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AN/1480/2025

Köln als Standort des Yad Vashem Education Centers – Verantwortung übernehmen, Antisemitismus bekämpfen und Erinnerungskultur stärken

Gem. Antrag nach § 5 (Rat) 15.12.2025

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 16.12.2025, TOP 1.1

Gem. Antrag nach § 5 (Rat)

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Gem. Antrag nach § 5 (Rat)

6431 Zeichen

Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 
CDU-Fraktion 
SPD-Fraktion 
Die LINKE 
Volt-Fraktion 
FDP/KSG-Fraktion 
 
 
Herrn Oberbürgermeister 
Torsten Burmester 
 
 
 
Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters: 15.12.2025 
 
AN/1480/2025 
 
Antrag gem. § 5 der Geschäftsordnung des Rates auf Durchführung einer aktuellen 
Stunde 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 16.12.2025 
 
Köln als Standort des Yad Vashem Education Centers – Verantwortung übernehmen, 
Antisemitismus bekämpfen und Erinnerungskultur stärken 
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, 
 
die antragsstellenden Fraktionen beantragen gemäß § 5 der Geschäftsordnung des Rates der 
Stadt Köln für die Sitzung des Rates am 16.12.2025 die Durchführung einer Aktuellen Stunde 
zum Thema: 
 
Köln als Standort des Yad  Vashem Education Centers – Verantwortung übernehmen, Anti-
semitismus bekämpfen und Erinnerungskultur stärken  
 
Der Rat der Stadt Köln und die Verwaltung sollen sich im Rahmen der Aktuellen Stunde mit 
der geplanten Errichtung eines Yad Vashem Education Cente rs in Deutschland sowie mit der 
aktiven Bewerbung Kölns als besonders geeigneten und überzeugendener Standort für diese 
Einrichtung befassen und beraten, welche konkreten Schritte erforderlich sind, um diese Be-
werbung gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen wirkungsvoll voranzubringen. 
 
Begründung:  
 
Die internationale Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem steht weltweit für die Erinnerung an 
die Shoah sowie für die Verpflichtung, das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus 
und die Lehren aus dieser einzigartigen Menschheitskatastrophe wachzuhalten. Ihre Bildungs-
arbeit ist ein zentraler Pfeiler im Kampf gegen Antisemitismus, Hass und Geschichtsvergessen-
heit und stärkt damit die Werte unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft. 
 
Das Land Nordrhein-Westfalen pflegt seit vielen Jahren eine enge und vielfältige Partnerschaft 
mit Yad Vashem, insbesondere in den Bereichen Holocaust-Bildung, Wissenschaft und Kultur.

- 2 - 
 
Diese Zusammenarbeit ist Ausdruck des festen Willens des Landes, aus der Geschichte Ver-
antwortung für Gegenwart und Zukunft zu übernehmen. Sie wurde durch gemeinsame Ab-
sichtserklärungen – unter anderem 2014 sowie zuletzt 2025 – und durch die Arbeit der ehe-
maligen und amtierenden Beauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung 
des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur, nachhaltig bekräftigt und ver-
tieft. 
 
Vor diesem Hintergrund plant Yad Vashem erstmals die Errichtung eines „Yad Vashem“ -Bil-
dungszentrums außerhalb Israels, und zwar in Deutschland. Das Vorhaben wird durch die Bun-
desregierung unterstützt und war Gegenstand einer bundesweiten Machbarkeitsstudie, die in 
enger Abstimmung zwischen Yad Vashem und dem Bund durchgeführt wurde. Im Ergebnis 
wurden Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen in die engere Auswahl möglicher Stand-
orte einbezogen. 
 
Nicht zuletzt auf Initiative des stellvertretenden Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in 
Deutschland, des Kölners Abraham Lehrer, wurde das Vorhaben vorangetrieben, erstmals ein 
Yad Vashem Education Center außerhalb Israels in Deutschland zu errichten. Sein Engagement 
unterstreicht die besondere Rolle Kölns als Ort lebendigen jüdischen Lebens, als Stadt gelebter 
Erinnerungskultur und als geeigneten Standort für eine international bedeutsame Bildungs-
stätte. 
 
Damit eröffnet sich für Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit, einen nachhaltigen Beitrag zur 
Erinnerungskultur in Deutschland und Europa zu leisten und die langjährige Partnerschaft mit 
Yad Vashem in besonderer Weise zu vertiefen. Bereits im Juli 2023 hat das Land Nordr hein-
Westfalen gegenüber dem Vorstandsvorsitzenden von Yad Vashem seine grundsätzliche Be-
reitschaft erklärt, Standort für die geplante Bildungsstätte zu sein.  
 
Als bevölkerungsreichstes Bundesland Deutschlands verfügt Nordrhein -Westfalen über eine 
außergewöhnlich dichte Bildungs - und Forschungslandschaft mit über 70 Hochschulen, zahl-
reichen Einrichtungen der Lehrerfortbildung, politischen Bildungseinrichtungen und Gedenk-
stätten. Hinzu kommen enge politische, gesellschaftliche und kulturelle Beziehungen zu Israel, 
die unter anderem durch das Israel-Büro des Landes Nordrhein-Westfalen in Tel Aviv gestärkt 
werden. 
 
Innerhalb Nordrhein-Westfalens kommt Köln dabei eine besondere Bedeutung zu. Als größte 
Stadt des Landes vereint Köln historische Verantwortung, eine lebendige jüdische Gegenwart 
sowie eine leistungsfähige Bildungs- und Wissenschaftslandschaft in besonderer Weise. Jüdin-
nen und Juden prägen die Stadt nachweislich seit über 1.700 Jahren maßgeblich mit und sind 
auch heute ein selbstverständlicher und hochgeschätzter Teil der Stadtgesellschaft.  
Dieser langen gemeinsamen Geschichte trägt auch das derzeit in der finalen Bauphase befind-
liche Jüdische Museum MiQua Rechnung, das unmittelbar neben dem Historischen Rathaus 
im Herzen Kölns jüdische Kultur und Stadtgeschichte auf einzigartige Weise verbindet. Ergänzt 
wird dies durch die langjährige Städtepartnerschaft zwischen Köln und Tel Aviv -Jaffa sowie 
durch vielfältige wissenschaftliche, kulturelle und zivilgesellschaftliche Beziehungen zwischen 
Köln, Nordrhein-Westfalen und Israel.

- 3 - 
 
Vor diesem Hintergrund stößt das Vorhaben eines Yad Vashem Education Centers in Köln auf 
breite gesellschaftliche und politische Unterstützung – in Rat und Verwaltung, in Religionsge-
meinschaften, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Dieses übergreifende Engagement bildet 
eine verlässliche Grundlage für eine  langfristige, nachhaltige und glaubwürdige Kooperation. 
Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und des zunehmenden Anti-
semitismus kommt der Stärkung von Erinnerungskultur und historisch-politischer Bildung eine 
besondere Bedeutung zu. Köln bietet aufgrund seiner Geschichte, seiner internationalen Ver-
netzung, seiner Bildungslandschaft und seiner gesellschaftlichen Unterstützung in besonderer 
Weise geeignete Voraussetzungen, um ein Yad Vashem Education Center dauerhaft zu tragen. 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Lino Hammer     gez. Niklas Kienitz 
GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer   CDU-Fraktionsgeschäftsführer 
 
gez. Pascal Pütz     gez. Hans-Günter Bell  
SPD-Fraktionsgeschäftsführer   LINKE-Fraktionsgeschäftsführer 
 
gez. Lucas Sickmöller     gez. Ulrich Breite 
Volt-Fraktionsgeschäftsführer   FDP/KSG-Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

16.12.2025 Rat
TOP 1.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: zur weiteren Bearbeitung in die Verwaltung überwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1480/2025
Typ
Gem. Antrag nach § 5 (Rat)
Datum
15.12.2025
Erstellt
15.12.2025 08:45