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V/0616/2009

Modellprojekt mit Alternativen Antriebskonzepten für die städtische Fahrzeugflotte auflegen - Der Verantwortung als Bundeshauptstadt im Klimaschutz gerecht werden.

Vorlagen 15.09.2009

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Nächste Beratung: Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen, Sitzung am 29.09.2009, TOP 4.10

Anlage 2

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Anlage 1

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Berichtsvorlage

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Anlage 2

8209 Zeichen

1 
           Anlage 2  
 
10 20 0001          10.05.2009  
Friedhelm Lauxtermann        10  59 
 
 
 
 
 
Bericht zum Einsatz von alternativen Antriebskonzepten bei der Stadt Münster 
- SPD-Antrag im Rat der Stadt Münster Nr. 0056-2008:  „Modellprojekt mit alternativen 
Antriebskonzepten für die städt. Fahrzeugflotte auf legen – Der Verantwortung als 
Bundeshauptstadt im Klimaschutz gerecht werden“ -   
 
 
 
 
Die SPD-Fraktion hat folgenden Antrag an den Rat der Stadt Münster gestellt ( Anlage ): 
 
„Der Rat der Stadt Münster möge beschließen : 
 
1. Die Stadt Münster beschafft  
 
 für ein Modellprojekt „Elektroauto“ fünf Elektrofa hrzeuge samt E-Tankstellen für 
die technischen Ämter am Standort Parkhaus (Parkpalette) des Stadthauses 3    
 
und 
 
 fünf Vollhybridfahrzeuge für die Fahrzeugflotte de r Stadtverwaltung 
 
In der Betriebsphase findet ein Evaluationsprozess statt, über den die Gremien 
informiert werden. 
 
2. Die Stadt Münster bemüht sich, geeignete Koopera tionspartner für das Modellprojekt 
zu gewinnen 
 
 
Eine Arbeitsgruppe hat zu diesem Thema unter anderem umfangreiche Internet- und Presse-
Recherchen betrieben und Gespräche mit Vertretern v on namhaften Autohäusern geführt 
etc. Ergebnis : 
 
 
5 Elektrofahrzeuge samt dazugehöriger E-Tankstellen
 
 
Sparte  PKW  
Die beiden im Antrag aufgeführten Beispiele : 
 
 „Projekt London   („seit Einführung der City-Maut  sind hier  tagtä glich  über  
1.600 Elektroautos –hauptsächlich genutzt von Behör den und 
Firmen- unterwegs) –Modell Smart-„)     
 
    und 
 
 „Projekt Berlin  („Start des Projektes „e-mobility Berlin“, das ebe nfalls auf 
Elektroautos setzt) – Modell Smart-„)

2 
 
sind „reine“ Modellprojekte der Daimler AG. Nach Au skunft der Fa. Beresa GmbH Münster 
können diese Fahrzeuge zur Zeit nicht  am Markt erworben werden (die Elektro-Smart sind 
zwar als „seriennah“ zu bezeichnen, jedoch noch nicht „serienreif“).Diese Fahrzeuge werden 
lediglich für ausgesuchte Modellprojekte (Großproje kte) zur Verfügung gestellt; hier ist der 
Standort Münster derzeit nicht vorgesehen. 
Auch die übrigen Hersteller bieten zum jetzigen Zeitpunkt auf dem deutschen Markt im PKW-
Bereich der „Kleinwagen“ und „unteren Mittelklasse“  (grundsätzliches Fahr- und 
Anforderungsprofil der Fahrzeuge im PKW-Segment der  Stadt Münster – vorrangig 
Kleinwagen-)  keine serienreifen Elektro-Fahrzeuge an, die u.a. über die für den Einsatz 
erforderliche „passive Sicherheit“ wie Frontairbags , Seitenairbags, feste 
Sicherheitskarosserie, Automatikgurte etc. verfügen  und somit auch einen „aktuellen und 
zwingend erforderlichen Fahrzeugstandard“ darstelle n. Viele Hersteller „versuchen“ sich 
zwar in diesem Segment, jedoch zum jetzigen Zeitpun kt lediglich mit Prototypen und mit 
derzeit nicht tauglichen Kapazitäten in den Reichweiten.  
 
Ebenfalls werden die in dem Antrag aufgeführten Ele ktro-Fahrzeuge „Duracar Quicc Diva“,  
„Aixam-Mega Nice Mega City“  und „Think Global AS T hink City“ zurzeit nicht auf dem 
deutschen Markt angeboten. 
 
Die Serienentwicklungsphase bei der Daimler AG für den „Elektro-Smart“ soll allerdings nach 
Information der Fa. Beresa GmbH jetzt beginnen – di es belegen auch entsprechende 
Internet-Recherchen-; frühestens ab Ende 2009 / Anf ang 2010 könnte dann auch mit den 
ersten Fahrzeugen zu rechnen sein, die am Markt erw orben werden können (bzw. Leasing / 
Miete).  
 
 
 
Fazit : 
 
 
Ein Modellprojekt „Einsatz von 5 Elektrofahrzeugen samt dazugehöriger E-Tankstellen am 
Standort Parkpalette Stadthaus 3“ kann aus den vorgenannten Gründen derzeit nicht initiiert 
werden. 
 
Die Arbeitsgruppe schlägt daher vor, dass sich die Stadtverwaltung Münster über die Fa. 
Beresa GmbH bei der Daimler AG um ein „Modellprojek t mit z.B. 5 Elektro-Smarts“ inkl. 
entsprechender Vermarktung und Sponsoring durch die  Daimler Benz AG bewirbt. Als 
Referenzen für die Stadtverwaltung Münster können hier u.a. alle bisher erzielten Erfolge der 
Vergangenheit in Sachen Klimaschutz inkl. aller ver liehenen Auszeichnungen als „grüne 
Stadt“ etc. in die „Waagschale geworfen werden“. 
 
Die Fa. Beresa GmbH hat in den geführten Gesprächen  versichert, einen solchen Antrag der 
Stadt Münster positiv und befürwortend gegenüber de n entscheidenden Stellen 
(„Führungsetage“) der Daimler Benz AG zu vertreten.   
 
Gespräche mit der Firma Stadtteilauto haben ergeben , dass sich die Fa. Stadtteilauto die 
(Mit-)Teilnahme an einem solchen Modellprojekt ebenfalls gut vorstellen kann.   
 
  
Sparte Nutzfahrzeuge 
 
 
Hier sind beim  Amt für Grünflächen und Umweltschut z bereits folgende Elektro-Fahrzeuge 
im Einsatz : 
 
- Leichenwagen auf dem Waldfriedhof Lauheide (Kleint ransporter Fabr. Melex, dieses 
Fahrzeug wird im Elektro-Betrieb bereits seit 1996 eingesetzt und hat sich bewährt, es

3 
gab bisher keine großen Probleme, allerdings musste n die Batterien bereits 3-mal 
ausgetauscht werden, das Fahrzeug hat in der betrie benen Version keine 
Straßenzulassung). 
 
- Transport von Personen auf dem Waldfriedhof Lauhei de mit zwei Elektro-Caddys Typ 
EZGO ohne Straßenzulassung (Einsatz seit ca. fünf  Monaten mit bisher positiven 
Erfahrungen). 
 
- Kleintransporter „Aixam-Mega“ (dieses Fahrzeug -Pr itschenwagen mit Kipper- hat sich 
im Amt für Grünflächen und Umweltschutz nicht bewäh rt, da der Nutzwert durch die zu 
geringe Zulade-/Ladekapazität eingeschränkt ist und  die beengte Fahrzeugkabine 
teilweise Probleme bereitet). 
 
- Das Amt für Grünflächen und Umweltschutz ist  in d er Sparte Nutzfahrzeuge 
(Transporter-Bereich) ständig auf der Suche nach we iteren Alternativen im Bereich von 
Elektro-Fahrzeugen. In Kürze wird dort der „Eco Car rier“ getestet (steht am Markt ab 
ca. Mai/Juni 2009 zur Verfügung). Der „Eco Carrier“ wird von Volkswagen in Sarajewo 
hergestellt und soll als Ersatz für einen abgängige n VW T4 Diesel –nach erfolgreichem 
Test- beschafft und eingesetzt werden. 
 
 
 
 
 
5 Vollhybrid-Fahrzeuge „Toyota Prius“ 
 
 
Die Fa. Toyota produziert mit der Hybridversion des  Modells „Prius“ als einziger Hersteller 
weltweit und mittlerweile in der zweiten Generation  (ab ca. Juli 2009 in der dritten 
Generation)  ein Voll-Hybrid-Fahrzeug in Serie. Der  Prius ist ein technisch ausgereiftes und 
bewährtes Fahrzeug. 
 
Der Toyota Prius-Vollhybrid ist ein Fahrzeug der „U nteren Mittelklasse“ und kostet nach 
einem vorliegenden Angebot bei 15 % Nachlass ca. 23 .000 Euro. Der durchschnittliche 
Kraftstoffverbrauch beträgt 4,5-5 Liter/100 km, der  CO2 Schadstoffausstoß liegt bei 104 
g/km. 
 
Die Stadtverwaltung Münster setzt im PKW-Segment je doch vorrangig Fahrzeuge der 
„Kleinwagen“-Klasse ein, da diese bereits den geforderten Einsatz- und Anforderungsprofilen 
genügen. In diesem Bereich schneiden Kleinwagen-Fah rzeuge hinsichtlich des 
Kraftstoffverbrauches und der CO2-Emissionen nur un wesentlich schlechter oder gleich gut 
wie der Toyoto-Prius Vollhybrid ab und sind zudem n och erheblich preisgünstiger in der 
Beschaffung.  
Somit scheidet der Toyota Prius Vollhybrid als Ersa tz für ein Fahrzeug der Kleinwagen-
Klasse aus.  
 
In dem verbleibenden Bereich des Einsatzes von Fahrzeugen der „Unteren Mittelklasse“ wird 
die Verwaltung in den nächsten 2 Jahren bei Neu- / Ersatzbeschaffungen prüfen, ob 
hinsichtlich der geforderten Einsatz- / und Anforde rungsprofile und der Preis-/ 
Umweltgewichtung die Beschaffung eines Toyota Prius  Vollhybrid möglich ist, um so ein 
entsprechendes Modellprojekt zu initiieren. 
 
 
 
Die Ämter der Verwaltung sind entsprechend zu informieren.

4 
 
Mögliche Evaluation eines Modellprojektes 
: 
 
Jährliche Berichterstattung durch das Personal- und  Organisationsamt  an den AUB               
( Ausschuss für Umwelt und Bauwesen ) : 
 
o jährliche Fahrleistung ( getrennt nach innerorts /  ausserorts ) 
 
o Verbrauch Liter/100 km ( Durchschnittsverbrauch ) 
 
o CO/2 Schadstoff-Emission, kombiniert g/km ( Werter mittlung nach dem 
vorgeschriebenen Messverfahren nach RL 80/1268/EWG) 
 
o Betriebswirtschaftliche Darlegung der Kosten 
Kosten- /Nutzen Abwägung  ( Effizienzberechnung  in  Verbindung mit dem 
Einsatz-/Anforderungsprofil 
 
 
 
 
 
 
 
I.A. 
 
 
Gez. 
Lauxtermann

Anlage 1

6623 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0056/2008)

SPD-Fraktion
Antrag - im Rat der Stadt Münster

© 28.10.2008 : Münzstr. 15
5 48143 Münster

Telefon: 0251/45 314
. Fax: 0251/ 511 750

spdfrak@muenster.de
www.spd-muenster.de

: Modellprojekt mit alternativen Antriebskonzepten für die
städtische Fahrzeugflotte auflegen - Der Verantwortung als
- „Bundeshauptstadt im Klimaschutz“ gerecht werden

x

Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:
1. Die Stadt Münster beschafft

> für ein Modellprojekt „Elektroauto" fünf Elektrofahrzeuge samt E-
Tankstellen für die technischen Ämter am Standort Parkhaus Stadthaus Ill;
> Fünf Vollhybridfahrzeuge für die Fahrzeugflotte der Stadtverwaltung.

: In der Betriebsphase findet ein Evaluationsprozess statt, über den die Gremien
informiert werden.

Die Stadt Münster bemüht sich, geeignete Kooperationspartner für das
_ Modellprojekt zu gewinnen.

. Begründung:

& Münster ist Klimahauptstadt Deutschlands. In Münster kommen aber auch auf knapp
: 279.000 Einwohner 143.386 zugelassene PKW. Die Gesamtzahl der zum
01.09.2008 zugelassenen Kraftfahrzeuge beträgt sogar 186.938. Damit beträgt die
Pro-Kopf-Quote 0,67 Kraftfahrzeuge pro Einwohner. Das ist einer der höchsten
Werte in NRW. In Aachen liegt die Quote . beispielsweise bei 0,51
Kraftfahrzeugen/Kopf. Die SPD-Ratsfraktion sieht daher Handlungsbedarf, in
Münster im Bereich des motorisierten Individualverkehrs etwas für die Minderung von
: Treibhausgasimmissionen zu tun.

Die Erfoige der Vergangenheit in Sachen Klimaschutz sind unbestritten. GuD-
Kraftwerk mit KWK-Technik, Einsatz von Stadtbussen mit. Biodiesel und
- Partikeifiltern, die Berücksichtigung ökologischer Belange im Bauplanungsrecht,

beim städtischen immobilienmanagement, das .Carsharing-Modell für
Dienstfahrzeuge, sowie das - allerdings chronisch unterfinanzierte -
: Altbausanierungsprogramm sind hier, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, zu nennen.

Die SPD-Ratsfraktion hat in jüngster Vergangenheit allerdings immer wieder darauf
hingewiesen, dass seit dem Bau der GuD- Anlage, die ohne Zweifel ein großer Schritt
nach vome war, in Sachen COz-Einsparung zu wenig passiert. Insbesondere halten
Sozialdemokratinnen. und Sozialdemokraten es für falsch, bis zur Fertigstellung des
erst jetzt in Auftrag gegebenen Gutachtens für ein Klimaschutzkonzept „die Hände In
den Schoß" zu legen.

1. Das Mobilitätsmanagement der Stadtverwaltung bietet eine gute Möglichkeit auf
dem Feld der durch Kraftfahrzeuge verursachten Treibhausgasimmissionen
unabhängig von dem später noch zu beschließenden Gesamtkonzept für den
. städtischen Klimaschutz und ohne dessen Ergebnisse vorwegzunehmen oder zu
konterkarieren — sofort — einen ersten wirksamen Schritt mit Vorbildwirkung zu tun.

Die SPD-Fraktion. spricht sich deshalb für die unverzügliche Einrichtung eines
Modellprojekts „Elektroauto“ sowie für die Beschaffung von 5 Hybridfahrzeugen (als
Ersatz für abgängige Fahrzeuge) für den städtischen Fuhrpark aus. Das Beispiel
London, wo seit Einführung der Citymaut über 1.600 Elektroautos hauptsächlich von
Behörden und Firmen genutzt werden und tagtäglich auf den Straßen unterwegs
sind, oder das nun gestartete Projekt „e-mobility Berlin“, das ebenfalls auf
Elektroautos setzt, zeigen, dass die Technik mittlerweile marktreif ist. Ab Frühjahr
2009 werden bei Karmann in Osnabrück Elektrokleintransporter des Typs „Quicc
Diva“ des niederländischen Herstellers „Duracar“ in Serie für den freien Verkauf
produziert. Ebenfalls 2009 startet der Verkauf des in Frankreich bei „Aixam-Mega“
derzeit ausschließlich für London produzierten „Nice Mega City“ auf. dem
europäischen Festland. Der Preis liegt hier bei umgerechnet 16.000 Euro pro
Fahrzeug. In Norwegen wird ein Zweisitzer Names „Think City“ für 25.000 Euro
angeboten. - Außerdem können schon heute. bei niederländischen
Leasinggesellschaften, wie z.B. der Firma „TTd“ aus. Delft auf Elektroantrieb
umgerüstete PKWs, Vans und Transporter der großen Autokonzerne geleast
werden. Schließlich produziert Toyota mit der Hybridversion des „Prius" als einziger
Hersteller weltweit und mittlerweile in der zweiten Generation ein Vollhybridfahrzeug
in Serie - mit einem Kraftstoffverbrauch von nur fünf Litern/100 km - innerorts.

Es ist an der Zeit diese neuen Technologien auch in die Fahrzeugflotte der Stadt
Münster einzuführen.

Mit. dem Modellprojekt nimmt die Stadt Münster ihre- Vorbildfunktion im Bereich
Klimaschutz und Treibhausgasreduktion war. Sie weist auf die Marktreife und
Alltagstauglichkeit der neuen Umwelttechnik hin und schafft so Anreize zur
Nachahmung durch Private. Insofern wird auch ausdrücklich in Kauf genommen,
dass z.B. die monatliche Leasingrate eines E-Smarts mit 480 Euro monatlich um ca.
320 Euro höher liegt, als die derzeitig günstigsten Leasingraten städtischer PKWs mit
Verbrennungsmotor. Der rasch fortschreitende Klimawandel und die bundesweite
Verantwortung der Klimahauptstadt Münster machen es notwendig hier
selbstbewusst voranzugehen, wo andere noch zögern. -

Die Stadt Münster beschafft daher in einem ersten Schritt für ein Modellprojekt
jeweils 5 Elektorfahrzeuge für die technischen Ämter am Standort Parkhaus
Stadthaus Ill sowie 5 Hybridfahrzeuge vom Typ Toyota „Prius“ für die verschiedenen
Verwaltungseinheiten.

2. Laut mehreren Medienberichten. planen der Autokonzern Daimler und der
Stromversorger RWE eine „Elektroauto-Offensive“. So wollen die Unternehmen in
Berlin Netze mit Ladestationen für eine Flotte von Elektro-Smarts aufbauen. Dieses
Pilotprojekt verfolgt mehrere Ziele. Erprobt werden soll eine neue Antriebstechnik,
Batterietechnik und Ladeinfrastruktur. Gleichzeitig sollen Erkenntnisse über die
Akzeptanz und das Verkehrsverhalten der Nutzer derartiger Elektroautos gesammelt
werden. Generell soll die Alltagstauglichkeit des Konzeptes getestet und damit ein
Schritt in Richtung Serientauglichkeit gemacht werden. Die „Klimahaupistadt
Münster“ sollte sich von Anfang an im Sinne einer „win-win-Situation“ nach
geeigneten Kooperationspartnern für ihr Modellprojekt bemühen. Dabei sollte nach
Möglichkeit auch der städtische Partner für das Carsharing-Modell, die „Stadtteilauto
Münster GmbH“ einbezogen werden.

Die Beschlussgremien werden über den Erfolg des Modellprojekts in regelmäßigen
Abständen informiert. Aus diesem Grund findet auch eine Evaluation statt.

Karsten Rahn Marianne Hopmann Udo Reiter

Wolfgang Heuer Ralf Hubert Anne Schulze Wintzler
Anika Bergner Dr. Michael Jung “ Joachim Tonn

Hedwig Chudziak Marianne Koch Beate Vilhjalmsson
Philipp Gabriel j ‚Gaby Kubig-Steltig Holger Wigger
Beanka Ganser j Kurt Pölling Karl-Heinz Winter

Anne Hakenes

Berichtsvorlage

6888 Zeichen

V/0616/2009 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Personal- und Organisationsamt 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Modellprojekt mit Alternativen Antriebskonzepten für die städtische Fahrzeugflotte auflegen - Der 
Verantwortung als Bundeshauptstadt im Klimaschutz gerecht werden. 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
29.09.2009 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Bericht 
 
 
Bericht: 
 
 
Der Hauptausschuss hat in seiner Sitzung am 24.06.2009  einstimmig auf der Grundlage des 
Antrages der SPD-Fraktion Nr. A-R/0056/2008 folgenden Beschluss gefasst: 
 
1. Der Bericht zum Einsatz von alternativen Antriebskonzepten bei der Stadt Münster vom 
10.05.2009 wird zur Kenntnis genommen. 
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, sich um ein Modellprojekt mit 5 Elektro-Smarts inkl. ent-
sprechender Vermarktung / Sponsoring zu bewerben. 
 
3. Die Verwaltung wird beauftragt, bei Neu- / Ersatzbeschaffungen in den Jahren 2009 und 
2010 im PKW-Segment zu prüfen, ob der Einsatz eines Fahrzeuges Toyota Prius-
Vollhybrid unter den Voraussetzungen der jeweiligen Einsatz- und Anforderungsprofile 
möglich ist. 
 
4. Mit dieser Maßgabe wird der Antrag der SPD-Fraktion Nr. A-R/0056/2008 zur weiteren 
Beratung an den Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen verwiesen. 
Die Verwaltung hat im anliegenden Bericht die Auftragsinhalte aufbereitet und Einsatzmöglichkei-
ten für die Stadt Münster dargestellt (Anlage 2). 
 
Zu den Beschlusspunkten 2 – 4 ergibt sich folgender Sachstand : 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0616/2009 
Auskunft erteilt: 
Herr Lauxtermann 
Ruf: 
4 92 10 59 
E-Mail: 
Lauxtermann@stadt-muenster.de 
Datum: 
15.09.2009 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0616/2009 
 
Zu 2.  Modellprojekt Elektro-Smarts 
 
Die Verwaltung hat mit Schreiben vom 24.06.2009 die Firma Beresa, Münster, um Prüfung gebe-
ten, ob und unter welchen Voraussetzungen für die Stadtverwaltung Münster die Teilnahme an 
einem Modellprojekt gemeinsam mit der Daimler AG im Umfange von 5 – 10 Fahrzeugen be-
steht. Die Firma Beresa hat den Antrag an die Leitung „Smart Deutschland“ mit positiver Stel-
lungnahme weitergeleitet. 
 
Die Antwort steht noch aus. 
 
 
Zu 3.  Einsatz Toyota Prius-Vollhybrid-Fahrzeuge 
 
Die KFZ-führenden Ämter / Eigenbe
triebe der Verwaltung sind umfassend zum Funktionsbetrieb 
von Hybrid-Fahrzeugen und zu den technischen und kaufmännischen Daten des Modells „Toyota 
Prius-Vollhybrid“ informiert worden (Preis, Verbrauch, CO²-Emission, Preis je Kilometer etc.). 
 
Es wurde geprüft, ob im Jahr 2009 ein oder mehrere abgängige Fahrzeuge planmäßig durch 
Vollhybrid-Fahrzeuge ersetzt werden sollen. Dabei kommt es auf die Fahr- und Anforderungspro-
file an; insbesondere wirkt sich aus, dass das Modell Toyota-Prius-Vollhybrid in der „unteren Mit-
telklasse“ zu verorten ist, die meisten städtischen Dienstfahrzeuge jedoch darunter in der Klasse 
der „Kleinwagen“ anzusiedeln sind. 
 
Zwischenzeitlich sind 3 Toyota-Prius-Vollhybrid beschafft worden (Einsatz ab dem 12.08.2009): 
 Personal- und Organisationsamt, KFZ-Fahrbereitschaft, Standort Stadthaus 1 
Erwerbsart : Kauf (voraussichtliche Nutzungsdauer 6 Jahre, Fahrprofil ca. 140.000 km ge-
samt)  - 1 Fahrzeug  - 
 
Amt für Immobilienmanagement, Standort Stadthaus 3 
Erwerbsart : Leasing (voraussichtliche Nutzungsdauer 3 Jahre, Fahrprofil ca. je 36.000 
km gesamt)  -  2 Fahrzeuge  - 
 
Ein viertes Fahrzeug (Toyota-Prius oder vergleichbar) soll in 2010 als Ersatz für den dann ab-
gängigen VW-Golf MS-2011 ebenfalls für die KFZ-Fahrbereitschaft des Personal- und Organisa-
tionsamtes beschafft werden. 
 
Zu Beginn 2010 werden alle Ämter und Eigenbetriebe nochmals auf das „Modellprojekt Hybrid-
Fahrzeuge“ angesprochen. 
 
 
Der Hersteller Toyota will (nach heutigem Kenntnisstand) in 2010 auch das kleinere Modell „Au-
ris“ in einer Vollhybrid-Version auf den deutschen Markt bringen. Der „Auris“ liegt in der Größen-
ordnung  der „Golf-Klasse“ unterhalb des Prius und kommt damit dem allgemeinen Anforde-
rungsprofil  näher und könnte dadurch, im Gegensatz zum Prius, für verschiedene Einsatzberei-
che hinsichtlich des Preis-/Leistungsverhältnisses in Verbindung mit den Einsatzprofilen interes-
santer sein. 
 
Zudem wird auch geprüft werden, ob weitere Hersteller „kurzfristig“ Anfang bis Mitte 2010 mit 
Vollhybrid-Fahrzeugen auf den deutschen Markt treten.

3 
V/0616/2009 
 
Zu 4. Verweisung des Antrages an den Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen 
 
Die Verwaltung wird die beiden Modellprojekte 
 
¾ Einsatz von Elektrofahrzeugen und  
¾ Einsatz von Vollhybrid-Fahrzeugen  
 
evaluieren und hierüber dem Ausschuss für Umwelt schutz und Bauwesen jährlich bzw. auch bei 
Bedarf berichten.  
 
Einsatz von Elektrofahrzeugen 
 
In der Stadt
verwaltung Münster sind zurzeit vier Elektrofahrzeuge, alle im Amt für Grünflächen 
und Umweltschutz, im Einsatz: 
 
- Elektrokleintransporter Typ Aixam-Mega 
- Elektrobestattungswagen Typ Melex 
- Elektro-Caddys Typ EZGO (2 Stück) 
 
Seit Inbetriebnahme des ersten Elektrofahrzeugs im Jahr 1996 konnten umfangreiche Erfahrun-
gen im täglichen Betrieb gesammelt werden. Die größten Probleme bereiten die Batterien, die 
eine Lebensdauer von maximal 5 Jahren haben, im Extremfall aber bereits nach einer Nutzungs-
dauer von nur 1,5 Jahren ausgewechselt werden mussten.  
Für die betriebliche Nutzung ist entscheidend, dass das Konzept, die Einsetzbarkeit und die Zu-
verlässigkeit der Fahrzeuge seitens der Hersteller in ausreichendem Maße erprobt worden sind 
und keine „Prototypen“ eingesetzt werden. Nur so ist sichergestellt, dass die Fahrzeuge im vor-
gesehenen Umfang betrieblich genutzt werden und Standzeiten aufgrund von Reparaturen ver-
mieden werden können. 
 
Im Amt für Grünflächen und Umweltschutz wurde ein erweiterter Einsatz von Elektrofahrzeugen 
intensiv geprüft. Resultierend hieraus werden die folgenden Elektrofahrzeuge beschafft: 
 
- Elektrotransporter EcoCarrier EL der Firma Ecocraft Automotive (in Zusammenarbeit mit 
VW) mit einer Nutzlast von 1.000 Kg für den Einsatz in der Grünflächenunterhaltung 
- Elektrobestattungswagen GEM eLxd der Fa. GEM (Global Electric Motorcars, ein Chrys-
ler Unternehmen) für den Einsatz auf dem Waldfriedhof Lauheide. 
 
Es handelt es sich um Produkte, die in größerer Stückzahl von namhaften Herstellern gefertigt 
und vertrieben werden. Es ist zu vermuten, dass diese die Ansprüche des Amtes hinsichtlich 
Einsatzspektrum und Zuverlässigkeit besser erfüllen können als weitere auf dem Markt erhältli-
che Kleinserienfahrzeuge oder Prototypen, deren Erprobung oftmals dem Kunden überlassen 
wird und deren Ersatzteilversorgung und Servicenetz nicht immer flächendeckend sind. 
 
Einsatz von Vollhybrid-Fahrzeugen 
 
Siehe Punkt 3.

4 
V/0616/2009 
 
In Vertretung  
 
 
Gez. 
Dr. Heinrichs 
Stadtrat 
 
 
 
Anlagen: 
(1)  Antrag an den Rat Nr. A-R / 0056 / 2008 
(2)  Bericht zum Einsatz von alternativen Antriebskonzepten bei der Stadt Münster

Beratungsverlauf (1)

29.09.2009 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen
TOP 4.10 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Münzstraße 15

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0616/2009
Typ
Vorlagen
Datum
15.09.2009
Erstellt
06.10.2020 14:37