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2557/2020

Auswirkungen der Pförtnerampel und Auslastung der Express-Busse auf der Aachener Straße

Beantwortung einer Anfrage (BV) 25.08.2020

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 3 (Lindenthal), Sitzung am 31.08.2020, TOP 7.1.2

Beantwortung einer Anfrage (BV)

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Beantwortung einer Anfrage (BV)

4923 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
III/64 
 
Vorlagen-Nummer 
 2557/2020 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 31.08.2020 
 
Auswirkungen der Pförtnerampel und Auslastung der Express-Busse auf der Aachener Straße 
hier: Anfrage der Freien Wähler Köln zur Sitzung der Bezirksvertretung Lindenthal am 
31.08.2020, TOP 7.2.8 (AN/0918/2020) 
Die Freien Wähler in der Bezirksvertretung Lindenthal bitten die Verwaltung um Berichterstattung 
folgender Fragen bezüglich der Auswirkungen der Pförtnerampel und Auslastung der Express-Busse 
auf der Aachener Straße: 
 
„a: über die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung mit regelmäßig erfolgender Zählung des Verkehrs-
flusses nach Einrichtung der Pförtnerampel und 
 
b: um Untersuchung über Umfang und Auswirkungen der Ausweichverkehre durch die angrenzenden 
Wohngebiete im Kölner Westen sowie  
 
c: um Mitteilung über die Anzahl der Eingriffe zwecks Rückschaltung der Pförtnerampel vor Ort auf 
das „alte“ Schaltprogramm, um Staus aufzulösen. 
 
d: um Mitteilung der Auswirkungen der Ampel auf die Luftreinhaltewerte der Messstelle in Köln Wei-
den 
 
e: zusätzlich bitte ich um Daten zur Auslastung der Express-Buslinien 172 u. 173.“ 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
 
Im Rahmen der Besprechung zur Einführung der Expressbuslinie, der Einrichtung der zugehörigen 
Sonderfahrstreifen und Zuflussdosierung an der Aachener Straße wurde die Bitte vorgetragen, die 
verkehrlichen Auswirkungen in einer Vorher-Nachher Untersuchung darzustellen.  
 
Die zugehörigen Verkehrszählungen, die im November und im März noch vor den coronabedingten 
Mobilitätseinschränkungen erfolgten, sind ausgewertet.  
 
Hinsichtlich der Verkehrsverlagerungen ergibt sich folgendes Bild:  
 
Der Vorher-Nachher-Vergleich ergibt ca. 1.300 Fahrzeuge pro Tag weniger, die über die Aachener 
Straße stadteinwärts fahren, stadtauswärts sind es ca. 1.700 Fahrzeuge weniger. Im Bereich der Auf- 
und Abfahrten der Anschlussstelle Lövenich steigen die Zahlen auf 2.000 bzw. 1.600 KFZ/d. Hier 
wurden die Zählungen aber an unterschiedlichen Tagen durchgeführt, so dass ein direkter Vergleich 
nur bedingt möglich ist. 
 
Die Knotenstrom- und Querschnittszählungen auf den Nebenstrecken ergaben ungefähr gleiche Ver-
kehrsströme, die im Bereich der täglichen Schwankungen liegen.

2 
 
 
Die grobe Auswertung der Zählungen ergibt, dass die gewünschte Drosselung der Zufahrt durch die 
Pförtnerampel mit ca. 1.300 Fahrzeuge je Tag erreicht wird und keine signifikante Verlagerung auf die 
Ausweichstrecken im angrenzenden Wohngebiet erfolgt.  
 
Hinsichtlich der Rückstauentwicklung an einzelnen Knoten ergibt sich folgendes Bild:  
 
Knoten Aachener Straße–Bonnstraße:  
 
- Zufahrt West–Aachener Straße-stadteinwärts: keine Änderung; es kann zwischen 7.30 und 
8.00 Uhr kurzzeitig ein kleiner Rückstau entstehen, der nach 5 Minuten wieder abgebaut ist. 
- Zufahrt Nord–Bonnstraße: Zunahme der Staubildung morgens vereinzelt und nachmittags 
deutlich zwischen 15.00 und 16.00 Uhr, in der Spitze 70 m Rückstau. Zwischen 16.00 und 
17.00 Uhr geringe Stauneigung. 
 
Knoten Aachener Straße–Am Rapohl: 
- Zufahrt West–Aachener Straße – stadteinwärts: deutliche Rückstauzunahme zwischen 7.00 
und 7.20 Uhr mit maximal 80 m Rückstau und mittlere zwischen 15.25 und 15.40 Uhr mit ma-
ximal 50 m. 
- Stadtauswärts: Rückstauzunahme. 
 
Knoten Aachener Straße–Frechener Weg/Moltkestraße: 
- Aachener Straße: unverändert, keine Stausituation. 
- Frechener Weg./Moltkestr.: Unverändert, kurze Staubildung von 16.40 bis 16.50 Uhr. 
 
Als Ergebnis kann festgestellt werden, dass die Rückstaubildungen – entsprechend üblicher Ausprä-
gungen – auf kurze Zeiträume begrenzt bleiben und eine Aktivierung der Rückschaltung deshalb nur 
selten aktiv wird. Eine statistische Aufzeichnung hierzu liegt nicht vor.  
 
Hinsichtlich der Messwerte zu Luftschadstoffen haben sich an der Messstelle nach Einführung der 
Maßnahmen Verbesserungen ergeben, die die künftige Einhaltung des Grenzwertes erwarten lassen.  
 
Über die Akzeptanz der neu eingerichteten Buslinien kann aufgrund der kurzen Zeit des Regelbetrie-
bes vor Einführung der coronabedingten Beschränkungen und zeitweisen Einstellung der Linie auf-
grund der Pandemie keine seriöse Aussage getroffen werden.  
 
Die Nutzerzahlen im Januar und Februar zeigten eine steigende Tendenz, jedoch ist die Nachfrage 
aufgrund der Corona-Pandemie im gesamten ÖPNV-Angebot deutlich zurückgegangen. Es ist davon 
auszugehen, dass spätestens in den Wintermonaten die Fahrgastzahlen wieder deutlich ansteigen.  
 
Im Normalfall lassen die Nutzerdaten bei neuen Buslinien erst nach 1,5-2 Jahren Schlüsse auf den 
Erfolg zu. Dementsprechend werden Stadt und KVB AG den Betrieb dieser beiden neu eingeführten 
Linien im Zuge der Vorbereitung des Fahrplanwechsels zum Dezember 2021 überprüfen.

Beratungsverlauf (1)

31.08.2020 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 7.1.2 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2557/2020
Typ
Beantwortung einer Anfrage (BV)
Datum
25.08.2020
Erstellt
18.08.2020 08:06