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1461/2022

Ergebnisse Öffentlichkeitsbeteiligung zur Umgestaltung des sog. Rewe Platzes an der Piccoloministraße in Holweide

Mitteilung BV 09.06.2022

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Anlage 2 Planungshinweise wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung

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Mitteilung BV

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Anlage 1 Ergebnisse_Öffentlichkeitsbeteiligung

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Anlage 2 Planungshinweise wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung

14911 Zeichen

Planungshinweise für den Bereich „Rewe Platz Holweide“ 
im Sinne der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung 
 
1. Bewertung Ist-Zustand (Hitzebelastung, Überflutungsgefährdung) 
Die nachfolgenden Kartenausschnitte zeigen den Ist-Zustand in Bezug auf die Hitzebelastung 
und die Gefährdung durch Starkregen  im Planungsbereich an der Piccoloministraße in 
Holweide (bekannt unter „Rewe Platz Holweide“). 
Der Versiegelungsgrad im Planungsbereich beträgt circa 80 Prozent.  Aufgrund der hohen 
Versiegelung und Baudichte  liegt hier  eine mäßige bis starke Hitzebelastung vor.  Die 
Einstufung entspricht der  Hitzeklasse 1  (sehr hoch belastete Siedlungsflächen ) und 
Hitzeklasse 2 (hoch belastete Siedlungsflächen) (siehe Karte). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ausschnitt Starkregengefahrenkarte StEB Köln inklusive Fließpfeile 
Ausschnitt Hitzeaktionskarte Stadt Köln

Anhand der Starkregengefahrenkarte (folgende Karte  & Anhang  1) können 
überflutungsgefährdete Bereiche auf dem Kölner Stadtgebiet identifiziert werden. Bei starken 
Niederschlagsereignissen kann das anfallende Niederschlagswasser nicht gänzlich über die 
Kanalisation abgeführt werden. Gemäß der vorherrschenden Topographie samme lt sich das 
Niederschlagswasser oberflächig in tiefliegenden Bereichen.  
 
Die Starkregengefahrenkarte zeigt, dass im Bereich der Piccoloministraße, angrenzend zum 
Platz aufgrund einer Senke Überflutungen im Straßenraum sowie auf angrenzenden  
Parkplatzflächen möglich sind. Bei  einem 30-jährlichen Regenereignis (siehe www.steb-
koeln.de/starkregen) k önnen Überflutungen von  bis zu  50 cm Höhe  auftreten  (Kategorie 
Starkregengefährdung „hoch“).  
 
Der Platz in Holweide befindet sich in einem Wasserschutzgebiet der Kategorie IIIb . Das 
Versickern von Niederschlagswasser ist hier unter bestimmten Bedingungen gestattet. Ein 
erster Kontakt mit der U nteren Wasserschutzbehörde hat ergeben, dass  nur unbelastetes 
Niederschlagswasser über Rigolen zur Versickerung gebracht werden darf. Dies wäre der Fall, 
wenn die Fläche frei von KFZ - und Lieferverkehr bleibt und im Winter lediglich mit 
abstumpfenden Materialien be streut wird. Ansonsten müsste die Versickerung über  die  
belebte Bodenzone erfolgen, etwa über  Mulden mit standortangepasster Bepflanzung . Für 
diese müssten ca. 15-20 % der zu entwässernden Fläche beansprucht werden. 
Das Plangebiet befindet sich in einem Bereich einer erfassten Altablagerung. Für Maßnahmen 
der Entsiegelung oder Versickerung müssen vorerst Bodenuntersuchungen erfolgen, um ggfs. 
weitere notwendige Maßnahmen (wie Bodenaustausch etc.) festzustellen. 
Ansonsten ist, bei einem Grundwasserflurabstand von über 13 m, eine Versickerung technisch 
umsetzbar. Bei Versickerungsmaßnahmen abgesehen von einer Flächenversickerung wäre 
dann eine Wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich. 
Die Bewertung des Ist -Zustand zeigt basierend auf der Überflutungsgefährdung und 
Hitzebelastung eindeutigen Handlungsbedarf. 
2. Allgemeine Forderungen der StEB Köln zur wasserwirtschaftlichen 
Klimafolgenanpassung  
Im Zuge des Klimawandels muss zukünftig mit häufigeren Wetterextremen in Form von 
Hitzewellen, Trockenperioden und Starkregenereignissen gerechnet werden. Zudem hat sich 
der Wasserhaushalt durch großflächige Versiegelungen im Vergleich zum unbebauten Zustand 
erheblich verändert , mit  negativen Folgen für die Gewässerökologie, d ie 
Grundwasserneubildung und das Stadtklima. Ein nachhaltiges Regenwassermanagement trägt 
in diese m Zusammenhang dem fortschreitenden Klimawandel Rechnung und leistet einen 
wichtigen Beitrag zur Klimafolgenanpassung.  
 
Übergeordnete Anforderungen an die Freiraumplanung „Rewe-Platz“ Holweide 
1. Erhalt/Verbesserung der Wasserbilanz: Anfallendes Niederschlagswasser soll ortsnah 
versickern/verdunsten und nicht über den Kanal entwässert werden 
2. Minderung der Überflutungsgefahr/Überflutungsvorsorge 
3. Erhöhung der Kühlungseffekte zur Bewältigung von Hitzestress 
4. Aufwertung des Aufenthaltsraums durch eine klimafolgenangepasste Freiraumplanung 
Für das Plangebiet sind Überlegungen zum Umgang mit Niederschlagswasser anzustellen 
und die damit verbundenen notwendigen Flächenanteile in der Freiraumplanung zu 
berücksichtigen (Vorschläge finden sich unter Punkt 4) . Entsprechend den Vorschriften des 
Wasserhaushaltsgesetzes, des Landeswassergesetzes und der Abwassersatzung  der StEB

Köln soll das unbelastete Niederschlagswasser verdunstet, zur Versickerung gebracht oder in 
ein ortsnahes Gewässer eingeleitet werden, sodass zuweilen eine unnötige Ableitung in das 
Kanalnetz entfallen kann.  
In diesem Zusammenhang ist es notwendig, die Wasserbilanz 
(Direktabfluss/Rückhaltung/Versickerung/Verdunstung) zu berücksichtigen . Es soll eine 
Gegenüberstellung der Wasserbilanz des derzeitigen (Entwässerung in Kanal) mit der 
des zukünftig en Entwässerungssituation (Maßnahmen der dez entralen 
Regenwasserbewirtschaftung) erfolgen (z. B. mit WABILA; nach Arbeits - und 
Merkblattreihe DWA -A-M 102) . Die Software WABILA und andere Wasserbilanzm odelle 
können die langjährigen Wasserbilanzen von (Bau-)Gebieten ermitteln und bilden die 
Aufteilung des mittleren Jahresniederschlags im Plangebiet nach Direktabfluss, Versickerung 
und Verdunstung ab. Wasserbilanzmodelle unterstützen die Planung standortgerechter 
Maßnahmen zur Regenwasserbewirtschaftung. Ziel ist die Verbesserung der Wasserbilanz 
für das Planungsgebiet (Vergleich Ist- und Plan-Zustand) durch die Auswahl geeigneter 
Maßnahmen der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung. Es ist ein Plan beizulegen, 
der die Systemfunktion und Bewirtschaftungsmaßnahme n der Flächen ausweist und 
eine Überprüfung der Wasserbilanzierung erlaubt. Weiterhin ist d ie Versickerung bzw. 
Rückhaltung des Regenwassers im Planungs bereich und die Gewährleistun g der 
Überflutungssicherheit mit den Anlagen zur Regenwassersammlung, -führung, -ableitung und 
-behandlung mit den Hauptelementen darzustellen. Die Anbindung der abflusswirksamen 
Flächen an die Rückhalte - oder Versickerungssysteme muss unter Berücksichtigung der 
Höhenentwicklung grafisch ersichtlich sein (Fließrichtungen darstellen).  
Wichtige Informationsquellen für Planungen zum Umgang mit Niederschlagswasser stellen die 
Flächenkategorisierung, mögliche Altlasten, der Grundwasserstand, die Lage von 
Wasserschutzgebieten und die Möglichkeit  zur multifunktionalen Nutzung  dar (siehe DWA 
Checklist im Anhang).  
Im Zusammenhang mit dem Regenwassermanagement erforderliche Geländeaufschüttungen 
und -modellierungen sind im Entwurf darzustellen. 
3. Maßnahmenbeispiele der Wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung 
Die w asserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung verfolgt das Ziel , urbanes „Grau“ zu 
permanent grün er, blau -grüner oder temporär blaue r Infrastruktur zu entwickeln . Diese 
Maßnahmen können den  Kategorien Gebäudebegrünung, Regenwassernutzung, 
Entsiegelung, Versick erung, Künstliche Wasserflächen, Reinigung und Stauraum im 
Kanal zugeordnet werden. Die StEB Köln haben 29 Maßnahmen aufgelistet  (Anhang 2). Zu 
diesen Maßnahmen wurden im Rahmen des Forschungsvorhabens KURAS Steckbriefe 
erarbeitet (Anhang 3). Diese Maßnahm en können einzeln oder kombiniert angewendet 
werden. Mögliche Maßnahmen für die Entwurfsgestaltung am „Rewe Platz“ wären: 
 Flächenversickerung/ Muldenversickerung 
 Wasserdurchlässige Pflaster 
 Dachbegrünung (Retentionsdächer) 
 Fassadenbegrünung 
 Multifunktionale Flächen 
Weitere Maßnahmen der wasserwirtschaftlichen Klimafolgenanpassung finden sich in 
folgenden Publikationen: „Leitfaden für eine wassersensible Stadt- und Freiraumgestaltung in 
Köln“; „Wassersensibel planen und bauen in Köln“; „Mehr Grün für ein besseres Klima in Köln“ 
sowie „MURIEL – Multifunktionale Retentionsflächen“.

4. Konkrete Maßnahmenvorschläge 
Im Folgenden werden konkrete  Maßnahmenvorschläge vorgestellt. Die aufgeführten Ideen 
sind nicht separat zu betrachten, sondern als Bausteine, die sich auch gegenseitig ergänzen 
können. 
a. Integration Forschungsprojekt „Wasser muss zum Baum“ 
Die StEB Köln sind am Projekt „Das Wasser muss zum Baum“ des Amts für Landschaftspflege 
und Grünflächen unter der Leitung von Herr Dr. Bauer beteiligt. In diesem Projekt werden die 
aktuellen Planungsstandards zur Baumpflanzung in der Stadt Köln an die Herausforderungen 
des Klimawandels (Hitze, Dürre, Starkregen) angepasst und weiterentwickelt.  
 
Das Projekt verfolgt übergeordnet das Ziel einer  maximalen Wasserspeicherung bei 
gleichzeitiger Berücksichtigung der  anerkannten Regeln des Straßenbaus . Das 
Wasserdargebot für Baume wird auf diese Weise optimiert und Setzungen und Sackungen 
innerhalb der Pflanzgrube vermieden. . In einer Versuchsreihe an ca. 100 vorhandenen und 
neuen Baumstandorten auf dem Kölner Stadtgebiet werden drei unterschiedliche Bauweisen 
erprobt. 
1) Ersatzpflanzung an einem vorhandenem Baumstandort  
2) Neupflanzung im Bestand 
3) 3. Neupflanzungen in Erschließungsgebieten. 
Die StEB Köln schafft hier Synergien in den Bereichen dezentrale Niederschlagsversickerung, 
Starkregenvorsorge und Klimawandelanpassung. 
Der „Rewe-Platz“ in Holweide könnte als Pilotstandort für die Probung der Variante 1 und 2 
dienen. Hierzu wäre es ratsam, die betreffenden Ansprechpartner auf Seiten des Amtes für 
Landschaftspflege und Grünflächen frühzeitig zu kontaktieren und in die Neugestaltung des 
„Rewe-Platz“ einzubinden. 
 
b. Grün-blaue Bereiche: Muldenversickerung und Begrünung 
Eine Muldenversickerung kann für die Entwässerung der Fläche dienen, sodass das 
anfallende Wasser möglichst oberirdisch gesammelt und versickert wird.  Die 
Muldenversickerung könnte gemäß der derzeitigen Topographie nördlich entlang der 
Piccoloministraße 
etabliert werden. Die 
Muldenfläche sollte 
ca. 20% der zu 
entwässernden 
Fläche entsprechen.  
Als Richtlinien dienen 
die DWA A138 
(2005), DWA M153 
(2007) sowie die FLL-
Broschüre 
„Versickerung und 
Wasserrückhaltung“ 
(FLL 2005). 
 
 
 
 
 Mögliche, gezielte Fließrichtung mit Einleitung in eine Mulde

Zudem wären darüber hinaus Entsiegelungs - und Begrünungsmaßnahmen empfehlenswert. 
Durch ihren Kühlungseffekt tragen sie zur Hitzereduktion bei und fördern die Biodiversität und 
die Aufenthaltsqualität. Das folgende Bild dient als Beispielidee für die Integration begrünter 
Bereiche. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
c. Versickerungsfähige Oberflächenbefestigung 
Um die Flächenversiegelung und den Niederschlagsabfluss zu verringern, sollte auf 
vollversiegelte Flächen  verzichtet werden und stattdessen teilversiegelte 
Oberflächenbefestigungen verwendet werden.  Durch alternative Beläge (z.B. Rasenfläche, 
Schotterrasen, wasse rgebundene D ecke, Rasengittersteine, Pflaster mit offenen 
Zwangsfugen1) kann die natürliche Bodenfunktion zumindest teilweise wiederhergestellt 
werden. Je nach Anwendungsbereich eignen sich unterschiedliche Materialien. Zu geeigneten 
Möglichkeiten liefern die FLL-Richtlinie „Begrünbare Flächenbefestigungen“ (2018) und FLL-
Richtlinie „Wassergebundene Wegedecken“ (2007) weitere Informationen. 
d. Richtige Wahl des Baumaterials 
Um Kühlungseffekte zu schaffen ist auch der Einsatz von Materialien mit geringer 
Erwärmungswirkung ein zentraler Baustein. Die Gestaltung des Platzes sollte möglichst in 
hellen Farben erfolgen, um die Albedo zu verringern und die Hitzebelastung durch 
Wärmeabstrahlung von  dunklen Flächen zu reduzieren. Hilfreiche Informationen zur 
Klimawandelangepassten Bauweise finden Sie auch in den Broschüren des Bundesinstitut für 
Bau-, Stadt- und Raumforschung sowie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden 
(siehe Anhang).  
e. Potentiale im Umfeld ausschöpfen 
Für die Neugestaltung des Platzes sollte d as nähere Umf eld integriert werden. Das große 
Wohngebäude am „Rewe-Platz“ ist Eigentum der GAG. Das Unternehmen steht den Themen 
Nachhaltigkeit und Klimafolgenanpassung aufgeschlossen gegenüber. Das Flachdach des 
Gebäudes könnte mit einer extensiven Dachbegrünung ausgestattet werden. Diese Form der 
Dachbegrünung ist vergleichsweise kostengünstig herzustellen und Bedarf nur einer geringen 
                                                
1 Die Materialien sind nach ihrer Versickerungsfähigkeit aufgeführt. Beginnend mit der höchsten 
Versickerungsrate. 
Beispiel Tåsinge Pladsin Kopenhagen (GHB Landskabsarkitekter/ Steven Achiam)

Pflege und Wartung. Des Weiteren sollten Möglichkeiten einer Fassadenbegrünung in 
Betracht gezogen werden. Die Bereitschaft der GAG zur Umsetzung von Begrünungslösungen 
könnte durch das Förderprogramm Grünhoch3 unterstützt werden. Ein weiterer Anreiz zur 
Partizipation der GAG wäre die Einsparung von Regenwassergebühren. Es wäre theoretisch 
möglich, die Dachentwässerung komplett zu entk oppeln und das Regenwasser in Zisternen 
zwischen zu speichern und anschließend zur Bewässerung von Grünflächen zu nutzen. Hier 
könnte auch eine Brücke zum  derzeit in der Entwicklung befindlichen  Projekt COOLED 
entstehen (siehe Empfehlung f). 
Eine weitere Maßnahme, um den „Rewe-Platz“ klimaangepasst zu gestalten und gleichzeitig 
das Miteinander im Veedel zu stärken ist die Integration der Bevölkerung durch  Urban 
Gardening Projekte oder das Angebot von Pflanzpatenschaften für Baumscheiben. Für diese 
beiden V arianten gibt es bereits zahlreiche Beispiele in Köln. Das für die Bewässerung 
notwendige Wasser könnte aus den Zisternen  entnommen werden, die durch die 
Dachentwässerung des Wohngebäudes der GAG  gefüllt werden. Urban Gardening Projekte 
können auch auf kleinen, begrenzten Flächen zum Einsatz kommen – wie zum Beispiel beim 
Bunkergarten in Deutz.  
f. Erhöhung der Verdunstungskühlung durch COOLED-Prototyp 
Die StEB Köln und das Forschungsinstitut für Wasser der RWTH Aachen  (FiW) haben einen 
Antrag für ein Forschungsvorhaben „COOLED“  (COOLe veEDel) eingereicht. Dieser ist zum 
jetzigen Zeitpunkt (Stand Mai 2021) noch nicht bewilligt . Im Rahmen des geplanten 
Forschungsprojektes COOLED soll die Nutzung von Niederschlagswasser zur Bewässerung 
und zur Kühlung von hitzebelasteten öffentlichen Plätzen und Straßen in Köln mit einem 
Prototypen untersucht, umgesetzt und im Betrieb begleitet werden. Hierzu wird das dachseitig 
anfallende Niederschlagswasser von Gebäuden durch Vaporisation zur Kühlung 
hitzebelasteter Bereiche eingesetzt und zusätzlich zur Bewässerung von integrierten, grünen 
Elementen genutzt. Ein weiteres Ziel ist die Sensibilisierung der Bevölkerung in Hinblick auf 
den Klimawandel und mögliche r Klimawandelanpassungsmaßnahmen, sowie der 
Wissenstransfer mit anderen Kommunen. 
Die folgende Abbildung zeigt schemenhaft die Idee des Forschungsvorhabens. 
 
 
Der „Rewe Platz“ in Holweide könnte als Beispielort für den Prototyp dienen. Gegebenenfalls 
ist eine (Teil-)Finanzierung durch das Forschungsprojekt möglich. 
Prinzip des Forschungsvorhabens COOLED

Mitteilung BV

4231 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/61/1 
613 Grau Sa 
Vorlagen-Nummer 
 1461/2022  
Freigabedatum 27.05.2022
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 13.06.2022 
 
Ergebnisse Öffentlichkeitsbeteiligung zur Umgestaltung des sog. Rewe Platzes an der 
Piccoloministraße in Holweide 
Der sogenannte Rewe Platz an der Piccoloministraße in Holweide entsprach nicht mehr den Anforde-
rungen an einen Quartiersplatz. Neben großen gestalterischen und funktionalen Defiziten, waren vor 
allem Sauberkeit, Sicherheit aber auch soziale Spannungen die zu lösenden Problemstellungen. 
 
2017 wurde daher unter einer regen Beteiligung der Holweider Bürger*innen sowie Akteur*innen von 
einem externen Planungsbüro ein temporäres Gestaltungs- und Nutzungskonzept erarbeitet. Mit die-
sem Konzept sollten zunächst für einen Zeitraum von etwa 5 Jahren Nutzungen und Ausstattungs-
elemente für den Platz erprobt werden. Bewährtes sollte in eine langfristige Umgestaltung übernom-
men werden. In den folgenden Jahren wurden halbjährlich eine Begutachtung des Zustands des Plat-
zes sowie eine Befragung von Nutzern vor Ort durchgeführt. 
 
Diese Evaluation wurde im März 2021 abgeschlossen und zeigt auf, dass die Ausstattungselemente 
sehr gut angenommen werden und kaum beschädigt sind. Der Nutzungs- und Aufenthaltsgrad des 
Platzes hat sich erhöht und die Rückmeldungen der Anwohner*innen und Kinder/Jugendliche waren 
überwiegend positiv. 
Deutlich wurde jedoch auch, dass die Aspekte Sicherheit und soziale Spannungen nur unwesentlich 
durch die Umgestaltungsmaßnahmen beeinflusst werden konnten und sich zum Teil sogar noch ver-
schärft haben. 
 
Daher führte das Stadtplanungsamt im Herbst 2021 eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit durch, 
um gemeinsam Grundlagen für ein langfristiges Gestaltungs- und Nutzungskonzept zu erarbeiten, 
aber auch um mit den Anwohner*innen die nicht baulich – physischen Probleme am Platz zu erörtern. 
Hierbei wurden verschiedene Formate gewählt, um einen möglichst breiten Querschnitt der Bevölke-
rung anzusprechen. 
Neben einer digitalen Beteiligungsmöglichkeit, dem "Mitmachtportal" der Stadt Köln, wurden Frage-
bögen in den umliegenden Haushalten verteilt und eine Platzkonferenz mit zahlreichen lokalen 
Schlüsselakteuren durchgeführt. 
 
Ebenso wurde ein dreitägiges "Platzcamp" mit vielen Mitmachaktionen durchgeführt, welches von den 
Stadtteilmüttern Mülheim unterstützt wurde, um auch Menschen mit wenig oder keinen Deutsch-
kenntnissen einbinden zu können. 
 
Die Auswertung dieser breit angelegten Beteiligung ergibt viele hilfreiche Erkenntnisse (siehe Anla-
ge), die nun in das langfristige Gestaltungskonzept einfließen werden. 
 
Eine Studie der Stadtentwässerungsbetriebe, mit Planungshinweisen im Sinne der wasserwirtschaftli-
chen Klimafolgeanpassung für den Bereich Rewe Platz von 2021, stellt zusätzlichen größeren ökolo-
gischen Handlungsbedarf für den Platz fest.  
Daher besteht seitens der Stadtentwässerungsbetriebe großes Interesse daran, den Platz, als eine

2 
 
sogenannte "Multifunktionsfläche" umzugestalten und ein externes Planungsbüro damit zu beauftra-
gen.   
 
So können innovative Lösungen des Wassermanagements mit den Gestaltungswünschen aus der 
Beteiligung kombiniert werden. Die Ergebnisse werden den zuständigen politischen Gremien sowie 
der Öffentlichkeit vorgestellt.  
 
Der Platz in seiner seit 2017 bereits verbesserten Ausstattung lädt verstärkt zum Verweilen und 
Kommunizieren ein, macht seitdem somit aber auch vorhandene soziale Probleme sichtbarer. Das 
Ergebnis der Beteiligung macht diesen Effekt deutlich: Etwa die Hälfte der Anregungen beziehen sich 
auf Sicherheit, Sauberkeit und zwischenmenschliche Konflikte. Erfahrungsgemäß werden die ange-
strebten baulichen Maßnahmen nur eine sehr begrenzte Wirkung auf die sozialen Probleme vor Ort 
haben.  
Zielführend wäre daher flankierend eine Verstärkung und Unterstützung ggf. aber auch ein ressort-
übergreifendes Koordinieren der bereits vorhandenen Sozialraumstrukturen im politischen Auftrag. 
 
Anlagen 
Anlage 1 Dokumentation Ergebnisse Öffentlichkeitsbeteiligung 
Anlage 2 Planungshinweise wasserwirtschaftliche Klimafolgenanpassung

Anlage 1 Ergebnisse_Öffentlichkeitsbeteiligung

32481 Zeichen

Zukunft
Rewe Platz
Öffentlichkeitsbeteiligung
2021
Zukunft Rewe Platz – Öffentlichkeitsbeteiligung 2021
Piccoloministraße
Piccoloministraße
Zukunft
Rewe Platz
Öffentlichkeitsbeteiligung
2021

Seite 3 
Inhalt
1.  Vorgeschichte – Die vorübergehenden Maßnahmen seit 2017 ........................................4
 Ziel des temporären Konzeptes ............................................................................................... 6
 Planungsprozess und Umsetzung ............................................................................................ 6
 Evaluation und Ausblick ........................................................................................................... 7
2.  Öffentlichkeitsbeteiligung: Formate und Ergebnisse .......................................................8
 Online Beteiligung 2021: Beteiligungsportal der Stadt Köln .................................................. 10
 O-Töne Beteiligungsportal .................................................................................................... 12
 Analoge Beteiligung: Fragebogen-Aktion .............................................................................. 14
 Vor-Ort-Beteiligung: Platzcamp ............................................................................................. 16
 Beteiligung von Schlüsselakteur*innen ................................................................................. 28

Seite 4 
1. Vorgeschichte 
Die vorübergehenden Maßnahmen seit 2017
1. Vorgeschichte 
Die vorübergehenden Maßnahmen seit 2017

Seite 5 
Der sogenannte Rewe Platz an der Piccoloministraße in Holweide entsprach nicht mehr den An-
forderungen an einen Quartiersplatz. Er wies insbesondere einen Mangel an Aufenthalts q ualität 
auf und zeichnete sich durch vielfältige sozialräumliche Spannungen aus. Daher beschloss der 
Stadtentwicklungsausschuss im März 2017 ein temporäres Gestaltungs- und Nutzungskonzept 
erarbeiten zu lassen. Mit diesem Konzept sollten zunächst für einen Zeitraum von etwa 5 Jahren 
Nutzungen und Ausstattungselemente für den Platz erprobt werden. Bewährtes soll in eine 
langfristige Umgestaltung übernommen werden.

Seite 6 
Ziel des temporären Konzeptes
Ziel des temporären Gestaltungs- und Nutzungskonzeptes war es, für die einzelnen Nutzer*-
innengruppen Anreize zum Verweilen und Begegnen zu geben. Dabei sollten die Bevölkerung, 
insbesondere Kinder und Jugendliche, sowie weitere Beteiligte vor Ort wie soziale Einrichtungen, 
mitwirken und mitentscheiden, um die Identifizierung mit dem Platz und die Umgestaltungs-
maßnahmen zu fördern.
Planungsprozess und Umsetzung
In der Auftaktveranstaltung im Juli 2017 
wurden Ideen und Anregungen zum Platz von 
der  Bevölkerung gesammelt. Diese flossen in 
verschiedene Entwurfsvarianten, die in einer 
zweiten Veranstaltung mit der Öffentlichkeit vor 
Ort diskutiert wurden, ein. Im Anschluss wurde das 
finale Gestaltungs- und Nutzungskonzept für die 
temporäre Platzgestaltung auf der Grundlage der 
Ergebnisse der Zwischenpräsentation erarbeitet.
Der Platz wurde hierbei in vier Bereiche für 
 verschiedene Nutzer*innengruppen unter -
gliedert und Stadtmöbel und Spielmöglichkeiten 
konzipiert. Der Fokus lag dabei auf eine möglichst 
robuste, kostengünstige und damit einfache 
Herstellung der Möbel sowie der Einsatz von 
Betonfertigteilen. Dies ermöglichte auch die sehr 
zügige Umsetzung.
Auch am Aktionstag im Juni 2018 wurde deutlich, 
dass die schlichte Machart der Möbel den Vorteil 
hatte, dass Bürger*innen und insbesondere Kinder 
und Jugendliche unter Anleitung von Fachleuten 
in der Lage waren, mit anzupacken. Sie halfen zum 
Beispiel bei der Endmontage der Möbel und der 
Bepflanzung von Pflanztrögen.
REWE Platz Köln Holweide Temporäre Umgestaltung   M 1:100 urbanegestalt, 17.01.2018
M
Piccoloministraße
Piccoloministraße
Reverse Graffiti  als optische
Abtrennung der
verschiedenen Bereiche
M
M
M M
M
M
SANITÄRLADEN FEEnhaus BEWO
Sanitärladen
Nebenraum
BÄCKER FRISÖR
Kiosk
Nebenraum
KIOSK Anlieferung
SUPERMARKT
Eingang
SUPERMARKT
ZUFAHRT
Skulptur
Sitzmodul
PARKPLATZ
PARKPLATZ
PARKPLATZ
PARKPLATZ
JUGENDBEREICH
ANLIEFERN/
WENDEN
PARKPLATZ
Haus Gerhart-Hauptmann-Straße  31
Terassenmöbel
BEREICH NACHBARTREFF
1
1
2 2
2 2
2 2
2
3
3
4
5
5
5 5 5
4
Kiosk
Nebenraum
Kneipe
KINDER UND
FAMILIENBEREICH
Hüpfspiel
Fahrradständer
Reverse Graffiti  als optische
Abtrennung der
verschiedenen Bereiche
Reverse Graffiti  als optische
Abtrennung der
verschiedenen Bereiche
1.16
4.40
4.30
6.60
6.75
1.20
1.20
3.30
1.20 8.80
0.50
0.50
3.66
1.20
8.80
0.51
1.20
6.00
3.60 3.60
3.60
3.60
3.60
6.00 6.00 6.00
BUS
B
U
SVIII F
VD
Sitzbankgarnitur, Beton
Tröge mit Holzauflagen als Sitzpodeste
U-Stein Sitzbank
mit Holzauflagen
U-Stein Sitzbank
mit Holzauflagen
Hochbeete und
Sitzmodule
Hochbeete und
Sitzmodule
Hochbeete und
Sitzmodule
Hochbeete
1
23
4
56
7
89
10
Hüpfspiel 1-10
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
Hüpfspiel 1-15
Platzbelag: Betonplatten
40x40cm, betongrau
0.40
0.40
0.40
0.40
0.80
0.40
1.20
0.80
0.80
MODULARE ELEMENTE
Hochbeete und
Sitzmodule
Hochbord
Hochbord
Hochbord
Hochbord
10 10 m3 5
N
Entwurfsplan REWE Platz Köln Holweide  
Temporäre Umgestaltung (ohne Maßstab)

Seite 7 
Evaluation und Ausblick
In den folgenden Jahren wurden halbjährlich eine Begutachtung des Zustands des Platzes sowie 
eine Befragung von Nutzenden vor Ort durchgeführt. Die Möbel waren durch Witterung und 
Vandalismus kaum beschädigt. Der Aufwand für Instandhaltung bzw. Reparaturen war somit 
sehr gering. Die Rückmeldungen der Anwohner*innen und Kinder und Jugendlichen waren 
überwiegend positiv. Der Nutzungs- und Aufenthaltsgrad des Platzes hat sich erhöht. Deutlich 
wurde jedoch, dass die Aspekte Sicherheit und soziale Spannungen nur unwesentlich durch die 
Umgestaltungsmaßnahmen beeinflusst werden konnten und einen komplexeren ressortüber-
greifenden Handlungsbedarf haben.
REWE Platz Köln Holweide Temporäre Umgestaltung   M 1:100 urbanegestalt, 17.01.2018
M
Piccoloministraße
Piccoloministraße
Reverse Graffiti  als optische
Abtrennung der
verschiedenen Bereiche
M
M
M M
M
M
SANITÄRLADEN FEEnhaus BEWO
Sanitärladen
Nebenraum
BÄCKER FRISÖR
Kiosk
Nebenraum
KIOSK Anlieferung
SUPERMARKT
Eingang
SUPERMARKT
ZUFAHRT
Skulptur
Sitzmodul
PARKPLATZ
PARKPLATZ
PARKPLATZ
PARKPLATZ
JUGENDBEREICH
ANLIEFERN/
WENDEN
PARKPLATZ
Haus Gerhart-Hauptmann-Straße  31
Terassenmöbel
BEREICH NACHBARTREFF
1
1
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2 2
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5
5 5 5
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Kiosk
Nebenraum
Kneipe
KINDER UND
FAMILIENBEREICH
Hüpfspiel
Fahrradständer
Reverse Graffiti  als optische
Abtrennung der
verschiedenen Bereiche
Reverse Graffiti  als optische
Abtrennung der
verschiedenen Bereiche
1.16
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0.50
0.50
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1.20
8.80
0.51
1.20
6.00
3.60 3.60
3.60
3.60
3.60
6.00 6.00 6.00
BUS
B
U
SVIII F
VD
Sitzbankgarnitur, Beton
Tröge mit Holzauflagen als Sitzpodeste
U-Stein Sitzbank
mit Holzauflagen
U-Stein Sitzbank
mit Holzauflagen
Hochbeete und
Sitzmodule
Hochbeete und
Sitzmodule
Hochbeete und
Sitzmodule
Hochbeete
1
23
4
56
7
89
10
Hüpfspiel 1-10
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
Hüpfspiel 1-15
Platzbelag: Betonplatten
40x40cm, betongrau
0.40
0.40
0.40
0.40
0.80
0.40
1.20
0.80
0.80
MODULARE ELEMENTE
Hochbeete und
Sitzmodule
Hochbord
Hochbord
Hochbord
Hochbord
10 10 m3 5
N
Entwurfsplan REWE Platz Köln Holweide  
Temporäre Umgestaltung (ohne Maßstab)
urbanegestalt, 17.01.2018

Seite 8 
2. Öffentlichkeitsbeteiligung 2021
Formate und Ergebnis
2. Öffentlichkeitsbeteiligung 2021
Formate und Ergebnis

Seite 9 
Aufgrund der Komplexität des Handlungsbedarfs und der weiterhin bestehenden Problem-
stellungen vor Ort wurde im Herbst 2021 erneut eine Befragung der Bevölkerung durchgeführt. 
Die durch die Pandemie verursachten Restriktionen und Kontaktbeschränkungen erforderten 
Alternativen zu den gängigen größeren Öffentlichkeitsveranstaltungen. Daher wurden mit ver-
schiedenen kontaktlosen Formaten und einem vor-Ort-Format, unter Berücksichtigung der Ober-
grenzen für Zusammenkünfte versucht, ein Stimmungsbild von weiten Teilen der Bevölkerung zu 
erhalten und Zukunftsbilder und Wünsche abzufangen. Die Wahl von verschiedenen Formaten 
sollte auch begünstigen, einen möglichst breiten Querschnitt der Bevölkerung abzufangen.

Seite 10 
Online Beteiligung
Beteiligungsportal der Stadt Köln
Teilnahmen:  25 Beiträge     |    170  Bewertungen Teilnahmen:  25 Beiträge     |    170  Bewertungen 
Das Beteiligungsportal der Stadt Köln (www.meinungfuer.koeln) stellte eine gute Möglichkeit 
dar, Menschen ihre Anregungen und Wünsche mit möglichst geringen Zeitaufwand digital 
zu übermitteln. Die wesentliche Zielgruppe, die hiermit erreicht werden sollte, waren jüngere 
 Bevölkerungsgruppen.
Hierzu wurde neben dem Internet und vor allem Soical Media, aber auch über Flyer und Plakate 
vor Ort auf die Möglichkeit sich zu beteiligen, hingewiesen und jeweils ein QR-Code publiziert, der 
direkt auf das Portal führte, abgebildet. Ebenso unterstütze ein kurzer Beitrag im Veedelsbrief, 
der durch die Diakonie erstellt wurde, die Information zu verbreiten.
Im Beteiligungsportal 
wurde bewusst darauf 
verzichtet, konkrete Frage-
stellungen zu  for mulieren, 
um möglichst freie An-
regungen anonymisiert 
zu erhalten. Des Weiteren 
konnten auf dem Portal 
nochmal alle Dokumente 
und eine Fotogalerie zu den 
temporären Maßnahmen 
eingesehen werden.
Webseite des Beteiligungsportals

Seite 11 
Ergebnisse 
Insgesamt gingen 25 Beiträge und 170 Bewertungen ein.
In über 80 Prozent der Beiträge kristallisierte sich hier der Alkohol- und Drogenkonsum auf dem 
Platz als wichtigstes Thema heraus. Zum anderen wurden die daraus resultierenden Spannungen 
sehr umfassend beschrieben (siehe hierzu exemplarische Zitate).
Explizit wurde erwähnt, dass das Aufbauen der temporären Sitzmöglichkeiten zu einer 
 Verschärfung des Problems führte.
Zum anderen wurden sehr konkrete Lösungsvorschläge, wie mehr Präsenz durch Polizei und 
Ordnungsamt, Platzräumung ab 23 Uhr, ein generelles Alkoholverbot genannt.
In ca. 30 Prozent der Beiträge wurde der Wunsch nach einem besseren Angebot für Kinder und 
Jugendlichen geäußert und kritisiert, dass das derzeitige Spiel- und Sportangebot unzureichend 
ist, aber auch die Nutzung des Platzes durch Kinder im Konflikt mit dem Alkoholkonsum steht. 
Konkrete Wünsche waren unter anderem Klettermöglichkeiten, eine Skaterbahn, ein Wasserspiel-
platz oder ein Basketballkorb.
Mehrfach genannt wurden folgende weitere Themen:
 – Mehr Begrünung auf dem Platz, essbares Grün, Gärtnern 
 – Gefahrenstelle Bushaltestelle durch zu schnell fahrende PKWs  
(Geschwindigkeitsreduzierung 30 km/h, Zebrastreifen, Geschwindigkeitshügel) 
 – Lärmbelästigung bei Nacht durch Gastronomie  
 – Kritik an der ästhetischen Wirkung des Hochhauses 
schleche Ästhetik des Hochhauses
Alkoholkonsum 
auf dem Platz
Mehr Angebot für Kinder und Jugendliche
Mehr Begrünung
gemeinsam Gärtnern
Gefahrenstelle Bushaltestelle
Lärmbelästigung

Seite 12 
O-Töne Beteiligungsportal* 
Ich persönlich würde es begrüßen, wenn mal endlich ein Sicherheitsdienst des öfteren  
Streifen kaufen würde und den Platz sauber von den ganzen Tagelöhner hielten.  
Der Reweplatz ist leider zu einem Schandfleck geworden. Da ändern auch keine schönen 
Blumen oder  Pflan zen was dran. Seit dem dort mehr Sitzgelegenheiten geschaffen wurden 
haben sich dort die Tagelöhner breit gemacht und wenn man über den Platz muss dann will 
man nur noch schnell darüber ….
Alkoholverbot auf dem 
kompletten Platz. Ist kein 
schönes Bild vorallem 
wenn sie sich dann dort 
die Köpfe einhauen und 
Kinder das dann sehen. 
Kein schöner Ort zum 
verweilen.
Morgens ab circa 10 Uhr wird dort 
schon das erste Bier verzehrt. Das 
ganze spitzt sich jedesmal bis zum 
späten Nachmittag zu. Es wird 
getrunken und gepöbelt und das  
alles vor den Augen unserer Kinder.
Es ist sehr unangenehm 
dort hinzugehen und es 
ist alles alles andere als 
ein kinder- oder jugend-
geeigneter Platz um sich 
dort aufzuhalten. Finde 
ich sehr sehr schade,  
ich verbiete meiner 
13-jährigen Tochter sich 
dort aufzuhalten. Es ist 
traurig, denn ich bin eine 
von vieeelen Eltern hier.

Seite 13 
Auf dem Platz sitzen 
stets alkoholisierte 
Menschen und 
deshalb ist dieser 
ein Schandfleck, auf 
den man sich ab 
dem Nachmittag 
nicht mehr traut zu 
gehen …
Der Platz dient nur 
dem Alkoholkonsum. 
Das wird sich nach 
der Neugestalung 
vermutlich auch  
nicht ändern…. 
Es wird schon ab 8 Uhr das erste Bier getrunken und 
das geht bis abends so weiter, je höher der Alkohol-
pegel umso aggressiver kann es werden, es wird sich 
angebrüllt, mit Flaschen geschmissen (wenn es mal 
heftig ist), die Kronkorken fliegen durch die Gegend. 
Räumt den Platz, die wohnen hier alle in der Siedlung 
aber nee es wird auf dem Platz gesoffen und der sollte 
schöner sein dieser Platz schreckt jeden ab …
Finde der Platz ist 
nur für die schön 
gemacht worden die 
da immer ihr Bier 
saufen. Also meine 
Kinder dürfen da 
nicht spielen, weil 
die Leute die immer 
da sitzen und trinken 
ihr Alkohol mit den 
Flaschen rum werfen 
und immer einen 
anlabern.
*(redaktionell bearbeitet)

Seite 14 
Analoge Beteiligung
Fragebogen Aktion 
Anzahl der Teilnehmenden: 59 
Um auch ältere Bevölkerungsschichten, die 
nicht zu den Digital Natives zählen, zu erreichen, 
wurde ein kontaktloses und analoges Format der 
 Beteiligung in Form eines Frage bogens ent wickelt.
Dieser wurde an verschiedenen Orten in Holweide 
ausgelegt und dank der Unter stützung de s 
 Diakonischen Werks in vielen Haushalten in der 
Nähe des Platzes als Briefkasteneinwurf verteilt. 
Die ausgefüllten Fragebögen konnten dann an 
einem extra auf dem Platz aufgestellten Brief-
kasten eingeworfen werden.
Der erste Teil des Fragebogens wurde als 
Multiple Choice entwickelt, um klare Richtungs-
entscheidungen für eine Umge staltung tr effen  
zu können und eher statistische Informationen 
über die Nutzenden und die derzeitige Nutzung 
zu erhalten.
Im zweiten Teil des Fragebogens wurden  
konkrete Fragen zu den derzeitigen Stärken  
und Schwächen, und Wünschen an eine künftige 
Umgestaltung des Platzes gestellt.
Auf der Rückseite des Fragebogens wurde Kindern 
die Möglichkeit geboten, ihre Vorstellungen 
aufzumalen. 
Ebenso wurde auf dem Fragebogen, auf die Mög-
lichkeit verwiesen bei komplexeren Anregungen 
per E-Mail oder telefonisch Kontakt aufzunehmen.
Anzahl der Teilnehmenden: 59

Seite 15 
Platz an der Piccoloministraße
Es soll noch schöner und besser werden! Dazu brauchen wir Ihre / deine Meinung! 
In den letzten Jahren hat sich bereits einiges getan:
2018 haben wir, gemeinsam mit Kindern und 
Anwohner*innern etliche Sitzgelegenheiten mit Pflan -
zen und Spielmöglichkeiten geplant und gebaut. 
Das Aufstellen von neuen Laternen sorgt dafür, dass es 
keine dunklen Ecken mehr gibt. 
In diesem Jahr wurden die Bordsteine abgesenkt, sodass 
Rollstuhlfahrer*innen und Kinderwagen leichter auf den 
Platz und zu den Geschäften gelangen. 
In naher Zukunft wird es dank aktiver Holweider 
Bürger*innen ein Veedelsbrett und einen Bücherschrank 
auf dem Platz geben.
Der Platz soll noch schöner werden und mehr Angebot 
bringen.
Mit Hilfe der ausgefüllten Fragebögen, werden wir 
verschiedene Entwürfe erstellen, die wir dann nochmal 
gemeinsam diskutieren wollen. 
Diese wollen wir bei einer Veranstaltung auf dem Platz 
vorstellen und gemeinsam darüber sprechen. 
Ein genauer Termin hierfür wird noch über Prospekte, 
Aushänge und die Presse bekannt gegeben. 
Los geht´s: Wir freuen uns auf viele Ideen und 
Anregungen!
Allgemeine Fragen
Wie alt sind Sie/bist du?
Wie kommen Sie / kommst du?
Wie weit wohnen Sie / wohnst du vom Platz entfernt?
□ unter 12 □ 12 – 18 □ 19 – 29 □ 30 – 49 □ 50 – 69 □ 70 +
□ direkt dort □ unter 5 Minuten □  über 5 Minuten
□ zu Fuß □ Auto □ Bus □ Fahrrad □ Bahn □ Sonstiges 
Was machen Sie / machst du am Platz? Wie lange bleiben Sie / bleibst du auf dem Platz?
Was gefällt Ihnen / dir auf dem Platz besonders gut? Was stört dort eher?
Wie wichtig sind Ihnen / sind dir folgende Punkte für eine Umgestaltung des Platzes?
Sehr wichtig Wichtig Weniger 
wichtig Un wichtig
Grün auf dem Platz □ □ □ □
Spiel und Freizeit □ □ □ □
Sport- und Bewegungsangebote für Jung und Alt □ □ □ □
Möglichkeiten zum Verweilen und Genießen □ □ □ □
Erreichbarkeit der Geschäfte mit dem Auto / Parkplätze □ □ □ □
Orte und Möglichkeiten zum Zusammenkommen □ □ □ □
Was wünschen Sie sich / wünscht du dir für den Platz in der Zukunft?
Wie nennen Sie / nennst du den Platz? Sollte er in Zukunft einen anderen Namen erhalten? 
Wenn ja, welchen?
Fragebogen
Bitte tragen Sie / trage in das Bild ein, was auf dem Platz fehlt oder in Zukunft ergänzt werden soll und markie-
ren Sie / markiere folgende Orte:
 gefällt mir gefällt mir nicht  Lieblingsort 
Piccoloministraße
Briefkasten
Supermarkt
Kiosk
Bäckerei
Friseur
FEE.ev
Monkey`s
Piccoloministraße
Bushaltestelle
Der Platz deiner Träume
Male oder beschreibe deine Ideen für den Platz
Ausgefüllte Bögen bitte bis zum 30.09.2021 in den Briefkasten neben dem Supermarkt am Platz einwerfen.
Weitere Möglichkeiten sich zu beteiligen: 
www.meinungfuer.koeln
Ansprechpartner bei weiteren Fragen 
und Anregungen: 
Stadt Köln 
Stadtplanungsamt
Siegmund Graup
Telefon 0221/221-35721
stadtplanungsamt@stadt-koeln.de

Seite 16 
Vor-Ort-Beteiligung
Platzcamp
Anzahl der Teilnehmenden: rund 300Anzahl der Teilnehmenden: rund 300
Um trotz der Restriktionen durch die Pandemie einen direkten Austausch der Bevölkerung mit der 
Verwaltung zu ermöglichen, wurde in einem dreitägigen Platzcamp mit vielen Mitmachaktionen 
den Bürger*innen die Möglichkeit gegeben in Kleinstgruppen ihre Vorstellungen und Wünsche 
an eine Umgestaltung des Platzes zu äußern.
Besonderen Dank gilt an dieser Stelle den Stadtteilmüttern Mülheim, die nicht nur mit 
 Fremdsprachenkenntnissen dabei unterstützt haben, Menschen mit geringen oder keinen 
Deutschkenntnissen in den Prozess einzubinden.

Seite 17 
Aktion: Tischtennisbälle
Analog zu den Multiple Choice Fragen im 
Fragebogen wurden kleine Plastik boxen 
mit verschiedenen Themen beschriftet. 
Jede*r Gesprächspartner*in wurden zwei 
Tischtennisbälle ausgehändigt, welche 
er / sie dann in die Themenbox, die 
ihr / ihm für die Zukunft des Platzes am 
wichtigsten ist, einwerfen.
Aktion
: Stellwände, Modell
Plak
ate mit verschiedenen Fragen und 
Plänen vom Platz konnten direkt oder 
von uns während einzelner Gespräche 
ausgefüllt werden. Ebenso konnte ein 
Modell des Platzes beschriftet werden. 
Hiermit sollte neben den Wünschen an 
die Umgestaltung auch der Ist-Zustand 
des Platzes erfasst werden.

Seite 18 
Aktion: Polaroid 
Um mit Kindern und Jugendlich unbe-
fangen in ein Gespräch zu kommen und 
diese dazu zu motivieren sich bewusst 
mit dem Platz auseinanderzusetzen, 
wurden diesen Polaroid Kameras ausge-
händigt, mit der Bitte Orte am Platz zu 
fotografieren die ihnen derzeit besonders
gut oder eher weniger gefallen.
Aktion: Seedball
Als kleines Dankeschön wurden den Teilnehmer*innen Seedballs ausgehändigt, die 
eine kurzfristige Gestaltung des Platzes / der Bee te ermöglichen können.

Seite 19 
Ergebnisse
Statistische Fragen
Auch wenn die Fragebögen keine repräsentative 
Umfrage darstellen, lassen sich gewisse Rück-
schlüsse für die weiteren Planungen davon 
ableiten. 
Wie beabsichtigt, wurde mit diesem analogen 
Format primär eine Bevölkerungsschicht ange-
sprochen, die nicht zu den sogenannten Digital 
Natives zählen. Deutlich mehr als die Hälfte der 
Befragten sind über 50 Jahre alt.
Aus dem Mobilitätsverhalten kann rückgeschlossen 
werden, dass die fußläufige Erreichbarkeit des 
Platzes eine übergeordnete Rolle spielt und dies 
insbesondere bei künftigen Planungen im Umfeld 
des Platzes Beachtung finden sollte.
Ebenso sollte der relativ hohe Anteil an Auto- und 
Fahrradfahrenden in den weiteren Planungen 
Beachtung finden und ein ausreichendes Ange-
bot an Stellplätzen erhalten beziehungsweise 
 geschaffen werden.
Dreiviertel der Befragten wohnen in direkter Um-
gebung oder in maximal 5-minütiger Entfernung, 
was darauf hindeutet, dass die Nutzer*innen 
des Platzes primär im unmittelbaren Umfeld des 
Platzes leben.
Altersstruktur Teilnehmer*innen: 
Unter 12 Jahre:        0%
12 – 18 Jahre:   4,9 %
19 – 29 Jahre:   8,7 %
30 – 49 Jahre: 29,4 %
50 – 69 Jahre: 42,6 %
Über 70 Jahre: 14,3 %
Mobilitätsverhalten: 
Mit welchen Mobilitätsmittel  
erreichen die Nutzer den Platz: 
Zu Fuß: 50,0%
Mit dem Auto: 21,7 %
Mit dem Bus:  10,0 %
Mit dem Fahrrad: 15,3 %
Mit der Bahn: 3,0 %
Sonstiges: 0,0 %
Entfernung des Wohnorts der  
Nutzer*innen zum Platz:
In direkter Umgebung: 27,0 %
In maximal 5 Min. Entfernung: 44,0 % 
In mehr als 5 Min. Entfernung: 29,0 %

Seite 20 
Derzeitiger Zustand des Platzes und 
der Bevölkerung
Aufenthaltsdauer der Nutzer*innen auf dem Platz
Die Angaben zur Aufenthaltsdauer sind sehr heterogen und reichen von 1 – 2 Transitmin uten  
bis 5 – 6 Stunden täglich. Auffallend hierbei ist, dass eine lange Aufenthaltsdauer häufig im 
Zusammenhang mit Alkoholkonsum auf dem Platz genannt wurde.

Seite 21 
Positive Aspekte des Platzes
Negative Aspekte des Platzes

Seite 22 
Anregungen für die Umgestaltung 
Wichtigkeiten von verschiedenen Aspekten für die künftige Umgestaltung

Seite 23 
Namensvorschläge
De
rzeit wird der Platz von 50% der Befragten Rewe Platz genannt, 23% nennen ihn Picco Platz und 
27% nennen ihn anders. Namensvorschläge für eine offizielle Benennung des Platzes sind: 
 – Rewe Platz 
 – Piccoplatz 
 – Platz am Hochaus 
 – Gerhard Hauptmann Platz 
 – Gerhard Platz
 – Elsas Plätzchen 
 – Hauptmannplatz 
 – Weg der Bronze
 – Lambert Schmithausen 
 – Feen Platz 
 – Treffplatz 
 – Begegnungsplatz 
 – Marktplatz 
 – Amor Liebe 
 – Das Plätzchen 
 – Betonwüste 
 – Pennerplatz 
 – Platz der  
Wiedervereinigung

Seite 24 
Wünsche an die Umgestaltung  
des Platzes
Städtebauliche Themen: Umsetzung durch räumliche Planung möglich
 – Angebot für Kinder / Jug endliche (*31)
 – Sportangebote
 – Torwand 
 – Basketballkorb
 – Kletterwand 
 – Tischtennisplatten 
 – Wasserspielplatz
 – Jugendzentrum 
 – Veranstaltungen für Kinder
 – Spielgeräte
 – Öffentliche Toilette (*19)
 – Mehr Pflanzen / Ess bares Grün (*17)
 – Überdachte Sitzmöglichkeiten (*17)
 – Mehr Bereiche für soziale  
Interaktion (*11)
 – Urban Gardening (*10)
 – Brunnen (*7)
 – Barrierefreier Zugang zu den  
Geschäften (*5)
 – Mehr und / oder überdachte  
Fahrradständer (*4)
 – Trinkwasserspender (*4)
Weitere Themen: Umsetzung durch räumliche Planung nicht möglich
 – Lösung des Müll- und Hundekot-
problem (*21)
 – Mehr Mülleimer 
 – Hundeklo 
 – Taktung AWB erhöhen 
 – Umranken der Hochbeete mit  
Hecken, sodass keine Zweckent-
fremdung mehr als Toilette möglich ist
 – Mehr Veranstaltungen (*21)
 – Feste
 – Flohmarkt
 – Wochenmarkt
 – Weihnachtsmarkt 
 – Maßnahmen gegen Alkoholkonsum (*18)
 – Erweitertes Angebot des Gewerbes  
im GAG Hochhaus (*15)
 – Café 
 – Reparatur Café
 – Schusterladen 
 – Drogeriemarkt
 – Bank 
 – Briefkasten
 – Sichere Querung Platz zur  
Bushaltestelle (*12)
 – Mehr Kinder und Jugendarbeit auf  
dem Platz (*11)
 – Höhere Präsenz von Polizei, Ordnungs-
amt oder Sicherheitsdienst (*7)
 – Häufigere und intensivere Pflege  
der Grünflächen (*6)
 – PKW Verbot auf der Platzfläche (*4)
 – Imageaufwertung (*2)

Seite 25 
Hinweise und Vorschläge aus 
allen Beteiligungsformaten nach  
Themen-Cluster
Störender
Alkoholkonsum
auf dem Platz
Mehr Angebot  
für Kinder und  
Jugendliche
Lärmbelästigung
SpielplatzKonzerte
Wochenmarkt 
Open Air Kino
Aufblasbarer Pool
Wasserspielplatz
Lesungen
Alkoholverbot auf dem PlatzTherapie für Alkoholiker*innen
Drogen
Koordinationsbüro  
für soziale Aktivitäten / Events
Koordinationsbüro für soziale Aktivitäten / Ev ents
Museum
Pop up  
Schule
Mobiler Foodtruck
Klettergerüst
Rutsche
Schlägereien
Angstraum
Raum für kontrollierten Drogenkonsum
Trampolin
Sicherheitspersonal
Kinder / Jugend
Neue Nutzungen /  
Sonstiges
Sozialräumlich Kultur Grünraum / Natur
SportGestaltung Verkehr

Seite 26 
Pflanzpatenschaften
Bäume zur Verschattung
Mehr Begrünung
gemeinsames Gärtnern
Winterharte Bäume
Pflanzkübel, wie bei Mülheimer Bahnhof
Baumbestand verdichten
Wasserspiel für Tiere Grüne Hochbeete weg
Mehr Wiese
Blumenwiese für Insekten
BlumenHochbeete mit Hecken bepflanzen
Raum für Hundewiese
Rasengitter
Nutzgärten
Wasserbecken
Bienenpflanzen Grünbeete bei Bäumen 
Schlechte Ästhetik des Hochhauses
Graffiti / Street art
Mehr Farbe Pavillion
Mehr Holz, weniger Beton
Beleuchtung
Springbrunnen
Weniger Bänke
Überdachte Raucherzone
Überdachung
Mehr Bänke
Bänke aus Metall selbstreinigend
Bodenplatten erneuern
Gestaltung mit Höhen, wie bei Philharmonie
Huggel im Pflaster
Kaffeetische

Seite 27 
WLAN
Außengastronomie
Hundekottüten nachfüllen
AWB Taktung erhöhen
Eiscafé
Anonymer Briefkasten
Müll
Aschenbecher bei Bänken
Gefahrenstelle Bushaltestelle
Verkehrssicherheit für Kinder
30 km/h auf Piccoloministraße
Zebrastreifen Bushaltestelle
Anlieferung Geschäfte
Zusätzliche Parkplätze
Weniger Parkplätze
Barrierefreiheit
Boxfight
Bolzplatz
Kletterwand
Klimmzugstange
Boxverein
Tischtennis
Rollerrampen
Basketball
Mehr Hüpfspiele
Holzkonstruktion für Skater
Begegnungssport
Bocciabahn
Fußballplatz

Seite 28 
Beteiligung von 
Schlüsselakteur*innen
Platzkonferenz
Zukunftsdialog: 27. Oktober 2021Zukunftsdialog: 27. Oktober 2021
Die Erkenntnisse aus der Evaluation und dem Platzcamp und der Grundlagensammlung zum 
Platz wurden im Rahmen eines Zukunftsdialogs am 27.10.2021 mit lokalen Akteur*innen sowie 
Multiplikator*innen diskutiert. 
Ziel war es die bis dahin bereits gewonnenen Erkenntnisse zu diskutieren und gemeinsam über 
Problemlösungen nachzudenken. 
Besonderer Fokus wurde auf die sieben Themenfelder gelegt:
1. Klimafolgenanpassung
2. Sozialer Treffpunkt vs. Lärmbelästigung
3. Soziale Spannungen
4. Erreichbarkeit mit dem Auto
5. Große Eventfläche oder Kleinteiligkeit
6. Ein Platz zur Förderung von Kindern und Jugendlichen
7. Identifizierung mit dem Ort

Seite 29 
1. Klimafolgenanpassung
Diskussionsgrundlage 
Die Starkregenereignisse im Sommer 2021 und dadurch entstandene Schäden zeigen: es besteht 
akuter Handlungsbedarf auf die Folgen des Klimawandels zu reagieren.
Wo dieses Jahr die Überflutungen wüteten, herrschte letzten Sommer eine extreme Hitze- und 
Trockenperiode, die Mensch und Natur zu schaffen machte. Wie wollen wir künftig mit diesen 
Wetterextremen (Hitze und Starkregen) umgehen?
Der Platz ist bedingt durch eine geringe Verdunstungskühlung, wenig Schatten sowie wenig Grün 
von Hitzebelastung betroffen.
Auch besteht bei Starkregenereignissen die Gefahr, dass das Wasser nicht mehr ordnungsgemäß 
abgeführt werden kann und sich im Bereich der Straßen anstaut.
Wie sind Ihre Erfahrungen und Beobachtungen zu Hitze und Starkregen und was braucht der 
Platz ihrer Meinung nach um zukünftig diese Probleme zu bewältigen?
Ergebnisse / Antworten:
 – Regenwasserabkopplung am Hochhaus und Sammlung des Wassers zum Gärtnern /   
urban gardening möglich machen
 – Pflegeleichtes nutzbares Grün bis zu intensiven Nutzpflanzen

Seite 30 
2. Sozialer Treffpunkt vs. Lärmbelästigung
Diskussionsgrundlage 
Die Evaluation der vorübergehenden Maßnahmen zeigt auf, dass die Implementierung von 
Verweilmöglichkeiten und Treffpunkten zu einer stärkeren Belebung des Platzes geführt haben. 
Jedoch hat dies auch weitere sozialen Spannungen zur Folge: 
Zum Beispiel treffen sich Jugendliche bis in die späten Abendstunden und direkte 
Anwohner*innen fühlen sich durch den Geräuschpegel und den zurückgelassenen Müll belästigt.
Ergebnisse / Antworten:
 – Bewohner*innen fühlen sich gestört von Müll und Lärm
 – Gespräch mit „monkeys“ (Bar, Spielautomaten) suchen
 – Rückfrage bei Streetworker*innen explizit zur Lärmproblematik
 – Rücksprache mit Polizei und Ordnungsamt
3. Soziale Spannungen
Diskussionsgrundlage 
Die Öffentlichkeitsbeteiligung zu den temporären Maßnahmen zeigte etliche Spannungen 
 zwischen verschiedenen Nutzer*innengruppen auf. Bei den Vor-Ort-Gesprächen, gaben viele 
Bürger*innen an, sich von tagsüber alkoholisierten Menschen belästigt zu fühlen. Des Weiteren 
führte der Supermarktbesitzer, als Einen von mehreren Gründen für den Wusch zum Versetzten 
eines Sitzmoduls an, dass einige seiner Kund*innen wegen des Alkoholkonsums direkt vor dem 
Ladeneingang das Geschäft zunehmend meiden würden.
Ergebnisse / Antworten:
 – Der Soziale Konflikt wird bestätigt 
 – Veedelsbüro und Bücherschrank als wichtige Orte auf dem Platz
 – Einbezug der alkoholisierten Menschen, Aufklärung und Schaffung von Angeboten
 – Nebeneinander mit den verschiedenen Menschen mit Pflege der sozialen Kontakte
 – Selbstorganisierte „Büdchen-Kultur“

Seite 31 
4. Erreichbarkeit mit dem Auto
Diskussionsgrundlage
Der Platz ist für Autos gesperrt! Jedoch werden die leicht zu lösenden Absperrungen für die Feu-
erwehrzufahrt wiederkehrend illegal entfernt um mit den Autos direkt an die Ladenzeilen fahren 
zu können. Dies bringt, nicht nur für Kinder, ein gewisses Gefahrenpotenzial mit sich und mindert 
die Aufenthaltsqualität massiv. Auffällig ist, dass zeitgleich die Parkplätze an den Rändern nicht 
voll belegt sind.
Ergebnisse / Antworten:
 – Anlieferung von Kiosk, Supermarkt, etc.
 – Rettungswege und Aufstellflächen der Feuerwehr beachten
 – Aufteilung und Strukturierung des Platzes
 – Keine direkte Zufahrt mit dem PKW
5. Große Eventfläche oder Kleinteiligkeit
Diskussionsgrundlage
Das derzeitige räumliche Konzept sieht verschiedene Bereiche für unterschiedliche Nutzer*innen-
gruppen vor. Die Evaluation ergab, dass diese Unterteilung bzw. räumliche Kleinteiligkeit dazu 
führt, dass das Verweilen auf dem Platz behaglicher ist und sich die Nutzer*innen nicht mehr 
so auf „dem Präsentierteller fühlen“. Die etlichen größeren Veranstaltungen vor Ort benötigen 
jedoch eine größere Fläche und werden so von einer weiteren räumlichen Zonierung beengt.
Ergebnisse / Antworten:
 – Platz hat ausreichend Fläche für bisherige Veranstaltungen
 – Vorteilhaft viel Platz für Veranstaltungen
 – Kino als Idee
 – Lese-Fest hatte ausreichend Fläche auf dem Platz
 – Sitzflächen mit teilweiser Überdachung

Seite 32 
6. Ein Platz zur Förderung von Kindern
Diskussionsgrundlage
Für Teile der Kinder und Jugendlichen in unmittelbarer Umgebung des Platzes werden die 
 Sozialisationsbedingungen durch negative Faktoren bestimmt.
Bedarfsgerechte Nutzungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum können einen Beitrag leisten, 
diese zumindest etwas zu verbessern und den Heranwachsenden Möglichkeiten für Freizeit-
beschäftigungen bieten, die sich positiv auf ihre Persönlichkeitsentwicklung auswirken.
Ergebnisse / Antworten:
 – Thema in Arbeitskreis Jugend einbringen
7. Identifizierung mit dem Ort
Diskussionsgrundlage
Der Platz wird von vielen Menschen nach einer Supermarktkette benannt, deren Filiale nicht 
mal mehr vor Ort ist.Dies wirft den Verdacht auf, dass es auf dem Platz keinerlei Elemente oder 
Funktionen gibt die prägnant und Identitätsstiftend sind oder mit denen sich die Bürger*innen 
verbunden fühlen. Zudem deutet die starke Vermüllung des Platzes, als auch der viele Hundekot 
auf eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber dem Ort hin. Nach dem Motto „Es ist ja nicht mein 
Zuhause!“. Bürgerschaftliches Engagement und Teilen von Verantwortung, wie der teilweise 
gescheiterte Versuch der Pflanzpatenschaften oder auch eine Aneignung des Ortes könnten dem 
Problem entgegenwirken.
Ergebnisse / Antworten:
 – Fehlender Bezug zur Nachbarschaft und zum Ort
 – Kurzer und prägnanter Name
 – Auswertung der Namensvorschläge
 – Identitätsstiftendes Element / Bild

Seite 33 
Vielen Dank 
für die tatkräftige Unterstützung 
 
an die Mülheimer Stadtteilmütter, 
das Veedelsbüro Holweide,
 
 die Streetworker AWO Mülheim 
 
und allen spontanen Helfern 
 
und Unterstützern beim Platzcamp.  
Piccoloministraße
Piccoloministraße
 Vielen Dank 
für die tatkräftige Unterstützung 
 
an die Mülheimer Stadtteilmütter, 
das Veedelsbüro Holweide,
 
 die Streetworker AWO Mülheim 
 
und allen spontanen Helfern 
 
und Unterstützern beim Platzcamp.

Seite 34 
Kontakt 
Stadtplanungsamt
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
Ansprechpartner
Siegmund Graup
Telefon: 02 21 / 221 - 35721
stadtplanungsamt@stadt-koeln.de
Die Oberbürgermeisterin
Stadtplanungsamt
Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
Gestaltung und Druck
Zentrale Dienste der Stadt Köln
Bildnachweis
Seite 12,13: macrovector/www.freepik.com
13-US/178-22/61/50/06.2022

Beratungsverlauf (1)

13.06.2022 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 10.2.9 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1461/2022
Typ
Mitteilung BV
Datum
09.06.2022
Erstellt
02.05.2022 09:16