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V/0310/2006

Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 2005/2006

Vorlage 21.04.2006

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Profile, Planungen, Perspektiven 2006-2007

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Statistik zu Profile, Planungen, Perspektiven 2006-2007

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Profile, Planungen, Perspektiven 2006-2007

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Profile, Planungen, Perspektiven: 
 
 
Die Bildungsarbeit der  
 
 der Stadt Münster  
 
 
2006/2007

2 
Inhaltsverzeichnis  
 
 
 
1. Berichte 
  
1.1 Allgemeine Organisationsentwicklung der VHS Mün ster 
 
1.2 Leistungsdaten 2005 und Haushaltsentwicklung 20 06 
  
  
2. Programmangebot und inhaltliche Schwer punkte für 
das Studienjahr 2006/2007 
  
2.1 Drittmittelfinanzierte Projekte  
 
 
2.2 Planungen der Programmbereiche  
 
2.2.1 Gesellschaft, Politik, Geschichte 
 
2.2.2 Erziehung, Familie, Älterwerden 
 
2.2.3 Gesundheit, Leben mit Behinderungen 
 
2.2.4 Sprachen und Länder 
 
2.2.5 Beruf und Wirtschaft 
 
2.2.6 EDV und Medienbildung 
 
2.2.7 Kulturelle Bildung

3 
1. Berichte 
  
1.1 Allgemeine Organisationsentwicklung der VHS Mün ster 
  
 Im Jahr ihres 60. Gründungstages (gegründet am 19.  Oktober 1946) erfreut 
sich die städtische Volkshochschule Münster nach wi e vor großer Beliebtheit 
bei den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt. Münster als Stadt der Bildung ist 
naturgemäß auch eine Stadt der Weiterbildung, in de r die kommunale Volks- 
hochschule mit nahezu 27 000 Teilnehmenden und 51 0 00 durchgeführten 
Unterrichtsstunden die größte Einrichtung der allge meinen Weiterbildung für 
erwachsene Lerner ist. Dennoch muss auch in diesem Jahr festgestellt wer- 
den, dass ein erneuter Teilnehmerrückgang, der seit  dem Jahr 2003 bereits 
zu beobachten war, zu verzeichnen ist. Die kommunal en Einsparvorgaben 
und die um 16,1 % geringeren Landeszuweisungen in d en letzten zwei Jah- 
ren machten eine weitere Gebührenerhöhung für die B ildungsangebote der 
Volkshochschule Münster unumgänglich. Darin liegt sicher eine der zentralen 
Begründungen für die Rückgänge. Trotzdem liegen die  im Jahre 2005 er- 
reichten Zahlen noch über den Ergebnissen des Jahre s 2002 und sind im 
langjährigen Vergleich nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. 
 
Ein zentrales Anliegen der Volkshochschule Münster ist es seit vielen Jah- 
ren,  in unterschiedlichen Kooperationen und Netzwe rken mit anderen Wei- 
terbildungsträgern, Kultureinrichtungen, den Kammern, der Agentur für Arbeit 
und in besonderem Maße auch mit Münsters Schulen zu sammenzuarbeiten. 
Das Modellprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen mi t dem Titel „Weiterbil- 
dung geht zur Schule“, an dem auch die Volkshochsch ule Münster gemein- 
sam mit weiteren Trägern der Weiterbildung als zwei te Großstadt (neben 
Bonn) der insgesamt 13 Modellstandorte beteiligt wa r, ist erfolgreich gelau- 
fen. Insbesondere die von der VHS angebotenen zerti fikatsorientierten Kurs- 
angebote im Bereich Fremdsprachen und IT trafen auf  große Resonanz an 
einer Reihe von Schulen in der Stadt. Wenn auch die  Co-Finanzierung durch 
das Land nach Abschluss des Projektzeitraumes nicht  mehr zur Verfügung 
steht, werden weitere Zertifikatskursangebote an Sc hulen auf Nachfrage 
fortgeführt. Die Beteiligung am bundesweiten Netzwe rk „Lernende Regio- 
nen“, am durch die EU geförderten Qualifizierungsprojekt EQUAL, die aktive 
Teilnahme am Qualitätszirkel der Familienbildungsst ätten der Stadt, am Zu- 
sammenschluss im „Forum Berufliche Bildung“ und im Medienkompetenz- 
netzwerk „mekomnet“ wurden erfolgreich fortgesetzt, um so die Basis einer 
regionalen Bildungslandschaft Münster weiter zu festigen und auszubauen. 
 
Nach der Erarbeitung eines neuen aktuellen Leitbild es der Volkshochschule 
Münster im Frühjahr 2005 (siehe Vorlage 0355/2005 v om 02.05.2005) sind 
die Vorbereitungen eines Qualitätshandbuches zur Ze rtifizierung der Einrich- 
tung nach ISO 9000 weiter fortgeführt worden. Die a bschließenden Audit-
Verfahren konnten jedoch nicht wie vorgesehen im Fr ühjahr 2006 durchge- 
führt werden, da die Sparvorgaben des Rates das Bud get der Volkshoch- 
schule erheblich einschränken und die Realisierung der externen Zertifizie- 
rung in diesem Jahr nicht zuließen. 
 
Die erneuten finanziellen Einschränkungen im Rahmen  der Haushaltskonso- 
lidierungen haben vielfältige Auswirkungen auf die Qualität des Leistungsan-

4 
gebotes der Volkshochschule. Durch die leider notwe ndigen Gebührenerhö- 
hungen um weitere durchschnittliche 8 Prozent, die Reduzierung der Hono- 
rare der hoch qualifizierten nebenberuflichen Dozen tinnen und Dozenten der 
VHS um 3 Prozent sowie die erheblichen Reduzierunge n von Sonderveran- 
staltungen und insbesondere auch der Sachausgaben im Bereich der Öffent- 
lichkeitsarbeit sowie im Service werden die langjäh rig anerkannt hohen 
Standards des Angebotes der Volkshochschule Münster  nun schwer zu hal- 
ten sein. Darüber hinaus gehende Finanzierungseinbu ßen wird die Volks- 
hochschule durch die Reduzierung der Landeszuweisun gen um weitere 5 
Prozent (seit dem Jahr 2002 insgesamt um 20 Prozent!) hinnehmen müssen. 
Wie sich diese Entwicklungen auf die Bildungsnachfrage erwachsener Lerner 
in unserer Stadt auswirken werden, bleibt abzuwarten. 
  
  
1.2  Leistungsdaten 2005 und Haushaltsentwicklung 2006  
  
 Im zurückliegenden Jahr 2005 wurden  50 877 Unterr ichtsstunden in 2 149 
Veranstaltungen mit 26 951 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt. 
Bei diesen an 43 Unterrichtsstandorten im gesamten Stadtgebiet und in den 
Stadtteilen durchgeführten Bildungsangeboten ergab sich ein Rückgang der 
Unterrichtsstunden um 2,2 % und ein Teilnehmerrückgang von 2,7 %. 
 
Die Teilnehmerzahlen bei den Einzelveranstaltungen blieben konstant, an- 
gestiegen ist die Anzahl der durchgeführten Prüfung en, insbesondere im 
Sprachenbereich. Die durchschnittliche Auslastung d er Kurse und Seminare 
ging leicht zurück. Die Teilnahmequote (Verhältnis der tatsächlichen Bele- 
gung zum Teilnahmemaximum aller durchgeführten Vera nstaltungen)  sank 
von 62,4 % auf 61,2 %. Durch die schlechtere Kursau slastung blieben auch 
die erwarteten Teilnehmerentgelte um ca. 55.000 hin ter den Erwartungen 
zurück. 
 
Der Deckungsgrad der Ausgaben für die Honorarkräfte  durch Teilnehmer- 
entgelte sank von 124,65 % im Jahr 2004 auf 122,20 % in 2005. In etwa kon- 
stant blieben die Finanzierungsanteile am VHS-Haush alt. Aufgrund der Min- 
dereinnahmen bei den Teilnehmerentgelten ergibt sic h eine geringfügige 
Verschiebung zu Lasten des städtischen Anteils von 41,17 % auf 41,34 %.  
 
Seit 2004 wird ein Großteil des Fortbildungsprogram ms für die Mitarbeiterin- 
nen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Münster dur ch die Volkshochschule 
organisiert und durchgeführt. Zusätzlich wurde Mitt e 2005 für diese Mitarbei- 
terinnen und Mitarbeiter auch die IT-Fortbildung im  Grundlagenbereich (bis- 
her Citeq) von der VHS übernommen. In 2005 wurden 1 21 Seminare mit 
     
1 201 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und 15 IT-Kur se mit 171 Teilneh- 
mer(inne)n durchgeführt. 
 
Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung der Stadt Mün ster muss die Volks- 
hochschule einen Konsolidierungsbeitrag in 2006 in Höhe von 93.810 Euro 
erbringen. Eine weitere Verschlechterung des Etats der Volkshochschule 
zeichnet sich durch die angekündigte Reduzierung der Landeszuweisung um 
20 % bezogen auf die Förderung des Jahres 2000 ab. Für die VHS Münster 
bedeutet dies eine Minderung der Landeszuweisung um  voraussichtlich wei-

5 
tere 31.490 Euro.  
 
Zum neuen Studienjahr wird die Volkshochschule desh alb die Teilnehmer- 
entgelte erneut um durchschnittlich 8 % erhöhen. Di e Honorare der Dozen- 
tinnen und Dozenten werden durchschnittlich um 3 % gekürzt. Die Sachaus- 
gaben für Werbung, Druck und Geschäftsaufwendungen werden durch- 
schnittlich um 10 % gekürzt. Durch Arbeitsverdichtu ng werden 0,38 Stellen 
im pädagogisch planenden Bereich eingespart. Des We iteren werden Ange- 
bote in kostenintensiven Bereichen, vorwiegend Einz elveranstaltungen wie 
Vorträge und Diskussionen um mindestens 10 % reduziert.  
 
Die Konsolidierung kann jedoch nur gelingen, wenn t rotz der erneuten Anhe- 
bung der Teilnehmerentgelte keine weiteren Teilnehm errückgänge zu ver- 
zeichnen sind, das heißt die durchschnittliche Kurs auslastung nicht weiter 
sinkt. Nach den massiven Konsolidierungswellen der letzten Jahre muss aus 
der Durchführung des Kursgeschehens ein Überschuss von rund 255.000 
Euro als Deckungsbeitrag zu den hauptamtlichem Pers onalkosten und Ge- 
bäudeaufwendungen erwirtschaftet werden. Dies trotz  eines sehr hohen An- 
teils mit Angeboten, die einen höheren Zuschussbeda rf haben, wie Alphabe- 
tisierung und Deutsch als Fremdsprache.  
 
Auch im Vergleich mit den Volkshochschulen des Landes zeigt sich, dass die 
Volkshochschule Münster ihre Angebote effizient und  wirtschaftlich erbringt. 
Nach der Jahresstatistik 2004 des Deutschen Institu tes für Erwachsenenbil- 
dung betreut in Münster jedes hauptberuflich päd. P lanungspersonal 5 249 
Unterrichtsstunden, der 50%-Quantil der groß- und m ittelständischen Volks- 
hochschulen auf Landesebene beträgt 3.689. Bezogen auf das Verwaltungs- 
personal sind es 3.616 in Münster, 2.949 im Land. D as Finanzierungsvolu- 
men je Veranstaltung beträgt in Münster 1.996 Euro,  der 50%-Quantil im 
Land 2.058 Euro. (Der 50 %-Quantil bezieht sich auf  den mittleren Wert aller 
Einrichtungen, nicht auf den Durchschnittswert) 
 
In dem in 2005 begonnenen Zertifizierungsprozess na ch ISO 9000 werden 
die Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung in den Bere ichen Anmeldungen, 
Kurs- und Kundenpflege weitergeführt. Der Abschluss  des Prozesses wurde 
wegen des hohen Kostenaufwandes zunächst verschoben. 
 
Der Internetauftritt der Volkshochschule Münster wurde in 2005 deutlich kun- 
denfreundlicher gestaltet. Immer mehr Anmeldungen e rreichen die Volks- 
hochschule über dieses Medium. Durch eine Anpassung  der Öffnungszeiten 
konnten ohne Ausweitung während der Hauptanmeldezei ten auch Sprech- 
und Beratungszeiten an Samstagen angeboten worden, die von den Interes- 
senten gut angenommen wurden. Mit Beginn des neuen Studienjahres wird 
auch die Möglichkeit der EC-Cash Zahlung im Info-Treff eingeführt.

6 
2. Programmangebot und inhaltliche Schwerpunkte für 
das Studienjahr 2006/2007 
  
2.1 Drittmittelfinanzierte Projekte  
  
 Im Produktbereich „Drittelmittelfinanzierte Projekt e“, der seit 1992 an der 
VHS Münster kontinuierlich weiterentwickelt wird, g eht es um die Entwick- 
lung von Konzepten, die Akquisition von Kooperation spartner(inne)n, Pro- 
jektmitteln und Kundinnen sowie um die Realisierung von Qualifizierungspro- 
jekten sowie um deren Evaluation und Verankerung zur Lösung von regiona- 
len Bildungs- und Arbeitsmarktfragen.  
 
In den Projekten geht es sowohl um die Erhöhung der  individuellen Beschäf- 
tigungsfähigkeit als auch um die Entwicklung und Ge währleistung von nach- 
haltig angelegten, barrierefreien Strukturen im Ber eich von arbeitsweltorien- 
tierter und allgemeiner Weiterbildung, Beratung und  Vernetzung in der Stadt 
Münster. Angesprochen werden Beschäftigte und Arbei t suchende Individu- 
en sowie Unternehmen. Alle Angebote berücksichtigen in besonderem Maße 
die spezifischen Lebenssituationen von allein Erzie henden und Menschen 
mit Migrationshintergrund. Die Genderperspektive ist implementiert 
 
Alle Einzelprodukte sind als Kooperationsprojekte m it den jeweils regional 
relevanten Akteuren verbindlich und strukturell verankert.  
 
Die von der Volkshochschule Münster in Kooperation mit der AMS, der A- 
gentur für Arbeit und  u. a. durch Landes- und ESF Mittel sowie durch Unter- 
nehmensbeteiligung durchgeführte Projektarbeit bewe gt sich schwerpunkt- 
mäßig in fünf Geschäftsfeldern. Für alle fünf Gesch äftsfelder existiert ein Bu- 
sinessplan.  
 
1. Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit 
Entwicklung und Realisierung von tragfähigen Konzep ten und  Handlungs- 
strategien mit dem mittel- oder langfristigen Ziel der Erhöhung der existenz- 
sichernden Erwerbsbeteiligung von Müttern und Vätern;  
2. Berufsfeld Betreuen und Versorgen 
Aufbau und Realisierung  eines modular gegliederten  Orientierungs- und 
Qualifizierungssystems  im o. g. Berufsfeld mit dem  Ziel des Erwerbs eines 
Berufsabschluss als Hauswirtschafterin und der Besc häftigungsaufnahme im 
erlernten Beruf; Verbesserung der Erwerbssituation von hauswirtschaftlichen 
Fachkräften und der Lebenssituation von hauswirtschaftlich und sozialpflege- 
risch zu versorgenden Menschen in der Stadt; 
3. Migration und Integration 
Gewährleistung der beruflichen und gesellschaftlich en Integration von Men- 
schen, die aufgrund von Herkunft und Status von Aus grenzung bedroht sind; 
Optimierung der Zugänge und der Passgenauigkeit von  Bildungs-, Bera- 
tungs- und Beschäftigungsangeboten; Verzahnung von Weiterbildung und 
Beratung im Hinblick auf gesellschaftliche Integrat ion und  Orientierung, 
Qualifizierung und Beschäftigungsaufnahme; 
4. Alphabetisierung 
Entwicklung und Gewährleistung von barrierefreien Z ugängen  zu miteinan-

7 
der verzahnten Beratungs- und Weiterbildungsangebot en, die Grundlagen 
des Lesens und Schreibens vermitteln; Optimierung v on vorhandenen Ba- 
sisqualifikationen und Entwicklung von Motivation u nd Strategien im Hinblick 
auf einen beruflichen Einstieg;  
5. Beschäftigungsförderung für Beschäftigte  
Entwicklung  und Erhöhung der Weiterbildungsbereits chaft, der Beschäfti- 
gungsfähigkeit und Veränderungskompetenz von einzel nen Beschäftigten 
und betrieblichen Systemen durch verzahnte Weiterbildung und Beratung;  
  
  
2.2 Planungen der Programmbereiche 
  
2.2.1 Gesellschaft, Politik, Geschichte 
  
 
Die bisher vielfältigen Angebote politischer und hi storischer Bildung spiegeln 
das große Interesse der Münsteraner/innen an bürger schaftlicher Betätigung 
sowie an lebenslangem Lernen wider. Die Kooperation en mit anderen städti- 
schen Ämtern, Vereinen, Initiativen, Institutionen, Schulen sowie mit der Uni- 
versität Münster wurden im Fachbereich „Gesellschaf t, Politik, Geschichte“ 
weiter gestärkt und ausgebaut, um so eine breite Bü rgerschaft ansprechen 
und Ressourcen optimal einsetzen zu können. 
 
Aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen der Vol kshochschule werden 
„Großprojekte“ wie professionelle Ausstellungen, Veranstaltungen mit promi- 
nenten Referent(inn)en oder Autor(inn)en, die über die Region ausstrahlen 
und bisher hohe Teilnehmerzahlen aufwiesen, in Zuku nft immer schwieriger 
umsetzbar. Veranstaltungsformen wie die hochkarätig  besetzten „VHS-
Rathausgespräche“  sind aufgrund finanzieller Einschränkungen bereits  
ganz eingestellt worden. Auch die Möglichkeiten pro fessioneller Werbung für 
diese bisher stark frequentierten Bildungsveranstal tungen sind durch die 
Budgeteinsparungen nicht mehr ausreichend gegeben. Konkret gefährdet 
sind in Zukunft zum Beispiel die alle zwei Jahre st attfindenden Jüdischen 
Kulturtage Münster,  die in diesem Jahr – bereits mit weniger Programm-
punkten als in den Vorjahren - zum sechsten Mal in Kooperation mit der Ge- 
sellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit M ünster durchgeführt 
wurden. Gerade diese inhaltlichen Schwerpunkte zur Förderung von Tole- 
ranz und Demokratieverständnis, die eine breite Bür gerschaft ansprechen, 
sollten aber in einer „Stadt der Bildung“ möglich bleiben. 
 
Auch die Kooperationen mit vielen Initiativen, Verb änden, Vereinen und Ge- 
sellschaften, die durch ehrenamtliches Engagement g etragen werden, sind 
im Rahmen der politisch-historischen Bildung auf di e logistische Unterstüt- 
zung durch die VHS, vermittelnde Moderation sowie f inanzielle Unterstüt- 
zung zur Verwirklichung von Bildungsangeboten angew iesen. Sie sind eine 
Form des bildungspolitischen Stadtmarketings, die mit verhältnismäßig wenig 
Mitteln zu erheblicher Bürgerbeteiligung und Politiktransparenz führen kann. 
 
Für September 2006 ist vorgesehen, gemeinsam mit ki rchlichen Organisati- 
onen, Verbänden und Vereinen, die Ausstellung Weltreligionen, Weltfrie- 
den, Weltethos  nach Münster zu holen. Die von der „Stiftung Welte thos“ 
unter Leitung von Prof. Hans Küng konzipierte Wande rausstellung themati-

8 
siert die Weltreligionen und ihr Beitrag zu einem M enschheitsethos für Glau- 
bende wie Nichtglaubende, das auf den gemeinsamen W erten und Normen 
aller Kulturen basiert. Im Rahmen der Kooperation w ird zurzeit ein anspre- 
chendes Rahmenprogramm für den „Friedensmonat Septe mber“ konzipiert, 
welches zum Profil und zur Profilierung der „Stadt des Westfälischen Frie- 
dens“ beitragen kann. Zur Betreuung der Ausstellung  und für Führungen, 
insbesondere von Schulklassen, sollen Ehrenamtliche in der Volkshochschu- 
le Münster geschult werden.  
 
Der Oktober 2006 steht ganz im Zeichen des 60. Gebu rtstages der Volks- 
hochschule Münster. Eine überregionale Fachtagung zum Thema „Perspek- 
tiven der Weiterbildung in Deutschland und Europa“ am 19.10.06 in Ko- 
operation mit dem Landesverband der Volkshochschule n NRW bildet den 
Auftakt zur weiteren inhaltlichen Auseinandersetzun g mit folgenden Zu- 
kunftsfragen, die zugleich Themen der Foren sind: 
 
• Die Bürgergesellschaft braucht Orte der Weiterbild ung 
• Integration als Aufgabe der Bildungspolitik 
• Demographischer Wandel und Weiterbildung 
• Gesundheitsförderung und Weiterbildung. 
 
In der politisch-historischen Bildung werden dabei vor allem die Themen 
Bürgergesellschaft und  Integration  im Mittelpunkt stehen.  
 
Auch im kommenden Herbst soll die interdisziplinäre  Vortragsreihe in Ko- 
operation mit dem Institut für Politikwissenschaft der WWU  fortgesetzt 
werden. „Globale Probleme“ wie Terrorismus und Fundamentalismus stehen 
im Mittelpunkt der aktuellen Reihe. Für das Frühjah r 2007 sind weitere Ko- 
operationsveranstaltungen zum bürgerschaftlichen Engagement geplant.  
 
Aufgrund der hohen Nachfrage nach landeskundlichen Themen  ist im Be- 
reich Gesellschaft und Politik eine Vortragsreihe g eplant, in der einzelne 
Länder und ihre politisch-kulturellen Hintergründe porträtiert werden. Diese 
Reihe stellt eine Fortsetzung der traditionell fest  verankerten Bildungsange- 
bote im Rahmen von „Fremdes.Kennen.Lernen“ dar. Die  Auseinanderset- 
zung mit fremden Sitten, Gebräuchen und Kulturen is t ein wichtiger Aspekt 
interkultureller Bildungsarbeit. 
 
Eine Voraussetzung für die Durchführung dieser Ange bote ist die Nutzungs- 
möglichkeit des Vortragssaals VHS-Überwasser, der s owohl die erwachse- 
nenpädagogischen als auch technisch notwendigen Bed ingungen für diese 
Veranstaltungen erfüllt. 
 
Zur Professionalisierung von Ehrenamtlichen  in Vereinen, Verbänden, 
Parteien, Initiativen bietet der Fachbereich in Koo peration mit dem Fachbe- 
reich Beruf und Wirtschaft weiterhin maßgeschneider te Seminare und 
Workshops auf Anfrage an.  
 
Entsprechend steht zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements von 
Jugendlichen an  weiterführenden Schulen  im Frühjahr 2007 ein  besonde- 
res Seminarangebot an, um Schülerinnen und Schüler zu motivieren, sich

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verstärkt ehrenamtlich zu engagieren. Zur Orientier ung sollen in Kooperation 
mit der Freiwilligenagentur mögliche Felder des ehr enamtlichen Engage- 
ments für Jugendliche vorgestellt und persönliche S tärken und Wünsche der 
Jugendlichen herausgearbeitet werden. Dieses neue B ildungsangebot ver- 
steht sich als ein erster Schritt zur konzeptionell en Stärkung der Idee des 
„service learning“ an Schulen.  
 
Im Themenbereich Ökologie  wird u. a. die erfolgreiche Kooperation mit dem 
Naturkundemuseum Münster fortgesetzt.  
 
Die Beschäftigung mit Philosophie und Weltreligionen  steht bei den Bür- 
gerinnen und Bürgern Münsters weiterhin hoch im Kur s: Tagesfahrten, Vor- 
träge und politisch-kulturelle Nachmittage zur welt anschaulich neutralen Ori- 
entierung und kompetenten  Wissensvermittlung werde n weiterhin stark 
nachgefragt.  
 
Im Themenfeld Geschichte  wird u. a. die erfolgreiche Kooperation mit dem 
Stadtmuseum Münster fortgesetzt.  
 
Der Bereich Medien und Politik  setzt mit interkulturellen Kooperationen im 
Bürgerfunk (Radio Soukous, Coloured Community, Inte rnationales Zentrum 
der WWU „Die Brücke“, 1. Deutsch-niederländisches C orps, A pro- 
pos/Deutsch-Frz. Gesellschaft) und umfangreicher Berichterstattung über die 
o. g. Themen einen Schwerpunkt seiner Arbeit. Außer dem mit Stadtge- 
schichte(n), Westfälischem, Umweltmagazinen, Kinder - und Seniorenradio. 
Die Kooperation mit dem Frauenbüro, der Koordinieru ngsstelle für Behinder- 
tenfragen der Stadt Münster und dem Kulturamt (Lite raturline), Schulen so- 
wie zahlreichen freien Kulturveranstaltern in der Stadt läuft intensiv weiter.  
 
Eine Samstags-Reihe mit medien-, verbraucher- und g esellschaftlich rele- 
vanten Themen möchte erstmalig besonders niedrigschwellig Multiplikatoren, 
Erwachsene und Jugendliche im „mekomlokal“ am Verspoel (Medienkompe- 
tenznetzwerk Münster) ansprechen. 
 
  
  
2.2.2 Erziehung, Familie, Älterwerden 
  
Pädagogik, Partnerschaft und Familie 
Auch im kommenden Studienjahr wird die inzwischen b ewährte Form der 
gemeinsamen fachlichen Kooperation mit den Familienbildungsstätten Müns- 
ters und dem Amt für Kinder, Jugendliche und Famili en fortgeführt. Der erste 
Bericht „Familienbildungsstätten in Münster“ wurde in einer 
gemeinsam vom  
„Qualitätszirkel Familienbildung“ im Oktober 2005 erarbeiteten Vorlage dem  
Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familie vorge legt.  In der Volkshoch- 
schule werden insbesondere Angebote für junge Famil ien uneingeschränkt 
nachgefragt und sehr gut angenommen. Dazu sind die in der VHS-
Überwasser speziell für die Eltern-Kind-Arbeit eing erichteten Fachräume un- 
abdingbar. Der Stabilisierung von  Familie, als ers tes Erfahrungsfeld einer 
sozialen Gemeinschaft für Menschen, wird ein besond erer Schwerpunkt ge- 
widmet.  Eine engere Zusammenarbeit für die Elterna rbeit in Schulen wird 
gemeinsam mit der Schulpsychologischen Beratungsstelle angestrebt.

10  
 
Im Dezember 2005 konnte erstmalig an 13 Münsteraner  Teilnehmerinnen 
das „VHS-Zertifikat Tagespflege“  des Landesverbandes der Volkshoch- 
schulen NRW als berufsqualifizierende Zusatzausbild ung vergeben werden. 
Dieses Zertifikat der VHS  wurde in Zusammenarbeit mit dem Amt für Kinder, 
Jugendliche und Familien und dem Verein „Münsterane r Tageseltern“ ange- 
boten. Der im Januar 2006 begonnene neue Lehrgang h at 16 Frauen auf- 
nehmen können, die für die qualifizierte Tagespfleg e vom Amt für Kinder, 
Jugendliche und Familien vermittelt werden. Als bes onderen Erfolg des neu- 
en Lehrgangskonzeptes kann die Anerkennung der Ausb ildung vom Bun- 
desverband für Kinderbetreuung in der Tagespflege e.V. gewertet werden.  
 
Die zweijährige berufsbegleitende Fortbildung für P ädagogen und Pädago- 
ginnen aus Vorschule und Schule zum Erwerb des Nationalen Montessori-
Diploms  wird im Juni 2006 für 31 Teilnehmer/innen mit den Prüfungen und 
der Übergabe der Diplome enden. Ein neuer, zweijähr iger Lehrgang beginnt 
im September 2006. Diese berufsqualifizierende Ausb ildung gehört seit vie- 
len Jahren zum festen Angebot der Volkshochschule Münster. 
 
Älterwerden und Ältersein 
Die bereits heute spürbaren Veränderungen der Alter sstruktur in der Gesell- 
schaft werden sich in den kommenden Jahren massiv b eschleunigen. Der 
Anteil der älteren Menschen innerhalb der Gesellschaft wird überproportional 
steigen. Mehr als je zuvor wird die Notwendigkeit d es „Lernens  als lebens- 
begleitendes Prinzip“ zur Bewältigung der gesellsch aftlichen Anforderungen 
erkennbar. Die kommunale Volkshochschule wird insbe sondere für diese 
Zielgruppe eine besondere Bedeutung haben. Sie stel lt spezielle Projekte, 
Konzepte und Angebotsstrukturen bereit, die auf die  Lernbedarfe  und -
anforderungen  älterer Menschen im Beruf und nach d em Beruf 
eingehen.  
Die Zusammenarbeit mit dem Seniorenrat Münster e.V.   hat sich als sehr 
fruchtbar erwiesen. Insbesondere der Seniorentag 20 05 zum Thema „ Aktiv 
gesund bleiben“ mit über 400 Teilnehmenden veranlas st zur Neuplanung 
eines Seniorentages 2007. 
 
Die VHS  unterscheidet drei Teilzielgruppen von ält eren Menschen mit er- 
heblich unterschiedlichen Lernanforderungen.  
 
Die Gruppe der „jungen Alten“  nimmt Bildungsangebote einerseits zur in- 
dividuellen Kompetenzsteigerung (neue Medien, Sprac hen, berufliche Zu- 
satzqualifikationen) in Anspruch. Darüber hinaus wird die Phase bis zum Ru- 
hestand genutzt, um vorbereitend für die sinnvolle Gestaltung in der nachbe- 
ruflichen Phase Kontakte auszubauen und Kompetenzen, 
auch im Ehrenamt,  
weiterzugeben. Der enorme Zuspruch bei den „ZwAR-Gr uppen“ und Grup- 
pen wie „Füreinander-Miteinander“ zeigt, dass die VHS bei der Unterstützung 
von Eigeninitiativen unverzichtbar ist. Immer mehr Anfragen erreichen uns, 
um Anregungen und Hilfestellungen für die Selbstorg anisation von Freiwilli- 
genarbeit und Freizeitaktivitäten zu bekommen. Inzw ischen treffen sich eine 
Vielzahl von Interessengruppen mit und in der Volks hochschule. Die Unter- 
stützung durch Moderation, Hilfestellung bei Organi sation und Vernetzung, 
Beratung, Organisation von speziellen Bildungsnachf ragen, bzw. auch Kon- 
taktvermittlung zu anderen Institutionen (z.B. Frei willigenagentur, Miks) wird

11  
direkt nachgefragt und in Anspruch genommen. Hier s ieht der Fachbereich 
neuartige Arbeitsanforderungen, Supportleistungen f ür die Selbstorganisati- 
on von Gruppen, insbesondere zu Bildungsfragen bereitzustellen. 
 
In diesem Zusammenhang ist auch auf Münsters Senior enredaktion hinzu- 
weisen, die mit dem Jubiläum im Mai 2006 auf 25 Jah re erfolgreiche Arbeit 
zurückschauen kann. Unter dem Dach der Volkshochsch ule  erscheint seit 
nunmehr 25 Jahren 4x jährlich das Magazin „MSZ - Münsters Senioren 
Zeitung“ . Mit einer  Auflage von über 8000 Zeitungen, die auch überregional 
nachgefragt werden, setzen sich die VHS-Senioren ak tiv für die Seniorenpo- 
litik der Stadt ein.  
 
Die nachberufliche Phase  stellt eine besondere Zäsur in der Lebensbiogra- 
fie dar. Aufgabe der Altersbildung ist es u. a., di e mit zunehmendem Alter 
verbundenen Rollenverluste in Familie und Beruf dur ch Teilnahme an Bil- 
dungsveranstaltungen auszugleichen. Dadurch wird Ei genaktivität geweckt 
und  die Übernahme neuer Rollen und Aufgaben angere gt. Drohender Sinn- 
verlust wird abgewendet.  Die Volkshochschule wird nachweislich auf ver- 
schiedenen Ebenen zur Institution, die sowohl eine sinnvolle Gestaltung der 
Freizeit, eine Neuorientierung für die verbleibende  Lebensphase als auch 
Service-Angebote bereitstellt. Dies ist insbesonder e für Menschen von Be- 
deutung, deren soziale Integration nicht mehr durch   Beruf oder Familie sta- 
bilisiert wird. 
 
Kursangebote, die auf die besonderen Lernbedingunge n älterer Menschen 
eingehen, stehen bereit, z. B. Sprachkurse, Compute rangebote oder Gym- 
nastik- und Bewegungsangebote. Besonders angenommen  werden Angebo- 
te, in denen die Möglichkeit besteht, die eigene Le bensgeschichte zu reflek- 
tieren und schriftlich an die nächsten Generationen weiterzugeben. 
 
Die dritte Gruppe  der Nutzer und Nutzerinnen der VHS-Senioren-
Bildungsangebote sind zwischen 75 bis 90 Jahre alt . Diese Menschen sind 
zunehmend in ihrer Mobilität eingeschränkt. Bildung sangebote haben hier 
konzeptionell immer eine soziale Komponente. Die me ist langfristig angeleg- 
ten Bildungsangebote  finden wohnortnah statt. Da Lernen und Weiterbildung 
wichtige Komponenten der Lebensqualität darstellen,  haben auch hoch be- 
tagte und durch altersbedingte gesundheitliche Eins chränkungen gehandi- 
capte Menschen  in der Solidargemeinschaft  einen A nspruch auf solche An- 
gebote. Hier stellt sich die Volkshochschule als Ko operationspartner für die 
Bereitstellung von Bildungsangeboten und Kursen zur  Verfügung. Gerade 
bei diesen Zielgruppen ist eine moderate Gebührenge staltung unerlässlich, 
um tatsächlich den Zugang zu Bildungsangeboten unab hängig vom Ein- 
kommen zu gewährleisten. 
  
  
2.2.3 Gesundheit, Leben mit Behinderungen 
  
 Gesundheit und Krankheit 
Die Forderung an die Bürgerinnen und Bürger, zunehm end Verantwortung 
für ihre eigene Gesundheit zu übernehmen, setzt vor aus, dass sie die hierfür 
erforderlichen Kompetenzen erwerben. Das bislang se hr differenzierte Pro-

12  
gramm in diesem Schwerpunkt kann, bedingt durch die  Konsolidierung, nur 
noch in reduzierter Form angeboten werden. 
 
Verstärkt werden Möglichkeiten der Kooperation  genutzt. 
So ist der Fachbereich Gesundheit z.B. an der Vorbe reitung und Durchfüh- 
rung der Fachtagungen: „Stalking“ (Sept. 06) und „H äusliche Gewalt“ (Okt. 
06), die unter Federführung des Frauenbüros gemeins am mit weiteren Ein- 
richtungen durchgeführt werden, beteiligt. 
Im Frühjahr 2007 findet der vierte „Frauengesundhei tstag“ in Münster statt. 
Städtische Ämter und freie Bildungsträger bieten ge meinsam mit der VHS 
Entspannungs- und Bewegungseinheiten sowie Gespräch sgruppen an, in 
denen Möglichkeiten der individuellen Gesundheitsfö rderung angesprochen 
und vorgestellt werden. 
 
Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche  
 „Wer Leistung fordert – muss Gesundheit fördern“  
Unter diesem Motto wird derzeit in Münster ein Konz ept erarbeitet, dass die 
Gesundheitsförderung  zu einem zentralen Thema  der Arbeit in Kitas und 
(vorerst) Grundschulen macht. Neben anderen städtischen Ämtern werden 
freie Träger in das Projekt eingebunden. Flankieren de Unterstützung gibt es 
seitens des Landes NRW und der Bertelsmannstiftung.  Die Gemeindeunfall- 
versicherung und ortsansässige Krankenkassen werden  an der Umsetzung 
beteiligt. 
In diesem Themenfeld hat die VHS eine koordinierend e Aufgabe übernom- 
men.  
 
Modulare Weiterbildung Gesundheitsförderung für soz ial - pädagogi- 
sche Fachkräfte und  Mitarbeiter/-innen in der Kind er- und Jugendhilfe, 
an offenen Ganztagsschulen und in der Übermittagsbetreuung. 
Dieses von der VHS entwickelte Qualifizierungskonze pt wurde in Zusam- 
menarbeit mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und F amilien 2005 erstmalig 
für Mitarbeiter/innen in der offenen Kinder- und Ju gendbetreuung durchge- 
führt. Ziel ist die nachhaltige Verbesserung der Ge sundheit von Kindern und 
Jugendlichen. Die Fortbildung außerfamiliärer erwachsener Betreuungs-
personen  in wichtigen Themen der Gesundheitsförderung und d ie Beschäf- 
tigung mit der adressatengerechten Weitervermittlung an Kinder und Jugend- 
liche in den Offenen Ganztagsschulen  und in Jugendarbeit  steht dabei im 
Mittelpunkt des Kooperationsprojektes. Zurzeit lauf en die Vorbereitungen, 
dass Projekt mit Mitarbeiter/innen der  offenen Gan ztagsschulen durchzufüh- 
ren. Hierzu ist eine enge Kooperation mit dem „Netzwerk Gesunde Schule“ 
angestrebt. 
 
„Übergewicht wächst sich nicht aus“  – Ein ganzjähriges Schulungspro- 
gramm für betroffene Familien geht im Sommer 2006 i n Münster an den 
Start. Das Gemeinschaftsprojekt vom Verein für Gesundheitssport und Sport- 
therapie e.V., der Barmer Ersatzkasse, dem DJK Spor tverband, dem Institut 
für Sportmedizin des Universitätsklinikums Münster und niedergelassenen 
Kinderärzten und Psychotherapeuten wird von der VHS  unterstützt. Die in- 
haltlich-fachliche Arbeit liegt im Bereich der Ernä hrungsberatung und der 
Durchführung praxisorientierter Ernährungskurse für  Eltern und betroffene 
Kinder.

13  
 Entspannungsangebote in der VHS 
Anleitungen zur Entspannung, zum Stressabbau und zu r “inneren Einkehr“ 
gewinnen auch in der Gesundheitsbildung zunehmend a n Bedeutung. Die 
angebotenen Kurse waren durchweg sehr gut besucht, einige sind mit Warte- 
listen versehen. Das Übungsprogramm im Studienjahr 2006/2007 wird des- 
halb in der Struktur an die Bedarfe der Teilnehmeri nnen und Teilnehmer an- 
gepasst.  
 
Bewegung und Körpererfahrung 
Bewegungskurse dienen der Gesunderhaltung, dem Stre ssabbau, der Flexi- 
bilität und der Körperhaltung. Entsprechend wird di eses Kursangebot auch 
weiterhin ganz im Zeichen von Gesundheit und Präven tion stehen. Aufgrund 
der guten Auslastung der Kurse zur Stärkung von Ausdauer, Muskelkraft 
und Beweglichkeit werden diese in bewährter, jedoch aktualisierter Fo rm 
fortgesetzt und im geringen Umfang durch neue Anregungen ersetzt. 
 
Die Wassergymnastikkurse  als Mittel zur Förderung von Kraft und Ausdau- 
er erfreuen sich nach wie vor, insbesondere bei ält eren Menschen, größter 
Beliebtheit. Leider haben Bäderschließungen dazu ge führt, dass das Ange- 
bot reduziert werden musste. Dabei bietet das Angebot im Simeonstift und im 
Schwimmbad Kinderhaus neuen und alten Teilnehmer(inne)n die Möglichkeit 
aktiv zu bleiben.  
 
Aufgrund der großen Resonanz wird das Thema 
“Gesunderhaltung des  
Rückens“  weiterhin einen Schwerpunkt im Bewegungsprogramm e inneh- 
men.  
 
Das umfangreiche und nach wie vor stark nachgefragt e Bewegungsange- 
bot für Senioren wird dem steigenden Bedarf angepasst.  
 
Auch der Bereich “Bewegungskurse für Menschen mit Erkrankungen“  
wird dem erkennbaren Bedarf angepasst. Die Herzspor tgruppe wird es  zu- 
künftig nicht mehr geben. Die anderen Kurse wie: Bewegung für Frauen nach 
Brust-OP oder mit psychischen Erkrankungen werden g ut angenommen und 
bilden in bewährter Form eine wichtige und verlässl iche wöchentliche Bewe- 
gungs- und Kommunikationsplattform für erkrankte Menschen. 
 
Gebärden- und Lautsprache in der VHS erlernen 
Seit Mai 2002 sind die Deutsche Gebärdensprache (DG S) als eigenständige 
Sprache und die lautsprachbegleitenden Gebärden (LB G) als Kommunikati- 
onsform der deutschen Sprache anerkannt. Folgericht ig werden die Gebär- 
densprach- und die lautsprachbegleitenden Kurse auch im Programmbereich 
„Sprachen“ der VHS abgedruckt. Das Programm in Müns ter wird weiterhin 
DGS und LBG 1-5 beinhalten. Zusätzlich wird es them enspezifische DGS-
Kurse geben.  
 
Der Bedarf  an den von der VHS initiierten regelmäß ig stattfindenden „Kom- 
munikationsforen“ , in denen gehörlose Menschen über aktuelle Themen 
informiert werden, ist weiterhin groß. So wird es a uch im nächsten Studien- 
jahr 3 Kommunikationsforen zu verschiedenen wirtsch aftlichen, politischen 
und psychologischen Themen geben.

14  
Lesen, Schreiben und Rechnen für Menschen mit einer  geistigen Be- 
hinderung 
Der Bereich wird aufgrund der Sparanforderungen nicht mehr angeboten. 
 
  
2.2.4 Sprachen und Länder  
  
 Lesen und Schreiben lernen für Erwachsene/Alphabet isierung 
Trotz 10-jähriger Schulpflicht gibt es nach wie vor  viele, auch deutsche Er- 
wachsene, die nicht - oder nicht ausreichend - lese n und schreiben können. 
Diese Zielgruppe der so genannten „funktionalen Analphabe t(inn)en“ 
versucht die VHS seit vielen Jahren durch ein beson ders niedrigschwelliges 
Angebot zu erreichen. Grundlegende Fertigkeiten im Lesen und Schreiben 
werden vermittelt und ermöglichen den betroffenen Menschen die Teilnahme 
auch an schriftlicher Kommunikation im täglichen (Berufs-)Leben.  
 
Die VHS bemüht sich kontinuierlich, das oftmals tab uisierte Thema der man- 
gelnden Schriftsprachekenntnisse bei Erwachsenen in s öffentliche Bewusst- 
sein zu bringen. Zu diesen Aktivitäten gehört insbe sondere seit Jahren die 
enge Kooperation  mit dem in Münster ansässigen Bundesverband Alpha- 
betisierung e. V.  und dessen „ ALFA-Telefon“ . Nur über eine große Me- 
dienpräsenz übermittelt sich dieses in Münster einm alige Angebot an die be- 
troffene Zielgruppe. Das Angebot der Volkshochschul e Münster umfasst ca. 
26 Kurse pro Jahr und erreicht ca. 250 Teilnehmer/- innen, die ein stark er- 
mäßigtes Entgelt von 0,70 € pro Unterrichtsstunde zahlen. 
 
Wichtige Integrationshilfe: Deutsch als Fremdsprache (DaF) 
Grundvoraussetzung für die Teilnahme am gesellschaf tlichen Leben in 
Deutschland ist das Beherrschen der deutschen Sprache. Für Migrant(inn)en 
aller Herkunft bietet die Volkshochschule seit viel en Jahren auf verschiede- 
nen Niveaustufen Deutschkurse an. Das Kurskonzept s chließt landeskundli- 
che, politische und kulturelle Informationen mit ein.  
 
Die VHS bietet das „Europäische Zertifikat Deutsch“ , die „Zentrale Mit- 
telstufenprüfung des Goethe-Instituts“  sowie das „Kleine bzw. Große 
Sprachdiplom des Goethe-Instituts“  als anerkannte Prüfungen an, die re- 
ge in Anspruch genommen werden. Im Jahr 2005 absolv ierten insgesamt 90 
Teilnehmer/-innen erfolgreich diese Prüfungen. 
 
Zurzeit finden ca. 125 DaF-Kurse mit ca. 2 500 Teilnehmer(inne)n  pro Jahr 
an der VHS Münster statt. Zusätzliche, speziell def inierte Integrationskurse 
nach dem neuen Zuwanderungsgesetz führt die Volksho chschule derzeit 
nicht durch. Die Begründung liegt darin, dass einer seits das seit Jahren be- 
währte Kurssystem der VHS auf die restriktiven Vorg aben des Bundesamtes 
für Migration und Flüchtlinge umgebaut werden müsst e, andererseits jedoch 
nur sehr geringe Teilnehmer/-innenzahlen zu erwarte n sind. Dies liegt u. a. 
daran, dass in Münster zehn weitere  Sprachkursträg er zur Durchführung 
von Integrationskursen zugelassen wurden und im ers ten Jahr nach Inkraft- 
treten des neuen Gesetzes relativ wenige Sprachkurs berechtigte zugezogen 
sind.

15  
Die Volkshochschule wird als eines der in Münster lizenzierten Prüfungszent- 
ren die nach dem Zuwanderungsgesetz für Integration skursteilnehmer/innen 
vorgeschriebene Sprachprüfung „Europäisches Zertifi kat Deutsch“ anbieten 
und durchführen. 
 
„Club D“ – Deutsch für Sekundarstufenschüler/-innen  mit Migrations- 
hintergrund 
Seit dem 18. Januar 2005 läuft dieses – zunächst bi s Ende 2006 befristete – 
Pilotprojekt, in dem Schüler/-innen mit Migrationsh intergrund nachmittags 
ihre Deutschkenntnisse kostenlos verbessern können.  Es wird nach Niveau- 
und Altersstufen differenziert unterrichtet und erf reut sich bereits jetzt regen 
Zuspruchs, trotz der Freiwilligkeit der Teilnahme. Hierzu trägt sicherlich auch 
ein „Club-Ausweis“ bei, den sich die Schüler/-innen bei jeder Teilnahme ab- 
stempeln lassen. Bei mindestens siebzigprozentiger Teilnahme geben die 
Kursleiterinnen eine positive Rückmeldung an die He rkunftsschulen, was zu 
einem Erfolgsvermerk auf den Zeugnissen führen wird. Erfreulich ist die hohe 
Motivation, mit der dieses zentrale und somit mit A nreisezeiten verbundene 
Angebot in der VHS-Überwasser von bislang 80 Schüle r(inne)n pro Halbjahr 
aus allen Stadtteilen regelmäßig wahrgenommen wird. 
 
Zur Gewinnung von weiteren Teilnehmer(inne)n für de n „Club D“ trägt auch 
die enge Kooperation mit der neu eingerichteten  „B ildungsberatung – Inter- 
national“ bei, deren Finanzierung allerdings ebenfalls nur bis Ende 2006 ge- 
sichert ist. 
 
Zu einem Höhepunkt im Studienjahr hat sich das jähr lich stattfindende „In- 
ternationale Sommerfest“  an der VHS-Überwasser entwickelt, bei dem 
zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus den verschie denen Ländern der 
Welt, die an Sprachkursen „Deutsch als Fremdsprache “ teilnehmen, mit 
mehr als 500 Gästen in interkulturellen Austausch treten. Auch in dieses Fest 
sollen die jugendlichen Teilnehmer/-innen des „Club  D“ aktiv integriert wer- 
den. 
 
Beim dreiwöchigen „Feriensprachkurs Deutsch als Fremdsprache“  be- 
grüßt die VHS jeweils im August ca. 60 bis 90 junge  Leute aus bis zu 20 Na- 
tionen in Münster; häufige Gäste sind Teilnehmer/-i nnen aus Münsters Part- 
nerstädten. Auch in den nächsten Sommerferien wird dieses erfolgreiche 
Angebot fortgeführt. 
 
22 Fremdsprachen im Angebot der Volkshochschule 
Das Fremdsprachenangebot der Volkshochschule umfass t die großen Welt- 
und Verkehrssprachen, die Landessprachen der meiste n Partnerstädte 
Münsters sowie die der benachbarten Staaten. Im Stu dienjahr 2006/2007 
wird das Angebot 22 Fremdsprachen, darunter zum ersten Mal Dänisch, um- 
fassen. 
 
Besonderes Kennzeichen des umfangreichen Angebotes ist auf allen Ni- 
veaus die jeweilige Landeskunde, die dazu beiträgt, Land und Leute in ihrem 
kulturellen Selbstverständnis zu begreifen. Dazu tragen auch besonders kon- 
zipierte Sprachstudienfahrten bei.

16  
In einer Reihe von Sprachen kann auf international anerkannte Prüfungen  
vorbereitet werden, die fast alle an der Volkshochs chule Münster abgelegt 
werden können. Besonders viele Teilnehmer/-innen (m ind. 120) nehmen an 
den 2-mal pro Jahr an der Volkshochschule stattfind enden Prüfungen der 
Cambridge University  teil (First Certificate in English (FCE), Certific ate in 
Advanced English (CAE), Certificate of Proficiency in English (CPE). Seit 
1999 ist es auch möglich, Prüfungen der London Chamber of Commerce  
an der Volkshochschule Münster abzulegen. 
 
Da Europäische Sprachenzertifikate , die in vielen weiteren Sprachen auf 
unterschiedlichen Niveaus angeboten werden, immer w ieder vereinzelt 
nachgefragt werden, hat die Volkshochschule Münster  sich in einem Koope- 
rationsverbund mit benachbarten Volkshochschulen zu sammengeschlossen. 
Akkreditiert ist die VHS Münster seit dem letzten S tudienjahr für die neuen 
berufsbezogenen Europäischen Englischzertifikate  auf B 1 und B 2-
Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für das Lernen 
und Lehren von Sprachen. Diese Prüfungen finden inz wischen 2-mal jährlich 
statt und erfreuen sich einer steigenden Nachfrage. 
Angedacht ist ebenfalls eine Akkreditierung für die  Schwedisch-Prüfung 
Swedex, da Teilnehmer/innen bereits Bedarf angemeldet haben. 
 
Konsolidierung auf hohem Niveau heißt die Perspekti ve in diesem Fachbe- 
reich: ca. 550 Kurse mit ca. 7 200 Teilnehmer(inne)n  wurden im Studien- 
jahr 2005/2006 durchgeführt.  
 
Qualifizierungsangebote für Sprachkursleitende in der Region 
Die VHS Münster setzt im Interesse ihrer Teilnehmer /-innen einen hohen 
Qualitätsanspruch an ihre Kursleitenden. Seit 1999 führt die Volkshochschu- 
le Münster im Kooperationsverbund mit den regionale n Volkshochschulen 
deshalb regelmäßige Kursleiter/-innen-Qualifizierun gen durch, um Kurslei- 
tende auf die Unterrichtspraxis in der Erwachsenenbildung vorzubereiten. An 
diesen über neun Monate laufenden Weiterbildungen n ehmen jährlich mind. 
25 Kursleiter/-innen teil. 
 
Regelmäßig wird in Kooperation mit dem Bundesverband Alphabetisie- 
rung  ein Fortbildungsprogramm für Kursleiter/-innen in der Alphabetisierung 
oder solche, die es werden wollen, durchgeführt, da s von Teilnehmer(inne)n 
aus ganz Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus sog ar aus dem deutsch- 
sprachigen Ausland in zunehmendem Maße in Anspruch genommen wird. 
 
Mit weiteren regelmäßigen Fortbildungsseminaren für  Kursleiter/-innen aller 
Sprachen sichert die VHS die hohe Qualität ihres Sprachangebotes. 
 
Kooperation Volkshochschule und Schulen wird ausgebaut 
Seit der Fusion des ehemaligen Schulamtes mit der V olkshochschule zum 
Amt für Schule und Weiterbildung kommen auf den Spr achenbereich der 
VHS, wie auf andere Programmbereiche auch, verstärk t die Schulen zu, um 
ihren Schüler(inne)n ein außerschulisches Zusatzang ebot an Fremdspra- 
chen bieten zu können. Bei diesen Kursen soll in de r Regel ein anerkanntes 
Europäisches Sprachenzertifikat angestrebt werden, das seit vielen Jahren 
zum erfolgreichen Konzept an deutschen Volkshochschulen gehört.

17  
So laufen z. B. am Gymnasium Paulinum derzeit im Na chmittagsbereich 
zwei Spanischkurse. Teilnehmende sind vor allem Sch üler/-innen, die an 
dem Austauschprogramm des Paulinum mit Argentinien teilnehmen. Am 
Pascal-Gymnasium findet ein 3-stündiger Wochenkurs statt, der im Juni 
2006 mit einem Zertifikat auf A2-Niveau abschließt. Die Resonanz auf diesen 
Kurs war so gut, dass dort ein weiterer Kurs für An fänger/-innen eingerichtet 
wurde. Die Volkshochschule bereitet 15 Schüler/inne n der Paul-Gerhard-
Realschule Münster in einem schulexternen Kurs auf eine Cambridge-
Prüfung vor. 
 
Cambridge ESOL Prüfungen als neues Schulprojekt wird fortgesetzt 
Eine Kooperation zwischen dem Ministerium für Schul e, Jugend und Kinder, 
Cambridge ESOL (English for Speakers of Other Langu ages) und den Prü- 
fungszentren (für das Münsterland nur Volkshochschu le Münster) ermöglich- 
te es Schülerinnen und Schülern in NRW, im Schuljah r 2004/05 im Rahmen 
eines Pilotprojektes zusätzlich ein Englischzertifi kat der Cambridge-
Universität zu erwerben. Angeboten wurden Prüfungen  zu den Referenzni- 
veaus B1 (PET) und B2 (FCE) des Gemeinsamen Europäi schen Referenz- 
rahmens. Diese Stufen entsprechen den Kompetenzerwa rtungen im Fach 
Englisch für den Mittleren Schulabschluss (B1) bzw.  das Abitur (B2). Die Er- 
fahrungen des Pilotprojektes wurden in einer wissen schaftlichen Begleitun- 
tersuchung erfasst und ausgewertet. Im jetzigen Sch uljahr erfuhr das Projekt 
eine Ausweitung auf eine weitere Cambridge-Prüfung,  das Cambridge Certi- 
ficate in Advanced English (CAE-C1) Von 16 Schulen in und um Münster 
legten im März 2006 bereits 130 Schüler/-innen das Cambridge First Certifi- 
cate in English und 64 Schüler/innen das CAE ab. 70  Schüler/-innen haben 
sich zum Preliminary English Test im Mai angemeldet. Weitere 30 Schü- 
ler/innen werden den offiziellen Juni –Termin, der an der VHS dieses Mal mit 
ca. 60 eigenen Teilnehmer/innen stattfindet, wahrnehmen.  
 
Deutsch auf Bestellung: Ein Service z. B. für Schul en mit internationa- 
len Partnerschulen 
Mehrmals im Jahr führt die Volkshochschule Deutschk urse für andere Ein- 
richtungen, z. B. für internationale Austauschschül er/-innen an Münsteraner 
Gymnasien durch. Ähnliche Maßnahmen wird es auch im  nächsten Studien- 
jahr geben. 
 
Englisch auf Bestellung: Ein Service (nicht nur) fü r die städtischen Mit- 
arbeiter/innen 
Nachgefragt wird in diesem Bereich besonders die fa chspezifische Sprach- 
fortbildung. So führte die Volkshochschule bereits Kurse für Verkehrsüber- 
wachende, für Veterinäre, für Schulsekretärinnen od er auch auf unterschied- 
lichen Niveaus für Mitarbeiter/innen von Münster-Marketing durch. 
 
Sprachliche Qualifizierung für Lehrkräfte der Primarstufe 
Seit September 2001 führte die Volkshochschule Müns ter eine sprachliche 
Weiterbildung in Englisch für Primarstufenlehrkräfte an, die ab dem Schuljahr 
2003 Englisch in der Grundschule unterrichten sollt en. Ca. 400 Teilnehmer/-
innen nahmen an eigens nach den Maßgaben des Minist eriums konzipierten 
Kursen und Prüfungen teil. In diesem Bereich werden  keine weiteren Kurse 
angeboten. Interessenten werden auf die Cambridge Certificate in Advanced

18  
English-Prüfung im Regelangebot verwiesen, das ebenf alls ein C 1-Niveau 
des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen zertifiziert. 
 
  
2.2.5 Beruf und Wirtschaft  
  
 Der Fachbereich „Beruf und Wirtschaft“ sieht es neb en der Vermittlung rein 
fachlicher Themen als Aufgabe an, Hilfen zu bieten,  den steigenden und 
wechselnden Anforderungen in Beruf und Gesellschaft  gerecht zu werden. 
Die Arbeitswelt fordert von den Beschäftigten zuneh mend Kompetenzen in 
Schlüsselqualifikationen . Im vergangenen Studienjahr wurde das vom 
Deutschen Volkshochschul-Verband konzipierte Zertif ikat „Xpert personal 
business skills“  an 17 Teilnehmende eines Bildungsurlaubs vergeben.  Da 
Trainings von Schlüsselqualifikationen seit vielen Jahren fester Bestandteil 
der Fachbereichsarbeit sind, war die notwendige Inf rastruktur zur Einführung 
dieser neuen Zertifizierung vorhanden und ein Ausba u dieses Systems ist 
gesichert.  
 
Darüber hinaus wurde das Zertifikat „Xpert personal  business“ im vergange- 
nen Studienjahr in einigen Teil-Modulen angeboten. 11 Teilnehmende 
schlossen hier nach erfolgreichen Prüfungen in der Finanzbuchführung I, II 
und Finanzbuchführung EDV mit dem Abschluss "Geprüf te Fachkraft für Fi- 
nanzbuchführung" ab. Auch dieses Modulsystem wird i m nächsten Pro- 
gramm unter anderem mit dem Modul „Kosten und Leist ungsrechnung“ wei- 
ter ausgebaut. 
 
Die Lehrgänge zum NLP-Practitioner  und Master-Practitioner  (Neurolingu- 
istisches Programmieren) verzeichnen nach wie vor e ine große Nachfrage 
und werden auch im kommenden Programm weiter angeboten.  
 
Neu ist der Ausbildungslehrgang „Ressourceorientier ter Coach“. In dieser 
Ausbildung erwerben die Teilnehmenden Kenntnisse un d praktische Erfah- 
rungen mit wirksamen Methoden aus folgenden untersc hiedlichen Bera- 
tungsansätzen: Neuro-linguistisches Programmieren ( NLP), Transaktions- 
analyse (TA), Systemische Ansätze (Systemische Frag etechniken, reflektie- 
rendes Team, Aufstellungsarbeit). Die Ausbildung ist praxisorientiert. 
 
Professionalität und Persönlichkeit 
In diesem Unterbereich werden ebenfalls besonders relevante Schlüsselqua- 
lifikationen vermittelt und trainiert. Der Schwerpunkt liegt auf intensiven prak- 
tischen Trainings. Daher finden diese Angebote mit maximal 10 bis 14 Per- 
sonen statt. Die Themenschwerpunkte sind Lern- und Arbeitstechniken, Be- 
werbungstrainings, Rhetorik und Kommunikation, Ment altraining und Selbst- 
management.  
 
Wirtschaft und Finanzen  
In diesem Teil des Angebotes wird konkretes Fachwis sen vermittelt, das auf 
berufliche Handlungskompetenz ausgerichtet ist. Es ist in den letzten Jahren 
gelungen, den zertifizierten Abschluss des „Europäischen Wirtschaftsfüh- 
rerschein“  (EBDL: European Business Driving License) an der V olkshoch- 
schule Münster zu etablieren.

19  
 
Im Themenfeld „Finanzen“ wird das  „Finanzforum für Verbraucher“  fortge- 
setzt. Die Themen umfassen die Geldanlage, die Immobilienfinanzierung, die 
existenzielle Absicherung bis hin zu Erbschaft und Schenkungsfragen. Aber 
auch Arbeitnehmer/-innen sowie Arbeitssuchende, Exi stenzgründer/-innen 
oder Firmen finden vielfältige Angebote, die sie od er ihre Mitarbeiter/-innen 
beruflich weiter qualifizieren. 
 
Bildungsscheckberatung – Die VHS Münster ist dabei 
Seit Montag, 23. Januar 2006, ist der „Bildungssche ck NRW“ erhältlich, mit 
dem die nordrhein-westfälische Landesregierung beru fliche Weiterbildung 
finanziell unterstützt. Bis Ende 2007 stellt das La nd Nordrhein-Westfalen 
rund 20 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfond für die landesweite 
Verbreitung der Bildungsschecks zur Verfügung, etwa  25.000 Beschäftigte 
können dabei finanziell unterstützt werden.  
 
Das Angebot richtet sich an kleine und mittlere Unt ernehmen mit maximal 
250 Beschäftigten, die großen Nachholbedarf bei der  Weiterbildung haben. 
Bilden sich deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter, übernimmt das 
Land Nordrhein-Westfalen die Hälfte der Kursgebühre n – maximal 750 Euro 
pro Bildungsscheck.  
 
Damit sich die Investition in Weiterbildung für all e Seiten lohnt, ist zum Start 
eine ausführliche, kostenlose und trägerneutrale Be ratung vorgesehen. In 
der Stadt Münster stehen dafür den interessierten U nternehmen und ihren 
Beschäftigten als erste Ansprechpartner auch Mitarb eiterinnen und Mitarbei- 
ter der Volkshochschule Münster zur Verfügung. 
 
  
2.2.6 EDV und Medienbildung 
  
 EDV 
 
 Nachdem die Nachfrage nach EDV-Kursen in den letzte n Jahren zurückge- 
gangen ist, ist in diesem Studienjahr 2005/2006 ent gegen dem allgemeinen 
bundesweiten Trend an der VHS Münster eine Stabilis ierung eingetreten. 
Eine gute Nachfrage war sowohl im Bereich der EDV-
Standardanwendungen  zu verzeichnen als auch nach passgenauen  EDV-
Weiterbildungsangeboten, die auf individualisierte Nutzerbedürfnisse aus- 
gerichtet sind.  
 
Es bleibt abzuwarten, wie sich die erneute Entgelte rhöhung um 8 % im 
kommenden Studienjahr auf das Nachfrageverhalten au swirken wird. Es ist 
zu befürchten, dass mit der zukünftigen Gebühr pro Unterrichtsstunde die 
Grenze überschritten wird, die Bürgerinnen und Bürg er noch zu bezahlen 
bereit sind. Eine Unterrichtsstunde im Bereich der EDV-
Standardanwendungen kostet dann beispielsweise 4,50 Euro. Dies ergibt für 
ein EDV-Grundlagenseminar eine Kursgebühr von 111,5 0 Euro. Besonders 
in dem Geschäftsfeld der Seniorenkurse, das bisher großen Zuspruch findet, 
ist ein Teilnehmerrückgang zu befürchten.

20  
Das Bildungsangebot im Fachbereich EDV orientiert sich auch im kommen- 
den Studienjahr an der bewährten Struktur mit den drei Bereichen  
• Basisqualifizierung im Bereich der Standardanwendun gen und 
elektronischer Kommunikation ,  
• Fachqualifizierung mit berufsorientierter Ausrichtung und   
• zielgruppenorientierte Bildungsangebote.   
 
EDV-Angebote zur Basisqualifizierung 
Dieses Angebotssegment umfasst die Vermittlung von Orientierungswissen 
und Erschließungskompetenzen auf den Gebieten EDV-
Standardanwendungen , elektronische Kommunikation  und Internet . Im 
Bereich der Standardanwendungen wird es zukünftig e in klein schrittigeres 
Baukastensystem geben, um den Kunden ein individuel les Lernen mit eige- 
nen Schwerpunktsetzungen entsprechend ihrer Vorkenn tnisse zu ermögli- 
chen.  
 
Das Kernangebot zur Basisqualifizierung wird ergänz t durch Angebote spe- 
zieller Schulungen und Workshops mit konkreten Anwe ndungsbezügen, die 
auch genügend Raum bieten, auf individuelle Wünsche  der Teilnehmer/-
innen einzugehen.  
 
Berufliche EDV-Qualifizierungsangebote und Zertifikatskurse 
In diesem Teilbereich geht es um die Vermittlung be ruflich verwertbarer und 
praxisbezogener Qualifikationen in kaufmännischen E DV-Anwendungen, 
Netzwerken, Programmierung und multimedialen EDV-An wendungen. Hier 
ist es besonders wichtig, unseren Kunden die Möglic hkeit zu bieten, sich in 
Lehrgängen qualifizieren zu können, Prüfungen zu ab solvieren und aner- 
kannte IT-Zertifikate zu erlangen, die auf dem Arbeitsmarkt einen hohen Stel- 
lenwert haben.  
 
So wird weiterhin der „Xpert-Business“-Lehrgang „Geprüfte Fachkraft für 
Finanzbuchführung“  angeboten, der im Studienjahr 2005/2006 in Koopera - 
tion mit dem Fachbereich „Beruf und Wirtschaft“ ers tmals sehr erfolgreich 
durchgeführt wurde.  
 
Ergänzend zu den Prüfungs- und Qualifizierungssemin aren zu den Micro- 
soft-Zertifizierungen  MCP (Microsoft Certified Professional), MCSA (Micr o- 
soft Certified Systems Administrator) und MCSE (Microsoft Certified Systems 
Engineer) startet im kommenden Studienjahr ein Lehr gang „PC-System-
Betreuer/-in“, der von der Prüfungszentrale des Landesverbandes der Volks- 
hochschulen in Niedersachsen entwickelt wurde. In d iesem Lehrgang erhal- 
ten die Teilnehmer/innen Fachkenntnisse auf den Geb ieten der Betriebssys- 
teme und Netzwerk- und Internettechnologien, um sie  für den Arbeitsmarkt 
im Bereich der Organisation des Benutzerservices in  Supportfirmen fit zu 
machen. 
 
Spezielle Angebote für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) wie 
„Erstellung eines Warenwirtschaftssystems“ und Spezialseminare zum Web- 
design oder zu Layoutprogrammen komplettieren die A ngebotspalette der 
beruflichen EDV-Qualifizierung.

21  
Die VHS Münster hat im Fachbereich EDV seit dem Studienjahr 2002 jährlich 
mit der örtlichen Agentur für Arbeit eine Trainingsmaßnahme  zur Erlan- 
gung des „Europäischen ComputerPasses Xpert Master plus - einem Lehr- 
gangsmodul zur EDV-Finanzbuchhaltung“ durchgeführt, in den ersten Jahren 
im Rahmen einer freihändigen Vergabe und im letzten Jahr als SGB III FBW-
Maßnahme ( Förderung der Beruflichen Weiterbildung durch Bildungsgut- 
scheine). In diesem Jahr ist diese Maßnahme erstmal s im Rahmen einer 
freihändigen Vergabe vom REZ (Regionales Einkaufsze ntrum in Düsseldorf) 
ausgeschrieben worden. An der Ausschreibung hat sic h die VHS Münster 
beteiligt.  
 
Zielgruppenorientierte EDV-Angebote 
 
Medienbildungsangebote für Senioren  werden zu vielfältigen EDV-
Anwendungen durchgeführt. Seniorenkurse finden weit erhin großen Zu- 
spruch. Sie werden auch in den Stadtteilen Hiltrup in Kooperation mit dem 
Kinder-, Jugend- und Begegnungshaus „37 Grad“ und i n Kinderhaus in Zu- 
sammenarbeit mit dem „Wuddi“ angeboten. Für die Zielgruppe der Senioren 
sind für das kommende Studienjahr insgesamt 40 Vera nstaltungen geplant, 
aus denen sich erfahrungsgemäß zahlreiche Folgekurse entwickeln. 
 
VHS-Angebote für Schulen 
 
Im Rahmen der „ Jungen VHS“  haben sich die PC-Einführungsworkshops 
bewährt, die regelmäßig in den Schulferien durchgef ührt werden. Darüber 
hinaus werden ab dem kommenden Studienjahr Qualifizierungskurse auf den 
Europäischen ComputerPass Xpert (Xpert-ECP) angebot en. Dieser Xpert-
ECP richtet sich gezielt an Jugendliche, die sich a uf dem Weg in die Ausbil- 
dung befinden, ihre Qualifikationen verbessern woll en und ihre IT-
Handlungskompetenzen mit einem europaweit anerkannt en IT-Zertifikat be- 
legen möchten.  
 
Erste Erfahrungen dazu konnten in dem vom Ministeri um für Wirtschaft und 
Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten P ilotprojekt „Weiterbil- 
dung geht zur Schule“ gesammelt werden.  Im Rahmen dieses Projektes 
wurden an zwei Gymnasien in Münster Schülerinnen un d Schüler der Klas- 
sen 8 bis 10 auf die Xpert-ECP-Prüfungen gezielt vo rbereitet. Diese Schulen 
planen eine dauerhafte Integration dieses Zertifika tslehrgangs in den schuli- 
schen Unterricht.  
Darüber hinaus werden an zahlreichen Schulen sehr e rfolgreich Kurse zur 
Schreibtechnik mit Einführung in Word durchgeführt. 
 
Im Rahmen der Lehrerfortbildungen  hat das PC-Zertifikat „e-card.nrw“, das 
in Kooperation mit den Volkshochschulen und dem Sch ulministerium entwi- 
ckelte wurde, nach wie vor einen hohen Stellenwert.  Insgesamt haben im 
vergangenen Studienjahr 172 (angehende) Lehrerinnen  und Lehrer dieses 
Zertifikat an der Volkshochschule Münster erworben.  
 
Das Projekt „ QUALITeach  - Qualitative Verbesserung der Fort- und Weiter- 
bildungsinfrastruktur im Bereich der IuK – Technolo gien für Lehrkräfte / Mul- 
tiplikatoren der Schulen in den beiden Regionen Mün ster und Steinfurt“, an

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dem die Volkshochschule Münster von Beginn an betei ligt ist, ist ein Teilpro- 
jekt des Programms „Lernende Regionen – Förderung von Netzwerken“. Die 
Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Projektt räger), die Bezirksregie- 
rung Münster, Dezernat 46 (Lehrerfortbildung), die Schulämter / "e-teams" 
Münster und Steinfurt, die Volkshochschule Steinfur t, die Industrie- u. Han- 
delskammer Nord Westfalen und die Handwerkskammer Münster sind weite- 
re Projektpartner.  
Das Projekt stellt eine innovative Kommunikations- und Beratungsinfrastruk- 
tur zur Verfügung, so dass die regionalen Anbieter von IT- Fortbildungsver- 
anstaltungen bedarfsgerechte Angebote bereitstellen  können. Ziel ist es, die 
fachspezifische Qualifizierung von Lehrkräften und Multiplikatoren im Bereich 
der IuK- Technologien zu verbessern. 
Um die Nachhaltigkeit der Netzwerk- und Projektarbe it auch nach Auslaufen 
der Förderung nach 2006 sicherzustellen, steht das Bestreben in der End- 
phase von QUALITeach  unter dem zentralen Aspekt, diese regionale Fort- 
bildungsagentur für fachspezifischen Medieneinsatz dauerhaft zu etablieren. 
 
VHS als Partner der städtischen IT-Ausbildung 
Über diese drei zielgruppenorientierten Angebotsber eiche hinaus führt die 
Volkshochschule seit September 2005 die städtischen IT-
Grundlagenschulungen (Word, Excel, PowerPoint, Corel Draw, Photoshop 
Elements, GroupWise, Intranet/Internet) durch. Die Verlagerung der städti- 
schen IT-Fortbildungen von der Citeq zur VHS ist du rch eine gleichzeitig er- 
folgte Straffung der städtischen Schulungsangebote im Grundlagenbereich 
sehr erfolgreich angenommen worden. Ämterspezifisch e Nachfragen nach 
Fortbildungsseminaren zeigt die innerstädtische Akzeptanz der VHS als qua- 
lifizierten Schulungspartner. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dezentralisie- 
rung des städtischen Fortbildungsbudgets auf die ei nzelnen Ämter auf das 
Nachfrageverhalten der städtischen Mitarbeiter nach Fortbildungsschulungen 
auswirkt.   
  
 Kooperationsnetzwerk Medienkompetenz mekomnet 
 Das Projekt „mekomnet“ – Medienkompetenznetzwerk Münster vermittelt in 
einer Koordinierungsstelle, mit Projekten, einem In ternetcafé zur Medienbil- 
dung und einem umfangreichen Portal im Internet Med ienkompetenz für 
Bürgerinnen und Bürger in Münster. Das Projekt wird  derzeit bis Ende Au- 
gust 2006 von der Landesanstalt für Medien in Düsse ldorf gefördert und gilt 
als erfolgreiches Netzwerk-Modell in NRW. Die Volks hochschule, Bereich 
„Arbeitsmarkt-Projekte“ führt u. a. im mekomlokal u mfangreiche EDV-
Workshops für Migrantinnen und Analphabetinnen durc h. Die jugendlichen 
Mitglieder des „Club D“ der VHS erhalten PC- und Interneteinweisungen. 
 
 Medienbildung/Bürgerfunk 
 Das Lokalradio „Antenne Münster“ und der Bürgerfunk sind Ende September 
dieses Jahres 15 Jahre auf Sendung. „Antenne Münste r“ ist mit 26 Prozent 
Einschaltquote das meistgehörte Programm in Münster  (E.M.A. im Frühjahr 
2006). Das Programm des Bürgerfunks in Münster ist vielfältig und in The- 
menauswahl und Gruppenbeteiligung durch die Univers itätsstadt Münster 
geprägt. Die Arbeit des VHS-Bürgerfunkstudios in Ko operation mit der AG 
Münsteraner Radiowerkstätten läuft produktiv (VHS =  30 Prozent des Sen- 
deanteils). Die Bürgermedien befinden sich derzeit landesweit in einer Quali-

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tätsoffensive im Rahmen eines Projektes der Deutsch en Hörfunkakademie 
und des Landesarbeitskreises Bürgerfunk. Die Studie  „Bürgerfunk in Nord- 
rhein-Westfalen – Eine Organisations- und Programma nalyse“ hat gezeigt: 
„Der Bürgerfunk ist besser als sein Ruf („Prof. Helmut Volpers“). Die Bürger- 
medienlandschaft in Münster wird Thema eines Hearin gs des Kulturaus- 
schusses im Juni sein.  
 
Das VHS-Bürgerfunkstudio ist u. a. in großem Umfang  in die Projekte des 
Amtes für Schule und Weiterbildung „Kulturstrolche – Kultur für Grundschu- 
len“ und „Skulpturenreporter“ im Zuge der „Skulpturen.Projekte 2007“ einbe- 
zogen.  
 
Technisch werden die neuen Möglichkeiten von „Podcast“, dem Produzieren 
und Anbieten von Audio- oder Videodateien über das Internet im VHS-
Bürgerfunkstudio nachgefragt.  
  
  
2.2.7 Kulturelle Bildung 
  
 Der Fachbereich „Kulturelle Bildung“ der Volkshochschule Münster stellt sein 
Bildungsprogramm unter die plakative Maxime „KennenLernenKönnen- 
Wollen“ . Die visualisierte Verknüpfung zentraler Begriffe kultureller Bildung 
sind Grundlage der Programmplanung. 
 
Kulturelle Bildung 
• fördert gestalterische Fähigkeiten, 
• fördert Kreativität, 
• erweitert die kulturellen und kommunikativen Kompe tenzen und 
• sensibilisiert für interkulturelle Lebenszusammenh änge. 
 
Auf dieser Grundlage ist der Dialog zwischen Teilne hmerinnen und Teilneh- 
mern und Dozentinnen und Dozenten in grundlegenden kenntnisorientierten 
Seminaren und Arbeitsgemeinschaften und in Form von  kreativen, perso- 
nenorientierten Kursen und Projekten das zentrale Thema des Fachbereichs. 
 
 
Im Angebot handelt es sich um bewährte Formen und I nhalte in den Sparten 
„Literatur und Theater“, „Musik und Tanz“, „Kunst und Gestalten“ sowie „Foto 
und Film“. Diese Lernfelder vermitteln kreative und  soziale Schlüsselqualifi- 
kationen und schaffen neue Perspektiven und Anregun gen für die geistige 
und gestalterische Kreativität. Es geht um die fach liche Anleitung für selbst- 
ständige Schritte bei der Rezeption und Produktion von Literatur, Musik, 
Kunst und Medien. 
 
Mit kreativen Aktionen an neuen, ungewöhnlichen Orten konnte sich der Pro- 
grammbereich im zurückliegenden Studienjahr weiter profilieren. Durch Ver- 
anstaltungen wie „Eintritt frei“, in denen sich die  vielfältigen Aktivitäten im 
kulturellen Bildungsbereich in der VHS-Überwasser p räsentieren konnten, in 
der Neuauflage des Projekts „Wild Art“ im Allwetter zoo Münster, das zu 
künstlerischer Auseinandersetzung mit Natur und Tie rwelt anregt, sowie in 
Foyer-Ausstellungen in der 1. Etage der VHS-Aegidii markt, wurde dokumen- 
tiert, welch hohe Qualität die künstlerischen Arbei tsprozesse in der VHS ha-

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ben. Erfolgreiche Aktionen werden auch im kommenden  Studienjahr fortge- 
setzt. 
 
Ergänzt wurde diese besondere Öffentlichkeitsarbeit  durch Auftritte des 
„Theaters der Volkshochschule“ und Präsentationen d er VHS-
Schreibwerkstatt „Zeilenschmiede“. Konzerte des VHS-Kammerchors gehö- 
ren schon zu über 35-jähriger Tradition, nicht unbe dingt jedoch die Welt-
Uraufführung der Messe des Essener Komponisten Alfr ed Wolbeck im No- 
vember 2005. 
 
Die Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit, insbe sondere durch die Präsen- 
tationen der Arbeitsergebnisse, hat dazu geführt, d ass die Resonanz auf die 
Bildungsangebote des Programmbereichs trotz erheblich gestiegener Entgel- 
te nach wie vor als gut bezeichnet werden kann. Die  Durchschnittsteil- 
nehmerzahl ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen, berücksichtigt  werden 
muss aber die Besorgnis erregende Tatsache, dass die Summe der aufgrund 
zu niedriger Anmeldezahlen ausgefallenen Veranstalt ungen auf augenblick- 
lich 80, d. h. fast 25 % der geplanten Veranstaltun gen angestiegen ist. Grün- 
de sind neben hohen Gebühren weiter verstärkte Zurü ckhaltung der Bu- 
chungen von „Stammkunden“ des Bereichs. 
 
Im neuen Studienjahr wird es primär um Konsolidieru ng gehen, verbunden 
mit einem weiteren Ausbau der Kooperationen mit Künstlerinnen und 
Künstlern , aber auch mit anderen Bildungsträgern der Stadt. Schwerpunkte 
der Bildungsarbeit werden im kommenden Studienjahr die Sparten „Literatur 
und Theater“ sowie „Kunst und Gestalten“ sein. Die begrenzten fachräumli- 
chen Ressourcen im VHS-Haus am Aegidiimarkt können nur durch zusätzli- 
che Nutzung von Atelierräumen von Musik- und Kunstp roduzenten kompen- 
siert werden. 
 
Trotz der hohen fachlichen, pädagogischen und künst lerischen Qualität der 
Dozentinnen und Dozenten, eines auf die Nachfrage u nd Bedürfnisse der 
Teilnehmenden abgestimmten Bildungsprogramms, beson derer „ungewöhn- 
licher“ Orte für künstlerische Aktivitäten und trot z kreativer Öffentlichkeitsar- 
beit des Programmbereichs wird es im kommenden Stud ienjahr 2006/2007 
möglicherweise nicht mehr gelingen, die hohen Teiln ehmerzahlen der Ver- 
gangenheit von ca. 3.500 Münsteranerinnen und Münsteranern an Veranstal- 
tungen zur Kulturellen Bildung der VHS Münster zu erreichen.

Beschlussvorlage

4208 Zeichen

V/0310/2006 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Schule und Weiterbildung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 
2006/2007 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
31.05.2006 Kulturausschuss Bericht 
14.06.2006 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
1. Den vom Beirat der Volkshochschule am 08.05.2006 verabschiedeten Grundzügen der Bil-
dungsarbeit 2006/2007 (siehe Anlage) wird zugestimmt. 
 
2. Die Beschlussfassung erfolgt unter dem Vorbehalt der Bereitstellung der erforderlichen Haus-
haltsmittel. 
 
 
Finanzierung/Mittelbereitstellung 
Die Mittel sind im doppischen Haushaltsplan 2006 und in der Ergebnis- und Finanzplanung 2004 – 
2009, Produktgruppe 0402, veranschlagt. 
 
 
Begründung: 
Nach § 4 der Satzung der Volkshochschule verabschiedet der Ausschuss für Schule und Weiter-
bildung die Grundzüge der Lehrplangestaltung eines Studienjahres. Im Rahmen dieser Grundzüge 
hat die Volkshochschule das Recht auf selbstständige Lehrplangestaltung. Die Grundzüge der 
Lehrplangestaltung sind der Anlage „Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der 
Volkshochschule der Stadt Münster 2006/2007“ zu entnehmen. 
 
In seiner Sitzung am 08.05.2006 hat sich der Beirat der Volkshochschule mit den Grundzügen der 
Planungen der Bildungsarbeit 2006/2007 beschäftigt und ihnen zugestimmt. 
 
Trotz erkennbaren Rückganges der Teilnehmerzahlen seit 2004 bestätigt die Teilnehmerzahl von 
26 951 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und die Anz ahl von rund 50 000 Unterrichtsstunden im 
vergangenen Jahr erneut die hohe Akzeptanz des Weiterbildungsangebotes der Volkshochschule 
der Stadt Münster. Aufgrund der Konsolidierungszwänge der Stadt Münster in den nächsten Jah-
ren 50 Mio. Euro einzusparen, steht auch die Volkshochschule im kommenden Studienjahr 
2006/2007 unter einem hohen Konsolidierungsdruck. Nur durch einschneidendes Sparen und 
Vorlagen-Nr.: 
V/0310/2006 
Auskunft erteilt: 
Herr Dr. Gummersbach 
Ruf: 
492 40 00 
E-Mail: 
GummersH@stadt-muenster.de  
Datum: 
21.04.2006 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0310/2006 
massive Erhöhung der Teilnehmergebühren kann die Volkshochschule Münster ihr Bildungsange-
bot für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt aufrechterhalten. 
 
Das Weiterbildungsangebot umfasst entsprechend dem Weiterbildungsgesetz Inhalte, die die Ent-
faltung der Persönlichkeit fördern, die Fähigkeit zur Mitgestaltung des demokratischen Gemeinwe-
sens stärken und die Anforderungen der Arbeitswelt bewältigen helfen. Es umfasst die Bereiche 
der allgemeinen, politischen, beruflichen und kulturellen Weiterbildung. Die Volkshochschule rich-
tet ihr Programmangebot in erster Linie an Einzelinteressenten, konzipiert, plant und organisiert 
Mitarbeiterfortbildungen für Verwaltungen und Firmen und führt Angebote im Auftrag Dritter im 
Bereich Qualifizierung (Projekte) durch. 
 
Die Planung sieht ein breites und differenziertes Bildungsangebot vor, das den unterschiedlichen 
Bedarfen und Fähigkeiten ihrer Zielgruppen gerecht wird. Die Angebote besonders im Sprachen-
bereich, der beruflichen Bildung und EDV- und Medienbildung umfassen auf verschiedenen Ni-
veaustufen Einstiegsangebote bis hin zu Spezialangeboten, sowie international anerkannte Ab-
schlüsse, Zertifikate und Prüfungen. Daneben gibt es Angebote und Treffs für Menschen und 
Gruppen, insbesondere Senioren und Seniorinnen, die ihre Freizeit und ihr ehrenamtliches Enga-
gement selbst bestimmt und eigeninitiativ gestalten wollen.   
 
Besondere Projekte und Qualifizierungsangebote helfen Defizite für benachteiligte Gruppen abzu-
bauen. Dazu gehören die umfangreichen Angebote der Alphabetisierung und Deutsch als Fremd-
sprache, aber auch Projekte zur Steigerung der Berufsfähigkeit u. a. für Alleinerziehende und 
Migranten und Migrantinnen. 
 
Die Grundzüge der inhaltlichen Planung der sieben Fachbereiche für das Studienjahr 2006/2007 
sind den ausführlichen Beschreibungen in der Anlage zu entnehmen. 
 
i. V. 
 
gez.  
 
Dr. Hanke 
Stadträtin 
 
 
 
 
Anlagen: 
Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 
2006/2007

Beratungsverlauf (2)

14.06.2006 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 6 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
Bericht

Orte (3)

  • Aegidiimarkt
  • Verspoel
  • Kinderhaus

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0310/2006
Typ
Vorlage
Datum
21.04.2006
Erstellt
06.10.2020 14:37