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3421/2023

3. Baustufe Nord-Süd Stadtbahn - Projektstand im November 2023

Mitteilung Ausschuss 07.11.2023

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen), Sitzung am 27.11.2023, TOP 10.2.9

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

6447 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
III/69/692 
 
Vorlagen-Nummer 07.11.2023 
 3421/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Verkehrsausschuss 21.11.2023 
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 27.11.2023 
 
3. Baustufe Nord-Süd Stadtbahn - Projektstand im November 2023 
In der Mitteilung vom Januar 2023 (Vorlagen-Nummer 2823/2022) wurden die Bezirksvertre-
tung Rodenkirchen und der Verkehrsausschuss letztmalig über den Projektstand informiert. 
Bedingt durch die Verzögerungen infolge der Bombenfunde und die zur Gefahrenabwehr re-
sultierenden und notwendigen Flächen-Detektionen (ca. 60.000 m²) mussten die bereits fest-
gelegten Bauabläufe mehrfach geändert und angepasst werden. Nun liegt eine Terminprog-
nose vor, die nachstehend erläutert wird: 
 
Bauabwicklung 
Nach Baubeginn der Hauptbaumaßnahme im Januar 2022 wurden zunächst drei britische 
Weltkriegsbomben oberflächennah gefunden. Der erste Fund ereignete sich am 30.03.2022 
auf Höhe der Bonner Straße 315, woraufhin eine Evakuierung der Anwohnenden notwendig 
war.  Am 15.06.2022 folgte der zweite Fund einer Weltkriegsbombe auf Höhe der Marktstraße 
12. Erneut musste eine Evakuierung der Bevölkerung vorgenommen werden. Die dritte Welt-
kriegsbombe wurde am 18. Juli 2022 in Oberflächennähe auf Höhe der Bonner Straße 337 
gefunden, woraufhin die dritte Evakuierung durchgeführt wurde.  
 
Die Bezirksregierung Düsseldorf veranlasste daraufhin die weitgehende Unterbrechung der 
Aufbruch- und Aushubarbeiten, bis zusätzliche elektromagnetische Messungen des Baufelds 
durchgeführt und ausgewertet werden konnten. Eine völlige Kampfmittelfreiheit konnte damit 
nicht erreicht werden, da die Messungen „nur“ bis in eine Tiefe von ca. 1,5 m reichen. Bedingt 
durch die hohe Dichte an unterirdischen Versorgungsleitungen wurden die Ergebnisse der 
Messungen stark negativ beeinflusst.  
 
Derzeit sind bereits circa 65 % des Baufeldes untersucht. Dabei wurden ca. 260 sogenannte 
„Verdachtspunkte“ erkannt, welche durch kleinräumige Aufgrabung überprüft und als unkri-
tisch bewertet werden konnten.  
 
Nach Auswertung der Ergebnisse der bereits detektierten Flächen wurden durch den Kampf-
mittelbeseitigungsdienst genaue Vorgaben zum weiteren Vorgehen im Bauverfahren gemacht. 
Aufgrund des Kampfmittelrisikos und zur Sicherheit für aller am Bau Beteiligten und Anwoh-
nenden werden die Aushubarbeiten durch „fachkundige Personen“ (Befähigungsscheininha-
ber nach §20 SprengG) sogenannte „Feuerwerker“ begleitet. Diese ordnen je nach Bodenge-
gebenheiten die lagenweisen Aushubhorizonte in Schichten von 10 cm bis max. 30 cm an. 
Die Anweisungen der „fachkundige Personen“ sind von der beauftragten Baufirma zwingend 
zu beachten.

2 
Gez. Egerer 
Am 15.01.2023 schloss sich der vierte Fund einer Weltkriegsbombe auf Höhe der Bonner 
Straße 461 an, eine Evakuierung war nicht erforderlich. Darauf folgte am 21.03.2023 der 
fünfte Fund einer Weltkriegsbombe auf Höhe des Raderberggürtels 58 (ohne Evakuierung). 
Der sechste Fund einer 250 kg schweren Fliegerbombe auf Höhe der Bonner Straße 211 er-
eignete sich am 01.08.2023. Eine Evakuierung der Anwohnenden musste vorgenommen wer-
den, um den Blindgänger zu entschärfen. 
 
Diese konnten aufgrund der Bodensondierungen sowie der Unterstützung durch fachkundige 
Feuerwerker und den Kampfmittelräumdienst der Stadt Köln sehr zügig entschärft und gebor-
gen werden. 
 
Die zusätzlichen Sicherheitsanforderungen haben weitreichende Auswirkungen auf die Bau-
zeit, insbesondere auf die Teilbereiche Erd- und Straßenbau, Kanalanpassungen, Schacht-
bauwerke, Sanierung der Hausanschlüsse, sowie Arbeiten diverser Versorgungsunternehmen 
auch in den zugehörigen Nebenanlagen. Aufgrund der großflächigen Aufbruch- sowie Aus-
hubarbeiten auf der Bonner Straße sind die noch erforderlichen zeitaufwändigen Voruntersu-
chungen durch die elektronischen Messverfahren, Bodensondierungen, sowie die Vorgaben 
zu den Aushubmengen für die bisher noch nicht untersuchten Bereiche besonders relevant für 
den Fortschritt der Baumaßnahme.  
 
Aktuell laufen die Arbeiten in allen Bauabschnitten der Bonner Str. hauptsächlich im Bereich 
der Nebenanlagen mit Verlegearbeiten für die Leitungsträger und Versorger: 
 
 Schachtbau und Sinkkästen 
Bisher konnten 15 Schachtbauwerke von insgesamt 17 Bauwerken fertiggestellt wer-
den. An weiteren 2 Schachtbauwerken laufen noch die Arbeiten. Die Fertigstellung ist 
für Ende 2023 geplant. 131 von 265 Sinkkastenanschlussleitungen konnten schon an 
den Bestandskanal der Stadtentwässerungsbetriebe neu angeschlossen werden. 
 
 Leitungsbau 
Der Gemeinschaftsgraben für die Telekommunikationsunternehmen und Versorger 
konnte auf der Ostseite der Bonner Straße in einer Länge von 2,1 km fertig gestellt 
werden. Auf der Westseite konnten schon 200 m fertiggestellt werde, weitere 1,9 km 
sind in der Arbeitsvorbereitung. Von 3.300 m neuer Gasleitung konnten bisher schon 
1.600 m fertiggestellt werden. Neue Wasserleitungen konnten schon in einer Länge 
von 1.845 m von 3.460 m hergestellt werden. Die neue Fernwärmeleitung von insge-
samt 180 m wurde komplett fertiggestellt. 
 
 Erdbau 
Insgesamt wurden bisher 39.500 t Bodenmaterial von der Baustelle abgefahren, was 
ca. 1.580 LKW-Transporten entspricht. 
 
Bauzeit 
Aufgrund der langsameren Aushubarbeiten ergeben sich Verlängerungen der Bauzeit. Ur-
sprünglich war eine Gesamtbauzeit von ca. 46 Monaten bekanntgegeben worden (Vorlagen-
Nummer 0368/2020). Mit einem Baubeginn zum Ende des Jahres 2021 war eine Fertigstel-
lung bis Ende 2025 vorgesehen. Nach derzeitiger Einschätzung ergibt sich eine Bauzeitver-
längerung der geplanten Erd- und Straßenbauleistungen um ca. 2 Jahre. Dies ist insbeson-
dere auf Produktionsverluste/Leistungsminderungen beim Aushub aufgrund der Kampfmittel-
situation zurückzuführen. Die Fertigstellung der Baumaßnahme verzögert sich entsprechend 
und ist nach aktuellem Stand Ende 2027 möglich. Die Inbetriebnahme der Strecke erfolgt vo-
raussichtlich im Frühjahr 2028. 
 
Kosten 
Infolge der Verlängerung der Bauzeit, fehlender Kampfmittelfreiheit und der Leistungsminde-
rung der Erd- und Straßenbauleistungen im gesamten Baufeld sind zusätzliche Leistungen 
insbesondere für die bauausführende ARGE und für die örtliche Bauüberwachung zu erbrin-
gen. Diese sind verbunden mit einer erheblichen Kostensteigerung. Die daraus resultierenden 
Auswirkungen auf die Gesamtkosten der Maßnahme werden zurzeit ermittelt.

Beratungsverlauf (2)

21.11.2023 Verkehrsausschuss
TOP 6.2.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
27.11.2023 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 10.2.9 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3421/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
07.11.2023
Erstellt
24.10.2023 16:27