2008/0109
Konzept zur Weiterentwicklung der Wohnungslosenhilfe in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
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1 Konzept zur Weiterentwicklung der Wohnungslosenhilfe in der Wissenschaftsstadt Darmstadt Präambel Die Wissenschaftsstadt Darmstadt verfügt mit Magistratsbeschluss vom 14.07.1999 über eine Konzeption zur Obdachlosenversorgung in Darmstadt. Mit dieser Konzeption wurde die problemspezifische und geschlechtsspezifische Unterbringung von obdachlosen Menschen vereinbart. Zwischenzeitlich verfügt die Wissenschaftsstadt Darmstadt über ein gutes Netzwerk der Hilfe und eine außerordentlich gute Kooperation mit den freien Trägern der Obdachlosenhilfe. Erklärtes Ziel ist es , obdachlose Menschen nicht nur mit einem Obdach zu „versorgen“ sondern auch in die Gesellschaft, wenn möglich, wieder zu integrieren. Im Auftrag des zuständigen Dezernenten Stadtrat Jochen Partsch hat eine Projektgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der freien Trägern der Obdachlosenhilfe sowie der städtischen Verwaltung, das Konzept aus dem Jahre 1999 fortgeschrieben und bedarfsgerecht aktualisiert. 1. Allgemeine Anmerkungen 2. Problemgruppen und spezifischer Bedarf 3. Derzeitige Angebote 4. Einschätzung der aktuellen Situation 4.1 Fortschreibung und Weiterentwicklung zur Re-Integration und zum Ausstieg aus der Obdachlosigkeit 5. Abschlußbemerkung 1. Allgemeine Anmerkung Das vorliegende Konzept ist als Weiterentwicklung der Wohnungslosenhilfe zu verstehen und basiert auf dem Magistratsbeschluss vom 14.07.1999, in der eine Konzeption zur problemgruppenspezifischen und geschlechtsspezifischen HSOG- Unterbringung beschrieben ist. Dieser ursprüngliche Beschluss soll in den Gründzügen beibehalten werden. Erläutert werden die Problemgruppen und deren spezifische Bedarfe vor dem Hinter- grund der bestehenden Angebote. Daraus entstanden ergänzende Konzeptvorschläge zur Fortschreibung und Weiterentwicklung, die den veränderten Bedingungen Rechnung tragen. 2 2. Problemgruppen und spezifischer Bedarf Allen Problemgruppen gemein ist in aller Regel ein Unterstützungsbedarf im administrativen Bereich (Schriftverkehr, Umgang mit Behörden und Ämtern), der finanziellen Sicherung, Akutversorgung in gesundheitlichen Fragen und Krisenintervention, sowie der (Wieder-) Herstellung von Wohnfähigkeit. Weiterhin besteht Bedarf an Information und Beratung durch Sozialdienste um Ziele zu erarbeiten und Hilfsmaßnahmen einzuleiten, die der Stabilisierung und Vermeidung von Wiederholung dienen. 1. Notfallunterbringung aller obdachlosen Menschen mit einem. Bedarf an Akutversorgung (Obdachlose aus dem Stadtgebiet aus allen Problembereichen) Die Klientel benötigt Existenzsicherung im Rahmen der Daseinsvorsorge (Hess. Verfassung, HSOG), Akutversorgung (Verpflegung, Schlafen, Hygiene und Gesundheit), Information- und Beratungsbedarf über das Hilfesystem, 24-Stunden Öffnungszeiten täglich, geschlechtsspezifische Trennung 2. Menschen mit Abhängigkeit von illegalen Drogen Die Klientel benötigt darüber hinaus regelmäßig Motivationsarbeit sowie tagesstrukturierende Maßnahmen, suchtspezifische & krankheitsspezifische Hilfeleistungen. 3. Menschen mit Abhängigkeit von legalen Drogen Die Klientel benötigt darüber hinaus regelmäßig Motivationsarbeit sowie tagesstrukturierende Maßnahmen, suchtspezifische & krankheitsspezifische Hilfeleistungen. 4. Psychisch kranke bzw. auffällige Menschen Die Klientel benötigt darüber hinaus regelmäßig Motivationsarbeit sowie tagesstrukturierende Maßnahmen, suchtspezifische & krankheitsspezifische Hilfeleistungen. 5. Sozialauffälliges Klientel, die wenig Bereitschaft zeigt, Unterstützungsange- bote anzunehmen Die Klientel braucht Rückzugsraum in der Einrichtung, da sie ein hohes gesellschaftliches Störpotential aufweist. 6. Alleinstehende Frauen, auch mit Kindern und schwangere Frauen aus allen Problembereichen Die Klientel hat Bedarf an geschütztem Raum, Notaufnahme täglich 24 Stunden, Krisenintervention und Unterstützung bei der Versorgung der Kinder und bei Fragen der Erziehung. Da alle Problemgruppen auftreten, ergeben sich Bedarfe wie in den Problemgruppen 1-11 beschrieben. 3 7. Familien aus allen Problembereichen Die Klientel hat Bedarf an pädagogischer Unterstützung zur Aufarbeitung der existentiellen Verunsicherung. Da alle Problemgruppen auftreten, ergeben sich Bedarfe wie in den Problemgruppen 1-11 beschrieben. 8. Alleinstehende Personen oder Paare aus allen Problembereichen Die Klientel hat Bedarfe wie in den Problemgruppen 1-11 beschrieben. 9. Körperlich oder psychisch stark abgebaute Menschen, infolge von Alter, Sucht usw. aus allen Problembereichen zum Teil mit hauswirtschaftlichem und pflegerischem Bedarf Die Klientel (körperlich und / oder psychisch abgebaut) benötigt sowohl langfristig angelegte Wohnmöglichkeiten als auch langfristige Betreuung und Versorgung. Bei chronischen Erkrankungen mit Abhängigkeiten ergeben sich zusätzliche Bedarfe wie zu 3,4 nach pädagogischer Betreuung, Beschäftigung und bei Bedarf mit hauswirtschaftlicher Unterstützung und medizinischer bzw. pflegerischer Versorgung. 10. Migranten und Migrantinnen im gesamten Spektrum der Problemlagen, oft mit erhöhter Verweildauer aufgrund von Sprach- und Verständnisproblemen Die Klientel , die in allen Problemgruppen unterschiedlich präsent ist, benötigt meist juristische und muttersprachliche Hilfe, um Hintergründe zu ermitteln, die den Hilfebedarf klären und eine Existenzsicherung ermöglichen. 11. Durchwanderer und Durchwanderinnen Die Klientel hat einen Klärungs- und Hilfebedarf bei Wegeunfähigkeit, Suchtproblemen und stationären Maßnahmen. Außerdem benötigen sie die Einbindung in das Hilfesystem und Motivationsarbeit zur Seßhaftmachung, sie benötigen unterstützende Angebote wie Beratung, Begleitung und Vermittlung in Facheinrichtungen. Da alle Problemgruppen auftreten, können sich Bedarfe wie bei 1-10 ergeben. Es muss zudem von einer Dunkelziffer obdachloser Menschen ausgegangen werden, die vorübergehend bei (oft wechselnden) Bekannten Unterschlupf finden. Insbe- sondere Frauen versuchen häufig, über Männerbekanntschaften ihre Obdachlosigkeit zu vermeiden. 4 3. Derzeitige Angebote Aktuelles Angebot und geschätzter Bedarf Einrichtung Bedarfseinschätz ung Plätze Angebot aktuell Plätze Problemgruppen siehe vorne Büro für Sozial- & Wohnberatung: Container 16 16 Männer, Frauen von Problemgruppen 2,3,4,5,8,9,10 (keine Kinder) Diakonie: Übernachtung 25 plus Notbetten Männer und Paare aus allen Problemgruppen 1-5, 7-10 Diakonie: Überbrückung 25 47 plus 8 Notbetten in Containern zusammen mit der Überbrückung Männer aus allen Problemgruppen 2-5, 8-11 Diakonie: Frauenübergangswohnhaus 17 (+2 Notplätze) 15/plus 2 Notplätze Frauen aus allen Problemgruppen 1-6, 8-11 Diakonie: Scentral Drogenfreier Raum 15 5 Männer, Frauen aus den Problemgruppen 1,2,3,5,9,10 Horizont : Rheinstrasse 318 18 25 Männer, Frauen aus den Problemgruppen 2,3,5,8,9,10 Horizont: Rheinstrasse 312 14 19 Männer, Frauen aus den Problemgruppen 3,4,5,8,9,10 Horizont: Familien 11 Familien Belegung mit 32 Personen mögl. 11 Familien Belegung mit 32 Personen mögl. Familien aus den Problemgruppen 2,3,4,5,6,7,9,10 Pension 0 4 8 Bedarfseinschätzung 162 163 Aktuell * 5 4. Einschätzung der aktuellen Situation Die Umsetzung des Magistratsbeschlusses von 1999 wird hinsichtlich der Schaffung von dezentralen kleineren Einrichtungen positiv bewertet. Mit der Einbindung von sozialarbeiterischen Hilfestellungen in den Einrichtungen hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt Standards eingeführt, die in der Obdachlosenunterbringung der Kommunen mit an der der Spitze stehen. Bewährt hat sich in diesem Zusammenhang auch die positive Netzwerkarbeit in den medizinischen, juristischen und sozialen Bereichen, sowie die Zusammenlegung der Obdachlosenbehörde mit der Leistungsgewährung nach SGB II und SGB XII. Bewährt hat sich darüber hinaus, in allen Unterkünften die Unterbringung in Ein- bis maximal Zweibett-Zimmern, was bei der genannten Spannbreite an Problemlagen erheblich zur Entspannung und Befriedung der Klientel beiträgt, dies sollte als Standard beibehalten werden. Die Angebote aller Einrichtungen an Information und Beratung, Begleitung, Krisenintervention, Klärung und Unterstützung aller sozialrechtlichen, wirtschaftlichen und gesundheitsrelevanten Fragen, Zielformulierung und die Einleitung weiterer Hilfs- maßnahmen (§§ 66 ff. SGB XII) sind unverzichtbar. Bei der Unterbringung ist es erforderlich, dass der Träger auch Hilfen aus einer Hand mit qualifiziertem Fachpersonal anbietet. Die vorgehaltenen Platzzahlen im Frauenübergangswohnhaus können den tatsächlichen Bedarf nicht decken und sollten ausgebaut werden. Zusätzlich benötigt werden längerfristige Wohnmöglichkeiten analog dem Konzept der Lauteschläger Straße (liegt als Info diesem Konzept bei) Gewünscht wird ein engerer Austausch unter den Trägern, insbesondere für die Klientel, die immer wieder durch alle Einrichtungen kreist. Als Instrument für den Austausch wird bei Bedarf eine Helferkonferenz eingeführt. Die Anzahl psychisch auffälliger und kranker Menschen nimmt in allen Einrichtungen zu. Hier wurde eine Magistratsvorlage aus dem Jahre 2002 aufgegriffen und das Konzept „Starthilfe“ des Sozialpsychiatrischen Vereines in Kooperation mit den genannten Trägern der Projektgruppe erarbeitet. Erste Schritte zur Problemlösung konnten also getan werden, eine Fortführung ist zu empfehlen. Das Konzept „Starthilfe“ liegt in der Anlage bei. 6 4.1 Fortschreibung und Weiterentwicklung zur Re-Integration und zum Ausstieg aus der Obdachlosigkeit Stationäre und ambulante Hilfen (Betreutes Wohnen und Fachberatungsstelle) gemäß § 67 SGB XII ergänzt mit Angeboten des SGB II können in vielen Fällen Vermittlung in Wohnraum einleiten bzw. Erhalt von Wohnraum sichern. Im Betreuungsalltag in den Obdachlosenunterkünften nimmt, zum nachhaltigen Ausstieg aus der Obdachlosigkeit, die Wiederherstellung der „Wohnfähigkeit“ einen großen Raum ein. Auf Grund der Erfolge der Hilfen nach §§ 66 ff. SGB XII ist in Zukunft zu prüfen , inwieweit die Platzzahlen nach HSOG bei einzelnen Trägern zu verringern sind. Um einen nachhaltigen Ausstieg zu sichern, sollte als Anschlussangebot ein adäquates Krisenmanagement etabliert werden. 5. Abschlußbemerkung Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Projektgruppe vereinbaren ein halbjährliches Treffen und eine jährliche Evaluation des Obdachlosenkonzeptes mit dem Ziel Verbesserungsvorschläge und Änderungen zeitnah in das Konzept zu integrieren. Anlagen: Konzept „Starthilfe“ Konzept Lautenschlägerstr.
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§2008
5L2009
ltTabelle311ÁÁ"¾ü½z6Kostenkalkulation
Unterkunft BetreuungUnterkunft ContainerScentralRheinstr 318Pension§67 SGB XII §67 SGB XII§ 67 SGB XIIZweifalltorwegOtto-Röhm Str Unterk Otto RöhmVertraglich zugesicherte KostenZusammenfassungdurchschnittliche BelegungszahlNiedr RamstädterNiederramst.MonW(zu erwartende Kosten 2008 unter Berücksichtigung der durchnittlichen Belegungszahl 07);Kosten die aufgrund tatsächl. Anzahl von Personen entstehenW(zu erwartende Kosten 2009 unter Berücksichtigung der durchnittlichen Belegungszahl 07)Bismarckstr
Rheinstr 312Jan-Dez pro MonatKosten JahrUnterkunfts-KostenErläuterung:Personen richten.!Nebenkosten pro Unterkunft wurdennicht berücksichtigt, da nicht vorhersehbar, Belegungszahlen$höhere Kosten was auch unter Tabelle
Kosten die1aufgrund tatsächl. Anzahl von Personen entstehen Rheinstr 312Niederramstädter Str. DecentralODas Frauenübergangswohnheim soll zukünftig in der Heidelbergerstr untergebrachtFwerden, die Kosten können daher noch nicht endgültig berechnet werden.Anlage 3Rmehr Personen obdachlos sind. Gleichfalls wurden Nebenkosten nicht berücksichtigt.MDie Kosten unter 2. sind variabel, da sie sich nach den tatsächlich untergeb.Anlage 2aufgenommen wurde.ODie Kosten für das Jahr 2009 sind höher, da eine neue Unterkunft (Decentral), Rdessen Bedarf durch die Projektgruppe festgestellt wurde, mit in die Kalkulation LDie Kosten wurden unter Berücksichtigung der Belegungszahlen 2007 errechnet.MBelegunszahlen sind nicht vorraussehbar, d.h. Kosten können höher werden wenn#sind nicht vorhersehbar, d.h.,ggf. !2 zum Ausdruck kommt, da variableÿ:wüÕJPÅEº¼1cc
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Sozialpsychiatrischer Verein | Darmstadt e.V. Sozialpsychiatrischer Verein Darmstadt e. V, - Stiftstraße 35 - 64297 Darmstadt Stiftsiraße 35 ' 64287 Darmstadt Tel. (06151)49795 -6 Fax (0 61 51)4979587 info@spv-darmstadt.de Ihre Zeichen Unser Zeichen Durchwahl Datum A-Li/mo 06151 49795-82 19. September 2006 Hilfen für Menschen.mit psychischen Erkrankungen oder Auffälligkeiten in Obdach- losenunterkünften Seit drei Jahren hat der Sozialpsychiatrische Verein ein niederschwelliges Wohn- und Betreuungsangebot für psychisch kranke Menschen bei gleichzeitiger Obdachlosigkeit mit dem Ziel, Klienten zu befähigen, im eigenen Wohnraum mit entsprechender Unterstützung eigenverantwortlicher zu leben. Dieses Angebot könnte erweitert werden, " um oben genannte Klienten möglichst früh einer adäquaten sozialpsychiatrischen Versorgung zuzuführen und somit die Aufenthaltszeiten in den Unterkünften zu ver- ® kürzen oder " geeignete Einrichtungen/ambulante.Hilfen zu finden. Dies muss in enger Kooperation mit den Mitarbeitern der Obdachlosenunterkünfte gesche- hen. Folgendes Vorgehen wäre möglich: Die Mitarbeiter des Sozialpsychiatrischen Vereins Darmstadt e. V. bekommen in der Ob- dachlosenunterkunft eine kurze Vorstellung der betreffenden Klienten. In Kontakten und Gesprächen mit dem Klienten wird das weitere Vorgehen geplant, zum Beispiel: 1. Übernahme in eine Betreute Wohngemeinschaft oder in das Betreute Einzelwohnen durch den Sozialpsychiatrischen Verein; dazu wäre Voraussetzung, dass der/die Klient/in einer sozialpsychiatrischen Behandlung zustimmt. 2. Motivation und Bekanntmachen mit geeigneten stationären Einrichtungen in der Region 3. Bei Klienten, bei denen noch keine ausreichende Motivation für die oben genannten Möglichkeiten vorhanden sind, könnte ein niedrigschwelliges Wohnangebot mit Versor- gung angeboten werden, um abzuklären, welche Ressourcen und Fähigkeiten noch vor- handen sind bzw. gefördert werden können und ob eine Zuführung zu einer kontinuierli- chen sozialpsychiatrischen Behandlung und Unterstützung möglich ist. Stadt- und Kreissparkasse Darmstadt - BLZ 508 501 50 - Kto.Nr. 571539 -2- Für diese Klientengruppe gehen wir von einem zusätzlichen Wohnraumbedarf von vier bis sechs Zimmern in ein oder zwei Wohneinheiten aus. Der Sozialpsychiatrische Verein ist bereit, diesen Wohnraum anzumieten, braucht aber Unterstützung bei der Findung von geeigneten Objekten (Vermieterkontakte). Der Verbleib in diesen Wohnungen sollte zeitlich begrenzt sein; wünschenswert wäre eine Abklärungs- und Trainingsphase der Klienten von 6 bis 12 Monaten. Wir gehen zunächst davon aus, dass eine tägliche Zwei-Stunden-Anwesenheit in der Wohnung von ein bis zwei Betreuern nebst partieller Begleitung von Ämtern/Ärzten notwendig sein wird. Dies ergibt einen individuellen Betreuungsbedarf von 10 bis 20 Betreuungsstunden pro Monat. Die Vermittlung und Beratungsstunden der Mitarbeiter des Sozialpsychiatrischen Vereins kosten je Fachleistungsstunde zurzeit 52,52 Euro. Wir würden uns freuen, wenn unsere Überlegungen baldmöglichst mit Herrn Böhm (Leiter der Fachstelle im Sozialamt Darmstadt) und Frau Kröpelin beraten und weiterentwickelt werden können. KL RAN
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 08.05.2008 Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat V Amt: Sozialverwaltung an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Nichtöffentlich: Verteiler: Vorlage-Nr. 2008/0109 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Konzept zur Weiterentwicklung der Wohnungslosenhilfe in der Wissenschaftsstadt Darmstadt Vorlage vom: 07.05.2008 Beschlussvorschlag: 1. Der Magistrat beschließt die beigefügte Konzeption der Projektgruppe Wohnungslosenhilfe 2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Netzwerkarbeit zu verstärken und einen jährlichen Bericht vorzulegen 3. Die Vorlage vom 02. 04.2 008,Beschluss Nr. 178, ist hinfällig. Anlagen: Anlage 1 Konzept Wohnungslosenhilfe Anlage 2 Kostenkalkulation 2008 Anlage 3 Kostenkalkulation 2009 Konzept Lauteschlägerstr. NWH Konzept Starthilfe SPV Datenschutzrelevante Anlage: Beschluss des Magistrats vom 2 ... Begründung zur Magistratsvorlage vom 07.05.2008 Seit dem Magistratsbeschluss vom 14. Juli 1999 verfügt die Wissenschaftsstadt Darmstadt über eine Konzeption zur Obdachlosenversorgung in Darmstadt. Im Auftrag des zuständigen Dezernenten wurde im April 2007 eine Projektgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der freien Träger der Wohnungslosenhilfe sowie der städtischen Verwaltung gegründet mit dem Ziel, das Konzept aus dem Jahre 1999 fortzuschreiben und zu aktualisieren. Diese zwischen den Trägern und der Verwaltung vereinbarte Konzeption liegt nun vor (Anlage 1). Die Fortschreibung der Konzeption garantiert die kontinuierliche Umsetzung folgender relevanter Ziele: 1. Problemgruppenspezifischer, geschlechtsspezifischer Ansatz in der Wohnungslosenversorgung 2. Festlegung adäquater Maßnahmen und Hilfen zur Unterstützung der Re-Integration wohnungsloser Menschen (Ausstiegsorientierung) 3. Kontinuierliche Analyse der Problemgruppen und Bedarfe 4. Implementierung von flankierenden Maßnahmen und Angeboten, wie z. B. das Projekt „Starthilfe“ für psychisch kranke wohnungslose Menschen 5. Kooperation der in der Wohnungslosenhilfe aktiven Träger untereinander sowie mit allen relevanten Einrichtungen sozialer Arbeit und der Verwaltung. Erstmals wird in dieser Konzeption auch eine Bedarfseinschätzung der zur Erfüllung der Aufgaben nach dem HSOG benötigen Unterkunftsplätze abgegeben. Im Rahmen dieser Bedarfseinschätzung wurde die Erhöhung der Platzzahl bei den Notschlafplätzen für die Zielgruppe der Suchtmittelabhängigen von 5 auf 15 ermittelt. Da es sich bei dieser Zielgruppe um Menschen mit besonderem Betreuungsbedarf handelt und zudem ein drogenfreier Raum sicherzustellen ist, werden sich die Kosten ab 2009 entsprechend erhöhen. Anhand der durchschnittlichen Belegungszahl 2007 wurde eine Kostenkalkulation der für 2008 zu erwartenden Kosten erarbeitet (Anlage 2). Die Kalkulation 2009 (Anlage 3) beinhaltet bereits geschätzte Werte unter Berücksichtigung der Umsetzung des Konzeptes. Die effektiven Kosten sind jedoch von der tatsächlichen Anzahl an obdachlosen Menschen in Darmstadt abhängig. Diese Anzahl ist von verschiedenen Faktoren vor allem von der persönlichen Lebenslage der Einzelnen (z. B. Krankheit oder Suchtproblematik), der Qualität der angebotenen Obdachlosenunterkünfte und nicht zuletzt dem Wetter abhängig. Dem Netzwerk Wohnungslosenhilfe gelingt es, unter Federführung des „Fachdienstes für besondere soziale Hilfen“ in Kooperation mit der ARGE Darmstadt, obdachlose Menschen in Wohnung und Arbeit zu bringen. Bereits in den vergangenen Jahren konnte damit eine Kostensteigerung bei den Ausgaben für die Unterbringung und Betreuung obdachloser Menschen im Haushalt der Wissenschaftsstadt Darmstadt vermieden werden. Auch in der Zukunft wird es in der Wissenschaftsstadt Darmstadt möglich sein, durch das Konzept eine Kostenkontrolle zu behalten. Dies erfordert jedoch auch weiterhin eine ständige Wei- terentwicklung der Konzeption zur Wohnungslosenversorgung in Darmstadt. Der Magistrat stimmt der Konzeption zu und beauftragt die Verwaltung, die Netzwerkarbeit zu verstärken und die Konzeption fortzuschreiben. Es ist ein jährlicher Bericht vorzulegen. Darmstadt, 07. 05. 2008 dr-bö-gö, Nst.: 3273 Dezernat V Jochen Partsch Stadtrat Anlagen
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Neue Wohnraumhilfe gGmbH Telefon 06151/78077-0 KtoNr. 620 149 Sparkasse DA Geschäftsführer: Elisabeth-Selbert-Str. 26 Fax: 06151/78077-99 BLZ 508 501 50 Wolfgang Bauer-Schneider 64289 Darmstadt kontakt@neue-wohnraumhilfe.de Amtsgericht Darmstadt HRB 6069 Aufsichtsratsvorsitzender: www.neue-wohnraumhilfe.de Steuer-Nr. DE 0725042457 Folkmar Schirmer Konzeption Wohnheim Lauteschlägerstr. 13-15 in Darmstadt Die Stadt Darmstadt schafft im genannten Objekt für alleinstehende Obdachlose in Darmstadt Wohnraum. Im 1. Obergeschoß, im 2. Obergeschoß und im Dachgeschoß werden jeweils bis zu sechs Personen in Einzelzimmern untergebracht. Das Erdgeschoß kann für Funktionsräume für die Bewohner, der Hausmeisterei bzw. der Bereitstellung von Büroräumen zur Verfügung stehen, die insbesondere der Neuen Wohnraumhilfe zur Miete angeboten werden. Die Bewohner erhalten entweder Nutzungsverträge oder - wenn dies gewünscht wird und aufgrund der persönlichen Voraussetzung möglich ist - Mietverträge. Die soziale und hausmeisterliche Betreuung des Anwesens soll den besonderen Bedingungen der Belegung Rechnung tragen. Es ist ausdrücklicher Wunsch der vertragschließenden Parteien durch diese Maßnahme den Wohnwert im genannten Anwesen für die Bewohner auf ein sozial vertragliches Niveau zu heben, das geeignet ist, die Integration der Bewohner in ein normales Wohnumfeld zu fördern. Die Belegung des Hauses obliegt dem Amt für Wohnungswesen. Im Sinne einer gedeihlichen Zusammenarbeit wird das Amt für Wohnungswesen allerdings die Anregungen der Neuen Wohnraumhilfe berücksichtigen. Insbesondere soll die Belegungsplanung und -durchführung ermöglichen, daß eine dem Integrationsziel dienliche Hausordnung durchgesetzt werden kann Die vertragsschließenden Parteien sind sich einig darüber, daß mit dieser vertraglichen Ver- einbarung evtl. noch nicht alles geregelt ist. Dies ist auch darin begründet, daß hier gemein- sam ein neuer Weg in der Unterbringung des genannten Personenkreises beschritten wird. Es wird allerdings gegenseitig versichert, daß notwendige Zusatzvereinbarungen im Sinne des Ziels der Maßnahme (Integration in das Wohnumfeld) getroffen werden. Zeitlicher Rahmen Die Vereinbarung beginnt zum 15. Juni 1998, wenn das Objekt in den Stand versetzt ist, den Wohnzielen gerecht zu werden, die in der Präambel genannt sind. Insbesondere sind bis zu dem Termin die baulichen und renovierungstechnischen Maßnahmen durchzuführen, die im folgenden noch genannt werden. Die Vereinbarung ist nicht befristet. Eine Kündigung der Vereinbarung kann mit einer Frist von drei Monaten erfolgen - 1 - Neue Wohnraumhilfe gGmbH Telefon 06151/78077-0 KtoNr. 620 149 Sparkasse DA Geschäftsführer: Elisabeth-Selbert-Str. 26 Fax: 06151/78077-99 BLZ 508 501 50 Wolfgang Bauer-Schneider 64289 Darmstadt kontakt@neue-wohnraumhilfe.de Amtsgericht Darmstadt HRB 6069 Aufsichtsratsvorsitzender: www.neue-wohnraumhilfe.de Steuer-Nr. DE 0725042457 Folkmar Schirmer Bauliche und renovierungstechnische Maßnahmen vor Einzug Vor der Belegung des Objektes im Sinne der Vereinbarung werden folgende Arbeiten durch- geführt, soweit dies nicht bereits geschehen ist: • Die 18 Einzelzimmer sind angemessen renoviert, ein gerichtet und mit Kühlschränken, Herden und Spülen versehen. • Die Sanitärräume in den einzelnen Stockwerken sind funktionsfähig. Pro Stockwerk sind dies zumindest eine Dusche und zwei WC. • Der Keller, die Garagen und die Außenanlage sind g eräumt und von Sperrmüll befreit. • Weitere notwendige Maßnahmen können einvernehmlich festgelegt werden. Bei diesen Maßnahmen bietet die Neue Wohnraumhilfe ihre Mithilfe an. Über die Vergütung wird von Fall zu Fall Einvernehmen hergestellt. Wohnraumverwaltung Die Wohnraumverwaltung wird durch die Stadt Darmstadt (Liegenschaftsamt) durchgeführt. Sie schließt die Verträge mit den Bewohnern. Alle vertraglichen Maßnahmen werden der Neuen Wohnraumhilfe rechtzeitig und vollständig mitgeteilt. Hausmeisterliche Betreuung Die Neue Wohnraumhilfe übernimmt die hausmeisterliche Betreuung des Anwesens. Sie überwacht die Durchführung der notwendigen Hausordnung durch die Bewohner bzw. führt selbst notwendige Reinigungsarbeiten innerhalb und außerhalb des Hauses durch. Kehr- und Putzgeräte werden durch die Stadt gestellt und durch die Neue Wohnraumhilfe gewartet. Kleinere Instandhaltungsarbeiten und haustechnische Arbeiten werden durch Mitarbeiter der Neuen Wohnraumhilfe durchgeführt. Die Materialien werden durch die Stadt gestellt bzw. ersetzt. Größere Instandhaltungsarbeiten, insbesondere jene, die aus Gründen der Sicherheit durch besondere Fachkräfte erbracht werden müssen, werden durch die Stadt bzw. geeignete Fachfirmen erbracht. Die Neue Wohnraumhilfe und die Stadt verpflichten sich, daß die von ihnen jeweils zu er- bringenden Arbeiten in angemessenen Fristen durchgeführt werden. - 2 - Neue Wohnraumhilfe gGmbH Telefon 06151/78077-0 KtoNr. 620 149 Sparkasse DA Geschäftsführer: Elisabeth-Selbert-Str. 26 Fax: 06151/78077-99 BLZ 508 501 50 Wolfgang Bauer-Schneider 64289 Darmstadt kontakt@neue-wohnraumhilfe.de Amtsgericht Darmstadt HRB 6069 Aufsichtsratsvorsitzender: www.neue-wohnraumhilfe.de Steuer-Nr. DE 0725042457 Folkmar Schirmer Sozialpädagogische Betreuung Eine einzelfallorientierte Betreuung der Bewohner wird im Rahmen dieser Vereinbarung in der Rege! nicht durchgeführt. In Einzelfällen werden Einzelvereinbarungen im Einvernehmen mit der Sozialverwaltung getroffen. Die Neue Wohnraum Hilfe bietet den Bewohnern jedoch regel- mäßige Sprechstunden in der Woche an, während deren die Bewohner durch Rat und Tat Hilfe erfahren. Insbesondere soll ihnen Hilfe angeboten werden, damit sie in die Lage versetzt werden, die von ihnen zu entrichtende Nutzungsentschädigung bzw. Miete zu entrichten, ihre aus bestehenden sozialen Leistungsgesetzen resultierenden Ansprüche wahrzunehmen und Maßnahmen zur gesellschaftlichen Integration einzuleiten. Des weiteren ist daran gedacht, den Bewohnern die sozialpädagogischen Dienstleistungen zu erschließen, die die bestehende Infrastruktur der Hilfe in Darmstadt vorrätig hat (z. B. Be- treuungsmaßnahmen für besondere Zielgruppen die Personen nach § 67 SGB XII etc.) Die Neue Wohnraum Hilfe erstellt in Zusammenarbeit mit dem Liegenschaftsamt eine ange- messene Hausordnung und überwacht deren Einhaltung. Im Rahmen ihrer sozialen Wohnraumversorgung kümmert sich die Neue Wohnraum Hilfe für geeignete Bewohner um die Vermittlung in normale Mietverhältnisse auch außerhalb des Hauses. Dies geschieht auch auf der Grundlage der bisherigen Zusammenarbeit mit dem Sozialamt der Stadt Darmstadt. Des weiteren ist beabsichtigt, für geeignete Bewohner von Fall zu Fall sinnvolle Beschäfti- gungsmöglichkeiten anzubieten. Aktualisiert WBS 27.8.2007 - 3 -
Beratungsverlauf (3)
Orte (4)
- Stiftstraße 35
- Elisabeth-Selbert-Straße 26
- Rheinstraße 312
- Lauteschlägerstraße 13
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2008/0109
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 02.04.2008
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00