AN/1753/2021
Digitale Kompetenz der Schüler*innen sichern
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SPD Anfrage nach § 4
3649 Zeichen
An den Vorsitzenden des Digitalisierungsausschusses Herrn Manuel Jeschka Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 25.08.2021 AN/1753/2021 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Digitalisierungsausschuss 30.08.2021 Digitale Kompetenz der Schüler*innen sichern Sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung des Digitalisierungsausschusses am 30.08.2021 zu setzen. Die „digitalen Anteile“ an Wertschöpfungsketten in allen Arbeits- und Lebensbereichen nehmen kon- tinuierlich zu. Zudem liefern Technologien immer mehr wichtige Ansatzpunkte für Probleme unserer Zeit, wie beispielsweise Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Mobilität, Bildung, Weiterbildung und vieles mehr. Das Interesse und die notwendigen Kompetenzen, um sich später in der sich grundlegend ver- ändernden Welt auch für wissensbasierte und technologieorientierte Berufe zu interessieren, müs- sen früh entwickelt und gefördert werden, um dem immer stärkeren Fachkräftemangel entgegenzu- wirken. Dies gilt allgemein, aber insbesondere auch für Mädchen, die in diesen Berufsfeldern stark unterre- präsentiert sind. Die wachsende Digitalbranche kann es sich jedoch nicht leisten, auf das weibliche Potenzial zu verzichten – zum einen aufgrund des grundsätzlichen Fachkräftebedarfs, zum anderen, um Diversität neuer Entwicklungen zu gewährleisten. Um notwendiges Interesse, erforderliche Kompetenzen und den Frauenanteil in der digitalen Welt zu erhöhen, muss früh angesetzt werden. Dies gilt insbesondere für junge Mädchen, denen die IT gezielt „schmackhaft“ gemacht werden muss. Laut der Unesco-Studie „Cracking the Code“ unterscheiden sich beide Geschlechter bis zu einem Alter von etwa elf Jahren kaum in ihrem Interesse an MINT-Fächern. Danach beginnt die Prägung auf „typisch männlich“ bzw. „typisch weiblich“ zuzunehmen. Im Alter von 15 bis 16 Jahren bricht das Interesse von Mädchen an IT so stark ein, dass es nie wieder an das der Jungen anschließt. Dafür sorgt auch das verzerrte Bild des typischen Informatikers: Ein „uncooler“ Nerd mit wenig sozialem Kontakt. Das Programmieren und Knacken von Codes gilt außerdem als unweiblich. Es muss also an - 2 - mehreren Stellen und sehr früh angesetzt werden, um Interesse an IT-Kompetenzen und eine dauer- hafte Liaison zwischen Mädchen und IT zu schaffen. Vor diesem Hintergrund fragen wir: 1. Ist es richtig, dass in „neuen Schulen“ keine Computerräume mehr vorgesehen sind und die Stadtverwaltung für die Zukunft nur noch auf „Bring Your Own Device“-Konzepte setzt? 2. Wie viele Computerräume existieren an Kölner Grundschulen, wie viele an den weiterführenden Kölner Schulen, aufgeteilt nach Schulform? 3. Welche Entwicklung hat der Einsatz von Coding-Anwendungen an den Grundschulen seit 2018 genommen, nachdem in Folge des SPD-Antrags AN/0903/2017 ausgewählte Grundschulen mit Mini-Computern ausgestattet wurden? 4. Welche Anstrengungen werden unternommen, um an den Grundschulen beim Einsatz von Coding-Anwendungen gezielt auf Mädchenförderung zu achten? 5. Wie lang sind die durchschnittlichen Bearbeitungszeiten von Störungstickets der Schul-IT betref- fend 1. Smartboards und 2. andere im Unterricht eingesetzte Endgeräte? Mit freundlichen Grüßen gez. Mike Homann SPD-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1753/2021
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 25.08.2021
- Erstellt
- 25.08.2021 09:30