzierung der Eingriffsfolgen sind
die Ausgangssituation der vom Eingriff betroffenen Flächen und der zu erwartende Zustand nach
Durchführung des Eingriffs zu erfassen.
In dieser Bilanz ist der Ausgleich für die Beeinträchtigung schutzwürdiger Böden integriert.
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Tabelle 4: Eingriffsbilanz
Bestand
Code Biotoptyp Flächen-
größe (m²)
Wertfaktor
(WE/m²) Gesamtwert
1.3 Teilversiegelte oder unversiegelte Betriebsflächen 438 1 438
2.4 Wegraine, Säume ohne Gehölze 4 4 16
3.1 Acker, intensiv, Wildkrautarten weitgehend fehlend 35.103 2 70.206
7.2 Hecke, Wallhecke, Gehölzstreifen, Ufergehölz, Ge-
büsch mit lebensraumtypischen Gehölzanteilen ≥ 50%
692 5 3.460
Summe:
36.237
74.120
Planung
Code Biotoptyp Flächen-
größe (m²)
Wertfaktor
(WE/m²)
Gesamtwert
1.1 Versiegelte Fläche (Fundament) 1.300 0 1.300
1.3 Teilversiegelte- oder unversiegelte Betriebsflächen (Be-
stand)
438 1 438
1.3 Teilversiegelte Betriebsflächen (Erschließungsflächen
WEA und Nebenanlagen)
1.900 1 1.900
3.1 Acker, intensiv, Wildkrautarten weitgehend fehlend 32.599 2 63.814
7.2 Hecke, Wallhecke, Gehölzstreifen, Ufergehölz, Ge-
büsch mit lebensraumtypischen Gehölzanteilen ≥ 50%
692 3 2.076
Summe 36.237 66.152
Kompensationsdefizit (Planung - Bestand) Werteinheiten 7.968
Erläuterung der Eingriffsbilanz: Die temporär überplante Wallhecke wird nach Ihrer Beanspru-
chung an derselben Stelle wiederhergestellt. Die temporäre Inanspruchnahme führt jedoch zu
einem Wertverlust für den Naturhaushalt, da eine erneute Anpflanzung von Gehölzen erfolgen
muss. Ebenso muss der Wallkörper neu angelegt werden. Daher fällt der Planungswert der Wall-
hecke mit drei Biotopwertpunkten geringer aus als der Bestandswert der Wallhecke (5 Punkte).
8.6.2 Bilanzierung der Beeinträchtigung von Wert- und Funktionselementen besonderer
Bedeutung
Die teilweise überplanten Wallhecken sind nach Vorgabe des § 39 LNatSchG als gesetzlich ge-
schützter Landschaftsbestandteil geschützt (vgl. Kap. 8.4.2). Die Überplanungen sind nur für den
Zeitraum die Erschließung bzw. für den Antransport der übergroßen Rotorblatttransporte erfor-
derlich.
Demnach kann die Wallhecke nach Inanspruchnahme erneut an derselben Stelle hergerichtet
und erneut bepflanzt werden. Ein Verlust eines gesetzlich geschützten Landschaftsbestandteils
ist demnach nicht zu bilanzieren.
Der naturhaushaltliche Eingriff wurde bereits in Kap. 8.6.1 berücksichtigt.
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8.6.3 Bilanzierung des Kompensationsbedarfes für das Landschaftsbild
Nach Auffassung des Windenergie-Erlasses des Landes NRW sind Beeinträchtigungen des
Landschaftsbildes durch WEA aufgrund der heutigen Bauhöhen i. d. R. nicht ausgleichbar oder
ersetzbar i. S. d. § 15 Abs. 6 Satz 1 BNatSchG. Deshalb ist eine Ersatzzahlung festzulegen (vgl.
auch § 15 Abs. 6 Satz 1 BNatSchG).
Das Bundesverfassungsgericht hat am 12. September 2024 diese Aussage widerrufen (BVerwG
7 C 3.23). Demnach können auch Kompensationsmaßnahmen in Betracht gezogen werden, die
in anderer Art und Weise und mit Bezug auf andere die Landschaftswahrnehmung bestimmende
Faktoren positiv auf das Landschaftsbild einwirken. Diese Rechtsprechung ist auch insbesondere
vor dem Hintergrund sinnvoll, da das BauGB gegenüber dem Naturschutzrecht keine Vorschrift
enthält, die die Erhebung eines Ersatzgeldes regelt. Das BauGB erwähnt eine mögliche Ersatz-
zahlung auch nicht in § 200a BauGB (Ersatzmaßnahmen). In der rechtswissenschaftlichen Lite-
ratur zum BauGB wird daraus überwiegend der Schluss gezogen, dass das BauGB keine Rege-
lungen zur Ersatzzahlung vorsieht.
Sollten bei einer Änderung von Bauleitplänen Eingriffe in Natur und Landschaft zu erwarten sein,
ist nach Vorgabe des § 18 BNatSchG über die Vermeidung, den Ausgleich und den Ersatz nach
den Vorschriften des Baugesetzbuches zu entscheiden. Da die geplanten WEA zum Zeitpunkt
der Erteilung der Genehmigung innerhalb eines rechtsgültigen Bebauungsplans liegen werden,
ergibt sich keine Rechtsgrundlage für eine Ersatzzahlung im immissionsschutzrechtlichen Ge-
nehmigungsverfahren.
Um ein Flächenäquivalent ermitteln zu können und somit den Vorgaben des BauGB zu entspre-
chen, erfolgt an dieser Stelle die Ermittlung der Höhe der Ersatzzahlung nach Vorgaben des
Windenergie-Erlasses des Landes NRW. Aufbauend auf diesen zu zahlenden Kosten wird ein
kompensatorisches Flächenäquivalent ermittelt.
Die Höhe der Ersatzzahlung ergibt sich aus der Höhe der Anlage und der Wertstufe des Land-
schaftsbildes im Umkreis der 15-fachen Anlagenhöhe (Gesamthöhe aus Nabenhöhe und Rotor-
blattlänge) aus den Beträgen der nachfolgenden Tabelle. Der Bemessung der Ersatzzahlung für
erhebliche Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes bei WEA sollten je nach Wertstufe des er-
heblich beeinträchtigten Raumes und der Höhe der Anlagen die folgenden Richtwerte zugrunde
gelegt werden. Die Wertstufe ist der landesweiten Einstufung der Landschaftsbildeinheiten des
LANUV in den Fachbeiträgen des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu entnehmen. Sind
von einem Vorhaben unterschiedliche Wertstufen betroffen, ist ein gemittelter Betrag in Euro an-
zusetzen (vgl. WEE NRW Ziff. 8.2.2.1, Naturschutzrechtliche Eingriffsregelung; (MWIDE NRW,
MKULNV NRW & MHKBG NRW, 2018).
Tabelle 6: Durch den WEE NRW definierte Wertstufen der LBE mit den jeweiligen Ersatzgeldforde-
rungen
Wertstufe der Landschaftsbildeinheit
(LBE)
Ersatzgeld in € pro Anlage je Meter Anlagenhöhe
Bis zu 2 WEA Windparks mit 3 -5
WEA
Windparks ab 6
WEA
1 Sehr gering/gering 100 € 75 € 50 €
2 Mittel 200 € 160 € 120 €
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3 Hoch 400 € 340 € 208 €
4 Sehr hoch 800 € 720 € 640 €
Nach Auffassung des WEE NRW besteht ein räumlicher Zusammenhang im Sinne eines Wind-
parks, wenn WEA nicht weiter als das 10-fache des Rotordurchmessers voneinander entfernt
stehen (vgl. WEE NRW Ziff. 8.2.2.1, Naturschutzrechtliche Eingriffsregelung; (MWIDE NRW,
MKULNV NRW & MHKBG NRW, 2018)). Bei einem geplanten Rotordurchmesser von 175 m wird
ein räumlicher Zusammenhang von 1.750 m im Umkreis der Anlagen untersucht.
Unter Berücksichtigung des 10- fachen Rotordurchmessers konnten keine Überlagerungen mit
anderen Windenergieanlagen festgestellt werden. Demnach sind bei der Ermittlung der Höhe des
Ersatzgeldes für die Eingriffe in das Landschaftsbild für die geplanten WEA insgesamt 1 Anlage
anzusetzen.
Abgrenzung des Untersuchungsraumes und der Landschaftsbildeinheiten
Der Untersuchungsraum ist der Bereich um die WEA mit dem Radius der 15-fachen Anlagen-
höhe. Bei einer Gesamthöhe von hier 234 m beträgt der Radius des Untersuchungsraumes um
die Anlage demnach 15 x 234 m = 3.525 m und die Untersuchungsgebietsgröße für die WEA
insgesamt 3.903,5 ha.
Für den Untersuchungsraum liegt eine Landschaftsbildbewertung durch das LANUV NRW vor.
Demnach sind insgesamt 4 Landschaftsbildeinheiten (LBE) im Untersuchungsraum vertreten. Ca.
12,2 % der Fläche ist als Ortslage gekennzeichnet. Orts- bzw. Siedlungslagen sind von der Land-
schaftsbildbewertung ausgenommen. Alle LBE weisen eine mittlere Wertstufe auf. Im ganzen Teil
der Landschaftsbildeinheiten dominiert der Landschaftsbildtyp „Wald-Offenland-Mosaik“.
Tabelle 7: Bewertung der Landschaftsbildeinheiten (LBE) gem. LANUV NRW (2018)
LBE mit entspre-
chendem Land-
schaftsraum
Bewertungskriterien Gesamtbewertung
LBE
Größe (ha) Anteil im
UG (%)
Eigen-
art
Vielfalt Schön-
heit
Wert-
punkte
Wert-
stufe
LBE-IIIa-026-O 4 2 2 8 mittel 106,8 2,7
LBE-IIIa-026-O 4 2 2 8 mittel 890,3 22,8
LBE-IIIa-048-O2 4 2 2 8 mittel 882,9 22,6
LBE-IIIa-050-O1 4 2 2 8 mittel 1.549,6 39,7
Ortslage - - - - - 473,9 12,2
Summe: 3.903,5 100,0
Ermittlung der Höhe der Ersatzzahlung
Entsprechend der Vorgaben des LANUV NRW (2018) erfolgt die Ermittlung der Höhe der Ersatz-
zahlung zunächst mit der flächengewichteten Mittelung der Preise für jede WEA gemäß dem Anteil
der Landschaftsbildeinheiten am Untersuchungsraum (vgl. Tabelle 8).
Hierfür wird folgende Formel verwendet:
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gemitteltes Ersatzgeld (pro WEA je Meter) =
Flächenanteil LBE am UG x Ersatzgeld (pro WEA je Meter)
Aus den Berechnungen der nachfolgenden Tabelle 6 ergibt sich für die WEA ein Mittelwert von
175,6 € je Meter.
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Tabelle 8: Berechnung des gemittelten Ersatzgeldes
LBE Wert Ersatzgeld
(€/m WEA Höhe)
Flächenanteil im
UG
Gemitteltes
Ersatzgeld
(€/ m WEA Höhe)
LBE-IIIa-026-O mittel 200 € 2,7 5,4
LBE-IIIa-026-O mittel 200 € 22,8 45,6
LBE-IIIa-048-O2 mittel 200 € 22,6 45,2
LBE-IIIa-050-O1 mittel 200 € 39,7 79,4
Summe: 85,8* 175,6
* Ortslagen wurden bei der Ermittlung nicht berücksichtigt.
Entsprechend der Ergebnisse der Tabelle 7 beträgt die Summe der erforderlichen Ersatzzahlung
41.266,00 € (175,6 €/m * 235 m).
Ermittlung des Flächenäquivalents auf Grundlage der Ersatzzahlung
Um die Beeinträchtigungen auf das Schutzgut Landschaft zu kompensieren, eignen sich vor al-
lem die Anlagen von vertikalen Strukturen, die u. U. zu einer Sichtverschattung der WEA bzw.
Gliederung der Landschaftsräume beitragen. Im vorliegenden Fall soll eine Waldfläche auf einer
Gesamtfläche von 6.760 m2 angelegt werden. Die Kosten pro Quadratmeter Waldfläche ermitteln
sich wie folgt:
Tabelle 9: Kostenermittlung für eine 6.760 m2 große Waldfläche mit vorgelagertem Waldrand
Pos Menge Einheit Maßnahme EP GP
1 1 pschl. Baustelleneinrichtung 350,00 € 350,00 €
2 365 lfd. m Zaunbau mit Material Knotengeflecht - Zaun mit Z-
Profile Länge 2,10 m mit Aufstellungskosten
9,00 € 3.285,00 €
3 1.470 Stk Baumpflanzung 3-4 j. v. S. Größe: 150-200cm 12,00 € 17.640,00 €
4 1.243 Stk Anpflanzung Strauchpflanzung v. S., 3 Tr., 60-
100cm
2,40 € 2.983,20 €
5 6.760 m2 Anwuchs- und Entwicklungspflege 0,35 € 2.366,00 €
6 7 Jahre Anwuchs- und Entwicklungspflege 2.366,00 € 16.562,00 €
7 365 lfd. m Zaunrückbau nach ca. 3 Jahren 4,50 € 1.642,50 €
8 6.760 m2 Pachtkosten m2/ Jahr 0,25 € 1.690,00 €
9 25 Jahre Pachtkosten 6.760 m2 1.690,00 € 42.250,00 €
10 1 Pschl. Einmaliges Bereitstellungsentgeld 1.000,00 € 1.000,00 €
6.760 m2 Summe Waldanlage (ohne Pos. 5 und 8): 85.712,70 €
1 m2 Summe Waldanlage (ohne Pos. 5 und 8):
12,68€
* Die Kosten beruhen auf konkreten Kostenvoranschlägen, die dem Umweltamt der Stadt Münster vorliegen.
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Entsprechend der Berechnungen sind für die Anlage einer Waldfläche 12,68 € pro Quadratmeter
zu veranschlagen. Demnach müssten zur Kompensation für die Eingriffe in das Landschaftsbild
eine Fläche von ca. 3.255 m2 angelegt werden (41.266,00 €/ 12,68 € pro m2).
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8.7 Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich und Eingriffsbilanz
Aus § 13 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) folgt, dass nach Abschluss der Bestands-
aufnahme zunächst Vorkehrungen zur Vermeidung oder Minimierung von Beeinträchtigungen zu
prüfen sind.
8.7.1 Vermeidungsmaßnahmen:
Vermeidungsmaßnahme V1: Bodenschutz
Um dauerhaft negative Auswirkungen auf die von Bebauung freizuhaltenden Bereichen zu ver-
meiden, sollte der Boden im Bereich der Bewegungs-, Arbeits- und Lagerflächen durch geeignete
Maßnahmen (z.B. Überfahrungsverbotszonen, Baggermatten) geschützt werden. Eine boden-
schonende Vorgehensweise beim Aufstellen der Anlagen kann durch Berücksichtigung folgender
DIN-Normen gewährleistet werden: DIN 19639 Bodenschutz bei Planung und Durchführung von
Bauvorhaben DIN 18915 Vegetationstechnik im Landschaftsbau -Bodenarbeiten, DIN 19731 Ver-
wertung von Bodenmaterial.
Der Oberboden ist bei Eingriffen fachgerecht zwischenzulagern und nach Abschluss der Bau-
maßnahme wieder einzubringen. Durch Baufahrzeuge verdichteter Boden ist nach Abschluss
wieder aufzulockern.
Die Umsetzung der Maßnahmen zum Bodenschutz in der Planungs- und Ausführungsplanung ist
durch eine bodenkundliche Baubegleitung beratend zu begleiten und auch zu überwachen.
Vermeidungsmaßnahme V2: Wasserschutz
Während der Bauarbeiten dürfen keine Verunreinigungen und keine wassergefährdenden Stoffe
in die Gewässer gelangen. Die zum Betrieb von Baumaschinen erforderlichen Öle und Treibstof-
fe sind entsprechend §§ 1a, 26 und 34 WHG schadlos zu lagern. Bei Verunreinigungen mit was-
sergefährdenden Stoffen sind die Meldepflichten zu beachten.
Während der Bauphase hat die Betankung von Baufahrzeugen und -maschinen auf einer was-
serundurchlässigen Fläche derart zu erfolgen, dass auslaufende Kraft- und Betriebsstoffe sofort
erkannt, zurückgehalten und aufgenommen werden können. Ein geeignetes Bindemittel ist vor-
zuhalten.
Um eine Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen, sind vollversiegelte Flächen auf ein
Mindestmaß zu reduzieren. Temporär befahrene Wege sind als wassergebundene Wegedecke
anzulegen.
Für die Anlagenzufahrt muss voraussichtlich ein Straßenseitengraben entlang des Weges „Get-
terbach“ auf einer Länge von etwa 120 – 130 m verrohrt werden. Dieser Grabenabschnitt liegt
jedoch außerhalb des Geltungsbereiches.
Vermeidungsmaßnahme V3: Gehölzschutz
Die Vorgaben der DIN 18 920 (Schutz von Bäumen, Pflanzenbeständen und Vegetationsflächen
bei Baumaßnahmen) und RAS-LP 4 (Schutz von Bäumen, Vegetationsbeständen und Tiere bei
Baumaßnahmen) sind zu beachten:
bei der Einrichtung von Arbeitsflächen ist auf notwendige Abstände zu vorhandenen Bäu-
men zu achten,
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Bäume sind vor mechanischen Schäden mit einem Stammschutz zu versehen,
im Kronenbereich der Bäume ist auf Lagerung von Bau- und Erdstoffen zu verzichten,
Bei Bauarbeiten in gehölznahen Bereichen sind in das Baufeld und den Zufahrtsbereich
hineinragende Äste fachgerecht zurückzuschneiden.
Im vorliegenden Fall hat die Ausführungsplanung im nachgelagerten Genehmigungsverfahren
dafür Sorge zu tragen, dass die Eingriffe in eine an der Straße „Am Getterbach“ verlaufende
Wallhecke auf ein Minimum beschränkt werden.
Vermeidungsmaßnahme V4: Bauzeitenregelung
Die Baufeldfreimachung und -vorbereitung sind außerhalb der Brutzeit von Vögeln im Zeitraum
vom 16.08. – 14.03 eines jeden Jahres durchzuführen. Ebenso ist das Abschieben des Oberbo-
dens in diesem Zeitraum fertigzustellen.
Zum Schutz der gehölzbrütenden Vogelarten aber auch der Fledermausarten ist zudem das ge-
setzlich vorgeschriebene Rodungsverbot i.S.d. § 39 BNatSchG zwischen 1. März und 30. Sep-
tember einzuhalten.
Sind aus Gründen des Bauablaufes zwingend Baufeldfreiräumungen außerhalb des o. g. Zeit-
fensters erforderlich, wird zuvor durch eine fachkundige Person festgestellt, ob in dem von der
Räumungsmaßnahme betroffenen Eingriffsbereich aktuelle Bruten vorhanden sind. Wenn keine
Bruten festzustellen sind, kann der Abtrag von Oberboden in Abstimmung mit der Unteren Natur-
schutzbehörde auch im Zeitraum von 15. März bis 15. August erfolgen.
Vermeidungsmaßnahme V5: Fledermausfreundliche Abschaltalgorithmen
Die Windenergieanlage (WEA) wird im Zeitraum vom 01.04. – 31.10. im Zeitraum von Sonnen-
untergang bis Sonnenaufgang abgeschaltet, wenn folgende Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind:
Windgeschwindigkeit in Gondelhöhe im 10-Minuten-Mittel < 6 m/s
Lufttemperatur > 10 Grad Celsius in Gondelhöhe
Durch ein freiwilliges Gondelmonitoring des Vorhabenträgers kann dieses umfassende Abschalt-
szenario gegebenenfalls nachträglich „betriebsfreundlich“ optimiert werden.
Das parallel verlaufende akustische Fledermaus-Monitoring ist nach der Methodik von Brinkmann
et al. (2011) und Behr et al. (2016) von einem qualifizierten Fachgutachter durchzuführen. Zwei
aufeinander folgende Aktivitätsperioden, die jeweils den Zeitraum zwischen dem 01.04. und
31.10. eines Jahres umfassen, sind zu erfassen.
Nach Abschluss des ersten Monitoring-Jahres können die festgelegten Abschaltbedingungen an
die Ergebnisse des Monitorings angepasst werden. Die WEA ist dann im Folgejahr mit den neuen
Abschaltalgorithmen zu betreiben. Nach Abschluss des zweiten Monitoring-Jahres wird der end-
gültige Abschaltalgorithmus festgelegt.
Vermeidungsmaßnahme V6: Anlage einer temporär beanspruchten Wallhecke
Die temporär beanspruchte Wallhecke an der Straße „Am Getterbach“ wird nach Beendigung der
Arbeiten wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt (Gemarkung Albachten, Flur 16, Flur-
stück 58). Der Wallkörper sowie die Bepflanzung orientieren sich hierbei an den örtlichen Gege-
benheiten.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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Begründung / Seite 62 von 78
Als Material für den Wall soll das ursprünglich anstehende Bodenmaterial verwendet werden.
Um einen gleichmäßigen, dichten Bewuchs zu gewährleisten, ist eine Bepflanzung mit Gehölzen
durchzuführen. Die Arten-Zusammensetzung der Gehölzanpflanzung orientiert sich hierbei über-
wiegend an den bestehenden (Wall-)Heckenstrukturen. In Orientierung an der Standorteignung
ist die Stieleiche in der geplanten Wallhecke als Hauptbaumart mit einem Pflanzenanteil von ca.
70 % zu verwenden.
Die Baumarten sind auf der Wallkrone des Erdwalls zu pflanzen, die Straucharten auf der Bö-
schung. Innerhalb der Hecke beträgt der Pflanzabstand für Bäume der Artenliste 1 ca. 5 m, dazwi-
schen sind Sträucher der Artenliste 2 mit einem Abstand von ca. 1,50 m zu setzen (Tabelle 10).
Tabelle 10: Artenliste der zu verwendenden Pflanzenarten (Beispiele)
Artenliste 1 (Bäume)
Mindestpflanzqualität: 2j.S., 80 – 120 cm oder vergleichbar
Eiche Quercus robur
Salweide Salix caprea
Vogelkirsche Prunus avium
Artenliste 2 (Sträucher)
Mindestpflanzqualität: vStr. 3 Tr. 60 - 100 cm oder vergleichbar
Hasel Corylus avellana
Weißdorn Crataegus monogyna
Hundsrose Rosa canina
Purpur-Weide Salix purpurea
Holunder Sambucus nigra
8.7.2 Ausgleichsmaßnahmen:
Ausgleichsmaßnahme A1: Anlage einer Waldfläche mit vorgelagerten Strauchmantel
Umwandlung einer 6.760,00 m2 großen, struktur- und artenarmen Ackerfläche in eine standortty-
pische Waldfläche mit vorgelagerten Strauchgürtel und Krautsaum (Gemarkung Albachten, Flur
16, Flurstück 61). Die Maßnahme dient dem (Teil-) Ausgleich für Neuversiegelung sowie dem
Biotopverlust (v. a. Gehölze).
Auf der Maßnahmenfläche ist die Aufforstung eines Feldgehölzes mit Arten der Artenliste 1 (Kern-
zone) (Tabelle) mit einem Randbereich aus Sträuchern der Artenliste 2 (Strauchmantel) vorge-
sehen. In Orientierung an der Standorteignung ist die Stieleiche in der geplanten Waldfläche als
Hauptbaumart mit einem Pflanzenanteil von ca. 60 % zu verwenden.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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Begründung / Seite 63 von 78
Die dem Kernbereich des Feldgehölzes zu den 'offenen' Seiten vorgelagerten Randflächen sind
mit einem mindestens 4,5 m breiten Mantel aus Sträuchern und Bäumen 2. Ordnung zur Heraus-
bildung eines Waldmantels anzupflanzen. In Richtung Norden, zur Bahntrasse, ist der Strauch-
mantel auf 15 m aufzuweiten.
Die Baumarten sollen vornehmlich im Anschluss an den Kernbereich gepflanzt werden (z. B.
Hainbuche, Feldahorn), während die niedrigeren Straucharten eher am Rand zu pflanzen sind.
Ziel ist die Entwicklung eines strukturreichen, gestaffelt aufgebauten Waldmantels. Die Außen-
ränder sollen landschaftsgerecht ausgelappt ('buchtig') ausgebildet werden, um den Randeffekt
zu erhöhen und eine innige Verzahnung mit dem vorgelagerten Krautsaum zu erzielen.
Diese gehölzfrei verbleibenden Bereiche der Maßnahmenfläche sollen sich als ruderale Kraut-
bzw. Hochstaudensäume entwickeln. Es soll ein breiter, artenreicher Gebüschsaum (z. B. auch
mit Brombeere und Schlingpflanzen) als Nahrungs-, Brut- und Rückzugshabitat für eine artenrei-
che Kleintierfauna angestrebt werden.
Als Pflege ist eine Mahd der verkrauteten Saumbereiche in zwei- bis dreijährigen Abständen er-
forderlich, um ein Fortschreiten der Verbuschung zu verhindern.
Folgende Pflanzabstände sind einzuhalten:
Waldbereich „Kernbereich“: Pflanzverband 2 m x 1,5 m
Strauchgürtel: Pflanzraster 1 m x 1,5 m
Tabelle 11: Artenliste der zu verwendenden Pflanzenarten
Artenliste 1 (Kernzone)
Mindestpflanzqualität: 3-4 j.v.S., 15 –200 cm oder vergleichbar
Eiche Quercus robur
Hainbuche Carpinus betulus
Vogelkirsche Prunus avium
Flatterulme Ulmus laevis
Artenliste 2 (Sträucher)
Mindestpflanzqualität: vStr. 3 Tr. 60 - 100 cm oder vergleichbar
Feldahorn Acer campestre
Roter Hartriegel Cornus sanguinea
Pfaffenhütchen Euonymus europaeus
Wildbirne Pyrus pyraster
Echte Mehlbeere Sorbus aria
8.7.3 Zusammenfassende Darstellung der Maßnahmen
In der folgenden Tabelle 12 werden die zu erwartenden Beeinträchtigungen und vorgesehene
Maßnahmen für das Plangebiet dargestellt.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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Begründung / Seite 64 von 78
Tabelle 12: Maßnahmen zur Vermeidung oder Minimierung von Beeinträchtigungen
Betroffene
Schutzgüter
Voraussichtliche Beeinträchti-
gungen
Vorkehrungen zur Vermei-
dung und Minderung von
Beeinträchtigungen
Ausgleichsmaßnahmen
Mensch/
Gesundheit
Auswirkungen auf die Menschli-
che Gesundheit durch Lärm-
Schall und Schattenimmissionen
Beeinträchtigung der geringen
Erholungsfunktion
schallreduzierte Betriebs-
weise für die Nachtstunden
Abschaltmodulen zur Schat-
tenabschaltung
bedarfsgesteuerten Befeue-
rung der Nachtkennzeich-
nung
–
Tiere Verlust vorhandener (Teil-) Le-
bensräume und Nahrungsbio-
tope
Verlust von potenziellen Quar-
tierstrukturen in Form von He-
cken und Einzelbäumen für Fle-
dermäuse und gehölzgebun-
dene Vogelarten im Bereich der
zukünftigen Einfahrt
Erhöhung des Kollisionsrisikos
für WEA-empfindliche Fleder-
mausarten (Abendsegler, Breit-
flügelfledermaus, Rauhautfleder-
maus und Zwergfledermaus)
V4 – Bauzeitenregelung
V5 – Baumkontrolle
V6 – Fledermausfreundliche
Abschaltalgorithmen
A1 - Anlage einer Waldflä-
che
Pflanzen Überplanung von Ackerflächen
im Umfang von 3.200 m2 (Fun-
dament und Bedarfsflächen)
durch dauerhafte Versiegelung
Teilweise Entfernung von Ge-
hölzbeständen (ca. 690 m2)
V3 – Gehölzschutz
V7 – Anlage einer temporär
beanspruchten Wall-
hecke
A1 - Anlage einer Waldflä-
che
Fläche Beanspruchung von landwirt-
schaftlicher Nutzfläche
– –
Boden Schädigung des Bodengefüges
durch nicht fachgerechtes Be-
fahren ungeschützter Bodenbe-
reiche
Verunreinigung von Böden durch
nicht fachgerecht verwendete
Betriebsstoffe
Neuversiegelung im Umfang von
max. 1.300 m2 (Vollversiegelung
durch Fundament) und 1.900 m2
(Teilversiegelung durch dauer-
hafte Bedarfsflächen)
Verlust von (schutzwürdigen)
Böden (Biotopentwicklungspo-
tenzial)
V1 - Bodenschutz A1 - Anlage einer Waldflä-
che
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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Betroffene
Schutzgüter
Voraussichtliche Beeinträchti-
gungen
Vorkehrungen zur Vermei-
dung und Minderung von
Beeinträchtigungen
Ausgleichsmaßnahmen
Wasser Überplanung von straßenbeglei-
tenden Entwässerungsgräben
auf einer Länge von ca. 130 m
außerhalb des Geltungsberei-
ches
Neuversiegelung durch die An-
lage von Schotterflächen
Neuversiegelung durch die An-
lage des punktuellen Betonfun-
damentes (kleinräumig)
V2 - Wasserschutz A1 - Anlage einer Waldflä-
che
Klima/Luft erhöhte Emissionen von Lärm,
Staub und Schadstoffen wäh-
rend Bauzeit
Entfernung von Gehölzbestän-
den
kleinräumige Versiegelungen
– A1 - Anlage einer Waldflä-
che
Biologische
Vielfalt
Überbauung von Ackerflächen
durch dauerhafte Versiegelung
Verlust von Gehölzbeständen
V3 – Gehölzschutz A1 - Anlage einer Waldflä-
che
Landschaft Verstärkung des technischen
Charakters des Landschaftsbil-
des durch WEA
Beeinträchtigung des Land-
schaftsbildes
– A1 - Anlage einer Waldflä-
che
Kultur- und
sonstige
Sachgüter
Errichtung und Betrieb einer
WEA in einem landesbedeutsa-
men Kulturlandschaftsbereich
V3 – Gehölzschutz
V7 – Anlage einer temporär
beanspruchten Wall-
hecke
–
8.7.4 Gegenüberstellung der Kompensationsleistungen
Die nachfolgende Tabelle stellt den Kompensationsbedarf und den Kompensationsleistung zu-
sammenfassend gegenüber.
Tabelle 13: Gegenüberstellung der Kompensationsleistungen und -bedarfe
Schutzgut Kompensationsbedarf Kompensationsleistung Maßnahme
Naturhaushalt 7.968 Wertpunkte
(Kap. 8.6.1)
14.020 Wertpunkte*1 A1 (tlw.)
Landschaftsbild 41.266 € bzw. 3.255 m2
Waldfläche
3.255 m2 Waldfläche A1 (tlw.)
*1. Anteilige Flächenangabe der Maßnahmenfläche A1, die nicht für die Kompensation der Eingriffe in das Land-
schaftsbild belegt sind (6.760 m2 - 3.255 m2 = 3.505 m²). Bei einer Aufwertung von 4 Wertpunkten /m2 (Biotop Acker 2
WP Biotop Waldfläche 6 WP) ergeben sich 14.020 WP (3.505 m2 x 4 WP/m2).
8.8 Darstellung von anderweitigen Planungsmöglichkeiten
Standortalternativen
Im Rahmen der 65. Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Münster wurden geeignete
Potenzialflächen für die Windenergie im gesamten Stadtgebiet ermittelt.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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Die hier betrachtete Fläche wurde in diesem Verfahren ebenfalls als Potenzialfläche ermittelt,
jedoch aufgrund der möglichen Beeinträchtigung der Sichtachse des Aasees bzw. der Lage im
Landschaftsschutzgebiet nicht weiter betrachtet. Durch den russischen Angriffskrieg auf die Uk-
raine und die zum damaligen Zeitpunkt initiierten Gesetzesänderungen der Bundesregierung sind
die damals angesetzten Ausschlussgründe nicht mehr haltbar.
Parallel zu der WEA-Planung soll im Umfeld des Standortes eine Freiflächen-Photovoltaikanlage
(FF-PV) errichtet werden, die im Nahbereich von Autobahnen nach dem BauGB privilegiert ist.
Die Privilegierung bezieht sich nur auf Flächen mit einem maximalen Abstand von 200 Metern
vom äußeren Fahrbahnrand. Somit eignet sich der hier betrachtete Bereich am Autobahnkreuz
Münster-Süd im Besonderen.
Die starke Vorbelastung der Vorhabenfläche durch die beiden Autobahnen A 1 und A 43 in Ver-
bindung mit den FF-PV-Planungen führen zu hohen Synergieeffekten (u. a. Netzanbindung), die
den WEA-Standort im Stadtgebiet einzigartig machen.
Alternativen zu dieser Fläche bestehen somit nicht.
Ausführungsvarianten
An der WEA kommen die technische Vermeidungsmaßnahmen nach dem aktuellen Stand der
Technik zum Einsatz. Die wesentlichen Umweltauswirkungen auf die Schutzgüter gestalten sich
in Bezug auf verschiedene WEA-Typen nur mit marginalen Unterschieden.
Die herausgestellten erheblichen Auswirkungen würden in ähnlicher Art und Weise auch an an-
deren Standorten zum Tragen kommen und sind am gewählten Standort durch Vorbelastungen
verhältnismäßig niedrig.
8.9 Zusätzliche Angaben
8.9.1 Beschreibung der wichtigsten Merkmale der verwendeten technischen Verfahren
bei der Umweltprüfung
Vor dem Hintergrund, dass durch die Planungen keine Inanspruchnahme oder Beeinträchtigung
von Flächen und Objekten erfolgt, die für den Naturschutz und die Landschaftspflege eine be-
sonders hochwertige Bedeutung haben, erfolgt die Eingriffs- Ausgleichsbilanzierung nach dem
vereinfachten Verfahren "Numerischen Bewertung von Biotoptypen in der Bauleitplanung" des
LANUV NRW vom März 2008.
Die o.g. Gutachten, Berichte, Hinweise und Untersuchungen wurden in die Umweltprüfung zur
Beurteilung und zur Festsetzung von Vermeidungs-, Verminderungs- und Ausgleichsmaßnah-
men einbezogen.
8.9.2 Beschreibung der geplanten Maßnahmen zur Überwachung der erheblichen Auswir-
kungen (Umweltbaubegleitung, Monitoring)
Gemäß § 4c BauGB haben die Kommunen die erheblichen Umweltauswirkungen, die aufgrund
der Durchführung der Bauleitpläne eintreten, zu überwachen, um insbesondere unvorhergese-
hene nachteilige Auswirkungen frühzeitig zu ermitteln und in der Lage zu sein, geeignete Maß-
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 67 von 78
nahmen zur Abhilfe zu ergreifen. Unter unvorhergesehenen Auswirkungen sind diejenigen Um-
weltauswirkungen zu verstehen, die nach Art oder Intensität nicht bereits Gegenstand der Abwä-
gung waren.
Ein Monitoring ist insbesondere im Rahmen der Abschaltungen für die Artengruppe der Fleder-
mäuse vorgesehen (vgl. Maßnahme V6).
8.10 Zusammenfassung
Die Stadt Münster verfolgt das Ziel, Baurecht für eine Windenergieanlage im Stadtteil Albachten
zu schaffen. Die Errichtung der WEA stellt einen Eingriff in Natur und Landschaft dar, der beson-
ders die Schutzgüter Tiere, Pflanzen und Landschaft betrifft.
Auswirkungen hat die Planung auch auf die Schutzgüter Boden, Wasser und Fläche, jedoch sind
diese hierbei geringer, da es sich eher um punktuelle anstatt um flächenhafte Eingriffe handelt.
Auswirkungen geringer Erheblichkeit bestehen auch für das Schutzgut Mensch.
Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse zur Bewertung der Auswirkungen auf die Schutzgüter:
Tabelle 14: Tabellarische Zusammenfassung der relevanten Funktionen und Strukturen
Schutzgut Bedeutung/
Empfindlichkeit
Mögliche Umweltaus-
wirkungen bei Durch-
führung
Entwicklung bei Nicht-
durchführung
Mensch allgemein/ mittel erheblich/ negativ keine Änderung
Tiere allgemein/ mittel erheblich/ negativ keine Änderung
Pflanzen allgemein/ mittel erheblich/ negativ keine Änderung
Fläche hoch erheblich/ negativ keine Änderung
Boden hoch erheblich/ negativ keine Änderung
Wasser allgemein/ mittel erheblich/ negativ keine Änderung
Klima/ Luft allgemein/ mittel nicht erheblich keine Änderung
Biologische Vielfalt gering erheblich/ negativ keine Änderung
Landschaft allgemein/ mittel erheblich/ negativ keine Änderung
Kultur- und sonstige Sach-
güter
hoch erheblich/ negativ keine Änderung
Durch die Neuanlage einer etwa 6.760 m 2 großen Waldfläche (Maßnahme A1) können die Ein-
griffe in die Schutzgüter Pflanzen und Landschaft vollumfänglich kompensiert werden. Die Ein-
griffe in schutzwürdige Böden kann durch einen Teil der Waldfläche (Maßnahme A1) kompensiert
werden.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 68 von 78
9 Gesamtabwägung
Der Außenbereich ist nach § 35 Baugesetzbuch (BauGB) der für die Errichtung von Windkraftan-
lagen vorgesehene Raum. Eine allgemeine Freihaltung des durch technische Bauwerke unge-
nutzten Außenbereiches am südwestlichen Rand des Stadtgebiets kann für die Planung aufgrund
der im Umfeld des Bebauungsplans bestehenden technische Prägung der Landschaft in Form
von Verkehrsinfrastrukturen (Autobahn, Bahnlinie) und einer Hochspannungsleitung nicht mehr
bewirkt werden.
Auf Planebene des Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 ist keine erheblichen Betroffen-
heiten der Umweltschutzgüter zu erkennen, die nicht durch Maßnahmen vermieden oder vermin-
dert bzw. ausgeglichen werden können.
Es werden unstrittig Beeinträchtigungen für das Schutzgut Landschaft vorbereitet. Aus diesem
Grund sind im Rahmen des Genehmigungsverfahrens Maßnahmen zur Minderung der Beein-
trächtigungen zu prüfen, wobei mastartige Eingriffe ab 20 m Höhe (auch Windenergieanlagen) in
das Landschaftsbild in der Regel als nicht ausgleichbar gelten und dann über eine Ersatzgeld-
zahlung zu kompensieren sind. Die weiteren immissions-, artenschutz- und ökologiebezogenen
Auswirkungen lassen sich durch die Bestimmung entsprechender Vermeidungs- und Minde-
rungsmaßnahmen im Durchführungsvertrag bzw. immissionsschutzrechtlichen Genehmigungs-
verfahren ausgleichen. Es sind Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen in den Bereichen Bo-
den-, Wasser- und Gehölzschutz, Bauzeitregelungen, fledermausfreundliche Abschaltalgorith-
men sowie eine externe Ausgleichsmaßnahme vorgesehen.
Der Umweltzustand würde sich bei Nicht-Durchführung der Planung an dieser Stelle absehbar
nicht verändern. Die landwirtschaftliche Nutzung ist ohne die Planung weiterhin möglich. Aller-
dings würde damit das Planungsziel der Nutzung regenerativer Energien als lokalem Klima-
schutzbeitrag sowie der kommunalpolitische Wunsch die Energiewende auch auf dem Gebiet der
Stadt Münster umzusetzen an dieser geeigneten Stelle verloren gehen.
Vor dem Hintergrund der genannten Zielsetzung und unter Berücksichtigung der vorhandenen
Infrastruktur sowie der Strukturen im Plangebiet und der Umgebung würde ein Verzicht auf das
Vorhaben (Null-Variante) der Zielsetzung des Planungsträgers nicht gerecht.
In der Gesamtabwägung wird daher der Ausweisung von Fläche als Sonstiges Sondergebiet mit
dem Ziel, dort ein Windrad planungsrechtlich zu ermöglichen, seitens der Stadt Münster der hö-
here Rang beigemessen.
10 Realisierung der Planung / Durchführungsmaßnahmen
Die im Plangebiet befindlichen Flächen stehen in privater Verfügung des Vorhabenträgers, für
den bauplanungsrechtlich die Voraussetzungen für die Errichtung der WEA geschaffen werden
sollen. Bodenordnerische Maßnahmen sind nicht erforderlich.
Die Initiative für die Planung beruht auf einer privaten Vorhaben-/Projektentwicklung. Der private
Vorhabenträger hat sich bereit und in der Lage erklärt, die Kosten, die mit den Planungen zur
Erreichung der bauplanungsrechtlichen Zulässigkeit der Vorhaben verbunden sind, einschließlich
der evtl. erforderlichen Fachgutachten, vollständig zu tragen.
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 69 von 78
Der vorhabenbezogene Bebauungsplan wird durch das externe Planungsbüro Drees & Hues-
mann Stadtplaner PartGmbB im Auftrag des Vorhabenträgers erarbeitet. Eine entsprechende
Rahmenvereinbarung ist mit der Stadt Münster abgeschlossen worden.
Öffentliche Kosten für Erschließungsmaßnahmen zur äußeren und inneren Erschließung des
Plangebietes fallen nach derzeitigem Planungsstand nicht an. Kosten für natur- und artenschutz-
rechtliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen gehen zu Lasten des Vorhabenträges. Die Einzel-
heiten werden in dem Durchführungsvertrag zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan geregelt.
Die von der Planung betroffenen landwirtschaftlichen Flächen werden aktuell von einem landwirt-
schaftlichen Betrieb bewirtschaftet. Der landwirtschaftliche Betrieb wird infolge der Flächenüber-
nahme für die Zwecke der WEA keine Beeinträchtigung dessen Bewirtschaftungsgrundlage er-
fahren.
11 Gutachten
Folgende Gutachten sind für die Bauleitplanung erstellt worden:
Bericht zur avifaunistischen Untersuchung - Ergebnisse der Brutvogelerfassung 2021, stadt-
landkonzept, Planungsbüro für Stadt und Umwelt Bielefeld, September 2021.
Windenergie am Autobahnkreuz Münster-Süd im „Energiepark MS-Süd“ - VISUALISIERUNG
einer Windenergieanlage, Ingenieurbüro LandPlanOS, Oktober 2023.
Kapitel 8 – Umweltbericht zum Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 „Windenergiean-
lage am Autobahnkreuz Münster-Süd“, stadtlandkonzept • Planungsbüro für Stadt und Um-
welt, Werther (Westf.), April 2025.
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648 „Windener-
gieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd“ sowie 133. Änderung des Flächennutzungspla-
nes Energiepark Autobahnkreuz Süd“ im Stadtteil Albachten, stadtlandkonzept, Planungsbüro
für Stadt und Umwelt, Werther (Westf.), August 2025.
Schallimmissionsprognose für eine neue Windenergieanlage, B-Plan „Energiepark AK Müns-
ter-Süd“ Stadt Münster, Nordrhein-Westfalen (Revision 01), planGIS GmbH, Hannover, Mai
2025.
Schattenwurfvorprognose für eine neue Windenergieanlage, B-Plan Nr. 648 „Energiepark AK
Münster-Süd“, Stadt Münster, Nordrhein-Westfalen, (Revision 01) PlanGIS GmbH, Hannover,
Mai 2025.
12 Quellenverzeichnis
12.1 Abbildungsquellen
Abbildung 1: Geltungsbereich Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
„Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd“ auf der ABK (ohne
Maßstab) „Datenlizenz Deutschland – Zero“ (https://www.govdata.de/dl-
de/zero-2-0)
Abbildung 2: Geltungsbereich Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
„Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd“ auf dem Luftbild
(ohne Maßstab) „Datenlizenz Deutschland – Zero“
(https://www.govdata.de/dl-de/zero-2-0)
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 70 von 78
Abbildung 3: Ausschnitt aus Änderung des Regionalplans Münsterland der
Bezirksregierung Münster (ohne Maßstab), (https://www.bezreg-muens-
ter.de/themen/regionalplanung-und-regionalrat/regionalplan-muenster-
land/regionalplan-muensterland am 14.01.2026)
Abbildung 4: Starkregengefahrenhinweiskarte NRW bei einem extremen Ereignis, ©
Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (2021), Datenlizenz Deutsch-
land Namensnennung 2.0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0)
Abbildung 5 Starkregengefahrenhinweiskarte NRW bei einem seltenen Ereignis, © Bun-
desamt für Kartographie und Geodäsie (2021), Datenlizenz Deutschland
Namensnennung 2.0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0)
Abbildung 6: Abstand von der Mitte des Mastfußes der Windenergieanlage bis zu „Am
Getterbach“ 99 im Osten und „Am Getterbach“ 201 im Westen, stadtland-
konzept 04/2025, Kartengrundlage: tim-online „Datenlizenz Deutschland –
Zero“ (https://www.govdata.de/dl-de/zero-2-0)
Abbildung 7: Verortung Plangebiet, Kartengrundlage tim-online „Datenlizenz Deutsch-
land – Zero“ (https://www.govdata.de/dl-de/zero-2-0)
Abbildung 8: Blick auf die Vorhabenfläche (Blickrichtung: Nordwest) Foto: stadtlandkon-
zept 04/2025,
Abbildung 9: Landschaftsbildeinheiten innerhalb des 15- Fachen der geplanten Anlagen-
höhe stadtlandkonzept 04/2025, Kartengrundlage: tim-online „Datenlizenz
Deutschland – Zero“ (https://www.govdata.de/dl-de/zero-2-0)
Abbildung 10: Luftbild von 1954. Gut zu erkennen sind die deutlich kleineren Parzellen-
größen mit den abgrenzenden Hecken und Gehölzbeständen (links). Dar-
stellung des UG (in grün) anhand eines aktuellen Luftbildes (rechts). tim-
online „Datenlizenz Deutschland – Zero“ (https://www.govdata.de/dl- zero-
2-0)
12.2 Rechtsgrundlagen
Gesetz zur Sicherstellung ordnungsgemäßer Planungs- und Genehmigungsverfahren wäh-
rend der COVID-19-Pandemie (Planungssicherstellungsgesetz - PlanSiG) vom 20.05.2020
(BGBl. I S. 1041), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 04.12.2023 (BGBl.
2023 I Nr. 344);
Das Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 03.11.2017 (BGBl.
I S. 3634), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 27. Oktober 2025 (BGBl.
2025 I Nr. 257);
Die Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke (Baunutzungsverordnung –
BauNVO), in der Fassung der Bekanntmachung vom 21.11.2017 (BGBI. I S. 3786), zuletzt
geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 03.07.2023 (BGBl. 2023 I Nr. 176);
Das Bundesnaturschutzgesetz ( BNatSchG) in der Fassung vom 29.07.2009 (BGBl. I S.
2542), zuletzt geändert durch Artikel 48 des Gesetzes vom 23.10.2024 (BGBl. 2024 I S.
323);
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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Die Verordnung über die Ausarbeitung der Bauleitpläne und die Darstellung des Planinhal-
tes (Planzeichenverordnung – PlanZV) vom 18.12.1990 (BGBl. 1991 I Nr. 58), zuletzt ge-
ändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 12.08.2025 (BGBl. 2025 I S. 189);
§ 89 der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (Landesbauordnung 2018 - BauO
NRW 2018) in der Fassung der Bekanntmachung vom 04.08.2018 und 01.01.2019 (GV.
NRW. S. 421), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 31.10.2023 (GV. NRW. S. 1172);
Die Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen ( GO NRW), in der Fassung der
Bekanntmachung vom 14.07.1994 (GV. NRW. S. 666), zuletzt geändert durch Artikel 1 des
Gesetzes vom 10. Juli 2025 (GV. NRW. S. 618);
Das Wassergesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Landeswassergesetz – LWG) in der
Fassung des Artikels 1 des Gesetzes zur Änderung wasser- und wasserverbandsrechtli-
cher Vorschriften vom 08.07.2016 (GV. NRW. S. 559), zuletzt geändert durch Artikel 3 des
Gesetzes vom 17.12.2021 (GV. NRW. S. 1470);
Das Landesbodenschutzgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Landesbodenschutzge-
setz – LBodSchG) vom 09.05.2000 (GV. NRW. S. 439), zuletzt geändert durch Artikel 3
Abs. 8 des Gesetzes vom 11.03.2025 (GV. NRW. S. 288),
Das Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG NRW) geändert) in der Fassung der Bekannt-
machung vom 21.07.2000 (GV. NRW. S. 487), zuletzt geändert durch Artikel 3 Abs. 16 des
Gesetzes vom 11.03.2025 (GV. NRW. S. 288).
Das Bundes-Immissionsschutzgesetz ( BImSchG) in der Fassung der Bekanntmachung
vom 17. 05 2013 (BGBl. I S. 1274; 2021 I S. 123), zuletzt geändert durch Artikel 1 des
Gesetzes vom 24.02.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 58);
Das Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetz – WHG) in der
Fassung vom 31. 07.2009 (BGBl. I S. 2585), zuletzt geändert durch Artikel 7 des Gesetzes
vom 22.12.2023 (BGBl. 2023 I Nr. 409)
Anmerkung
Die im Bebauungsplan in Bezug genommenen Gesetze, Verordnungen, Erlasse, Gutach-
ten, DIN-Vorschriften und sonstigen außerstaatlichen Regelwerke sind während der Dienst-
stunden im Kundenzentrum Planen und Bauen, Stadthaus 3, Albersloher Weg 33, 48155
Münster einsehbar. Telefon Infotheke: 02 51/4 92 23 80, Öffnungszeiten Montag bis Don-
nerstag 8 - 16 Uhr, Freitag 8 - 13 Uhr einsehbar.
12.3 Literatur und Quellen Umweltbericht
ARGE, 2007. Leitfanden zur Berücksichtigung von Umweltbelangen bei der Planung von PV-
Freiflächenanlagen. Hannover: s.n.
Bezirksregierung Münster, 2024. Regionalplan Münsterland. [Online] Available at: https://www.bez-
reg-muenster.de/de/regionalplanung/regionalplan/ interaktiver_regionalplan/index.html [Zugriff am
24 Juli 2024].
BMUB, 2016. Den ökologischen Wandel gestalten - Integriertes Umweltprogramm 2030, Berlin: s.n.
BRG, 2008. Bodengroßlandschaften von Deutschland 1: 5 000 000. [Online] Available at:
http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Boden/Produkte/Karten/Downloads/BGL5000.pdf?__blob=publ
icationFile&v=2
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
Begründung / Seite 72 von 78
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Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
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Diese Begründung dient gemäß § 9 Abs. 8 Baugesetzbuch als Anlage
zu dem vom Rat der Stadt Münster am ____________ als Satzung be-
schlossenen vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 648: Albachten -
Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd.
Münster, den __________
Tilman Fuchs
Oberbürgermeister
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
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Anhang 1: Visualisierung WEA
Windenergie am Autobahnkreuz Münster-Süd im „Energiepark MS-Süd“ - VISUALISIERUNG ei-
ner Windenergieanlage, Ingenieurbüro LandPlanOS, Oktober 2023
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
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Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
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Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
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Anhang 2: Plan 1 zum Umweltbericht: Darstellung der erfassten Biotoptypen
Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 648
Albachten - Windenergieanlage am Autobahnkreuz Münster-Süd
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Anhang 3: Plan 2 zum Umweltbericht: Pflanzplan Waldfläche
V-0142-2026-Anlage-4-Plan
56378 Zeichen
FI SI W a n n e - E i c k e l - Ha m b u r g SI L a n g e H e i d e I W u p p e r t a l - M ü n s t e r W u p p e r t a l - M ü n s t e r A m G e t t e r b a c h 5 95 9 4 94 9 6 86 8 5 15 1 6 76 7 4 34 3 5 85 8 2 92 9 6 66 6 5 75 7 4 44 4 1 0 0 , 0 0 m G e m a r k u n g A l b a c h t e nG e m a r k u n g A l b a c h t e n F l u r 1 6 G e m a r k u n g A m e l s b ü r e nG e m a r k u n g A m e l s b ü r e n F l u r 3 4R 9 0 , 0 m R 7 , 0 m 3 6 m 3 6 m 4 0 , 0 0 m 4 1 m 88 m m i n . 1 9 9 , 0 0 m b i s m a x . 2 3 5 , 0 0 m m i n . 1 9 9 , 0 0 m b i s m a x . 2 3 5 , 0 0 m V o r h a b e n t r ä g e r : W i n d 2 b G m b H , S c h o r l e m e r s t r . 1 2 - 1 4 , 4 8 1 5 1 M ü n s t e r G e m a r k u n g : F l u r : M a ß s t a b : B e b a u u n g s p l a n N r . B e b a u u n g s p l a n N r .B e b a u u n g s p l a n N r . 6 4 8 6 4 8 V o r h a b e n b e z o g e n e r B e b a u u n g s p l a n N r . 6 4 8 u n d V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n A l b a c h t e n - W i n d e n e r g i e a n l a g e a m A u t o b a h n k r e u z M ü n s t e r - S ü d B l a t t 1 ( 2 B l ä t t e r ) A l b a c h t e n 1 61 6 1 : 1 . 0 0 0 D i e P l a n g r u n d l a g e w u r d e a m 1 4 . 0 2 . 2 0 2 4 a u s d e m A m t l i c h e n L i e g e n s c h a f t s k a t a s t e r i n f o r m a t i o n s s y s t e m ( A L K I S ) g e n e r i e r t . D i e R i c h t i g k e i t w i r d b e s c h e i n i g t . M ü n s t e r , _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ D i p l . - I n g . M a r i e n f e l d A m t s l e i t e r F ü r d i e s t ä d t e b a u l i c h e P l a n u n g . M ü n s t e r , _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ D i p l . - I n g . D e n s t o r f f D i p l . - I n g . F e s t e r s e n S t a d t b a u r a t A m t s l e i t e r D e r R a t d e r S t a d t M ü n s t e r h a t a m 2 4 . 0 4 . 2 0 2 4 g e m ä ß § 2 A b s . 1 B a u G B d e n B e s c h l u s s z u r A u f s t e l l u n g d i e s e s B e b a u u n g s p l a n s g e f a s s t . D e r B e s c h l u s s w u r d e i m A m t s b l a t t d e r S t a d t M ü n s t e r N r . 1 0 v o m 1 6 . 0 5 . 2 0 2 4 b e k a n n t g e m a c h t . M ü n s t e r , _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ D e r O b e r b ü r g e r m e i s t e r i m A u f t r a g B r i n k h e e t k e r D i e s e r B e b a u u n g s p l a n w u r d e g e m ä ß § 3 A b s . 2 B a u G B v o m _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ b i s e i n s c h l i e ß l i c h _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ v e r ö f f e n t l i c h t . M ü n s t e r , _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ D e r O b e r b ü r g e r m e i s t e r i m A u f t r a g B r i n k h e e t k e r D i e s e r B e b a u u n g s p l a n i s t g e m ä ß § § 2 u n d 1 0 B a u G B u n d § § 7 u n d 4 1 G O N R W d u r c h d e n R a t d e r S t a d t M ü n s t e r a m _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ a l s S a t z u n g b e s c h l o s s e n w o r d e n . M ü n s t e r , _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ O b e r b ü r g e r m e i s t e r S c h r i f t f ü h r e r D i e s e r B e b a u u n g s p l a n i s t g e m ä ß § 1 0 B a u G B m i t d e r B e k a n n t m a c h u n g i m A m t s b l a t t d e r S t a d t M ü n s t e r N r . _ _ v o m _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ i n K r a f t g e t r e t e n . M ü n s t e r , _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ D e r O b e r b ü r g e r m e i s t e r i m A u f t r a g B r i n k h e e t k e r Z e i c h e n e r k l ä r u n g R e c h t s g r u n d l a g e n : · B a u g e s e t z b u c h ( B a u G B ) · V e r o r d n u n g ü b e r d i e b a u l i c h e N u t z u n g d e r G r u n d s t ü c k e ( B a u n u t z u n g s v e r o r d n u n g - B a u N V O )V e r o r d n u n g ü b e r d i e b a u l i c h e N u t z u n g d e r G r u n d s t ü c k e ( B a u n u t z u n g s v e r o r d n u n g - B a u N V O ) i n d e r F a s s u n g d e r B e k a n n t m a c h u n g v o m 2 1 . N o v e m b e r 2 0 1 7 ( B G B l . I S . 3 7 8 6 )i n d e r F a s s u n g d e r B e k a n n t m a c h u n g v o m 2 1 . N o v e m b e r 2 0 1 7 ( B G B l . I S . 3 7 8 6 ) z u l e t z t g e ä n d e r t d u r c h A r t i k e l 2 d e s G e s e t z e s v o m 0 3 . J u l i 2 0 2 3 ( B G B l . 2 0 2 3 I N r . 1 7 6 )z u l e t z t g e ä n d e r t d u r c h A r t i k e l 2 d e s G e s e t z e s v o m 0 3 . J u l i 2 0 2 3 ( B G B l . 2 0 2 3 I N r . 1 7 6 ) · B a u o r d n u n g f ü r d a s L a n d N o r d r h e i n - W e s t f a l e n ( L a n d e s b a u o r d n u n g 2 0 1 8 - B a u O N R W 2 0 1 8 )B a u o r d n u n g f ü r d a s L a n d N o r d r h e i n - W e s t f a l e n ( L a n d e s b a u o r d n u n g 2 0 1 8 - B a u O N R W 2 0 1 8 ) i n d e r F a s s u n g d e r B e k a n n t m a c h u n g v o m 0 4 . A u g u s t 2 0 1 8 u n d 0 1 . J a n u a r 2 0 1 9 ( G V . N R W . S . 4 2 1 )i n d e r F a s s u n g d e r B e k a n n t m a c h u n g v o m 0 4 . A u g u s t 2 0 1 8 u n d 0 1 . J a n u a r 2 0 1 9 ( G V . N R W . S . 4 2 1 ) z u l e t z t g e ä n d e r t d u r c h d a s G e s e t z v o m 3 1 . O k t o b e r 2 0 2 3 ( G V . N R W . S . 1 1 7 2 )z u l e t z t g e ä n d e r t d u r c h d a s G e s e t z v o m 3 1 . O k t o b e r 2 0 2 3 ( G V . N R W . S . 1 1 7 2 ) · G e m e i n d e o r d n u n g f ü r d a s L a n d N o r d r h e i n - W e s t f a l e n ( G O N R W ) i n d e r F a s s u n g d e r B e k a n n t m a c h u n g v o m 1 4 . J u l i 1 9 9 4 ( G V . N W . S . 6 6 6 ) ,i n d e r F a s s u n g d e r B e k a n n t m a c h u n g v o m 1 4 . J u l i 1 9 9 4 ( G V . N W . S . 6 6 6 ) , z u l e t z t g e ä n d e r t d u r c h A r t i k e l 1 d e s G e s e t z e s v o m 1 0 . J u l i 2 0 2 5 ( G V . N R W . S . 6 1 8 ) i n d e r F a s s u n g d e r B e k a n n t m a c h u n g v o m 3 . N o v e m b e r 2 0 1 7 ( B G B l . I S . 3 6 3 4 )i n d e r F a s s u n g d e r B e k a n n t m a c h u n g v o m 3 . N o v e m b e r 2 0 1 7 ( B G B l . I S . 3 6 3 4 ) z u l e t z t g e ä n d e r t d u r c h A r t i k e l 1 d e s G e s e t z e s v o m 2 7 . O k t o b e r 2 0 2 5 ( B G B l . 2 0 2 5 I N r . 2 5 7 ) I II I 1 21 2 W o h n g e b ä u d e ( h i e r m i t H a u s n u m m e r u n d G e s c h o s s z a h l ) G e m a r k u n g s g r e n z e F l u r s t ü c k s g r e n z e T o p o g r a f i s c h e U m r i s s l i n i e Ö f f e n t l i c h e G e b ä u d e W i r t s c h a f t s g e b ä u d e B e s t a n d s a n g a b e n D a s H ö h e n b e z u g s s y s t e m i s t D H H N 2 0 1 6 ( H ö h e n s t a t u s 1 7 0 ) F e s t s e t z u n g e n A r t d e r b a u l i c h e n N u t z u n g S o n d e r g e b i e t e M a ß d e r b a u l i c h e n N u t z u n g H ö h e d e r b a u l i c h e n A n l a g e , a l s M i n d e s t - u n d H ö c h s t m a ß B a u g r e n z e u n t e r i r d i s c h Ü b e r b a u b a r e G r u n d s t ü c k s f l ä c h e n A r b e i t s b e r e i c h V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n :V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n : D e r V o r h a b e n b e r e i c h ( G e l t u n g s b e r e i c h d e s V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n e s ) i s t i d e n t i s c h m i t d e m G e l t u n g s b e r e i c h d e s v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n e s . D e r I n h a l tD e r V o r h a b e n b e r e i c h ( G e l t u n g s b e r e i c h d e s V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n e s ) i s t i d e n t i s c h m i t d e m G e l t u n g s b e r e i c h d e s v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n e s . D e r I n h a l tD e r V o r h a b e n b e r e i c h ( G e l t u n g s b e r e i c h d e s V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n e s ) i s t i d e n t i s c h m i t d e m G e l t u n g s b e r e i c h d e s v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n e s . D e r I n h a l tD e r V o r h a b e n b e r e i c h ( G e l t u n g s b e r e i c h d e s V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n e s ) i s t i d e n t i s c h m i t d e m G e l t u n g s b e r e i c h d e s v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n e s . D e r I n h a l tD e r V o r h a b e n b e r e i c h ( G e l t u n g s b e r e i c h d e s V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n e s ) i s t i d e n t i s c h m i t d e m G e l t u n g s b e r e i c h d e s v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n e s . D e r I n h a l tD e r V o r h a b e n b e r e i c h ( G e l t u n g s b e r e i c h d e s V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n e s ) i s t i d e n t i s c h m i t d e m G e l t u n g s b e r e i c h d e s v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n e s . D e r I n h a l tD e r V o r h a b e n b e r e i c h ( G e l t u n g s b e r e i c h d e s V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n e s ) i s t i d e n t i s c h m i t d e m G e l t u n g s b e r e i c h d e s v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n e s . D e r I n h a l tD e r V o r h a b e n b e r e i c h ( G e l t u n g s b e r e i c h d e s V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n e s ) i s t i d e n t i s c h m i t d e m G e l t u n g s b e r e i c h d e s v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n e s . D e r I n h a l t b z w . d e r p r o j e k t i e r t e S t a n d o r t d e r E i n z e l n u t z u n g d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e s i n d i n d e m v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n e b e n s o d a r g e s t e l l t w i e d i e b z w . d e r p r o j e k t i e r t e S t a n d o r t d e r E i n z e l n u t z u n g d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e s i n d i n d e m v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n e b e n s o d a r g e s t e l l t w i e d i e b z w . d e r p r o j e k t i e r t e S t a n d o r t d e r E i n z e l n u t z u n g d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e s i n d i n d e m v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n e b e n s o d a r g e s t e l l t w i e d i e b z w . d e r p r o j e k t i e r t e S t a n d o r t d e r E i n z e l n u t z u n g d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e s i n d i n d e m v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n e b e n s o d a r g e s t e l l t w i e d i e b z w . d e r p r o j e k t i e r t e S t a n d o r t d e r E i n z e l n u t z u n g d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e s i n d i n d e m v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n e b e n s o d a r g e s t e l l t w i e d i e b z w . d e r p r o j e k t i e r t e S t a n d o r t d e r E i n z e l n u t z u n g d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e s i n d i n d e m v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n e b e n s o d a r g e s t e l l t w i e d i e b z w . d e r p r o j e k t i e r t e S t a n d o r t d e r E i n z e l n u t z u n g d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e s i n d i n d e m v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n e b e n s o d a r g e s t e l l t w i e d i e E r s c h l i e ß u n g s f l ä c h e n s o w i e d e r A r b e i t s b e r e i c h u n d b i l d e n s o m i t d i e I n h a l t e d e s V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n e s ( V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s b e s t a n d t e i l e ) ( g e m ä ß § 1 2 ( 3 ) S a t z 1 B a u G B ) a b .d e r A r b e i t s b e r e i c h u n d b i l d e n s o m i t d i e I n h a l t e d e s V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n e s ( V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s b e s t a n d t e i l e ) ( g e m ä ß § 1 2 ( 3 ) S a t z 1 B a u G B ) a b .d e r A r b e i t s b e r e i c h u n d b i l d e n s o m i t d i e I n h a l t e d e s V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n e s ( V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s b e s t a n d t e i l e ) ( g e m ä ß § 1 2 ( 3 ) S a t z 1 B a u G B ) a b .d e r A r b e i t s b e r e i c h u n d b i l d e n s o m i t d i e I n h a l t e d e s V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n e s ( V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s b e s t a n d t e i l e ) ( g e m ä ß § 1 2 ( 3 ) S a t z 1 B a u G B ) a b .d e r A r b e i t s b e r e i c h u n d b i l d e n s o m i t d i e I n h a l t e d e s V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n e s ( V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s b e s t a n d t e i l e ) ( g e m ä ß § 1 2 ( 3 ) S a t z 1 B a u G B ) a b .d e r A r b e i t s b e r e i c h u n d b i l d e n s o m i t d i e I n h a l t e d e s V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n e s ( V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s b e s t a n d t e i l e ) ( g e m ä ß § 1 2 ( 3 ) S a t z 1 B a u G B ) a b .d e r A r b e i t s b e r e i c h u n d b i l d e n s o m i t d i e I n h a l t e d e s V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n e s ( V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s b e s t a n d t e i l e ) ( g e m ä ß § 1 2 ( 3 ) S a t z 1 B a u G B ) a b . S c h e m a a n s i c h t - W i n d e n e r g i e a n l a g eS c h e m a a n s i c h t - W i n d e n e r g i e a n l a g e M 1 : 1 . 0 0 0 S e i t e n a n s i c h t U n t e r e r B e z u g s p u n k t i n M e t e r n ü b e r N o r m a l h ö h e n u l l ( M i t t e d e s T u r m s ) H i n w e i s e A n b a u v e r b o t s z o n e d e r A u t o b a h n A n b a u b e s c h r ä n k u n g s z o n e d e r A u t o b a h n S c h e m a a n s i c h t - W i n d e n e r g i e a n l a g eS c h e m a a n s i c h t - W i n d e n e r g i e a n l a g e M 1 : 1 . 0 0 0 F r o n t a l a n s i c h t B a u g r e n z e G r u n d f l ä c h e f ü r T u r m , F u n d a m e n t , E r d a u f s c h ü t t u n g : m a x 1 . 3 0 0 m ² G r e n z e d e s r ä u m l i c h e n G e l t u n g s b e r e i c h s d e s ( v o r h a b e n b e z o g e n e n ) B e b a u u n g s p l a n s G r e n z e d e s r ä u m l i c h e n G e l t u n g s b e r e i c h s d e s V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n s U S o n s t i g e F e s t s e t z u n g e n D r e e s H u e s m a n n D r e e s & H u e s m a n n S t a d t p l a n e r P a r t G m b B V e n n h o f a l l e e 9 7 D - 3 3 6 8 9 B i e l e f e l d f o n + 4 9 5 2 0 5 7 2 9 8 - 0 f a x + 4 9 5 2 0 5 7 2 9 8 - 2 2 i n f o @ d h p - s e n n e s t a d t . d e w w w . d h p - s e n n e s t a d t . d e P l a n e r P r o j e k t b e a r b e i t u n g u n d A u s a r b e i t u n g d e s B a u l e i t p l a n e s : P l a n u n g s b ü r o B i e l e f e l d , d e n . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . D i p l . - I n g . J e n s - P e t e r H u e s m a n n „ D a t e n l i z e n z D e u t s c h l a n d – Z e r o “ ( h t t p s : / / w w w . g o v d a t a . d e / d l - d e / z e r o - 2 - 0 ) T e x t l i c h e F e s t s e t z u n g e n s i e h e B l a t t 2 Anlage 4 zur Vorlage Nr. V/0142/2026 T e x t l i c h e F e s t s e t z u n g e n g e m ä ß § 9 B a u g e s e t z b u c h ( B a u G B ) 1 A r t d e r b a u l i c h e n N u t z u n g S o n s t i g e s S o n d e r g e b i e t g e m . § 1 1 B a u N V O Z w e c k b e s t i m m u n g „ W i n d e n e r g i e a n l a g e “ g e m . § 1 1 A b s . 2 B a u N V O A r t d e r N u t z u n g : I n n e r h a l b d e s S o n d e r g e b i e t e s s i n d z u l ä s s i g : · E i n e W i n d e n e r g i e a n l a g e m i t e i n e r N e n n l e i s t u n g v o n m i n d . 6 M W u n d d i e z u g e h ö r i g e n N e b e n a n l a g e n i n s b e s o n d e r e T r a n s f o r m a t o r g e b ä u d e u n d Ü b e r g a b e s t a t i o n . · E r s c h l i e ß u n g s f l ä c h e n z u r U n t e r h a l t u n g d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e u n d d e r z u g e h ö r i g e n N e b e n a n l a g e n i m B e t r i e b e i n s c h l i e ß l i c h d e r U n t e r f l u r - E i n s p e i s e - V e r s o r g u n g s l e i t u n g . · T e m p o r ä r e E i n r i c h t u n g e n i n n e r h a l b d e s i n d e r P l a n z e i c h n u n g g e k e n n z e i c h n e t e n „ A r b e i t s b e r e i c h e s “ , f ü r K r a n s t e l l f l ä c h e n , M o n t a g e f l ä c h e n , L a g e r - u n d E n t s o r g u n g s f l ä c h e n , P a r k f l ä c h e n , Z u w e g u n g e n z u r E r r i c h t u n g b z w . R ü c k b a u d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e u n d d e r z u g e h ö r i g e n N e b e n a n l a g e n . A u ß e r d e m k ö n n e n z u g e l a s s e n w e r d e n : V o r h a b e n , d i e d e r N u t z u n g d e r s o l a r e n S t r a h l u n g s e n e r g i e , d i e n e n - e i n s c h l i e ß l i c h d e r A n l a g e n z u r E r z e u g u n g v o n S t r o m o d e r W ä r m e a u s s o l a r e r S t r a h l u n g s e n e r g i e - , s o f e r n s i e d e r V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n u n g f ü r d i e E r r i c h t u n g u n d d e n B e t r i e b d e r W E A n i c h t e n t g e g e n s t e h e n . 2 M a ß d e r b a u l i c h e n N u t z u n g D i e z u l ä s s i g e G r u n d f l ä c h e d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e e i n s c h l i e ß l i c h T u r m , F u n d a m e n t , T r e p p e , A u f s c h ü t t u n g d a r f m a x i m a l 1 . 3 0 0 m ² ( v o l l v e r s i e g e l t ) u n d f ü r E r s c h l i e ß u n g s f l ä c h e n z u r U n t e r h a l t u n g d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e u n d d e r z u g e h ö r i g e n N e b e n a n l a g e n i m B e t r i e b m a x i m a l 1 . 9 0 0 m ² ( t e i l v e r s i e g e l t ) n i c h t ü b e r s c h r e i t e n . D i e z u l ä s s i g e G r u n d f l ä c h e d a r f d u r c h d e n i n d e r P l a n z e i c h n u n g g e k e n n z e i c h n e t e n „ A r b e i t s b e r e i c h “ z u r E r r i c h t u n g b z w . z u m R ü c k b a u d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e u n d d e r z u g e h ö r i g e n N e b e n a n l a g e n ü b e r s c h r i t t e n w e r d e n . 3 Ü b e r b a u b a r e G r u n d s t ü c k s f l ä c h e n S o w o h l T u r m , F u n d a m e n t , T r e p p e s o w i e d i e R o t o r f l ä c h e n d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e u n d d i e z u g e h ö r i g e n N e b e n a n l a g e n s i n d n u r i n n e r h a l b d e r B a u g r e n z e n z u l ä s s i g . D e r M i t t e l p u n k t d e s T u r m s d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e i s t a u f d e r E T R S 8 9 . U T M - K o o r d i n a t e n R W 4 0 0 6 0 0 , 7 1 / H W 5 7 5 2 8 0 5 , 0 1 f e s t g e l e g t . 4 H ö h e b a u l i c h e r A n l a g e n D i e m a x i m a l e H ö h e b a u l i c h e r A n l a g e n H A m a x d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e d a r f 2 3 5 , 0 0 m n i c h t ü b e r s c h r e i t e n . D i e m i n i m a l e H ö h e b a u l i c h e r A n l a g e n H A m i n d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e d a r f 1 9 9 , 0 0 m n i c h t u n t e r s c h r e i t e n . D i e G e s a m t h ö h e e r r e c h n e t s i c h b e i d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e m i t H o r i z o n t a l a c h s e a u s d e r H ö h e d e r R o t o r a c h s e ü b e r d e r g e o m e t r i s c h e n M i t t e d e s T u r m s z u z ü g l i c h R o t o r r a d i u s . A l s u n t e r e r B e z u g s p u n k t w i r d g e m ä ß § 1 8 A b s . 1 B a u N V O d i e n a t ü r l i c h e G e l ä n d e o b e r k a n t e m i t d e r D H H N - H ö h e 6 3 , 5 m ü . N H N f e s t g e l e g t . 5 F l ä c h e n o d e r M a ß n a h m e n z u m S c h u t z , z u r P f l e g e u n d z u r E n t w i c k l u n g v o n B o d e n , N a t u r u n d L a n d s c h a f t B e f e s t i g t e F l ä c h e n ( m i t A u s n a h m e d e r F u n d a m e n t e d e r W i n d k r a f t a n l a g e ) w i e b e i s p i e l s w e i s e K r a n s t e l l f l ä c h e n , M o n t a g e f l ä c h e n , L a g e r - u n d E n t s o r g u n g s f l ä c h e n , P a r k f l ä c h e n , Z u w e g u n g e n z u r E r r i c h t u n g b z w . R ü c k b a u d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e u n d d e r z u g e h ö r i g e n N e b e n a n l a g e n s i n d i n W a s s e r - u n d l u f t d u r c h l ä s s i g e m A u f b a u a l s u n g e b u n d e n e D e c k e h e r z u s t e l l e n . T e x t l i c h e F e s t s e t z u n g e n g e m ä ß § 9 A b s . 4 B a u G B B a u G B i . V . m . § 8 9 B a u o r d n u n g f ü r d a s L a n d N o r d r h e i n - W e s t f a l e n ( B a u O N R W 2 0 1 8 ) 1 B e s o n d e r e A n f o r d e r u n g e n a n d i e ä u ß e r e G e s t a l t u n g b a u l i c h e r A n l a g e n I m S o n d e r g e b i e t i s t d e r T u r m d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e a l s g e s c h l o s s e n e z y l i n d r i s c h e o d e r k o n i s c h e R ö h r e o h n e P l a t t f o r m e n , A n b a u t e n o d e r V e r b r e i t e r u n g e n z w i s c h e n B a s i s u n d G o n d e l z u e r s t e l l e n . S e n d e - u n d E m p f a n g s a n l a g e n f ü r d e n M o b i l f u n k a n d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e k ö n n e n a u s n a h m s w e i s e z u g e l a s s e n w e r d e n , s o f e r n i h r ä u ß e r e r A b s t a n d z u m T u r m 0 , 5 m n i c h t ü b e r - s c h r e i t e t u n d d a s L a n d s c h a f t s b i l d n i c h t b e e i n t r ä c h t i g t w i r d . D i e O b e r f l ä c h e n d e s T u r m s , d e r G o n d e l u n d d e r R o t o r b l ä t t e r d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e s i n d m i t h e l l e r , m a t t e r u n d n i c h t r e f l e k t i e r e n d e r F a r b g e b u n g z u e r s t e l l e n . U m L i c h t r e f l e x e z u v e r m e i d e n , s i n d a u s s c h l i e ß l i c h m a t t e T ö n e z u v e r w e n d e n . 2 W e r b e a n l a g e n E i n e ü b e r d a s g e s e t z l i c h v o r g e s c h r i e b e n e M a ß h i n a u s g e h e n d e B e f e u e r u n g o d e r K e n n z e i c h n u n g i s t n i c h t z u l ä s s i g . L e d i g l i c h a u f d e n W i n d e n e r g i e a n l a g e n - T y p u n d d i e H e r s t e l l e r b e z e i c h n u n g s o w i e d i e B e t r e i b e r g e s e l l s c h a f t d a r f m i t t e l s W e r b e a u f s c h r i f t i m B e r e i c h d e r G o n d e l h i n g e w i e s e n w e r d e n . D i e A u f s c h r i f t e n d ü r f e n k e i n e r e f l e k t i e r e n d e o d e r f l u o r e s z i e r e n d e W i r k u n g h a b e n , n o c h d ü r f e n s i e b e l e u c h t e t w e r d e n . H i n w e i s e 1 D u r c h f ü h r u n g s v e r t r a g Z u r R e a l i s i e r u n g d e s v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n s w e r d e n e r g ä n z e n d e ö f f e n t l i c h - r e c h t l i c h e v e r t r a g l i c h e V e r e i n b a r u n g e n z w i s c h e n d e r S t a d t M ü n s t e r u n d d e r V o r h a b e n t r ä g e r i n a b g e s c h l o s s e n ( D u r c h f ü h r u n g s v e r t r a g g e m . § 1 2 B a u G B ) . 2 D e r P l a n u n g z u g r u n d e l i e g e n d e V o r s c h r i f t e n u n d R e g e l w e r k e D i e d e r P l a n u n g z u g r u n d e l i e g e n d e n V o r s c h r i f t e n ( z . B . G e s e t z e , V e r o r d n u n g e n , E r l a s s e u n d D I N - V o r s c h r i f t e n ) k ö n n e n w ä h r e n d d e r D i e n s t z e i t e n b e i d e r S t a d t M ü n s t e r , i m K u n d e n z e n t r u m ` P l a n e n u n d B a u e n ' i m E r d g e s c h o s s d e s S t a d t h a u s e s 3 , A l b e r s l o h e r W e g 3 3 , e i n g e s e h e n w e r d e n . 3 B o d e n d e n k m a l e B e i B o d e n e i n g r i f f e n k ö n n e n B o d e n d e n k m ä l e r ( k u l t u r - u n d / o d e r n a t u r g e s c h i c h t l i c h e B o d e n f u n d e , d . h . M a u e r n , a l t e G r ä b e n , E i n z e l f u n d e a b e r a u c h V e r ä n d e r u n g e n u n d V e r f ä r b u n g e n i n d e r n a t ü r l i c h e n B o d e n b e s c h a f f e n h e i t , H ö h l e n u n d S p a l t e n , Z e u g n i s s e t i e r i s c h e n u n d / o d e r p f l a n z l i c h e n L e b e n s a u s E r d g e s c h i c h t l i c h e r Z e i t ) e n t d e c k t w e r d e n . B e i E n t d e c k u n g s i n d B e n a c h r i c h t i g u n g s - , U n t e r b r e c h u n g s - u n d E r l a u b n i s p f l i c h t e n n a c h D e n k m a l s c h u t z g e s e t z N R W ( u . a . § § 1 5 , 1 6 u n d 2 7 D S c h G N R W i . d . F . v o m 1 3 . 0 4 . 2 0 2 2 b z w . d e r e n N a c h f o l g e r e g e l u n g e n ) z u b e a c h t e n ; d e m e n t s p r e c h e n d s i n d d i e u n t e r e D e n k m a l b e h ö r d e o d e r d a s D e n k m a l f a c h a m t u n v e r z ü g l i c h z u i n f o r m i e r e n . 4 K a m p f m i t t e l H i n w e i s e a u f e i n e K a m p f m i t t e l b e l a s t u n g l i e g e n z u r z e i t n i c h t v o r . S o l l t e n w ä h r e n d d e r B a u a r b e i t e n K a m p f m i t t e l g e f u n d e n w e r d e n , s o s i n d d i e B a u a r b e i t e n u n v e r z ü g l i c h e i n z u s t e l l e n u n d i s t d i e F e u e r w e h r d e r S t a d t M ü n s t e r z u v e r s t ä n d i g e n . 5 A l t l a s t e n F ü r d e n G e l t u n g s b e r e i c h s i n d k e i n e A l t l a s t - / V e r d a c h t s f l ä c h e n b e k a n n t . S o l l t e n s i c h j e d o c h b e i d e n B a u a r b e i t e n H i n w e i s e a u f s c h ä d l i c h e B o d e n v e r ä n d e r u n g e n e r g e b e n , i s t u n v e r z ü g l i c h d i e U n t e r e B o d e n s c h u t z b e h ö r d e o d e r d a s A m t f ü r G r ü n f l ä c h e n , U m w e l t u n d N a c h h a l t i g k e i t z u i n f o r m i e r e n . 6 L ä r m D i e E i n h a l t u n g d e r R i c h t w e r t e g e m ä ß " T e c h n i s c h e r A n l e i t u n g z u m S c h u t z g e g e n L ä r m " ( T A - L ä r m ) i s t i m B l m S c h - G e n e h m i g u n g s v e r f a h r e n j e w e i l s f ü r d i e g e p l a n t e W i n d e n e r g i e a n l a g e n a c h z u w e i s e n . 7 P e r i o d i s c h e r S c h a t t e n w u r f D i e W i n d e n e r g i e a n l a g e i s t m i t A b s c h a l t m o d u l e n z u r S c h a t t e n a b s c h a l t u n g a u s z u s t a t t e n , m i t d e n e n s i c h e r g e s t e l l t w i r d , d a s s d e r p e r i o d i s c h e S c h a t t e n w u r f ( w i e d e r k e h r e n d e V e r s c h a t t u n g d e s d i r e k t e n S o n n e n l i c h t e s d u r c h d i e R o t o r b l ä t t e r e i n e r W i n d e n e r g i e a n l a g e ) a n d e n I m m i s s i o n s o r t e n g e m ä ß S c h a t t e n w u r f v o r p r o g n o s e f ü r e i n e n e u e W i n d e n e r g i e a n l a g e , B - P l a n N r . 6 4 8 „ E n e r g i e p a r k A K M ü n s t e r - S ü d “ , S t a d t M ü n s t e r , N o r d r h e i n - W e s t f a l e n , ( R e v i s i o n 0 1 ) P l a n G I S G m b H , H a n n o v e r , M a i 2 0 2 5 , d e n G r e n z w e r t v o n 3 0 S t u n d e n p r o J a h r u n d 3 0 M i n u t e n p r o T a g n i c h t ü b e r s c h r e i t e t . 8 A n l a g e e i n e r t e m p o r ä r b e a n s p r u c h t e n W a l l h e c k e D i e t e m p o r ä r b e a n s p r u c h t e W a l l h e c k e a n d e r S t r a ß e „ A m G e t t e r b a c h “ w i r d n a c h B e e n d i g u n g d e r A r b e i t e n w i e d e r i n i h r e n u r s p r ü n g l i c h e n Z u s t a n d v e r s e t z t ( G e m a r k u n g A l b a c h t e n , F l u r 1 6 , F l u r s t ü c k 5 8 ) . D e r W a l l k ö r p e r s o w i e d i e B e p f l a n z u n g o r i e n t i e r e n s i c h h i e r b e i a n d e n ö r t l i c h e n G e g e b e n h e i t e n . A l s M a t e r i a l f ü r d e n W a l l s o l l d a s u r s p r ü n g l i c h a n s t e h e n d e B o d e n m a t e r i a l v e r w e n d e t w e r d e n . U m e i n e n g l e i c h m ä ß i g e n , d i c h t e n B e w u c h s z u g e w ä h r l e i s t e n , i s t e i n e B e p f l a n z u n g m i t G e h ö l z e n d u r c h z u f ü h r e n . D i e A r t e n - Z u s a m m e n s e t z u n g d e r G e h ö l z a n p f l a n z u n g o r i e n t i e r t s i c h h i e r b e i ü b e r w i e g e n d a n d e n b e s t e h e n d e n ( W a l l - ) H e c k e n s t r u k t u r e n . I n O r i e n t i e r u n g a n d e r S t a n d o r t e i g n u n g i s t d i e S t i e l e i c h e i n d e r g e p l a n t e n W a l l h e c k e a l s H a u p t b a u m a r t m i t e i n e m P f l a n z e n a n t e i l v o n c a . 7 0 % z u v e r w e n d e n . D i e B a u m a r t e n s i n d a u f d e r W a l l k r o n e d e s E r d w a l l s z u p f l a n z e n , d i e S t r a u c h a r t e n a u f d e r B ö s c h u n g . I n n e r h a l b d e r H e c k e b e t r ä g t d e r P f l a n z a b s t a n d f ü r B ä u m e d e r A r t e n l i s t e 1 c a . 5 m , d a z w i s c h e n s i n d S t r ä u c h e r d e r A r t e n l i s t e 2 m i t e i n e m A b s t a n d v o n c a . 1 , 5 0 m z u s e t z e n . A r t e n l i s t e d e r z u v e r w e n d e n d e n P f l a n z e n a r t e n ( B e i s p i e l e ) A r t e n l i s t e 1 B ä u m e M i n d e s t p f l a n z q u a l i t ä t : 2 j . S . , 8 0 - 1 2 0 c m o d e r v e r g l e i c h b a r E i c h e Q u e r c u s r o b u r S a l w e i d e S a l i x c a p r e a V o g e l k i r s c h e P r u n u s a v i u m A r t e n l i s t e 2 S t r ä u c h e r M i n d e s t p f l a n z q u a l i t ä t : v S t r . 3 T r . 6 0 - 1 0 0 c m o d e r v e r g l e i c h b a r H a s e l C o r y l u s a v e l l a n a W e i ß d o r n C r a t a e g u s m o n o g y n a H u n d s r o s e R o s a c a n i n a P u r p u r - W e i d e S a l i x p u r p u r e a H o l u n d e r S a m b u c u s n i g r a I m v o r l i e g e n d e n F a l l h a t d i e A u s f ü h r u n g s p l a n u n g i m n a c h g e l a g e r t e n G e n e h m i g u n g s v e r f a h r e n d a f ü r S o r g e z u t r a g e n , d a s s d i e E i n g r i f f e i n e i n e a n d e r S t r a ß e „ A m G e t t e r b a c h “ v e r l a u f e n d e W a l l h e c k e a u f e i n M i n i m u m b e s c h r ä n k t w e r d e n . 9 E i n g r i f f s r e g e l u n g n a c h d e m B u n d e s n a t u r s c h u t z g e s e t z / F l ä c h e n o d e r M a ß n a h m e n z u m A u s g l e i c h g e m . § 1 a A b s . 3 B a u G B 9 . 1 N a t u r s c h u t z r e c h t l i c h n o t w e n d i g e r A u s g l e i c h · A u s g l e i c h s m a ß n a h m e A 1 : A n l a g e e i n e r W a l d f l ä c h e m i t v o r g e l a g e r t e n S t r a u c h m a n t e l U m w a n d l u n g e i n e r 6 . 7 6 0 , 0 0 m ² g r o ß e n , s t r u k t u r - u n d a r t e n a r m e n A c k e r f l ä c h e i n e i n e s t a n d o r t t y p i s c h e W a l d f l ä c h e m i t v o r g e l a g e r t e n S t r a u c h g ü r t e l u n d K r a u t s a u m ( G e m a r k u n g A l b a c h t e n , F l u r 1 6 , F l u r s t ü c k 6 1 ) . D i e M a ß n a h m e d i e n t d e m ( T e i l - ) A u s g l e i c h f ü r N e u v e r s i e g e l u n g s o w i e d e m B i o t o p v e r l u s t . A u f d e r M a ß n a h m e n f l ä c h e i s t d i e A u f f o r s t u n g e i n e s F e l d g e h ö l z e s m i t A r t e n d e r A r t e n l i s t e 1 ( K e r n z o n e ) ( f o l g e n d e T a b e l l e „ A r t e n l i s t e d e r z u v e r w e n d e n d e n P f l a n z e n a r t e n “ ) m i t e i n e m R a n d b e r e i c h a u s S t r ä u c h e r n d e r A r t e n l i s t e 2 ( S t r a u c h m a n t e l ) v o r g e s e h e n . I n O r i e n t i e r u n g a n d e r S t a n d o r t e i g n u n g i s t d i e S t i e l e i c h e i n d e r g e p l a n t e n W a l d f l ä c h e a l s H a u p t b a u m a r t m i t e i n e m P f l a n z e n a n t e i l v o n c a . 6 0 % z u v e r w e n d e n . D i e d e m K e r n b e r e i c h d e s F e l d g e h ö l z e s z u d e n ' o f f e n e n ' S e i t e n v o r g e l a g e r t e n R a n d f l ä c h e n s i n d m i t e i n e m m i n d e s t e n s 4 , 5 m b r e i t e n M a n t e l a u s S t r ä u c h e r n u n d B ä u m e n 2 . O r d n u n g z u r H e r a u s b i l d u n g e i n e s W a l d m a n t e l s a n z u p f l a n z e n . I n R i c h t u n g N o r d e n , z u r B a h n t r a s s e , i s t d e r S t r a u c h m a n t e l a u f 1 5 m a u f z u w e i t e n . D i e B a u m a r t e n s o l l e n v o r n e h m l i c h i m A n s c h l u s s a n d e n K e r n b e r e i c h g e p f l a n z t w e r d e n , w ä h r e n d d i e n i e d r i g e r e n S t r a u c h a r t e n e h e r a m R a n d z u p f l a n z e n s i n d . Z i e l i s t d i e E n t w i c k l u n g e i n e s s t r u k t u r r e i c h e n , g e s t a f f e l t a u f g e b a u t e n W a l d m a n t e l s . D i e A u ß e n r ä n d e r s o l l e n l a n d s c h a f t s g e r e c h t a u s g e l a p p t ( ' b u c h t i g ' ) a u s g e b i l d e t w e r d e n , u m d e n R a n d e f f e k t z u e r h ö h e n u n d e i n e i n n i g e V e r z a h n u n g m i t d e m v o r g e l a g e r t e n K r a u t s a u m z u e r z i e l e n . D i e s e g e h ö l z f r e i v e r b l e i b e n d e n B e r e i c h e d e r M a ß n a h m e n f l ä c h e s o l l e n s i c h a l s r u d e r a l e K r a u t - b z w . H o c h s t a u d e n s ä u m e e n t w i c k e l n . E s s o l l e i n b r e i t e r , a r t e n r e i c h e r G e b ü s c h s a u m ( z . B . a u c h m i t B r o m b e e r e u n d S c h l i n g p f l a n z e n ) a l s N a h r u n g s - , B r u t - u n d R ü c k z u g s h a b i t a t f ü r e i n e a r t e n r e i c h e K l e i n t i e r f a u n a a n g e s t r e b t w e r d e n . A l s P f l e g e i s t e i n e M a h d d e r v e r k r a u t e t e n S a u m b e r e i c h e i n z w e i - b i s d r e i j ä h r i g e n A b s t ä n d e n e r f o r d e r l i c h , u m e i n F o r t s c h r e i t e n d e r V e r b u s c h u n g z u v e r h i n d e r n . F o l g e n d e P f l a n z a b s t ä n d e s i n d e i n z u h a l t e n : · W a l d b e r e i c h „ K e r n b e r e i c h “ : P f l a n z v e r b a n d 2 m x 1 , 5 m · S t r a u c h g ü r t e l : P f l a n z r a s t e r 1 m x 1 , 5 m A r t e n l i s t e d e r z u v e r w e n d e n d e n P f l a n z e n a r t e n A r t e n l i s t e 1 ( K e r n z o n e ) M i n d e s t p f l a n z q u a l i t ä t : 3 - 4 j . v . S . , 1 5 0 - 2 0 0 c m o d e r v e r g l e i c h b a r E i c h e Q u e r c u s r o b u r H a i n b u c h e C a r p i n u s b e t u l u s V o g e l k i r s c h e P r u n u s a v i u m F l a t t e r u l m e U l m u s l a e v i s A r t e n l i s t e 2 ( S t r ä u c h e r ) M i n d e s t p f l a n z q u a l i t ä t : v S t r . 3 T r . 6 0 - 1 0 0 c m o d e r v e r g l e i c h b a r F e l d a h o r n A c e r c a m p e s t r e R o t e r H a r t r i e g e l C o r n u s s a n g u i n e a P f a f f e n h ü t c h e n E u o n y m u s e u r o p a e u s W i l d b i r n e P y r u s p y r a s t e r E c h t e M e h l b e e r e S o r b u s a r i a 9 . 2 K o m p e n s a t i o n f ü r d i e E i n g r i f f e i n d a s L a n d s c h a f t s b i l d I n A n l e h n u n g a n d i e V o r g a b e n d e s L A N U V N R W ( 2 0 1 8 ) e r f o l g t d i e E r m i t t l u n g d e r H ö h e d e r E r s a t z z a h l u n g z u n ä c h s t m i t d e r f l ä c h e n g e w i c h t e t e n M i t t e l u n g d e r P r e i s e f ü r e i n e W E A g e m ä ß d e m A n t e i l d e r L a n d s c h a f t s b i l d e i n h e i t e n a m U n t e r s u c h u n g s r a u m . H i e r b e i e r g i b t s i c h f ü r d i e W E A e i n M i t t e l w e r t v o n 1 7 5 , 6 € j e M e t e r . E n t s p r e c h e n d d e r E r g e b n i s s e b e t r ä g t d i e S u m m e e i n e r a n g e n o m m e n e n E r s a t z z a h l u n g i n H ö h e v o n 4 1 . 2 6 6 , 0 0 € ( 1 7 5 , 6 € / m * 2 3 5 m ) . D i e a n g e n o m m e n e E r s a t z z a h l u n g w i r d i n F o r m e i n e r A u s g l e i c h s f l ä c h e u m g e s e t z t . U m d i e B e e i n t r ä c h t i g u n g e n a u f d a s S c h u t z g u t L a n d s c h a f t z u k o m p e n s i e r e n , e i g n e n s i c h v o r a l l e m d i e A n l a g e n v o n v e r t i k a l e n S t r u k t u r e n , d i e u . U . z u e i n e r S i c h t v e r s c h a t t u n g d e r W E A b z w . G l i e d e r u n g d e r L a n d s c h a f t s r ä u m e b e i t r a g e n . I m v o r l i e g e n d e n F a l l s o l l e i n e W a l d f l ä c h e ( A u s g l e i c h s m a ß n a h m e A 1 ) a u f e i n e r G e s a m t f l ä c h e v o n 6 . 7 6 0 m ² a n g e l e g t w e r d e n . D i e K o s t e n f ü r d i e A n l a g e e i n e r W a l d f l ä c h e s i n d m i t 1 2 , 6 8 € p r o Q u a d r a t m e t e r z u v e r a n s c h l a g e n . Z u r K o m p e n s a t i o n f ü r d i e E i n g r i f f e i n d a s L a n d s c h a f t s b i l d m u s s e i n e F l ä c h e v o n c a . 3 . 2 5 5 m ² a n g e l e g t w e r d e n ( 4 1 . 2 6 6 , 0 0 € / 1 2 , 6 8 € p r o m ² ) . 1 0 . A r t e n s c h u t z D e m V o l l z u g d e s B a u l e i t p l a n s n i c h t e n t g e g e n s t e h e n d e u n d i m n a c h f o l g e n d e n G e n e h m i g u n g s v e r f a h r e n z u b e r ü c k s i c h t i g e n d e a r t e n s c h u t z r e c h t l i c h e A u f l a g e n u n d M a ß n a h m e n ( A r t e n s c h u t z r e c h t l i c h e H i n w e i s e g e m . § 4 4 B N a t S c h G ) : B r ü t e n d e V o g e l a r t e n o d e r r u h e n d e F l e d e r m a u s a r t e n D i e B a u f e l d f r e i m a c h u n g u n d B a u f e l d v o r b e r e i t u n g i s t i . S . d . § 3 9 B N a t S c h G a u ß e r h a l b d e r K e r n b r u t z e i t ( 0 1 . 0 3 . b i s 3 0 . 0 9 . ) v o n W i e s e n v ö g e l n d u r c h z u f ü h r e n . E b e n s o i s t d a s A b s c h i e b e n d e s O b e r b o d e n s a u ß e r h a l b d e r B r u t z e i t d u r c h z u f ü h r e n . S i n d a u s G r ü n d e n d e s B a u a b l a u f e s z w i n g e n d B a u f e l d f r e i r ä u m u n g e n a u ß e r h a l b d e s o . g . Z e i t f e n s t e r s e r f o r d e r l i c h , w i r d z u v o r d u r c h e i n e s a c h k u n d i g e P e r s o n f e s t g e s t e l l t , o b i n d e m v o n d e r R ä u m u n g s m a ß n a h m e b e t r o f f e n e n E i n g r i f f s b e r e i c h a k t u e l l e B r u t e n v o r h a n d e n s i n d . W e n n k e i n e B r u t e n f e s t z u s t e l l e n s i n d , k a n n d e r A b t r a g v o n O b e r b o d e n i n A b s t i m m u n g m i t d e m U m w e l t a m t d e r S t a d t M ü n s t e r a u c h i m Z e i t r a u m v o n M ä r z b i s A u g u s t e r f o l g e n . K o m m t e s w ä h r e n d d e r R e p r o d u k t i o n s z e i t z u e i n e m l ä n g e r a l s s i e b e n T a g e a n d a u e r n d e n S t i l l s t a n d d e r B a u t ä t i g k e i t , s o i s t d a s B a u f e l d m i t t e l s e i n e r K o n t r o l l b e g e h u n g a u f d i e A n s i e d l u n g v o n „ n e u e n “ B r u t p a a r e n z u k o n t r o l l i e r e n . J e n a c h E r g e b n i s d e r B e g e h u n g e n k a n n d e r B a u w e i t e r g e f ü h r t w e r d e n ( k e i n e B r u t i m B a u f e l d ) o d e r e s m u s s g e w a r t e t w e r - d e n , b i s d i e e r f a s s t e n B r u t e n b e e n d e t s i n d . E i n e V e r m e i d u n g d e r A n s i e d l u n g v o n v . a . b o d e n b r ü t e n d e n V o g e l a r t e n ( z . B . S c h a f s t e l z e ) a u f d e n g e r ä u m t e n B a u f e l d e r n k a n n d u r c h s t ä n d i g e A k t i v i t ä t e n i n d i e s e n B e r e i c h e n z w i s c h e n B a u f e l d r ä u m u n g u n d B a u b e g i n n e r f o l g e n . V o r d e r R o d u n g s i n d d i e z u e n t f e r n e n d e n G e h ö l z e i m B e r e i c h a u f d a u e r h a f t g e n u t z t e L e b e n s s t ä t t e n , i n s b e s o n d e r e F l e d e r m a u s q u a r t i e r e , d u r c h e i n e q u a l i f i z i e r t e P e r s o n z u u n t e r s u c h e n . M ü s s e n B ä u m e m i t p o t e n z i e l l e r Q u a r t i e r e i g n u n g f ü r F l e d e r m ä u s e e n t f e r n t w e r d e n , i s t d i e s a u ß e r h a l b d e r N u t z u n g d u r c h z u f ü h r e n u n d d i e F ä l l u n g v o n e i n e r f a c h k u n d i g e n P e r s o n z u b e g l e i t e n . D i e B ä u m e s i n d d a h e r v o r F ä l l u n g a u f B e s a t z z u ü b e r p r ü f e n . D i e s s o l l t e m i t t e l s E n d o s k o p e r f o l g e n . I n A b s t i m m u n g m i t d e m U m w e l t a m t d e r S t a d t M ü n s t e r i s t a d ä q u a t e r E r s a t z f ü r d e n V e r l u s t d e r Q u a r t i e r e b e r e i t z u s t e l l e n . D i e M a ß n a h m e i s t v o r E i n g r i f f s b e g i n n u m z u s e t z e n . K o l l i s i o n s g e f ä h r d e t e F l e d e r m a u s a r t e n A b e n d s e g l e r , B r e i t - f l ü g e l f l e d e r m a u s , R a u h a u t f l e d e r m a u s u n d Z w e r g f l e d e r m a u s D i e W E A w i r d i m Z e i t r a u m v o m 0 1 . 0 4 . - 3 1 . 1 0 . e i n e s j e d e n J a h r e s z w i s c h e n S o n n e n u n t e r g a n g u n d S o n n e n a u f g a n g v o l l s t ä n d i g a b g e s c h a l t e t , w e n n f o l g e n d e B e d i n g u n g e n g l e i c h z e i t i g e r f ü l l t s i n d : T e m p e r a t u r e n v o n > 1 0 ° C s o w i e W i n d g e s c h w i n d i g k e i t e n i m 1 0 m i n - M i t t e l v o n < 6 m / s i n G o n d e l h ö h e ( v g l . M U N V & L A N U V 2 0 2 4 , S . 4 5 ) . V o r I n b e t r i e b n a h m e d e r W i n d e n e r g i e a n l a g e w i r d d e r S t a d t M ü n s t e r - u n t e r e N a t u r s c h u t z b e h ö r d e - e i n e E r k l ä r u n g d e s H e r s t e l l e r s o d e r d e s b e a u f t r a g t e n F a c h u n t e r n e h m e r s v o r g e l e g t , a u s d e r e r s i c h t l i c h i s t , d a s s d i e A b s c h a l t u n g v o l l f u n k t i o n s f ä h i g e i n g e r i c h t e t i s t . J a g d h a b i t a t d u r c h F l e d e r m ä u s e U m e i n e r n a c h t r ä g l i c h u n b e a b s i c h t i g t e n E r h ö h u n g d e s V e r l e t z u n g s - u n d T ö t u n g s r i s i k o s v o n F l e d e r m a u s a r t e n e n t g e g e n z u w i r k e n , s o l l t e d a s d i r e k t U m f e l d d e r W E A s o g e s t a l t e t w e r d e n , d a s s i n s b e s o n d e r e F l e d e r m a u s a r t e n n i c h t g e z i e l t a n g e l o c k t w e r d e n . D i e G r ö ß e d e r M a s t f u ß u m g e b u n g b e s c h r ä n k t s i c h a u f d a s F u n d a m e n t u n d d i e S e r v i c e f l ä c h e n , d i e S e r v i c e f l ä c h e n s i n d g e s c h o t t e r t u n d v e g e t a t i o n s f r e i a n z u l e g e n , A b l a g e r u n g e n v o n z . B . E r n t e p r o d u k t e n , M i s t o . ä . a u f d e n S e r v i c e f l ä c h e n s i n d v e r b o t e n . G e s t a l t u n g d e s M a s t f u ß b e r e i c h e s I m U m k r e i s d e s M a s t f u ß b e r e i c h s ( e n t s p r i c h t d e r v o m R o t o r ü b e r s t r i c h e n e n F l ä c h e z u z ü g l i c h e i n e s P u f f e r s v o n 5 0 m ) u n d d e r K r a n s t e l l f l ä c h e n d ü r f e n k e i n e B a u m r e i h e n , H e c k e n o d e r K l e i n g e w ä s s e r a n g e l e g t w e r d e n . Z u m S c h u t z v o n V ö g e l n u n d F l e d e r m ä u s e n s i n d a m M a s t f u ß b e r e i c h i n j e d e m F a l l a u f K u r z r a s e n v e g e t a t i o n , B r a c h e n s o w i e a u f z u m ä h e n d e s G r ü n l a n d z u v e r z i c h t e n . 1 1 . B o d e n s c h u t z - B o d e n k u n d l i c h e B a u b e g l e i t u n g U m d a u e r h a f t n e g a t i v e A u s w i r k u n g e n a u f d i e v o n B e b a u u n g f r e i z u h a l t e n d e n B e r e i c h e n z u v e r m e i d e n , s o l l t e d e r B o d e n i m B e r e i c h d e r B e w e g u n g s - , A r b e i t s - u n d L a g e r f l ä c h e n d u r c h g e e i g n e t e M a ß n a h m e n ( z . B . Ü b e r f a h r u n g s v e r b o t s z o n e n , B a g g e r m a t t e n ) g e s c h ü t z t w e r d e n . A u f g r u n d d e r h o h e n V e r d i c h t u n g s e m p f i n d l i c h k e i t d e r B ö d e n s o l l t e n S t a h l p l a t t e n o d e r B a g g e r m a t t e n z u m S c h u t z v o r m e c h a n i s c h e n B e l a s t u n g e n a u s g e l e g t w e r d e n . E i n e b o d e n s c h o n e n d e V o r g e h e n s w e i s e b e i m A u f s t e l l e n d e r A n l a g e n k a n n d u r c h B e r ü c k s i c h t i g u n g f o l g e n d e r D I N - N o r m e n g e w ä h r l e i s t e t w e r d e n : D I N 1 9 6 3 9 B o d e n s c h u t z b e i P l a n u n g u n d D u r c h f ü h r u n g v o n B a u v o r h a b e n D I N 1 8 9 1 5 V e g e t a t i o n s t e c h n i k i m L a n d s c h a f t s b a u - B o d e n a r b e i t e n , D I N 1 9 7 3 1 V e r w e r t u n g v o n B o d e n m a t e r i a l . A u f d a s E i n b r i n g e n v o n b e l a s t e t e n F r e m d s u b s t r a t e n u n d B a u s t o f f e n m i t S c h a d s t o f f g e h a l t i s t z u v e r z i c h t e n . D i e B a u m a ß n a h m e n s i c h g e n e r e l l b e i t r o c k e n e n B o d e n v e r h ä l t n i s s e n d u r c h z u f ü h r e n , u m V e r d i c h t u n g e n w e i t g e h e n d z u v e r m e i d e n . D e r O b e r b o d e n i s t b e i E i n g r i f f e n f a c h g e r e c h t z w i s c h e n z u l a g e r n u n d n a c h A b s c h l u s s d e r B a u m a ß n a h m e w i e d e r e i n z u b r i n g e n . D u r c h B a u f a h r z e u g e v e r d i c h t e t e r B o d e n i s t n a c h A b s c h l u s s w i e d e r a u f z u l o c k e r n . D i e U m s e t z u n g d e r M a ß n a h m e n z u m B o d e n s c h u t z i n d e r P l a n u n g s - u n d A u s f ü h r u n g s p l a n u n g i s t d u r c h e i n e b o d e n k u n d l i c h e B a u b e g l e i t u n g b e r a t e n d z u b e g l e i t e n u n d a u c h z u ü b e r w a c h e n . A u f V e r l a n g e n d e r z u s t ä n d i g e n B o d e n s c h u t z b e h ö r d e k a n n v o r d e m B e g i n n d e r M a ß n a h m e n z u r U m s e t z u n g d e s B e b a u u n g s p l a n e s , f ü r d e r e n D u r c h f ü h r u n g a u f d e n B o d e n e i n e r n i c h t v e r s i e g e l t e n , n i c h t b a u l i c h v e r ä n d e r t e n o d e r u n b e b a u t e n F l ä c h e v o n 0 , 3 h a o d e r m e h r e i n g e w i r k t w i r d ( B e b a u u n g , E r s c h l i e ß u n g , V e r s i c k e r u n g , e t c . ) , e i n K o n z e p t z u m f a c h g e r e c h t e n U m g a n g m i t d e m S c h u t z g u t B o d e n w ä h r e n d d e r B a u z e i t v e r l a n g t w e r d e n ( B o d e n s c h u t z k o n z e p t ) . D i e s e s B o d e n s c h u t z k o n z e p t ( g g f . m i t B o d e n s c h u t z p l a n ) i s t m i t d e r U n t e r e n B o d e n s c h u t z b e h ö r d e d e r S t a d t M ü n s t e r a b z u s t i m m e n . D i e E r s t e l l u n g u n d U m s e t z u n g d e s B o d e n s c h u t z k o n z e p t e s i s t d u r c h e i n e b o d e n k u n d l i c h e B a u b e g l e i t u n g z u g e w ä h r l e i s t e n . D i e b o d e n k u n d l i c h e B a u b e g l e i t u n g i . S . e i n e s b a u b e g l e i t e n d e n B o d e n s c h u t z e s f ü r d i e P h a s e n d e r P l a n u n g , P r o j e k t i e r u n g u n d A u s s c h r e i b u n g a l s a u c h f ü r d i e P h a s e d e r A u s f ü h r u n g ( i n k l . Z w i s c h e n b e w i r t s c h a f t u n g ) u n d g g f . N a c h s o r g e i s t d u r c h e i n F a c h b ü r o / e i n e F a c h s t e l l e m i t d e n n o t w e n d i g e n F a c h k e n n t n i s s e n f ü r d e n b a u b e g l e i t e n d e n B o d e n s c h u t z g e m ä ß A n h a n g C d e r D I N 1 9 6 3 9 : 2 0 1 9 - 0 9 ( B o d e n s c h u t z b e i P l a n u n g u n d D u r c h f ü h r u n g v o n B a u v o r h a b e n ) z u e r b r i n g e n . V e r w e n d u n g v o n M u t t e r b o d e n N a c h § 2 0 2 B a u G B i n V e r b i n d u n g m i t D I N 1 8 9 1 5 i s t b e i E r r i c h t u n g o d e r Ä n d e r u n g v o n b a u l i c h e n A n l a g e n d e r O b e r b o d e n ( M u t t e r b o d e n ) i n n u t z b a r e m Z u s t a n d z u e r h a l t e n u n d v o r V e r n i c h t u n g z u s c h ü t z e n . E r i s t v o r d r i n g l i c h i m P l a n g e b i e t z u s i c h e r n , z u r W i e d e r v e r w e n d u n g z u l a g e r n u n d s p ä t e r w i e d e r e i n z u b a u e n . 1 2 . Wa s s e r s c h u t z W ä h r e n d d e r B a u a r b e i t e n d ü r f e n k e i n e V e r u n r e i n i g u n g e n u n d k e i n e w a s s e r g e f ä h r d e n d e n S t o f f e i n d i e G e w ä s s e r g e l a n g e n . D i e z u m B e t r i e b v o n B a u m a s c h i n e n e r f o r d e r l i c h e n Ö l e u n d T r e i b s t o f f e s i n d e n t s p r e c h e n d § § 1 a , 2 6 u n d 3 4 W H G s c h a d l o s z u l a g e r n . B e i V e r u n r e i n i g u n g e n m i t w a s s e r g e f ä h r d e n d e n S t o f f e n s i n d d i e M e l d e p f l i c h t e n z u b e a c h t e n . W ä h r e n d d e r B a u p h a s e h a t d i e B e t a n k u n g v o n B a u f a h r z e u g e n u n d - m a s c h i n e n a u f e i n e r w a s s e r u n d u r c h l ä s s i g e n F l ä c h e d e r a r t z u e r f o l g e n , d a s s a u s l a u f e n d e K r a f t - u n d B e t r i e b s s t o f f e s o f o r t e r k a n n t , z u r ü c k g e h a l t e n u n d a u f g e n o m m e n w e r d e n k ö n n e n . E i n g e e i g n e t e s B i n d e m i t t e l i s t v o r z u h a l t e n . U m e i n e V e r s i c k e r u n g v o n R e g e n w a s s e r z u e r m ö g l i c h e n , s i n d v o l l v e r s i e g e l t e F l ä c h e n a u f e i n M i n d e s t m a ß z u r e d u z i e r e n . T e m p o r ä r b e f a h r e n e W e g e s i n d a l s w a s s e r g e b u n d e n e W e g e d e c k e a n z u l e g e n . V o r h a b e n t r ä g e r : W i n d 2 b G m b H , S c h o r l e m e r s t r . 1 2 - 1 4 , 4 8 1 5 1 M ü n s t e r G e m a r k u n g : F l u r : M a ß s t a b : B e b a u u n g s p l a n N r . B e b a u u n g s p l a n N r . 6 4 8 6 4 8 T e x t l i c h e F e s t s e t z u n g e n z u m V o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n N r . 6 4 8 A l b a c h t e n - W i n d e n e r g i e a n l a g e a m A u t o b a h n k r e u z M ü n s t e r - S ü d B l a t t 2 ( 2 B l ä t t e r ) A l b a c h t e n 1 6 1 : 1 . 0 0 0 D i e s e r B e b a u u n g s p l a n i s t g e m ä ß § § 2 u n d 1 0 B a u G B u n d § § 7 u n d 4 1 G O N R W d u r c h d e n R a t d e r S t a d t M ü n s t e r a m _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ a l s S a t z u n g b e s c h l o s s e n w o r d e n . M ü n s t e r , _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ O b e r b ü r g e r m e i s t e r S c h r i f t f ü h r e r D i e s e r B e b a u u n g s p l a n i s t g e m ä ß § 1 0 B a u G B m i t d e r B e k a n n t m a c h u n g i m A m t s b l a t t d e r S t a d t M ü n s t e r N r . _ _ v o m _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ i n K r a f t g e t r e t e n . M ü n s t e r , _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ D e r O b e r b ü r g e r m e i s t e r i m A u f t r a g B r i n k h e e t k e r R e c h t s g r u n d l a g e n : · B a u g e s e t z b u c h ( B a u G B ) i n d e r F a s s u n g d e r B e k a n n t m a c h u n g v o m 3 . N o v e m b e r 2 0 1 7 ( B G B l . I S . 3 6 3 4 ) z u l e t z t g e ä n d e r t d u r c h A r t i k e l 3 d e s G e s e t z e s v o m 2 0 . D e z e m b e r 2 0 2 3 ( B G B l . 2 0 2 3 I N r . 3 9 4 ) · V e r o r d n u n g ü b e r d i e b a u l i c h e N u t z u n g d e r G r u n d s t ü c k e ( B a u n u t z u n g s v e r o r d n u n g - B a u N V O ) i n d e r F a s s u n g d e r B e k a n n t m a c h u n g v o m 2 1 . N o v e m b e r 2 0 1 7 ( B G B l . I S . 3 7 8 6 ) z u l e t z t g e ä n d e r t d u r c h A r t i k e l 2 d e s G e s e t z e s v o m 0 3 . J u l i 2 0 2 3 ( B G B l . 2 0 2 3 I N r . 1 7 6 ) · B a u o r d n u n g f ü r d a s L a n d N o r d r h e i n - W e s t f a l e n ( L a n d e s b a u o r d n u n g 2 0 1 8 - B a u O N R W 2 0 1 8 ) i n d e r F a s s u n g d e r B e k a n n t m a c h u n g v o m 0 4 . A u g u s t 2 0 1 8 u n d 0 1 . J a n u a r 2 0 1 9 ( G V . N R W . S . 4 2 1 ) z u l e t z t g e ä n d e r t d u r c h d a s G e s e t z v o m 3 1 . O k t o b e r 2 0 2 3 ( G V . N R W . S . 1 1 7 2 ) · G e m e i n d e o r d n u n g f ü r d a s L a n d N o r d r h e i n - W e s t f a l e n ( G O N R W ) i n d e r F a s s u n g d e r B e k a n n t m a c h u n g v o m 1 4 . J u l i 1 9 9 4 ( G V . N W . S . 6 6 6 ) , z u l e t z t g e ä n d e r t d u r c h A r t i k e l 2 d e s G e s e t z e s v o m 0 5 . J u l i 2 0 2 4 ( G V . N R W . S . 4 4 4 ) D r e e s H u e s m a n n D r e e s & H u e s m a n n S t a d t p l a n e r P a r t G m b B V e n n h o f a l l e e 9 7 D - 3 3 6 8 9 B i e l e f e l d f o n + 4 9 5 2 0 5 7 2 9 8 - 0 f a x + 4 9 5 2 0 5 7 2 9 8 - 2 2 i n f o @ d h p - s e n n e s t a d t . d e w w w . d h p - s e n n e s t a d t . d e P l a n e r P r o j e k t b e a r b e i t u n g u n d A u s a r b e i t u n g d e s B a u l e i t p l a n e s : P l a n u n g s b ü r o B i e l e f e l d , d e n . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . D i p l . - I n g . J e n s - P e t e r H u e s m a n n D i e s e r B e b a u u n g s p l a n ( B l a t t 2 ) e n t h ä l t E r g ä n z u n g e n g e g e n ü b e r d e m v o m 0 1 . 1 2 . 2 0 2 5 b i s e i n s c h l i e ß l i c h 0 9 . 0 1 . 2 0 2 6 v e r ö f f e n t l i c h t e n E n t w u r f . M ü n s t e r , _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ D e r O b e r b ü r g e r m e i s t e r i m A u f t r a g B r i n k h e e t k e r D a t e n l i z e n z D e u t s c h l a n d – Z e r o “ ( h t t p s : / / w w w . g o v d a t a . d e / d l - d e / z e r o - 2 - 0 )
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (11)
- Weseler Straße 511a
- Lindenallee
- Albersloher Weg 33
- Am Getterbach 99
- Sendener Stiege 72
- Schonebeck
- Alvingheide
- Vogelsang 255
- Untietheide 9
- Steinbrede 5
- Hohe Ward
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Details
- Aktenzeichen
- V/0142/2026
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 25.03.2026
- Erstellt
- 18.02.2026 15:19