AN/1558/2024
Änderungsantrag zur Beschlussvorlage Nr. 1037/2024
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Die PARTEI Änderungsantrag nach § 13
5412 Zeichen
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 13.11.2024 AN/1558/2024 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 12.12.2024 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 23.01.2025 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 27.01.2025 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 27.01.2025 Verkehrsausschuss 28.01.2025 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 30.01.2025 Bezirksvertretung 7 (Porz) 30.01.2025 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 03.02.2025 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 03.02.2025 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 06.02.2025 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 06.02.2025 Rat 13.02.2025 Änderungsantrag zur Beschlussvorlage Nr. 1037/2024 Sehr geehrte Frau Reker, Die Fraktion Die PARTEI bittet darum, folgenden Änderungsantrag zur Beschlussvorlage Nr. 1037/2024 auf die Tagesordnung der 37. Sitzung des Kölner Rats am 14.11.2024 zu setzen: Beschluss: An die Vorsitzende des Kölner Stadtrats Oberbürgermeisterin Henriette Reker Fraktion Die PARTEI Michael Hock Birgit Dickas Walter Wortmann Unter Goldschmied 6 50667 Köln Tel.:+49 (221) 221 – 35606 E-Mail: michael.hock@stadt -koeln.de E-Mail: birgitbeate.dickas@stadt -koeln.de E-Mail: walter.Wortmann@stadt -koeln.de - 2 - Der Rat der Stadt Köln beschließt, die in der Besch lussvorlage vorgeschlagenen Varianten zur Kapazi- tätserweiterung auf der Ost-West-Achse nicht weiterzuverfolgen. Stattdessen beauftragt der Rat die Ver- waltung zu prüfen, wie ein möglichst kostengünstiger und zeitnaher Ausstieg aus dem Projekt erfolgen kann und legt hierzu einen Vorschlag in der kommenden Ratssitzung am 12.12.2024 vor. Die dabei ein- gesparten Ressourcen sind gezielt für Projekte zur Stabilisierung und Verbesserung des ÖPNV in der gesamten Stadt Köln einzusetzen. Begründung: Die finanzielle Lage der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) und der Stadt Köln macht es erforderlich, die Prioritäten bei ÖPNV-Projekten klar zu setzen. Die Ost -West-Achse ist eine stadtgestalterische Maß- nahme, die kaum zur Lösung der strukturellen Engpässe des Kölner ÖPNV b eiträgt und daher in den Hintergrund rücken muss. Die Ressourcen sollten stattdessen in dringend benötigte Maßnahmen für ein verlässliches und umfassendes ÖPNV-Netz in ganz Köln investiert werden. Ein interner *Strategiecheck* der KVB, wie von der *Kölner Rundschau* am 17.04.2024 berichtet, ver- deutlicht die prekäre finanzielle Situation. Für die geplanten Projekte wäre ein jährlicher Zuschussbedarf von 339 Millionen Euro erforderlich – eine Summe, die weit über den derzeit verfügbaren Mitteln liegt. Aufgrund der angespannten Haushaltslage ist die Realisierung aller Projekte daher völlig unrealistisch. Eine klare Priorisierung und Periodisierung der Projekte ist unumgänglich. In diesem Zusammenhang er- scheint es unerlässlich, die auf der Streichliste aufgeführten Projekte vorzuziehen, da sie die gesamtstäd- tische Entwicklung des ÖPNV voranbringen und dringend benötigte Verbindungen schaffen würden. Um die Dringlichkeit zu verdeutlichen hier beispielhaft drei Projekte, die auf der Streichliste der KVB ste- hen. 1. Verlängerung der Linie 4 bis Widdersdorf und Niederaußem: Diese Erweiterung würde rasch wach- sende Wohngebiete an den ÖPNV anbinden und so eine direkte Entlastung des städtischen Verkehrs bringen. 2. Verlängerung der Linie 5 bis Rondorf und Meschenich: Hiermit könnte den südlichen Stadtteilen endlich eine bessere ÖPNV-Anbindung geboten werden, was das tägliche Pendeln erleichtern würde. 3. Ausbau der Linie 7 zwischen Porz-Zündorf und Langel: Eine Maßnahme, die gerade im rechtsrheini- schen Raum dringend benötigt wird, um die Stadtteile zu verbinden und zu entlasten. - 3 - Die Entscheidung, stattdessen Ressourcen in die Ost-West-Achse zu investieren, ist kaum nachvollzieh- bar und verdeutlicht, dass eine wirkliche gesamtstädtische Abwägung bisher nicht erfolgt ist. Der Kölner Öffentlichkeit bleibt der Inhalt der „Streichliste“ weitgehend verborgen, da diese Informationen lediglich dem KVB-Aufsichtsrat vorliegen. Der Stadtrat, der die Kölner Bürgerinnen und Bürger vertritt, ist jedoch das Gremium, in dem solche Entscheidungen diskutiert und entschieden werden sollten – nicht ein Auf- sichtsrat, der dem städtischen Haushalt und dem Wohl der Bevölkerung weniger Rechenschaft schuldig ist. Zudem deutet diese einseitige Prioritätensetzung darauf hin, dass hier nicht das Wohl der Stadt, sondern vielmehr eine abgehobene Politikelite agiert, die ihre eigenen Prestigeprojekte über die realen Bedürfnisse der Bürger*innen stellt. Die massive Umgestaltung der Innenstadt zugunsten eines Projekts wie der Ost- West-Achse scheint dem Geltungsbedürfnis einiger Entscheidungsträger mehr zu dienen als der tatsäch- lichen Lebensqualität und Mobilität der Kölner Bevölkerung. Solche Entscheidungen lassen außer Acht, dass der ÖPNV primär die Anbindung und Lebensqualität der gesamten Stadt verbessern soll. Die Entscheidung über die Ost-West-Achse sollte daher verschoben werden, bis eine gesamtstädtische Abwägung unter Berücksichtigung der Prioritäten für den gesamten ÖPNV und die tatsächlichen Bedürf- nisse der Bevölkerung getroffen wurde. Nur eine transparente, den Interessen aller Kölner*innen verpflich- tete Planung kann die Grundlage für sinnvolle Investitionen im Kölner ÖPNV bilden. Gez. Michael Hock (Fraktionsgeschäftsführer)
Beratungsverlauf (11)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungBeschluss: ohne Votum behandelt
Zur SitzungBeschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungBeschluss: verwiesen in nachfolgende Gremien (ohne Rücklauf)
Zur SitzungBeschluss: endgültig abgelehnt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1558/2024
- Typ
- Die PARTEI Änderungsantrag nach § 13
- Datum
- 13.12.2024
- Erstellt
- 13.11.2024 12:50